Hier spricht die Polizei: „Kindermörder Israel“

Am 12. Juli 2014 schallten in der Frankfurter Innenstadt die Worte „Allah ist groß“ und „Kindermörder Israel“ aus den Lautsprechern eines Polizeiwagens. Die Polizei hatte das Mikrofon eines Polizeiautos vorübergehend den Demonstranten überlassen.

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Einträchtig mit den Demonstranten fuhr das Polizeiauto mit Blaulicht über die Zeil in Frankfurt und tönte antiisraelische Parolen in die Menge. Was mögen wohl die Menschen gedacht haben, als sie hörten, wie die Worte „Kindermörder Israel“ aus einem deutschen Polizeiauto ertönten?

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Gewiss, vermutlich, hoffentlich, stand die Polizei nicht hinter dieser Aussage, aber sie wurde aus den Lautsprechern eines deutschen Polizeiwagens mit Blaulicht getätigt. Während die Parolen aus dem Polizeiauto ertönten, fuhr der Wagen an Plakaten mit deutlich Aussagen vorbei.

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Auf einem Plakat stand: „Ihr Juden seid Bestien“

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Am 12. Juli 2014 wurde in Frankfurt am Main wieder in alter judenfeindlicher Tradition demonstriert und die deutsche Polizei schritt nicht nur nicht ein, sie machte sogar mit!

Nur 50 Polizisten waren eingesetzt worden. 2500 Demonstranten standen daher 50 Polizisten gegenüber. Einige Demonstranten bewarfen die Polizisten mit Steinen. Andere traktierten Polizisten mit Tritten. Mehrere Beamte wurden verletzt. Zunächst setzen die Polizisten noch Schlagstöcke und Pfefferspray ein, schafften es aber nicht, die Veranstaltung unter Kontrolle zu bekommen. Mehrere Personen wurden festgenommen. Erst am späteren Abend beruhigte sich die Situation. Eine deeskalierende Maßnahme war es, den Demonstranten die Lautsprecher eines Polizeiautos zu überlassen. Erst als ein Demonstrant die Menge über einen Lautsprecherwagen der Polizei dazu aufforderte, friedlich zum Rathenauplatz zu gehen, beruhigte sich die Situation. Auf dem Weg zum Rathenauplatz gab der Demonstrant jedoch durch den Polizei-Lautsprecher immer wieder die Parole „Kindermörder Israel“ durch.

So sieht deutsche Deeskalation im Jahr 2014 aus. Thomas von der Osten-Sacken bringt es mit diesen Worten auf den Punkt:

„Vom mutigen Einsatz der Frankfurter Polizei sollten sich Israel und andere eskalierende Kriegstreiber mal lernen, wie man, wenn es der Frieden verlangt, auch mit ganz unüblichen Mitteln, eine angespannte Lage beruhigt. Man stellt denen, die “Kindermörder Israel” rufen und das auch so auch meinen, einfach sein technisches Equipment zur Verfügung, statt notfalls gegen sie das Gewaltmonopol durchzusetzen.“

Am 12. Juli 2014 fand auch in Gelsenkirchen eine Demonstration gegen Israel statt. Dort durften Teile der Polizei folgende Worte vernehmen: „Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“

In einen Film auf YouTube ist dieser Moment festgehalten. Ab Minute 4:50 geht es los:

In einer offiziellen Pressemitteilung erklärte die Polizei später, die Demonstration sei „insgesamt friedlich“ verlaufen. Von der Tatsache, dass der Ruf erfolgte, Juden zu vergasen, steht in der Pressemitteilung nichts.

Während in Frankfurt die Polizei ihre Lautsprecher für antiisraelische Parolen verleiht, verschweigt die Polizei in Gelsenkirchen in ihrer Presseerklärung das Skandieren antijüdischer Parolen.

Bei der antiisraelischen Demonstration in Frankfurt mischte sich übrigens auch die Neonazi-Gruppe „Nationale Sozialisten Rhein-Main“ unter die Demonstranten. Die Neonazis werden sich sicher gefreut haben, als sie die Parolen „Fuck Israel“ und „Ihr Juden sein Bestien“ auf einer Demonstration in Deutschland sahen. Sie waren bestimmt auch begeistert, als sie hörten, was aus den Lautsprechern eines Polizeiautos ertönte. Vermutlich überlegen die Neonazis jetzt, wie sie das nächste Mal an die Lautsprecher eines Polizeiautos kommen. Von Islamisten können Nazis eben noch eine Menge lernen. Das wissen die Nazis spätestens seit der innigen Freundschaft zwischen Adolf Hitler und Muhammad Amin al-Husseini.

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Die Bilder wurden zur Verfügung gestellt von Honestly Concerned. Vielen Dank!

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