Kritik ist kein Rassismus!

Rassismus ist die Verurteilung eines Menschen aufgrund seiner Herkunft. Die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Bekenntnisse jedoch nennt sich Kritik. Kritik ist kein Rassismus. Kritik ist der Motor der Aufklärung!

Wer einen Moslem verurteilt, weil er Araber ist, betreibt Rassismus. Wer einen Araber jedoch beurteilt, weil er Muslim ist, betreibt Aufklärung. Wer das Judentum als „patriarchale, überholte Wüstenreligion“ bezeichnet, übt Kritik. Wer jedoch einen Juden verurteilt, weil er dem Volk der Juden abgehört, weil also seine Mutter jüdisch ist, der ist ein Antisemit. Wer sagt, „das Christentum ist die Pest“, verdammt die Religion, aber nur wer sagt, ein Christ sei die Pest, verdammt den Menschen und ist somit Rassist!

Das Christentum wurde in den letzten Jahrhunderten arg kritisiert und beleidigt. Heute nennen wir es Aufklärung! Im Jahr 1927 erschien das Werk „Warum ich kein Christ bin“ von Bertrand Russel. Im Jahr 1950 bekam der Autor den Nobelpreis für Literatur verliehen. Er schrieb:

“Die Religion stützt sich vor allen und hauptsächlich auf die Angst. Ich betrachte die Religion als Krankheit, als Quelle unnennbaren Elends für die menschliche Rasse.”

“Das schlimmste an der christlichen Religion ist ihre krankhafte und unnatürliche Einstellung zur Sexualität.”

“Das Christentum unterscheidet sich von anderen Religionen durch seine größere Bereitschaft zu Verfolgungen.”

“Die Behauptung, das Christentum habe einen erhebenden Einfluss auf die Moral, kann nur aufrechterhalten werden, wenn man sämtliche historischen Beweise ignoriert oder fälscht.”

“Die Christen versichern uns, dass ihre Religion eine Religion der Liebe sei, aber die Annahme des Christentums durch den römischen Staat zu Zeiten Konstantins trug nichts zur Verminderung der Kriege bei, und in unseren Tagen waren viele der fanatischsten Kriegshetzer Christen.”

“Wenn man sich auf der Welt umsieht, so muss man feststellen, dass jedes bisschen Fortschritt im humanen Empfinden, jede Verbesserung der Strafgesetze, jede Maßnahme zur Verminderung der Kriege, jeder Schritt zur besseren Behandlung der farbigen Rassen oder jede Milderung der Sklaverei und jeder moralische Fortschritt auf der Erde durchweg von den organisierten Kirchen der Welt bekämpft wurde. Ich sage mit vollster Überzeugung, dass die in ihren Kirchen organisierte christliche Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in der Welt war und ist.”

Für den Islam gilt das Selbe. Wenn wieder irgendwo wieder im Namen des Islams ein Verbrechen begangen wurde, dann braucht es keine Muslime, die den Nicht-Muslimen erklären, was der angeblich wahre Islam bedeutet, ganz so, als sei der terroristische Anschlag eine Einladung zum Islamunterricht gewesen.

Nach religiös motivierten Anschlägen braucht es kritische Analysen, die nicht vor religiösen Gefühlen halt machen. Religiöse Gefühle müssen sich der scharfen Kritik ebenso stellen, wie alle anderen Gefühle auch. Der Islam muss ebenso heftig durch den Reißwolf der Aufklärung gedreht werden wie das Christentum. Heinrich Böll war ebenfalls Nobelpreisträger. Er schrieb:

“In seinem Durchschnitts-‘Organ’ ist der deutsche Katholizismus mies bis dreckig, in seinen Methoden dumm bis dreist.”

Friedrich Nietzsche wiederum schrieb:

“Der christliche Glaube ist von Anbeginn Opferung: Opferung aller Freiheit, alles Stolzes, aller Selbstgewissheit und des Geistes: zugleich Verknechtung und Selbst-Verhöhnung, Selbst-Verstümmelung.”

“Das Christentum war bisher das größte Unglück der Menschheit.”

“Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.”

Heinrich Heine spöttelte:

“Ärgert dich dein Auge, so reiss es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.”

Thomas Jefferson erklärte:

“Die einzige Waffe, die man gegen unverständliche Aussagen einsetzen kann, ist der Spott. Vorstellungen müssen klar umrissen sein, erst dann kann die Vernunft sich mit ihnen beschäftigen; und von der Dreieinigkeit hatte kein Mensch jemals eine klar umrissene Vorstellung. Es ist nur das Abrakadabra jener Scharlatane, die sich als Priester Jesu bezeichnen.”

Jean-Jacques Rousseau war sich sicher:

“Das Christentum predigt nur Knechtschaft und Unterwerfung. Sein Geist ist der Tyrannei nur zu günstig, als dass sie nicht immer Gewinn daraus geschlagen hätte. Die wahren Christen sind zu Sklaven geschaffen.”

Der ebenfalls Nobelpreisträger Albert Camus brachte es in vier Worten auf den Punkt:

“Unmoralisch ist das Christentum.”

Gelten Heine, Böll, Nietzsche, Jefferson, Rousseau und Camus deshalb heute als rassistisch? Nein! Das Christentum ist keine Rasse, ebensowenig wie der Islam. Obwohl sie gegenüber Christen deutliche Worte gefunden haben, von „priesterverseucht“ bis „mies und dreckig“, gelten sie heute als Leuchttürme der Aufklärung. Wer Kritik am Islam als rassistisch brandmarkt, fällt damit der Aufklärung in den Rücken.

Ein Rassist geht gegen den Menschen selbst, denn kein Mensch kann aus seiner Haut. Der aufgeklärte Mensch jedoch respektiert alle Menschen und geht ausschließlich gegen Überzeugungen und Ideologien, die er kritisiert und hinterfragt. Ein Moslem, der von sich selbst sagt, ein gläubiger Mensch zu sein und nicht zur Gewalt gegen Ungläubige, Homosexuelle oder Juden aufruft oder diese Gewalt toleriert, stellt für einen aufgeklärten Menschen kein Problem dar. Im Gegenteil, ein aufgeklärter Mensch wird sogar sein Recht verteidigen, diese Form der Religion ausüben zu dürfen, ohne dabei von staatlicher Seite diskriminiert zu werden. Es wird ihn aber nicht notwendiger Weise davon abhalten, die Religion zu kritisieren.

Wenn aber ein Terrorist bei der Tat „Allahu Akbar“ ruft, dann nimmt ein aufgeklärter Menschen diesen Terroristen ernst und kritisiert den Allah und die Religion, für die der Allah steht, dessen Namen von dem Täter im Moment des Mordens voller Innbrunst gerufen wurde.

Das Mittel der Aufklärung ist Kritik. Wer sie unterbinden will, betreibt anti-aufklärerische Gesinnungstyrannei. Religionen sind Ideologien. Viele Menschen können sich zwar nicht aussuchen, im Sinne welcher Religion sie erzogen werden, aber sobald sie erwachsen sind, können sie ihre Vernunft nutzen und entscheiden, ob und wie sie in diesem Glauben weiter denken wollen.

Wenn eine Ideologie nicht mehr kritisiert werden darf, wird sie totalitär. Egal ob Islam, Christentum, Judentum oder Kommunismus, das Recht, Überzeugungen zu kritisieren und zu verarschen, sorgt dafür, dass sie menschlich bleiben. Wer sagt, der Soldat Mohammed, der vor eineinhalb Jahrtausenden gelebt hat, dürfe nicht karikiert werden, jedoch schweigt, wenn ein Bäcker aus Mekka hingerichtet wird, weil er Christ geworden ist, der ist ein fundamentalistischer Fanatiker und hat die volle Breitseite Kritik verdient.

Ein Moslem, der den Koran wörtlich nimmt und sein Leben nach einem mordenden Feldherren aus der Mitte des ersten Jahrtausends ausrichtet, ist für mich mindestens so bescheuert wie ein Christ, der die sprechende Schlange und die Arche Noah wörtlich nimmt.

Was die Welt braucht sind mehr geistige Hämmer, die so auf den Islam schlagen, wie einst Nietzsche auf das Christentum eingeschlagen hat. Ist das islamophob? War die Aufklärung christophob?

Wer glaubt, ich verachte ihn, nur weil ich Witze über seinen Glauben mache, verwechselt sich mit seinen Überzeugungen. Der Mensch aber ist mehr als die Summe seiner Ideen! Ich zum Beispiel bin ein christlich getaufter Deutscher und so sehr ich mein Land und Weihnachten auch liebe, Deutschland und die Kirche dürfen verarscht werden. Ich halt das aus, Juden halten das aus und Buddhisten machen auch wenige Probleme. Ich kann das Selbe auch von Muslimen erwarten.

Ich kann zuden von der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz erwarten, dass sie Kritik nicht als Rassismus brandnarkt. Leider tat Malu Dreyer genau das am 31. Mai 2017, indem sie auf ihrer Facebookseite schrieb.

„Islamophobie muss wie Antisemitismus als Bedrohung des Zusammenlebens klar benannt und bekämpft werden.“

Diese Aussage ist so falsch, das nicht mal das Gegenteil stimmt. Islamophobie bedeutet nämlich nicht, Muslime zu hassen! Islamophobie ist vielmehr die Angst vor der Ideologie Islam und diese Angst ist berechtigt. Antisemitismus jedoch bedeutet, Juden zu hassen. Malu Dreyer wusch mit ihrem Kommentae diesen Unterschied weg und telativierte damit den Judenhass.

Der Begriff „Antisemitismus“ geht zu einem nicht unerheblichen Teil auf den Journalisten Wilhelm Marr (1819-1904) zurück. Er gehörte dem extrem linken Flügel der radikal-demokratischen Partei um 1848 an und er hasste Juden! Er grenzte sich jedoch von der traditionellen religiösen Judenfeindschaft ab und behauptet stattdessen, dass die Juden eine fremde Rasse von „Parasiten“ seien, die erfolgreich die Ausbeutung Deutschlands betreiben. Diesen Paradigmenwechsel von Religion zu Rasse verdeutlichte er durch die Benutzung des Begriffs „Antisemitismus“. Marr prägte wesentliche Klischees und Schlagworte. Er legte 1880 mit seiner Schrift “Goldene Ratten und rothe Mäuse” die Basis für die verschwörungstheoretische Gleichsetzung von Judentum, Kapitalismus und Kommunismus, wie sie später Adolf Hitler in “Mein Kampf” vertrat.

Wilhelm Marr kritisierte nicht das Judentum aufgrund seiner Annahmen, Philosophie und Ideologie, das wäre vollkommen in Ordnung gewesen, sondern er verachtete Juden als Rasse!

Genau das tun jene, die heute den Islam kritisieren nicht! Kritik ist kein Rassismus!

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66 Antworten zu Kritik ist kein Rassismus!

  1. Kanalratte schreibt:

    Der Hass auf Juden wird (v.a. von Linken) dadurch relativiert, dass man Juden nicht gewährt ein ethnisches Volk zu sein. (Dabei gehören Juden zu den ersten Völkern überhaupt) Ich lese nicht selten, dass Menschen glauben Hetze gegen Juden wäre nur Religionskritik und somit mit der Abneigung gegen den Islam gleichzusetzen. Dem ist offenbar auch Malu Dreyer aufgesessen. Malu Dreyer ist uns RLP’lern durch ihre Kompetenzfreiheit und ihren protegierten Pleite-Flughafen Hahn (inklusive Fake-Investoren aus China) bekannt. Dennoch ist sie in der roten Schulden-Hochburg RLP anscheinend sehr beliebt.

    Die Ablehnung einer Religion, hier des Islam (was ich für begrüßenswert halte) auf die selbe Stufe zu stellen mit der Abneigung gegen eine Ethnie ist unterste Schublade. Gerade diejenigen die immer wieder mit leeren Phrasen wie „Nie wieder“ und „Wir müssen aus unserer Geschichte lernen“ auf dem Rücken der Opfer eines Völkermordes gegen Rechts kämpfen, fallen häufig mit einer „Verwässerung“ der Begrifflichkeiten auf.

    • aurorula a. schreibt:

      Man sollte Marie Luise Dreyer mit Ryan Bellerose bekanntmachen, der kann ihr das vielleicht erklären:
      http://www.tabletmag.com/jewish-news-and-politics/224254/bellerose-aboriginal-people

    • Tobias schreibt:

      Verwechselst du da Juden nicht mit Judäern?
      Das Judentum ist kein ethnisches Volk allein dadurch, das es in der Geschichte auch Bekehrungen gab, bspw. bei den Chasaren. Ironischerweise gibt es meines Erachtens trotzdem unter Juden oftmals ein gegenseitiges Gefühl von Volkszugehörigkeit, was cih persönlich allerdings mehr aus der Außenseiterrolle schließen würde, die sie heute ncoh häufige einnehmen und weniger aus einer tatsächlichen ethnischen Zugehörigkeit der letzten 4000 Jahre.
      Hetze ist niemals Kritik, denn Hetze fußt auf Hass und verzichtet somit auf die Vernunft, welche grundlegend für eine Kritik ist.
      Letztlich hast du natürlich trotzdem Recht; viele glauben, aus beiden politischen Ecken, mit ihrer Meinung automatisch lediglich Kritik zu üben, was unter dem Banner des Hasses natürlich absurd ist.
      Nur denke ich das die Abneigung einer Ethnie durchaus auf die selbe Stufe gestellt werden kann, wie die Abneigung gegenüber einer Ideologie unter der Voraussetzung, das die ideologishe Abneigung auf Hass oder mangelnder Bereitschaft einander zuzuhören beruht. Denn diese Abneigung wäre genauso blind wie der Rassismus. Abseits dessen stimme ich ihnen allerdings zu.

      • Aristobulus schreibt:

        Total wirr, was Sie da schreiben.

        Zum jüdischen Volk: Wer verneint, dass die Juden nun mal seit der frühen Antike bis heute ein Volk sind (hebr. Am Jissroel, das jüdische Volk), der ist entweder dumm oder er ist ein Lügner. Tertium non datur 😉

        Was haben diese wirren Tobiasse bloß immer mit den Juden? Die kommen nie auf die Idee, zu behaupten, dass etwa die Dänen kein Volk seien. Etwa bei den Dänen oder bei den Lakota (in South Dakota) oder bei den Esten würden die Tobiasse nie auf die Idee kommen, von irgendwelchen viertausend Jahren oder von irgendwelche Chasaren zu schwallern.
        Nur beim Jud‘ machen die das.

        • Tobias schreibt:

          Ich hab Ethnie auf Abstammung zurückgeführt, falscher Begriffgebrauch meinerseits, sie haben Recht, so gesehen hab ich wirr geschrieben. Ich wollte damit lediglich ausdrücken dass die Ursprünge heutiger Juden nciht zwingen Israel, sondern eben auch der Kaukasus, die Krim etc (Chasaren) sind. Die Ethnie ist einheitlich, die Abstammung ist es nur nicht, mein Fehler 🙂

          • Aristobulus schreibt:

            Was wollen Sie mit irgend Chasaren?, wozu?, die verschwanden etwa im elften Jahrhundert, ebenso wie sehr viele Stämme irgendwo am schwarzen Meer.
            Stämme ginegn da in anderen Stämmen aus. Und?

            Sie haben keinen Schimmer vom Judentum, keinen Schimmer von jüdischer Geschichte, und die können nicht wichtig von unwichtig und relevant von irrelevant unterscheiden.
            Aber setzen sich hin und schreiben Mist (pardon) über irgendwelche Chasaren, die seit tausend Jahren weg sind..

          • Aristobulus schreibt:

            Und was soll diese Lüge (doch, es ist eine), dass die heutigen Juden nicht usf.?
            Sie haben überhaupt keinen Schimmer.

            Über die Hälfte der heutigen Israelis stammt von Misrachim (Juden aus dem Orient, wo seit 2500 Jahren Juden ansässig waren), der Rest stammt von Aschkenasen ab (den jidisch sprechenden Juden aus Ost- und Mitteleuropa), von Sefarden (die Judezmo sprachen und zum Teil noch sprechen, die ursprünglich spanischen Juden, die nach 1492 am Mittelmeer und in Amsterdam bis London verstreut lebten), und natürlich stammen manche von den Falascha ab, den äthiopischen Juden.
            So verhält es sich mit der Abstammung der heutigen Israelis.

          • Aristobulus schreibt:

            Noch etwas, Tobias, weil ich Sie nicht für böswillig halte, nur für völlig uniformiert, ja falsch informiert:

            Also die Chasaren. Die sind von Persern und Byzantinern und Protobulgaren zu Anfang des Hochmittelalters aufgerieben worden und verschwanden. So wie sehr viele Stämme aus der pontischen Steppe zu der Zeit verschwanden. Die Chasaren haben keine kulturellen, keine literarischen und keine sprachlichen Spuren hinterlassen.

            Jüdischerseits ist man seit je her sehr an jüdischer Familienchronik und Geschichte interessiert, die Forschung darüber ist tausend Jahre alt. Im neunzehnten und frühen zwanzigsten Jahrhundert wollten aschkenasische Juden (die jidisch Sprechenden in Ost- und Mitteleuropa) wissen, was mit dem Stamm der Chasaren passiert sei, von denen wohl manche im 9. Jh zum Judentum übergetreten waren. Man hat seitdem festgestellt:
            a) Es gibt keinerlei sprachliche Spuren. Jidisch ist sehr konservativ, es enthält außer Althochdeutsch sogar noch ein paar altfranzösische Worte (benschen, Tscholent), die im 9. oder 10. Jahrhundert in Lothringen aufgenommen wurden, vor der Zeit, als der große Gelehrte Raschi in Troyes und in Worms wirkte. Von einer Turksprache wie dem Chasarischen hingegen ist nichts da, kein einziges Wort.
            b) Auch keine einzige Erzählung. Die jidische Kultur überliefert sehr viele Erzählungen (Midraschim und Hagadojss und Mejsses) von überall dort, wo Jidn lebten. Jedoch bezüglich irgend Chasaren: Fehlanzeige. Nix.

            c) Namen: Alle Juden (Aschkenasen, Misrachim, Sefarden, Jemeniten, auch die Falascha) erhalten sich uralte Vornamen über Jahrtausende. Noch heute heißen manche Juden etwa Mordechai, das heißt „Marduk lebt“, der Name stammt aus Babylon aus der Zeit des ersten Exils (586 bis 540 vor Null). Wenn also Chasaren irgendwo in Osteuropa als vertriebene Gruppen überlebt hätten und ihre Geschichten ins Judentum eingegangen wären, ja?, dann müssten da zwingend chasarische Vornamen erhalten sein.
            Bloß: Es gibt keine solchen Vornamen, keine Geschichten, kein Garnichts.
            Also kann sich keine Chasarengruppe etwa im elften, zwölften Jahrhundert mit osteuropäischen Juden vermischt haben.

            Zumal die europäischen Jidn zu der Zeit ja noch in Deutschland lebten (Aschkenas heißt auf Hebräisch Deutschland). In Polen, West- und Südrussland lebten Juden erst ab dem frühen 16. Jahrhundert.

            Fazit: Vergessen Sie diese fantasierte Sache mit den chasarischen Juden, sie stimmt hinten und vorne nicht.

          • Tobias schreibt:

            Sie haben richtig erkannt, ich bin nicht böswillig 🙂

            Vielen Dank für die Lehrstunde in jüdischer/jiddischer(?) Geschichte. Ich sprach nicht wider besseren Wissens, dementsprechend bin ich immer froh dazuzulernen, leider kommt es viel zu selten vor das man in einer Außeinandersetzung, gerade online, dazulernt. sollte ich nocheinmal an ein solches Thema geraten, haben sie jetzt einen Menschen weniger, der im Internet Bullshit verzapft ^^.

            Kennen sie zu dem Thema lesenswerte Seiten? Bin stark interessiert an Geschichte und Völkern, vielleicht kennen sie ja themenspezifische Seiten, die ich so nicht finden würde 🙂

          • Aristobulus schreibt:

            Etwa Alfred Kolatch ist gut bis sehr gut, er schreibt zwar auch gelehrte Bücher, aber „Jüdische Welt verstehen“ (das man beim Amazon auf Deutsch grad ab 1,36 bekommt) ist gut lesbar:

            https://www.amazon.de/s/ref=nb_sb_noss?__mk_de_DE=%C3%85M%C3%85%C5%BD%C3%95%C3%91&url=search-alias%3Dstripbooks&field-keywords=Alfred+J.+Kolatch

          • aurorula a. schreibt:

            Ich bin am überlegen, ob ich das bestelle, hört sich nach einem guten Buch an.

          • aurorula a. schreibt:

            Das was Tobias schreibt erinnert mich irgendwie hierdran:
            http://www.dailywire.com/news/19908/pat-buchanan-goes-rails-believing-all-men-are-ben-shapiro
            (Nebenbemerkung: die sinnentstellende Verkürzung im Link aus dem halben Titel – es fehlt „not equal“, wie in „all men are not equal“, in etwa „Pat Buchanan spinnt jetzt völlig und behauptet nicht alle Menschen sollten gleichberechtigt sein“ – und dem Namen des Autors, Ben Shapiro, hat schon fast was orwellsch-kreatives 😛 )

          • Aristobulus schreibt:

            Weia.
            Pat Buchanan sollte zugeben, dass er nicht nur z.B. vom Kolatch (oder von Sonstigen, den denken können) noch nie was gelesen, sondern auch noch nie davon gehört hat 😀

          • aurorula a. schreibt:

            … von dem Zeitungsartikel aus bin ich ein Bissl linkgehoppt und habe das hier gefunden:
            http://www.dailywire.com/news/19949/innocent-colorado-man-stabbed-over-his-neo-nazi-emily-zanotti
            Da ist jemand fast erstochen worden, weil er die falsche Frisur hat. Angeblich sah der Haarschnitt so ähnlich aus wie der eines bekannten Neo-Nazis in den USA (nein, es war keine Glatze) – was seinen Besitzer für einen Antifanten selbst zum Nazi machte, woraufhin der ihn mit einem Messer angriff. Der angegriffene konnte gerade noch den Kopf wegziehen und die Hand zwischen sich und das Messer halten, sonst wäre er mindestens schwerverletzt worden.

  2. Nordland schreibt:

    Wenn wir etwas für Frau Hadjimohamadvali, gegen die die Staatsanwaltschaft wegen rechtlich offenbar unter die Meinungsfreiheit fallender Aussagen Ermittlungen eingeleitet hat (http://www.zeit.de/politik/deutschland/2017-08/islamfeindlichkeit-afd-laleh-hadjimohamadvali-staatsanwaltschaft-Ermittlungen), tun wollen, empfehle ich eines: Am 24. September ihre Partei wählen. Nichts würde die Antidemokraten mehr ärgern!

  3. bm98600 schreibt:

    Differenzierung ist die Sache der Selbstgerechten, die immerzu Differenzierung verlangen, nicht.

  4. A.S. schreibt:

    Der Begriff Rassismus wird eh fast ausschließlich affektiv benutzt. Insoweit macht es wenig Sinn ihn klar zu definieren und mit der Definition zu operieren.
    Diejenigen, die den Begriff z.Z. verwenden nutzen ihn immer dann, wenn sie nicht mehr zuhören wollen. Diese Leute interessiert eine Definition nicht, ihr ausschließliches Ziel ist es, unliebsame Menschen aus dem Diskurs zu entfernen.
    Diejenigen, die den Begriff sauber verwenden wollen, nutzen ihn i.d.R. nicht in politischen Diskussionen, weil sie wissen dass z.B. Islamkritik kein Rassismus ist.

  5. Lisa Hartung schreibt:

    das Christentum hat dafür gesorgt, dass der Untergang der DDR friedlich ablief. Vor den großen Demos wurden Fürbittgottesdienste an denen auch Atheisten teilnahmen gehalten, in denen zum Gewaltverzicht aufgerufen wurde. Dieser Weg war erfolgreich.

  6. Aristobulus schreibt:

    „Rassismus ist die Verurteilung eines Menschen aufgrund seiner genetischen Herkunft.“
    Ähmnein 😉 , das ist Rassismus nicht.
    Warum nicht: Weil in der Epoche des herrschenden Rassismus, also während des ganzen neunzehnten Jahrhunderts und in der ersten Hälfte des zwanzigsten Jahrhunderts, noch niemand etwas von Genen wusste. Gene waren für die Rassisten irrelevant.

    Auch heute interessieren sich white-supremacists wie David Duke und Richard Spancer gar nicht für Gene: Weil Gene, egal wie man sie untersucht, nämlich nichts darüber aussagen, was es bedeutet, wenn zu manchen Teilen etwa zwei hundert oder tausend Individuen, die ähnlich hell oder ähnlich dunkel aussehen, mit anderen hundert oder tausend Individuen verwandt sind, die ähnlich hell aussehen.
    Und über Charaktereigenschaften, also über Wertigkeiten, sagen solche genetischen Verwandschaftsverhältnissse schon gar nichts aus, und überhaupt gar nichts sagen sie etwa über die Koppelung bestimmter Charaktereigenschaften an ein bestimmtes Aussehen.
    Wrum nicht: Weil es sowas nicht gibt.

    Rassismus kann also nicht mit Genetik gerechtfertigt werden. Weil sie das mittlerweile wissen, versuchen Rassisten ja nun auch sehr selten, ihren Abscheu vor Negern, dem Jud‘, dem Weißbrot oder den Reisfressern auf irgend eine Weise mit parawissenschaftlich-scheingenentischen Argumenten zu untermauern.

    P.S.
    Übrigens hat vor zwei Tagen eine der bekanntesten Politikerinnen der Hillary-Clinton-Partei, Maxine Waters, den Juraprofessor und Gelehrten Alan Dershowitz einen Rassisten genannt.
    Sie ist schwarz und sehr links-elitär-Establishment, er ist Jude und linksliberal-realistisch, und sie nennt ihn einen Rassisten.
    Warum: Weil Alan Dershowitz, der Juristenprofessor aus Harvard, festgestellt hatte (die Tatsache, die jeder kennt, der schon einmal in einem Geschworenengerichtssaal war), dass die Zusammensetzung der Jury wichtig für’s Ergebnis ist. Er hat gesagt, bezogen auf einen anstehenden politischen Prozess in Washington, dass es sehr relevant ist, ob in der Jury Begüterte, Nichtbegüterte, Junge, Alte, Frauen, Männer, Schwarze, Weiße, Asiaten usw. usf. zu welchen Anteilen und bei welchem Prozess sitzen.
    Daraufhin hat die korrupte, sehr linke Maxine Waters ihn einen Rassisten genannt.
    Und es ging nicht um Gene.
    Weil es immer nur um Diffamierung geht.

    • Pferdchen schreibt:

      Die Rassenkunde wurde allerdings verboten, bevor die Wissenschaft der Genetik groß raus kam. Würde bis heute die Rassenkunde gültig sein, dann hätte sie sich in den letzten 50 Jahren verändert und mit Hilfe der Genetik erweitert.

      Allerdings hat die UNO immer noch den Begriff und definiert ihn als Hass gegen andere Völker.

      • Aristobulus schreibt:

        Schwachsinnige Lügerei.
        Der schreibt jetzt hier als VIER beschissene, todlangweilige, dauerlügende Irrpseudonyme (Wixa Faultunk, HM, M.S. und dieses Hoppegäulchen da), wie kann das sein? Wie KANN einer nur so eine furchtbar bescheuerte, ehrlose, verdorbene Kreatur -.

        -Lüge also inwiefern wieder: Rassenkunde wurde nicht „verboten“. Wer soll so’n Schrott verbieten? Und keiner außer den Deutschen hatte auf systematisch universitäre Weise Rassenkunde betrieben, woanders nur ein paar Unseriöse.

        Die UNO ist ein chaotisches, wahnsinnig teures Konglomerat aus mehrheitlich Diktaturen, failed states, Terroristen und reiner Korruption. Zu behaupten, dass die UNO über irgendwas Definitionsmacht habe, wäre so, als wenn man der Hinkemähre da oben den atomaren Raketencode in die Hand gäbe.

        • Pferdchen schreibt:

          aufgrund der dreisten Antwort tritt Pferdchen dem Aristobulus in den Musculus gluteus maximus

          „Und keiner außer den Deutschen hatte auf systematisch universitäre Weise Rassenkunde betrieben, woanders nur ein paar Unseriöse.“

          Falsch, denn die Rassenkunde wurde im 19. Jahrhundert während der Zeit des Nationalismus erfunden und das nicht nur von Deutschen, sondern von vielen Europäern. Entsprechend wurde sie auch in verschiedenen Ländern unterrichtet.
          Heute will das keiner mehr wahrhaben und es wird teilweise fälschlich behauptet, dass die Nazis sie erfunden hätten. In Wirklichkeit haben sie die Rassenkunde lediglich erweitert.

          • Aristobulus schreibt:

            gääähn.
            Also verboten oder erweitert, oder just drüber gesprungen und sinnlos gewiehert.

          • Aristobulus schreibt:

            „im 19. Jahrhundert während der Zeit des Nationalsozialismus“
            Sie gestörteter, analphabetischer Lügenbold.

            Rassenkunde geht auf den Professor Blumenbach aus Göttingen zurück, der ca. 1750, also im ACHTZEHNTEN, aufgeklärten Jahrhundert, durchaus die wertfreie Unterschiedlichkeit im Aussehen und im gesellschaftlichen Verhalten feststellen wollte. In der Folge, besonders im 19. Jahrhundert (also 1850 für schwachsinnige Halbtiere, die nicht zählen können) betrieben viele Privatgelehrte und leider auch Professoren in England, Frankreich, Deutschland (überall da, wo die Wissenschaft am Fortgeschrittensten war) Rassenkunde, Kraniologie usf.
            Nach dem ersten Weltkrig kam dieser parawissenschaftliche Ansatz in westlichen Ländern aus der Mode, er wurde geächtet und als unnötig angesehen.
            In Deutschland ab 1933 jedoch im Gegenteil: Der Staat gründete massenhaft Lehrstühle für Rassenkunde.

          • Aristobulus schreibt:

            „des Nationalismus“, hatte der geschrieben. Nicht Nationalsozialismus.
            Das ist jeoch NOCH falscher: Weil der Nationalismus nichts mit Rassismus zu tun hat. Weshalb sollte er? Es gab rassistische Nationalisten, aber wahrscheinlich mehr nichtrassistische Nationalisten.
            So wie manche Ornithologen gern Nudeln essen, andere Ornithologen jedoch nicht gern Nudeln essen.

  7. American Viewer schreibt:

    Schreiben Sie doch mal Klartext. Zum Beispiel, dass in Deutschland mal wieder eine Politikerin einer ganz bestimmten Partei zensiert, verfolgt und massiv bedroht wird, nur aufgrund einer simplen Meinung, nur weil sie gesagt hat, der Islam sei schlimmer als die Pest.

    Und wo ist überhaupt das Ergebnis ihrer eigenen Wahlumfrage hingekommen, samt allen (!) Kommentaren, die darunter standen?! Einfach so weggelöscht?! Warum, wieso, weshalb? Sie tun immer so liberal, aber so eine krasse Zensur, nur weil einem irgendetwas nicht zu passen scheint, ist schon sehr heuchlerisch und mehr als kindisch.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Das Ergebnis wird bald freigeschaltet.

      • Aristobulus schreibt:

        Nein, Gerd, das hat der Viewer nucht gemeint.
        Er hat den ganzen Kommentarstrang gemeint. Der ist nämlich weg.

      • American Viewer schreibt:

        Das würde mich freuen. Und wo sind die Kommentare hin?

        • Aristobulus schreibt:

          Gerd.
          Gerd?
          Wo sind die ganzen Kommentare hin?

          • Bruno Becker schreibt:

            Mein Gott, haltet doch mal die Bälle flach. Dieser Blog wird täglich besucht und beklatscht von – wen wundert’s – jeder Menge Menschen, die der AfD zumindest wohlgesonnen sind. GB hat aus seiner Abneigung gegen die AfD nie einen Hehl gemacht. Klar wäre es schön, mal genauer zu erfahren, warum eigentlich. Aber wenn ich sehe, wie hier ein Geschrei losgeht, bloss weil der Inhaber mal eine Umfrage mit ein paar Kommentaren rausgenommen hat, will ich gar nicht mehr wissen, was los sein wird, wenn GB sich tatsächlich mal genauer äussern würde. An seiner Stelle würde ich mir das fünfmal überlegen.
            Machen wir uns doch nichts vor: uns ist doch allen in Wahrheit völlig wurscht, was GB von der AfD denkt, wenn er nur weiter so mit all den anderen Themen macht, die uns am Herzen liegen. Vielleicht sollte man sich öfter mal daran erinnern, bevor man sich wegen ein paar verschwundener Kommentare im Ton vergreift.

            Tapfer im Nirgendwo ist für mich nach wie vor einer der besten Blogs im Netz, eine tägliche Labsal.

          • Aristobulus schreibt:

            Aber das war doch garnicht so, Bruno. Oder es war so, aber undramatisch.
            Da war halt ein Kommentartstrang weg. Sowas passiert manchmal, wenngleich selten, und es muss nichtmal einen oder einen halben Grund haben außer der Technik.
            Und alles ist ja wieder da, ja wächst, blüht, gedeiht und keimt weiter.
            Also garnix im Klo auf der Vittorio Veneto 🙂

    • Aristobulus schreibt:

      … da wird ein Fehler passiert sein, Viewer. Gerd Buurmann hat sicher nicht einfach einen Kommentartrang weggelöscht, das hat er noch nie geten. Zumal gute Kommentare und Verlinkungen darunter waren.
      Der ist bestimmt noch irgendwo und wartet, um wieder angeschlossen zu werden

Seid gut zueinander!

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