Kritik ist kein Rassismus!

Rassismus ist die Verurteilung eines Menschen aufgrund seiner Herkunft. Die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Überzeugungen und Bekenntnisse jedoch nennt sich Kritik. Kritik ist kein Rassismus. Kritik ist der Motor der Aufklärung!

Wer einen Moslem verurteilt, weil er Araber ist, betreibt Rassismus. Wer einen Araber jedoch beurteilt, weil er Muslim ist, betreibt Aufklärung. Wer das Judentum als „patriarchale, überholte Wüstenreligion“ bezeichnet, übt Kritik. Wer jedoch einen Juden verurteilt, weil er dem Volk der Juden abgehört, weil also seine Mutter jüdisch ist, der ist ein Antisemit. Wer sagt, „das Christentum ist die Pest“, verdammt die Religion, aber nur wer sagt, ein Christ sei die Pest, verdammt den Menschen und ist somit Rassist!

Das Christentum wurde in den letzten Jahrhunderten arg kritisiert und beleidigt. Heute nennen wir es Aufklärung! Im Jahr 1927 erschien das Werk „Warum ich kein Christ bin“ von Bertrand Russel. Im Jahr 1950 bekam der Autor den Nobelpreis für Literatur verliehen. Er schrieb:

“Die Religion stützt sich vor allen und hauptsächlich auf die Angst. Ich betrachte die Religion als Krankheit, als Quelle unnennbaren Elends für die menschliche Rasse.”

“Das schlimmste an der christlichen Religion ist ihre krankhafte und unnatürliche Einstellung zur Sexualität.”

“Das Christentum unterscheidet sich von anderen Religionen durch seine größere Bereitschaft zu Verfolgungen.”

“Die Behauptung, das Christentum habe einen erhebenden Einfluss auf die Moral, kann nur aufrechterhalten werden, wenn man sämtliche historischen Beweise ignoriert oder fälscht.”

“Die Christen versichern uns, dass ihre Religion eine Religion der Liebe sei, aber die Annahme des Christentums durch den römischen Staat zu Zeiten Konstantins trug nichts zur Verminderung der Kriege bei, und in unseren Tagen waren viele der fanatischsten Kriegshetzer Christen.”

“Wenn man sich auf der Welt umsieht, so muss man feststellen, dass jedes bisschen Fortschritt im humanen Empfinden, jede Verbesserung der Strafgesetze, jede Maßnahme zur Verminderung der Kriege, jeder Schritt zur besseren Behandlung der farbigen Rassen oder jede Milderung der Sklaverei und jeder moralische Fortschritt auf der Erde durchweg von den organisierten Kirchen der Welt bekämpft wurde. Ich sage mit vollster Überzeugung, dass die in ihren Kirchen organisierte christliche Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in der Welt war und ist.”

Für den Islam gilt das Selbe. Wenn wieder irgendwo wieder im Namen des Islams ein Verbrechen begangen wurde, dann braucht es keine Muslime, die den Nicht-Muslimen erklären, was der angeblich wahre Islam bedeutet, ganz so, als sei der terroristische Anschlag eine Einladung zum Islamunterricht gewesen.

Nach religiös motivierten Anschlägen braucht es kritische Analysen, die nicht vor religiösen Gefühlen halt machen. Religiöse Gefühle müssen sich der scharfen Kritik ebenso stellen, wie alle anderen Gefühle auch. Der Islam muss ebenso heftig durch den Reißwolf der Aufklärung gedreht werden wie das Christentum. Heinrich Böll war ebenfalls Nobelpreisträger. Er schrieb:

“In seinem Durchschnitts-‘Organ’ ist der deutsche Katholizismus mies bis dreckig, in seinen Methoden dumm bis dreist.”

Friedrich Nietzsche wiederum schrieb:

“Der christliche Glaube ist von Anbeginn Opferung: Opferung aller Freiheit, alles Stolzes, aller Selbstgewissheit und des Geistes: zugleich Verknechtung und Selbst-Verhöhnung, Selbst-Verstümmelung.”

“Das Christentum war bisher das größte Unglück der Menschheit.”

“Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.”

Heinrich Heine spöttelte:

“Ärgert dich dein Auge, so reiss es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.”

Thomas Jefferson erklärte:

“Die einzige Waffe, die man gegen unverständliche Aussagen einsetzen kann, ist der Spott. Vorstellungen müssen klar umrissen sein, erst dann kann die Vernunft sich mit ihnen beschäftigen; und von der Dreieinigkeit hatte kein Mensch jemals eine klar umrissene Vorstellung. Es ist nur das Abrakadabra jener Scharlatane, die sich als Priester Jesu bezeichnen.”

Jean-Jacques Rousseau war sich sicher:

“Das Christentum predigt nur Knechtschaft und Unterwerfung. Sein Geist ist der Tyrannei nur zu günstig, als dass sie nicht immer Gewinn daraus geschlagen hätte. Die wahren Christen sind zu Sklaven geschaffen.”

Der ebenfalls Nobelpreisträger Albert Camus brachte es in vier Worten auf den Punkt:

“Unmoralisch ist das Christentum.”

Gelten Heine, Böll, Nietzsche, Jefferson, Rousseau und Camus deshalb heute als rassistisch? Nein! Das Christentum ist keine Rasse, ebensowenig wie der Islam. Obwohl sie gegenüber Christen deutliche Worte gefunden haben, von „priesterverseucht“ bis „mies und dreckig“, gelten sie heute als Leuchttürme der Aufklärung. Wer Kritik am Islam als rassistisch brandmarkt, fällt damit der Aufklärung in den Rücken.

Ein Rassist geht gegen den Menschen selbst, denn kein Mensch kann aus seiner Haut. Der aufgeklärte Mensch jedoch respektiert alle Menschen und geht ausschließlich gegen Überzeugungen und Ideologien, die er kritisiert und hinterfragt. Ein Moslem, der von sich selbst sagt, ein gläubiger Mensch zu sein und nicht zur Gewalt gegen Ungläubige, Homosexuelle oder Juden aufruft oder diese Gewalt toleriert, stellt für einen aufgeklärten Menschen kein Problem dar. Im Gegenteil, ein aufgeklärter Mensch wird sogar sein Recht verteidigen, diese Form der Religion ausüben zu dürfen, ohne dabei von staatlicher Seite diskriminiert zu werden. Es wird ihn aber nicht notwendiger Weise davon abhalten, die Religion zu kritisieren.

Wenn aber ein Terrorist bei der Tat „Allahu Akbar“ ruft, dann nimmt ein aufgeklärter Menschen diesen Terroristen ernst und kritisiert den Allah und die Religion, für die der Allah steht, dessen Namen von dem Täter im Moment des Mordens voller Innbrunst gerufen wurde.

Das Mittel der Aufklärung ist Kritik. Wer sie unterbinden will, betreibt anti-aufklärerische Gesinnungstyrannei. Religionen sind Ideologien. Viele Menschen können sich zwar nicht aussuchen, im Sinne welcher Religion sie erzogen werden, aber sobald sie erwachsen sind, können sie ihre Vernunft nutzen und entscheiden, ob und wie sie in diesem Glauben weiter denken wollen.

Wenn eine Ideologie nicht mehr kritisiert werden darf, wird sie totalitär. Egal ob Islam, Christentum, Judentum oder Kommunismus, das Recht, Überzeugungen zu kritisieren und zu verarschen, sorgt dafür, dass sie menschlich bleiben. Wer sagt, der Soldat Mohammed, der vor eineinhalb Jahrtausenden gelebt hat, dürfe nicht karikiert werden, jedoch schweigt, wenn ein Bäcker aus Mekka hingerichtet wird, weil er Christ geworden ist, der ist ein fundamentalistischer Fanatiker und hat die volle Breitseite Kritik verdient.

Ein Moslem, der den Koran wörtlich nimmt und sein Leben nach einem mordenden Feldherren aus der Mitte des ersten Jahrtausends ausrichtet, ist für mich mindestens so bescheuert wie ein Christ, der die sprechende Schlange und die Arche Noah wörtlich nimmt.

Was die Welt braucht sind mehr geistige Hämmer, die so auf den Islam schlagen, wie einst Nietzsche auf das Christentum eingeschlagen hat. Ist das islamophob? War die Aufklärung christophob?

Wer glaubt, ich verachte ihn, nur weil ich Witze über seinen Glauben mache, verwechselt sich mit seinen Überzeugungen. Der Mensch aber ist mehr als die Summe seiner Ideen! Ich zum Beispiel bin ein christlich getaufter Deutscher und so sehr ich mein Land und Weihnachten auch liebe, Deutschland und die Kirche dürfen verarscht werden. Ich halt das aus, Juden halten das aus und Buddhisten machen auch wenige Probleme. Ich kann das Selbe auch von Muslimen erwarten.

Ich kann zuden von der Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz erwarten, dass sie Kritik nicht als Rassismus brandnarkt. Leider tat Malu Dreyer genau das am 31. Mai 2017, indem sie auf ihrer Facebookseite schrieb.

„Islamophobie muss wie Antisemitismus als Bedrohung des Zusammenlebens klar benannt und bekämpft werden.“

Diese Aussage ist so falsch, das nicht mal das Gegenteil stimmt. Islamophobie bedeutet nämlich nicht, Muslime zu hassen! Islamophobie ist vielmehr die Angst vor der Ideologie Islam und diese Angst ist berechtigt. Antisemitismus jedoch bedeutet, Juden zu hassen. Malu Dreyer wusch mit ihrem Kommentae diesen Unterschied weg und telativierte damit den Judenhass.

Der Begriff „Antisemitismus“ geht zu einem nicht unerheblichen Teil auf den Journalisten Wilhelm Marr (1819-1904) zurück. Er gehörte dem extrem linken Flügel der radikal-demokratischen Partei um 1848 an und er hasste Juden! Er grenzte sich jedoch von der traditionellen religiösen Judenfeindschaft ab und behauptet stattdessen, dass die Juden eine fremde Rasse von „Parasiten“ seien, die erfolgreich die Ausbeutung Deutschlands betreiben. Diesen Paradigmenwechsel von Religion zu Rasse verdeutlichte er durch die Benutzung des Begriffs „Antisemitismus“. Marr prägte wesentliche Klischees und Schlagworte. Er legte 1880 mit seiner Schrift “Goldene Ratten und rothe Mäuse” die Basis für die verschwörungstheoretische Gleichsetzung von Judentum, Kapitalismus und Kommunismus, wie sie später Adolf Hitler in “Mein Kampf” vertrat.

Wilhelm Marr kritisierte nicht das Judentum aufgrund seiner Annahmen, Philosophie und Ideologie, das wäre vollkommen in Ordnung gewesen, sondern er verachtete Juden als Rasse!

Genau das tun jene, die heute den Islam kritisieren nicht! Kritik ist kein Rassismus!

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