„Kein Jude in Deutschland!“

Am 11. Juli 2018 ist es in Bonn zu einem judenfeindlichen Übergriff gekommen. Ein Mann wurde attackiert, weil er eine jüdische Kopfbedeckung, eine Kippa, trug. Danach wurde er von der Polizei geschlagen.

Das Klima wird rauher in Deutschland. Seit Monaten werden Schülerinnen und Schüler in Deutschland angegriffen, weil sie Juden sind. Im April 2018 wurde ein junger Mann in Berlin angegriffen, weil er eine Kippa trug. Im Juni 2018 wurden in der selben Stadt ein paar Jugendliche angegriffen, weil sie jüdische Musik hörten. Im März 2018 wiederum wurde bei der Internationalen Tourismusbörse in Berlin der israelische Stand bedrängt.

Jetzt wurde ein israelischer Professor aus den USA bei einem Spaziergang in Bonn angegriffen.

Der Täter, ein junger deutscher Mann mit arabischen Wurzeln, schubste den Professor und schlug ihm seine Kippa vom Kopf. Dabei überzog er sein Opfer mit diversen Beleidigungen. Da der Professor die Kippa wieder aufsetzte, wurde ihm die Kopfbedeckung erneut vom Kopf geschlagen. Dabei schrie der Angreifer: „Kein Jude in Deutschland!“

Eine Begleiterin des Professors rief die Polizei. Als sich die Sirenen des Polizeiautos näherten, rannte der Täter weg. Der Professor verfolgte ihn. Dies führte laut Schilderung der Polizei zu folgendem Missverständnis:

Die zur Hilfe eilende Polizei hielt den Professor für den Täter. Da er der Aufforderung der Polizei, stehen zu bleiben, nicht Folge leistete, überwältige ihn die Polizei, brachte ihn zu Boden und fixierte ihn. Es wurde Gewalt angewandt. Dem Professor wurde unter anderem ins Gesicht geschlagen. Nach Angaben eines Polizeisprechers trug der Professor einige Verletzungen davon.

Die Bonner Polizeipräsidentin, Ursula Brohl-Sowa, erklärt dazu, die ganze Angelegenheit sei „ein schreckliches und bedauerliches Missverständnis“.

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, zeigt sich „zutiefst empört“ über den Vorfall und erwartet, „dass gegen den mutmaßlichen palästinensischen Täter nun rasch ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.“ Er fügt hinzu: „Wir müssen zeigen, dass jede Form von Antisemitismus in Deutschland sofort sanktioniert wird.“

Dass die Tat von einem Deutschen mit arabischen Wurzeln ausgegangen ist, erfülle ihn mit besonderer Sorge: „Wir dürfen bei unseren Anstrengungen in der Integrationsarbeit nicht nachlassen. Ich begrüße es, dass sich die Polizei für die Verwechslung von Opfer und Täter entschuldigt hat.“

Die Zahl der antisemitischen Straftaten in Nordrhein-Westfalen ist laut Verfassungsschutzbericht gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Behörden eine Zunahme um neun Prozent auf 324 Straftaten.

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47 Antworten zu „Kein Jude in Deutschland!“

  1. Tiqvah Bat Shalom schreibt:

    All diese Geschehnisse sind nun vor allem Hinweise!!!
    Hinweise an Juden!
    Hinweise daraufhin dass all d viele Beteuerungen: „Nie Wieder!!!“ … „Unser höchste Priorität ist d Sicherheit Israels und alle Juden …“ ..und Co, schon lange hinfällig sind!!!
    Hinweis daraufhin dass höchste Zeit ist dass man nicht auf d Koffer sitzen sollte, sondern in ein El- Al zu steigen und heimzukehren in das Land den der EWIGE -Hoch gelobt sei ER!! – uns schon tausende vor Jahren zugesagt hat, und 1948 – vor 70 Jahren, wiedergegeben hat!!!
    Hinweis also darauf dass man bedenken sollte ob man sich dass was unser Eltern, Großeltern, Urgroßeltern erleben mussten, auch unser Kindern, Enkelkindern und Urenkeln wie auch Euch selbst, auch zumuten wollen!!!
    Bitte kommt Heim!!! Lasst Euch nicht zu Opfer machen!!!

    Tiqvah Bat Shalom

  2. Gerhard Rosenberg schreibt:

    In Deutschland werden jetzt Juden wieder von der Polizei blutig geschlagen !
    Wo bleibt der große Aufschrei ?
    Was sagt unser Staatsoberhaupt?
    Was sagt unsere Regierungschefin ?
    Wann gibt es einen ARD-Brenpunkt ?

    Ein Bonner der sich schämt für (sein)
    Land

    • A.S. schreibt:

      „Was sagt unser Staatsoberhaupt?
      Was sagt unsere Regierungschefin ?
      Wann gibt es einen ARD-Brenpunkt ?“

      Die prüfen alle noch, ob es ein bedauerliches Missgeschick war, oder ob die Polizisten Verbindungen zur rechten Szene hatten. Wenn einer der Polizisten mal einen AfD-Tweet geliked hat, könnts nen Brennpunkt geben.

    • Abraham schreibt:

      Ist das der junge Mann auf dem Bild? Wie ein Chassidim sieht er nicht aus. Vollbart und Schläfenlocken sehe ich auch keine. Kippa? auch nicht. Ab was machten die Damen es fest, dass er Jude sei???? Das riecht nach einem Trittbrettfahrer!

      • Praecox schreibt:

        Da riecht gar nix.
        Auf dem Bild ist „eindeutig“ zu erkennen, dass der junge Mann – sein Name ist Levi – eine Kippah trägt.

      • Praecox schreibt:

        Kippah UND Vollbart.
        Welches Bild haben Sie bloß gesehen, @Abrahman??????

      • besucher schreibt:

        Jetzt und speziell hier wird nur und immer auf dem sprichwörtlich zu verstehenden Trittbrett gefahren. Die Vielen, bis auf wenige Anständige, leben hier ihren Hass gegen Araber aus, der Eine will dadurch gebucht werden. Hilft das allen wirklich Involvierten? Nein, oder? Es ist alles nur Show auf Kosten der Anderen?

  3. HM schreibt:

    Also ich verstehe das jetzt richtig, ja?
    Die Polizei wird zu einer Schlägerei gerufen, sieht einen der Beteiligten, der weg rennt und auch auf Aufforderung nicht stehen bleibt, ( Warum nicht? Wollte da einer Selbstjustiz ausüben?) darauf recht robust von der Polizei zum stehen gebracht wird.
    Wenn ich das also richtig verstehe, finde ich die Handlung der Polizei recht verständlich.
    In einigen Ländern dieser Welt wäre das Handeln des Professors aus Israel wohl final für ihn geendet. Worüber beschwert sich dieser Mann?

  4. Abraham schreibt:

    Das dürften aber jetzt einige links überdreht Hirne als puren Rassismus empfinden, aus deren Wahrnehmung kann es sich ja nur um politische Kritik halten! Linkes Geschwätz: „Terrorismus ist die Waffe des militärisch unterlegenen….“ aber auch die des geistig Unterlegenen. Gute Besserung Herr Professor.

  5. anti3anti schreibt:

    Der ZdJ warnt alle Juden, mit Kippa auf die Straße zu gehen. Es ist gleichgültig, ob man wegen der Kippa auf dem Kopf von gut integrierten Arabern oder Polizisten geschlagen wird. Selbst der Papst trägt seine Kippa nicht mehr, da er jüdisch aussieht. 🙂

  6. Skull Judenfreund schreibt:

    Ich erwarte schon seit langem, wenn der mir seit über zwei Jahren oft genug von wildfremden Menschen* angedrohte tätliche Angriff kommt, von der Öffentlichkeit und der Polizei keine Hilfe zu bekommen sondern als Angreifer(!) statt Angegriffener behandelt zu werden.

    die ich nicht ausführlicher beschreiben darf, sonst würde ich mich ja als „dreckiges Nazischwein“ entlarven☺

    ☠︎ SKULL ☠︎   Atheist, Aussie, non-Jewish Zionist [JDL], living in surviving the Krautliphate!!! FIGJAM!

  7. A.S. schreibt:

    Der Vorfall steht absolut symbolisch für Schland im Jahr 2018. Da kommt symbolisch alles zusammen.
    Ein arabischstämmiges „Goldstück“ attaktiert einen Juden und weil der sich wehrt prügelt die Polizei gleich mit.
    Hinterher tuts allen leid und man hört die üblichen Floskeln (Missverständnis, darf sich nicht wiederholen, usw), die als Ersatz eines Umdenkens dienen.

    Wir alle wissen: Es wird sich wiederholen, immer wieder.

    • Nordland schreibt:

      Ja, vor allem: Warum ist der Typ Deutscher? Wer hat denn da bei der Einbürgerung nicht genau hingeschaut? Ach, ich vergaß, der wusste wahrscheinlich die Anzahl der Bundesländer im Test und das reichte.

      Abschieben.

      • A.S. schreibt:

        Vielleicht ist der auch hier geboren. Inzwischen ist es ja nicht so unüblich, dass ein gebürtiger Deutscher in Schland in einem Milieu aufwächst, dass im hintersten Pakistan als rückständig gelten würde.

        • Nordland schreibt:

          Ja, ja. Auch die ganzen Terroristen in Frankreich sind ja – wie selbsternannte Linke immer wieder betonen – Franzosen. Also seien Frankreich und die (weißen) Franzosen an allem schuld.

          Blöd nur, dass die Sozialisation immer noch überwiegend an den Heimatländern und anhand der mitgebrachten Einstellungen verläuft. Selbst über Generationen baut sich das nicht ab.

          Deswegen weiß jeder, der sich ein wenig mit diesen Aspekten beschäftigt, wie brandgefährlich die schnellen Einbürgerungen sind. Und ein Seehofer oder eine Merkel tun nichts dagegen – die Aussicht auf den einen oder anderen neuen Wähler macht sie blind, zumal sie genügend Leibwächter haben und nur die einfache Bevölkerung, die im Park spazieren geht, mit den Folgen dieses Irrsinns klarkommen muss.

          • A.S. schreibt:

            Das Thema Einbürgerung ist eines der vielen heißen Eisen, dessen Bearbeitung unsere großartigen Verantworungsnichtträger verweigern. Das stehen ethisch schwere Entscheidungen an und davor rennen die in blanker Panik davon.
            Lieber nette Bilder auf G7-Gipfeln machen, bei denen es um überhaupt nichts geht, wie wir dankt Trump inzwischen wissen.

          • Nordland schreibt:

            Genau so ist es. Hintergrund: Zukünftige Generationen müssen sich dann eben um die eingedeutschten Mitbürger kümmern, die sich weniger an unserer westlichen freiheitlichen Gesellschaft orientieren, sondern an ihren aus der Heimat mitgebrachten Einstellungen.

          • A.S. schreibt:

            Und der Ruf der vernünftigen Einwanderer (die gibt es ja auch) ist mit ruiniert und diese müssen schuldlos mit der Angst leben, von irgendwelchen „Aufräumaktionen“ mitbetroffen zu sein.

          • Nordland schreibt:

            Na klar. Die fragen sich sowieso, wieso deutsche Politiker das alles zulassen und bestimmte Leute nicht einfach ausweisen. Deren Handlungen fallen im schlechtesten Fall auch auf sie zurück.

          • A.S. schreibt:

            Zitat des Dönerhändlers meines Vertrauens: „Als Ausländer versteh ich einfach nicht, was ihr Deutsche euch in eurem Land alles gefallen lasst.“

          • Thomas ex Gotha schreibt:

            Nordland: „Blöd nur, dass die Sozialisation immer noch überwiegend an den Heimatländern und anhand der mitgebrachten Einstellungen verläuft. Selbst über Generationen baut sich das nicht ab.“ Was auch die rapide Faschisierung im Deutschland der Jetztzeit erklären würde.
            Nordland: „Zukünftige Generationen müssen sich dann eben um die eingedeutschten Mitbürger kümmern, die sich weniger an unserer westlichen freiheitlichen Gesellschaft orientieren, sondern an ihren aus der Heimat mitgebrachten Einstellungen.“ Blöd nur, dass „unsere westliche freiheitliche Gesellschaft“ erst seit kurzem, seit das ius sanguinis mählich dem ius soli weichen musste, so genannt werden kann. Dass sich aber gerade die autochthonen Bewohner des Landes mit ihr schwertun, zeigen Drohungen („Zukünftige Generationen müssen sich dann eben um die eingedeutschten Mitbürger kümmern“), in denen die euphemistische Vernichtungssprache der Nazis nur mühsam kaschiert wird.

          • Nordland schreibt:

            TeG: Anstatt einfach loszuschreiben, solltest du dir mal die Mühe machen, die Fakten zu recherchieren. Die Franzosen wissen es doch: Es gibt keine Integration von Muslimen. Sie werden keine Demokraten, einzelne Ausnahmen bestätigen die Regel.

            Der Fehler liegt bei uns Deutschen: Wir Deutschen denken, dass wir es besser machen könnten als die Franzosen. Und da kommt in der Tat die deutsche Überheblichkeit zum Tragen, mit der die Bahnhofsklatscher und Integrationsgläubigen in der Tat früheren Generationen nachahmen.

    • Praecox schreibt:

      „Wir alle wissen: Es wird sich wiederholen, immer wieder.“

      Derartige Glaubensätze sind fatal dumm. Bleibt bur die Frage: wer ist „wir“?

      • A.S. schreibt:

        Wir umfasst alle, die Zeitung lesen und verstehen können und offenkundige Sachverhalte zur Kenntnis nehmen.
        Wer Kenntnisnahme von offenkundigen Sachverhalten als fatal dumm bezeichnet ist fatal dumm und daher nicht Teil dieses Wir.

        • Praecox schreibt:

          Sie verurteilen den Menschen, ich die Aussage. Das ist ein Unterschied.

          Ihre Definition von „Wir“:
          Was machen Sie, @A.S., wenn einer ankommt, der von sich behauptet, „die Zeitung lesen und verstehen“ zu können und „offenkundige Sachverhalte zur Kenntnis zu nehmen“, damit aber zu vollkommen anderen Schlußfolgerungen gelant als Sie? Na, klingelt’s? Eben.

          Sie würden nichts anderes tun, als dieser Person die Lese- und Verständniskompetenz abzusprechen. Mit anderen Worten: Sie setzen Ihr eigenes Lesen und Verstehen als absolut. Dieses Verabsolutierung der eigenen Meinung genügt Ihnen aber nicht, Sie benötigen eine Wir-Identität, der Sie das Gefühl restloser Richtigkeit entnehmen. Dass dieses Wir dabei ein auf Grundlage einer mickrigen Definition herbei halluziniertes, indifferentes und substanzloses Etwas bleibt, ist ihr tragisches Moment, @A.S.

          Da Sie felsenfest, hundertprozentig und absolut davon überzeugt sind, dass ein „Umdenken“ nicht staffinden wird, sich stattdessen „Es“ „immer wieder“ „wiederholen“ wird, könnten Sie das Kommentieren hier – und womöglich anderswo – auch sein lassen, da es ohnehin nichts bringt, mithin absolut absurd ist. Sind Sie eine tragische und absurde Gestalt, @A.S.? Oder sind Sie nur hier, weil Sie süchtig sind nach der autosuggestiven Performanz ihrer eigenen, wenig durchdachten, dafür aber inflationären Kommentare, die in Ihnen dieses Wir-Gefühl aufsteigen lassen, wie eine warme, alle Furcht vergessen machende Droge? Dieses unheimliche Gefühl auf der richtigen Seite der Geschichte zu stehen…

          • A.S. schreibt:

            Kommentieren Sie hier weil das etwas bewegen soll? Also in der Größenordnung, dass z.B. sich die Sicherheitslage im Land ändern könnte?

          • Praecox schreibt:

            Nein, in dieser „Größenordnung“ kommentiere ich nicht. Ich bin mir aber bewusst, darüber, dass jeder Diskursteilnehmer verantwortlich ist für das, was er in den Diskurs einbringt und darüber, dass Glaubenssätze / Dogmen niemandem weiterhelfen.

          • A.S. schreibt:

            Wenn Sie jetzt noch erkennen könnte, dass „Es wird sich wiederholen“ kein Glaubenssatz ist sondern schlichte Empirie, genau so wie z.B. die Aussage es wird weiter Autounfälle geben, wären wir alle einen Schritt weiter und müssten etwas seltener die Augen rollen.

          • Praecox schreibt:

            „Ein arabischstämmiges „Goldstück“ attaktiert einen Juden und weil der sich wehrt prügelt die Polizei gleich mit.“

            Finde den Fehler.

          • A.S. schreibt:

            Bitte beim Thema bleiben.

          • Praecox schreibt:

            Das ist das Thema. Odet wissen Sie nicht nehr, was Sie geschrieben haben?

          • A.S. schreibt:

            Nö.
            Es ging darum, ob „Es wird sich wiederholen“ ein Glaubenssatz ist, was ich bestreite.

          • Praecox schreibt:

            A.S.:
            „Wenn Sie jetzt noch erkennen könnte, dass „Es wird sich wiederholen“ kein Glaubenssatz ist sondern schlichte Empirie, genau so wie z.B. die Aussage es wird weiter Autounfälle geben, wären wir alle einen Schritt weiter und müssten etwas seltener die Augen rollen.“

            Wieder dieses „Wir“, das doch nur den kümmerlichen Versuch einer Selbstbefriedigung des Bedürfnisses nach Zugehörigkeit darstellt, eigentlich aber ein Ich meint, das sich (noch) nicht traut, zu der Verantwortung für die eigenen Aussagen zu stehen.

            Empirie, soso. Empirisch nachweisbar sinkt die Zahl der Verkehrsunfälle seit den 70er Jahren kontinuierlich. „Es“ hat sich also etwas nicht „immer wieder wiederholt“, sondern geändert und das ist so, weil es ein „Umdenken“ gab.

            Sie hingegen halten es für Empirie, wenn Sie behaupten, dass ein „Umdenken“ nicht stattfindet und sich „Es“ „immer wieder wiederholt“.

            Sie meinen, dafür stünde der hier diskutierte Vorfall „symbolisch“. D.h., Sie, A.S. behaupten, dass die fast 300.000 deutschen Polizisten sämtlich Juden verprügeln würden, sobald sie derer habhaft werden. Dass Sie damit 300.000 Individuen über einen Kamm scheren, ist das eine Problem. (Das ihnen selbst freilich nicht auffallen kann, da sie selbst ja die Selbstauflösung in der kollektiven Identität = Wir lieben.) Das zweite Problem besteht darin, dass Sie damit sämtlichen deutschen Polizisten Judenhass unterstellen und dies als „Empirie“ bezeichnen, also Wahrheitsanspruch auf ihre Unterstellung erheben. Das dritte – und eigentliche – Problem besteht aber darin, dass Sie mit ihrer Wunschsymbolik über den faktischen und damit einzig empirisch verwertbaren Sachverhalten täuschen! Nämlich die Tatsache, dass die betreffenden Polizisten hier Opfer und Täter verwechselten.

            Für den Vorgang des Polizeieinsatzes und die nachfolgenden Ermittlungen ist weder relevant, dass der Betroffene ein Jude noch, dass er ein Professor ist.

            Die Bonner Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa hat den Geschädigten „noch in den Abendstunden“ des Tattages persönlich aufgesucht, um um Entschuldigung für das „schreckliche und bedauerliche Missverständnis“ zu bitten.

            Gegen die betreffenden Polizeibeamten wird nun – zurecht – ermittelt. Yitzhak Melamed (so heißt der jüdische Professor) wurde Opfer von Judenhass und – möglicherweise – von Polizeigewalt.

            Ob die Gewaltanwendung der Polizisten angemessen war oder nicht – da stehen nun Aussage gegen Aussage. Das wird das Ermittlungsverfahren gegen die Beamten hoffentlich zeigen.

            Die Pressemitteilung des PP Bonn:
            https://www.presseportal.de/blaulicht/pm/7304/3995340

            Die Aussage des Geschädigten:
            https://www.derwesten.de/panorama/antisemitismus-opfer-ueber-polizei-abscheuliches-verhalten-id214842575.html

            Die Aussage der Polizei:
            https://www.express.de/bonn/uni-professor-angegriffen-polizei-panne-nach-kippa-attacke-im-bonner-hofgarten-30947336#

            Ich gehe davon aus, dass Sie @A.S., als das „Wir“, das „die Zeitung lesen und verstehen“ und „offenkundige Sachverhalte zur Kenntnis nehmen“ kann, diese Pressemitteilungen, Interviews und Aussagen alle längst kennen.

          • A.S. schreibt:

            Och Gottchen.
            Gehörst du auch zu den Leuten, denen man erst erklären muss, dass z.B. die Aussage Bauarbeiter trinken Bier, Akademiker trinken Wein nicht bedeutet, dass ausnahmslos alle Bauarbeiter ausschließlich Bier und ausnahmslos alle Akademiker ausschließlich Wein trinken?
            Oder wie soll ich es sonst verstehen, wenn du es wird weiter Autounfälle geben widerlegen willst mit sinkenden Unfallzahlen? Sinkende Unfallzahlen bedeutet schließlich, dass es weiter Autounfällt gibt.

            Und dass ich behauptet hätte, die fast 300.000 deutschen Polizisten sämtlich Juden verprügeln würden, sobald sie derer habhaft werden, ist schlicht gelogen.

            Willkommen bei den Lügenkommentatoren.

          • Praecox schreibt:

            Und dass ich behauptet hätte, die fast 300.000 deutschen Polizisten sämtlich Juden verprügeln würden, sobald sie derer habhaft werden, ist schlicht gelogen.
            Willkommen bei den Lügenkommentatoren.

            Doch. In Ermangelung eines Quantifikatoren bedeutet die Aussage „Bauarbeiter trinken Bier“, dass alle Bauarbeiter Bier trinken. Zum leichteren Verständnis nehmen Sie die Aussage „Bäume sind grün.“ Klingelt’s? Gut.

            Wenn Sie aussagen wollten, dass nicht ausnahmslos alle Bauarbeiter ausschließlich Bier trinken, dann ginge eine Aussagemöglichkeit so: „Die meisten Bauarbeiter trinken meistens Bier.“ Andere Varianten gehen mit „viele“, „manche“, „einige“, „bestimmte“, „mindestens x“ usw. Um sich der Wirklichkeit anzunähern, lohnt es sich möglichst viele Variationen zu berücksichtigen.

            „Sinkende Unfallzahlen bedeutet schließlich, dass es weiter Autounfällt gibt.“

            Es ging nicht darum, ob es weiterhin Autounfälle oder judenfeindliche Straftaten geben wird (ein Vergleich, der übrigens von Ihnen stammt) sondern um die Frage, ob man aus der Hypo-these (Annahme), dass diese Ereignisse prognostizierbar seien, die These / den Glaubenssatz ableiten darf, dass sich diese Ereignisse „immer wieder“ „wiederholen“ und eine Veränderung nicht statfindet.
            Es ging also um den Unterschied zwischen einem Fatalismus, der auf den kümmerlichen, auf Lügen aufbauenden Absolutheitsansprüchen eines Subjekt namens A.S. stammt und der Wirklichkeit.

            „Und dass ich behauptet hätte, die fast 300.000 deutschen Polizisten sämtlich Juden verprügeln würden, sobald sie derer habhaft werden, ist schlicht gelogen.
            Willkommen bei den Lügenkommentatoren.“

            Doch, genau das behaupten Sie, wenn Sie von Symbolhaftigkeit sprechen. Den Ausdruck „Lügenkommentatoren“ plagiieren Sie von mir, darauf hatte ich schon einmal hingewiesen. Wie immer um die eigenen Unwahrheiten zu verschleiern.

          • A.S. schreibt:

            Oh Gott.
            Ich dachte du bist nur pedantisch. Aber das geht weiter.

            Ein intelligenter Gesprächspartner überlegt bei einer Aussage, welchen Sinn diese haben könnte. Beim Beispiel Bauarbeiter: Die Aussage alle trinken ausnahmslos ausschließlich Bier ist so offenkundiger Unsinn, dass ich jedem Gesprächspartner die Intelligenz unterstelle, diese Option sofort auszuschließen.

            Nur der Superpedant tickt da anders. Aber gut zu wissen, dass man mit dir nicht normal kommunizieren kann

          • Praecox schreibt:

            „Ein intelligenter Gesprächspartner überlegt bei einer Aussage, welchen Sinn diese haben könnte. „

            An dieser Aussage wollen Sie jetzt und zukünftig gemessen werden?

  8. „Wir dürfen bei unseren Anstrengungen in der Integrationsarbeit nicht nachlassen.“
    Die Integration von Muslimen ist im Regelfall ein Mythos, Herr Beauftragter! Vielmehr passen sich Deutschland und die meisten anderen westeuropäischen Länder immer mehr dem Islam an. Allahu akbar!

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