Der Trend geht zum Zweitholocaust

Ohne Stern findet man heutzutage in Deutschland als Opfer einfach nicht mehr statt. Wer was auf sich hält, klebt sich einen gelben Stern auf die Brust.

Jeder erlebt seinen ganz privaten Holocaust. Der Trend geht mittlerweile sogar zum Zweitholocaust.

Auf einer Demonstration in Karlsruhe gegen die geltenden Corona-Maßnahmen im November 2020 schilderte ein elfjähriges Mädchen in einer Rede ihre aktuelle Situation und erklärte, da sie ihren Geburtstag nicht „normal“ feiern konnte und „mucksmäuschenstill“ sein musste, habe sie sich wie Anne Frank gefühlt.

Bei einer Demonstration eine Woche später in Hannover erklärte eine 22-jährige Frau aus Kassel:

„Ich fühle mich wie Sophie Scholl, da ich seit Monaten hier aktiv im Widerstand bin, Reden halte, auf Demos gehe, Flyer verteile und auch seit gestern Versammlungen anmelde.“

Die Nazis sind immer die Anderen. Während eines Aufmarschs in Dresden im Februar 2020 hielt  Kathrin Oertel ein Plakat mit dieser Aufschrift hoch: „Alliierte Befreiung = Holocaust am deutschen Volk“

Angewidert von diesem „Holocaustneid“ präsentiert Tapfer im Nirgendwo eine Liste der unglaublichsten Vergleiche:

Eine Giraffe im Kopenhagener Zoo

„Ich kann immer noch nicht begreifen, warum der dänische Zoo die schöne junge gesunde Giraffe getötet hat. Ja, sie hatten „Gründe“, so wie die Nazi-Ärzte.“

Arbeitslosengeldempfänger

”Hartz IV ist die Fortsetzung der Menschenvernichtung des III. Reiches.”

Eigenheimbesitzer

“Wir Blankenfelder leben wie im KZ. Werden von zwei Seiten vergast + verlärmt, dank Platzek & Co.”

Palästinenser

„Was der Staat Israel heute mit den Palästinensern macht, ist im Prinzip auch nichts anderes als das, was die Nazis im Dritten Reich mit den Juden gemacht haben.“

Föten

„Zuerst Herodes, der die Kinder von Bethlehem umbringen lässt, dann unter anderem Hitler und Stalin, die Millionen Menschen vernichten ließen, und heute, in unserer Zeit, werden ungeborene Kinder millionenfach umgebracht.“

Manager

„In jeder Krise wird nach Schuldigen gesucht, nach Sündenböcken. In der Weltwirtschaftskrise von 1929 hat es in Deutschland die Juden getroffen, heute sind es die Manager.“

Migranten in US-Hafteinrichtungen

„Die Vereinigten Staaten betreiben Konzentrationslager an unserer südlichen Grenze, und genau das sind sie – sie sind Konzentrationslager.“

Muslime

„Muslime sind die Juden von heute!“

Scientologen

„In den 30er Jahren waren es die Juden. Heute sind es die Scientologen.“

Mexikaner:

„Ich war mir an dem Tag, da Trump es ankündigte, sicher, dass er gewählt werden würde, und ich sagte, es wird so werden wie bei Hitler und die Mexikaner sind die neuen Juden.“

Die Bürger von Gaza

„Schauen wir uns die Lebensbedingungen im Gaza-Streifen einmal an: Das ähnelt immer mehr einem riesigen Konzentrationslager“

Hühner in Legebatterien

„Wir wollen auf keinem Fall Eier von KZ-Hühnern!“

Schlachtvieh

„Es war falsch, Juden zu töten. Genauso FALSCH ist es, dass jedes Jahr (allein in Deutschland) über 1.000.000.000 Tiere für die Fleischindustrie getötet werden.”

Impfgegner

„Vor 87 Jahren fing man an, Menschen mittels Gas zu töten. Heute fängt man damit an, Menschen unter Zwang zum impfen. Vor 87 Jahren wurden Menschen gezwungen, sichtbar einen Stern zu tragen. Heute sollen Menschen einen Immunitätsausweis tragen.“

Das beeindruckendste Opfer jedoch ist Sedika Weingärtner. Sie hat das schlechte Betriebsklima in ihrem Büro mit Auschwitz verglichen und kommt zu dem Ergebnis, Auschwitz war weniger schlimm:

„Kein Jude in diesem Land musste jemals solche seelischen Qualen erleiden wie ich.”

Unpassende Vergleiche sind schlimmer als Hitler!

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Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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