Dreht den Spieß um!

„Rechte Netzwerke, Coronaleugner und die AfD feiern die Schauspieler. Andere, wie der Medienkritiker Stefan Niggemeier empören sich über, Zitat, ekelige Ironie.“

Mit diesen Worten haben Susanne Wieseler und Martin von Mauschwitz für die Sendung WDR Aktuelle Stunde einen Bericht über die Aktion #AllesDichtMachen angekündigt.

Dies ist ein typisches und zudem ekeliges Beispiel für ein unanständiges, diffamierendes Framing von Seiten öffentlich-rechtlicher Redaktionen. Tapfer im Nirgendwo ruft daher dazu auf, den Spieß umdrehen. Schlagen wir diese Journalistinnen und Journalisten mit ihren eigenen Waffen. Folgendes habe ich dazu zu sagen:

„Sehr geehrte Frau Wieseler, sehr geehrter Herr von Mauschwitz, sehr gehrte Damen und Herren der Sendung WDR Aktuelle Stunde,

Sie behaupten, mit den Videos im Rahmen von #AllesDichtMachen würden die Narrative von Coronaleugnern und rechtsextremer Lügenpresse-Schreihälse bedient. Ich möchte Ihnen mal etwas ganz klar sagen:

Ich lasse nicht zu, dass Menschen, die sich wie Sie von Neonazis, Rechtsradikalen, Rassisten, Antisemiten, Faschisten, Holocaustleugnern und anderen Hetzern finanzieren lassen, andere Menschen so diffamieren!“

Diese Aussage entspricht voll uns ganz der Tatsache. Der WDR lässt sich von diesen Menschen finanzieren. Der WDR wird durch den Rundfunkbeitrag finanziert und den entrichten eben auch einige Neonazis, Rechtsradikale, Rassisten, Antisemiten, Faschisten und Holocaustleugner.

Allerdings haben wir es hier mit einem unanständigen Framing zu tun. Der WDR nimmt das Geld dieser Demokratie- und Menschenfeinde, weil er einfach das Geld von allen Leuten nimmt. Somit ist dieses Framing völlig daneben.

Mindestens genauso daneben ist jedoch die Art, wie in der Moderation von der Sendung WDR Aktuelle Stunde Künstlerinnen und Künstler diffamiert werden. Die Menschen, die an der Satire-Aktion beteiligt sind, haben ihr Leben lang durch ihre Taten bewiesen, dass sie anständige Menschen sind, für die Freiheit, Gerechtigkeit und Aufklärung keine leeren Begriffe sind. #AllesDichtMachen ist nur eine künstlerische Auseinandersetzung mit den Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus.

Das Framing des WDR ist daher eine einzige Unverschämtheit.

Daher rufe ich alle Leserinnen und Leser auf, überall, wo Ihr seht, dass Journalistinnen und Journalisten öffentlich-rechtlicher Anstalten dieses unsägliche Framing benutzen, egal in welchem Zusammenhang, sprengt deren Rahmen der selbstgefälligen Diffamierung abweichender Meinungen und flutet die Kommentarspalten dieser Magazine bei allen Plattformen von Facebook bis Twitter mit dieser klaren Ansage:

„Ich lasse nicht zu, dass Menschen, die sich wie Sie von Neonazis, Rechtsradikalen, Rassisten, Antisemiten, Faschisten, Holocaustleugnern und anderen Hetzern finanzieren lassen, andere Menschen so diffamieren!“

Ob in der Tagesschau, der heute Show oder einem anderen öffentlich-rechtlich finanzierten Magazin, dreht den Spieß um!

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

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Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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32 Antworten zu Dreht den Spieß um!

  1. Alrik schreibt:

    Seltsam, als „Die Linken“ vom Browser Ballett „Ja zu Corona“ gesagt haben weil „sich damit der Planet selber rettet“ und es gut fanden das an Corona nur die „älteren Menschen und fette Amis sterben“ fanden diesen Zynismus linke Schauspieler lustig…
    Wer den Spieß umdrehen will: Videos auf Youtube kann man melden, und man kann auch Programmbeschwerde bei der zuständigen Rundfunkanstalt einreichen.
    Das ist in diesem Fall der SWR:
    https://www.programmbeschwerde.de/

    • Leopard schreibt:

      Vor allem: Die Aussage „fette Amis“ ist diskriminierend, es gibt auch genug schlanke Amis und „fette“ Menschen in Entwicklungsländern. Genug Menschen auch in ärmeren Staaten sind sogar übergewichtig gerade weil sie arm sind.

  2. dopperwoll schreibt:

    Der Umgang des WDR mit der Aktion #AllesDichtMachen ist unerträglich. Schon am Nachmittrag wurde in der Sendung SKALA ein vernichtendes Urteil übr die Schauspieler gefällt. Was ist nur aus dem WDR geworden? Ich kenne ihn noch als linken, progressiven Sender, der neue Fernsehformate ausprobierte und im Radio zahlreiche „Nischen“-Programme für Jazzfans und wirklich an Musik interessierte Hörer anbot. Da waren monothematische zweistündige (!) Sendungen über z.B. John Martyn oder Theloniuous Monk keine Seltenheit. Lang ist’s her…

    • Alrik schreibt:

      Der WDR ist immer noch ein linker, progressiver Sender der im Kampf gegen Rechts an forderster Front steht.
      Was sich geändert hat ist wer & was nun alles als „Rechts“ gilt…

  3. dekadenzkritik schreibt:

    Was sagt der Martin dazu, sich von Holocaustleugnern finanzieren zu lassen? Auschwitz Mauschwitz.

  4. nebelkammer schreibt:

    Den Spieß umzudrehen ist eine revanchistische Reaktion und einer offenen Gesellschaft nicht würdig. Wer sich äußert, muss mit Reaktionen rechnen. Bekommte er die Gelegenheit, hierfür Rechenschaft abzulegen, ist jedes Erfordernis eines transparenten Diskurses erfüllt. Wer einräumt, dass er sich auf ungeschickte oder irrtümliche Weise geäußert hat, zeigt die Größe, sich dem besseren Argument anzuschließen. Das tut die AfD nicht und gerade dadurch disqualifiziert sie sich.
    Ein Aufruf zum Spamming ist wenig hilfreich, zumal sich der Text in Fettschrift eines Framings bedient, das im Gegensatz zu dem des WDR tatsächlich unsäglich ist.
    Wenn Sie wissen, wie die Parteienfinanzierung funktioniert, müssten Sie dann nicht bekunden, dass wir alle mit unseren Steuergeldern die AfD finanzieren?
    Wie wäre es, wenn Sie auf dergleichen Polemik verzichten und dem gut begründeten Argument den Vorzug geben würden?
    LG Michael

    • heinzjaskolla schreibt:

      Nicht ganz zu Ende gedacht. Wer sich öffentlich äußert, muß mit Reaktionen rechenen – das gilt auch für den WDR. Im übrigen hat doch gerade der WDR den Spieß gegenüber Liefers und Co umgedreht, sich also einer offenen Gesellschaft nicht würdig erwiesen.
      Hat sch der WDR mit der Größe bekleckert, die Sie unverständlicherweise von der AfD fordern, die doch hier gar nicht im Spiel ist? Nach Ihrer Logik hat sich also der WDR disqualifiziert.
      Zudem habe Sie „den Spieß umdrehen“ nicht begriffen: Unsägliches Framing mit ebensolchem, wie Buurmann ja explizt schreibt (Text nicht verstanden?), begegnen, so daß die eigene Unsäglichkeit an der einen selbst treffenden Unsäglichkeit begriffen wird, ist das Programm.
      Aber da Sie das Framing des WDR nicht unsäglich finden, also diesen Stil der Diffamierung, Denunziation und Verschubladung offenbar goutieren, sind dies wohl vergebliche Hinweise.
      Auch hinsichtlich der Finanzierung haben Sie offenbar überhaupt nicht begriffen, was Herr Buurmann damit meint: Ich wiederhole gern diese Passage:
      „Allerdings haben wir es hier mit einem unanständigen Framing zu tun. Der WDR nimmt das Geld dieser Demokratie- und Menschenfeinde, weil er einfach das Geld von allen Leuten nimmt. Somit ist dieses Framing völlig daneben.“
      Offenichtlich für nicht-Polemiker hat Herr Buurmann gerade dieses Argument ausgehebelt, dem Sie zu widersprechen sich genötigt sehen.
      Si tacuisses…

    • Alrik schreibt:

      Wenn Sie die AfD nicht mit Steuergeldern finanzieren wollen dann wählen Sie AfD einfach nicht. Die Höhe der Wahlkampfkostenerstattung richtet sich nämlich nach der Anzahl der Wählerstimmen.
      Wer dagegen die öffentlich-rechtliche Medien nicht finanzieren will der kann nur noch auswandern. Und Gründe dafür die Finanzierung zu verweigern gibt es genug, z.B. der Hetze von ARD & ZDF gegen „Killerspiele“.
      Oder die seltsamen Privilegien der Rundfunkanstalten: staatsfern wenn es um die Bezahlung der Beschäftigten, Sponsoring, Werbung o.ä. geht, wenn es um das Eintreiben der Beiträge geht jedoch staatlichen Behörden gleichgestellt.
      Und anders als die privaten staatsfernen Medien die der Kontrolle durch die Landesmedienanstalten unterliegen kontrollieren sich die staatfernen öffentlich rechtlichen Medien über die Rundfunkräte (u.a. ehemalige Minister die mit ihrer Ausbildung als Juristen Handwerker als gesellschaftliche Gruppe im Rundfunkrat vertreten) selbst, weil eine Kontrolle durch die Landesmedienanstalt der staatsferne widerspricht.
      Und irgendwie wird das ganze aus dem Grundrecht der Rundfunkfreiheit abgeleitet, so wie auch die öffentlich-rechtlichen Zeitungen aus dem Grundrecht der Pressefreiheit abgeleitet werden.
      Schließlich kann der Staat die Freiheit der Presse nur dann garantieren wenn er per Gesetz selber Zeitungen gründet die dann mit Zwangsabos finanziert werden und den privaten Zeitungen Konkurrenz macht.

  5. anti3anti schreibt:

    Der WDR sollte auf die bequeme und korrupte Zwangsmitgiedschaft verzichten.
    An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen.

  6. philantrop schreibt:

    Es ist offensichtlich, wer dieser Aktion der Schauspieler applaudiert: Das sind nunmal AfD, Maaßen und andere Rechte. Daran gibt es nichts zu deuteln. Daß das sicher nicht die Absicht war, ist klar.

    Dennoch: Wenn man so massiv Beifall von der falschen Seite erhält, bringt das manche Menschen schon mal zum Nachdenken. Sie hingegen bringt es auf die Palme und zum üblichen „Lügenpresse“-Geheule.

    • Don Giovanni schreibt:

      Es muss sein: Ein paar Zahlen. Sie basieren auf den Zahlenangaben des RKI. Vom 16.12.2020 (Verschärfung der am 2. November begonnenen Coronamaßnahmen „Wellenbrecher“) bis gestern (das RKI veröffentlicht die Zahlen mit einem Tag Verzögerung) infizierten sich 1.906.180 Menschen in D, 57.439 verstarben. Dies passierte also während des bis jetzt anhaltenden Lockdowns, der ja bereits am 2. November 2020 begonnen hatte. Diese Menschen fielen also mitnichten Corona zum Opfer, weil sie Theater etc. besucht hatten, denn diese waren alle geschlossen! Zudem hatte das RKI immer einmal wöchentlich die Infektionsquellen genannt (soweit zugänglich). Kultureinrichtungen, Gaststätten waren auch vor dem 2. November kaum Infektionsquellen, Hauptansteckungsquellen waren das „traute Heim“, Gemeinschaftsunterkünfte, Pflege- und Altenheime. „Heim“ bedeutete z. B. auch Turnhallen, die zum Zweck der Massenfeiern gemietet worden waren. Wer sich informieren möchte, hier der Link zu dem Archiv der RKI-Situationsberichte. http://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Gesamt.html
      Warum also nicht über den Sinn mancher Coronamaßnahmen streiten oder sie satirisch aufspießen?
      Der Vorwurf, man verhöhne damit die Opfer, ist nicht nur subaltern, sondern heuchlerisch: Ist es nicht blanker Hohn, wenn man seitens der Regierung verkündet, man habe alles in allem gute Arbeit geleistet (und die Presse dies nahezu einhallig kolportiert), es in Wahrheit aber versäumt hatte – auch in den Bundesländern -, die Gefährdetesten zu isolieren und das Pflegepersonal täglich zu testen und dies bis Mitte Februar? Das nenn ich Zynismus! Die vielen Coronatoten zwischen Dezember und Februar gehen auf das Konto der Regierenden!!!
      Und- es jährt sich jetzt gerade: Hatte nicht ein gewisser Herr Schäuble seinerzeit angeregt, darüber zu diskutieren, ob das Leben und körperliche Unversehrtheit wirklich über Allem stehende Güter seien, die ein längeres und vollständiges Aussetzen des Wirtschafts- und Gesellschaftslebesn rechtfertigten? Zuvor hatten auch bereits einige andere Autoren (sicher nicht im Verdacht, stehend rechts zu sein) darüber nachgedacht. Dass viele Autoren Schäubles Gedanken für positiv diskussionswürdig hielten, sei denen hier gesagt, die jetzt mit Schaum vor dem Mund von „Verhöhnung der Opfer“ sprechen. Eine mögliche Erklärung::Damals handelte es sich ja nur um Omas und Opas (zu denen ich gehöre), Heute sind es jüngere Altersgruppen, die unter Corona leiden – vielleicht auch die Altersgruppe, zu denen die Schäumenden gehören, und die so manchen Menschen auf wundersame Weise zum Philantropen werden lässt.
      Zu guter Letzt: Der Vorwurf des Beifalls von der falschen Seite ist dumm und perfide zugleich. Gewisse Kreise hat es noch nie gestört, wenn es gegen Israel bzw. Juden ging und weiterhin gehen wird. Auch die Pressereaktionen waren auch bei „Juden-ins-Gas-Demos“ gegenüber dem heutigen Verhalten eher sehr gemäßigt. Nicht wenige Antisemiten von rechter und bestimmter moslemischer Seite dürften sich z. B. über die Mbembe-Kampangne sehr gefreut haben.
      Etwas Persönliches: Ich bin bereits Erstgeimpft und trage dort, wo es geboten ist, FFP2 Maske. Trotzdem halte ich viele der Maßnahmen für überhaupt nicht sinnvoll, weil völlig wirkungslos – wie auch z. B. an Frankreich, Spanien etc. gezeigt werden könnte (nach den Daten de JHU Baltimore). Es ist politisches Kasperltheater von Pappnasen und ihren Hofberichterstattern.

      • philantrop schreibt:

        Warum also nicht über den Sinn mancher Coronamaßnahmen streiten

        Damit habe ich überhaupt kein Problem. Wer mag, der kann selbstverständlich darüber streiten, diskutieren – was auch immer.

        oder sie satirisch aufspießen?

        Es gibt Dinge, über die macht man – aus meiner Sicht – keine Satire. Corona gehört dazu. Und Meinungsfreiheit (sowie die Freiheit der Kunst) bedeuten nicht gleichzeitig Freiheit von Konsequenzen: Einen Liefers werde ich in keiner Weise unterstützen. Wo ich ihn sehe, werde ich abschalten.

        Vor allem aber waren zumindest die Videos, die ich mir angesehen habe, geprägt von Hohn und Spott ohne auch nur ansatzweise einen konstruktiven Gegenentwurf zu liefern.

        Die Schauspieler_innen haben deutlich gemacht, wogegen sie sind, aber weder weshalb, noch was sie stattdessen machen wollen.

        Zynismus statt Inhalt.

        Hatte nicht ein gewisser Herr Schäuble seinerzeit angeregt, darüber zu diskutieren, ob das Leben und körperliche Unversehrtheit wirklich über Allem stehende Güter seien, die ein längeres und vollständiges Aussetzen des Wirtschafts- und Gesellschaftslebens rechtfertigten?

        Das habe ich nicht mehr in Erinnerung, kann es mir bei diesem Herrn aber sehr gut vorstellen. Das ist einer der vielen, vielen Gründe, warum ich seine Partei niemals gewählt habe und wohl auch niemals wählen werde.

        Damals handelte es sich ja nur um Omas und Opas (zu denen ich gehöre)

        An anderer Stelle kommentierte ich hier schon, daß diese Altersgruppe keineswegs mehr oder weniger Recht auf Leben oder körperliche Unversehrtheit hat als jede andere („Anwesende“ eingeschlossen).

        Gewisse Kreise hat es noch nie gestört, wenn es gegen Israel bzw. Juden ging und weiterhin gehen wird.

        Was das jetzt soll, ist mir völlig schleierhaft: Unterstellen Sie mir jetzt Antisemitismus? Was für „gewisse Kreise“? Und was hat das mit Corona zu tun?

        Ich bin bereits Erstgeimpft und trage dort, wo es geboten ist, FFP2 Maske.

        Über ersteres freue ich mich für Sie und letzteres finde ich gut!

        Trotzdem halte ich viele der Maßnahmen für überhaupt nicht sinnvoll

        Und niemand will Ihnen verbieten, das zu denken, auszusprechen und – mit Maske – „auf die Barrikaden zu gehen“. Es ist aber schlichtweg dumm, nur zu verhöhnen und nicht auch konstruktiv zu diskutieren.

        • Don Giovanni schreibt:

          Das Pseudoargument, man solle gefälligst Vorschläge zur Besserung machen, bevor man etwas kritisiert, erledigt sich wohl von selbst. Es ist Ihrer nicht würdig.
          Es war nicht nur Herr Schäuble, wie ich schrieb, sondern viele auch aus dem linken und grünen Spektrum, die dem Gedanken Schäuble etwas abgewinnen konnten und Ähnliches bereits vor Schäuble formuliert hatten.
          Natürlich haben Alte nicht mehr Recht auf Leben als andere, aber sie waren, und das wusste man zu Beginn der perfekten „zweiten“ Welle, beonders gefährdet. Sie stellten mit gewaltigem Abstand die höchten Zahlen bei den Hospitalisierten, Intensivpatienten und Toten – trotz ihrer immensen Unterspräsenz bei den Infizierten! Laut RKI lag damals der Altersmedian bei den Toten bei 81Jahren. Da soll man, wie ich Ihrem Kommentar entnehme, keine besonderen Maßnahmen ergreifen? Dann müssten Sie die jetzige Impfrangliste konsequenterweise auch angreifen. Trauen Sie sich!
          Dass Sie auf den Gedanken kommen, ich könnte Sie für einen Antisemiten halten, ist doch nur eine (allerdings bekannte und ein wenig abgegriffene) rhetorische Finte: Sie wissen sehr genau, dass ich mit „gewissen Kreisen“ die „Israrelkritiker“ und ihre Anhänger meine, die sich gerne auch mit regelrechten Israel- und Judenhassern zu verbünden pflegen. Das Fernsehen hatte sich seinerzeit nicht mit Ruhm bekleckert, als es einen bestellten Film über Antisemitismus in D absetzen wollte, weil nach Minute 20 der Inhalt den Herrschaften nicht mehr passte.
          Doch! Satire darf etwas aufspießen, was man als unsinnig erkennt. Das darf sie auch verhöhnen. Und- ich wiederhole mich – sie muss nicht konstruktiv sein. Sie war es nie. Oder hat Dieter Hildebrand in seinen Sendungen jemals „konstruktiv diskutiert“. Allerdings passte er besser in das Spektrum derjenigen, die sich jetzt wirksam echauffieren.
          Natürlich ist manches an den Videos gemein und manches auch nicht besonders gelungen. Die Vorwürfe aber sind heuchlerisch (Verhöhnung der Opfer, Beifall von der falschen Seite) und einfach nur dumm (ohne Lösungsvorschläge). Und – Liefers hat recht – sie verhöhen keineswegs die hart arbeitenden Keäfte an der Coronafront. Sie verhöhnen – ich meine vollkommen zu recht – die sich gegenseitig auf die Schultern schlagenden Regierenden und ihre Hofberichterstatter.
          Übrigens: Im letzten Jahr – dort hatte ich auch die täglichen Zahlen aus Frankreich, Spanien, den USA, Italien und Schweden – tabelliert, war, wie in diesem Jahr auch z. B. in F der Lockdown viel härter als in D. (Godard veröffentlichte seinerzeit einen wunderschönen Artikel darüber.) Die Zahlen stiegen munter weiter und weiter – in größeren Dimensionen als in D, und die Kurve begann erst nach zweieinhalb Monaten etwas abzuflachen (wie in D). In D hatte man im Sommer beim allgemeinen Schulterklopfen ein wenig herablassend auf den westlichen Nachbarn sowie Spanien und Italien geschaut, statt sich geeignete Maßnahmen für die nächste Welle auszudenken. (Das darauffolgende Desaster beschreiben die Todeszahlen im Dezember und Januar.) Honi soit qui mal Y pense. Allerdings: Auf den Intensivstationen z. B. in Freiburg, auch Magdeburg und Hamburg lagen auch Intensivpatienten aus diesen Ländern. Man war also solidarisch, wie es sich gehört. Man ist es übrigens auch heute noch.

        • lusrumichaela schreibt:

          Ach der @philantrop – schon offensichtlich schwierig eine Mitteilung zu verstehen, noch schwieriger, eine künstlerisch gebotene und für manchen unmöglich zu verstehen, wenn da Satire mitmischt, und ja: auch Ironie und Sarkasmus, die ja nur Werkzeuge der Satire sind,
          Wenn man einmal ideologisert verankert und verbogen ist, kommt hinzu, dass es noch schwieriger wird anderen erfolgreich zu zuhören oder Meinungen zu ertragen, die nicht der eigenen entsprechen.
          Das geht übrigens den Queeren und Afdlern usw. genau so – wobei die Frage entsteht, wieso und wie die dahin gebracht wurden, von wem – der zuvor nicht zuhören wollte ….

          Herr Philatrop, so ist es nicht nur dem deutlich auf Diskriminierung aufgespannten WDR- Journalisten, der den Bürger und Friedensstifter der Demo vom 04.11,1989 auf dem Berliner Alexanderplatz, Jan Josef Liefers (der die ca. 1 Mio-Demo mit organisierte) versuchte (!!) zu interwieven (Youtube von oben), sondern auch Ihnen völlig entgangen, dass
          keiner der 50 Schauspieler „Gegen Corona“ und erst recht nicht „gegen DIE Coronamassnahmen“ sich artikuliert,
          sondern sich alle, aber auch wirklich alle gegen die richten, die selbstherrlich die Massnahmen immer öfter unzweck,ässig steuern und deren Unzulänglichkeiten.

          Und was schreiben Sie:
          „Es gibt Dinge, über die macht man – aus meiner Sicht – keine Satire. Corona gehört dazu.“
          Für Sie und auch für die ach so toll recherchierenden und „fair“ berichtenden WDR-Journalisten zum Mitschreiben und Nachlesen:
          Kein einziger der 50 hat hier „über Corona“ Satire gemacht, keiner, auch nicht über Corona-Erkrankte oder mit Corona Verstorbene

          Iim Gegenteil:
          alle sind erkennbar bestürzt über diese Krankheit, noch mehr jedoch darüber, wie an der Bekämpfung gebastelt wird und dabei die gesamte Bevölkerung (auch von grossen „geLeitmedien) zum Modelierzeug für die streitenden Theorien kompetenter und inkompetenter Reparateure BENUTZT wird, ohne die Zweckmässigkeit transparent nach über 1 Jahr beweisen zu können.

          So, verehrter @philantrop, entstehen sie, die Queeren und andere mehr, durch solches Verdrehen und Verschweigen und falsche Zuschreibungen, die man „vereint ganz hoch hängt“ – korrekt benannt heisst das, Journalisten betreiben Propaganda – was nicht ihr Auftrag ist.
          Und „die Presse´“- hier von uns bezahlte – WDR-Funktionäre, die sich damit für Journalisten halten, betreiben das, dieses Geschäft der eigenen Meinungsmache nach eigenem Gutdünken in Grössenordnungen gleich mit, um IHRE (eigenen!!) Anliegen ganz oben und „immer höher zu hängen“ – da stört jemand gewaltig, der das wie ein Liefers macht, ja schon zu DDR-Zeiten (u.a.) solcherlei in entscheidendem Massstab und erfolgreich bei „den Massen“ machte …
          Also: Person Bashen, bashen, sonst merken zu viele, was wie nicht läuft und zerstört engefahrene politische Alt-Nester.

          Eventuell lesen die WDR-Journalisten (und weitere) sowie der @philantroph mal die Rede nach, die Liefers 1989 auf dem Alex hielt (auf youtube !).
          Fast wörtlich könnte (aktualisiert) vieles, bezogen auf unser Thema, so auch heute gehalten werden – eventuell versinken Sie dann zusammen mit dem forschen WDRler Interwiewer vor Schamesröte in den eigenen verbalen Absonderungen und werden endlich nachdenklich, um was es geht, und denken Sie und auch andere daran:
          „Es ist aber schlichtweg dumm, nur zu verhöhnen und nicht auch konstruktiv zu diskutieren.“, verehrter @philantrop
          @Don Giovanni:
          „Der Vorwurf, man verhöhne damit die Opfer, ist nicht nur subaltern, sondern heuchlerisch: Ist es nicht blanker Hohn, wenn man seitens der Regierung verkündet, man habe alles in allem gute Arbeit geleistet (und die Presse dies nahezu einhallig kolportiert), es in Wahrheit aber versäumt hatte – auch in den Bundesländern -, die Gefährdetesten zu isolieren und das Pflegepersonal täglich zu testen“ …..

    • Brathering schreibt:

      Adolf Hitler war Vegetarier.
      Darf ich jetzt noch in einen Apfel beißen?

      • tapferimnirgendwo schreibt:

        Nur, wenn Du ihn schnell isst, damit der Apfel nicht braun wird!

        • tapferimnirgendwo schreibt:

          Seit Wochen und Monaten werden Kritiker der Corona-Maßnahmen als Nazis verunglimpft und jetzt erst vergeben Sie den ersten Godwin-Punkt? Sportlich.

        • Brathering schreibt:

          Philantrop oder doch eher ein Philantropf?

          Die Frage ob man als Vegetarier in einen Apfel beißen darf, ist kein Godwin’s law, sondern die ironische Zuspitzung ihres „Reductio ad Hitlerum“ oder auch „Schuld durch Assoziation“.

          Den Punkt den Sie mir vergeben wollen habe ich nicht verdient. Denn Sie liegen falsch – Sie sollten ihre eigenen Links auch mal lesen!

          Aber nehmen wir einfach mal an, es gehe hier um Godwin’s law.
          Das besagt, das irgendwann in einer Diskussion auf Adolf Hitler oder sonstige Nazis/Rechte zurückgegriffen wird.
          Dann aber sind Sie es der diesen Punkt gewinnt und nicht ich. Denn Sie haben diesen Diskusionsstrang ja sogar damit begonnen:
          Zitat:
          „Es ist offensichtlich, wer dieser Aktion der Schauspieler applaudiert: Das sind nunmal AfD, Maaßen und andere Rechte.“

          Also ein Punkt für Sie und keiner für mich. Und bei mir bleibt es auch trotz Apfel und Hitler bei keinem Punkt. Denn bei Godwin’s law gilt das gleiche wie bei den Higlandern: Es kann nur einen geben.

          Der viel größere Fauxpax aber ist und dazu nochmal ein Zitat aus ihrem Link:
          „Zu unterscheiden ist Godwin’s Law von dem in der Philosophie verwendeten Begriff Reductio ad Hitlerum, der für den unzulässigen Umkehrschluss steht, etwas zu verteufeln, nur weil Hitler oder andere Nationalsozialisten es gut fanden. “

          Und Sie haben geschrieben: „Dennoch: Wenn man so massiv Beifall von der falschen Seite erhält,…“
          Und als falsche Seite haben Sie AfD und sonstige Rechte ausgemacht. D.h. Sie arbeiten mit dem Stilmittel des „Reductio ad Hitlerum“, in dem Sie die Position der Schauspieler schon allein damit angreifen, sie bekämen Applaus von der falschen Seite.

          https://de.wikipedia.org/wiki/Reductio_ad_Hitlerum

          https://de.wikipedia.org/wiki/Argumentum_ad_hominem

          https://de.wikipedia.org/wiki/Association_Fallacy

          Im übrigen ist es von ihnen unredlich, AfD und Rechte in der Diskussion zu benutzen, aber seinem Gegenüber hochnäsig einen Punkt zu vergeben, wenn er ihre Argumentation aufgreift und darauf antwortet.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Was machen Sie eigentlich, wenn Maaßen ein Regierungsamt bekommt?

    • dekadenzkritik schreibt:

      Das ist nicht die „falsche Seite“, Sie Misanthrop.

  7. Magnitsky schreibt:

    Zitat: „[V]oll uns ganz der Tatsache“ — eine wunderbare Blüte … mit der am Ende alles gesagt wäre über das Geschreibsel hier: narzisstisch, gekränkt, selbstbezüglich, ohne Substanz.

    VOLL UNS GANZ DER TATSACHE. Endlich hat die Bewegung einen Slogan!

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