Nena hat die Schnauze voll

„Wir Menschen sind liebende und soziale Wesen, das ist unser Ursprung, und daran scheinen sich viele jetzt wieder zu erinnern. Sparflamme reicht in diesen Zeiten nicht. Wir brauchen jetzt unsere volle Strahlkraft. Liebe und Licht sind die stärksten Kräfte. Und wir haben sie alle in uns. Wenn wir uns darauf besinnen und jeder von uns bereit ist, Licht und Liebe in die Welt zu schicken, finden wir auch in unser Vertrauen, alles schaffen zu können und nutzen genau jetzt die Möglichkeit, unser Zusammenleben auf diesem Planeten ganz neu zu gestalten, zum Wohle aller Beteiligten. Lasst uns gemeinsam singen, tanzen und lachen und das Leben feiern. Ich freue mich auf Euch!“

Mit diesen Worten lud Nena am 25. Juli 2021 zu einem Konzert „Am Flughafen“ in Berlin-Schönefeld. Während der Show kam es zu einem Eklat zwischen der Sängerin und den Verantwortlichen zur Einhaltung des Hygienekonzepts. Daraufhin erklärte Nena, sie habe „die Schnauze voll davon“. Entweder solle man ihr den Strom abstellen oder sie mit Polizeigewalt von der Bühne zerren:

„Mir wird gedroht, dass sie die Show abbrechen, weil Ihr nicht in Eure Boxen geht. Ich überlasse es in Eure Verantwortung, ob Ihr das tut oder nicht. Das darf jeder frei entscheiden, genauso wie jeder frei entscheiden darf, ob er sich impfen lässt oder nicht. Bei mir ist jeder willkommen. Okay?

Und das Ganze wird hier politisiert und das ist einfach vollkommen ätzend, weil, wie gesagt, gestern war Christopher Street Day und es war völlig okay, dass 80.000 Leute eng aneinander auf der Straße waren. Also schaltet den Strom aus oder holt mich mit der Polizei hier runter. I don’t give a fuck! Ich hab die Schnauze voll davon!

Ich hab letztes Jahr Autokinokonzerte gespielt, damit wir irgendwie bisschen Kontakt haben. Ihr durftet weder die Fenster runtermachen, noch durftet ihr singen, noch irgendein Scheiss. Die Frage ist nicht, was wir dürfen. Die Frage ist, was wir mit uns machen lassen.

Und ich gebe es jetzt in Eure Verantwortung, Leute, ich gebe es wirklich ab, weil das ist, das muss jeder für sich selbst entscheiden. Wir leben in einer echt krassen Zeit und es geht um die komplette Eigenverantwortung, die jeder für sich tragen muss.

Und ich bleibe hier, wie versprochen. Ihr habt ein Ticket gekauft, wir wollen miteinander sein. Ihr müsst es selbst entscheiden, Leute. Und bis hier nicht die Polizei mich von der Bühne holt oder der Strom abgestellt wird, mach ich halt einfach weiter.“

Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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9 Antworten zu Nena hat die Schnauze voll

  1. Herr Schlosser schreibt:

    Nena hat schon seit ein paar Jahren nicht mehr alle Tassen im Schrank. Sie kann sich natürlich kritisch dazu äußern, aber hier das Publikum gegen den Veranstalter aufzuhetzen und damit eine Massenhysterie zu forcieren, ist schon ziemlich krass. Ich war bisher eher gegen eine Impfpflicht. Jetzt würde ich sie einführen – für Nena.

  2. Gabriela schreibt:

    Und ich habe die Schnauze von Nena voll.

  3. Stephan Wolf schreibt:

    Einen unfreieren, egozentrischeren, narzisstischeren und sozial rücksichtsloseren Begriff von „Freiheit“ als den von #Nena und anderen #Coronaquerfrontler:innen kann es kaum geben.

    Jutta Ditfurth auf Twitter

    • Anonymous schreibt:

      Nun hat ja gerade Jutta D auch nicht mehr alle Perlen auf der Kette – insofern nimmt mich der Tweet fast schon für Nena ein, die für mich ansonsten (nicht in dieser Sache, aber ganz grundsätzlich) auch einen ziemlichen Hau hat.

      Ich meine, das Konzert war unter freiem Himmel – Ansteckungsgefahr gleich null. Einfach mal entspannt durch die Hose atmen und nicht gleich das ganz große Fass aufmachen.

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