Judenfeindlicher Angriff in Köln

Am Schabbat, 20. August 2021 wurde in Köln gegen 23:30 Uhr ein 18-jähriger Mann, der eine Kippa trug, durch einen judenfeindlichen Angriff schwer verletzt.

Nach Angaben der Polizei wurde dem jungen Mann in einem Park am Kaiser-Wilhelm-Ring von einer Gruppe, bestehend aus ungefähr zehn jungen Männern, die Kippa vom Kopf gerissen. Laut Angaben wurde das Opfer antisemitisch beleidigt, geschlagen und getreten. Bei dem Angriff wurde ihm ein Gesichtsknochen gebrochen. Zwei mutmaßliche Täter im Alter von 18 und 19 Jahren konnten aufgrund von Aufnahmen einer Videoüberwachung festgenommen werden. „Dabei handelt es sich um einen Deutschen und einen Deutschtürken“, sagte ein Sprecher der Kölner Polizei. Weitere Details zu den Verdächtigten nannte die Polizei nicht.

Die Verdächtigten wurden vernommen und dann wieder freigelassen.

Was hat die jungen Menschen so sehr vergiftet? Wo kommt ihr Judenhass her? Was hat dafür gesorgt, dass sie einen Menschen aus einer Gruppe heraus zusammenschlagen konnten?

Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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5 Antworten zu Judenfeindlicher Angriff in Köln

  1. Nathan Warszawski schreibt:

    Die zuletzt gestellten Fragen lassen nicht den Sinn erkennen, warum ein einsamer Jude bei Nacht eine Kippa trägt.

    • Michael Abraham schreibt:

      Generell sollte ein einsamer Jude oder ein zweisamer Jude oder wie immer ein Jude sich fühlt, seine Kippa bei Nacht, bei Tag oder egal zu welcher Uhrzeit tragen dürfen; ohne dass dieser dadurch körperlich zu Schäden gebracht wird.
      Die Täter waren sicherlich AfD-Wähler oder Querdenker denen das Friedensliedgut ausging, so ein nächtlich Spazierengehen der Kippatragender Jude, sorry, Jüd*In (politische Korrektheit in diesem Kontext) kann schon die Frusttoleranz zur Gewalt senken.

      • Agnes schreibt:

        Eine dem Islam angehörige Frau trägt auch mit Stolz ihr Kopftuch. Warum soll ein Jude dann nicht seine klitzekleine Kipa tragen?
        Aber ich verstehe deine Frage, und dass sie überhaupt gestellt werden muss ist traurig.

    • Revisionist schreibt:

      Jeder sollte in diesem Land sagen und tragen können was er will.

      Das Argument erinnert an „Frauen sind selbst schuld“ wenn sie belästigt werden weil sie einen Rock trug.

    • Rainer David W. Früh schreibt:

      Das war jetzt sicherlich Satire, oder?

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