Wat denken de daders wie ze zijn?

De minister van Binnenlandse Zaken van de Duitse deelstaat Nordrhein-Westfalen, Ralf Jäger (SPD), heeft het woord genomen en verklaard dat de delicten, die in de Oudejaarsnacht in Keulen werden begaan, bijna uitsluitend door “mensen met een migratieachtergrond” zouden zijn gepleegd.

Echt waar? Bevonden zich Chinezen, Vietnamezen, Russen, Mexicanen en Koreanen onder de daders? En zelfs als dat zo zou zijn, denkt Ralf Jäger echt dat de herkomst van een mens verantwoordelijk is voor zijn gedrag? Dat is racisme!

Wat heeft het feit dat veel daders van de Oudejaarsnacht uit het Arabische gebied komen met hun daad te maken? De meeste leden van HoGeSa komen uit het Duitse gebied. Is dat de verklaring voor hun gedrag?

Als het om PEGIDA gaat, houdt Jäger zich ook niet bezig met de herkomst van de leden. Ooit noemde hij PEGIDA “neonazi´s in streepjespak”. Hij had ook kunnen zeggen dat ze “Duitsers” zouden zijn, maar hij weet dat niet hun herkomst beslissend is, maar hun overtuigingen.

Dus, meneer Jäger, bestaat er een overtuiging, een ideologie, die alle daders van Oudejaarsnacht delen. Bestaat er een gemeenschappelijk boek of een gemeenschappelijk voorbeeld waaraan ze zich verplicht voelen? U hebt de gegevens. Informeer ons!

Stopt u met dat racisme! De herkomst is irrelevant. Belangrijk is: Wat denken de daders? Wat denken de daders wie ze zijn?

(Vertaald uit het Duits door: E.J. Bron)

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Was glauben die Täter, wer sie sind?

Der Innenminister des Landes NRW hat sich zu Wort gemeldet und erklärt, die Straftaten, die in der Silvesternacht in Köln begangen wurden, seien fast ausschließlich von „Menschen mit Migrationshintergrund“ begangen worden.

Echt jetzt? Waren Chinesen, Vietnamesen, Russen, Mexikaner und Koreaner unter den Tätern? Und selbst wenn, glaubt Ralf Jäger wirklich, die Herkunft eines Menschen sei verantwortlich für sein Verhalten? Das ist Rassismus!

Was soll die Tatsache, dass viele Täter der Silvesternacht aus dem arabischen Raum kommen, mit ihrer Tat zu tun haben? Die meisten Mitglieder von HoGeSa kommen aus dem deutschen Raum. Ist das die Erklärung für ihr Verhalten?

Wenn es um PEGIDA geht, bemüht Ralf Jäger auch nicht die Herkunft der Mitglieder. PEGIDA nannte er einst „Neonazis in Nadelstreifen“. Er hätte auch sagen, sie seien „Deutsche“, aber er weiß, dass nicht ihre Herkunft entscheidend ist, sondern ihre Überzeugungen.

Also, Herr Jäger, gibt es eine Überzeugung, eine Ideologie, die alle Täter der Silvesternacht teilen. Gibt es ein gemeinsames Buch oder ein gemeinsames Vorbild, dem sie sich verpflichtet fühlen? Sie haben die Daten! Klären Sie uns auf!

Hören Sie mit dem Rassismus auf! Die Herkunft ist irrelevant. Wichtig ist: Was glauben die Täter? Was glauben die Täter, wer sie sind?

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Tapfer im Nirgendwo

Sowohl das Argumentum ad hominem als auch das Argumentum ad populum sind wieder schwer in Mode. Es scheint, als sei ich nur noch von rechtspopulistischen und links-grün versifften Menschen umgeben, die wahlweise Deutschland, Flüchtlinge, alte weiße Männer oder emanzipierte Frauen hassen. Es scheint nur noch Rassisten und Feminazis zu geben. So wird es mir jedenfalls immer öfter eingeredet, wenn ich es wage, mit einer Persona non grata zu reden. Schon ein Foto mit einer solchen Person kann zur Ächtung führen.

Wer glaubt, die Gegner der Demokratie stünden nur links, ist selbst zu rechts und wer glaubt, sie stünden nur rechts, ist zu links. Die eigene Position bestimmt, was man sieht. Die Zuschreibungen „links“ und „rechts“ dienen oft nur als Beleidigungen des politischen Gegners. Ich allerdings bin Tapfer im Nirgendwo.

Vor vielen, vielen Jahren, in der Julimonarchie Frankreichs im 19. Jahrhundert, saß die Regierung rechts im Parlament und die Opposition links. Warum wird im 21. Jahrhunderts immer noch diese Sprachreglung zur Verortung einer politischen Orientierung genutzt? Fragen Sie mal einen Linken, was rechts bedeutet und Sie werden die schroffsten Urteile hören. Fragen Sie mal einen Rechten, was links bedeutet und das Ergebnis wird ähnlich vernichtend ausfallen. Deshalb bin ich dazu übergangen, den Zuschreibungen „rechtspopulistisch“ und „linksdeutsch“ kritisch zu begegnen.

Ich habe Respekt vor Menschen, nicht aber vor ihren Ideologien, Religionen und Überzeugungen. Respekt gebührt Menschen, nicht Ideen! Wenn jemand glaubt, ich beleidigte ihn, nur weil ich hart über den Koran, das Evangelium, ein Manifest, Marx, Mohammed oder Jesus spreche, so soll er sich beleidigt fühlen. Ich werde nie auf das Lachen, Zweifeln, Kritisieren und Verarschen von Ideen verzichten. Wer glaubt, ich verachte ihn, nur weil ich Witze über seinen Glauben mache, verwechselt sich mit seinen Überzeugungen. Der Mensch ist aber mehr als die Summe seiner Ideen!

Wenn ein Mensch aufgrund seiner Herkunft kritisiert wird, nennt man das Rassismus. Wenn ein Mensch jedoch für seine Überzeugung kritisiert wird, nennt man das Aufklärung. Für die Herkunft kann niemand was, für seine Überzeugungen jedoch schon! Das Gegenteil von Herkunft ist nämlich Zukunft! Mit jedem Schritt, den ich gehe, entscheide ich die weitere Richtung. Religionen und Ideologien sind Überzeugungen. Sie dürfen jederzeit verarscht werden!

Wenn zwei Menschen eine Beziehung miteinander eingehen, mag sie privater oder geschäftlicher Natur sein, sollten sie es so frei und unabhängig wie möglich tun können, ohne das ihre Beziehung einer anderen Beziehung gegenüber bevorzugt wird. Wenn Peter und Ahmed sich lieben, warum sollte ihre Liebe staatlich anders behandelt werden als die Beziehung von Peter und Maria? Wenn ein Franzose und eine Deutsche miteinander geschäftlich handeln, warum sollten sie es schwerer haben als wenn ein Franzose mit einer Französin handelt? Wenn Kim etwas anbaut und Ill-Young auch, warum sollte Kim Geld vom Staat bekommen, Ill-Young aber nicht? Jede Freiheit eines Individuums, die eingeschränkt wird, muss gut begründet sein.

Der Staat schenkt mir Freiheit nicht! Ich habe die Freiheit in mir, wie jeder Mensch! Ich erlaube dem Staat lediglich Einschränkungen in meine Freiheit. Wenn die Einschränkung jedoch keinen Sinn (mehr) macht, sage ich: Fort damit! Freiheit ist eine stete Kritik an herrschenden Konventionen.

Leider wird viel zu oft die Autorität der Freiheit vorgezogen. Dabei kommen Veränderungen immer, weil jemand damit angefangen hat, anders zu denken und zu sprechen. Das Recht auf eine eigene, freie Meinung hat daher jeder und jeder hat das Recht, fehlerhaft zu denken und zu scheitern. Das Recht auf Irrtum ist der Motor der Entwicklung und es gibt keinen Grund, den Irrenden zu hassen. Dummheit muss nicht verboten werden. Dummheit entlarvt sich von selbst.

Ich brauche keinen Staat, der mir vorschreibt zu welcher Musik ich zu tanzen habe. Ich brauche keine Vorschriften über die Geschwindigkeit meines Tanzes und keine Gesetze über die Abstände meiner Schritte. Ich will nicht, dass der Staat mir die Mindestlänge meiner Balancierstange vorschreibt und ich brauche keine Einmischung in die Wahl meiner Mittänzer. Ich kann selber entscheiden, an welchen Tagen und zu welchen Stunden ich tanze. Lasst mich einfach nur tanzen, wann ich will, mit all den Gefahren. Meinetwegen spannt ein Netz für den Notfall, aber sollte wer das Netz als Hängematte missbrauchen, so schmeißt ihn raus! Das Netz wird schließlich von der Gemeinschaft bezahlt.

Wer Steuern zahlt, wird dadurch nicht gleich solidarisch! Steuern zahlen hat mit Solidarität nichts zu tun. Sonst wäre ja jeder durch Robin Hood Beraubte, im Moment des Raubs solidarisch geworden. Solidarität kann nur freiwillig als Geschenk gespendet werden. Steuern jedoch sind ein Zwang! Robin Hood hat den Reichen genommen und es den Armen gegeben. Robin Hood war die Privatisierung des Sozialstaats. Er nahm mit Gewalt, wie der deutsche Staat heute, der jedoch jetzt ein Monopol auf diese Gewalt hat, mit Ausnahme der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten, die nach wie vor steuerähnliche Zwangsgebühren mit Gewalt erpressen dürfen, aber das ist ein anderes Thema.

Mit jedem Euro, den der Sozialstaat nimmt, sagt er: „Ich halte Dich für zu egoistisch, um anderen zu helfen. Ich mache das für Dich!“ Im Grunde ist es ein Armutszeugnis für eine Gemeinschaft, wenn ein Staat das Teilen erzwingen muss wie einst Robin Hood! Sowohl linke als auch rechte Extreme zeichnen sich allerdings dadurch aus, dass sie glauben, der Mensch sei so schlecht, dass er eine Führung braucht. Aus Liebe zu der Freiheit sollten wir an dieses schlechte Menschenbild stets zweifeln.

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Damit das klar ist!

Egal was ich male,
Egal was ich trage,
Ich habe keine Schuld
an Deinem Hass!


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Es waren nicht Flüchtlinge!

Immer wieder lese ich, die Kölner Polizei sei von der „völlig neuen Dimension der Gewalt“ vor dem Kölner Dom in der Nacht zu Neujahr 2016 überrascht. Nein! Was dort geschehen ist, ist keine völlig neue Dimension der Gewalt. Es ist sogar eines der ältesten Verbrechen der Welt: Sexismus! Sexismus ist Rassismus gegen Menschen aufgrund ihres Geschlechts und eine extrem verharmloste Gewalt. Es ist schockierend, wie unfähig die Kölner Polizei in der Silvesternacht im Umgang mit der wohl ältesten Form der Gewalt war. Sie hat die Gewalt nicht mal angemessen zur Kenntnis genommen.

Mehrere hundert Männern rotteten sich vor dem Kölner Dom und Hauptbahnhof zusammen, begingen Verbrechen an Frauen und die Kölner Polizei bekam davon nichts mit, faselte später zunächst was von „entspannter“ und „friedlicher“ Situation und war dann ganz „überrrascht“, als fast hundert Anzeigen eintrudelten, davon ein großer Teil Anzeigen von sexueller Nötigung und Vergewaltigung. Die Kölner Polizei ist offensichtlich blind auf dem sexistischen Auge.

143 Polizeibeamte waren vor Ort. Es waren Beamte von der Kölner Polizei und der Bundespolizei, schließlich gab es in ganz Europa Terrorwarnungen und Hauptbahnhof und Dom gelten als besonders gefährdet. Der Terror kam! Es war der Terror gegen Frauen!

Die Kölner Polizei hat diesen Terror jedoch nicht bekämpft, sie hat ihn nicht mal als solche erkannt. Es ist eine Schande, wie unsensibel die Kölner Polizei dadurch mit den Opfern dieser Verbrechen umgegangen ist! Für Opfer sexueller Gewalt ist es wie eine zweite Vergewaltigung, wenn sie erkennen müssen, dass die Gewalt verharmlost oder nicht mal erkannt wird. Es folgt dann oft die typische Rhetorik der Verharmlosung. Sie startet mit Sätzen wie „Tu doch nicht so“ und „War doch nicht so schlimm“, geht über „Es hat Dir doch gefallen“ und endet bei „Du wolltest es doch auch!“

Einige betonen jetzt, die Täter in Köln seien Flüchtlinge gewesen. Nein! Auch Frauen können Flüchtlinge sein. In einer sexistischen Welt sind sogar alle Frauen Flüchtlinge. Frauen waren aber nicht die Täter. Frauen waren die Opfer. Männer waren die Täter! Männer, die aus autoritären, patriachalen und zum Teil zerbrochenen Clanstrukturen kommen, mit einer Religion im Nacken, die, um es höflich auszudrücken, sich nicht gerade dadurch auszeichnet, dass sie in den letzten Jahrenzehnten eine feministische und sexuelle Revolution erfahren hat. Wir wissen alle, welche Religion gemeint ist. Es sind nicht die Amisch!

Es ist diese Religion, die in ihrer extremen Form Frauen zu Freiwild erklärt, wenn sie ihren Körper nicht komplett verhüllen. Es hat in Europa viele Kämpfe gebraucht, um das Christentum in die Ideen der Aufklärung zu integrieren. Es hat bei weitem noch nicht überall geklappt. Die katholische Kirche zum Beispiel hat bis heute ein Problem mit ihrer religiösen Sexualethik, was nicht selten in Missbrauchsfälle mündet, die selbstverständlich etwas mit dem Katholizismus zu tun haben. Religionen gehören allesamt in ihre Schranken verwiesen, wenn sie Frauen zu diskriminieren trachten. Hediwg Dohm sagte einst: „Die Menschenrechte haben kein Geschlecht!“

Es wird Zeit, das Problem klar zu benennen: Männer, an denen die Aufklärung vorbei gegangen ist und die eher in Gruppen und Clans denken als in Individuen; Männer, die die Ehre eines im siebten Jahrhundert verstorbenen Soldaten aus Mekka, den sie als Propheten verherrlichen, höher schätzen als die Würde einer lebendigen Frau; Männer, die wegen einer pervertierten Idee von Ehre eher eine Frau töten, als ihre eigene Religion zu hinterfragen; Männer, die Frauen eher in ein Gefängnis aus Stoff zwängen, als männlichen Sexualverbrechern Handschellen anzulegen; Männer, die Frauen als Schlampen bezeichnen, wenn sie ihr Recht auf einen Orgasmus einfordern; Männer, für die Frauen nichts weiter sind als Ware auf dem Markt der Macht.

Was Neujahr auf offener Straße in Köln passiert ist, ist keine völlig neue Dimension der Gewalt. Die Gewalt ist jetzt lediglich öffentlich geworden!

Ein nicht geringer Teil der Männer, die jetzt vorgeben, die Ehre der Frauen zu verteidigen, indem sie nicht im Sinne der Aufklärung die Ideologie der Täter kritisieren, zum Beispiel ihre religiösen und politischen Fanatismen, sondern vielmehr rassistisch das Aussehen der Täter als Erklärung für ihre Verbrechen benennen, sind Rassisten, genauso wie die Sexisten, die sie vorgeben zu bekämpfen. Nicht die Hautfarbe entscheidet darüber, ob ein Mensch Verbrechen begeht, sondern sein Wille zur Tat. Der Wille des Menschen ist unter anderem geprägt von seinen politischen und religiösen Überzeugungen. Daher dürfen sie kritisiert werden! Einen Menschen zu kritisieren, weil er einer gewissen Partei angehört ist ebenso legitim, wie einen Menschen ob seiner Religionszugehörigkeit zu kritisieren, vor allem wenn sie sich an längst überholte Prinzipien festklammert.

Es wird höchste Zeit, dass der Zusammenhang zwischen Tat und Überzeugung der Täter, wozu auch Religionen gehören, deutlich benannt wird.

Einige der Männer, die das Aussehen der Täter als Erklärung bemühen, gehen gewiss öfter mal in Bordelle, wo sie dann auf Flatratebasis mit Frauen, die nicht selten auf den Menschen- und Sklavenmärkten der Welt verkauft wurden, all das machen, was die Männer Neujahr vor dem Kölner Dom mit den dortigen Frauen gemacht haben. Die Männer dort waren aufgrund ihrer gesellschaltichen Stellung einfach nicht in der Lage, die gesellschaftlich tolerierten Institutionen der Gewalt an Frauen zu nutzen. Nicht wenige der in manchen Bordellen gefangengehaltenen Zwangsprostituierten sind Flüchtlinge. Ein Grund mehr, die Bezeichnung der Täter vor dem Dom als Flüchtlinge scharf zu kritisieren!

Diese Form der institutionalisieren Gewalt gegen Frauen wird immer wieder verharmlost. Kein Wunder also, dass viele Männer der Kölner Polizei einfach kein Gespür für den Terror haben, der sich täglich gegen Frauen richtet. Es muss sich dringend etwas ändern. Der Satz „Menschenrechte haben kein Geschlecht“ muss endlich das deutlich vernehmbare Credo jeder freien Gesellschaft werden, damit Sexismus und Frauenverachtung nicht mehr als kulturelle Eigenart toleriert wird. Keine Religion und keine Partei hat das Recht, Artikel 3 des Grundgesetzes zu missachten!

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Thanks a lot, you asshole!

Bernd Matthies was certainly not in top form when one year ago he wrote in the German newspaper, Tagesspiegel, that there may be an element of truth in the accusation that the slain editor of Charlie Hebdo, Stephane Charbonnier, was a stubborn blockhead who steered his editorial staff to their deaths. To start off the New Year fresh, the Tagesspiegel republished that article on January 2, 2016 at 15:37 pm, nearly a year after the murders. How tasteful. Reason enough to respond again. 

Bernd Matthies explains, that the magazine editors „contributed to the escalation“ by reacting against „any protest, any threat and finally the 2011 arson attack with even sharper ridicule“.

This accusation resembles the charm of a dirt bag who remarks that women instigate rape by not dressing more modestly. Or as the ideological killers of Charlie Hebdo see it: women must be veiled and covered in public! However, Bernd Matthies takes the cake with this statement:

„The brutal attack would most likely not have happened if Charbonnier had decided rather to focus his satirical attacks on the French government, on Marine Le Pen or other powerful key policy makers.“

It goes without saying that Marine Le Pen was mocked by Charlie Hebdo more than Mohammed ever was ridiculed – as proved by this image -, which illustrates the fact that criticizing Marine Le Pen is not nearly as dangerous as criticizing Mohammed. Bernd Matthies is thus insinuating that Islam is worse than the National Front. In other words, Charlie Hebdo was slaughtered by terrorist defenders of “moral values” for less satirical attention. Bernd Matthies concludes, that those who „decide not to infringe on existing religious feelings are far from being foes of freedom of the press. They can indeed be friends of reason.“

So, those who bow down to killers are deemed reasonable. Fascists who just burned down a refugee center would love that kind of coddling. A neo-Nazi from Heidenau couldn’t have formulated it better:

„Whoever decides not to infringe on existing German nationalist feelings is far from being a foe of freedom of the press. That person can indeed be a friend of reason.“

The right to ridicule is a human right, especially when directed against the powerful. With more than 1.6 billion Muslims in the world and several countries with Sharia-based laws, Islam is one of the most powerful ideologies in the world! Criticism – even stinging mockery, especially in regard to the brutal and inhuman crimes committed in the name of this religion, even on the part of Islamic governments, is practically a downright obligation! Kurt Tucholsky wrote:

„The satirist is an offended idealist: he wants the world to be good, but it’s bad, and so he runs up against the bad.”

Nearly one hundred years later, Bernd Matthies explains that the idealism of idealists can be reason for murder, claiming the idealism which “Charlie Hebdo promoted was perhaps false“. To paraphrase a response in the sense of Kurt Tucholsky:

When Charlie Hebdo makes a good joke, half of Germany sits on the sofa and along with no less Islam, takes it badly. Satire seems to be a thoroughly negative thing. It says: „No!“ A satire that promotes the subscription of war bonds is not humorous. Satire bites, laughs, whistles and beats the foot soldier’s drum against everything that is stagnant and unresponsive. Does Charlie Hebdo exaggerate? Charlie Hebdo must exaggerate; satire is, in its deepest nature, unjust. It inflates the truth. But deep in the typical German there is the unfortunate habit to act not as an individual, but to think and present oneself in a social class, as a lobbyist, and woe, should you step on the toes of one of these collective interest groups whose conceitedness swells into delusions of grandeur. The German satirist dances between classes, confessions, local institutions and occupational groups a perpetual egg dance. It is certainly a graceful dance, but can get somewhat tiresome. True satire cleanses the blood, and those with healthy blood also have a clear complexion. What is satire allowed to do? Everything.

That’s why I quote Stéphane Charbonnier, who was murdered on January 7, 2015 along with many other journalists at Charlie Hebdo, because according to Bernd Matthies, they were foolish idealists.

Laugh, For God’s Sake.

Paint a glorious Muhammad, you die.

Draw a funny Muhammad, you die.

Scribble an ignoble Muhammad, you die.

Make a crappy film about Muhammad, you die.

Resist against the religious terror, you die.

Lick the fundamentalists‘ ass, you die.
Take an obscurantist for an idiot, you die.

Try to debate an obscurantist, you die.
There is nothing to negotiate with fascists.

The liberty to laugh without any reserve has been given to us already by law, the systematic violence of the extremists gives it to us, too.

Thanks a lot, you assholes.

– Stéphane Charbonnier (1967- 2015)

***

Dear Charb, thank you for your idealism, your courage and your sense of humor. If only you were still alive. Rest in peace, you asshole!

(Translation: William Wires)

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Danke, Du Arschloch!

Bernd Matthies war sicher nicht in Höchstform, als er vor einem Jahr im Tagesspiegel erklärte, an dem Vorwurf, gerichtet an den getöteten Chefredakteur von Charlie Hebdo, Stéphane Charbonnier, er sei ein sturer Dickkopf gewesen, der seine Redaktion in den Tod getrieben habe, sei „irgendwie was dran“. Frisch zum neuen Jahr, am 2. Januar 2016 um 17:37 Uhr, knapp ein Jahr nach dem Morden, hat der Tagesspiegel den Artikel erneut herausgebracht. Wie geschmackvoll. Grund genug, erneut zu antworten.

Bernd Matthies erklärt, die Redaktion Charbonniers habe „zur Eskalation beigetragen“, indem sie „auf jeden Protest, jede Drohung und schließlich den Brandanschlag 2011 mit neuem, schärferem Spott“ geantwortet habe.

Dieser Vorwurf streift den Charme eines Drecksacks, das einer vergewaltigten Frau vorwirft, sie habe mit ihrer Kleidung zur Vergewaltigung beigetragen. So jedenfalls sehen es die Mörder von Charlie Hebdo, die daher ihre Frauen, wenn überhaupt, nur verhüllt gehen lassen! Den Höhepunkt erreicht Bernd Matthies jedoch mit dieser Aussage:

„Sehr wahrscheinlich hätte es den brutalen Anschlag nicht gegeben, wenn Charbonnier rechtzeitig beschlossen hätte, seine satirischen Attacken mehr auf die französische Regierung, auf Marine Le Pen oder andere mächtige Schlüsselgestalten der Politik zu fokussieren.“

Mal ganz abgesehen davon, dass Marine von Charlie Hebdo verspottet wurde, wie Mohammed nie verspottet wurde, was dieses Bild beweist, behauptet Bernd Matthies, wer Marine Le Pen kritisiert, lebe nicht so gefährlich wie jemand, der Mohammed kritisiert. Er erklärt somit, der Islam sei gefährlicher als die Front National. Ich sag mal so, Charlie Hebdo wurde von Tugendterroristen für weniger abgeschlachtet. Bernd Matthies gibt zu bedenken, wer „beschließt, ein offensichtlich vorhandenes religiöses Gefühl einmal nicht zu verletzen, der ist damit noch lange kein Feind der Pressefreiheit. Sondern er kann durchaus ein Freund der Vernunft sein.“

Wer vor Mördern kuscht, ist vernünftig. Das hören die Faschisten, die gerade Flüchtlingsheime anzünden sicher gerne. Ein Neonazi aus Heidenau hätte es nicht besser formulieren können:

„Wer beschließt, ein offensichtlich vorhandenes deutschnationales Gefühl einmal nicht zu verletzen, der ist damit noch lange kein Feind der Pressefreiheit. Sondern er kann durchaus ein Freund der Vernunft sein.“

Das Recht auf Spott ist ein Menschenrecht, vor allem, wenn sich der Hohn gegen Herrschende richtete. Mit über 1,6 Milliarden Muslimen auf der Welt und diversen Ländern, die nach der Scharia leben, ist der Islam eine der mächtigsten Ideologien der Welt! Diese Religion zu kritisieren, vor allem in Anbertacht der brutalen und unmenschlichen Verbrechen, die im Namen dieser Religion zum Teil sogar von Staats wegen begangen werden, ist beißender Spott geradezu aufklärerische Pflicht! Kurt Tucholsky schrieb einst:

„Der Satiriker ist ein gekränkter Idealist: er will die Welt gut haben, sie ist schlecht, und nun rennt er gegen das Schlechte an.“

Bernd Matthies erklärt knapp hundert Jahre später, dass dieser Idealismus Grund ist für den Mord an Idealisten und behauptet, dieser Idealismus sei, „was Charlie Hebdo falsch gemacht haben könnte.“ Um es mit Kurt Tucholsky zu sagen:

Wenn Charlie Hebdo einen guten politischen Witz macht, dann sitzt Bernd Matthies mit halb Deutschland und nicht weniger Islam auf dem Sofa und nimmt übel. Satire scheint eine durchaus negative Sache. Sie sagt: „Nein!“ Eine Satire, die zur Zeichnung einer Kriegsanleihe auffordert, ist keine. Das gilt auch, wenn es eine Kriegsanleihe der Scharia ist! Die Satire beißt, lacht, pfeift und trommelt die große, bunte Landsknechtstrommel gegen alles, was stockt und träge ist. Übertreibt Charlie Hebdo? Charlie Hebdo muss übertreiben und ist seinem tiefsten Wesen nach ungerecht. Er bläst die Wahrheit auf. Aber nun sitzt zutiefst im Deutschen die leidige Angewohnheit, nicht in Individuen, sondern in Ständen, in Korporationen, zu denken und aufzutreten, und wehe, wenn du einer dieser zu nahe trittst. schwillt ständischer Dünkel zum Größenwahn an. Der deutsche Satiriker tanzt lieber zwischen Konfessionen und Lokaleinrichtungen einen ständigen Eiertanz. Das ist gewiß recht graziös, aber auf die Dauer etwas ermüdend. Die echte Satire ist blutreinigend: und wer gesundes Blut hat, der hat auch einen reinen Teint. Was darf die Satire? Alles.

Darum zitiere ich nun Stéphane Charbonnier, der am 7. Januar 2015 zusammen mit vielen anderen Journalisten von Charlie Hebdo ermordet wurde, weil er laut Bernd Matthies ein unvernünftiger Idealist war:

LACHEN. Um Gottes Willen

Male einen prächtigen Mohammed, so stirbst du.

Zeichne einen lustigen Mohammed, so stirbst du.

Schmiere einen widerlichen Mohammed hin, so stirbst du.

Mache einen beschissenen Film über Mohammed, so stirbst du.

Wehrst du dich gegen religiösen Terror, so stirbst du.

Leckst du den Fundamentalisten den Arsch, so stirbst du.

Halte einen Feind der Aufklärung für einen Idioten, so stirbst du.

Versuche, mit einem Feind der Aufklärung zu diskutieren, so stirbst du.

Es gibt nichts zu verhandeln mit den Faschisten.

Die Freiheit, hemmungslos zu lachen, wurde uns bereits vom Gesetz gegeben, die systematische Gewalt der Extremisten gibt sie uns auch.

Danke, ihr Arschlöcher.

***

Lieber Charb, Danke für Deinen Idealismus, Deinen Mut und Deinen Humor. Ach, wärest Du doch noch hier. Ruhe in Frieden, Du Arschloch!

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Happy Feast of the Circumcision of Christ!

Jesus was born on Christmas, died on Good Friday and was resurrected on Easter. But what happened to Jesus on New Year’s? Which event besides His birth and His resurrection is important for Christians to celebrate? It is the entry of Jesus into the covenant of Abraham. On New Year’s Jesus was circumcised!

For Catholics there’s the question concerning Jesus‘ foreskin on Ascension Day. According to Catholic faith, Jesus was resurrected physically intact. What about the foreskin? And if so, did it still fit? The answer is: No! The foreskin didn’t go to heaven. The small membrane remained on Earth and will be retrieved by Jesus at his second coming. That’s Catholic teaching! So, where is the foreskin now?

During the Middle Ages, Pope Leo III claimed to have been in possession of the Holy Prepuce! It’s not known what he did with it. Looked at it? Worshipped it? Touched it? Pope Leo III reports that Charlemagne gave him the relic of the Holy Prepuce on the occasion of his coronation as emperor on December 25 in the year 800. Now that’s a Christmas present! Charlemagne had the foreskin either from an angel or from the Empress Irene of Byzantium. Legends conflict. It is allegedly one of several relics safeguarded in Sancta Sanctorum at Lateran.

According to another legend, the relic was said to have been stolen by Habsburg soldiers along with Spanish and Italian mercenaries during the sacking of Rome in 1527. A retreating Habsburg soldier was arrested north of Rome and placed by Count Anguillara in the castle of Calcata. The soldier is said to have hidden the foreskin in his cell, where it was rediscovered 30 years later. Apparently, it isn’t appetizing to cellar mice and rats! Since then, the foreskin was safe-guarded in the local parish church. The Holy Prepuce was shown there regularly during public processions until 1983. But then, it disappeared under mysterious circumstances. The attempts of the British television journalist Miles Kington in 1997 to find the Holy Prepuce ended unsuccessfully.

Another relic of the Holy Prepuce appeared in Antwerp in the year 1112. After a solemn entry into the Church of Our Lady, where a respective chapel was erected, the Bishop of Cambrai witnessed three drops of blood fall from it. However, this relic was lost during the Iconoclastic Fury of 1566.

In 1421, Catherine of Valois asked her husband, King Henry V of England, to find the relic for her, because its sweet fragrance would guarantee a gentle baby delivery. The relic was enshrined at the Abbey Church of Coulombs and then disappeared during the French Revolution. Even Andechs Monastery in the Middle Ages claimed to be in possession of the Holy Prepuce. With so many foreskins, Jesus’ penis must have been enormous! Even Leo Allatius, a Greek scholar and curator of the Vatican Library speculated in the 17th century in his „Lecture on the foreskin of our Lord Jesus Christ“ that the Holy Prepuce rose up into outer space and transformed into one of Saturn’s rings.

Whether near Saturn or on earth, the foreskin according to Catholic belief is in this world. However, the foreskin can’t be in the Host! The Catholic doctrine of transubstantiation (transformation) states that at the moment of the Eucharist, the host and wine transforms into Jesus‘ flesh and blood, not only symbolically, but in its „essence“ and in its “elements“. That belief in the Catechism of the Catholic Church was confirmed in 1992 by Pope John Paul II, the earthly representative of the man whose blood and flesh are being discussed.

”CANON I.-If any one denieth, that, in the sacrament of the most holy Eucharist, are contained truly, really, and substantially, the body and blood together with the soul and divinity of our Lord Jesus Christ, and consequently the whole Christ; but saith that He is only therein as in a sign, or in figure, or virtue; let him be anathema.”

– THE COUNCIL OF TRENT, Session XIII – The third under the Supreme Pontiff, Julius III, celebrated on the eleventh day of October, 1551

Only those who truly believe in the sense of the Catechism of the Catholic Church that they are eating the flesh of the resurrected Jew during communion are true Catholics. Therefore, it’s not surprising that in the Middle Ages many Christians believed that Jews prepared their matzah with Christian blood. They merely projected what they themselves believed was possible.

What do Catholic vegetarians do? Can they ever receive the salvation of Christ’s body or are there tofu or vegetable alternatives? What would Catholics do if the Green Party creates a lawfully binding vegetarian day on Sundays?

“But since Christ our Redeemer declared that to be truly His own body which He offered under the form of bread, it has, therefore, always been a firm belief in the Church of God, and this holy council now declares it anew, that by the consecration of the bread and wine a change is brought about of the whole substance of the bread into the substance of the body of Christ our Lord, and of the whole substance of the wine into the substance of His blood. This change the holy Catholic Church properly and appropriately calls transubstantiation.”

– CHAPTER IV TRANSUBSTANTIATION; THE COUNCIL OF TRENT, Session XIII – The third under the Supreme Pontiff, Julius III, celebrated on the eleventh day of October, 1551

The Catholic Church deals in two thousand year old meat! Now, if that’s not a rotten meat scandal. Any Turkish snack stand would be closed down for much less cause! On top of that, the Catholic Church offers wine from the year 33 AD. Does the Church have a liquor license?

To date, hosts don’t have an expiration date, although all products sold for human consumption in the European Union are required by European law to have an expiration date and hygienically clean packaging. Even salt. SALT! Salt lies buried for millions of years in mountains, but when it’s sold in a cardboard box, European Union law requires the label: „Best before …“

Actually, each host should be wrapped separately in foil and provided with an expiration date. That’s exactly what EU Commissioner, Emma Bonino, recently brought up.

Why doesn’t the Catholic Church engage modern science to accelerate the second coming of the Lord? If during the transubstantiation wine transforms into Jesus’ blood in its „essence“ and in its “elements“, why don’t Catholics extract part of a host, decipher the DNA and simply clone the second coming of the Lord? Then, Jesus could finally get his foreskin back!

In the 13th century, a peasant girl, named Agnes Blannbekin, from Plambach didn’t know that the foreskin couldn’t be in the host. Nevertheless, she claimed to have felt the sensation of Christ’s foreskin in her mouth during the Eucharist. The relevant story was recorded by the local priest and was published in 1731 by the Benedictine Bernhard Pez, but was then quickly retracted at the instigation of Jesuits because they knew the foreskin could not possibly be in the Host! The monks decided that hosts don’t taste like foreskins, and who wouldn’t know better than they?

To all those who celebrate, I wish a happy Feast of the Circumcision of Christ!

(Translation by William Wires, a catholic like me!)

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2015 im Rückblick

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2015 für dieses Blog erstellt.

Hier ist ein Auszug:

Etwa 8.500.000 Menschen besuchen jedes Jahr das Louvre Museum in Paris. Dieses Blog wurde in 2015 etwa 1.300.000 mal besucht. Wenn dieses Blog eine Ausstellung im Louvre wäre, würde es etwa 5,6 Jahre brauchen um auf die gleiche Anzahl von Besuchern zu kommen.

Klicke hier um den vollständigen Bericht zu sehen.

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Breaking the Silence

Auf dem Blog Times of Israel habe ich diesen Bericht gefunden und übersetzt:

Ich werde jetzt ebenfalls mein Schweigen brechen. Mein Name ist Tuvia Book. Ich habe in der israelischen Armee gedient. Ich bin das ganze Gerede über mich leid. Ich kann nicht länger schweigen. Daher habe ich beschlossen, das Schweigen zu brechen.

Ich diente im Libanon, im Gazastreifen, sowie in Judäa und Samaria. Ich kämpfte als Soldat in Einheiten an der Front. Ich war zudem viele Jahre im Reservedienst tätig. Ich durchlebte ein hartes Training und nahm an vielen Kursen in der Armee teil. Ich war Teil zahlreicher militärischer Operationen in sämtlichen Bereichen unseres Staates, aber auch über seine Grenzen hinweg.

Hiermit erkläre ich, noch nie einen „illegalen Befehl“ erhalten zu haben.

Ich habe nie an einer Aktion teilgenommen, bei der unschuldige Zivilisten absichtlich geschadet wurden. Jedes Briefing, das ich vor jeder Mission erhielt, egal wie klein oder groß die Mission auch war, betonte stets die Bedeutung der Einhaltung der Werte der israelischen Verteidigungskräfte. Ich bin sehr stolz auf meinen Dienst und auf all jene, die mit mir gedient haben. Ich hatte das Privileg, mit den Besten der Besten des Volkes Israels zu dienen.

Ich bin stolz auf unseren Staat und auf seine offene Demokratie. Ich meine, dass es Mittel und Wege gibt, über den Staat Israel zu sprechen und seine Meinung zu sagen, über das, was in der israelischen Armee passiert. Der Weg besteht jedoch nicht darin, Lügen zu verbreiten oder finanzielle Unterstützung von ausländischen Staaten und Organisationen zu beziehen, die lediglich den Namen des Staates Israels, sowie seine Armee und seine Bürger durch den Schlamm ziehen wollen.

Es gibt genug Raum, um die israelischen Verteidigungskräfte zu kritisieren, aber die Kritik sollte fair und ehrlich geäußert werden. Das heißt, alle bekannten Informationen und Bezugsquellen sollten den Ermittlungsbehörden der israelischen Armee zugänglich gemacht werden, damit sie ihre Arbeit ehrlich und treu tun können und alle Fälle untersuchen, die die Grenzen des Geistes der israelischen Armee überschritten haben.

Die Nichtregierungsorganisation „Breaking the Silence“, die finanzielle Unterstützung von internationalen Organisationen empfängt, von denen einige ganz offen Israels Existenzrecht bestreiten, funktioniert nicht auf diese Weise. Ein großer Teil ihrer Anschuldigungen sind anonym und ohne identifizierbare Informationen. Zudem wurden die Anschuldigungen nie den Untersuchungsstellen der israelischen Armee zugänglich gemacht, sondern direkt an internationalen Gremien übertragen, die zum Teil offen feindlich gegen Israel eingestellt sind. Der Anspruch dieser Organisation ist nicht eine kooperative Untersuchung, sondern die unkontrollierte Verbreitung bösartiger Geschichten über Israel im Ausland.

Kürzlich, bei einem Besuch einer israelischen Luftbasis von einer Gruppe aus den Vereinigten Staaten von Amerika, traf ich einen F15 Piloten, der im vergangenen Sommer siebzehn Missionen gegen ein Ziel in Gaza geflogen war, die allesamt abgebrochen wurden. Ein Teilnehmer fragte, ob die Abbrüche nicht frustrierend gewesen seien. Der Pilot antwortete jedoch:

„Es war nicht frustrierend! Es ist das Beste an der israelischen Armee, dass sie es nicht gestattet, unschuldige Zivilisten gezielt anzugreifen. Ich hätte nie mit den Folgen dieser Maßnahme für den Rest meines Lebens leben können.“

Während meines Dienstes an der Front habe ich stets in dem Geiste gehandelt, unschuldige Zivilisten nicht zu schaden. Ich hätte eher mich getötet als unschuldige Zivilisten, um dann damit leben zu müssen.

Oberst Richard Kemp ist ein herausragender britischer Militärexperte. Er war Kommandant der britischen Streitkräfte in Afghanistan. Er hat festgestellt:

„Die israelische Armee hat größere Schritte als jede andere Armee in der Geschichte der Kriegsführung unternommen, um den Schaden an unschuldigen Zivilisten in einer Kampfzone zu minimieren.“

Die Realität der israelischen Armee ist somit das genaue Gegenteil von dem, was durch „Breaking the Silence“ und ihre Nichtregierungsorganisationen behauptet wird.

Den Ausführungen von Tuvia Book möchte ich hinzufügen: Die Ausstellung „Breaking the Silence“ bricht kein Schweigen, sondern stimmt lediglich in den lauten Chor der einseitigen Israelkritiker ein. Die Ausstellung sollte daher besser „Joining the Choir“ heißen!

„Breaking the Silence“ ist eine Ausstellung, in der anonyme Aussagen zusammengetragen wurden, die das Verhalten der israelischen Armee auf das Schärfste kritisieren. Die Austellung ist radikal einseitig und verurteilt ausschließlich Israel. Zu der Tatsache, dass Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas die Vernichtung aller Juden fordert und regelmäßig auf Israel Raketen abgefeuert werden, schweigt die Ausstellung. Mehrere Vorwürfe von Augenzeugen, in der Ausstellung würden auch Lügen verbreitet, wurden von den Organisatoren nicht widerlegt!

Ausgerechnet diese Ausstellung sollte im Zusammenhang der Feierlichkeiten zum 50-jährigen Bestehen der deutsch-israelischen Beziehungen und dem 55. Jahrestag des Schüleraustauschs zwischen Köln und seiner israelischen Partnerstadt Tel Aviv gezeigt werden. Das ist kölsche Gastfreundschaft: Zum Jahrestag wollte Köln in das Festessen seiner Partnerstadt Tel Aviv brechen! Ich wundere mich über die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Tel Aviv, die sich so devot ankotzen lassen wollten!

Der damalige Oberbürgermeister Jürgen Roters hatte jedoch noch ein Einsehen und sagte das Brechen zum Jubiläum ab. Joachim Frank vom Kölner Stadt Anzeiger war über diese Entscheidung sehr erzürnt und schrieb:

„Im richtigen Leben wäre jetzt von „Betteln um Schläge“ die Rede.“

Jawohl, wer das Kotzen ins Festessen der jüdischen Stadt Tel Aviv absagt, bettelt geradezu nach Schlägen! Frank erklärte zudem , die Absage „bestärkt zum einen den klassischen antisemitischen Topos, dass „die Deutschen immer einknicken, wenn die Israelis Druck machen“ und fordert „zwingend einen Plan B“. Da bricht aber jemand gerne!

Die Schau wird laut Kölnischer Rundschau in einem „angemessenen Kontext“ im Frühjahr 2016 in Köln zu sehen sein! Gegen Israel kotzt Köln halt gern, zur Not im angemessenen Kontext.

Frieder Wolf ist der Leiter des Kölner Büros für internationale Angelegenheiten. Ja, Köln leistet sich einen eigenen Außenminister!

Mein guter Freund Tuvia Tenenbom besuchte jüngst diesen kölschen Außenminister in seinem Büro, nachdem Frieder Wolf sich als Mann vorgestellt hatte, der seine Aufgabe darin sähe, Juden zu retten. “Ein Judenretter”, dachte sich Tuvia und entschied: “Ich möchte sehen, wie das Büro eines städtisch angestellten Judenretters in Köln aussieht.” Tuvia ging also ins Büro von Frieder Wolf und war überrascht über das Bild, das er prominent plaziert im Büro des kölschen Außenministers vorfand: Frieder Wolf zusammen mit Mahmud Abbas von der Fatah!

“In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.”

Diesen Satz sprach Mahmud Abbas im Juli 2013 zu überwiegend ägyptischen Journalisten. Mit “Israelis” meint Abbas ausschließlich Juden. Er meint nicht die knapp 1,6 Millionen Isralis, die Muslime sind. Sie dürfen sich selbstverständlich in einem möglichen Palästina aufhalten. Mufti Muhammad Hussein wurde von Abbas zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt und erklärte zur 47-Jahr-Feier der Fatah:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.‘“

Mahmud Abbas unterschreibt Todesurteile für Menschen, die nichts anderes getan haben, als Grundstücke an Juden zu verkaufen. Zudem lässt Abbas Straßen nach Menschen benennen, die als “Märtyrer” möglichst viele Juden ermordet haben.

Mit so einem Mann hat sich der „Judenretter“ des kölschen Außenministeriums ablichten lassen, vermutlich weil die Endlösung der Judenrettung selten in schönere Worte gepackt wurde.

Ich durfte den „Judenretter“ auch einmal persönlich kennenlernen, nachdem ich Anzeige gegen einen Mann erstattet hatte, der vor dem Kölner Dom Juden als Kinderbluttrinker dargestellt und die Hamas, die in ihrer Charta die Vernichtung aller Juden fordert, als „legitimen Widerstand“ bezeichnet hatte. Meine Anzeige fand nationale und internationale Beachtung. Das Simon-Wiesenthal-Center schaltete sich ein und applaudierte meiner Anzeige. Sogar die Partnerstadt von Köln, Tel Aviv, erwarte eine Erklärung von Köln, ob dieser Toleranz gegenüber Antisemitismus.

Als ich in das Büro für internationale Angelegenheiten einberufen wurde, dachte ich noch, ich würde ein Lob von der Stadt erhalten, ob meines Eintretens gegen Judenhass, aber ich wurde bitter enttäuscht. Der kölsche Außenminister erklärte mir, dass ich aufpassen solle, was ich über Köln sagte und wenn ich weiter schlecht über die Stadt spräche, ich es mit ihm zu tun bekommen würde. Ja, der „Judenretter“ fand meinen Antisemitismusvorwurf schlimmer als den Antisemitismus selbst. Der Ruf der Stadt war ihm wichtiger als eine Stadt ohne Judenhass. Das ist gelebte Außenpolitik!

Bethlehem ist ebenfalls Partnerstadt der Stadt Köln. Im Gegenzug zu Tel Aviv sind in Bethlehem nicht alle Bürgerinnen und Bürger gleichberechtigt! Dort gibt es keine Religionsfreiheit und keine Meinungsfreiheit. Frauen und Männer sind in Bethlehem nicht gleichberechtigt. In Tel Aviv findet die größte Parade für Schwule und Lesben im Nahen Osten statt. In Bethlehem werden Schwule und Lesben verfolgt. In Tel Aviv leben viele Muslime. In Bethlehem sind jüdische Israelis verboten. Bethlehem ist lebensgefährlich für Juden. Nazis würden sagen: „Bethlehem ist judenrein!“ Eine Ausstellung über den virulenten Judenhass und den kriegerischen Fundamentalismus in der von der palästinensischen Autonomiebehörde besetzten Stadt Bethlehem ist in Köln nicht geplant. Da bricht Köln kein Schweigen!

Köln bricht das Schweigen nur in eine Richtung und auch nur, um den Staat Israel, sowie seine Armee und seine Bürger durch den Schlamm zu ziehen. Das macht Köln gerne möglich!

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