Jürgen Todenhöfer empfiehlt Buch einer Nationalsozialistin

Auf seiner Facebook-Seite gratuliert Jürgen Todenhöfer zum Ende des Ramadans und empfiehlt zur Feier des Tages das Buch einer Nationalsozialistin:


„EID MUBARAK, FROHES FEST!

Liebe Freunde, Muslime gratulieren uns zu Weihnachten, wir ihnen zum Ende des Ramadan. An meinen kleinen Fest-Geschenk muss ich leider noch etwas basteln. Dienstag ist es fertig. Dann Näheres.

Ich lese gerade „Allahs Sonne über dem Abendland“ von Sigrid Hunke. Sie beweist an 1000 Beispielen, dass der Westen – auch Deutschland – nicht nur Erbe der griechisch-römischen Kultur, sondern auch der arabisch-islamischen Geisteswelt ist. Mehr als alle ahnen. Goethe schrieb: „Wenn Islam Gott ergeben heißt, im Islam leben und sterben wir alle.“

Eid Mubarak! Euer JT“

Jürgen Todenhöfers Werbung für das Buch der Rassentheoretikerin Sigrid Hunke erhielt in nur vierzig Stunden über 27.000 „Gefällt mir“ und wurde über 1.700 mal geteilt!

Am 1. Mai 1937 wurde Sigrid Hunke Mitglied der NSDAP. Ihre Doktorarbeit über „Herkunft und Wirkung fremder Vorbilder auf den deutschen Menschen“ legte sie 1941 an der Friedrich-Wilhelms-Universität zu Berlin bei dem einflussreichen Rassentheoretiker Ludwig Ferdinand Clauß ab. Von 1940 bis 1941 war sie in der SS tätig. Sie erhielt ein Stipendium des SS-Ahnenerbes und veröffentlichte in dessen Zeitschrift Germanien. Die Ehe schloss sie mit einem Mitarbeiter des Sicherheitsdienstes des Reichsführers SS.

1985 gab ihr das Deutsche Kulturwerk Europäischen Geistes (DKEG) einen Preis. Das DKEG war eine bis 1996 bestehende rechtsextreme Organisation, die sich als „volksbewusste und volkstreue Gemeinschaft“ zur Förderung „deutschen Kulturguts“ verstand. Ab 1986 arbeitete Sigrid Hunke regelmäßig für das rechtsextreme Thule-Seminar.

Das von Jürgen Todenhofer empfohlene Buch erschien 1960. Der Oberste Rat für islamische Angelegenheiten in Kairo ehrte Sigrid Hunke für dieses Buch, woraufhin sie direkt Mitglied wurde. Die Fans von Jürgen Todenhöfer sind ganz begeistert von der Werbung für Sigrid Hunke und kommentieren darunter:

„Wünschte es gäbe mehr von Ihrer Sorte…“

„Danke das sie ans und Muslime denken“

„Wir Muslime danken Ihnen herzlich das Sie an uns denken und immer mit der Wahrheit kommen und das sogar vor der GANZEN WELT Respekt, Allah soll sie beschützen InShaaAllah“

„Beste!!!!! Ein Ehrenmann durch und durch..“

„Jürgen todenhöfer sie sind ein vorbild für alle, respeckt…“

„Herr Todenhöfer sie sind ein Mann der Eier hat und nicht wie andere Menschen die Angst haben die Wahrheit ins Auge zu sehen und das zu ignorieren“

„Habe mir das Buch eben gerade bestellt und bin gespannt.“

„Vielen Lieben Dank. Hab gerade ihr Buch gekauft und werde es in meinem Urlaub lesen.“

Jürgen Todenhöfer mag den Islam. Sigrid Hunke war begeistert vom Islam. Ihre Begeisterung teilte sie mit vielen ihrer Parteifreunden. Heinrich Himmler zum Beispiel sagte:

„Ich muss sagen, ich habe gegen den Islam gar nichts, denn er erzieht mir in dieser Division namens Handschar seine Menschen und verspricht ihnen den Himmel, wenn sie gekämpft haben und im Kampf gefallen sind. Eine für Soldaten praktische und sympathische Religion!“

Auch der Führer ihrer Partei (Adolf Hitler) war dem Islam zugeneigt:

„Auch das Regime der Araber in Spanien war etwas unendlich Vornehmes: die größten Wissenschaftler, Denker, Astronomen, Mathematiker, einer der menschlichsten Zeiträume, eine kolossale Ritterlichkeit zugleich. Als dann später das Christentum dahin kam, da kann man nur sagen: die Barbaren. Die Ritterlichkeit, welche die Kastilier haben, ist in Wirklichkeit arabisches Erbe. Hätte bei Poitiers nicht Karl Martell gesiegt: Haben wir schon die jüdische Welt auf uns genommen – das Christentum ist so etwas Fades –, so hätten wir viel eher noch den Mohammedanismus übernommen, diese Lehre der Belohnung des Heldentums: Der Kämpfer allein hat den siebenten Himmel! Die Germanen hätten die Welt damit erobert, nur durch das Christentum sind wir davon abgehalten worden.“

Im Jahr 1941 trafen sich Adolf Hitler und der Großmufti von Al-Quds (Jerusalem), Hadsch Muhammad Amin al-Husseini, bei einem Berliner Empfang. Dort zeigte es sich, dass die Nazis den Großmufti als den zukünftigen Anführer aller Araber und Moslems betrachteten. Er wurde im prächtigen Schloss Bellevue untergebracht. Al-Husseini erhielt für seine persönlichen Bedürfnisse und für seine politische Arbeit eine Geldsumme, die heute dem Wert von zwölf Millionen Dollar pro Jahr entspricht. Diese Geldmittel wurden durch den Verkauf des Goldes erbracht, das man Juden abgenommen hatte. Al-Husseini folgte dem Muster und verlangte ein Büro in einer enteigneten jüdischen Wohnung. Sein Mitarbeiterstab wurde in einem halben Dutzend weiterer Häuser untergebracht, die die Nazis für sie bereitstellten. Zusätzlich stellte man al-Husseini eine Suite im Berliner Luxushotel Adlon und für die Ferien schöne Appartements im Hotel Zittau und im Schloss Oybin in Sachsen zur Verfügung. Derart gut untergebracht wurde verhandelt. Es ging um die „Endlösung der Judenfrage“.

Al-Husseini wollte das Land, über das er später zu herrschen plante, „judenrein“ haben. Weil auch die Naziregierung das wollte, diskutierten der Mufti und der Führer die Möglichkeit zur systematischen, industriellen Ermordung aller Juden. Nach dem Treffen befahl Hitler die Konferenz am Wannsee, dessen Ziel die Planung der Vernichtung aller Juden in Europa war. Al-Husseini soll einer der ersten Nichtdeutschen gewesen sein, der von dieser Planung erfuhr. Adolf Eichmann informierte al-Husseini im Kartenraum des Berliner SS-Hauptquartiers, indem er dort seine Unterlagen für die Wannseekonferenz benutzte. Eichmanns Adjutant sagte aus, dass der Großmufti sehr beeindruckt und so eingenommen von diesem Bauplan zur Judenvenichtung gewesen sei, dass er Eichmann bat, ihm einen Experten als persönlichen Assistenten nach Jerusalem zu schicken, um dort Todeslager und Gaskammern zu bauen, so bald Deutschland den Krieg gewonnen habe und er selbst an der Macht sei.

Die Nazis haben den Krieg verloren, aber an vielen Orten der Welt haben Islamisten die Schlachten gewonnen. Daher taucht der faschistische Hass der Nationalsozialisten heute überwiegend in arabischer Sprache auf.

Auf dem ägyptischen Al-Rahma TV wurden am 26. Januar 2009 Bilder und Filme vom Holocaust gezeigt. Im Hintergrund kommentierte ein Mann voller Begeisterung:

„Schauen wir uns mal die Bilder an, wie die jüdischen Unterdrücker von den deutschen Opfern bestraft werden. Hier seht ihr Leichen und tote Menschen und Knochen von Juden. Hier haben wir ein Krematorium, in dem die Juden verbrannt werden. Hier sehen wir Juden, wie sie sich bereit machen, verbrannt zu werden. Schaut her, hier sehen wir Juden, die am Hunger sterben und an Gas. Schaut, wie sie umzingelt werden und auf Lastwagen verfrachtet werden. Schaut euch die Erniedrigung in ihren Gesichtern an. Sei Gott gelobt dafür! Sie haben Gottes Zorn heraufbeschworen. Hier seht ihr, wie ein Jude lebendig begraben wird. Sieht das wie ein Mensch aus? Er wird in ein Loch geworfen, um lebendig begraben zu werden. Hier seht ihr einen Leichenhaufen. Ibn Mas’oud hatte recht. Schaut her, hier seht ihr Stacheldraht, damit wird hier ein Körper geschunden. Er wird noch zusammen mit fünf anderen an einem Strick aufgehängt werden. Konzentriert euch darauf! Schaut es euch an! Hier, sie binden fünf Köpfe zusammen. Das sind Leichen! Hier bohren sie ein Loch in einen Rücken mit einem Nagel. Gleich ist dieses Kind dran. Schaut euch an wie sie gedemütigt werden. Das sind Leichen. Gott sei gelobt. Die Juden sind Unterdrücker! Hier werden sie deportiert. Ibn Mas’oud hatte recht als er sagte: „Alle Unterdrücker werden einst von den Unterdrückten bestraft werden“ Das sind Leichen. Das sind tote Menschen. Das sind Schädel. Das hier sind die Leichen von Juden. Sie werden verfrachtet wie Vieh. Schaut Euch diesen Traktor an, wie er die Leichen der Juden entsorgt. Und hier sehr ihr Flüchtlinge. Sie warten darauf getötet zu werden. Ein deutscher Soldat wird gleich kommen! Schaut hin. Die Jüdin küsst seine Hand. Seht ihr die Erniedrigung, die Furcht. Seht her, wie sie die Hand des Soldaten küsst. Seht die Erniedrigung! Seht es Euch an. Das ist es, was wir alle erwarten! So Gott will, möge es bald in den Händen der Muslime liegen!“

Der Mann kommentierte den Holocaust wie ein Fußballspiel und seine Begeisterung galt den Taten der Nazis. Der ehemalige libanesischer Minister, Wiam Wahhab, erklärte am 4. Juli 2010 auf Al-Jadid/New TV:

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben. Hahahahaha!“

Es gibt Minister, die nehmen wirklich kein Blatt vor dem Mund. Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, fand am 28. Februar 2010 noch deutlichere Worte:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Der Judenhass zieht sich durch die ganze islamische Welt:

„Unser Hass auf die Juden ist in unserem Glauben begründet! Der Koran sagt uns, sie zu hassen, nicht sie zu lieben.“ (Al-Nas TV (Ägypten), 8. Januar 2008)

„Überließen uns die Juden Palästina, würden wir dann beginnen, sie zu lieben? Natürlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht! (…) Dein Glaube bezüglich der Juden soll sein, erstens, dass sie Ungläubige sind und zweitens, dass sie Feinde sind! Und sie sind nicht nur Feinde, weil sie Palästina besetzt halten. Sie wären auch unsere Feinde, wenn sie niemals irgendetwas besetzt hätten!“

„Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“ (Qatar TV (Katar), 9. Januar 2009)

„In aller Kürze, so sind die Juden: Als Muslim ist unser Blut voller Rachsucht gegen sie und sie kann nur mit der Vernichtung der Juden gestillt werden, so Gott will. Sie haben mehrmals versucht, unseren Propheten zu töten.“ (Al-Aqsa TV (Gaza), 28. Februar 2008)

„Der größten Feinden eines jeden Muslims nach dem Teufel sind die Juden! Wer sagt das? Gott sagt das!“ (Al-Rahma TV (Ägypten), 9. Januar 2009)

„Im Jahre 1883, wurden vor dem jüdischen Pessachfest um die 150 französische Kinder auf grausamste Weise in den Vororten Paris ermordet. Spätere Untersuchungen haben ergeben, dass die Juden diese Kinder getötet haben, um an ihr Blut zu kommen.(Dr. Hassan Hanizadeh auf Jaam-E Jam2 TV (Iran), 20. Dezember 2005)

„Es muss ein Kind sein, das die Pubertät noch nicht erreicht hat. Die Juden entführen das Kind, stecken es in ein Fass, nur zu dem Zweck, um durch Löcher, die an den Orten, wo sich die Arterien des Kindes befinden, kleine Schrauben in die Körper zu schrauben, um an das Blut zu kommen. Sie sammeln das Blut und benutzen es für ihr Pessachfest.“ (Ein politischer Kommentator des Nile Culture TV (Ägypten), 25. Februar 2007)

„Die Juden haben zum Beispiel diesen französischen Doktor Toma getötet, der Juden umsonst behandelt hat, um die Lehren des Christentums zu verbreiten. Obwohl er ihr Freund war und sie von ihm profitiert haben, haben sie ihn an einem ihrer Feiertage entführt und geschlachtet, zusammen mit einer Schwester. Sie haben Matzebrot aus ihrem Blut gemacht. Sie machen das jedes Jahr. Die Welt muss davon erfahren! (Dr. Sallah Sultan, Präsident des Amerikanischen Zentrums für Islamforschung auf Al-Aqsa TV (Gaza), 31. März 2012)

„Immer wieder hat Gott Strafen über die Juden kommen lassen. Die letzte Strafe wurde von Hitler ausgeführt. Bei allem, was er ihnen angetan hat, und die Juden übertreiben bei der Beschreibung dieser Taten, hat Hitler die Juden nur an ihren gerechten Platz gesetzt. Es war die göttliche Strafe für sie!“ (Al-Jazeera TV (Katar) 30. Januar 2009)

„Juden sind Schweine und Affen! Gott sagt das!“ (Ein kleines Mädchen auf Iqra TV (Saudi-Arabien), 7. Mai 2002)

Schon die Kleinsten der Kleinen werden auf Judenhass gedrillt. Im arabischen Fernsehen laufen Sendungen, die Kinder dazu verführen, Freude zu verspüren, wenn sie Juden hassen.

Dies sind keine Ausnahmen im arabischen Fernsehpogrom, sondern kindgerechter Alltag in einer Medienlandschaft, die Juden als Affen, Mörder und Kakerlaken zeigt, wie dieser ZDF-Bericht beweist.

Es ist daher kein Wunder, wenn Jürgen Todenhöferd Werbung für das Buch einer Nationalsozialisten in nur vierzig Stunden über 27.000 „Gefällt mir“ erhält. Es ist auch klar, wer gemeint es, wenn darunter kommentiert wird:

„Möge Allah uns im Deen Stärken und uns die Augen öffnen damit wir den wahren Feind erkennen Ameen“

Dafür wird Jürgen Todenhöfer geliebt:

„Jürgen Todenhöfer ein Ehrenmann. Danke für alles, ich liebe diesen Mann“

„Ich liebe sie über alles und küsse ihre Hände !“

„Sie wären ein guter Bundeskanzler“

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Die Siedlungen und das Völkerrecht

Ein Beitrag von Robin Löhnert.

Völkerrechtswidrig, das ist ein Begriff, den man im Zusammenhang mit den israelischen Siedlungen in Judäa und Samaria sehr häufig zu hören und zu lesen bekommt. Der Umstand, dass Juden in einem bestimmten Teil der Welt wohnen und arbeiten möchten, soll nach Meinung mancher Leute gegen einen überstaatlichen Kanon aus Verträgen, Prinzipien und Normen verstoßen, dessen Anspruch es ist, die Beziehungen der Völker der Welt zueinander auf Basis der Gleichrangigkeit zu regeln.

Zugegeben, das Völkerrecht ist keine einheitliche Institution. Es gibt nicht das Völkerrecht, sondern mehrere Rechtsquellen, aus denen sich ein Völkerrecht ableiten lässt. Manche dieser Quellen sind so genanntes Gewohnheitsrecht, also ungeschriebene Regeln, die deshalb als Recht gelten, weil sich bisher jeder danach gerichtet hat.

Das macht die Abwägung verschiedener Rechtsgüter gegeneinander zuweilen schwierig, weil nicht jede Quelle des Völkerrechts von allen globalen Akteuren gleichermaßen anerkannt wird. Mehr als in anderen Rechtssystemen ist die Bewertung eines völkerrechtlichen Sachverhalts oft eine Interpretationsfrage. Deshalb ist es hilfreich, wenn Vorwürfe genau begründet werden können – umso einfacher lässt sich die Rechtslage überprüfen.

Eine populäre Argumentation gegen die israelischen Siedlungen verwendet als Grundlage das humanitäre Völkerrecht, dessen wichtigste Komponenten die vier Genfer Abkommen und ihre Zusatzprotokolle sind. Artikel 49 des 4. Genfer Abkommens verbietet sowohl die Deportation geschützter Personen (Nichtkombattanten) aus einem besetzten Gebiet, als auch die erzwungene Besiedelung eines besetzten Gebietes durch die Bevölkerung des Besatzers.

Oberflächlich betrachtet ist damit der Fall für viele klar: Der Staat Israel hält Judäa und Samaria de facto besetzt, der Umzug von Israelis in dieses Gebiet muss also gegen das Völkerrecht verstoßen.

Die tatsächliche Situation ist aber keinesfalls so eindeutig. Denn was man nicht ignorieren darf, ist der genaue Wortlaut des Artikels:

„Zwangsweise Einzel- oder Massenumsiedlungen sowie Deportationen von geschützten Personen aus besetztem Gebiet nach dem Gebiet der Besetzungsmacht oder dem irgendeines anderen besetzten oder unbesetzten Staates sind ohne Rücksicht auf ihren Beweggrund verboten.“

Man wäre hier genötigt, nachzuweisen, dass die Siedler sich nicht freiwillig in das Gebiet begeben, sondern vom Staat Israel unter Androhung oder Anwendung von Gewalt zum Umsiedeln gezwungen werden. Soweit mir die Situation bekannt ist, ist das nicht der Fall.

Ein weiteres Problem ergibt sich aus der Tatsache, dass die Bestimmungen der Genfer Abkommen nur für die Vertragsparteien untereinander gelten. Vertragsparteien können jedoch ausschließlich Staaten sein. Es gibt allerdings keinen Staat, der auf die Regionen Judäa und Samaria einen legalen Anspruch erheben könnte, abgesehen von Israel selbst. Der letzte völkerrechtlich legitime Souverän über das Gebiet war die britische Mandatsregierung in Palästina. Die Mandatsregierung hörte am 14. Mai 1948 auf zu existieren, und hinterließ den Staat Israel als alleinigen Rechtsnachfolger.

Artikel 2 des 4. Genfer Abkommens kennt jedoch eine Bestimmung, die sich auch auf nichtstaatliche Akteure anwenden ließe:

„Wenn eine der im Konflikt befindlichen Mächte am vorliegenden Abkommen nicht beteiligt ist, bleiben die daran beteiligten Mächte in ihren gegenseitigen Beziehungen gleichwohl durch das Abkommen gebunden. Sie sind aber durch das Abkommen auch gegenüber dieser Macht gebunden, wenn diese dessen Bestimmungen annimmt und anwendet.“

Wenn also ein an einem Konflikt beteiligter Akteur keine Vertragspartei der Genfer Abkommen ist, die Abkommen aber dennoch einhält, dann bleiben tatsächliche Vertragsparteien zur Einhaltung des Abkommens verpflichtet.

Dass sich nichtstaatliche Akteure, wie nationale Widerstandsgruppen oder Freiheitsbewegungen, freiwillig zur Einhaltung der Genfer Abkommen verpflichten, um so den durch die Abkommen garantierten humanitären Schutz zu erhalten, ist keinesfalls ungewöhnlich. Ein bekanntes Beispiel wäre der African National Congress (ANC), eine südafrikanische Organisation, die sich vor allem durch den Kampf gegen die herrschende Apartheid einen Namen gemacht hat, und beim Internationalen Komitee vom Roten Kreuz eine Erklärung hinterlegte, mit der sich der bewaffnete Arm der Organisation zur Achtung der Genfer Abkommen verpflichtete.

Dem Vorbild des ANC ist im Jahr 1989 auch die Führungsspitze der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO) gefolgt. Die PLO, die auf internationaler Ebene anerkannte politische Vertretung der Palästinenser, hat also die Bestimmungen der Genfer Abkommen freiwillig angenommen, was die Vertragspartei Israel gleichzeitig dazu verpflichtet, im gegenseitigen Konflikt die Bestimmungen der Abkommen zu achten.

Wäre der Fall damit klar? Könnte man Artikel 49 dann anwenden, als würde es sich beim israelisch-palästinensischen Konflikt um einen Konflikt zwischen zwei Vertragsparteien handeln? Ja, könnte man. Gäbe es nicht noch einen letzten Haken.

Denn da das Völkerrecht, wie bereits erwähnt, nicht immer eindeutig auslegbar ist, und in manchen Situationen eine große Rechtsunsicherheit herrschen kann, bietet es den Konfliktparteien die Möglichkeit, gegenseitige Sonderverträge abzuschließen, die dann in strittigen Fragen die normalerweise geltenden völkerrechtlichen Bestimmungen überschreiben. Das humanitäre Völkerrecht erlaubt solche Verträge in Artikel 7 des 4. Genfer Abkommens:

„Ausser den in den Artikeln 11, 14, 15, 17, 36, 108, 109, 132, 133 und 149 ausdrücklich vorgesehenen Vereinbarungen können die Hohen Vertragsparteien andere besondere Vereinbarungen über jede Frage treffen, deren besondere Regelung ihnen zweckmässig erscheint.“

Solche besonderen Vereinbarungen wurden zwischen Israel und der PLO geschlossen. Das Interimsabkommen über das Westjordanland und den Gazastreifen (auch bekannt als Oslo II oder Vertrag von Taba) regelt exakt die politischen Zuständigkeiten zwischen Israel und der durch das Abkommen neu geschaffenen palästinensischen Zivilverwaltung.

Dieses Abkommen beinhaltet gleich an mehreren Stellen eine Anerkennung der Existenz der israelischen Siedlungen, und erklärt sie nicht für illegal, sondern gestattet im Gegenteil Israel ausdrücklich die Verteidigung der Siedlungen mit allen nötigen Mitteln, so etwa in Artikel XII Absatz 1.:

„Israel shall continue to carry the responsibility for defense against external threats, including the responsibility for protecting the Egyptian and Jordanian borders, and for defense against external threats from the sea and from the air, as well as the responsibility for overall security of Israelis and Settlements, for the purpose of safeguarding their internal security and public order, and will have all the powers to take the steps necessary to meet this responsibility.”

Artikel XVII Absatz 1., Unterpunkt 1. legt zudem fest, dass der endgültige Status Jerusalems, der Sielungen und der Grenzen nicht während der Interimsperiode, sondern als Bestandteil von Endstatusvereinbarungen zu klären ist:

„In accordance with the DOP [Declaration of Principles on Interim Self-Government Arrangements, auch bekannt als Oslo I], the jurisdiction of the Council will cover West Bank and Gaza Strip territory as a single territorial unit, except for: issues that will be negotiated in the permanent status negotiations: Jerusalem, settlements, specified military locations, Palestinian refugees, borders, foreign relations and Israelis.”

Eine letzte entscheidende Bestimmung wird in Punkt 7 der abschließenden Klauseln des Interimsabkommens festgehalten:

„Neither side shall initiate or take any step that will change the status of the West Bank and the Gaza Strip pending the outcome of the permanent status negotiations.”

Es ist den Vertragsparteien verboten, Maßnahmen zu ergreifen, die den Status (gemeint ist der juristische Status) der umstrittenen Gebiete verändern.

Der Bau von Wohnhäusern, sozialen Einrichtungen, Gewerbeflächen, Industrie und Infrastruktur hat auf den juristischen Status der Gebiete in diesem Zusammenhang keinen Einfluss. Gebäude können bei Endstatus-Verhandlungen theoretisch ebenso den Besitzer wechseln wie Menschen ihre Staatsbürgerschaft. Fasst man diesen Punkt als Verbot israelischer Siedlungstätigkeiten auf, müsste man gleichzeitig auch jegliche palästinensische Bautätigkeit als Völkerrechtsbruch werten, denn die Bestimmung richtet sich an beide Parteien. Wenn jemand argumentieren möchte, dass von Juden vorgenommene Bautätigkeiten den Status des Gebietes verändern, von Palästinensern vorgenommene jedoch nicht, dann möge derjenige bitte erklären, was diese doppelten Standards rechtfertigt.

Für statusverändernde Maßnahmen im Sinne des Vertrages gibt es zwei konkrete Möglichkeiten: Zum einen die einseitige Annexion durch Israel – die Zugehörigkeit zum israelischen Staatsgebiet würde den rechtlichen Status des Gebietes natürlicherweise verändern. Zum anderen die einseitige Proklamation eines palästinensischen Staates, in Grenzen, welche die umstrittenen Gebiete einschließen.

Genau dieser Schritt wurde von palästinensischer Seite mehrmals versucht, sowohl vor als auch nach dem Abschluss des Interimsabkommens. Beim letzten Vorstoß am 29. November 2012 vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen wurde der Status der PLO von einer nichtstaatlichen Interessenvertretung zu dem eines beobachtenden Nichtmitgliedsstaates aufgewertet.

Der Gang der PLO zur Generalversammlung stellte bereits eine Verletzung des Interimsabkommens dar, die Anerkennung Palästinas als Staat, ohne dass zuvor eine abschließende Einigung mit Israel erreicht worden war, gab diesem Rechtsbruch den Segen der Weltgemeinschaft.

Die Frage bleibt also weiterhin: Auf welcher Grundlage will man die israelischen Siedlungen als völkerrechtswidrig verurteilen? Es gibt kein Gesetz, das die Besiedelung in der Form, wie sie stattfindet, eindeutig untersagt. Die Sonderverträge, die in dieser Frage Rechtsklarheit schaffen sollten, gestehen Israel explizit das Recht zu, die Siedlungen zu halten und zu verteidigen. Und der Bruch dieser Verträge erfolgte nicht durch Israel, sondern durch die PLO.

Völkerrecht, eine ursprünglich noble Idee, verkommt in der Debatte immer mehr zur Kampfvokabel, mit der die Legitimität des jüdischen Staates an sich untergraben werden soll. Aufgabe der UNO sollte es eigentlich sein, das Völkerrecht zu schützen, und nicht bei seiner Pervertierung Beihilfe zu leisten.

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(TINRL)

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Blauhass

Es gibt einen Film, der zeigt, wie sich fünf Religionen in den letzten 5000 Jahren auf der Erde ausgebreitet haben. Jede Religion hat eine Farbe. Der Hinduismus ist rot, das Judentum blau, der Buddhismus gelb, das Christentum lila und der Islam grün.

Die Farbe Blau taucht auf der ganzen Welt nur an ganz wenigen Orten auf. Ab dem 20. Jahrhundert ist Blau mit dem bloßen Auge gar nicht mehr zu erkennen. Dafür dominieren die Farben Grün und Lila. Blau ist im 3. Jahrtausend lediglich ein winzig kleiner Fleck auf der Erde und befindet sich genau dort, wo es keine andere Farbe gab, bevor Blau dort das erste Mal auftauchte.

Im ersten Jahrtausend breitete sich Grün extrem schnell aus, sogar über die Fläche, die einst blau war. Grün vertrieb an manchen Orten sogar Lila. Einige Flächen konnte Lila zurück erobern. Im dritten Jahrtausend gibt es Blau nur noch dort, wo es ganz am Anfang die erste Farbe war!

Welche Farbe hat wohl die meisten Resolutionen der Vereinten Nationen bekommen? Man mag es nicht glauben, aber es ist Blau! Blau hat sogar mehr Resolutionen bekommen als alle anderen Farben zusammen! Blau ist die einzige Farbe, die von den Vereinten Nationen für einige Zeit als Rassismus gebrandmarkt wurde!

Die Resolution 3379 mit dem Titel „Beseitigung aller Formen der Rassendiskriminierung“ wurde am 10. November 1975 von der UN-Generalversammlung beschlossen und besagte, dass Blau eine Form des Rassismus und der Rassendiskriminierung sei, nicht Grün oder irgendeine andere Farbe! Die Resolution wurde mit 72 zu 35 Stimmen bei 32 Enthaltungen angenommen. Die Ja-Stimmen stammten im Wesentlichen von den grünen Ländern. Die meisten lila Länder stimmten gegen die Resolution. Am 16. Dezember 1991 wurde die Resolution von der UN-Generalversammlung mit 111 zu 25 Stimmen bei 13 Enthaltungen zurückgenommen. Kein grüner Staat stimmte für die Rücknahme.

Heute ist Blau die meist kritisierte Farbe der Welt. Der kaum sichtbare blaue Punkt in dem riesigen grünen Teppich wurde vom Literaturnobelpreisträger Günter Grass sogar als „größte Gefahr für den Weltfrieden“ bezeichnet. Universitäten auf der ganzen Welt boykottieren Blau, nicht Gelb, Lila, Rot oder Grün, nein, nur Blau! Obwohl Blau dort wo es jetzt ist, die allererste Farbe war, reden die meisten Politikerinnen und Politiker ausschließlich von illegalen blauen Siedlungen. Illegale grüne Siedlungen gibt es für sie nicht. Nur Blau ist illegal und das obwohl im ganzen blauen Staatsgebiet Grün siedeln darf, wohingegen in vielen grünen Staaten blau sein verboten ist und alle Blauen vertrieben wurden. Blau ist also nur deshalb illegal, weil Grün keine Blauen akzeptieren will.

Wenn man Leute fragt, ob es einen Unterschied zwischen den Farben gibt, hört man oft: „Natürlich nicht!“ Viele behaupten, zwischen Grün und Blau gäbe es keinen Unterschied. Manche sagen sogar, Blau sei schlimmer als Grün. Es gibt Leute, die behaupten, Blau beherrsche die Welt. Andere sind fest davon überzeugt, nur Blau sei das Problem im Nahen Osten und nicht die durch und durch grüne Nachbarschaft. Manche glauben, Grün sein viel schwächer und kleiner als Blau. Es gibt Leute, die glauben, Blau kontrolliere die Medien. Andere vermuten Blau sogar hinter allen Kriegen der Welt.

Zeigt man diesen Leuten dann die Karte, sagen Sie nur: „Aber trotzdem!“ Sie sehen die Karte. Sie verstehen die Karte. Sie erkennen, dass keine Farbe die Welt weniger dominiert als Blau, aber sie sagen dennoch: „Trotzdem!“ Ihr Ressentiment siegt über ihre Vernunft. Das nennt sich Hass. Es ist Blauhass!

Viele glauben, wenn das blaue Problem nur „gelöst“ sei, gäbe es keine Probleme mehr. Was für ein Irrglaube! In der ersten Hälfte des ersten Jahrtausend ist Blau für ein paar Jahrhunderte abwesend. Es ist genau die Zeit, in der sich Grün mit einem atemberaubenden Tempo ausbreitet. Blau war offenkundig nicht das Problem!

Es ist die Farbe Grün, die in ihren Staaten, Parlamenten, Chartas, Gotteshäusern, Palästen und Schulen einen Teppich des Hasses ausrollt:

„Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor die Grünen nicht die Blauen bekämpfen und töten, so dass sich die Blauen hinter Bäumen und Steinen verstecken und jeder Baum und Stein wird sagen: ‚Oh Grüner, oh Diener Gottes, ein Blauer ist hinter mir, komm und töte ihn!'“

Die Unabhängigkeitserklärung der Blauen von 1948 sagt jedoch:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbstständigen blauen Volk in seiner Heimat auf. Der Blaue Staat ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Blau und Grün unterscheiden sich nicht? Wieviel größer kann ein Unterschied sein? Ja, Blau und Grün sind Farben, aber das war es dann auch schon mit der Gemeinsamkeit. Blau und Grün sind unterschiedliche Farben! Allerdings ist Grün ohne Blau nicht möglich, Lila auch nicht. Blau ist sowohl Teil von Grün als auch Teil von Lila. Blau jedoch kommt ganz ohne Grün und Lila aus. Vielleicht kommt daher der Hass!

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Ein Gedanke zum Iran-Deal

Es ist schon extrem komisch, wenn eine deutsche Regierung, die den deutschen Atomausstieg beschlossen hat, sich für eben jene friedliche Nutzung der Atomenergie im Iran stark macht!

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Cristina Fernandez de Kirchner doesn’t comprehend Shakespeare!

On July 2, 2015, Argentine President, Cristina Fernandez de Kirchner, proposed that ten year old pupils in Buenos Aires should read William Shakespeare’s „The Merchant of Venice“.

“In order to understand vulture funds (i.e. hedge funds), they must read “The Merchant of Venice,“ she said and later added: „For centuries, usurers and bloodsuckers have been immortalized in the world’s greatest literature.“ Kirchner also tweeted her recommendation to two million followers.

Cristina Fernandez de Kirchner can only hope that no one will feel misled, because when reading „The Merchant of Venice“ one quickly realizes that the play is not about usury and bloodsuckers, but about the very essence of Jew-hatred, which William Shakespeare had correctly recognized in his brilliance more than 400 years ago.

It’s Jew-hatred when one expects more from a Jew than from a non-Jew and it’s Jew-hatred when one criticizes Jews about something one would otherwise tolerate from others! 

 In his play, „The Merchant of Venice“, William Shakespeare portraits the Jew, Shylock, as an ordinary person with strengths and weaknesses, who at one point simply refuses to accept the shame of being oppressed. Shylock is a man to whom injustice is done and he defends himself! 

 Although, in Shakespeare’s play, Christians are incapable of living according their own Christian principles, they demand from Jews accordance to those very same principles. They punish the Jew the more violently, when it turns out that he doesn’t choose to follow the Christian commandments as many another Christian won’t or can’t. Shylock will not and can not be better than everyone else. He’s not superman. He expresses this point with the following words:

”Hath not a Jew eyes? Hath not a Jew hands, organs, dimensions, senses, affections, passions? Fed with the same food, hurt with the same weapons, subject to the same diseases, healed by the same means, warmed and cooled by the same winter and summer as a Christian is? If you prick us, do we not bleed? If you tickle us, do we not laugh? If you poison us, do we not die? And if you wrong us, shall we not revenge? If we are like you in the rest, we will resemble you in that. If a Jew wrong a Christian, what is his humility? Revenge. If a Christian wrong a Jew, what should his sufferance be by Christian example? Why, revenge.“ 

 Shylock is a human being with feelings and fears. As every person who is threatened or attacked, one defends oneself, protects one’s life and may even cause fear in one’s surroundings if it represents the only way to preserve one’s own life. Of course, Shylock makes errors defending himself. He even overdoes it. He is human!

It is precisely these human characteristics which Jews are denied. It’s enough just to look at the United Nations. Despite recent decades of heinous crimes against humanity in Rwanda, Cambodia and Srebrenica, and absolute oppression in Iraq, Iran and North Korea, the United Nations has adopted more resolutions against Israel than against all other nations! In a manic fixation on only 0.1% of the total world population – the Israelis – the United Nations sees a nation that deserves unrelenting attention. 

As long as Jews “cooperate” in their own slaughter, they can expect empathy; but alas, when they fight back, the fun stops. The journalist, Henryk M. Broder, summed it in this simple formula:

„It’s easier to throw garlands at the graves of dead Jews than to deal with living ones.“

Jews aren’t permitted to attract too much attention to themselves. If necessary, they must disappear as conveniently as Shylock. When Shylock refuses to recognize the principle of forgiveness, he is brutally punished by Portia who also can’t feel any forgiveness. In the fourth act of Shakespeare’s, „The Merchant of Venice“, Shylock speaks his last words, and no longer appears in the fifth and final act. A Jew must disappear if he is a Shylock (i.e. a human)!

In Cristina Fernandez de Kirchner’s world, a Jew must be like „Nathan the Wise“. Gotthold Ephraim Lessing’s Nathan is a Jew, as critics of Israel could only wish for. He is enlightened, good, understanding, forgiving and moreover, non-religious. Nathan the Wise is not a real Jew. Rather, he is an invented image of the Jew! Were Nathan a real Jew with human qualities, he would have feelings that can manifest themselves sometimes in anger and revenge. However, in that case, any love from critics of Israel would dissipate quickly! Jews must reflect an externally defined ideal. The rest of humanity can remain multifarious!

As long as Jews reject violence and remain victims, and at most, use only rhetoric as a weapon as Nathan did; when words such as: „Never mind, the Jew is for burning.“ are hurled at them, as long as they remain peaceful, they are welcome. But, as soon as they begin to defend themselves, any sympathy reverts to bitter antipathy. Then those people may feel free to say, for example, that Jews are no better than Nazis and besides, they are vindictive, greedy and implacable!

A basic problem concerning the Middle East conflict is that an Israeli politician is already at a disadvantage when he’s not a Nathan the Wise. However, an Arab politician is already praised when he is not an Adolf Hitler.

In any case, Cristina Fernandez de Kirchner’s recommendation has already proven that she understands Shakespeare significantly less than she dislikes Jews!

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(Translated by William Wires)

(The photographs are from Burkhard Schmiester’s stage production of „The Merchant of Venice“ by William Shakespeare in the Severin-Burg-Theater in Cologne, with Gerd Buurmann as Shylock.)

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Cristina Fernandez de Kirchner versteht Shakespeare nicht!

Am 2. Juli 2015 schlug die argentinische Präsidentin Cristina Fernandez de Kirchner zehnjährigen Schülerinnen und Schülern in Buenos Aires vor, William Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ lesen. „Ihr müsst den ‚Kaufmann von Venedig‘ lesen, um die Geierfonds zu verstehen“, erklärte sie und fügte später hinzu: „Wucher und Blutsauger wurden in der größten Literatur der Jahrhunderte verewigt.“ Ihre Empfehlung veröffentlichte Kirchner ebenfalls auf ihrem Twitter-Account. Zwei Millionen Menschen folgen ihr dort.

Cristina Fernandez de Kirchner kann nur hoffen, dass niemand ihrer Empfehlung nachkommen wird, das Stück zu lesen, denn wer „Der Kaufmann von Venedig“ liest, erkennt schnell, dass es in dem Stück nicht um Wucher und Blutsauger geht, sondern um das Wesen des Judenhasses, das William Shakespeare in seiner Brillanz bereits vor über 400 Jahren richtig erkannt hat:

Es ist Judenhass, wenn ich von einem Juden mehr erwarte als von einem anderen Menschen und es ist Judenhass, wenn ich an Juden etwas kritisiere, dass ich bei allen anderen Menschen durchgehen lasse!

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William Shakespeare zeichnet in seinem Stück „Der Kaufmann von Venedig“ den Juden Shylock als ganz gewöhnlichen Menschen mit Stärken und Schwächen, der sich irgendwann schlicht weigert, die Schmach der Unterdrückung einfach hinzunehmen. Shylock ist ein Mensch, dem Unrecht geschieht und er wehrt sich!

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Während die Christen in Shakespeares Stück nicht in der Lage sind, ihre eigenen christlichen Prinzipien zu leben, fordern sie von dem Juden genau diese Verhaltensweise und bestrafen ihn umso heftiger, als sich herausstellt, dass er den christlichen Geboten nicht mehr folgen möchte und kann als jeder andere Christ. Shylock will und kann nicht besser sein als alle anderen Menschen. Er ist kein Übermensch und bringt dies mit folgenden Worten auf den Punkt:

Hat nicht ein Jude Augen? Hat nicht ein Jude Hände, Gliedmaßen, Werkzeuge, Sinne, Neigungen, Leidenschaften? Mit derselben Speise genährt, mit denselben Waffen verletzt, denselben Krankheiten unterworfen, mit denselben Mitteln geheilt, gewärmt und gekältet von eben dem Winter und Sommer als ein Christ? Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen? Sind wir euch in allen Dingen ähnlich, so wollen wir’s euch auch darin gleich tun. Wenn ein Jude einen Christen beleidigt, was ist seine Demut? Rache. Wenn ein Christ einen Juden beleidigt, was muss seine Geduld sein nach christlichem Vorbild? Nu, Rache.

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Shylock ist ein Mensch mit Gefühlen und Ängsten. Wie jeder Mensch, der bedroht oder angegriffen wird, verteidigt er sich, schützt sein Leben und versetzt zur Not auch seine Umwelt in Angst und Schrecken, so dies die einzige Möglichkeit ist, das eigene Leben zu bewahren. Natürlich macht Shylock auch Fehler bei seiner Verteidigung. Er überzieht sogar. Er ist ein Mensch!

Genau diese Menschlichkeit wird Juden heutzutage verwehrt. Es reicht schon ein Blick in die Organisation der Vereinten Nationen. Ein Drittel aller Resolutionen und Entscheidungen, die der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen seit seinem Bestehen verabschiedet hat, richtet sich gegen Israel. In einer manischen Fixiertheit auf nur 0,1% der gesamten Weltbevölkerung, denn dies ist der prozentuelle Anteil der Israelis auf der Erde, sehen die Vereinten Nationen ein Volk, dem ganz besondere Aufmerksamkeit zu Teil werden muss.

Solange sich Juden schön abschlachten lassen, werden sie von allen geliebt; aber wehe, sie fangen an, sich zu wehren, dann hört der Spaß auf. Der Journalist Henryk M. Broder hat es auf diese einfache Formel gebracht:

„Es ist einfacher, Kränze vor toten Juden abzuwerfen, als sich mit lebenden auseinanderzusetzen.“

Juden dürfen auf keinen Fall auffallen. Zur Not müssen sie ganz einfach verschwinden, wie Shylock. Als Shylock sich weigert, das Prinzip der Vergebung zu leben, wird er von Portia, die ebenfalls jede Vergebung fahren lässt, brutal bestraft. Im vierten Akt von Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ spricht Shylock seine letzten Sätze und taucht im fünften und finalen Akt nicht mehr auf. Ein Jude hat zu verschwinden, wenn er ein Shylock ist, ein Mensch!

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Um in der Welt einer Cristina Fernandez de Kirchner als Jude leben zu dürfen, müssen Juden vermutlich wie „Nathan der Weise“ sein. Der Nathan von Gotthold Ephraim Lessing ist ein Jude, wie ihn sich die Kritiker Israels wünschen. Er ist aufgeklärt, gut, verständnisvoll, vergebend und vor allem unreligiös. Nathan der Weise ist kein echter Jude. Er ist vielmehr ein Traumjude der Israelkritiker! Wäre Nathan ein echter Jude mit menschlichen Zügen, hätte er Gefühle, die sich auch mal in Zorn und Rache äußern können, die Liebe der Israelkritiker verflöge schnell! Juden müssen ideal sein. Der Rest der Menschheit darf ruhig real bleiben!

Solange Juden Gewalt ablehnen und zu Opfern werden, solange sie wie Nathan höchstens ihre Rhetorik als Waffe einsetzen, wenn ihnen die Worte Tut nichts! Der Jude wird verbrannt!“ entgegengeschmettert werden, solange sie ganz friedlich bleiben, sind sie willkommen. Sobald sie aber beginnen, sich zu wehren, schlägt die angebliche Sympathie in bittere Antipathie um. Dann wird man sich unter Freunden aber mal was sagen dürfen, zum Beispiel, dass Juden auch nicht besser sind als Nazis und rachsüchtig, habgierig und unversöhnlich sowieso!

Das Problem an der hiesigen Debatte rund um den Konflikt im Nahen Osten ist, dass ein israelischer Politiker bereits kritisiert wird, wenn er kein Nathan der Weise ist, ein arabischer Politiker jedoch schon gelobt wird, wenn er kein Adolf Hitler ist.

Cristina Fernandez de Kirchner jedenfalls hat mit ihrer Empfehlung bewiesen, dass sie Shakespeare deutlich weniger versteht als sie Juden nicht mag!

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(Die Bilder stammen aus Burkhard Schmiesters Inszenierung von William Shakespeares „Der Kaufmann von Venedig“ im Severins-Burg-Theater in Köln mit Gerd Buurmann als Shylock.)

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Geschmacklos geschichtsvergessen

Das Jahr 6 war ein schlechtes Jahr für Juden im Römischen Reich. In dem Jahr nämlich hob Kaiser Augustus das Recht der Juden auf, eine „zugelassene Religion“ zu sein und gestattete die Hetze gegen Juden und die Beraubung ihres Eigentums! Ein paar Jahre später baute Kaiser Tiberius darauf auf und verfügte im Jahr 19 die Vertreibung der Juden aus Rom. Einige von ihnen fanden ihren Weg nach Köln!

Kaiser Augustus ist über Ecken irgendwie an der Gründung Kölns beteiligt gewesen. Darum möchte die Stadt Köln diesem Kaiser nun einen Platz widmen. Satis pulchrae! Soll Kaiser Augustus einen Platz in Köln bekommen. Die Frage ist nur: Wo?

Der Platz scheint gefunden zu sein. Es soll der neue Platz werden, der durch den Bau des Jüdischen Museums entstehen wird. Das soll laut dem Express das Ergebnis eines Gipfels sein, an dem Oberbürgermeister Jürgen Roters, Dr. Marcus Trier, Leiter der Archäologischen Zone, sowie dem Innenstadt-Bürgermeister Andreas Hupke teilgenommen haben sollen.

Das Jüdische Museum wird an der Stelle errichtet, wo Juden jahrhundertelang ihr Viertel hatten, bis sie im 15. Jahrhundert aus Köln vertrieben wurden. Erst mit den Franzosen durften sie zum Ende des 18. Jahrhundert zurückkehren.

Der Ort, wo kölsche Juden seit dem Römischen Reich lebten, bis sie im 15. Jahrhundert vertrieben wurden, möchte die Stadt Köln nun ausgerechnet dem römischen Kaiser widmen, der die Judenverfolgung im Römischen Reich zur Staatsräson erklärt hatte.

„Charmante Idee“, sagt Regina Böschel von der SPD, „wichtig und richtig, Augustus zu würdigen“, meint Günter Leitner von der CDU, „Wir sind dafür, Augustus ins Zentrum zu rücken“, sagt Markus Graf von den Grünen. Ich sage: „Geschmacklos geschichtsvergessen!“

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#dieternuhr

Wenn man sich entscheiden muss zwischen Ideologie und Witz, entscheiden sich in Deutschland viel zu viele für die Ideologie. Das nennt sich wohl deutsches Kabarett. Und deutsches Kabarett hat Grenzen. Sie werden strikt bewacht!

Da macht einer einen Witz und wenn er politisch nicht bequem ist, wird der Witzemacher moralisch gerichtet. Einfach nur nicht lachen, wäre zu wenig. Ein Urteil muss her. Man ist ja moralisch überlegen!

Und dann diese fade Erklärung, ein guter deutscher Kabarettist trete nicht nach unten. Ach so, er bestimmt also, wer unten ist. Das heißt somit, der deutsche Kabarettist ist darüber, ein guter Fürst, ein Übermensch und am besten objektiv, also über alles! Auch eine schöne Form der Selbstüberhöhung. Das ist herrlich chauvinistisch. Kein Wunder, dass es so wenig Kabarettistinnen gibt.

Wer eine Gruppe bestimmt, über die man keine Witze macht, übt damit Diskriminierung an dieser Gruppe.

Jeder hat das Recht, verarscht zu werden!

In der Comedy gibt es kein oben und unten. Es gibt nur lustig oder nicht lustig. Wenn jemand was nicht lustig findet, reicht ein einfaches Nichtlachen. Oder ein kurzes Heckling. Dafür braucht es aber Mut, weil es vor Ort in Anwesenheit des Publikums geschehen muss!

Ich finde eine moralische Aburteilung eines Menschen wegen eines Witzes höchst unenspannt!

Zudem ist ein Witz der denkbar dümmste Ort für eine Debatte. Allein die Tatsache, dass ein kurzer Gag via Facebook über Griechenland eine politische Debatte in Deutschland auszulösen vermag, zeigt, dass zu viele hier nicht begriffen haben, worum es eigentlich geht: Lachen!

Es herrscht ein Heiliger Ernst in Deutschland, auch im Humor. Das ist echt traurig!

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Da unter diesem Artikel die Kommentarfunktion freigeschaltet ist, beantworte ich schon mal eine Frage im Vorfeld:

„Gehen etwa auch Judenwitze?“

Erstens: Es geht um einen Witz von Dieter Nuhr über ein Ergebnis einer demokratischen Wahl in Griechenland. Er hat keinen Griechenwitz gemacht! Er hat auch keine darbenden und notleidenden Menschen verhöhnt. Er hat einen Witz gemacht!

Zweitens: Gehen Griechen-, Juden- und Deutschenwitze in Ordnung, so lange sie lustig sind. Wie das geht, frag Lisa Lampanelli! Hier nochmal:

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Bilder vom CSD in Köln

   

    
    
    
   

  

  

  

  

  

  

  

    

    
    
    
    
    
    
    
    
    
    
  

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Time for queer riot!

It is time for riots in Istanbul!

The Stonewall Inn was a gay bar in the Greenwich Village neighborhood of New York City. Early on the morning of Saturday June 28, 1969, lesbian, gay, bisexual and transgender people rioted following a violent and abusive police raid on the Stonewall Inn. The riots took place on the Christopher Street. That is the reason why the Gay Pride Parade is also known as Christopher Street Day!

On November 2, 1969, Craig Rodwell, his partner Fred Sargeant, Ellen Broidy, and Linda Rhodes proposed the first gay pride parade to be held in New York City by way of a resolution at the Eastern Regional Conference of Homophile Organizations meeting in Philadelphia:

„We propose that a demonstration be held annually on the last Saturday in June in New York City to commemorate the 1969 spontaneous demonstrations on Christopher Street and this demonstration be called CHRISTOPHER STREET LIBERATION DAY. No dress or age regulations shall be made for this demonstration.

We also propose that we contact Homophile organizations throughout the country and suggest that they hold parallel demonstrations on that day. We propose a nationwide show of support.“

Thousands of men and women gathered in Istanbul’s historic Taksim Square on Sunday August, 28, 2015 for the annual Christopher Street Parade. They were attacked by police using water cannons, rubber bullets and tear gas!

On Christopher Street Day, protest against violent oppression was met with riots and violence. That’s apparently what the Istanbul police are asking for. And they should get it!

The lesbian, gay, bisexual and transgender people in Istanbul should no longer hold a parade remembering the riots on the Christopher Street, they should carry out a lesbian, gay, bisexual and transgender riot to be remembered!

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