Liebe Berivan Aymaz,

gerade habe ich Dein Wahlkampfplakat auf der Schildergasse in Köln gesehen.

20130814-150448.jpg

„Menschenrechte überall“. Toll! Da bin ich auch für. Es freut mich, dass auch Du dafür bist.

Ich frage mich allerdings, warum Du diese Forderung auf Dein Wahlplakat geschrieben hast. Ist sie etwa so ungewöhnlich? Ich habe Mitglieder anderer Parteien gefragt. Welch Überraschung: Sie waren alle für „Menschenrechte überall“. Ich wage eine Wette:

Ich lade Dich auf ein Veggie-Essen ein, wenn Du mir nur ein Mitglied des Bundestages zeigen kannst, das öffentlich erklärt: „Ich finde, es sollte Orte auf der Welt geben, an denen gewissen Menschen Menschenrechte abgesprochen werden.“

Ich wette, Du wirst niemanden finden, der das behauptet. Deine Forderung ist eine Selbstverständlichkeit. Daher muss sich etwas weiterführendes vermuten. Kann es sein, dass sich hinter der Betonung dieser Selbstverständlichkeit eine subtile Andeutung der Möglichkeit einer Kriegsführung durch eine von den Grünen mitgebildeten Regierung befindet? Die erste deutsche Regierung, die sich nach dem 2. Weltkrieg an einen Krieg beteiligt hat, war schließlich rot-grün und als Begründung mussten damals die Menschenrechte herhalten.

1999 unterstützten die Grünen die deutsche Beteiligung am Kosovokrieg. Der grüne Außenminister Joschka Fischer begründete diesen Krieg am 7. April 1999 wie folgt: „Ich habe nicht nur gelernt: Nie wieder Krieg. Ich habe auch gelernt: Nie wieder Auschwitz.“ Dem Nachrichtenmagazin Newsweek sagte Fischer sogar: „Ich sehe eine Parallele zu jenem primitiven Faschismus. Offensichtlich sind die 1930er Jahre zurückgekehrt, und das können wir nicht hinnehmen.“

Für Joschka Fischer war und ist Krieg somit eine Option, wenn Menschenrechte mit Füßen getreten werden. Dafür wurde er unter anderem in Internet-Foren, aber auch von Angehörigen der Friedensbewegung als Kriegsverbrecher bezeichnet. Im Mai 1999 wurde er aus Protest gegen den NATO-Einsatz im Kosovo auf dem Grünen-Parteitag in Bielefeld mit einem roten Farbbeutel beworfen. Es gab und gibt somit unter den Grünen Menschen, die reine Pazifisten sind und niemals einen Krieg rechtfertigen würden, selbst dann nicht, wenn irgendwo keine Menschenrechte geachtet werden.

Liebe Berivan Aymaz,

Du bist für „Menschenrechte überall“. Ich frage daher: Welche Niedrigkeit begingest Du nicht, um die Niedrigkeit auszutilgen? Könntest Du die Welt verändern, wofür wärest Du Dir zu gut? Solltest Du am 22. September 2013 in den deutschen Bundestag gewählt werden, was wirst Du tun, um Deine weltpolitischen Forderung zu verwirklichen?

Ich bin immer skeptisch, wenn eine Wahl in Deutschland zur Weltverbesserung genutzt wird. Nichts gegen Weltverbesserer, aber Außenpolitik sollte im Wahlkampf weitestgehend rausgehalten werden und die meisten Parteien halten sich an diese Ethik. Nur wenige Parteien sind der Meinung, dass am 22. September 2013 darüber entschieden wird, wie das deutsche Wesen die Welt verändern soll. Die Parteien, die das glauben, sind allesamt unwählbar, wie die Jungs und Mädels von dieser Truppe:

20130815-022316.jpg

Wer glaubt, am 22. September 2013 würde in Deutschland über die Zukunft von Kurdistan und Palästina entschieden, hat eine nicht ganz unausgeprägte Profilneurose. Am 22. September 2013 wird der 18. Bundestag gewählt. Nicht mehr und nicht weniger. Alle sind für „Menschenrechte überall“, aber darum geht es an dem Tag nicht.

Liebe Berivan Aymaz,

Du meinst es bestimmt nur gut, aber gut meinen es auch all die anderen Parteien im Bundestag. Der Weg zur Hölle ist aber mit guten Absichten gepflastert. Sag mir nicht, was Du überall erreichen willst, sag mir, was Du in Deutschland erreichen willst. Überall ist eine Nummer zu groß für Dich. Wer überall regieren will, kann nur scheitern und nicht selten rattern zum Klang der Forderung „Menschenrechte überall“ die Maschinengewehre.

Veröffentlicht unter Nachrichten | Kommentare deaktiviert für Liebe Berivan Aymaz,

Kurtaxe für die Autobahn

CSU-Chef Horst Seehofer fordert die Einführung einer Pkw-Maut für Ausländer. Kaum hatte er die Forderung das erste Mal ausgesprochen, spielte schon das Panikorchester auf.

„Eine Pkw-Maut nur für Ausländer ist undenkbar, weil sie das EU-Diskriminierungsverbot verletzen würde.“ (Dirk Fischer, Verkehrspolitische Sprecher der CDU-Bundestagsfraktion)

„Eine nationale Abgabe, die einerseits alle EU-Bürger beträfe, andererseits aber alle Inländer ausnähme, geht europarechtlich nicht.“ (Michael Link (FDP), Staatsminister im Auswärtigen Amt)

Dabei finde ich die Forderung gar nicht so abwegig. Die deutschen Bürgerinnen und Bürger bezahlen schließlich für die Autobahn und zwar durch ihre Steuerabgaben. Warum sollen sie die einzigen sein, die für die Autobahn zahlen? Wenn jemand diskriminiert wird, dann eine Bürgerin in München, die für die Autobahn hin zu ihrem Urlaub auf Sylt bezahlt, während ein Bürger aus Wien diese Autobahn vollkommen kostenfrei nutzt.

Sylt ist ein gutes Beispiel. Dort gibt es nämlich die Kurtaxe. Jeder Tourist, der auf Sylt den Strand nutzen möchte, muss eine Kurtaxe bezahlen, um die Annehmlichkeiten zu nutzen, die durch die Steuereinnahmen der Kommune bereit gestellt werden. Auf Sylt gibt es somit eine Strandmaut für Ausländer. Ausländer sind in dem Fall alle, die nicht auf Sylt leben.

Horst Seehofer fordert im Grunde nichts weiter als eine Kurtaxe für Autobahnen. Deshalb halte ich es für reichlich unverschämt, wenn man daraus nun eine Ausländerfeindlichkeit Seehofers konstruieren möchte, wie es der Spiegel tut.

„Wenn er über die Maut redet, greift der bayerische Ministerpräsident schlicht ausländerfeindliche Ressentiments auf. Früher schimpfte die CSU auf Asylbewerber und Immigranten. Heute geht das selbst in Bayern nicht mehr. Doch hinter dem Schleier der Maut-Debatte versucht die Partei, mit Resten dieser Stimmung Wahlkampf zu machen.“

Klar, und alle Sylter sind auch Ausländerhasser und Festlandhasser. Eigentlich hassen die Sylter alle Menschen außer Sylter, denn eine Strandmaut nehmen sie von allen Nicht-Syltern. Unverschämt diese radikalen Insulaner!

Veröffentlicht unter Deutschland, Europa, Politik | Kommentare deaktiviert für Kurtaxe für die Autobahn

Schaffe Möglichkeiten!

20130811-151356.jpg

Bei aller notwendigen Kritik an Putin und der homosexuellenfeindlichen Gesetzgebung Russlands, gegen die auch Tapfer im Nirgendwo stets deutlich Position ergriffen hat, sollte nicht ignoriert werden, dass auch in der Europäischen Union ein Staatsoberhaupt sitzt, dessen Haupt sich über Staaten erhebt, die für einige der brutalsten Gesetze gegen Schwule und Lesben verantwortlich ist, die es auf der Welt gibt. Sogar eine lebenslängliche Haftstrafe für Homosexuelle ist in einem Staat unter diesem Oberhaupt eine angemessene Bestrafung.

Welches Staatsoberhaupt soll das Bitte schön sein, werden Sie nun sicherlich fragen. Die Antwort wird Ihnen jedoch vermutlich nicht gefallen, denn es ist eine Queen.

Es ist Queen Elisabeth II!

Bevor sich aber nun Angst und Panik breit macht, die Länder, die Homosexualität unter Strafe stellen und Queen Elisabeth II als Staatsoberhaupt haben, liegen allesamt nicht in Europa. Sie werden nur von Europa aus mit einem Oberhaupt versehen. Queen Elisabeth II ist nämlich nicht nur das Staatsoberhaupt von Großbritannien, sondern auch von Belize, Grenada, Jamaika, St. Luicia, St. Kitts und Nevis. In all diesen Ländern können Homosexuelle bis zu 10 Jahre in den Knast wandern. 14 Jahre Gefängnis drohen Homosexuellen sogar in diesen Ländern der Queen: Cookinseln, Papua-Neuguinea, Salomonen und Tuvalu. 15 Jahre drohen Homosexuellen in Antigua und Barbuda. Am schlimmsten aber sind die Schwulen und Lesben von Barbados dran. In diesem Land, von dem ebenfalls Queen Elisabeth II das Staatsoberhaupt ist, können Homosexuelle lebenslänglich eingesperrt werden.

Auch wenn die Queen diesen Ländern nur noch formal als Staatsoberhaupt vorsitzt, entbindet es sie nicht von einer Haltung und von klaren Konsequenzen. Die Queen könnte sich wenigstens klar von diesen homosexuellenfeindlichen Gesetzen distanziert. Angemessener wäre es natürlich, abzudanken, wenn sich die Gesetze nicht ändern. Und man sage mir jetzt nicht, das sei nicht möglich. Unmöglichkeiten sich Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten!

Die Queen soll einfach einen ihrer bezaubernden Hüte nehmen und den schwulenhassenden Ländern sagen: „I’m not your Queen, buggars!“

Veröffentlicht unter Europa, Liberalismus | Kommentare deaktiviert für Schaffe Möglichkeiten!

Голубая Россия

«Спортсмену с нетрадиционной сексуальной ориентацией приезжать в Сочи никто не запрещает, но если он выйдет на улицу и начнет ее пропагандировать, то его, конечно, привлекут к ответственности. Хоть он и спортсмен, он должен, приезжая в страну, уважать ее законы»

Этими словами российский министр спорта описал, что ожидает атлеток и атлетов во время проведения XXII Зимних Олимпийских игр с 7-го по 23-е февраля 2014-го года в российском городе Сочи.

Дорогие спортсменки и спортсмены, учавствующие в Зимних Олимпийских играх в Сочи:

я был бы очень рад, если бы Вы смогли в период между 7-ым и 23-им февраля 2014 года стать гомосексуалистами и лесбиянками и с гордостью сообщить об этом на российских улицах. Например, Вы могли бы на официальном открытии игр, в момент Вашего марша в стадион иметь при себе радужный флаг и гордо размахивать им.

20130805-103140.jpg

В России тот факт, что гомосексуалисты открыто держатся за руки, целуются и открыто признаются в своей любви уже считается пропагандой. То есть, когда они просто делают тоже самое, что считается абсолютно нормальным для людей с гетеросексуальной ориентацией.

Дорогие спортсмены и спортсменки, вам никого не нужно целовать. Вам не нужно держаться за руки. Вам даже не нужно любить людей своего пола. Уже вполне достаточно, если Вы зимой в течение двух недель просто будете добровольными и почетными гомосексуалистами и лесбиянками. Прокричите отвратительным российским ненавистникам гомосексуалистов:

“We’re here! We’re queer! Get used to it!“

Veröffentlicht unter Liberalismus, Politik | Kommentare deaktiviert für Голубая Россия

Die KVB rettet die Welt

Heute habe ich eine wahrhaft lächerliche Werbung der KVB gesehen:

Fehler
Dieses Video existiert nicht

„Unser Klima ändert sich messbar. Extreme Wetter-Ereignisse auch in Köln: häufige Hitzewellen im Sommer mit langen Trockenperioden und tropenartigen Regen. Ihr Beitrag zum Klima? Mehr Bus & Bahn fahren. Nachhaltig die Umwelt schützen mit dem MonatsTicket im Abo. Ihre KVB.“

Großartig, die KVB will die Umwelt schützen. Sie schafft es zwar nicht einmal, in angemessener Zeit eine neue Bahnstrecke zu bauen oder eine Rolltreppe zu reparieren, aber das Klima will sie retten. Die KVB hat zwar mit dem Einsturz des Stadtarchivs die Geschichte Kölns in Grund und Boden versenkt, aber bei der Zukunft ist sie zuversichtlich. Die KVB denkt sich wohl: Was in der Zukunft liegt, kann nicht kaputt gemacht werden. Kein Wunder, dass da die KVB dabei ist.

Liebe KVB,

Hitzewellen im Sommer sind nicht extrem! Lange Trockenperioden und tropische Regen auch nicht. Unsere Vorfahren nannten das August! Könnte die KVB bitte ein bißchen weniger dramatisch sein? Obwohl, wenn für die KVB Hitze im Sommer extrem ist, dann wundert es mich nicht, dass regelmäßig im Sommer die Bahnen der KVB ausfallen.

Der Kölner Dom wurde dank Erzbischof Gennep auch durch Gelder des Ablasshandels finanziert. Da kam der Luther, und er hat sein großes »Halt!« gesprochen. Seit jenem Tage blieb der Bau des Domes unterbrochen. Die KVB will sich jetzt wohl auch durch Ablasshandel finanzieren. Die Behauptung der KVB, mit dem Kauf und der Nutzung des MonatsTickets der KVB tue man schon nachhaltig was Gutes für die Welt und das Klima, hat jedenfalls ein bißchen des Charme des Ablasshandels:

„Wenn das Geld im Kasten klingt, die Seele aus dem Feuer springt.“

Liebe KVB,

ich brauche Dich nicht für mein Seelenheil. Ich habe mir das MonatsTicket nicht gekauft, um mit Dir die Welt zu retten. Mein MonatsTicket soll mich von A nach B bringen und zwar im Abo, also durchgehend! Egal ob draußen Sommer ist oder Winter. Hör also auf, normales Wetter als extrem zu bezeichnen. Zieh das kindische Superman-Kostüm aus, mit dem Du die Welt retten willst und zieh die KVB-Uniform an, damit Dein Betrieb in Köln läuft. Wie wäre es zum Beispiel mal mit einem Fahrplan, der 24 Stunden lang öffentlichen Nahverkehr in der Millionenstadt Köln bietet? Nicht mal das kriegt die KVB bisher hin!

Wer nicht mal Köln angemessen versorgen kann, sollte die Welt mit seinen Plänen in Ruhe lassen! Mit meinem Fahrgeld helfe ich nicht nachhaltig der Umwelt. Ich tue was für die KVB. Ich zahle!

Liebe KVB,

hör auf, Entschuldigungen zu suchen und biete Service, der auch die Hitze übersteht. Hitze gab es damals schon. Die Maschinen unserer Eltern haben auch funktioniert! Verarsche mich also nicht! Die KVB ist keine Religion, keine Umweltorganisation und keine NGO. Die KVB ist ein Verkehrsbetrieb. Sei das. Aber gut!

Veröffentlicht unter Nachrichten | Kommentare deaktiviert für Die KVB rettet die Welt

Alle sind für Mindestlohn

Mit diesem Plakat warb die SPD 2013 für einen staatlich festgeschriebenen Mindestlohn: Eine Frau und ein Mann in blauen Arbeitsanzügen mit Besen und Putzmittel sagen: „WIR für den gesetzlichen Mindestlohn“

Eigentlich ein Traum in Blau für Rot, aber ausgerechnet die Gebäudereinigerbranche kritisierte dieses Plakatmotiv. Der Geschäftsführer der Gebäudereiniger-Innung, Johannes Bungart, erklärte gegenüber der ZEIT, das Motiv habe unter den Mitgliedsunternehmen Unmut ausgelöst, denn die Gebäudereiniger gehörten nicht zu den Branchen, die um Mindestlöhne kämpfen. Die Partei bediene mit ihrem Motiv veraltete Klischees.

„Es wäre wünschenswert, mit Berufsgruppen zu werben, die wirklich betroffen sind (…) Leider regiert in den Köpfen der Menschen immer noch das Bild der ‚armen‘ Reinigungskraft“

Die SPD wurde in die Regierungsverantwortung gewählt und hat einen Mindestlohn von mindestens 8,50 Euro pro Stunde durchgesetzt. Für die Gebäudereiniger gilt allerdings bereits in den meisten Teilen Deutschlands seit 2013 gesetzlich ein branchenbezogener Mindestlohn von 9 Euro. Nur in Ostdeutschland dürfen Arbeitgeber den Stundensatz für Reinigungsarbeiten innerhalb von Gebäuden bis auf 7,56 Euro drücken.

Die SPD hat somit einen Mindestlohn festgesetzt für eine Branche, der niedriger liegt als der Lohn, den ein großer Teil der freien Bürgerinnen und Bürger der Branche untereinander bereits ausgehandelt haben. Genau hier liegt ein Problem beim staatlich festgesetzten Mindestlohn!

Alle sind für Mindestlohn!

Niemand sagt, es müsse politisch gefördert werden, dass Menschen weniger bekommen, als sie mindestens verdienen. Alle wollen, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können. Sie streiten sich nur um den Weg.

Ich bin davon überzeugt, dass ein staatlich festgesetzter Mindestlohn nicht dafür sorgt, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können. Eine willkürliche Festsetzung des Staates auf einen Mindestlohn birgt nämlich mehrere Gefahren:

Zunächst einmal kann es geschehen, dass der staatlich festgesetzte Mindestlohn niedriger liegt als ein Mindestlohn, den freie Bürgerinnen und Bürger einer Branche untereinander ausgehandelt haben. Die SPD hat dies nun eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Außerdem ignoriert ein staatlich festgesetzter Mindestlohn vollkommen die lokalen Gegebenheiten. In Köln kostet die Miete für eine Wohnung mit 100 qm im Durchschnitt 936,- Euro, in Erfurt aber nur 673,- Euro. Für beide zu behaupten, ein Mindestlohn von 8,50 Euro würde reichen, ist alles andere als gerecht. Wenn man bedenkt, dass durchschnittlich 20 Prozent des Einkommens an Miete draufgeht, gibt es sogar Ortschaften in Deutschland, in denen 8,50 Euro pro Stunde mehr als reichen.

Ich möchte einfach keinen Staat, der sich anmaßt, darüber zu entscheiden, was für einen Menschen mit all seinen individuellen Eigenarten an Lohn reichen soll. Eine Partei, die glaubt, festlegen zu können, das 8,50 Euro Stundenlohn reicht, ist die selbe Partei, die dann kaltschnäuzig vorrechnet, warum 4 Euro am Tag zum Essen reichen müssen! Es war ein SPD Politiker, der im Jahr 2008 als Berliner Finanzsenator vorrechnete, dass ein Erwachsener mit knapp unter vier Euro pro Tag ausreichend Essen einkaufen kann. Es war Thilo Sarrazin.

Das größte Problem am staatlich festgesetzten Mindestlohn aber ist, dass die Politik dadurch eigene Fehler auf den Arbeitgeber abwälzt und ihn dazu auch noch zum Buh-Mann erklärt.

Die meisten Arbeitgeberinnen geben genau so viel Lohn, wie sie sich leisten können. Wenn einige Arbeitgeberinnen weniger als 8,50 Euro Stundenlohn zahlen, dann mehrheitlich nicht, weil sie es nicht wollen, sondern weil sie es schlicht und einfach nicht können. Jede Chefin kann nur soviel Lohn geben, wie erwirtschaftet wurde, und nicht selten sind unnötige bürokratische Hürden und zu hohe Steuern dafür verantwortlich, dass das nötige Geld fehlt. Die Politik könnte natürlich jetzt, gerade in Zeiten von historischen Steuerrekordeinnahmen, Steuern senken und es Arbeitgeberinnen so ermöglichen, bessere Löhne zu zahlen, aber die SPD will sie lieber zur Zahlung von Löhnen zwingen, die viele gerade wegen der Politik der SPD nicht halten können. Das Resultat ist die Pleite. Die Folge ist Arbeitsplatzverlust.

Die Arbeitgeber in Deutschland sind nicht mehrheitlich böse. Sie müssen nicht zu einem Mindestlohn gezwungen werden. Die Arbeitgeber in Deutschland sind mehrheitlich gut und müssen nur zum Mindestlohn befähig werden. Statt staatlich festgesetzten Mindestlohn wären daher Steuerentlastungen besser! Dann steigt auch der Lohn!

Deutschland braucht nicht den Zwang eines staatlich festgesetzten Mindestlohns, sondern die Befähigung zum Mindestlohn.

Die Menschen in Deutschland sind einfach zu unterschiedlich, als dass Berlin einen staatlich festgesetzten Mindestlohn diktieren kann. Was an Lohn reicht, das können die einzelnen Mitglieder einer Branche ganz gut alleine und untereinander klären. Diese Emanzipation der Bürgerinnen und Bürger gilt es zu akzeptieren und zu stärken, statt sie wie Unmündige zu behandeln. Der Geschäftsführer der Gebäudereiniger-Innung beklagt, es sei schade, dass von der SPD ausgerechnet mit einem Handwerk, „das seit Jahrzehnten tarifliche Mindestlöhne und weitere allgemeinverbindliche Rahmenbedingungen hat, jetzt die Notwendigkeit eines gesetzlichen Mindestlohnes begründet wird.“

Der SPD laufen die Mündel weg!

Liberale Menschen wollen keine Partei, die sich kümmert, sondern eine Partei, die befähigt und weniger belastet! Statt eines staatlich festgelegten Mindestlohns würde schon ein Gesetz reichen, dass Arbeitgeber, die aus Gier sittenwidrig geringe Löhne zahlen, obwohl sie bessere Löhne zahlen könnten, zur Verantwortung zieht. Genau so ein Gesetz wurde 2007 vom Vizekanzler Deutschlands gefordert. Er kam damals von der SPD. Es war Franz Müntefering.

Im Jahr 2009 nahmen sich dann die CDU und die FDP dieser Idee an und arbeiteten daran, ein Verbot sittenwidriger Löhne ins Gesetz zu schreiben. Alle sind nämlich für Mindestlohn und die CDU und die FDP waren wie Franz Müntefering von der SPD davon überzeugt, so dafür zu sorgen, dass mehr Menschen von ihrer Arbeit leben können. 2009 war die SPD allerdings in der Opposition und da war die eigene Idee von 2007 dann plötzlich nichts mehr wert.

Dieses Beispiel zeigt: Alle sind für Mindestlohn! Die Parteien streiten sich nur um den richtigen Weg. Allerdings tun einige Politikerinnen und Politiker der SPD, der Grünen und der Linken so, als seien die FDP und die CDU dafür, Menschen auszubeuten.

Es reicht aber nicht zu sagen: Wir sind dafür, dass der Staat sagt, was reicht. Das sorgt nämlich nachweislich nicht dafür, dass Menschen von ihrer Arbeit leben können. Das beweisen all die Negativbeispiele in jenen Ländern, die einen staatlich vorgeschriebenen Mindestlohn haben und in denen dennoch viele Bürgerinnen und Bürger zwei bis drei Arbeitsstellen haben müssen, um einigermaßen über die Runden zu kommen.

Es kommt nicht darauf an, was man will, sondern was man schafft!

Die Grünen haben es geschafft, die katholische Komponente in der Parteienlandschaft zu werden. Konnte man im Mittelalter bei der Kirche durch einen Ablassbrief den Seelenfrieden erkaufen, so erhalten die Menschen von heute nun durch den Wahlbrief die Absolution, wenn sie das Kreuz nur bei den Grünen machen. Viele Grünenwähler_Innen glauben tatsächlich, sie hätten schon was für die Umwelt getan und für mehr Gerechtigkeit gesorgt, wenn sie ihr Kreuz bei den Grünen gemacht haben. Dabei gilt auch hier:

Alle Parteien sind für Gerechtigkeit und sorgen sich um die Umwelt! Sie streiten sich nur um den Weg.

Die rot-grüne Regierung in NRW zum Beispiel greift zur Zeit auf ein Gesetz aus dem Jahr 1937 zurück, um Menschen zum Umzusiedeln zu zwingen und Kirchen einzureißen, damit die Umwelt durch Kohle belastet wird und so Energie gewonnen wird. Im Jahr 1937 erklärten die Nazis die „Energiequellen-Autarkie“ zur Priorität und setzten durch, dass Bergrecht vor bürgerlichem Recht gilt. Bis dahin mussten sich die Bergwerksunternehmer noch mit den Grundstückseignern einigen, um an die Rohstoffe unter den Äckern zu kommen. Wenn es zu keiner Einigung kam, gab es keine Möglichkeit, die Tagebaue auszuweiten. Dies änderten die Nazis. Diese Änderung findet sich auch heute noch im Grundgesetz Artikel 15.

Aufgrund dieser Gesetzgebung konnte der Tagebau Garzweiler bisher 14 ganze Dörfer in NRW verschlingen. 7600 Menschen wurden umgesiedelt. Sie haben Häuser, Gärten, Äcker und Wälder gezwungenermaßen an RWE Power AG verkauft oder wurden gegen Entschädigung enteignet.

Es ist die aktuelle rot-grüne Regierung unter Hannelore Kraft, die die Notwendigkeit des Tagebaus weiter behauptet und so Menschen umsiedelt und Dörfer einreißt. Als nächstes soll der Dom von Immerath eingerissen werden, damit noch mehr Kohle gescheffelt werden kann.

Die Grünen, die sonst in Stuttgart gar nicht genug gegen einen Bahnhof oder in Berlin gegen eine Autobahn demonstrieren können, bilden in NRW eine Regierung, die ganze Dörfer zerstört. Da frage ich mich doch, gibt es in ganz NRW keinen Juchtenkäfer und keine Kleine Hufeisennase, die es zu schützen gilt?

Stellen wir uns nur mal vor, die FDP wäre für Bergbau und nicht die SPD. Die Grünen würden Amok laufen. Alles Böse würden sie der FDP unterstellen.

Dabei ist es klar: Die FDP sind für Gerechtigkeit, dafür, dass die Umwelt geschont wird und die Menschen anständig entlöhnt werden. Sie bieten nur einen anderen Weg an, dies zu ermöglichen und der lautet:

“Liberale treten für mehr Freiheit für mehr Menschen ein und wissen, dass sie damit mehr Verantwortungsbereitschaft verlangen. Liberalismus vertraut auf den Willen und die Fähigkeit des Menschen, in eigener Verantwortung zu entscheiden und zu handeln. Für jeden Einzelnen gibt es Situationen, in denen er auf Hilfe angewiesen ist. Die Hilfe zur Selbsthilfe greift in die eigene Freiheit und Verantwortung am wenigsten ein. Sie ist daher die menschlichste und menschenwürdigste Form der Hilfe. Liberale setzen auf den mündigen Bürger, nicht auf den Vormundschaftsstaat mit Rundumbetreuung. Liberale muten den Bürgern mehr zu, weil sie ihnen mehr zutrauen.

Jeder Mensch hat das Recht, seine Lebensziele zu bestimmen, nach seinem Glück zu streben, seine Chancen zu suchen, um seine Neigungen und Begabungen zu entwickeln – alleine oder in frei gewählten Gemeinschaften. Jeder hat ebenso das Recht, auf die Frage nach dem Sinn und den Werten des Lebens seine eigenen Antworten zu suchen. Er kann sie in den Kirchen, anderen Religionsgemeinschaften oder Weltanschauungsgemeinschaften finden. Grundlage der offenen Bürgergesellschaft ist darum die Freiheit des Gewissens, des Bekenntnisses und der Religion (…) Freiheit bedeutet nicht gesellschaftliche Vereinzelung, Egoismus und Bindungslosigkeit. Liberale treten dafür ein, daß Bindungen freiwillig und selbst bestimmt eingegangen werden. Für Liberale sind alle Lebensgemeinschaften wertvoll, in denen Menschen Verantwortung füreinander übernehmen. Verantwortungsgemeinschaften dürfen nicht diskriminiert werden; rechtliche Benachteiligungen für neue Verantwortungsgemeinschaften müssen abgeschafft werden.

Mittlerweile hat sich in Deutschland die Illusion verbreitet, der Einzelne besitze die persönliche Freiheit, und der Staat trage die Verantwortung und könne Freiheit und Sicherheit in allen Lebenslagen garantieren, ohne dass die Menschen dafür selbst Verantwortung übernehmen müssen. Verantwortung wurde verstaatlicht. Solidarität ist zur staatlichen Dienstleistung verkommen. In Deutschland hat sich die Politik immer mehr daran orientiert, was bei den Betroffenen gut ankommt, was gefällt. Sie hat sich zur Gefälligkeitspolitik entwickelt, bei der es nicht mehr darauf ankommt, ob eine Entscheidung gut oder schlecht ist, sondern nur noch darauf, ob sie ankommt oder nicht. Bei der Gefälligkeitspolitik geht der Mut zu Reformen verloren. Besitzstände werden heiliggesprochen. Veränderungen werden als Bedrohung empfunden. Jede Berufsgruppe erhält eine Sondervergünstigung, jeder Wechselfall des Lebens wird mit einer staatlichen Versicherung versehen. Die Gefälligkeitspolitik, die allen alles verspricht, ist unfinanzierbar und kann daher nicht halten, was sie verspricht. Der Bürokratiestaat bevormundet den Bürger. Liberalismus will Menschlichkeit durch Vielfalt. Freiheit ist Vielfalt. Vielfalt in der Marktwirtschaft heißt Wettbewerb. Vielfalt in der Gesellschaft heißt Toleranz. Die Dynamik der Freiheit entfaltet sich gleichermaßen auf dem Markt der Ideen, Entwürfe und Lösungen, wie auf dem Markt der Interessen und Güter. Gesellschaftliche und wirtschaftliche Freiheit sind unteilbar. Liberale treten dem Vorurteil entgegen, das wirtschaftliche Freiheit für rechts hält und gesellschaftliche Freiheit für links. Für Liberale verläuft die politische Grenze nicht zwischen rechts und links, sondern zwischen freiheitlich und autoritär.“

Das ist nur ein kleiner Auszug aus den Wiesbadener Grundsätzen der FDP.

Während jede andere Partei für einen starken Staat in ihrem Sinne plädiert, plädiert die FDP für starke Bürgerinnen und Bürger. Die SPD will einen starken Staat zur Durchsetzung von sozial-demokratischen Prinzipien, die CDU für christliche, die Grünen für ökologische und die Linke für sozialistische. Alle Überzeugungen mögen edel sein, aber die FDP sagt: Die Bürgerinnen und Bürger sind selbstständiger, als es die Politik glaubt!

Der Glaube an das Individuum führt in der FDP zwar dazu, dass selbst die durchgedrehtesten Menschen Mitglied werden können, zum Beispiel ich, aber das ist eben das Schöne an der FDP, dass sich dort Ignatz Bubis und Jürgen Möllemann fanden.

Es ist die Vielfalt und der Streit, die zu einem guten Ergebnis führen und da hat die FDP einige Extreme aber auch genug Moderate zu bieten. Es fehlen eigentlich nur noch genug Frauen. Aber ich bin zuversichtlich, dass die FDP auch das schafft.

Alle sind dafür!

Veröffentlicht unter Deutschland, Politik | Kommentare deaktiviert für Alle sind für Mindestlohn

Grüne gegen Mindestlohn

In der SHZ las ich heute, dass einige Grüne die 1. Klasse in der Bahn abschaffen wollen. „Es geht nicht, dass sich nur exklusive Leute exklusive Angebote leisten können. Wir fordern Komfort für alle“, sagte ein Sprecher der Grünen Jugend in Kiel und erhielt direkt Zustimmung von Grünen-Landeschefin Ruth Kastner:

„Die Trennung in 1. und 2. Klasse ist anachronistisch und passt nicht mehr in unsere Zeit (…) Wir wünschen uns langfristig einen attraktiven Nahverkehr, der allen Reisenden Sitzplatz und Ruhe bietet. Wenn der Komfort in der 2. Klasse angeboten wird, braucht man die erste nicht mehr.“

Mit dieser Forderung verlangen die Grünen, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Deutschen Bahn dazu gezwungen werden, den Service der 1. Klasse auch zum Preis der 2. Klasse anzubieten. Das ist nichts weiter als die staatliche Erzwingung von Dumpingpreisen! Die Partei, die sich sonst so publikumswirksam für den Mindestlohn stark macht, zeigt hier ihr wahres Gesicht.

Für die Grünen ist Mindestlohn offensichtlich nur so lange gut, wie ihn andere zahlen müssen. Wenn es aber an das eigene Portemonnaie geht, wird über die staatliche Erzwingung von Dumpingpreisen nachgedacht und ein 1. Klasse Service für 2. Klasse Bezahlung erzwungen.

Wenn überhaupt, dann sollte eine Partei, die für den Mindestlohn streitet, die Abschaffung der 2. Klasse fordern. Ich frage mich nur, ob das dann bei der eigenen Wählerschaft so gut ankommen würde.

Veröffentlicht unter Politik | Kommentare deaktiviert für Grüne gegen Mindestlohn

Achtung, jetzt kommt ein Cartoon!

Ein Cartoon von Viktoria Burkert.

20130801-015556.jpg

Wenn jetzt demnächst der New Yorker bei mir anruft, raste ich aus!


(TINVB)

Veröffentlicht unter Fremde Feder | Kommentare deaktiviert für Achtung, jetzt kommt ein Cartoon!

Freiheit für Beate Zschäpe

Können Sie sich vorstellen, die deutsche Regierung lässt sich auf Gespräche mit Neonazis ein, allerdings nur unter der Bedingung der Neonazis, vor Beginn der Verhandlungen Beate Zschäpe frei zu lassen?

Können Sie sich vorstellen, Deutschland tritt in den Dialog mit der Sauerlandgruppe, allerdings unter der Bedingung der Freilassung aller Terroristen, die an den Anschlagsversuch beteiligt waren?

Undenkbar, sagen Sie?

Nun, genau diese Haltung wird von Israel erwartet. In der Abendzeitung las ich:

„Die Regierung in Jerusalem hatte zuvor die letzte Hürde für die Vorgespräche aus dem Weg geräumt und die schrittweise Freilassung von 104 palästinensischen Langzeithäftlingen angekündigt. US-Außenminister John Kerry hatte als Vermittler mit Diplomatie und Druck beide Seiten dazu bewegt, Forderungen aufzugeben und Zugeständnisse zu machen, um die ersten direkten Gespräche seit September 2010 zu ermöglichen.“

Während Israel 104 Terroristen frei ließ, damit die palästinensische Autonomiebehörde überhaupt erst in eine Verhandlung trat, erklärte Mahmud Abbas:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Mit anderen Worten: Bevor Abbas überhaupt erst in Friedensverhandlungen mit Israel tritt, eine Verhandlung, an dessen Ende vielleicht nur deshalb ein Friede steht, weil alle Juden aus Palästina vertrieben wurden, muss Israel zunächst einmal 104 Gefangene freigegeben, darunter einige verurteilte Terroristen.

Abbas Vorschlag lautet somit: Wir vertreiben alle Juden, damit wir sie nicht ermorden müssen! Bevor wir aber über dieses großzügige Angebot sprechen, fordern wir Israel auf, zunächst Araber frei zu lassen, die Judenmorde im Auftrag und unter Jubel der palästinensischen Autonomiebehörde begangen oder unterstützt haben.

In Israel leben derweil über eine Million Araber. Sie sind legale Bürgerinnen und Bürger des Landes Israel. Sie genießen die gleichen Rechte und teilen die Pflichten. Sie sitzen im Parlament, sind in den höchsten Gerichten vertreten und Teil der offenen, israelischen Gesellschaft. Niemand spricht von “illegalen palästinensischen Siedlern” und niemand kommt auf die Idee, folgendes zu verkünden:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Arabers in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Warum wird von Israel etwas erwartet, dass keine andere Nation tun würde? Kein Land würde jemals darüber nachdenken, sich erpressen zu lassen. Die USA würde niemals Terroristen frei lassen, die am 11. September beteiligt waren. Warum also muss Israel diese „Hürde“ überwinden?

Man mag mich für naiv halten, aber ich finde, dass der Wunsch nach einem „judenreinen“ Staat die eigentliche Hürde darstellt, die eine Friedensverhandlung unmöglich macht. Aber vermutlich bin ich nur zu empfindlich.

Veröffentlicht unter Nachrichten | Kommentare deaktiviert für Freiheit für Beate Zschäpe

Der Schweinebrunnen von Zons

Gudrun Höpker, Günther Stolarz, Tom Wolff, Marco Leitner und ein paar Kinder besuchen den Schweinebrunnen von Zons.

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Und danach mit der Fähre über den Rhein.

Fehler
Dieses Video existiert nicht
Veröffentlicht unter TiN TV | Kommentare deaktiviert für Der Schweinebrunnen von Zons