Gudrun Höpker, Günther Stolarz, Tom Wolff, Marco Leitner und ein paar Kinder besuchen den Schweinebrunnen von Zons.
Und danach mit der Fähre über den Rhein.
Gudrun Höpker, Günther Stolarz, Tom Wolff, Marco Leitner und ein paar Kinder besuchen den Schweinebrunnen von Zons.
Und danach mit der Fähre über den Rhein.
Die Europäische Union sieht israelische Siedlungen in Ost-Jerusalem und dem Westjordanland als Verstoß gegen das Völkerrecht und Hindernis für den Friedensprozess mit den Palästinensern.
Diese Position der Europäischen Union muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen: Europa erklärt, dass es Orte gibt, wo Juden nicht leben dürfen. Tun sie es dennoch, werden sie zu „illegalen israelischen Siedlern“ erklärt, die gegen das Völkerrecht verstoßen. Dabei ist der Begriff „israelisch“ vollkommen irreführend. Es sind nämlich nicht die palästinensischen und arabischen Israelis, die zu „illegalen Siedlern“ erklärt werden. Es sind nur die jüdischen Israelis. Es ist somit nicht die Staatsangehörigkeit die zur Illegalität verdammt, es ist das Jüdische.
Es gibt Araber, die träumen von einem „judenreinen“ Palästina wie dem Gazastreifen. In den palästinensischen Autonomiegebieten ist es unter Todesstrafe verboten, Land an Israelis zu verkaufen. Europa sollte auch mal „judenrein“ werden. Vor über siebzig Jahre wurde dieser Plan am Wannsee in Deutschland gefasst. Der Plan wurde vereitelt. Was Deutschland aber nicht gelang, unterstützt die Europäische Union nun im Nahen Osten: Die Schaffung von „judenreinen“ Gebieten, oder, um es in der Rhetorik der Europäischen Union zu formulieren: Orte wo es völkerrechtswidrig ist, Jude zu sein.
In Israel sind derweil die über eine Million arabischer Siedler natürlich nicht illegal. Im Gegenteil: Sie sind legale Bürgerinnen und Bürger des Landes Israel. Sie genießen die gleichen Rechte und teilen die Pflichten. Niemand spricht von „illegalen palästinensischen Siedlern“ und niemand erklärt sie zum Friedenshindernis.
Araber in Israel sind Bürger. Juden im Westjordanland aber sind „illegale Siedler“.
So einfach ist das in machen Köpfen der Europäischen Union, die in doppelter Moral denken, aber natürlich keine Antisemiten sein wollen.
Jetzt bin ich angekommen! Ich bin Kölner! Hier ist der Beweis:
Marie-Luise Nikuta und ich auf einem Bild zusammen mit Torsten Schlosser und Petra Pansen. Das Foto hat Tom Wolff gemacht.
Marie-Luise Nikuta ist eine Kölner Institution. Sie gilt als „Königin des Mottolieds“, da sie seit 1977, mit Ausnahme von 2003 bis 2005, jährlich das Mottolied des Kölner Karnevals beisteuert.
Dass ich das noch erleben darf!
Marte Deborah Dalelv ist Norwegerin und sitzt zur Zeit ohne Pass und mit wenig Geld in Dubai fest und wartet auf ein Revisionsverfahren. Erst jüngst war sie zu 16 Monaten Haft wegen „Sex außerhalb der Ehe“ verurteilt worden. Ihr Arbeitgeber sprach ihr die Kündigung wegen „unanständigem Benehmen“ aus.
„Unanständiges Verhalten“ in Dubai, was bedeutet das?
Am 5. März 2013 wollte sich Marte Deborah Dalelv nach einer Party von einem Kollegen in ihr Zimmer bringen lassen, aber es kam anders:
„Er brachte mich zu seinem Zimmer. Als ich nicht mit hinein wollte, packte er mich hart an. Er beruhigte mich aber auch und meinte, ich könne im Bett schlafen. Er nehme das Sofa.“
Am nächsten Morgen wachte sie durch eine Vergewaltigung auf.
„Meine Kleider waren weg, ich lag auf dem Bauch. Ich wollte mich freikämpfen, aber er drückte meinen Kopf am Nacken nach unten.“
Dann klopfte es an der Tür.
„Er sagte noch, als er zur Tür ging, ich soll den Mund halten, aber ich packte meine Klamotten und lief davon. In der Tür rief er: ‚Vergiss nicht: Du wolltest es so!“
Marte Deborah Dalelv verständigte sofort die Polizei.
„Ich sagte nur: ‚Ich bin vergewaltigt worden‘. Für mich war es normal, mich sofort an die Polizei zu wenden.“
In den Vereinigten Arabischen Emiraten ist das aber nicht normal! Im Dezember 2012 war eine britische Frau in Dubai, die drei Männer der Vergewaltigung angezeigt hatte, die die Tat auch noch gefilmt hatten, wegen unerlaubten Trinkens von Alkohol verurteilt worden. Vor drei Jahren wiederum verurteilte ein Gericht in Abu Dhabi eine 18-jährige Frau Emirate zu einem Jahr Gefängnis für illegalen Sex nachdem sie sechs Männer wegen Vergewaltigung angezeigt hatte. Im Jahr 2008 brachte eine australische Frau eine Vergewaltigung zur Anzeige und gab an die unter Drogen gesetzt worden zu sein. Auch sie wurde zunächst wegen illegalem Sex außerhalb der Ehe zu 11 Monaten Gefängnis verurteilt. Nach acht Monaten wurde sie jedoch begnadigt und die drei Männer der Vergewaltigung verurteilt.
Marte Deborah Dalelv wollte bei Polizei niemand glauben.
„Einer fragte mich zwei Stunden nach der Vergewaltigung, ob ich zur Polizei gegangen bin, weil es mir nicht gefallen hat.“
Sie wurde untersucht. Der Arzt stellte Verletzungen fest, wollte sich aber auf eine Vergewaltigung nicht festlegen. Die Polizei nahm ihr Handy, Pass und Geld ab und sperrte sie ein. Erst nach einigen Tagen lieh ihr eine Mitgefangene ihr Telefon, so dass sie zu Hause anrufen konnte. Die Botschaft wurde sofort alarmiert und Marte Deborah Dalelv kam frei. Allerdings kann sie ohne Pass nicht das Land verlassen.
Der nächste Prozesstermin ist am 6. September.
Erst waren es nur wenige. Jetzt werden es mehr. Vor einiger Zeit setzte das Simon Wiesenthal Center gewisse Aussagen von Jakob Augstein auf die Liste der schlimmsten antisemitischen Verunglimpfungen des Jahres 2012. Es gab nicht viele Journalisten, die diese Entscheidung der Menschenrechtsorganisation geteilt haben. Auch ich wagte Augsteinkritik. Jetzt aber gibt es Unterstützung von der Süddeutschen Zeitung. Das pikante daran: Es ist die Halbschwester von Jakob Augstein, die ihren Bruder zum „Feind Israels“ stempelt. Aber der Reihe nach.
Unter der redaktionellen Leitung von Franziska Augstein veröffentlichte die SZ am 2. Juli 2013 eine Zeichnung von Ernst Kahl, auf der ein raffzähniges, gehörntes Monster mit Messer und Gabel in der Hand zu sehen ist, das im Bett sitzt und von einer Frau mit Essen versorgt wird. Dieses Bild wurde von der Redaktion mit folgender Bildunterschrift versehen:
„Deutschland serviert. Seit Jahrzehnten wird Israel, teils umsonst, mit Waffen versorgt. Israels Feinde halten das Land für einen gefräßigen Moloch.“
Das Bild stellt somit im Kontext Israel als gefräßige Monster dar und Deutschland als Dienerschaft des Monsters. Dieses Bild hat einen Skandal ausgelöst. Dieter Graumann zum Beispiel erklärte:
“Ich bin absolut schockiert, dass in einer so renommierten und seriösen Zeitung wie der SZ offenbar derart fahrlässig mit Ressentiments gespielt wird. Es wundert mich sehr, wie es möglich ist, dass antisemitische Assoziationen hier so leichtfertig zugelassen werden.”
Auch Tapfer im Nirgendwo fand deutliche Worte. Die SZ reagierte prompt und verfasste eine Stellungnahme, in der sie Jakob Augstein indirekt zum „Feind Israels“ erklärte:
„Ernst Kahls gehörntes, hungriges Monster hat mit den antisemitischen Klischees nichts zu tun. Man muss das Bild zusammen mit der Bildunterschrift anschauen. Da heißt es: „Deutschland serviert. Seit Jahrzehnten wird Israel, teils umsonst, mit Waffen versorgt. Israels Feinde betrachten das Land als einen gefräßigen Moloch. Peter Beinart beklagt, dass es dazu gekommen ist.“ Also: Nur die Feinde Israels sehen Israel in der Weise, die dem abgebildeten Monster ähnelt. Außerdem ist der Staat Israel nicht mit dem Judentum gleichzusetzen.“
Die SZ erklärt, dass nur die Feinde Israels das Land Israel so sehen, wie es in dem Bild dargestellt ist. Jakob Augstein sieht Israel genau so! Hier ein paar Aussagen von ihm:
„Wenn Jerusalem anruft, beugt sich Berlin dessen Willen.“ (Spiegel)
„Israel bekommt das, was es will. Und dafür muss Israel nicht einmal zahlen.“ (Spiegel)
Diese Aussagen sind so ziemlich das genaue Äquivalent zu dem Bild des raffzähnigen, gehörnten Monsters. Es ist somit klar: Jakob Augstein ist ein „Feind Israels“, jedenfalls wenn man das Statement der SZ ernst nimmt.
In der Mitte des 18. Jahrhunderts bestiegen die Hitlers ein britisches Schiff und machten sich auf den Weg in die neue Welt. In der Stadt Circleville in Ohio ließen sie sich nieder und entwickelten sich dort zu einer angesehenen und bekannten Bauernfamilie. Nach ihnen wurden eine Straße und ein Friedhof benannt: Hitler Road und Hitler Ludwig Cemetary
Auf dem Hitler-Ludwig Friedhof sind einige Hitlers begraben. Das führt nicht selten zu Missverständnissen. Nicht selten kommt es vor, dass Menschen, die nach dem Weg fragen, es für einen üblen Scherz halten, wenn man ihnen sagt, sie seien auf der Hitler Straße. Die neuen Navigationssysteme haben auch nicht zur Entspannung beigetragen. Gewiss mussten schon manch ein Fahrer rechts ranfahren, weil er nicht glauben konnte, was er da gerade gehört hatte: „In 500 Metern links: Hitler Straße.“
„Ich bekomme einige seltsame Anrufe auf dem Anrufbeantworter“, sagt zum Beispiel der Friedhofswärter Duane Howard. „Manche Anrufer wollen Adolf sprechen. Einer forderte sogar einmal eine vollständige Nazi Beerdigung.“
Tom Ebenhack ist Tierarzt. Seine Mutter war eine Hitler. Er ist einer der ganz wenigen Nachkommen der Hitlers in Ohio und es stört ihn nicht: „Ich habe mich von dem Namen meiner Mutter nie wirklich belästigt gefühlt. Ich denke, es ist sogar eher ein faszinierendes Detail.“ Die Generationen vor ihm hätten zwar einige Witze aushalten müssen, aber sie sollen nie lächerlich gemacht worden sein.
„Wahrscheinlich“, so spekuliert Ebenhack, „lag das an dem prominenten Ruf der Hitlers vor Ort. Soweit ich weiß, sind wir die einzigen wahren Hitlers in der Welt ist. Adolf war nicht wirklich ein Hitler. Ich habe historische Berichte gelesen, denen zufolge Adolf von einer Frau geboren wurde, die später einen Mann namens Hiedler geheiratet haben soll. Irgendwann wurde der Name einmal falsch geschrieben und dann blieb „Hitler“ einfach haften.“
Die Circleville Hitlers, soviel ist klar, wollen mit Adolf nichts zu tun haben. In Circleville waren und sind die Hitlers schließlich angesehene Bürger. Jenseits der Stadt sah und sieht das allerdings anders aus.
Diejenigen Hitlers zum Beispiel, die das Gebiet irgendwann verlassen hatten, sahen sich schnell Schikanen ausgesetzt, besonders während der Zeit von Adolf. Ein Mann mit dem Namen George Hitler Jr. erzählt, dass sein Vater eins von Circleville nach Akron zog, um dort eine Führungsposition in einem Reifen Unternehmen zu unternehmen. Der Präsident des Unternehmens bat ihn, seinen Namen zu ändern, aber Hitler Sen. lehnte ab. Hitler bleibt Hitler und kein Adolf kann das ändern. „Während des Krieges, wurde es für meine Eltern richtig schlimm“, sagt Hitler Jr., der heute in North Carolina lebt. „Sie mussten sogar ihre Telefonnummer ändern.“
„Die Circleville Hitlers werden sich niemals dazu hinreißen, den Namen zu ändern“, sagt Tom Ebenhack. „Die Schande eines einzigen Mannes wird daran nichts ändern. Ich hoffe, dass die Straßennamen nie verschwinden. Sollte es dennoch einmal geschehen, dann wäre das in gewisser Weise eine Schande.“
Mit diesem Artikel habe ich mir etwas Zeit gelassen. Heute morgen erhielt ich folgende Mail auf Facebook:
Hallo lieber Gerd,
haben Sie das hier heute schon gesehen?
Ich schicke Ihnen den Link, weil ich keine Person kenne, die dafür klarere und besser Worte finden könnte, um diesen Artikel samt Bild zu verurteilen.
Liebe Grüße,
S.
Ich öffnete den Link und wollte meinen Augen nicht trauen. Meine erste Worte waren daher nur:
Ich sah ein Bild von dem mir hoch geschätzten und verehrten Künstler Ernst Kahl in einem offen antisemitischen Kontext. Ernst Kahl ist für mich die perfekte Mischung zwischen Pieter Bruegel dem Älteren und Jim Henson. Ich wollte einfach nicht glauben, dass sich dieser wunderbare Cartoonist zu einer antisemitischen Schmiererei für die Süddeutsche Zeitung habe hinreißen lassen.
Ich wollte vor dem Verfassen eines Artikels für Tapfer im Nirgendwo erst Kontakt mit dem Maler aufnehmen, aber schon ein paar Stunden später bestätigte Michael Wulinger von der Jüdische Allgemeinen meine Vermutung. Ernst Kahl hatte von dem Missbrauch eines Bildes von ihm für antisemitische Zwecke nichts gewusst. Durch Anrufer hatte er erfahren, dass eine seiner Zeichnungen in einem Kontext erschienen war, der von Dieter Graumann als „fast schon ›Stürmer‹-Niveau“ bezeichnet wurde.
Ernst Kahls Reaktion auf diesen Missbrauch fiel eindeutig aus: „Ich bin entsetzt!“ Die Süddeutsche Zeitung habe einen Fundus seiner Bilder, aus dem sie sich immer wieder ohne Rücksprache für Illustrationen bediene. Er wäre gern vorher gefragt worden, denn dann hätte er mit Sicherheit Nein gesagt.
Was war geschehen? Ein Bild von Ernst Kahl, das ein raffzähniges, gehörntes Monster mit Messer und Gabel in der Hand zeigt, das im Bett sitzt und von einer Frau mit Essen versorgt wird, wurde von der Redaktion mit folgender Bildunterschrift versehen:
„Deutschland serviert. Seit Jahrzehnten wird Israel, teils umsonst, mit Waffen versorgt. Israels Feinde halten das Land für einen gefräßigen Moloch.“
Auf einmal war also Israel das gefräßige Monster und Deutschland die Dienerschaft des Monsters. Dabei ist der Artikel von Heiko Flottau, der durch die Zeichnung bebildert wird, nicht antisemitisch. Lizas Welt schreibt dazu:
„Die Rezension selbst ist dabei noch nichts, was man in Bezug auf die Thematik nicht ohnehin von dieser Zeitung kennt und gewohnt ist: »Welchen Charakter hat dieses Israel heute, für dessen Bestand die Bundesrepublik seit mehr als einem halben Jahrhundert Milliardensummen ausgibt?«, fragt Flottau vor allem rhetorisch, bevor er den amerikanischen Politikwissenschaftler Beinart und den früheren ARD-Korrespondenten Sonne genau jene Antworten geben lässt, die der gemeine SZ-Leser erwartet: An die Stelle »jüdischer Ohnmacht« sei »jüdische Macht« und vor allem deren »Missbrauch« getreten, weshalb die Juden mit sich »ins Gericht gehen« sollten, statt weiterhin eine »großisraelische Versuchung« zu unterstützen und dafür auch noch Hilfe aus Deutschland in Anspruch zu nehmen.“
Auch das Bild selbst ist nicht antisemitisch, im Gegenteil: Das Bild ist wunderbar. Erst die Verbindung des Bildes mit dem Text und die Bildunterschrift lassen antisemitische Vorurteile aufkommen. Der Autor ist unschuldig, der Zeichner sowieso. Die Redaktion hat diesen Antisemitismus zu verantworten. Die zuständige Redakteurin ist: Franziska Augstein.
Franziska Augstein ist interessanterweise mit einem Mann verwandt, der bereits folgende Phrasen gedroschen hat:
„Wenn Jerusalem anruft, beugt sich Berlin dessen Willen.“ (Spiegel)
„Israel bekommt das, was es will. Und dafür muss Israel nicht einmal zahlen.“ (Spiegel)
Die Entschuldigung der Süddeutschen Zeitung ist daher mehr als peinlich:
„Nur die Feinde Israels sehen Israel in der Weise, die dem abgebildeten Monster ähnelt.“
Ja, Franziska, zum Beispiel Dein verfickter Halbbruder sieht Israel so.
„Außerdem ist der Staat Israel nicht mit dem Judentum gleichzusetzen.“
Dafür, dass angeblich nur die Feinde Israels das Land als gefräßiges Monster sehen, hatten Sie sehr schnell ein passendes Bild zur Hand, um diesen Hass zu bebildern.
„Nachdem das Bild aber zu Missverständnissen geführt hat, wäre es besser gewesen, ein anderes zu wählen.“
Entweder hat die Redaktion der Süddeutschen Zeitung keine Ahnung von der deutschen Geschichte des kulturellen Judenhass‘ oder sie hat ganz bewusst das Missverständnis in Kauf genommen. Die Redaktion der Süddeutschen Zeitung besteht somit entweder aus dummen Antisemiten oder aus offenen Antisemiten. Ich kann nicht sagen, was ich schlimmer finde.
In Offenbach ist es zu einem Angriff auf den aus Pakistan stammenden Autoren Zahid Khan gekommen, als er auf dem Offenbacher Marktplatz sein Buch über den Islam vorstellen wollte. Im Verlauf der Buchvorstellung versuchten Demonstranten, die angemeldete Veranstaltung zu verhindern. Nach Angaben der Polizei wurde der Autor bespuckt und mit Münzen und einer Flasche beworfen. Als einige Demonstranten den 56-Jährigen Buchautoren angreifen wollten, wurde dieser von der Polizei in Sicherheit gebracht und die Kundgebung nach gut einer Stunde aufgelöst. Wegen Körperverletzung, Beleidigung, Verwendung verfassungsfeindlicher Symbole und Widerstands gegen die Staatsgewalt nahm die Polizei sieben Demonstranten fest.
Dies ist in kurzer Zeit das dritte Mal, dass Offenbach zu einer Nachricht auf Tapfer im Nirgendwo wird.
Im Artikel „Diese Südländer“ ging es um einen Angriff auf einen Rabbiner. Im Artikel „Frauen unerwünscht“ ging es um sexistische Ausfälle in Offenbach. Nun wurde in Offenbach ein pakistanischer Autor auf offener Straße angegriffen, weil er mit seinen Ansichten zum Islam einigen Menschen in der Stadt zu fremd war.
Antisemitismus, Sexismus, Fremdenfeindlichkeit. Offenbach, Du hast ein Problem!