Wenn ein Künstler verfolgt wird, weil er Künstler ist, dann werde auch ich verfolgt! Daher hoffe ich, dass viele Künstlerinnen und Künstler es mir gleich tun werden!
Kennen Sie Shahin Najafi? Ich kannte ihn bisher nicht, obwohl er ein Kollege von mir ist und in Köln lebt. Ich habe es nun einem Artikel von Matthias Küntzel zu verdanken, von Shahin Nadjafi erfahren zu haben.
Shahin Nadjafi ist ein Dichter und Sänger der persischen Sprache und lebt zur Zeit in Köln. Ich weiß nicht wo, da er sich versteckt halten muss. Über Shahin Nadjafi wurde nämlich eine Fatwa gesprochen, ein Todesurteil. Der wunderbare Günter Wallraff hat ihm geholfen, ein sicheres Versteck in Köln zu finden. Was ist geschehen?
Anfang Mai dieses Jahres hatte Shahin Nasjafi ein Lied im Internet veröffentlicht, in dem das lyrische Ich den 10. Imam anbetet, er möge zur Erde zurückkehren, um die Missstände im heutigen Iran beseitigen. Bei den Schiiten gilt der 10. Iman als Heiliger. Wenige Stunden nach der Veröffentlichung begannen die staatlich kontrollierten Medien Irans einen Tötungsbefehl gegen den Künstler zu verbreiten, da laut dem „Rechtsgutachten“ eines Großayatolla, jede “Schmähung” des 10. Imam als Religionsbeleidigung und als Abfall vom Glauben definiert werden müsse; ein Delikt, auf das im Iran die Todesstrafe steht.
Seitdem wird vom Iran aus eine Menschenjagd organisiert, die an Widerwärtigkeit kaum noch zu überbieten ist. Vom Regime werden Fotos des Sängers ins Netz gestellt, auf denen sein Kopf in einem Fadenkreuz zu sehen ist. Nicht selten weißt sein Kopf sogar Einschusslöcher auf. Gleichzeitig werden Demonstrationen für die Ermordung Shahins organisiert. In Deutschland sollen iranische Stellen das Todesdekret gezielt an hier lebende Iraner weitergeleitet haben. Kölner Islamisten prahlen auf Facebook damit, Shahin in Kürze aufzuspüren und abzustechen.
Lieber Shahin Najafi,
wenn Sie diesen Zeilen lesen, dann erlauben Sie es mir, Ihnen meine ganze Hochachtung vor Ihrer Kunst und meine aufrichtige Solidarität auszusprechen. Sie werden von gewalttätigen Häschern verfolgt und mit dem Tode bedroht, nur weil Sie es wagen, ein Künstler zu sein. Ihr Leben ist in Gefahr, genauso wie das Leben des Schriftstellers Salman Rushdie und das Leben des Zeichners Kurt Westergaard. Sie sind zudem noch mein Nachbar und leben in meiner Stadt. Daher spreche ich Sie persönlich an.
Sie sind ein Künstler und ich bin ein Künstler. Wenn ein Künstler verfolgt wird, weil er Künstler ist, dann werde auch ich verfolgt! Daher hoffe ich, dass viele Künstlerinnen und Künstler es mir gleich tun werden und sich ein Beispiel an Ihnen nehmen und folgendes öffentlich kund tun:
„Lieber 10. Imam, mein Name ist Gerd Buurmann und ich bitte Dich, kehre zur Erde zurück und beende die Missstände im heutigen Iran!“
ای امام دهم عزیز خواهش میکنم لطفا ظهور کن و به نابسامانی های حاکم در ایران امروز پایان ببخش.
Lieber Shahin Najafi,Sie müssen nun im Versteck leben. Unglaublich! In meiner Stadt muss sich ein Künstler verstecken, weil er verfolgt wird. Das geschah hier das letzte Mal in der Zeit der Nationalsozialisten. Damals gab es mich noch nicht. Heute schon!
Wenn Sie wollen, Herr Najafi, dann melden Sie sich einfach bei mir. Ich zeige Ihnen gerne mal meine Lieblingsplätze in dieser Stadt und wenn Sie möchten, dann fühle ich mich sogar geehrt, Sie mal in meiner Show „Kunst gegen Bares“ begrüßen zu dürfen. Das Schöne an der Show ist, dass niemand weiß, wer an einem Abend auftritt und dass es die Show in den Städten Köln, Bonn, Leverkusen, Lübeck, Hamburg, Halle, Essen, Düsseldorf, Mannheim, Heidelberg, Trier, Palma und Stuttgart gibt. Wir können also einen Ort und eine Zeit für einen Überraschungsauftritt verabreden, damit Sie einfach das sein können, was Sie sein wollen: ein freier Künstler.
Alles Liebe, Gerd Buurmann
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Und heute wieder aus unseren lustigen Reihe „Erkennen Sie die Beleidigung?“ ein Spielzeug von McDonald’s, das im Happy Meal zu finden ist: Es ist der blauer Power Ranger, der auf einem Bein steht und mit dem anderen Fuß kräftig auf den Boden stampft, wenn ein kleiner Hebel betätigt wird. Ein Bild von dem Spielzeug finden Sie hier.
In Saudi-Arabien hat diese Figur zu Protesten geführt, da es angeblich den Propheten Mohammed beleidigen soll. In einer Erklärung ist sogar von einer „wilden Attacke auf den noblen Propheten“ die Rede und der Ruf nach „der strengst möglichen Bestrafung des Restaurants“, der nicht abebben werde, bis die Sache geklärt sei. Die saudischen Ableger von McDonald’s haben sofort reagiert und das Spielzeug vom Markt genommen. Der Affront ist aber auch nur zu offensichtlich. Daher die Frage:
Erkennen Sie die Beleidigung?
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Lösung: Auf dem Boden, auf den der blaue Power Ranger stampft, sind ein paar Linien zu sehen. Einige mögen darin vielleicht die Narbe von Harry Potter erkennen, andere eine Schlange, ganz wenige nur eine Krakelei, aber ganz offensichtlich ist damit das arabische Wort محمد gemeint, was Mohammed bedeutet. Der blaue Power Ranger trampelt somit auf den Namen des Propheten herum. McDonald’s hätte das wissen müssen. Ist ein wenig kulturelle Sensibilität denn echt zu viel verlangt?
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Und noch eine Runde, diesmal mit der Kette Burger King. Im Jahr 2005 löste die Verpackung eines Softeis‘ von Burger King bei einem Developement Manager einen Sturm des Protests aus. Der Manager sagte sogar, die Beleidigung zwinge ihn dazu, zum Jihad zu greifen. Das Bild der Verpackung ist hier zu sehen. Burger King hat die Verpackung des Eis‘ sofort zurück gezogen, was den Muslim Council dazu veranlasst hat, von einer „sensiblen und schnellen Reaktion“ zu sprechen.
Erkennen Sie die Beleidigung?
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Lösung: Auch wieder ganz leicht. Der unbedarfte Betrachter mag in den Schlangenlinien auf der Verpackung die Form eines Softeis‘ erkennen, aber in Wirklichkeit handelt es sich dabei natürlich um das arabische Wort الله, was Allah bedeutet. Aber lassen wir es den Manager selbst erklären: „Das ist mein Jihad. Wie können Sie sagen es sei nur ein drehender Wirbel zu sehen? Wenn Sie es nur nach rechts drehen, beleidigen Sie alle Muslime!“ Jawohl, er hat „alle Muslime“ gesagt. Da hat aber jemand eine hohe Meinung von sich und eine ganz geringe Meinung von allen Muslimen.
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Ich hoffe, Sie hatten Spaß an diesem Spiel. Wir sehen uns wieder. Spätestens bei der nächsten Beleidigung. Stay tuned!
Es gibt so Aussagen, die zeigen, wie weit wir noch von einer gelassenen Betrachtungen und von einer normalen Beziehung entfernt sind. „Der Islam gehört zu Deutschland“ ist so ein Satz. Berühmt geworden ist der Satz durch den Ehrensoldberechtigten Christian Wulff, aber nun hat ihn auch ein Bayer rausgehauen. In Nürnberg sagte der bayrische Finanzminister Markus Söder vor gut tausend Mitgliedern einer Ditib-Gemeinde: „Der Islam ist ein Bestandteil Bayerns.“
Ich bin immer wieder überrascht, wie schlichte und wahre Aussagen immer wieder zu Debatten führen können. Es gibt mehr Muslime in Bayern als Juden in Deutschland. Es gibt sogar mehr Muslime in Köln als Juden in Deutschland. Der Islam gehört somit zu Bayern und Deutschland wie das Judentum. Die muslimische Gemeinde in ganz Deutschland ist so groß wie Hamburg. Die jüdische Gemeinde in Deutschland ist im Vergleich so groß wie Trier. Von tausend Deutschen sind gut dreißig Muslime und einer Jude. Der Islam gehört somit so selbstverständlich zu Deutschland wie das Judentum.
Der Islam gehört aber auch so selbstverständlich zu Deutschland wie der Buddhismus, der Hinduismus oder jede andere Religion, die sich in diesem Land organisiert. Warum aber hören wir so selten die Sätze „Der Buddhismus gehört zu Deutschland“ oder „Der Hinduismus gehört zu Deutschland“? Sogar der Satz „Das Judentum gehört zu Deutschland“ ist nicht so oft zu hören, obwohl es die einzige Religion ist, die jemals im Auftrag Deutschlands ausgerottet werden sollte. Wulff hat mal gesagt: „Das Judentum gehört zweifelsfrei zu Deutschland. Es ist Teil unserer christlich-jüdischen Identität.“ Man möge mich korrigieren, aber so wie ich es sehe, besteht diese „Identität“ größtenteils aus der Verfolgung der einen Religion durch die andere. Martin Luther zum Beispiel hat folgendes über die christlich-jüdische Zusammenarbeit geschrieben
„Wo du einen Juden siehst, da geht ein leibhaftiger Teufel (…) Juden sind giftige, bittere, rachgierige, hämische Schlangen, Meuchelmörder und Teufelskinder (…) Ich will meinen treuen Rat geben. Erstens, dass man ihre Synagogen oder Schulen mit Feuer anstecke und was nicht brennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacken davon sehe ewiglich. Und solches soll man tun unserem Herrn und der Christenheit zu Ehren, damit Gott sehe, dass wir Christen sind (…) Zweitens, dass man auch ihre Häuser zerbreche und zerstöre (…) Drittens, man soll ihnen alle ihre Gebetsbüchlein nehmen (…) Viertens, dass man ihren Rabbinern bei Todesstrafe verbiete weiter zu lehren (…) Fünftens, dass man den Juden verbietet, sich frei auf den Straßen zu bewegen (…) Sechstens, (…) man nehme ihnen alle Barschaft und Kleinod an Silber und Gold und lege es beiseite zum Verwahren (…) Siebtens, dass man den jungen, starken Juden und Jüdinnen in die Hand gebe Flegel, Axt, Karst, Spaten, Rocken, Spindel und lasse sie ihr Brot verdienen im Schweiß der Nasen.“
An anderer Stelle sagt Martin Luther:
„Ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes, durchteufeltes Ding ist’s um diese Juden, welche diese 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“
Für Martin Luther ist das jüdische Volk also ein Welterpresser seit mindestens vierzehn Jahrhunderten. An diesen judenfeindlichen Spruch von Martin Luther muss ich jedes Mal denken, wenn ich am Kölner Dom spazieren gehe, da dort ein ähnlicher Spruch fast täglich in einer Dauerdemonstration präsentiert wird: “Wie viele Jahrhunderte will das israelische Volk noch unsere “Eine Welt” erpressen?”
Mit dem Begriff „israelisches Volk“ ist nicht nur das Land Israel gemeint sondern alle Juden, da Israel ja erst seit etwas mehl als sechzig Jahren existiert und somit schon rein logisch nicht für irgendwas verantwortlich sein kann, das seit Jahrhunderten geschieht. Dieser Satz ist Teil der “Botschaft des Hasses”, die vor dem Kölner Dom toleriert wird.
Aber nicht nur von dem Kölner Dom wird gegen Juden gehetzt. In Duisburg wurde jüngst unter massiver Polizeigewalt eine Israelfahne aus einer privaten Wohnung entfernt, weil sie von draußen zu sehen war. Auch in Berlin wurde die Polizei gegen eine Israelfahne aktiv. In Bochum musste sogar eine Frau Strafe zahlen, weil sie eine israelische Fahne öffentlich gezeigt hatte. In Aachen wurde kürzlich der jüdische Friedhof mit Hakenkreuz und der Parole „Freiheit für Palästina“ beschmiert. In Worms wurde ein Brandanschlag auf die Synagoge verübt. In Hannover wurden Juden von muslimischen Kindern und Jugendlichen öffentlich mit Steinen beworfen. In Frankfurt duldete die Polizei “Vergast die Juden”-Rufe. In Rostock wurde ein jüdischen Gemeindehaus angegriffen und auf Facebook wurden Rufe nach der Vergasung und der Vernichtung aller Juden laut
Bei keiner anderen Religion in Deutschland wird nach wie vor die Zugehörigkeit zu Deutschland so sehr in Frage gestellt wie beim Judentum. Dennoch gibt es keine Debatte um diesen Satz: „Das Judentum gehört gehört zu Deutschland“. Warum eigentlich? Vielleicht weil bei dem Satz, eine Religion gehöre zu Deutschland, nicht das Land der eigentliche Ansprechpartner ist sondern die Religion. Söder würde nie sagen, das Judentum gehöre zu Bayern. Obwohl er nicht bei allen Bayern im Land sicher sein kann, ob sie zum Judentum stehen, so ist er sich doch bei den Juden im Land recht sicher, dass sie zu Deutschland stehen. Es gibt also für ihn keinen Grund, vor tausend Juden zu sagen, sie wären Bestandteil Bayerns. Es gibt für ihn aber offenkundig sehr wohl einen Grund, diesen Satz vor tausend Muslimen zu sagen: „Der Islam ist Bestandteil Bayerns!“
Markus Söder bringt mit diesem Satz meiner bescheidenen Analyse nach lediglich sein Unbehagen zum Ausdruck, dass er sich doch nicht ganz sicher ist, ob sich der Islam mit all seinen in Deutschland vertretenden Organisationen und Vereinigungen tatsächlich im Zweifel und in der Mehrheit zu Deutschland bekennen würde. Wenn wir uns den letzten Angriff auf deutsche Polizisten durch muslimische Deutsche in Bonn ansehen, dann ist dieses Unbehagen auch nicht ganz unberechtigt, oder wann wurde das letzte Mal eine jüdische, buddhistische oder hinduistische Terrorzelle in Deutschland hoch genommen?
„Komm mit nach Sarrazin, So lange noch die Rosen blüh’n, Dort woll’n wir glücklich sein, wir beide ganz allein! Du bist die schönste Fee, von Debrecin bis Plattensee, Drum möcht mit dir ich hin nach Sarrazin!“
Was ist geschehen? Ein Mann, der bei einer Lesung von Sarah Kuttners Buch „Wachstumsschmerzen“ war, hat eine Anzeige gegen die Autorin erstattet mit folgender Begründung: „Sie zog über diese ‚Negerpuppe‘ her, ließ sich über deren 30 Zentimeter große ‚Schlauchbootlippen‘ aus und wiederholte, wie ekelhaft sie diese Lippen fand. Sie habe die Puppe wegschmeißen müssen, weil es kein Sinn gehabt habe, sie zu behalten.“
Ich habe mir die entsprechende Stelle in Sarah Kuttners Buch angeschaut:
„Nichts zu sagen ist allerdings gegen meine Negerpuppe. Ein riesiges Stoffungetüm, ganze achtzig Zentimeter purer, unschuldiger Rassismus mit einem obszön großen Kopf, der so schwer ist, dass er der Puppe immer wieder auf die schmalen Schultern fällt und ihr so permanent einen ergreifend niedergeschlagenen Eindruck verleiht. Als wäre das nicht schon entsetzlich genug, wird das Ganze noch von einem furchterregenden Paar praller, aufgenähter Wurstlippen getoppt. Vollkommen undenkbar, dass so etwas heute noch verkauft würde.“
Was Sarah Kuttner hier schreibt ist kein Rassismus sondern das genaue Gegenteil: Rassismuskritik. Dennoch fällt ihr Ex-Kollege Mola Adebisi über sie her:
„Sarah ist eine Rassistin. Das habe ich selbst zu spüren bekommen (…) Sie wird sich nicht äußern, weil sie die Situation nicht reflektieren kann. Ihr fehlt die emotionale Intelligenz, sie ist minderbemittelt. Sarah Kuttner ist in der Entwicklung stehen geblieben. Ich würde mich freuen, wenn Sie mal Juden-Witze machen würde, dann wäre ihre Karriere nämlich beendet! Aber Türken und Afro-Deutsche leisten nicht den Widerstand. Juden lassen sich keine Beleidigung gefallen.“
Ja, so sind sie die Juden, ganz anders als die Türken, jedenfalls in der Welt von Mola Adebisi. Diese Sätze sind rassistischer und antisemitischer als alles, was ich von Sarah Kuttner gehört habe! Wie konnte es nur soweit kommen, dass Bücher zerissen werden, bevor sie überhaupt gelesen werden?
Ich muss bei dieser ganzen Angelegenheit an Thilo Sarrazin denken, denn das Urteil, er sei ein Rassist, stand für viele auch schon fest, bevor sein Buch „Deutschland schafft sich ab“ überhaupt auf dem Markt war. Ich kann nur hoffen, dass uns der Fall Kuttner endlich eine Sache lehrt: Wer das Buch nicht gelesen hat, soll still sein, egal ob die Autorin nun Sarah Kuttner, Charlotte Roche, Thilo Sarrazin oder Henryk M. Broder heißt.
„Denn meine Leidenschaft, brennt heisser noch als Gulaschsaft, Und in der Brust tanzt Herz mir Czardas her und hin! Komm mit nach Sarrazin, so lange noch die Rosen blüh’n, Dort ist die ganze Welt noch rot, weiss, grün!“
Ein kleiner Ausschnitt aus meinem Stück „Gehirne am Strand“. Es ist ein Stück für drei Frauen und einem Mann. Die Rechte liegen bei mir. Für die Aufführungsrechte kontaktieren Sie mich.
„Mit knappen Dialogen zeigt Buurmann den Untergang einer äußerlich heilen, unter der Oberfläche jedoch maroden Beziehung. Am Abend vor der Abreise treffen sich Sarah und Christian wieder. Was bleibt sind „zwei Fremde am Strand“ (Kölnische Rundschau)
„Gedächtnisverlust und der schwerste Papagei der Welt, die Abgründe des menschlichen Geistes und die Vorzüge männlicher Beschneidung: Auseinanderstrebende Themen bindet Gerd Buurmanns “Gehirne am Strand” zu einem mal derben, mal erstaunlich feinsinnigen Stück zusammen.“ (Kölner Stadtanzeiger)
Szene 2. Am Strand. 12 Monate vorher
Frau: Hörst Du?
Mann: Hmmm.
Frau: Die Vögel.
Mann: Hmmm.
Frau: Sie singen.
Mann: Die kriegen wir auch noch ruhig.
Frau: Lass uns ins Hotel gehen?
Mann: Warum denn? Es ist doch gerade erst so schön kühl geworden.
Frau: Ich bin aber müde.
Mann: Dann lass uns doch hier schlafen.
Frau: Am Strand?
Mann: Ist doch romantisch.
Frau: Und unser Zimmer?
Mann: Das kann ruhig mal eine Nacht leer stehen.
Frau: Aber wir haben für das Zimmer bezahlt.
Mann: Ja genau. Für ein Zimmer mit defekter Klimaanlage.
Frau: Wer wollte denn unbedingt ins billige Hotel?
Mann: Klar, jetzt bin ich wieder schuld.
Frau: Wer denn sonst?! Ich hab dir von Anfang an gesagt, dass wir uns ein besseres Hotel leisten können.
Mann: Mir egal. Ich bleibe hier am Strand.
Frau: Ich nicht.
Mann: Aber ich habe keine Lust wieder die ganze Nacht wach zu liegen. Letzte Nacht habe ich die ganze Zeit nur geschwitzt.
Frau: Wann werden hier eigentlich mal die Laken gewechselt?
Mann: Keine Ahnung.
Frau: Und die Kissen sind auch viel zu hart.
Mann: Siehst du?
Frau: Hmmm?
Mann: Na, für Dich wäre es auch besser, wenn Du hier bleibst, bei mir, am Strand.
Frau: Wir werden einen steifen Hals bekommen.
Mann: Mir egal.
Frau: Also, ich gehe jetzt!
Mann: Gute Nacht.
Frau: Chris, bitte. Komm mit.
Mann: Nein!
Frau: Ich kann doch nicht hier mit dir auf diesem Ding schlafen.
Mann: Warum denn nicht?
Frau: Liegen eignen sich nicht zum schlafen. Höchstens fürs Dösen.
Mann: Aber nun schau doch mal, wie schön es hier ist. Das Meer. Die Wellen. Die Gischt.
Frau: Ich werde Rückenschmerzen bekommen.
Mann: Und dann die Geräusche. Und der Wind.
Frau: Noch schlimmer.
Mann: Und der Himmel. Nun schau doch mal.
Frau: Ja. Echt schön. Man sollte sich die Sterne viel öfter anschauen. Sieht ganz anders aus, als bei uns.
Mann: Stimmt. Von hier kann ich endlich mal mein Sternzeichen sehen.
Frau: Echt? Wo.
Mann: Da.
Frau: Und wo ist mein Sternzeichen?
Mann: Zu Hause.
Frau: Schade.
Mann: Also, bleibst Du jetzt hier?
Frau: Lieber nicht. Hier kann uns ja jeder sehen.
Mann: Na und? Kennt uns doch keiner.
Frau: Ich will das trotzdem nicht.
Mann: Wieso denn nicht?
Frau: Weiß nicht. Ich will einfach nicht!
Mann: Also, mir ist das egal. Mich können sie ruhig beobachten. Alle. Sollen sie doch gucken. Ich hab nichts zu verbergen.
Frau: Glaubst Du.
Mann: Hmmmm?
Frau: Na, Du glaubst, dass Du nichts zu verbergen hast. Aber in Wirklichkeit, glaub mir, wenn Du Dich auch nur einmal selbst schlafen gesehen hättest, würdest Du wissen, dass Du einiges zu verbergen hast.
Frau: Was meinst du?
Frau: Na, wie du aussiehst – wenn du schläfst. Mit weit aufgerissenem Mund. Ekelhaft.
Mann: Du bist auch keine Offenbarung in der Nacht.
Frau: Was Du nicht sagst.
Mann: Ja.
Frau: Und?
Mann: Hmmm?
Frau: Was gefällt dir an mir nicht, wenn ich schlafe.
Mann: Ach lass doch.
Frau: Nein, ich will das jetzt wissen.
Mann: Das gibt doch nur wieder Streit.
Frau: Nein, nein. Ich verspreche es Dir. Ich werde nicht böse sein.
Mann: Das sagst du jetzt.
Frau: Ich mache nachts also Sachen, die Dich böse machen.
Mann: Was?!
Frau: Du bist nicht ehrlich zu mir.
Mann: Was willst du denn?
Frau: Ich möchte, dass du mir sagst, was dir an mir nicht gefällt, wenn ich schlafe.
Mann: Nun?
Frau: Ja?
Mann: Na, zum Beispiel …
Frau: Was?
Mann: Na, …
Frau: Was?
Mann: Du knirscht mit den Zähnen.
Frau: Wie bitte?
Mann: Das ist echt nervig.
Frau: Ich knirsche mit den Zähnen?
Mann: Ja, die ganze Nacht.
Frau: Und das konntest du mir nicht sagen?
Mann: Nun, …, und schmatzen tust Du auch.
Frau: Schmatzen und knirschen. Na, das ist ja echt mal eine Katastrophe. Weißt Du, was du machst, wenn du schläfst?
Mann: Ich will es nicht wissen.
Frau: Du stinkst.
Mann: Was?
Frau: Aus dem Hals. Und dann die Speichelfäden, die da raus fließen. Manchmal bist du so hässlich, dass ich aufstehen muss.
Mann: Findest du das jetzt komisch oder was?
Frau: Nein, aber ich finde, wir könnten langsam mal anfangen, ehrlich miteinander sein können.
Mann: Bist Du Dir da sicher.
Frau: Warum denn nicht? Wir sind doch nun echt lange genug zusammen. .
Mann: Also gut. Was gefällt dir noch nicht an mir?
Frau: Du schnarchst.
Mann: Okay. Damit kann ich leben.
Frau: Siehst Du. War doch gar nicht so schlimm. Ehrlich sein.
Mann: Du aber auch.
Frau: Mmmmh?
Mann: Du schnarchst auch.
Frau: Ja, aber bestimmt nicht so, wie Du. Bei dir sind es richtige Grunzgeräusche.
Mann: Dafür lässt Du nachts immer so piepsende Fürze los.
Frau: Was?
Mann: Und wie die riechen.
Frau: Gut das ich da schlafe.
Mann: Ja.
Frau: Und dann diese Geräusche, die du machst, wegen deinen Atemaussetzern.
Mann: Was?
Frau: Ja, so ganz groben Japser.
Mann: Ich hab Atemaussetzer?
Frau: Machst du Witze?
Mann: Oft?
Frau: Jede Nacht.
Mann: Jede Nacht?
Frau: Mehrmals.
Mann: Was?
Frau: Ja.
Mann: Lange?
Frau: Schon. Ja.
Mann: Wie lange?
Frau: Weiß nicht. Eine Minute vielleicht.
Mann: Was? Eine Minute?
Frau: Vielleicht auch weniger.
Mann: Und du machst mich nicht wach?
Frau: Nicht mehr.
Mann: Nicht mehr?
Frau: Na, am Anfang schon. Da hab ich dich noch geweckt. Aber irgendwann habe ich einfach damit aufgehört.
Mann: Und warum?
Frau: Na, Du nörgelst dann immer so.
Mann: Ich bin halt am schlafen.
Frau: Und wehe, wenn ich es wage, dich zu wecken, dann brüllst du immer wie ein Wahnsinniger und schlägst um dich.
Mann: Was?
Frau: Ja. Einmal hast Du mir sogar ein blaues Auge geschlagen. Weißt Du noch?
Mann: Das war ich?
Frau: Ich musste über eine Woche lang mit einer Sonnenbrille zur Arbeit gehen.
Mann: Ich dachte, du wärst gegen den Schrank gelaufen.
Frau: Klar.
Mann: Das hast du mir doch selbst erzählt.
Frau: Was hätte ich denn sonst sagen sollen? Hör bitte auf, mich zu schlagen?
Mann: Das war im Schlaf.
Frau: Eben.
Mann: Mach mich gefälligst wach, wenn so etwas passiert.
Frau: Warum denn?
Mann: Mach mich wach, verdammt noch mal.
Frau: Ist ja gut.
Mann: Ich hab keine Lust, einfach so neben dir zu sterben.
Frau: Ich mach dich ja wach.
Mann: Versprochen?
Frau: Versprochen.
Mann: Danke.
Frau: Du solltest echt mal zum Arzt gehen.
Mann: Geht das schon lange so?
Frau: Jetzt weißt Du es ja.
Mann: Ich hoffe es ist nichts Schlimmes.
Frau: Bestimmt nicht.
Mann: Kommst du mit?
Frau: Ins Hotel?
Mann: Nein, zum Arzt, wenn wir wieder zu Hause sind.
Frau: Warum denn?
Mann: Damit du dem Arzt alles erklären kannst.
Frau: Warum ich denn?
Mann: Wer denn sonst? Ich kann es ihm ja nicht erklären. Ich bin ja am schlafen, wenn es passiert.
Frau: Ich kann es dir ja aufschreiben.
Mann: Danke.
Frau: Aber weißt du was ich am schlimmsten finde?
Mann: Mein Tattoo?
Frau: Nein nicht das Tattoo, aber das Ding direkt da neben.
Mann: Was?
Frau: Ja.
Mann: Und was ist jetzt bitte daran so schlimm?
Frau: Na, wenn du schläfst. Auf dem Rücken.
Mann: Was ist dann?
Frau: Und das alles bei Dir raus hängt.
Mann: Hä?
Frau: Na, aus der Unterhose.
Mann: Ja?
Frau: Ich finde das einfach ekelig.
Mann: Du findest Lanzelot ekelig?
Frau: Nur wenn er einfach so da liegt – so schlaff, mit der faltige Vorhaut, wie ein Wattwurm.
Mann: Du findest mich ekelhaft?
Frau: Nicht dich, nur Lanzi.
Mann: Na, Danke.
Frau: Ich find ihn ja nicht immer ekelig. Nur wenn er da so schlapp liegt.
Mann: Aber sonst nicht.
Frau: Nö, dann ist es okay. Irgendwie. Du solltest dich wirklich beschneiden lassen. Bei Simon fand ich ihn nie ekelhaft.
Mann: Jetzt fang nicht wieder mit Simon an.
Frau: Ich meinen doch nur seinen Penis.
Mann: Ich will diesen Namen nicht mehr hören.
Frau: Ich wollte doch nur …
Mann: Du hast es mir versprochen.
Frau: Hast ja recht.
Mann: Immer dieser Simon.
Frau: Tut mir leid.
Mann: Simon hier. Simon da.
Frau: Ich hab mich entschuldigt.
Mann: Du vermisst ihn immer noch, nicht wahr?! Warum hast Du wieder damit angefangen. Du musst auch alles kaputt machen. Hast du es denn schon vergessen? Wie er dich sitzen gelassen hat. Für eine Andere? Eine Orthodoxe. Mutter seiner Kinder. Sie kann Kinder kriegen, weißt Du?
Frau: Das ist nicht fair!
Mann: Ja, renn nur weg. Das macht es auch nicht besser. Es ist mein Urlaub, hörst Du. Ich habe mich das ganze Jahr darauf gefreut. Den lass ich mir vor Dir nicht versauen. Wunderschön.
Veröffentlicht unterTheater|Kommentare deaktiviert für „Du solltest Dich wirklich beschneiden lassen!“
Entdeckt wurde der Vogel von einem türkischen Bauer. Da der Vogel an einem Bein einen Ring mit der Aufschrift „Israel“ trug, vermuteten die türkischen Behörden natürlich sofort, dass das Tier von Israel für Spionagezwecke eingesetzt wird. Beachten Sie die Nasenlöcher des Vogels. Laut der türkischen Behörde sind gerade diese großen Nasenlöcher besonders auffällig, da sie in Kombination mit der Beringung aus Israel, zu dem Verdacht führen müssen, dass der Vogel mit einem Überwachungsgerät ausgestattet ist.
Die israelischen Killerhaie werden laut zuverlässiger ägyptischer Quelle vom Mossad persönlich in den Gewässern um Sharm El Sheik freisetzt, um der ägyptischen Touristenindustrie dadurch zu schaden, dass die Hai deutsche Touristen angreifen. Der Gouverneur des südlichen Sinai hält es jedenfalls für möglich. Beachten Sie besonders die Fähigkeit des Iudaeorum interfectorem pisces, deutsche Touristen von allen anderen Touristen unterscheiden zu können. Deutsche Touristen sind besonders daran zu erkennen, dass sie mit Sonnenliegen genau das machen, was manch ein ägyptischer Mann mit seiner Frau macht: Handtuch drüber werfen und sagen: Meins!
Das zionistische Killerschwein wurde das erste Mal im Jahr 2007 entdeckt. Die Zoologen vom Institut Ma’an erklären: „Die wilden Säue werden von israelischen Siedlern losgelassen, um die Felder und Ernten der Palästinenser zu zerstören.“ Dabei sind die Killerschweine so intelligent, dass sie nur palästinensische Felder und Ernten vernichten, niemals nimmer nicht aber jüdische Ernten. Was für koschere Schweine!
Der jüdische Spionagegeier wurde erstmals im Jahr 2011 in der Stadt Hayel in Saudi-Arabien entdeckt. Er zeichnet sich durch einen Ring mit der englischen Aufschrift „Tel Aviv University“ aus, auf dem die Nummer R-65 zu lesen ist. Zudem trägt er ein GPS-Gerät. Es ist also nur logisch, dass die saudische Presse im Umfeld dieses Geiers von einer „zionistische Verschwörung“ spricht.
Das jüdische Spionageeichhörnchen wurde erstmals vom iranische Polizeizoologen Esmaeil Ahmadi-Moqadam entdeckt. Es sammelt am liebsten Nüsse und geheime iranische Daten.
Das Palästinensische Zoologische Institut WAFAhat vor einigen Jahren die »Killerratten« entdeckt, die von Juden in Ostjerusalem augesetzt werden. Die aggressiven Kampfnager, die so groß wie Hunde sind, vertreiben vornehmlich die arabischen Bewohner aus der Heiligen Stadt. Mit den jüdischen Bewohnern verstehen sich die Iudaeorum homicidae mures jedoch sehr gut. Sie kochen sogar zusammen, wie dieses Bild beweist.
Mit dem Bild von diesem possierlichen Tieren lasse ich Sie nun nach Hause gehen. Vielen Dank für Ihren Besuch im Zoo Pallywood. Darf ich Ihnen für den Heimweg noch ein Kaugummi anbieten? Es ist ein in Israel entwickeltes Sex-Kaugummi. Laut einem Sprecher der Hamas-Polizeimiliz wird das Kau-Aphrodisiakum unter anderem über die israelischen Grenzübergänge in den Gazastreifen geschmuggelt, um die junge Bevölkerung des Palästinensergebiets sexuell aufzureizen und moralisch zu korrumpieren.
Na dann: Viel Spaß!
Veröffentlicht unterAntisemitismus|Kommentare deaktiviert für Ene Besuch im Zoo
Vor einigen Monaten wurde auf Tapfer im Nirgendwo ein Artikel mit dem Titel „Davids Erinnerungen“ veröffentlicht. Der Träger dieser Erinnerungen hat sich nun bereit erklärt, noch ein wenig mehr zu berichten.
David ist Überlebender des Holocausts und verfasst gerade seine Memoiren – in Jiddisch und Englisch, den Sprachen seiner Heimat. In der deutschen Sprache konnte er niemals heimisch werden, zu viele Deutsche in seinem Leben waren in der brutalst denkbaren Art dagegen.
Tapfer im Nirgendwo belässt die Schriften von David ganz bewußt in der Art und Weise wie sie verfasst wurden, da die Zeilen nicht nur ein Stück Geschichte sind, an die es zu erinnern gilt, sondern besonders in der Form, wie sie geschrieben wurden, auch Kunst.
***
Davids Erinnerungen II
Zunächst eine Anmerkung.Ich bin weder schriftsteller ,noch habe ich mit schreiben in deutsch was zu tun. Meine Fehler müsst ihr verzeihen. ich hatte in der Nazizeit nur knapp 6 jahre Volkschule. Dies ist eine Geschichte die nur das Leben schreibt.die vornamen sind veränder aus be stimmten Gründen.
Eine wahre Geschichte über meinem besten Freund Aaron.
AAron und ich wohnten in der gleichenStrasse und wir hatten auch ein Alter. Aaron 1928 ,ich 1929.Wir besuchten die selbe Volksschule und waren fast immer zusammen.Unsere Eltern waren auch befreundet.Aarons Vater hatte ein kleines schuhgeschäft ,kaputte Schuhe wurden auch geflickt. Mein Vater hatte auf der gleichen Strasse ein kleines Textielgeschäft.Im Gegensatz zu mir war AAron Volljude.Er hatte in der Schule viel zu leiden.Darüber habe ich schon geschrieben.Aaon hatte eine grosse Begabung Er konnte alles abzeichnen und im kopieren war er unschlagbar. Das hat ihm auch das leben gerettet.Darüber aber später mehr.Ende 1941 kam seine Familie,er auch, nach theresienstadt. Dort hatte man sein Talent entdeckt und er kam in einer Grüppe die falsche Banknoten herstellte. Ich will nicht auf Einzelheiten eingehen.
Ich habe Aaron in israel per Zufall bei der IDF wiedergetroffen. Bis 2002 waren wir viel zusammen. Seine Eltern waren vergast worden.Bei jedem Pessach-Fest sehe ich Aaron vor mir.
Am 27.März 2002waren 250 holocaust überlebende ins Parkhozel in Natanja eingeladen.Ich war nicht dabei.Gott sei gelobt. Um 19 UHr 3o betrat ein Hamas terroist als Frau verkleidet den Saal und sprenkte sich in die Luft. Unter den vielen Toten war auch mein lieber Freund AAron. Bei den Nazis überlebt,aber in Israel in die Luft gesprengt worden.
***
Hitlerjunge Artur.
Artur ist ein vetter von mir und wohnte auch im Ruhrgebiet.Der Vater war jiddisch, die mutter arisch. Artur war Jahrgang 1927. Er hatte das arische Aussehen seiner Mutter geerbt.Er ging überall nichtals Jude durch. Den gelbeb Stern hat er nie getragen.Sein Vater haben die Nazis in ein Lger gebracht.Er war spezalisieet auf Flugzeugbau. Den Holocaust hat er überlebt. Er ist vor vielen Jahren in israel verstorben ,seine Mutter auch.Artur wird jetzt 85Jahre alt. Nun aber zur Sache.Nach einem schweren Bombenangriff ist Arturs mutter zum Polizeiamt und hat gesagt ihre Papiere seien abhanden gekommen. Artur und Mutter bekamen einen behelfsausweis auf den Mädchen namen der Mutter.Dann wurden sie nach Pommern evaquiert. Keine Luftangiffe mehr und geügend zu essen.Das war ein kleines Dorf. Eines Tges kam der HJ-Führer und artur war auf einmal in der HJ. da ein Kameradschaftsfüherer fehlte musste er dieses Amt übernehmen. Jetzt konnte garnichts mehr passieren. Artur suchte eine stelle als Verläufer.In dem Textielgeschäft begann er seine Lehre.Anfang1945 kamen die Russen und sperrten Atur und andere HJ-Führer sofort ein.Er war etwa 1 jahr in diesem Lager.Die familie und Arturs Vater haben über den Suchdienst die Beiden gefunden und Artur nahm seine alten Namen wieder an.Die Mutter auch. Beide zogen nach palästina,wo der vater schon einige Monate früher eintraf.Für uns ist Artur immer noch der HJ_Führer. Wir lachen sehr darüber.
***
Die Geschichte der Sarah F.
Sarah hat mir ihre Geschichte 1949 in Israel erzählt. Sarah wurde 1924 ge boren und ist 2011 mit 87 jahren in Israel verstorben. Sarah wurde mir eine liebe und hilfsbereite Freundin,die ich schmerzlich vermisse.
So stirbt ein Zeitzeuge nach dem andern. Ich habe lange gezögert diesen Bericht tu schreiben. Fangen wir also an.
Sarahs Eltern kamen 1920 von Polen ukraine nach Köln.Sie gehörten dem Mittelstand an und hatten ein sorgenfreies Leben bis Hitler 1933 die Macht übernahm .Was Juden dann alles mitmachen mussten habe ich zur genüge erzählt. Hitler wies alle Ostjuden die in Deutschland eingewandert waren 1937-1938 nach Polen aus.Sarah und ihre Eltern mussten Deutschland 1938 verlassen.
Dann kam am 1.Sept.1939 der Polenkrieg der in kürzester Zeit von Hitler gewonnen wurde.1940-41 trieben SS-Sondertruppen alle JUden in den Dürfern und Städten zusammen ,brachte sie in Lager aber viele tausende juden wurden sofort ermordet.
Der Massenmord an den Juden fand folgendermassen statt. In einem einsamen Gebiet mussten juden lange,tiefe Gruben ausheben.Ringsherum stand oder sas die SS mit ihren Maschinenpistolen. Der Schnaps floss reichlich so das die se SS-Mörder angetrunken waren. Die juden mussten sich ausziehen und vor die Grube stellen.Die SS scoss dann und die toten oder nicht toten juden vielen in die Grube.So ging es immer weiter. Heute weiss man das viele Juden noch gelebt hatten. Sarah ging mit ihren Eltern am ende der Kolonne. Sie mussten sich ausziehen ,vor die jetzt schon volle Grube stellen und die betrunkenen SS-Leute schossen. Es muss Gottes Fügung gewesen sein Sarah liess sich fallen und lebte.
Eine Gruppe Juden mussten Sand auf die Gräben schaufeln das man nichts mehr sah. Sarah meint das einige dieser Juden gesehen haben,das sie noch lebte und taten wenig Sand an dieser stelle.Stunden später fuhr ein Bauer mit seinem Pferdewagen an der Stelle vorbei und sah wie die Erde sich bewegte.Er hielt an und holte Sarah heraus. Sie blieb bis die Russen kamen bei diesem Bauer und arbeitete als Magd.1946 kam Sie nach Palästina.Kennengelernt haben wir uns bei der IDF wo jede Frau ihren Dienst ableisten musste. Bis 2011 waren wir in einem engen Kontakt.
Für mich ist dieses alles ein Gottes Wunder.Gott hatte Sarahgerettet.
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Fortsetzung folgt.
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Vor einiger Zeit habe ich in dem Artikel „Ohne Zesen nichts gewesen“ meine Leserinnen und Leser eingeladen, schöne und lustige Verdeutschungen für Fremdwörter zu erfinden. Tapfer im Nirgendwo präsentiert die ersten schönen Vorschläge:
Es gibt Worte, die sorgen dafür, dass die Zugriffzahlen eines Blogs in die Höhe schnellen. Vernunft gehört nicht dazu. Titten schon! Man möge mir daher den reißerischen Titel verzeihen, aber die folgende Widerstandsgruppe hat eine große Aufmerksamkeit verdient. Die Gruppe heißt Femen (Frauen).
Femen sind Frauen rund um die Gründerin Anna Hustol, die sich erstmals im April 2008 in Kiew zusammengeschlossen haben. Femen sind Feministinnen, die durch mutige Aktionen des Widerstannds internationale Beachtung gewonnen haben. Sie treten für die Selbstbestimmung des Menschen, insbesondere der Frauen ein und haben schon gegen Sextourismus und Sexismus demonstriert, aber auch gegen Wahlfälschung, Kinderhandel und die geplanten staatlichen Verhaltensvorschriften während der Fußball-Europameisterschaft 2012. Tapfer im Nirgendwo präsentiert eine Auswahl ihrer bekanntesten Aktionen:
Februar 2011:Femen demonstrieren vor der italienischen Botschaft in Kiew gegen das von Silvio Berlusconi vermittelte Frauenbild in Italien.
Oktober 2011: Drei Femen demonstrieren als Hausmädchen verkleidet in Paris vor dem Haus von Dominique Strauss-Kahn, um ihn als Sexisten zu brandmarken.
Dezember 2011:Femen demonstrieren in der weißrussischen Hauptstadt Minsk bei einem Protest gegen Präsident Aljaksandr Lukaschenka. Drei Femen wurden daraufhin von Geheimdienstleuten entführt und in einem Wald nackt ausgesetzt.
Januar 2012:Femen demonstrieren in Davos gegen das Weltwirtschaftsforum.
März 2012: Femen denonstrieren in Istanbul gegen häusliche Gewalt in der Türkei und werden festgenommen.
Heute musste ich wieder an Femen denken, als ich las, dass Frau Kraft, ihres Zeichens Ministerpräsidentin von Nordrhein-Westfalen, Mitgliedern von ProNRW das öffentliche Zeigen von Mohammedkarikaturen verbieten will. Nun haben ProNRW und Femen so gut wie nichts gemein, Femen ist eine Gruppe kluger und schöner Frauen und ProNRW eine Gruppe mit viel zu vielen dummen und häßlichen Männern, aber das angestrebte Verbot von Frau Kraft, mit einer Karikatur zu demonstrieren, ist mindestens genauso fragwürdig wie das Verbot von Herrn Lukaschenka, mit blanken Brüsten zu demonstrieren.
Frau Kraft will das Zeigen von Karikaturen vor einer Moschee verbieten, weil es Muslime gibt, die sich davon provoziert fühlen. In dieser Logik kann Frau Kraft auch gleich das Tragen von Miniröcken mit der Begründung verbieten, es gäbe Männer, die sich dadurch so provoziert fühlen, dass ihnen gar nichts anderes mehr übrig bleibt, als Frauen zu vergewaltigen. Wenn ein Minirockverbot dann eines Tages nicht mehr reicht, kann Frau Kraft ja zur Sicherheit der Frauen in NRW ein lokal beschränktes Burkagebot erlassen, als Deeskalationsstrategie quasi.
Vor ein paar Tagen wurde in Siegen der Israeltag angegriffen. Ein paar Randalierer fühlten sich von dem Anblick eines Israelstandes so provoziert, dass sie es angriffen und zerstörten. Wie wäre es also in Zukunft mit einem Verbot von Israeltagen in NRW, Frau Kraft? In Ihrem Bundesland wurde ja schon öfter mal das Zeigen von Israelfahne verboten. In Bochum zum Beispiel wurde das Zeigen einer Israelfahne mit einer Geldbuße von dreihundert Euro bestraft und in Duisburg hat sogar einmal die Polizei eine Privatwohnung gestürmt, um dort eine Israelfahne zu entfernen, da ein radikaler Mob von Fundamentalisten auf der Straße den Anblick des Sterns nicht ertragen konnte.
Mit ihrer Forderung nach einem lokalen Verbot von Mohammedkarikaturen vor Moscheen rät Frau Kraft im Grunde jenen Christen, die sich von tanzenden Demonstranten vor kirchlichen Einrichtungen an Karfreitag provoziert fühlen, zur Gewalt zu greifen, da dies zum gewünschten Ziel führt, auch im weltlichen Umfeld eines Gotteshauses, die religiösen Gesetze zur Staatsräson zu erklären.
Es wird offenkundig langsam Zeit, dass Femen auch in Deutschland demonstrieren. Ich schlage vor, sie demonstrieren mit Mohammed auf den blanken Brüsten vor einer Moschee, mit Jesus auf den nackten Brüsten vor einem Dom und mit Abraham auf den entblößten Brüsten vor einer Synagoge. Und dann schauen wir mal, was passiert.
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Es gibt bisher leider immer noch einen entscheidenden Unterscheid zwischen Jesus und Mohammed. Die lustigsten Verballhornungen von Jesus kommen von Menschen mit christlichem Hintergrund, während vergleichbare Veralberungen über Mohammed immer noch überwiegend von Menschen kreiert werden, die keinen muslimischen Hintergrund haben.
Ein weiterer Unterschied zwischen Jesus und Mohammed liegt in der Art und Weise begründet, wie mit den Bildern, Karikaturen und Kunstwerken umgegangen wird. Während sich sowohl Christen und Muslime zwar gerne über die Verballhornungen ihrer Propheten echauffieren, sind es dann doch ausnahmslos die Darstellungen von Mohammed, die zu Attentaten, Massenunruhen und zur Eskalationen der Gewalt führen. Es wird immer angeführt, der Unterschied rühre daher, dass im Islam Mohammed nicht bildlich dargestellt werden darf, aber das würde ja bedeuten, dass auch in Zukunft nur nichts-muslimische Menschen Mohammed zeichnen könnten. Das wäre wirklich schade.
Nun werden einige sagen, dass es besser wäre, wenn auch Menschen, die keine Muslime sind, das muslimische Bilderverbot achten; aber wo würde das enden, wenn plötzlich alle “aus Rücksicht” zu religiösen Gefühlen dazu verdonnert wären, die religiösen Gebote aller Weltreligionen zu befolgen? Und warum eigentlich nur der Weltreligionen? Was ist mit den Jedi? Gibt es eigentlich schon einen Meister Yoda mit Bombe auf dem Kopf?
Käme irgendwo auch nur eine durchgeknallte Gruppe jüdischer Fundamentalisten auf die Idee, jedem das Essen von Schweineschnitzeln zu verbieten und zur Unterstreichung der Forderung eine Todeswarnung an Oma Kleinmanns Restaurant in Köln auszurufen, ich wäre der erste, der am 4. Juni zum Alljährlichen Jeder Esse Schweinefleisch-Tag einladen würde.
Man stelle sich mal, es gäbe Hindus, die auf das Äußerste provoziert wären, weil ich ihr Heiligtum nicht ehre. Die Heiligkeit der Hindus ist die Kuh. Die male ich nicht nur, die esse ich sogar von Zeit zu Zeit! Man stelle sich mal vor, es gäbe Christen, die am Karfreitag von allen Menschen verlangen würden, nicht zu tanzen oder ins Theater zu gehen, nur weil an dem Tag der Kreuzigung Jesu gedacht wird. Obwohl, …, Moment, …, ach ja, in manchen Bundesländern ist das ja der Fall.
Wir sehen, es gibt noch einiges zu tun an der Humorfront, die exakt an der Grenze zur Aufklärung verläuft. Daher lade ich alle Muslime und Nicht-Muslime ein, am 20. Mai 2012 wieder am Everybody Draw Mohammed Day teilzunehmen. Soviel ich weiß, stammt das Bilderverbot nämlich nur aus der Hadith. Im Koran selbst steht meines Wissens nichts über ein Verbot, Mohammed zu malen, jedenfalls nicht in dem Koran, der mir vor ein paar Wochen von einigen Salafisten geschenkt wurde. Es gibt also noch Hoffnung!
Veröffentlicht unterSpaß|Kommentare deaktiviert für Mohammed vs. Jesus
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