Schlagen und ficken

«Der Mann braucht Sex, darum kann er seine Frau, wenn sie sich weigert, im Extremfall schlagen.»

Im April 2010 sendete das Schweizer Fernsehen SF1 eine Sendung mit dem Titel „Hinter dem Schleier“. In dieser Sendung sagte der Sekretär der muslimischen Gemeinde Basel, dass der Mann seine Frau schlagen dürfe, wenn sie sich weigert, die Ehe mit ihm zu vollziehen, da sonst die Gefahr bestehe, dass der Mann fremd gehe und «das wird vom Islam nicht gewünscht.»

Das ist so eine typische verquere „Logik“, wie man sie nur in männerdominierten Religionen findet: Männer verlieren angeblich ihren Verstand, wenn sie schöne Frauen sehen, und rasten aus. Jetzt werden aber nicht diese wilden Bestien in Ketten gelegt, sondern die Frauen unter Stoff gesperrt.

Aziz Osmanoglu sagt: «Der Mann braucht Sex, darum kann er seine Frau, wenn sie sich weigert, im Extremfall schlagen.»

Gerichtspräsident Claudius Gelzer beurteilte Osmanoglus Erklärungen zwar als verwerflich, da Gewalt gegen Frauen streng zu verurteilen sei und seine Aussagen weder moralisch noch ethisch in Ordnung seien, sprach den Angeklagten aber dennoch frei: «Man kann Ihnen nicht vorwerfen, dass Sie jemanden direkt zu diesen Taten aufgefordert haben.»

Ach so, er hat nicht direkt zur Gewalt aufgefordert. Er hat nur gesagt, dass Gewalt gegen Frauen im Extremfall in Ordnung geht. Dann stelle ich jetzt auch mal eine These in den Raum, die ich ausdrücklich nicht als Aufruf zur Gewalt verstanden sehen möchte:

«Die Frau braucht die Sicherheit ihrer leiblichen Unversehrtheit, darum kann sie einen Mann, wenn er das Schlagen von Frauen zur akzeptable Alternative erklärt oder es gerichtlich erlauben lässt, das Schlagen von Frauen zur akzeptablen Alternative zu erklären, im Extremfall schlagen.»

Man möge es mir bitte nicht als Aufruf zur Gewalt auslegen, sondern nur als ernst gemeinte Frage: Was bitte soll eine Frau, die keine Lust hat, dass ihre Menschenrechte von religiösen Fanatikern beschnitten werden, davon abhalten, einem Mann wie Aziz Osmanoglu, der sagt, im Extremfall hat eine verheiratete Frau nun mal keine Menschenrechte, mal ordentlich die Fresse zu polieren?

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Was bedeutet „radikalislamisch“?

Kann mir mal bitte jemand erklären, was es mit dem Wort „radikalislamisch“ auf sich hat? In einem Artikel las ich erst heute wieder:

„Mit einem Gewaltausbruch gegen die Polizei haben rund 200 radikalislamische Salafisten in Bonn auf eine Aktion der rechtspopulistischen Partei Pro NRW reagiert.“

Was bitte ist „radikalislamisch“? Wenn es stimmt, dass Islam Frieden bedeutet, dann sind die Salafisten also radikal friedlich, oder was?

Dass die Salafisten nicht radikal friedlich sind, haben sie vor ein paar Tagen erst wieder in Bonn eindrücklich unter Beweis gestellt, als sie bei einer Demonstration auf Mitglieder von ProNRW trafen. Als ProNRW-Anhänger die Karikatur des dänischen Zeichners hoch hielten, kam es zu einer „Explosion der Gewalt, die wir lange nicht mehr erlebt haben“, wie es die Bonner Polizeipräsidentin Ursula Brohl-Sowa beschreibt. Ein 25-Jähriger griff mit einem Messer drei Beamten an. Dabei wurde ein 30-jährige Polizeikommissarin und ihr 35 Jahre alter Kollege schwer verletzt. Es flogen Flaschen und Steine auf die eingesetzten Beamten. Einige Salafisten schlugen mit von Zäunen abgebrochenen Latten auf die Polizisten ein. Insgesamt 29 Beamte erlitten bei der Auseinandersetzung Verletzungen. Radikal friedlich sieht anders aus!

Was also bedeutet „radikalislamisch“? Dass die Salafisten die Religion des Islams radikal leben? Der Innenminister von NRW hat nach den Ausschreitungen in Bonn zurecht darauf hingewiesen, dass es sich bei den gewaltbereiten Salafisten um eine kleine Gruppe von rund 1.500 Personen handelt, die mit der Mehrheit der rund vier Millionen in Deutschland lebenden Muslime nichts gemein habe. Warum also reden dann nicht alle von „radikal-anti-islamisch“? Wäre doch viel logischer!

Die Salifisten sind so muslimisch wie die Nazis deutsch. Wir sagen ja auch nicht, bei den Mitgliedern der NPD handele es sich um Radikaldeutsche. Was also bedeutet „radikalislamisch“?

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Koran – Der Film

Die kostenlose Verteilung des Korans unter dem Motto „Lies!“, was (um Missverständnissen vorzubeugen) nicht englisch für „Lügen“ bedeuten soll, sondern als Imperativ von Lesen gemeint ist, hat in Deutschland für einiges Aufsehen gesorgt. Mir jedoch hat die Aktion eine spannende Erkenntnis gebracht: Bei der Lektüre des Korans ist mir nämlich aufgefallen, dass Jesus im Koran öfter erwähnt wird als Mohammed.

Allerdings ist das nicht weiter verwunderlich, denn Jesus war ja schließlich ein Schriftgelehrter Gottes, die Christen sprechen sogar vom Sohn Gottes, und Mohammed streng genommen nur Gottes Sekretär, eine Art Tippse des großen Boss‘ quasi. Obwohl Mohammed nicht schreiben konnte, aber manche Tippsen müssen das nicht können, denn sie haben ganz andere Vorzüge.

Dem islamischen Glauben zufolge wurde der Koran dem Propheten Mohammed in sein Herz geschrieben und dann durch den Erzengel Gabriel auf seine Zunge gebracht.

Wow! Was für eine Geschichte. Gott dringt als übermächtiger Parasit in den Körper eines Menschen ein und bemächtigt sich dort seines Geistes. Das ist die typische Handlung eines body snatcher Films.

„The Body Snatchers“ ist ein Science Fiction Roman von Jack Finney aus dem Jahr 1955, in dem die Erde von Samen aus dem All angegriffen wird, die sich menschlicher Körper bemächtigen. Vier mal wurde diese Geschichte bereits verfilmt. Die erste Version von Don Siegel kommt aus dem Jahr 1956 und ist in Deutschland als „Die Dämonischen“ bekannt. 1978 entstand eine Version von Philip Kaufman mit Leonard Nimoy, Jeff Goldblum und Donald Sutherland und wurde in Deutschland unter dem Titel „Die Körperfresser kommen“ vertrieben.

Das Christentum erinnert da mehr an den Science Fiction Film „Alien“. Hier ist Gott der große Außerirdische, der seine Nachkommenschaft in den Körper von Maria setzt. Im Christentum ist der Mensch somit lediglich Brutkasten. Im Islam jedoch ist Gott ein echter Body Snatcher!

Ich kann es daher kaum erwarten, dass diese Geschichte endlich verfilmt wird: „Koran – der Film“. Ich schlage Mel Gibson als Regisseur vor! Zum Einen, weil er wahrlich etwas von epischen Filmen mit der richtigen Mischung von Pathos, Action und Ekelsequenzen versteht und zum Zweiten, weil ihm das Bild der Juden im Koran durchaus vertraut sein dürfte.

Also Mel, enttäusch mich nicht!

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Ein Besuch bei Ahmadinedschad

Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann sind in das klerikal-faschistische Mullah-Regime Iran gereist ist, um dort den Massenmörder, Holocaustleugner und „Präsidenten“ Mahmud Ahmanidedschad zu besuchen.

In einer Zeit, in der in Deutschland darüber diskutiert wird, ob es moralisch vertretbar ist, zur Fußball-EM in die Ukraine, zur Formel 1 nach Bahrain oder für den ESC nach Aserbaidschan zu fahren, weil es jene Länder mit den Menschenrechten nicht so genau nehmen, reist eine Frau, die im Mai 2012 in der Alten Feuerwache Köln mit dem Stück „Die Bürger von Weimar“ zu sehen sein wird, bei dem sie im Rahmen des Festivals „Theater der Zukunft, … der Stilblüte“ die Regie führt, in den Iran, verkleidet sich dort in der Art und Weise, wie es die Männer dieser anti-feministischen und Frauen steinigenden Diktatur von allen Frauen des Landes erzwingen und macht dann auch noch mit dem „Päsidenten“ des Landes, der nur deshalb „gewählt“ wurde, weil er alle Gegnerinnen und Gegner verfolgen, morden und hinrichten lässt, was ihm den Titel „Hinrichtungsweltmeister“ eingebracht hat, ein paar schöne Propagandafotos, die dann auch noch wie folgt kommentiert werden:

“Der interkulturelle Austausch, welchen unsere engagierten Vereinsmitglieder Tag für Tag praktizieren, hat uns wieder einen besonderen Moment beschert. Anneliese Fikentscher und Andreas Neumann konnten unseren Kulturbotschaftsgedanken bis nach Teheran zum Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad tragen und dort persönlich vorsprechen. Ich freue mich sehr das unser Zentrum so in noch mehr internationalen Glanz erstrahlt.“

Der Reisebericht ist der Hammer. Der Bericht ist vermutlich bitter ernst gemeint und doch habe ich selten so laut gelacht wie bei dieser Lektüre. Jürgen Elsässer hat ungewollt eine der brillantesten Satiren verfasst, die ich je gelesen habe und obwohl es so gar nicht meine Art ist, muss ich bei diesem Artikel eine Ausnahme machen und diesen hervorragenden Schwachsinn verlinken.

Schon die Überschrift ist genial und verspricht große Unterhaltung: „Elsässer trifft Ahmadinedschad“. Großartig!

Dann verkündet Elsässer stolz: „Wozu ZDF-Frontmann Claus Kleber angeblich zwei Jahre brauchte, erreichten wir nach 7 Tagen: Ahmadinedschad persönlich zu treffen.“

Ja, dann kann er echt stolz drauf sein, dass ein fundamentalistischer und wahnsinniger Massenmörder nicht lange zögern musste und in ihm sofort einen vertrauenswürdigen Menschen erkannte. Vermutlich hätte auch Hitler nicht lange gezögert, ihn zu empfangen. Elsässer schreibt nämlich voller Bewunderung:

„Iran ist kein mittelalterliches, sondern ein hochmodernes Land. Die Wirtschaft boomt! Trotz Sanktionen! Teheran ist moderner als Berlin, es gibt 20spurige Stadtautobahnen, die auch nachts um 12 Uhr noch verstopft sind.“

Jaja, die Autobahn. Die muss ein guter Führer schon haben!

„Auf Schritt und Tritt werden neue Hochhäuser hochgezogen, so etwas habe ich nicht einmal in Berlin in den Jahren nach der Wiedervereinigung erlebt. Bettler, Prostituierte, Elend, Schmutz – all das sucht man vergeblich.“

Das hat es auch damals in Deutschland unter dem Führer nicht gegeben und nur unter ihm wurde das letzte Mal so toll in Berlin gebaut wie heute unter dem Führer in Teheran. Warum es in Teheran so schön „sauber“ ist, hat Elsässer mal an anderer Stelle erklärt:

„Hier (bei den Aufständen iranischer Studenten gegen das Regime) wollen Discomiezen, Teheraner Drogenjunkies und die Strichjungen des Finanzkapitals eine Party feiern. Gut, dass Ahmidenedschads Leute ein bisschen aufpassen und den einen oder anderen in einen Darkroom befördert haben.“

Für Jürgen Elsässer sind die Studenten, die für Freiheit im Iran gekämpft haben also nur Junkies und Huren und Ahmadinedschad dafür ein Saubermann. Elsässer fährt fort in seinem Reisebericht:

„Sicherlich gibt es auch arme Menschen und die Löhne sind insgesamt niedriger als in Deutschland (im Schnitt 600 bis 900 Euro). Aber wussten Sie, dass der Arbeitstag im Iran nur 6 Stunden dauert, die Woche nur 30 Arbeitsstunden hat?“

Echt? Das hat der Iran geschafft und das alles ohne Gysi und Lafontaine? Da sollte die Linke aber schnell darüber nachdenken, Ahmadinedschad zum Parteivorsitzenden zu wählen. Aber ganz lustig wird es hier:

„Eine kleine Episode: Letzten Mittwoch sahen wir in Isfahan im Studentenwohnheim, wo wir untergebracht werden, das Fußballspiel Bayern gegen Real. Das IRANISCHE Fernsehen übertrug das Match. Zur gleichen Zeit war mein Schwager in einem Firstclass-Hotel in Budapest, wo er das Spiel auf allen Fernsehkanälen vergeblich suchte. Will da noch jemand sagen, der Iran isoliere sich?“

Ja klar, das iranische Fernsehn liebt deutschen Fußball. Wer den ehemaligen libanesischen Minister am 4. Juli 2010 auf Al-Jadid/New TV gehört hat, weiß auch warum:

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.“

Wenn im Iran nicht gerade Fußball läuft, dann werden Wissenschaftssendungen gesendet. Dr. Hassan Hanizadeh zum Beispiel erklärte auf dem iranischen Sender Jaam-E Jam2 TV:

„Im Jahre 1883, wurden vor dem jüdischen Pessachfest um die 150 französische Kinder auf grausamste Weise in den Vororten Paris ermordet. Spätere Untersuchungen haben ergeben, dass die Juden diese Kinder getötet haben, um an ihr Blut zu kommen. Dieses Ereignis führte zu Unruhen im Paris der damaligen Zeit und die französische Regierung sah sich einem enormen Druck ausgesetzt. Eine ähnliche Sache ereignete sich in London, wo ebenfalls viele englische Kinder durch jüdische Rabbis ermordet wurden.“

Elsässer schreibt: „Das Land hat Kraft und Perspektive. Die Sanktionen werden es nicht in die Knie zwingen, sondern könnten es sogar stärker machen“, und endet mit den Worten:

„Weitere Berichte folgen.“

Oh ja, bitte! Ich freue mich. Denn ihr Bericht ist mit das Lustigste, was sich seit langem gelesen habe.

Die Alte Feuerwache hat mittlerweile auch Stellung bezogen:

Es besteht keinerlei inhaltliche Verbindung der Alten Feuerwache zu dieser Reisegruppe und ihrem Reisezweck (…) Wir stellen auch fest: Niemand der Personen übte und übt im Verein und seinen Gremien eine Funktion aus. Insbesondere war und ist niemand dieser Personen Mitglied des Beirats der Alten Feuerwache (…) Wir bedauern es, wenn einzelne Mitglieder der Alten Feuerwache durch ihre Aktivitäten zur Unterstützung von Rechtsradikalismus, Antisemitismus und diffuser Verschwörungstheorien beitragen. Wir behalten uns Maßnahmen vor.

Wir dürfen gespannt sein!

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„Ce qui doit être répondu“

Poème du Claude Salama. Il est demandé des volontaires pour de bonnes traductions du poème en hébreu, anglais, allemand.

Que dois-je répondre à Gunther Grass ?…

Je cherche
Je réfléchis
Je pèse et soupèse chaque lettre
Je les scrute une à une
Je les assemble avec prudence…
Ils sont si nombreux,
prêts à s’emparer de chaque mot,
de chaque phrase,
pour déformer,
nous accabler,
nous condamner.

Que puis-je te répondre, Gunther ?
Un abîme nous sépare…

Moi,
revenu à Jérusalem,
parce que je crois
en toutes ces vieilleries,
ces momies pétrifiées,
sorties des musées de l’exil,
et soudain revivifiées…la Bible,
les Prophètes, la Terre Promise
et même, au risque de te paraître démodé,
en D.ieu…

Moi,
rentré à Jérusalem,
avec aussi l’espoir
de m’asseoir,
peut-être, un jour,
pour boire
avec des amis arabes,
un verre de thé
à Ramallah…

Un abîme nous sépare…

Toi,
poète allemand,
attiré déjà à 17 ans
par les sous-marins,
ceux d’hitler,
qui semaient la mort
sur les océans.

Tu étais un SS,
une erreur de jeunesse…
Pour nous c’était la Shoah
un grand feu allumé
par les nazis, par les SS,
pour notre jeunesse,
pour le peuple de la Bible

Que puis-je répondre, Gunther,
à toi qui te qualifie, effrontément,
de survivant ?

Cet abîme qui nous sépare,
que ton Allemagne a creusé,
les chefs de l’Iran,
ces hommes pleins de foi
hurlent tous les jours
qu’ils veulent encore y jeter
le Peuple des survivants,
les vrais,
le peuple d’Israël.

Ils veulent des bombes atomiques,
à but pacifique
Ils veulent des missiles longue portée
à but œcuménique
pour un objectif clair
faire régner la paix sur la terre…
la paix des cimetières.

Non pas la paix de l’Islam authentique,
partagée avec les Juifs,
celle de l’Andalousie,
de la poésie,
de la mystique,
de la musique.

Ils veulent la paix des talibans
des femmes apeurées, battues, enfermées, lapidées,
endeuillées de voiles noirs
la paix des milliers d’enfants jetés
dans la guerre contre l’Irak
la paix du peuple iranien
ce peuple civilisé
soulevé, lui le premier, contre les dictateurs
des hommes, des femmes, des enfants, des étudiants
battus, violés, séquestrés.
La paix de tout un peuple muselé …

Que dire que tu puisses enfin comprendre ?

Qu’Israël, ce pays immense,
est plus petit qu’en France,
la Normandie…ou la Bretagne…
qu’il est aussi grand, aussi immense, que la petite Lorraine
ou le Land allemand de Hesse…
Te dire que l’Iran et la Turquie ensemble
ont la même population que la Russie….

La Russie contre la Lorraine !….

Et qu’il y a aussi la Syrie, l’Irak, le Hezbollah, le Hamas, Gaza et ses milliers de fusées, le Sinaï empli de terroristes, la paix égyptienne qui tangue, et plus loin encore d’autres états islamistes…la surface de l’Europe…

L’Europe entière contre la Lorraine !…

Alors pardonne-moi, Gunther,
mais je ne veux pas
nous ne voulons pas
tomber dans cet abîme
qui nous sépare de toi,
parce que nous savons
que nous trouverons
au fond de ce gouffre
les millions de corps des Juifs
qu’hitler, les SS, et l’Allemagne nazie ont assassinés

Et vois-tu, maintenant, Gunther,
j’ai trouvé ce que je voulais te dire !

Prends ton poème
et va le porter en Iran.
On t’y attend déjà, les bras ouverts,
pour te féliciter.
Dis-leur que le Peuple d’Israël veut la paix
mais que si leurs dirigeants
leurs chefs militaires
continuent à nous menacer
de l’extermination atomique
nous ne le leur permettrons pas de construire
les armes pour nous détruire

Nous n’écraserons pas le peuple iranien,
comme tu le dis misérablement,
Nous supprimerons
les centres nucléaires
avant qu’il ne soit trop tard
avec l’espoir de libérer
ce grand peuple enchaîné

Va dire à tes amis
que nous avons, eux et nous, le même Dieu
et qu’ils ouvrent leurs yeux
et leurs oreilles
Dieu s’est déjà prononcé
en notre faveur
Il nous a rendu
le pays de lait et de miel
Les six millions de Juifs,
que les nazis ont brûlés,
sont maintenant vivants, en Israël.
Il y maintenant ici six millions de Juifs !
Ils ont ressuscité
comme le Prophète Ezéchiel l’a annoncé

Annonce partout la bonne nouvelle :
Israël ressuscite !
Jérusalem est reconstruite !

Et je voudrais te dire aussi ma tristesse

Tu es un grand écrivain allemand
A 84 ans, ancien SS repenti,
tu as tout vu, tout entendu.
Tu sais tout.
Tu aurais pu te dresser pour dire la vérité.
Aux négationnistes la vérité de la Shoah !
Aux Iraniens la vérité de leur projet nucléaire
mortifère pour toute l’humanité !
Toi, « une conscience », un prix Nobel,
tu aurais pu payer ta dette de jeunesse, d’ancien SS,
défendre haut et fort Israël
Toi qui a vu toute notre souffrance
Tu aurais prouvé que tu as vraiment changé,
que l’Allemagne a changé…

Mais tu ne l’as pas fait

Tu as préféré te joindre à la meute
qui gronde, qui hurle avec les loups
qui entourent ce petit pays courageux

C’est pourquoi je n’ai désormais plus rien à te dire
Epargne nous tes états d’âme
Et sache Gunther Grass
que je continuerai à rêver,
malgré toi, malgré tout,
au jour où je pourrai,
sans risquer d’être lynché,
m’asseoir
pour boire
avec des amis arabes,
un verre de thé
à Ramallah.

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Die Vertreibung des Juden von der englischen Bühne

Im April 2012 fand im Londoner Globe Theatre das Festival „Globe to globe – 37 languages, 37 plays“ statt. Bei dem Festival wurden 37 Nationen Inszenierungen von Shakespeares Dramen in ihren Landessprachen präsentiert. Das Globe Theatre erklärte, bei dem Festival handle es sich um eine „Feier von Sprachen, nicht um eine Feier von Nationen und Staaten“.

In Russland werden Homosexuelle verhaftet, dennoch war „Maß um Maß“ aus Moskau eingeladen.

In Weißrussland herrscht der letzte lupenreine Diktator Europas, dennoch war „König Lear“ aus Minsk eingeladen.

In China werden Künstler unter „Hausarrest“ gefangen gehalten und Tibet besetzt gehalten, dennoch war „Richard III“ aus Peking eingeladen.

Die Führer der palästinensischen Autonomiebehörde fordern die Vernichtung aller Juden, dennoch war „Richard II“ aus Ramallah eingeladen.

Bei einem Land jedoch sollte eine Ausnahme gemacht werden!

Die Schauspielerin Emma Thompson, die Dramatikerin Caryl Churchill und einige weitere Künstlerinnen und Künstler sprachen sich im Vorfeld des Festivals dafür aus, ein Ensemble von der Bühne des Globe Theatre zu vertreiben. Ihr Vergehen: Sie kamen aus Tel Aviv in Israel! Ich schrieb damals folgende Mails an die Künstlerinnen:

Liebe Emma Thompson,

Sie haben in den 90er Jahren zusammen mit Ellen DeGeneres für die Gleichberechtigung von Homosexualität gekämpft. Warum sprechen Sie sich heute gegen das einzige Land im Nahen Osten aus, in dem Schwule und Lesben vor dem Gesetz gleich sind? Warum boykottieren Sie Israel, nicht aber die palästinensische Autonomiebehörde, die Homosexuelle verfolgt und sich zudem noch für die Vernichtung aller Juden ausspricht?

Liebe Caryl Churchill,

Sie haben mit dem Theaterstück „Top Girls“ ein Meisterinnenwerk des Feminismus verfasst. Warum sprechen Sie sich heute gegen das einzige Land im Nahen Osten aus, in dem Männer und Frauen vor dem Gesetz gleich sind? Warum boykottieren Sie Israel, nicht aber die palästinensische Autonomiebehörde, die Frauen nicht alle Rechte garantiert?

Sie sagen, Israel betreibe eine Siedlungspolitik, die nicht akzeptabel sei, aber warum ist die Siedlungspolitik Israels für Sie kritikwürdiger als die Besatzungspolitik Chinas oder Indiens? Warum ist die Politik der Demokratie Israels für Sie kritikwürdiger als die Politik der Diktatur Weißrusslands?

Liebe Caryl Churchill,
Liebe Emma Thompson,

Sie erinnern mich an eine Figur aus einem Stück von William Shakespeare. Die Figur heißt Portia aus dem Stück „Der Kaufmann von Venedig“.

Portia ist die Frau in „Der Kaufmann von Venedig“, die dafür sorgt, dass der Jude Shylock aus Venedig vertrieben wird, weil er so sein, wie alle anderen auch! Shylock weigert sich, nach den christlichen Prinzipien zu leben, die nicht mal von den Christen in Venedig selbst eingehalten werden.

In „Der Kaufmann von Venedig“ erleben wir eine christliche Gesellschaft, die von dem Juden Shylock eine Verhaltensweise abverlangt, die sie selber nicht in der Lage ist zu befolgen. Dafür bestrafen diese Gesellschaft den Juden Shylock umso heftiger, nachdem sich herausstellt, dass er den christlichen Geboten nicht besser folgen kann und möchte als Christen. Shylock will und kann nicht besser sein als jeder andere Mensch. Er bringt es mit diesen Worten zum Ausdruck:

„Hat nicht ein Jude Augen? Hat nicht ein Jude Hände, Gliedmaßen, Werkzeuge, Sinne, Neigungen, Leidenschaften? Mit derselben Speise genährt, mit denselben Waffen verletzt, denselben Krankheiten unterworfen, mit denselben Mitteln geheilt, gewärmt und gekältet von eben dem Winter und Sommer als ein Christ? Wenn ihr uns stecht, bluten wir nicht? Wenn ihr uns kitzelt, lachen wir nicht? Wenn ihr uns vergiftet, sterben wir nicht? Und wenn ihr uns beleidigt, sollen wir uns nicht rächen? Sind wir euch in allen Dingen ähnlich, so wollen wir’s euch auch darin gleich tun. Wenn ein Jude einen Christen beleidigt, was ist seine Demut? Rache. Wenn ein Christ einen Juden beleidigt, was muss seine Geduld sein nach christlichem Vorbild? Nu, Rache.“

Shylock ist ein Mensch mit Gefühlen und Ängsten. Wenn er bedroht oder angegriffen wird, verteidigt er sich. Zur Not versetzt er seine Umwelt sogar in Angst und Schrecken, wenn dies die einzige Möglichkeit ist, das eigene Leben zu bewahren. Kommt Ihnen nicht bekannt vor, liebe Caryl Churchill und Emma Thompson?

Wie sollte sich Israel Ihrer Meinung nach zu der Tatsache verhalten, dass die radikale Hamas erklärtermaßen alle Juden weltweit vernichten will, während die gemäßigte Fatah lediglich Israel zerstören will? Wie soll sich Israel Ihrer Meinung nach verhalten gegenüber der Tatsache, dass Minister der Hamas Juden als Bakterien bezeichnen, während zur gleichen Zeit immer wieder Raketen auf Israel abgefeuert werden?

Können Sie mir ein Land nennen, das über sechzig Jahre in seiner Existenz bedroht wird und dennoch die Standards einer freien und demokratischen Gesellschaft aufrecht erhält? Gibt es irgendeinen Venezianer, der sich bei vergleichbarer Bedrohung besser verhalten hat als Israel? Nein, gibt es nicht!

Aber für die Portias der Welt ist Israel wie Shylock. Es reicht nicht, dass Israel wie Shylock menschlich ist, Israel muss übermenschlich sein. Israel muss es nicht genauso gut oder besser machen als alle anderen Länder, Israel muss perfekt sein. Ist Israel nicht perfekt, dann schlagen Emma Thompson und Caryl Churchill erbarmungslos zu wie Portia. Dann wird der Jude vertrieben!

Liebe Emma,
Liebe Caryl,

das Stück, das das Habima Ensemble aus Tel Aviv in Israel Ende Mai beim Festival im Globe Theatre zeigen möchte und das Sie von der englischen Bühne vertreiben wollen, ist „Der Kaufmann von Venedig“ von William Shakespeare! Es ist ein Stück über einen Juden, der aus Venedig vertrieben wird, weil er nicht besser sein kann und will als alle Christen der Stadt. Sie wollen jetzt Juden von der Bühne des Globe Theatre vertreiben, weil das Land, aus dem sie kommen, nicht besser ist als alle anderen Länder auch. Gerade Menschen wie Sie sollten sich dieses Stück ansehen!

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„Was geantwortet werden muss“

Ein Gedicht von Claude Salama
(aus dem Französischen übersetzt von Margaret Traub).

Was sollte ich Günter Grass antworten!

Ich suche
Ich überlege
Ich wäge und wäge jeden Buchstaben ab
Ich untersuche jeden Buchstaben, einen nach dem anderen
Ich füge sie zusammen mit höchster Vorsicht …

Zahlreich sind sie, die nur darauf warten, jedes Wort zu greifen,
Jeden Satz
Um zu deformieren
Um uns anzuprangern
Um uns zu verurteilen.

Was kann ich Günter Grass antworten?

Ein Abgrund trennt uns

Ich,
nach Jerusalem zurückgekehrt
weil ich glaube
an diese antiquierten Dinge,
an diese versteinerten Mumien
aus den Museen des Exils entlassen
und plötzlich wiederbelebt:
an die Bibel, die Propheten, das Gelobte Land und sogar,
auch wenn ich dir altmodisch erscheinen sollte, an Gott.

Ich,
nach Jerusalem heimgekehrt
auch in der Hoffnung
mich hinzusetzen
vielleicht eines Tages
zu trinken
mit arabischen Freunden
ein Glas Tee
in Ramallah.

Du,
ein deutscher Dichter
schon mit 17 Jahren
zu U-Booten hingezogen,
Hitlers U-Booten,
die den Tod
auf den Ozeanen säten.

Du warst ein SS
Ein Jugendfehler …
Für uns war die Shoah
Ein Riesenfeuer von
Den Nazis, von der SS entzündet
Für unsere Jugend
Für das Volk der Bibel

Was kann ich dir antworten, Günter,
du, der sich unverschämter Weise
als Überlebender bezeichnet?

Dieser Abgrund, der uns trennt,
den dein Deutschland gegraben hat
die Führer aus dem Iran,
diese gläubigen Männer
brüllen jeden Tag,
dass sie noch einmal
das Volk der Überlebenden,
die Echten, das Volk Israels,
in diesen Abgrund hineinwerfen wollen.

Sie wollen Atombomben
zu friedlichen Zwecken
Sie wollen Langstreckenraketen
zu ökumenischen Zwecken
Für ein klares Ziel.

den Frieden in der Welt zu schaffen,
den Frieden der Friedhöfe.
Nicht den Frieden des wahren Islams
mit den Juden geteilt,
nicht den Frieden aus Andalusien
nicht den Frieden der Dichtung, der Mystik, der Musik.

Sie wollen den Frieden der Taliban,
der eingeschüchterten, geschlagenen, eingesperrten und gesteinigten Frauen,
den von schwarzen Trauerschleiern umhüllten Frauen,
den Frieden der Tausenden von Kindern,
in den Krieg gegen den Irak gezwungen,
den Frieden des Iranischen Volks
dieses zivilisierten Volkes
als erstes gegen die Diktatoren erhoben
den Frieden dieser Männer, Frauen, Kinder, Studenten
geschlagen, vergewaltigt, eingesperrt
den Frieden eines ganzen geknebelten Volkes.

Was soll ich sagen, damit du endlich verstehen kannst?

Ist dir klar, dass Israel, dieses unermesslich große Land
kleiner ist als in Frankreich
die Normandie … oder die Bretagne
Dass Israel genauso unermesslich groß wie Lothringen ist
oder das deutsche Land Hessen

Soll ich dir sagen, dass der Iran und die Türkei zusammen
die gleiche Einwohnerzahl haben wie Russland.

Russland gegen Lothringen

Und es gibt auch noch Syrien, den Irak, die Hisbollah,
die Hamas, Gaza und seine tausenden Raketen,
den Sinai voller Terroristen, den hinkenden ägyptischen Frieden und
noch weiter entfernte andere islamische Länder
Fläche etwa wie ganz Europa.

Europa gegen Lothringen

Also entschuldige bitte, Günter
Aber ich will nicht
Wir wollen nicht
In diesen Abgrund
der uns von dir trennt, hineinfallen
weil wir wissen
dass wir in der Tiefe dieses Abgrunds
die Millionen jüdischen Leichen,
die Hitler, die SS und Nazi-Deutschland
ermordet haben
wiederfinden werden.

Und siehst du jetzt, Günter
Ich habe gefunden, was ich dir sagen wollte.

Nimm dein Gedicht
und bringe es in den Iran
du wirst dort mit offenen Armen erwartet,
um dir zu gratulieren.

Sag ihnen, dass das jüdische Volk den Frieden will
aber, wenn ihre militärischen Führer
uns bedrohen, mit atomarer Ausrottung
weiterhin bedrohen
werden wir es nicht zulassen, dass
sie Waffen produzieren, um uns zu zerstören.

Wir werden das iranische Volk nicht auslöschen,
wie du es jämmerlich behauptest.
Wir werden die Kernkraftwerke liquidieren
bevor es zu spät wird
in der Hoffnung
dieses große gefesselte Volks zu befreien.

Gehe und sag es deinen Freunden,
dass wir, sie und wir, den gleichen Gott haben
und sag ihnen, sie sollen ihre Augen und Ohren aufmachen.
Gott hat sich schon zu unserer Gunst entschieden.
Er hat uns das Land, in dem Milch und Honig fließen
zurückgegeben
Die sechs Millionen Juden,
die die Nazis verbrannt haben,
sind jetzt wieder lebendig in Israel!
Sie sind auferstanden,
wie der Prophet Ezechiel es angekündigt hat.

Kündige überall die gute Nachricht
die Auferstehung Israels
den Wiederaufbau Jerusalems

Und ich würde dir gerne meine Traurigkeit ausdrücken.
Du bist ein großer deutscher Schriftsteller
mit 84 Jahren, als reumütiger Ex-Nazi
du hast alles gesehen, alles gehört
du weißt alles
du hättest dich erheben können,
um die Wahrheit zu sagen,
um den Holocaustleugnern die Wahrheit über die Shoah zu verkünden
um das Iranische Volk über die Wahrheit über deren Nuklearabsichten aufzuklären,
denn diese sind existenzbedrohend für die ganze Menschheit.

Du, „ein Gewissen“, ein Nobelpreis.
Du hättest deine Jugendschuld, deine SS-Schuld begleichen können
Du, der unser ganzes Leiden gesehen hat
Du hättest dann bewiesen, dass du dich wirklich geändert hast,
dass Deutschland sich geändert hat.

Aber du hast es nicht getan
Du hast es vorgezogen, dich der „Meute“, der knurrenden Meute anzuschließen,
der Meute, die mit den Wölfen heult, die dieses kleine Land umzingelt

Das ist der Grund, weshalb ich dir fortan nichts mehr zu sagen habe.
Erspare uns deine Gemütsbewegungen.
Und du sollst wissen, Günter Grass,
dass ich weiter davon träumen werde,
obwohl es dich gibt, von dem Tag
wo ich das Risiko eingehen kann, ohne gelyncht zu werden
mich hinzusetzen,
zu trinken
mit arabischen Freunden
ein Glas Tee
in Ramallah.

***
Dr. Claude Salama ist israelischer Arzt, Dichter und Dramaturg.

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Apartheid in Hebron

Wieder einmal wurde in Hebron ein Palästinenser Opfer einer Ideologie, die mit Fug und Recht mit der Apartheid verglichen werden kann.

Muhammad Abu Shahala wurde zum Tode verurteilt, weil er sein Haus an einen Juden verkauft hat. Zwar kennt die israelische Gesetzgebung die Religions- und Handelsfreiheit, aber Israel und seine Bürger- und Menschenrechte werden leider weder von der Hamas noch von der Fatah anerkannt. Im Gegenteil: Beide Organisationen sprechen sowohl allen Juden als auch den Palästinensern, die sich systemkritisch, schwul, lesbisch, westlich, aufgeklärt oder feministisch geben, regelmäßig die elementarsten Grundrechte ab, wenn es um den eigenen Machterhalt geht.

Laut einer Regelung der Fatah und der Hamas ist es Palästinensern verboten, Land an Juden zu verkaufen. Daher wartet auf Muhammad Abu Shahala nun der Tod! Es fehlt nur noch die Unterschrift von Präsident Mahmud Abbas, um das Urteil zu vollstrecken.

Jüdische Organisationen in Hebron haben bereits einen Brief unter anderem an UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon und US Außenministerin Hillary Clinton geschrieben mit der Bitte, für Shahala zu intervenieren. Israel ist und bleibt somit die einzige Demokratie im Nahen Osten, die sich aktiv dafür einsetzt, der an die Apartheid erinnernde Politik der palästinensischen Organisationen Fatah und Hamas ein Ende zu bereiten. Im Brief heißt es:

„Es ist abstoßend, dass Grundstücksverkäufe mit der Todesstrafe geahndet werden. Die Existenz eines solchen barbarischen und perversen Gesetzes zeigt das wahre Gesicht der palästinensischen Autonomiebehörde. Wie wäre denn die Reaktion, wenn es so ein Gesetz in den USA oder Europa geben würde? Eigentlich gab es solch ein Gesetz in Europa vor weniger als 100 Jahren schon einmal, damals bekannt als Nürnberger Gesetze.“

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Salafisten verteilen Lies!

Es ist in den letzten Tages einiges über die kostenlose Verteilung von Koranausgaben in Deutschland durch Salafisten geschrieben worden. Mich erinnert die Aktion ein wenig an den 23. Juni 2012. An dem Tag soll nämlich im Rahmen des 60. Erscheinungsjahres der ersten Bild-Zeitung unter dem Motto «Bild für alle» eine Sonderausgabe der Bild-Zeitung kostenlos an nicht weniger als 41 Millionen deutsche Haushalte geschickt werden. Bei Facebook gibt es sogar schon eine Seite gegen diese kostenlose Verteilung: “BILD Zeitung – NEIN Danke”.

Gibt es eigentlich schon eine Seite mit dem Titel „KORAN – NEIN Danke“ oder „IKEA Katalog – NEIN Danke“ oder „WACHTURM – NEIN Danke“?

Kinder, beruhigt Euch, es ist doch nur bedrucktes Papier! Einfach annehmen, lesen oder sonst was damit tun. Die Bild-Zeitung zum Beispiel nutze ich manchmal, um den Kamin oder den Grill anzuzünden. Man kann in Papier aber auch gut den Fisch einpacken oder ein Buch dafür verwenden, dass der Tisch in der Küche nicht mehr wackelt. Es gibt also keinen Grund zur Panik!

Im Gegenteil: Es gibt sogar einen guten Grund zum Lachen. Die Aktion nämlich, bei der einige Salafisten in Deutschland den Koran verteilen, läuft unter dem Motto „Lies!“ Mir ist schon klar, dass „Lies!“ der Imperativ von Lesen ist, aber „Lies“ bedeutet in unserer durch die englische Sprache stark beeinflussten Kultur eben auch „Lügen!“ Und dieses Motto „Lies!“ tragen jene Salafisten, die den Koran verteilen, auf ihren Hemden und T-Shirts. Und so kommt es, dass ein Salafist einen Koran in der Hand hält und dabei stolz ein Hemd trägt, auf dem „Lies!“ zu lesen ist: Lügen! Andere wiederum verteilen zu Koran Postkarten, auf denen „Lies!“ zu lesen ist: Lügen! Ganz harte hauen direkt ein Plakat raus, auf dem der Koran zu sehen ist und darunter ganz fett: „Lies!“ Auf einem Plakat steht sogar: „Jetzt kostenlos erhältlich: Lies!“ Köstlich.

Hätte sich Geerts Wilders das erlaubt, es wäre bestimmt zu einem Aufschrei gekommen in Europa, aber Salafisten dürfen das! Also ich find’s lustig!

Obwohl es mir an manchen Stellen ein bißchen zu weit geht. Die Internetseite www.lies.de präsentiert nämlich ausschließlich muslimische Literatur und den Koran. Das finde ich eindeutig islamophob!

Ansonsten gilt der alte Spruch: „Was nichts kostet, ist auch nichts wert!“

Bleibt nur noch die Frage: Wer hat den Koran ins Deutsche übersetzt? Eine Art muslimischer Martin Luther? Macht er bald auch seinen eigenen Laden auf? An welche Moschee wird er seine Thesen nageln? Und vor allem: Gibt es bald wieder 30 Jahre Krieg?

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Die BILD und der KORAN

Im Rahmen des 60. Erscheinungsjahres der ersten Bild-Zeitung soll am 23. Juni 2012 unter dem Motto «Bild für alle» eine Sonderausgabe der Bild-Zeitung kostenlos an nicht weniger als 41 Millionen deutsche Haushalte geschickt werden. Bei Facebook gibt es schon eine Seite gegen diese kostenlose Verteilung: „BILD Zeitung – NEIN Danke“

Ich muss gestehen, die Leute, die in der kostenlosen Verteilung der Bild-Zeitung ernsthaft ein Affront sehen, erinnern mich ein wenig an jene Leute, die über Ostern 2012 voll die Krise bekommen haben, weil der Koran kostenlos verteilt wurde.

Kinder, es ist doch nur bedrucktes Papier! Einfach annehmen, lesen oder sonst was damit tun. Die Bild-Zeitung zum Beispiel nutze ich manchmal, um den Kamin oder den Grill anzuzünden. Es gibt also keinen Grund zur Panik!

Wenn es einen Grund zur Panik gibt, dann wegen der Art und Weise, wie mit den Kritikern der kostenlosen Verteilung umgegangen wird. So albern ich die Kritik an der kostenlosen Verteilung von bedrucktem Papier finde, so sehr hat jeder Mensch das Recht, diese Kritik zu äußern. Und genau hier liegt das Problem, das uns alle angeht:

Die Kritiker der kostenlosen Verteilung der Bild-Zeitung genießen das Recht und die Sicherheit, die ihnen zusteht. Die Kritiker der kostenlosem Verteilung des Korans jedoch werden bedroht! In einem vierminütigen Video auf YouTube wurden Journalisten der „Frankfurter Rundschau“ und des „Tagesspiegels“, die sich kritisch mit der kostenlosen Verteilung des Korans beschäftigt hatten, namentlich genannt und bedroht. In dem YouTube-Video, in dem Bilder und private Informationen der Journalisten gezeigt werden, heißt es:

„Wir haben nun detaillierte Informationen über die Affen und Schweine, die verlogene Berichte über DawaFFM und viele andere Geschwister veröffentlicht haben (…) Wir besitzen eine Menge an Daten von dir, zum Beispiel wissen wir, wo du wohnst, wir kennen deinen (Fußball-)Verein, wir besitzen deine Mobilfunknummer“, heißt es in dem YouTube-Film, das nur dazu dient, Journalisten einzuschüchtern.

Genau hier gilt es, Stellung zu beziehen: Das Problem ist nicht die kostenlose Verteilung der Bild-Zeitung und des Korans. Das Problem ist auch nicht die Kritik der kostenlosen Verteilung der Bild-Zeitung und des Korans. Das Problem ist die Art der Kritik und da sind es deutlich nicht die Bild-Sympathisanten, die sich was vorzuwerfen haben.

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