Grundsätzlich steht einer Kreuzigung an Karfreitag nichts im Weg.
Bei dieser Kreuzigung zum Beispiel wird die Abstandsregel vorbildlich eingehalten:
Antonello da Messina, 1475
Allerdings dürfen an Karfreitag nur maximal fünf Personen aus zwei Haushalten zusammenkommen. Dies ist hier nicht gegeben. Diese Kreuzigung muss daher dennoch augenblicklich aufgelöst werden.
Keine Toleranz gibt es für Kreuzigungspartys wie in diesem Fall:
Lucas Cranach d.Ä., um 1500
Veröffentlicht unterChristentum|Kommentare deaktiviert für Die Kreuzigung muss leider ausfallen!
Es ist Mitte März 2021. Seit über einem Jahr befindet sich Deutschland im Corona-Ausnahmezustand. Das sind die Zahlen der Todesfälle in Deutschland (Stand: 16. März 2021):
Bisher sind in ganz Deutschland zehn Kinder und Jugendliche unter zwanzig Jahren an oder mit Corona gestorben.
10 Kinder und Jugendliche.
60 Menschen unter 30 Jahren.
193 Menschen unter 40 Jahren.
Ich bin 44 Jahre alt, die folgende Zahl ist somit für mich besonders wichtig:
591 Menschen unter 50 sind bisher an oder mit Corona gestorben.
Das ist ein Drittel von allen Corona-Todesfällen, die zwischen fünfzig und sechzig Jahren zu beklagen sind. 1.911 Menschen im Alter von 50 bis 59 sind an und mit Corana gestorben. Das heißt für alle Menschen unter 60 zusammen:
2.502 Menschen unter 60 sind bisher an oder mit Corona gestorben.
Das wiederum ist ein Drittel aller Corona-Todesfälle zwischen sechzig und siebzig Jahren.5679 Menschen im Alter von 60 bis 69 sind an und mit Corana gestorben. Das heißt für alle Menschen unter 70 zusammen:
8181 Menschen unter 70 sind bisher an oder mit Corona gestorben.
Das sind 11,14% aller Corona-Todesfälle.
65.264 Menschen, die älter sind als siebzig Jahre, sind bisher an oder mit Corona gestorben.
Insgesamt sind bisher 73.445 Menschen in Deutschland an oder mit Corona gestorben.
Das sind die Zahlen der gemeldeten Corona-Infektionen in Deutschland (Stand: 22. März 2021):
208.915 Infektionen wurden bei Kindern und Jugendlichen unter 15 Jahren gemeldet. Das bedeutet: Unter 0,005% aller an Corona erkrankten Kinder und Jugendliche, sind daran gestorben.
Ein Kind von 20.890 als infiziert gemeldeten Kindern in Deutschland stirbt.
Bei den unter 35-jährigen Menschen stirbt eine Person von ungefähr 5000 als infiziert gemeldeten Menschen.
Über 16 Millionen Kinder und Jugendliche leben in Deutschland. Davon sind 10 Menschen an oder mit Corona gestorben, also 0,00006%.
Knapp 20 Millionen Menschen im Alter von 20 bis 39 leben in Deutschland. Davon sind 183 Menschen an oder mit Corona gestorben, also 0,0009%.
Von allen Deutschen unter 40 stirbt eine Person pro 186.528 Einwohnerinnen und Einwohner an oder mit Corona.
Für alle Menschen in Deutschland liegt die Zahl jener, die an oder mit Corona gestorben sind, deutlich höher, nämlich bei 0,09%, also eine Person auf 1.131. Dies liegt an der deutlich höheren Sterberate bei den Menschen über 60 Jahren.
Jede 335. Person in Deutschland über 60 Jahren stirbt an oder mit Corona.
Von 203.415 Kindern und Jugendlichen, die in Deutschland positiv auf Corona getestet wurden, sind über 203.400 Kinder wieder genesen.
Von 957.421 Menschen unter 35 Jahren, die in Deutschland positiv auf Corona getestet wurden, sind über 957.000 Menschen wieder genesen.
Es leben über 2,5 Millionen Menschen in Deutschland, die positiv auf Corona getestet wurden, dies gemeldet haben und die nicht gestorben sind.
Liebe Leserinnen und Leser, sollten Sie zu den Menschen gehören, die Corona hatten, melden Sie sich gerne bei mir und schildern Sie Ihre Erlebnisse. Ich veröffentliche Sie gerne. Sie erreichen mich via Mail unter: gerdbuurmann@hotmail.de
Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.
Krisenchat.de ist ein gemeinnütziges Unternehmen in Berlin. Es entstand zum Anfang der Corona-Krise, um Kindern und Jugendlichen in Not Unterstützung anzubieten. Bei Krisenchat bieten erfahrene Ehrenamtliche aus den Bereichen Psychologie, Psychotherapie und Sozialpädagogik rund um die Uhr eine anonyme Anlaufstelle für verzweifelte Menschen. Bernd Janning ist Psychologie-Masterstudent und hilft bei Krisenchat. Er sagt:
„Uns schreiben täglich mehrfach Kinder, die verprügelt oder eingesperrt werden. Wir sehen: Bei allen nimmt die Belastung durch den Lockdown zu, die Nerven liegen blank. Jedes fünfte Kind, das sich meldet, hat Selbstmordgedanken und verletzt sich selbst.“
Dies sind die Auswirkungen der Strategie zur Bekämpfung von Corona. Wie hat sich Corona selbst auf die Kinder und Jugendlichen ausgewirkt?
Mit Stand 16. März 2021 sind in ganz Deutschland bisher zehn Kinder und Jugendliche an Corona gestorben.
Wenn sich somit nur elf Kinder und Jugendliche aus Verzweiflung um die momentane Situation das Leben nehmen, hat die Bekämpfung von Corona mehr Kindern das Leben gekostet als Corona selbst.
Gesundheitsminister Jens Spahn sagte während einer Regierungsbefragung im April 2020: „Wir werden in ein paar Monaten wahrscheinlich viel einander verzeihen müssen.“
Dies gilt besonders für unsere Kinder und Jugendlichen. Sie leiden und verzweifeln gerade in einem Kampf gegen eine Sache, die für sie selbst keine außergewöhnlich große Gefahr darstellt. Die junge Generation leistet somit große Opfer für andere.
Wie in jedem Krieg leiden auch im Krieg gegen Corona besonders die jungen Menschen. Kinder und Jugendliche werden zum Wehrdienst gegen das Coronavirus zwangsverpflichtet. Jugendliche, die diesen Kriegsdienst verweigern und die Uniformen der Hygiene nicht anlegen oder die Befehle zur Distanz nicht exekutieren, gelten als Deserteure, die das Vaterland schwächen und das Wohl und die Gesundheit des Volkes gefährden.
In Hamburg wurde im Februar 2021 ein Jugendlicher von der Polizei gejagt, weil er keine Maske getragen und seine Freunde umarmt hatte.
Im ganzen Land sehen sich Jugendliche einer massiven Verfolgung ausgesetzt, weil sie Corona-Kriegsdienstverweigerer sind. Wir werden bei diesen jungen Menschen in Zukunft noch sehr massiv und in tiefer Scham und Demut um Verzeihung bitten müssen.
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Am 31. Februar begeht die christliche Welt den Tag des Heiligen Covidius.
Was? Sie kennen den Heiligen Covidius nicht? Dabei ist er einer der am meisten verehrten Heiligen des christlich-jüdischen Abendlandes. Zumindest heute.
Gelebt hat er irgendwo und irgendwann, die Details sind in diesem Fall unerheblich.
Legende besagt, dass er als junger Mann sich vorgenommen hat, nicht mehr zu atmen. Das Atmen sei, nach seiner Überzeugung, den Menschen vom Satan gegeben worden, damit sie sich mit allen möglichen Seuchen gegenseitig anstecken. Also hörte Covidius auf zu atmen und das gelang ihm, wie durch ein Wunder ganz gut. Nur ein bisschen blass wurde er.
Nach dieser schicksalhaften Entscheidung lebte der Heilige Covidius ein geistig erfülltes und besinntes Leben. Er starb nach fünf Minuten im beachtlichen Alter von 19 Jahren. In dieser Zeit verfasste er zahlreiche Schriften, die sich allesamt mit allerlei Seuchen befassten.
Er riet den Menschen, ihren vom Teufel gegebenen Egoismus abzulegen und sich ausschließlich dem Wohl und der Gesundheit der Gemeinschaft zu widmen. Am besten liesse es sich der Gemeinschaft dienen, so der Heilige, wenn man sie von der eigenen nichtigen und gefahrenbringender Existenz befreit. Der Einzelne in seinem grenzenlosen Egoismus, der sich in ständiger Suche nach Nähe und Kontakt mit anderen äussert, soll sich zurückziehen von der Gemeinschaft, soll womöglich ein in sich gekehrtes und isoliertes Leben führen. Nur auf diese Weise ist es möglich, alle Gefahren, die der Teufel dem Menschen in den Weg stellt, zu eliminieren und zu vermeiden.
Menschen sollten am besten zu Hause alleine in ihren Zimmern bleiben. Auf keinem Fall sinn- und zwecklos auf die Strasse gehen, wo sie der absoluten Gefahr ausgesetzt sind, anderen Menschen zu begegnen und sich gegenseitig anzustecken. Alle erdenklichen Versammlungen sollten gemieden werden.
Solche von Satan erfundenen Einrichtungen, wie Theater, Zirkusse, Konzertsäle, Museen oder Bordelle sollen für ewig geschlossen werden. Fleischliche Lust, diese Ausgeburt der Hölle, soll komplett untersagt werden. Umarmungen, Berührungen, und Gott behüte Küsse sind zu unterlassen.
Kindern ist strengstens beizubringen, dass sie schuld sind. An allem. Egal, was passiert. Läden, Geschäfte und Gaststätten sind zu schließen. Haareschneidereien auch. Kurzum, der einzige gottgegebene Weg für den Menschen, sich vor dem Höllenfeuer der Seuche zu retten ist es, sich selbst abzuschaffen. Im Idealfall zu sterben. Denn haben Sie schon mal einen Toten gesehen, der sich mit irgendwas infiziert hat?
Wie gesagt, heute scheinen die Lehren des heiligen Covidius von weisen und um den Wohl der Menschheit besorgten Politikern wiederentdeckt zu werden. Und der Vorreiter auf dem Weg der Menschenrettung ist Deutschland.
„Gerade wir als Deutsche sollten uns bemühen, so viele Menschenseelen … ähm … Menschenleben zu retten. Wir tragen da absolut eine besondere geschichtliche Verantwortung“, sagte unlängst in einem Interview der Hausmeister des Kanzleramtes Siegfried Faust, bevor er ans Putzen zurückging. Säuberlich, anständig, gründlich und unnachgiebig.
In diesen schwierigen Zeiten sollten wir alle an Herrn Faust Beispiel nehmen! Oder wollen wir etwa den totalen Virus?
Na also!
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Morgen trifft sich wieder das Kasperletheater der Ministerpräsidenten. Ich bin ein großer Freund von Grauzonen. Nur schwarz oder weiß finde ich fast immer ungesund. Diesmal ist das anders. Ich sage: Alles auf oder alles zu!
Und mit „zu“ meine ich auch: Schulen, Kitas, Firmen, Büros, ÖPNV, Supermärkte, Ausgangssperre.
Während große Teile der Gesellschaft kaum beeinträchtigt sind, weil Sie sowieso immer schon ein Leben aus Bahn, Büro, Supermarkt und Netflix geführt haben, wird eine Minderheit ihrer Existenz, ihrer Kreativität und ihrer mentalen Kraft beraubt. Während in den Parks Zehnergruppen den beginnenden Frühling genießen, stelle ich mir die Frage, warum ich vor zwanzig Personen mit Maske kein anspruchsvolles Kabarett machen darf. Ich würde dafür sogar einen Kabarett-Workshop machen.
Der momentane Zustand ist ein Nährboden für soziale Ungerechtigkeit. Seit fast einem Jahr verbreitet sich das von den Corona-Krisenstäben injizierte Gift der Ungleichbehandlung in den Adern der Gesellschaft. Ein ungesunder Zustand.
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Am Montag, dem 1. März 2021, trafen sich um 11 Uhr morgens ein paar Künstlerinnen und Künstler in der Kölner Comedia zu einer ganz besonderen Aktion.
Da am 1. März 2021 die Friseurgeschäfte in Deutschland wieder öffnen durften, freuten sich Künstlerinnen und Künstler öffentlich sehr für die Friseurinnen und Friseure und nutzten dabei die Gelegenheit, um mit einer kleinen Artistis-Live-Haircut-Performance in der Comedia auf die Lage der Kulturbranche in Deutschland aufmerksam zu machen. Mit dabei waren Anka Zink, Nessi Tausendschön, Barbara Ruscher, Robert Griess, Willibert Pauels, Torsten Schlosser, Ausbilder Schmidt, Markus Riedinger, Christoph Sieber, Sebastian Rüger, Andrea Volk und Gerd Buurmann.
Robert Griess erklärte in der Presseerklärung zur Performance:
„Unsere Branche befindet sich seit 2. November 2020 im Lockdown, damit andere Branchen geöffnet bleiben können und hat bis heute keine Öffnungs-Perspektive, obwohl es inzwischen durch zahlreiche wissenschaftliche Studien immer mehr belastbare Erkenntnisse gibt, nach denen die Theater bei kontrollierter Auslastung und unter Wahrung von Hygiene-Konzepten zu den sichersten Orten im Öffentlichen Raum gehören. Ein Theaterbesuch ist laut Aerosol-Vergleichsstudie der TU Berlin sicherer als ein Einkauf im Supermarkt, eine Fahrt mit der U-Bahn, und erst recht sicherer als ein Schulbesuch oder die Arbeit im Büro mit Kollegen. Wir möchten sehr gern darauf aufmerksam machen, dass unter Einhaltung von Hygiene-Konzepten niemand Angst vor einem Theater-Besuch haben muss und würden uns freuen, wenn diese gesicherten wissenschaftlichen Erkenntnissen in die Entscheidungsfindung der Politik Eingang finden.“
Kabarettistin Nessi Tausendschön rief auf Französisch: „Es lebe die Kultur!“
Kabarettist Torsten Schlosser nutzte die Gelegenheit für eine Kritik in Richtung der Bundesregierung, der Opposition und der Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker.
Kabarettistin Andrea Volk erklärte, wie sehr sie die Bühne vermisst und machte den Papst:
In den letzten Monaten wurde viel über „systemrelevanten Berufe“ gesprochen. Was sind überhaupt systemrelevante Berufe? Jene, die die Nahrung und das pure Überleben sichern? Essen, trinken und atmen machen Tiere auch.
Sind jene Menschen systemrelevant, die Haare schneiden?
Wenn es etwas gibt, das uns Menschen im Wesen ausmacht, dann ist es vor allem unsere Fähigkeit, Kunst und Kultur zu erschaffen. Die Begabung, Geschichten zu erzählen und Bilder zu ersinnen, zeichnet uns als Menschen aus. Diese Gabe macht uns besonders relevant. Kultur ist kein Bonus der Menschheit, sie ist die Menschheit!
Eins ist ganz sicher: Kultur ist nicht systemrelevant!
Kultur ist nicht dafür da, um Systemen zu nutzen oder sie zu stützen. Mit der Kultur lebt der Menschen sein Menschsein und das bemisst sich nicht im Nutzen.
Kultur macht aus der bloßen Existenz ein Leben mit Sinn. Kultur ist nicht nur Überleben. Kultur ist Leben. Kultur ist Revolution und Freiheit. Kultur ist Menschheit und die Menschheit ist kein ordentliches System, sondern ein wunderbar chaotischer Haufen voller Fehler und Gefahren.
Bayerns Ministerpräsident Markus Söder hat erklärt, die Entscheidung für die Wiedereröffnung der Friseure habe „nicht nur mit Hygiene“ zu tun, sondern „auch mit Würde„.
Die Würde des Menschen manifestiert sich vor allem in seiner Kultur. Es ist daher schon spannend, dass zur Zeit für den Menschen als Homo oeconomicus allerlei Lockerungen ermöglicht werden. Die Freiheit des nützlichen und arbeitenden Menschen wird nicht überall, aber hier und da verteidigt. Die Freiheit des genießenden Menschen jedoch wird nach wie vor strikt beschnitten. Die Theater, Konzertsäle, Bars, Restaurants, Clubs und Diskotheken sind seit Monaten geschlossen. Es sind jene Orte, an denen der Mensch nicht seinen Nutzen unter Beweis zu stellen sucht, sondern wo er seine Würde genießt.
Leider zweifeln viel zu viele Menschen an genau dieser Würde. Jemand, der sich im Supermarkt oder bei der Arbeit ansteckt, ist ein armer Held der Gesellschaft. Wer sich jedoch in einem Theater oder in einem Restaurant anstecken würde, der ist ein egoistischer Bösewicht.
Nein, Kultur ist nicht egoistisch!
Das gemeinschaftliche Tanzen, Singen, Essen, Trinken und Lachen ist kein Hedonismus, den man gefälligst mal temporär einzustellen hat, um das Überleben der Gattung Mensch zu sichern. Der einzelne Mensch ist nicht bloß ein Teil seiner Art. Der Mensch hat Würde.
Kultur macht den Menschen aus. Wir sollten sie mutig verteidigen. Willibert Pauels zitierte Hilde Domin, die einst sagte: „Wir essen Brot, aber wir leben von Glanz!“
Eine Stellungnahme vom Kölner Oberstaatsanwalt Ulf Willuhn.
In dem Verfahren um die Verbreitung einer antisemitischen Hetzschrift durch einen privaten Nutzer des Kommunikationsdienstes Twitter am 10.02.2021 ist mit Verfügung vom 17.02.2021 nach Veranlassung der erforderlichen Vorermittlungen von der Durchführung weiterer Ermittlungen abgesehen und das Verfahren eingestellt worden.
Festzustellen war insoweit, dass es zwar zu einer tausendfachen digitalen Verbreitung einer besonders abstoßenden Hetzschrift gekommen und hierdurch grundsätzlich auch der Tatbestand der Volksverhetzung durch Verbreiten von Schriften i.S.d. § 130 Abs. 2 StGB erfüllt worden ist. Durch dieses Handeln wurden bei objektiver Betrachtung der ursprüngliche Verbreitungsgrad der Hetzschrift und die mit ihr verbundene Gefährdung bei objektiver Betrachtung exponentiell gesteigert. Fraglich und Gegenstand der hier weiter zwingend durchzuführenden Ermittlungen war aber, ob dem Verbreiter die Ausnahmevorschrift des § 130 Abs. 7 i.V.m. § 86 Abs. 3 StGB zur Seite stand. Nach dieser Norm kann eine Volksverhetzung ausnahmsweise unter anderem dann nicht strafbar sein, wenn sie der staatsbürgerlichen Aufklärung oder der Berichterstattung über Vorgänge des Zeitgeschehens dient. Dies war aber – anders als manchenteils angenommen – nicht von vornherein und ohne weiteres zu bejahen, sondern angesichts des Ausnahmecharakters der fraglichen Norm einerseits und des besonders üblen Inhalts der Hetzschrift andererseits eingehend zu prüfen.
Nicht unproblematisch war etwa, ob diese Ausnahmevorschrift für das Handeln von Privatpersonen in sozialen Netzwerken überhaupt Geltung beanspruchen kann oder nicht nur für das Handeln von Beschäftigten von Bildungseinrichtungen oder für sonstige im Bereich staatsbürgerlicher Aufklärung handelnde Amts- und Mandatsträger gilt. Überdies war zu prüfen, ob die mit der Verbreitung der Hetzschrift verbundene Stellungnahme des Verbreiters eine so eindeutige Distanzierung und Abstandnahme vom Inhalt der Hetzschrift beinhaltet hat, die für die Annahme eines straflosen Handelns ausreichend war. Dies wurde aufgrund der konkreten Umstände des Einzelfalls, die zunächst aufzuklären und alsdann zu bewerten waren, letztlich angenommen.
Aus den gleichen Gründen war auch hinsichtlich derjenigen Personen, die den Tweet des Verbreiters und damit verbunden auch die Hetzschrift weiterverbreitet haben, im Ergebnis von der Aufnahme weiterer förmlicher Ermittlungen abzusehen. Die Person der Oberbürgermeisterin der Stadt Köln war entgegen anders lautender Presseberichte ebenso wie etwa den Tweet teilende Antisemitismusbeauftragte zu keinem Zeitpunkt Gegenstand von Vorermittlungen, da insoweit die Ausnahmevorschrift des § 130 Abs. 7 i.V.m. § 86 Abs. 3 StGB offensichtlich einschlägig war.
In dem Grundsachverhalt der Verbreitung der fraglichen Hetzschrift Anfang Februar 2021 in einer Kölner Straßenbahn dauern die Ermittlungen noch an.
Veröffentlicht unterNachrichten|Kommentare deaktiviert für Presseerklärung der Staatsanwaltschaft Köln
I am a laughing stock. The nourishment. I am the dying quarry being ripped apart by the hyenas. I am a true delicacy.
And with the warm fat smeared about their mouths they do not even taste me or savor the flavor, for they have become merely empty stomach. The acidity pouch that must be stuffed.
And their satisfaction is direct.
There is something that happens when you have become the food for others. Your learn to portion yourself. You learn to swallow hard and fast, so that no second helping of you can be taken. You become stomach, too. But the meal is not tasty, on the contrary, it revolts. It is the regurgitated you lick off yourself after it has been spewed upon you. You are the offering and the offered, the vehicle carrying the dinner and the leftovers. But in that moment you do not notice this.
You only feel what has been taken, what is missing after you have offered it away. Something borrowed, because, obviously, it did not belong to you to begin with. And then, when it is gone, and they have thrown back the stripped bones in your face, you feel a relief. A burdon taken off your back. Having been reduced to the nothing they cannot take away.
(TINJV)
Veröffentlicht unterFremde Feder|Kommentare deaktiviert für …mundane, contrite
Tapfer im Nirgendwo präsentiert einen Sketch von Viktoria Burkert in der Regie von Joseph Vicaire.
Schauspiel: Martina Vikanis, Dirk Volpert, Markus Schimpp * Kamera und Schnitt: Julian Baars * Licht und Komparse: Vincent Heinen * Ton: Elena Lenzen * Regieassistenz: Heiko Menzel * Ort: Atelier Theater, Köln * Buch: Viktoria Burkert * Regie: Joseph Vicaire
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