Dirks Corona Logbuch #1

Dirk Gebhardt ist einer der hinreißendsten und komischsten Menschen, die ich kenne. Am 27. März 2021 fiel bei ihm ein Corona-Schnelltest positiv aus. Für Tapfer im Nirgendwo schreibt er nun sein Corona-Logbuch.

(Foto: Tom Wolff)

Logbuch einer Erkrankung – Sternzeit 270321.4

Nachdem ich aufgrund eines mitten im Siegburger Bahnhofs havarierten Güterzuges (was für sich schon eine eigene Geschichte wert wäre) 4,5 Stunden auf zugigen (pun intended) Bahngleisen verbracht habe und bald darauf Erkältungssymptome bekam, habe ich mir natürlich dummerweise erst einmal nichts dabei gedacht. Nein, Corona, das kann es ja nun wirklich nicht sein. Du hast immer Maske getragen und die AHA-Regeln eingehalten. Und du hast dich ja auf dem Gleis verkühlt … Völlig klar.

Nun ist es Samstag, der 27. März und ich werde wach und habe eine SMS von meinem Chef „Ruf mich mal bitte an“, hieß es da. An einem Samstag. Seltsam.

Also rufe ich ihn an. Er sagt: „Mach mal möglichst schnell ’nen Test, ich bin nämlich Corona positiv.“ Bämm!

Also, denke ich mir, wird ja kein Problem sein, hier in Sankt Augustin schnell einen Test machen zu lassen. Nach einer umfangreicheren Suche finde ich heraus, dass es zwar drei extra eingerichtete Teststellen in Sankt Augustin gibt, diese aber alle nur unter der Woche testen. Es gibt zwar eine testende Apotheke, die sogar fußläufig gut erreichbar ist, es muss hier erwähnt werden, dass ich kein Auto habe, und im Verdachtsfall natürlich nicht mehr mit dem öffentlichen Personennahverkehr unterwegs sein darf, dort benötigt man aber einen Termin.

Also ging ich auf die Website zur Terminbuchung. Erster möglicher Termin: 11. April! Na, das wird mir jetzt wohl nicht helfen. Also muss ich den Radius erweitern. Siegburg hat ein Testzentrum, das sogar samstags arbeitet und noch Termine frei hat. Also flugs einen Termin vereinbart und losmarschiert.

Nun wissen diejenigen, die mich kennen, dass Wandersport noch nie wirklich mein Steckenpferd war, also der etwa fünf Kilometer lange Weg an normalen Tagen schon nicht unbedingt Freude, Glück und Befriedigung verspricht. Aber es hilft ja nichts, ein Ergebnis muss her. Also wird losgelaufen, hustend und prustend, bis ich irgendwann am Ziel angekommen bin und denke: „Hui, das war schon ganz schön anstrengend. Hoffentlich ist das Ergebnis negativ, dann kann ich mit dem Bus zurückfahren!“

Der Test ging super schnell und nun musste ich 15 Minuten warten. 

Übrigens, falls Sie sich gerade fragen, nein, diesen Test kann man natürlich nicht mit der Corona Warn-App verknüpfen, denn es ist ein eigenes System. Ich sag es nur.

Ergebnis: POSITIV! Das ist erst mal ein Schock, bin ich doch auch Risikogruppe und so.

Zweiter Schock: Jetzt darf ich die fünf Kilometer auch wieder zurücklaufen!!!!

Auf dem Weg habe ich dann meinen Chef informiert und meine Gruppe, die ich ausbilde, damit diese vielleicht sicherheitshalber auch einen Test machen.

Das Testergebnis informiert mich auch darüber, dass ich mich jetzt sofort in Quarantäne zu begeben habe und dass das Ergebnis auch dem Gesundheitsamt gemeldet wird, und ich mich sofort mit dem Gesundheitsamt in Verbindung setzen muss. Ich denke mir, wenn ich es lebend nach Hause schaffe, werde ich sofort das Gesundheitsamt anrufen …

Fortsetzung folgt! Für Teil 2 klicken Sie hier.

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(TINDG)

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Gerd Buurmann im Gespräch mit Christiane Olivier

Ein Gespräch über die Gefahr, zensiert zu werden, vor allem wenn man Dinge sagt, die den Öffentlichen-Rechtlichen nicht gefallen.

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(TINCO)

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Gerd Buurmann im Gespräch mit Malca Goldstein-Wolf

Ein Gespräch über den Mut, sich in Debatten einzumischen, auch wenn es die SPD auf die Palme bringt.

(TINMGW)

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Was glauben die Täter, wer sie sind?

Am 22. März 2021 wurde auf den Supermarkt King Sooper in Boulder im US-Bundesstaat Colorado ein Anschlag verübt. Zehn Menschen zwischen 20 und 65 Jahren wurden dabei ermordet. Ihre Namen sind:

Rikki Olds * Neven Stanisic * Eric Talley * Lonna Bartkowiak * Teri Leiker * Denny Stong * Jody Waters * Suzanne Fountain * Kevin Mahoney * Lynn Murray

Der Anschlag begann kurz nach 14:30 Uhr, als ein bewaffneter Mann den Parkplatz des Supermarkts betrat und dort auf Kunden schoss. Ein Mensch wurde im Auto erschossen und eine weitere Person auf dem Parkplatz. Danach betrat der Täter den Supermarkt und schoss um sich.

Um 14:33 Uhr erhielt die Polizeistation in Boulder den ersten Notruf. Einer der ersten Polizisten vor Ort war der 51-jährige Eric Talley. Er betrat den Supermarkt um 14:50 Uhr und wurde dort vom Täter erschossen. Eric Talley hinterlässt sieben Kinder.

Ab 15 Uhr eröffneten weitere dazugekommene Polizisten das Feuer auf den Attentäter, dem dabei ins Bein geschossen wurde. Daraufhin ergab sich der Täter, indem er rief: „Ich gebe auf. Ich bin nackt!“

Bei dem Täter handelt es sich um den 21-jährigen Ahmad Al Aliwi Al-Issa. Er wurde 1999 in Syrien geboren und ist ein eingebürgerter US-Bürger. Seine Familie wanderte 2002 in die Vereinigten Staaten von Amerika aus.

Im Jahr 2017 wurde er erstmals verhaftet, weil er einen Klassenkameraden an der Arvada West High School geschlagen hatte. Er bekannte sich im Zusammenhang mit dem Vorfall einer Körperverletzung schuldig und erhielt eine Bewährungsstrafe.

Seine Identität ist dem Bundesamt für Ermittlungen bereits bekannt, da eine Verbindung zu einer Person besteht, die von den Ermittlungsbehörden beobachtet wird.

Der Anschlag in Boulder fand nur ein paar Tage nach einem Anschlag in Atlanta im US-Bundesstaat Georgia statt. Am 16. März 2021 fand in drei Massagesalons in der Metropolregion Atlanta eine Reihe von Massenerschießungen statt, bei denen sieben Frauen und ein Mann zwischen 33 und 74 Jahren ermordet wurden. Ihre Namen sind:

Soon Chung Park * Hyun Jung Grant * Suncha Kim * Yong Ae Yue * Delaina Ashley Yaun * Paul Andre Michels * Xiaojie Tan * Daoyou Feng

Überwachungsaufnahmen zeigen einen Mann, wie er bei dem Massagesalon Young’s Asian Massage in der Nähe von Acworth ankam und eine Stunde lang auf dem Parkplatz saß. Um 15.38 Uhr betrat er den Salon und blieb für einen Zeitraum von einer Stunde und 12 Minuten drinnen. Um 16:50 Uhr verließ er den Salon wieder.

Um 16:54 Uhr erhielt das Sheriff-Büro von Cherokee County den ersten Notruf. Als die Polizei im Salon ankam, fanden sie zwei tote und drei verwundete Menschen in verschiedenen Räumen auf einem Flur vor. Zwei der Verwundeten starben später im Krankenhaus.

Um 17:47 Uhr wurde vom 48 Kilometer entfernten Salon Gold Massage Spa im Nordosten von Atlanta ein Notruf abgesetzt. Die eintreffenden Polizisten fanden drei erschossene Frauen vor. Während die Polizei im Salon war, erhielte sie Meldung über einen weiteren Notruf aus dem Salon Aromatherapy Spa auf der anderen Seite der Straße. Dort entdeckten sie eine weitere erschossene Frau. Daraufhin wurde das FBI hinzugezogen, um die Untersuchung zu unterstützen.

Nach den Morden veröffentlichte die Polizei von Cherokee County Überwachungsaufnahmen und wurde daraufhin von einem älteren Paar kontaktiert, das in dem Mann, der den Salon Young’s Asian Massage betreten hatte, ihren Sohn erkannt hatte. Die Eltern gaben den Behörden die Daten zu dem Wagen ihres Sohns, der mit einem Ortungsgerät ausgestattet war, so dass der Standort ermittelt werden konnte.

Gegen 20:30 Uhr wurde der Verdächtige von der Polizei in Crisp County, etwa 240 Kilometer südlich von Atlanta, entdeckt und festgenommen. Sein Name ist Robert Aaron Long. Er ist Christ und verbrachte vor den Morden viel Zeit in der Einrichtung HopeQuest. Dabei handelt es sich um eine evangelikale Behandlungseinrichtung, in der er hoffte, seine sogenannte „Sexsucht“ heilen zu können.

Gegenüber der Polizei gestand er die Taten und bezeichnete sie als Ergebnis seiner Sexsucht, die im Widerspruch zu seinen religiösen Überzeugungen stünden. Für ihn seien Massagesalons Quellen der sexuellen Versuchung. Er gab zu Protokoll, ursprünglich darüber nachgedacht zu haben, sich selbst zu töten. Er habe sich dann aber dazu entschieden, die Salons ins Visier zu nehmen, um anderen zu helfen, die mit Sexsucht zu tun haben. Er erklärte: „Ich wollte die Versuchung beseitigen.“

Trotz dieser klaren Motiverklärung des Täters kursierte einige Zeit lang die Spekulation, die Taten seien aus antiasiatischem Hass begangen worden. Mehrere Medien vermuteten, durch das Virus COVID-19 und dem Glauben, alle Asiaten seien für das Virus verantwortlich, habe der Täter seine Verbrechen begangen. Einige Kommentatoren von CNN bis HBO machten sogar die Republikaner und Donald Trump für die Taten verantwortlich.

Dabei erklärt der Täter selbst, seine Handlungen seien nicht rassistisch motiviert gewesen, sondern religiös. Es waren religiös motivierte sexistische Terroranschläge.

Warum tun sich so viele Menschen schwer damit, den Tätern zu glauben, wenn sie die Motive ihrer Verbrechen offen legen und erklären, ihre religiöse Ideologie habe sie zu den Taten getrieben?

Der Täter von Atlanta erklärt offen, seine Tat aus religiösen Gründen begangen zu haben. Auch der Täter von Boulder hatte Überzeugungen, die er offen auf seinem Profil auf Facebook artikulierte. Statt aber zu schauen, was der Täter selbst erklärt, wurde bei CNN und in anderen Medien über die Hautfarbe des Täters spekuliert. Es wurde sogar teilweise wahrheitswidrig behauptet, der Täter sei „weiß“ gewesen, wie es zum Beispiel CJ Werkeman von Byline Times auf Twitter tat:

Auch für viele andere Menschen stand die Hautfarbe des Täters im Mittelpunkt:

Wer ernsthaft glaubt, die Hautfarbe oder die Herkunft eines Menschen sei verantwortlich für sein Verhalten, ist Rassist. Es ist egal, ob der Täter aus Boulder aus Syrien kommt. Es ist so egal wie die Frage, welche Hautfarbe der Täter aus Atlanta hat.

Rassismus ist die Beurteilung eines Menschen aufgrund seiner Herkunft. Menschen sind jedoch nicht nach ihrer Herkunft zu beurteilen, sondern nach ihren Überzeugungen, also danach, woran sie glauben und wozu sie sich bekennen. Die wichtige Frage lautet daher: In welcher Kultur wurden die Täter erzogen und was haben sie daraus gemacht? Das ist die entscheidende Frage.

Schluss mit dem Rassismus. Die Herkunft der Täter ist irrelevant. Wichtig ist: Was glauben die Täter, wer sie sind?

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Nehmt Abschied!

Abschied nehmen ist wichtig für die Seele. Wer Abschied nimmt, akzeptiert den zum Abschied gehörenden Verlust und lässt die Trauer darüber zu.

Wenn ein Mensch auf Reisen geht, nimmt er Abschied, ebenso wie eine Person, die einen Arbeitsplatz, eine Wohnung oder eine Beziehung verlässt. Vor über einem Jahr haben wir alle wichtige Dinge verloren. Wir haben jedoch keinen Abschied genommen und das ist ein eklatantes Versäumnis. Wir müssen es endlich tun!

Als im März 2020 unsere Freiheiten beschnitten wurden, in der Hoffnung, damit Leben zu retten, als unsere Grundrechte eingeschränkt wurden, haben wir keinen Abschied genommen, weil wir dachten, der Zustand würde nur eine kurze Zeit andauern. Wir glaubten, alles ginge schnell vorbei. Kaum jemand ahnte, dass Weihnachten in Gefahr sein könnte.

Jetzt sind wir im März 2021 und der Zustand hält bereits über ein Jahr an. In ein paar Tagen werden Christen bereits ein zweites Mal nicht im großen Kreis Ostern feiern können. Juden werden zum zweiten Mal zu Pessach nicht am vollbesetzten Tisch sitzen. Muslime werden zum zweiten Mal nicht in ausgelassener Runde das Zuckerfest feiern. Das Neujahrsfest Nouruz wurde bereits zwei Mal nicht in gewohnter Form gefeiert.

Seit über einem Jahr haben wir nicht mehr in engen Clubs getanzt. Wir waren nicht mehr in einem ausverkauften Theater oder in einem vollbesetzten Kino. Seit über einem Jahr gab es keine ausschweifenden Geburtstagspartys, Klassenfeten und Betriebsfeiern mehr. Die letzten zwölf Monate waren geprägt von wenig Nähe und viel Einsamkeit.

Nehmt Abschied!

Wer keinen Abschied nimmt, akzeptiert den Verlust nicht. Wer keinen Abschied nimmt, denkt, es gäbe immer noch einen Weg zurück in den alten Zustand vergangener Zeiten. Das aber ist eine Illusion. Es gibt keinen Weg zurück. Es gibt nur einen Weg vorwärts.

Wir haben etwas verloren.

Solange wir nicht akzeptieren, etwas grundlegendes verloren und aufgegeben zu haben, solange wir unsere eigene Verantwortung am Verlust leugnen und uns unsere Niederlage nicht eingestehen, dass wir für unsere alte Beziehung nicht erfolgreich gekämpft haben, kann uns immer noch mehr genommen werden. Wir müssen trauern, damit wir uns endlich der Tragweite des bereits erlittenen Verlustes und der Niederlage klar werden. Solange wir nicht trauern, leugnen und verdrängen wir den ungeheuren Verlust und nehmen dadurch sogar weitere Verluste in Kauf.

Hätten wir im März 2020 gewusst, was wir alles verlieren, hätten wir vieles nicht so einfach gehen lassen. Wir hätten gekämpft.

Wer heute immer noch glaubt, dass es keinen Grund zum Abschied gibt, dass alles bald vorbei sein wird, der wird noch sehr viel mehr verlieren, weil ihm immer noch mehr genommen werden kann.

Trauer macht stark.

Es gibt Menschen, die an Corona ihr Leben verloren haben. Die Überlebenden jedoch haben auch etwas verloren und zwar aufgrund der Maßnahmen gegen Corona, einige viel, manche sogar alles. Es ist wichtig, über diesen Verlust zu trauern.

Es wird kein Zurück in den Vormärz 2020 geben. Die Zukunft wird eine Zukunft sein, nachdem wir Berufe in systemrelevant und nicht systemrelevant eingeteilt haben, nachdem wir es hingenommen haben, uns zu testen, um zu beweisen, dass wir keine Gefahr füreinander sind, nachdem wir Menschen zu Egoisten erklärt haben, wenn sie nicht nur überleben wollten, sondern leben und zwar mit all den Gefahren, die zum Leben dazu gehören.

Die Zukunft aber kann ganz anders sein!

Eine Zukunft voller Lebensfreude, Kunst, Kreativität und Freiheit ist möglich, jedoch nicht ohne Trauer. Trauer ist Freude über das, was war.

Das Leben, wie wir es kannten, ist vor über einem Jahr ausgezogen. Wir haben es gehen lassen. Hören wir auf, uns etwas vorzumachen. Nehmen wir endlich Abschied. Nur so haben wir die Hoffnung, eine Zukunft zu schaffen, die so schön ist, dass wir um sie trauern werden, wenn wir sie verlieren.

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Die Bundesregierung bittet um Ihre Mithilfe

BERLIN – Wie die Bundesregierung aus gut unterrichteten Kreisen in Erfahrung gebracht haben will, plant ein weltweit agierender Corona-Terrorist, sich über die Ostertage 2021 in Deutschland aufzuhalten und sich dort ganz bewusst nicht an die bundesdeutschen Corona-Regelungen zu halten. Er droht, sich ohne Maske und Corona-Schnelltests über diverse Ländergrenzen hinweg in fremde Haushalte zu schleichen. Mit diesem Verhalten bringt er nicht nur Deutschland, sondern die ganze Welt in Gefahr.

Sollten Sie den Terroristen sehen, informieren Sie augenblicklich die Polizei. Nähern Sie sich ihm auf keinen Fall und sprechen Sie ihn nicht an.

Der gesuchte Terrorist ist sehr behaart und hat ungewöhnlich große Ohren. Hier ein aktuelles Fahndungsbild der Kripo Dürer:

WARNUNG: Sollten Sie Christ sein, besteht eine erhöhte Gefahr, dass er in Ihrem Garten diverse Lebensmittel versteckt, vornehmlich Eier, Schokolade und Schaumgummis.

Lassen Sie diese Dinge auf jeden Fall liegen. Es besteht der dringliche Verdacht, dass die Lebensmittel mit Corona-Viren belastet sind, da der Terrorist seine Aktionen weltweit durchführen wird.

Im Interesse Ihrer Kinder, bitten wir Sie folgendes zu beachten: Achten Sie darauf, dass ihre Kinder und deren Freundinnen und Freunde, auch in Ihrer Abwesenheit, nicht die Süßigkeiten und Eier verzehren, die der Terrorist versteckt hat.

Sprechen Sie mit Ihren Kindern über Altersfreigaben und bitten Sie insbesonders ältere Geschwister, mit darauf zu achten, dass sie keine versteckten Lebensmittel verzehren.

Wo sich der Terrorist momentan aufhält, weiß niemand. Es existieren jedoch Bilder von einem Markt im chinesischen Wuhan, wo mehrere Leichen zu sehen sind, die zum näheren Umkreis des Gesuchten gezählt werden. Auch in Europa und Amerika ist es zu solchen Massakern gekommen.

Handelt der Terrorist somit aus Rache?

Die Bundesregierung tappt momentan völlig im Dunkeln. Bundeskanzlerin Angela Merkel erklärt: „Wir haben den Hasen noch nicht besiegen können, er lässt nicht locker.“

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„Wir Juden“

Vor 1700 Jahren wurde erstmals jüdisches Leben am Rhein schriftlich erwähnt. Zu diesem Jubiläum gibt es nun eine umfangreiche Online-Ausstellung. Sie heißt: „Wir Juden“. Klicken Sie einfach mal drauf und schauen Sie sich um. Es lohnt sich.

https://www.wir-juden.com

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„Corona und Ich“ von Michael Vogel

Im Herbst letzten Jahres hatte ich Corona, und leider keinen milden Verlauf.

Am Sonntag, 25. Oktober 2020 fing alles bei mir an. Ich fuhr mit einem Mitarbeiter zu einem fünftägigen Skatturnier von Mönchengladbach nach Leiwen im Hunsrück. Auf der Fahrt bekam ich plötzlich Durchfall, ich schaffte es gerade noch zum nächsten Rasthof und außerdem wurde mir übel. Letzteres sollte noch vier Wochen andauern.

Mir ging es ansonsten nicht schlecht. In den folgenden vier Tagen, spielte ich das Skatturnier und jeden Tag kamen neue Symptome hinzu. Zuerst Fieber und Schüttelfrost, aber immer nur Abends; dann Halsschmerzen und Kopfschmerzen. Ich dachte mir nichts dabei, sondern hielt es für eine typische Magen-Darm-Geschichte. Am Freitagabend wieder zuhause bat ich meine Freundin um einen Nase-Rachenabstrich. Sie ist vom Fach. Der war Corona Negativ.

In der folgenden Woche kamen immer mehr Symptome, trockener Husten hinzu und mein Zustand verschlechterte sich drastisch. Zum Ende der zweiten Woche ging dann nicht mehr viel. Ich sagte zur Freundin: „Bring mich zum Arzt.“

Freitagmorgen kam ein erneuter Rachenabstrich. Mir wurde außerdem Blut abgenommen und ins Labor gesandt. Am Samstag konnte ich kaum noch aufstehen. Am Montag kamen Schnupfen und Geschmacksverluste hinzu. Meine Freundin machte noch einen Schnelltest und der war eindeutig. Am Donnerstag kam dann auch der Laborbefund „positiv“.

Es folgten zehn Tage höheres Fieber, Schüttelfrost, Übelkeit und ein mir bis dahin unbekanntes Krankheitsgefühl. Ein Beispiel: Ich lag im Bett und hatte tagelang einen nächtlichen Ruhepuls von 136. Der Arzt meinte, ich solle ins Krankenhaus. Ich lehnte ab, mit dem Argument, das Letzte, was ich jetzt noch bräuchte, seien multiresistente Keime. Ich würde erst dann ins Krankenhaus gehen, wenn ich auch noch eine Lungenentzündung zusätzlich bekäme.

Meine Freundin hat jeden Tag die Lunge abgehört. Die Lungenentzündung blieb mir wohl erspart. Alle anderen Symptome hatte ich aber. Es ging mir so schlecht, dass ich zwischendurch Zweifel hatte, ob das gut ausgeht. Gegen Ende der vierten Woche klangen die Symptome dann allmählich ab. Mit Beginn der fünften Woche war ich dann wieder einigermaßen okay.

Zusammengefasst hatte ich vier Wochen Beschwerden, davon zwei Wochen richtig starke. Heute, vier Monate später, ist eine erhebliche Kurzatmigkeit und Kraftlosigkeit übrig geblieben, dazu massive Schlafstörungen. Die hatte ich zwar vorher auch schon, aber nicht so stark.

Ich muss hinzufügen, dass ich immer brav die Maske getragen habe, meine sozialen Kontakte weitgehend auf Null fuhr und immer Abstand hielt. Genützt hat es mir nichts.

Ich habe zwei Mitarbeiter, die noch bis Ende der zweiten Woche mit mir zusammen gearbeitet haben. Einer war der, der mit auf dem Skatturnier war. Ich habe weder auf dem Skatturnier jemanden angesteckt, noch meine Tochter oder meine Freundin. Nur der Mitarbeiter, der mit im Hunsrück war, bekam es auch. Vermutlich habe ich ihn auf der dreistündigen Autofahrt angesteckt. Er war erheblich vorgeschädigt, Diabetiker starkes Übergewicht. Er hatte aber nur drei oder vier Tage leichte Erkältungssymptome, die im Krankenhaus als COVID-19 positiv getestet wurden. Nach fünf Tagen fehlte ihm nichts mehr und Long COVID hat er im Gegensatz zu mir auch nicht.

Ich jedoch war kerngesund, trieb regelmäßig Sport, machte seit Jahren Sauna, aber mich erwischte es heftig. Ich war damals 63 Jahre alt, selbstständig und kerngesund.

Trotzdem lehne ich die Maßnahmen der Regierung ab, weil ich sie als sinnlos repressiv ansehe. Die ständigen Lockdowns sind für mich nur ein Mittel der Willkür und Schikanen gegenüber der eigenen Bevölkerung. Ich kann keinerlei Interesse der Regierung erkennen, die Pandemie rasch zu überwinden. Erst erzählen sie uns, die Rettung liege im Impfstoff und als er dann schneller als erwartet zur Verfügung steht, hat man es plötzlich überhaupt nicht mehr eilig.

Das Covid-19 eine Altenpest ist, wusste man schon sehr früh. Jegliche Anregungen Alten- und Pflegeheime besonders zu schützen wurden jedoch abgebügelt. Zehntausende unnötige Tote wurden dabei in Kauf genommen.

Ich glaube nicht an Verschwörungstheorien. Niemand hat Corona geplant. Aber als es da war, ergriffen viele Regierungen sofort die Gunst der Stunde und instrumentalisierten die Pandemie für reine Machtinteressen. So sehe ich das jedenfalls.

***

Sollten auch Sie von Ihren Erfahrungen berichten wollen, senden Sie Ihren Bericht einfach an: gerdbuurmann@hotmail.de

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(TINCMV)

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Grundsätzlich steht einer Kreuzigung an Karfreitag nichts im Weg!

Für Karfreitag 2021 gilt:

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Gerd Buurmann präsentiert und kommentiert die Corona-Regeln

Video vom 22. März 2021:

Video vom 4. März 2021:

Video vom 20. Februar 2021:

Ein Kommentar von mir vom 12. Februar 2021:

Zudem eine Ansage von mir an die Politik am selben Tag:

Gedanken zur Distanzierung vom 11. Februar 2021:

Gedanken, als alles noch neu war, vom 5. April 2020:

Wie alles anfing vom 2. April 2020:

Mein erster Corona-Hilfe-Aufruf vom 18. März 2020:

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