Kleider machen Leute

Der öffentlich-rechtliche Fernsehsender ZDF ist völlig überrascht. Für das Comedy-Format „Barrys Barbershop“ hat der Sender die Autorin Feyza-Yasmin Ayhan engagiert und muss nun erkennen, dass sie eine islamische Aktivistin ist, die einigen problematischen Überzeugungen anhängt.

Zu den Aktionen von Feyza-Yasmin Ayhan gehört unter anderem die Verbreitung einer antisemitischen Karikatur, auf der ein Jude mit Hakennase dargestellt wurde. Zudem hat sie auf einer Veranstaltung einer Organisation, die der judenfeindlichen Hamas nahesteht, passend zur Gründungscharta der Hamas, wo die Vernichtung aller Juden weltweit gefordert wird, das Ende des Staates Israel gewünscht.

In einem lyrischen Text dichtete sie einst unter dem Pseudonym Yasmin Poesy: „Das, was Israel in Palästina vernichtet hat, wird nicht sterben, und das, was Israel in Palästina errichtet hat, wird keine Sekunde leben.“

Warum ist das ZDF eigentlich so überrascht? Es ist ja nicht so, als hätte Feyza-Yasmin Ayhan aus ihren Überzeugungen einen großen Hehl gemacht.

Wenn jemand eine Kappe trägt, auf der die Buchstaben einer Partei prangen, dann wundere ich mich nicht, wenn es in dem Hirn unter der Kopfbedeckung ein wenig so tickt, wie es in dem Programm der dort erwähnten Partei steht. Wenn ein Mann zum Beispiel ein Abzeichen der Partei Die Linke trägt, wundere ich mich nicht, wenn er gegen die NATO polemisiert, ebensowenig wie es mich überrascht, wenn eine Frau, die ein AfD-Abzeichen trägt, gegen die Europäische Union wettert.

Feyza-Yasmin Ayhan trägt eine Kopfbedeckung, die wie jedes andere ideologisch aufgeladene Kleidungsstück, Rückschlüsse auf ihre Geisteshaltung zulässt, die man zur Disposition stellen darf. Sie trägt Kopftuch.

Einer Person, die ein muslimisches Kopftuch trägt, unterstelle ich eine gewisse Nähe zu Mohammed und seinen Lehren, so wie ich einer Person, die eine Kappe mit der Aufschrift „Make America Great Again“ trägt, eine gewisse Sympathie für Donald Trump unterstelle. Ich habe übrigens schon beide Kleidungsstücke getragen.

Ich habe mir einige der am meisten kritisierten Aussagen von Donald Trump angeschaut und einigen Vertreterinnen und Vertretern der Republikanischen Partei der USA zugehört. Ich habe zudem ein wenig in das Programm des Islams reingelesenen und mir ebenfalls einige Vertreterinnen und Vertreter dieser ideologischen Bewegung, die in einigen Nationen der Welt zur Staatsräson gehört, angetan. Was soll ich sagen? Ich finde den Islam im Großen und Ganzen deutlich gefährlicher als die GOP. Ja, ich finde den Islam sogar gefährlicher als Die Linke und die AfD.

Der Koran ist deutlich gefährlicher als alle Parteiprogramme sämtlicher im Deutschen Bundestag vertretener Parteien. Im Namen des Korans wurden und werden deutlich mehr Menschen ermordet.

Wer kein Problem damit hat, dass eine Frau stolz das Kopftuch zur Schau stellt, muss diese Gelassenheit auch bei all jenen Menschen walten lassen, die stolz das Abzeichen einer bundesdeutschen Partei tragen. Zudem sollte es niemanden überraschen, wenn eine Person so denkt, wie es die Symbolik ihrer Kleidung vermuten lässt.

Es ist nicht wichtig, was auf dem Kopf ist, sondern was in dem Kopf ist. Es gibt verschiedene Gründe, eine Kopfbedeckung anzuziehen. Wer die Mode jedoch von den Überzeugungen eines Feldherrn abhängig macht, der vor eineinhalb Jahrtausenden einige Menschen seiner Ideologie unterworfen und viele weitere getötet hat, hat meiner bescheidenen Meinung nach noch etwas Platz im Kopf frei.

Das Gleiche gilt für alle Menschen, die mit diesen Leuten zusammenarbeiten und sich dann wundern, wenn sie tatsächlich so denken, wie es ihre Kleidung vermuten lässt.

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Über tapferimnirgendwo

Als Theatermensch spiele, schreibe und inszeniere ich für diverse freie Theater. Im Jahr 2007 erfand ich die mittlerweile europaweit erfolgreiche Bühnenshow „Kunst gegen Bares“. Als Autor verfasse ich Theaterstücke, Glossen und Artikel. Mit meinen Vorträgen über Heinrich Heine, Hedwig Dohm und dem von mir entwickelten Begriff des „Nathankomplex“ bin ich alljährlich unterwegs. Und Stand Up Comedian bin ich auch. Mein Lebensmotto habe ich von Kermit, dem Frosch: „Nimm, was Du hast und flieg damit!
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