Gutes Scheißen, Schlechtes Scheißen!

Als ich vom Tod von Roger Cicero erfuhr, war ich unendlich traurig und veröffentlichte den Nachruf eines Bühnenkollegen, von dem ich wusste, dass er Roger Cicero liebt. Etwas später fand ich einen Twitterkommentar von Niels Ruf und musste lachen:img_3135

Für mich war sofort klar, der Witz von Niels Ruf geht gegen den Tod, dem Arsch, und nicht gegen Roger! Es war ein Witz geboren aus dem Wissen um die Sterblichkeit.

Das Wissen um die Sterblichkeit ist für die besten Witze verantwortlich, die jemals gemacht wurden. Sie werden jedoch nicht selten wegen der Skandalösität der Sterblichkeit selbst als skandalös und geschmacklos empfunden. Dennoch sollen diese Witze gemacht werden!

Aufgrund des Witzes hat Niels Ruf jetzt einen Scheißesturm am Arsch. Nicht wenige fühlen sich bemüßigt, die Ehre von Roger Cicero zu rächen und schlagen verbal auf Niels Ruf ein, statt die Zeit besser dafür zu nutzen, um einen großartigen Sänger zu trauern.

Trauer ist ein extremes Gefühl. Trauer lässt sich nicht zügeln. Kaum irgendwo wird mehr geweint als bei Beerdigungen. Allerdings wird auch kaum woanders so ehrlich gelacht wie bei Beerdigungen. Wenn jemand auf einer Beerdigung anfängt zu lachen, kann man den Sarg hochkant stellen! Wer einmal erlebt hat, wie die Trauer bei einer Beerdigung in schallendes Lachen umgeschlägt, versteht den Satz: Trauer ist Freude über das, was war!

Jeder geht mit Trauer anders um. Für mich gehören Trauer und Humor zusammmen. Mein Vater starb am 20. Januar 2008 in meinen Händen. Nur er, meine Frau und ich waren im Raum. Er hatte unfassbare Angst, loszulassen. Aber er ließ los. Noch mit seiner leblosen Hand in meiner Hand war da auch schon wieder der Humor, getränkt in Rotze und Tränen. Ja, ich habe geweint und gelacht und ich habe meinen toten Vater geehrt und geroastet. Das war mein Gebet! Scheiße war nur: Mein Vater konnte nicht mehr lachen!

Trauer lässt sich nicht dressieren, auch nicht das Wissen um die Sterblichkeit, schon gar nicht durch Lachverbote! Niels Ruf hat sich entschieden, im Angesicht der Sterblichkeit zu lachen und nichts daran ist beleidigend! Niels Rufs Kommentar geht nicht gegen die Person Roger Cicero, noch gegen sein Schaffen und schon gar nicht gegen seine Familie und Freunde. Der Witz geht ausschließlich gegen den Tod, dem Arsch! Dennoch stürmt jetzt die Scheiße gegen Niels Ruf. Der Shitstorm besteht unter anderem aus Sprüchen wie diesen:

„Du hättest besser sterben sollen!“

Gegen einen Witz über den Tod wird der Wunsch nach dem Sterben eines Menschen ins Feld geführt. Wenn gegen diesen Spruch jetzt auch wieder scheissegestürmt wird, dann stürmt die Scheisse im unendlichen Regress. Warum eigentlich wird in Deutschland so gerne die Scheiße mit der Moral zum Sturm getrommelt?

Dabei habe ich gar nichts gegen das Scheißen an sich. Scheißen ist gut! Scheiße ist Dünger. Ich scheiße auch mal gerne. Aus Scheiße wird wieder Leben. Wenn aber zu viele Ärsche auf ein Feld scheißen, dann wächst dort nichts mehr! Es ist eine Frage der Dosis. Es ist ein Unterschied, ob eine Blume gegossen wird oder ob eine Sturmflut über eine Blume kommt.

Wenn ich sehe, wie im Netz ein Mob im Sturm gegen einen Menschen scheißt, dann scheiße ich nicht auch noch dazu. Dann lasse ich meine Hose zu! Nachscheißen ist wie Nachtreten: Scheiße!

Es ist der Mob, der das Scheißen so unangenehm macht. Der Scheißesturm gegen Niels Ruf jedenfalls ist für mich um einiges unappetitlicher als der Schiss, den Niels Ruf gesetzt hat! Um nämlich die Scheiße durch die tiefen Weiten des Netzes in Richtung von Niels Ruf zu blasen, braucht es viel zu viele Unterstellungen. Was aber, wenn Niels Ruf gar kein so großes Arschloch ist? Vielleicht mochte er Roger Cicero. Er hatte schließlich sogar Karten für ein Konzert!

Einige mögen jetzt einwenden, es ginge gar nicht um Roger selbst, sondern um seine Familie, denen aber sei gesagt: Alle, die einen nahen Menschen viel zu früh verloren haben, werden wissen, dass die Familie und Freunde von Roger Cicero gerade besseres zu tun haben wird, als Niels Rufs Twitternachrichten zu lesen und zu befühlen. Ihre Gefühle gehören jetzt Roger und sich selbst. Niels Ruf ist ihnen gerademal scheißegal. Und das ist auch gut so. Und sie brauchen ganz gewiss nicht irgendwelche Stellvertreter des Zorns, die auf Facebook trommeln! Es ist nur Niels fucking Ruf!

Ich finde die Reaktion auf Niels Rufs Kommentar weitaus geschmackloser als den eigentlichen Kommentar!

Deshalb erkläre ich: Wenn ich sterbe, und jemand macht einen Witz gegen mich und löst dadurch einen Shitstorm aus, dann kritisiert bitte nicht den, der mich verarscht und vielleicht sogar beleidigt hat, sondern all jene Vollpfosten, die glauben, für mich sprechen zu dürfen, obwohl ich gerade erst gestorben bin!

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„Roger Cicero wird immer ein Teil von meinem Schaffen sein.“

Ein persönlicher Nachruf eines jungen Künstlers.

Gestern hatte ich einen Auftritt auf einer Offenen Bühne in Köln. Es war Ostermontag und ich sang „King of the Jews“ aus Andrew Lloyd Webers Musical „Jesus Christ Superstar“. Heute fahre ich mit dem Zug meiner Familie hinterher in einen Entspannungsurlaub in Den Haag. Eigentlich müsste ich mich freuen. Doch ich weine gerade. Im Zug. Weil ich auf meinem Smartphone lesen musste, dass einer meiner Lieblingskünstler viel zu früh verstorben ist …

Roger Cicero war für mich nicht nur ein unglaublich toller Künstler, sondern auch ein Wegbereiter für das, was ich in Zukunft beruflich machen will.

Nach seinem Konzert 2009, ich war gerade mal 14 Jahre jung, stand ich mehrere Stunden in der Empfangshalle um noch ein Autogramm zu bekommen und meinem „Lieblingskünstler“ etwas vorzusingen, obwohl keine Autogrammstunde geplant war. Ich bekam die Gelegenheit und sang, während Roger Cicero schnipsend dabei stand. Er klopfte mir auf die Schulter und sagte: „Weiter so!“

In dem Moment war ich unglaublich stolz und ich habe weitergemacht! Egal wie weit ich es jemals schaffen werde: Roger Cicero wird immer ein Teil von meinem Schaffen sein. Es stimmt mich traurig nie mehr ein Konzert von dir sehen zu können.

Ruhe in Frieden.

Dein Alexander Mikliss

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Who‘s Gerd Buurmann?

Gerd Buurmann is a theater producer, actor, author and blogger from Germany.

The press writes about him:

„Today Macbeth, tomorrow Iago, the following day Kermit the Frog. Gerd Buurman (born 1976 in Emsland) is one of the most versatile performing artists in Cologne. He has successfully worked as an actor, director and writer; from 2008 to 2011 he was artistic director of the Severins Burg Theater.“ – Barbro Schuchardt, Kölnische Rundschau

“During the past years, Buurmann has repeatedly taken clear positions against unspeakable antisemitic statements in various media, and has contributed perhaps more towards a culture of debate in this city than the ad-supported news media.“ – Jules Lux, Choices

„The undisputed star of the evening is Gerd Buurmann. He is a brilliant Goethe reciter and Goethe rapper.” – Wolfgang Leipold, Westdeutsche Allgemeine Zeitung

“’Gehirne am Strand‘ (Brains on the Beach)-. Buurmann’s piece is surprising, profound, unsettling. His profound piece, laced with subtle humor, has the stuff to be performed on bigger stages. With surprising twists and turns, Buurmann seizes control of his audience.“ – Daniela Kwiotek, Bergisches Handelsblatt

„Gerd Buurmann plays the poor devil, Shylock – used by all, but loved by none – as an outcast on the edge of madness, with a downright scary and hysterical force… an impressive performance.” – Barbro Schuchardt, Kölnische Rundschau

„Buurmann’s theatrical energy blows visitors away. Buurmann is best as Iago, who incites Othello to murder. A highlight is when he, a master of manipulation, sits on a barstool defending Desdemona alleged loyalty… and then later ingenuously offers tips on how to commit murder“ – Dorothea Marcus, aKT

“Gerd Buurmann is at times cynical, loud and harsh. He exasperates and fascinates. Not through sympathy, but through his almost frightening presence. His round face, the bald head and the frightening intensity of his eyes. He appears on stage like a man on the edge of madness.” – Daniela Meyer, Deutschlandradio Kultur

“The Simon Wiesenthal Center applauds Gerd Buurmann.“ – Simon Wiesenthal Center

“It’s impossible to categorize Buurmann’s theatrical program as well as the man himself.“ – Daniela Abel, Kölnische Rundschau

For articles by Gerd Buurmann in English click here.

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Shylock or Nathan?

It’s Jew-hatred when one expects more from a Jew than from a non-Jew and it’s Jew-hatred when one criticizes Jews about something one would otherwise tolerate from others!

In his play, „The Merchant of Venice“, William Shakespeare portraits the Jew, Shylock, as an ordinary person with strengths and weaknesses, who at one point simply refuses to accept the shame of being oppressed. Shylock is a man to whom injustice is done and he defends himself!

Although, in Shakespeare’s play, Christians are incapable of living according their own Christian principles, they demand from Jews accordance to those very same principles. They punish the Jew the more violently, when it turns out that he doesn’t choose to follow the Christian commandments as many another Christian won’t or can’t. Shylock will not and can not be better than everyone else. He’s not superman. He expresses this point with the following words:

”Hath not a Jew eyes? Hath not a Jew hands, organs, dimensions, senses, affections, passions? Fed with the same food, hurt with the same weapons, subject to the same diseases, healed by the same means, warmed and cooled by the same winter and summer as a Christian is? If you prick us, do we not bleed? If you tickle us, do we not laugh? If you poison us, do we not die? And if you wrong us, shall we not revenge? If we are like you in the rest, we will resemble you in that. If a Jew wrong a Christian, what is his humility? Revenge. If a Christian wrong a Jew, what should his sufferance be by Christian example? Why, revenge.“

Shylock is a human being with feelings and fears. As every person who is threatened or attacked, one defends oneself, protects one’s life and may even cause fear in one’s surroundings if it represents the only way to preserve one’s own life. Of course, Shylock makes errors defending himself. He even overdoes it. He is human!

It is precisely these human characteristics which Jews are denied. It’s enough just to look at the United Nations. Despite recent decades of heinous crimes against humanity in Rwanda, Cambodia and Srebrenica, and absolute oppression in Iraq, Iran and North Korea, the United Nations has adopted more resolutions against Israel than against all other nations! In a manic fixation on only 0.1% of the total world population – the Israelis – the United Nations sees a nation that deserves unrelenting attention.

As long as Jews “cooperate” in their own slaughter, they can expect empathy; but alas, when they fight back, the fun stops. The journalist, Henryk M. Broder, summed it in this simple formula:

„It’s easier to throw garlands at the graves of dead Jews than to deal with living ones.“

Jews aren’t permitted to attract too much attention to themselves. If necessary, they must disappear as conveniently as Shylock. When Shylock refuses to recognize the principle of forgiveness, he is brutally punished by Portia who also can’t feel any forgiveness. In the fourth act of Shakespeare’s, „The Merchant of Venice“, Shylock speaks his last words, and no longer appears in the fifth and final act. A Jew must disappear if he is a Shylock (i.e. a human)!

In a world full of double standards a Jew must be like „Nathan the Wise“. Gotthold Ephraim Lessing’s Nathan is a Jew, as critics of Israel could only wish for. He is enlightened, good, understanding, forgiving and moreover, non-religious. Nathan the Wise is not a real Jew. Rather, he is an invented image of the Jew! Were Nathan a real Jew with human qualities, he would have feelings that can manifest themselves sometimes in anger and revenge. However, in that case, any love from critics of Israel would dissipate quickly! Jews must reflect an externally defined ideal. The rest of humanity can remain multifarious!

As long as Jews reject violence and remain victims, and at most, use only rhetoric as a weapon as Nathan did; when words such as: „Never mind, the Jew is for burning“ are hurled at them, as long as they remain peaceful, they are welcome. But, as soon as they begin to defend themselves, any sympathy reverts to bitter antipathy. Then those people may feel free to say, for example, that Jews are no better than Nazis and besides, they are vindictive, greedy and implacable!

A basic problem concerning the Middle East conflict is that an Israeli politician is already at a disadvantage when he’s not a Nathan the Wise. However, an Arab politician is already praised when he is not an Adolf Hitler.

***

(Translated by William Wires)

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Kopfschuss: Journalisten töten Anstand

Ein Gastbeitrag von Lisa Piesek.

Vor einigen Tagen ist ein Video aufgetaucht, welches zeigt, wie ein israelischer Soldat einen am Boden liegenden Terroristen mit einem Kopfschuss tötet. Ich schließe mich explizit der Meinung meines Gastgebers an, dass zahlreiche judenfeindliche Arschlöcher dieses Video zur Aufgeilung nutzen. Ich stelle es mir sehr lebhaft vor, wie die „Gerade wir als Deutsche“ Fraktion sich mit Lotion und Taschentüchern eindeckt und sich zusammen mit dem Video auf der Toilette einschließt. Welche Medien haben eigentlich mit der gleichen Ausführlichkeit, wie über den toten Araber, über das letzte israelische Terroropfer berichtet? Kennen Sie seinen Namen?

Den Hintergrund des Kopfschusses sieht man auf dem Video nicht. Die Soldaten wurden vorher von zwei Palästinensern mit Messern angegriffen, ein Soldat wurde verletzt, man sieht im Hintergrund einen Rettungswagen, in dem er vermutlich behandelt wird. Bei vergleichbaren Attentaten wurden in Israel im letzten halben Jahr 34 Menschen getötet und 404 verletzt. In diesem Zeitraum gab es 206 Messerangriffe, 83 Attacken mit Feuerwaffen und 42 mit Fahrzeugen. Eine andere wirksame Strategie, als sich durch Schusswaffengebrauch zu verteidigen, gibt es bis heute nicht. Trotzdem hat bis jetzt mehr als jeder zweite Attentäter überlebt.

Nichtsdestotrotz halte ich persönlich den Kopfschuss für einen Exzess. Der Attentäter lag verletzt auf dem Boden, ohne sich zu regen, erkennbare Gefahr ging von ihm nicht aus. Zwar sagte der Schütze aus, er habe befürchtet, der Angeschossene hätte einen Sprengstoffgürtel aktivieren können, aber die anderen Soldaten scheinen seine Sorge nicht geteilt zu haben: sie sehen entspannt aus, telefonieren mit den Familien, niemand hat den unschädlich gemachten Terroristen im Visier, außerdem kommt der Schütze von Außerhalb in die Szene hinzu. Aber ich habe auch volles Vertrauen in die israelischen Ermittler und bin mir sicher, dass der Soldat im Falle seiner Unschuld freigesprochen wird oder verurteilt, wenn er schuldig ist.

Noch bevor das Video im Internet auftauchte, wurde der Soldat vom Dienst suspendiert und festgenommen, Ermittlungen wurden eingeleitet. Die israelische Öffentlichkeit, bis hin zum Verteidigungsminister Mosche Jalon und Premierminister Benjamin Netanjahu haben den Schuss verurteilt und klargestellt, dass er nicht mit den ethischen Grundsätzen der Armee und des israelischen Staates im Einklang steht. Dass es nicht nur hohle Phrasen sind, beweist die Härte der israelischen Justiz gegenüber jüdischen Terroristen. Zum Beispiel wurden Ascher Weisgan und Jakob Teitel zu lebenslanger Haft verurteilt. Israel ist ein Land mit intakter Rechtsstaatlichkeit und gesunder Zivilgesellschaft, trotz Dauerkrieges. Bei den Palästinensern werden Terroristen dagegen als Nationalhelden gefeiert, deren Angehörige eine großzügige Rente bekommen, nicht selten aus den Mitteln internationaler Hilfsorganisationen finanziert. Palästinensische Eliten weigern sich, die Terrorakte zu verurteilen.

Abgesehen davon, dass die üblichen antiisraelischen und antisemitischen Seiten und Blogs das Video auskosten, fällt wieder einmal ein großer Teil der deutschen Berufspresse durch tendenziöse Berichterstattung auf. Sogar ausführliche und ausgewogene Berichte werden mit stark verdrehten und verfälschenden Schlagzeilen überschrieben. Dabei gibt gerade eine Artikelüberschrift das erste Urteil vor und bleibt sogar oft der einzige Eindruck, den ein Beitrag hinterlässt. Es ist mir natürlich klar, dass die Autoren der Nachrichtentexte die Überschriften häufig nicht selbst formulieren, und dass die Schlagzeilen in Zeiten sinkender Auflagen möglichst reißerisch daherkommen müssen, um im Kampf um die Aufmerksamkeit des Lesers zu bestehen. In Zukunft lesen wir sicher irgendwann:

UNGLAUBLICH was dieser Jude dem verletzten Palästinenser antut! Ab der zweiten Minute musste ich weinen!

Es ist unübersehbar, dass diese verfälschten Schlagzeilen unverhältnismäßig oft zu Lasten von Israel gehen. Ob die Journalisten es tun, weil sie damit im Trend liegen und keinen Widerspruch befürchten müssen, oder weil sie von sich aus gern dem beliebten deutschen Hobby, Juden zu hassen Israel zu kritisieren, nachgehen, sei dahingestellt. Der Fakt an sich lässt sich aber sehr einfach belegen, denn auch in Deutschland werden Messerstecher gar nicht mal so selten von Polizisten erschossen. In diesen Fällen besinnen sich die deutschen Schlagzeilenmacher plötzlich auf das Gebot der journalistischen Neutralität:

Frankfurter Rundschau:

Israel:
Soldat erschießt verletzten Palästinenser

Deutschland:
Nach Messerattacke auf Revier: Polizist erschießt Angreifer
Polizei erschießt Islamisten nach Angriff auf Beamtin
Polizist erschießt Messerstecher in Sachsen-Anhalt

***

Süddeutsche.de:

Israel:
Soldat erschießt Verletzten

Deutschland
Polizist erschießt mit Messer bewaffneten Mann
Polizist erschießt Angreifer
Polizist erschießt Messerstecher in Sachsen-Anhalt

***

Tagesspiegel:

Israel:
Soldat tötet verletzten Palästinenser mit Kopfschuss

Deutschland:
Polizist erschießt Messerstecher in Naumburg
Polizist erschießt bewaffneten Mann in Polizeipräsidium

***

FOCUS Online:

Israel:
Als er schon am Boden liegt: Israelischer Soldat tötet verletzten Palästinenser

Deutschland:
Polizei erschießt Terroristen aus Islamistenszene
Messerstecher rastet aus und wird erschossen

***

SPIEGEL ONLINE:

Israel:
Israelischer Soldat soll verletzten Palästinenser mit Kopfschuss getötet haben

Deutschland:
Polizei tötet mutmaßlichen Messerstecher
Polizei erschießt bewaffneten Mann vor seinem Wohnhaus

***

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Der letzte Terroranschlag in Israel fand am 23. Mai 2002 statt!

Das jedenfalls muss glauben, wer die Liste von Terroranschlägen auf Wikipedia liest (Stand 26. März 2016). Das ist nämlich der letzte in Israel stattgefundene Anschlag, der auf dieser Liste erwähnt wird. Tapfer im Nirgendwo ruft daher all seine Leserinnen und Leser auf, die Liste von Terroranschlägen auf Wikipedia zu komplettieren.

Die letzten Einträge (Stand 26. März 2016) auf der Wikipedia Liste von Terroranschlägen sind die Anschläge im Irak vom 25. März 2016, in Belgien vom 22. März 2016, in der Türkei vom 19. März 2016 und in der Elfenbeinküste vom 13. März 2016. Es werden sowohl die Anschläge von Rechtsextremen aufgeführt, wie der Anschlag in Norwegen vom 22. Juli 2011, als auch die Anschläge mit islamischer Motivation, die einen erschreckend hohen Teil aller Anschläge auf dieser Liste ausmachen. Es werden sowohl Anschläge mit Waffen, Bomben und Spengstoff erwähnt, als auch Anschläge, die mit alternativen Tatmitteln verübt wurden, wie zum Beispiel der Anschlag vom 30. Juni 2007 in Großbritannien, der mit einem Fahrzeug verübt wurde. Messer tauchen ebenfalls als Tatmittel in der Liste auf, wie der Anschlag am 21. August 2015 in einem Thalys-Zug. Es werden sowohl die Anschläge mit hoher Opferzahl erwähnt, wie der Anschlag in Paris vom 13. November 2015, als auch Anschläge, bei denen niemand ums Leben kam, wie der Anschlag vom 28. Oktober 2011 in Bosnien und Herzegowina. Sogar zu den Angriffen auf Flüchtlinge und Flüchtlingsunterkünfte in Deutschland gibt es eine extra Erwähnung.

Auf der Wikipedia Liste von Terroranschlägen fehlen jedoch sämtliche Anschläge, die seit dem 23. Mai 2002 in Israel verübt wurden. Dabei gab es in Israel allein in den letzten Monaten eine vielzahl mörderischer Anschläge in Cafés, Wohnsiedlungen und Synagogen, sowie auf den Straßen und Plätzen des kleinen Landes. Sie wurden mit Spregstoff, Waffen, Bomben, Fahrzeugen, Messern, Äxten und Beilen verübt. Seit der Jahrtausendwende wurden in Israel 1.304 Zivilisten bei terroristischen Angriffen ermordet. Der Journalist Alex Feuerherdt kommientiert diese Zahl ganz treffend: „Würde man diese Bilanz auf die deutsche Bevölkerung hochrechnen, dann wären das 12.000 Tote in 15 Jahren.“

Warum tauchen all diese Anschläge nicht in der Liste auf? Auch fast alle Anschläge, die vor dem 23. Mai 2002 in Israel verübt wurden, tauchen in der Liste nicht auf! Sie gehören jedoch alle dort hin!

Auf Wikipedia kann jeder die Einräge korrigieren und erweitern. Tapfer im Nirgendwo ruft daher alle Leserinnen und Leser auf, die Wikipedia Liste von Terroranschlägen zu komplettieren. Solange die vielen Anschläge in Israel der letzten Jahre auf dieser Liste ignoriert werden, haben es notorische Israelkritiker leicht, zukünftige Israelkritiker zu rekrutieren, da potentielle Israelkritiker mit einem einfachen Blick auf die Wikipedia Liste von Terroranschlägen annehmen müssen, Israel übertreibe mit der Angst. Wenn aber beim Scrollen der Liste immer wieder Israel auftaucht und die Menschen in Brüssel, Paris und all den anderen Städten Europas erkennen, dass was für Frankreich der 13.11. und für Belgien der 22.3. ist, für Israel zum schrecklichen Alltag gehört, nämlich 24/7, erst dann wird sich vielleicht etwas in Europa ändern, das der Comedian Bill Maher mit diesen Worten beschrieben hat:

„Europa ist bisher ein echtes Arschloch, wenn es um Israel geht. Ich meine, im Allgemeinen auch die Vereinten Nationen, die bis 2015 in ihrem Menschenrechtsrat mehr offizielle Verurteilungen gegen Israel ausgesprochen haben, als gegen den ganzen Rest der Welt zusammen. Ich frage mich, ob jetzt, da Europa vier mal, glaube ich, angegriffen wurde in etwas mehr als einem Jahr, und sie wissen, das ISIS 400 Kämpfer ausgebildet hat, bereit nach Europa zu ziehen, um dort zu versuchen, eine schmutzige Bombe zu zünden, vielleicht hat Europa jetzt ein wenig mehr Mitgefühl für das, was Israel durchleben muss.“

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You Jew hating assholes,

who are now gleefully sharing a video on the internet showing an Israeli soldier shooting an Arab terrorist in the head. Your enthrallment is disgusting. In the video you extract the proof you so desperately need to prove an inherent “evilness of Jews”. It’s sickening!

The video, which was released last Thursday by the Israeli human rights organization B’Tselem, shows an Israeli soldier in Hebron shooting a wounded Arab terrorist, who had just seriously injured an Israeli soldier with a knife. The soldier was brought away in an ambulance.

Why are you so thrilled about this video? Arab terrorists armed with guns, knives, axes, hatchets, scissors and cars have been murdering Jews for decades. Those killers crawl through tunnels and sneak into homes. They murder men, women and children on public streets and squares, in cafes, bars and synagogues. And they are celebrated as heroes and martyrs by Hamas and Fatah. Squares and streets are named after them. The families of Jew murdering sons and daughters are rewarded with generous pensions, which are sometimes financed by European organizations, even indirectly through the European Parliament. Children are brutalized and dehumanized in training camps run by Fatah and Hamas organizations, and are then sent out to kill Jews.

But you don’t share these detestable facts on the internet. You’re not upset when Jews are killed; you’re thrilled! You get excited only about photos that depict the “evil Jew”. You’re merely blinded by hatred!

You don’t acknowledge the military’s consideration of this „serious incident“ as a violation of “the values ​​of the Israeli army“. You don’t take note that an internal investigation has already been ordered by military commanders. You ignore the fact that the soldier has been suspended. You can’t see the obvious difference between Israel’s overall denunciation of unnecessary violence against all people, regardless of their respective origins, and the widespread Arab promotion of Jew hatred whereby the murder of Jews is rewarded and celebrated!

You’re always readily excusing Arab murderers. You act as if not the Arabs themselves and their governments had any responsibility at all for their own plight, but place the blame entirely on Israel. If Israel’s Arab neighbors would use the massive amount of funds and relief supplies they receive from all over the world (and even from Israel) to build a decent infrastructure and to educate their citizens, then hope and peace would spread throughout the Arab world, rather than hate, blame and war!

Why you are so acquiescent with Arab terrorists? Why do you excuse their deeds? Because they hate Jews? Towards Jews you are apathetic. As expressed in their founding charter, Hamas politicians call for the annihilation of all Jews. They celebrate Hitler and the Holocaust by constantly using the Nazi salute at public events and they fire thousands of rockets at Israel year for year.

But if a Jew, under the pressure of such intense hatred and mortal threat, flips out, not only is he criticized, but all of Judaism. And when Arabs, full of hatred and armed with guns, axes, knives, cars, rockets, axes and scissors attack, injure and kill Jews, then these attackers are excused as poor desperate “victims”.

I can’t remain polite in the face of such attitudes. For me, you’re nothing but vile, anti-Jewish assholes!

(Translation: William Wires)

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Ihr judenfeindlichen Arschlöcher,

die Ihr seit gestern voller Geilheit das Video teilt, auf dem ein israelischer Soldat zu sehen ist, wie er einem arabischen Terroristen in den Kopf schießt. Eure Erregung über dieses Video widert mich an. Ihr glaubt, auf diesem Video einen Juden zu sehen, der so böse ist, wie Ihr Euch Juden immer vorgestellt habt.

Das Video, das am Donnerstag von der israelischen Menschenrechtsorganisation B’tselem veröffentlicht wurde, zeigt einen israelischen Soldaten in Hebron, der einem arabischen Attentäter, der im Verlaufe eines versuchten Terroranschlags zu Boden gegangen ist, in den Kopf schießt. Ein angegriffener israelischer Soldat musste schwer verletzt von einem Rettungswagen abtransportiert werden.

Warum erregt Euch dieses Video so sehr?

Seit Jahrzehnten schon morden arabische Terroristen mit Gewehren, Messern, Äxten, Beilen, Autos und Scheren bewaffnet Juden. Die Mörder kommen durch Tunnel und schleichen sich in Wohnungen. Sie morden Männer, Frauen und Kinder auf Straßen und Plätzen, in Cafés, Bars und Synagogen. Und sie feiern ihre Taten.

Die Mörder werden von der Hamas und der Fatah zu Helden und Märtyrern erklärt. Sie bekommen Plätze und Straßen nach sich benannt und die Familien werden mit großzügigen Renten für die Judenmorde ihrer Töchter und Söhne belohnt. Nicht selten werden diese Renten von europäischen Organisationen mitfinanziert, sogar durch Umwege von der Europäischen Union. Die Fatah und die Hamas schicken sogar Kinder als Soldaten in den Krieg gegen Juden. Davor gingen die Kinder durch eine brutale Erziehung, die aus Missbrauch bestand und nur ein Ziel hatte: radikale Entmenschlichung.

All diese Abscheulichkeiten habt Ihr nicht geteilt!
Das Morden von Juden erregt Euch nicht!

Euch erregen nur Bilder und Videos von vermeintlich bösen Juden.
Ihr braucht diese Erregung für Euren Hass!

Der Hass macht Euch blind!

Ihr seht nicht, dass Israels Militär für den Fall einer gezielten Tötung ohne Gefahr im Verzug bereits von einem „schwerwiegenden Vorfall“ spricht, „der gegen die Werte der israelischen Armee verstößt“. Ihr nehmt nicht zur Kenntnis, dass auf Bitten der zuständigen Kommandeure bereits eine interne Untersuchung eingeleitet wurde. Ihr ignoriert, dass der Soldat mittlerweile suspendiert wurde. Ihr seht die Unterschiede einfach nicht, obwohl sie offenkundig vor aller Augen liegen: Israel tut alles, um unnötige Gewalt gegen Menschen zu ächten und zwar unabhängig von der jeweiligen Herkunft. Auf arabischer Seite jedoch wird der Hass gegen Juden gefördert und der Mord an Juden sogar gefeiert und belohnt!

Ihr haltet immer nur Entschuldigungen parat für die arabischen Mörder. Ihr tut so, als seien nicht die Araber selbst und ihre Regierungen für die eigene Misere verantwortlich, sondern ausschließlich die Juden in Israel. Israel trägt jedoch keine Schuld an der Situation der arabischen Nachbarn. Würden die arabischen Nachbarn Israels die Gelder und Hilfsgüter, die sie massenhaft von der ganzen Welt (sogar von Israel) erhalten, nutzen, um eine anständige Infrastruktur aufzubauen und die Menschen zu bilden, statt sie mit Hass vollzustopfen, dann hätte sich schon längst Hoffnung und Frieden im arabischen Raum ausgebreitet, statt Schuldzuweisungen und Krieg!

Warum eigentlich seid Ihr so nachgiebig mit den arabischen Terroristen? Warum habt Ihr so viel Verständnis für ihre Taten? Weil sie Juden hassen? Für Juden habt ihr dieses Verständnis nicht!

Würdet Ihr Juden das gleiche Recht auf Verzweiflung und Beleidigtsein zugestehen wie Arabern, das Land Israel hätte schon längst die Länder seiner Feinde dem Erdboden gleich machen dürfen, denn Juden werden von ihren arabischen Nachbarn in einer Art und Weise behandelt, wie kein Mensch jemals von einem Juden behandelt wurde. Minister der Hamas rufen im Einklang der Gründungscharta der Hamas zur Vernichtung aller Juden auf. Sie feiern Hitler und den Holocaust, indem sie nicht müde werden, bei öffentlichen Veranstaltungen den Hitlergruß zu zeigen und sie feuern tausende von Raketen jährlich auf Israel ab.

Wenn in Gegenwart dieses Hasses und der daraus resultierenden alltäglichen Lebensgefahr für Juden dann mal ein Jude austickt, dann habt Ihr Null Verständnis für den Juden und fallt über ihn und das ganze Judentum her. Wenn aber wieder und wieder arabische Judenhasser mit Gewehren, Äxten, Messern, Autos, Raketen, Beilen und Scheren bewaffnet Juden schlachten, dann seht Ihr immer nur die Taten armer Verzweifelter.

Ich kann so einem Verhalten nicht mehr höflich begegnen. Für mich seid ihr nichts weiter als widerliche, judenfeindliche Arschlöcher!

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Diesen Artikel gibt es auch auf Englisch. Hier klicken!

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Weg mit der Fahne!

Durch Zufall ist diese Szene vom französischen Fernsehsender RTL aufgezeichnet worden:

Wir sehen eine Frau mit der arabischen Fahne Palästinas, die durch ein Meer von Fahnen geht, die auf dem Place de la Bourse in Brüssel ausgebreitet wurden, um Solidarität zu zeigen und jenen Menschen zu gedenken, die bei den Anschlägen vom 22. März 2016 in Belgien von islamischen Terroristen ermordet wurden. Die Frau geht jedoch durch das Meer von Fahnen, um eine Fahne zu entwenden, sie zusammenzuknüllen und unter einer anderen Fahne verschwinden zu lassen. Sie will nicht, dass diese eine Fahne dort mit all den anderen Fahnen existiert. Sie scheint die Fahne zu hassen. Es ist die Fahne des Staates Israels!

Während die Frau die Flagge des Staates Israel zusammenknüllen und verschwinden lassen, schauen Menschen zu. Sie stören sich nicht an dieser Handlung des Hasses. Sie greifen nicht ein. Sie lassen es geschehen.

Es ist diese Gleichgültigkeit gegenüber dem Hass auf Israel, der den Terror in Europa befördert hat!

Der Hass der Terroristen, der sich immer wieder in mörderischen Anschlägen äußert, hat eine zutiefst judenfeindliche Basis. Das, was Belgien am 22. März 2016 erleben musste, ist eine Bedrohung, mit der sich der Staat Israel seit seiner Gründung konfrontiert sieht. Terroristische Vereinigungen wie die Hamas, die im Gazastreifen regiert, erklären in ihrer Charta, alle Juden vernichten zu wollen und finanzierten und unterstützten daher unzählige Anschläge in Israel.

Bei keinem der unzähligen Anschläge in Israel hat Israel so viel Mitgefühl bekommen wie Belgien nach dem Anschlag in Brüssel bekommen hat, im Gegenteil: Während die meisten Menschen in Israel nach dem Anschlag in Brüssel sofort erklärten „We stand with Belgium“, erklären nicht weniger Belgier nach jedem mörderischen Terroranschlag in Israel: „We stand with Palastine!“

Europäische Politikerinnen und Politiker, die jetzt den Tod von Europäern betrauern, unterstützen bereits seit Jahrzehnten den Terror gegen Israel, indem sie Gelder an Organisationen im Nahen Osten entsenden, von denen sie wissen, dass das Geld dort in Propaganda gegen Juden und Israel investiert wird. Währenddessen wird zum Boykott gegen Israel aufgerufen und unternommen, um den Staat Israel zu schwächen. Die EU-Kommission fasste sogar einen Beschluss, der vorsieht, dass Erzeugnisse israelischer Firmen, die ihren Standort im Westjordanland, in Ostjerusalem oder auf den Golanhöhen haben, bei der Einfuhr in die Europäische Union gesondert gekennzeichnet werden müssen.

Mit solchen Aktionen zeigt die Europäische Union, dass sie blind ist gegenüber den Wurzeln des Terrors. Der Terror, der sich jetzt gegen Europa richtet, richtet sich bereits seit Jahrzehnten gegen Israel und ist seit jeher judenfeindlich motiviert!

Unter den Opfern des Bombenanschlags in Istanbul am 19. März 2016 zum Beispiel waren drei Israelis. Die damalige Pressesprecherin der AKP, Irem Aktas, wünschte via Twitter nach dem Bekanntwerden des Anschlages allen israelischen Verletzten einen baldigen Tod!

Unter den Anschlagszielen vom 13. November 2015 in Paris war ein Theater, das die Terroristen ganz bewusst als jüdisches Theater ausgesucht hatten. Bereits am 20. Dezember 2008 hatten Terroristen einen hasserfüllten Film über das Theater gedreht. In dem Film drängten vermummte Männer zum Eingang des Theaters mit einer klaren Nachricht an die jüdischen Besitzer:

“Der Zorn und die Revolte in meinen Vierteln ist etwas, das wir nicht länger kontrollieren können, darum haben wir eine Nachricht für die Leiter dieses Theaters. Heute bin ich noch nett, aber eins sollten Sie wissen, mit all den Männern, die wir hinter uns haben, wir werden sie nicht mehr lange zurückhalten können.”

Als im Januar 2015 der Anschlag auf Charlie Hebdo verübt wurde, gab es ebenfalls judenfeindliche Aspekte, denn der Terrorist, Amedy Coulibaly, stürmte einen jüdischen Supermarkt, nahm Geiseln und tötete vier Menschen. Als er den französischen Sender BFMTV anrief, um seine Forderungen zu verbreiten, fragte der Sender: “Haben Sie das Geschäft aus einem bestimmten Grund ausgesucht?” Die Antwort kam prompt: “Ja. Die Juden!”

Der Terroranschlag vom 24. Mai 2014 in Belgien richtete sich gegen das Jüdische Museum in Brüssel. Im März 2012 wurden in Frankreich drei Kinder und ein Mann vor einer jüdischen Schule in Toulouse ermordet, weil sie Juden waren. Im Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen gefoltert, weil er Jude war. Er erlag seinen Verletzungen.

Immer wieder werden Juden von Terroristen ermordet, die erklären, im Namen des Islams zu töten. Sie morden im Auftrag des Islamischen Staates. Die Terroristen sind daher Nationalislamisten. Sie hassen Juden so sehr, dass sie nicht einmal davor zurückschrecken, Kinder zu ermorden, einzig und allein weil sie Juden sind.

Dieser Judenhass ist Fundament des Hasses, der jetzt auch am Flughafen in Brüssel gewütet hat.

Die USA haben 9/11.
Frankreich hat den 13.11.
Belgien hat den 22.3.
Aber für Israel ist das 24/7!

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Mormonen und Muslime

Mason Wells kommt aus dem US-Bundesstaat Utah und ist 19 Jahre jung. Trotz seines jungen Alters hat er bereits drei Anschläge islamischer Terroristen überlebt. Am 15. April 2013 war er zusammen mit seinem Vater beim Boston-Marathon, um seine Mutter Kimberly anzufeuern. Er stand nur wenige Meter von der Zielgeraden entfernt, an der zwei Sprengsätze explodierten und drei Menschen in den Tod rissen und über hundert verletzten. Auch Mason Wells wurde zu Boden geschleudert, entkam jedoch leicht verletzt. Am 13. November 2015 hielt er sich in Paris auf, als Islamisten an fünf verschiedenen Orten 130 Menschen ermordeten und unzählige weitere Menschen verletzten. Am 22. März 2016 dann war Mason Wells am Flughafen von Brüssel und wurde dort Opfer des Anschlags. Diesmal wurde er schwer verletzt.

Mason Wells ist Mormone! Ich erwähne dies, um auf einen nicht unerheblichen Unterschied zwischen Mormonen und Muslimen ausmerksam zu machen: Alle Mormonen unterscheiden sich von nicht wenigen Muslimen dadurch, dass Sie nicht morden, wenn ihr Prophet beleidigt wird und auch sonst nicht durch Terroranschläge auffallen.

In New York und in London läuft zur Zeit das Musical „The Book of Mormon“. Mit neun Antoinette Perry Auszeichnungen für exzellentes Theater gehört es zu den erfolgreichsten US-amerikanischen Theaterstücken. Die Religion, die in diesem Stück am meisten verarscht wird, ist die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage, also die Mormonen.

Und was passiert? Nichts! Keine Flaggen werden verbrannt, keine Botschaften gestürmt, keine Karikaturist ermordet, keine Köpfe abgeschnitten und nichts in die Luft gesprengt.

Mormonen provozieren keine Ausschreitungen und rufen keine Todesurteile aus, nur weil ihr Glaube verballhornt wird. Die offizielle Antwort der Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage auf das Musical ist von einer beeindruckenden Gelassenheit geprägt. Es wurde umgehend erklärt, das Stück “The Book of Mormon” könne zwar für einen Abend unterhalten, das wahre Buch Mormon jedoch würde das ganze Leben durch Jesus verändern. Die Kirche Jesu Christi der Heiligen der Letzten Tage schaltete sogar Werbung in den Programmheften! Die Autoren des Musicals, Trey Parker und Matt Stone, kommentierten diese Reaktion wie folgt:

“Das ist eine coole, amerikanische Antwort auf eine Verarsche – ein großes Musical, das in ihrem Namen erschaffen wurde. Bevor die Kirche reagierte, kamen ein Menge Leute zu uns und fragten: “Haben Ihr keine Angst davor, was die Kirche sagen wird?” Trey und ich sagten bloß: “Sie werden cool bleiben.” Und die Leute sagten: “Nein, werden sie nicht. Sie werden protestieren.” Und wir sagten: “Nein, werden sie nicht, sie werden cool bleiben.” Wir waren somit nicht von der Reaktion der Kirche überrascht. Wir glaubten an sie.”

Bei “The Book of Islam” würde das ganz anders aussehen! Eine Komödie über den Koran ist unvorstellbar, selbst auf dem Broadway in New York.

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