„Das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen!“

Am 9. April 2012 war das Publikum der Kunst gegen Bares voll grass drauf. Sehen Sie selbst:

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Davids Erinnerungen

Es gibt Momente, da wird mir ganz besonders klar, dass manches, worüber ich schreibe, für mich Geschichte ist, für andere jedoch das Leben.

Vor einiger Zeit meldete sich im Kommentarbereich meines Blogs David zu Wort. David ist Überlebender des Holocausts und verfasste zur Zeit seiner Kommentare seine Memoiren – in Jiddisch und Englisch, den Sprachen seiner Heimat. In der deutschen Sprache konnte er niemals heimisch werden, zu viele Deutsche in seinem Leben waren dagegen.

Tapfer im Nirgendwo belässt die Schriften von David ganz bewußt in der Art und Weise wie sie verfasst wurden, da die Zeilen ein Stück Geschichte sind, an die es zu erinnern gilt, besonders in der Form, wie sie geschrieben wurden.

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Davids Erinnerungen

Gut Schabbat und Shalom. Als israeli der den HOlocaust mitgemacht hat ,sind die Deutschen nicht unbedingt meine Freunde.Aber man soll nicht alles auf die Goldwaage legen.Wenn ein möchtegern Politiker sagt er kann die juden nicht leiden,dann ist da seine Sache,hai mit judenhass nichts zu tun.Auch ich kann manche Menschen nicht leiden.Er hat sich ja auch entschuldigt.Das der judenhass in Deutschland Fuss gefasst hat,mit Hilfe der Musleme ,ist unbestritten.Aber unsere Medien und ein Teil der deutschen Regierung haben schon ganz andere Granaten los gelassen. Viele junge Leute hören viel und plappern es nach ohne genau zu wissen um was es geht.

Ich bin 1929im Ruhrgebiet geboren und kann mich an alles,so ab 1935-36 an alles erinnern.Von Vaters Seite habe ich das jüdische Blut.Mutters Seite war rein Arisch,wie man damals sagte. Die Grausamkeiten der nazis will ich nicht erwähnen,sie sind ja bekannt.Von meiner lamilie sind einige ermordet und vergast worden.1942 mussten wir weg. Nach dem krieg bin ixh mit fast 17 jahren in Palästina angekommen und habe schwer in einem Kibuz gearbeitet u.nachts mussten Wachen aufpassen das uns die Araber nicht hinmachten.

Die Ausrufung des Staates israel im Mai 1948 habe ich miterlebt. Stunden drauf kamen die Araber mit dem Motto wir jagen die juden ins Meer.es kam aber anders.das kleine Israel hat den krieg gewonnen. Mit meinen fast 83 jahren bin ich einer der letzten Zeitzeugen.Ich könnte stundenlang berichten. Zumschluss aber die Palis und Araber haben uns schon immer tief gehasst und haben bis heute nur ein Ziel israel und sein volk zu vernichten. Gott schütze israel .

Relegion betrifft einig. Ich habe die israel.Staatsbürgerschaft und die deutsche. Ich lebe in Israel und in der hitze,in Deutschland.Leider ist meine Gesundheit nicht gut.Ich habe eine unheilbare krebskrankheit.Wie lange Gott mir noch gibt weiss ich nich.Ja,ich habe in meinem langenm Leben vieles erlebt.Es ist alles aufgeschrieben und wird nach meinem tod in israel als Buch herausgegeben.In Jiddisch und englisch.Nicht in deutsch. Ich schreibe leider viele fehler in deutsch. Ich hatte in der nazizeit nur 6 jahre Volksschule,das auch nur zeitweise.

Der judenhass explodierte wie Hitler 1933 an die Macht kam.Juden die im öffentlichem Dienst tätig waren wie Lehrer,Richter usw. wurden sofort entlassen. RA durften nur noch Juden verteidigen.Den juden wurde fast alles genommen Radios mussten abgegeben werden,keine Zeitung,kein Kino,kein Theater,Strassenbahn und Zug nur auf Sondergenehmigung und mussten auf hintere Plätze platz nehmen.Die Parks und kuranlagen waren für Juden verboten.An den Eingängen stand für Juden und hunde verboten.Man beachte die Reihenfolge.Da meine Mutter Arisch war hatte man uns weitgehends in Ruhe gelassen. Immer wieder musste sie zur Polizei oder Partei,die wollten das Sie sich von meinenm Vater scheiden liess. Das war aber bei uns kein Thema.Sonntags gingen wie immer zum Essen zu meinen Grosseltern Mütterlicher Seite. Meine Grosseltern liebte ich sehr. Bei Oma u. Opa traf sich Sonntags immer die ganze Familie.Opa war Bergmann u.hatte in der Zechenkolonie ein halbes Haus und einen grossen Garten. Hühner Kaninchen und ein Schwein.

Seine grosse Liebe waren die Tauben. Opa war ein Sozi und hasste die Nazis wie die Pest.Bei Feiertagen musste immer die Hakenkreusfahne gehisst werden. Nur Opa tat es nicht.Er musste zur Polizei und zur Parteileitung. Er hat nie darüber gesprochen,Opa kaufte dann ein ganz kleines Fähnchen. Das sah toll aus.Zwischen den grossen Fahnen opas kleine.Wenn Cranger Kirmes war hölte Opa mich immer ab.

Oma blieb lieber zu Hause.

Mein Vater war eine Seele von Mensch.Seine Familie,Frau und mich liebte er über alles. Ich habe nicht einmal Schläge von Vater bekommen.Vater war ein kleiner Textielhändler der uns so recht und schlecht ernähren konnte. Aber da waren ja noch Oma und Opa,die eltern meiner Mutter.Die halfen uns immer mit Lebensmittel und Geld. Wie oft haben sie unsere Miete bezahlt. Ja,wer kaufte denn noch bei einem Juden?? Die paar Kunden die noch kamen wollten alles halb geschenkt. Ich freute mich schon immer auf Sonntag,dann gingen wir Beide zum Fussballplatz, Aber immer zur 2. Halbzeit da kam man dann umsonst rein .Geld war bei uns knapp. Das jahr 1937 ging ohne grössere schwierigkeiten zu ende.

Mutter als echte Germanerin bechützte uns. Wir wussten nur von Freun den das wieder einige Juden weg waren.Wohin wusste niemand. Die Staatszeitung und der Stürmer weiteten ihre Judenhetzte aus.Juden die schöne Häuser oder Wohnungen hatten mussten ausziehen und kamen in sogenannte judenhäuser. Die Haäuser und Wohnungen bezogen überzeugte Natis.

Wir sind jetzt im Jahr 1938,das eines der schlimmsten Jahre für die deutschen juden werden sollte.

Als erste möchte ich einen Schultag beschreiben.Bevor der UNterricht begann wurde auf dem Schulhof die Hakenkreuzflagge gehisst.Dann ging es im Eilsschritt in denKlassen. Da das neue Schuljahr begann,bekamen wir einen neuen Lehrer.Der trug nur die braune Parteiuniform. Ich glaube der ging auch damit ins Bett.Ausserdem war er ein Schläger. Wer sprach oder abkuckte wurde über die Bank gelegt und mit dem Rohrstock verprügelt.

Er jagde uns bei Wind und Wtter auch bei Regen und im Winter in der Pause auf dem Schulhof.Wir sollten hart wie Kruppstahl und flink wie Windhunde werden. Gnade Gott ein Schüler steckte die Hände in die Taschen. Ich wurde einmal erwischt und bekam einige wuchtige Ohrfeigen.

das schlimmste war aber wir hatten 2 Volljuden in der klasse,ich war ja nur Halbjude,die mussten jeden morgen vor der Klasse sagen wir sind Juden und Schädlinge desDeutschen Volkes. Ich brauchte nicht vor,da hatte er wohl Hemmungen. Aber was Schläge anbetraf war ich meistens dran,egal was ich machte. So sah ein Tag 1938 in der Schule aus.

Wenn ich daran denke hasse ich diesen Mann immer noch. Als echter Nazi meldete er sich 1939 freiwillig zur Waffen-SS. !942 ist er in Russland gefallen.

Von den Erwachsenen hörte ich das es krieg geben würde.Die das sagten waren aber keine Nazis. Hitler holte sich so eben das Sudetenland und führte Öesterreich heim ins Reich.Es ist erwiesen das die Österreicher von Braunau am Inn,hitlers geburtsort, bis Wien ,von Linz bis Graz heil Hitler geschrien haben.In österreich wurden die Juden kurze Zeit nach Einmarsch der Deutschen ,in die Ghettos und in KZ gebracht.Ein Teil der Juden die Geld hatten konnten sich frei kaufen und gingen ins Ausland.Dann wurde das KZ Mauthausen bei Perg,in der Nähe von linz gebaut. Mauthausen war eines der schlimmsten KZ.Dei Bewacher waren SS-Leute aus Österreich.In israel liegen von KZ-Häftlingen hunderte von Aussagen über Mauthausen vor.Nun wieder zurück ins Altreich,wie man damals sagte.Dem IRK war es gelungen das Jüdische Kindertransporte über Holland nach England reisen durften. Eine Cusine von mir war auch dabei.

Auf dem Bahnsteig hat sie ihre ELtern,ältere Geschwister.oma und Opa zum letzten Mal gesehen. In England wurden die kinder nicht gut behandelt. Es waren ja Juden.Nach dem Krieg ist sie sofort nach Palästina. Die Gruppe wurde aber von den Engländern gefasst und nach CYpern in ein Lager gebracht bis 1948. Da wurde ja der Staat israel im Mai ausgerufen.

So gingen die Monate dahin.ich hörte oft meine Eltern zu die sagten es wird für Juden eine schlimme Zeit kommen.Papa hatte aber keine Angst er war ja mit Mama, eine Nichtjüdin verheiratet. Es wurden immer mehr Juden abgehölt,wohin wusste niemand. Es gab jedemenge Gerüchte.

Dann kam am 9.auf den 10.November 1938 das grosse Grauen.Alle Synagogen und Gebetshäuser wurden in Brand gesetzt und vernichtet. Polizei und Feuerwehr schauten zu ohne zu helfen.Es wurden in Deutschland über 1400 Synagogen u.Bethäuser vernichtet.Jüdische Geschäfte zertrümmert und geplündert. Juden wurden aus ihren Wohnungen geholt geschlagen und z.T. ermordet. Ich sehe noch immer einen Alten Mann der ein Schild umhatte wo stand ich bin ein dreckiger Jude.den Bart und die LOcken wurden dem armen Mann herausgerissen.Viele tausend Juden wurden in einKZ gebracht, wo ein grosser teil ermordet wurde.Die jüdischen Gschäfte wurden für wenig Geld an Nazis verkauft. Bekannte und Freunde sprachen nicht mehr mit uns. Die hatten Angst als Judenfreunde zu gelten .Ich werde heute noch manchmal wach und denke an die „Reichskristallnacht“. das war der beginn des Holocaust.

Wir haben das Jahr 1939 wo Hitler am 1.September Polen überfiel und dadurch den 2. Wrltkrieg verursachte. Darüber aber später mehr.Da erzähle ich was ich von meinen Eltern,verwandten und Freunden gehört habe. Ein 10 jährige Junge kann von sich aus nichts über den Krieg erzählen.Das jahr begann das der Judenhass immer grösser wurde. Jetzt wurden schon mehr Juden abgeholt,immer im frühen Morgen. Wo hin wusste keiner von uns.Es hiess sie kämen zum Arbeitseinsatz. Jüdische Kinder durften keine deutsche Schule mehr besuchen.Sie mussten in eine Jüdische Schule,wenn eine da war. Die Hitler Jugend machte auf Jüdische Kinder und JUgendliche Jagd und schlug sie oft Krankenhaus reif.

Ich kann mich noch an ein Gespräch meiner Eltern erinnern die wusten das alle JUden die einmal aus Polen oder Ukrain eingewandert waren wieder nach Polen abgschoben wurden. In einigen Monaten kannte man den Grund.

Und nun zum 1. September 1939.Hitler schrie wie immer und sagte Das deutsche Reich lässt sich die übergriffe Polens nicht mehr gefallen, ab 5 Uhr wird zurück geschossen. Das war der Beginn des 2.Weltkriegs. Hinter der kämpfenden Truppe Trieben Spezialeinheiten der SS und Polizeitruppen die Juden zusammen. Sie wurden in einGhetto gebracht,eine vielzahl der Juden,ob Mann,Frau oder kind, wurden in einer abgelegenden Ecke in grosse tiefe Gräben erschossen.Sie mussten sich davor stellen und vielen dann in die Grube.So ging es weiter bis alle ermordet waren.

Einige mussten zuletzt noch die Gräben mit Erde zumachen dann kamen sie auch noch dran.Kein Zeuge durfte überbleiben.Ich weiss das von einem Freund meiner Eltern,der auf Urlaub war.Sei Zug lag zufällig in der Nähe.

Das schlimmste aber war das SS-Leute Juden in einer KIrche trieben Erwachsene und Kinder, das Tor abschlossen und dann die Kirche ansteckten.

Man darf sich garnicht vorstellen wie elendig diese armen Menschen ge storben sind. “ Soldaten die auch im Urlaub waren haben das gesehen und
nach dem Krieg an Eidesstatt ausgesagt.Ja,die Nazis waren Unmenschen.

Die Jahre 1940 und 41 waren die Jahre wo die Deutsche Wehrmacht von Sieg zu Sieg eilte und fast ganz Europa besetzte.Als Kind kann ich darüber wenig schreiben weil ich nicht dabei war.

Am 20.4.1941,Hitlers Geburtstag,musste jeder Jude den Gelben Stern tragen. Die lebensmittelrationen wurden für Juden immer weniger. Ein kaufen konnte man nur noch in gewisse Geschäfte und vorgeschriebene Zeiten. Wenn wir Sonntags bei Oma u.Opa waren wurde viel über die Kriegslage erzählt.Opa sagte immer die Deutschen siegen sich tot. Hitler wird den Krieg nie gewinnen.So kam es dann ja auch. Ab Oktober 1941 beann der Abtransport der Juden in die Vernichtungslager.

Zum Schluss möchte ich noch an die Wannseekonferenz erinnern,die am 2o.1 !942 unter Heydrichs Leitung stattfand. Da wurde die endgültige Vernichtung aller JUden in Europa beschlossen.

In etwa 2 Monate werde ich neue berichte schreiben über israelis die mir nach dem Krieg in israel ihr Leben und was sie Im kz erlebt haben berichteten. Aber auch Berichte von mir über den Aufbau Israel und die Kriege.

Ich hoffe meine Berichte haben Euch aufgezeigt was für eine Bande die Nazis waren. David

*** (Zwei Monate später) ***

Im li. Auge ist bei mir die netzhaut gerissen. OP gelungen–Sehkraft weg. Gut das mein re. Auge noch einigermassen mitmacht. Ich kann also immer nur kürzere Berichte schreiben. Fangen wir also an.

Hitler der grösste Feldherr aller Zeiten fiel am 6.1941 in Russland ein, seine Grossmannssucht kannte keine Grenzen. Ganz Europa hatte Hitler schon besetzt es fehlte nur noch Russland. Wie die Nachricht im Radio durchkam sagte mein Opa,jetzt hat Hitler den Krieg verloren.Es begann wieder das alte Spiel.Hinter den Kampftruppen kamen die Sondertruppen der SS und der Polizei und trieben die Juden zusammen. Sie wurden an Ort und Stelle ermordet. Die Ukraiener haben fleissig mitgeholfen. Alles was nun kommt habe ich in Dokumente gelesen. Die deutsche Wehrmacht kam bis zum Kaukasus,schwarzes Meer und kurz vor Moskau. Dann kam der eisige russische Winter und die deutschen Truppen hatten ihre Sommeruniformen an.Tausende sind erfroren. Von nun an ging es immer zurück. Das ende kam mit Stalingrad.Hier wurde di6. Armee vollständig vernichtet. Ausser 50000 Mann die in Gefangenschaft kamen,aber auf dem Weg ins Lager fast alle tot waren. Im Oktober 1944 stand die Rote Armee vor Ostpreussen. Da dies ein Tatsachenbericht ist werde ich inder nächsten Fortsetzung schreiben was die Russen alles mit der Bevölkerung angestellt hat. Da waren die Nazis nicht schlimmer. Hitler und Stalin waren ja die grössten Mörder, bis heute noch nicht übertroffen.

***

Die Rote Armee hatte also Anfang Öktober 1944 die Ostpreussische Grenze erreicht. Sie legte nun eine Ruhepause ein um neue Trüppen,Panzer und Geschütze an die Front zu bringen. Einige Grenzstädte ,wie Eydkau und Ebenrode fielen nach schwerern Kämpfen den Russen in die Hand. Ausser ein paar Stosstrupps war alles ruhig ,zu ruhig. Dann kam das Drama von Nemmesrdorf. Das Dorf liegt bei Gumbingen. Eine Truppe angetrunkener Russen fielen in das Dorf ein. Nachedem deutsche Truppen die russen verjagd hatten bot sich Ihnen ein Bild des Grauens. Tote Frauen ,Kinder und alte Manner lagen tod auf der Strasse oder im Graben. An den Schenentoren haben diese Bestien die Frauen als Kreuz angenagelt. Alle Frauen von Kinder bis alte 70 jährige Frauen waren vergewaltigt und dann bestalisch ermordet worden. Nemmersdor ist in die Geschichte eingegangen. Die Menschen wussten jetzt was Ihnen blüthe. Das schwed.Rote kreuz hat alles fotografiert. Anfang Jan. 1945 begann die grosse Offebsive die in Berlin endete.

In jedem Ort passierte das was in Nemmersdorf geschehen war. Die Russen waren meistens betrunken und die Frauen wurden Tag und Nacht vielfach vergewaltigt und dann zum Teil umgebrachtDie Trecks wurdn von den Panzern einfach überrollt. Die einzige Chance aus Ostpreussen heraus zu kommen wr über das zugefrorene Haff. Einen Teil ist es gelungen.

Eine Kolonne Juden,die von der ss bewacht wurden,sind alle am Strand erschossen worden. Ihre Mörder zogen sich die gestreifte Häftlinggskleidund der ermordeten Juden über.Was in Ostpreussen passerte ist in den anderen Ostdeutschen Ländern genau so passiert.

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Ich könnte noch stundenlang über Ostpreussen erzählen. Was ich aber geschrieben habe reicht . Ich hätte genauso güt Schlesien nehmen können da haben die Russen genau so gehaust. Warum also gerade Ostpreussen.

Meine Frau und Ihre vorfahren stammen aus Nordostpreussen. Meine Frau, ihre Geschwister und Mutter ,haben das ganze Elend mit erlebt. Sie hatten Glück und kamen über die Nehrung aus Ostpreussen raus. Ich muss es leider nochmals saden die Rote Armee war auch nicht besser ,vielleicht kleine Ausnahmen,als die Nazis-ich meine die Sondertrüppen.In den vielen Straflagern in Russland sind auch Millionen Menschen verhungert und umgebracht worden. Mir ging es darum nicht nur die Verbrechen der nazis,sondern auch der Stalin-Zeit zu erzählen.

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Die Fortsetzung kann hier gelesen werden.

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„Netanjahu ist schlimmer als Ahmadinedschad“

In einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung hat Günter Grass unter Vorspielung einer Differenzierung seinen Angriff auf Israel noch einmal verschärft. Die Süddeutsche berichtet:

„Der Mann, der – so Grass – Israel zur Zeit am meisten schade, sei dessen Premier „Netanjahu – und das hätte ich in das Gedicht noch hineinbringen sollen.“

Laut Günter Grass ist somit Netanjahu für Israel gefährlicher als Ahmadinedschad, der keinen Hehl daraus macht, Israel zerstören zu wollen und sogar gefährlicher als die judenhassende Hamas, die alle Juden vernichten will, jeden Palästinenser killt, wenn er mit Juden zusammen arbeitet, Kinder zum Judenhass erzieht, einen „judenreinen“ Gazastreifen organisiert und an manchen Tagen über 40 Raketen auf Israel abfeuert.

Günter Grass ist kein SS Junge mehr, aber er redet mittlerweile wie ein gestandener SS Mann. Die Behauptung, die israelische Regierung sei gefährlicher für Israel als die bombenwerfenden, judenhassenden und das eigene Volk knechtenden Regierungen rund um Israel, erinnert schon sehr an die Gedankenwelt eines lupenreinen Nazis. Hätte Grass schon als SS Junge geschrieben, seine Worte hätten vermutlich wie folgt geklungen:

„Die Männer, die dem Judentum zur Zeit am meisten schaden, sind die Aufständischen im Warschauer Ghetto – und das hätte ich in das Gedicht noch hineinbringen sollen.“

Der Premierminister einer modernen, aufgeklärten, demokratischen und vor allem freien Gesellschaft ist für Grass also gefährlicher als ein fundamentalistischer Diktator einer national-islamistischen iranischen Mullahpartei. Das ist SS pur und blanker Grassismus.

Für Grass ist es somit gefährlicher, wenn in Israel Gleichberechtigung der Geschlechter staatlich gelebt wird, als wenn Frauen aus der Gesellschaft verbannt und nicht selten unter Stoff verborgen werden.

Für Grass ist es auch gefährlicher, dass in Israel Religionsfreiheit herrscht, so dass Juden, Christen, Muslime und andere Religionsangehörige in Ämtern und Gerichten, bei der Polizei und der Feuerwehr, in der Armee und dem Parlament arbeiten können, während in vielen anderen Ländern des Nahen Ostens die nicht dem Islam angehörenden Menschen mit schweren und brutalen Ausgrenzungen zu leben haben.

Für Grass ist es auch gefährlicher, dass in Israel jeder Bürger und jede Bürgerin Häuser bauen darf, egal welche Religion er oder sie hat, während ein Palästina allen Juden das Bauen und Siedeln verbieten möchte, weil es sich nach dem sehnt, was schon in Deutschland einmal versucht wurde, nämlich “judenrein” zu werden.

Für Grass ist es auch gefährlicher, dass Männer in Israel schwul und Frauen in Israel lesbisch sein können, während Mann und Frau in vielen anderen Ländern des Nahen Ostens dafür hängend an einem Baukran oder bis zur Schulter im Boden eingegraben und gesteinigt enden.

Für Grass ist es auch gefährlicher, dass in Israel eine freie Presse und eine freie Meinung herrscht, die dafür sorgt, dass jede Handlung von israelischer Seite, die sich von moralisch und juristisch akzeptablen Normen entfernt hat, sofort kritisiert und wenn nötig sogar geahndet wird, während in vielen anderen Ländern des Nahen Ostens der blutige und mörderische Terror gegen Männer, Frauen und Kinder gefeiert und staatlich gefördert wird.

Für Grass ist es auch gefährlicher, dass in Israel frei geforscht werden darf, eine Tatsache, die die Welt bahnbrechende und lebensrettende Erfindungen in der Medizin und Technologie beschert, während viele Länder des Nahen Ostens die Welt höchstens mit Mördern aus ihren Terrorcamps versorgen.

Für Grass ist es auch gefährlicher, dass Israel die weltweit bekanntesten und aktivsten Förderer eines Friedens zwischen Israel und Palästina hervorgebracht hat, während viele Länder im Nahen Osten sich dadurch auszeichnen, erst dann einen Frieden zu akzeptieren, wenn ganz Israel verschwunden ist?

Für Grass ist es auch gefährlicher, dass in der israelischen Unabhängigkeitserklärung folgendes steht:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Für Grass ist es nicht so gefährlich, dass die Hamas Charta mit folgendem Artikel 7 aufwartet:

„Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

Mit anderen Worten: Günter Grass findet so ziemlich alles das gefährlicher, was auch schon die Nazis gefährlich fanden und vernichten wollten. Da kann ich nur noch sagen: „It’s springtime for Hitler!“

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Der neue Grassismus

Wenn alles ganz schlimm läuft, dann wird der 6. April 2012 in die Geschichte eingehen als ein Tag, an dem Jakob Augstein eine neue Sekte gegründet hat: den Grassismus.

Pünktlich an Karfreitag, dem Tag, an dem Christen an den Tod ihres menschgewordenen Gotts erinnern, der in dem Moment des Sterbens alle Sünden der Welt auf sich genommen haben soll, erklärt Jakob Augstein Günter Grass zum neuen Messias und den Tag, an dem sein Gedicht „Was gesagt werden muss“ erschienen ist, zu einer Zäsur.

„Es ist dieser eine Satz, hinter den wir künftig nicht mehr zurückkommen: „Die Atommacht Israel gefährdet den ohnehin brüchigen Weltfrieden.“ Dieser Satz hat einen Aufschrei ausgelöst. Weil er richtig ist. Und weil ein Deutscher ihn sagt, ein Schriftsteller, ein Nobelpreisträger, weil Günter Grass ihn sagt. Darin liegt ein Einschnitt. Dafür muss man Grass danken. Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen. Ein überfälliges Gespräch hat begonnen.“

Man höre und staune: „Er hat es auf sich genommen, diesen Satz für uns alle auszusprechen.

Jakob Augstein hat mit diesem Satz durchaus die Chance, der Martin Luther des 21. Jahrhunderts zu werden, denn wie bei Martin Luther so ist auch das Verhältnis von Jakob Augstein und Günter Grass zu Juden leicht gestört. Der neue Grassismus hat begonnen und er gibt schon vor, kaum ein Tag alt, für uns alle zu sprechen! Um es ganz klar zu sagen: Für mich hat Günter Grass nicht gesprochen und ich verbitte mir diese übereifrige und missionarische Vereinnahmung meiner Person. Sie hat mir einen zu deutlichen Stich ins Inquisitorische!

An einer anderen Stelle von Jakob Augsteins Pamphlet, das er mit etwas Pech zu Ostern an die Tür der Schlosskirche zu Wittenberg nageln wird, steht: „Den „Irren aus Teheran“ nennt der Boulevard den iranischen Präsidenten. Aber Ahmadinedschad ist nicht irre. Er will sein Amt behalten und unterdrückt deshalb die Opposition: Die Massenproteste gegen sein Regime vor drei Jahren ließ er blutig niederschlagen, viele Oppositionspolitiker einsperren.“

Für Jakob Augstein sind Unterdrückungen, blutige Niederschlagungen und willkürliche Einsperrungen also nicht irre. Gut zu wissen. Martin Luther fand solchen Handlungen ja auch nicht irre, im Gegenteil:

“Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich.”

An anderer Stelle schreibt Jakob Augstein:

„Jetzt muss endlich auch auf Israel Druck ausgeübt werden. Wohlgemerkt: Wer das sagt, versucht nicht, „die Schuld der Deutschen zu relativieren, indem er die Juden zu Tätern macht“, wie Döpfner sagt. Hier geht es nämlich nicht um die Geschichte Deutschlands. Sondern um die Gegenwart der Welt.“

Um die Geschichte Deutschlands ging es also damals. Heute aber geht es laut Augstein um die Welt. Nichts anderes haben uns die Nazis damals prophezeit! In diesem Zusammenhang fällt mir ein schönes lithurgisches Lied für den neuen Grassismus ein. Es muss nur ein wenig abgewandelt werden. Es ist ein Lied vom Hitlerjungenkomponisten Hans Baumann:

„Es zittern seine morschen Knochen
Er schreibt gealtert und mit letzter Tinte
Er hat das Schweigen gebrochen,
Für uns war es keine Finte.

Wir werden weiter kritisieren
Wenn alles in Scherben fällt,
Denn heute da hört uns Deutschland
Und morgen die ganze Welt!“

Mit so einem Lied werden die Messen des neuen Grassismus bestimmt eine Menge Spaß machen. Und wenn es dann darum geht, sich um das Wohl Israels ganz besonders viel Sorgen zu machen, dann kann sich der Grassist ja ein Beispiel an jene Christen nehmen, die wie Günter Grass und Jakob Augstein am Karfreitag dafür bitten, dass die Juden von ihrem bösen Weg abkommen. Über Jahrhunderte baten Christen am Karfreitag folgende Fürbitte:

„Lasset uns auch beten für die treulosen Juden, dass Gott, unser Herr, wegnehme den Schleier von ihren Herzen, auf dass auch sie erkennen unsern Herrn Jesus Christus. Allmächtiger ewiger Gott, du schließest sogar die treulosen Juden von deiner Erbarmung nicht aus; erhöre unsere Gebete, die wir ob der Verblendung jenes Volkes vor dich bringen: Möchten sie das Licht deiner Wahrheit, welches Christus ist, erkennen und ihrer Finsternis entrissen werden. Durch ihn, unseren Herrn.“

In der Neufassung aus dem Jahre 1974 klingt die Fürbitte deutlich harmloser, obwohl Juden auch dort immer noch als ein Volk beschrieben werden, das die Fülle der Erlösung noch nicht gefunden hat, eben genauso wie es Günter Grass von Israel behauptet:

„Lasst uns auch beten für die Juden, zu denen Gott, unser Herr, zuerst gesprochen hat: Er bewahre sie in der Treue zu seinem Bund und in der Liebe zu seinem Namen, damit sie das Ziel erreichen, zu dem sein Ratschluss sie führen will. Allmächtiger, ewiger Gott, du hast Abraham und seinen Kindern deine Verheißung gegeben. Erhöre das Gebet deiner Kirche für das Volk, das du als erstes zu deinem Eigentum erwählt hast: Gib, dass es zur Fülle der Erlösung gelangt. Darum bitten wir durch Christus, unseren Herrn. Amen.“

Im Jahr 2008 hat Papst Benedikt XVI. dann erlaubt, dass die Karfreitagsfürbitte wieder etwas deftiger ausfallen darf.

„Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott, unser Herr, ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus erkennen, den Retter aller Menschen. Allmächtiger ewiger Gott, Du willst, dass alle Menschen gerettet werden und zur Erkenntnis der Wahrheit gelangen. Gewähre gnädig, dass beim Eintritt der Fülle aller Völker in Deine Kirche ganz Israel gerettet wird. Durch Christus, unseren Herrn. Amen.“

An Karfreitag sorgt sich somit so mancher Christ um das Heil der Juden und betet darum, dass Gott die Herzen der Juden erleuchten möge, auf dass sie den wahren Glauben erkennen, damit Israel gerettet werden kann. Wenn das nicht ganz nach Günter Grass klingt. Der Grassist sorgt sich um das Heil Israels, weil er vorgibt, dem Land ganz besonders verbunden zu sein. Der Grassist kritisiert Israel bis zum Untergang und schweigt zu den Verbrechen all jener, die Israel vernichten wollen. Er tut dies angeblich um der lieben Freundschaft Willen, quasi als Fürbitte.

Urbi et orbi!

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Гомосексуальность это нормально!

In 2012 in St. Petersburg, Russia, two men were arrested for holding up a sign reading „Homosexuality Is Normal.“ It marked the first arrests on the strength of the city’s new law against disseminating information on homosexuality.

Today, the Russian city Sochi hosts the Olympic Games. Let the two men of 2012 still be heart 2014. Let them be heart in all languages of the world. I’ll do a modest start:

Homosexualität ist normal!
L’homosexualité est normale!
الشذوذ الجنسي أمر طبيعي!
Eşcinsellik normaldir!
La homosexualidad es normal!
A homoszexualitás normális!
L’omosessualità è normale!
הומוסקסואליות היא נורמלית!
Homoseksualitet er normal!
Homoseksuaalsus on normaalne!
รักร่วมเพศเป็นเรื่องปกติ!
Homoseksuaalisuus on normaalia!
Η ομοφυλοφιλία είναι φυσιολογική!
समलैंगिकता सामान्य है!
Samkynhneigð er eðlileg!
Homoseksualnost je normalna!
Homoseksuālisms ir normāli!
Homoseksualumas yra normalu!
Homoseksualiteit is normaal!
Хомосексуалност је нормална!
Homofili er normalt!
Homosexualita je normální!
Homoseksualizm jest normalny!
Homosexualita je normálna!
Homossexualidade é normal!
Homosexualitatea este normal!
Homoseksualnost je normalno!
Homosexualitet är normalt!
동성애는 정상입니다!

We’re here! We’re queer! Get used to it!


(„Rainbow flag and blue skies“. Quelle: Wikipedia)

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Wer mit dreißig noch ein Problem mit den Eltern hat, ist selber schuld!

Ich kann es machmal einfach nicht verstehen, wie erwachsene Menschen, die selber Verantwortung für sich und andere Menschen übernehmen sollten, ernsthaft die Schuld für ihre Probleme noch bei ihren Eltern suchen können. Klar, unschuldig sind die Eltern nie, aber mit den Eltern ist es im Grunde wie mit Gott, wenn es ihn gibt, kann ja sein, dass nicht, manchmal kommt ja sogar raus, dass nicht mal der eigene Vater der echte Vater ist: Sie haben uns in diese Welt gebracht, ohne uns zu fragen, haben uns in ihrem Sinne geformt und hatten nicht selten eine komische Art, uns ihre Liebe zu zeigen.

Ich bin echt froh, dass Gott keine Eltern hat, sonst könnte er heute noch seine mehr als bescheidenen Taten der Massenmorde durch Sintfluten und Feuerregen schön auf Mama schieben.

Nein, Gott, wenn es ihn gibt, und unsere Eltern, wenn sie es sind, haben sich für ihre Taten entschieden und sie sind verantwortlich dafür, so wie wir, ihre Kinder, irgendwann für unser Leben Verantwortung übernehmen müssen und schuldig werden können, ohne das wir ständig auf unsere Herkunft verweisen können. Nicht unsere Eltern, nicht die Gesellschaft, nicht das System führt unsere Hand, wir tun es!

Jeder Mensch, der ein Problem mit seinen Eltern hat, versucht es zu lösen und tut dies im Glauben, das Problem aus eigener Kraft und mit Hilfe anderer lösen zu können. Gäbe es diesen Glauben nicht, so bliebe lediglich der Fatalismus und die Hoffnung auf einen Erzoberosterhasen, der es schon irgendwie löst. Für ein unlösbares Problem gibt es nur zwei Alternativen: Akzeptieren oder Verzweifeln. Das Problem der Sterblichkeit zum Beispiel ist genau so unlösbar wie das Problem der Herkunft. Wir sind nun mal die Kinder unserer Eltern! Das wird sich nicht ändern und wenn wir noch so lange zur Therapie gehen. Irgendwann wird sich der Therapeut an uns eine Sauna und ein Pool verdient haben, aber unsere Eltern sind immer noch die Selben!

Man mag mir nur vorwerfen, mein Fokus aus die Verantwortung und die Schuld des Einzelnen sei egozentrisch und überheblich, aber zu glauben, die eigenen Probleme seien so viel schwerer und unlösbarer als die Probleme anderer Menschen, zeugt auch nicht gerade von einem Mangel an Egozentrik und Überheblichkeit. Manchmal ist es gar nicht mal schlecht, etwas überheblich zu sein und an sich zu denken. „Liebe Deinen Nächsten wie Dich selbst“,heißt es doch. Ich kann, ich soll mich also selber lieben. Wunderbar!

Wer glaubt, ein Konflikt mit den eigenen Eltern sei unlösbar, kann sich auch gleich in einen Sarg legen und Schneewittchen spielen, in der Hoffung, ein Prinz möge kommen, der einen wach küsst, um über die böse Schwiegermutter hinwegzukommen. Wer Schneewittchen spielen will, soll sich ein paar Zwerge als Freunde suchen. Ich halte es da lieber mit der Aufklärung und dem Typ aus Königsberg, der einmal gesagt hat:

“Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unmündigkeit. Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, dich deines eigenen Verstandes zu bedienen! ist also der Wahlspruch der Aufklärung.”

Jetzt kann natürlich gesagt werden: „Aufklärung? Echt? Komm schon! Aufklärung ist sowas von 18. Jahrhundert!“

Ja stimmt, die Aufklärung ist echt schon was her, aber manchmal bin ich halt so richtig schön altmodisch. Muss wohl an meinen Eltern liegen!

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Hier ist das Ding!

Ein recht bekannter amerikanischer Stand-Up Comedian hat einmal gesagt, ein gelungener Stand-up zeichne sich dadurch aus, dass das Publikum später sage: „Du, ich war da gestern in einer ganz tollen Show. Ich habe verdammt viel gelacht. Ich kann Dir zwar jetzt keinen einzigen Witz wiederholen, aber ich habe total gerne zugehört. Keine Ahnung warum. Ich kann es nicht nachmachen. Du musst einfach dabei sein! Du musst es hören!“

Gestern hatte ich einen solchen Abend im Ersten Kölner Wohnzimmertheater. Es war die Vorpremiere von Maxi Gstettenbauers erstem abendfüllenden Soloprogramm. Als ich das Theater betrat, sah ich auf der Bühne nur die für einen guten Stand-Up nötigen Requisiten: ein Mikro, ein Hocker und eine Flasche Wasser. Mehr braucht Stand-Up nicht. Und mehr brauchte Maxi Gstettenbauer nicht! Er erzählte einfach und tat das, was Stand-Up bedeutet: He stood up! Er stand da! And he stood up for himself! Und er stand für sich gerade!

Maxi Gstettenbauer stood up, wagte spontane, improvisierte Wege und assoziierte ohne Angst vor politischer Korrektheit oder der Furcht vor den Momenten der Stille, die sich unweigerlich einstellen, wenn man es wagt, aufrichtig zu sein.

Maxi Gstettenbauer schreibt nicht! Er spricht!

Schriebe jemand seine Texte auf, um sie auswendig zu lernen und selbst vorzutragen, er würde scheitern. Wichtig ist bei Maxi Gstettenbauer nämlich nicht so sehr, was er sagt, obwohl seine Gedanken nicht selten voller Feinsinnigkeiten sind, sondern wie er es sagt und vor allem, dass er es sagt. Seine Authentizität macht den Witz!

„Hier ist das Ding“ ist die Floskel, mit der er seine Gedankenpausen oft beendet. Er repetiert keinen auswendig gelernten Text, sondern formt vorher gefasste Gedanken in einer der jeweiligen Situation angemessenen Art.

Hier ist das Ding: Pures Stand-Up hat es in Deutschland schwer. Hierzulande reicht es nicht, einfach auf der Bühne und für sich zu stehen. Wer witzig sein will, braucht einen Grund, eine Entschuldigung: Kabarettisten nehmen gerne ihre politische Meinung als Entschuldigung oder sie setzen sich an ein Klavier oder sie erfinden eine Figur. Stand Up braucht aber keine Figuren. Stand Up braucht nur den Mut der Ehrlichkeit.

Maxi Gstettenbauer ist ehrlich. Er ist ein 23-jähriger Mann mit Realschulabschluss und Brille, der gerade seine erste längere Beziehung hinter sich hat und gerne Computerspiele zockt. Ein ganz gewöhnlicher Mensch eben. Nichts besonderes! Und genau da liegt die Kunst des Stand-Ups.

Hier ist das Ding: Stand-Up ist die Kunst des humorvollen Erzählens von Alltäglichkeiten und immer mehr ein Mitlachen denn Auslachen. Maxi Gstettenbauer ist nichts besonderes. Er ist ein schüchterner Junge in einem Körper mit einer viel zu lauten Stimme. Er gibt dem Gewöhnlichen so eine gewaltige Stimme, das sich manchmal sogar der trockene Keks auf dem Tisch wundert, dass er soviel Aufmerksamkeit bekommt und vor allem, dass er so lustig sein kann.

Maxi Gstettenbauer spricht an einem Abend über World of Warcraft, Aids, Keksen, Nachbarn, Hitler, Masturbation, Religion und Facebook als wäre diese Kombination das Natürlichste auf der Welt. Dennoch sorgt er stets dafür, dass der letzte Lacher auf seine eigenen Kosten geht. „Laughing with“ nennt die Musikerin Regina Spektor diese Art des Humors, die etwas sehr göttliches hat.

Hier ist das Ding: Stand-Up Comedy ist eine ganz hohe Kunst – und Maxi Gstettenbauer beherrscht sie meisterhaft!

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Bitte bringt mehr Licht in die Welt!

Ein Nachruf von Eva Sandler.

Mein Herz ist gebrochen. Ich bin unfähig zu sprechen. Es gibt keinen Weg um den großen, alles verzehrenden Schmerz auszudrücken, den die Ermordung meines geliebten Ehemannes Rabbi Jonathan und unserer Söhne, Aryeh und Gabriel, und von Miriam Monsonego, Tochter des Schuldirektors von Ozar Hatorah und seiner Frau, Rabbi Yaakov und Frau Monsonego, hervorruft.

Möge niemand jemals solchen Schmerz und solches Leiden durchmachen müssen.

Weil so viele von euch, meine verehrten Brüder und Schwestern in Frankreich und rund um die Welt fragen, was sie für mich tun können, für meine Tochter Liora und für die Seelen meines lieben Mannes und unserer Kinder, fühle ich die Pflicht, so schwer es auch sei, auf eure Anfragen zu antworten.

Das Leben meines Mannes war der Lehre der Torah gewidmet. Wir zogen in sein Geburtsland zurück, um jungen Menschen dabei zu helfen, etwas über die Schönheit der Torah zu lernen. Er war ein wahrlich guter Mann, liebevoll, großzügig und selbstlos. Er war sensibel gegenüber allen Geschöpfen G*ttes, stets auf der Suche nach Wegen, das Gute in Anderen zu entdecken.

Er und ich erzogen Aryeh und Gabriel, die Wege der Torah zu leben. Wer konnte ahnen, wie kurz ihre Zeit auf Erden sein würde, wie kurz die Zeit, die ich mit ihnen als ihre Mutter verbringen würde?

Ich weiß nicht wie ich und die Eltern und die Schwester meines Mannes Trost und Stärke finden werden, um weiter zu machen, aber ich ich weiß, dass G*ttes Wege gut sind, und ER wird uns den Weg weisen und uns die Stärke geben, weiter zu gehen. Ich weiß, dass ihre heiligen Seelen für immer bei uns bleiben, und ich weiß, dass sehr bald die Zeit kommen wird, wenn wir mit dem kommenden Messias wieder zusammen sein werden.

Mit ganzem Herzen glaube ich an die Worte des Psalms: Der Herr hat es gegeben und der Herr hat es genommen, gelobt sei der Name des Herrn.” Ich danke dem Allmächtigen für das Privileg, so kurz es war, meine Kinder mit meinem Mann großzuziehen. Jetzt will der Allmächtige sie wieder bei sich haben.

Für alle, die unserer Familie Trost und den Seelen der Verstorbenen Seligkeit spenden möchten: Lasst uns ihr Leben auf dieser Erde fortführen.

Eltern, bitte küsst eure Kinder. Sagt ihnen, wie sehr Ihr sie liebt und wie sehr es Euch am Herzen liegt, dass sie lebende Beispiele unserer Torah sind, mit Achtung vor dem Himmel und Liebe für ihre Mitmenschen.

Bitte vertieft euer Studium der Torah, ob allein oder mit eurer Familie oder Freunden. Helft Anderen, die es schwierig finden, das Studium allein zu erreichen.

Bitte bringt mehr Licht in die Welt, indem ihr die Sabbatkerzen an diesem und jedem Freitag entzündet. (Bitte tut das etwas früher als zur vorgeschriebenen Zeit, als ein Weg, unserer Welt etwas mehr Heiligkeit zu geben.)

Bald kommen die Tage des Pessachfestes. Bitte ladet Andere zu euch nach Hause ein, damit jeder einen Platz bei einem Seder findet, um den Feiertag unserer Freiheit zu feiern.

Zusammen mit unseren schmerzhaften Erinnerungen an unsere Prüfungen in Ägypten vor so vielen Jahren sprechen wir immer noch davon, “wie sie Generation für Generation gegen uns gestanden haben, um uns zu zerstören.” Wir alle werden mit lauter und klarer Stimme verkünden: “G*tt rettet uns vor ihren Händen.”

Der Geist des jüdischen Volkes kann niemals ausgelöscht werden; seine Bindung zur Torah und ihren Vorschriften können nie zerstört werden.

Möge es G*ttes Wille sein, dass wir von diesem Moment an nur noch Glücklichsein kennen.

Ich sende mein herzliches Beileid an die Familie Monsonego für den Verlust ihrer Tochter Miriam, und ich bete für die baldige Genesung von Aharon ben Leah, der bei dem Angriff verletzt wurde.

Danke für eure Unterstützung und Liebe.

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(TINEVS)

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Ich fordere IKEA zum Duell!

Sehr geehrter Kundenservice von IKEA,

beim Aufräumen habe ich heute ein altes Antwortschreiben von Ihnen gefunden. Ich hatte mich damals an Sie gewandt, weil ich ungefragt aber dafür penetrant im IKEA von Plakaten und Schildern geduzt wurde. Sie antworteten mir damals:

„Es ist keinenwegs ein Marketing-Gag, wie einige meinen. Vielmehr sagt das „DU“ etwas darüber aus, wer wir sind woher wir kommen. Mit unseren Herzen kommen wir aus Smaland in Schweden. Unseren eigenen Weg zu gehen, ist smaländisch. In Schweden sagt man „Du“. Trozdem ist man dort nicht unhöflich zueinander. Im Gegenteil: Dort werden Höflichkeit und ein respektvoller Umgang miteinder groß geschrieben. Das ist unser Weg, mit Menschen umzugehen.“

Hier nun meine leicht verspätete Antwort:

Sehr geehrte Damen und Herren von IKEA,

nachdem ich angefragt hatte, warum ich von den Schildern und Plakaten Ihres Hauses geduzt werde, erhielt ich die Antwort, dass das in Schweden eben so sei und dort alle geduzt würden. Ich habe mir gestattet, das zu überprüfen.

Wissen Sie, was ich herausgefunden habe? In Schweden werden doch nicht alle geduzt! Nein. Der König wird gesiezt! Daraus darf ich also schließen, dass bei IKEA der Kunde nicht König ist.

Bitte entschuldigen Sie meine Reaktion. Es ist keineswegs ein Gag. Vielmehr sagt meine Reaktion etwas darüber aus, wer ich bin und woher ich komme. Mit meinem Herzen komme ich aus dem Emsland in Deutschland. Unseren eigenen Weg zu gehen, ist emsländisch. Im Emsland sagt man „Sie“!

Ich schlage daher vor, wir treffen uns zu einem Smaländisch-Emsländischen Duell, um dieses Problem ein für alle mal aus der Welt zu schaffen. Ein paar Personen Ihres Unternehmens und eine gleiche Anzahl von Leuten meiner Wahl treffen sich in den Abendstunden an einem Ort Ihrer Wahl. Wir trinken alle ein paar emsländische Kurze von Berentzen und bauen dann einen smaländischen IKEA Schrank auf. Die Gruppe, deren Schrank als erstes fertig ist, gewinnt!

Wenn Sie gewinnen, dann dürfen Sie mich in Zukunft duzen!

Abgemacht?

Mit freundlichen Grüßen, Ihr
Gerd Buurmann

Mein Angebot steht nach wie vor. Ich fordere IKEA zum Duell!

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Das Bild vom Islam

Nach dem terroristischen Attentat von Mohamed Merah sorgen sich nicht wenige Menschen um das Bild des Islams. Die Tagesschau fragt: „Werden die fünf Millionen französischen Muslime durch die Morde von Toulouse noch weiter an den gesellschaftlichen Rand gedrängt?“ Der Rektor der Großen Moschee in Paris mahnt: „Man darf die zu 99,9 Prozent friedliche muslimische Religion nicht mit der kleinen Gruppe von Leuten verwechseln, die entschlossen sind, eine Bluttat zu verüben.“

Warum eigentlich sorgen sich in diesem Zusammenhang so viele um das Bild des Islams? Mohamed Merah hat unter anderem drei jüdische Kinder gezielt mit einem Kopfschuss getötet, weil ihm die Politik des Landes Israels nicht gefiel. Wenn es etwas gibt, worum wir uns Sorgen machen müssen, dann um das Bild von Israel und um das Bild vom Judentum!

Auf französischem Boden wurden Kinder ermordet weil sie Juden waren! Die Politik Israels, der ganze Nahostkonflikt, die Situation der durch die Hamas geknechteten Palästinenser, all dies wurde von Merah mit dem Judentum verquickt! Für ihn waren Kinder nicht mehr lebenswert, weil sie Juden waren! Das ist nichts anderes als blanker, purer Antisemitismus wie wir ihn von den Nazis kennen. Ein ausgemachter Nazi, ein brutaler Judenschlächter und Kindermörder hat sein Unwesen auf europäischem Boden getrieben, sein Bruder ist auch noch stolz darauf und manchen treibt dabei die Sorge um das Bild des Islams um? Das muss man sich mal klar machen: Wenn Juden von Moslems ermordet werden, sorgen sich manche um das Bild vom Islam.

Es ist geradeso als wäre in Frankreich ein Vergewaltiger und Frauenmörder unterwegs und wir sorgen uns ernsthaft um das Bild des Mannes!

Als Breivik in Oslo gemordet hatte, da hat sich auch niemand um das Bild Norwegens gesorgt, sondern vielmehr um das Bild vom Islam. In der damaligen Situation war die Sorge um das Islambild mehr als berechtigt. In der heutigen Situation um Toulouse jedoch, muss es um das Bild von Israel und um das Bild vom Judentum geben.

 

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