Der Angeklagte hat das Wort

Wenn sich über einen Menschen eine Welle der Anklagen ergießt, dann ist es moralisch geboten, den Angeklagten zu Wort kommen zu lassen, damit er eine Stellungnahme abgeben kann.

Da ich in keinem deutschen Medium, das Trump deutlich verurteilt hat, einen Verweis auf seine Stellungnahme gefunden habe und auch die großen Plattformen von Facebook bis Twitter es dem Angeklagten durch Löschen von Profilen und Texten erschweren, sich zu erklären, habe ich die Stellungnahme von Donald Trump übersetzt, damit sie auch auf deutsch wenigstens gelesen werden kann.

Nichts rechtfertigt einen medialen Prozess, in dem der Angeklagte mit diversen Vorwürfen überhäuft wird, aber nicht zu Wort gelassen wird.

Meine amerikanischen Mitbürger,

ich möchte heute Abend mit Ihnen über die beunruhigenden Ereignisse der vergangenen Woche sprechen. Wie ich bereits gesagte habe, der Sturm des US-Kapitols hat das Herz unserer Republik getroffen. Es verärgerte und entsetzte Millionen Amerikaner im gesamten politischen Spektrum. Ich möchte ganz klar sagen, ich verurteile uneingeschränkt die Gewalt, die wir letzte Woche gesehen haben. Gewalt und Vandalismus haben absolut keinen Platz in unserem Land und keinen Platz in unserer Bewegung.

Amerika wieder groß machen, bedeutete stets, die Rechtsstaatlichkeit zu verteidigen, die Männer und Frauen der Strafverfolgung zu unterstützen und die heiligsten Traditionen und Werte unserer Nation zu wahren. Mob-Gewalt widerspricht allem, woran ich glaube und wofür unsere Bewegung steht. Kein wahrer Unterstützer von mir könnte jemals politische Gewalt befürworten. Kein wahrer Unterstützer von mir könnte jemals die Strafverfolgung oder unsere große amerikanische Flagge missachten. Kein wahrer Unterstützer von mir könnte jemals seine amerikanischen Mitbürger bedrohen oder belästigen. Wenn Sie eines dieser Dinge tun, unterstützen Sie unsere Bewegung nicht. Sie greifen sie an und Sie greifen unser Land an. Wir können das nicht tolerieren.

Tragischerweise haben wir im Laufe des vergangenen Jahres, das aufgrund von COVID-19 so schwierig wurde, politische Gewalt gesehen, die außer Kontrolle geraten ist. Wir haben zu viele Unruhen, zu viele Mobs, zu viele Handlungen der Einschüchterung und Zerstörung gesehen. Das muss aufhören.

Ob Sie rechts oder links sind, ein Demokrat oder ein Republikaner, es gibt niemals eine Rechtfertigung für Gewalt, keine Ausreden, keine Ausnahmen. Amerika ist eine Nation der Gesetze. Diejenigen, die letzte Woche an den Angriffen beteiligt waren, werden vor Gericht gestellt.

Jetzt bitte ich alle, die jemals an unsere Agenda geglaubt haben, über Möglichkeiten nachzudenken, um Spannungen abzubauen, die Gemüter zu beruhigen und den Frieden in unserem Land zu fördern. Es wurde berichtet, dass in den kommenden Tagen weitere Demonstrationen geplant seien, sowohl hier in Washington als auch im ganzen Land. Ich wurde vom US-Geheimdienst über die möglichen Bedrohungen informiert. Jeder Amerikaner verdient es, dass seine Stimme auf respektvolle und friedliche Weise gehört wird. Das ist Ihr Recht vom ersten Verfassungszusatz. Aber ich kann nicht klar genug betonen, dass es keine Gewalt, keine Gesetzesverstöße und keinerlei Vandalismus geben darf.

Jeder muss unsere Gesetze befolgen und die Anweisungen der Strafverfolgungsbehörden befolgen. Ich habe die Bundesbehörden angewiesen, alle notwendigen Ressourcen zur Aufrechterhaltung der Ordnung einzusetzen. In die Hauptstadt Washington entsenden wir Tausende Mitglieder der Nationalgarde, um die Stadt zu sichern und sicherzustellen, dass ein Übergang sicher und ohne Zwischenfälle stattfinden kann. Wie Sie alle war ich letzte Woche schockiert und zutiefst traurig über das Unglück im Capitol. Ich möchte den Hunderten Millionen unglaublicher amerikanischer Bürger danken, die auf diesen Moment mit Ruhe, Mäßigung und Anmut reagiert haben. Wir werden diese Herausforderung wie immer meistern.

Ich möchte auch ein paar Worte über den beispiellosen Angriff auf die Meinungsfreiheit sagen, den wir in den letzten Tagen erlebt haben. Dies sind angespannte und schwierige Zeiten. Die Bemühungen, unsere Mitbürger zu zensieren, zu canceln und auf eine schwarze Liste zu setzen, sind falsch und gefährlich. Was wir jetzt brauchen, ist, dass wir einander zuhören und uns nicht gegenseitig zum Schweigen bringen. Wir alle können uns durch unsere Handlungen entscheiden, über uns hinauswachsen und Gemeinsamkeiten und gemeinsame Ziele finden. Wir müssen uns darauf konzentrieren, die Interessen der ganzen Nation zu vertreten, die Wunderimpfstoffe zu liefern, die Pandemie zu besiegen, die Wirtschaft wieder aufzubauen, unsere nationale Sicherheit zu schützen und die Rechtsstaatlichkeit aufrechtzuerhalten.

Heute fordere ich alle Amerikaner auf, die Leidenschaften des Augenblicks zu überwinden und sich als ein amerikanisches Volk zusammenzuschließen. Lassen Sie uns gemeinsam für das Wohl unserer Familien, unserer Gemeinschaften und unseres Landes vorankommen.

Vielen Dank. Gott segne Sie und Gott segne Amerika.

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Die fragile Unsterblichkeit

Stellen Sie sich vor, die Wissenschaft wäre so weit fortgeschritten, dass der Alterungsprozess des Köpers aufgehalten werden könnte und der Mensch somit nicht mehr an Altersschwäche sterben müsste. Wir wären unsterblich, meinen Sie? Nein, das wären wir nicht!

Wir Menschen könnten schließlich immer noch sterben, zwar nicht am Alter, aber an Krankheiten, Unfällen und durch die Hände anderer Menschen. Was würde daher passieren? Die Menschen würden ihre fragile Unsterblichkeit bewachen wie ihren Augapfel.

Aus Angst, dass den unsterblichen Menschen draußen etwas auf dem Kopf fallen könnte oder dass sie sich etwas einfangen könnten, würden sie sich distanzieren und so weit es nur geht zu Hause bleiben. Viel zu hoch wäre die Gefahr, sich im Leben das Sterben zu holen.

Andere Menschen würden die Unsterblichen aus Angst um ihr Wohlergehen meiden.

Durch die beispiellose medizinische Entwicklung der letzten Jahrzehnten ist es der Menschheit gelungen, die durchschnittliche Lebenserwartung in ungeahnte Höhen zu treiben. Je älter der Mensch wird, umso mehr wird er mit seiner natürlichen Sterblichkeit konfrontiert. Wir haben es geschafft, den letzten Atemzug so weit wie noch nie nach hinten zu verschieben. Wir haben es aber versäumt, darüber nachzudenken, wie wir mit unserer dennoch unausweichlichen Sterblichkeit umgehen.

Wir sitzen zu Hause und verteidigen unseren Wunsch nach Unsterblichkeit.

Im Kampf um unsere Unsterblichkeit laufen wir Gefahr, das Leben zu verlieren.

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America, stop the silencing!

Dangerous European division has been poisoning the political climate in the United States of America for decades. Today Americans are stripped of their most fundamental freedom of expression. This needs to stop!

Dear Americans,

I am a European from Germany. I have an urgent request for you: Please stop categorizing politics into right and left! A division of politics into left and right is a European invention, which has already led the world into several major wars.

A couple of centuries ago, beginning with the July Monarchy of France in 1830, the monarchists sat on the right benches in parliament and the opposition Republicans and Liberals sat on the left benches. Hence the political terms „left“ and „right“. Why is it that in the United States of America language regulations of a monarchical seating arrangement from 19th century’s Europe are still being applied in the 21st century?

Why does this European division divide America?

There are many people in the USA today who are not discussing, but yelling at each other. The attributions „left“ and „right“ merely serve as insults. For right-wingers, everyone else is a leftist and for a leftist all others are just right-wingers.

People called right-wingers are now banned from social media platforms. Pages are shut down. The left takes over. This is not America. This is dangerous.

Ask a leftist what right-wing politics mean and you’ll hear the harshest judgements. Ask a right-winger what left means and the result will be similarly devastating.

Dear Americans,

Please don’t evaluate the thoughts and deeds of citizens according to the poisoned European categories of left and right. There are far better classifications, for example, free or authoritarian.

The political terms left and right put ideologies above people. Such divisive political terminology has cost the lives of millions. America is better than that. In America, the focus is on people.

People deserve respect, not ideas, ideologies, religions and convictions. If someone thinks he has been insulted just because the Koran, the Gospel, a manifesto, Marx, Mohammed or Jesus are being criticized, then he confuses himself with his convictions. But a person is more than just the sum of his thoughts and ideas.

Defend the freedom of expression. Never give up ridiculing, doubting and criticizing ideas. And never accept censorship!

When a person is demeaned because of his or her origins, then it’s racism. But when a person is criticized for his convictions, it’s called enlightenment. Nobody should be criticized for his or her origins. For their convictions they can certainly be held responsible.

With each step taken, a decision is made in regard to direction. No one should be forced in an unfree direction.

Totalitarianism is when we are forced to march lockstep along a given path toward a predetermined paradise. Totalitarianism is when everything in the present is subordinated to that predefined goal. Totalitarianism is when those who waver or question are punished or eliminated. Totalitarianism is when someone believes to be on the absolute right side, entitled to silence the evil other side.

Deleting Internet pages in order to prevent something is like books burning.

America doesn’t march lockstep. America dances! When Europeans march, American music and culture is forbidden.

America stands for freedom. Please do not give up this freedom. Continue dancing to the music of freedom, because freedom is an inherent characteristic of every human being. Stop the silencing.

The striving towards freedom is inherent within each human being. Freedom is a constant criticism of prevailing conventions. Unfortunately, far too often authority is preferred to freedom. Changes have occured because someone had started to think and speak differently. Everyone has a basic human right to express his or her own opinion. Stupidity doesn’t need to be outlawed. Stupidity exposes itself.

Basically, I am a romantic because I have faith in the basic goodness of my fellow human being. I believe people are better than their reputations. That’s what America stands for.

Governments should be designed to provide a safety net for those who may fall off the ropes. But, not there to ensure that no one falls or fails. I don’t want to be tied down. I want to dance! The possibility of falling is part of the tightrope walk of life.

Americans don’t vote on a change of masters. They vote on a change of servants. The government is not your friend. The government is your servant. If the government wants to be your master, the government becomes you’re enemy.

I don’t need the government dictate to which music I’m allowed to dance. There are so many melodies.

Please America,

don’t stop making the world dance. Don’t quiet the bells of freedom, silence the songs of love and hinder the hammer of justice with the European categories of „right“ and „left“.

Stay free and remember the words of PUBLIUS in „The Federalist Papers #11“:

„The world may politically, as well as geographically, be divided into four parts, each having a distinct set of interests. Unhappily for the other three, Europe, by her arms and by her negotiations, by force and by fraud, has, in different degrees, extended her dominion over them all. Africa, Asia, and America, have successively felt her domination. The superiority she has long maintained has tempted her to plume herself as the Mistress of the World, and to consider the rest of mankind as created for her benefit. Men admired as profound philosophers have, in direct terms, attributed to her inhabitants a physical superiority, and have gravely asserted that all animals, and with them the human species, degenerate in America–that even dogs cease to bark after having breathed awhile in our atmosphere. Facts have too long supported these arrogant pretensions of the Europeans. It belongs to us to vindicate the honor of the human race, and to teach that assuming brother, moderation. Union will enable us to do it. Disunion will will add another victim to his triumphs. Let Americans disdain to be the instruments of European greatness! Let the thirteen States, bound together in a strict and indissoluble Union, concur in erecting one great American system, superior to the control of all transatlantic force or influence, and able to dictate the terms of the connection between the old and the new world!“

With love and gratitude,
Gerd Buurmann

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Ein Ja zum Gespräch

„Es lohnt sich nicht, mit Dir zu sprechen. Du willst Deine Meinung ja gar nicht ändern.“

Immer wenn ich diesen oder einen ähnlich formulierten Satz höre, frage ich: „Ist das der Grund, warum Du überhaupt mit mir redest? Weil Du mich missionieren möchtest?“

Ein Gespräch ist keine Konversionstherapie!

Ich gehe nicht in ein Gespräch, um zu missionieren. Ich rede mit anderen Menschen, um sie zu verstehen und um mich zu erklären. Es geht mir nicht primär darum, mich zu beweisen oder eine Meinung zu ändern. Ein Gespräch muss kein zwanghafter Austausch sein, bei dem Pro und Contra nur vorgetragen werden, um hinterher zu einer Synthese zu gelangen. Ein Gespräch kann auch einfach nur eine Zusammenkunft von Menschen sein, die sich bedingungslos kennen lernen wollen, ganz ohne Eroberungswillen.

Einem Gespräch sollte immer ein Ja zu der Meinung des Anderen zugrunde liegen. Kein Ja im Sinne, dass die andere Person recht hat, sondern ein Ja, dass ich bereit bin, mir die andere Seite anzuhören, ihr zu folgen, ihr vielleicht zuzustimmen oder sie abzulehnen, sie aber auf jeden Fall zu bedenken und zwar im Willen, die andere Position zu verstehen.

Ein Gespräch muss aber auch immer mit einem Ja zu sich selbst beginnen. Ein Gespräch ist nur dann sinnvoll, wenn man von der eigenen Meinung überzeugt ist. Wenn ich meine eigene Position nicht für wertvoll und richtig halte, warum verschwende ich dann die Zeit meines Gegenübers mit diesen Gedanken?

Schweigen ist ein Geschenk.

Wenn mir jemand Schweigen schenkt, um mir zuzuhören, sollte das, was ich in dieses Schweigen lege, wertvoll sein und die Gabe des Schweigens respektieren.

Es gibt drei Wege, die Meinung meines Gegenübers zu verändern. Überzeugen, Verführen oder Gewalt. Wer überzeugen will, nutzt Fakten, Vernunft und orientiert sich an der Wahrheit. Wer zu verführen sucht, nutzt Bilder, Gefühle und manchmal die Lüge. Beide Strategien fußen auf dem Wort. Wer jedoch nicht mehr bereit ist zu reden, greift zum dritten Weg: Gewalt!

Es ist völlig in Ordnung, Nein zu einem Gespräch zu sagen. Niemand kann zu einem Austausch gezwungen werden. Wer zu einem Gespräch Nein sagt, ignoriert. Die Freiheit zur Ignoranz hat jeder Mensch. Wer aber Nein sagt zu einem Gespräch und die Meinung der anderen Person dennoch ändern möchte, erklärt damit den Willen, zur Gewalt zu greifen. Ein solches Nein zum Gespräch ist immer ein Ja zur Gewalt.

Oft zeigt sich diese Gewalt im Geschrei. Wer nicht Ja sagen kann zu sich, wer nicht weiß, wo er oder sie steht, wer nicht von dem Wert der eigenen Worte überzeugt ist und zudem nicht Ja sagen kann zu dem Wert der Worte des Anderen, brüllt, schreit, zetert, macht den anderen mundtot und schlägt am Ende vielleicht sogar zu.

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Die Nebenwirkung der Corona-Bekämpfung

Das Coronavirus zwingt uns zu einer Therapie, die üble Nebenwirkungen hat. Damit müssen wir uns auseinandersetzen.

Menschen sind im Home Office statt in Büros, die Straßen sind leer, Familienfeierlichkeiten fallen aus, die Gaststätten und Vereinshäuser sind geschlossen, die Menschen distanzieren sich.

Wer kennt ihn nicht, Onkel Hartmut, mit dem man sich an Weihnachten gestritten hat, weil er eine Partei gewählt hat, die so gar nicht geht; oder Tante Rita, die auf homöopathische Mittel schwört und sich auf keinen Fall impfen lassen möchte; oder Lukas, der Sohn von Robert und Adelheid, der nun ihre Tochter ist und Larissa heißt und sich darüber beschwert, dass die Hochzeitseinladungen nicht genderneutral verfasst wurden; oder Emir aus dem Büro, der Erdoğan gewählt hat, obwohl er Homosexuell ist, also Emir, nicht Erdoğan; oder Nachbarin Frau Sugulle, die auf die Häuserwand „White silence = violence“ gesprüht hat oder Candace, die immer zum Stammtisch kommt und Donald Trump gut findet, obwohl sie eine PoC ist; oder Rüdiger, der Veganer ist und es Dich wissen lässt, während Du die Weihnachtsgans isst?

Ob an Weihnachten, Pessach oder Thanksgiving, ob im Büro, in der Kneipe oder auf Familienfestlichkeiten, überall treffen wir Menschen, deren Meinungen wir nicht teilen. Manchmal gibt es Streit und Türen werden geknallt, dass die Kaffeetassen nur so wackeln. Aber am Ende sind wir doch immer gütig, weil es sind ja unsere Onkel, Tanten, Nichten, Neffen, Arbeitskollegen, Nachbarinnen und Vereinsmitglieder*innen, Menschen, die wir persönlich treffen, in deren Augen wir gesehen haben.

All dies gibt es grad nicht mehr. Die Menschen, die unser Blut manchmal zum Kochen bringen, werden uns physisch fremd. Aus Abneigung wird Hass.

Bisher konnten wir dieses Phänomen sehr gut in den sozialen Netzwerken studieren, die oft alles andere als sozial sind. Warum ist im Internet der Ton so rau, die Umgangsformen so brutal und die Beleidigungen so heftig? Weil wir uns dort nicht ins Antlitz schauen, uns nicht als Wesen begegnen, deren Menschlichkeit wir spüren, weil sie in ihrer körperlichen Sterblichkeit atmend vor uns stehen und weil wir keine Angst haben, von unserem Gegenüber eins auf die Fresse zu bekommen, wenn wir es gar zu sehr übertreiben mit unseren Beleidigungen und der Mensch, den wir verbal angegriffen haben aus eigener Schwäche heraus zur Gewalt greift, eben, weil wir keine Ehrfurcht voreinander haben, wenn wir uns nicht gemeinsam an einem Ort befinden, wenn wir nicht die selbe Luft atmen.

Ich habe bereits im März 2020 gedacht, als der erste Lockdown ausgerufen wurde, ob es wirklich so eine gute Idee ist, den Menschen zu sagen, dass sie sich distanzieren und noch mehr im Internet miteinander kommunizieren sollen.

Im Internet bilden sich Blasen und Echokammern. Immer mehr schotten sich Menschen mit unterschiedlichen Meinungen, Ängsten und Erfahrungen voneinander ab und gelangen immer mehr zu der Überzeugung, dass es unendlich viele Menschen gibt, die einem persönlich an den Kragen wollen. Im Internet wird entfreundet.

Entfreunden ist das neue Türenknallen.

All das war kein großes Problem, solange man einige der blockierten und entfreundeten Menschen noch im wirklichen Leben traf und erkannte, dass man zwar in der virtuellen Welt weiterhin keinen Kontakt zu ihnen wünscht, es aber auch keinen Grund gibt, sie im echten Leben zu hassen. So sind sie eben. Es sind ja nur Onkel Hartmut und Tante Rita und Weihnachten ist nur einmal im Jahr.

Mit der Bekämpfung des Coronavirus und der Distanzierung ist dieses Korrektiv geschwächt. Die körperliche Auseinandersetzung mit Menschen anderer Meinungen und Haltungen findet nicht mehr statt. Was unser geistiges Immunsystem gestärkt hat, was und respektvoll sein lässt, nämlich der Umstand, mit Menschen, deren Meinungen und Haltungen wir nicht teilen, ab und zu körperlich nahe sein zu müssen, findet nicht statt.

Die Nachteile des Internets werden durch die Corona-Gegenmaßnahmen verstärkt.

Heute beleidigt die eine Seite die andere Seite als „Covidioten“ und die andere Seite brüllt was von „Schlafschafen“. Einige greifen die Institutionen der politischen Willensbildung an und stürmen Gerichte und Regierungsgebäude, andere greifen die Institutionen des freien Meinungsaustausches an, rufen nach Zensur und fordern Absetzungen. Trotz Lockdowns stürmen Menschen auf die Straßen, greifen die Symbole der Kultur an, stürzen Statuen und verbrennen Bücher. Die ersten erzürnten Distanzierten greifen bereits zur Gewalt gegen Menschen, weil sie ihre Gegner nicht mehr als Menschen sehen, sondern als Feinde. So wird der Klick im Internet zum Kick auf der Straße.

In der Blase des Internets, in der Distanz zum Nächsten als körperlichen Nächsten, im Schall der Echokammer wurde der Mensch dem Mensch ein Richter. Jeder verlangt Rechenschaft voneinander: „Sag mir, wo du stehst, sonst klicke ich dich weg.“

Eine Spaltung kann nur aufgehoben werden, indem man aufeinander zugeht. Wir aber, wir distanzieren uns. Wir haben Angst voreinander. Wir fürchten, uns gegenseitig anstecken zu können. Nähe kann den Tod bedeuten. Der Andere ist eine Gefahr, sowohl für das körperliche als auch für das geistige Wohlbefinden. Ich bin eine Gefahr.

Das sind die Nebenwirkungen der momentanen Therapie. Sie sind schwerwiegend.

(Bild: Antonio Ruiz Tamayo)

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Der Blumenstrauß

David Serebrianik hat zwei Gedicht von dem in Deutschland völlig unbekannten, russischen satirischen Dichter Igor Irtenjew überstetzt. Er lebt in Moskau und seine Gedichte haben vor allem die turbulenten Neunziger litararisch maßgeblich mitgeprägt und satirisch widergespiegelt.

Der Blumenstrauß

Auf einem Markt kauft eine Frau
Den Blumenstrauß, den Blumenstrauß
Und schenkend ihn mir sagt: oh schau,
Der Blumenstrauß, der Blumenstrauß!

Auf dass er nicht alsbald verrecke,
Der Blumenstrauß, der Blumenstrauß,
Gleich in die Vase ich ihn stecke,
Den Blumenstrauß, den Blumenstrauß.

Nun steht er schweigend in der Vase,
Der Blumenstrauß, der Blumenstrauß,
Und ich sag dauernd in Ekstase:
Der Blumenstrauß, der Blumenstrauß!

Er wird mein Herz mir nun entzücken,
Der Blumenstrauß, der Blumenstrauß.
Zwei Dinge werden mich beglücken:
Als erstes – Blumen, zweites – Strauß.

(1996)

Im Müll wühlt eine alte Frau
Zwecks Nahrungssuche, sicherlich.
Stück Brot, verschimmelt, schmutzig, grau
Dient ihr als Mahlzeit kümmerlich

Isst auf, trinkt aus der Pfütz‘ gemessen,
Fliegt auf den Baum hoch und singt,
Solang die Sonne nicht versinkt,
Dann ist die Zeit fürs Abendessen…

(1991)

Im Original:

Игорь Иртеньев
Букет цветов

На рынке женщина купила
Букет цветов, букет цветов,
И мне, безумцу, подарила
Букет цветов, букет цветов.

И чтобы не увял он сразу,
Букет цветов, букет цветов,
Я тот букет поставил в вазу,
Букет цветов, букет цветов.

И вот стоит теперь он в вазе,
Букет цветов, букет цветов,
И повторяю я в экстазе:
«Букет цветов, букет цветов».

Навек душа тобой согрета,
Букет цветов, букет цветов,
Лишь два отныне в ней предмета:
Один — букет, другой — цветов.

***

В помойке роется старушка
На пропитания предмет,
Заплесневелая горбушка —
Ее бесхитростный обед.

Горбушку съест, попьет из лужи,
Взлетит на ветку и поет,
Покуда солнце не зайдет,
А там, глядишь, пора на ужин…

(TINDS)

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Wer bewacht die Wächter?

„Militaristische und revanchistische Propaganda in jeder Form, Kriegshetze und Bekundung von Glaubens-, Rassen- und Völkerhass werden als Verbrechen geahndet.“

Klingt gut, oder? Wer ist schon ein Freund von Kriegshetze und Rassismus? Es ist doch gut, wenn all das verboten ist.

Der zitierte Absatz fand sich an fünfter Stelle des sechsten Artikels der Verfassung der DDR. Es war genau dieser Absatz, mit dem Kritikerinnen und Kritiker des Regimes in Knast und Folter gesperrt wurden.

Schau Dir daher immer genau an, wie Menschen mit ihren Gegner umgehen, denn so gehen sie auch mit Dir um, wenn Du ihnen nicht mehr gefällst.

Bei jedem Gesetz sollte man sich stets die Frage stellen: Kann ich wollen, dass dieses Gesetz auch gilt, wenn meine politischen Gegner an der Macht sind? Wenn diese Frage mit Nein beantwortet wird, sollte von diesem Gesetz Abstand genommen werden.

Da sich in einer Demokratie die Mächteverhältnisse immer verschieben und Deine Gegner unweigerlich auch mal an die Hebel der Macht gelangen werden, hier eine wichtige Warnung: Was jene können, die Du magst, können auch jene machen, die Du nicht magst. Daher gilt Vorsicht vor allzu großer Freude über allzu weitreichende Handlungen allzu mächtiger Akteure.

Wer glaubt, ein Mensch sei eine Gefahr, weil er spricht, glaubt auch, eine Frau sei eine Gefahr, wenn sie ohne Verschleierung aus dem Haus geht.

Internetseiten zu löschen, im Glauben, man würde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie Bücher zu verbrennen.

Menschen mit unangenehmen Meinungen werden auch mal an entscheidende Positionen der Macht kommen. Ich möchte nicht, dass sie ein System vorfinden, das es ihnen ermöglicht, andere Meinungen einzuschränken oder zu verbieten.

Nimm Dich in acht vor selbsternannten Friedensaktivisten, denn sie erklären Dich zum Kriegsaktivisten, sobald Du es auch nur wagst zu widersprechen.

Quis custodiet ipsos custodes?

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Die Verfassung der USA steht!

Die meisten Menschen, die in der Revolution der Vereinigten Staaten von Amerika an der Spitze kämpften, starben im hohen Alter. Die französische Revolution jedoch fraß ihre Kinder. Viele starben jung und unter der Guillotine.

Auf die französische Revolution folgte eine Zeit des Terrors. Menschen, die glaubten, voller Tugend zu sein, tauchten Frankreich in Blut. Nach der Amerikanischen Revolution folgte kein Terror, sondern eine Zeit im Geiste dieser Verfassung:

„Wir halten diese Wahrheiten für ausgemacht, dass alle Menschen gleich erschaffen sind und dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt wurden, worunter sind Leben, Freiheit und das Streben nach Glück. Dass zur Versicherung dieser Rechte Regierungen unter den Menschen eingeführt worden sind, welche ihre gerechte Gewalt von der Einwilligung der Regierten herleiten; dass sobald einige Regierungsform diesen Zwecken verderblich wird, es das Recht des Volks ist, sie zu verändern oder abzuschaffen, und eine neue Regierung einzusetzen, die auf solche Grundsätze gegründet und deren Macht und Gewalt derart gebildet wird, als ihnen zur Erhaltung ihrer Sicherheit und Glückseligkeit am schicklichsten zu sein scheint. Zwar gebietet Klugheit, dass von langer Zeit her eingeführte Regierungen nicht um leichter und vergänglicher Ursachen willen verändert werden sollen; und demnach hat die Erfahrung von jeher gezeigt, dass Menschen, so lang das Übel noch zu ertragen ist, lieber leiden und dulden wollen, als sich durch Umstossung solcher Regierungsformen, zu denen sie gewöhnt sind, selbst Recht und Abhilfe verschaffen. Wenn aber eine lange Reihe von Misshandlungen und gewaltsamen Eingriffen, auf einen und eben den Gegenstand unabläßig gerichtet, einen Anschlag an den Tag legt sie unter unumschränkte Herrschaft zu bringen, so ist es ihr Recht, ja ihre Pflicht, solche Regierung abzuwerfen, und sich für ihre künftige Sicherheit neue Gewähren zu verschaffen.“

Die Verfassung der USA steht!

Sie stand, als es darum ging, die unfassbaren Gräueltaten der Sklaverei abzuschaffen. Sie stand, als es darum ging, das Frauenwahlrecht einzuführen. Sie steht immer wieder, wenn es darum geht, die Freiheit zu verteidigen. Die amerikanische Revolution bediente sich der Vernunft und widerstand der Verführung des Mobs.

Die amerikanische Revolution war erfolgreich, weil im Vorfeld Menschen lange nachgedacht, geplant und debattiert hatten. Keine Meinung wurde verboten. Nach Niederlagen gaben sie nicht auf und nach Siegen massakrierten sie nicht ihre Gegner. Die französische Revolution tat leider genau das und endete daher im Desaster. Die französischen Revolutionäre hatten gemeinsame Sache mit dem Mob gemacht.

„Legion heiße ich; denn wir sind unser viele.“

So stellt sich der Teufel im fünften Kapitel des Buchs Markus im Evangelium vor. Das Böse hat die Form der Masse. Das Böse ist dort, wo sich der Mensch einer kollektiven Ideologie unterwirft, wo das Individuum in einem Mob verschmilzt und sich in der Legion der Vielen auflöst. Aufgelöst und aller Verantwortung entledigt können im Mob die furchtbarsten Scheußlichkeiten geschehen.

Es ist unmöglich, mit einem Menschen zu reden, der von einer Ideologie besessen ist, möge die Ideologie nun gut oder böse sein. Ein Mob hört nicht zu. Ein Mob lärmt, wütet und zerstört. Dabei ist es irrelevant, was die Gründe des Zorns des Mobs sind. Nichts rechtfertigt eine Schreckensherrschaft, weder Tugend noch gute Absichten.

Wenn Menschen, die sonst wenig gemeinsam haben, sich in der gemeinsamen Herabwürdigung ihres Gegners vereinen, wenn der Hass auf den Gegner identitätsstiftend wird, wenn man nicht mehr sagt, wofür man ist, sondern nur wogegen, wird es gefährlich. Dabei ist es irrelavant, ob der Gegner selbst nun gut oder böse ist.

Ein Dagegen ist kein guter Treibstoff für die Masse. Ich zum Beispiel bin nicht gegen eine Partei, sondern für eine Partei. Ich muss nicht erklären, gegen irgendetwas zu sein, denn sobald ich mich nur klar und deutlich für etwas positioniere und erkläre, wofür ich bin, lebe, liebe und kämpfe, wird es schon genug Menschen geben, die von sich aus erklären werden, dass sie gegen mich sind. Sie werden ihrerseits Mauern hochziehen, um mich auszugrenzen. Warum soll ich ihnen dabei helfen?

Warum soll ich meine Kraft vergeuden und Mauern bauen, die eh gebaut werden?

Ich muss nicht ausgrenzen, denn wenn ich sage, wofür ich bin, werde ich automatisch ausgrenzt. Es werden die übelsten Dinge über mich verbreitet, sobald ich erkläre, wofür ich bin, statt mich zu distanzieren. Wer den Hass der Legion nicht teilt, wird selbst zum Opfer des Hasses. Das Wort dafür ist Hexenjagd.

Eine Hexenjagd ist immer schlecht, egal ob die Gejagte eine Hexe ist oder nicht!

Ich jage nicht. Ich nähere mich. Ich sage eher, was ich mag und nicht so sehr, was ich hasse. Ich bewege mich frei und entscheide immer wieder neu, mit wem ich bereit bin, ein paar Schritte gemeinsam zu gehen.

Ein Mob definiert sich mehr durch Ausgrenzung als durch Bekenntnisse und wenn der gemeinsame Nenner die Ausgrenzung ist, dann entsteht dort schnell eine Eigendynamik, in der Menschen mit anderen Meinungen zu „Abweichlern“ und „Verrätern“ erklärt werden. In einer solchen Gruppe wird nicht debattiert sondern diktiert und jeder Millimeter in die falsche Richtung unter tosendem Applaus sanktioniert.

„Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“, ist die Rhetorik der Legion und die Aufforderung zur Distanzierung ihr Mittel der Unterdrückung.

Kein Mob wird es schaffen, den friedlichen Übergang der Macht in den Vereinigten Staaten von Amerika zu verhindern oder den Weg der Verfassung zu blockieren. Die Wahlmänner und Wahlfrauen haben am 6. Januar 2021 gewählt. Damit wurden an dem Tag Joe Biden zum President Elect und Kamala Harris zur Vice President Elect gewählt. Wem das nicht gefällt, soll es bei der nächsten Wahl besser machen. Nichts rechtfertigt den Terror des Mobs.

Was in Washington geschehen ist, sollte nicht als „mostly peaceful“ verharmlost werden. Wer Ausschreitungen nicht klar verurteilt oder kleinredet, macht sich mit dem Mob gemein.

Nachdem die Sklaverei in den Vereinigten Staaten abgeschafft war, gründeten sechs Offiziere der unterlegenen Konföderation am 24. Dezember 1865 in Tennessee eine Miliz zur Verfolgung von Schwarzen und Republikanern. Der Name dieser Miliz ist Ku-Klux-Klan. Diese Terrororganisation wurde gegründet, weil damals ein Mob den Sieg der Republikaner, die gegen die Sklaverei gekämpft hatten, nicht akzeptieren wollten. Republikaner wissen somit aus eigener Erfahrung nur zu gut, dass ein Mob keine Alternative ist, nicht sein darf.

Die erste Frau, die in der Geschichte der USA sowohl in den Senat als auch in den Kongress gewählt wurde, war Margaret Chase Smith von den Republikanern. Sie war das erste Mitglied des Kongresses, das die antikommunistische Hexenjagd unter der Führung ihres republikanischen Senators Joseph McCarthy aus Wisconsin verurteilte. Am 1. Juni 1950 hielt sie im Senat eine Rede, die als „Declaration of Conscience“ bekannt wurde und in der sie erklärte, McCarthyismus habe den Senat auf „die Ebene eines Hass-Forums und des Rufmords herabgestuft“. Sie war der festen Überzeugungen, jede Bürgerin und jeder Bürger habe das „Recht auf Protest“ und ein „Recht auf unabhängiges Denken“. Sie führte aus:

„Ich möchte nicht, dass die Republikanische Partei auf den vier Reitern der Schmähung zum politischen Sieg reitet – Angst, Ignoranz, Bigotterie und Verleumdung.“

Wer auch immer die Drahtzieher des Mobs sind, wenn es einem Mob gelingt, in das Herz der Demokratie einzudringen, wenn die vier Reiter der Schmähungen durch das Capitol reiten, trägt der Präsident dafür Verantwortung. Wenn der Mob zudem Fahnen schwingt und Symbole trägt, dann müssen sich jene dazu verhalten, denen diese Flaggen und Symbole etwas bedeuten.

Da ich aber von meiner Seite aus auf keinen Fall die Reiter der Schmähung anspornen möchte, zitiere ich den noch amtieren Präsidenten Donald Trump, allerdings nur die Stelle, wo er das sagt, was im Augenblick so unendlich wichtig ist, nämlich, dass es einen friedlichen Übergang geben wird:

„Auch wenn ich mit dem Wahlergebnis überhaupt nicht einverstanden bin und die Fakten mich bestätigen, wird es am 20. Januar dennoch einen geordneten Übergang geben.“

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Silvester 2020 in Köln

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Don’t fuck ‘21!

Ein musikalischer Einstieg in das Jahr 2021 von Cris Revon.

Before it’s gone, don’t fuck `21!

Die Sonne am Himmel schien auch schon mal heller. Die Scherben am Boden war’n einmal ein Teller. Du sagst: „Es wird gut.“ Du weißt nur nicht wann. Verlier nicht den Mut, and don’t fuck `21!

Es gab andere Pläne für ein anderes Jahr. Es war nicht allen vergönnt, doch wir sind immer noch da. Man meint es nur gut und tut was man kann. Also verlier nicht den Mut, and don’t fuck `21!

Man soll es nicht kleinreden, aber auch nicht beschrei‘n, es kann ja noch schlimmer als im letzten Jahr sein. Doch was immer geschehen wird, ich rufe Dir zu: Verlier nicht die Hoffnung, and don’t fuck `22!

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(TINCR)

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