Escht Kabarett unter der Kippa Colonia

Am 12. Juni 2019 war es soweit, David Klapheck von der Kölner Synagogen-Gemeinde und Gerd Buurmann von Kippa Colonia präsentierten im ausverkauften Gemeindesaal der Kölner Synagoge einen fulminaten Abend zusammen mit Liza Koz, Özgür Cebe, Jürgen Becker, Konrad Beikircher und Martin Zingsheim.

Es wurde viel gelacht, gesungen und am Ende sogar getanzt. Das Motto des Abends war das Leben, worauf mehrmals im Verlaufe der Veranstaltung angestoßen wurde.

Tapfer im Nirgendwo präsentiert ein paar Bilder des Abends von Samuel Sammy Ahren:

Gerd Buurmann begrüßt Rabbi Bruckner:

Özgür Cebe besuchte zum ersten Mal eine Synagoge und wurde direkt von der Frau des Rabbiners herzlich empfangen:

Sein Auftritt begeistert alle, denn mit Liebe machte er sich über alle Menschen lustig.

Auch Liza Koz begeisterte das Publikum mit ihrem Blick auf religiöse und kulturelle Unterschiede vor allem aus der Sicht einer Frau:

Das Publikum hörte gebannt zu:

In der Pause wurde viel geredet:

David Klapheck war begeistert und kündigte eine Wiederholung an:

Nach der Pause präsentierte auch Konrad Beikircher ein paar seiner Gedanken:

Das großartige Finale wurde von Martin Zingsheim bestritten, der am Piano zwar kabarettistisch über einige unschöne Dinge auf dieser Welt sang, dabei aber nie die Hoffnung und schon gar nicht den Witz verlor.

Durch den Abend führte mit viel Witz und Liebe zur jüdischen Kultur Jürgen Becker.

Es war ein wunderbarer Abend. Le Chaim!

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Hoffnung für Anne Frank

Am 19. April 1944 schrieb Anne Frank in ihr Tagebuch:

„Was gibt es schöneres auf der Welt, als aus einem offenen Fenster hinaus in die Natur zu schauen, die Vögel pfeifen zu hören, die Sonne auf den Wangen zu fühlen und einen lieben Jungen in den Arm zu haben?“

Am 19. April 2016, 72 Jahre später, war der Musiker David Serebrianik zu Gast in Amsterdam und traf dort den Carellonisten der Westerkerk Boudewijn Zwart.

Die Westerkerk ist eine der bekanntesten Kirchen Amsterdams. Ganz in der Nähe befindet sich das Haus, in dem sich Anne Frank mit ihrer Familie vor den Nazis verstecken musste. Der Turm der Westerkerk ist fünfundachtzig Meter hoch und damit der höchste Kirchturm Amsterdams. Am Samstag, 11. Juli 1942, erwähnte Anne die Westerkerk in ihrem Tagebuch:

„Liebe Kitty!

Vater, Mutter und Margot können sich noch immer nicht an das Geräusch der Westerturmglocke gewöhnen, die jede Viertelstunde angibt, wie spät es ist. Ich schon, mir hat es sofort gefallen, und besonders nachts ist es so etwas Vertrautes. Es wird Dich vermutlich interessieren, wie es mir als Untergetauchte gefällt. Nun, ich kann Dir nur sagen, dass ich es selbst noch nicht genau weiß. Ich glaube, ich werde mich in diesem Haus nie daheim fühlen, aber damit will ich überhaupt nicht sagen, dass ich es hier unangenehm finde. Ich fühle mich eher wie in einer sehr eigenartigen Pension, in der ich Ferien mache. Ziemlich verrückte Auffassung von Untertauchen, aber es ist nun mal nicht anders. Das Hinterhaus ist ein ideales Versteck. Obwohl es feucht und ein bisschen schief ist, wird man wohl in ganz Amsterdam, ja vielleicht in ganz Holland, kein so bequem eingerichtetes Versteck finden. Unser Zimmer war mit seinen nackten Wänden bis jetzt noch sehr kahl. Dank Vater, der meine ganze Postkarten- und Filmstarsammlung schon vorher mitgenommen hatte, habe ich mit Leimtopf und Pinsel die ganze Wand gestrichen und aus dem Zimmer ein einziges Bild gemacht. Es sieht viel fröhlicher aus.“

Am 19. April 2016 spielten David Serebrianik und Boudewijn Zwartdie auf den Glocken der Westerkerk die „Hatikva“ (Hoffnung).

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Dieses Video existiert nicht

Der Text des Liedes sagt:

„Solange noch im Herzen
eine jüdische Seele wohnt
und nach Osten hin, vorwärts,
ein Auge nach Zion blickt,

so lange ist unsere Hoffnung nicht verloren,
die Hoffnung, zweitausend Jahre alt,
zu sein ein freies Volk, in unserem Land,
im Lande Zion und in Jerusalem!“

Anne Frank hätte diese Melodie in ihrem Versteck hören können, hätte David Serebrianik diese Melodie schon 1944 spielen können. Er hätte es nicht tun können. Er wäre verfolgt worden, weil er Jude ist. Über den 19. April 2016 sagt er:

„So wie wir Juden halt sind, nutzte ich sofort die persönliche Beziehung, um an dem Mittag des 19. Aprils 2016 die Glocken der Westerkerk eine bestimmte schöne Weise ertönen zu lassen. An diesem Mittag hörte die City Amsterdam einem Juden und einem Christen zu, wie sie die Hatikva spielten! That’s freedom baby! Am Israel Chaj!“

Diese Hoffnung ist für Anne Frank. Du wirst immer unvergessen sein.

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Deutschland gut! Ausland nicht so gut!

In einem Bericht der WDR Lokalzeit steht gleich zu Beginn der kleine Philipp lange Zeit vor einem geöffneten Kühlschrank und verbraucht dabei sehr viel Energie, nur um zu inspizieren, aus welchen Ländern das Obst und Gemüse kommt. Er will seinen „Klima-Führerschein“ machen, den seine Kameraden und Kameradinnen an der Schule auch machen und da muss er deutsche Ware von ausländischer Ware trennen. Wer will schon ein Außenseiter und Schulverräter sein.

Um ein guter Führer in Sachen Klima zu werden, muss er lernen, die Sünder von den Guten zu trennen und es fällt auf, wie der kleine Mann „Deutschland“ betont. Schauen Sie selbst:

https://www1.wdr.de/mediathek/video/sendungen/lokalzeit-bonn/video-grundschueler-umweltspezialisten-mit-klima-fuehrerschein-100.html

Für jeden bestandenen Test gibt es einen Stempel im Führerschein. Deutschland gut! Ausland nicht so gut! Dass das Ausland in diesem Fall auch noch Israel ist, ist reiner Zufall. Israel nicht so gut, erklingt es aus einem deutschen Kindermund. Das ist betreutes Essen mit deutscher Gesinnungsschnüffelei.

Ich musste bei dem Bericht sofort an diesen Werbespot von Edeka denken:

Was bei Edeka noch kritisch gesehen wurde, nämlich das Einteilen von Ware in guter deutscher Ware und nicht ganz so guter ausländischer Ware, ist an dieser Grundschule nun völlig hipp und angesagt. Drei Stunden die Woche gönnt sich die Schule für diesen besonderen Unterricht, bei der die Kinder auch schon mal solche Hymnen singen:

Musst Du in die Stadt?
Dann fahr doch mit dem Rad!
Mülltrennung ja klar!
Das klappt doch wunderbar!

Als ich das sah, dachte ich an diese Form des Unterrichts:

Aber es geht ja um eine gute Sache!

Egal, wie lieb und gut gemeint eine Ideologie ist, wenn Kinder zu Inspektoren gemacht werden und es gute Noten oder Fleißstempel für politisch gewünschtes Verhalten gibt, dann bekomme ich ein ganz ungutes Gefühl.

Und zum Schluss noch ein Fleißkärtchen für diese Kinder. Sie machen ihren Führer richtig stolz und haben im Kühlschrank bestimmt nur lokale Ware, wenn überhaupt.

Eins muss man Nordkorea lassen, aus energiesparpolitischer Sicht ist das Land ein Vorbild.

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Temple Mount: Highly provocative Jews

These signs were once posted in Germany. Imagine if Jews had ignored those signs and entered where they were prohibited. Which would you describe as highly provocative: the sign or the Jew?

The Reuters news agency decided to criticize Jews when they enter places where they are not allowed access rather than the discriminatory signs.

At the beginning of June 2019, a group of Jews entered the Temple Mount in Jerusalem. The Temple Mount is controlled by the so-called Pious Foundation of Islam (Waqf) which ensures today, that only on a few days a month, the rules apply to the Temple Mount as those the Nazis made for public parks in Germany in 1942: „No admittance for Jews!

Although the Temple Mount is the most sacred site for Jews, it is guarded by Muslims. That would be like Medina being guarded by Christians, Mecca by Jews and the Vatican by Muslims.

Access to the Temple Mount is possible via the gates on the north and west sides of the complex. However, only Muslims are allowed there. In case of doubt, Muslim visitors from other countries must prove that they are followers of Islam. Believers of other religions are only allowed to enter the site from Saturday to Thursday via the Moroccan Gate at the Wailing Wall. Entry is only possible after strict security checks outside prayer times. Jews are admitted, if at all, only in small groups and often under supervision.

The Dome of the Rock may only be accessed by Muslims! It is also forbidden to bring in books and religious objects or to hold prayers of any religion other than Islam. When Jews enter the Temple Mount, they are often threatened.

Christians can also face problems on the Temple Mount.

What would happen if Christians behaved like this? What if the Vatican denied Muslims access to the country on any Christian holiday? What if Jews were not allowed to visit the square in front of Cologne Cathedral on Sunday?

Under the administration of the Pious Foundation of Islam, the Temple Mount is today like a park bench or a public park under the jurisdiction of the National Socialists. The motto is: „Jews are not welcome!

But the news agency Reuters writes:

„The highly provocative visit took place during the last days of the holy month of Ramadan, when Muslims gather for prayer on the grounds of the Al-Aqsa Mosque, the third holiest place in Islam where non-Muslims have been forbidden to pray since 1187.“

For Reuters, Jews are a nuisance if they don’t stay away from places they’re told not to enter. Who knows, maybe the Jews who disobeyed the Nazis were just provocateurs looking for trouble.

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Das Kreuz mit der Kippa

Im Mai 2019 riet der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, Juden davon ab, überall in Deutschland die Kippa zu tragen. Er erklärte, er habe seine Meinung „leider geändert“ und sprach von einer „zunehmenden gesellschaftlichen Enthemmung“. Felix Klein rief daher dazu auf, am ersten Samstag im Juni öffentlich eine Kippa zu tragen, als Zeichen der Solidarität mit jüdischen Mitbürgern und als Statement gegen Antisemitismus.

Vielleicht hätte Felix Klein auch dazu aufrufen sollen, mit dem Appeasement gegenüber Ideologien aufzuhören, die andere Religionen nicht tolerieren können.

Bei einem Besuch des Tempelbergs in Jerusalem im Jahr 2016 nahmen der Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland, Heinrich Bedford-Strohm, zusammen mit dem katholischen Kardinal Reinhard Marx ihre Brustkreuze ab, bevor sie den Tempelberg besuchten. Sie rechtfertigten die Entscheidung mit diesen Worten: „Wir haben aus Respekt vor den Gastgebern gehandelt“ und fügten hinzu, es habe sich „um eine Antwort auf den Wunsch der Gastgeber“ gehandelt.

Diesem „Wunsch“ ausgerechnet auf dem Tempelberg nachzukommen, war so falsch, wie etwas nur falsch sein kann. Wer aus Respekt vor Intoleranz ein Kreuz von der Brust nimmt, muss auch die Kippa vom Kopf nehmen.

Es gab da mal einen Mann, der sagte, der Tempelberg „soll ein Haus des Gebetes für alle Völker sein.“ Sein Name war Jesus! So steht es jedenfalls bei Markus 11, 17. Jesus stand zu seinen Überzeugungen und er leugnete seinen Glauben nie. Herr Bedford-Strohm leugnete seinen Glauben und erklärte später sogar, in dieser besonderen Situation in Jerusalem wäre es falsch gewesen, dem Wunsch der islamischen Gastgeber nicht nachzukommen.

Soll das etwa bedeuten, das Tragen der Kippa ist falsch, wenn es gewisse Gastgeber irgendwann so bestimmen?

Der Tempelberg wird heute von der sogenannten Frommen Stiftung des Islams (Waqf) kontrolliert. Sie sorgt dafür, dass im Jahr 2016 an einigen Tagen im Monat für den Tempelberg gilt, was im Jahr 1942 für Parks in Deutschland galt: „Nicht für Juden!“ Der Zugang zum Tempelberg ist über Tore an der Nord- und Westseite der Anlage möglich. Allerdings ist der Zutritt dort nur Muslimen erlaubt. Sollten Zweifel bestehen, müssen ausländische Muslime ihre Zugehörigkeit zum Islam belegen. Andersgläubigen ist der Zutritt nur von Samstag bis Donnerstag über das Marokkanertor bei der Klagemauer erlaubt. Das Betreten ist dort nur nach scharfen Sicherheitskontrollen außerhalb der Gebetszeiten möglich. Juden werden, wenn überhaupt, nur in kleinen Gruppen und oft mit Aufsicht eingelassen. Der Felsendom darf nur von Muslimen betreten werden! Verboten sind zudem das Mitbringen von Büchern und Kultgegenständen und das Abhalten von Gebeten anderer Religionen. Wenn Juden den Tempelberg betreten, werden sie nicht selten bedroht.

Auch Christen können auf dem Tempelberg Probleme kriegen.

Was würde wohl passieren, wenn Christen sich so benehmen? Was, wenn der Vatikan jeden christlichen Feiertag Muslimen den Zutritt ins Land verweigern würde? Was, wenn Juden am Sonntag den Platz vor dem Kölner Dom nicht betreten dürften?

Der Islam erklärt, zu welchen Zeiten welche öffentlichen Orte in der islamischen Welt judenrein zu sein haben und deutsche Christen unterstützen das Verhalten auch noch, indem sie ihre Kreuze abnehmen, um nicht zu provozieren.

Wie können solche Menschen dafür kämpfen, stolz die Kippa zu tragen? Mir fällt da diese kleine Anekdote ein:

Ein Jude steigt in ein Taxi. Als das Taxi an einer Kirche vorbei fährt, fragt der Jude den Fahrer:

„Sind Sie eigentlich Christ?“

„Ja“

„Gläubiger Christ?“

„Sogar sehr!“

„Bekreuzigen Sie sich dann nicht, wenn Sie an einer Kirche vorbei fahren?“

„Für gewöhnlich schon.“

„Jetzt gerade aber haben Sie es nicht getan.“

„Nein.“

„Warum?“

„Ich wollte Sie nicht provozieren.“

„Lassen Sie mich bitte aussteigen.“

„Warum?“

„Wenn Sie schon Ihrem Gott keine Ehre erweisen, dann werden sie, wenn es darauf ankommt, für mich gewiss nicht mehr Respekt aufbringen.“

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Not all religions are the same!

Some say Christianity teaches war. Others claim that Islam means peace. Then there are people who claim that the Jews are to blame for everything. There are many allegations. One of the most lazy and stupid statements, however, is the notion that all religions are essentially the same.

Of course, there are similarities among the religions. Religions, for example, are by definition not moderate. They are always radical because they are a manifestation of faith in an almighty God. That can’t be moderate! But, there are also significant differences between religions.

For example, it is undisputed that Mohamed, unlike Jesus, killed a lot of people. Mohamed was a soldier by profession and a committed military leader until the end of his life! Jesus was a hippie who hung out with whores, sinners and drinkers and enjoyed drinking wine. Mohamed did not drink alcohol. Two people can’t be more different and have clearly different objectives.

There are also differences between Judaism and Islam. One only has to translate the words „Islam“ and „Israel“. Islam signifies submission to God and Israel means to struggle with God. These are two completely different relationships with God, and above all, two very different images of humankind in matters of emancipation.

There are also differences between the Koran and the Gospel. The Gospel is a conglomeration of various authors, of whom we don’t know much about. The Koran, however, has a single author with his own clear intention.

The gospel consists mainly of stories and parables. The Koran consists of stories and commands.

Although there is the common ground that Mohamed, like Jesus, firmly believed in God, Mohamed declared that in the name of the one God one must fight against the enemies because it is pleasing to God, but Jesus declared that all struggle in this world is idle because God punishes the wicked in the hereafter and therefore one can also turn the other cheek here on earth. Jesus concluded from a firm belief in God that there should be no violence, Mohammed thought the opposite!

In the Gospel it is written in Matthew 5:

„If anyone slaps you on the right cheek, turn to them the other cheek also“

In the Koran it is written in Sura 5:

„Indeed, the penalty for those who wage war against Allah and His Messenger and strive upon earth [to cause] corruption is none but that they be killed or crucified or that their hands and feet be cut off from opposite sides or that they be exiled from the land.“

Let’s allow two experts express their views. Hamed Abdel-Samad explained in an interview with the German newspaper Die Welt:

„I could say that the IS terrorists have misunderstood and misinterpreted Mohammed if one could conclude from the authentic sources and texts that Muhammad had been a monk who had proclaimed his message under a palm tree, then died peacefully, and then his disciples founded a religion after his death, which was then abused. But that’s not how it happened. Mohammed was a warlord, he did the same things that the IS-terrorists do today.

It’s the mindset of Muhammad, his distrust of people, which has survived until today. The mindset of a megalomaniac narcissist that defines an inner circle of followers and all those who are outside this circle, who are seen as enemies that must be exterminated. The IS is the legitimate child of Mohammed, in word and in deed. Nobody understands Mohammed as well as the IS. Just like the religious police in Saudi Arabia, the fanatics in Indonesia, Boko Haram in Nigeria, al-Shabab in Somalia and the Hamas in the Gaza Strip. They come from different cultural contexts, but all rely on the same multiple diseases of the Prophet and thus his religion.“

Margot Käßmann explained her views in an interview with Bild am Sonntag:

„Jesus left behind a challenge: Love your enemies! Pray for those who persecute you! Terrorists who think that people may kill in the name of God is an enormous provocation. We should try to respond to the terrorists with prayers and love. Yes, such an attitude will be laughed at and represent an enormous challenge for many. Because it is contrary to the human instinct of retaliation. But, to not respond to hatred with hatred is a challenge. I would rather respond: You are the ones full of fear! You fear our freedom – the freedoms enjoyed by women, by homosexuals. We should express our joy and pride in that we can live as we please. We should now all the more go out into the streets, dance, sit in the cafés and not cancel football matches. That’s how we show the terrorists: we will not let you scare us! We won’t let our freedoms be taken.“

Let me put it this way: Mohamed left behind a slightly different challenge.

***
Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

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Jeder ist einseitig für irgendwen

Jede Meinung ist für irgendwen einseitig!

Zu jeder Meinung gibt es immer auch das genaue Gegenteil und für dieses genaue Gegenteil ist die andere Meinung immer einseitig. Menschen tendieren dazu, nur jene Menschen als einseitig, polemisch und undifferenziert zu bezeichnen, deren Meinungen sie nicht teilen. Nur ihnen werfen sie vor, die Themen zu verflachen. Menschen, mit denen sie einer Meinung sind, halten sie jedoch für intelligent und sympathisch.

Es gibt keine objektive Berichterstattung.

Jede Nachricht ist zugleich auch Meinung, allein schon deshalb, weil vorher entscheiden wurde, über dieses Ereignis zu berichten, während andere Ereignisse unter den Tisch gefallen sind. Die Tagesschau zum Beispiel hat nur fünfzehn Minuten, um die Nachrichten der Welt zu präsentieren. Wer die Weltgeschehnisse mit Schwerpunkt auf Deutschland und Fußball auf fünfzehn Minuten zusammenstaucht, kann unter keinen Umständen objektiv sein.

Es gibt keine Neutralität.

Jedes Buch, jeder Verlag, jeder Blog, jeder Sender wird von Interessen geleitet, weil Menschen Meinungen, Einstellungen und Interessen haben. Die eigene Subjektivität zu dementieren, ist verlogen.

Objektivität ist ein Mythos.

Ich habe weniger Angst vor Leuten, die ihre Interessen offen artikulieren, als vor jenen, die behaupten, objektiv, differenziert und neutral zu sein. Die selbstsicher Differenzierten erinnern mich an Fundamentalisten, die behaupten, alles verstanden zu haben. Sie begegnen ihren Mitmenschen mit Überheblichkeit. Kritik ist für sie sofort Polemik und ein Witz eine Beleidigung. 

Subjektivität ist Freiheit.

Wer behauptet, objektiv zu sein, formuliert damit einen Machtanspruch. Aufklärung bedeutet jedoch, sich seines eigenen Verstandes ohne Anleitung eines Dritten zu bedienen und sich mündig aus den Angeboten der Subjekte ein eigenes Bild zu machen. Schon Immanuel Kant sagte:

„Aufklärung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbst verschuldeten Unmündigkeit! Unmündigkeit ist das Unvermögen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbstverschuldet ist diese Unmündigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschließung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Sapere aude! Habe Mut, Dich Deines eigenen Verstandes zu bedienen! Faulheit und Feigheit sind die Ursachen, warum ein so großer Teil der Menschen gerne zeitlebens unmündig bleibt; und warum es Anderen so leicht wird, sich zu deren Vormündern aufzuwerfen. Es ist so bequem, unmündig zu sein. Habe ich ein Buch, das für mich Verstand hat, einen Seelsorger, der für mich Gewissen hat, so brauche ich mich ja nicht selbst zu bemühen. Ich habe nicht nötig zu denken, wenn ich nur bezahlen kann; andere werden das verdrießliche Geschäft schon für mich übernehmen.“

Es ist heute nicht schlimmer als damals.

Erinnern Sie sich noch an den Lehrer, der damals mit dem Fernsehschrank ins Klassenzimmer kam und dann die Hälfte der Stunde damit verbrachte, das Gerät anzumachen? Er war ein studierter Mann, aber zu blöd, einen Videorekorder zu bedienen. Er war stets auf die Hilfe der Schüler angewiesen. Er hatte den Fortschritt verpennt.

So geht es momentan den Kritikern des Internets. Sie haben den Fortschritt verschlafen und machen nun genau das, was viele Privilegierte machen, wenn sie merken, dass ihre Privilegien schwinden, sie klagen: „Damals war alles besser!“

So wie einst der Buchdruck die Menschen aufforderte, nicht mehr blind der Kirche und dem Kaiser zu vertrauen, so müssen wir heute lernen, nicht mehr blind der Tagesschau, CNN, dem Spiegel und der Welt zu vertrauen. In der Zeit vor dem Internet waren die Menschen nicht besser informiert. Es gab einfach nur viel mehr Menschen, die über die selbe Sache informiert waren. Was das Tagesthema war, entschied vor dreißig Jahren in Deutschland noch die ARD mit der Tagesschau und die BILD. Heute aber ist das anders und das ist auch gut so!

Das Internet hat dafür gesorgt, dass Millionen Menschen eine Informations-Unabhängigkeit erklärt haben. Das bedeutet natürlich auch, dass es unübersichtlicher geworden ist. Wer früher eine Meinung hatte und wollte, dass sie gehört wird, musste einen Brief schreiben und dann eine Hose anziehen, rausgehen, den Brief versenden und darauf hoffen, der Brief möge eine Plattform finden. Heute können wir in Unterhose im Bett an unserem iPad sitzen und unsere Gedanken in die Welt gießen. So wie ich es gerade mache.

Wir werden uns fremder werden, weil es kein großes Lagerfeuer am Samstag Abend mehr gibt, wo die ganze Nation nach der Tagesschau zusammenkommt, um zu erkennen, dass Gottschalk der große Einheitsspender ist, auf den sich alle irgendwie einigen können. Dafür aber wird unsere Welt bunter werden, individueller und abenteuerlicher.

Natürlich birgt das Internet Gefahren.

Der Buchdruck brachte aber auch Katastrophen mit sich. Die erste Hochphase der Zensur kam mit der Erfindung des Buchdrucks. Pessimisten sahen in dem Buchdruck nämlich damals das Ende der Welt nah und beklagten sich über einen Verlust des guten Anstands. Der Buchdruck, so raunten die Kritiker, würde das Gewöhnliche, Ordinäre und Schundhafte fördern und so war es auch. Mit dem Buchdruck erlebte die gossenhafte, polemische und pornografische Literatur einen Aufschwung, wie ein paar Jahrhunderte später durch das Internet.

Der Buchdruck machte zudem den Beruf des Kopisten überflüssig. Vor dem Buchdruck vervielfältigten Kopisten in Handarbeit Schriften. Sie waren überwiegend Mönche. Mit der Erfindung des Buchdrucks verlor die Kirche diesen großen Herrschaftsanspruch über die Verbreitung von Wissen. Die Kirche wehrte sich daher verständlicherweise und unkte, mit dem Buchdruck verschwimme die Grenze zwischen relevantem und unnützen Wissen.

So wie die kirchlichen Kopisten damals in dem Buchdruck das Ende des anständigen Wissens sahen, so gerieren sich heute die großen Medienkonzerne und die staatlich geförderte Fernsehsender bei dem Internet als die Bewahrer des sittlichen, guten, anständigen Journalismus‘. Oft haben sie dabei nichts als Verachtung übrig für die Schmuddelkinder vom Internet und malen Horrorbilder an die Wand, indem sie behaupten, mit den neuen Medien würde alles viel schlechter werden.

Das Internet fördert Vielfalt.

Dank des Internets prallen jetzt deutlich mehr Subjekte unkontrolliert aufeinander. Das können wir beklagen, aber es wird sich nicht ändern. Als der Mensch das Feuer für sich entdeckte, ging dadurch auch viel in Flammen auf und Schaden wurde angerichtet, aber dennoch emanzipierte das Feuer den Menschen und daher lernte er, mit der Gefahr umzugehen.

Martin Luther konnte Dank des Buchdrucks nicht nur seine Thesen der Reformation vervielfältigen, sondern auch seine judenfeindlichen Traktate. In seinem Werk „Handbuch über die Judenfrage“ fordert Martin Luther jene Dinge, die im 20. Jahrhundert am Wannsee in Berlin zur deutschen Staatsräson unter Hitler werden sollten:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich …“

Diesen Müll konnte Martin Luther veröffentlichen, weil es den Buchdruck gab. Genauso werden judenfeindliche Schriften heute massenhaft im Internet geteilt. Dank des Buchdrucks und des Internets bekamen nicht nur viel mehr Menschen Zugang zu Bildung, es konnten auch mehr Menschen ihre Meinung veröffentlichen und zwar unabhängig vom Inhalt. Der Buchdruck presste den Judenhass in den Mainstream, so wie heute das Internet.

Das Internet stellt uns vor ganz neue Herausforderungen!

Verbote bringen nichts. Stattdessen sollten wir dem freien Markt der freien Gedanken vertrauen. Der stinkende Prophet auf der Orangenkiste in der dunklen Ecke des Marktplatzes entlarvt sich selbst. Die Gedanken sind frei!

Ich kenne Leute, die durchstöbern Facebook danach, wer hasserfüllt herumtrollt, nur um sich dann öffentlichkeitswirksam über diesen Troll aufzuregen, ganz so, als hätten sie dadurch einen heroischen Akt des Widerstands geleistet, der sie auf eine Stufe mit der Weißen Rose stellt.

Wir sind alle subjektiv und einseitig, allein schon deshalb, weil es keine Aussage ohne Gegenteil gibt.

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Alle Religionen sind nicht im Wesen gleich

Manche sagen, das Christentum sei intolerant. Andere sagen, Islam bedeute Friede. Dann gibt es Leute, die behaupten, an allem seien die Juden Schuld. Es gibt viele Behauptungen rund um Religionen. Zu den faulsten und dümmsten Aussagen jedoch gehört der Spruch: „Alle Religionen sind im Wesen gleich.“

Die Behauptung, alle Religionen seien im Kern gleich, ist so wahr wie die Behauptung, alle politischen Parteien seien im Kern gleich.

Natürlich gibt es unter den Religionen auch Gemeinsamkeiten. Religionen sind zum Beispiel per Definition nicht moderat. Religionen sind immer radikal. Sie sind Manifestationen eines Glaubens an einen allmächtigen Gott. Das ist definitiv nicht moderat. Es gibt allerdings auch bedeutende Unterschiede zwischen den Religionen.

Mohamed hat im Gegensatz zu Jesus eine Menge Menschen getötet.

Mohamed war von Beruf Soldat und bis ans Ende seines Lebens ein überzeugter Feldherr. Jesus war ein Hippie, der mit Huren, Sündern und Trinkern abhing und gerne mal Wein trank. Mohamed trank keinen Alkohol. Unterschiedlicher können zwei Menschen nicht sein und zwei Schriften, in denen es derart verschiedene Helden gibt, haben auch verschiedene Intentionen.

Zwischen dem Judentum und dem Islam gibt es ebenfalls Unterschiede. Man muss nur die Worte „Islam“ und „Israel“ übersetzen und schon werden die Unterschiede offenbar.

Islam bedeutet, sich Gott unterwerfen. Israel bedeutet, mit Gott ringen.

Das sind nicht nur zwei vollkommen unterschiedliche Beziehungen zu Gott, sondern vor allem zwei sehr unterschiedliche Menschenbilder in Sachen Emanzipation.

Ein weiterer großer Unterschied besteht darin:

Das Judentum ist nicht nur eine Religion, sondern auch eine Volkszugehörigkeit. Der Islam jedoch ist eine Religion und zwar mit einer politischen Ideologie.

Als Jude musst du nicht an Gott glauben, als Muslim oder als Christ jedoch ist der Glaube an Gott konstitutiv.

Es gibt auch Unterschiede zwischen dem Koran und dem Evangelium.

Das Evangelium ist ein Sammelsurium diverser Autoren, von denen wir nicht viel wissen. Der Koran jedoch hat einen Autor mit klarer Intention.

Das Evangelium besteht überwiegend aus Geschichten und Gleichnissen. Der Koran besteht aus Geschichten und Befehlen.

Es gibt zwar die Gemeinsamkeit, dass Mohamed wie Jesus fest an Gott glaubte, Mohamed erklärte jedoch, im Namen des einen Gottes müsse man gegen die Feinde kämpfen, weil es gottgefällig sei, Jesus aber erklärte, aller Kampf im Diesseits sei müßig, weil Gott die Bösen im Jenseits strafe und man daher hier auf Erden auch die andere Wange hinhalten könne.

Jesus folgerte aus dem festen Glauben an Gott Gewaltverzicht, Mohamed nicht!

Im Evangelium steht bei Matthäus 5:

„Wenn dich einer auf die linke Backe schlägt, dann halt ihm auch die andere hin.“

Im Koran steht in Sure 5:

„Der Lohn derer, die gegen Allah und seinen Gesandten Krieg führen und Verderben im Lande zu erregen trachten, soll sein, dass sie getötet oder gekreuzigt werden und dass ihnen Hände und Füße wechselweise abgeschlagen werden oder dass sie aus dem Lande vertrieben werden.“

Lassen wir zum Schluss eine Expertin und einen Experten zu Wort kommen. Hamed Abdel-Samad erklärte in einem Interview mit der Welt:

“Ich könnte sagen, dass die Terroristen vom IS Mohammed missverstanden haben und fehlinterpretieren, wenn aus den authentischen Quellen und Texten herauszulesen wäre, dass Mohammed ein Mönch gewesen ist, der unter einer Palme seine Botschaft verkündet hat, dann friedlich gestorben ist, und die Menschen nach seinem Tode eine Religion begründet haben, die dann missbraucht wurde. So war es aber nicht. Mohammed war Kriegsherr, er hat das Gleiche getan, was die IS-Terroristen heute tun. Es ist die Geisteshaltung Mohammeds, der den Menschen misstraute, die sich bis heute erhalten hat. Die Geisteshaltung eines größenwahnsinnigen Narzissten, der einen inneren Kreis von Gefolgsleuten definiert und alle, die außerhalb dieses Kreises stehen, als Feinde betrachtet, die ausgelöscht gehören. Der IS ist das legitime Kind von Mohammed, in Wort und Tat. Niemand versteht Mohammed so gut wie der IS. Genau wie die Religionspolizei in Saudi-Arabien, die Fanatiker in Indonesien, Boko Haram in Nigeria, al-Schabab in Somalia und die Hamas im Gazastreifen. Sie stammen aus unterschiedlichen kulturellen Kontexten, berufen sich aber alle auf die gleichen multiplen Krankheiten des Propheten und damit auch seiner Religion.”

Margot Käßmann erklärte in einem Interview mit der Bild am Sonntag:

“Jesus hat eine Herausforderung hinterlassen: Liebet eure Feinde! Betet für die, die euch verfolgen! Für Terroristen, die meinen, dass Menschen im Namen Gottes töten dürfen, ist das die größte Provokation. Wir sollten versuchen, den Terroristen mit Beten und Liebe zu begegnen. Ja, eine solche Haltung wird belacht und sie wird auch viele Menschen überfordern. Weil es der menschliche Instinkt ist, Rache zu üben. Aber auf den Hass nicht mit Hass zu antworten, das ist die Herausforderung. Ich würde den Terroristen gerne antworten: Ihr seid die Angstbestimmten! Ihr habt Angst vor unserer Freiheit – der Freiheit der Frauen, der Homosexuellen. Wir sollten unsere Freude und unseren Stolz darüber zeigen, dass wir leben können, wie wir wollen. Wir sollten jetzt erst recht auf die Straße gehen, tanzen, in den Cafés sitzen und Fußballspiele nicht absagen. Damit zeigen wir den Terroristen: Wir lassen uns von euch nicht Angst machen! Wir lassen uns unsere Freiheit nicht nehmen.”

Ich sag mal so, Mohamed hat eine etwas andere Herausforderung hinterlassen.

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America, beware European division!

Dangerous European division has been poisoning the political climate in the United States of America for decades.

Dear Americans,

I am a European from Germany. I have an urgent request for you: Please stop categorizing politics into right and left! A division of politics into left and right is a European invention, which has already led the world into several major wars.

A couple of centuries ago, beginning with the July Monarchy of France in 1830, the monarchists sat on the right benches in parliament and the opposition Republicans and Liberals sat on the left benches. Hence the political terms „left“ and „right“. Why is it that in the United States of America language regulations of a monarchical seating arrangement from 19th century’s Europe are still being applied in the 21st century?

Why does this European division divide America?

There are many people in the USA today who are not discussing, but yelling at each other. The attributions „left“ and „right“ merely serve as insults. For right-wingers, everyone else is a leftist and for a leftist all others are just right-wingers. Others who stand between these extremes are suffering headaches!

Ask a leftist what right-wing politics mean and you’ll hear the harshest judgements. Ask a right-winger what left means and the result will be similarly devastating.

Dear Americans,

Please don’t evaluate the thoughts and deeds of citizens according to the poisoned European categories of left and right. There are far better classifications, for example, free or authoritarian.

The political terms left and right put ideologies above people. Such divisive political terminology has cost the lives of millions. America is better than that. In America, the focus is on people.

People deserve respect, not ideas, ideologies, religions and convictions. If someone thinks he has been insulted just because the Koran, the Gospel, a manifesto, Marx, Mohammed or Jesus are being criticized, then he confuses himself with his convictions. But a person is more than just the sum of his thoughts and ideas!

Defend the freedom of expression! Never give up ridiculing, doubting and criticizing ideas.

When a person is demeaned because of his or her origins, then it’s racism. But when a person is criticized for his convictions, it’s called enlightenment. Nobody should be criticized for his or her origins. For their convictions they can certainly be held responsible!

With each step taken, a decision is made in regard to direction. No one should be forced in an unfree direction.

Totalitarianism is when we are forced to march lockstep along a given path toward a predetermined paradise. Totalitarianism is when everything in the present is subordinated to that predefined goal. Totalitarianism is when those who waver or question are punished or eliminated!

America doesn’t march lockstep. America dances! When Europeans march, American music and culture is forbidden.

America stands for freedom. Please do not give up this freedom! Continue dancing to the music of freedom, because freedom is an inherent characteristic of every human being.

The striving towards freedom is inherent within each human being! Freedom is a constant criticism of prevailing conventions. Unfortunately, far too often authority is preferred to freedom. Changes have occured because someone had started to think and speak differently. Everyone has a basic human right to express his or her own opinion! Stupidity doesn’t need to be outlawed. Stupidity exposes itself. Basically, I am a romantic because I have faith in the basic goodness of my fellow human being. I believe people are better than their reputations! That’s what America stands for!

Governments should be designed to provide a safety net for those who may fall off the ropes. But, not there to ensure that no one falls or fails. I don’t want to be tied down. I want to dance! The possibility of falling is part of the tightrope walk of life!

I don’t need the government dictate to which music I’m allowed to dance. There are so many melodies.

Please America,

don’t stop making the world dance. Don’t quiet the bells of freedom, silence the songs of love and hinder the hammer of justice with the European categories of „right“ and „left“.

Stay free and remember the words of PUBLIUS in „The Federalist Papers #11“:

„The world may politically, as well as geographically, be divided into four parts, each having a distinct set of interests. Unhappily for the other three, Europe, by her arms and by her negotiations, by force and by fraud, has, in different degrees, extended her dominion over them all. Africa, Asia, and America, have successively felt her domination. The superiority she has long maintained has tempted her to plume herself as the Mistress of the World, and to consider the rest of mankind as created for her benefit. Men admired as profound philosophers have, in direct terms, attributed to her inhabitants a physical superiority, and have gravely asserted that all animals, and with them the human species, degenerate in America–that even dogs cease to bark after having breathed awhile in our atmosphere. Facts have too long supported these arrogant pretensions of the Europeans. It belongs to us to vindicate the honor of the human race, and to teach that assuming brother, moderation. Union will enable us to do it. Disunion will will add another victim to his triumphs. Let Americans disdain to be the instruments of European greatness! Let the thirteen States, bound together in a strict and indissoluble Union, concur in erecting one great American system, superior to the control of all transatlantic force or influence, and able to dictate the terms of the connection between the old and the new world!“

With love and gratitude,
Gerd Buurmann

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Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

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Kein Grund zur Panik!

„Das Einzige, was wir zu fürchten haben, ist die Furcht selbst.“ (Michel de Montaigne)

Einige glauben, Deutschland stünde kurz vor der feindlichen Übernahme durch den Islam, andere glauben, Deutschland stünde kurz vor der Machtergreifung der Nazis. Es gibt Menschen, die orakeln von einem links-grün versifften Ende, andere sehen eine neo-liberale Apokalypse am Horizont aufsteigen. Alle Befürchtungen sind völlig hysterisch!

Es stehen keine Nazis kurz vor der Machtergreifung. Wer das behauptet, hat nicht nur nichts aus der Geschichte gelernt, sondern relativiert und verharmlost die Nazis.

Die Nazis waren fest davon überzeugt, so fest verwurzelt auf der richtigen Seite zu stehen, dass es ihnen moralisch geboten erschien, ihre politischen Gegner zu verfolgen, zu schlagen und zu töten. Vor allem aber verachteten sie das Parlament und arbeiteten mit der Angst. Dieser Angst dürfen wir uns nicht ergeben.

Unsere Verfassung schützt die Freiheit des Einzelnen und je vielfältiger und bunter eine Gemeinschaft wird, umso mehr steigt die Wahrscheinlichkeit, dass eine Farbe hinzukommt, die man nicht mag. Vielfalt bedeutet, das zu tolerieren, was man zwar nicht akzeptieren kann, das aber dennoch nicht verboten und daher zu ertragen ist.

Als im Jahr 1933 eine radikal antidemokratische Partei bei den Wahlen in der Weimarer Republik über dreißig Prozent holte, hatte Deutschland eine zahnlose Verfassung. Ohne Probleme konnte die NSDAP diese Verfassung abschaffen und eine Diktatur installieren. Das geht heute nicht mehr. Heute sind wir hervorragend konstituiert.

Unsere deutsche Verfassung, das Grundgesetz, ermöglicht es uns, dass sich alle Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, auch wenn sie einer extremen Ideologie, Religion oder Überzeugung angehören, parlamentarisch Gehör verschaffen können, um im Streit, in der Auseinandersetzung und einer möglichen Zusammenarbeit eine gemeinsame Zukunft zu gestalten.

Die Verfassung, die uns das ermöglicht, wurde uns unter anderem von den Amerikanern, Engländern und Franzosen geschenkt, die diese Verfassung vor über siebzig Jahren für uns erkämpft haben. Diese großen Nationen haben kein Problem damit, auch extreme Positionen in ihre Politik zu integrieren. Ob nun Marine Le Pen in Frankreich oder Brexit-Befürworter in Großbritannien, extreme Positionen können dort sogar Wahlen gewinnen und dennoch gehen diese Nationen daran nicht zu Grunde. Es wird lediglich intensiver diskutiert, auf den Straßen mehr demonstriert und bei Familienfeierlichkeiten etwas mehr gestritten, aber die freiheitlich-demokratische Grundordnung ist in keine dieser großen Nationen in Gefahr.

Diese Länder zeigen uns, dass die Antwort auf extreme Positionen nicht ein Verbot ist, sondern eine starke Konstituierung, die an extremen Haltungen nicht zu Grunde geht, sondern sie parlamentarisch zu integrieren versteht.

Integration ist das Stichwort!

Seit fast zweieinhalb Jahrhunderten ist die amerikanische Verfassung in Kraft. Allein in den letzten zwanzig Jahren haben die Vereinigten Staaten von Amerika extreme Machtwechsel erlebt. An einem Tag war Bill Clinton Präsident, am nächsten Tag George W. Busch, dann Barack Obama und darauf Donald Trump. Radikalere Unterschiede in der Macht sind kaum denkbar. Dennoch schaffen es die USA, diese radikalen Wechsel der Macht zu organisieren. Ihre Verfassung macht es möglich. Die USA ist eben ein Einwanderungsland und keine andere Nation versteht Integration der unterschiedlichsten Haltungen und Positionen daher besser als diese wunderbare Föderation.

Ein Land mit einer guten Verfassung weiß, dass es Menschen mit radikal unterschiedlichen Meinungen und Haltungen gibt und dass darunter sogar eine Menge haarsträubender Ideologien zu finden sind. In einem Land mit einer guten Verfassung werden diese Haltungen jedoch nicht verboten, sondern in einem gut konstituierten Umfeld gezügelt, damit sie sich mit allen anderen Überzeugungen auseinandersetzen müssen. Jede Überzeugung und mag sie noch so vermeintlich göttlich oder offensichtlich menschlich sein, darf diskutiert, kritisiert und lächerlich gemacht werden.

Nichts nutzt dem bösen Wort mehr als die Macht, alle anderen Worte verbieten zu können. Selbst eine Restriktion in bester Absicht eingeführt, kann zur gefährlichen Waffe werden, wenn die falschen Leute an die Schalthebel dieser Macht kommen.

Bei jedem Gesetz sollte man sich die Frage stellen: Kann ich wollen, dass dieses Gesetz auch gilt, wenn meine politischen Gegner an der Macht sind? Wenn diese Frage mit Nein beantwortet wird, sollte von diesem Gesetz Abstand genommen werden.

In der Verfassung der DDR stand im Artikel 6 Absatz 5:

„Militaristische und revanchistische Propaganda in jeder Form, Kriegshetze und Bekundung von Glaubens-, Rassen- und Völkerhass werden als Verbrechen geahndet.“

Klingt gut, oder? Wer ist schon ein Freund von Kriegshetze und Rassismus? Ist doch gut, wenn all das verboten wird. Es war genau dieser Absatz, mit dem Kritikerinnen und Kritiker des unmenschlichen DDR-Regimes in Knast und Folter gesperrt wurden.

Rede nie mit einem selbsternannten Friedensaktivisten. Es ist eine Falle. Wer sich nämlich so nennt, macht Dich zu einem Kriegsaktivisten, sobald Du es auch nur wagst zu widersprechen. Du kannst nur verlieren.

So verführerisch es klingt, die Antwort auf extreme Positionen ist nicht ein Verbot, sondern eine starke Verfassung, die an extremen Haltungen nicht zu Grunde geht, sondern sie parlamentarisch zu integrieren versteht. Und selbst wenn im Parlament mal ein Fehler passiert, so gibt es immer noch den Bundesrat, den Bundespräsidenten, das Bundesverfassungsgericht und am Ende sogar Artikel 20 Absatz 4.

Es gibt genug Werkzeuge der Gewaltenteilung, um uns gelassen selbst mit extremen Positionen auseinanderzusetzen. Es gibt keinen Grund zur Panik, selbst nicht, wenn mal Die Linke oder die AfD die Kanzlerin oder einen Ministerpräsidenten stellt. Unsere Verfassung hält das aus. Angst müssen wir erst haben, wenn die Mehrheit der Menschen so eine Angst bekommt, dass sie unserer Verfassung so sehr misstraut, dass sie zu verfassungsrechtlich bedenklichen Methoden greift, um unliebsame Parteien aus dem Diskurs zu entfernen.

Die Nazis wurden damals von den Deutschen nicht verhindert. Das nagt heute an der Seele vieler Deutschen, die stolz darauf sind, nicht stolz zu sein. Sie wollen beweisen, dass sie selbst niemals auf die Nazis reingefallen wären. Um das jedoch zu beweisen, brauchen sie Nazis. Deshalb sehen sie überall Nazis und wo es keine gibt, schaffen sie einfach welche. Sie brauchen Nazis, um über achtzig Jahre zu spät die NSDAP zu verhindern. Darum jazzen sie ihre politischen Gegner zu Nazis hoch, skandalisieren jedes unbedachte Wort und sehen schon die Schornsteine der Vernichtungslager rauchen, wenn wo der politische Gegner eine Wahl gewinnt.

Es gibt in Deutschland eine Lust nach Nazis, eine Todessehnsucht nach der Dämmerung der Demokratie, um endlich beweisen zu können, dass man dieses Mal auf der richtigen Seite steht.

Es ist immer Vorsicht geboten, wenn sich eine Gruppe von Menschen gegen ein Feindbild formiert, möge das Feindbild auch noch so schlecht sein. Sehr schnell entsteht in solchen Gruppen nämlich eine Dynamik, die dafür sorgt, dass jede abweichende Meinung zum Verrat erklärt wird. „Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“, ist die Rhetorik dieser neuen Patrioten und die Aufforderung zur Distanzierung ihr Mittel der Unterdrückung.

Ich plädiere für mehr Gelassenheit. Reden Sie mal mit den Menschen, die ihnen Angst bereiten. Vielleicht werden Sie sich bei dem Gespräch öfter mal ärgern, aber Sie werden vielleicht auch erkennen, dass Ihre blinde Angst völlig unbegründet war. Vielleicht lernen Sie sogar was. Kein Mensch ist perfekt, auch nicht im negativen. Selbst Ihr größter Feind hat mal recht. Keine Feindschaft sollte Sie um wichtige Erkenntnisse bringen.

Sie brauchen keine Angst zu haben. Sie sind stark, weil unsere Verfassung stark ist!

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