Das J-Wort

In Köln soll ein neues Museum an genau der Stelle entstehen, wo über 1111 Jahre die älteste Religion Kölns ihr Veedel hatte. Im 15. Jahrhundert wurde das dort lebende Volk, das ebenfalls das älteste heute noch lebende Volk Deutschlands ist, vertrieben. Nach genau diesem Volk sollte das Museum eigentlich benannt werden: „Jüdisches Museum“.

Leider machte sich gegen diesen Namen schnell Missstimmung breit. Es gab groteske Bürgerbegehren und absure Vorwürfe. Schnell änderte sich der Name zu „Archäologische Zone mit Jüdischem Museum“.

Dieser Name sei jedoch zu sperrig, hieß es dann. Daher rief der Kulturausschuss des Landschaftsverbandes einen Namenswettbewerb aus, um einen „griffigen Namen“ zu finden. Über 500 Bürger nahmen bei dem Namenswettbewerb teil. Auch Tapfer im Nirgendwo schlug zwei Namen vor:

„Bodenheimer-Wolffsohn-Museum“
oder
„Jüdisches Museum“

Nach Informationen der Kölnischen Rundschau wurden drei Vorschläge von einer Kommission aus den Zusendungen gewählt. Die Vorschläge von Tapfer im Nirgendwo sind nicht dabei. Die Vorschläge lauten, Trommelwirbel:

„Zeit, Ort, Köln“

„Unter uns“

„Miqua“

Miqua? Was bitte bedeutet Miqua?

Miqua steht für „Mitten im Quartier“ und soll sich sprachlich an dem Wort Mikwe orientieren. Eine Mikwe ist ein jüdisches Ritualbad und in Köln befindet sich die älteste Mikwe nördlich der Alpen. Sie wird Teil des Museums. Miqua soll laut Kölnischer Rundschau der Favorit sein.

„Zeit, Ort, Köln“, „Unter uns“, „Miqua“? Ernsthaft? Mann, muss Köln das Wort „Jüdisches Museum“ hassen.

Da in dem Museum jedoch vom römischen Statthalterpalast und dem jüdischen Viertel angefangen, 2000 Jahre Stadtgeschichte zu sehen sein wird, soll der Zusatz „Archäologische Zone. Jüdisches Museum“ bleiben. So kann dann jeder Besucher selbst entscheiden, ob er das J-Wort in den Mund nehmen möchte.

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27 Antworten zu Das J-Wort

  1. Alreech schreibt:

    ja, irgendwie peinlich.
    Kann die UN die früheren jüdischen Bewohner von Köln nicht zu illegalen Siedlern erklären ?
    Dann Schwamm drüber und gut ist…

  2. Ralf Weber schreibt:

    Bei den aktuellen Entwicklungen in der Welt ist wirklich Realismus notwendig, gerade auch angesichts dessen, was sich momentan im Nahen- und Mittleren Osten abspielt.

    Jesus (hebräisch Jeschua) war ein Jude sowie auch Abraham, Isaak, Jakob, Moses und die biblischen Propheten. Dazu seine Jünger, Apostel und auch die erste Gemeinde. Die komplette Bibel wurde von Juden geschrieben (abgesehen vom Lukas). Jesus selbst ist in Person der in der Schrift vorhergesagte jüdische Messias aus dem Stamme Davids. Die biblischen Schriften weisen aufging hin inkl. seinem stellvertretendem Sühneopfer, durch welches wir vor unserem Gott von der Macht der Sünde erlöst sind. Wer dem von Herzen vertraut und zu ihm gehört, der ist vor unserem liebevollen Gott gerechtfertigt. Auch Jesus erstes Gebot ist, dass wir unseren gemeinsamen Gott von ganzen Herzen, ganzer Seele und ganzer Kraft lieben sollen. Und dann uns selber und unseren Nächsten.

    Die Juden sind das in alle Ewigkeit von unserem Gott erwählte Volk seines Eigentums, das Volk seines von ihm geschlossenen ewigen und ersten Bundes.
    Dazu Johannesevangelium 4:22: „Jesus: Denn das Heil kommt von den Juden.“ Sehr zu lesen empfehle ich hierzu auch den Römerbrief Kapitel 9-11. Mit der persönlichen Annahme ihres Jesus (hebräisch „Jeschua“) kommt auch der Heilsplan unseres Gottes zum Abschluss (griechisch „Telos“).

    Jesus starb wegen der Schuld aller Menschen durch eine römische Hinrichtung. Ja, die bestimmende jüdische Führung wollte auch wie die anderen Nationen sein mit einem im weltlichen Sinn starken Herrscher. Aber diesen Weg hat die römisch geleitete christliche Kirche auch gewählt, als sie sich mit dem römischen Reich „vermählte“, für das in der Offenbarung des Johannes der Begriff „Babylon“ verwendet wird. Mit allen schrecklichen Konsequenzen.

    Es ist doch ehrlich gesagt eine Beleidigung für die Juden, wenn man angesichts dieser Geschichte versucht, sie irgendwie in diese Institution Kirche zu befördern. Man denke nur an den Zornesausbruch Martin Luthers angesichts der berechtigen Bedenken sich seiner Kirche anzuschließen. Diese Diffamierungen wurde auch noch im Dritten Reich zitiert.

    Statt „Mission“ ist hier besser eine klare Entschuldigung für das von den christlichen Kirchen begangene Unrecht angebracht. Gott hat durch sein Wort schon von Anfang immer zu ihnen geredet. Wenn sie diesem Wort Gottes vertrauen rechnet Gott Ihnen dieses Vertrauen in ihn selbst auch als Zugehörigkeit an.

    Zu Jesus (hebräisch „Jeschua“) als Wort Gottes steht im Johannesevangelium 1:1 – 5 und 1:14 – 18
    „Im Anfang war das Wort, und das Wort war bei Gott, und Gott war das Wort. Dasselbe war im Anfang bei Gott. Alle Dinge sind durch dasselbe gemacht, und ohne dasselbe ist nichts gemacht, was gemacht ist. In ihm war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. Und das Licht scheint in der Finsternis, und die Finsternis hat’s nicht ergriffen.“

    „Und das Wort ward Fleisch und wohnte unter uns, und wir sahen seine Herrlichkeit, eine Herrlichkeit als des eingeborenen Sohnes vom Vater, voller Gnade und Wahrheit. Johannes gibt Zeugnis von ihm und ruft:Dieser war es, von dem ich gesagt habe:Nach mir wird kommen, der vor mir gewesen ist; denn er war eher als ich. Und von seiner Fülle haben wir alle genommen Gnade um Gnade. Denn das Gesetz ist durch Mose gegeben; die Gnade und Wahrheit ist durch Jesus Christus (hebräisch „Jeschua Hamaschiach“) geworden.“

    • Ralf Weber schreibt:

      Ergänzung: Das gilt natürlich auch gerade wegen den, was sich bei uns abspielt

    • Hessenhenker schreibt:

      „Jesus starb wegen der Schuld aller Menschen durch eine römische Hinrichtung“

      Schuld aller Menschen, schließt das auch eine angenommene Schuld meiner thailändischen Freundin ein?
      Oder sind Marsmenschen außen vor?

  3. Tal schreibt:

    Miquark

  4. bastimaxi schreibt:

    Wege euch hebräische Teufel. . Wir wissen was ihr Judenschweine mit deutschen Frauen und Kindern gemacht habt und auch noch heute tut.

    Kein Vergeben – kein Vergessen

    Gegen jüdische Geschichtluegen vom armen unschuldigen Opfer.

  5. Michael schreibt:

    „Kaum das E gestohlen, schon in PolEn.“

    So entlarvt sich der Fremdenfeindliche selbst.

    • Eitan Einoch schreibt:

      So entlarvt sich der Fremdenfeindliche selbst.

      Seit wann sind PolEn Fremde?

      • Hessenhenker schreibt:

        Ein selten dämlicher Kommentar vom Michael.
        Demnächst schreibe ich mal was zum fremdenfeindlichen Äquator.
        Bin ich eigentlich Dummophob? (Sorry, bin halt kein alter Grieche).

  6. Kanalratte schreibt:

    Ich merke, Köln ist die neue Hauptstadt des deutschen Judenhasses und hat somit Nürnberg würdevoll abgelöst.

  7. Eitan Einoch schreibt:

    Stammen die Neandertaler auch von Adam und Eva ab?

    • mühlstein schreibt:

      Nein, die schuf Gott später. Aber dadurch erklärt sich auch, woher Kains Frau kam, sie war wohl eine Neandertalerin. 🙂

  8. Hessenhenker schreibt:

    Ältestes Volk Deutschlands? DAS geht zu weit, die Nandertaler waren eher da, und zwei oder drei laufen auch in Köln noch herum.

    • Hessenhenker schreibt:

      Jetzt haben die Neandertaler durch die Völkerwanderung ein e verloren.
      Durch zuwandernde Homo Sapiens geklaut.
      Kaum das E gestohlen, schon in PolEn.

    • anti3anti schreibt:

      Neandertaler sind kein Volk!

    • mühlstein schreibt:

      Wir haben doch alle 1-4% Neandertaler-Gene in uns drin.

      • Hessenhenker schreibt:

        Ich kippe jede Mittwochnacht meine Gene von der Marburger Schloßmauer in die Luft über der Stadt.
        Meine Gene sind inzwischen in allen Marburgern, außer in denen, die nicht atmen.

    • Clas Lehmann schreibt:

      Der gemordete Ruf des ebenfalls ausgemordeten Neandertalers gründet sich ja im wesentlichen auf notorisch rufmörderische Anthropologen und Rassenkundler…

      Wer sagt denn eigentlich. außer solchen und ihren unkritischen Epigonen, der Neandertaler sei von grunzender Gewalttätigkeit gewesen? Und woher wissen das diese und jene? Vielleicht war er arglos und freundlich…?

      • Hessenhenker schreibt:

        Möglicherweise hat es Neandertaler nie gegeben.
        Vielleicht hat Gott deren Knochen genau wie die Dinosaurierskelette und alle Millionen Jahre alten Fossilien nur geschaffen, um „den Glauben der Gläubigen“ damit zu prüfen?
        Glauben heißt Fragen dürfen, schrieb Renate Künast nach dem Axtattentat von Würzburg.

        • Clas Lehmann schreibt:

          Und was wäre schon ein Glaube wert, der nicht einmal faktenresistent wäre? Ein Faktum irgendwo, und er zerschellt und zerscherbt! Das kann dann nicht der Glaube eines Gläubigen sein…

        • Clas Lehmann schreibt:

          Nein, ein Gläubiger gläubte intensiver.

          Und Fakten verrückten seinen Glauben nicht,
          der im Gegenteil Berge nicht verrückte,
          sondern vielmehr versetzte,

          indem der gefühlte und geglaubte Bergesort
          woanders wäre dann hinfort…

          • Hessenhenker schreibt:

            Verrückte Berge machen mich nicht verrückt.
            Verrückte Axtattentäter dagegen . . .

          • Clas Lehmann schreibt:

            Och, wenn sie steil sind, und Du läufst oben rum womöglich im Dunkeln und plötzlich ist da kein Berg mehr, wo sonst er immer zu sein pflegte und Du fällst dann auf irgendein Unten, und das alles nur, weil da einer glaubte: Wem wäre das schon recht?

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