Ein Anschlag auf eine Synagoge muss nicht immer judenfeindlich sein!

Das Jahr 2017 beginnt mit einer Einladung an alle Judenhasser, denn das milde Urteil gegen drei junge Männer, die im Sommer 2014 einen Brandanschlag auf die Synagoge in Wuppertal verübt hatten, ist jetzt rechtsgültig. Das Oberlandesgericht Düsseldorf verwarf einen Antrag auf Revision und erklärte somit die Begründung des Amtsgerichts in Wuppertal für gültig, das das niedrige Strafmaß mit der Feststellung begründet hatte, es gäbe „keine Anhaltspunkte für eine antisemitische Tat“. Das Wuppertaler Amtsgericht folgte damals der Logik der Attentäter, die gestanden hatten, im Sommer 2014 Brandsätze auf die Synagoge geschleudert zu haben, jedoch ebenfalls erklärt hatten, dass sie damit die Aufmerksamkeit auf den Gaza-Konflikt lenken wollten.

Von nun an gilt also, wenn ein Anschlag auf eine jüdische Einrichtung in Deutschland verübt wird, weil jemandem die Politik Israels nicht gefällt, dann ist das kein Judenhass, sondern Israelkritik, die etwas zu weit gegangen ist.

Ich bin mal gespannt, wann der erste Anschlag auf eine Moschee als überzogene Kritik am Iran und ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim als überzogene Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik bezeichnet wird, weil von einem deutschen Gericht Anhaltspunkte für eine fremdenfeindliche Tat nicht festgestellt werden konnten.

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19 Antworten zu Ein Anschlag auf eine Synagoge muss nicht immer judenfeindlich sein!

  1. Pingback: Schaschlik | abseits vom mainstream - heplev

  2. Ralf Weber schreibt:

    Hierzu auch im internationalen Fokus:

    https://stream.org/synagogues-burning-germany/

  3. Kanalratte schreibt:

    Diese Doppelmoral ist ja echt schrecklich. Ich gehe davon aus, das Gericht hat nur so entschieden weil die Täter keine Deutschen waren.

  4. Ralf Weber schreibt:

    Ich war auf folgender Veranstaltung hier bei uns in Stuttgart und komme mich wieder daran erinnert vor:

    https://www.swp.de/bietigheim/nachrichten/suedwestumschau/juden-im-suedwesten-gedenken-der-opfer-der-pogromnacht-13951084.html

    „Wir müssen das Geschehene im Gedächtnis behalten, um daraus zu lernen und für alle Zukunft eine mögliche Wiederholung von solchen schrecklichen Dingen zu verhindern“

  5. Tomáš Kubín schreibt:

    „EU mit Muslimen erwache! Juda verrecke!“ Deutschland 2017. Der Herr aus Braunau würde sich von lauter Freude in die Lederhosen pinkeln.

  6. Wie ging der Prozess gegen den Enkel des Terroristenführers Kahane eigentllich aus, der in den Brandanschlag auf die Brotvermehrerkirche verwickelt war?

  7. Heimchen am Herd schreibt:

    „Ich bin mal gespannt, wann der erste Anschlag auf eine Moschee als überzogene Kritik am Iran und ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim als überzogene Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik bezeichnet wird, weil von einem deutschen Gericht Anhaltspunkte für eine fremdenfeindliche Tat nicht festgestellt werden konnten.“

    Bitte nicht die Brandanschläge auf Kirchen vergessen!
    Da wird das Motiv nie genannt obwohl es bekannt ist!
    Warum wohl wurde zu Silvester großräumig um den Dom abgesperrt? Nicht um die Frauen
    zu schützen, sondern den Dom! Und vor wem zu schützen? Vor den Muslimen, die ihre
    Raketen immer in Richtung Dom abschießen! Was natürlich nicht gesagt wird!

  8. k.knerzje schreibt:

    Das Urteil ist Unrecht! und jeder mit einem ähnlichen Rechtsempfinden wird mir zustimmen.
    Ich bin zwar kein Jurist, weiß aber das es eine Gleichbehandlung im Unrecht nicht gibt. Von daher ist es natürlich Recht wenn einem Böllerwerfer auf eine Moschee eine Gefängnisstrafe auferlegt wird.
    Es gilt wohl der alte Spruch das durch ein Gericht nicht Recht gesprochen, sondern ein Urteil gefällt wird.

  9. luminescent schreibt:

    Falls jemand die Urteile vorliegen hat, kann sie/er diese zum SWC oder zu ADL schicken. Deren Bewertung wäre maßgeblich, wie beide Urteile zu bezeichnen wären. Für mich sind sie bis jetzt kaum nachvollziehbar.

  10. A.Bundy schreibt:

    „Ich bin mal gespannt, wann der erste Anschlag auf eine Moschee als überzogene Kritik am Iran und ein Brandanschlag auf ein Flüchtlingsheim als überzogene Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik bezeichnet wird, weil von einem deutschen Gericht Anhaltspunkte für eine fremdenfeindliche Tat nicht festgestellt werden konnten.“
    Das wird niemals passieren, weswegen sowohl das Urteil des Wuppertaler Amtsgerichts, als auch die Revisionsverwerfung des Oberlandesgerichts Düsseldorf als antisemitische Urteile bezeichnet werden müssen.

  11. Tomasz Kulbacki schreibt:

    Das ist doch ganz einfach:

    Anschlag auf eine Synagoge:
    a. Täter Moslem – Freiheitskampf, Israelkritik
    b: Täter Deutscher oder Ost/Westeuropäer – Antisemitismus, Nazi
    Anschlag auf eine Moschee oder Flüchtlingsheim:
    a. Täter Moslem – Frustration, Perspektivlosigkeit, Unfall
    b: Täter Deutscher oder Ost/Westeuropäer – Islamophobie, Fremedenfeindlichkeit, Nazi
    Anschlag auf Homosexuelle:
    b: Täter Deutscher oder Ost/Westeuropäer – Homophobie, Nazi
    a. Täter Moslem – Religionsfreiheit (kein Witz, bereits richterlich in NL bestätigt), kultureller Mißverständnis.

    etc.

  12. Ralf Weber schreibt:

    Zu den Stichworten „Gerichtsurteil“ und „Realitätsverweigerung habe ich noch folgenden treffenden Artikel gefunden:

    In weiterem Zusammenhang mit meinen vorangehenden Postings zu dem von Islamis gefeierten brutalen arabischen Mordanschlag auf unschuldige Opfer in Jerusalem :

    Ein Teil der Opfer geht mit großer Wahrscheinlichkeit auf das Konto des verheerenden, verantwortungslosen und suizidal schwachsinnigen Gerichtsurteils eines richterlichen Gesinnungsmitglieds der denk-gleichen, bösartig versponnenen, sich dem gesunden Menschenverstand verweigernden, Akademiker und Juristen-Clique, deren Brüder im Geiste bereits in Europa die islamische Sintflut zugelassen haben und die leider mit ihrer linksromatisierenden Realitätsverweigerung zur Natur der islamischen Menschenverachtungs-Ideologie auch in der israelischen Demokratie ihr verheerendes Unwesen treibt.

    Nicht anders als bei unseren Polizeibeamten führt das Bewußtsein der israelischen Soldaten im Notfall von der Politik und Justiz bei ihrem lebensgefährlichen Einsatz gegen den Terror allein gelassen und sogar zum Schuldigen gemacht zu werden zu einer Demoralisierung der Verteidigungsbereitschaft, die bei uns schon längst tägliche Wirklichkeit ist und jetzt schrecklicher Weise auch in Jerusalem zu einem Zögern der Soldaten beim Einsatz der Schußwaffen geführt und mit großer Wahrscheinlichkeit zu einer erhöhten Zahl an Terroropfern geführt hat.

    Es bedarf keiner großen Fantasie um für sich abzuleiten , was eine — wie bei uns — ungebremste Fortsetzung dieser Entwicklung für die Sicherheit und Verteidigungsfähigkeit Israels gegenüber den auf die Vernichtung des jüdischen Staates sinnenden islamischen Feinden, für die derartige Normen nicht gelten und von denen derartige Normen auch nicht verlangt werden, bedeutet .

    Dr. Rafael Korenzecher

    Hierzu auch im Kontext:

    https://www.algemeiner.com/2017/01/08/in-wake-of-deadly-jerusalem-truck-ramming-attack-questions-arise-about-soldiers-reluctance-to-shoot-terrorist/

  13. klartext schreibt:

    Endlich: Deutsche Richter schaffen den Antisemitismus ab. Wurde aber auch Zeit.

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