Wenn ARD-Experten in die Politik gehen

Kennen Sie Christoph Hörstel? Er war von 1985 bis 1999 als Sonderkorrespondent, Moderator und leitender Redakteur für die ARD tätig. Im Jahr 2013 gründete er die Partei Deutsche Mitte. Am 24. September 2017 tritt er als Bundesvorsitzender dieser Partei bei der Bundestagswahl an. Hier sein Wahlwerbespot:

In diesem Wahlwerbespot erklärt Christoph Hörstel, dass „die Mächtigen dieser Welt“ einen „Weltkrieg an sieben Schauplätzen“ planen sollen. Zu diesen sieben Schauplätzen sollen Nord- und Südkorea gehören. Im Hintergrund ist eine Weltkarte eingeblendet, auf der Nord- und Südkorea rot markiert sind.

Fällt Ihnen was auf? Richtig, die markierten Gebiete sind nicht Nord- und Südkorea!

Was hinter Christoph Hörstel als Nordkorea markiert ist, ist in Wirklichkeit ein östlicher Teil Indiens und was als Südkorea markiert ist, ist in Wirklichkeit Myanmar. Das ist ungefähr dreitausend Kilometer daneben und schon ein wenig peinlich für einen Mann, der uns eineinhalb Jahrzehnte lang bei der ARD teilweise in leitender Funktion die Welt erklären durfte. Christoph Hörstel erinnert mich ein wenig an diese Experten:

Christoph Hörstel hat aber noch andere Themenfelder, wo er glänzt. Durch seine Kontakte zu Islamisten wirkte er zum Beispiel im Jahr 2006 daran mit, ein Gespräch zwischen Bundestagsabgeordneten der SPD und FDP und dem Hamas-Minister für Flüchtlingsangelegenheiten einzuleiten. Die Hamas fordert in ihrer Gründungscharta die Vernichtung aller Juden weltweit (Artikel 7). Minister der Hamas erklären Juden zu „fremdartigen Bakterien“ und verurteilen „jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen.“ Für die Hamas steht fest: „Juden sind keine Menschen!“

Es wundert daher nicht, dass Christoph Hörstel erklärt:

„Deutschland hat seit 2007 durch Frau Merkel – aufgrund amerikanischer Interessen – Israels Sicherheit zur Staatsräson Deutschlands erklärt. Das kann man nur als eine Politik des Hochverrats bezeichnen. So sieht es eine ziemliche große Anzahl Deutscher. Wir haben überhaupt keine Verantwortung für die Sicherheit Israels, auch nicht für das Existenzrecht Israels. So ein kompletter politischer Unsinn.“

Im Juli 2014 erklärte er in Berlin auf einer Demonstration gegen Israel:

„Dieser Staat ist ein Un-Staat. Und wenn ein Staat ein Problem ist, dann kann er nicht Teil der Lösung sein.“

So denkt ein Mann, der vierzehn Jahre lang bei der ARD in hohen Funktionen tätig war. Es sind solche Experten, die dafür sorgen, dass die Berichterstattung der ARD über Israel oft einseitig und manchmal sogar hetzerisch ist, wie diese Artikel zeigen:

„ARD – Antisemitische Rundfunkanstalt Deutschland?“

„Ein beispielloser Skandal“

„Das Schweigen“

„Ein gebührenfinanzierter Wiederholungstäter“

„Ich klage an“

„Da steckt Absicht dahinter“

Wenn es um Israel geht, hat die ARD wiederholt so peinliche Fehler begangen wie ihr ehemaliger Sonderkorrespondent Christoph Hörstel in Sachen Nord- und Südkorea.

Die anderen öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten stehen der ARD in mangelhafter Berichterstattung in nichts nach. Dank der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten wurden wiederholt falsche Zahlen, Daten und Informationen über Israel verbreitet. Sie stehen auf der Peinlichkeitsskala auf einer Ebene mit Christoph Hörstels Koreafauxpas.

Ich kann es kaum erwarten, wenn die Zuschauerinnen und Zuschauer dieser Sender wählen gehen.

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33 Antworten zu Wenn ARD-Experten in die Politik gehen

  1. Couponschneider schreibt:

    Herr Buurmann, woher wissen Sie, dass Korea auf dieser Halbinsel bei China und Japan liegen soll? Quellen? Ich kenne diese Quellen. Ist alles Lügen- und Systempresse, damals durchgesetzt von Truman, der Atombombenabwürfe auf Nordkorea doch erlaubte und General McArthur wurde nur zum Schein entlassen. Heute soll keiner wissen, wie Nordkorea wirklich aussieht, deswegen wurde

    eine Militärdiktatur in „Myanmar“ eingerichtet, die für Abschottung sorgte, sodass niemand die Wahrheit erfährt, wie es da wirklich aussieht.
    Nord und Süd getauscht. Norden ist Süden und Süden ist Norden. Die Nordkoreaner im Myanmar, die Südkoreaner in diesem indischen Gebiet.
    im angeblichen Nordkorea eine Diktatur geschaffen, die sich auch so stark abschottet, damit niemand erfährt, dass die vermeintlichen Nordkoreaner aus dem eigentlichen Korea (Birma) eingeflogen sind. Das erklärt auch, warum die Nordkoreaner so Schwierigkeiten haben, im gemäßigten Klima auf der „koreanischen Halbinsel“ eine Landwirtschaft mit hoher Produktivität zu errichten. Die sind an das Monsumklima gewöhnt.

    Die Nordkoreaner sind die Ostpreußen Asiens.

    🙂

    • aurorula a. schreibt:

      😀 😀
      Das erinnert mich: Anleitung an mich als Kind, wo Japan ist:
      Australien findest Du ja schon; und Neuseeland auch, das waren ja die Inseln die zweimal auf der Karte sind wegen der Projektion und der Datumsgrenze. Jetzt merk Dir die Form von Neuseeland, und geh von Australien aus weitweitweit nach Norden, bis Du zwei Inseln findest, die fast genauso aussehen wie Neuseeland: das ist Japan.

      • Aristobulus schreibt:

        … hinter dem großen Bartenwal-Krakenthier links, ähmnein backbord, und nach der schwimmenden Insel Lusiniania immer geradeaus, an Neuschwabenland schräg vorbei (vVorsicht vor den Haunebus), bis hinter den Säulen des Herkules eine Ahnung von Zippangu (China im 14. Jahrhundert) aufschimmert, und von da aus genau andersherum zurück, aber umgekehrt, dann ist man in Israel, das seitdem Nordkorea angreift und halb Ozeanien & R’Lyeh mit Siedlern besetzt hält, um die Patagonier mit gefillte Fisch zu demütigen 🙂

    • Aristobulus schreibt:

      Couponschneider, LOL!

      Ferner zum Hergang: Also der General McArthur lebt. Er sieht jetzt wie Kim-Jong-Fun aus, wegen der vielen Implantate, die ihm der Dr. Rothschild eingesetzt hat, und er regiert die Börsen der Welt von Ostpreußen aus, von woselbsten er dereinst nahen wird, um zu richten die Lebendigen und die Zombies: Wegen der Neuen Weltordnung, die vorsieht, dass Hurrikane, Taifune, Stirbelwürme, Orkane und Infernos (zwischen denen muss man streng unterscheiden, denn die sind zionistisch) die halbe Walachei und ganz Sachsen bis Jütland (Jyllands Posten!, Westergaard!, verstehst?) ausmerzen, damit da künftig israelische Bio-Microchips von palästinensischen Kinderdrohnen angebaut werden. Ja?

      Das hat zum Ziel, die Reichen noch stinkreicher und die Armen noch armdranner zu machen, und der Gender-Gap wird bis auf Weiteres nein bis auf genau 88% steigen, während Putin den Rubel überall einführt und ihn auf 1% abwertet, während General McArthur, nicht faul, das Plutoniumgras wachsen hört.
      Während Donaldia Trump, Bibbia Netanyahu und eine gewisse Erdmuthe Hörstel (die Drilligsschwester des Selbigen) einander in Rom während der nächsten großen Planetenkonjunkton genderheiraten werden, das (hm?, Rom) jedoch überflutet ist, weil der große Müllsäcke-Strudel aus dem Südpazifik mitsamt dem Südpazifik da hin umgeleitet worden ist. Warum: Wegen Kashoggis (Zombie jetzt) Segelyacht, die nun mal tiefes Wasser unterm Kiel braucht, und damit es bis Sizilien so zipfelig aussieht wie Nordkorea jetzt. Also noch. Denn das ist alles seit dem 9.9.1999 schon losgegangen, und täglich wird es höllischer.

  2. Couponschneider schreibt:

    Man achte im Wahlwerbespot auch auf die Hintergrunddarben: gold, rot, schwarz. Das ist nicht Mitte, sondern schon recht weit rechts im konservativen Burschenschaftermilieu verortet. Er sieht sich auch als Freund Putins und auch damit kann er im Pegida-Milieu fischen gehen.

  3. Couponschneider schreibt:

    Diese Verschwörungstheorien feiern wieder fröhliche Urständ. Auch dieser Fall zeigt wieder, dass Antisemitismus kein exklusive Sache von „rechts“ ist. Ich habe neulich ein total behämmertes Video gesehen:

    Es liegt außerhalb der Vorstellungswelt des Verantwortlichen des Videos, dass man antisemitisch sein kann, ohne rechts zu sein. Konservative Werte vertritt Ken Jebsen tatsächlich nicht, aber antisemitisch ist er schon, Putin mag er auch und an allem sind die Amis schuld, wenn das Fabulieren einer jüdischen Schuld zu abwegig erscheint.

    Der Mann im Video ist promovierter Mathematiker, also weit entfernt, ein Idiot zu sein. Dennoch ist er blind und erklärt die Abneigung mancher Linker gegen Ken Jebsen, weil dieser mittlerweile Anzug und Krawatte trägt.

    Ein Antisemitismus, der nicht in Springerstiefeln daherkommt, darf es nicht geben. Und wenn doch, dann nur aus der gutbürgerlichen Ecke, der man schon immer eine Nähe zum Nationalsozialismus andichten wollte. Die Rolle der „Kleinbürger“ und des Mittelstandes bei der Machtergreifung der NSDAP wird ja immer wieder hervorgehoben, auch wenn keine signifkant starke Nähe feststellbar ist. Der Antisemitismus der Linken wird seit Jahrzehnten verharmlost und deswegen sorgte die Antisemitismusdokumentation, die Arte nicht zeigen wollte, für so große Aufregung. Auch das Thema SED und Palästinenserterror wäre etwas für das ARD-Abendprogramm. Einen Teil der Saat für die Geiselnahme von Olympia 1972 hat die SED-Diktatur ausgestreut.

    Nun macht Christoph Hörstel den Ken Jebsen. Das Spinnen von Verschwörungstheorien ist ein Massenphänomen wie der Judenknacks. Ich habe in meinem Kollegenkreis zwei Promovierte, deren Ansichten schon sehr kritisch sind, beispielsweise dass die Randale im Schanzenviertel komplett vom Staat verursacht wurden. Der eine soll auch Schusswaffen haben, weil er alles bald krachen sieht: Euro, EU, BRD. Er vertritt die gleichen Positionen wie Pegida, nur auf links gebürstet.

    Ich habe mich immer gefragt, warum die Verschwörungstheorien bei mir fruchten. Das liegt wahrscheinlich daran, weil ich in einer Dachwohnung wohne und ich damit stärker den Chemtrails ausgesetzt bin.

    • Aristobulus schreibt:

      🙂 Man sollte besser im Keller wohnen, damit die Erdstrahlen (Jennifer Lawrence hat gestern ausgiebig über mother-earth und Trumps Schuld an den Hurrikanen Stellung genommen) einen umgarnen, kosen und beschützen, wenn Jen Jebbersen bald Bundeskanzlerin wird. Weil das ja nicht ohne ist.

  4. Praecox schreibt:

    Christoph Hörstel: „Ich verließ die ARD, weil ich mich weigerte, zu lügen.“

    • Aristobulus schreibt:

      Was macht dieser Praecoxy hier?, der ist schon lange hier rausgeschmissen wegen?, genau, wegen notorischer Lügerei 😀
      Der ist die Viertelversion von Hörstel himself in Miniklein und Sehr-Schmutzig.

    • Couponschneider schreibt:

      Ist es denn erwiesen, dass er entlassen wurde? Nur mal so: Wenn man ohnehin einen Knacks hat und eine Krebserkrankung dazukommt, dann kann man doch in den Vorruhestand gehen und noch mal so richtig auf die Pauke hauen und in der Aufmerksamkeit baden. Und wenn man dann als „kritischer Journalist“ plötzlich stirbt, kann man das auch noch inszenieren: „Er war dem Mossad unangenehm und musste sterben.“ – Lief das nicht bei Ulfkotte schon so? Und bei Möllemann? Da soll der Mossad den Fallschirm manipuliert haben. Warum aber hat niemand folgende Verschwörungstheorien gesponnen: Angeblich haben Friedman und Scharon Israel geschadet und Antisemitismus Vorschub geleistet. Bis heute hat aber aus noch niemand aus der Verschwörungstheoretikerecke behauptet, der Mossad hätte Scharon ins Koma geschickt und dem Friedman Nutten und Koks bestellt, weil sie Israel und dem Judentum geschadet hätten.

      • aurorula a. schreibt:

        Ach jeeeetzt weiß ich was Möllemann mit seinem „Einzelstern“ gemeint hat, nämlich den auf der Flagge Israels!

      • Praecox schreibt:

        Zum von Praecox verlinkten Hörstel-Video:
        Christoph Hörstel behauptet, ARD und ZDF seien Lügenmedien.
        Herr Buurmann verwendet nun den Lügner Hörstel als Beweis dafür, dass ARD und ZDF Lügenmedien seien.

        Das klassiche „Lügner-Paradox“ also. Nähere Infos:
        https://de.wikipedia.org/wiki/L%C3%BCgner-Paradox

        Wie trefflich das nun zum feindseligen Kommentar des Aristobulus passt! Als ob er es geahnt hätte. Ob es sich allerdings auch um eine Art Lügner-Paradox handelt, wenn Aristobulus dem Praecox Lügen unterstellt, kann und soll aus Gründen der Ressourcenschonung an dieser Stelle nicht weiter bedacht werden.

        @Couponschneider
        Ja, ist erwiesen. Allerdings gab es – anders als hier behauptet – keine Begründung dazu. Zumindest nicht gegenüber dem Betroffenen selbst. Die temporäre Entlassung erfolgte gewissermaßen aus heiterem Himmel, als Praecox den absurden Versuch unternahm, dem Aristobulus die Bedeutung einiger lateinischer Vokabeln zu erklären, die jener zuvor irrtümlich interpretiert hatte. Die Behauptung, da wären irgendwelche „Lügen“ im Spiel gewesen, entbehrt jeder Grundlage bzw. müsste erwiesen werden. Aber das ist alles lange her und nicht mehr der Rede wert…

        In diesem Sinne!

        • Aristobulus schreibt:

          Dieser Typ da, ein gewisser P~, kann weder denken, noch kann er Dinge in logischer oder nur einigermaßen sinngemäßer Relation erkennen. Er lügt und schwätzt, so bald er sein Maul aufmacht.
          Gerd Buurmann hat ihn 80mal blockiert, selbst unter dem obenstehenden ‚Namen‘. Aber er drängt sich per wechselnder IP-Adressen immer wieder auf, obwohl ihn KEINER ausstehen oder gar lesen mag.
          Diese hirnverdorbene Type ist vom beklagenswerten Rest seiner selbst besessen.

          • Aristobulus schreibt:

            P.S.
            Das passt übrigens wie der Fäustling aufs Geäugte zu Couponschneiders Beobachtung und zu Aurorulas Pointe: Der Typ, der sich hier permanent aufdrängt, hasst die Wahrheit und die Logik ebenso wie Israel und die Juden. Er lässt keine Gelegenheit aus, um mit Scheintricks die israelische Seite oder die ‚Rechten‘ aller möglicher Gräuel zu beschuldigen, und er ist ein Gutfinder und Ableugner des Islamterrorismus.

            Schon beim schwerst denkbefähigten Rentner aus Dortmund und beim Hamas-Domgnom von der Kölner Domplatte, der nun das Zeitliche gesegnet hat, ging das fast bestätigte Gerücht um, sie seien Erfindungen des Mossad 😀 , weil der Dünnsinn, den sie verbreiteten, den allgemein-israelkritizistischen Dünnsinn auf den Punkt bringt und ihn als kompletten Schwachsinn entlarvt. Für wirklich jeden da draußen, der noch einigermaßen getrost ist.

            Beim obigen, besessenen Hereindränger ist man sich nicht sicher, ob der Mossad den fakt. Auch der Mossad hat ja Geschmack, manchmal sogar Schbarrß an der Freud. Ich vermute, dass diese Type mal Jude werden wollte, aber man hat ihn gesehen und die Tür abgeschlossen. Dann hat er sich einer Moschee angedient, weil die ja alle nehmen, aber da verachtet man ihn als Irren und schmeißt immer seine Schuhe weg.
            Ach, der hat’s auch nicht leicht.

  5. davboe schreibt:

    Her… ach, wer auch immer, wirf Hirn vom Himmel!

  6. anti3anti schreibt:

    Seelig sind die Bekloppten, denn sie brauchen keinen Hammer!

  7. Hörstel ist ein Spinner, ähnlich wie Armin Paul Hampel von der AfD (auch er früher ein ARD-Mann), aber solche Typen sind nicht repräsentativ für die Mehrheit der Journalisten. Die – übrigens auch in den privaten Medien – ordnen sich selbst mehrheitlich dem linksgrünen Spektrum zu. Von denen würde wohl kaum jemand dem Hörstelschen Schwachsinn zustimmen. Und Antisemiten / Israel-Feinde sind überall; bei Linken (einschl. der SPD) und Grünen ebenso wie bei Liberalen, Konservativen und Rechten. Der Artikel konstruiert Zusammenhänge, die nicht bestehen, und zieht pauschale Schlußfolgerungen, die einer Nachprüfung nicht stand halten.
    Das wirkliche Problem der meisten deutschen und leider auch vieler ausländischer Medien sind nicht die wenigen Typen wie Hörstel, die in die aktive Politik wechseln (egal, in welcher Richtung). Sondern die Tatsache, dass viele Journalisten missionieren und indoktrinieren, statt sachlich, neutral und umfassend zu informieren. Sie verstoßen ebenso absichtlich wie systematisch gegen eine Grundregel ihres Berufs, die der einstige „tagesthemen“-Moderator Hanns Joachim Friedrichs formuliert hat: Ein Journalist soll sich nicht gemein machen mit einer Sache, auch nicht mit einer vermeintlich guten.

    • Aristobulus schreibt:

      Hm, Taurus, wenn dieser Hörstel einst eine leitende Position bei der ARD innehatte und jetzt ein beklobbter Verschwörungstheorist ist, ja?, dann muss ein Ding (genannt n) von seiner Zeit in der ARD bis zu seiner heutgen Beklobbtenzeit kontinuiertlich gewirkt haben und weiter wirken.
      Dieses Weiterwirken der Größe n reißt Buurmanns Artikel an. Und dass die Größe n existiert. Insofern ist der Artikel schon schlüssig. Der Artikel hätte freilich einen zusätzlichen Absatz haben können, der genauer untersucht, wie diese Größe n wirkt (Analogie: Hotte Mahler, in dem dieses n schon als Linkskommunist aktiv war, um später in ihm als Nationalsozialist um so aktiver zu sein)

      • Was den Hörstel bescheuert werden ließ, weiß ich nicht – aber die Verbindung zu seiner früheren ARD-Arbeit und Funktion sehe ich nicht. Es gibt etliche Journalisten (öffentlich-rechtliche ebenso wie Leute aus privaten Medien), die Politiker wurden: Linke, Grüne, Liberale, Konservative, Rechte und eben auch bekloppte. Diese Vielfalt gibt’s auch bei Juristen, Medizinern, Lehrern, Landwirten, Handwerkern und Angehörigen anderer Berufsgruppen, die sich politisch engagieren. Was sie dann inhaltlich vertreten, hat im Regelfall wenig bis nichts mit ihrem früheren Job zu tun.
        Bei aller berechtigten Kritik an den etablierten Medien (öffentlich-rechtlichen genauso wie privaten), die ich zumeist teile: Dass sie krude Verschwörungstheorien und idiotische Ideologien fördern oder auch nur begünstigen, kann man ihnen nicht vorwerfen. Das ist schlicht Unsinn. Man sollte begründete Einwände gegen die oft verfehlte (weil schlampige und/oder parteiliche) Arbeit von Journalisten nicht dadurch entwerten, dass man künstlich Zusammenhänge konstruiert, die nun mal nicht bestehen.

        • Aristobulus schreibt:

          Der Antisemitismus des Herrn Hörstel entspricht dem Antisemitismus von ARD, ZDF, 3sat und arte. Hörstel verpackt nur seinen Antisemitismus nicht in die verschlichen polierte Wortwahl von z.B. Sabine Rau oder Klaus Kleber oder Jörg Schönenborn, sondern er stammtischt um so plakativer damit herum.
          Ja das isser doch, der Zusammenhang mitsamt den Verschwöungstheoren und der idiotischen Ideologie. Da hört und sieht man ihn doch. Nein?

          • Nein. Nach der Logik müßte jeder, der für die genannten Sender (und andere Medien) arbeitet, unvermeidbar Antisemit und Israel-Feind sein. Das ist nicht der Fall; es gibt etliche (wenngleich leider insgesamt zu wenige) Gegenbeispiele.
            Rau, Kleber, Schönenborn und andere sind sicher auf einem Auge blind, aber schwachsinnige Verschwörungstheorien und idiotische Ideologien nach Hörstels Art verbreiten sie nicht. Der Vorwurf ist schlicht überzogen und entwertet damit die begründete und berechtigte Kritik an der oft einseitig-manipulativen Pseudoberichterstattung sowohl der öffentlich-rechtlichen als auch der privaten Medien.
            Schon die Überschrift dieses Artikels von Gerd Buurmann (den ich ansonsten sehr schätze) ist unhaltbar pauschal: Wie viele ARD-„Experten“ (Experten wofür?) gehen denn in die Politik und werden dann so wie Hörstel? Es dürfte ein ziemlicher Einzefall sein; jedenfalls kenne ich kein vergleichbares Beispiel. Nicht einmal der überaus kritikwürdige AfD-Mann und ehenalige ARD-Journalist Armin Paul Hampel ist so extrem selig wie Hörstel.

          • Aristobulus schreibt:

            Taurus, viele Gestalten, die für das Staatsfernsehen tätig waren, haben später ein Regierungsamt bekommen (etwa Steffen Seibert, der Sprecher des Kanzleramts).
            Ferner befiehlt Merkel regelmäßig alle maßgeblichen GEZfunk-Funktionäre zur Besprechung: Zum Briefing, damit man regierungsgetreu berichtet.
            Wenn von den unteren Chargen einer nicht mitmischen will, wird er gemobbt oder abgemahnt usf.

            Ganze Sender (also Sender im Gesamten, ja?, nicht alle einzelnen GEZ-Journalisten) machen permanent Propaganda gegen Israel als Friedensverhinderer und promoten BDS, so wie 3sat:
            https://lizaswelt.net/2017/08/25/die-sympathie-der-kulturzeit-fuer-bds/

            Wenn das permanente Israel-Bashing von Seiten der GEZ-Sender keine „schwachsinnige Verschwörungstheorien und idiotische Ideologien nach Hörstels Art“ sind, tja, was wären sie?

  8. American Viewer schreibt:

    Sagen wir mal so: Der Mann passt zur ARD wie die Faust aufs Auge.

    Ich habe auch eine „V-Theorie“ für Leute wie Hörstel: Es gibt eine Organisation von Medien in Deutschland, die an mündigen Kunden nicht interessiert ist, sondern nur an rechtlosen Zahlern, denen jedes Jahr 8 Milliarden Euro abgepresst werden, damit Leute wie Hörstel ein nettes Leben haben und ungestört Millionen Menschen mit ihren Hass- und Wahnideen indoktrinieren können.

  9. davidbergerweb schreibt:

    Hat dies auf philosophia perennis rebloggt und kommentierte:

    Als Mitglieder der „Deutschen Mitte“ bei dem antisemtischen Al-Kutz-Marsch in Berlin am Adenauerplatz Wahlwerbung für ihre Partei machten, dachte ich zuerst, das sei ein Versehen. Eine der Deutsche-Mitte-Wahlhelferinnen erklärte auf meine Nachfrage, man habe gar nicht gewusst, dass hier auch diese Islam-Veranstaltung sei … das war ganz offensichtlich gelogen. Im Juli 2014 erklärte der Bundesvorsitzende dieser Partei in Berlin auf einer Demonstration gegen Israel: „Dieser Staat ist ein Un-Staat. Und wenn ein Staat ein Problem ist, dann kann er nicht Teil der Lösung sein.“ So denkt ein Mann, der vierzehn Jahre lang bei der ARD in hohen Funktionen tätig war. Es sind solche Experten, die dafür sorgen, dass die Berichterstattung der ARD über Israel oft einseitig und manchmal sogar hetzerisch ist

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