Was wir vom Islam lernen können

Es gibt in Deutschland keine strikte Trennung von Staat und Kirche. Nach Artikel 140 des Grundgesetzes in Verbindung mit Artikel 137 der Weimarer Verfassung, die dem Grundgesetz bei der Gründung der Bundesrepublik Deutschland angehängt wurde, gibt es gewisse Religionsgemeinschaften, die als eine Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt sind und somit durch die Staatsgewalt Steuern für sich erheben können.

All die vom Staat als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannten Religionsgemeinschaften haben Vertreter, die als Gesprächspartner für den Staat fungieren. Damit auch islamische Religionsgemeinschaften als Körperschaft des öffentlichen Rechts anerkannt werden, die dann befugt ist, von den Mitgliedern ihrer Gemeinde Steuern einzutreiben, braucht es islamische Religionsvertreter, die offiziell für den Islam mit den staatlichen Vertretern sprechen.

Wer kann so ein Gesprächspartner für den Islam sein?

Bassam Tibi ist ein deutscher Politikwissenschaftler muslimischen Glaubens. Er hat 1991 den Begriff des „Euro-Islams“ und 1998 den der „Leitkultur“ geprägt und eingeführt. Er beantwortet die Frage wie folgt:

„In Frankreich aber auch in anderen europäischen Ländern, stellt sich die Frage nicht. Der deutsche Staat und die deutschen Kirchen wollen dem Islam ein christliches Kirchenmodel aufzwingen. Wir Muslime sind einzelne Individuen. Ich möchte nicht, dass eine islamische Staatskirche mich vertritt. Das ist eine Verletzung meines religiösen Glaubens. Mein religiöser Glaube basiert auf meiner Individualität. Und dieses Argument, der Staat und die Kirchen brauchen einen Gesprächspartner, zum Beispiel der Zentralrat der Muslime, das lehne ich ab! Das lasse ich für mich nicht gelten. Ich habe große Angst davor, denn bei uns im nicht-reformierten Islam gibt es keine Religionsfreiheit. Da habe ich keine Freiheit, den Islam zu verlassen. Wenn ich den Islam verlasse, dann ist das Apotasie und jeder Moslem kann mich umbringen. Das ist Scharia-Recht. Es gibt einen Iman in Ägypten, der sagt: ‚Es gibt keine Strafe im Islam für den Moslem, der einen Apostaten tötet.‘ Wenn es in Deutschland eine Staatskirche gäbe, die vom Zentralrat der Muslime vertreten wird, ich würde den Islam verlassen. Ich möchte mich vom Zentralrat der Muslime nicht vertreten lassen. Das ist nicht mein liberaler Islam. Dann gelte ich als Nicht-Moslem und dann kann jeder Moslem mich umbringen. Daher mein Aufruf an die Vernunft der deutschen Politiker und der Kirchenleute: Hört auf damit, uns als Umma-Kollektiv zu sehen. Wir sind einzelne Individuen! Sprecht mit einzelnen individuellen Muslimen. Wir sind kein Kollektiv und ich möchte zu dem Kollektiv, das ihr aufbaut, nicht gehören. Ihr verletzt mein Grundgesetzrecht auf Glaubensfreiheit!“

Bassam Tibi erklärt, an dem Tag, da der Islam zur Staatskirche wird, den Islam zu verlassen. Recht hat er! Ich bin aus genau diesem Grund aus der römisch-katholischen Kirche ausgetreten. Ich bin nicht ausgetreten, weil ich kein Christ bin, sondern weil ich nicht Mitglied einer Religionsgemeinschaft sein will, die mit einem Staat paktiert. Religion ist nämlich Privatsache.

Mein Austritt hatte jedoch zur Folge, dass ich jetzt für die römisch-katholische Kirche weltweit kein Katholik mehr bin. Das ist genau der Skandal, den Bassam Tibi anspricht.

Nur weil ich aus einer deutschen Staatskirche ausgetreten bin, gelte ich weltweit als Nicht-Katholik. Ich kann vom Glück sprechen, dass das nur bedeutet, dass ich an keinem Ort der Erde mehr an einem römisch-katholischen Abendmahl teilnehmen darf. Wäre ich Moslem und Mitglied einer islamischen Staatskirche in Deutschland und würde dann austreten, hätte das zur Folge, dass ich ganz offiziell und mit bürokratischem Segen Deutschlands zum Apostaten würde, ein „Verbrechen“, auf das in manchen Ländern der Welt die Todesstrafe steht.

Mit der Einführung einer islamischen Staatskirche und der daraus resultierenden Möglichkeit des offiziellen Austritts aus dem Islam schafft Deutschland so einen staatlichen Status, der in manchen Ländern ein Todesurteil zur Folge hat.

Es braucht keinen Staatsvertrag mit dem Islam. Es gibt schließlich auch keinen Staatsvertrag mit Buddhisten, Atheisten und Helene Fischer Fans, wobei die letzte Gruppe vermutlich der extremistischste Kult sein dürfte. Das heißt aber auch, dass es ebenfalls keinen Staatsvertrag mit anderen Religionsgemeinschaften geben darf. Deutschland muss daher endlich den entscheidenen Schritt der Aufklärung gehen und Religion generell zur Privatsache erklären:

Die Zusätze der Weimarer Verfassung müssen ersatzlos aus dem Grundgesetz gestrichen werden!

Christen, Muslime und Juden sind gewiss auch ohne Staatsvertrag zum Dialog mit Deutschland fähig. Atheisten sind es schließlich auch.

Besonders das Christentum hat zur Zeit die deutschen Gesetze fest im Griff. Karfreitag zum Beispiel heben einige Bundesländer die Freiheit der Kunst auf und bestimmen, welche Stücke gezeigt werden dürfen. Zudem gibt es in einigen Bundesländern an Karfreitag ein Tanzverbot. Der deutsche Staat zieht Kirchensteuern ein, macht den christlichen Sonntag für alle Bürgerinnen und Bürger verbindlich und erlaubt es staatlich finanzierten Einrichtungen unter christlicher Trägerschaft, die christliche Sexualmoral von ihren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern im Privatleben zu erzwingen.

Das Christentum ist die größte Religionsgemeinschaft in Deutschland. Die zweitgrößte Religionsgemeinschaft in Deutschland ist der Islam und islamische Autoritäten pochen nun auf das Gleichheitsprinzip. Der deutsche Staat, der es Christen erlaubt, unter Umständen Kunst zu verbieten, wird irgendwann den Muslimen ebenso entgegenkommen, wenn es genug Muslime in Deutschland gibt.

Im November 2013 wurden unter dem Kurator Manfred Reichel in einem Flur der Volkshochschule Marzahn-Hellersdorf Ölmalereien, Lithografien und Zeichnungen von Städten und Menschen ausgestellt. Darunter waren auch sechs Aktbilder, die jedoch einen Tag später wieder abgehängt wurden – aus Rücksicht auf Muslime. Diese Bilder wurden im November 2013 abgehängt. Ich muss unweigerlich an dieses und an dieses Aktbild denken. Diese Bilder wurden vor etwas längerer Zeit in Deutschland entfernt – aus Rücksicht vor dem deutschen Geschmack, der schon damals gut mit dem Islam konnte.

Vielleicht wird der deutsche Staat bald alle deutschen Bürgerinnen und Bürger zwingen, ihre Geschäfte am Samstag zu schließen, aus Respekt vor dem Judentum, für den der Samstag so heilig ist wie für Christen der Sonntag.

Entweder herrscht Religionsfreiheit in Deutschland, dann müssen alle Religionen gleich behandelt werden, oder eben nicht. Solange es keine eindeutige Trennung von Staat und Kirche gibt, solange Christen in Deutschland Privilegien genießen, ist es das Recht eines jeden Moslems, diese Privilegien auch einzufordern. Entweder bekommen Muslime genau so viele Privilegien wie Christen oder Deutschland wird in Sachen Religion liberaler. Jeder kann glauben, woran er will, aber er darf seinen Glauben nicht von Ungläubigen erzwingen.

Die zuständige Kulturstadträtin des Bezirks Marzahn-Hellersdorf, Juliane Witt (LINKE), erklärte übrigens zu der Entscheidung, die Aktbilder zu entfernen, Marzahn-Hellersdorf stehe für beides, „Freiheit der Kunst und interkulturelle Öffnung“. Genau da liegt das Problem: Freiheit der Kunst und kulturelle Öffnung sind nicht gleichrangig zu bewerten! Menschenrechte haben immer Vorrang vor einer kulturellen Öffnung. Die Menschenrechte sind keine Verhandlungsmasse auf dem Jahrmarkt der Kulturen. Das Grundgesetz ist kein Richtwert sondern Gesetz! So wenig wie es Angela Merkel gestattet sein darf, homosexuellen Menschen gleiche Rechte zu verwehren, nur weil sie dabei ein ungutes Gefühl hat, ebensowenig darf die Freiheit der Kunst eingeschränkt werden, nur weil Ayasha Merkel beim Anblick einer nackten Frau ein ungutes Gefühle bekommt.

Wenn es hart auf hart kommt, wenn Christentum, Islam und Aufklärung in eine Auseinandersetzung geraten, werden sich mit an ziemlicher Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Christentum und Islam gegen die Aufklärung verbünden. Gegen die Vernunft haben sich Religionen, die sich sonst spinnefeind sind, immer schon bestens verbünden können. Nichts gegen einen festen Glauben an Gott, aber Staat und Kirche müssen getrennt sein! Es ist schlicht unmöglich, dass ein Atheist einen Gläubigen dadurch beleidigen kann, dass er sich nicht an seine Regeln hält! Außerdem darf der Staat nicht bestimmen, was eine Religion ist und was nicht.

Wer nicht möchte, dass islamische Autoritäten die Privilegien erstreiten, die das Christentum in Deutschland genießt, muss für ein Ende der Privilegien in Deutschland plädieren. Es wird Zeit für eine strikte Trennung von Religion und Staat. Ja, das heißt auch, dass sämtliche christliche Feiertage des Staates durch weltliche ersetzt werden. Statt Ostern, Pfingsten und Allerheiligen gibt es dann eben den Tag des Grundgesetzes (27. Mai), den Tag der Freiheit (17. Juni) und den Tag der Deutschen Geschichte (9. November). Wer religiöse Feiertage haben möchte, soll sie sich selber nehmen. Das geht in Frankreich; das geht in den USA; das geht mit Sicherheit auch in Deutschland! Juden und Buddhisten bekommen das in Deutschland schließlich auch hin.

Deutschland kann vom Islam was lernen, nämlich die Gewissheit, dass eine Staatskirche keine gute Idee ist!

Es gibt zwei wichtige Etappen im Leben Mohammeds. Mit der Verkündung des Islams soll Mohammed im Jahr 610 in Mekka begonnen haben. Im Jahre 622 wanderte er nach Medina aus und gründete dort den ersten Islamischen Staat. War er in Mekka noch ein Gesandter und Verkünder einer göttlichen Botschaft, der man folgen konnte, wenn man wollte, wurde er in Medina zum Oberhaupt eines Staats, wo der Islam zur Pflicht wurde. Es gibt somit einen Islam à la Mekka und einen à la Medina. Für Menschen kann es nur einen Islam à la Mekka geben.

Es gibt da eine Geschichte, die sich manche Muslime erzählen:

Mohammed war ein Kaufmann. Von der Landwirtschaft verstand er wenig. Als er in Medina Bauern sah, die Dattelpalmen miteinander kreuzten, sagte er: „Vermutlich ist es besser für Euch, das nicht zu tun.“ Die Bauern hörten daher damit auf. Als jedoch die Zeit der Ernte kam, war alles verdorben. Die Bauern gingen daraufhin zum Propheten und beschwerten sich. Mohammed aber fragte: „Warum habt ihr auf mich gehört? Ihr kennt Euch in Euren irdischen Angelegenheiten besser aus als ich. Wenn ich was zur Religion sage, dann befolgt es. Wenn ich aber meine Meinung zu irdischen Dinge sage, so bin ich nur ein Mensch.“

Mohammed zog somit eine klare Trennlinie zwischen dem, was er als Gottes Gesandter verkündete, und dem, was er als seine menschliche Meinung vortrug. Daraus schließe ich, dass nach dem Tode Mohammeds alle staatlichen und politischen Geschäfte irdische Angelegenheiten von Menschen sind, die daher radikal von der Religion getrennt werden müssen. Einen Islamischen Staat kann es nur unter Mohammed geben, nicht unter Menschen. Sämtliche Islamische Staaten von heute sind somit nicht anzuerkennen. Auch Deutschland darf sich nicht erdreisten, einen Islam staatlich anzuerkennen.

Wer behauptet, er könne Gott bei einem Staat vertreten, behauptet, im Besitz der Wahrheit Gottes zu sein. Gott aber ist das Transzendente, Unbedingte und Unbegreifliche. Kein Mensch kann im Besitz Gottes sein. Wer das behauptet, lügt und lästert Gott. Staaten, die den Islam vertreten, begehen daher Gotteslästerung. Deshalb herrscht auch in allen Staaten, in denen Islam und Staat eins sind, Unterdrückung, Elend und Verzweiflung.

Der Islam muss Privatsache sein, wie jede andere Religion auch. Das ist, was der Islam lehrt.

Deutschland tut gut daran, sich in Religionsangelegenheiten vollkommen raus zu halten, auch beim Christentum. Wer behauptet, beim Staat für Mohammed oder Jesus zu sprechen, ist ein Lügner und sollte als solcher behandelt werden.

Der Buddhismus zum Beispiel hat eine ziemlich klare Haltung gegenüber allen Menschen, die behaupten, für Buddha zu sprechen. Im Buddhismus heißt:

„Triffst Du Buddha auf dem Weg, töte ihn!“

Der Aufruf zur Tötung ist zwar krass, aber vermutlich der einzig richtige Umgang mit Menschen, die behaupten, so nah an Gott zu sein, dass sie aus dieser Allmachtsphantasie heraus Menschen unterdrücken dürfen. Das Recht zur Unterdrückung im Namen eines Gottes hat jedoch kein Mensch und kein Staat!

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Eine Frage an Aiman Mazyek

Nach dem Referendum in der Türkei schreibt Aiman Mazyek auf Facebook:

„Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“ (Bibel, Johannes 8, 7)‬

‪Wie stark war die Deutsch-Türkische Freundschaft wirklich, wenn sich nun so viele in Verachtung, Doppelmoral und Selbstgerechtigkeit gegenseitig überbieten?

Lieber Aiman Mazyek,

ich habe ein Frage an Sie:

„Wer unter euch ohne Sünde ist, der werfe den ersten Stein!“ Diese Antwort gab Jesus, als man ihn fragte, wie man mit einer Ehebrecherin umgehen soll. Was steht im Koran? Was sagt Mohammed, wie man mit einer Ehebrecherin umgehen soll?

Sollte es eine Mekka und eine Medina Antwort geben, interessieren mich beide, da die Mekka Antwort vermutlich eher für das Land gelten dürfte, in dem wir beide Staatsbürger sind (Deutschland), während die Medina Antwort vermutlich eher für die Türkei zutreffen dürfte.

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Cassy Carrington fragt

Die Entertainerin Cassy Carrington hat Menschen auf dem Kölner Rudolfplatz gefragt, ob sie von der brutalen Verfolgungswelle gegen Homosexuelle in Tschetschenien mitbekommen haben. Die Antworten sind ernüchternd.

Dabei könnte man davon wissen. Die Welt zum Beispiel schreibt von Verschleppung, Prügel und Folter durch Stromschläge:

„Tschetschenien jagt Homosexuelle, verschleppt sie in ein Geheimgefängnis und foltert sie. Einen öffentlichen Aufschrei gibt es nicht – Schwule werden im Namen der „Ehre“ sogar von ihrer Familie ermordet.“

Auch ich habe darüber berichtet.

Cassy Carrington fragt zudem, warum so wenige Leute von der Verfolgung wissen. Entertainer-Kollege Torsten Schlosser hat eine Antwort:

„Das Problem ist: Es gibt keinen gesellschaftlichen Aufschrei, weil es „nur“ Tschetschenien ist. Dieses Land ist nicht wichtig für den Westen. Würden die USA KZs für Homosexuelle einrichten, würde man über nichts anderes reden.“

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Das deutsche Erdogan-Ergebnis

In Deutschland haben 63.5 Prozent mit Ja und 36,5 Prozent mit Nein gestimmt!

63,5 Prozent wählten somit für Erdogans Machtergreifung. Und Hitler so: Respekt! Da soll noch mal einer sagen, die Türken in Deutschland seien nicht integriert.

Bei dem knappen Gesamtergebnis ist sogar klar: Die deutsche Stimme war wahlentscheidend. Herzlichen Glückwunsch, Deutschland. Du warst wieder dabei, als ein Führer gewählt wurde und wieder klang es aus Dir: Ja!

Mensch Ihr Deutschtürken, wäret Ihr schon 1933 hier gewesen. Die Geschichte wäre anders verlaufen! Die Deutschen hätten Hitler einfach zum Führer in einem anderen Land gewählt.

Geradezu brillant, jedoch böse brillant. Und feige! Denn die Zeche zahlen nicht die Deutschen, mögen sie nun Türken sein oder nicht.

Es sei denn, Erdogan hat noch mehr vor.

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Spoiler Alert!

Darf man über Religionen Witze machen?
Darf man an Gott zweifeln?
Man muss!
Und die geilen Religionen wissen das.

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Ein Menschenrechtsalbtraum

An einem Tag, da der Jude Jesus für seine Überzeugung gestorben ist, kann man den Juden Hillel Neuer auch mal dafür ehren, dass er seit Jahren für die Wahrheit immer wieder Prügel in den Vereinten Nationen bezieht. Apropos Hillel, ein Zeitgenosse von Jesus war übrigens ein Namensvetter von Hillel Neuer, Rabbi Hillel. Er sagte:

„Was dir nicht lieb ist, das tue auch deinem Nächsten nicht. Das ist die ganze Tora und alles andere ist nur die Erläuterung; geh und lerne sie.“

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Vor zehn Jahren, am 23. März 2007, weigerte sich der Präsident des sogenannten Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen, Luis Alfonso de Alba, einem Redner seinen Dank auszusprechen, weil er eine rote Linie übertreten hatte.

„Zum ersten Mal in dieser Sitzung werde ich nicht meinen Dank ausdrücken für diese Aussage. Ich mache den angesehenen Vertreter der Organisation UN-Watch darauf aufmerksam, wenn Sie mir freundlicherweise zuhören würden, es tut mir leid, dass ich nicht in der Lage bin, Ihnen für Ihre Aussage zu danken. Ich weise darauf hinw, dass ich keine ähnlichen Erklärungen im Rat tolerieren werde. Die Art und Weise, wie über Mitglieder dieses Rates gesprochen wurde, sogar die Art und Weise, wie der Rat selbst angesprochen wurde, ist unzulässig. In Erinnerung an die Personen, auf die Sie hingewiesen haben, die Gründer der Menschenrechtskommission zum Wohle der Menschenrechte, möchte ich Sie dringlich darauf hinweisen, in irgendwelchen zukünftigen Aussagen ein Minimum an ordnungsgemäßem…

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Ein Menschenrechtsalbtraum

Vor zehn Jahren, am 23. März 2007, weigerte sich der Präsident des sogenannten Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen, Luis Alfonso de Alba, einem Redner seinen Dank auszusprechen, weil er eine rote Linie übertreten hatte.

„Zum ersten Mal in dieser Sitzung werde ich nicht meinen Dank ausdrücken für diese Aussage. Ich mache den angesehenen Vertreter der Organisation UN-Watch darauf aufmerksam, wenn Sie mir freundlicherweise zuhören würden, es tut mir leid, dass ich nicht in der Lage bin, Ihnen für Ihre Aussage zu danken. Ich weise darauf hinw, dass ich keine ähnlichen Erklärungen im Rat tolerieren werde. Die Art und Weise, wie über Mitglieder dieses Rates gesprochen wurde, sogar die Art und Weise, wie der Rat selbst angesprochen wurde, ist unzulässig. In Erinnerung an die Personen, auf die Sie hingewiesen haben, die Gründer der Menschenrechtskommission zum Wohle der Menschenrechte, möchte ich Sie dringlich darauf hinweisen, in irgendwelchen zukünftigen Aussagen ein Minimum an ordnungsgemäßem Verhalten und Sprechen zu beachten. Andernfalls wird jede Aussage, die Sie in ähnlichem Wortlaut wie heute tärtigen werden, aus den Aufzeichnungen genommen.“

Wow! Da muss der Sprecher von UN-Watch sich ja richtig im Ton vergriffen haben. Schauen wir uns mal an, was er gesagt hat:

„Herr Präsident,

Vor sechs Jahrzehnten versammelten sich Eleanor Roosevelt, Réné Cassin und andere hervorragende Persönlichkeiten am Ufer des Genfer Sees, um das Prinzip der Menschenwürde zu bekräftigen. Sie schufen dort die Menschenrechtskommission. Heute fragen wir uns: Was ist aus ihrem edlen Traum geworden?

In dieser Sitzung sehen wir die Antwort. Angesichts der überzeugenden Berichte aus der Welt über Folter, Verfolgung und Gewalt gegen Frauen, was hat der Rat entschieden, dagegen zu unternehmen?

Nichts!
Seine Antwort war Stille.
Seine Antwort war gleichgültig.
Seine Antwort war kriminell.

Man könnte in Harry Trumans Worten sagen: Es ist eine Tut-Nichts-Gut-Für-Nichts-Rat. Aber das wäre nicht richtig. Dieser Rat hat doch etwas getan.

Es hat eine Resolution nach der anderen verabschiedet, die einen einzigen Staat verurteilt: Israel. In acht Resolutionen – und es werden noch drei weitere in dieser Sitzung besprochen – werden die Hamas und die Hisbollah nicht verurteilt. Der ganze Rest der Welt mit ihren Millionen über Millionen Opfern in 191 Ländern werden weiterhin ignoriert.

Daher, ja, dieser Rat tut etwas und die Diktatoren des Nahen und Mittleren Ostens, die diese Kampagne orchestrieren, werden Ihnen sagen, dass es eine sehr gute Sache ist, dass sie versuchen, die Menschenrechte zu schützen, die palästinensischen Rechte.

Sogar die rassistischen Mörder und Vergewaltiger der Frauen in Darfur erzählen uns, dass sie sich um die Rechte palästinensischer Frauen kümmern. Die Besatzer von Tibet erklären, sie kümmern sich um die Besetzten und die Schlächter der Muslime in Tschetschenien erklären, sie kümmern sich um Muslime. Aber kümmern sich diese selbsternannten Verteidiger wirklich um palästinensische Rechte?

Betrachten wir die letzten paar Monate. Mehr als 130 Palästinenser wurden von palästinensischen Kräften getötet. Dies ist das Dreifache der Summe, die der Vorwand für den Aufruf von Sondersitzungen gegen Israel im Juli und November war. Doch die Verfechter der palästinensischen Rechte – Ahmadinedschad, Assad, Khaddafi, John Dugard – sagen nichts dazz. Der kleine 3-jährige Junge Salam Balousha und seine beiden Brüder wurden von den Truppen des Premierministers Haniyeh in ihrem Wagen ermordet. Warum hat dieser Rat die Stille gewählt?

Weil Israel nicht beschuldigt werden konnte! Denn in Wirklichkeit kümmern sich die Despoten, die diesen Rat führen, nicht um Palästinenser oder um Menschenrechte. Sie versuchen, die israelische Demokratie zu dämonisieren, den jüdischen Staat zu delegitimieren, das jüdische Volk zum Sündenbock zu erklären. Sie streben auch etwas anderes an: Sie versuchen, die Sprache und die Idee der Menschenrechte zu verderben und zu pervertieren.

Sie fragen: Was ist aus dem Traum der Gründer geworden, von Eleanor Roosevelt, von Rene Casssin, von John Humphrey, P.C. Chang, Charles Malik, die sich vor sechzig Jahren in Genf versammelt haben?

Mit schrecklichen Lügen und moralischer Verdrehung wird der Traum in einen Alptraum verwandelt!

Danke, Herr Präsident.“

Diese Rede hat den Präsidenten des sogenannten Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen dazu veranlasst, kein Dank auszusprechen. Dabei gab es vom Stuhl des Präsidenten bereits des öfteren Dank, zum Beispiel als im Rat Gewalt gegen Frauen verharmlost, Terror gegen Homosexuelle gerechtfertigt und der Holocaust geleugnet und verharmlost wurde.

Zehn Jahre ist das jetzt her und es hat sich nichts geändert. Die Vereinten Nationen sind weiterhin ein reiner Albtraum. Am 20. März 2017 zum Beispiel schlossen sich finstere Diktaturen in den Vereinten Nationen zusammen, um die Verteidigung von Menschenrechten zum Schweigen zu bringen.

Am 20. März 2017 sprach Hillel Neuer:

„Wird die Welt der Wiener Erklärung gerecht, die grundlegende Menschenrechte bekräftigen will? Wir fragen die Regierung des türkischen Präsidenten Erdogan, wenn er sich Sorgen macht um die Menschenrechte, warum hat sie erst jüngst mehr als hunderttausend Lehrer, Dekane, Richter, Staatsanwälte, religiöse Vertreter und Beamte verhaftet? Wir fragen Pakistan, wann werden Sie Asia Bibi freilassen, die unschuldige, christliche Mutter von fünf Kindern, die zur Zeit in der Todeszelle sitzt, aufgrund des absurden Vorwurfs der Blasphemie? Wir fragen Saudi-Arabien, wann wird Sie die Geschlechterapartheid beenden? Wann hören Sie mit der anhaltenden Unterdrückendung sämtlicher religiöser Praktiken auf, die nicht zum wahhabistischen Islam gehören? Wann werden Sie Raif Badawi freilassen, der eine zehnjährige Gefängnisstrafe absitzt für das Verbrechen, eine freie Gesellschaft verteidigt zu haben? Wir begrüßen die Zusage des Generalsekretärs für eine Reform der Vereinten Nationen. Darum fordern wir heute gemäß Artikel 8 der Resolution 60/251 die Entfernung von Saudi-Arabien aus dem Menschenrechtsrat. So lange 1,3 Milliarden Menschen grundlegende Menschenrechte verweigert werden, fordern wir auch die Entfernung von China. So lange die Menschenrechte von Bangladesh, Bolivien, Burundi, Kongo, Ägypten, Irak, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten verweigert werden, fordern wir deren Entfernung. Solange die Regierung Maduros Demokraten einsperrt, wie den Bürgermeister Antonio Ledezma von Caracas, während sie Millionen ihrer Bürger verzweifelt nach Nahrung suchen lässt, fordern wir die Entfernung von Venezuela. Solange die Regierung Castros Eduardo Cardet im Gefängnis sitzen lässt als Gefangener seines Gewissens, fordern wir die Entfernung Kubas …“

Da hielt es der kubanische Vertreter nicht mehr aus und unterbrach. Ihm folgten unzählige weitere Nationen, so dass über dreizehn Minuten lang darüber diskutiert wurde, ob sich der sogenannte Menschenrechtsrat Kritik gefallen lassen muss. Kuba erklärte ausführlich, die Mitglieder im Menschenrechtsrat seien nun mal gewählt worden und deshalb solle UN Watch zur Ordnung gerufen werden! Bangladesch erklärte ebenfalls ausführlich, die Sprache von UN Watch sei „nicht nur unannehmbar, sondern abscheulich“. Bangladesch erklärte nicht, dass die aufgezeigten Menschenrechtsverletzungen unannehmbar und abscheulich seien, betonte jedoch stattdessen, die Organisation UN Watch sei „ernsthaft besorgniserregend“ und deren weitere Teilnahme daher „nicht wünschenswerts“. Venezuela stimmte Kuba und Bangladesch zu und betonte, UN Watch habe nichts zu tun mit der Förderung von Menschenrechten: „Diese Organisation verletzt den Geist der Zusammenarbeit, der notwendig ist für die Bedürfnisse unserer Arbeit“. Pakistan erklärte, UN Watch lasse an Ehre und Respekt fehlen, sie stets an der Spitze der Tagesordnung des Rats stehen sollten. Nach Pakistan folgte die USA, die kurz erklärte, ohne etwas zum Inhalt der Aussagen von UN Watch zu sagen, der Organisation die Möglichkeit gegeben werden sollte, weiter zu sprechen. China widersprach, weil die Vorwürfe von UN Watch „völlig inakzeptabel“ seien. Darauf erklärten das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Kanada in kurzen Erklärungen, UN Watch möge weiter sprechen. Saudi-Arabien und Iran widersprachen. Litauen erklärte, Nichtregierungsorganisationen seien wertvoller Bestandteil des Dialogs, deshalb sollten sie ausreden dürfen. Deutschland stimmte zu. Bolivien wiederum erklärte, Pakistan, China und Saudi-Arabien zustimmen zu müssen und fügte hinzu: „Wir stellen nicht die Meinungsfreiheit in Frage. Es ist der Inhalt von dem, was die Nichtregierungsorganisation gesagt hat, das sie diskreditiert.“

Die ganze Unterbrechung dauerte über 13 Minuten, so dass der Vize-Präsident des Menschenrechtsrats am Ende erklärte:

„Wir haben jetzt mehr als zehn Minuten verschwendet. Wir haben fünfzehn Länder zu der Frage gehört, ob wir es UN Watch ermöglichen sollen, weiter zu sprechen. Wir sollten alle zur Kenntnis nehmen, dass wir kaum noch Zeit haben für diese Sitzung. Darum sollten wir alle in effizienter Weise diesen Punkt zu Ende bringen. Daher darf UN Watch jetzt noch zehn Sekunden sprechen, aber ich fordere den Repräsentanten von UN Watch auf, sich angemessen zu verhalten („stay in line“) und die Mitgliedsstaaten und vor allem den Rat selbst zu respektieren!“

Nur zehn Sekunden! Was kann man nach einem minutenlangen Angriff von Vorwürfen und der Rüge durch den Vorsitzenden, sich gefällig angemessen zu verhalten, schon passendes in zehn Sekunden sagen? Hillel Neuer brauchte nur neun Sekunden:

„Mr. Präsident, wir haben das Recht, die Gründe für die Suspensierung eines Mitgliedsstaats zu ziteren, die die Gründungscharta dieses Rats selbst formuliert hat. Die Mitgliedsstaaten können bei sich zuhause die Menschenrechte zum Schweigen bringen, aber nicht hier in den Vereinten Nationen.“

Am 20. März 2017 regten sich Länder wie Saudi-Arabien und China darüber auf, dass Menschenrechtsverletzungen in ihren Grenzen kritisiert wurden, obwohl sie fünf Tage vorher, nämlich am 15. März 2017, selbst nicht sehr zimperlich waren bei der Anklage von Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern.

Ägypten warf Großbritiannien vor, Menschenrechte massiv zu verletzen. Venezuela wiederum warf einigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Xenophobie und Rassismus vor, aber präsentierte sich selbst als Beispiel für die Schaffung einer gerechten Gesellschaft. Auch China lobte die eigene „vorbildliche“ Einhaltung der Menschenrechte, kritisierte jedoch den Rassismus in den USA. Russland kritisierte empört den Rassismus in den USA, Frankreich und Deutschland und betonte, die sexuelle Gewalt sei in Kanada, Schweden, Dänemark, Großbritannien und den USA besonders hoch. Syrien erklärte, in Aleppo würden die Menschen geschützt. Der Iran führte aus, Israel sei in Wirklichkeit die Wurzel für die Krise in Syrien. Nord-Korea stimmte dem zu und erkärte, Israel sei mit „systematischen Verletzungen der Menschenrechte“ Schuld an der Krise in den arabischen Gebieten rund um Syrien. Hillel Neuer fand auch für diese Farce die richtigen Worte:

„Alles, was wir gerade von einigen der weltweit schlimmsten Menschenrechtsverletzer gehört haben, hat keine Rechtsgrundlage und keinen Bezug zur Realität. Wann wird dieser UN-Rat endlich seiner eigenen Charta gerecht und adressiert die wirklichen Menschenrechtsverletzungen in den folgenden Regionen:

#Afghanistan: Frauenhass!
#Algerien: Machtmissbrauch!
#Weißrussland: Autoritarismus!
#Burundi: Völkermordwarnung!
#Kambodscha: Gewalt gegen Frauen!
#Zentralfrika: Organisierte sexuelle Missbräuche!
#China: Verweigerung der Grundrechte!
#Kongo: Kinderarbeit!
#Kuba: Diktatur!
#Ecuador: Unterdrückung der Opposition!
#Ägypten: Außergerichtliche Tötungen!
#Eritrea: Zwangsarbeit!
#Äthiopien: Willkürliche Hinrichtungen!
#Haiti: Chronische Korruption!
#Iran: Folter!
#Irak: Hibrichtungen durch das Militär!
#Laos: Missbrauch von Gefangenen!
#Libanon: Gräueltaten der Hisbollah!
#Libyen: Massenmorde!
#Malaysia: Hinrichtungen durch die Polizei!
#Maldediven: Einkerkern der Opposition!
#Mali: Folter!
#Mauritanien: Sklaverei!
#Morokko: Unfreie Rechtsprechung!
#Myanmar: Gewalt gegen Minderheiten!
#Nigeria: Außergerichtliche Hinrichtungen!
#Nordkorea: Zwangsarbeitslager!
#Pakistan: Todesstrafe für Blasphemie!
#Panama: Korruption!
#Katar: Sklavenarbeit!
#Russland: Verfolgung von Dissidenten!
#SaudiArabien: Enthauptungen!
#SriLanka: Willkürliche Verhaftungen!
#Sudan: Bombardierung von Zivilisten!
#Syrien: Massaker an Zivilisten!

Herr Präsident, wann wird die Welt von den wirklichen Menschenrechtsverletzungen hören?“

Der Menschenrechtsrat hatte jedoch besseres zu tun. Statt sich mit den von Hillel Neuer zitierten Menschenrechtsverletzungen zu befassen, sonderte der sogenannte Menschenrechtsrat lieber ein einziges Land aus, das dann mehr kritisiert wurde als alle anderen Länder zusammen. Das Land heißt Israel, der Jude unter den Staaten. Die Vorwürfe gegen Israel lauteten: Apartheid, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Extremismus, Terrorismus und Judaisierung von Jerusalem. Letzteres gilt bei den Vereinten Nationen offensichtlich als Verbrechen. Auch hier fand Hillel Neuer die passenden Worte:

„Alles, was wir gerade gehört haben, von den weltweit schlimmsten Menschenrechtsverletzern der Frauenrechte, Religionsfreiheit, der Presse, der Versammlungs- und Redefreiheit, ist absolut falsch und erinnert an Orwell. Der heutige Bericht betrachtet Israelis als nicht menschenrechtswürdig. Mit seiner berüchtigten antiisraelischen Haltung hat dieser Rat schon im Ansatz die Menschenrechte aller Israelis ignoriert …“

Auch diese Rede wurde unterbrochen, unter anderem von Ägypten und Pakistan. Danach fuhr Hillel Neuer jedoch unbeeindruckt fort:

„Israels 1,5 Millionen Araber, genießen das volle Stimmrecht. Sie alle können in die Knesset gewählt werden. Sie arbeiten als Ärzte und Rechtsanwälte und sie dienen am Obersten Gerichtshof. Ich frage die Mitglieder dieser Kommission, die die Berichte gegen Israel in Auftrag gegeben haben, ich frage die arabischen Staaten, von denen wir gerade gehört haben, ich frage Ägypten, Irak und die Anderen: Wie viele Juden leben in Euren Ländern? Wie viele Juden lebten in Ägypten, Irak, Jordanien, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko?

Einst war das Gebiet voller Juden. Algerien hatte 140.000 Juden. Algerien, wo sind Deine Juden? Ägypten hatte 75.000 Juden. Wo sind Deine Juden? Syrien, Du hattest zehntausende von Juden. Wo sind Deine Juden? Irak, Du hattest über 135.000 Juden. Wo sind Deine Juden? Wo ist die Apartheid?

Warum treffen wir uns heute zu einem Tagesordnungspunkt, der nur auf einen einzigen Staat abzielt, den jüdischen Staat? Wo ist die Apartheid, Herr Präsident?“

Nach dieser Rede verstummte der sogenannte Menschenrechtsrat. Es war die ehrlichste Stille der Vereinten Nationen seit langer, langer Zeit. Für kurze Zeit war der Albtraum der Stille gewichen.

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Jewish boy tormented at German high school

A 14-year-old pupil in Germany was forced to leave the Friedenau Gemeinschaftsschule, a high school in Berlin, after being pushed, kicked and choked. Just because he’s a Jew. On behalf of the Jewish Rundschau, a jewish newspaper in Germany, I put a few questions to the school administration. Until now, there’s no reaction. When it comes to violence against Jews, silence is an ugly German tradition.

I can only explain the silence as a reflection of incompetence and inability on the part of the school administration in regard to such dangerous situations despite the obvious reasons behind Jew-hatred at their school. Today, Jew-hatred can’t be simply dealt with by including the Holocaust in the instructional curriculum. The Jew-hatred doesn’t come from the grandchildren and great-grandchildren of German National Socialists, but rather from children with another history and background. At home they often view Hitler as „an honorary man“.

At the Friedenau high school, three quarters of the pupils are of a non-German background whereby more than half of those have a Turkish or Arab background. At the school there are a total of five integration classes for refugee children. Like all children, those with Arabic and Turkish roots have access to the Internet, where they can also follow Arab media. In many German living rooms, an Arab TV show presents a funny Hamas bunny rabbit named Assud, which instructs children to wage war on Jews and unbelievers. The bunny’s hobby is killing Jews. The Hamas mouse, on the other hand, incites children to hate Jews and has them sing songs about heroic acts involving the murder of Jews.

In a successful arab TV show jews kidnap and murder a child in order to use their blood as part of their religious rituals during Jewish holidays.

From the school administration I wanted to know whether teachers and pupils discuss the anti-Semitic programs shown on television. In 2005, a project group from the Alice-Salomon College investigated what goes on in the minds of young people who watch such TV shows. Young migrants in the Friedrichshain-Kreuzberg district of Berlin are quoted in the report to have said the following about Jews:

„They even kill newborns.“
„Too bad they’re not all gone.“

To them, Hitler and the Holocaust are not shameful, but an honor:

„I like Hitler. Well, he did the right thing back then.“

Today these and much worse statements against Jews are in abundance on Facebook and in other social media. This hatred is increasingly spreading. On German streets the chant „Gas the jews“ is heart again.

All this hate is spread not only by Arabic television stations and through the Internet, but also in mosques, even in Germany. In 2016, the journalist Constantin Schreiber sent a man undercover to almost twenty mosques in Germany to listen to the Friday sermons. What he heard was not reassuring, but rather quite frightening. The faithful were instructed to keep away from German cultural life. Constantin Schreiber says:

„The call to avoid German society is a common denominator in all the sermons.“

After the Jewish boy changed schools, the school principle explained:

„When the boy applied to the school, I told the mother that we hadn’t any experience with Jews who, like the 14-year-old, are open with their religion.“

„Open with their religion“ means in this case, that the boy revealed himself as a Jew in an ethics class. This was reason enough for some pupils to take action against the boy. Today, there is no „open jew“ in the school anymore.

Schools need an immediate action program to effectively and sustainably deal with antisemitism in the Arab and Muslim community. A mosque in which anti-Judaism is preached is like a beer hall where neo-Nazis gather. Such mosques must be treated as such. An imam, who preaches against Jews, is like a Nazi who agitates against Jews. The Nazi maintains he’s a good German just as the Imam considers himself a good Muslim.

Germans carry responsibility when Nazis agitate against Jews. Likewise, Muslims have a responsibility when Islamists agitate against Jews. If Islam really does belong to Germany, then Muslims are – as Germans and Muslims – now doubly obliged to stand up against Jew-hatred!

Most importantly: Break the silence, no matter what you believe in! It’s happening again.

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Translation: William Wires
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Brutal persecution of gays in Chechnya

Imagine that just by calling your boyfriend on the phone because you want to kiss, feel and love him can lead to a death sentence. This is exactly what’s happening in Chechnya and the world is watching. However, it’s only gays who are being persecuted, and the tormentors are not merely Russians either. They are members of the „religion of peace“, which prevails in autonomous Chechnya.

According to the Russian newspaper Novaya Gazeta, gay men in Chechnya have been allegedly imprisoned and tortured for several months in a secret detention center in the city of Argun. Torture is supposed to lead to the names and whereabouts of male lovers in order to punish them also for the „crime“ of homosexuality. The tormentors ensure that their prisoners’ mobile phones stay turned on. One victim told the newspaper: „Anyone who called me on the phone became a potential victim.“

The man also reported that homosexuals were tortured with electric shocks and beaten with sticks until unconsciousness. Russian human rights activist Svetlana Gannushkina states that several hundred men have been kidnapped. Several of them are said to have died after being tortured. She says: „Such a campaign against gays is unprecedented in Chechnya.“

Ramsan Kadyrov, The president Chechnya, denies such allegations:

„The publication is an absolute lie. That which doesn’t exist in the republic can’t be arrested or oppressed.“

That response is reminiscent of former President of Iran, Mahmoud Ahmadinejad, who said at Columbia University in New York in 2007: „There are no homosexuals in Iran.“

It’s no coincidence that these two statements are similar since Ahmadinejad and Kadyrov have one thing in common: they adhere to the religion of Islam. Kadyrov explains: „Homosexuality is worse than war.“ He’s certain that there are no homosexuals in Chechnya and stresses: „Even if there were such people in Chechnya, security authorities wouldn’t have any problems with them because their own relatives would bring them to where no one comes back.“

The same man said in 2008: „There’s no such tradition („honor killings“) in Chechnya or in Islam.“

It’s a fact, though, that in all countries where homosexuality is punishable by death, Islam rules. In Chechnya, homosexuality is a taboo that can carry dangerous implications. Gannuschkina says, „People are very cautious, no one wants to complain. The victims don’t want to talk to us.“ Many victims prefer not to talk in order to avoid any further problems. Their families and friends can feel humiliated, because a gay man in the family is regarded as a disgrace for the whole family. This attitude often leads to „honor killings“, by which homosexuals are killed by their own relatives.

Worldwide, polls confirm that the vast majority of Muslims believe that homosexuality should be punished. Even in enlightened countries like Great Britain, 52% of Muslims there reject homosexuality.

Of course, homosexuals are also discriminated against in countries where Christianity prevails. Queen Elizabeth II is the head of state of such countries. In Belize, Grenada, Jamaica, St. Luicia, St. Kitts and Nevis, homosexuals can be imprisoned for up to 10 years. Fourteen years imprisonment threaten homosexuals in the British territories of the Cook Islands, Papua New Guinea, Solomons and Tuvalu. Fifteen years threaten homosexuals in Antigua and Barbuda. But the worst place for gays and lesbians is Barbados, where Queen Elizabeth II is also head of state: there, homosexuals can even be imprisoned for life.

However, homosexuals are killed and executed only in Islamic countries, and the list of homophobic Islamic countries is long. The persecution of homosexuals in those countries cannot be criticized without violating the „religious feelings“ of those who go against gays in the name of Islam. The removal of the factor “religion” from the equation avoids solving the problem.

On September 2, 2010, Ramsan Kadyrov had his title changed from „president“ to „chief“ by the Chechen Parliament. In parliament it was suggested to lend Kadyrov the title of „Imam“ or „Father of the People“. We are clearly dealing with religious fanaticism.

There are also discriminatory words about homosexuals in Jewish writings and not a few fundamentalists make no secret of their abhorrence towards that kind of love. Nevertheless, Judaism has the best reputation in relation to homosexuality. In all countries where Judaism is the prevailing religion, homosexuals enjoy the same rights as other citizens. It’s true, though, that the list of Jewish majority countries is very short:

Israel.
End of the list.

Israel is the only place in the Middle East where homosexuality is not illegal, and where there’s freedom of religion and expression. That’s why I’m for Israel! Not because someone first put his or her foot in the sand there, or some god invited some bearded man over to discuss dividing up the world, but because Israel is the only country in the Middle East where women and men are equal, homosexuality is recognized by the state, where opinions, art and science are not sanctioned, no religion is discriminated against and Jews have to be neither better nor worse than all other people.

Every square meter in the Middle East which emulates Israel is a liberated square meter! So then, why criticize Israel, a country which allows people to live as they wish? What power can make people go against their own wishes? There is only one power that is so self-destructive: hatred. In this case, it’s Jew-hatred!

It’s not difficult to position oneself in political questions. There is a method of finding the right moral position which is quite simple!

The decision can be based on one direct question: „Where can I, as a man, safely suck cock?“

North Korea or South Korea? South Korea!
Israel or Palestine? Israel!
San Francisco or Dubai? Cologne!
Russia or Ukraine? Ukraine! (but uneasily, because although homosexuality has been legal in the Ukraine since 1991, homosexuality is still largely rejected.)

There is indeed gay hatred in all cultures, religions and countries. But only a very naive person can’t see differences in the present-day Islamic and Christian worlds. Mecca and the Vatican are not at all comparable. If homosexuals were being thrown from roofs, women stoned and heretics decapitated in the Vatican, there would certainly be a massive outcry. Jerusalem and Tehran are also two different worlds! Israel’s declaration of independence extends its hand to its Arab neighbors, but the Iranian regime wants to see Israel disappear from the map. So, why is it so difficult to decide for which side? The answer is very easy when one believes in life and love!

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Translation: William Wires
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Warum schweigt Ihr wieder?

Wie konnte es damals mit dem Judenhass nur so weit kommen? Diese Frage haben wir uns alle in der Schule gestellt. Statt einer Antwort wird heute wieder geschwiegen, wenn es gegen Juden geht. Warum?

Nachdem an der Friedenauer Gemeinschaftsschule in Berlin ein 14-jähriger Schüler die Schule verlassen musste, weil er über Monate geschubst, getreten, geschlagen und gewürgt wurde, weil er Jude ist, stellte ich im Auftrag der Jüdischen Rundschau fünfzehn Fragen an die Schulleitung. Die Schulleitung jedoch schweigt bisher. Schweigen, wenn es um Gewalt gegen Juden geht, ist deutsche Tradition.

Ich kann mir das Schweigen nur damit erklären, dass die Schulleitung um den Grund für den Judenhass an ihrer Schule weiß, aber nicht fähig ist, mit dieser Gefahrenlage kompetent umzugehen. Der heutige Judenhass wird zum Beispiel nicht dadurch bekämpft, dass schnell mal eine Unterrichtseinheit zum Thema Holocaust eingelegt wird, denn der Judenhass, der sich heute an der Friedenauer Gemeinschaftsschule ausbreitet, geht nicht von Enkeln und Urenkeln deutscher Nationalsozialisten aus, sondern von Kindern mit einer anderen Geschichte, die zu Hause und in ihrem Umfeld lernen, dass der Hitler „ein Ehrenmann“ war.

In der Sekundarstufe der Schule liegt der Anteil an Schülern nichtdeutscher Herkunft bei 75 Prozent. Der Anteil türkischer und arabischer Schüler macht von den 75 Prozent etwas mehr als die Hälfte aus. Es gibt an der Schule insgesamt fünf Willkommensklassen mit Flüchtlingskindern. Wie alle Kinder haben auch die Kinder mit arabischen und türkischen Wurzeln Zugang zum Internet. Dort verfolgen sie auch arabische Medien. In vielen deutschen Wohnzimmern sind zudem arabische Sendungen in den Flimmerkisten zu sehen und im arabischen Fernsehen ruft das lustige Hamas-Häschen Assud die Kinder zum Krieg gegen Juden und Ungläubige auf. Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu töten. Die Hamas Maus wiederum stachelt Kinder zum Hass gegen Juden auf und lässt sie Lieder über die heldenhafte Tat des Judenmords singen.

Es gibt ganze Hochglanzvideos, in denen der Terrorismus glorifiziert und der Hass auf Juden gefeiert wird.

In einer Serie eines der erfolgreichen arabischen Sender wird gezeigt, wie Juden ein Christenkind schlachten, um aus seinem Blut Mazzebrot zu machen.

Die Serie lief zur besten Sendezeit im Feiertagsprogramm. Sie war und ist auch heute noch in deutschen Wohnzimmern zu sehen.

Bereits im Jahr 2005 wurde in einem Projekt der Alice-Salomon Fachhochschule untersucht, wie jugendliche Migrantinnen und Migranten, die solche Sendungen schauen, über Juden denken. Ihre Antworten:

„Die töten sogar ein kleines Baby, was gerade geboren ist.“
„Schade, dass nicht alle weg sind.“

Hitler und der Holocaust sind für diese Jugendlichen keine Schande sondern eine Ehre:

„Hitler gefällt mir. Tja der hat’s damals richtig gemacht.“

Heute finden sich diese und noch viel schlimmere Aussagen gegen Juden in Hülle und Fülle auf Facebook und auf anderen sozialen Medien. Der Hass breitet sich immer mehr aus. In Berlin wird bereits wieder auf offener Straße gebrüllt:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Juden ins Gas!“

All dieser Hass wird nicht nur in arabischen Sendungen im Fernsehen und im Internet verbreitet sondern auch in Moscheen gelehrt, sogar in Deutschland. Im Jahr 2016 schickte der Journalist Constantin Schreiber einen Mann inkognito in fast zwanzig Moscheen in Deutschland, um sich die Freitagspredigten anzuhören. Was er zu hören bekam, war wenig vertrauenserweckend und teilweise sogar sehr erschreckend. Die Gläubigen wurden allesamt dazu aufgerufen, sich vom Leben in Deutschland abzugrenzen. Constantin Schreiber sagt:

„Der Aufruf zur Abgrenzung zieht sich wie ein roter Faden durch die Texte.“

In Moscheen in Deutschland wird gepredigt, dass Demokratie und Islam sich ausschließen und kein gläubiger Muslim demokratisch und liberal sein kann. Es wird offen gegen Juden gehetzt. Unter Freunden muss man sich auch mal unangenehme Wahrheiten sagen können. Hier ist die Wahrheit: In Europa werden Menschen wieder verfolgt und ermordet, weil sie Juden sind! Vor ein paar Tagen schrieb eine gute Freundin von mir auf Facebook diese Worte:

“Frankreich ist nicht länger mein Land. Mein Vater hat begonnen, all seine jüdischen Symbole zu verstecken und ich hatte das erste Mal Angst, mit meinem חַי durch die Straßen von Paris zu gehen. Aber die Welt sorgt sich nicht um uns.”

Die Friedenauer Gemeinschaftsschule ist heute „judenrein“, nachdem der einzige Jude von der Schule gemobbt wurde. Nachdem der Junge die Schule verlassen hatte, erklärte der Schulleiter:

„Bei der Anmeldung des Schülers habe ich die Mutter darauf hingewiesen, dass wir keine Erfahrung mit jüdischen Schülern haben, die wie der 14-Jährige offen mit ihrer Religion umgehen.“

„Offen mit ihrer Religion umgehen“ heißt in diesem Fall, der Junge hatte im Ethikunterricht erklärt, Jude zu sein. Das reichte für einen Teil der Schülerschaft schon aus, um gegen den Jungen vorzugehen.

Eine Moschee, in der Judenhass gepredigt wird, ist wie ein Brauhaus in dem Neonazis das Horst-Wessel-Lied singen. Solche Moscheen müssen wie solche Brauhäuser behandelt werden. Ein Imam, der gegen Juden hetzt, ist wie ein Nazi, der gegen Juden hetzt. Der Nazi sagt, er sei ein guter Deutscher und der Imam sagt, er sei ein guter Moslem.

Deutsche sind dafür verantwortlich, wenn Nazis gegen Juden hetzen. Ebenso sind Muslime dafür verantwortlich, wenn Islamisten gegen Juden hetzen. Wenn der Islam tatsächlich zu Deutschland gehört, dann sind Muslime heute zwei Mal in der Pflicht, gegen Judenhass in Stellung zu gehen, nämlich als Deutsche und als Muslime!

Das Wichtigste aber ist:

Brecht endlich das Schweigen, egal woran Ihr glaubt! Es geschieht nämlich schon wieder.

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