Wir wollen die Natur befragen

Wenn der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan krank wird, verlässt er sich nicht allein auf die Natur, er ruft nach der Vernunft der Ärztin. Wenn ihm Unrecht widerfährt, sehnt er sich nicht nach der Herrschaft der Natur, sondern spricht die Vernunft der Richterin an. Wenn Recep Tayyip Erdogan jedoch Frauen unterdrücken will, ist er schnell mit der Natur zur Hand. Recep Tayyip Erdogan hält die Gleichberechtigung von Mann und Frau für keine gute Idee. Er sagt:

„Man kann Frauen und Männer nicht gleichstellen. Das ist gegen die Natur!“

Immer wieder ist es die Natur, die zur Begründung einer Unterdrückung herangezogen wird. Mal ist es die „Natur des Schwarzen“, mal die „Natur des Weibes“, mal die „Natur des Juden“. Immer aber geht es darum, einer Gruppe von Menschen mit Verweis auf ihre vermeintliche Natur, Rechte vorzuenthalten.

Im 17. Jahrhundert erklärte die Philosophin und Feministin Marie Le Jars de Gournay unveräusserliche Menschenrechte für alle Männer und Frauen. Mehr als hundert Jahre später kam der Philosoph und Humanist Jean-Jacques Rousseau daher und deklarierte seine „Menschenrechte“, die sich dadurch auszeichneten, dass er Frauen aus der Gruppe aller gleichberechtigter Menschen heraus nahm. Die bedeutendsten Feministinnen erklärten schon früh, dass alle Männer und Frauen unveräußerliche Menschenrechte besitzen. Nicht wenige Humanisten jedoch erklärten statt Menschenrechte Männerechte. Dennoch hat der Feminismus heute komischerweise einen schlechteren Ruf als der Humanismus. Der Humanismus hat einfach das bessere Marketing.

Für die Feministin Gournay war es eine Sache der Vernunft, dass Frauen und Männer gleichberechtigt sind. Für den Humanisten Rousseau jedoch war es eine Frage der Natur. Für Rousseau stand fest, dass alle Menschen von Natur aus gut seien und den Zustand des Guten nur bewahren könnten, wenn alle Menschen ihren von der Natur zugewiesenen Platz einnehmen würden. Jetzt raten sie mal, auf welcher Stufe der Natur für Rousseau Schwarze und Frauen standen. Rousseau hatte es mit der Natur wie Recep Tayyip Erdogan.

Es gibt Menschen, die schreiben mit einer solchen Gewissheit über die Absichten der Natur, dass man meinen möchte, sie wären jeden Sonntag bei Mutter Natur zum Tee eingeladen. Was sagt denn die Natur? Wer weiß es? Die Philosophin Hedwig Dohm argumentierte Ende des 18. Jahrhunderts:

„Eine Byzantinerin ist die Natur, redet dem, der gerade die Macht hat, zu Munde, oder gibt wenigstens immer die Antwort, die der Fragende erwartet. Was ist natürlich, was unnatürlich? Die meisten geistigen Errungenschaften sind Einbrüche in vermeintliche Naturgesetze.“

Was immer über die Natur geschrieben und gesagt wird, sobald der Natur eine Absicht unterstellt wird, sobald behauptet wird, die Natur handele in moralischen Kategorien von gut und böse, haben wir es mit einer Religion zu tun. Die Natur hat keine Absicht! Die Natur ist indifferent. Sie ist ganz einfach! Gut und böse sind Kategorien der Vernunft. Die Vernunft versucht zwar, Natur wissenschaftlich zu verstehen, aber alles, was Vernunft hat, weiß, dass Moral in der Natur nicht zu finden ist.

Die Frage nach gut und böse war lange Zeit ein Diktat Gottes. Gott aber ist auch ein Geschöpf der menschlichen Vernunft. So wie sich die Menschen einst Gott nach ihrem Bilde schufen, so legen sie heute der Natur ihre Ansichten in den Mund! Für die Einen regelt Gott, was gut und was böse ist, für die Anderen die Natur.

Ob man nun gottesfürchtig oder natürfürchtig ist, das Sagen haben jene, die glaubhaft machen können, Erleuchtete zu sein, die den direkten Draht nach oben haben. Sie wissen genau was Gott oder die Natur will. Sie haben es vernommen. Sie kennen den wahren Weg. Sie sind die Propheten, die Guten! Und sie benehmen sich so!

Es braucht keinen Gott, um gute Dinge zu vollführen. Der Glaube an Gott stört bei guten Taten nicht, hilft vielleicht sogar manchmal dabei. Böse Taten jedoch brauchen einen Glauben an Gott, den festen Glauben, die abscheulichen Taten im Namen eines höheren Sinns und Zwecks zu begehen. Gotteskrieger kämpfen für den lieben Gott, und für manchen Gläubigen ist die Natur Gottes Schöpfung. Die Natur ist aber nicht lieb. Sie ist aber auch nicht böse. Die Natur ist ganz einfach. Die Natur kennt keine Moral.

Recep Tayyip Erdogan kennt auch keine Moral mehr. Er ist somit ein ganz natürlicher Sexist! Die Schriftstellerin Sibylle Lewitscharoffs ist auch eine natürliche Sexistin, spätestens seit ihrer berüchtigte Dresdner Rede vom 2. März 2014 zu lesen. Die Rede trägt den Titel „Von der Machbarkeit. Die wissenschaftliche Bestimmung über Geburt und Tod“. Eins ist klar, Sibylle Lewitscharoff ist eine streng gläubige Frau, mit einem gefährlichen Hang zum Fundamentalismus und sie wechselt gekonnt zwischen Gott und Natur als höchstes Wesen. Zunächst redet Lewitscharoff viel vom Tod, von der Angst davor und dem Weg dahin. Wir erfahren, dass der Vater Gynäkologe war und sich in der Praxis erhängte. Die Großmutter wiederum hatte Krebs, starb aber im Gegensatz zum Vater „voller Zuversicht und Sorge um uns“. Die Großmutter brachte ihr auch Jesus näher. Als Kind betete sie viel, „was meine Eltern komisch fanden“. Dann gab es noch eine Eva, die stürzte und ebenfalls starb. Wenn in der deutschen Sprache so viel über den Tod geschrieben und geredet wird, ist Vorsicht geboten.

„Nicht, dass ich die Tatsache, sterben zu müssen, verdränge oder verleugne, beileibe nicht. Mir kommt eher die Vorstellung, dass ich Herren über mein Schicksal wäre, reichlich absurd vor. Ganz einfach, mein Schicksal liegt in Gottes Hand und nicht in meinen Händen.“

Wo Sibylles Hand Gottes ist, ist die Erbsünde nicht weit.

„Weil er mit der Erbsünde behaftet ist, muss der Mensch sterben. (…) Ich stelle es mir schwierig vor, sterben zu müssen ohne die trostreiche Vorstellung, an einem höheren Ort, von einer höheren Gewalt erkannt zu werden. Selbst den Moment des Todes stelle ich mir glanzvoll vor, wenn darin die Summe des Lebens gezogen werden kann und so etwas aufleuchtet wie das große Warum, Wozu, Weshalb.“

Wer den Tod derart glorifiziert, kann mit der modernen Medizin nur auf dem Kriegsfuß stehen. Schon bei dem Gedanken an Organspenden bekommt Sibylle ein mulmiges Gefühl und pränatale Diagnostik geht gar nicht.

„Da sind Frankensteins Machinationen nicht allzu fern. (…) Ich bin im übrigen auch froh, nicht der unheimlich und darauf folgenden komplexen medizinischen Machinationen meine Existenz zu verdanken, sondern auf herkömmlichen Vereinigungswegen gezeugt worden zu sein, mögen diese nun glückhaft oder unglücklich gewesen sein.“

Ich muss bei diesen Worten an eine Beleidigung aus Kindertagen denken, die nicht selten über den Schulhof geschmettert wurde: „Bei Deiner Zeugung hätte Dein Vater besser auf die heiße Herdplatte gewichst!“ Aber ich schweife ab. Sibylle Lewitscharoff ist nicht gegen das Recht der Frau auf Abtreibung, aber eins steht für sie fest:

„Hätte sich in meinem Bauch je ein herrenwachsendes Kind befunden, hätte dieser Bauch ganz gewiss nicht allein mir gehört, sondern mir, dem Kind und dem dazugehörenden Vater.“

Sibylle hat keine Kinder.

„In meinem Erwachsenenleben habe ich einen großen Bogen um Kinder gemacht, ich kann jedenfalls nicht behaupten, dass ich sie von Herzen liebe und mir selbst dir Vorwürfe gemacht hätte, kinderlos geblieben zu sein.“

„Mein Bauch gehört mir“ ist somit für Sibylle keine Forderung sondern ein Schicksalsschlag. Allerdings wollte niemand Sibylles Bauch! Das tut mir leid. Aber warum sollen nun andere Frauen darunter leiden? Sibylle fährt fort:

„Dabei ist eine Selbstermächtigung der Frauen im Spiel, die mir zutiefst suspekt ist.“

Spätestens mit diesen Worten ist Sibylle ganz bei Rousseau angekommen. Selbstermächtigung schön und gut, aber nur bei Männern. Frauen können schließlich schwanger werden. Die Natur will die Selbstermächtigung der Frauen nicht!

„Im Grunde liegt solchen Machinationen die Vorstellung zu Grunde, Männer seien verzichtbar, oder ihr Einfluss sei auf das notwendigste zu reduzieren, eben auf ihren Samen.“

Liebe Sibylle, das Ejakulat des Mannes ist streng wissenschaftlich genommen kein Samen. Samen tragen das gesamte Erbgut in sich und brauchen keine Befruchtung. Bei der Zeugung eines Menschen jedoch wird eine Eizelle befruchtet. Es sind somit eher Pollen, die da beim Manne im Höhepunkt der Lust herausspritzen. Aber vermutlich finden Sie den Gedanken daran widerlich, vor allen, wenn der Mann woanders als in Richtung einer Eizelle spritzt. Sie finden allgemein sehr viel widerlich. Leihmutterschaft ist für Sie zum Beispiel eine „wahrhaft vom Teufel ersonnene Art, an ein Kind zu gelangen“:

„Mit Verlaub, angesichts dieser Entwicklungen kommen mir die Kopulationsheime, welche die Nationalsozialisten einst eingerichtet haben, um blonde Frauen mit dem Samen von blonden blauäugigen SS-Männern zu versorgen, fast wie harmlose Übungsspiele vor. Ich übertreibe, das ist klar, übertreibe, weil mir das gegenwärtige Fortpflanzungsgemurkse derart widerwärtig erscheint, dass ich sogar geneigt bin, Kinder, die auf solch abartigen Wegen entstanden sind, als Halbwesen anzusehen. Nicht ganz echt sind Sie in meinen Augen, sondern zweifelhafte Geschöpfe, Halbwesen, halb künstliches weiß nicht was. Das ist gewiss ungerecht, weil es den Kindern etwas angelastet, wofür sie rein gar nichts können. Aber meine Abscheu ist in solchen fällen stärker als die Vernunft.“

Mit dem letzten Satz hat Sibylle Lewitscharoff ausnahmsweise mal recht, aber der Rest ist hanebüchener Unsinn. Sie relativiert und verharmlost den Nationalsozialismus, um dann im selben Satz Menschen zu entmenschlichen und dies dann auch noch mit einer Art gesundem Volksempfinden zu begründen, dass zwar nicht vernünftig sei aber dafür irgendwie naturentsprungen und somit wahr! Das geschieht eben, wenn man glaubt, die Natur auf der eigenen Seite zu haben.

Dabei will die Natur nichts. Sie hat es jedenfalls nicht artikuliert! Alles was ist, ist natürlich! Jede Zeugung, die stattfindet, ist natürlich. Ob sie moralisch gut ist, ist eine andere Frage, nämlich eine Frage der menschlichen Vernunft! Meine Vernunft sagt: Das Leben ist schön. Darum ist jede Form des Lebens schön, wenn sie in Freiheit und Selbstbestimmung entsteht. Eine lesbische Frau, die schwanger werden möchte, empfindet es als äußert angenehm, nicht durch die Penetration eines Penis befruchtet zu werden. Es ist anmaßend und überheblich diese Form der Zeugung als unnatürlich zu bezeichnen! Diese Form ist nicht mehr oder weniger natürlich als jede andere Form der Zeugung auch! Sie ist so natürlich wie alles, was in der Natur möglich ist.

Ob etwas jedoch moralisch gut oder schlecht ist, ist eine Frage der Vernunft. Darüber muss debattiert und verhandelt werden, aber bitte, lasst die Natur raus! Und wenn das nächste Mal eine Frau sich anmaßt, einem Kind das Menschsein abzusprechen, nur weil es auf eine Art gezeugt wurde, die der Frau fremd erscheint, werde ich radikal feministisch und der Frau genau so antworten, wie ich einem Mann antworten würde, der so einen Scheiß von sich gibt.

Veröffentlicht unter Liberalismus, Literatur, Philosophie | Kommentare deaktiviert für Wir wollen die Natur befragen

Deutschland oder USA

Frage: In welchem Land ist das Verbrennen der Staatsflagge verboten? Deutschland oder USA?

Antwort: Deutschland! Paragraf 90a StGB sagt:

“(1) Wer öffentlich, in einer Versammlung oder durch Verbreiten von Schriften (§ 11 Abs. 3)

1. die Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder oder ihre verfassungsmäßige Ordnung beschimpft oder böswillig verächtlich macht oder
2. die Farben, die Flagge, das Wappen oder die Hymne der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder verunglimpft,

wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.

(2) Ebenso wird bestraft, wer eine öffentlich gezeigte Flagge der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder oder ein von einer Behörde öffentlich angebrachtes Hoheitszeichen der Bundesrepublik Deutschland oder eines ihrer Länder entfernt, zerstört, beschädigt, unbrauchbar oder unkenntlich macht oder beschimpfenden Unfug daran verübt. Der Versuch ist strafbar.”

In den Vereinigten Staaten von Amerika allerdings ist das Verbrennen der Staatsflagge erlaubt und vom 1. Verfassungszusatz geschützt! Das Oberste Gericht der USA hat mit den Urteilen zu Texas v. Johnson und United States v. Eichman die Verunglimpfung der Symbole des Staates als schützenswert im Sinne der freien Meinung erklärt.

***

Frage: In welchem Staat gibt es die Todesstrafe in der Verfassung? Wisconsin, USA oder Hessen, Deutschland?

Antwort: Hessen, Deutschland! Seit 1853 ist die Todesstrafe in Wisconsin abgeschafft. In der aktuellen Landesverfassung Hessens heißt es hingegen recht eindeutig im Artikel 21:

„Ist jemand einer strafbaren Handlung für schuldig befunden worden, so können ihm auf Grund der Strafgesetze durch richterliches Urteil die Freiheit und die bürgerlichen Ehrenrechte entzogen und beschränkt werden. Bei besonders schweren Verbrechen kann er zum Tode verurteilt werden.“

Allerdings darf die Todesstrafe in Hessen nicht mehr durchgeführt werden, da das Grundgesetz Deutschlands die Todesstrafe verbietet. Im Artikel 102 GG steht nämlich „Die Todesstrafe ist abgeschafft“, und im Artikel 31 GG steht: „Bundesrecht bricht Landesrecht.“

***

Frage: In welchem Land wird die Schöpfungsgeschichte in allen Bundesländern an staatlichen Schulen als Teil des Lehrplans gelehrt? Deutschland oder USA?

Antwort: Deutschland! Während in den Vereinigten Staaten von Amerika auf eine strikte Trennung von Staat und Kirche geachtet wird und daher Religion nicht zum Lehrplan gehört, gehört das Fach Religion an staatlichen Schulen in Deutschland zum Lehrplan. Der Religionsunterricht ist sogar als einziges Unterrichtsfach im Grundgesetz Artikel 7 als ordentliches Lehrfach für öffentliche Schulen abgesichert. Alle anderen Schulfächer werden im Grundgesetz nicht erwähnt. Die Schöpfungslehre gehört somit zum offiziellen Lehrplan an deutschen Schulen.

In einigen Staaten der USA gibt es jedoch seit geraumer Zeit eine Bewegung, die dem deutschen Beispiel folgen möchte und die Schöpfungslehre auch für den Lehrplan an staatlichen Schulen verbindlich machen möchte.

Veröffentlicht unter Amerika, Deutschland | Kommentare deaktiviert für Deutschland oder USA

Neue Kölner Stadtordnung verbietet Karneval!

Die aktuelle Kölner Stadtordnung ist laut Stadtdirektor Guido Kahlen „ein echter Beitrag zum Bürokratieabbau: Weniger und einfachere Regelungen machen den Kölnerinnen und Kölnern übersichtlicher und deutlicher klar, was in Köln erlaubt ist und was aus gutem Grund eben nicht.“

Zu den Dingen, die den Kölnerinnen und Kölnern klargemacht werden müssen, gehören: Abfall gehört nicht auf die Straße (§ 3), an Häuserwände wird nicht gepinkelt (§ 11), Hundescheiße lässt man nicht auf dem Gehweg liegen (§ 4) und das Autofahren auf Spielplätzen sollte unterlassen werden (§ 22).

Es sind sogar ein paar Regeln dabei, die selbst mir erst deutlich und klar gemacht werden mussten. Ich wusste zum Beispiel nicht, dass jedes bebaute Grundstück in Köln dazu verpflichtet ist, eine Hausnummer gut sichtbar an die Außenfassade anzubringen. Sogar der Kölner Dom muss eine Nummer haben. Domkloster 4. Zur 1 hat es nicht gereicht! Ich habe die Hausnummer mal fotografiert:

653EA17F-AC36-4380-9504-B3311F17A9C2

Ich wusste auch nicht, dass nach einer Umnummerierung eines Grundstücks die alte Hausnummer für eine Übergangszeit von einem Jahr nicht entfernt werden darf, sie jedoch ungültig zu kennzeichnen ist, dabei aber lesbar bleiben muss. Besonders aber gefällt mir § 11 Absatz 1c der Kölner Stadtordnung. Dort wird folgendes verboten:

„Störungen in Verbindung mit Alkoholkonsum (z.B. Verunreinigungen, Grölen, Belästigung von Personen, Gefährdung Anderer durch Herumliegenlassen von Flaschen).“

Alkoholisiertes Grölen geht also nicht mehr in Köln. Großartig! Die Kölner Stadtordnung verbietet somit den Karneval! Ausgerechnet in Paragraf 11! Und das auch noch in Absatz 1c wie carne vale. Na dann, Kölle Alaaf!

Es gibt auch Paragraphen in der Kölner Stadtordnung, die ich überhaupt nicht verstehe. Paragraph 32 Absatz 3 zum Beispiel, dort steht:

„Das Erstellen von gewerblichen Film-, Ton-, Video- oder Fotoaufnahmen in öffentlichen Anlagen, außer zu privaten Zwecken, bedarf ebenfalls einer Genehmigung durch die Stadt Köln.“

Soll das heißen, ich hätte die Hausnummer des Kölner Doms gar nicht fotografieren dürfen ohne vorherige Genehmigung der Stadt? Komm ich jetzt in den Klingelpütz? Und was ist mit der gewerblichen und freien Presse? Darf sie Bilder und Aufnahmen im öffentlichen Raum Kölns machen oder braucht sie vorher auch eine Genehmigung? Gilt die Pressefreiheit noch in Köln trotz neuer Stadtordnung? Was ist mit gewerblichen Kameramännern, die von Brautpaaren bezahlt werden, die Hochzeit vor dem Rathaus zu filmen? Brauchen sie jetzt auch eine Genehmigung? Laut Paragraph 32 ja!

Und was ist eigentlich mit Street View? Muss sich Google auch an die Kölner Stadtordnung halten? Was wenn das nächste Mal der Street View Kamerawagen durch Köln fahren möchte? Darf der das? Was, wenn sich Google nicht an die Kölner Stadtordnung hält?

„Straßenmusik und -schauspiel darf nur in den ersten 30 Minuten einer vollen Stunde dargeboten werden. Die zweite Hälfte jeder vollen Stunde ist spielfrei zu halten. Nach jeder Darbietung ist der Standort so zu verändern, dass die Darbietung am ursprünglichen Standort nicht mehr hörbar ist; der neue Standort muss mindestens 200 Meter entfernt sein.“

Die Kölner Stadtordnung verbietet 30 Minuten pro Stunde jede Form der schauspielerischen und musikalischen Kunstdarbietung im öffentlichen Raum? Ich möchte hier ja nicht die ganz große Kiste aufmachen, aber findet die Stadt Köln dieses Verbot nicht ein bißchen, wie soll ich sagen, verfassungswidrig? Wir haben es hier schließlich mit einem massiven Einschnitt in die Kunstfreiheit zu tun.

Ich spiele regelmäßig auf den Plätzen Kölns Ausschnitte von Heinrich Heines „Deutschland. Ein Wintermärchen“. Nicht selten beginne ich um 17:30 Uhr vor dem Kölner Dom. Ist das jetzt verboten? Was ist mit all den Kostümführungen in Köln, mit den Nachtwächtern und Henkern, die schauspielerisch durch Köln führen? Sind sie jetzt auch alle in der zweiten Hälfte jeder Stunde verboten? Was ist mit Kompositionen, die länger sind als 30 Minuten? Sind sie verboten? Laut Paragraf 9 ja! Gustav Mahler kann auf den Straßen Kölns jetzt einpacken!

Was ist mit den lebenden Statuen? Dürfen sie überhaupt noch von 14:30 Uhr bis 15 Uhr still stehen?

Veröffentlicht unter Deutschland | Kommentare deaktiviert für Neue Kölner Stadtordnung verbietet Karneval!

Das Schwein gehört zu Deutschland

„Diese Jugendlichen haben es offenbar nicht gelernt, dass man andere Menschen nicht tätlich beleidigen darf. Das ist eine – um im Bild zu bleiben – »Schweinerei«. Auch wenn es Muslimen verboten ist, Schweinefleisch zu essen, so ändert dies nichts daran, dass das Schwein eine Kreatur Gottes und Teil der göttlichen Schöpfung ist. Wenn Jugendliche meinen, eine harmlose Abbildung als Anlass zur Beleidigung nehmen zu müssen, dann haben sie grundsätzliche Dinge der Religion und des anständigen Miteinanders nicht verstanden.“

Mit diesem wunderbaren Worten hat das Vorstandsmitglied des DITIB-Landesverbandes NRW, Murat Kayman, auf eine Gruppe Halbstarker reagiert, die des öfteren gegen das Schaufenster einer Kölner Metzgerei gespuckt und sogar den Inhaber beschimpft hatten, weil ihnen die Dekoration der Metzgerei nicht gefiel: ein großes Deko-Schwein aus Pappe.

„Sie kamen immer in einer größeren Gruppe. Sie haben geflucht und sagten, sie fühlten sich als Muslime von dem Schwein provoziert. Sie sind reingekommen und haben uns aufs Übelste beleidigt. Am liebsten hätten wir in der Zeit gar nicht mehr aufgemacht, so schlimm war es“, sagt einer der betroffenen Metzger.

Eine weitere Metzgerin erklärt:

„Zuletzt war ein älterer Mann im Laden, der nichts kaufen wollte, sondern nur seinen Ärger über unsere Deko loswerden wollte. Er empfand unsere gesamte Deko als diffamierend, provozierend und blasphemisch.“

Das Gute an der Geschichte ist, dass über 800 deutsche Moscheegemeinden in Deutschland hinter den Metzgern stehen. Dies hat Murat Kayman unmissverständlich klar gemacht. Es fehlte eigentlich nur noch das Bekenntnis „Das Schwein gehört zum Islam“. Das spart er sich aber vermutlich für den Tag auf, da er zum Bundespräsidenten gewählt wird. Meine Stimme hätte er, dürfte ich den Bundespräsidenten wählen.

Das Schlechte aber an der Geschichte ist, dass einige Metzger überlegen, auf das Schwein als Dekoration zu verzichten. Das wäre ganz eindeutig das falsche Signal, um es mal in der Sprache eines Bundespräsidenten zu sagen. Es gibt keinen Grund, das Schwein aus Kölner Metzgerei zu entfernen. Wenn es ein Schwein gibt, das in Köln entfernt gehört, dann die Sau im Kölner Dom, die als „Judensau“ bekannt ist.

Die Tiermetapher „Judensau“ bezeichnet ein im Hochmittelalter entstandenes häufiges Bildmotiv der antijudaistischen christlichen Kunst. Es sollte Juden verhöhnen, ausgrenzen und demütigen. Im Kölner Dom ist ein solches Hetzbild Holz aus dem Jahr 1310 im Chorgestühl zu sehen. Bisher weigert sich das Domkapitel, das Bild zu entfernen. Es gehöre zur Geschichte, wird erklärt. Warum die Judensau dann nicht in einem Museum die christliche Geschichte dokumentieren darf, sondern im Kölner Dom Teil der christlichen Messefeier bleiben muss, bleibt ein Geheimnis des Domkapitels. Unter den Nazis wehte in einigen katholischen Kirchen auch das Hakenkreuz. Das ist auch Teil der christlichen Geschichte. Die Hakenkreuze wurde jedoch mittlerweile überall entfernt. Es geht also!

Vielleicht sollten wir die Halbstarken mal in den Dom schicken. Dann würden sich muslimische Fundamentalisten für die Entfernung eines jundenfeindlichen Bildes stark machen. Ich fänd’s lustig.

Veröffentlicht unter Deutschland | Kommentare deaktiviert für Das Schwein gehört zu Deutschland

Wäre ich ein glühender Patriot

Ein Aufschrei von Hedwig Dohm aus dem Jahr 1916. 

20140319-123429.jpg

Wäre ich ein glühender Patriot – es zu sein heischt der Geist der Zeit –, in meiner Seele würden Psalter und Harfe erwachen, und ich sänge dem Heroentum des deutschen Volkes ein hohes Lied.

Wäre ich ein Held der Feder – ich sage nicht Zeitungsschreiber –, welchen Ranges und welcher Partei auch immer, von Heiligkeiten würden meine Kriegsbetrachtungen strahlend strotzen.

Heilig, heilig der Krieg! heilig die Schlacht! heilig die Seligkeit des Sterbens auf dem Feld der Ehre, heilig der Feindeshass!

Gottes Donner hörte ich aus den Kanonen brüllen, und anstatt der dunklen Taube, der bombenwerfenden, Menschenleiber zerreißenden, sähe ich nur die weiße Taube, das Symbol der Ausgießung eines heiligen Geistes.

Nach der Taube mit dem Ölzweig spähe ich vergebens aus.

Wäre ich ein Fatalist, ich spräche: es ist die Bestimmung der Völker, sich von Zeit zu Zeit gegenseitig zu vernichten.

Wäre ich der Teufel, ich täte lachen, lachen, in wollüstiger Schadenfreude, jauchzend über den Sieg, den die Hölle errungen.

Wäre ich der liebe Gott, ich beauftragte Petrus, meinen Pförtner, allen Kriegsanstiftern, Kriegshetzern, Kriegsbrünstigen und Kriegsliebenden die Himmelspforte zu sperren, mit dem Donnerwort: Unbefugten ist der Eingang nicht gestattet.

Bin ich ein Mensch, – nichts als ein Mensch – ich müsste ob dieses Krieges weinen, weinen, bis meine Augen vor Tränen blind geworden.

***
(TINHED)

Veröffentlicht unter Fremde Feder | Kommentare deaktiviert für Wäre ich ein glühender Patriot

Wie viel Hass?

Wie viel Hass muss man in sich tragen, um nicht mehr erkennen zu können, dass das nicht geht?

In Irland wurde der jüdische Professor Alan Johnson angebrüllt, er solle den Campus verlassen:

In Berlin wurde ein Klavierkonzert gestürmt:

In der Universität von Chicago wurde Ehud Olmert an seiner Rede gehindert:

In der Universität von Kalifornien in Irving wurde der israelische Botschafter Michael Oren an der Ausübung seiner Redefreiheit gehindert:

In England wurde 2012 eine Theatergruppe aus Israel und eine aus den palästinensischen Autonomiegebieten ins Globe Theatre eingeladen. Proteste gab es nur gegen die jüdische Truppe:

„Die Vertreibung des Juden von den englischen Bühne“

In Berlin wurde ein Konzert der Comedian Harmonists gestört:

Das ist zwar schon etwas her, aber der Geist ist der selbe.

Veröffentlicht unter Antisemitismus | Kommentare deaktiviert für Wie viel Hass?

Ma’alot – Kölns bekanntestes unbekanntes Kunstwerk

Es gibt Kunstwerke, die erst durch ein Missgeschick ihre ganz besondere Bedeutung bekommen. Die Venus von Milo wäre mit Armen deutlich uninteressanter. Den Turm von Pisa würden weit weniger Menschen besuchen, wäre er nicht schief. Auch in Köln befindet sich ein Kunstwerk, das durch einen Konstruktionsfehler veredelt wurde. Es steht zwischen dem Kölner Dom und Vater Rhein: „Ma’alot“.

Ma’alot ist hebräisch, bedeutet „Stufen“ und bezieht sich auf die Psalmen 120 – 134, die als „Stufenlieder“ bekannt sind und zum überwiegenden Teil den Königen David und Salomon zugeschrieben werden. In Jerusalem wurden diese Psalmen traditionell gesungen, wenn die Priester mit den Wasserkrügen von der Quelle her die Stufen zum Tempel hinaufstiegen.

Die Kölner Stufen steigen vom Rhein her an und präsentieren so den schönsten Anblick, den man in Köln auf den Dom haben kann, da sich die Architektur des Museums Ludwig mit seinem die Wellen des Rheins imitierenden Dach in das gesamte Bild einfügt. Ma’alot macht somit den Kölner Dom vom Blick des Rheins her zu einem Symbol des Tempels in Jerusalem.

Geschaffen wurde das Kunstwerk von Dani Karavan. Er ist ein israelischer Künstler und besonders für seine großformatigen und begehbaren Freiluftkunstwerke bekannt. Dani Karavan bezeichnet sein Kunstwerk „Ma’alot“ als „Environment aus Granit, Gußeisen, Ziegelsteinen, Eisen und Schienen, Gras und Bäumen“. Wie selbstverständlich verbindet er die gegensätzlichsten Materialien und zeigt dadurch die Extreme, zwischen denen jüdisches Leben in Deutschland stattfand, zwischen Bäumen und Schienen.

Sechs Akazien und neun Ahornbäume gehören zum Kunstwerk. Beide Bäume sind im Judentum von besonderer Bedeutung. König Salomon nutze Ahornholz zum Bau des Tempels und von Akazien heißt es in der Schrift von Jesaja, dass sie die Straße der aus dem Exil Heimkehrenden säumen werden. (Jes. 41, 19)

Kontrastiert werden die Bäume von zwei Eisenbahnschienen, die sich durch das Kunstwerk schneiden. Eine Schiene deutet vom Dom im Westen nach Deutz im Osten und verläuft parallel zu den Schienen der Hohenzollernbrücke. Hier begann am 21. Oktober 1941 die Deportation der noch verbliebenen 6377 Juden von Köln in die Vernichtungslager des Ostens. Die Schiene läuft auf eine stufenähnlichen Skulptur zu, der eine Assoziation zu einen Schornstein wecken läßt, und zerschneidet ihn.

Schaut man sich den Kölner Dom durch diesen Schlitz in der Skulptur an, so sieht ein Turm des Kölner Doms in Verbindung mit der Schiene aus wie ein deutscher Wachturm an einem Konzentrationslager. Eine brutale Anklage gegen das Schweigen eines großen Teils der christlichen Kirche während der Shoa.

Ma’alot erinnert somit an die schönste und an die schlimmste Zeit des Judentums. Von einer Position erinnert der Dom an den Tempel in Jerusalem und somit an die schönste Zeit im Judentum, von einer anderen Position jedoch erinnert der Dom an Auschwitz, an die schlimmste Zeit im Judentum.

Diese Interpretation ist nichts weiter als eine reine Assoziation von mir. Dani Karavan ist klug genug, solche Assoziationen nicht zu kommentieren. Er sagt stattdessen:

„Das Kunstwerk (…) hat nicht die Aufgabe, eine bestimmte Geschichte zu erzählen oder bestimmte Zusammenhänge zu bebildern. Es kann nur Widerhall hervorrufen und Assoziationen (…) evozieren. Aber in der Hervorrufung dieses Echos ist das Kunstwerk frei, es hat alle Rechte und jede Freiheit, Assoziationen in jede beliebige Richtung anzustoßen und die verschiedensten Phantasien und Vorstellungen bei den Menschen auszulösen, auch Vorstellungen, die ich selbst nicht hatte, die ich nicht sehe, Bilder, die ich nicht kontrollieren kann und für die ich nicht verantwortlich bin.“

Die zweite Schiene läuft die Stufen zum Dom hoch und zerschneidet oben angekommen einen kreisrunden Platz in der Mitte des Gesamtkunstwerkes, unter dem sich der wunderschöne Konzertsaal der Kölner Philharmonie befindet. Die Schiene zerschneidet somit einen Kreis, also das Runde, das Schöne, das Gute, das Vollkommene.

Ein Konstruktionsfehler hat nun dazu geführt, dass das Kunstwerk eine Interpretationserweiterung erfahren hat, die nie geplant war, weder von dem Künstler noch von der Stadt Köln. Der Konstruktionsfehler macht es notwendig, dass der kreisrunde Platz, der von der Schiene zerschnitten wird, immer dann nicht betreten werden darf, wenn unter dem Platz in der Kölner Philharmonie ein Konzert stattfindet, da man sonst die Schritte der Passanten im Konzertsaal hören würde. Die Kölner Philharmonie muss somit bei jedem Konzert mehrere Wärter anstellen, weil sie Ma’alot nicht ignorieren kann. Das heißt:

Wenn man in der Kölner Philharmonie Musik genießen möchte, darf man Auschwitz nicht vergessen. Wer es dennoch versucht, wird keine Ruhe finden und ständig von den dumpf dröhnenden Schritten der Vergangenheit verfolgt werden.

Das ist die Erkenntnis, die mir Dani Karavans Ma’alot, die Kölner Philharmonie und ein typisch Kölsches Missgeschick ungewollt lehren.

Veröffentlicht unter Kunst | Kommentare deaktiviert für Ma’alot – Kölns bekanntestes unbekanntes Kunstwerk

161 Leichen

Aufgenommen am 10. März 2014 im ARTheater in Köln während der Kunst gegen Bares:

Veröffentlicht unter Theater | Kommentare deaktiviert für 161 Leichen

Arab Apartheid Day

Did you know, today is Arab Apartheid Day? It’s easy to remember, because every day is Arab Apartheid Day!

There is only one country in the Middle East with cultural diversity: Israel. Only in Israel there are equal rights for all religions, sexes and sexual orientations. You can leave Israel at any border, (as long as you are not jewish, because some places bordering Israel don’t allow jews on their soil), you will always enter an apartheid region.

That is the reason why some people have started the campaign „Boycott, Divestment and Sanctions of Arab Apartheid“ (BDSAA) which uses economic and political pressure on all Arabian countries and organizations to comply with the stated goals of the movement: The end of Arab Apartheid and the establishing of full equality for all citizens.

You don’t have to go so far as to boycott Arab countries.

It is enough to just support Israel!

***

Dear reader,

please use the comment area beneath this article to post examples of Arab Apartheid. Let the world see what Apartheid looks like!

Veröffentlicht unter In English | Kommentare deaktiviert für Arab Apartheid Day

Een zegen voor het Midden-Oosten

Niet zelden wordt beweerd dat een van de belangrijkste redenen voor het conflict in het Midden-Oosten Israël zou zijn, iets milder uitgedrukt, “de Israëlische politiek”. Terwijl het duidelijk is dat de situatie in het Midden-Oosten nog catastrofaler zou zijn als Israël niet zou bestaan. Israël is namelijk het alles verenigende vijandbeeld in het Arabische gebied. Zonder Israël zouden de vijandige islamitische richtingen elkaar nog intensiever de koppen inslaan. De haat op Israël is de enige gemeenschappelijke noemer waarover de dictatoren en slachters van Fatah, Hamas en Hezbollah het eens kunnen worden.

Bovendien zou er zonder Israël in de Gazastrook veel minder water en medische verzorging zijn. Gaza krijgt per slot van rekening het water en de medicijnen grotendeels van het naburige Israël, het land dat de in Gaza heersende terreurorganisatie Hamas, die het eigen volk geknecht houdt, volgens artikel 7 van de eigen Charta wil vernietigen – en alle Joden van de wereld erbij! Het naburige Egypte anderzijds interesseert Gaza niets en in Syrië worden alle Arabieren die tot “Palestijnen” verklaard werden in kampen opgesloten en beroofd van hun elementaire fundamentele rechten.

In Israël zijn meer dan 20% van de bevolking Arabieren die alle burgerrechten bezitten. Het zijn de enige Arabieren van het Midden-Oosten die in vrije, gelijke en democratische verkiezingen hun politieke vertegenwoordigers kunnen kiezen. Als er dus in het Midden-Oosten één door de Arabieren vrij gekozen volksvertegenwoordiger is, dan is het de Israëlische minister-president.

Israël is een zegen voor het Midden-Oosten. Toen Israël nog niet bestond, beschreef Mark Twain het gebied in de 19e eeuw als volgt:

“Een troosteloos land, waarvan de bodem weliswaar rijk genoeg is, maar volledig door onkruid is overwoekerd (…) een stille treurige vlakte (…) een woestenij (…). Over hele afstanden zagen we nooit één enkel mens (…) nauwelijks een boom of een struik. Zelfs geen olijvenboom en cactus, deze snelle vrienden van een waardeloze bodem. Het land was bijna mensenleeg.”

Het is de Israëlische politiek die het land rijk en vruchtbaar gemaakt heeft, bovendien democratisch en Verlicht, met gelijke rechten voor mannen en vrouwen, om het even van welke religie en seksuele oriëntering. In de Bijbel staan veel domme dingen, maar ook enkele ware woorden. Daartoe behoren Jesaja hoofdstuk 27, vers 6:

“In het toekomende zal Jakob wortelen schieten, Israël zal bloeien en groeien; en zij zullen de wereld met inkomsten vervullen.”

Als er al een reden bestaat voor het aanhoudende conflict in het Midden-Oosten, dan is het niet Israël, maar zijn het die mislukkelingen die Israël haten en boycotten! Ze boycotten namelijk het enige land, waarin Arabieren gewoon alleen maar mensen mogen zijn en geen martelaren hoeven zijn. Mensen die willen liefhebben en willen geloven wat ze willen. Mensen, die rechter, minister-president en generaal kunnen worden en wel onafhankelijk van het lidmaatschap van een religie.

Wie Israël boycot, boycot de mogelijkheid van gerechtigheid voor alle mensen in het Midden-Oosten.

Vertaald uit het Duits door: E.J. Bron

Veröffentlicht unter in het Nederlands | Kommentare deaktiviert für Een zegen voor het Midden-Oosten