Hilfe für Palästina!

Wir müssen unseren palästinensischen Freundinnen und Freunden im Gazastreifen endlich zu Hilfe zu eilen. Dem palästinensischen Volk werden unfassbare Grausamkeiten angetan.

Kaum jemand interessiert sich für das Leid der Palästinenser, im Gegenteil, viele Menschen verbünden sich sogar mit den Unterdrückern des palästinensischen Volkes und verhindern, dass die wahren Schuldigen an diesem Konflikt benannt werden.

Israel allein, so wird stets behauptet, ist für alles, was im Gazastreifen schief läuft, verantwortlich. Wenn es ein Problem mit der Sicherheit gibt, wenn der Strom ausfällt, wenn die Grundversorgung knapp wird, immer beeilen sich die Hamas und die palästinensische Autonomiebehörde, Israel für die Krise verantwortlich zu machen.

Das Palästinensische Zentrum für Menschenrechte erklärt jedoch, dass nicht Israel, sondern die Hamas an der Krise im Gazastreifen schuld ist.

Die Menschenrechtsorganisation weißt darauf hin, dass der Betrieb des Kraftwerks in Gaza eingestellt werden musste, weil der Sprit ausgegangen war. Noch bis vor kurzem wurde der Kraftstoff durch unterirdische Tunnel aus Ägypten geschmuggelt. Zuvor wurde der Kraftstoff noch aus Israel gekauft. Die Palästinensische Autonomiebehörde im Westjordanland übernahm dafür die Kosten. Als jedoch der Streit zwischen Hamas und Fatah ausbrach, stoppte die Palästinensische Autonomiebehörde ihren Beitrag. Beamte der palästinensischen Autonomiebehörde warfen der Hamas vor, sie halte den Treibstoff dem palästinensischen Volke vor und nutze ihn stattdessen für eigene Einrichtungen und Fahrzeuge.

Somit ist nicht Israel Schuld an dem Umstand, dass Hunderttausende von Palästinensern ohne Strom gelassen werden, sondern die Hamas.

Auch der Mangel an Medikamenten im Gazastreifen wird der Hamas zu Last gelegt. Als Israel den Gazastreifen im Jahr 2005 verließ, hatten die Palästinenser die Gelegenheit, das Küstengebiet in ein Singapur der arabischen Welt zu verwandeln. Die ganze Welt, sogar Israel, USA und Kanada waren bereit, den Palästinensern im Gazastreifen zu helfen. Die Mehrheit der Palästinenser jedoch wählte leider eine islamistische Terrorgruppe in die Regierung und machten so den Weg frei für eine Partei, die den Krieg mit Israel sucht, den Völkermord an alle Juden propagiert und den Islam zum weltlichen Gesetz erheben will.

Die Hamas stürzt den Gazastreifen heute so ins Verderben, wie einst Deutschland durch einen vom deutschen Volk gewählten Judenhasser ins Verderben gestürzt wurde. Damals machten die Nazis Juden für alles verantwortlich, was falsch lief in Deutschland. Dabei war es der perverse deutsche Nationalsozialismus selbst, der Deutschland in den Abgrund riss. Heute ist es der perverse Nationalislamismus der Hamas, der den Gazastreifen bedroht und wieder versuchen die Unterdrücker, Juden dafür verantwortlich zu machen und finden nicht wenige Deutsche, die wieder einmal auf diese Propaganda reinfallen.

Allerdings gibt es jetzt eine palästinensische Menschenrechtsorganisation, die versucht, dieser Propaganda ein Ende zu setzen, damit es endlich Hilfe für Palästina geben und ein Frieden mit Israel geschlossen werden kann. Die Hand Israels ist ausgestreckt. In der bis zum heutigen Tag gültigen Unabhängigkeitserklärung heißt es:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Es bleibt also zu hoffen, dass das palästinensische Volk endlich von ihren Unterdrückern los kommt, damit die Hände, die die Hamas noch bis zum heutigen Tag stolz zum Hitlergruß hebt, wie man hier sehen kann, oder bei der befreundeten Hisbollah hier und hier, oder bei der „moderaten“ Fatah hier, sich senken, um in aller Freundschaft einen Frieden im gegenseitigen Respekt zu versprechen.

Das Palästinensische Zentrum für Menschenrechte bittet darum, endlich die wahren Feinde des Friedens zu benennen: die Hamas! Die Hamas tötet Künstler. Die Hamas tötet Oppositionelle. Die Hamas säht Angst und Schrecken. Möge es mit dieser Unterdrückung bald ein Ende haben und möge auch die deutsche Öffentlichkeit endlich von der Propaganda der Unterdrücker los kommen.

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Der Kölsche Außenminister

In den letzten Monaten habe ich einige Male Bekanntschaft mit einem rheinischen Lokalpolitiker gemacht, den ich heute nur noch liebevoll den „Kölschen Außenminister“ nenne. Er ist Vertreter des Kölner Bürgermeisterbüros für Internationale Angelegenheiten und gibt vor, sich für den christlich-jüdischen Dialog einzusetzen. Besonders liegt ihm der Frieden im Nahen Osten am Herzen.

Interessant, ein Beamter einer Stadt, in der es über 600 Jahre gedauert hat, einen Dom zu bauen, wo Kirchtürme wegsacken und Stadtarchive einstürzen, weil eine U-Bahn gebaut wird und wo die größte antisemitische Dauerausstellung Deutschlands zu bestaunen ist, möchte vom Rhein aus den Nahen Osten befrieden. Warum nicht.

Das letzte Mal fiel mir der Kölsche Außenminister auf, als er in einer Diskussion zu einem Vortrag mit dem Titel “Wo Israel ist und wo Palästina? Der lange Weg zu einer Zwei-Staaten-Lösung aus israelischer Sicht” nicht vor einem Israel-Nazideutschland-Vergleich zurückschreckte und keinen Mucks von sich gab, als die Veranstaltung mit der Aussage einer jungen Frau beendet wurde, die ernsthaft anmerkte, dass sie angesichts des Verhaltens Israels den Hass gegen Juden und Israelis verstehen könne. Ich habe davon in meinem Artikel „Gestern“ berichtet.

Jetzt hat der Kölsche Außenminister wieder einen Vogel abgeschossen.

In einer Mail habe ich ihn gefragt, wie es möglich sein kann, Friedensgespräche mit der Hamas zu fordern, im Wissen, dass die Hamas laut Artikel 7 der Hamas Charta alle Juden vernichten möchte und ein Minister der Hamas folgendes öffentlich erklärt hat:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Darauf erwiderte der Kölsche Außenminister vom offiziellen Mailaccount der Stadt Köln aus, dass sich „Ekelhaftigkeiten“ auf beiden Seiten finden lassen.

„Gegenseitiges Misstrauen ist ein Teil des ungelösten Konflikts. Die Mehrheit der Israelis befürchtet, dass die Palästinenser und Araber alle Juden ins Meer treiben wollen, und die Mehrheit der Palästinenser befürchtet, dass aus Israel mehr und mehr Groß-Israel und die Westbank dem Stadt Israel einverleibt wird.“

Interessant, die Israelis „befürchten“ also nur, dass Palästinenser und Araber alle Juden ins Meer treiben wollen. Es sind somit wohl die paranoiden Juden, die für den Kölschen Aussenminister das Problem sind und nicht der Minister der Hamas, der genau diesen Vernichtungswunsch im Fernsehen erklärt hat oder der Mufti Muhammad Hussein, der von Mahmud Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt wurde und am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah folgende Worte in die jubelnde Menge sprach:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.‘“

Interessant, der Kölsche Außenminister ist sich sicher, die Mehrheit der Israelis „befürchtet“ nur. Außerdem gibt es ja „Ekelhaftigen“ auf beiden Seiten. Der Kölsche Außenminister fährt fort:

„Äußerungen radikaler Siedler stehen denen von Hamas nicht nach. Beide sind ekelhaft und verabscheuungswürdig.“

Interessant, der Kölsche Außenminister vergleicht politische Führungspersonen und religiöse Autoritäten auf der palästinensischen Seite mit radikalen Privatpersonen auf der israelischen Seite. Als ich nachfragte, ob er mir eine Quelle nennen könne, zitierte der Kölsche Außenminister ernsthaft Tante Wikipedia.

„Schau einfach mal bei Wikipedia unter Avigdor Liebermann (http://de.wikipedia.org/wiki/Avigdor_Lieberman), immerhin amtierender Außenminister, also nicht irgendjemand, und dort unter „Umstrittene Äußerungen und Verhaltensweisen“.“

Interessant, der Vertreter des Kölner Bürgermeisterbüros für Internationale Angelegenheiten bezieht seine profunden Kenntnisse über die israelische Politik von Wikipedia. Was also weiß Wikipedia so schlimmes über Avigdor Lieberman zu berichten? Nun, das meiste, was Lieberman auf dieser Wikipediaseite vorgeworfen wird, sind soll-Behauptungen und Anschuldigungen vom Hörensagen, nicht wie bei dem Minister der Hamas, der seinen Vernichtungsaufruf im Fernsehen vor einem Millionenpublikum getätigt hat. Nur eine schlimme Anschuldigung hat eine nachvollziehbare Quelle:

„2006 forderte Lieberman in der Knesset, die arabischen Knesset-Abgeordneten als Landesverräter vor Gericht zu stellen und hinzurichten.[21]

Folgt man allerdings dem Link zu dieser Behauptung, landet man bei Ha’aretz, wo steht, dass Avigdor Lieberman im Parlament die Frage aufgeworfen hat, wie man mit Abgeordneten umgehen soll, die sich mit Terroristen verbünden. Lieberman spricht sich für einen Prozess dieser Landesverräter aus und wagt dann einen zugegeben sehr geschmacklosen Vergleich zu den Nürnberger Prozessen und betont, dass dort Todesurteile vollstreckt wurden. In dem Artikel steht ebenfalls, dass der Vergleich auf großen Widerspruch gestossen ist und niemand geringeres als der Premierminister höchstpersönlich sich solidarisch mit den arabischen Abgeordneten erklärt hat.

Interessant, für den Kölschen Außenminister steht ein israelischer Parlamentarier, der einen skandalösen Vergleich aufmacht, der auch von den Medien, der Mehrheit der israelischen Parlamentarier und dem Premierminister kritisiert wird, in Sachen Ekelhaftigkeiten auf der gleichen Höhe mit palästinensischen Männern, die alle Juden wie Bakterien ausrotten wollen, zu deren Vernichtung aufrufen und dafür Applaus von allen Seiten, der politischen und religiösen Führung und einer tobenden Menge erhalten. Für den Kölschen Außenminister ist Avigdor Lieberman offensichtlich mindestens so ekelhaft wie Goebbels.

Avigdor Lieberman ist im israelischen Vergleich unbestritten ein Hardliner und es mag viele Gründe geben, ihn nicht zu wählen und zu kritisieren, aber im Vergleich mit der Hamas und der Fatah ist er ein Friedensengel.

Als ich den Kölschen Außenminister auf seine schlechte Recherche in Sachen Lieberman hinwieß, erhielt ich folgende Antwort:

„Ich bin keine Ermittlungsbehörde und auch kein Staatsanwalt, muss das in den Beziehungen, die die Stadt pflegt, zum Glück auch nicht sein. Bei rassistischen Äußerungen mag es graduelle Unterschiede geben, aber inakzeptabel sind sie in ihrer Menschenverachtung so und so.“

Interessant, als es darum ging, Avigdor Lieberman mit der Hamas gleichzusetzen, konnte der Kölsche Außenminister ohne Probleme Ermittler, Richter und Henker in einer Person sein. Wenn es aber um die Entlastung eines israelischen Politikers geht, dann verzichtet er großzügig auf sein Talent. Es kommt halt nur auf den Kontext an. Goebbels, Hamas, Abbas, Lieberman, Knesset. Für den Kölschen Außenminister gibt es da nur graduelle Unterschiede.

„Ich bestreite nicht Judenhass – im Gegenteil. Ich verurteile Hasstiraden, Rassismus und ganz besonders Antisemitismus. Aber ich verurteile Rassismus auf beiden Seiten. Und das, was radikale Kräfte auf israelischer Seite äußern und bisweilen auch tun (siehe die wiederholten Übergriffe fanatisierter jüdischer Siedler gegen Palästinenser) ist ebenfalls blanker Rassismus. Wer nicht beides thematisiert, ergreift einseitig Partei. Das geschieht häufig in der Politik. Führt aber in die Sackgasse, in der der Nahe Osten seit Jahrzehnten steckt. Da mache ich nicht mit.“

Interessant, der Kölsche Außenminister behauptet zwar, ganz besonders den Antisemitismus zu verurteilen, wenn er aber mit blankem Judenhass konfrontiert wird, dann verurteilt er doch nicht so laut vernehmlich wie behauptet. Als ich ihn die Hasstiraden und Vernichtungsreden des Ministers der Hamas mit der Bitte um Stellungnahme schickte, war seine erste Reaktion nicht Verurteilung, sondern ein Verweis auf angeblich ebenfalls gleichwertige „Ekelhaftigkeiten“ auf israelischer Seite.

Es ist gerade so, als verwiese ein Mann, der um eine Stellungnahme zu dem Judenhass von Goebbels befragt wird, auf den Umstand, dass es unter Juden auch Kriminelle gibt, um dann etwas von „graduellen Unterschieden“ zu faseln.

Lieber Kölscher Außenminister, Sie irren sich. Wenn man mit blankem Judenhass konfrontiert wird, muss man nicht Übergriffe jüdischer Siedler thematisieren, denn das eine hat mit dem anderen nichts zu tun! Antisemitismus ist unabhängig vom Verhalten von Juden. Ich zitiere:

„Überließen uns die Juden Palästina, würden wir dann beginnen, sie zu lieben? Natürlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht! (…) Dein Glaube bezüglich der Juden soll sein, erstens, dass sie Ungläubige sind und zweitens, dass sie Feinde sind! Und sie sind nicht nur Feinde, weil sie Palästina besetzt halten. Sie wären auch unsere Feinde, wenn sie niemals irgendetwas besetzt hätten!“

Ich fasse zusammen: Der Kölsche Außenminister sieht nur „graduelle Unterschiede“ zwischen einem Israeli, der sich im Wort vergreift und dafür heftige und berechtigte Kritik aus den eigenen Reihen erhält und einem Palästinenser, der von der Vernichtung aller Juden predigt und dafür tosenden Applaus der Menge, Politiker und religiösen Führer erntet.

Mit diesem Vergleich offenbart der Kölsche Außenminister seine radikale Neutralitätslosigkeit. Seine Maßstäbe sind vollkommen verschoben. Er behauptet, er kritisiere beide Seiten, hat aber in diesem Fall kein Urteil über die Hamas, aber über „fanatisierte Siedler“ und Avigdor Lieberman parat. Daher bekommen auch die an-sich schönen Worte des Kölschen Außenministers einen schlechten Beigeschmack:

„Ich setze auf diese Mehrzahl, die eine Konfliktlösung für möglich hält und sie anstrebt. Sie will ich im Rahmen meiner bescheidenen Möglichkeiten unterstützen. Ich nutze dafür in erster Linie die Möglichkeiten, die wir auf kommunaler Ebene und im Rahmen unserer Städtepartnerschaften mit Bethlehem und Tel Aviv haben.“

Es ist ja schön, dass der Kölsche Außenminister auf die friedlichen Kräfte setzen möchte, aber wenn für ihn ein Minister der Hamas, der wiederholt wie Goebbels den Hass lehrt und dafür Applaus erntet auf einer Stufe steht mit einem Minister, der sich mal im Wort vergreift und dafür überwiegend Kritik erntet, dann wird klar, dass er die palästinensische Seite mit weit mehr Milde beurteilt als die israelische Seite. Für ihn reicht es, wenn sich Palästinenser größtenteils menschlich verhalten, aber Israelis haben Heilige zu sein.

Diese Haltung aber, mein verehrter Kölscher Außenminister, von Juden mehr zu verlangen als vom Rest der Welt, ist klassischer Antisemitismus.

Von Israel erwartet der Kölsche Außenminister nicht nur, es besser zu machen, sondern Israel muss perfekt sein, schließlich ist Israel der Jude unter den Staaten.

„Graduelle Unterschiede“ nennt der Kölsche Außenminister das. Ich nenne es Judenhass.

***

Nachtrag: Der Kölsche Außenminister hat mir geschrieben, nachdem ich ihm vorgeworfen habe, er habe Unwahrheiten und Übertreibungen verbreitet. Er schreibt, dieser Vorwurf sei „starker Tobak“ und bittet mich, das sofort zurück zu nehmen, da er sonst besser den Dialog beendet.

„Bei politischen Fragen gibt es keine Neutralität, sondern Haltungen. Im israelisch-palästinensischen Konflikt gilt meine Unterstützung denen, die Brücken der Verständigung bauen und miteinander kooperieren wollen. Das ist die Stadt Köln den beiden Partnerstädten in der Region schuldig.“

Es gibt keine Neutralität sondern Haltungen. Da hat der Kölsche Außenminister Recht. Es gibt aber noch was: Taten! Ich glaube dem Kölschen Außenminister ja, dass er helfen möchte, Brücken der Verständigung zu bauen, wenn er aber schon bei einem Disput im friedlichen Deutschland mit einem Mann, der lediglich eine andere Meinung hat, so schnell beleidigt ist und den Dialog abbrechen will, dann fürchte ich, ist er nicht der richtige Typ für den Job des Brückenbauerassistenten.

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Wenn Minister sprechen

Es gibt Minister, die nehmen wirklich kein Blatt vor dem Mund.

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Was klingt wie eine Rede von Joseph Goebbels ist in Wahrheit viel jünger. Der oben zitierte Auszug stammt vom stellvertretenden Minister für religiöse Stiftungen der Hamas Abdallah Jarbu. Er sprach diese Worte am 28. Februar 2010.

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, der von Mahmud Abbas persönlich zum „geistigen Führer der palästinensischen Autonomie“ ernannt wurde:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.‘“

Dies predigte der Fatah-Mufti vor einer jubelnden Masse. In der Charta der Hamas heißt es im Artikel 7:

Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!

Es gibt noch viele weitere klare Worte:

„Schauen wir uns mal die Bilder an, wie die jüdischen Unterdrücker von den deutschen Opfern bestraft werden. Hier seht ihr Leichen und tote Menschen und Knochen von Juden. Hier haben wir ein Krematorium, in dem die Juden verbrannt werden. Hier sehen wir Juden, wie sie sich bereit machen, verbrannt zu werden. Schaut her, hier sehen wir Juden, die am Hunger sterben und an Gas. Schaut, wie sie umzingelt werden und auf Lastwagen verfrachtet werden. Schaut euch die Erniedrigung in ihren Gesichtern an. Sei Gott gelobt dafür! Sie haben Gottes Zorn heraufbeschworen. Hier seht ihr, wie ein Jude lebendig begraben wird. Sieht das wie ein Mensch aus? Er wird in ein Loch geworfen, um lebendig begraben zu werden. Hier seht ihr einen Leichenhaufen. Ibn Mas’oud hatte recht. Schaut her, hier seht ihr Stacheldraht, damit wird hier ein Körper geschunden. Er wird noch zusammen mit fünf anderen an einem Strick aufgehängt werden. Konzentriert euch darauf! Schaut es euch an! Hier, sie binden fünf Köpfe zusammen. Das sind Leichen! Hier bohren sie ein Loch in einen Rücken mit einem Nagel. Gleich ist dieses Kind dran. Schaut euch an wie sie gedemütigt werden. Das sind Leichen. Gott sei gelobt. Die Juden sind Unterdrücker! Hier werden sie deportiert. Ibn Mas’oud hatte recht als er sagte: „Alle Unterdrücker werden einst von den Unterdrückten bestraft werden“ Das sind Leichen. Das sind tote Menschen. Das sind Schädel. Das hier sind die Leichen von Juden. Sie werden verfrachtet wie Vieh. Schaut Euch diesen Traktor an, wie er die Leichen der Juden entsorgt. Und hier sehr ihr Flüchtlinge. Sie warten darauf getötet zu werden. Ein deutscher Soldat wird gleich kommen! Schaut hin. Die Jüdin küsst seine Hand. Seht ihr die Erniedrigung, die Furcht. Seht her, wie sie die Hand des Soldaten küsst. Seht die Erniedrigung! Seht es Euch an. Das ist es, was wir alle erwarten! So Gott will, möge es bald in den Händen der Muslime liegen!“(Al-Rahma TV (Ägypten) 26. Januar 2009)

„Unser Hass auf die Juden ist in unserem Glauben begründet! Der Koran sagt uns, sie zu hassen, nicht sie zu lieben.“ (Al-Nas TV (Ägypten), 8. Januar 2008)

„Überließen uns die Juden Palästina, würden wir dann beginnen, sie zu lieben? Natürlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht! (…) Dein Glaube bezüglich der Juden soll sein, erstens, dass sie Ungläubige sind und zweitens, dass sie Feinde sind! Und sie sind nicht nur Feinde, weil sie Palästina besetzt halten. Sie wären auch unsere Feinde, wenn sie niemals irgendetwas besetzt hätten!“

„Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“ (Qatar TV (Katar), 9. Januar 2009)

„In aller Kürze, so sind die Juden: Als Muslime ist unser Blut voller Rachsucht gegen sie und sie kann nur mit der Vernichtung der Juden gestillt werden, so Gott will. Sie haben mehrmals versucht, unseren Propheten zu töten.“ (Al-Aqsa TV (Gaza), 28. Februar 2008)

„Die größten Feinde eines jeden Muslims nach dem Teufel sind die Juden! Wer sagt das? Gott sagt das!“ (Al-Rahma TV (Ägypten), 9. Januar 2009)

„Im Jahre 1883, wurden vor dem jüdischen Pessachfest um die 150 französische Kinder auf grausamste Weise in den Vororten Paris ermordet. Spätere Untersuchungen haben ergeben, dass die Juden diese Kinder getötet haben, um an ihr Blut zu kommen. Dieses Ereignis führte zu Unruhen im Paris der damaligen Zeit und die französische Regierung sah sich einem enormen Druck ausgesetzt. Eine ähnliche Sache ereignete sich in London, wo ebenfalls viele englische Kinder durch jüdische Rabbis ermordet wurden.“ (Dr. Hassan Hanizadeh auf Jaam-E Jam2 TV (Iran), 20. Dezember 2005)

„Es muss ein Kind sein, das die Pubertät noch nicht erreicht hat. Die Juden entführen das Kind, stecken es in ein Fass, nur zu dem Zweck, um durch Löcher, die an den Orten, wo sich die Arterien des Kindes befinden, kleine Schrauben in die Körper zu schrauben, um an das Blut zu kommen. Sie sammeln das Blut und benutzen es für ihr Pessachfest.“ (Ein politischer Kommentator des Nile Culture TV (Ägypten), 25. Februar 2007)

„Die Juden haben zum Beispiel diesen französischen Doktor Toma getötet, der Juden umsonst behandelt hat, um die Lehren des Christentums zu verbreiten. Obwohl er ihr Freund war und sie von ihm profitiert haben, haben sie ihn an einem ihrer Feiertage entführt und geschlachtet, zusammen mit einer Schwester. Sie haben Matzebrot aus ihrem Blut gemacht. Sie machen das jedes Jahr. Die Welt muss davon erfahren! (Dr. Sallah Sultan, Präsident des Amerikanischen Zentrums für Islamforschung auf Al-Aqsa TV (Gaza), 31. März 2012)

„Juden sind Schweine und Affen! Gott sagt das!“ (Ein kleines Mädchen auf Iqra TV (Saudi-Arabien), 7. Mai 2002)

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben. Hahahahaha!“ (Wiam Wahhab, ehemaliger libanesischer Minister, auf Al-Jadid/New TV (Libanon) 4. Juli 2010)

„Immer wieder hat Gott Strafen über die Juden kommen lassen. Die letzte Strafe wurde von Hitler ausgeführt. Bei allem, was er ihnen angetan hat, und die Juden übertreiben bei der Beschreibung dieser Taten, hat Hitler die Juden nur an ihren gerechten Platz gesetzt. Es war die göttliche Strafe für sie!“ (Al-Jazeera TV (Katar) 30. Januar 2009)

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Sind Sie ein Nazi?

Liebe Hilde Scheidt,

darf ich Ihnen eine kleine Frage stellen? Sie sind ja grüne Bürgermeisterin der Stadt Aachen, was halten Sie von folgenden Aussagen?

„Wir fordern, dass sich der Staat verpflichtet, in erster Linie für die Erwerbs- und Lebensmöglichkeit der Staatsbürger zu sorgen.“

„Alle Staatsbürger müssen gleiche Rechte und Pflichten besitzen.“

„Die Tätigkeit des einzelnen darf nicht gegen die Interessen der Allgemeinheit verstoßen, sondern muß im Rahmen des Gesamten und zum Nutzen aller erfolgen.“

„Im Hinblick auf die ungeheuren Opfer an Gut und Blut, die jeder Krieg vom Volke fordert, muss die persönliche Bereicherung durch den Krieg als Verbrechen am Volke bezeichnet werden.“

„Wir fordern Gewinnbeteiligung an Großbetrieben.“

„Wir fordern die Freiheit aller religiösen Bekenntnisse im Staat (…) Gemeinnutz vor Eigennutz.“

„Wir fordern einen großzügigen Ausbau der Altersversorgung.“

„Wir fordern den Rücksichtslosen Kampf gegen diejenigen, die durch ihre Tätigkeit das Gemeininteresse schädigen.“

„Um jedem fähigen und fleißigen Deutschen das Erreichen höherer Bildung und damit das Einrücken in führende Stellung zu ermöglichen, hat der Staat für einen gründlichen Ausbau unseres gesamten Volksbildungswesens Sorge zu tragen. Die Lehrpläne aller Bildungsanstalten sind den Erfordernissen des praktischen Lebens anzupassen. Das Erfassen des Staatsgedankens muß bereits mit dem Beginn des Verständnisses durch die Schule (Staatsbürgerkunde) erzielt werden. Wir fordern die Ausbildung besonders veranlagter Kinder armer Eltern ohne Rücksicht auf deren Stand oder Beruf auf Staatskosten.“

Ich nehme mal an, all diese Punkte entsprechen im Großen und Ganzen Ihrer grünen Idee von einer guten Politik, nicht wahr? Darf ich Sie daher noch etwas fragen?

Sind Sie etwa ein Nazi, Hilde Scheidt? All die oben angeführten Zitate sind nämlich 8 Punkte aus dem 25-Punkte-Programm der NSDAP. Ich weiß, ich habe diese 8 Punkte ganz bewußt aus dem Zusammenhang gerissen und eigentlich müsste jedem klar sein, dass die GRÜNEN nichts mit der NSDAP zu tun haben, aber warum sollte ich mit Ihnen anders verfahren, als Sie mit Ihren Mitmenschen umgehen? Ich erlaube mir nichts weiter, als den Kategorischen Imperativ von Immanuel Kant anzuwenden.

„Handle nur nach derjenigen Maxime, durch die du zugleich wollen kannst, dass sie ein allgemeines Gesetz werde.“

Sie haben Sich mit Ihrem Verhalten selbst in die Situation gebracht, nun erklären zu müssen, ob Sie ein Nazi sind oder nicht, denn in einem Interview mit der Aachener Zeitung haben Sie gesagt:

«Ich habe davor gewarnt, Herrn Broder auszuzeichnen (…) Nach dem, was ich über die Äußerungen von Herrn Broder – und auch von Festredner Ralph Giordano – bei der Veranstaltung gelesen habe, kann ich nur sagen: So etwas können wir hier in Aachen wirklich nicht gebrauchen.»

Sie können also Ihrer Meinung nach Henryk M. Broder und Ralph Giordano in ihrer Stadt nicht gebrauchen! Das ist schon ein starkes Stück aus dem Mund einer Bürgermeisterin einer Stadt, in der die Synagoge mit einem Hakenkreuz beschmiert und der jüdische Friedhof geschändet wird. Für eine Bürgermeisterin, die nicht in der Lage ist, mit hausgemachten Nazis fertig zu werden, die jüdische Einrichtungen schänden, sind Sie aber ganz schön streng mit Juden, die es wagen, das ungeheure Verbrechen zu begehen, eine anderen Meinung zu haben als Sie. Was genau haben Sie eigentlich gegen Broder und Giordano? Sie schreiben:

„Ich habe gegen die Preisverleihung an Broder gestimmt und ich habe an der Veranstaltung nicht teilgenommen. Das, was Broder jetzt schreibt, erschreckt mich ebenso wie die starke Nähe zu „Political Incorrect“. Diese Gründe führen dazu, dass ich nicht mehr Mitglied der Deutsch-Israelischen Gesellschaft sein möchte. Hetze hat in Aachen keinen Platz!“

Hetze hat in Aachen also keinen Platz, bis auf die eben erwähnten Nazischmierereien natürlich. Weil Ihnen die Meinungen einiger Juden in der Deutsch-Israelischen Gesellschaft nicht passen und Sie diese Meinungen kurzerhand zur „üblen Hetze“ erklären, haben Sie die Deutsch-Israelische Gesellschaft verlassen. Ich frage mich da, warum Sie dann nicht auch gleich Aachen verlassen? Schließlich gibt es in Aachen Bürger, die mit Ihrem Verhalten zeigen, dass sie lupenreine Nazis sind. Aber was sind schon Nazischmierereien gegen abweichende Judenmeinungen, nicht wahr Frau Scheidt? Bei Broder und Giordanao, da muss die deutsche Hilde einfach mal auf den Eichentisch hauen! Was zu weit geht, geht zu weit!

Sie, Frau Scheidt, machen genau das, was ich am Anfang dieses Artikels gemacht habe: Sie reißen Zitate aus dem Zusammenhang, lassen sich vom Hörensagen leiten, freuen sich über Ähnlichkeiten und konstruieren dann brav eine Nähe zwischen Broder und Schreiberlingen im Stile von Politically Incorrect. Dabei ist die Nähe Broders zu Politically Incorrect nur mindestens ebenso vorhanden wie die Nähe von Ihnen zur NSDAP.

Es ist wirklich faszinierend: Für Sie ist Henryk M. Broder ein Problem, das in Aachen nichts zu suchen hat. Broder wollen wir hier nicht. Diese Stadt ist Broderrein!

Zugegeben, Henryk M. Broder ist ein Mann der deutlichen Worten und ein Freund guter, wenn auch manchmal geschmackloser Pointen. Was aber wäre Humor ohne losen Geschmack? Den losen Geschmack hat Broder übrigens mit Heinrich Heine gemein, ein Dichter, der einst folgende Zeilen zu Aachen verfasste:

Zu Aachen, im alten Dome, liegt
Carolus Magnus begraben.
(Man muß ihn nicht verwechseln mit Karl
Mayer, der lebt in Schwaben.)

Ich möchte nicht tot und begraben sein
Als Kaiser zu Aachen im Dome;
Weit lieber lebt’ ich als kleinster Poet
Zu Stukkert am Neckarstrome.

Zu Aachen langweilen sich auf der Straß’
Die Hunde, sie flehn untertänig:
„Gib uns einen Fußtritt, o Fremdling, das wird
Vielleicht uns zerstreuen ein wenig.“

Ich bin in diesem langweil’gen Nest
Ein Stündchen herumgeschlendert.
Sah wieder preußisches Militär,
Hat sich nicht sehr verändert.

Es sind die grauen Mäntel noch
Mit dem hohen, roten Kragen –
(Das Rot bedeutet Franzosenblut,
Sang Körner in früheren Tagen.)

Noch immer das hölzern pedantische Volk,
Noch immer ein rechter Winkel
In jeder Bewegung, und im Gesicht
Der eingefrorene Dünkel.

Sie stelzen noch immer so steif herum,
So kerzengerade geschniegelt,
Als hätten sie verschluckt den Stock,
Womit man sie einst geprügelt.

Vermutlich hätten Sie, Frau Scheidt, als Bürgermeisterin der Stadt Aachen im 19. Jahrhundert so über Heine gesprochen, wie heute über Broder im 21. Jahrhundert.

„Er spaltet und bringt Streit, davon lebt er.“

Glauben Sie mir, Heinrich Heine war deutlich unverschämter in seiner Religionskritik als Broder heute:

„Welcher Recht hat, weiß ich nicht –
Doch es will mich schier bedünken,
Daß der Rabbi und der Mönch,
Daß sie alle beide stinken.“

„Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.“

Wie Heinrich Heine so überspitzt auch Henryk M. Broder oft seine Worte, um so auf Mißstände in unserer Gesellschaft hinzuweisen. Henryk M. Broder ist ein Jude, der von sich selber sagt, er sei zum Wissen konvertiert und hat zusammen mit Hamad Abdel-Samad, ein Moslem, der ebenfalls von sich selber sagt, er sei zum Wissen konvertiert, eine Dokumentation über Deutschland gemacht und sich dabei mit Nazis, Islamisten, fundamentalistischen Christen, Links- und Rechtsextremisten und ideologischen Fanatikern angelegt.

Diesen Mann wollen Sie in Aachen nicht haben?

Dieser Mann soll ein Problem sein in einer Stadt, die wie kaum eine andere deutsche Stadt Probleme mit Nazis hat?

Heinrich Heine hat einmal gesagt: „Verfolgung der Andersdenkenden ist überall das Monopol der Geistlichkeit.“

Sie, Frau Scheidt, sind in dieser Geistlichkeit eine wahrhaft Heilige!

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Da muss man erst mal drauf kommen!

Es ist doch wirklich faszinierend, wie sich ein deutscher Politiker immer mehr um Kopf und Kragen reden kann. Erst twittert Kevin Barth von der Piratenpartei, dass er „den Juden an sich unsympathisch“ findet, dann wundert er sich über den Vorwurf, ein Antisemit zu sein, weil es ja völlig abwegig ist, dass jemand als Antisemit bezeichnet wird, nur weil er „den Juden an sich“ unsympathisch findet, um dann schließlich, nachdem er dem Wunsch nachgekommen ist, sein Amt nieder zu legen, bei einem Interview mit ZDF Heute folgende Entschuldigung erklärt:

„Für diesen Satz kann ich nur um Entschuldigung bitten. Ich meinte eigentlich die israelische Administration. Ich wollte nicht den Juden persönlich angreifen. Mir ist das rausgerutscht. Aus Unwissenheit. Ich habe mich nicht genug informiert über dieses Thema.“

Ja, so sind sie, die jungen deutschen Politiker vom Schlage eines Kevin Barths: Sie müssen sich erst einmal richtig informieren, bevor sie erkennen können, dann es nicht okay ist, „den Juden an sich“ unsympathisch zu finden. Dass Antisemitismus keine so tolle Sache ist, da kommt ein 08/15-Kevin Barth eben nicht ohne Nachdenken drauf.

Vermutlich musste Kevin Barth sogar erst einen Crashkurs in Vergangenheitsbewältigung belegen, um zu erkennen, was an seinem Posting so schlimm ist. Ich befürchte sogar, dass erst ein paar Bilder in einem Geschichtsbuch ihn dazu gebracht haben, die Ungeheuerlichkeit in seiner Aussage zu erkennen.

Unter Auschwitz machen es manche Deutsche nicht mehr.

Für manch einen jungen Mensch in Deutschland scheint Auschwitz zu einer Nachhilfe für moralisch Sitzengebliebene verkommen zu sein, ganz so, als könne man ohne den Massenmord nicht wissen, dass es nicht richtig ist, Menschen zu hassen und millionenfach zu vergasen.

Erst ein langes Nachdenken und Informieren konnte Kevin Barth dazu bringen zu erkennen, dass es total doof ist, „den Juden an sich“ unsympathisch zu finden.

Es ist wahrlich ein trauriges Bild, das uns da ein deutscher Jungpolitiker von der heutigen Jugend in Deutschland präsentiert.

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Die Antisemitismus-Keule

Jetzt gehen sie aber wirklich zu weit. Jetzt wird man schon als Antisemit bezeichnet, wenn man „die Juden an sich“ unsympathisch findet. Der Kreisvorsitzende der Piratenpartei von Heidenheim hat vor ein paar Tagen auf twitter folgenden Eintrag gepostet:

„ok. ich bin also antisemit weil ich die israelische kackpolitik und den juden an sich unsympathisch finde weil er einen sinnlosen krieg führt“

Ja, das führt wirklich zu weit! Wo kommen wir denn da hin, wenn wir jeden Menschen als Antisemiten bezeichnen, der „den Juden an sich“ unsympathisch findet? In Deutschland beginnt Antisemitismus erst mit der Vergasung von 6 Millionen Juden. Alles darunter ist eine Ordnungswidrigkeit!

Dass Kevin Barth so hart kritisiert wird, ist doch nur ein typisches Beispiel für die Auschwitzkeule.

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Der ewige Besatzer

Neutralität ist ein Fremdwort im Diskurs rund um den Nahostkonflikt. Exemplarisch für die Einseitigkeit, die nicht mehr als solche wahrgenommen wird, ist der Begriff: „Israelische Besatzung“.

Warum sprechen so viele Menschen von Gebieten, die angeblich von Israel besetzt sind? Warum spricht niemand davon, dass der selben Logik folgend der Gaza-Streifen und die Westbank von Palästinensern besetzt sind?

Millionen selbsternannte Nahostexperten sind fest davon überzeugt, dass es immer schon einen palästinensischen Staat gab und Israel gleich nach der Staatsgründung seine Nachbarn überfallen hat.

Eine Technik der Propaganda besteht darin, eine Lüge immer wieder zu wiederholen, damit am Ende etwas hängen bleibt. Im Fall Palästinas ist dies gelungen. Kaum jemand macht sich heute noch die Mühe, ein Geschichtsbuch aus dem Regal zu räumen, um nachzuschauen, von wann bis wann es denn ein Palästina gegeben hat. Die Antwort ist klar: Es gab niemals ein selbstständiges Palästina!

Es ist nicht möglich, dass Israel eine Nation besetzt, die niemals existiert hat!

Schauen wir uns mal die West Bank an, also den Ort, von dem behauptet wird, Israel halte ihn seit dem Sechstagekrieg im Jahr 1967 besetzt oder würde dort „illegale Siedlungen“ bauen. In der deutschen Sprache wird dieses Gebiet auch Westjordanland bezeichnet, was schon zeigt, wer bis 1967 die Hoheit über dieses Land hatte: Jordanien! Im Arabisch-Israelischen Krieg von 1948 wurde es von Jordanien besetzt und 1949 völkerrechtswidrig annektiert. Nur Großbritannien und Pakistan haben die jordanische Hoheit über das Westjordanland jemals anerkannt. Von diesem Gebiet aus wurde Israel 1967 angegriffen, und kein Recht der Welt kann dem Staate Israel ernsthaft sein Recht auf Verteidigung absprechen.

Bevor die West Bank im Jahr 1949 von Jordanien annektiert wurde, war sie allgemein als Palästina bekannt. Allerdings bedeutet dies nicht, dass es eine palästinensische Regierung und Verwaltung gab. Es gab schließlich nicht einmal den Ausdruck „palästinensisches Volk“. Dieser Begriff hielt erst sehr viel später Einzug in den Nahostdiskurs und gehört ebenfalls zu den vielen angeblich neutralen, aber in Wahrheit sehr einseitigen Propagandavokabeln.

Palästina war der Begriff, mit dem der Völkerbund, der seit 1922 das Gebiet verwaltete, das Land und alle dort leben Menschen, ob christlich, muslimisch, jüdisch oder heidnisch, beschrieb. Auf der Konferenz von Sanremo im Jahr 1920 wurde das Gebiet an Großbritannien übertragen mit dem Auftrag zur Realisierung des Völkerbundmandats für Palästina. Auftrag des Mandats, das am 24. Juli 1922 ratifiziert wurde, war die Hilfe zur „Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“. Zu dieser Entscheidung kam es, nachdem das Reich, das vorher über das Gebiet geherrscht hatte, untergegangen war. War es Palästina? Nein! Es war das Osmanischen Reich. Im Ersten Weltkrieg unterlag das Osmanische Reich den alliierten Mächten, was dazu führte, dass im Namen des Völkerbundes das Osmanische Reich aufgeteilt wurde, um neue unabhängige Länder zu etablieren. Selbstverständlich konnte bei dieser Entscheidung nicht der jüdische Teil der Bevölkerung übergangen werden, der schon seit biblischen Zeiten in dem Gebiet lebt. Nach Jahrhunderten der Unterdrückung und der Diskriminierung, besonders auch durch muslimische Machthaber (die bekanntesten Pogrome an Juden durch Muslime in der Zeit sind die Nabi-Musa-Unruhen, die Unruhen in Jaffa und das Massaker von Hebron), forderten viele Juden unter dem Begriff Zionismus schließlich nichts weiter ein, als das Recht, das für alle anderen Menschen der Welt selbstverständlich war und ist: Sie beanspruchten Sicherheit in den Grenzen einer selbstverfassten Nation. Sie beanspruchten Unabhängigkeit. Sie beanspruchten Land!

Der damalige britische Außenminister Arthur James Balfour unterstützte den Wunsch der Zionisten und schrieb einen Brief, der als Balfour-Deklaration in die Geschichte einging:

Verehrter Lord Rothschild,
ich bin sehr erfreut, Ihnen im Namen der Regierung Seiner Majestät die folgende Erklärung der Sympathie mit den jüdisch-zionistischen Bestrebungen übermitteln zu können, die dem Kabinett vorgelegt und gebilligt worden ist:
Die Regierung Seiner Majestät betrachtet mit Wohlwollen die Errichtung einer nationalen Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina und wird ihr Bestes tun, die Erreichung dieses Zieles zu erleichtern, wobei, wohlverstanden, nichts geschehen soll, was die bürgerlichen und religiösen Rechte der bestehenden nicht-jüdischen Gemeinschaften in Palästina oder die Rechte und den politischen Status der Juden in anderen Ländern in Frage stellen könnte. Ich wäre Ihnen dankbar, wenn Sie diese Erklärung zur Kenntnis der Zionistischen Weltorganisation bringen würden.
Ihr ergebener Arthur Balfour

Der Völkerbund nahm sich dieses Ansinnens an und wählte ein Gebiet, in dem diese „nationale Heimstätte für das jüdische Volk in Palästina“ entstehen sollte. Das Gebiet umfasste dabei nicht einmal 0,5% des ganzen arabischen Raums.

Im Jahr 1947, also nach dem Zweiten Weltkrieg, bei dem sich die Situation von Juden im Nahen Osten noch mehr verschlechtert hatte, (unter anderem verbündete sich der Mufti von Jerusalem, Mohammed Amin al-Husseini, mit Adolf Hitler im gemeinsamen Anstrengen, alle Juden der Welt zu vernichten), wurde ein Teilungsplan der Vereinten Nationen, der Nachfolgeorganisation des Völkerbundes, vorgelegt, in dem sich die jüdische Seite schließlich sogar mit nur einem Viertel des eh schon kleinen Gebiets zufrieden gab:

Die restlichen drei Viertel gingen zu zwei Dritteln an das halbautonome Emirat Transjordanien, aus dem später das heutige Land Jordanien wurde. Der Rest sollte zu einem weiteren arabischen Staat werden. Wenn es also eine Partei innerhalb des Konfliktes gibt, die zu extremen Kompromissen bereit war, dann die jüdische Seite!

Als schließlich am 29. November 1947 im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils eines unabhängigen Staates angeboten wurde, nahm die israelische Seite dieses Angebot an, obwohl es nicht einmal 20% des anfänglich in Aussicht gestellten Landes war. Die arabische Seite jedoch verweigerte die Annahme ihres unabhängigen Landes. Stattdessen engagierte sie sich zusammen mit Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien in einem gemeinsamen Krieg zur Vernichtung des neu gegründeten Israels.

Im Zuge dieses Krieges kam es zu zwei Flüchtlingsströmen. Der eine Strom bestand aus 500.000 arabischen Flüchtlingen, der andere aus 850.000 jüdischen Flüchtlingen. Interessanterweise ist im heutigen Diskurs rund um den Nahostkonflikt meistens nur noch von den 500.000 arabischen Flüchtlingen die Rede, was ebenfalls zeigt, dass es mit dem Neutralitätsgebot im Nahostkonflikt nicht so weit her ist. Dieses Phänomen habe ich in meinem Artikel „Der ewige Flüchtling“ beschrieben.

Alsim Jahre 1948 Israel gegründet wurde, erklärte die arabische Welt Israel den Vernichtungskrieg. In dieser Zeit fanden auch viele schreckliche Pogrome in muslimischen Ländern gegen Juden statt, u.a. die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden. Viele Angriffe auf Israel wurden auch von der durch Jordanien extra zur Vernichtung Israel annektierten West Bank unternommen. Im Sechstagekrieg 1967 brachte Israel dieses Gebiet unter Kontrolle und konnte so die Angriffe aus dieser Region beenden. Seitdem hält sich das Gerücht, Israel hielte dieses Land besetzt, ein Gebiet, das vorher von Jordanien in der Absicht, Israel zu vernichten, annektiert worden war und das in der Zeit des Mandats durch den Völkerbund für eine jüdische Nation vorgesehen war.

Wenn wir uns die Geschichte der Region anschauen, so sehen wir, dass dort erst das Osmanische Reich geherrscht, dann der Völkerbund verwaltet, dann Jordanien annektiert und dann Israel das Gebiet unter Kontrolle geholt hat. Wie kann man da guten Gewissens von „besetzten Gebieten“ sprechen? Von wem hält Israel das Land besetzt? Von Jordanien, das es zur Vernichtung Israel annektiert hat? Vom Osmanischen Reich, das es nicht mehr gibt? Von wem?

Erst 1988 hat Jordanien seinen Anspruch auf das Gebiet aufgegeben, und erst seit 1993 werden Teile des Gebiets von der Palästinensischen Autonomiebehörde verwaltet ohne gültige Erklärung, die Existenz Israels anzuerkennen. Von wem hält Israel das Gebiet besetzt? Die Antwort ist schlicht: Von niemandem!

Während es nie eine völkerrechtliche Anerkennung der Annexion des Gebietes durch Jordanien gab, die arabische Seite das Angebot der Vereinten Nationen von 1947 abgelehnt hat und das Osmanische Reich nicht mehr existiert, gibt es eigentlich nur einen Vertrag, der die Situation regelt: Das Völkerbundmandat.

Wenn es Besatzer in diesem Konflikt gibt, dann Jordanien und die Palästinensische Autonomiebehörde.

Warum aber spricht im Falle Jordaniens und der Palästinensischen Autonomiebehörde niemand von Besatzern? Weil wir es mit der typischen Doppelmoral zu tun haben, die von der israelischen Seite etwas erwartet, was sie von den anderen Parteien nicht erwartet.

Es handelt sich bei den Gebieten nicht um „besetzte Gebiete“, da es im Vorfeld keine souveräne Regierung gab, von der Israel etwas hätte besetzen können. Es sind vielmehr „umstrittene Gebiete“.

Wer Israel als Besatzer bezeichnen will, muss auch Palästinenser und Jordanier als Besatzer bezeichnen, denn ihr Recht, dort zu siedeln, ist genauso berechtigt oder umstritten wie das Recht jedes Menschen, dort zu siedeln.

Wer behauptet, die jüdischen Siedlungen seien illegal, muss auch die palästinensischen Siedlungen als illegal bezeichnen.

Warum haben sich dennoch die einseitigen Vokabeln von den „besetzten Gebieten“ und den „illegalen jüdischen Siedlungen“ sogar bis in die höchsten Ebenen ernstzunehmender Zeitungen und ins deutsche Parlament eingeschlichen? Kann es sein, dass zweitausend Jahre Judenhass Spuren hinterlassen haben?

Heute hat noch manch ein aufgeklärter Mensch das Vorurteil des ewigen Juden im Kopf, oder, um es politisch korrekt auszudrücken: des ewigen Besatzers!

***

Mein besonderer Dank gilt Matthias Stöhr für das Korrekturlesen.

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Choleriker und Giftschlange

Bild von Antonio Ruiz Tamayo

„Für Gerd Buurmann ist der Jago eine Paraderolle, die er – abwechselnd wie Bugs Bunny eine Möhre schmauchend und maliziös Mini-Dickmanns verschlingend – genüsslich zwischen getriebenem Psychopaten, vermeintlichen Hofnarren und Giftschlange anlegt.“

So steht es heute im Kölner Stadtanzeiger. Die Inszenierung hat der Kritikerin Jessica Düster wohl gefallen, denn sie schreibt ebenfalls:

„Burkhard Schmiester inszeniert das Gastspiel seines Severins-Burg-Ensembles im Kölner Metropol-Theater wie eine Montage aus Verhören mit den drei Hauptbeteiligten und Rückblenden auf den Verlauf der fatalen Ereignisse. Das Konzept funktioniert gut und strafft Shakespeares Tragödie auf flotte anderthalb Stunden.“

Aber auch die Titelfigur hat es der Kritikerin angetan:

„Thorsten-Kai Botenbender gibt den Othello als rasenden Choleriker, beeindruckt aber am meisten in den besonnenen „Geständnis“-Passagen.“

Die Kölnische Rundschau weiß auch Interessantes über diese Inszenierung zu berichten. Rolf-R. Hamacher schreibt:

Nicht immer weiß man, wo die Tragik aufhört und der (makabere) Humor beginnt.“

Er macht dafür überwiegend den „diabolischen Charme von Gerd Buurmann“ verantwortlich. Der Kritiker sagt, ich wandele „oft auf dem schmalen Grat zwischen perfektem Komik-Timing und Übertreibung“, womit ich die „Eigenwilligkeit der Inszenierung“ tragen würde.

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Freiheit für den Juchtenkäfer!

Skandal im ARTheater!

Am 16. Januar 2012 macht Gerd Buurmann in der Show „Kunst gegen Bares“ einen Witz über die Gegner von Stuttgart 21 und sieht sich in der Folge mit dem Zorn ausgelassener Wutbürger konfrontiert.

Klicken Sie hier für den Livemitschnitt.

Am 6. Februar 2012 bittet Gerd Buurmann bei dem Publikum der Kunst gegen Baren um Verzeihung und erhält die Absolution.

Klicken Sie hier für den Livemitschnitt.

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Verbrennt ruhig unsere Bücher – aber kauft sie!

Hiermit erklären wir als Autorinnen und Autoren, dass wir das Recht jedes Menschen unterstützen, unsere Bücher zu verbrennen, so lange sie die Bücher nur kaufen!

Wir wissen, dass unsere Freiheit, ohne Furcht vor Verfolgung kreativ, journalistisch und wissenschaftlich arbeiten zu können, der durch das Grundgesetz garantierten Meinungs-, Presse-, und Kunstfreiheit geschuldet ist.

Zu dieser Freiheit gehört, dass sich jeder Mensch nach seinem ureigensten Geschmack zu der jeweiligen Kunst verhalten darf.

Bücher können zum Lesen, zum Beschweren, zur Verzierung, als Installation, aber auch zum Verbrennen genutzt werden, meinetwegen auch als regenerative Energie – oder aber, wenn es unbedingt sein muss, auch dafür, dass der Tisch in der Küche nicht mehr wackelt.

Wir fühlen uns geehrt, wenn unsere Bücher gelesen werden und empfehlen die Lektüre, aber ein bloßes Verbrennen unserer Werke, solange sie gekauft und bezahlt werden, geht auch in Ordnung.

Wir rufen Gott, Allah und die Brüder Grimm auf, sich unserer Erklärung anzuschließen. Es geht hier schließlich um die Menschenrechte.

Wir laden alle anderen Autorinnen und Autoren ein, mit uns in Kontakt zu treten, damit auch für ihre Bücher gilt:

Verbrennt ruhig unsere Bücher – aber kauft sie!

Nutzen Sie einfach die Kommentarspalte oder schreiben Sie an gerdbuurmann@hotmail.de

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Henryk M. Broder schlägt vor, gleich sein gesamtes Werk zu verbrennen, besonders zu empfehlen sind folgende Bücher:

„Vergesst Auschwitz“
„Hurra, wir kapitulieren“

„Kritik der reinen Toleranz“
„Der ewige Antisemit“

Hannes Stein möchte kein spezielles Band seines Ouevres für eine Verbrennung hervorheben und überlässt lieber Amazon die Nennung seiner bedeutendsten Werke:

„Endlich Nichtdenker!“
„Immer Recht haben. Der endgültige Ratgeber“
„Enzyklopädie der Alltagsqualen“

Roland Hornung empfiehlt: „Nicht-lineare Optimierung“(Gerd Buurmann gibt zu: „Ich wette, ich bin nicht der einzige Mensch, der als Schüler mal sein Mathebuch verbrannt hat.“)

Cora Stephan empfiehlt:

„Angela Merkel. Ein Irrtum“
„Die Betroffenheit. Eine politische Sittengeschichte.“

Alex Feuerherdt empfiehlt: „Verratene Freiheit“

Isabel Rohner empfiehlt: „KunstmörderIn“

Nathan Ceas empfiehlt: „Der lange Weg“

Vera Lengsfeld empfiehlt:

„Ich wollte frei sein. Die Mauer, die Stasi, die Revolution“
„Von nun an gings bergauf. Mein Weg zur Freiheit“

Michael Miersch und Dirk Maxeiner empfehlen: „Frohe Botschaften“

Reinhard Mohr empfiehlt:

„Meide Deinen Nächsten. Beobachtungen eines Stadtneurotikers“
„Der diskrete Charme der Rebellion. Das Leben mit den 68ern“

Michael Schönen empfiehlt: „Frohe Kunden“ und fügt hinzu: „Ein brandheißer Band voll zündender Pointen! „Voll der Burner“, wie die Jugendlichen sagen würden. Aber immer dran denken:
Bücher stets erst nach dem Kauf
auf den Scheiterhaufen rauf!“
)

Tilman Tarach empfiehlt: „Der ewige Sündenbock“

Gerd Buurmann schlägt vor, die Seiten 89 bis 92 aus „Reinschrift 2: Kölner Anthologie“ zu reißen, um sie zu verbrennen.

Monika Winter empfiehlt: „Die Klagemauer in Köln – Alter Hass in neuen Kleidern“

Alexei Pavlovic gibt sein Gedicht in „Liebeslänglich“  auf Seite 52 dem Feuer preis, denn er weiß zu berichten: „Heinrich Mann hatte seinerzeit geschrieben, viele Studenten sahen die Bücherverbrennung als tolle Chance an, kostenlos an gute Literatur zu kommen und viele Bücher seien gar nicht im Feuer, sondern in den Taschen der Studenten gelandet. Also: Verbrennung als Qualitätsinstanz!“

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