Vergiss mein nicht


Tapfer im Nirgendwo präsentiert einen Text von Henriette Westphal aus der Zeitung akT26:

Warum eigentlich Neuseeland? Fragt sich Chris (Manuel Rittich) am Ende des Stücks. Aber da ist die Katastrophe schon vorbei, in Neuseeland ist ein Flugzeug in ein Hochhaus geflogen. Zwölf Monate vorher (die Regieanweisung steht auf seinem gelben T-Shirt) sitzen Chris und Sarah (Janina Schmulder), ein erwartungsvolles junges Paar, mit weißen Körpern in Liegestühlen am Strand. Dass ihre Beziehung trotzdem marode ist, spürt man schnell. Als Jüdin aus gutem Hause stört sie der Anblick seinen unbeschnittenen „Lanzelot“. Er dagegen präsentiert sich als unbedarfter Surfer-Boy, streicht sich schleimig die wasserstoffblonden Haare zurück. Partnerin Sarah scheint für ihn austauschbar.

Dann lernt das Paar Beate (Janett Bobel) und Eva (Johanna Cora Müllers) kennen, zwei Schwestern aus dem Schwarzwald, die in Neuseeland wohnen. Obwohl Eva schon 21 ist, glaubt sie, erst sieben zu sein: bei einem Tsunami verlor sie Eltern, Hund und Gedächtnis. Nur kurz nimmt sie ihre Umgebung wahr, dann ist sie wieder zurück an dem Punkt vor 14 Jahren, wo sie am Strand nach ihrem Hund sucht.

Autor und Regisseur Gerd Buurmann hat mit „Gehirne am Strand“ nicht nur einen grandios witzigen Titel gefunden, sondern auch Dialoge geschrieben, die authentisch sind, mühelos durch das Stück fließen und den Schauspielern gut im Mund liegen. Rhythmisch, mit klug eingesetzter Musik, sind die Szenen spannend aufeinander abgestimmt. Dabei spitzt sich die Erzählung immer weiter zu. Bei den vier Fremden am Strand verschwimmen die Grenzen der Moral: Darf man das hilflose Kind Eva mit der Wahrheit über den Hund quälen – auch wenn sie sie gleich wieder vergessen hat? Ist Wahrheit wichtiger als glücklich zu sein? Was bei Chris als harmloses Spielchen beginnt („Das hat sie doch eh gleich wieder vergessen“), führt zu Sadismus: brutal schlägt er Eva nieder, fesselt sie mit Klebestreifen am Bühnenboden, schleppt ihren wehrlosen Körper schließlich hinter die Bühne.

Im Vorfeld hat sich Buurmann mit den Konsequenzen von Demenz und Gedächtnisverlust beschäftigt – die solide Recherche merkt man dem Stück an, das klug große Themen wie Religion, Politik, Liebe, Wahrheit und Krankheit streift. Vorzuwerfen ist ihm vielleicht nur, dass Chris als das Böse etwas zu eindeutig ist. Er wird von Manuel Rittich mit großer Lässigkeit und Natürlichkeit als prolliger, unbedarfter Happy-Surfer gespielt – und atemlos sieht man zu, wie er sich in ein sadistisches Monster verwandelt. Auch die anderen Schauspieler überzeugen: Bobel als raue Tierpflegerin einer Vogelzucht, Schmulder als brave, aber starke Frau. Johanna Cora Müllers verwandelt sich in ein Kind, dass sie Naivität, kindlicher Freude und Trauer wunderbar darstellen kann. Besonders begeistern Buurmanns Regieeinfälle – das Ende wird mit einem Kurzfilm erzählt. Er endet spektakulär mit der Aufnahme des Flugzeuges, das direkt ins Zimmer fliegt, in dem Beate und Sarah über die Ergebnisse vor 12 Monaten sprechen. Vergessen wird man dieses psychologisch genaue und gut gebaute Stück nicht so schnell.

Bei den Bildern handelt es sich um Backstagefotos aus der Reihe „Behind the brains“ von Antonio Ruiz Tamayo.

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Israels Provokationen

Zum Israel-Palästina-Konflikt gibt es einen Satz, der zwar oft fällt, den ich aber dennoch nicht ganz verstehe: Beide Seiten müssen alle Aktionen unterlassen, die als Provokation aufgefasst werden können.

Wirklich? Alle Aktionen? Für nicht wenige Palästinenser wird aber schon die pure Existenz Israels als Provokation verstanden. Soll Israel etwa mit dieser Provokation aufhören, und sich selbst auflösen? Ich glaube, die Forderung benötigt eine kleine Präzisierung.

Daher bitte ich alle Leserinnen und Leser, die ebenfalls finden, dass Israel mit allen Aktionen aufhören muss, die als Provokation verstanden werden können, nur kurz folgende Fragen zu beantworten, was die Bürgerinnen und Bürger Israels Ihrer Meinung nach tun müssen, um endlich in Frieden leben zu können:

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Die Hamas spricht im Artikel 7 ihrer Charta vom Tod aller Juden. Für die Hamas ist also jeder lebende Jude eine Provokation.

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Israel ist das einzige Land im Nahen Osten mit Geschlechtergleichheit.

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Israel ist das einzige Land im Nahen Osten mit Religionsfreiheit. Während in all den anderen Ländern des Nahen Ostens ein Abfall vom Islam mit dem Tod bestraft werden kann, kann in Israel nicht nur jeder von allen Religionen abfallen, sondern auch jeder Religion angehören, ohne dadurch Einschränkungen fürchten zu müssen. Im Parlament, in den Gerichten, an Universitäten und bei der Polizei sind alle Religionsgemeinschaften zu finden.

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In Israel wird Meinungsfreiheit garantiert und Kritik am eigenen Land gehört zur Selbstverständlichkeit. In den palästinensischen Gebieten jedoch führt Kritik an der Hamas nicht selten zum Tod.

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Israel verbietet es niemandem aufgrund seiner Religionszugehörigkeit im Land zu siedeln und zu bauen. Palästina jedoch möchte jedem Juden das Siedeln und Bauen im eigenen Land verbieten.

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In Israel ist die Wissenschaft frei und wird keinem Heiligen Buch unterstellt. In vielen Ländern des Nahen Ostens jedoch muss sich jede Wissenschaft dem Koran beugen.

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Im Gegensatz zu allen anderen Ländern im Nahen Osten, wird Homosexualität in Israel nicht bestraft.

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In der israelischen Unabhängigkeitserklärung heißt es: „Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

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Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, die Fragen zu beantworten. Ich kann nur hoffen, dass Sie von Israel nicht mehr verlangt haben als sie von jedem anderen Land der Welt auch verlangen würden und wünsche ein frohes neues Jahr 5772!

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Reißt es ab!

Das Schauspielhaus in Köln hätte eigentlich abgerissen und im Rahmen der Opernsanierung zwischen 2010 und 2013 auf dem Nachbargrundstück neu errichtet werden sollen. Nach allem, was ich über das mehr als marode Kölner Schauspielhaus weiß, vor allem über die unmöglichen Arbeitsbedingungen hinter den Kulissen, ist Abreissen und Neubauen die einzig mögliche und finanzierbare Lösung.

Es ist mit Sicherheit nur dem Kölner Klüngel zu verdanken, dass das Schauspielhaus in seiner heutigen Verfassung in den letzten Jahren überhaupt überhaupt noch regelmäßig vom Bau- und Ordnungsamt der Stadt Köln abgenommen wurde.

Als sich im Dezember 2009 eine Bürgerinitiative mit dem Namen „Mut zu Kultur. Inhalt vor Fassade“ gründete, die für den Erhalt des Gebäudes ein Bürgerbegehren starte, entschied sich im April 2010 der Rat der Stadt Köln plötzlich doch für eine Sanierung des Hauses.

Eine Sanierung des Kölner Schauspielhauses ist aber ungefähr so klug, als würde man seine alte Schwarz-Weiß-Röhrenkiste zur Reparatur schicken mit den Worten: „Sanieren Sie den Fernseher bitte solange, bis ich dort alles gestochen scharf in Farbe und HD sehen kann!“

Manchmal ist einfach klüger und billiger, etwas neu zu kaufen, statt das Alte zu sanieren. Im Falle des Kölner Schauspielhauses ist der Versuch einer Sanierung eine Vollkatastrophe! Sie wird nur dazu führen, dass Köln sehr, sehr lange ohne eine bespielbare städtische Theaterbühne wird leben müssen, da sich die Sanierung viel länger hinziehen wird, als jeder Neubau gedauert hätte.

Die Bürgerbewegung für eine Sanierung des Schauspielhauses stand unter der großen Überschrift „Rettet das Schauspielhaus“ und suggerierte so bei den potentiellen Unterzeichnern, es ginge um die Frage, ob es in Köln überhaupt ein Schauspielhaus geben soll, statt vielmehr darum, ein mehr als marodes Haus durch eine erstklassige Spielstaätte mit zeitgemäßen Arbeitsbedingungen für Aufführungen, Proben und Produktionen zu errichten. Es suggerierte zudem, alle die für ein Neubau waren, hätten keine Mut zu Kultur. Das Gegenteil ist der Fall. Ich habe Mut zu Kultur. Daher bin ich für ein Neubau, damit die Kultur in Köln die besten Bedingungen hat.

Jetzt wurden die Sanierungsarbeiten europaweit ausgeschrieben und ich garantiere, dass sich die Arbeiten nicht nur ewig sondern vor allem sehr teuer hinziehen werden, dass sich die Arbeitsbedingungen nicht verbessern, sondern verschlechtern werden und vor allem, dass die Sicherheit der Gäste und der dort arbeitenden Menschen darunter leiden wird. Aber wofür gibt es in Köln schließlich den Klüngel?

„Rettet das Schauspielhaus“ war das Ziel. Das Gegenteil wurde erreicht. Es gibt nur einen Weg, das Kölner Schauspiel zu retten:

Reißt es ab!

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Frauenparkplätze

Warum diskutieren wir eigentlich das Für und Wider von Frauenparkplätze, wenn es doch Orte auf der Welt gibt, an denen es nur Männerparkplätze gibt? Solange ich in einer Welt lebe, in der Frauen das Fahren und Parken von Autos verboten wird, ist nicht die Existenz von Frauenparkplätze ein Problem, sondern das Verbot von Frauenparkplätze.

Warum diskutieren wir eigentlich das Für und Wider der Frauenquote, wenn es doch Gesellschaften auf der Welt gibt, in denen nur die Männerquote herrscht? Solange ich in einer Welt lebe, in der Frauen das Wirken in gewissen Bereichen verboten wird, ist nicht die Existenz der Frauenquote (50% den Männern) das Problem, sondern die Existenz der Männerquote (100% den Männern).

Warum diskutieren wir eigentlich das Für und Wider von Frauenbeauftragten, wenn ich in einem Land lebe, in dem es Männerbeauftragte gibt. Solange es Priester, Rabbis und Imame gibt, die unter Mithilfe des staatlich erlaubten und durch die Kichensteuer subventionierten Berufsverbots für Frauen in diesen Bereichen, eine immer wieder zur Frauenfeindlichkeit tendiere männerfreundliche Theologie lehren, ist nicht die Existenz von Frauenbeauftragten das Problem, sondern ihr Fehlen.

Wer sich somit über Frauenparkplätze, Frauenquote und Frauenbeauftragte ernstlich aufregt, dem sei gesagt, dass es einen ganz einfach Weg gibt, sie los zu werden: Es müssen einfach nur die Männerparkplätze, die Männerquote und die Männerbauftragten abgeschafft werden.

So einfach ist das!

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Ach, ist das so?

Im Wochenspiegel auf der ARD (ab Minute 10:40) habe ich heute eine Behauptung gehört, die nicht selten geäußert wird: „Obama hatte sich in seiner Rede eindeutig auf die Seite Israels geschlagen, denn für seine Wiederwahl als Präsident im November 2012 braucht Obama die Stimmen der amerikanischen Juden.“

Ach, ist das so? Sind es wirklich die übermächtigen Juden Amerikas, die vermutlich gerade an einer Neuauflage der Protokolle der Weisen von Zion arbeiten, die den Geist des Präsidenten so sehr vernebelt haben, dass er keinen klaren Gedanken mehr fassen kann und stattdessen zum Judenknecht und Israelzombie mutiert ist, dessen Gehirn von den teuflischen Mächten der Juden in Beschlag genommen wurde, vermutlich durch eine ganz besondere Form der Trinkwasservergiftung im Weißen Haus?

Ist es wirklich so unwahrscheinlich, dass sich der Präsident schlicht und einfach schon deshalb eher auf die Seite Israels schlägt, weil dort die moderne, aufgeklärte, demokratische und vor allem freie Gesellschaft weit mehr zu Hause ist als an jedem anderen Ort im Nahen Osten?

Sind es wirklich die mächtigen Juden Amerikas oder kann es nicht viel eher daran liegen, dass nur in Israel die Gleichberechtigung der Geschlechter staatlich gelebt wird, während in anderen Ländern des Nahes Ostens Frauen aus der Gesellschaft verbannt und nicht selten unter Stoff verborgen werden?

Sind es wirklich die mächtigen Juden Amerikas oder kann es nicht viel eher daran liegen, dass nur in Israel Religionsfreiheit herrscht, so dass Juden, Christen, Muslime und andere Religionsangehörige in Ämtern und Gerichten, bei der Polizei und der Feuerwehr, in der Armee und dem Parlament arbeiten können, während in vielen anderen Ländern des Nahen Ostens alle, die nicht dem Islam angehören, mit schweren und brutalen Ausgrenzungen zu leben haben?

Sind es wirklich die mächtigen Juden Amerikas oder kann es nicht viel eher daran liegen, dass nur in Israel jeder Bürger und jede Bürgerin Häuser bauen darf, egal welche Religion er oder sie hat, während ein Palästina noch heute allen Juden das Bauen und Siedeln verbieten möchte, weil es sich nach dem sehnt, was schon in Deutschland einmal versucht wurde, nämlich „judenrein“ zu werden?

Sind es wirklich die mächtigen Juden Amerikas oder kann es nicht viel eher daran liegen, dass Mann in Israel Schwänze lutschen und Frau in Israel Mösen lecken kann, während Mann und Frau in vielen anderen Ländern des Nahen Ostens dafür hängend an einem Baukran oder bis zur Schulter im Boden eingegraben und gesteinigt enden würde?

Sind es wirklich die mächtigen Juden Amerikas oder kann es nicht viel eher daran liegen, dass in Israel eine freie Presse und eine freie Meinung herrscht, die dafür sorgt, dass jede Handlung von israelischer Seite, die sich von moralisch und juristisch akzeptablen Normen entfernt hat, sofort kritisiert und wenn nötig sogar geahndet wird, während in vielen anderen Ländern des Nahen Ostens der blutige und mörderische Terror gegen Männer, Frauen und Kinder gefeiert und staatlich gefördert wird?

Sind es wirklich die mächtigen Juden Amerikas oder kann es nicht viel eher daran liegen, dass in Israel frei geforscht werden darf, eine Tatsache, die die Welt bahnbrechende und lebensrettende Erfindungen in der Medizin und Technologie beschert, während viele Länder des Nahen Ostens die Welt höchstens mit Mördern aus ihren Terrorcamps versorgen?

Sind es wirklich die mächtigen Juden Amerikas oder kann es nicht viel eher daran liegen, dass Israel die weltweit bekanntesten und aktivsten Förderer eines Friedens zwischen Israel und Palästina hervorgebracht hat, während viele Länder im Nahen Osten sich dadurch auszeichnen, erst dann einen Frieden zu akzeptieren, wenn ganz Israel verschwunden ist?

Sind es wirklich die mächtigen Juden Amerikas oder kann es nicht viel eher daran liegen, dass in der israelischen Unabhängigkeitserklärung folgendes steht:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Sind es wirklich die mächtigen Juden Amerikas oder kann es nicht viel eher daran liegen, dass die Hamas Charta mit folgendem Artikel 7 aufwartet:

„Der Prophet – Andacht und Frieden Allahs sei mit ihm, – erklärte: Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten; bevor sich nicht die Juden hinter Felsen und Bäumen verstecken, welche ausrufen: Oh Muslim! Da ist ein Jude, der sich hinter mir versteckt; komm und töte ihn!“

Sind es wirklich die mächtigen Juden Amerikas oder kann es nicht viel eher daran liegen, dass Israel schon mehrere Male Frieden angeboten hat, während die Gegenseite bisher alle Angebote abgelehnt hat, weil eine starke Gruppe innerhalb der Palästinenser nicht mal ein Israel in der Größe von Tel Aviv akzeptieren will?

Sind es also wirklich die mächtigen Juden Amerikas?

Wer sollen überhaupt diese mächtigen Juden Amerikas sein? Haben alle Juden nur eine einzige Meinung? Können Juden etwa nur auf eine Art und Weise denken? Glaubt jemand wirklich, dass alle Juden Amerikas in guter deutscher Tradition gleichgeschaltet sind? Was ist mit Noam Chomsky, Judith Butler, Norman Finkelstein und all den anderen Jüdinnen und Juden, die nicht müde werden, Israel mehr zu kritisieren als jedes andere Land im Nahen Osten?

„Obama hat sich auf die Seite Israels geworfen, denn für seine Wiederwahl braucht er die Stimmen der amerikanischen Juden.“

Dieser Satz ist und bleibt ein antisemitisches Stereotyp in der Tradition der Protokolle der Weisen von Zion. Ginge es Obama wirklich nur um die Erhöhung seiner Wählerstimmen, er täte das, was gerade in Mode ist und was eine immer größer werdende Gruppe von Menschen auch tut. Er würde Israel dämonisieren, delegitimieren und höhere Standards an Israel anlegen als an alle anderen Nationen der Welt.

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Die Schwanzlutsch-Methode

Es ist in politischen Konflikten nicht schwer, Stellung zu beziehen. Es gibt eine ganz einfache Methode, die moralisch richtige Position zu finden. Die Methode hat mich noch nie enttäuscht!

Wen ich mich in einem Konflikt für eine Seite entscheiden muss, dann frage ich mich einfach: „Wo kann ich als Mann Schwänze lutschen?“

In den USA kann ich heiraten und Präsident werden, im Iran werde ich an einem Baukran aufgehängt. In Israel kann ich Bürgermeister von Tel Aviv werden, im Gazastreifen werde ich von einem Hochhausdach geworfen. Entscheidung gefällt!

Jetzt werden einige vielleicht sagen, ich würde es mir mit dieser Methode einfach machen. Es ist aber nicht einfach. Es ist nicht einfach, mit dem Wissen zu leben, dass ich in einigen Ecken dieser Welt für gleichgeschlechtliche Liebe getötet werde. Es ist auch nicht leicht zu wissen, dass es in meiner Nachbarschaft Menschen gibt, die sich nicht entscheiden können zwischen jenen, die mich verfolgen und jenen, die mein Recht auf Leben verteidigen.

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Liebe Piratenpartei,

herzlichen Glückwunsch zu Eurem grandiosen Wahlerfolg in Berlin.

Eine Frage habe ich da aber jetzt schon: Von den 15 Sitzen, die Ihr im Berliner Parlament bekommen habt, geht nur ein Sitz an eine Frau. Das bedeutet eine Frauenquote von 6,67%. Da gibt es bei der CDU ja sogar fast mehr offen lebende Homosexuelle in Führungspositionen als Frauen bei den Piraten. Wenn Ihr nicht aufpasst, dann wird bald vermutlich sogar die NDP mehr Schwarze in den Landtag von Mecklenburg-Vorpommern schicken als die Piraten Frauen ins Berliner Parlament.

Was ist los bei Euch? Gibt es unter den Piraten einfach nicht genug qualifizierte Frauen? Wenn dem so ist, dann solltet Ihr Euch wirklich fragen, warum die Piratenpartei nicht so attraktiv ist für führungsstarke und kompetente Frauen. 15 Positionen waren zu vergeben und nur eine Frau kam bei Euch in Frage.

Es sollen ja nur die Besten für eine Partei kandidieren. Warum also bleiben die besten Frauen der Piratenpartei fern? Ist sie etwa nur für maximal mittelmässige Frauen gut? Sogar bei der immer mehr in die absolute Bedeutungslosigkeit abrutschende FDP sind mehr fähige Frauen zu finden.

Es kann natürlich auch sein, dass der Name „Die Piratenpartei“ selbst in geschlechtstechnischen Fragen Programm ist. Sollte dem so sein, dann dürften Frauen für die modernen Piraten wohl das sein, was sie schon für die alten Piraten waren: bestenfalls Beute.

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Fuck You!

Sorry, aber mit meinem Anstand ist es vorbei.

In der Jungen Welt, der überregionalen deutschen Tageszeitung mit linkem, marxistisch orientierten Selbstverständnis, fand ich folgenden Satz zum 11. September:

„Für mich wird der 11. September 2001 bleiben als die Geburtsstunde der bemannten fliegenden Architekturkritik. Das Ingenieurbüro bin Laden & Erben könnte weiterhin viel zur Verschönerung der Welt beitragen.“

Wer sowas schreibt, kann zur Bücherverbrennung der Nazis auch folgendes schreiben:

„Für mich wird der 10. Mai 1933 bleiben als die Geburtsstunde der brennend leidenschaftlichen Literaturkritik. Das Schreibbüro Hitler & Erben könnte weiterhin viel zur Verschönerung der Welt beitragen.“

Fuck You, Junge Welt!

Am letzten Donnerstag wurde Roger Willemsen in der kulturzeit auf 3sat zum 11. September interviewt. Während des Gesprächs fragte die Moderatorin:

„Wofür wird der 11. September in Amerika so dringend gebraucht? Hat das zu tun mit der Krise der Amerikaner?“

Wer sowas fragt, kann auch folgendes fragen:

„Wofür werden Vergewaltigungen für den Feminismus so dringend gebraucht? Hat das zu tun mit der Krise der Frauenbewegung?“

Fuck You, kulturzeit!

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Abschied von Loriot

Mit diesem Video nimmt die „Kunst gegen Bares“ Abschied von Loriot.

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Gerd Buurmann sagt: Danke!

Am 6. Februar 2012 wird im ARTheater in Köln zum 200. Mal das Kapitalistenschwein der Woche gewählt. Aber nicht nur in Köln wird gesucht, sondern regelmäßig auch in Lübeck, Halle, Hamburg, Trier, Leverkusen, Mannheim, Heidelberg und Viernheim und bald auch in Stuttgart, Dresden und Mallorca. Überall erfreut sich Gerd Buurmanns  Kunst gegen Bares wachsender Beliebtheit und ist zu einer der erfolgreichsten Offenen Bühnen Konzepte Deutschlands geworden.

Niemandem verdanke ich diesen Erfolg mehr als all jenen Menschen, die die Kunst gegen Bares regelmäßig mit Leben füllen. Daher ist es Zeit, Danke zu sagen.

(Die Namen sind alphabetisch geordnet und die Liste wird noch fortgesetzt.)

Richard Aczel dafür, dass er der beste Theaterlehrer ist, den es gibt und dafür, dass er ein Theater macht, dass ich mir nicht nur gerne anschaue, sondern von dem ich gerne und immer wieder viel lerne.

Akascht für die Entscheidung, dass wir ihr Leben als tourende Künstler komischer finden dürfen als sie selbst. Gute Musiker mit ausgeprägter Selbstironie. Ein Geschenk!

Viktoria Burkert, weil sie von mir träumt.

Janett Bobel für die Tränen, das Lachen, das Spielen, das Machen, für das Helfen und Leben, einfach dafür, dass sie gut spielt, weil sie ein guter Mensch ist.

Thorsten-Kai Botenbender für seine wahnsinnige Bühnenpräsenz, sein gutes Herz, aber vor allem für die Liebe, die er mit mir für die großen Schauspielerinnen der deutschen Sprache hegt, von Inge Meysel bis Witta Pohl. Er weiß, was wenige wissen: „Wir wohnen fabelhaft. Wie wenige!“

Frida Caroline Bruhn für das Schwesterherz, die Radikalität in der Einfühlung und der guten Schauspielkunst.

Martin Cordemann für seinen scharfen, schneidenden Witz und einen guten Blick für das Komische. Er geht keinem Streit aus dem Wege, besonders wenn er einen seiner polemischen Saltos mal wieder auf ganz dünnem Eis vollführt hat. Mein Dank gilt ihm aber besonders, weil er wie kein anderer Mensch die Kunst gegen Bares durch ehrenamtliche Arbeit unterstützt und möglich macht.

Carsten Dworak für die Hemmungslosigkeit, mit der er verehrt, wenn er verehrt, für das Streben nach Perfektion, aber vor allem für die erfrischende Ironie, mit der er lebt, liebt und hasst.

Polyana Felbel für ihre wunderschöne und nicht selten anrührend melancholische Musik, die mir die Tränen in die Augen treiben. In dieser Traurigkeit ist das Schöne des Lebens zu Hause.

Anke Fuchs für die Selbstverständlichkeit, mit der sie dem Alltag auf die Finger schaut. Für sie gibt es keinen Moment, möge er auch noch so vergänglich sein, dem sie nicht doch noch etwas liebenswertes, komisches oder besonderes abgewinnen kann.

Jo Goede für das liebende Auge, das er immer wieder auf die Kunst gegen Bares wirft und uns dadurch mit wunderschönen Bildern der Erinnerung versorgt.

Heinz Gröning für seine hemmungslos symphatische Art, selbst die abgründigsten, ja manchmal sogar leicht boshaften Gedanken, in den Seelen seines Publikums lachend zu Tage zu fördern.

Max Gstettenbauer für seine Visionen, seinen Ehrgeiz, seine Gelassenheit, seine Schlagfertigkeit und vor allem für die vielen, vielen Gespräche über das Wesen des Stand Ups. Er erzählt und ist immer auf der Suche nach dem Besseren, dem Neuen. Er langweilt nicht. Danke!

Lydia Herms dafür, dass sie die Kunst gegen Bares nach Halle geholt hat.

Samuel Horn dafür, dass er mich mit seiner Kunst im Theater zum Weinen gebracht hat, weil mir klar wurde, wie schön das Leben doch ist.

Tal Kaizman für die Freundschaft. Toda!

Sabine Kämper für einige der schönsten und lustigsten Abende, die ich hatte, für ihre schnelle Begeisterungfähigkeit für alles Tiefe, ob im komischen oder tragischen Bereich, aber vor allem, aber wirklich vor allem für ihren Schwerpunkt: Tschibo!

Meltem Kaptan für den Beweis, dass Humor und Ironie keine Grenzen kennt und alles, aber wirklich alles komisch sein kann. Sie zeigt ganz natürlich, dass Lachen immer auch ein Mitlachen sein muss und niemals ein Auslachen werden darf.

Marianne Kastil, weil sie der beste Stammgast ist, den die Kunst gegen Bares haben kann.

Bertolt Kastner für die beste Antwort auf die Frage, ob es sich zu leben lohnt.

Ill-Young Kim dafür, dass er immer den satirischen Ton zwischen Selbst- und Fremdkritik trifft – und ein guter Schauspieler und leidenschaftlicher Musiker ist er auch noch!

Angela Krüll für die umwerfend ansteckende Lebensfreude, für ihre Seele und Stimme, aber besonders für ihren Mottoschal!

Marco Leitner für seine unglaubliche Bescheidenheit, hinter der sich ein feiner Geist der Ironie und humoristischen Spitzfindigkeit verbirgt. Nur er vermag es, aus der Zahl 101 den größtmöglichsten Gag zu zaubern.

Mareike Marx für ihren Blick für das Wesentliche, ihren gnadenlosen Willen zur künstlerischen Perfektion und vor allem für ihre Einstellung, immer das Wohlbefinden des Publikums in den Mittelpunkt ihrer Arbeit zu stellen. Das ganze noch gepaart mit so viel Talent – nun, von der Frau werden wir noch viel hören.

Luke Mockridge für die Leichtigkeit im Erzählen und der Ehrlichkeit im Umgang mit dem Komischen an sich selbst. Danke auch für die Nachdenklichkeit hinter und die Freude auf der Bühne.

Johanna Cora Müllers für die Hingabe zu den Figuren, die sie spielt, aber vor allem für die Klarheit, mit der sie im Spiel dafür sorgt, der Figur, die sie spielt, niemals eine Blöße zu geben.

Ania Niedieck dafür, dass ich ihr erster Regisseur sein durfte und so erleben konnte, wie sie mit einer natürlichen Präsenz ihren Figuren eine seelische Tiefe verleiht, die über das bloße Spiel hinausweist.

Bernd Rehse und Stefan Bohne für ihren Glauben an die Möglichkeiten des Theaters und ihre Mühen, selbst in schwierigen Zeiten das Wunder des Theaters aufrecht zu erhalten. Danke für das ARTheater, der aktuellen Heimat der „Kunst gegen Bares“.

Cris Revon für seine Lieder, aber vor allem für seine Schlagfertigkeit und Unkompliziertheit. Es ist immer wieder faszinierend, dabei zu sein, wenn er, der an sich so bescheiden wirkt, plötzlich einen ganzen Abend mit seiner Gitarre und seinem Witz zu bereichern versteht.

Manuel Rittich für die Klarheit im Spiel und der Suche nach den unterschiedlichsten Facetten des Theaterdaseins. Von Trash zur Tragödie in 10 Sekunden, dass können nur wenige und Herr Rittich.

Isabel Rohner für die glühenden Gedanken, die so oft mit haarscharfen, goldenen Pfeilen Vorurteile und Aberglauben ins Herz treffen, die sonnengleich Welten erleuchten und sturmartig wie Donner des Zeus dahinrauschen.

Xaver Römer für sein Vermögen, der deutschen Sprache am Steiß zu fassen, um ihr dann Klänge und Tiefen zu entlocken, die einem Liebhaber der deutschen Sprache einmal mehr beweist, dass diese Liebe berechtigt ist.

Stefan Rosenland für seinen Witz, der geboren aus dem Intellekt, eben dort nicht verharrt, sondern sich emanzipiert hin zu der unerträglichen Komik des Seins.

Christoph Rummel für seine Fähigkeit, uns glauben zu machen, dass selbst Dosen, Bälle, Kegel und Klötze eine Seele haben.

Torsten Schlosser dafür, dass er mich regelmäßig anprangert und den Klamauk rehabilitiert hat; aber vor allem dafür, dass er die Kunst gegen Bares nach Leverkusen geholt hat.

Markus Schimpp für den Hauch der Goldenen Zwanziger, den er überall dort versprüht, wo er sich an ein Klavier oder vor ein Mikrofon setzt. Er macht aus der alten Schule der gepflegten Abend-Unterhaltung eine Gentelmen-Moderation 2.0.

Henning Schmidtke für die Entscheidung, der ersten Liebe seines Lebens treu zu bleiben: der Musik. Obwohl er sich noch einen Geliebten hält, nämlich das Wort. Musik, Wort, Schmidtke, dass ist ein perfekter Dreier.

Burkhard Schmiester für die Bilder, die er im Kopf hat und seine Fähigkeit, diese Bilder literarisch und inszenatorisch so zum Blühen zu bringen, dass es eine Freude ist, zu den Augen auch noch ein Hirn zu haben.

Janina Schmulder für ihre Unaufdringlichkeit, die lediglich der Eindringlichkeit geschuldet ist, mit der sie zu spielen in die Lage ist. Danke aber auch dafür, dass sie mich regelmäßig dazu drängt, Sport zu treiben und für die Tiefen ihrer sehr, sehr stillen Gewässer.

Georg Schnitzler für seine Liebe zum absurd Normalen und das Gefühl, das seiner ganzen Kunst inne wohnt, nämlich dass das Leben, egal wie unauffällig und unscheinbar es auch bei manchen Menschen erscheinen mag, immer lebens- und vor allen liebenswert ist. Und dafür, dass er die Show nach Bonn geholt hat.

Michael Schönen für eine handvoll Gedichte, die ich zu meinem ganz persönlichen Kanon der besten Gedichte der deutsche Literaturgeschichte zähle. Dein Gedichtband steht in meinem Regal vollkommen zurecht zwischen Heinrich Heine und Robert Gernhardt.

Katrin Schyns für die brutal ur-komische Art, mit der sie sich im wahrsten Sinne des Wortes mit dem Publikum auseinander setzt. Sie versteht es wie kaum eine Andere, Entsetzen und Lachen genial zu verschmelzen.

Nico Semsrott für seine Art, der heutigen Generation eine Stimme zu geben – eine Stimme brutal, ehrlich, deprimierend und daher so entsetzlich komisch. Danke auch dafür, dass er die Kunst gegen Bares nach Hamburg geholt hat.

Kai Spitzl für seine unvergleichliche Art, dem wohlfeilen Kabarettpublikum einen Spiegel so hinzuhalten, dass es über sich selbst lachen muss.

Peter Stablo dafür, dass der die Kunst gegen Bares nach Trier geholt hat.

Katharina Stüber dafür, dass sie nur einmal die Kunst gegen Bares sehen musste, um zu wissen, worauf es ankommt und nun in Lübeck die Show selbst im besten Geiste des Frosches führt. Sie ist die beste Gastgeberin die die Kunst gegen Bares haben kann.

Antoino Ruiz Tamayo für seine Augen, die sehen, was kaum jemand sieht und für seine Hände, die fangen, was kaum jemand fängt.

Tobias Teufel vom ARTheater für den besten Smutje, den die Kunst gegen Bares überhaupt haben kann. Ein gutes Theater wird immer auch an der Theke gemacht. Der Teufel macht ganz großes Theater!

Stefan Thole, weil er mein bester Freund ist.

Lothar Tolksdorf für seinen Mut zur Performance und für die Liebe, die er in seiner Literatur besonders für die vermeintlichen Verlierer dieser Welt aufbringt.

Julia Trompeter für die Leichtigkeit, mit der sie selbst die schwierigsten Aspekte der deutschen Sprache schultert. Ihr Umgang mit der deutschen Sprache gleicht einer Akrobatin, die mit scharfen Messern jongliert, ganz so als wäre es das einfachste von der Welt.

Timothy Trust für seinen wahrhaft schöpferischen Akt aus etwas Stoff neues Leben zu zaubern. Gott hat Adam erschaffen, der erste Menschen. Timothy Trust hat Terpentin den Frosch erschaffen; der erste Frosch in der Kunst gegen Bares. Wunderbar!

Talishja van Aaken für die warme Hand, mit der sie nicht nur ihre Bilder malt und Gedichte schreibt, sondern die sie Künstlerinnen und Künstlern reicht. Danke für die selbstverständliche Liebe zur Literatur und Kunst.

Joseph Vicaire für seine hemmungslose Liebe zum Theater als Ort der Spontaneität. Niemand sonst kann mit seiner Stimme, seinem Körper, ja seinem ganzen Sein derart verzaubern wie er. Er ist der einzige Mensch, der sich rühmen darf, ein Muppet zu sein!

Anton Weber für das sichere Gespür für so eigenartig schöne Worte wie „Eigentlich“. Wenn er zur Gitarre greift, bekommt der Begriff Barde wieder eine Daseinsberechtigung in der heutigen Zeit.

Tobias Weber dafür, dass er ein wunderbarer Kollege, guter Ratgeber, kreativer Kopf, scharfer Kritiker und vor allem lieber Freund ist.

David Werker dafür, dass er nicht darüber verzweifelt ist, als Junge aus Siegen Germanistik in Köln studiert zu haben, sondern dass es ihm gelungen ist, selbst daraus Kapital zu schlagen, und wenn es auch nur ein Lachen ist.

Charlotte Werner für ihr vorbildliches Durchhaltevermögen und die Spontaneität, mit der sie sich regelmäßig auch auf die schwierigsten Improvisationen einlässt.

Jens Wienand für seine Entscheidung, die Kunst gegen Bares nach Mannheim zu holen und für seine literarische Fähigkeit, sich selbst in die absurdesten Momente und Wesen hineindenken zu können und sei es auch ein rotnasiges Rentier.

Maria-Luise Winkendick für ihre gnadenlose Art der Moderation und ihre Grottenehrlichkeit. Kaum eine Frau kann auf der Bühne mit so wenig Worten so viel sagen. Sie ist und bleibt die Meisterin der Pausen.

Danke.
Danke Euch allen.

Ihr habt mir gezeigt, dass Kermit der Frosch ein wahres Wort gesprochen hat, als er einst forderte:

NIMM WAS DU HAST UND FLIEG DAMIT!

***

PS: Die Liste ist noch lange nicht fertig. Ich werde weiter an ihr schreiben. Jetzt aber gehe ich erst einmal ins Bett.

PPS: Mama, Du bist auch eine ganz Tolle!

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