Tapfer im Nirgendwo präsentiert die Rede des Kubanisch-amerikanischen Geschäftsmanns Maximo Alvarez bei dem Republican National Convention 2020 in deutscher Übersetzung.
Mein Name ist Maximo Alvarez. Ich lebe in Miami, Florida, nicht weit von der Floridastraße entfernt, die für mich nur ein neunzig Meilen breiter blauer Streifen auf der Landkarte ist. Sie trennt Freiheit von Angst. Sie trennt die Vergangenheit von der Zukunft.
Ich weiß alles über diese Vergangenheit. Ich werde meine Vergangenheit niemals vergessen. Meine Familie floh vor Totalitarismus und Kommunismus, mehr als einmal. Erst floh mein Vater aus Spanien, dann aus Kuba.
Aber meine Familie hat Schluss gemacht mit dem Verlassen. Durch die Gnade Gottes habe ich den amerikanischen Traum gelebt, den größten Segen, den ich je hatte. Mein Vater, der nur bis zur sechste Klasse zur Schule ging, sagte zu mir: „Verliere diesen Ort nicht. Du wirst niemals so viel Glück haben wie ich.“
Ich spreche heute zu Ihnen, weil meine Familie aufgehört hat, das aufzugeben, was wir uns zu Recht verdient haben. Es gibt keinen Grund, sich zu verstecken.
Ich spreche heute zu Ihnen, weil Präsident Trump möglicherweise nicht immer politisch korrekt ist, aber er ist ein erfolgreicher Geschäftsmann, kein durchschnittlicher Karrierepolitiker. Unser Präsident ist ein weiterer Familienvater, ein Freund und vor allem unser gewählter Oberbefehlshaber, der Amerika an erster Stelle setzt.
Denken Sie daran, dass der andere Typ, der als Präsident kandidiert, hauptsächlich an der Macht interessiert ist. Ja, Macht für sich selbst, aber nicht zum Nutzen aller anderen Amerikaner.
Ich spreche heute zu Ihnen, weil ich solche Leute schon einmal gesehen habe. Ich habe solche Bewegungen schon einmal gesehen. Ich habe solche Ideen schon einmal gesehen. Ich bin hier, um Ihnen zu sagen, dass wir nicht zulassen können, dass sie unser Land übernehmen.
Ich habe die Versprechen von Fidel Castro gehört und ich werde niemals all diejenigen vergessen, die um mich herum aufgewachsen sind, die wie ich aussahen, die ich hätten sein können, die gelitten und gehungert haben und die gestorben sind, weil sie diesen leeren Versprechungen Glauben geschenkt hatten. Sie schluckten die kommunistische Giftpille.
Wenn Sie mal die Möglichkeit haben, gehen Sie zum Freedom Tower in Miami. Hören Sie hin, denn Sie können immer noch die Geräusche der gebrochenen Versprechen hören. Es ist in dem Rauschen der Wellen im Ozean, die Familien tragen, die sich an Holzstücken festhalten, Familien mit Kindern, die nicht schwimmen können, aber bereit sind, alles zu riskieren, um dieses gesegnete Land zu erreichen. Es ist das Geräusch von Tränen, die auf das Papier eines Antrags auf amerikanische Staatsbürgerschaft fallen. Schauen Sie hin. Hören Sie hin. Lernen Sie die Wahrheit.
Diese falschen Versprechungen, Verteilung des Reichtums, freie Bildung, kostenlose Gesundheitsversorgung, Entziehen der finanziellen Unterstützung der Polizei, mehr Vertrauen in einen sozialistischen Staat als in die Familie und Gemeinden, sie kommen mir bekannt vor.
Als Fidel Castro einst gefragt wurde, ob er Kommunist sei, antworte er, er sei römisch-katholisch. Er wusste, dass er die Wahrheit verbergen musste. Aber das Land, in dem ich geboren wurde, ist verschwunden, es wurde zerstört.
Wenn ich die Nachrichten aus Seattle, Chicago, Portland und all den anderen Städten sehe, wenn ich sehe, wie die Geschichte neu geschrieben wird, wenn ich die Versprechen höre, höre ich Echos eines früheren Lebens, die ich nie wieder hören wollte. Ich sehe Schatten, von denen ich dachte, ich wäre ihnen entkommen.
Meine Eltern wollten nur, dass eine Person über mein Schicksal entscheidet: ich. Kein Parteimitglied, kein Regierungsbeamter, kein Bürokrat. In Amerika würde ich über meine eigene Zukunft entscheiden.
Ich bin Amerika so dankbar, dem Ort, an dem ich meinen amerikanischen Traum durch harte Arbeit und Entschlossenheit verwirklichen konnte. Präsident Trump weiß, dass die amerikanische Geschichte von Menschen wie Ihnen und mir geschrieben wird, die unser Land lieben und Risiken eingehen, um eine Zukunft für unsere Familien und Nachbarn aufzubauen.
Ich wurde zwar in Kuba geboren, aber ich bin zu hundert Prozent Amerikaner. Dies ist das größte Land der Welt. Ich habe das schon mal gesagt: Würde ich alles weggeben, was ich heute besitze, es würde nicht mal einem Prozent dessen entsprechen, was mir gegeben wurde, als ich in dieses große Land, in unser Land kam: Das Geschenk der Freiheit.
Jetzt liegt es an uns, über unser Schicksal zu entscheiden und die Freiheit der Unterdrückung vorzuziehen.
Präsident Trump kämpft gegen die Kräfte der Anarchie und des Kommunismus und ich weiß, dass er genau das auch weiterhin tun wird. Und was ist mit seinem Herausforderer und mit dem Rest des Sumpfes in der Hauptstadt? Ich habe keinen Zweifel, dass sie das Land diesen gefährlichen Kräften übergeben werden.
Sie und ich werden entscheiden und hier ist, was ich entschieden habe. Meine Entscheidung ist sehr einfach. Ich wähle Präsident Trump, weil ich Amerika wähle.
***
Wenn Sie meine Arbeit an dieser Übersetzung unterstützen möchten und Sie gerne noch weitere Übersetzungen lesen möchten, dann überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.
Tapfer im Nirgendwo präsentiert die Rede des republikanischen Senators für South Carolina, Tim Scott, bei dem Republican National Convention 2020 in deutscher Übersetzung.
An alle, die eingeschaltet haben und sich an diesem politischen Prozess beteiligen, Gott segne Sie.
Den heutigen Abend habe ich mir nicht so vorgestellt, aber unser Land erlebt gerade etwas, das sich niemand von uns vorstellen konnte. Von einer globalen Pandemie bis zum Tod von George Floyd und Breonna Taylor hat das Jahr 2020 unsere Nation in eine Weise auf die Probe gestellt, wie wir es seit Jahrzehnten nicht mehr erlebt haben.
Aber unabhängig von den Herausforderungen, die sich uns stellen, kommen wir Amerikaner alle vier Jahre zusammen, um zu wählen, um Erfahrungen darüber zu teilen, was unsere Nation stark macht und welche Lehren wir daraus gezogen haben, um stärker zu werden für unsere Kinder und Kindeskinder.
Während diese Wahl zwischen Donald Trump und Joe Biden stattfindet, geht es nicht nur um Donald Trump und Joe Biden. Es geht um das Versprechen Amerikas. Es geht um Dich und mich, um unsere Aufgaben und unseren Kummer, um unsere Hoffnungen und Träume.
Es geht darum, wie wir reagieren, wenn wir kritische Themen wie die Polizeireform angehen und Demokraten unsere Arbeit dann als Symbolpolitik bezeichnen und bei Verhandlungen den Raum verlassen, weil sie das Problem mehr wollen als die Lösung.
Wollen wir eine Gesellschaft, die Erfolg bringt, oder eine Kultur, die alles abschafft, mit dem sie nicht vollumfänglich einverstanden ist?
Ich weiß, wo ich stehe, denn ich lebe den amerikanischen Traum meiner Mutter. Meine Eltern ließen sich scheiden als ich sieben Jahre alt war. Wir lebten mit meinen Großeltern in einem Haus mit zwei Schlafzimmern. Ich, meine Mutter und mein Bruder teilten sich ein Zimmer und ein Bett. Meine Mutter arbeitete sechzehn Stunden am Tag, um Essen auf dem Tisch und ein Dach über dem Kopf zu haben.
Sie wusste, wenn sich die Gelegenheit einst bieten würde, würden wir große Dinge erreichen.
Ich dachte, ich müsste mich für American Football einsetzen, um im Leben erfolgreich zu sein und daher schwand mein Fokus auf die akademische Laufbahn. Ich habe mein erstes Highschool-Jahr nicht bestanden, vier Fächer: Spanisch, Englisch, Weltgeographie und Staatsbürgerkunde.
Glauben Sie mir, nach sieben Jahren im Senat, weiß ich, dass ich nicht der einzige im Kongress bin, der bei der Staatsbürgerkunde gescheitert ist.
Aber selbst als ich die neunten Klasse nicht bestand, sagte meine Mutter immer: „Wenn du nach dem Mond zielst, wirst du unter den Sternen sein, auch wenn du ihn verfehlst.“ Sie hat nie das Vertrauen in mich verloren, auch wenn ich das Vertrauen in mich selbst verloren hatte. Wegen ihrer Ermutigung ging ich zur Sommerschule und holte auf.
Im nächsten Jahr traf ich meinen Mentor John Moniz, ein Betreiber eines Chick-fil-A Schnellrestaurants. John sah etwas in mir, das ich in mir selbst nicht sehen konnte, und er fing an, mir wertvolle Lektionen fürs Leben beizubringen, zum Beispiel dass es zwar eine gute Sache ist, einen Job zu haben, aber noch besser, Arbeitsplätze zu schaffen, dass es zwar den Lebensstil verändern kann, ein Einkommen zu haben, aber man die Gemeinschaft verändern kann, indem man Gewinne erzielt.
Er hat den Grundstein für die künftigen „Opportunity Zones“ gelegt, eine Initiative, an der der Präsident und ich zusammengearbeitet haben. Diese Initiative bringt Investitionen aus dem Privatsektor in Höhe von über 75 Milliarden Dollar in notleidende Gemeinden.
Ich nahm mir diese Lektionen zu Herzen und fing an, die Scherben meines Lebens einzusammeln. Ich erkannte, dass in Amerika eine qualitativ hochwertige Ausbildung der Magie am nächsten kommt. Deshalb kämpfe ich bis heute darum, dass es eine freie Wahl der Schule gibt, um sicherzustellen, dass jedes Kind in jeder Nachbarschaft eine qualitativ hochwertige Ausbildung bekommen kann. Es ist mir egal, ob es sich um eine öffentliche oder private Schule handelt, ob nun in einer Klasse, virtuell oder zu Hause.
Wenn die Eltern die Wahl haben, haben die Kinder bessere Chancen. Und der Präsident kämpft an meiner Seite.
Später gründete ich mein eigenes erfolgreiches kleines Unternehmen. Deshalb weiß ich, dass es für uns wichtig ist, eine Steuergesetzgebung zu haben, die das Wachstum fördert. Nachdem wir im Jahr 2017 die Steuern gesenkt hatten, konnten wir tatsächlich höhere Einnahmen an die Staatskasse verzeichnen. Seien Sie versichert, die Demokraten wollen nicht, dass Sie das wissen!
Nachdem ich mein Geschäft begonnen und Zeit in der Kommunalverwaltung verbracht hatte, kandidierte ich im Jahr 2010 für den Kongress. Der Distrikt hat seinen Sitz in Charleston, South Carolina, dort, wo der Bürgerkrieg begann. Ich kandidierte gegen einen Sohn unseres legendären Senators Strom Thurmond. Sie fragen sich jetzt vielleicht, wie kann ein armes schwarzes Kind aus einem Haushalt mit nur einem Elternteil in einer republikanischen Vorwahl mit unendlich vielen Kandidaten gegen einen Thurmond gewinnen?
Aufgrund der positiven Entwicklung der Herzen der überwiegend weißen Wähler in meinem Viertel, beurteilten mich die Wähler nach dem Inhalt meines Charakters, nicht nach der Farbe meiner Haut.
Wir leben heute in einer Welt, in der Sie nur an die schlechten Nachrichten glauben sollen, an rassistisch, wirtschaftlich und kulturell polarisierende Nachrichten. Die Wahrheit ist aber, dass sich der Bogen unserer Nation irgendwann immer wieder in Richtung Fairness neigt. Wir sind nicht ganz dort, wo wir sein wollen, aber Gott sei Dank sind wir nicht mehr dort, wo wir einst waren.
Wir streben stets danach, besser zu werden. Wenn wir stolpern und das werden wir, stehen wir wieder auf und versuchen es erneut. Wir ergeben uns nicht der Kultur des Absetzens (cancel culture) oder dem radikalen und sachlich unbegründeten Glaubens, dass die Dinge heute schlimmer sind als in den 60er Jahren des 19. oder des 20. Jahrhunderts.
Wir haben noch viel Arbeit vor uns, aber ich glaube an die Güte Amerikas, an das Versprechen, dass alle Männer und alle Frauen gleich geschaffen sind. Und wenn Sie heute Abend zuschauen, wette ich, dass Sie das auch tun.
In den letzten vier Jahren haben wir enorme Fortschritte in Richtung dieses Versprechens gemacht.
Präsident Trump baute die umfassendste Wirtschaft aller Zeiten auf. Vor COVID-19 wurden sieben Millionen Arbeitsplätze geschaffen, von denen zwei Drittel an Frauen, Afroamerikaner und Hispanics gingen.
Die erste neue, große Anstrengung zur Bekämpfung der Armut in unser Generation war die Erschaffung der Opportunity Zones. Wir stecken damit hart verdiente Steuergelder in die Taschen der Menschen zurück, indem wir ihre Steuern senken, insbesondere für Alleinerziehende wie jene, die mich erzogen haben. Die Steuern für alleinerziehende Mütter werden im Durchschnitt um siebzig Prozent gesenkt.
Präsident Trump unterstützte diese Steuersenkungen für alleinerziehende Mütter und andere berufstätige Familien und unterzeichnete diese Richtlinien. und unsere Nation ist seit dem besser dran.
Daher bitte ich Sie, das amerikanische Volk, nicht nur zu schauen, was die Kandidaten sagen, sondern darauf zu blicken, was sie getan haben.
Bei dieser Wahl geht es um Ihre Zukunft, und es ist wichtig, ein vollständiges Bild der Bilanzen von Donald Trump und Joe Biden zu zeichnen.
Joe Biden sagte, wenn ein Schwarzer nicht für ihn stimme, sei er nicht wirklich schwarz. Joe Biden sagte, schwarze Menschen seien eine monolithische Gemeinschaft. Joe Biden sagte, arme Kinder können genauso schlau sein wie weiße Kinder. Und während seine Worte eine Sache sind, bringen seine Handlungen sie auf eine ganz neue Ebene.
Im Jahr 1994 leitete Biden die Anklage wegen eines Verbrechensgesetzes, das Millionen schwarzer Amerikaner hinter Gittern brachte. Das Strafrechtsreformgesetz von Präsident Trump hat viele der von Biden geschaffenen sozialen Ungleichheiten behoben und unser System fairer und gerechter für alle Amerikaner gemacht.
Joe Biden hat die historisch schwarzen Colleges und Universitäten unserer Nation im Stich gelassen und gab ihnen die Schuld, als sie darum kämpften, dass unsere jungen Leute Zugang zu höherer Bildung bekommen. Daher noch einmal: Um Joe Bidens Chaos zu beseitigen, unterzeichnete Präsident Trump eine historisch hohe Finanzierung für die historisch schwarzen Colleges und Universitäten unserer Nation, sowie eine Gesetzesvorlage, um ihnen zum ersten Mal in der Geschichte eine dauerhafte Finanzierung zu gewähren. Und jetzt möchte Joe Biden an Ihre Geldbeutel, es sei denn, Sie sind ein Millionär des blauen Staates.
Ich meine es ernst, das ist eine ihrer Lösungen für die Pandemie. Sie wollen mehr Geld aus ihrer Tasche, um damit den Eliten von Manhattan und den Hollywood-Mogulen zu helfen, eine Steuervergünstigung zu erhalten. Die Republikaner verabschiedeten jedoch das einmalige Steuerreformgesetz von Präsident Trump, mit dem die Steuern für alleinerziehende Mütter, berufstätige Familien und Bedürftige gesenkt wurden.
Daher, wenn es darum geht, was Joe Biden sagt, das er tun wird, dann schauen Sie sich seine Handlungen an. Schauen Sie sich seine Richtlinien an. Schauen Sie sich an, was er getan hat und was nicht, während all seiner 47 Jahre langen Tätigkeit Washington.
Meine Damen und Herren, die Leute sehen nicht immer diese Niederlagen, weil sie denken, wir würden eine politische Debatte auf zwei Seiten einer Angelegenheit führen. Das ist jedoch nicht, was passiert. Unsere Seite arbeitet an Strategien, während die radikalen Demokraten von Joe Biden versuchen, das, was es bedeutet, Amerikaner zu sein, dauerhaft zu verändern.
Machen Sie sich nichts vor, Joe Biden und Kamala Harris wollen eine Kulturrevolution, ein grundlegend anderes Amerika. Wenn wir sie lassen, werden sie unser Land in eine sozialistische Utopie verwandeln und die Geschichte hat uns gelehrt, dass der Weg nur zu Schmerz und Elend führt, insbesondere für hart arbeitende Menschen, die auf einen Aufstieg hoffen.
Stattdessen müssen wir uns auf das Versprechen des amerikanischen Abenteuers konzentrieren. Ich kenne diese Abenteuer gut. Der 99. Geburtstag meines Großvaters wäre morgen gewesen. Als er aufwuchs, musste er die Straße wechseln, wenn eine weiße Person kam. Er litt unter der Entwürdigung, in der dritten Klasse aus der Schule geholt worden zu sein, um gezwungen zu werden, Baumwolle zu pflücken. Er lernte nie lesen und schreiben.
Dennoch erlebte er, wie sein Enkel der erste Afroamerikaner wurde, der sowohl in den Kongress der Vereinigten Staaten als auch in den Senat gewählt wurde. Unsere Familie schaffte in der Spanne eines Lebens den Schritt von den Baumwollfeldern in den Kongress. Und deshalb glaube ich, dass das nächste amerikanische Jahrhundert besser sein kann als das letzte.
Es gibt in dieser Nation Millionen von Familien wie meine, voller Möglichkeiten, den amerikanischen Traum zu leben. Und ich bin heute Abend hier, um Ihnen zu sagen, dass die Unterstützung der Republikaner Ihnen die beste Möglichkeit bietet, diesen Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
Gott segne Sie und möge Gott weiterhin die Vereinigten Staaten von Amerika segnen.
***
Wenn Sie meine Arbeit an dieser Übersetzung unterstützen möchten und Sie gerne noch weitere Übersetzungen lesen möchten, dann überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.
Tapfer im Nirgendwo präsentiert die Rede des demokratischen Abgeordneten Vernon Jones bei dem Republican National Convention 2020 in deutscher Übersetzung.
Ich heiße Vernon Jones. Ich bin ein Abgeordneter aus dem großen Staat Georgia. Wie Sie sehen, bin ich ein farbiger Mann (Man of Color) und ich bin ein lebenslanger Demokrat.
Sie fragen sich vielleicht: „Warum spricht ein lebenslanger Demokrat auf dem Republikanischen Nationalkonvent?“ Das ist eine faire Frage. Hier ist die Antwort:
Die Demokratische Partei möchte nicht, dass die Schwarzen die mentale Plantage verlassen, auf der sie uns seit Jahrzehnten hält. Aber ich habe Neuigkeiten: Wir sind freie Menschen mit freien Gedanken.
Ich bin Teil eines großen und wachsenden Teils der schwarzen Gemeinschaft, die unabhängig denken und wir glauben, dass Donald Trump der Präsident ist, den Amerika braucht, um uns vorwärts zu führen.
Diese Zeit eignet sich nicht zum Verschlafen. Joe Biden hatte 47 Jahre Zeit, um Ergebnisse zu erzielen. Aber er redet nur und handelt nicht, genau wie so viele dieser Demokraten, die seit Jahrzehnten Versprechungen machen.
Als Präsident Trump versuchte, die schwarze Stimme zu erhalten, wurden die Führer der Demokratischen Partei verrückt. Nancy Pelosi und Chuck Schumer trugen buchstäblich Kente-Stoffschals im Kapitol, als ob diese Anbiederung genug wäre, um uns ruhig zu stellen.
Lassen Sie mich erklären, warum ich unseren Präsidenten unterstütze.
Ich bin im Süden aufgewachsen. Meine Eltern bauten mit ihren eigenen Händen einen Block aus Schlackenbeton mit vier Räumen und ohne Inneninstallationen. Sie hatten eine sehr begrenzte Ausbildung, aber sie impften uns eine starke Arbeitsmoral ein, die mich von den Tabakfeldern in North Carolina zu den heiligen Hallen der Generalversammlung von Georgia führen sollte.
Meine Eltern lehrten mich, wenn ich an Gott glaube, hart arbeite und jeden Menschen fair behandele, gibt es keine Grenze für das, was wir erreichen können.
Ich besuchte die North Carolina Central University, ein historisch schwarzes College. Seit Generationen sind diese historisch schwarzen Colleges der Nährboden für schwarze Wissenschaftler in Mathematik, Naturwissenschaften, Religion, Ingenieurwesen und Politik. Sie sind wichtige Sprungbretter für den Erfolg der Schwarzen. Aber die Demokraten haben sie nicht so behandelt.
Als Präsident Trump sein Amt antrat, änderte er alles. Er lieferte historisch einzigartige Mittel an die historisch schwarzen Colleges und er hat sie für zehn Jahre garantiert. Das gab unseren Colleges Stabilität, die Chance zu wachsen und die nächste Generation schwarzer Führungskräfte hervorzubringen.
Das stimmt. Donald Trump hat das getan.
Er unterstützte auch Initiativen zur Schulwahl, um sicherzustellen, dass jedes Kind, unabhängig von seiner Herkunft oder Postleitzahl, Zugang zu einer großartigen Ausbildung hat. Aber Bildung ist nur der Anfang.
Der Präsident baute zudem die umfassendste Wirtschaft aller Zeiten auf, mit einer Rekordbeschäftigungsquote für Afroamerikaner und einer Rekordbeteiligung an der Belegschaft.
Er hat Opportunity Zones in die Trump-Steuergesetzgebung aufgenommen, die in den kommenden Jahrzehnten Investitionen in unsere Gemeinden vorantreiben wird. Er stellte die Interessen der amerikanischen Arbeiter und insbesondere der schwarzen Arbeiter in den Vordergrund.
Das stimmt. Donald Trump hat das getan.
Er lieferte eine historische Reform der Strafjustiz. Er beendete ein für alle Mal die Politik der Masseneinkerkerung von Schwarzen, die unsere Gemeinschaften dezimiert hat.
Demokraten haben das nicht geschafft! Obama konnte es nicht tun! Joe Biden und Kamala Harris konnten es definitiv nicht! Aber Donald Trump tat es. Er arbeitet auch jeden Tag daran, unsere Gemeinden sicherer zu machen.
Als ehemaliger County Executive von DeKalb County in Georgia leitete ich eine der größten öffentlichen Sicherheitsabteilungen im Südosten. Ich habe auf beiden Seiten tragische Schießereien gesehen, Beamte, die Bürger töteten, und Bürger, die Beamte im Dienst töteten.
Polizisten sind unsere Mitbürger. Sie lieben unser Land. Sie haben Familien. Sie leben in unseren Gemeinden. Leider haben die Demokraten unseren tapferen Polizisten den Rücken gekehrt. Sie nennen es „Defunding“, aber es ist eine Gefahr für unsere Städte, unsere Nachbarschaften und unsere Kinder.
Ist es nicht ironisch, dass die demokratischen Politiker niemals ohne Sicherheitspersonal ihre Häuser verlassen, die sie jederzeit schützen? Warum verzichten sie nicht auf ihre Sicherheit und ersetzen das Sicherheitspersonal durch Sozialarbeiter, denn das ist es schließlich, was sie für uns wollen.
Unsere Polizei benötigt mehr Mittel, nicht weniger, für häufig notwendige psychologische Betreuung und für mehr Deeskalation und für bessere Ausbildung in Einsatz von Gewalt. Dies sind die vernünftigen Lösungen, die Präsident Trump unterstützt, echte, aufrichtige Polizeireformen.
Das stimmt. Donald Trump hat das getan.
Bildung, Arbeitsplätze, Sicherheit, Sicherheit, bei jeder sich bietenden Gelegenheit und in nur einer Amtszeit zerstörte Trump die negativen Kräfte, denen die schwarze Gemeinschaft seit Jahrzehnten zum Opfer fiel. Er gab uns die Gelegenheit aufzustehen.
Nun, Sie können es sich vorstellen, als ich öffentlich meine Unterstützung für Präsident Trump ankündigte, brach die Hölle los. Ich wurde bedroht, als peinlich bezeichnet und von meiner Partei zum Rücktritt aufgefordert. Leider passt das zu der Demokratischen Partei und wie sie unabhängig denkende schwarze Männer und Frauen sehen. Aber ich bin hier, um Ihnen zu sagen, dass schwarze Stimmen wacher und lauter werden als je zuvor.
Die Demokratische Partei hat sich mit einer Pandemie infiziert: Intoleranz, Fanatismus, Sozialismus, Vorurteile gegen die Strafverfolgungsbehörden und eine gefährliche Toleranz für Menschen, die andere angreifen, Eigentum zerstören und unsere Gemeinschaften terrorisieren. Darum geht es bei dieser Wahl.
Und deshalb braucht Amerika jetzt mehr denn je Donald Trump für weitere vier Jahre im Oval Office! Gott segne Sie und wählen Sie Trump!
***
Wenn Sie meine Arbeit an dieser Übersetzung unterstützen möchten und Sie gerne noch weitere Übersetzungen lesen möchten, dann überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.
Tapfer im Nirgendwo präsentiert die Rede der ehemaligen US-Botschafterin bei den Vereinten Nationen, Nikki Haley, bei dem Republican National Convention 2020 in deutscher Übersetzung.
Guten Abend. Es ist großartig, wieder auf der Republikanischen Nationalkonvent zu sein.
Ich möchte mit einer kleinen Geschichte beginnen. Sie handelt von einer amerikanischen Botschafterin bei den Vereinten Nationen. Es geht um eine Rede, die sie auf diesem Konvent gehalten hat. Sie unterstütze die Wiederwahl des republikanischen Präsidenten, dem sie diente und sie kritisierte seinen demokratischen Herausforderer, einen ehemaligen Vizepräsidenten einer gescheiterten Regierung.
Diese Botschafterin sagte, und ich zitiere: „Demokraten geben Amerika immer zuerst die Schuld.“ Das Jahr war im Jahr 1984. Der Präsident war Ronald Reagan. Und die Worte von Botschafterin Jeane Kirkpatrick sind heute noch genauso wahr.
Joe Biden und die Demokraten beschuldigen immer noch zuerst Amerika. Donald Trump aber hat immer Amerika zuerst (America First) gesetzt. Er hat vier weitere Jahre als Präsident verdient.
Es war eine Ehre fürs Leben, als Botschafterin der Vereinigten Staaten bei den Vereinten Nationen zu dienen. Die U.N. ist wahrlich nichts für schwache Nerven. Es ist ein Ort, an dem Diktatoren, Mörder und Räuber Amerika denunzieren, aber dann ihre Hände ausstrecken und verlangen, dass wir ihre Rechnungen bezahlen.
Tja, Präsident Trump hat all dem ein Ende gesetzt. Mit seiner Führung haben wir getan, was Barack Obama und Joe Biden abgelehnt haben. Wir haben uns für Amerika eingesetzt und wir haben uns aufrecht gegen unsere Feinde gestellt.
Obama und Biden ließen es zu, dass Nordkorea Amerika bedroht. Präsident Trump lehnte diese Schwäche ab, und wir haben die härtesten Sanktionen gegen Nordkorea in der Geschichte verhängt.
Obama und Biden ließen den Iran mit Mord davonkommen und schickten ihnen buchstäblich ein Flugzeug voller Geld. Präsident Trump hat das Richtige getan und das iranische Atomabkommen zerrissen.
Obama und Biden führten die Vereinten Nationen dazu an, unseren Freund und Verbündeten Israel anzuprangern. Präsident Trump verlegte unsere Botschaft nach Jerusalem. Und als die Vereinten Nationen versuchten, uns zu verurteilen, war ich stolz darauf, das amerikanische Veto einzulegen.
Dieser Präsident kann auf Stärke und Erfolg zurückblicken. Der ehemalige Vizepräsident jedoch hat eine Bilanz aus Schwäche und Versagen. Joe Biden ist gut für den Iran und den Islamischen Staat, großartig für das kommunistische China, und er ist ein Glücksfall für alle, die wollen, dass Amerika sich entschuldigt, sich enthält und unsere Werte aufgibt.
Donald Trump verfolgt einen anderen Ansatz. Er ist hart gegen China, und er hat es mit dem Islamischen Staat aufgenommen und gewonnen. Und er sagt der Welt, was sie hören muss.
Zu Hause ist der Präsident die klare Wahl für Arbeitsplätze und Wirtschaft. Er hat Amerika nach vorne gebracht, während Joe Biden Amerika zurückhielt.
Als Joe Vizepräsident war, war ich Gouverneur des großen Bundesstaates South Carolina. Wir hatten einen ziemlich guten Lauf. Hersteller aller Art strömten aus Übersee in unseren Staat und schufen Zehntausende amerikanische Arbeitsplätze. Die Leute bezeichneten South Carolina als „the beast of the southeast,“ was ich liebte.
Alles, was wir getan haben, ist trotz Joe Biden und seinem alten Chef passiert.
Wir senken die Steuern. Sie haben sie erhöht. Wir haben Bürokratie abgebaut. Sie häuften weitere Mandate an. Und als wir gut bezahlte Jobs einbrachten, verklagten uns Biden und Obama. Ich habe mich gewehrt und sie haben aufgegeben.
Eine Biden-Harris-Regierung wäre noch viel, viel schlimmer. Das letzte Mal war Joes Chef Obama, diesmal wären es Pelosi, Sanders und die Squad. Ihre Vision für Amerika ist der Sozialismus und wir wissen, dass der Sozialismus überall gescheitert ist.
Sie wollen den Amerikanern sagen, wie sie leben sollen und was sie denken sollen. Sie wollen eine staatliche Übernahme der Gesundheitsversorgung. Sie wollen Fracking verbieten und Millionen von Arbeitsplätzen vernichten. Sie wollen massive Steuererhöhungen für berufstätige Familien.
Joe Biden und die sozialistische Linke wären eine Katastrophe für unsere Wirtschaft. Aber Präsident Trump leitet eine neue Ära der Chancen ein.
Bevor uns das kommunistische China das Coronavirus gab, brachen wir allerorts Wirtschaftsrekorde. Die Pandemie hat uns zurückgeworfen, aber nicht für lange. Präsident Trump hat unsere Wirtschaft schon früher zurückgebracht, und er wird sie weiter zurückbringen.
Es gibt noch einen wichtigen Bereich, in dem unser Präsident Recht hat. Er weiß, dass politische Korrektheit und „cancel culture“ gefährlich sind und einfach falsch.
In weiten Teilen der Demokratischen Partei ist es mittlerweile Mode zu sagen, dass Amerika rassistisch sei. Das ist eine Lüge. Amerika ist kein rassistisches Land. Das ist persönlich für mich. Ich bin die stolze Tochter indischer Einwanderer. Sie kamen nach Amerika und ließen sich in einer kleinen südlichen Stadt nieder. Mein Vater trug einen Turban. Meine Mutter trug einen Sari. Ich war ein braunes Mädchen in einer schwarz-weißen Welt.
Wir waren Diskriminierungen und Not ausgesetzt. Aber meine Eltern gaben niemals dem Klagen und dem Hass nach. Meine Mutter baute ein erfolgreiches Geschäft auf. Mein Vater unterrichtete dreißig Jahre an einem historisch schwarzen College. Und die Menschen in South Carolina wählten mich als erste Frau einer Minderheit zu ihrer Gouverneurin.
Amerika ist eine Geschichte, die stets in Entwicklung ist. Jetzt ist es an der Zeit, auf diesen Fortschritten aufzubauen und Amerika für alle noch freier, gerechter und besser zu machen. Deshalb ist es tragisch zu sehen, dass so viele von der Demokratischen Partei die Augen vor den Unruhen und dem Zorn verschließen.
Das amerikanische Volk weiß, dass wir es besser machen können und natürlich wissen wir, dass jedes einzelne schwarze Leben wertvoll ist. Die schwarzen Polizisten, die im Dienst erschossen wurden, sie sind wichtig (they matter). Die schwarzen Kleinunternehmer, die mitansehen müssen, wie ihr Lebenswerk in Flammen auf, sie sind wichtig (they matter). Die schwarzen Kinder, die auf dem Spielplatz niedergeschossen wurden, auch ihr Leben spielt eine Rolle (their lives matter, too). Und ihr Leben wird durch die Gewalt auf unseren Straßen ruiniert und geraubt.
Es muss nicht so sein. In South Carolina war das vor fünf Jahren nicht so. Damals wurde unser Staat mit dem Bösen konfrontiert. Ein weißer Supremacist betrat während des Bibelstudiums die Mutter-Emanuel-Kirche. Zwölf Afroamerikaner boten ihm einen Platz an und beteten eine Stunde lang mit ihm. Dann fing er an auf sie zu schießen.
Nach dieser schrecklichen Tragödie haben wir uns nicht gegeneinander gewandt. Wir kamen zusammen, schwarz und weiß, demokratisch und republikanisch. Gemeinsam haben wir die schwierigen Entscheidungen getroffen, die zur Heilung erforderlich waren und ein die Gesellschaft spaltendes Symbol friedlich und respektvoll entfernt.
Was damals geschah, sollte uns jetzt Hoffnung geben. Amerika ist nicht perfekt. Aber die Prinzipien, die uns am Herzen liegen, sind perfekt. Wenn ich eines gelernt habe, dann ist es, dass wir selbst an unserem schlimmsten Tag immer noch gesegnet sind, in Amerika zu leben.
Es ist Zeit, diesen Segen für die nächste Generation zu erhalten. Dieser Präsident und diese Partei fühlen sich dieser edlen Aufgabe verpflichtet.
Wir streben nach einer Nation, die zusammen aufsteigt und nicht in Anarchie und Wut zerfällt. Wir wissen, dass der einzige Weg, um die Herausforderungen Amerikas zu bewältigen, darin besteht, die Stärken Amerikas zu nutzen.
Wir streben eine bessere Zukunft an, in der jedes Kind eine Weltklasse-Schule besucht, die von seinen Eltern ausgewählt wurde, in der jede Familie in einer sicheren Gemeinde mit guten Jobs lebt, in der jeder Unternehmer die Freiheit hat, alles zu erreichen, in der jeder Gläubige ohne Angst beten kann und jedes Leben geschützt ist, wo jedes Mädchen und jeder Junge, jede Frau und jeder Mann, jede Herkunft und Religion die beste Möglichkeit auf das beste Leben hat.
Bei dieser Wahl müssen wir den einzigen Kandidaten auswählen, der diese Vision hat und weiterhin umsetzen wird. Präsident Trump und Vizepräsident Pence haben meine Unterstützung.
Und Amerika versprechen wir, dass wir auf dem Fortschritt unserer Vergangenheit aufbauen und das Versprechen für unserer Zukunft erfüllen werden. Diese Zukunft beginnt mit der Wiederwahl von Präsident Donald Trump durch das amerikanische Volk.
Danke. Gute Nacht. Und möge Gott Amerika immer segnen.
***
Wenn Sie meine Arbeit an dieser Übersetzung unterstützen möchten und Sie gerne noch weitere Übersetzungen lesen möchten, dann überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.
Das ist sie also, die Pandemie. Wir leben mitten in ihr. Pandemie kommt aus dem Griechischen und heißt wörtlich: „das gesamte Volk“ (pan: alle, demos: Volk). Vermutlich ist das so. Mit Übersetzungen ist das ja so eine Sache. Man könnte Pandemie auch weniger völkisch mit „alle Leute“ übersetzen. Aber demos heißt vermutlich nicht Leute. Ich habe jetzt keine Lust, das zu googeln. Ich mag das Wort „Volk“ nicht und frage mich, woran das liegt. „Volk“ kommt vom althochdeutschen folc, urgermanisch fulka und das bedeutet „Kriegsschar“. So steht es zumindest auf Wikipedia. Es steht überhaupt total viel auf Wikipedia. Kann aber auch Blödsinn sein, also das mit der Kriegsschar. Vielleicht gibt es irgendwo einen Etymologen, der das anders sieht. Ein Rufer in der Wüste. Ihm sei diese Glosse gewidmet.
Vielleicht mag ich das Wort „Volk“ nicht, weil es so was Kriegerisches hat. Das weiß ich zwar erst seit dem letzten Absatz, aber kann ja sein, dass ich das schon irgendwie geahnt habe. Man bringt das Wort „Volk“ ja gerne mit den Nazis in Verbindung und die Nazis waren ziemlich kriegerisch.
Mal abgesehen von dem Kriegerischen klingt „Volk“ irgendwie exklusiv, also so, als würden da nicht alle dazugehören. Man sagt ja zum Beispiel nicht: „Weltvolk“ und meint damit einfach alle. Mit Pandemie meint man alle, aber nicht einfach so, sondern das bezieht sich ja auf eine Krankheit, die alle betrifft.
Es kann also sein, dass ich Exklusivität nicht mag, sie mit dem Wort „Volk“ in Verbindung bringe und darum das Wort „Volk“ nicht mag. Ich glaube, wenn jemand „Volk“ sagt, dann denkt er oder sie schon an so was Geschlossenes und findet es irgendwie cool und wichtig, dass da nicht alle einfach so dazugehören. Das finde ich überhaupt nicht schlimm. Es können ja nicht alle einfach überall dazugehören.
Zum Beispiel ist ein exklusiver Tennisclub ein Tennisclub, wo nicht alle, die da Mitglied werden wollen, auch Mitglied werden können. Und das ist völlig okay so. Also finde ich jetzt. Ich kann kein Tennis spielen, will es auch gar nicht können und habe daher überhaupt nicht das Bedürfnis, Mitglied in einem Tennisclub werden, exklusiv oder sonst wie. Für jemanden, der unbedingt Mitglied in einem exklusiven Tennisclub werden will und nicht aufgenommen wird, ist das natürlich schon schade, wenn der da nicht reinkommt. Aber da muss der halt durch.
Problematisch wird es erst, wenn der exklusive Tennisclub zunächst nur bestimmte Leute als Mitglieder aufnimmt, was völlig okay ist, die aufgenommenen Mitglieder sich dann aber als was Besseres begreifen im Vergleich zu denen, die nicht dazugehören. Wenn sich die Mitglieder also allen Nicht-Mitgliedern überlegen fühlen. Das ist problematisch, weil es bescheuert ist. Ich meine, ihr seid nur ein Tennisclub, nehmt euch mal nicht so wichtig.
Kann sein, dass dieser letzte Aspekt für mich in dem Wort „Volk“ mitschwingt und ich es deshalb nicht mag.
Aber selbst wenn man von Pandemie in der rein etymologischen Bedeutung ausgeht und damit „das gesamte Volk“ oder „alle Leute“ oder einfach „alle“ meint, ohne irgendwen auszuschließen, ist das auch schwierig. Mit „alle“ meint man ja: alle, also was Umfassendes, Umgreifendes.
Da gehören halt einfach alle dazu.
Zum einen gehören diejenigen dazu, die gar nicht dazugehören wollen. Die sagen dann: Ja, nett, dass ihr an uns denkt und uns einbezieht, aber wir wollen das nicht, wir sind raus. Und die kriegen dann zu hören: Ätsch, geht nicht, ihr kommt hier nicht raus, ihr seid drin, da könnt ihr nichts machen.
Also das fände ich ja extrem blöd. Wenn ich zum Beispiel einfach so, also ohne es beantragt zu haben, Mitglied in einem Tennisclub wäre, und denken würde: Was soll das, ich spiele ja überhaupt kein Tennis, und wenn ich denen dann eine Kündigung schicken würde und die würden daraufhin sagen: Du kannst nicht kündigen, du bleibst Mitglied, dann wäre ich stinksauer. Selbst wenn ich keinen Mitgleidsbeitrag bezahlen müsste. Ich wäre stinksauer, einfach weil ich finde, dass ich das Recht habe, einen Vertrag, den ich nicht selbst eingegangen bin, sofort zu kündigen. Ohne Beachtung der Vertragslaufzeit und so.
Zum anderen kann es sein, dass man zu etwas dazugehört, wo einfach „alle“ dazugehören, ohne dass man weiß, dass man dazugehört, weil man sich ja nicht selbst dazu entschieden hat.
Und dann erfährt man entweder nie, dass man dazugehört, man bleibt also unwissend und das eigene Leben läuft einfach so weiter. Dann ist wirklich die Frage, was das Dazugehören zu etwas, wo sowieso alle immer dazugehören, überhaupt meint. Wenn ich Mitglied in einem Tennisclub bin, es aber gar nicht weiß, bin ich dann überhaupt Mitglied in eine Tennisclub?
Oder ich erfahre irgendwann später, dass ich schon die ganze Zeit Mitglied in einem Tennisclub war und dann denke ich vielleicht: Ja, Mist, hätte ich das mal vorher gewusst, dann wäre so ziemlich alles in meinem Lebens anders verlaufen.
Spannend bliebe nur noch, herauszufinden, wodurch oder durch wen ich erfahren habe, dass ich schon immer Mitglied in diesem Tennisclub war.
Und was das überhaupt für ein seltsamer Tennisclub ist.
Sollte Ihnen dieser Artikel gefallen haben, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal. Schreiben Sie als Verwendungszweck gerne den Namen des Autors. Er wird dann davon profitieren.
Sehr geehrte Journalistinnen und Journalisten der größeren Verlagshäuser und Sendeanstalten,
die folgenden Bilder aus Portland in dem US-Staat Oregon erreichen mich gerade via Twitter. Ich kenne die Personen, die diese Bilder ins Netz gestellt haben, nicht. Leider habe ich weder Ihre Möglichkeiten noch Ihre Infrastruktur, um diese Bilder und die Quellen zügig auswerten zu können, dennoch verstören mich diese Bilder und zwar unabhängig von einem näheren Wissen über den Hintergrund der handelnden Personen.
Hier wird ein Mann gewaltsam zu Boden gedrückt, geschlagen und ihm gegen den Kopf getreten.
In den Videos hören wir immer wieder Menschen, die behaupten, der Mann habe Leute überfahren. Bisher konnte ich nur dieses Video über die Augenblicke davor finden.
Offensichtlich hat die Polizei in Portland kaum noch Möglichkeiten, die Sicherheit auf den Straßen zu garantieren. Für einige Menschen in dem Video scheint die Polizei sogar Teil des Problems zu sein.
Diese Bilder verstören mich sehr und es stellen sich mir sehr viele Fragen. Wer ist in Portland zuständig für die Polizei? Wer hat es zugelassen, dass die Situation so eskaliert? Wer hat die Polizei im Vorfeld so werden lassen, dass all dies möglich wurde? Wer trägt die Verantwortung? Warum muss ich zusehen, wie ein Mensch auf der Straße in Oregon gerichtet wird? Warum wird ein bewusstlos geschlagener, blutender Mensch über den Boden gezogen? Was sind das für Bilder?
Das widerrechtliche Verurteilen und die vollendete oder versuchte außergesetzliche Tötung von tatsächlichen oder vermeintlichen Straftätern, Beschuldigten oder Verdächtigen ohne richterliches Urteil wird als Lynchjustiz bezeichnet. Täterinnen und Täter können sowohl ein wilder Mob sein, aber auch Personen, die der Auffassung sind, Richter und Polizisten seien unfähig, diese Arbeit zu vollführen.
Diese Bilder aus den Vereinigten Staaten von Amerika verlangen eine Einordnung. Bitte tun Sie dies und berichten darüber.
Veröffentlicht unterNachrichten|Kommentare deaktiviert für Eine Bitte um journalistische Mithilfe
Eine kleine Auswahl von Aussagen aus dem Film „Uncle Tom“ von Larry Elder in deutscher Übersetzung
Ich kann mit einem ehrlich intoleranten Eiferer eher umgehen als mit einem gönnerhaft herablassenden Liberalen. Einen intoleranten Eiferer kann ich nämlich eher ändern als einen gönnerhaft herablassenden Liberalen.
Ich habe einen Film mit Marianne Williamson gesehen, wo sie einen Haufen weißer Menschen in einer Kirche dazu brachte, sich um schwarze Menschen zu stellen, um diesen pathetischen Eid zu wiederholen, der darin bestand zu sagen: „Es tut mir leid, im Grunde genommen um alle Gräueltaten, die meine Leute euch angetan haben.“
Ich verstehe die Fetischisierung des Opferseins nicht, die über die afrikanisch-amerikanische Gemeinschaft gestülpt wird. Es ist so, als ob man uns sagt: „Was fällt euch eigentlich ein, daran zu glauben, ihr wäret auf der selben Ebene in der Gesellschaft wie ich? Du hast gefälligst an den Mythos des Weißseins und des Privilegs zu glauben. Du musst verstehen, dass du in dieser Gesellschaft nicht so viel wert bist wie ich.“ Das ist die Bürde der weißen Fortschrittlichen und ich werde das nie verstehen.
Dietrich Bonhoeffer hat mal gesagt:
„Dummheit ist ein gefährlicherer Feind des Guten als Bosheit. Gegen das Böse lässt sich protestieren, es lässt sich bloßstellen, es lässt sich notfalls mit Gewalt verhindern, das Böse trägt immer den Keim der Selbstzersetzung in sich, indem es mindestens ein Unbehagen im Menschen zurücklässt. Gegen die Dummheit sind wir wehrlos. Weder mit Protesten noch mit Gewalt lässt sich hier etwas ausrichten; Gründe verfangen nicht; Tatsachen, die dem eigenen Vorurteil widersprechen, brauchen einfach nicht geglaubt zu werden – in solchen Fällen wird der Dumme sogar kritisch, und wenn sie unausweichlich sind, können sie einfach als nichtssagende Einzelfälle beiseite geschoben werden. Dabei ist der Dumme im Unterschied zum Bösen restlos mit sich selbst zufrieden, ja, er wird sogar gefährlich, indem er leicht gereizt zum Angriff übergeht. Daher ist dem Dummen gegenüber mehr Vorsicht geboten als gegenüber dem Bösen.“
Damit hat es Bonhoeffer auf den Punkt gebracht. Gefährlich wird es immer dann, wenn jemand fest davon überzeugt, in deiner Absicht zu handeln. Je mehr du ihnen sagst, „Du erwürgst mich“, umso mehr werden sie sagen: „Aber ich liebe dich doch!“
Im Kern ist der weiße Liberale der ultimative Narzisst. Er sind wie jemand, der ein Tier adoptiert hat, um sagen zu können: „Ich habe ein Tier adoptiert.“ Für solche Leute sind wir diese erbärmlich süßen Spielzeuge, die sie ihren Freunden zeigen können, um zu sagen: „Schaut euch diese Person an, der habe ich geholfen!“
Es ist fremdenfreundliche Symbolpolitik. Sie übernehmen den Kampf anderer, um von den wirklich wichtigen Themen ablenken zu können.
Sie wollen unter allen Umständen eine gute weiße Person sein und als solche wahrgenommen werden. Wenn du aber wissen möchtest, ob es sich wirklich um eine gute weiße Person handelt, stecke sie in einen Raum mit einem schwarzen Konservativen und schau dir an, wie sich das Gespräch entwickelt.
Die größte Herausforderung, mit der man einen weißen Menschen konfrontieren sollte, um herauszufinden, ob er nur verwirrt ist oder ein Narzisst, besteht darin, einfach mal „Nein, Danke“ zu sagen. Diesen Test sollte man an allen weißen Liberalen vornehmen. Einfach mal sagen: „Wenn ich ehrlich bin, sehe ich mich nicht als Opfer.“ Und dann die Reaktion abwarten.
Wenn alles, was du tust, ausnahmslos darin besteht, dem schwarzen Amerika zu helfen und du dann einen schwarzen Amerikaner triffst, der dir sagt, „also ehrlich, ich fühle mich ermächtigt, stark und großartig“, dann solltest du froh sein und sagen: „Hervorragend. Ich freue mich, das zu hören. Großartig.“ Nur leider reagieren sie so nicht. Sie rasten aus. Sie blocken dich. Alyssa Milano hat mich deshalb blockiert.
Wenn jemand sagt, er sei fortschrittlich, sollte er deshalb nicht automatisch als mitfühlend, anti-rassistisch und tolerant wahrgenommen werden.
Die meisten Erfahrungen mit rassistischen Gesprächen und Auseinandersetzungen habe ich mit weißen Fortschrittlichen gemacht, die mich vermutlich hassen, weil sie Rassismus hassen, glaube ich.
Erst gestern bekam ich eine Nachricht von einer weißen Dame, die mir schrieb, ich sei eine Schande für meine Rasse. Ich fand es seltsam, dass eine weiße Frau mir erklärte, ich sei Rassenschande, basierend auf ihren stereotypen und vorurteilsbeladenen Überzeugungen darüber, wie eine Minderheit zu denken habe.
Sie haben uns diese Idee von Toleranz und Integration verkauft. Sie sagen: „Wir lieben alle. Jeder ist willkommen.“ Aber das stimmt nicht. Wir sind nur willkommen, wenn wir genau das glauben, was sie wollen, das wir glauben.
Sie werden dir zu verstehen geben, dass deine Abfuhr ihrer Entschuldigung und Traurigkeit das größte verabscheuungswürdige Verbrechen ist, da der moderne weiße Liberale dich braucht, um ein Opfer zu sein. Sie haben aus dem Begriff „Opfer“ eine Waffe gemacht und verschiedene Minderheiten haben sich daran gebunden und es wurde zu ihrer Identität, die sie angenommen haben.
Was für eine Nachricht sendet das an die weißen Leute, die in ihrem wirklichen Leben und bei ihrer Arbeit auf schwarze Leute treffen? Sie glauben, wie auf Eierschalen laufen zu müssen, weil es sich um mögliche Opfer handelt. Sie werden soviel Angst haben, ihre schwarzen Kollegen wie ganz normale Menschen zu behandeln, dass sie lieber gar nicht mit ihnen in Kontakt treten. Das ist das wahre Ergebnis dieser politisch besorgten Mahner und ihrem intersektionalen Blödsinn.
Veröffentlicht unterAmerika, Fremde Feder|Kommentare deaktiviert für Der ultimative Narzisst
Es gibt Menschen, die rechtfertigen die Verschleierung von Frauen, wie sie in manchen religiösen Kreisen Tradition ist, damit, die „Reize der Frau“ könnten Männer ablenken und zu unüberlegten Taten verführen. Ich frage mich bei dieser Erklärung jedoch, warum nicht eher Männern Handschellen angelegt werden?
Warum sollen Frauen ihr Verhalten ändern, nur weil manche Männer ihre Gefühle nicht unter Kontrolle haben?
Genauso ist es mit Meinungen.
Warum sollen Meinungen verschleiert werden, nur weil einige Leute ihre Gefühle nicht im Griff haben?
Wenn ein Mensch zensiert wird oder ihm aufgrund einer Aussage eine Plattform entzogen wird, gibt es immer welche, die behaupten, er habe mit seinen offenen Meinungen provoziert. Diese Argumentation erinnert an die Behauptung, eine Frau, die sexuell belästigt wurde, habe mit ihren offenen Reizen provoziert.
Ob Worte oder Reize, verantwortlich für eine Eskalation ist die Person, die die Reize oder die Worte eines anderen Menschen nicht ertragen kann, obwohl sie ihnen problemlos aus dem Weg gehen könnte und sie ihr nicht aufgezwungen werden.
Es gab da mal eine Dame, ich hab vergessen, wo sie lebte, vielleicht in Deiner Nachbarschaft, die rief die Polizei, weil sie sich vom Anblick eines nackten Mannes in der Wohnung gegenüber belästigt fühlte. Als die Polizei die Dame besuchte, um sich ein Bild von der Situation zu machen, konnten sie vom Fenster aus nicht in die Wohnung des Mannes blicken. „Doch,“ sagte die Frau, holte eine Leiter hervor und kletterte auf den Küchenschrank. Dort beugte sie sich nach vorne und hielt sich dabei kompliziert an der Gardinenstange fest. Dann drehte sie den Kopf in extremer Weise zur Seite und erklärte: „Von dieser Position aus können sie ihn sehen!“
Ich bin immer wieder überrascht, welche Anstrengungen manche Menschen auch im Netz unternehmen, um sich beleidigt oder belästigt zu fühlen.
Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.
Tapfer im Nirgendwo präsentiert „Hetero“ von Viktoria Burkert.
Versteh mich bitte nicht falsch, du bist das Beste, was mir passieren kann, und wenn wir Arm in Arm durch die Innenstadt gehn, denk ich: wow, an meiner Seite dieser schöne Mann.
Du hast ein großes Herz und dein Lächeln ist unbeschreiblich, du sagst: „Mit dir kann ich in Liebesfilmen weinen“, du bist der Hauptgewinn, ein Lover und ne beste Freundin.
Doch bei der Karaoke singst du immer „I am what I am“, und ich hatte schon die Ahnung, das ist alles viel zu schön, obwohl es wahr ist, gerade weil es wahr ist, hör mir zu, ich weiß hier leider mehr als du …
Ich bin mir sicher, dass du nicht hetero bist, auch wenn du mich nachts im Regen küsst, ich bin mir sicher, dass du auf Männer stehst und bald schon durch die Tür da gehst.
Und immer wenn du in meinen Armen liegst, flüster ich ein leises Goodbye, es gibt keine Zukunft für uns zwei und weit und breit kein Happy End, nur diesen Moment.
Du hast mir so viel gezeigt, bei dir lernte ich, mich selbst zu lieben, und wenn wir später unsre Geschichten erzähln, denk ich: Mensch, bei dir wär ich gern geblieben.
Doch bald schon kommt dein Märchenprinz und dann räume ich unser Schloss, und ich wünsch euch nur das Beste und dann lass ich dich einfach los, obwohl es weh tut, gerade weil es weh tut, ist es nicht verkehrt, ich habe noch was, was ich vermissen werd …
Ich bin mir sicher, dass du nicht hetero bist, auch wenn du mir eine Träne wegküsst, ich bin mir sicher, dass du Männer magst, auch wenn du jetzt noch mal ‚Ich liebe dich‘ sagst.
Dein Weg führt über den Regenbogen und da komme ich nicht mehr mit, für uns gibt es kein großes Glück, es gibt nur die Vergangenheit und die Zeit, die bleibt.
Es ist doch ganz egal, ob du mir jetzt glaubst oder nicht, was passieren wird, das passiert unvermeidlich, alles, was wir haben ist nur auf Sand gebaut, und bald feiern wir halt dein Coming Out …
Ich bin mir sicher, dass du nicht hetero bist, auch wenn du mich nachts im Regen küsst, ich bin mir sicher, dass du auf Männer stehst und bald schon von mir fortgehst.
Und immer wenn du jetzt in meinen Armen liegst, dann verstehst du mein leises Goodbye, es gibt keine Zukunft für uns zwei und leider auch kein Happy End, nur diesen Moment.
Dein Weg führt über den Regenbogen und da komme ich nicht mehr mit, für uns gibt es kein großes Glück, es gibt nur die Vergangenheit und die Zeit, die bleibt.
Musik und Text: Viktoria Burkert * Arrangement: Markus Schimpp * Regie, Schnitt und Videoproduktion: Joseph Vicaire * Schauspiel: Leonie Renée Klein, Conny, Simeon Long, Natalie Gabriel * Produktion: Gerd Buurmann * Copyright: Viktoria Burkert
Sollten Ihnen dieses Lied so gut gefallen, dass Sie etwas Geld für diese Kunst geben möchten, dann überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto (Produzent) oder nutzen Sie PayPal.
Die österreichische Kabarettistin Lisa Eckhart wurde von der Leitung des „Harbour Front Literaturfestival“ in Hamburg ausgeladen, da angeblich der Schutz des Publikums und der auftretenden Künstlerinnen und Künstler nicht gewährleistet werden konnte. Geplant war der Auftritt im „Nochtspeicher“, aber das Lokal hat erklärt, dass es bei einer Lesung der Künstlerin im „bekanntlich höchst linken Viertel“ zu Protesten kommen könnte und diese möglicherweise sogar „eskalieren“ könnten:
„Es ist unseres Erachtens sinnlos, eine Veranstaltung anzusetzen, bei der klar ist, dass sie gesprengt werden wird, und sogar Sach- und Personenschäden wahrscheinlich sind. Wir haben in den letzten Tagen bereits aus der Nachbarschaft gehört, dass sich der Protest schon formiert“
Gewalt als Mittel zur Unterdrückung von Worten und Kunst ist die Vorgehensweise von Faschisten.
Wenn die Angst vor einem Mob über die Ausübung von Grundrechten entscheidet, ist höchste Alarmbereitschaft angesagt. Ein Mob definiert sich durch Ausgrenzung. In so einem Klima werden Menschen mit anderen Meinungen schnell zu „Abweichlern“ und „Verrätern“ erklärt. Ein Mob debattiert nicht. Ein Mob skandiert.
„Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“, ist die Rhetorik des Mobs und die Aufforderung zur Distanzierung ihr Mittel der Unterdrückung.
„Wehret den Anfängen“ brüllen die gerechten Putztruppen und meinen damit doch nur die Anfänge einer Zukunft, die sie aus ihrer eigenen Angst heraus konstruieren. Aus dieser Angst nehmen sie andere Menschen als Geisel ihrer Befürchtung. Diese Angst ist die Wurzel des totalitären Denkens. Sie ermöglicht Gewalt über Gedanken als Präventivschlag.
Lisa Eckhart wird Rassismus und Antisemitismus vorgeworfen. Sie ist aber keine Rassistin und Antisemitin. Sie ist eine Satirikerin in einer Welt voller Rassismus und Antisemitismus und sie versucht, in dieser Welt weder den Verstand, noch den Humor zu verlieren. Für Lisa Eckhart ist klar, dass sich der Wert des Menschen nicht anhand seines Aussehens, seiner Herkunft und seines Geschlechts bemessen lässt.
Was hat Lisa Eckhart also getan, um einen Mob gegen sich aufzubringen? Sie hat eine Kunstfigur erschaffen, die sich brutal ehrlich und entwaffnend direkt mit der Gesellschaft und ihren Normen und Werten auseinandersetzt und dabei mit sprachlicher Brillanz sowohl verstört, als auch irritiert, aber vor allem zum Lachen bringt. Man muss schon sehr böswillig sein, um bei ihr nicht die ironische Distanz zu erkennen.
Lisa Eckhart lässt sich politisch nicht vereinnahmen. Sie weigert sich, in linke oder rechte Schubladen einsortiert zu werden. Sie spottet in alle Richtungen. Der Mob aber lässt keine Kritik zu. Ein Mob hat kein Erbarmen. Ein Mob will nicht verstehen. Ein Mob will überrollen.
Der Mob erklärt, Worte seien Gewalt, nur um dadurch selbst tatsächliche physische Gewalt rechtfertigen zu können. Der Mob erklärt jeden Kritiker zu einer Gefahr, gegen den auch Gewalt angewendet werden darf. Es ist schließlich Notwehr. Gewalt wurde nun gegen Lisa Eckhart angewandt. Die Festivalleitung hat aus Angst vor Gewalt kapituliert. Sie hat vor Faschisten gekuscht.
Bei Humor hört der Spaß eben auf. Wenn jemand nicht den gleichen Sinn von Humor hat, ist er so unversöhnlich wie ein Mensch, der an einen anderen Gott glaubt. So wie ein Fundamentalist bemängelt, dass man nicht an den richtigen Gott glaubt, wirft einem ein Menschen mit einer unterschiedlichen Humorvorstellungen vor, einen schlechten oder gleich gar keinen Humor zu haben. Humor ist wie Religion ein Furz: Man glaubt, nur der des Anderen stinkt.
Jede Aussage hat verschiedene Interpretationsmöglichkeiten. Diese Möglichkeiten können sich sogar radikal voneinander unterscheiden. Es ist daher immer schwierig, Menschen danach zu beurteilen, wie man ihre Aussagen verstanden hat.
Lisa Eckhart wird nicht bedroht, weil sie Hetze betreibt, sondern weil ihr Hetze unterstellt wird.
Oder glaubt irgendwer wirklich, Lisa trägt privat nur T4-Shirts, schneidert sich im dunklen Keller ihre Kleider, summt dabei das Horst-Wessel-Lied und denkt darüber nach, wie sie am besten gegen Juden hetzen kann?
Lisa Eckhart ist eine Satirikerin und stets auf der Suche nach dem Witz, überall, auch dort wo es weh tun kann. Lachen ist Urlaub. Lachen hilft, mit Dingen fertig zu werden, die uns bedrücken und daran nicht zu verzweifeln.
Alles, was ein Satiriker sagt, ist der steten Suche nach dem Witz geschuldet, nicht der Suche nach einer universellen Wahrheit oder gar einer Ideologie. Ein Satiriker will, dass die Menschen lachen, über sich, über die eigenen Schwächen, aber auch über die eigenen schlechten Seiten. Manchmal ist ein Witz faul, aber das gehört dazu. Ein Ei muss erst aufgeschlagen werden, um sicher zu wissen, ob der Inhalt faul ist.
Es ist menschlich, Angst zu haben. Angst vor dem Fremden ist Teil unserer Überlebensstrategie. Humor gibt uns die Möglichkeit, mit unseren Ängsten in Berührung zu kommen und uns damit auseinanderzusetzen. Der Humor hilft, statt mit Zorn und Verachtung mit einem Lachen auf die eigenen Schwächen und schlechten Seiten zu reagieren. Es ist gut, wenn wir gemeinsam über unsere Schwächen lachen!
Man kann sich nach dem Lachen zwar schämen, gelacht zu haben, so wie man sich dafür schämt, in aller Öffentlichkeit eine Erektion bekommen zu haben, aber die Scham lässt die Erektion ebensowenig verschwinden wie das Lachen. Das Lachen lässt sich nicht unterdrücken. Man kann höchstens hinterher lügen und behaupten, das überhaupt nicht komisch gefunden zu haben, so wie andere Menschen ihre Sexualität verleugnen, aber das Lachen ist wie die Lust vom Willen entkoppelt.
Dem Humor freien Lauf zu lassen, ermöglicht dem Gegenüber einen tiefen Blick in die eigene Seele, vor allem in die unbewussten Flecken dieser Seele und jede Seele hat Flecken.
Humor ist gefährlich. Darum gehört der Witz auch stets zu den ersten Dingen, die Faschisten bekämpfen. Jetzt ist es wieder in Hamburg geschehen.
Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.