An die Frauen im Iran

„Die Menschenrechte haben kein Geschlecht!“

Das sagte die Schriftstellerin Hedwig Dohm in einer Zeit, in der Frauen in Deutschland noch nicht wählen durften.

Der Kampf der Frauen Europas für Freiheit hat eine lange Geschichte. Im 18. Jahrhundert zum Beispiel kämpfte eine Frau während der Französischen Revolution für die Freiheit von Männern und Frauen. Ihr Name war Olympe de Gouges. Sie musste erleben, wie eine Revolution, die alle Menschen befreien wollte, zu einer Revolution der Männer verkam, die am Ende sogar Frauen in eine schlechtere Situation entließ als sie vor der Revolution waren.

Ihr könnt das, was Olympe de Gouges erleben musste, gewiss gut nachempfinden. Es war schließlich auch die Iranische Revolution von 1979, an der Männer und Frauen teilnahmen, die zwar zur Beendigung der Monarchie und zur Absetzung des Schahs führte, dann aber in eine islamofaschiste Dikatatur endete, in der Frauen deutlich schlechter gestellt waren als sie es vorher in der Monarchie waren.

Im 17. Jahrhundert erklärte die Philosophin Marie les Jars de Gournay die Gleichheit von Männern und Frauen (1622), die Sieger der Französischen Revolution jedoch erklärten nur die Männer- und Bürgerrechte (1789). Oft werden diese Männer- und Herrenrechte fälschlicherweise als Menschen- und Bürgerrechte übersetzt, obwohl Frauen dezidiert nicht mit „des hommes“ gemeint waren, was Oylmpe de Gouges in ihrer Antwort „Die Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ deutlich kritisierte.

Darum Ihr Frauen des Irans, die Ihr heute wieder zusammen mit Männern für die Freiheit kämpft, hört auf Olympe de Gouges:

„Die Sturmglocke der Vernunft ist im ganzen Universum zu hören; erkennt eure Rechte! Das gewaltige Reich der Natur ist nicht mehr umlagert von Vorurteilen, Fanatismus, Aberglaube und Lügen. Die Fackel der Wahrheit hat alle Wolken der Dummheit und Anmaßung zerstreut. Der versklavte Mann hat zwar seine Kräfte vervielfacht, aber er hat der eurigen bedurft, um seine Ketten zu sprengen. Kaum in Freiheit versetzt, ist er nun selbst ungerecht geworden gegen seine Gefährtin. O Frauen! Frauen, wann wird eure Verblendung ein Ende haben? Was sind denn die Vorteile, die euch aus der Revolution erwachsen sind? Ihr werdet noch mehr verachtet, noch offener verhöhnt.“

Olympe de Gouges kämpfte für die Freiheit und landete dafür auf dem Schafott. Am 3. November 1793 wurde sie hingerichtet.

Frauen des Irans, hört auf Olympe de Gouges. Sie sagte: „Die Frau hat das Recht das Schafott zu besteigen; sie muss gleichermassen das Recht haben, die Tribüne zu besteigen!“

Frauen des Irans, hört auch auf Hedwig Dohm. Sie sagte: „Mehr Stolz, Ihr Frauen, der Stolze kann missfallen, aber man verachtet ihn nicht. Nur auf den Nacken der sich beugt, tritt der Fuß des vermeintlichen Herrn!“

Frauen des Irans, die Ihr für Eure Rechte kämpft, möget Ihr und all die Männer, die mit Euch kämpfen, erfolgreich sein, auf dass die Sturmglocke der Vernunft und das Lied der Freiheit bald auch bei Euch erklingt.

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Eine Frage an den Bundesaußenminister

Am 12. November 2019 begann ein mehrtägiger Raketenangriff auf die Menschen in Israel. Schulen, Kindergärten, Büroräume, Geschäfte und viele andere Orte des Landes mussten evakuiert werden. Frauen, Männer und Kinder verbrachten Stunden in Bunkern.

Am 15. November 2019 verabschiedeten die Vereinten Nationen acht Resolutionen gegen Israel, während keine einzige Resolution zu einem anderen Gebiet der Welt verabschiedet wurde.

Das kleine Land Israel, das sich tagelang gegen Raketen wehren musste, die von einer militanten Gruppe abgefeuert wurden, deren erklärtes Ziel es bis heute ist, Israel auszulöschen, wurde von den Vereinten Nationen an dem Tag ausgewählt, um als einziges Land der Welt kritisiert zu werden.

Israel wird von den Vereinten Nationen ganz besonders behandelt. Der sogenannte Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat Israel öfter verurteilt als alle anderen Länder der Welt zusammen. Dafür gibt es nur zwei mögliche Erklärungen.

Entweder ist Israel ein Staat, böser, abartiger und verdammenswerter als alle anderen Länder der Welt zusammen oder die Vereinten Nationen sind judenfeindlich.

Am 19. November 2019 wies das deutsche Außenministerium die Behauptung zurück, der deutsche UN-Botschafter Christoph Heusgen habe mit seiner Abstimmungspolitik Antisemitismus befördert. Heusgen, der ehemalige Chefberater der Außenpolitik von Bundeskanzlerin Angela Merkel war, hatte im Gegensatz zu Ländern wie Kanada und den Vereinigten Staaten von Amerika, die bei keiner der am 15. November eingebrachten Resolution mit Ja gestimmt hatten, kein einziges Mal mit Nein gestimmt, sich dafür einmal enthalten und sogar ganze sieben Mal mit Ja gestimmt.

Im Jahr 2018 stimmte Deutschland sechzehn Mal für die Verurteilung Israels und somit häufig zusammen mit dem Iran, Saudi-Arabien, Kuba und anderen repressiven Regimen gegen den jüdischen Staat ab.

Sehr geehrter Bundesaußenminister,

wenn Sie erklären, die deutsche Politik der Abstimmung bei den Vereinten Nationen sei nicht judenfeindlich, dann erklären Sie mir bitte, was an Israel verurteilenswerter ist, als an allen anderen Ländern der Welt zusammen.

Nennen Sie mir bitte ein paar der Verbrechen, die es in Ihren Augen notwendig machen, dass Israel öfter verurteilt wird als Afghanistan, Ägypten, Albanien, Algerien, Andorra, Angola, Antarktis, Antigua und Barbuda, Äquatorialguinea, Argentinien, Armenien, Aserbaidschan, Äthiopien, Australien, Bahamas, Bahrain, Bangladesch, Barbados, Belgien, Belize, Benin, Bhutan, Bolivien, Bosnien und Herzegowina, Botsuana, Brasilien, Brunei, Bulgarien, Burkina Faso, Birma, Burundi, Chile, China, Cookinseln, Costa Rica, Dänemark, Deutschland, Dominica, Dominikanische Republik, Dschibuti, Ecuador, Elfenbeinküste, El Salvador, Eritrea, Estland, Falklandinseln, Fidschi, Finnland, Föderierte Staaten von Mikronesien, Frankreich, Französisch Guayana, Gabun, Gambia, Georgien, Ghana, Grenada, Griechenland, Großbritannien, Guatemala, Guinea, Guinea-Bissau, Guyana, Haiti, Honduras, Indien, Indonesien, Irak, Iran, Irland, Island, Italien, Jamaika, Japan, Jemen, Jordanien, Kambodscha, Kamerun, Kanada, Kap Verde, Kasachstan, Katar, Kenia, Kirgisistan, Kiribati, Kolumbien, Komoren, Kongo, Kosovo, Kroatien, Kuba, Kuwait, Laos, Lesotho, Lettland, Libanon, Liberia, Libyen, Liechtenstein, Litauen, Luxemburg, Madagaskar, Malawi, Malaysia, Malediven, Mali, Malta, Marokko, Marshallinseln, Mauretanien, Mauritius, Mazedonien, Mexiko, Mikronesien, Moldawien, Monaco, Mongolei, Montenegro, Mosambik, Myanmar, Namibia, Nauru, Nepal, Neuseeland, Nicaragua, Niederlande, Niger, Nigeria, Nordkorea, Nordzypern, Norwegen, Oman, Österreich, Pakistan, Palau, Palästina, Panama, Papua-Neuguinea, Paraguay, Peru, Philippinen, Polen, Portugal, Ruanda, Rumänien, Russland, Saint Kitts und Nevis, Saint Lucia, Saint Vincent und die Grenadinen, Salomonen, Sambia, Samoa, San Marino, São Tomé und Príncipe, Saudi-Arabien, Senegal, Serbien, Seychellen, Sierra Leone, Singapur, Simbabwe, Slowakei, Slowenien, Somalia, Spanien, Sri Lanka, Südafrika, Sudan, Südsudan, Südkorea, Surinam, Svalbard, Swasiland, Schweden, Schweiz, Syrien, Tadschikistan, Taiwan, Tansania, Thailand, Timor-Leste, Togo, Tonga, Trinidad und Tobago, Tschad, Tschechien, Tunesien, Türkei, Turkmenistan, Tuvalu, Uganda, Ukraine, Ungarn, Uruguay, Usbekistan, Vanuatu, Vatikan, Venezuela, Vereinigte Arabische Emirate, Vereinigtes Königreich, Vereinigte Staaten von Amerika, Vietnam, Weißrussland, Westsahara, Zentralafrikanische Republik und Zypern zusammen.

Was ist an Israel so viel schlimmer als am Rest der Welt, dass Sie es unterstützen, dass Israel einer besonderen Behandlung unterzogen und öfter verurteilt wird als der Rest der Welt?

Mit Grüßen, die einer aufrichten Antwort harren,
Gerd Buurmann

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15. November 2019 – Acht Resolutionen der UNO gegen Israel

Am 15. November 2019, nachdem Israel bereits drei Tage massiv mit Raketen angegriffen worden war, verabschiedeten die Vereinten Nationen acht Resolutionen gegen Israel. Raten Sie mal, wieviele Resolutionen an dem Tag gegen den Rest der Welt verabschiedet wurden? Keine!

Das kleine Land Israel, das sich seit Tagen gegen Raketen wehren muss, die von einer militanten Gruppe abgefeuert werden, deren erklärtes Ziel es ist, Israel auszulöschen, wurde von den Vereinten Nationen ausgewählt, um als einziges Land der Welt kritisiert zu werden.

So ehrenwerte Länder wie Kanada und die Vereinigten Staaten von Amerika stimmten bei keiner einzigen Resolution mit Ja. Deutschland hingegen stimmte kein einziges Mal mit Nein, enthielt sich dafür einmal und stimmte sogar bei sieben dieser Resolutionen mit Ja.

Am 15. November 2019 wurde das angegriffene Israel acht Mal verurteilt, während zum Rest der Welt geschwiegen wurde. Kein Wort zu Syrien, Afghanistan, Venezuela, Spanien, Belgien, Estland, Nordkorea, China, Russland, Togo, Ägypten, Katar, Bolivien, Frankreich, Schweden, Kasachstan, Island, Kenia, Japan, Indien, ach, machen wir es kurz, kein Wort zu irgendeinem anderen Land.

Israel wird von den Vereinten Nationen ganz besonders behandelt. Aber an eine Sonderbehandlung durch Menschen und Nationen, die nicht gerade durch Liebe zu Juden und Israel auffallen, hat sich das kleine jüdische Land am Mittelmeer mittlerweile gewöhnt, schließlich ist es das einzige Land, dem von einigen Regierungen mit physischer Vernichtung gedroht wird und das zudem noch regelmäßig Raketen über sich ergehen lassen muss.

Israel nimmt den Hass zur Kenntnis, schützt und verteidigt sich. Sollen die Vereinten Nationen Israel dafür hassen. Das Volk Israels lebt.

Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen geliebt, aber tot und gehasst, aber lebendig, ich wählte das Leben! So wie es aussieht, mag Deutschland Juden lieber als Opfer.

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Ich höre immer Waffenruhe

Die militante Gruppe Islamischer Dschihad, die vom 12. bis zum 14. November 2019 hunderte Raketen vom Gazastreifen aus auf Israel abgefeuert hatte, erklärte nach der Bombardierung eine Waffenruhe.

Waffenruhe?

Tapfer im Nirgendwo übersetzt mal, was Waffenruhe in islamisch Dschihadistisch bedeutet:

„So, wir haben jetzt alles abgefeuert, was uns zur Verfügung stand. Jetzt, wo wir keine Raketen mehr haben, erklären wir mal einfach eine Waffenruhe, die natürlich nur so lange gilt, bis wir wieder genug Raketen haben, die wir auf Israel abfeuern können. Bestimmt wird die ganze Welt von Israel erwarten, die Waffenruhe zu akzeptieren. Die Zeit der Waffenruhe nutzen wir dann zum Jammern und Betteln, um neues Geld für neue Raketen zu bekommen. Irgendein europäischer Depp mit judenfeindlicher Vergangenheit wird und schon Kohle geben. Auf Deutschland ist gewiss Verlass.“

Natürlich ist auf Deutschland Verlass.

Jedes Mal, wenn es einen Angriff auf Israel gibt, ruft das Auswärtige Amt zuverlässig beide Seiten zur Mäßigung auf. Als am 9. Januar 2018 zum Beispiel ein freiwilliger Mitarbeiter der humanitären Hilfsorganisation „Roter Davidstern“, Raziel Shevach, von einem Terroristen erschossen wurde, erklärte das Auswärtige Amt Deutschlands: „Wir erwarten, dass alle Seiten aktiv zur Deeskalation beitragen.“

Auf Deutschland ist auch Verlass, wenn es um die Finanzierung der Raketen geht. Trotz der anhaltenden Angriffe auf Israel pumpt Deutschland mehr und mehr Geld in Gazastreifen. Die Raketen wollen schließlich finanziert werden.

Im August 2018 kündigte Bundesaußenminister, Heiko Maas, in einem Schreiben an seine Kolleginnen und Kollegen der Europäischen Union die „Bereitstellung weiterer Mittel in substanzieller Höhe“ an. Er fügte hinzu, auch die Europäische Union solle weitere Anstrengungen unternehmen, da die deutsche Aufstockung der Gelder nicht ausreiche, um das aktuelle Defizit auf palästinensischer Seite auszugleichen. Defizite, die es nicht gäbe, wenn vom Gazastreifen aus nicht seit Jahren mehrere tausend Raketen auf Israel abgefeuert worden wären.

Das aktuelle Defizit auf palästinensischer Seite ist dem Umstand geschuldet, dass dort das Geld auf brutale Art und Weise missbraucht wird. Im Jahr 2018 zum Beispiel zahlte die Palästinensische Autonomiebehörde über 290 Millionen Euro an Terroristen und deren Familien und Angehörige aus. Für die Unterstützung von Anschlägen auf Israelis und Juden wurden extra sogenannte “Märtyrer-Fonds” eingerichtet.

Weitere Gelder sollen laut NZZ in private Kassen korrupter Politiker der Hamas und der Fatah geflossen sein, sowie in die Etablierung frauenfeindlicher Strukturen und in die organisierte Verfolgung von politischen Gegnern und anderen als unislamisch gebrandmarkten Individuen.

Das ist die Waffenruhe!

Wenn die Waffenruhe gebrochen wird und Israel reagiert, dann ist auch auf die Deutsche Medienlandschaft Verlass. Sie legt wahrhaft journalistische Kunststücke hin, um Israel als Aggressor darzustellen. Die Tagesschau zum Beispiel titelte am 15. November 2019:

„Israel greift erneut Ziele in Gaza an.

Israel hat nach eigenen Angaben erneut Ziele im Gazastreifen bombardiert. Eine zuvor ausgehandelte Waffenruhe hatte sich zu diesem Zeitpunkt bereits als extrem brüchig erwiesen.“

Das ist deutscher Qualitätsjournalismus. Wenn Israel angegriffen wird, dann erweist sich die Waffenruhe als „extrem brüchig“, aber wenn Israel sich verteidigt, dann schreibt die Tagesschau unmissverständlich:

„Ungeachtet einer Waffenruhe hat Israel am Freitag erneut Stellungen der Palästinensermiliz Islamischer Dschihad im Gazastreifen bombardiert.“

Das kann nur noch der Focus toppen:

„Weitere Raketen auf Israel, aber Waffenruhe hält bislang.“

Das musst Du erst einmal schreiben, ohne dabei lachen zu müssen. Während wir uns jedoch die Lachtränen aus den Augen wischen, finanziert Deutschland die neuen Raketen gegen Israel und wenn sie fliegen und Israel sich verteidigt, dann wird das ZDF Nachrichtenmagazin heute bestimmt wieder irgendwas berichten, das so anfängt: „Israel greift an!“

Bis dahin, viel Spaß mit der Waffenruhe.

***

Nachtrag: Nur ein paar Stunden nach Erscheinen dieses Artikels, brachte das ZDF diese Nachricht raus:

„Eigentlich gilt Waffenruhe. Das scheint weder Hamas noch Israel zu stören. Nachdem Raketen vom Gazastreifen aus abgefeuert wurden, hat Israels Armee Kampfflugzeuge eingesetzt.“

Das ZDF hätte die Nachricht auch so formulieren können:

„Eigentlich gilt Waffenruhe. Nachdem Raketen vom Gazastreifen aus auf Zivilisten abgefeuert wurden, hat Israels Armee Kampfflugzeuge gegen militärische Stellungen eingesetzt.“

Eigentlich gilt Objektivität. Das scheint weder Hamas noch dem ZDF zu stören.

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Lamya Kaddor erklärt: „Man kann Israel nur bedingungslos unterstützen“

In einer Kolumne für t-online.de hat Lamya Kaddor erklärt, man könne Israel nur „bedingungslos unterstützen“.

Lamya Kaddor führt aus, angesichts der weltweiten judenfeindlichen Bedrohungslage verschaffe die Gewissheit, einen Ort auf der Welt zu haben, zu dem man im Zweifelsfall fliehen könne, Juden ein notwendiges Gefühl von Sicherheit. Der Staat Israel sei eine Lebensversicherung für Juden: „Kein Wunder also, dass er von den meisten bedingungslos verteidigt wird und verteidigt werden muss – ganz egal, wer dort regiert.“

In der sehr lesenswerten Kolumne gibt es jedoch eine Stelle, bei der ich eine kleine, aber dennoch notwendige Korrektur vornehmen möchte. Lamya Kaddor schreibt:

„Wer derart martialisch auftritt, um Politik zu machen oder die eigenen Reihen hinter sich zu schließen, muss sich nicht wundern, wenn der Gegner aufrüstet; erst recht nicht in der Region, wo einst die Wiege des Talionsprinzips stand (Auge und Auge, Zahn um Zahn).“

Seit Jahrhunderten werden Lügen über Juden verbreitet. Juden wird vorgeworfen, Kinder zu schlachten, Brunnen zu vergiften und die Welt zu unterjochen. Viele dieser Lügen sind mittlerweile bei aufgeklärten Menschen verpönt. Es gibt jedoch manche Behauptungen, die nach wie vor Konjunktur haben. Am erfolgreichsten ist die Behauptung, bei dem Spruch „Auge um Auge“ handele es sich um ein Rachegebot.

Wenn Journalisten, Publizistinnen und Politiker über den Nahen Osten schreiben, geben sie sich gerne biblisch gebildet, schreiben „Auge um Auge“ und suggerieren damit, es gäbe eine jüdische „alttestamentarische Vergeltung“. Diese Vorstellung von dem alttestamentarischen Rachegott der Juden ist jedoch nichts weiter als eine uralte antijüdische Behauptung.

Manche Leute glauben, das jüdische Testament sei ein Buch der Rache. Manche Christen stellen dem Buch dann ganz selbstergriffen das christliche Testament als vermeintliches Buch der Nächstenliebe entgegen. Als Kronzeugen bemühen diese Leute stets die biblische Stelle „Auge um Auge, Zahn um Zahn“ und begehen dabei schon den ersten Fehler, denn in der Bibel steht nicht „Auge um Auge“ sondern „Auge für Auge“.

Der Spruch עין תּחת עין ist Teil eines Rechtssatzes aus Sefer ha-Berit in der Tora. In der Bibel ist diese Stelle als Ex 21, 23–25 gekennzeichnet. Die korrekte Übersetzung lautet:

„… so sollst du geben Leben für Leben, Auge für Auge, Zahn für Zahn, Hand für Hand, Fuß für Fuß, Brandmal für Brandmal, Wunde für Wunde, Strieme für Strieme.“

Dieser Satz bedeutet nicht, dass eine Tat mit der gleichen Tat vergolten werden soll, sondern dass die Strafe der Tat abgemessen sein muss. Mit dieser Formel wurde die im Alten Orient verbreitete Blutrache eingedämmt, die übele Strafen für selbst kleine Vergehen vorsah. Diese Blutrache wurde durch eine Verhältnismäßigkeit von Vergehen und Strafe abgelöst. Die Formel verlangt vom Täter zum Beispiel einen angemessenen Schadensersatz in allen Fällen von Körperverletzung.

Die talmudische Erklärung der Tora, auf der die jüdische Tradition aufbaut, kommt zu dem Schluß (Traktat Bava Qamma 83b-84a), dass der Verlust eines Auges schlichtweg nicht durch die Wegnahme eines anderen Auges kompensiert werden kann. Die Formel kann somit eben nicht als „Wie du mir, so ich dir“ verstanden werden, sondern führt unter Bezugnahme auf den Rechtsgrundsatz der Gleichheit aller vor dem Gesetz (Leviticus 24, 22) vielmehr einen Ausgleichsanspruch ein. Anstelle der drakonischen Aufrechnung wird mit der Formel mäßigend zwischen den Streitparteien vermittelt.

Mithin liegt die Bedeutung der Norm „Auge um Auge“ in einer realistischen Evaluation der tatsächlich im Schadensfall verletzten Rechtsposition. Im Talmud wird sogar der Schadensersatz definiert. Er setzt sich aus fünf Komponenten zusammen (Traktat Bava Qamma, Mischna 8,1):

Ersatz des materiell entstandenen Schadens
Schmerzensgeld
Heilungskosten
Ersatz des Arbeitsausfalls
Wiedergutmachung der Beschämung

Viele Leute, besonders israelkritische Journalisten, sehen diesen Kontext jedoch nicht und faseln stattdessen beharrlich von einem „Prinzip der Rache“, das aus diesem Zitat sprechen soll und erklären zudem, das Evangelium sei im Gegensatz ein Buch der Nächstenliebe. Dabei übersehen sie geflissentlich, dass es auch im Evangelium ab und an ganz schön unversöhnlich zugeht.

Der Gott der Christen und der Gott der Juden tun sich nicht viel, wenn es um Rache geht! Auch der Gott der Muslime ist nicht versöhnlicher. Ich würde sogar sagen, der Gott der Christen und der Gott der Muslime ist unversöhnlicher als der Gott der Juden. Der Gott des alten Bundes straft nämlich nur im Diesseits. Eine konkrete Jenseitsvorstellung wird in der Tora nicht artikuliert. Der Gott des Evangeliums und der Gott des Korans jedoch straft im Jenseits und zwar für immer und auf brutalste Weise.

Im Evangelium und im Koran öffnet sich die Schere zwischen Gottes Liebe und Gottes Hass extrem. Gott straft bis in alle Ewigkeit und es ist erschreckend, was für Strafen der christliche und der muslimische Gott für alle Ewigkeit bereithält. Mit der Hölle hat sich Gott ein ewiges Folterlager gesetzt. Ein versöhnlicher Gott sieht anders aus.

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Massiver Raketenangriff – Israel unter Beschuss

Israel, 12. November 2019 – Israel wird zur Zeit massiv mit Raketen bombardiert. Überall in Israel heulen die Alarmsirenen. Viele Bürgerinnen und Bürger des Landes wurden heute morgen mit Alarmsirenen aus dem Schlaf geschreckt. Kinder, Frauen und Männer verbringen heute den Tag in Bunkern. Viele Schulen und Kindergärten bleiben geschlossen. 

In den letzten Jahren wurden tausende Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert. Die Raketen werden bewusst in die Richtung von Schulen, Hospitälern, Altenheimen und Kindergärten abgefeuert! Das Ziel jeder Rakete ist es, so viele Israelis wie möglich zu töten, mögen es Kinder oder Greise sein. Die Motivation für die Angriffe auf Zivilisten benennt die Hamas offen in ihrer Gründungscharta, wo im Artikel 7 die Vernichtung des jüdischen Volks gefordert wird.

Hier sehen Sie wie eine Rakete in Israel einschägt:

Die Intention jedes Geschützes ist der Massenmord!

Der Massenmord misslingt der Hamas jedoch! Israel hat ein hervorragendes Abwehrsystem errichtet. Der Iron Dome konnte bisher die meisten Raketen in der Luft abfeuern, bevor sie einschlagen konnten. Israel schützt die eigene Bevölkerung. Dennoch gibt es in Israel mehrere Verletzte und bereits drei Tote. Auch im Gazastreifen werden Menschen verletzt und getötet, allerdings teilweise von fehlgeleiteten Raketen der Hamas. Das ist der große Unterschied zwischen Israel und der Hamas:

Israel nutzt Waffen, um Menschen zu schützen. Die Hamas jedoch nutzt Menschen, um ihre Waffen zu schützen.

In Gaza sterben die Menschen, weil die Hamas ihre Bevölkerung missbraucht. Die Hamas beschießt israelische Schulen und nutzt gleichzeitig die eigenen Schulen, in denen der Hass auf Juden in Kinderhirne gehämmert wird, als Schutzschild für die Waffen, die auf Israel abfeuert werden, nur um dann umso lauter zu lamentieren, wenn jene Kinder sterben, die sie als Schutzschilde und Kindersoldaten für ihren Judenhass missbraucht haben.

Keine einzige Rakete Israels wird mit der Absicht abgeschossen, Zivilisten zu töten. Jede Rakete wird zur Verteidigung abgefeuert und in der klaren Ansage, die Hamas mit ihrem Vernichtungswillen zu schwächen und zu entmachten. Jede Rakete der Hamas hat jedoch zum Ziel, so viele Menschen wie möglich zu töten, auch Kinder.

Das ist der Grund, warum auf der Seite Israels weniger Menschen sterben als auf der Seite des Gazastreifens. Die Hamas ist zu schwach, ihren Massenmord zu exekutieren. Schwäche ist aber keine moralische Überlegenheit. Es ist gut, wenn Israelhasser zu schwach sind, ihren Hass auf das Volk Israels zu exekutieren.

Jeder Tote ist ein Toter zu viel. Deshalb unternimmt Israel unglaublich viel, um die Opferzahlen auch bei den Feinden gering zu halten. Bei einem Feind, der sich hinter Kindern versteckt, seine Waffen in Schulen hortet und von den Dächern von Krankenhäusern aus Raketen abfeuert, zeugt es von einer unglaublichen Nächsten- und Feindesliebe, wenn die Toten nicht in die Zehntausende gehen.

Die Hamas will in Masse morden, sie kann es aber nicht. Israel könnte in Masse töten, tut es jedoch nicht!

Israel liebt das Leben und will es schützen, selbst das Leben der Kinder und der Unschuldigen auf der Seite der Feinde, die in ihren Schulen, Moscheen, Parlamenten und Fernsehsendungen erklären, dass alle Juden vernichtet gehören.

Kein Land der Erde würde auf die offizielle Erklärung und den mehrfachen Versuch zum Völkermord so besonnen handeln wie Israel.

Hätte die Hamas all das Geld, das die Raketen und Tunnel gekostet haben, genutzt, um Gaza aufzubauen, so stünden in Gaza nicht nur noch alle Hospitäler, Energiewerke, Altenheime und Moscheen, sie wären auch noch perfekt ausgestattet. Bei all dem Geld, das Gaza bekommen hat, müsste Gaza eigentlich zu den reichsten Gebieten des Nahen Ostens gehören! Der Wunsch, Israel zu vernichten und der Hass auf Juden, hat jedoch das ganze Geld verschlungen. Nicht Israel und Juden sind eine Gefahr für Palästinenser, sondern der Hass auf Israel und der Hass auf Juden! Hass bringt keinen Wohlstand!

Israel hätte den Gazastreifen tausend mal lieber zum Partner als zum Feind.

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Germany demands Jews be victims again

On November 9, 2019, eighty-one years after the Reichspogromnacht (Pogrom Night), during which Jews were brutalized, synagogues burned, Toras desecrated and Jewish businesses destroyed, the thirtieth anniversary of the Fall of the Berlin Wall was celebrated in Germany in front of the Brandenburg Gate. Perfidiously, the German organizer took the opportunity to criticize the Jews.

During the show the following statement was addressed directly to the Jews: „Enough with the occupation“. The message was of course written in Hebrew.

This was backed up with: „Land without a wall“. Also, in Hebrew.

Of course, a depiction of which wall was meant, was shown.

On 9 November 2019, Germany had in effect called on Israel to give up the defence of its citizens.

The wall in Israel is not even distantly comparable to the German wall which was meant to imprison people. The wall in Israel was built to protect people. The wall in Israel protects against terrorists who had brought death and destruction to Israel. The wall in Israel is not the whim of „occupiers“ who want to harass „peaceful Palestinians“. Israel would be very happy to tear down the wall.

The so-called occupation is not harassment, but a necessary protective measure. Israel wants to live in peace with its neighbours. Israel’s official statement is this:

„WE EXTEND our hand to all neighbouring states and their peoples in an offer of peace and good neighbourliness, and appeal to them to establish bonds of cooperation and mutual help with the sovereign Jewish people settled in its own land. The State of Israel is prepared to do its share in a common effort for the advancement of the entire Middle East.“

However, in some neighboring areas of Israel, hatred of Jews prevails. The founding charter of Hamas (August 18, 1988) states that all Jews should be exterminated worldwide (Article 7) and that there must be no peace with Israel (Article 13). That does not sound only like Nazis, that is Nazi. This photo was taken in April 2018 on the border between Gaza and Israel: a swastika flag framed by Palestinian flags.

The Hamas Deputy Minister of Religious Endowments, Abdallah Jarbu, spoke the following words on February 28, 2010:

“(The Jews) want to present themselves to the world as if they have rights, but, in fact, they are foreign bacteria – a microbe unparalleled in the world. It’s not me who says this. The Koran itself says that they have no parallel: „You shall find the strongest men in enmity to the believers to be the Jews. May He annihilate this filthy people who have neither religion nor conscience. I condemn whoever believes in normalizing relations with them, whoever supports sitting down with them, and whoever believes that they are human beings. They are not human beings. They are not people. They have no religion, no conscience, and no moral values.”

Former Lebanese minister Wiam Wahhab once said:

„I support Germany in politics and Brazil in sports. I like the way Brazil plays soccer, but I like the Germans, because they hate the Jews and burned them. Hahahahaha!”

Another Arab „scholar“ says:

„Again and again God has punished the Jews. The last punishment was carried out by Hitler. In everything he did to them, – and the Jews exaggerate when describing these deeds – Hitler put the Jews in their rightful place. It was divine punishment for them!”

On October 9, 2015, the cleric Muhammed Salah „Abu Rajab“ delivered the following sermon in the Al-Abrar Mosque in Rafah:

„Our first phase shall be: Stab the Jews! They have no chance! The second phase should be: We will no longer expel the Jews! We will stab them all and slaughter them!“

On the 47th anniversary of Abbas‘ political party, Mufti Muhammad Hussein, whom Abbas personally appointed as the „spiritual leader of Palestinian autonomy“, spoke to a cheering crowd: „The hour of resurrection will not come until we have destroyed the Jews. If a Jew will hide behind stones and trees, the stones and trees will say ‘O Moslems, O Abdulla, there is a Jew behind me, come and kill him.’”

Children in the Palestinian territories are brought up to hate Jews. In schools and on children’s television it’s taught that Jews are not human beings and that it’s fun to kill them. Children learn songs celebrating the extermination of Jews. They memorize poems in which Jews are called the greatest plague in the world and should therefore be exterminated. Parents are proud of their children who kill Jews as suicide bombers.

This hatred is no less than the hatred of the Nazis. Nevertheless, in the sad month of November Germany tells Israel to end the „occupation“ and tear down the „wall“.

Germany is in effect demanding that Israel do nothing more than Jews did on November 9, 1938. Then, Jews couldn’t yet defend themselves effectively, because there was no Israel that would have protected them from extermination, with walls and military force if necessary.

***

(Translation: William Wires)

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9. November in Deutschland – Juden werden aufgefordert, wieder Opfer zu sein

Am 9. November 2019, einundachtzig Jahre nach der Reichspogromnacht, in der in Deutschland Juden misshandelt, Synagogen niedergebrannt, Toras geschändet und jüdische Geschäfte zerstört wurden, fand in Deutschland eine Feier zum dreißigsten Jahrestag des Mauerfalls statt, bei der die deutsche Regie dachte, dass es endlich mal wieder Zeit wird, Juden zu kritisieren.

Während der Show, die unter Verantwortung der Kulturprojekte Berlin GmbH stattfand, wurde folgende Aussage an Juden gerichtet: „Es reicht mit der Besatzung!“ Damit die Juden auch wissen, das sie gemeint sind, wurde die Nachricht selbstverständlich auf Hebräisch verfasst.

An einer anderen Stelle wurde auf Hebräisch erklärt: „Land ohne Mauer“

Welche Mauer gemeint war, wurde an anderer Stelle mit einem Bild gezeigt:

Am 9. November 2019 wurde Israel von deutschem Boden aus aufgefordert, die Selbstverteidigung aufzugeben.

Die Mauer in Israel wurde nicht wie die Mauer in Deutschland gebaut, um Menschen einzukerkern. Sie musste gebaut werden, um Menschen zu schützen. Die Mauer in Israel ist ein notwendiger Schutz vor Terroristen, die vor der Mauer massenhaft Tod und Elend nach Israel brachten. Die Mauer in Israel ist keine Laune von „Besatzern“, die sich immer etwas Neues ausdenken, um die „friedlichen Palästinenser“ zu schikanieren. Israel wäre froh, wenn die Mauer nicht mehr sein müsste.

Am 9. November 2019 wurden Israels Sicherheitsinteressen von Deutschland aus in Frage gestellt.

Die sogenannte Besatzung ist keine israelische Schikane, sondern ein notwendiger Schutz. Israel will mit seinen Nachbarn in Frieden leben. Die offizielle Erklärung Israels lautet:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

In einigen Nachbargebieten von Israel herrscht jedoch der Judenhass. In der Gründungscharta der Hamas vom 18. August 1988 steht, dass alle Juden weltweit vernichten werden sollen (Artikel 7) und dass es keinen Frieden mit Israel geben darf (Artikel 13). Das klingt nicht nur nach Nazis, das ist Nazi. Dieses Bild wurde im April 2018 an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel gemacht: Ein Hakenkreuz zwischen palästinensischen Fahnen.

Folgende Aussage stammt von Abdallah Jarbu, stellvertretender Minister für religiöse Stiftungen der Hamas:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Der ehemalige libanesische Minister Wiam Wahhab wiederum sagte einst:

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben!“

Ein anderer arabischer „Gelehrte“ sagt:

„Immer wieder hat Gott Strafen über die Juden kommen lassen. Die letzte Strafe wurde von Hitler ausgeführt. Bei allem, was er ihnen angetan hat, und die Juden übertreiben bei der Beschreibung dieser Taten, hat Hitler die Juden nur an ihren gerechten Platz gesetzt. Es war die göttliche Strafe für sie!“

Am 9. Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, der von Mahmud Abbas persönlich zum „geistigen Führer der palästinensischen Autonomie“ ernannt wurde:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.‘“

Die Kinder in palästinensischen Gebieten werden dazu erzogen, Juden zu hassen. In den Schulen und im Kinderfernsehen wird gelehrt, Juden seien keine Menschen und es mache Spaß, sie zu töten. Kinder lernen Lieder, in denen die Vernichtung von Juden gefeiert wird. Sie lernen Gedichte auswendig, in denen es heißt, Juden seien die größte Plage der Welt und gehörten ausgerottet. Eltern erklären ihren Kinder, sie seien stolz, wenn sie als Selbstmordattentäter Juden töten.

Da verwundert doch dieses Bild der sogenannten „Befreiungsorganisation“ DFLP (جبهة ديمقراطية لتحرير فلسطين) niemanden mehr.

Dieser Hass steht dem Hass der Nazis in nichts nach. Trotzdem forderte Deutschland im traurigen Monat November Israel dazu auf, die „Besatzung“ zu beenden und die „Mauer“ einzureißen.

Diese deutsche Forderung an Israel bedeutet nichts anderes, als dass von Juden erwartet wird, sie mögen am 9. November 2019 gefälligst wieder solche Opfer werden, wie sie es einst am 9. November 1938 waren, als sich Juden noch nicht effektiv verteidigen konnten, weil es kein Israel gab, das zur Not auch mit Mauern und Militär Juden vor der Vernichtung bewahrt hätte.

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Nachtrag: Die Veranstalterin hat sich zu Wort gemeldet. Die Kulturprojekte Berlin GmbH erklärt, hinter der Forderung, die Besatzung zu beenden, sei keine politische Absicht versteckt gewesen. Vielmehr handle es sich um ein Missgeschick. Da kann man wohl nur sagen: Uppppps. Aber so ist es halt. Wenn es um Juden geht, passiert in Deutschland schon mal ab und zu ein Missgeschick. Da kann man nichts machen.

Die Veranstalterin erklärt weiterhin, bei der Live-Show seien die Bilder und Sprüche mehrerer Protestbewegungen gezeigt worden und der Text mit der Besatzung käme von der Bewegung „Women in Black“. Ach so, na dann. Da die Gruppe „Women in Black“ Ende der 60er-Jahre in Jerusalem gegründet wurde, warum sagt die Kulturprojekte Berlin GmbH nicht gleich: „Israel steckt dahinter“?

Es gibt Menschen, die halten die Entschuldigung für glaubhaft. Ich nicht! Es fehlt schließlich eine Erklärung dafür, warum an anderer Stelle die Sicherheitsmauer in Israel eingeblendet wurde und warum noch weitere hebräische Texte eingeblendet wurden, zum Beispiel „Land ohne Mauern“ und andere Aufforderungen.

Nachfrage: Als Angela Merkel, Heiko Maas und all die Mitglieder der Bundesregierung und die anderen deutschen Politikerinnen und Politiker die Bilder sahen, warum sind sie nicht von sich aus tätig geworden und haben unmissverständlich erklärt, dass Kritik aus Deutschland an die Sicherheitspolitik Israels problematisch ist, vor allem am 81. Jahrestag der Reichspogromnacht?

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Die Sünderin

Dies ist ein Brief an alle, die gerade nichts Besseres zu tun haben, als zu zeigen, welche Methoden sie bereit sind zu wählen, um Simone Schermann zu mobben.

Sagt mal,

seid Ihr eigentlich völlig meschugge?

Simone Schermann hat von der Lahrer Zeitung, Redaktion Ettenheim und Umland, folgende vier Fragen geschickt bekommen:

1. Warum haben Sie im Rahmen der Pax-Europa-Bewegung am 4. Oktober in Lahr gesprochen?

2. Bereuen Sie Ihren „Auftritt“ mit Herrn Stürzenberger?

3. Fürchten Sie, dass der DIA dadurch in die rechte Ecke rutschen könnte?

4. Stehen Sie und Herr Krais für ein von Herrn Groß vorgeschlagenes Gespräch bereit?

Ernsthaft? Ist das neuerdings die Aufgabe von Journalisten? Fragen Journalisten Menschen neuerdings, ob sie „bereuen“? Das fragen eigentlich Inquisitoren. Bei Journalisten gehört das zum schlechten Stil.

Ist Simone Schermann etwa eine Sünderin? Muss Sie für etwas büßen? Ist sie eine „Hexe“, weil sie mit dem „Teufel“ gesichtet wurde? Ist sie vom Bösen kontaminiert, weil sie bei oder mit den „falschen“ Menschen gesprochen hat? Gibt es in den Redaktionsstuben der Lahrer Zeitung den Aberglauben der Kontaktkontamination?

Ich bin kein Freund der AfD, im Gegenteil, ich kritisiere diese Partei teilweise scharf, das letzte Mal hier. Es gibt auch einiges, wo ich Herrn Stürzenberger widerspreche. Das heißt aber nicht, dass ich alle Menschen verurteile, wenn sie versuchen, selbst zu denken und daran arbeiten, herauszufinden, wie sie mit ihren Mitmenschen umgehen, vor allem mit jenen, die nicht selten feindlich gesinnt sind oder einer Partei angehören, die mit unanständigen Methoden auffallen.

Simone Schermann ist ein guter, ein anständiger Mensch. Es gibt keinen Grund daran zu zweifeln.

Es gibt keinen Grund für Simone Schermann, sich zu rechtfertigen, wenn Leute, die vom Hass auf diese Frau besessen sind, Boshaftigkeiten über sie verbreiten und erwarten, sie möge Reue zeigen. Daher fühle ich ein körperliches Unbehagen, wenn ich Simone Schermann gegen all die Boshaftigkeit verteidige, die über sie verbreitet wird. Aber es ist nötig:

Simone Schermann ist im Vorstand des Deutsch-Israelischen Arbeitskreises Ettenheim. Ihre Aufgabe ist es, die deutsch-israelische Beziehung zu fördern. Schon deshalb ist sie in ihrer Stellung von Parteien und Organisationen unabhängig. Dass sie jüngst mal Mitglied in einer Partei war, ihr aber später, teilweise angewidert, den Rücken gekehrt hat, hat sie in ihrer Neutralität nie behindert. Sie kritisierte und kritisiert Judenhass, wo er sich zeigt, ob rechts, links oder in der Mitte, ob bei der SPD, der AfD oder den Grünen. Sie macht keine Ausnahme.

Als Vorsitzende ihres Vereins sucht sie das Gespräch mit allen Bürgerinnen und Bürgern. Das gehört zum Kennenlernen dazu, vor allem wenn sich Menschen unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Nationalitäten kennenlernen.

Simone Schermann verteidigt die Freiheit der Meinung, Wissenschaft und Religionen. Sie steht gegen Antisemitismus, Sexismus und Rassismus. Wenn sie Ideen kritisiert, dann kritisiert sie damit nicht die Hautfarbe oder Herkunft der Trägerinnen und Träger der Ideen. Sie kritisiert die Ideen. Ihr Ziel ist der Austausch, das Kennenlernen. Sie sucht das Gespräch, besonders zwischen jenen, die verfeindet sind.

Das ist nicht immer leicht. Frieden ist nicht leicht. Frieden ist Arbeit.

Simone Schermann arbeitet an diesem Frieden. Wenn sie dabei Fehler macht, kann man sie kritisieren. Sie hört zu, jedem. Sie reflektiert, ständig. Manchmal sieht sie Fehler ein, manchmal merken die Kritiker, dass sie recht hatte und der Fehler bei ihnen lag.

Es ist unanständig, Simone Schermann in eine böse Ecke zu rücken, die Reue verlangt.

Wie mit Simone Schermann zur Zeit umgegangen wird, ist keine friedliche Auseinandersetzung zwischen Menschen, die einander Respekt entgegenbringen. Es ist mittlerweile ein Krieg gegen eine Person. So wie gerade mit Simone Schermann umgegangen wird, gehen einige gefühlskalte Ideologen der AfD mit ihren selbsternannten Feinden um.

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Nachtrag: Wie mittlerweile bekannt wurde, hat sich die Lahrer Zeitung mit dem Bürgermeister von Ettenheim, Bruno Metz, in Verbindung gesetzt, um zu fragen, ob die Stadt breit wäre, als Vermittlerin aufzutreten, um die Angelegenheit rund um Simone Schermann zu klären. Bruno Metz erklärte: „Ich vertraue darauf, dass der DIA die Kraft hat, sich selbst zu bereinigen.“

„Bereinigen“ – Eine bemerkenswerte Wortwahl. Mir bereitet das alles großes Unbehagen.

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Jew Hatred in California

Ben Shapiro is an American lawyer and author. He made his first major public appearance at the age of twelve when he played the theme from the film „Schindler’s List“ at the Israel Bonds Banquet on his violin in 1996.

According to a study by the Anti-Defamation League, which counted anti-Jewish tweets between August 2015 and July 2016, Ben Shapiro was the most attacked journalist in the country, with over 7,400 hateful tweets against him. His offence: He’s Jewish!

Those who hate him claim that his Jewishness is not the problem. They say they hate him because he wrote for Breitbart News between 2012 and 2016. But old anti-Jewish images are used to defame him.

Today, on November 7, 2019, Ben Shapiro is scheduled to give a lecture at Stanford University in California. The current Stanford University motto “The wind of freedom blows” began with Stanford’s first president, David Starr Jordan, who wrote that he first encountered the phrase in the writings of Ulrich von Hutten (1488-1523), a German humanist. Stanford University has produced twenty-one Nobel Prize winners to date. The title of Ben Shapiro’s lecture is: „Facts don’t care about your feelings”.

A self-proclaimed anti-fascist group is now calling for Ben Shapiro’s lecture to be disrupted. Under the heading „Silent Rally“, a spray can with insecticide is shown with which Ben Shapiro is to be eliminated.

The designation of Jews as vermin and parasites has a long history. With such radical dehumanization and imagery National Socialists prepared the physical extermination of Jews. The Nazis simply excused themselves by saying that „exterminating vermin is not the same as murdering human beings“.

Heinrich Himmler, as SS Reichsführer, organized the extermination of Jews in Germany. He said: „To free oneself from lice is not a question of ideology, but a matter of cleanliness.“

In his autobiography „Mein Kampf“ Adolf Hitler wrote about „the Jew“. „He is and remains the typical parasite, a sponger who, like a harmful bacillus, spreads out more and more if only a favorable medium invites him to do so.“

In November 1941, Joseph Goebbels wrote about the Vilnius ghetto in occupied Poland: „The Jews are the lice of civilized humanity. They have to be exterminated somehow; otherwise they will continue to play their tormenting and troublesome role. They can only be dealt with using the necessary brutality.“

On February 28, 2010, the Deputy Minister of Religious Foundations of Hamas, Abdallah Jarbu, said that the „Jews want to present themselves to the world as if they have rights, but, in fact, they are foreign bacteria – a microbe unparalleled in the world. It’s not me who says this. The Koran itself says that they have no parallel: ‘You shall find the strongest men in enmity to the believers to be the Jews.’ May He annihilate this filthy people who have neither religion nor conscience. I condemn whoever believes in normalizing relations with them, whoever supports sitting down with them, and whoever believes that they are human beings. They are not human beings. They are not people. They have no religion, no conscience, and no moral values.“

In this unfortunate tradition, at a renowned university in California, a public appeal was made in 2019 which likened the Jewish author Ben Shapiro to a rodent.

Again, those who call people vermin act in the belief that they are doing something good to clean up the university.

Anyone who describes a person as dirt does not shy away from lies. In the Middle Ages, it was claimed that Jews poisoned wells, defiled sacred hosts, persecuted Christians and even brought the plague. For many people, it was clear that Jews would oppose the principle of charity. Martin Luther once wrote: „Such a desperate, thoroughly evil poisonous, and devilish lot are these Jews, who for these fourteen hundred years have been and still are our plague, our pestilence, and our misfortune.“

Even today there are people who are firmly convinced that Christianity is a religion of charity, while Jews are considered a vengeful people. To substantiate their conviction of the Jew’s vindictiveness, they often quote the Bible out of context, misinterpreting „an eye for an eye“; continually report negatively about the Jews, as often in the case of Israel, or simply make any assertions about Jews, fully aware of the fact that there are enough people who’ll believe anything if Jews are put in a bad light.

In the protest announcement against the „rodent“ Ben Shapiro, it says: „We are tired of Sanford Administration’s complicity in putting black, brown, transsexual, queer and Muslim students at risk” by allowing Ben Shapiro on campus.

In the old tradition of anti-Jewish tropes of well poisoning and sacrilege, Ben Shapiro is simply accused of hating people. But that’s just not true!

There is no reason for Jews to justify themselves when Jew-haters spread lies about them. I feel a physical discomfort reading all the lies spread against Ben Shapiro. As little as Jews were a danger for Christians back then, does Ben Shapiro today put Muslims, homosexuals or other people in danger. Ben Shapiro, as a human and a believing Jew, is convinced that all human beings were created equal and that they were gifted by their Creator with certain unalienable rights, including life, liberty and the pursuit of happiness.

Ben Shapiro supposedly poses a danger simply through his physical existence. That’s the essential message. The announcement even emphasizes that the university administration puts people in danger by letting Ben Shapiro on campus. That’s where the revolting image of the insecticide kicks in.

All the more cruel are the following words of the appeal: „We do not protest because we are too sensitive to hear opinions we don’t like. We protest because we are strong enough to defend ourselves.“

Jew hatred has always existed. But that hatred became life-threatening when the haters were strong enough to „defend“ themselves. The appeal ends with the words: „If possible, please wear black“.

The members of paramilitary militias of the Italian fascists were called Black Shirts. Their self-explanatory task was to rid the fine Italian people of evil filth. They were firmly convinced that they were doing the right thing.

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(Translation: William Wires)

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