9. November in Deutschland – Juden werden aufgefordert, wieder Opfer zu sein

Am 9. November 2019, einundachtzig Jahre nach der Reichspogromnacht, in der in Deutschland Juden misshandelt, Synagogen niedergebrannt, Toras geschändet und jüdische Geschäfte zerstört wurden, fand in Deutschland eine Feier zum dreißigsten Jahrestag des Mauerfalls statt, bei der die deutsche Regie dachte, dass es endlich mal wieder Zeit wird, Juden zu kritisieren.

Während der Show, die unter Verantwortung der Kulturprojekte Berlin GmbH stattfand, wurde folgende Aussage an Juden gerichtet: „Es reicht mit der Besatzung!“ Damit die Juden auch wissen, das sie gemeint sind, wurde die Nachricht selbstverständlich auf Hebräisch verfasst.

An einer anderen Stelle wurde auf Hebräisch erklärt: „Land ohne Mauer“

Welche Mauer gemeint war, wurde an anderer Stelle mit einem Bild gezeigt:

Am 9. November 2019 wurde Israel von deutschem Boden aus aufgefordert, die Selbstverteidigung aufzugeben.

Die Mauer in Israel wurde nicht wie die Mauer in Deutschland gebaut, um Menschen einzukerkern. Sie musste gebaut werden, um Menschen zu schützen. Die Mauer in Israel ist ein notwendiger Schutz vor Terroristen, die vor der Mauer massenhaft Tod und Elend nach Israel brachten. Die Mauer in Israel ist keine Laune von „Besatzern“, die sich immer etwas Neues ausdenken, um die „friedlichen Palästinenser“ zu schikanieren. Israel wäre froh, wenn die Mauer nicht mehr sein müsste.

Am 9. November 2019 wurden Israels Sicherheitsinteressen von Deutschland aus in Frage gestellt.

Die sogenannte Besatzung ist keine israelische Schikane, sondern ein notwendiger Schutz. Israel will mit seinen Nachbarn in Frieden leben. Die offizielle Erklärung Israels lautet:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

In einigen Nachbargebieten von Israel herrscht jedoch der Judenhass. In der Gründungscharta der Hamas vom 18. August 1988 steht, dass alle Juden weltweit vernichten werden sollen (Artikel 7) und dass es keinen Frieden mit Israel geben darf (Artikel 13). Das klingt nicht nur nach Nazis, das ist Nazi. Dieses Bild wurde im April 2018 an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel gemacht: Ein Hakenkreuz zwischen palästinensischen Fahnen.

Folgende Aussage stammt von Abdallah Jarbu, stellvertretender Minister für religiöse Stiftungen der Hamas:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Der ehemalige libanesische Minister Wiam Wahhab wiederum sagte einst:

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben!“

Ein anderer arabischer „Gelehrte“ sagt:

„Immer wieder hat Gott Strafen über die Juden kommen lassen. Die letzte Strafe wurde von Hitler ausgeführt. Bei allem, was er ihnen angetan hat, und die Juden übertreiben bei der Beschreibung dieser Taten, hat Hitler die Juden nur an ihren gerechten Platz gesetzt. Es war die göttliche Strafe für sie!“

Am 9. Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, der von Mahmud Abbas persönlich zum „geistigen Führer der palästinensischen Autonomie“ ernannt wurde:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn.‘“

Die Kinder in palästinensischen Gebieten werden dazu erzogen, Juden zu hassen. In den Schulen und im Kinderfernsehen wird gelehrt, Juden seien keine Menschen und es mache Spaß, sie zu töten. Kinder lernen Lieder, in denen die Vernichtung von Juden gefeiert wird. Sie lernen Gedichte auswendig, in denen es heißt, Juden seien die größte Plage der Welt und gehörten ausgerottet. Eltern erklären ihren Kinder, sie seien stolz, wenn sie als Selbstmordattentäter Juden töten.

Da verwundert doch dieses Bild der sogenannten „Befreiungsorganisation“ DFLP (جبهة ديمقراطية لتحرير فلسطين) niemanden mehr.

Dieser Hass steht dem Hass der Nazis in nichts nach. Trotzdem forderte Deutschland im traurigen Monat November Israel dazu auf, die „Besatzung“ zu beenden und die „Mauer“ einzureißen.

Diese deutsche Forderung an Israel bedeutet nichts anderes, als dass von Juden erwartet wird, sie mögen am 9. November 2019 gefälligst wieder solche Opfer werden, wie sie es einst am 9. November 1938 waren, als sich Juden noch nicht effektiv verteidigen konnten, weil es kein Israel gab, das zur Not auch mit Mauern und Militär Juden vor der Vernichtung bewahrt hätte.

***

Nachtrag: Die Veranstalterin hat sich zu Wort gemeldet. Die Kulturprojekte Berlin GmbH erklärt, hinter der Forderung, die Besatzung zu beenden, sei keine politische Absicht versteckt gewesen. Vielmehr handle es sich um ein Missgeschick. Da kann man wohl nur sagen: Uppppps. Aber so ist es halt. Wenn es um Juden geht, passiert in Deutschland schon mal ab und zu ein Missgeschick. Da kann man nichts machen.

Die Veranstalterin erklärt weiterhin, bei der Live-Show seien die Bilder und Sprüche mehrerer Protestbewegungen gezeigt worden und der Text mit der Besatzung käme von der Bewegung „Women in Black“. Ach so, na dann. Da die Gruppe „Women in Black“ Ende der 60er-Jahre in Jerusalem gegründet wurde, warum sagt die Kulturprojekte Berlin GmbH nicht gleich: „Israel steckt dahinter“?

Es gibt Menschen, die halten die Entschuldigung für glaubhaft. Ich nicht! Es fehlt schließlich eine Erklärung dafür, warum an anderer Stelle die Sicherheitsmauer in Israel eingeblendet wurde und warum noch weitere hebräische Texte eingeblendet wurden, zum Beispiel „Land ohne Mauern“ und andere Aufforderungen.

Nachfrage: Als Angela Merkel, Heiko Maas und all die Mitglieder der Bundesregierung und die anderen deutschen Politikerinnen und Politiker die Bilder sahen, warum sind sie nicht von sich aus tätig geworden und haben unmissverständlich erklärt, dass Kritik aus Deutschland an die Sicherheitspolitik Israels problematisch ist, vor allem am 81. Jahrestag der Reichspogromnacht?

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Die Sünderin

Dies ist ein Brief an alle, die gerade nichts Besseres zu tun haben, als zu zeigen, welche Methoden sie bereit sind zu wählen, um Simone Schermann zu mobben.

Sagt mal,

seid Ihr eigentlich völlig meschugge?

Simone Schermann hat von der Lahrer Zeitung, Redaktion Ettenheim und Umland, folgende vier Fragen geschickt bekommen:

1. Warum haben Sie im Rahmen der Pax-Europa-Bewegung am 4. Oktober in Lahr gesprochen?

2. Bereuen Sie Ihren „Auftritt“ mit Herrn Stürzenberger?

3. Fürchten Sie, dass der DIA dadurch in die rechte Ecke rutschen könnte?

4. Stehen Sie und Herr Krais für ein von Herrn Groß vorgeschlagenes Gespräch bereit?

Ernsthaft? Ist das neuerdings die Aufgabe von Journalisten? Fragen Journalisten Menschen neuerdings, ob sie „bereuen“? Das fragen eigentlich Inquisitoren. Bei Journalisten gehört das zum schlechten Stil.

Ist Simone Schermann etwa eine Sünderin? Muss Sie für etwas büßen? Ist sie eine „Hexe“, weil sie mit dem „Teufel“ gesichtet wurde? Ist sie vom Bösen kontaminiert, weil sie bei oder mit den „falschen“ Menschen gesprochen hat? Gibt es in den Redaktionsstuben der Lahrer Zeitung den Aberglauben der Kontaktkontamination?

Ich bin kein Freund der AfD, im Gegenteil, ich kritisiere diese Partei teilweise scharf, das letzte Mal hier. Es gibt auch einiges, wo ich Herrn Stürzenberger widerspreche. Das heißt aber nicht, dass ich alle Menschen verurteile, wenn sie versuchen, selbst zu denken und daran arbeiten, herauszufinden, wie sie mit ihren Mitmenschen umgehen, vor allem mit jenen, die nicht selten feindlich gesinnt sind oder einer Partei angehören, die mit unanständigen Methoden auffallen.

Simone Schermann ist ein guter, ein anständiger Mensch. Es gibt keinen Grund daran zu zweifeln.

Es gibt keinen Grund für Simone Schermann, sich zu rechtfertigen, wenn Leute, die vom Hass auf diese Frau besessen sind, Boshaftigkeiten über sie verbreiten und erwarten, sie möge Reue zeigen. Daher fühle ich ein körperliches Unbehagen, wenn ich Simone Schermann gegen all die Boshaftigkeit verteidige, die über sie verbreitet wird. Aber es ist nötig:

Simone Schermann ist im Vorstand des Deutsch-Israelischen Arbeitskreises Ettenheim. Ihre Aufgabe ist es, die deutsch-israelische Beziehung zu fördern. Schon deshalb ist sie in ihrer Stellung von Parteien und Organisationen unabhängig. Dass sie jüngst mal Mitglied in einer Partei war, ihr aber später, teilweise angewidert, den Rücken gekehrt hat, hat sie in ihrer Neutralität nie behindert. Sie kritisierte und kritisiert Judenhass, wo er sich zeigt, ob rechts, links oder in der Mitte, ob bei der SPD, der AfD oder den Grünen. Sie macht keine Ausnahme.

Als Vorsitzende ihres Vereins sucht sie das Gespräch mit allen Bürgerinnen und Bürgern. Das gehört zum Kennenlernen dazu, vor allem wenn sich Menschen unterschiedlichen Glaubens und unterschiedlicher Nationalitäten kennenlernen.

Simone Schermann verteidigt die Freiheit der Meinung, Wissenschaft und Religionen. Sie steht gegen Antisemitismus, Sexismus und Rassismus. Wenn sie Ideen kritisiert, dann kritisiert sie damit nicht die Hautfarbe oder Herkunft der Trägerinnen und Träger der Ideen. Sie kritisiert die Ideen. Ihr Ziel ist der Austausch, das Kennenlernen. Sie sucht das Gespräch, besonders zwischen jenen, die verfeindet sind.

Das ist nicht immer leicht. Frieden ist nicht leicht. Frieden ist Arbeit.

Simone Schermann arbeitet an diesem Frieden. Wenn sie dabei Fehler macht, kann man sie kritisieren. Sie hört zu, jedem. Sie reflektiert, ständig. Manchmal sieht sie Fehler ein, manchmal merken die Kritiker, dass sie recht hatte und der Fehler bei ihnen lag.

Es ist unanständig, Simone Schermann in eine böse Ecke zu rücken, die Reue verlangt.

Wie mit Simone Schermann zur Zeit umgegangen wird, ist keine friedliche Auseinandersetzung zwischen Menschen, die einander Respekt entgegenbringen. Es ist mittlerweile ein Krieg gegen eine Person. So wie gerade mit Simone Schermann umgegangen wird, gehen einige gefühlskalte Ideologen der AfD mit ihren selbsternannten Feinden um.

***

Nachtrag: Wie mittlerweile bekannt wurde, hat sich die Lahrer Zeitung mit dem Bürgermeister von Ettenheim, Bruno Metz, in Verbindung gesetzt, um zu fragen, ob die Stadt breit wäre, als Vermittlerin aufzutreten, um die Angelegenheit rund um Simone Schermann zu klären. Bruno Metz erklärte: „Ich vertraue darauf, dass der DIA die Kraft hat, sich selbst zu bereinigen.“

„Bereinigen“ – Eine bemerkenswerte Wortwahl. Mir bereitet das alles großes Unbehagen.

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Jew Hatred in California

Ben Shapiro is an American lawyer and author. He made his first major public appearance at the age of twelve when he played the theme from the film „Schindler’s List“ at the Israel Bonds Banquet on his violin in 1996.

According to a study by the Anti-Defamation League, which counted anti-Jewish tweets between August 2015 and July 2016, Ben Shapiro was the most attacked journalist in the country, with over 7,400 hateful tweets against him. His offence: He’s Jewish!

Those who hate him claim that his Jewishness is not the problem. They say they hate him because he wrote for Breitbart News between 2012 and 2016. But old anti-Jewish images are used to defame him.

Today, on November 7, 2019, Ben Shapiro is scheduled to give a lecture at Stanford University in California. The current Stanford University motto “The wind of freedom blows” began with Stanford’s first president, David Starr Jordan, who wrote that he first encountered the phrase in the writings of Ulrich von Hutten (1488-1523), a German humanist. Stanford University has produced twenty-one Nobel Prize winners to date. The title of Ben Shapiro’s lecture is: „Facts don’t care about your feelings”.

A self-proclaimed anti-fascist group is now calling for Ben Shapiro’s lecture to be disrupted. Under the heading „Silent Rally“, a spray can with insecticide is shown with which Ben Shapiro is to be eliminated.

The designation of Jews as vermin and parasites has a long history. With such radical dehumanization and imagery National Socialists prepared the physical extermination of Jews. The Nazis simply excused themselves by saying that „exterminating vermin is not the same as murdering human beings“.

Heinrich Himmler, as SS Reichsführer, organized the extermination of Jews in Germany. He said: „To free oneself from lice is not a question of ideology, but a matter of cleanliness.“

In his autobiography „Mein Kampf“ Adolf Hitler wrote about „the Jew“. „He is and remains the typical parasite, a sponger who, like a harmful bacillus, spreads out more and more if only a favorable medium invites him to do so.“

In November 1941, Joseph Goebbels wrote about the Vilnius ghetto in occupied Poland: „The Jews are the lice of civilized humanity. They have to be exterminated somehow; otherwise they will continue to play their tormenting and troublesome role. They can only be dealt with using the necessary brutality.“

On February 28, 2010, the Deputy Minister of Religious Foundations of Hamas, Abdallah Jarbu, said that the „Jews want to present themselves to the world as if they have rights, but, in fact, they are foreign bacteria – a microbe unparalleled in the world. It’s not me who says this. The Koran itself says that they have no parallel: ‘You shall find the strongest men in enmity to the believers to be the Jews.’ May He annihilate this filthy people who have neither religion nor conscience. I condemn whoever believes in normalizing relations with them, whoever supports sitting down with them, and whoever believes that they are human beings. They are not human beings. They are not people. They have no religion, no conscience, and no moral values.“

In this unfortunate tradition, at a renowned university in California, a public appeal was made in 2019 which likened the Jewish author Ben Shapiro to a rodent.

Again, those who call people vermin act in the belief that they are doing something good to clean up the university.

Anyone who describes a person as dirt does not shy away from lies. In the Middle Ages, it was claimed that Jews poisoned wells, defiled sacred hosts, persecuted Christians and even brought the plague. For many people, it was clear that Jews would oppose the principle of charity. Martin Luther once wrote: „Such a desperate, thoroughly evil poisonous, and devilish lot are these Jews, who for these fourteen hundred years have been and still are our plague, our pestilence, and our misfortune.“

Even today there are people who are firmly convinced that Christianity is a religion of charity, while Jews are considered a vengeful people. To substantiate their conviction of the Jew’s vindictiveness, they often quote the Bible out of context, misinterpreting „an eye for an eye“; continually report negatively about the Jews, as often in the case of Israel, or simply make any assertions about Jews, fully aware of the fact that there are enough people who’ll believe anything if Jews are put in a bad light.

In the protest announcement against the „rodent“ Ben Shapiro, it says: „We are tired of Sanford Administration’s complicity in putting black, brown, transsexual, queer and Muslim students at risk” by allowing Ben Shapiro on campus.

In the old tradition of anti-Jewish tropes of well poisoning and sacrilege, Ben Shapiro is simply accused of hating people. But that’s just not true!

There is no reason for Jews to justify themselves when Jew-haters spread lies about them. I feel a physical discomfort reading all the lies spread against Ben Shapiro. As little as Jews were a danger for Christians back then, does Ben Shapiro today put Muslims, homosexuals or other people in danger. Ben Shapiro, as a human and a believing Jew, is convinced that all human beings were created equal and that they were gifted by their Creator with certain unalienable rights, including life, liberty and the pursuit of happiness.

Ben Shapiro supposedly poses a danger simply through his physical existence. That’s the essential message. The announcement even emphasizes that the university administration puts people in danger by letting Ben Shapiro on campus. That’s where the revolting image of the insecticide kicks in.

All the more cruel are the following words of the appeal: „We do not protest because we are too sensitive to hear opinions we don’t like. We protest because we are strong enough to defend ourselves.“

Jew hatred has always existed. But that hatred became life-threatening when the haters were strong enough to „defend“ themselves. The appeal ends with the words: „If possible, please wear black“.

The members of paramilitary militias of the Italian fascists were called Black Shirts. Their self-explanatory task was to rid the fine Italian people of evil filth. They were firmly convinced that they were doing the right thing.

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(Translation: William Wires)

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Judenhass in Kalifornien

Ben Shapiro ist ein US-amerikanischer Rechtsanwalt und Autor. Seinen ersten großen öffentlichen Auftritt hatte er mit zwölf Jahren, als er im Jahr 1996 auf seiner Violine das Thema aus dem Film „Schindlers Liste“ beim Israel Bonds Banquet spielte.

Ben Shapiro war mit siebzehn Jahren einer der jüngsten US-amerikanischen Kolumnisten. Bevor er einundzwanzig Jahre war, hatte er bereits zwei Bücher veröffentlicht. Im Jahr 2007 machte er seinen Abschluss an der Harvard Law School. Im Jahr 2015 startete er im Internet seine „The Ben Shapiro Show“, die mittlerweile über 1,4 Millionen Abonnentinnen und Abonnenten hat.

Laut einer Studie der Anti-Defamation League, die judenfeindliche Tweets zwischen dem August 2015 bis zum Juli 2016 zählte, war Ben Shapiro mit über 7.400 hasserfüllten Tweets gegen ihn der am meisten angegriffene Journalist des Landes. Sein Vergehen: Er ist Jude!

Die, die ihn hassen, behaupten, dass er Jude ist, sei nicht das Problem. Sie sagen, sie hassen ihn, weil er in den Jahren von 2012 bis 2016 für Breitbart News geschrieben hat, als wäre das schon ein Grund für Hass. Sie nutzen aber alte judenfeindliche Bilder, um ihn zu diffamieren.

Am 7. November 2019 hielt Ben Shapiro an der Stanford University in Kalifornien einen Vortrag halten. Das offizielle Motto der Universität lautet: „Die Luft der Freiheit weht“. Einundzwanzig Nobelpreisträger hat die Stanford University bisher hervorgebracht. Der Titel von Ben Shapiros Vortrag lautete: „Fakten kümmern sich nicht um Eure Gefühle“.

Eine selbsternannte antifaschistische Gruppe rief im Vorfeld der Rede dazu auf, den Vortrag von Ben Shapiro zu stören und nutzte dabei ein grausames Bild. Unter der Überschrift „Stille Kundgebung“ wurde ein Insektenvertilgungsmittel gezeigt mit dem Ben Shapiro eliminiert werden sollte.

Die Bezeichnung von Juden als Ungeziefer, Parasiten und Schädlinge hat eine lange Geschichte. Mit dieser radikalen Entmenschlichung wurde die physische Vernichtung von Juden im Nationalsozialismus vorbereitet. Die Nazis erklärten einfach: „Wer Ungeziefer ausrottet, begeht keinen Mord an Menschen.“

Heinrich Himmler organisierte als Reichsführer SS die Judenvernichtung in Deutschland und erklärte: „Sich von Läusen zu befreien, ist keine Frage der Ideologie, sondern eine Sache der Sauberkeit.“

In seiner Biografie „Mein Kampf“ schreibt Adolf Hitler über „den Juden“: „Er ist und bleibt der typische Parasit, ein Schmarotzer, der wie ein schädlicher Bazillus sich immer mehr ausbreitet, sowie nur ein günstiger Nährboden dazu einlädt. Die Wirkung seines Daseins gleicht ebenfalls der von Schmarotzern: wo er auftritt, stirbt das Wirtsvolk nach kürzerer oder längerer Zeit ab.“

Im November 1941 schrieb Joseph Goebbels über das Ghetto von Wilna im besetzten Polen: „Die Juden sind die Läuse der zivilisierten Menschheit. Man muss sie irgendwie ausrotten, sonst werden sie immer wieder ihre peinigende und lästige Rolle spielen. Nur wenn man mit der nötigen Brutalität gegen sie vorgeht, wird man mit ihnen fertig.

Am 28. Februar 2010 erklärte der stellvertretenden Minister für religiöse Stiftungen der Hamas Abdallah Jarbu: „Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

In dieser unseligen Tradition wurde im November 2019 an einer Universität in Kalifornien dazu aufgerufen, den jüdischen Autor Ben Shapiro wie Ungeziefer zu behandeln.

Wieder handelten jene, die Menschen als Schädlinge bezeichnen, in der Überzeugung, etwas Gutes zu tun, nämlich die Universität zu säubern.

Wer einen Menschen als Schmutz bezeichnet, schreckt vor Lügen nicht zurück. Im Mittelalter wurde behauptet, Juden würden Brunnen vergiften, Hostien schänden, Christen verfolgen und die Pest bringen. Für viele Menschen war klar, dass sich Juden gegen das Prinzip der Nächstenliebe stellen würden. Martin Luther schrieb einst: „Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

Sogar noch heute gibt es Menschen, die felsenfest davon überzeugt sind, das Christentum sei eine Religion der Nächstenliebe, während Juden rachsüchtige Menschen sein sollen. Zur Untermauerung ihrer Überzeugung von der Rachsucht der Juden zerren sie Sätze aus dem Zusammenhang, wie zum Beispiel den biblischen Satz „Ein Auge für ein Auge“, berichten ausnahmslos negativ über Juden, wie oft im Falle Israels oder stellen einfach irgendwelche Behauptungen über Juden aus, weil sie wissen, dass es genug Judenhasser gibt, die erstmal alles Schlechte glaube, was über einen Juden gesagt wird.

In dem Aufruf zum Protest gegen den „Schädling“ Ben Shapiro steht: „Wir haben die Mittäterschaft der Universitätsverwaltung satt, die schwarze, braune, transsexuelle, queere und muslimische Studenten in Gefahr bringt, indem sie Ben Shapiro auf dem Campus lässt.“

In der alten Tradition der judenfeindlichen Behauptung von der Brunnenvergiftung und Hostienschändung wird hier einfach behauptet, Ben Shapiro würde Menschen hassen. Das stimmt jedoch nicht!

Es gibt keinen Grund für Juden, sich zu rechtfertigen, wenn Judenhasser Lügen über sie verbreiten, daher fühle ich ein körperliches Unbehagen, wenn ich Ben Shapiro gegen all die Lügen verteidige, die über ihn verbreitet werden, aber ich muss es einfach sagen: So wenig wie Juden einst Christen in Gefahr brachten, bringt Ben Shapiro heute Muslime, Homosexuelle oder andere Menschen in Gefahr. Ben Shapiro ist als Mensch und gläubiger Jude davon überzeugt, dass alle Menschen gleich erschaffen worden sind und dass sie von ihrem Schöpfer mit gewissen unveräußerlichen Rechten begabt worden sind, worunter sind Leben, Freiheit und das Streben nach Glück.

Das ist die Wahrheit.

Die Menschen jedoch, die Ben Shapiro zu einem Parasiten erklären, lügen. Sie erklären, Ben Shapiro sei schon durch seine pure physische Existenz eine Gefahr.

In dem Aufruf steht klar und deutlich, dass die Universitätsverwaltung die Menschen allein schon dadurch in Gefahr bringen soll, dass sie Ben Shapiro überhaupt auf den Campus lässt. Seine pure Existenz ist somit das Problem. Das ist Judenhass mit Hang zur Vernichtungsphantasie. Deshalb wird auch das Bild des Insektenvernichtungsmittel bemüht.

Die folgenden Worte des Aufrufs wirken daher besonders bedrohlich: „Wir protestieren nicht, weil wir zu sensibel sind, um Meinungen zu hören, die uns nicht gefallen. Wir protestieren, weil wir stark genug sind, um uns zu verteidigen.“

Judenhass hat es immer gegeben. Lebensbedrohlich wurde der Hass für Juden aber immer erst dann, wenn die Judenhasser stark genug waren, sich „zu verteidigen“. Der Aufruf endet mit den Worten: „Tragt, wenn möglich, bitte schwarz“.

Als Schwarzhemden wurden auch die Mitglieder paramilitärischer Milizen der italienischen Faschisten bezeichnet. Ihre selbsterklärte Aufgabe bestand darin, das gute italienische Volk vom bösen Schmutz zu säubern. Sie waren fest davon überzeugt, das Richtige zu tun.

***

Nachtrag: Nach der Veröffentlichung dieses Artikels wurde ich gefragt, warum ich Ben Shapiro nicht kritisiere. Nun, wer mich kennt, weiß, dass es einige Themen gibt, wo ich ganz anderer Meinung bin als Ben Shapiro. Wenn jedoch ein Mensch, selbst wenn ich nicht seiner Meinung bin, mit menschenfeindlichem Hass konfrontiert wird, dann nutze ich die Gelegenheit nicht, ihn zu kritisieren. Schweigen ist auch keine Option. In solchen Momenten der Unmenschlich ist es meine Aufgabe, den Menschen, dem dieser Hass entgegengebracht wird, in seiner Menschlichkeit zu verteidigen. Alles andere wäre unanständig.

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Antisemitismus in Freiburg – Kippa vom Kopf geschlagen und reingespuckt

In einem Fitnessstudio in Freiburg wurde ein 19-jähriger jüdischer Student angegriffen.

Auf Facebook schreibt Samuel K.:

Ich wurde im Fitnessstudio angegriffen, weil ich Jude bin! Heute abend (4. November 2019) gegen 21:15 Uhr schlich sich ein Typ von hinten an mich heran, packte meinen Kopf und riss meine Kippa herunter! Er schrie „Du schmutziger Jude“ und „Freiheit für Palästina“, spuckte in meine Kippa und warf sie in den Müll!

Ich war schockiert! Er sah mich an und fragte mich: „Willst Du, dass ich Dich erst verprügel? Verpiss Dich Du stinkender Jude!“ Ich war von dieser Situation völlig überfordert und fragte ihn (aus welchem Grund auch immer): „Hier, vor allen Leuten?“

Irgendwie hoffte ich, dass sich jemand in der Umkleidekabine, die voller Männer war, einmischen würde. Ich drehte mich um. Ich schaute allen in die Augen! Niemand reagierte. Alle schauten nur zu.

Ich hatte buchstäblich Angst um mein Leben und begriff, dass mir niemand helfen würde, dass alle nur zuzusehen!

Gott sei Dank stand dann ein alter Mann auf und versuchte, die Situation zu beruhigen. Der Angreifer ging einfach weg, als wäre nichts geschehen! Dem Mitarbeiter, der ihn zu befragen versuchte, sagte er, dass nichts passiert sei und selbst wenn etwas passiert sei, es niemand beweisen könne!

Die Polizei kam und jetzt ermittelt die deutsche Staatssicherheit.

Danke Polizei Freiburg, dass Sie diesen ekelhaften Fall von Antisemitismus ernst nehmen und mir geholfen haben!

Vermutlich fragen sich jetzt einige von Euch, warum ich das hier öffentlich mache. Ich möchte wirklich keine unnötige Aufmerksamkeit erregen, aber ich habe es satt, dass Leute denken, Antisemitismus sei keine große Sache oder noch schlimmer, dass Leute Dinge sagen wie: „Trag doch die Kippa einfach nicht, um nicht zu provozieren.“

Ich habe diesem Kerl nichts getan, außer jüdisch zu sein!

Ich bin in Deutschland geboren und aufgewachsen und sehe mich als Teil dieses Landes und seiner Menschen! Warum kann ich nicht offen jüdisch sein und ins Fitnessstudio gehen, wie jeder andere sich, ohne um mein Leben zu fürchten?

In Freiburg gibt es die allgemeine Wahrnehmung, Antisemitismus gäbe es nur im Fernsehen oder in Berlin. Das war’s! Die Wahrheit sieht ganz anders aus!

Zum Schluss möchte ich betonen, es ist äußerst wichtig, das Bewusstsein über Antisemitismus zu schärfen, denn vor achtzig Jahren wurden in diesem Land Juden schikaniert und öffentlich gemobbt und wir alle wissen, wie diese Geschichte endete!

Ich möchte endlich sehen, dass die Leute weniger das Klischee „#neveragain“ schreien und vielmehr damit anfangen, danach zu handeln! Erinnert Euch nicht nur ein- oder zweimal im Jahr an die ermordeten Juden, sondern beginnt zu handeln!

Steht auf gegen Antisemitismus! Bitte helft Euren Mitmenschen, wenn Ihr so etwas oder andere Formen von Antisemitismus seht!

Auf Twitter wurde von Antonia Yamin fogende Nachricht gepostet:

In einem Gespräch mit mir erklärte der junge jüdische Mann: „Der Raum war voller junger starker Männer, aber niemand mischte sich ein. Mir wurde klar, dass ich alleine war. Bis zum heutigen Tag dachte ich, es sei nicht wirklich gefährlich als Jude und ich könnte mich in Freiburg frei fühlen, aber jetzt wird mir klar, dass ich mich geirrt habe und dass mir niemand helfen wird, wenn mir auf der Straße etwas passiert.“

Auch in Köln gibt es einen Bericht von einer ähnlichen Tat. Sie liegt allerdings schon zwei Jahre zurück. Lior schreibt auf Facebook:

Mir hat auch im Fitnessstudio (McFit in Köln-Ehrenfeld) jemand mal vor die Füße gespuckt und mich als „Scheiß Yahud“ beschimpft. Die Studioleitung hat sich dafür nur halbherzig interessiert.

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Israel, 2. November 2019 – Israel wurde in der letzten Nacht mit Raketen aus dem Gazastreifen bombardiert. Überall im Süden Israels heulten die Alarmsirenen. Viele Kinder, Frauen und Männer verbrachten die Nacht in Bunkern.

In den letzten Jahren wurden tausende Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert. Die Raketen wurden bewusst in die Richtung von Schulen, Hospitälern, Altenheimen und Kindergärten abgefeuert! Das Ziel jeder Rakete war es, so viele Israelis wie möglich zu töten, Kinder und Greise.

Die Motivation für die Angriffe auf Zivilisten benennt die Hamas offen in ihrer Gründungscharta, wo im Artikel 7 offen die Vernichtung des gesamten jüdischen Volks gefordert wird.

Die Intention jedes Geschützes ist der Massenmord!

Der Massenmord misslingt der Hamas jedoch, weil Israel ein hervorragendes Abwehrsystem errichtet hat. Der Iron Dome konnte bisher die meisten Raketen abfeuern, bevor sie einschlagen konnten. Israel schützt die eigene Bevölkerung. Das ist der große Unterschied zwischen Israel und der Hamas:

Israel nutzt Waffen, um Menschen zu schützen. Die Hamas jedoch nutzt Menschen, um ihre Waffen zu schützen.

In Gaza sterben die Menschen, weil die Hamas ihre Bevölkerung missbraucht. Die Hamas beschießt israelische Schulen und nutzt gleichzeitig die eigenen Schulen, in denen der Hass auf Juden in Kinderhirne gehämmert wird, als Schutzschild für die Waffen, die auf Israel abfeuert werden, nur um dann umso lauter zu lamentieren, wenn jene Kinder sterben, die sie als Schutzschilde und Kindersoldaten für ihren Judenhass missbraucht haben.

Wer in den nächsten Stunden und Tagen die Bilder dieser Kinderleichen zeigen und nutzen wird, spielt das Spiel der Kindermörder mit und trägt Verantwortung dafür, wenn noch weitere Kinder im Propagandakrieg gegen Israel sterben.

Keine einzige Rakete Israels wird mit der Absicht abgeschossen, Zivilisten zu töten. Jede Rakete wird lediglich zur Verteidigung abgefeuert und in der klaren Ansage, die Hamas mit ihrem Vernichtungswillen zu schwächen und zu entmachten. Jede Rakete der Hamas jedoch hat zum Ziel, so viele Menschen, auch Kinder, wie möglich zu töten.

Das ist der Grund, warum auf der Seite Israels weniger Menschen sterben als auf der Seite des Gazastreifens. Die Hamas ist zu schwach, ihren Massenmord zu exekutieren.

Schwäche ist keine moralische Überlegenheit.

Es ist gut, wenn Israelhasser zu schwach sind, ihren Hass auf das Volk Israels zu exekutieren.

Jeder Tote ist ein Toter zu viel. Deshalb unternimmt Israel unglaublich viel, um die Opferzahlen auch bei den Feinden gering zu halten. Bei einem Feind, der sich hinter Kindern versteckt, seine Waffen in Schulen hortet und von den Dächern von Krankenhäusern aus Raketen abfeuert, zeugt es von einer unglaublichen Nächsten- und Feindesliebe, wenn die Toten nicht in die Zehntausende gehen.

Die Hamas will in Masse morden, sie kann es aber nicht. Israel könnte in Masse töten, tut es jedoch nicht!

Israel liebt das Leben und will es schützen, selbst das Leben der Kinder und der Unschuldigen auf der Seite der Feinde, die in ihren Schulen, Moscheen, Parlamenten und Fernsehsendungen erklären, dass alle Juden vernichtet gehören.

Kein Land der Erde würde auf die offizielle Erklärung und den mehrfachen Versuch zum Völkermord so besonnen handeln wie Israel.

Hätte die Hamas all das Geld, das die Raketen und Tunnel gekostet haben, genutzt, um Gaza aufzubauen, so stünden in Gaza nicht nur noch alle Hospitäler, Energiewerke, Altenheime und Moscheen, sie wären auch noch perfekt ausgestattet. Bei all dem Geld, das Gaza bekommen hat, müsste Gaza eigentlich zu den reichsten Gebieten des Nahen Ostens gehören! Der Wunsch, Israel zu vernichten und der Hass auf Juden, hat jedoch das ganze Geld verschlungen. Nicht Israel und Juden sind eine Gefahr für Palästinenser, sondern der Hass auf Israel und der Hass auf Juden! Hass bringt keinen Wohlstand!

Israel hätte den Gazastreifen tausendmal lieber zum Partner als zum Feind.

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Ein wunderbares Christkind

Auf Facebook wurde folgende Nachricht veröffentlicht:

Was für eine widerliche Aussage über ein 17-jähriges bayrischen Mädchen, das in meinen Augen eine Spitzenbesetzung für das Christkind ist.

Jesus war Jude und lebte in Galiläa und Judäa. Benigna ist als Christkind eine perfekte Besetzung, auch wenn ihr Geburtsort Nürnberg über 2.800km von Jesus‘ Geburtsort Bethlehem entfernt ist.

Das Christentum kommt aus dem Nahen Osten und hat die Naturreligionen Europas schon vor Jahrhunderten ersetzt, nicht immer friedlich, wie ich hinzufügen möchte. Die „Indianer“ Europas sind somit schon seit Bonifatius blutige Geschichte. Bonifatius wird auch der „Apostel der Deutschen“ genannt. Vielleicht kann die AfD mit diesem Framing etwas anfangen.

Liebe Benigna,

lass Dich von diesem Hass nicht unterkriegen. Ich wünsche Dir und uns allen: Friede auf Erden und unter den Menschen Wohlgefallen!

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In welcher Stadt?

In welcher Stadt wurde am 8. Dezember 2017 auf offener Strasse von tausenden Menschen folgende Parole gebrüllt: „Zielt auf die Juden und erschießt sie!“

Die Antwort lautet: Malmö!

Aus den Mündern der Menschen in Malmö donnerte im Dezember 2017 der Ruf: „Von Schweden aus, von Malmö aus sind wir zu der Entscheidung gelangt, damit anzufangen und uns dazu zu entschließen, uns zu erheben!“

Malmö ist eine ganz besondere Stadt. Der Vorsitzende der jüdischen Gemeine in Malmö, Fred Kahn, sagte vor einigen Jahren: „Das Klima für Juden in Malmö ist beschwerlich.“

Malmö wurde in den letzten Jahren immer wieder Tatort judenfeindlicher Krawalle. Es gab Randale in jüdischen Läden und Drohungen auf offener Straße, Juden zu schlachten. Es fanden Schändungen des jüdischen Friedhofs statt und Ende Juli 2012 explodierten Sprengkörper auf den Eingangsstufen der Synagoge.

Rabbiner Schneur Kesselman berichtet, dass er des Öfteren Ausdrücke wie „Scheißjude“ oder „Heil Hitler“ an den Kopf geworfen bekäme. Viele Juden haben Malmö verlassen.

„Nach den Ereignissen der letzten Zeit ist Malmö keine Stadt, in der meine Kinder aufwachsen sollen“, sagt Daniel Eisenberg, der mit seiner Frau und seinen beiden Kindern im Oktober 2011 nach Stockholm gezogen ist. Auslöser für den Auszug der Eisenbergs war das Davis-Cup-Turnier im März 2011.

Weil Spieler des Staates Israel an dem Wettbewerb in Malmö teilgenommen hatten, kam es auf den Straßen der Stadt zu Demonstrationen, die sich auch gegen Malmös Juden richteten. Die Demonstranten verlangten einen Ausschluss der jüdischen Spieler aufgrund des „Vergehens“ Israelis zu sein. Der sozialdemokratische Bürgermeister Ilmar Reepalu lies daraufhin das Tennismatch zwischen Schweden und Israel „aus Sicherheitsgründen“ vor leeren Rängen austragen. Selbst als der Stadtrat der schwedischen Linkspartei, Carlos Gonzalez, die Ausschreitungen gegen Juden mit der Worten rechtfertigte, „Wir können doch nicht einfach die Augen verschließen vor dem, was in Gaza passiert“, widersprach Reepalu nicht.

Als Reepalu einmal gefragt wurde, was er davon halte, dass jetzt immer mehr Juden aus Angst Malmö verlassen, sagte er nur lapidar: „Wenn Malmös Juden nach Israel ziehen, ist das ihre Sache.“

Einige Zeit später lies Reepalu die verbliebenen Juden wissen, dass die Jüdische Gemeinde in Malmö den Hass, der ihr entgegenschlage, dadurch erheblich abschwächen könnte, wenn sie nur deutlich genug Abstand nähme von „Israels Gewalt gegen die zivile Bevölkerung im Gazastreifen“. Da kann man ja nur hoffen, dass Reepalu nicht bald den schwedischen Frauen rät, Abstand von kurzen Röcken zu nehmen, um so die Möglichkeit einer Vergewaltigung abzuschwächen.

Im Jahr 2014 wurde die schwedische Politikerin Hillevi Larsson, die dem schwedischen Parlament angehört, von einem schwedischen Palästinaverband ausgezeichnet. Auf einem Bild von der Verleihung sieht man Hillevi Larsson lächelnd mit schwarz-weiß-rot-grüner Fahne in der Hand und einer Plakette, auf der Israel komplett von Palästina ersetzt wurde.

Hillevi Larsson lächelt, wenn sie ein Bild hochhält, auf dem der Staat Israel nicht mehr existierte. Israel wird von der Landkarte getilgt und eine schwedische Politikerin lächelt.

Schweden, ein Land des judenhassenden Lächelns.

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Das schaudernde Gefühl

Eine Reaktion von Fabián dos Rios.

Lieber Herr Buurmann,

ich bin Fabian und war heute mit einem Freund auf Deiner Veranstaltung „Der Nathan-Komplex“ im Café Libresso. Als aller erstes möchte ich ein großes Lob für Deine tiefen Auseinandersetzungen und Einblicke aussprechen, denn es ist ein zerreißendes Thema, welches unfassbar schwierig ist, in so einer kurzen Zeit und mit solch einer Klarheit darzustellen.

Das wir uns früher verabschiedet haben und an der Diskussionsrunde nicht mehr teilgenommen haben, lag weniger daran, dass wir nicht interessiert waren, sondern viel mehr, dass wir schlicht und ergreifend mental und emotional ausgeschöpft waren – was für Dein Talent und Deine einnehmende Art spricht.

Nichtsdestotrotz möchte ich mich für die fesselnde Darstellung bedanken, denn seltenst hat mich ein Event in der Form überwältigt.

Nun ist ein Tag vergangen und ich habe Fragen, über dessen Horizont ich es nicht schaffe zu blicken und die ich mit Dir teilen möchte.

Zum einem gelingt es mir nicht zu begreifen, welches Phänomen oder Motiv den Menschen dazu bewegt, über so eine lange Zeit, eine ganz bestimmte Minderheit zu unterdrücken oder gar versuchen auszulöschen. Dass es ausschlaggebende Unterschiede in der Weltanschauung gibt, die dazu geführt haben, vermag ich, auch wenn nur mit mühevoller und unwürdiger Empathie, zu verstehen. Jedoch kann ich mich damit einfach nicht zufrieden geben.

Liegt die Wurzel tatsächlich in jenem Moment, wo sich die Glaubensrichtungen scheiden und eine Gruppe, seine veranlagte Eigenschaften wie Hass und Zorn mit jene Unterschiede begründet, rechtfertigt und auf die Minderheit abwälzt? Inwiefern spielt Macht eine Rolle? Ist es also eine Frage des Glaubens oder der menschlichen Natur innewohnend, welche beständig katastrophale Folgen mit sich zieht? Und welche Art des Glaubens, beziehungsweise universeller Philosophie, könnte gewährleisten, dass so etwas nicht weiter geschieht?

Auch wenn mich als sehr belesen und reflektiv einschätzen würde, viel beobachte und analysiere, habe ich das schaudernde Gefühl, immer weniger zu begreifen.

Schlussendlich wollte ich diese Gedanken und Fragen mit Dir teilen und mich für die Anregungen bedanken.

Ich wünsche Dir einen angenehmen Herbstanfang und einen guten Start in die Woche.

Viele Grüße
Fabián dos Rios

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Nach der Lektüre habe ich sofort Kontakt mit Fabián aufgenommen. Wir werden uns treffen, um über all die Fragen, die auch ich in mir trage, näher zu sprechen. Tapfer im Nirgendwo wird über das Gespräch berichten.

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Sagt nicht „Beziehungstat“!

Immer wieder werden Frauen Opfer sexistischer Extremisten, so wie manche Menschen aufgrund ihrer äußerlichen Merkmale Opfer von Rassisten werden. Gewalttaten gegen Frauen, ausgeübt von Menschen, die glauben, dadurch einer sexistisch definierten Ehre zu genügen, sind sexistische Terroranschläge.

Das lateinische Wort „terror“ bedeutet Schrecken. Terrorismus ist die systematische Verbreitung von Angst und Schrecken durch ausgeübte oder angedrohte Gewalt, um Menschen gefügig zu machen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen erklärt in seiner Resolution 1566, terroristische Handlunge seien solche, „die mit Tötungs- oder schwerer Körperverletzungsabsicht oder zur Geiselnahme und mit dem Zweck begangen werden, einen Zustand des Schreckens hervorzurufen, eine Bevölkerung einzuschüchtern oder etwa eine Regierung zu nötigen.“

Unter genau diese Terrordefinition fällt sexistische Gewalt. Mit sexistischer Gewalt werden Frauen gefügig gemacht. Sie werden entweder selbst angegriffen oder so in Angst und Schrecken versetzt, dass sie sich nicht mehr trauen, in gewissen Weisen zu handeln oder gewisse Orte zu betreten. Der sexistische Terrorismus macht ganze Plätze und Parks zu No-go-Areas für Frauen.

Das Wort „Beziehungstat“ verharmlost diese terroristischen Taten.

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