„Von Nazis erwartet man das“

Ein offener Brief von Sandra Kreisler an Dieter Hanitzsch.

Sehr geehrter Herr Hanitzsch,

ich möchte Sie fragen, was genau Sie mit der Karikatur von Netanyahu mit Bombe in der Hand und Kostüm der ESC Gewinnerin Netta ausdrücken wollten?

Ist es, dass sich nur in Deutschland die Regierungsführung berufen fühlen darf, einer Gewinnerin beim Song Contest zu gratulieren (wie seinerzeit Merkel bei Meyer-Landrut) und in Israel hat man demütig zu schweigen, weil das schickt sich nicht für ein Volk, das nicht gemocht wird?

Ist es, dass Israel sich nicht freuen sollte, dass es bei einem bunten, oberflächlichen Wettbewerb siegte, weil ja gerade wieder mal Kriegszeiten und existenzielle Bedrohung ausbrechen, und sich Freude da nicht gehört, schon gar nicht für Juden?

Ist es, dass Israel lieber nichts „normales“ tun darf, wie zum Beispiel seine eigene Hauptstadt, die es seit Menschengedenken war, zu benennen und dort zu feiern? Was ist dieses Mal anders? Dass nicht Merkel in der Knesset spricht, in der Hauptstadt Israels, sondern die bösen Amis ein Konsulat dort, wie seit zig Jahren angekündigt, in eine Botschaft verwandelt haben?

Was hat das mit dem Eurovision Song Contest zu tun? Der wurde ja bekanntlich schon mehrfach in Jerusalem abgehalten.

Ich kann durchaus begreifen, dass viele Menschen über fünfzig sich mit popkulturellen Codes schwertun, sich schwertun, den Wandel der modernen massentauglichen Musik zu verstehen. Wenn man mit anderer Musik aufwächst, ist es nicht leicht, den Song Contest als kulturelles Event zu akzeptieren.

Ich kann auch begreifen, dass weite Teile der Linken sich schon lange (seit RAF Zeiten) damit schwer tun, den Antisemitismus und die einseitige Wahrnehmung der Vorgänge in Israel in ihren eigenen Reihen zu erkennen und zu bekämpfen. Das ist alles altbekannt und jedem politischen Kopf sonnenklar.

Ebenso ist mir klar, dass es Wasser auf genau diese Mühlen ist, wenn ein ungehobelter und ungebildeter Ami-Rüpel, der offen alles vertritt, was am Kapitalismus hassenswert ist, zufällig auf Israels Seite ist. Das nervt.

Es nervt ja auch, wenn man mit aller Kraft gegen Handelsabkommen wie TTIP agitiert, und just DER schafft es ab. Oder wenn man sich schon damit abgefunden hat, dass in Nordkorea Hopfen und Malz verloren sei – und just DER schafft Friedensannäherungen. Das nervt! Mich auch.

Aber ich kann nicht verstehen, dass ein politisch so absolut wacher Kopf wie Sie nicht in der Lage sein könnte, zu erkennen, dass weite Teile der Linken, weite Teile der EU und im Speziellen der Deutschen einer wirklich extrem einseitigen Berichterstattung nichts entgegensetzen, und schlicht ein grob verkürztes, propagandafixiertes und zutiefst ungerechtes Narrativ übernehmen, ohne es auch nur im Ansatz zu hinterfragen.

Wissen Sie von den Waffen und von den Morddrohungen der Hamas? Wissen Sie, wie deren Führer Männer, Frauen und Kinder (!) aufrufen, den Grenzzaun mit Waffengewalt einzunehmen, und alle Juden zu töten? (Zuletzt noch heute der Hamas Oberbefehlshaber Mahmoud al Zahar: „Nehmt Messer, Gewehre und Feuer mit …“)

Wie würden SIE darauf reagieren, wenn tausende junge Männer mit Waffen, faustgroßen Steinen in durchaus erwachsenen Schleudern, mit Macheten und Molotowcocktails auf Ihre Grenze zustürmen? Wenn sie schon Tage vorher mit brennenden Flugmaschinen in der trockenen Landschaft Felder in Brand setzen, auch ihre eigenen Felder ruinieren, weil das Verbrennen von tausenden von Autoreifen einen giftigen Film über alles Essbare gelegt hat.

Wissen Sie, dass die Hamas bereits drei Mal den einzigen Grenzübergang (denn Ägypten hat Gaza viel stärker abgeriegelt) zerstörten, der ihren eigenen Leuten Nahrungsmittel liefert (und Israel den dann regelmässig in Windeseile und auf eigene Kosten wieder aufbaute, damit sie wieder Nahrung liefern können)?

Ebenso ist es mit dem eigenen Stromwerk, dem Wasserwerk, dem Gaswerk: Die Hamas zerstört es regelmässig, um Bilder zu erzeugen, von Palästinensern, die kein Wasser, keinen Strom haben. Wissen Sie das, wenn Sie Israel dämonisieren?

Reparieren SIE ihrem Nachbarn die Wasserleitung, wenn er ihnen damit regelmässig einen Wasserschaden fabriziert?

Wissen Sie, dass der Iran, (der die Hamas fürstlich bezahlt) bereits im Libanon, in Syrien, im Irak und natürlich auch im Yemen an den Schalthebeln sitzt, und seit Jahr und Tag sehr klar macht, dass er Israel vernichten wird? Wie würden SIE reagieren, wenn das vor Bayerns Grenzen wäre? Wobei Bayern grösser ist als Israel.

Wenn vor Bayerns Grenze ein Land, das seit Jahr und Tag beteuert, nichts lieber zu machen als Bayern auszulöschen und alle Leute darin zu töten, mit einer Hunderttausendschaft von Raketen und ebenso vielen Soldaten rund um Bayern herum die Kräfte zusammenlegt, wie würden Sie reagieren?

Ich empfehle Ihnen gerne diverse Bücher von anerkannten Historikern, Politologen, Wissenschaftlern, die Ihnen die Situation durchaus objektiver darlegen können als Sie es über Spiegel, Zeit, dpa oder Süddeutsche erfahren werden.

Haben sie schon mal nachgeprüft, wie viele Friedensabkommen Israel bereits unterzeichnet hat, wie oft Israel den Palästinensern Land schriftlich zusicherte in der Hoffnung auf Frieden, zuletzt Oslo 2, wo immerhin mit Brief und Siegel 93% des geforderten Landes plus Ostjerusalem als Hauptstadt unterschrieben wurde. Der Effekt war dann die mit fadenscheinigen Gründen herbeigerufene zweite Intifada, die ja nachweislich schon IN OSLO vorgeplant war, diesbezügliche Order haben sich ja gefunden, sie fanden nur leider den Weg nie in das deutsche Narrativ.

(Das erste Mal, als die Araber einen eigenen Staat hätten haben können, das war übrigens zur Staatsgründung, 1947, als Israel den ersten und auch den zweiten Teilungsplan akzeptierte und die Araber von rundherum kriegerisch einfielen, gleichzeitig an die 800.000 arabische Juden aus ihren Ländern vertrieben und enteigneten. Die und deren Kinder und Kindeskinder nebenbei nicht bis heute „Flüchtlinge“ geblieben sind.)

Das Gebiet, das ja laut der hierzulande verbreiteten Fama „Palästinensisches Land“ gewesen sei soll, das war – und auch das müssten Sie eigentlich noch wissen – ein Gebiet, das auch das heutige Jordanien umfasste, und ZUR GÄNZE durch die Balfour Deklaration den Juden versprochen war, weil es eben ihre angestammten Königreiche waren. Die Römer hatten diese Gebiete, die Israel und Judäa hiessen, umbenannt in Syria Philistine, übrigens nach den Philistern, die griechischstämmig waren und damals schon ausgestorben. Der Begriff Palästina geht auf das Wort Pleschet zurück, was hebräisch ist und „Eindringling“ bedeutet.

Das alles sind Fakten, die hierzulande schlicht ausgeblendet werden. Sie sprechen nicht dagegen, dass es den Palästinensern (und seit 1964 verstehen sie sich als Volk also ist das auch zu akzeptieren) herzlich schlecht geht! Das tut es, und es schreit zum Himmel, keine Frage. Die hier ignorierte Wahrheit ist: Daran sind zuallererst die Araber schuld, und nicht Israel. Im Gegenteil: Nirgends auf der Welt haben palästinensische Araber so viele demokratischen Freiheiten (nämlich dieselben wie die Mehrheitsgesellschaft) wie in Israel. Gut und gerne 75% der in Israel lebenden Araber wollen daher bei jeder Umfrage auch unbedingt, dass Israel erhalten bleibt.

In den arabischen Ländern, im sogenannten Westjordanland (eine Autonomie!) oder in Gaza (selbstregiert!) in Jordanien, überall werden palästinensische Menschen bestenfalls als Kanonenfutter verwendet. Den Arabern sind die Palästinenser herzlich egal. Sie werden benutzt, um vom eigenen Unvermögen abzulenken. Israel zahlt, Israel repariert, Israel wirft Warnungsflugblätter für Zivilisten ab vor jedem Militärschlag gegen Terroristen. Welches Land der Welt macht so etwas noch? (Während dann die Hamas, auch das ist nachgewiesen, dazu aufruft, sich auf die Hausdächer der Hamasführer zu stellen, weil sie wissen, dass entweder Israel noch die Flieger zurückrufen kann und wird, oder sie gute Bilder von toten Zivilisten erreichen, eine Win-Win Situation in den Augen der Hamas.)

Wo – ausser, nebenbei, in Israel! – war der Aufschrei der Medien, als kürzlich Assad in Syrien ein Palästinenserlager bombardieren, umzingeln und aushungern ließ, weil man dort islamistische Rebellen vermutete? Und wieso müssen überhaupt Palästinenser in Syrien, im Libanon, in Ägypten in Lagern leben, in arabischen Ländern? In Israel leben Palästinenser nicht in Lagern. Müssen EX-DDR Bürger bei uns in Lagern leben? Nicht mal algerische Flüchtlinge in Frankreich müssen in Lagern leben! Wo ist hierzu die Karikatur?

Wo ist die Karikatur darüber, dass es eine eigene Flüchtlingsagentur (UNRWA) für Palästinenser gibt, die 30.000 Mitarbeiter hat und die für 5.3 Millionen Palästinensische Flüchtlinge per capita 246 $/monatlich ausgibt – und ALLE ANDEREN Flüchtlinge WELTWEIT haben allein das UN Flüchtlingshilfswerk, das mit gerade mal 10.000 Mitarbeitern für knapp 100 Millionen Flüchtlinge auskommen muss, denen es per capita rund 58$ zukommen lassen kann. Diese Zahlen sind leicht nachprüfbar.

Wo ist die Karikatur, dass es das Ziel des UN Flüchtlingswerks ist, jeden Flüchtling so rasch wie möglich mit Staatsbürgerschaften der aufnehmenden Länder zu versehen, die Kinder der Flüchtlinge gelten nicht mehr als Flüchtlinge. Aber die UNRWA, die sich ja sonst schon längst abschaffen müsste, hat nun von knapp 700.000 Flüchtlingen zur Staatsgründung heute immerhin über fünf Millionen, die sich allerdings, das muss man zugestehen, nur über die männliche Linie vererben und über Adoption.

Darüber ist es schwer, zu karikieren. Aber mit einem langnasigen Netanyahu im Mädchenkostüm, da wird gern gelacht, und man denkt nicht so lange darüber nach, was das im Rezipienten für Gedankengänge verursacht.

Die Einseitigkeit, mit der Israel und seine tägliche Lebensbedrohung hierzulande wahrgenommen wird, spottet jeder Beschreibung. Und es ist eine Tragik, dass just die links denkenden Menschen nicht in der Lage sind zu erkennen, wer hier wen ausgrenzt, mit doppelten Standards bemisst, dämonisiert.

Von Nazis erwartet man das. Aber es ist die Linke, die die größere Gefahr ist, weil sie in der Wolle gefärbt antisemitisch ist – und es nicht merkt und es auch nicht glauben will, wenn man sie mit der Nase draufstößt.

Nein, Netanyahu ist beileibe keine Lichtgestalt, er wäre in Friedenszeiten ein, Verzeihung, Kotzbrocken wie Söder oder FJS. Aber sagen Sie mir: die vielen, vielen Versuche von linken israelischen Politikern, von nicht-„Hardlinern“: was haben DIE an Annäherung gebracht?

Die vielen Gespräche, die Zugeständnisse, die Millionen und Millionen von Hilfsgeldern (mehr, als ganz Europa nach WW2 bekam, immerhin!) – was hat das gebracht?

Übrigens nicht nur bei Hamas, bei Abbas, oder damals Arafat, was bringen die diplomatischen Worte bei Herrn Assad? Oder auch Herrn Erdogan? Herrn Putin? Ist die Krim frei? Ist Syrien befriedet? Können die Kurden in Frieden leben? Und warum glauben die SUNNITEN, die schließlich auch Araber sind, nicht an Diplomatie, sondern versuchen, sich gleich mit ihren ehemaligen Todfeinden, den USA und Israel zu verbünden, wo doch Diplomatie beim Iran ausreicht? Lauter Fragen, die man im deutschen Feuilleton nicht beantwortet, ja nicht mal gestellt finden wird.

Warum glaubt man eigentlich immer noch, bei jedem müsse es genau so funktionieren, wie sich der liebe Europäer das so vorstellt? Das tut es nicht. Der Iran baut die Bombe, und wenn es Sanktionen gibt, fällt es ihm schwer und wenn es keine gibt, fällt es ihm leicht. Bauen tut er sie, und mit Wegfall der Sanktionen und dem „Deal“ hat sein Volk es nicht leichter gehabt, aber der Militäretat ist um 40% gestiegen. (Hierzulande schreit man bei 1,5% mehr Militärausgaben schon auf – aber der Iran ist ja angeblich ebenfalls nicht im Krieg, wozu also so viele Waffen?)

Nein, ich mag Trump auch überhaupt nicht. Aber ich muss ihm Recht geben, wenn er sagt, nach so vielen Jahren und so vielen Versuchen, die Dinge mit Diplomatie zu regeln, wenn es so lange nicht geklappt hat, warum sollte man den gleichen Weg immer weiter gehen? Jedes Produkt, wenn es nach ein paar Jahren nicht funktioniert, nimmt man vom Markt und versucht ein anderes. Trump ist kein Politiker, er ist Kapitalist. Aber eben: Es HAT nun mal jahrelang nicht mit Diplomatie geklappt, das ist unwiderlegbar, ob es einem gefällt oder nicht. (Und nebenbei ist auch die Zustimmung Merkels und der EU zum Atomvertrag ganz offen wirtschaftlich begründet.)

Jedenfalls, um zum Thema zurück zu kommen: Eines ist historisch deutlich zu sehen: Es gab regelmässig in der Geschichte Israels friedliche Perioden NUR, wenn vorher Gewalt ausgeübt worden war. Jede Friedensverhandlung, jedes Handausstrecken Israels gegenüber seinen Feinden wurde mit Krieg belohnt. Prüfen Sie es nach. Warum also sollte es dieses Mal anders sein?

In Europa wird die muslimische Welt behandelt wie schlimme, nervige Kinder. Man nimmt sie nicht wirklich ernst, bemüht sich aber, sie nicht zu verärgern, weil das anstrengend werden könnte. Jedesmal, wenn ein Muslim irgendwo irgendwas hochjagt, kommen die Rufe, bloß nicht antimuslimisch zu werden – und zur gleichen Zeit steigt der Antisemitismus wieder ein kleines Stückchen an. Auch leicht nachprüfbar. Dazu gibt es keine Karikatur?

Fällt irgendjemandem auf, wie rassistisch die Haltung der Linken zu den Arabern rund um Israel herum ist? Dass man ihnen schlicht nicht zutraut, selbst Frieden zu schaffen, dass man sie nicht wahrnimmt als mündige Gestalter ihrer eigenen Wirklichkeit, wenn sie mit Macheten und Molotowcocktails zu einer geschlossenen Grenze ziehen? Israel ist der Aggressor? Israel versucht nicht, über die Grenze zu gelangen. Die Wahrheit ist: Wenn Israel die Waffen sinken lässt, ist Israel verschwunden. Wenn die Araber die Waffen sinken lassen, ist Frieden.

Aber es geht nicht nur um den arabischen festen und immer wieder offen (nicht nur auf Arabisch!) bezeugten Willen, ein Land STATT Israel und nicht NEBEN Israel zu erlangen, der hier nicht ums Verrecken erkannt werden will. Es geht auch darum, dass der hier bereits vorhandene Antisemitismus, der dann mit der Israelfeindlichkeit noch eine vermeintliche Begründung erhält, bestenfalls ignoriert – oder, wie in Ihrer Karikatur, befeuert wird.

Moscheen muss man nicht weltweit schützen. Auch Kirchen nicht.
Synagogen aber schon.

Wer Karikaturen über Juden macht, hat das nicht begriffen. Es wird Zeit, diese unsäglich einseitige Sicht der Dinge zu hinterfragen. Sie ist in sich unlogisch, das merkt man, sobald man sich damit näher befasst. Ich weiss das genau, mir ging es nämlich so. (Meinem Vater übrigens auch)

Nebenbei wäre es in meinen Augen gerade auch für einen politischen Karikaturisten mal ziemlich mutig, etwas zu zeichnen, das NICHT gerade die Meinung der Mehrheit widerspiegelt. Denn wenn man sich über Juden und über den Juden unter den Staaten, Israel, lustig macht: das mag in Deutschland so ziemlich jeder.

Mit freundlichen Grüssen,
Sandra Kreisler
Wortfront

“Nothing in all the world is more dangerous than sincere ignorance and conscientious stupidity.” (Martin Luther King, Jr.)

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Herr Dr. Prantl, was ist mit der Süddeutschen Zeitung los?

Ein Offener Brief von Malca Goldstein-Wolf an den Chefredakteur der Süddeutschen Zeitung, Dr. Heribert Prantl.

Sehr geehrter Herr Dr. Prantl,

es ist bekannt, dass die Süddeutsche Zeitung, vorsichtig ausgedrückt, besonders „israelkritisch“ ist.

In Zeiten, in denen sich schnöder Judenhass unter dem Deckmäntelchen der Israelkritik versteckt, in Zeiten, in denen sich jüdische Männer aus Angst vor tätlichen Angriffen nicht mit Kippa auf bundesdeutsche Straßen trauen und jüdische Kinder in der Schule gemobbt werden, nur weil sie Juden sind, ist es besonders wichtig, dass Medien ihrer sozialen Verantwortung gerecht werden.

Lieber Herr Dr. Prantl,

ich kann Sie nicht zwingen, Juden zu mögen, ich will Sie auch nicht daran hindern, konstruktive Kritik an Israel abzudrucken, mit dem Veröffentlichen der heutigen antisemitischen Karikatur des Bundesverdienstkreuz-Trägers und Künstlers Dieter Hanitzsch wurden allerdings Grenzen überschritten.

Ist es möglich, dass sich Israel über die erfolgreiche Teilnahme an einem Musikwettbewerb freuen darf, ohne dass es dämonisiert wird?

Als Lena den Eurovision Song Contest gewann, hat ihr Angela Merkel persönlich gratuliert und es war für uns alle selbstverständlich, dass die Regierungschefin ihre Freude über den Sieg im Namen des deutschen Volkes zum Ausdruck brachte. Gewinnt Israel wirft eine Kommentatorin der Süddeutschen Zeitung dem israelischen Premierminister vor, dass seine Gratulation einem politischen Missbrauch gleichkäme.

Es ist diese Art manipulativer, bösartiger Berichterstattung, die Judenhass schürt.Es sind diese Doppelstandards, die nur auf Israel angewandt werden, die das Bild des Judenstaats aufs Unerträgliche verzehren. Es ist für einen seriösen Journalisten schlichtweg verantwortungslos, eine Karikatur abzudrucken, die einen unpolitischen Musikwettbewerb scheinheilig mit einer Kriegserklärung verbindet.

Natürlich tragen die Raketen den obligatorischen Davidstern und der Hinweis „Nächstes Jahr in Jerusalem“ soll das Bild des Kriegstreibers Israel, dass Judenhasser allzu gerne zeichnen, noch verstärken.

Roger Waters bildet den Davidstern gerne auf Schweineballons ab und ich war letztes Jahr sehr froh darüber, den WDR-Intendanten Tom Buhrow davon überzeugen zu können, dass diese Form von Antisemitismus nicht gefördert werden darf. Er strich sämtliche öffentlichen Gelder, mit den Waters eigentlich unterstützt werden sollte.

Nun bitte ich Sie, Herr Dr. Prantl, sich für die Veröffentlichung dieser vor Judenhass nur so triefenden Karikatur zu entschuldigen.

Lassen Sie die Süddeutsche Zeitung nicht zu einem Organ verkommen, dass Juden den Wölfen zum Fraß vorwirft. Positionieren Sie sich auf der richtigen Seite: Gegen Rassismus, gegen Judenhass! Es zeugt von Größe, Fehler einzugestehen.

Übrigens sollte es auch Israel zugestanden werden, sich an der Leichtigkeit eines Musikwettbewerbs zu erfreuen. Es geht nämlich nicht immer nur um tote Juden, es geht auch um ein lebensbejahendes, innovatives und pulsierendes Israel! Ja, wir Juden möchten einfach nur genauso ausgelassen feiern dürfen, wie andere auch.

Dieter Hanitzsch hat Glück, dass wir auch im Angesicht von niederträchtigstem Judenhass nicht dazu neigen, unsere Feinde zu bedrohen oder Zeitungsredaktionen zu attackieren. Es gibt Glaubensrichtungen, da dürfte er nun seines Lebens nicht mehr sicher sein.

Ich hingegen appelliere nur und ich bitte Sie lediglich darum, jüdisches Leben zu schützen und uns fair zu behandeln. Genauso fair, wie auch Sie behandelt werden wollen!

Danke!
Beste Grüße und Shalom,
Malca Goldstein-Wolf

***

Nachtrag: In einer Stellungnahme nach dem Verfassen dieses Briefs hat die Süddeutsche Zeitung erklärt, dass die Karikatur durchaus als antisemitisch aufgefasst werden kann und bittet um Entschuldigung:

„Trotz dieser Intention des Karikaturisten kann man die Zeichnung auch anders verstehen und als antisemitisch auffassen. Ihre Veröffentlichung war deshalb ein Fehler, für den wir um Entschuldigung bitten.“

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Süddeutsche Zeitung druckt antisemitische Karikatur

Die Süddeutsche Zeitung hat es geschafft. Seit heute wissen Juden, dass sie in Deutschland nicht mal mehr so etwas harmloses wie den Eurovision Song Contest genießen können, ohne eins auf die Fresse zu bekommen.

Die Süddeutsche Zeitung hat heute eine widerliche Karikatur von Dieter Hanitzsch, abgedruckt, in der die israelische Gewinnerin des Eurovision Song Contest 2018 zu sehen ist, die allerdings das Antlitz von Benjamin Netanjahu trägt und zwar mit großer Nase und großen Ohren. In der einen Hand hält sie/er ein Mikrofon und in der anderen Hand eine Rakete, die mit einem Davidstern versehen ist, wie witzig. Dabei brüllt er/sie: “Nächstes Jahr in Jerusalem“.

Farid Bang hätte es nicht besser inszenieren können und der Stürmer hätte die Zeichnung gewiss anstandslos abgedruckt. Farid Bang ist Echo-Preisträger. Dieter Hanitzsch ist Inhaber des Bundesverdienstkreuzes 1. Klasse. Deutschland ehrt seine Künstler.

Die Süddeutsche Zeitung weiß sich mit dem Abdrucken der Karikatur auf der sicheren Seite. Ihre Leserinnen und Leser werden die Zeichnung gewiss lieben, daran hat die Redaktion schließlich hart gearbeitet und zudem führen Karikaturen über Juden nicht dazu, dass Terroristen die Redaktion stürmen und die verantwortlichen Journalisten und Karikaturisten auslöschen. Das ist nicht jüdisch. Das ist der Stil vieler Anhänger der berüchtigten Religion des Friedens.

In Deutschland wie in Israel herrschen Kunst- und Meinungsfreiheit und das ist auch gut so. Ich verteidige selbstverständlich das Recht der Süddeutschen Zeitung, diese Karikatur abzudrucken. Nur so kann ich erkennen, wie abgrundtief verdorben die Redaktion der Süddeutschen Zeitung ist.

In einem Land, in dem die Kinder von Juden in Schulen fertig gemacht werden, weil sie Juden sind, wo Menschen verprügelt werden, weil sie eine Kippa tragen, wo es Viertel gibt, in die sich Juden nicht mehr hineintrauen, in dem Synagogen mit Brandsätzen angegriffen werden, weil es Menschen gibt, die mit der Politik in Israel ihre Probleme haben, in dem Polizeiautos vor Synagogen und jüdischen Kindergärten stehen müssen, wo Juden, die als Juden zu erkennen sind, überall und zu jeder Zeit in Gefahr schweben, in einem solchen Land Juden auch noch die Freude an einem harmlosen Gesangswettbewerb zu nehmen, damit es wirklich gar nichts mehr gibt, wo sie mal in Ruhe einen Moment des Friedens erleben und genießen können, zeugt von einer Dreistigkeit und Empathielosigkeit, die nur mit einem Phänomen zu erklären sind: tief verwurzelter Judenhass.

***

Nachtrag: In einer Stellungnahme nach der Veröffentlichung dieses Artikels hat die Süddeutsche Zeitung erklärt, dass die Karikatur durchaus als antisemitisch aufgefasst werden kann:

„Trotz dieser Intention des Karikaturisten kann man die Zeichnung auch anders verstehen und als antisemitisch auffassen. Ihre Veröffentlichung war deshalb ein Fehler, für den wir um Entschuldigung bitten.“

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„Bitte vervielfältigen und weitersenden!“

Im Mai 2018 wurde in Dortmund ein Transparent entrollt mit der Aufschrift: „Israel ist unser Unglück“.

Der Satz ist eine Abwandlung von „Die Juden sind unser Unglück“ von Heinrich von Treitschke. Der Ausspruch wurde zum Schlagwort des nationalsozialistischen Hetzblattes Der Stürmer. Das Transparent in Dortmund wurde in Verbindung mit palästinensischen Flaggen bei einer Demonstration von Neo-Nazis gezeigt. Die pro-palästinensische Bewegung in Deutschland zeigt damit wieder einmal, wo sie alles steht.

Die sogenannte pro-palästinensische Bewegung, die Israel dämonisiert und delegitimisiert, ist nicht homogen. Sie durchdringt alle Schichten, sowohl die extrem linken als auch die extrem rechten Gesellschaftsschichten. Das Bindeglied ist tief sitzender Judenhass. Da sich die Bewegung in Gaza nationalsozialistischer Symbole bedient, ist es kein Wunder, dass radikal rechte Kreise in Deutschland den Ball aufnehmen und sich aus tief empfundenem Judenhass dieser pro-palästinensischen Bewegung zugehörig fühlen.

Die pro-palästinensische Bewegung in Gaza betont geradezu ihre Liebe zu den Nazis. Das folgende Bild zum Beispiel stammt von den Unruhen im April 2018 an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel: Ein Hakenkreuz zwischen zwei palästinensischen Fahnen.

Dieses Bild wundert nicht, denn die regierende Hamas in Gaza fordert in Artikel 7 ihrer Gründungscharta die Vernichtung des gesamten jüdischen Volkes weltweit. Einst forderten die Nazis das. Daher wundert auch folgendes Bild von der sogenannten „Befreiungsorganisation“ DFLP (جبهة ديمقراطية لتحرير فلسطين) nicht:

Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, erklärt, Juden seien „fremdartige Bakterien“ und fordert: „Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten“. Er betont: „Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen.“

Diesen von Judenhass zerfressen Barbaren geht es nicht um Land. Sie sagen es selbst. Führende arabische Persönlichkeiten erklären:

„Überließen uns die Juden Palästina, würden wir dann beginnen, sie zu lieben? Natürlich nicht! Wir werden sie niemals lieben. Absolut nicht! (…) Dein Glaube bezüglich der Juden soll sein, erstens, dass sie Ungläubige sind und zweitens, dass sie Feinde sind! Und sie sind nicht nur Feinde, weil sie Palästina besetzt halten. Sie wären auch unsere Feinde, wenn sie niemals irgendetwas besetzt hätten!“

„Wir werden die Juden als Feinde betrachten, selbst wenn sie uns Palästina zurück geben. Weil sie Ungläubige sind!“

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben. Hahahahaha!“ (Wiam Wahhab, ehemaliger libanesischer Minister)

„Immer wieder hat Gott Strafen über die Juden kommen lassen. Die letzte Strafe wurde von Hitler ausgeführt. Bei allem, was er ihnen angetan hat, und die Juden übertreiben bei der Beschreibung dieser Taten, hat Hitler die Juden nur an ihren gerechten Platz gesetzt. Es war die göttliche Strafe für sie!“

Am 9. Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Wenn Sie von all diesen Dingen nichts wussten, dann überprüfen Sie, welche Medien sie konsumieren. Es sind nämlich genau diese Medien, die Sie ganz bewusst im Unwissen lassen und den brutalen Judenhass verheimlichen und leugnen. Sie sollten dieses Schweigen laut und deutlich anprangern. Sie werden bewusst im Unklaren gelassen. Das sollte Sie erschrecken.

So wie die Nazis damals die Feinde jedes aufgeklärten Deutschen waren, so sind die Eiferer von der Hamas heute die Feinde jedes aufgeklärten Palästinensers. Die Hamas missbraucht palästinensische Kinder als Schutzschilde. Arabische Kinder sterben, weil die Hamas sie in den Tod schickt. In Israel aber bieten Bunker allen Bürgerinnen und Bürgern Schutz vor den Raketen der Hamas, unabhängig vom kulturellen Hintergrund.

Alle Menschen, die bei dem Versuch der Stürmung der israelischen Grenze gestorben sind, gehen auf das Konto der Hamas. Deshalb kann nur eine bedingungslose Kapitulation der Hamas und all ihrer Sympathisanten das Sterben beenden!

Die Hamas feuert immer wieder Raketen auf Israel ab. Dennoch versorgte Israel den Gazastreifen weiterhin mit Wasser, Essen, Medizin und Strom. In israelischen Hospitälern heilen die Wunden der Menschen, egal woran sie glauben. Israel sehnt sich nach Frieden.

Im Kampf gegen die Hamas zeigt Israel eine beispiellose Zurückhaltung, die der Absicht geschuldet ist, die Höhe der zivilen Opfer auf der feindlichen Seite so gering wie möglich zu halten. Israel liebt das Leben und ehrt das Leben aller Menschen. Bei dem Angriff auf Israel im Mai 2018 zum Beispiel, wo Massen von bewaffneten Menschen versuchten, die Grenze zu Israel zu stürmen und sich dabei feige hinter Zivilisten, Frauen und Kindern versteckten und zudem noch mit Rauch von Autoreifen die Sicht verschlechterten, waren von den unter siebzig Toten des Gefechts über fünfzig bewaffnete Soldaten und Terroristen. Jeder tote Zivilist ist einer zu viel, aber im Vergleich aller anderer bewaffneten Konflikte der Vergangenheit und der Gegenwart ist das vorbildlich. Israel versucht, die Zivilbevölkerung zu verschonen, obwohl sie als Schutzschilde missbraucht werden. Bei Dresden, Köln, Mannheim 1944/45 gab es diese Zurückhaltung nicht.

Deutschland wurde damals von den Alliierten befreit. Das Mittel der Befreiung war ein Krieg. Heute lebt Deutschland in Frieden mit seinen ehemaligen Feinden und ist mit ihnen sogar verbündet. Auch Gaza muss befreit werden.

Freiheit für Palästina!
Freiheit von der Hamas!
Freiheit von allen Verbündeten der Hamas!

Das geht jedoch nicht ohne eine bedingungslose Kapitulation der Hamas und all ihrer Sympathisanten! Es kann keine Verhandlung mit diesen Menschen geben. Kapitulieren muss der gesamte Teil des palästinensischen Volkes, der für den Krieg gegen Israel so jubelt wie die Deutschen einst für den totalen Krieg Hitlers jubelten.

Da die Feinde Israels sich gerne mit den Nazis solidarisieren, zitiere ich nun aus einem Flugblatt der Gegner der Nazis. Die Geschwister Scholl schrieben einst:

„Unser heutiger „Staat“ aber ist die Diktatur des Bösen. „Das wissen wir schon lange“, höre ich Dich einwenden, „und wir haben es nicht nötig, dass uns dies hier noch einmal vorgehalten wird.“ Aber, frage ich Dich, wenn Ihr das wisst, warum regt Ihr Euch nicht, warum duldet Ihr, dass diese Gewalthaber Schritt für Schritt offen und im verborgenen eine Domäne Eures Rechts nach der anderen rauben, bis eines Tages nichts, aber auch gar nichts übrigbleiben wird als ein mechanisiertes Staatsgetriebe, kommandiert von Verbrechern? Ist Euer Geist schon so sehr der Vergewaltigung unterlegen, dass Ihr vergesst, dass es nicht nur Euer Recht, sondern Eure sittliche Pflicht ist, dieses System zu beseitigen?

Wenn aber ein Mensch nicht mehr die Kraft aufbringt, sein Recht zu fordern, dann muss er mit absoluter Notwendigkeit untergehen. Wir würden es verdienen, in alle Welt verstreut zu werden, wie der Staub vor dem Winde, wenn wir uns in dieser zwölften Stunde nicht aufrafften und endlich den Mut aufbrächten, der uns seither gefehlt hat. Verbergt nicht Eure Feigheit unter dem Mantel der Klugheit. Denn mit jedem Tag, da Ihr noch zögert, da Ihr dieser Ausgeburt der Hölle nicht widersteht, wächst Eure Schuld gleich einer parabolischen Kurve höher und immer höher.“

Die Geschwister Scholl waren klar in ihrer Ansage: Ein deutsches Volk, das sich nicht selbstständig von den Nazis befreien kann, verdient es, unterzugehen und wie Staub zerstreut zu werden. Es liegt heute ganz in den Händen des Volkes von Gaza. Wenn sich die Menschen in Gaza nicht selbstständig von den Barbaren, Schlächtern und Mördern, die sich selbst stolz in die Tradition der Nazis stellen, befreien können, kann es für Gaza irgendwann vielleicht die Antwort geben, die es 1944/45 für Dresden, Mannheim und Köln gab.

Der Untergang der Nazis wurde vom deutschen Bundespräsidenten Richard von Weizsäcker später eine Befreiung genannt. Gaza kann ebenso befreit werden. Mit der Hamas aber wird das palästinensische Volk zu Grunde gehen. Deshalb beende ich diesen Beitrag mit einem leicht abgeänderten Flugblatt der Geschwister Scholl:

„Obgleich wir wissen, dass die nationalislamistische Macht militärisch gebrochen werden muß, suchen wir eine Erneuerung des schwerverwundeten palästinensischen Geistes von innen her zu erreichen. Dieser Wiedergeburt muss aber die klare Erkenntnis aller Schuld, die das palästinensische Volk auf sich geladen hat, und ein rücksichtsloser Kampf gegen die Hamas und seine allzuvielen Helfershelfer, Parteimitglieder, usw. vorausgehen. Mit aller Brutalität muss die Kluft zwischen dem besseren Teil des Volkes und allem, was mit dem Nationalislamismus zusammenhängt, aufgerissen werden. Für die Hamas und ihre Anhänger gibt es auf dieser Erde keine Strafe, die ihren Taten gerecht wäre.

Aber aus Liebe zu kommenden Generationen muss nach Beendigung des Krieges ein Exempel statuiert werden, dass niemand auch nur die geringste Lust je verspüren sollte, Ähnliches aufs Neue zu versuchen. Vergesst auch nicht die kleinen Schurken dieses Systems, merkt Euch die Namen, auf dass keiner entkomme! Es soll ihnen nicht gelingen, in letzter Minute noch nach diesen Scheußlichkeiten die Fahne zu wechseln und so zu tun, als ob nichts gewesen wäre!

Wir schweigen nicht, wir sind Euer böses Gewissen; die Weiße Rose lässt Euch keine Ruhe!

Bitte vervielfältigen und weitersenden!

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Wie wäre es mit Gerd Buurmann?

Heute bekam ich von vielen Leserinnen Lesern meines Blogs ungewöhnlich viele empörte Mails, da seit einigen Tagen in großen Zeitungen und Sendern wieder einmal unsäglich viel einseitiges und unausgewogenes über Israel berichtet wird. Immer wieder kommen sogenannte Israelexperten zu Wort. „Israelexperte“ ist jedoch oft nichts anderes als ein Synonym für „Israelkritiker“. Ich bekomme wütende Mails deswegen. Warum?

Ich kann doch auch nichts dafür!

Es liegt nicht an mir, dass an so vielen Orten so einseitig über Israel berichtet wird. Was soll ich denn machen? Menschen wie ich werden gar nicht erst eingeladen. Wir haben keine Lobby. Warum eigentlich nicht.

Es wird Zeit für eine Tapfer im Nirgendwo Lobby!

Darum, meine lieben Leserinnen und Leser, schreiben Sie nicht mir Ihre Kritik, sondern senden Sie die Kritik an die Journalistinnen und Journalisten, die die einseitigen Sendungen produzieren und fordern Sie dort mehr Objektivität ein.

Fordern Sie, dass ich eingeladen werde, um endlich mal eine andere Seite zu hören.

Haben Sie keine Scheu. Werfen Sie meinen Namen ruhig in den Ring.

Ich mache das gerne.

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Geschäfte mit Gangstern

Deutschland macht Geschäfte mit einem frauenverachtenden, judenfeindlichen, schwulenmordenden, klerikal-faschistischen Regime, bestehend aus Nationalislamisten, die alles verfolgen, einkerkern und abschlachten, was eine abweichende Meinung hat.

Lesen Sie den ganzen Artikel auf der Achse des Guten. Hier klicken.

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Alle zwanzig Jahre in Jerusalem

1979 fand der Eurovision Song Contest in Israel statt. Der Austragungsort war Jerusalem. Zwanzig Jahre später, im Jahr 1999, fand der Eurovision Song Contest wieder in Israel statt. Wieder war der Austragungsort Jerusalem. Wieder zwanzig Jahre später wird der Eurovision Song Contest in Israel stattfinden. Diesmal aber empören sich viele darüber, dass der Wettbewerb in Jerusalem stattfinden soll und wittern böse Machenschaften der israelischen Regierung dahinter.

Die Süddeutsche Zeitung schreibt über Jerusalem:

„Diese Stadt steht für das andere Israel, das ausgrenzende, einengende.“

Damals hatte die transsexuelle Künstlerin Dana International den Eurovision Song Contest nach Jerusalem geholt. So eine ausgrenzte, einengende Stadt aber auch. Die Süddeutsche schreibt weiter:

„Dass Netanjahu, der Netta Barzilai als „echten Schatz“ tituliert hat, sogleich Jerusalem als Austragungsort für den nächsten Songcontest ausgerufen hat, zeigt: Er will diese Veranstaltung für seine Zwecke politisch missbrauchen.“

Die Süddeutsche verschweigt, dass es Netta war, die Jerusalem als Austragungsort ausgerufen hatte und zwar bereits als sie den Preis vor einem Millionenpublikum in Empfang nahm und sich mit diesen Worten bedankte:

„Ich bin so glücklich. Vielen Dank, dass Ihr Euch fürs Andersein entschieden habt. Vielen Dank, dass Ihr die Unterschiede akzeptiert! Vielen Dank, dass Ihr die Vielfalt feiert. Ich liebe mein Land! Das nächste Mal ist in Jerusalem“

Netta liebt halt das ausgrenzende und einengende an Jerusalem.

Im Jahr 2019 wird etwas zu einem Problem gemacht, das vor zwanzig und vierzig Jahren kein Problem war. Warum? Weil die Propaganda der Israelhasser bei vielen Deutschen verfangen hat. Die Süddeutsche trägt daran eine Mitschuld, denn ihre tendenziös negative Berichterstattung wenn es um Israel geht, ist bekannt.

Die Süddeutsche Zeitung nimmt es selbst bei einem so harmlosen Thema wie dem Eurovision Song Contest nicht so genau mit Wahrheit. Selbst beim Eurovision Song Contest sorgt die Süddeutsche dafür, dass etwas negatives über Israel geschrieben wird.

Einfach mal nur über Israel berichten, ohne das Land zu kritisieren und zu dämonisieren, geht nicht. Deshalb ist heute ein Problem, was 1999 und 1979 kein Problem war. Da ist eine Propaganda, die unsere Gesellschaft vergiftet hat. Das sollte uns alle erschrecken.

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Nächstes Jahr in Jerusalem!

Sie hat es tatsächlich geschafft!

Avatar von tapferimnirgendwoTapfer im Nirgendwo

Alle Länder haben ihre Lieder für den Eurovision Song Contest 2018 in Lissabon gewählt und für mich steht die Favoritin fest: Netta Barzilai mit dem Lied „Toy“ von Doron Medalie und Stav Bege, die bereits für die erfolgreichen israelischen Beiträge der Jahre 2015 und 2016 verantwortlich waren.

Für Netta Bazilai haben sie einen maßgeschneiderten Song verfasst, eine Elektro-Pop-Nummer, die orientalische Klänge andeutet. „Toy“ ist ein selbstbewusstes Lied der #metoo-Bewegung. Netta Barzilai sagt selbst, dass ihre Performance von der #metoo-Bewegung inspiriert wurde.

Nicht selten wurden und werden Frauen, die selbstbewusst ihre körperliche Selbstbestimmung verteidigen und sexuelle Übergriffe lautstark ansprechen und anprangern als „hysterische Hühner“ beleidigt. Netta Barzilai aber lässt sich nicht beleidigen. Sie macht, was Emanzipationsbewegungen oft gemacht haben: Sie nimmt den Begriff der vermeintlichen Beleidigung und macht daraus eine selbstbewusste Waffe des Stolzes.

So wie sich Homosexuelle einst das Wort „schwul“ zurückeroberten, so bemächtigt sich Netta Barzilai der…

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Das NDR-Magazin Panorama attestiert dem Iran eine „geistig-moralische Überlegenheit“

„Amerika wird von moralisch Verwahrlosten regiert.“

Das erklärt Stefan Buchen in seinem Kommentar für das NDR-Magazin Panorama.

Es ist das Recht eines jeden Menschen, eine Meinung zu haben, möge er nun Journalist oder Straßenkehrer sein. Es ist wichtig, dass jeder Mensch seine Meinung frei äußern kann. Nur so kann man erfahren, wie ein Mensch tickt und wo er steht. Besonders bei einem Journalisten ist es wichtig, die Position zu kennen, denn so kann man bewerten, wie es um seine Objektivität bestellt ist und wie seine Analysen und Berichterstattungen zu bewerten sind.

Stefan Buchen macht keinen Hehl daraus, wo er steht. Er erklärt, Amerika sei moralisch verwahrlost und die Gesellschaft beruhe auf eine „Politik von Wahnsinnigen“. Der Iran hingegen sei viel besser:

„Angesichts der politischen Klasse, die jetzt in Washington regiert, fällt es „dem Mullah“ Hassan Rohani nicht schwer, seine geistig-moralische Überlegenheit zu zeigen.“

Die Wortwahl ist hier besonders wichtig. Der Iran zeigt seine geistig-moralische Überlegenheit. Für Stefan Buchen ist diese Überlegenheit ein Fakt. Er setzt den Begriff der Überlegenheit weder in indirekte Rede noch in direkte Anführungszeichen, was auffällt, denn sein Kommentar wimmelt nur so von Anführungszeichen. Ein Beispiel:

„Die aufdringlich lärmende Rolle der israelischen Regierung kann niemand ignorieren. Trump hat sich in seiner Ausstiegserklärung auf „die Beweise“ berufen, die Premierminister Netanjahu über das iranische Atomprogramm präsentierte.“

Wir fassen zusammen. In einem Kommentar von Panorama wird erklärt:

1. Amerika wird von moralischen Verwahrlosten regiert.
2. Israel spielt eine aufdringlich lärmende Rolle.
3. Der Iran ist geistig und moralisch überlegen.

Es ist gut, dass Panorama diesen Kommentar veröffentlicht, denn nun wissen wir, wie wir die Berichterstattung über Israel beim NDR einsortieren können. Laut Buchen zeugen Irans Drohungen der Vernichtung gegen Israel von einer geistigen und moralischen Überlegenheit, während Israel aufdringlich und lärmend ist, weil es versucht, mit diesem Hass umzugehen, sich gegen Angriffe wehrt und militärische Mobilmachungen des iranischen Regimes ernst nimmt.

Da stört es Stefan Buchen auch nicht, dass im Iran Homosexuelle hingerichtet werden und Frauen geprügelt und eingekerkert werden, wenn sie sich weigern, das Kopftuch zu tragen. Die iranische Regierung tötet und verfolgt Kritiker, Andersdenkende und sogenannte Ketzer. Politische Oppositionelle werden unterdrückt und ermordet. Als moralisch verwahrlost bezeichnet Stefan Buchen all das nicht. Es sind auch keine Wahnsinnige, die im Iran regieren. Nein, all das ist laut Stefan Buchen Ausdruck geistig-moralischer Überlegenheit.

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Deutsches Bier und arabische Fahnen

Am 11. Mai 2018 wurde über Facebook zum heiligen Krieg aufgerufen:

Ungewollter Auslöser für diesen Aufruf war der Bierhersteller Eichbaum aus Mannheim. Eichbaum hatte nämlich im Rahmen der kommenden Fußballweltmeisterschaft der Männer in Russland seine Kronkorken mit den Länderflaggen der teilnehmenden Nationen bedruckt. Darunter befand sich auch die saudi-arabische Flagge, die das islamische Glaubensbekenntnis zeigt, das besagt, dass es keinen Gott außer Allah gibt und Mohammed sei Prophet sei, sowie ein Schwert, das zeigt, wie friedlich dieses Bekenntnis in die Welt getragen werden soll.

Das muslimische Glaubensbekenntnis auf Kronkorken eines Bieres zu sehen, empörte Mitglieder der Religion des Friedens so sehr, dass sie umgehend einen interkulturellen Dialog eröffneten. Über Facebook verbreitete die Gruppe Im Auftrag des Islam:

❌❌ SAKANDAL IN DEUTSCHLAND ❌❌

Zur Info für euch: Die Bier-Brauerei Eichbaum (BRD) verbreitet für die alkoholisierten Fußball-Fans jetzt Kronkorken mit dem islamischen Glaubensbekenntnis !!! Die Firma „Eichbaum“ (Käfertaler Str. 170, 68167 Mannheim) argumentiert diesbezüglich: „Saudi-Arabien“ nimmt an der Fußball-WM 2018 teil und deshalb drucke man die Fahne „Saudi-Arabiens“ (welche die Shahadah enthält) auf die Kronkorken der Bierflaschen – siehe Foto. Unser Kommentar: Das ist ekelhaft und blasphemisch !!! [Falk Nachrichten]

Mit der Fahne Saudi-Arabiens hat man einfach keine Fahne zu haben! Im Auftrag des Islams zeigte mit diesem Aufruf, dass man auch ohne Alkohol lallen kann. „Sakandal“!

Eichbaum selbst nahm das Angebot zu einem Dialog der Kulturen unterwürfig auf und entschuldigte sich prompt:

„Liebe Muslime,

es liegen uns Beschwerden vor, dass Eichbaum Produkte mit arabischem Glaubensbekenntnis auf dem Kronkorken veräußert.

Bei dem Kronkorken handelt es sich um die Flagge von Saudi-Arabien. Seit vielen Jahren druckt Eichbaum zur Fussball-WM die Länderflaggen der teilnehmenden 32 Fussball-Nationen auf die Kronkorken. Da Saudi-Arabien an der WM teilnimmt, haben wir schon aus Gründen der Gleichberechtigung auch deren Flagge abgebildet. Dies ist lediglich ein Zeichen der Freude vor dem bevorstehenden Event. Wir haben kein Interesse an religiösen oder politischen Äusserungen – schon gar nicht über unsere Produkte. Sollten wir Sie unabsichtlich beleidigt haben, bitten wir fömlichst um Entschuldigung. Wir wussten tatsächlich nicht, dass die Schriftzeichen ein Glaubensbekenntnis darstellen. Wir haben lediglich überprüft, ob Flaggen und Teilnehmer korrekt sind. Ich fürchte, wenn wir (mit riesigem Aufwand) die Kronkorken Saudi-Arabiens aus der Produktion entnehmen, werden wiederum viele saudische Fußballfans enttäuscht sein. Außerdem sind bereits etliche Flaschen im Handel und entziehen sich unserem Zugriff. Diese Antwort wird Sie wahrscheinlich nur zum Teil beruhigen und ich kann Ihre Empörung über die Vermischung von Bekenntnis und Alkohol verstehen. Wir werden prüfen, ob wir diesbezüglich noch Optionen zum Handeln haben.

Ich bitte Sie nochmals um Entschuldigung für diese unglückliche Verkettung.

Mit freundlichen Grüßen
Holger Vatter-Schönthal
Marketingleiter“

Der Focus kommentierte diese Entschuldigung mit den Worten:

„Der Bierhersteller Eichbaum aus Mannheim sah sich am vergangenen Mittwoch gezwungen, sich bei seinen muslimischen Kunden zu entschuldigen.“

Es wundert bei dieser Nachricht, dass sich nicht auch gegen Focus ein heftiger Protest richtete, denn die Behauptung, Muslime seien Kunden von Alkohol, ist eigentlich auch blasphemisch und vor allem ein „Sakandal“!

Am 11. Mai 2018 kurz vor 18 Uhr löschte Eichbaum seine Entschuldigung und erklärte:

„Die Diskussion um die saudi-arabischen Kronkorken nahm Formen an, die den Rahmen der freien Meinungsäußerung überschritten. Auf Anraten der Öffentlichkeitsarbeit der Polizei und des zuständigen Staatsschutzes ist es unser Anliegen, weiteren möglichen Beleidigungen vorzubeugen.

Darüber hinaus haben wir entschieden, die weitere Produktion mit den Länderkorken einzustellen. Die bisher an den Handel gelieferte Menge an Flaschen mit saudi-arabischen Konkorken ist niedrig, es handelt sich nur um eine regionale Erstbestückung in geringer Reichweite. Nur jede 171ste Flasche davon trägt den Kronkorken von Saudi-Arabien. Wir sind aktuell dabei, die Paletten im Handel zu sichten und die betroffenen Flaschen auszusortieren. Wir gehen davon aus, dass sich nach dem Wochenende kaum noch Flaschen im Handel befinden.“

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