Gebührenfinanzierte Zensur?

Folgendes ist passiert, es ist unfassbar.

Jeden Monat muss ich 17,50 Euro bezahlen, damit die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten gute Fernsehsendungen für mich einkaufen. Ohne diesen Zwang, so sagen sie, gäbe es kein gutes Fernsehen in Deutschland. Kann ich mir zwar nicht vorstellen, aber sie sagen es.

Diese öffentlich-rechtlichen Sender haben nun eine deutlich sechststellige Summe ausgegeben, um eine Dokumentation über Antisemitismus in Europa einzukaufen. Nachdem sie den Film jedoch gesehen haben, erklären sie, die Dokumentation sei nicht gut genug für mich. Darum schließen sie den Film weg, damit ihn niemand sehen kann. Sie tun dies, weil sie es können. Der Film ist in ihrem Besitz und ohne ihre Erlaubnis kann der Film nicht öffentlich gezeigt werden.

Können wir nicht froh sein, in einem Staat zu leben, der so gut auf uns aufpasst? Hoffentlich kaufen die Sender bald mal wieder einen Film, in dem Israel so richtig schön kritisiert wird, damit wir wieder gutes deutsches Fernsehen mit bösen jüdischen Siedlern sehen können.

Das klingt unglaublich? Genau das ist jedoch geschehen! Arte und der WDR haben die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ von Joachim Schroeder und Sophie Hafner gekauft und entscheiden, die Dokumentation nicht zu senden. Die Aufführungsrechte liegen bei arte und dem WDR. Die Zeitung Le Monde spricht gar von Zensur.

„Arte, un soupçon de censure“ (Le Monde)

„Ein öffentlich-rechtlicher Skandal“ (Tapfer im Nirgendwo)

„A public television debacle“ (Tapfer im Nirgendwo)

„Arte und WDR zeigen eine Dokumentation über Antisemitimus nicht“ (Frankfurter Allgemeine Zeitung)

„Arte verweigert Ausstrahlung“ (Bild)

„Ein Armutszeugnis für arte“ (Lizas Welt)

Eine ganze Reihe international anerkannter Historiker, Politikwissenschaftler und Antisemitismusexperten loben die Dokumentation. Prof. Michael Wolffsohn bezeichnet die Dokumentation als „meisterhaft“, Ahmad Mansour als „großartig und überfällig“ und Götz Aly als „beachtliche und außerordentlich facettenreiche journalistische Leistung.“ Das WDR Social Media-Team aber erklärt:

„Der Film entspricht nicht dem Auftrag von arte, nämlich den „Antisemitismus in Europa“ zu beleuchten. Das behandelt der Film allerdings nur in Teilen. Der WDR kann die Kritik von arte nachvollziehen, da der Film nicht liefert, was beauftragt war.“

Weil der WDR das Geld hat, interessiert es nicht, was Experten sagen. Die öffentlich-rechtlichen Sender haben das Geld des Volkes und deshalb entscheiden sie, was das Volk sehen darf. Es geht schließlich um gutes Fernsehen. Es darf nicht sein, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer über folgende Ereignisse informiert werden:

Am 21. Januar 2006 wurde Ilan Hamimi in Frankreich von einer Gruppe muslimischer Männer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war. Ihm wurde unter anderem bei lebendigem Leibe der Penis abgeschnitten.

Am 19. März 2012 wurden drei Kindern und ein Erwachsener vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem selbsternannten Kämpfer des Islams ermordet, weil sie Juden waren.

Am 24. Mai 2014 wurden zwei Israelis und eine Französin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen.

Im Sommer 2014 wurden auf deutschen Straßen diese Parolen gebrüllt:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“
„Juden ins Gas!“
„Adolf Hitler!“
„Tod den Juden!“

Am 3. Dezember 2014 wurde ein jüdisches Paar in Paris brutal überfallen. Die Angreifer stürmten in die Wohnung und brüllten: „Ihr seid Juden, also seid ihr reich!“ Sie raubten Schmuck und Geld und vergewaltigten die Frau vor den Augen ihres Freundes. Wochen zuvor hatten die selben Täter einen siebzigjährigen Juden verprügelt.

Am 9. Januar 2015 nahm ein selbsternannter Kämpfer des Islamischen Staats in einem jüdischen Supermarkt mehrere Geiseln und tötete vier Juden.

Am 13. November 2015 wurde das Bataclan Theater in Paris Ziel eines Anschlags, bei dem neunzig Menschen ermordet wurden. Das Theater wurde nicht zufällig ausgesucht. Jahrelang hatten die jüdischen Besitzer des Theaters Spendengalas für Israel organisiert. Das Theater wurde seit 2008 massiv bedroht und entging im Jahr 2011 erstmals einem Terroranschlag.

Es darf nicht sein, dass die Zuschauerinnen und Zuschauer erfahren, wie es zu diesen Morden kam, vermutlich weil ein Teil dieser Antworten die Bevölkerung nur verunsichern würde. Im November 2015 hielt der deutsche Innenminister Thomas de Maizière Informationen über terroristischen Hass mit der Begründung zurück, Teile der Antwort könnten die Bevölkerung verunsichern. Im Jahr 2017 übernehmen die öffentlich-rechtlichen Sender diese Logik und kaufen eine Dokumentionen über terroristischen Judenhass auf, damit sie nicht gesendet wird. Sicher ist sicher!

Teile der Antwort sind aber wirklich sehr beunruhigend! Die Dokumentation beschäftigt sich nämlich unter anderem mit der Verbindungen zwischen der deutschnationalen und der palästinensischnationalen Bewegung und legt erstaunliche Parallelen offen. In Zeiten, da der Terror, wie wir ihn von palästinensischen Terroristen kennen, die mit Autos und Lkws in Menschenmengen rasen und wahllos Passanten abstechen, auch in Europa um sich greift, birgt eine Dokumentation, die zeigt, dass dieser Terror von europäischen Organisationen finanziert wird, ungeheuren Zündstoff. Das würde die Bevölkerung wirklich verunsichern!

Die Macher der Dokumentation haben zum Beispiel herausgefunden, dass der Hass auf Juden im Gazastreifen und in der palästinensischen Autonomie durch Gelder aus Deutschland und Europa finanziert wird. Gelder von Brot für die Welt, Misereor und der Europäischen Union werden im 21. Jahrhundert benutzt, um im Nahen Osten Judenhass zu finanzieren. Die Dokumentation zeigt zudem, wie Gelder aus Europa und von den Vereinten Nationen benutzt werden, um arabische Kinder zu missbrauchen, indem sie dazu gezwungen werden, als Schutzschilde zu fungieren.

Die Dokumentation „Auserwählt und Ausgegrenzt – Der Hass auf Juden in Europa“ zeigt in neunzig Minuten den Judenhass Europas, wie er sich in den frühen Zeiten des Christentums verfestigt hat, durch Luther brutalisiert und durch Philosophen, Schriftsteller und Komponisten in Europa gerechtfertigt wurde und schließlich von den Nazis zur industriellen Massenvernichtung von Menschen gemacht wurde. Die Dokumentation zeigt ferner, wie dieser Hass in die arabische Welt exportiert wurde und heute nach Europa zurückkehrt und zwar in Form einer brutalen und durch europäische Organisationen finanzierten Kritik an Israel, die sogar vor Verfolgung und Mord nicht mehr zurückschreckt. Nachdem man die Dokumentation gesehen hat, versteht man die letzten Sätze der Dokumentation:

„Niemals, ich bin überzeugt, niemals wären die Araber in Frankreich den Juden gegenüber gewalttätig geworden, hätte man sie nicht überzeugt, dass es ihre Pflicht ist, sich mit ihren Glaubensbrüdern in Palästina solidarisch zu zeigen. Sie hätten das sonst nie gemacht. Aber man hat ihnen eingeredet, dass das notwendig ist und da ein Teil derer, die Macht haben, sich so etwas erlaubt haben, hat das für sie die Attacken gerechtfertigt und sie unterstützt.“

Die Leute, die diesen Menschen den Hass eingeredet haben, sind Menschen aus Europa, Christen von „Brot für die Welt“ und „Misereor“, linke und rechte Aktivisten, Politiker der Europäischen Union, aber auch Journalisten und Redakteure der öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten. Die Dokumentation macht deutlich, dass die bisherige Art, wie die öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalten über Israel berichtet haben, in einer Form einseitig und unausgewogen war, dass dadurch judenfeindliche Ressentiments geschürt wurden. Die lange Liste der Verfehlung öffentlich-rechtlicher Berichterstattung über Israel hat ebenfalls Tapfer im Nirgendwo in dem Artikel „Ich klage an“ dokumentiert.

Hier wird es besonders pikant: Ein öffentlich-rechtlicher Sender kauft eine Dokumentation über Antisemitismus in Europa, in der deutlich wird, dass die Art der Berichterstattung über Israel auch durch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mitverantwortlich ist an dem explodierenden Judenhass, um diese Dokumentation dann wegzusperren. Das lässt vermuten, dass hier aus Befangenheit geschwiegen und verheimlicht wird und alles unter öffentlich-rechtlicher Hand.

Dieser Skandal ist so groß, dass ich alle Leserinnen und Leser bitte, bei dieser Aktion mitzumachen:

„Aufforderung an arte und WDR“

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47 Antworten zu Gebührenfinanzierte Zensur?

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  4. Paul schreibt:

    Das ist ungeheuerlich.
    Mit unseren Gebühren wird ein Film gekauft, der dann, weil er die Anforderungen des Senders nicht erfüllt, nicht gesendet wird. Haben die Käufer des Films das nicht vor dem Kauf gemerkt? Habe sie sich den Film nicht angesehen? Dann sollte man sie schadensersatzpflichtig machen.

    Da ich nicht davon ausgehe, steht für mich fest, dass der Film gekauft wurde, um ihn vom Markt zu nehmen – um seine Ausstrahlung unmöglich zu machen.
    Gibt es denn keine Möglichkeit die Sender zu zwingen den Film durch Weiterverkauf frei zu geben?

    Paul

    • Aristobulus schreibt:

      Wie wollen Sie eine juristische Person zum Verkauf eines Stücks Besitzes zwingen?

      Wer die Macht hat, der hat sie, und der lässt sich allenfalls durch eine Abteilung Kavallerie zwingen. Das sollten Sie aus der DDR gut kennen.

    • klartext77 schreibt:

      So, wie Sie es schildern, ist es nicht. Ich komme aus der Medienbranche, daher in Eile kurz folgende Klarstellung zum Verfahren in solchen Fällen:
      Freie Autoren schlagen ein Thema (Projekt) vor, Sender akzeptiert (oder lehnt ab), gibt ganz oder teilweise ein Etat zur Realisierung und sichert sich vertraglich die Rechte an dem Werk. Nach Fertigstellung wird entschieden, ob der Beitrag (im vorliegenden Fall ein ganzer Film) dem entspricht, was vereinbart wurde (zudem bekommen die Autoren das Honorar für ihre Arbeit). Die Frage, ob das Werk auftrags- und vertragsgemäß geworden ist oder nicht, ist hier nun strittig.
      Natürlich kann der Sender als Auftrag- und Geldgeber beschließen, einen Film nicht zu senden, weil er der Meinung ist, dass das Ergebnis nicht den Absprachen und Anforderungen entspricht. Im vorliegenden Fall ist es aber leicht erkennbar eine durchsichtige Ausrede, weil externe Fachleute, die den Film gesehen haben, die Doku positiv beurteilen. Reicht den Sendern das immer noch nicht aus, könnten Sie den Film trotzdem ausstrahlen und danach z. B. eine Studiodiskussion veranstalten. Wird in ähnlichen Fällen immer wieder so gemacht.
      Also: Hier wurde nichts mit Gebühregeld gekauft, um es vom Markt zu nehmen (bitte keine Verschwörungstheorien). Vielmehr versuchen ARTE und WDR arg kurzsichtig, die Ausstrahlung eines Films zu verhindern, der erkennbar nicht in ihr Weltbild paßt. Das wiegt schwer genug und ist m. E. sogar aus der Sicht der Sender einfach nur dämlich. Der gesamte Vorgang ist ein neuer anschaulicher Beleg dafür, wie manipulativ viele Medien agieren, statt den Leuten die Möglichkeit zu geben, sich ein eigenes Urteil zu bilden.

      • Paul schreibt:

        Danke klartext77,
        Sie haben den richtigen Nick.
        Das habe ich nicht gewusst. Danke für diese Klarstellung.

        Ich kann verstehen, dass die Sender einen in Auftrag gegebenen Film nicht senden, weil er seiner Intention nicht entspricht. In diesem Fall lässt das natürlich tief blicken und sollte im öffentlich rechtlichen Bereich nicht möglich sein.

        Die Sender könnte den Film doch wenigstens, um den finanziellen Schaden auszugleichen, auf dem freien Markt anbieten. Der Film muss doch deshalb nicht weggeschlossen werden. Oder gibt es keinen Sender in Deutschland, der den Film kaufen möchte? Das wäre natürlich doppelt traurig.

        Herzlich, Paul

      • A.mOr schreibt:

        @klartext77:
        „Hier wurde nichts mit Gebühregeld gekauft, um es vom Markt zu nehmen (bitte keine Verschwörungstheorien).“

        Das ist doch keine „Verschwörungstheorie“. (??)
        Diese Sender werden gebührenfinanziert, Fakt oder nicht?

        Zum Rest des Beitrags Zustimmung, besonders relevant beurteile ich die „qualifizierten Stimmen von außen“, die den Film als gelungen und wichtig für die Öffentlichkeit betrachten.

        Ansonsten wiederhole ich @Pauls Worte:
        „Ich kann verstehen, dass die Sender einen in Auftrag gegebenen Film nicht senden, weil er seiner Intention nicht entspricht. In diesem Fall lässt das natürlich tief blicken…“
        (Hervorhebung von mir.)

      • Aristobulus schreibt:

        Klartext, „Hier wurde nichts mit Gebührengeld gekauft, um es vom Markt zu nehmen…“

        Ob es möglicherweise doch so gewesen sei oder nicht, muss man auf zweierlei Weise ansehen:
        -Ob jemand in der Tat durch GEZ-Geld den Film einfach verschwinden ließ (nicht vom Markt genommen, er ist ja nicht auf dem Markt, sondern er gehört dem Sender, der hat ihn herstellen lassen). Ob das so geplant worden sei!, oder ob nicht, oder ob anders, werden wir nicht klären können 😉 , wir wissen es nicht.

        -Auf das Resultat kommt es an. Faktisch hat der Sender den Film drehen lassen, hat ihn bezahlt, und seitdem liegt er dorten im Giftschrank. Er ist also verschwunden. Das Ergebnis ist so, als hätte der Sender in der Tat geplant, den Film durch GEZ-Geld verschwinden lassen.

        ‚Ne Bemerkung: Warum etwas durch Dummheit erklären, was durch Böswilligkit hinreichend erklärt wird?

        Frage, also meine, wäre, ob ein konkurrenzloser, automatisch sich finanzierender Staatsbetrieb es sich trotzdem leisten kann, ganze 165 000 Euro einzusetzen, um einen Dokumentarfilm verschwinden zu lassen, weil dessen Inhalt ihm nicht passt. Ob derlei da so üblich ist. Oder ob da sowas überhaupt geht.
        In jedem sonstigen Normalbetrieb geht sowas ja nicht.

  5. aurorula a. schreibt:

    Biite, Herr Buurmann,
    starten Sie eine Onlinepetition (z.B. über Portale wie change.org ), um em WDR-/arte-Intendanten eine Wagenladung Unterschriften von Leuten die den Film sehen wollen vor die Füße zu kippen.

    Das Problem wenn ich das mache ist, online wie offline kennen mich vielleicht zehn Leute – das floppt eher. TiN und KGB kennen dann doch „ein paar mehr“.

    Vielleicht hilfts ja.
    (Dreißigtausend Leute zusammenzubekommen um das krautzufanden – mit der ursprünglichen orthografie hat die Schreifaltung ein Problem – den Film dem WDR abzukaufen ist dann doch eher was für achgut oder jemand ähnlichen)

  6. bergstein schreibt:

    Das Einzige was beruhigt, unsere öffentlich-rechtlichen Fernsehsender sind nicht allein. Auch CNN ist vorne mit dabei. So sieht das Fernsehen von heute aus: https://www.youtube.com/watch?v=q9AEy_xoxYE

    • klartext77 schreibt:

      Hier wird’s noch deutlicher: https://justpaste.it/17jbl

      • Aristobulus schreibt:

        Hier die Szene, in der die lieben Neger mitsamt Negerkinderchen da hingestellt werden, wo Massa sie haben will, manchmal mit einem sanften Schubs (das brauchen die) und fein ausgerüstet mit Massas bunten Schildern, damit sie die Anti-Pro-Massas woanders zu Tränen rühren und zeigen, dass sie nicht alle Menschenfresser sind, sondern dass ein paar Menschenfresser glattweg auf Massas Seite sind:

        • klartext77 schreibt:

          Fairerweise und der Vollständigkeit halber will ich darauf hinweisen, dass CNN die Vorwürfe bestreitet:
          CNN denies staging pro-Muslim shot after London terror
          http://www.foxnews.com/entertainment/2017/06/05/cnn-denies-staging-pro-muslim-shot-after-london-terror-attack.html
          Die FAZ spricht von „fake news“:
          Fake News zu London-Terror
          „Statisten mit traditionell islamischer Kleidung“
          Nach dem London-Anschlag säen rechte Blogger und die AfD Zwietracht. Sie unterstellen dem Sender CNN, er habe den Protest von Muslimen gegen den Terror erfunden. Der Vorwurf ist Fake News pur.
          http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/medien/fake-news-nach-dem-terror-in-london-15047725.html
          Aus eigener Erfahrung mit Medien kann ich bestätigen, dass Kamera-Leute und Fotografen handelnden Leuten immer wieder mal sagen bzw. zeigen, wie die sich zu stellen haben, um sie überhaupt ins Bild zu bekommen. Das allein beweist also nicht, dass CNN die Sache inszeniert hat. Für jemanden, der nicht dabei war, bleibt nur dass Fazit, dass da Aussage gegen Aussage steht und es für Unbeteiligte schwer ist, den Vorgang einzuschätzen. Es gibt inzwischen so viele Fälle erwiesener Manipulation seitens der Medien, dass man geneigt ist, die einschlägigen Vorwürfe auch dann zu glauben, wenn sie vielleicht nicht zutreffen.

          • Aristobulus schreibt:

            Laut von CNN noch zu bestätigenden Gerüchten wird Ayyub B., Sozialhilfeempfänger und Imam aus London, die 50 Pfund Handgeld, die er von CNN für seine Rolle im Londoner Straßentheater erhalten hat (25 Pfund für seine Erstfrau Khoulud und 25 Pfund für seine Zweitfrau Fatima gebühren ihm als Familienoberhaupt) … wird er seine 100 Pfund für den Kauf einer besonders großen und schweren handgeschriebene Pracht-Neuausgabe des Korans verwenden.
            So Imam Ayyub B.:
            „Ya know, holy Qurr’an says, ya can beat your wives wiss stick, or ya can beat zem with Qurr’an, or ya can beat zem to death. I do it wiss ze book and by ze book!, Insh’allah.“

          • nachgeforscht cwem schreibt:

            Tut mir leid, aber das hier ist ganz klar eine gestellte Szene! Scheinwerfer, Poteste für die Kameras und die Protagonisten, eine Reporterin die so tut, als ob sie die Gruppe zufällig entdeckt hätten… – das ist kein seriöser Journalismus!

            Wenn ich als Kameramann irgendwo hinkomme, Demo ect. dann filme ich das, was ich sehe und so wie die Demonstranten gerade stehen und sage ihnen nicht erst wohin sie sich zu stellen haben, damit ich besser filmen oder fotografieren kann… – sonst wäre alles sehr unglaubwürdig…
            Cwemosch

          • Aristobulus schreibt:

            Klar.
            Und was tun die an der Ecke „57 Southwalk Street“?, das ist nichtmal in der Nähe der London Bridge. Beschissen inszeniert.

          • bergstein schreibt:

            Wir haben hier einen klassischen Fall. Er eignet sich hervorragend um die Arbeit unserer Medien zu verdeutlichen.

            Da laufen Menschen durch Dresden schreien laut „Lügenpresse“. Die Medienvertreter sind dann außer sich, diejenigen, die da laufen, seinen doch alle „rechte Spinner“ und man verbreite doch keine Lügen. Der Vorwurf der Medienvertreter lautet jedoch eigentlich, ihr seid zu dumm zu verstehen was eigentlich geschieht, wir lügen doch nicht wir manipulieren bloß.

            Unterstellt mal es war eine echte Kundgebung. Dann wäre der Bericht der CNN erst mal in-soweit keine Lüge. Doch zwischen dem Fernsehbild, was der CNN- Zuschauer sieht und dem Bild von der Seite liegen Welten. Ob man es anschließend als Manipulation oder als Fake News oder als Lüge (und zwar ausgehend davon, dass manipulierte Darstellung bzw. halbe Wahrheit, ebenfalls Lüge ist) bezeichnet, ist im Ergebnis irrelevant. Der Sinn und Zweck der Berichterstattung ist die Erstattung von Bericht, also schlichte Wiedergabe des Geschehens. Das was hier CNN macht ist eine Inszenierung der Wirklichkeit und zwar völlig unabhängig davon, ob die Demonstranten echt sind.

          • Aristobulus schreibt:

            … seien wir mal optimistisch, nett und wohlmeinend (hach!) und unterstellen, dass CNN da wirklich eine kleine Demonstrantengruppe getroffen hat.
            Ja?, also gesetzt den Fall, sie haben. Also dass beide haben, die Demonstranten haben demonstriert, und CNN hat ßienennisiert.

            Was dabei herauskam, war eine absolute Totalinszenierung durch CNN, so oder so.

            Analog haargenau so, als ob ein ein Theaterregisseur sich eine Demonstrantengruppe von der Straße ins Theater holt, ihnen ordentliche Transparente gibt und sie nett auf der Bühne postiert, damit sie da nochmal spielen, was sie draußen vielleicht gemacht haben, oder vielleicht anders gemacht haben, oder vielleicht gar nicht gemacht haben.
            Auf der Bühne: Als ob.

        • Gutartiges Geschwulst schreibt:

          Ehrlich gesagt bin ich mir keineswegs sicher, ob der CNN-Bericht wirklich ein Fake ist. Es gibt sowohl Anhaltspunkte die dafür als auch solche, die dagegen sprechen. DAGEGEN spricht die geringe Anzahl der Demonstranten. Es ist eher unwahrscheinlch, dass mit solchem Aufwand ein Fake inszeniert, gleichzeitig jedoch an der Komparserie gespart wird. Die Bildausschnitte in dem CNN-Bericht sind auch nicht so gewählt, dass sie eine größere Teilnehmermenge vortäuschen:

          Was wiederum FÜR eine Manipulation spricht, ist das enorme Materialaufgebot, welches für eine solche Reportage völlig unüblich ist. Kamerateams, die Demonstrationen filmen, müssen mobil bleiben, weshalb sie beispielsweise keine festen Scheinwerfer aufstellen, sondern die Lichtaufsätze der Kameras verwenden. Hingegen zeigt dieses Video

          fest aufgestellte Lichtwannen, Spotlights, Mikrofone, Monitore, mindestens drei feste Kameras, in der Reichweite beschränkte Kabeltrommeln u.s.w., was die Hoffnung nicht gerade amortisiert, dass zufällig ein paar islamische Demonstranten vorbeikommen.

          • Aristobulus schreibt:

            Genaugenau, Gutartiges.

            Und:
            -Was machen die da überhaupt auf der leergefegten Straße? Die Southwalk Street ist für gewöhnlich ene Hauptverkehrsstraße, war sie gesperrt?, und wo sind die Fußgänger?
            -Wieso sind da so wenige „Demonstranten“, aus welcher Moschee hamse die geholt?
            -Woher haben die ihre perfekt gestalteten, rührenden, offenbar mit großen Druckern ausgedruckten Transparente?
            Usf.

          • Gutartiges Geschwulst schreibt:

            @Ari: „Woher haben die ihre perfekt gestalteten, rührenden, offenbar mit großen Druckern ausgedruckten Transparente?“

            Gibt es nicht genügend Gründe, diese Transparente vorrätig zu haben?

          • Aristobulus schreibt:

            CNN kann sowas im Film-Mobilauto ganz schnell mal ausdrucken, sogar das vermeintliche Gegenteil (was ganz Schwarzes mit verschlungenen weißen Säbelzeichen drauf) können die mit Kusshand 😉

  7. klartext77 schreibt:

    Alles im (links)grünen Bereich: Die europäischen Medien setzen ihren heldenhaften Kampf gegen Juden und Israel mit allen Mitteln fort. Im blinden Eifer merken sie nicht einmal, dass sie sich mit der von Arroganz und Machtmissbrauch geprägten Zensur ins eigene „Fleisch“ schneiden. Einerseits gerät die Zwangsfinanzierung der öff.-rechtlichen Sender mal wieder in Frage und andererseits ist die verweigerte Ausstrahlung die beste Werbung für den Film. Früher oder später wird man ihn doch zu sehen bekommen und die Doku wird allein schon wegen der irren Begleitumstände sicher mehr Zuschauer finden als wenn sie irgendwo im Nachtprogramm „versendet“ worden wäre. Also: Ein dickes Dankeschön an ARTE und WDR für die kostenlose PR. Ihr seid richtig klasse, Jungs und Mädels; reif für den antisemitischen Orden des Jahres!

    • Daniel Marien schreibt:

      Wenn Sie sich da mal nicht irren, wenn Sie meinen, dass „Linksgrün“ (was auch immer das sein mag) über diese Entscheidung der beinden Sender jubelt. Ich als waschechter Grüner nenne es einen Skandal, dass diese wichtige Dokumentation nicht ausgestrahlt wird. Es obliegt zwar den Sendern, ob sie etwas senden oder nicht – hier zeigt sich jedoch, wie sehr dieses liebgewonnene grundfalsche Bild von Israel sowie wahrscheinlich auch die Befürchtung, dass eine Ausstrahlung zu heftigen Protesten aus verschiedenen Richtungen führen könnte, die Entscheidung von Arte und dem WDR beeinflusst haben. Eigentlich ist es ein „gelungenes“ Beispiel, wie moderner Antisemitismus wirkt.

      • A.mOr schreibt:

        @Daniel Marien:
        „Eigentlich ist es ein „gelungenes“ Beispiel, wie moderner Antisemitismus wirkt.“

        Das, kann man sagen, so wie so.
        Guter Hinweis, auch das.

        „Es obliegt zwar den Sendern, ob sie etwas senden oder nicht…“

        Wenn sie es von ihrem selbst erwirtschafteten Geld finanziert hätten.
        Sie haben es jedoch über das Geld der Bürger „zwangsfinanzieren“ lassen, deshalb liegt die Sache anders.

        Jedoch und letztlich spielen WDR und ARTE die dumpfen Halunken („Bully’s“) vom Schulhof, die sich einfach das Butterbrot vom Mitschüler rauben und den Protest des Beraubten mit Faustschlägen (bzw., der Androhung solcher) ersticken.

        • Daniel Marien schreibt:

          „Wenn sie es von ihrem selbst erwirtschafteten Geld finanziert hätten.
          Sie haben es jedoch über das Geld der Bürger „zwangsfinanzieren“ lassen, deshalb liegt die Sache anders.“

          Die Sache ist diese: Wenn man berücksichtigt, dass so einige gebührenfinanzierte Arbeiten nicht veröffentlicht werden und keiner sich darüber aufregt, ist das ein eher schwächeres Argument.
          Bei diesem Thema liegt die Sache jedoch tatsächlich anders. Da sehe ich absolut die unbedingte Pflicht, v. a. öffentlich-rechtlicher Sender, Dokumentationen wie diese zu senden. Dumm nur, dass die Quintessenz der Dokumentation den Auftraggebern nicht so richtig ins Konzept und/oder Weltbild passte. „Ausgewogenere“ (sprich: palästinenserfreundliche) Berichte über Israel hätten da wohl eine ungleich größere Chance auf Ausstrahlung gehabt. Da sind Arte und der WDR wohl in ihre eigene Antisemitismusfalle getappt.

          • A.mOr schreibt:

            @Daniel Marien:
            „Die Sache ist diese: Wenn man berücksichtigt, dass so einige gebührenfinanzierte Arbeiten nicht veröffentlicht werden und keiner sich darüber aufregt, ist das ein eher schwächeres Argument.“

            In diesem Fall gibt es seriöse Beurteilung des Films von außen (etwa durch die Historiker Michael Wolffsohn und Götz Aly, und auch Gerd Buurmann hier beurteilt den Film als sehenswert, bzw., wichtig) die man angesichts der tiefgreifenden Thematik dann auch ernst nehmen sollte.

            (Denn) Darüber hinaus geht es um ein Thema des öffentlichen Interesses. Der Antisemitismus ist nachweislich in den Ländern der Aufklärung auf dem Vormarsch, die Menschen „müssen“ informiert werden. Es geht auch um ihr Wohl, uuU. auch um ihr nacktes Leben, denn solcher Wahn ist sehr gefährlich…

            „schwächeres Argument“ gefällt mir, paßt gut zu meinem Schulhof-Beispiel. 😉

    • Aristobulus schreibt:

      Wetten, Klartext, dass arte & WDR nur darauf warten zu behaupten, dass sie „von der Judenlobby gezwungen“ worden sein werden.

      • klartext77 schreibt:

        Gut möglich, aber auch dann haben sie ungewollt viel PR für den Film geleistet. Die Sache ist in mehrfacher Hinsicht ein Skandal, und wenn man sich einmal in die Position der beiden Sender versetzt, dann bleibt nur die Frage: Wie kann man nur so unendlich dumm sein? Manipulations- und Zensur-Eifer frißt Hirn.

        • Aristobulus schreibt:

          Hmja, Klartext, aber Sie oder ich sind nicht das Zielpublikum, nicht?
          Zielpublikum ist, wer glaubt, dass „die Judenlobby“ dies und das, und dass es ‚mutig‘ sei, grad vom Staatsfernsehen!, gegen die Judenlobby zu sein. Dieses Zielpublikum wird es so sehen, ob ganz von allein oder mit ein wenig gezielter Nachhilfe.

          • klartext77 schreibt:

            Das ist leider wahr, gleichwohl könnte die ungewollte PR auch Zuschauer „anlocken“, die sich sonst nicht für das Thema interessieren. Ich wollte ja auch nur darauf hinweisen, dass die beiden Sender mit ihrem unsäglichen Verhalten sich auch selbst schaden.

          • Aristobulus schreibt:

            Darin sind Sie Optimist, Klartext 🙂 , das schätze ich.
            Jedoch nochmal, wer sieht das Verhalten der beiden Sender als unsäglich: Nicht jene, die von den Sendern gezielt beschallt werden. Durch die unsägliche Ablehnung des Films haben die Sender bloß das getan, was sie ja immer tun, mit Billigung derer, die nichts dagegen einzuwenden haben.

            Jedoch freilich könnten durch den Wind, den’s gemacht hat, jetzt Unbeteiligte angelockt werden, die sich noch keine Meinung gebildet hatten. Da haben Sie wohl Recht.
            -Bloß (jetzt wieder pessimistisch): Jeder, also wirklich jeder, wird staatsoffiziellermaßen seit Jahrzehnten mit Antiisrael-Antiisrael beschallt. Unbeteiligung grad bei dem Thema bedeutet allermeist Zustimmung zu den herrschenden Verhältnissen, nicht?

          • aurorula a. schreibt:

            Na dann, gute Nacht (und viel Glück).

            Sorry, der „Good night and good luck“ mußte einfach irgendwann; bei dem Thema.
            Gehe aber auch bald schlafen – denn also wirklich allen Gute Nacht 🙂

          • Aristobulus schreibt:

            🙂
            Nacht, a gutte.

  8. Eliyah schreibt:

    Es ist keine direkte Zensur, aber indirekte durchaus, da ein Filmemacher, der seinen Lebensunterhalt verdienen muss, wohl in Zukunft die Finger von dem Thema lassen wird. Sagt auch meine Frau:

    • A.mOr schreibt:

      Danke euch beiden.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Eliyah: „Es ist keine direkte Zensur, aber indirekte durchaus, da ein Filmemacher, der seinen Lebensunterhalt verdienen muss, wohl in Zukunft die Finger von dem Thema lassen wird.“

      Nicht nur das. Vor allem wird der Sender in Zukunft die Finger von dem Filmemacher lassen.

  9. A.mOr schreibt:

    Aus dem Artikel:

    „Hier wird es besonders pikant: Ein öffentlich-rechtlicher Sender kauft eine Dokumentation über Antisemitismus in Europa, in der deutlich wird, dass die Art der Berichterstattung über Israel auch durch die öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten mitverantwortlich ist an dem explodierenden Judenhass, um diese Dokumentation dann wegzusperren. Das lässt vermuten, dass hier aus Befangenheit geschwiegen und verheimlicht wird und alles unter öffentlich-rechtlicher Hand.“

    Mehr, denke ich, braucht man dazu auch nicht sagen.
    Daß das Ganze einen „ungeahnt“ langen Rattenschwanz hat sollten sich alle sehr klar machen, bzw., ist den meisten wohl schon klar.

    Auch ganz klar: es muß die Veröffentlichung dieses Filmes gefordert werden.
    Die Macht diesen Film „wegzukaufen“ (gebührenfinanzierte Zensur) ist von den Bürgern quasi erpreßt worden. (Analog, mal ein schräger Vergleich?, treiben Terroristenbanden bei der Bevölkerung vor Ort „Schutzgelder“ ein. Auch eine Art von „Steuer“, ja nach Betrachtungsweise.)
    Eigentlich gehört dieser Film den Bürgern, denn von ihrem Geld wurde er gekauft.

    Somit die Diskussion um die Rechtmäßigkeit des „zwangsbezahlten Rundfunks“ (~Volksmund) sollte damit erneut befeuert sein. Was sich höhnisch anmutend (auch doppeldeutig umso höhnischer) „Demokratie-Abgabe“* nennt ist ein Anschlag gegen die Demokratie; ~“Abgabe, Aufgabe, Weggabe…“.
    Und die verhandelte Sache hier nur ein weiterer Beleg dafür.

    Danke Gerd.

    (*Demokratie-Abgabe,
    vgl.
    Im Dezember 2012 bezeichnete er [Anm.: Jörg Schönenborn] den Rundfunkbeitrag des öffentlich-rechtlichen Fernsehens als „Demokratie-Abgabe“ und löste damit bundesweit eine heftige Debatte aus.
    Quelle: https://www.heise.de/newsticker/meldung/Keine-Zwangsabgabe-sondern-gesellschaftliche-Solidaritaet-und-Demokratie-Abgabe-1775130.html)

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