Marco Gilbers – Ein Nachruf

Für Marco (13. Juli 1980 – 30. März 2017)

Die Lesung und Rede zu seiner Beerdigung am 4. April 2017:

„Der HERR ist mein Hirte,
mir wird es an nichts mangeln.
Er weidet mich auf einer grünen Aue
und führet mich zum frischen Wasser.

Er erquicket meine Seele.
Er führet mich auf gerechter Straße
um seines Namens willen.

Und ob ich schon wanderte im finstern Tal,
fürchte ich kein Unglück;
denn du bist bei mir,
dein Stock und Stab trösten mich.

Du bereitest vor mir einen Tisch
im Angesicht meiner Feinde.
Du salbst mein Haupt mit Öl
und schenkest mir voll ein.

Gutes und Barmherzigkeit
werden mir folgen mein Leben lang,
und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.“

Psalm 23. Ein wunderschöner Psalm. Meine Mutter kann ihn auswendig. Heute aber denke ich auch an den Psalm, der direkt vor dem 23. Psalm steht, Psalm 22. Er beginnt mit den Worten:

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen, bist fern meinem Schreien, den Worten meiner Klage?“

Nach den Evangelien des Markus und des Matthäus sollen es die letzten Worte von Jesus am Kreuz gewesen sein:

„Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen.“

Ich glaube, diese beiden Psalmen stehen aus gutem Grund hintereinander. Der eine Psalm behandelt den Zweifel, der andere den Glauben. Zweifel und Glauben, zwei Haltungen, die meine Seele zerreißen, besonders heute, da wir den viel zu frühen Tod von Marco betrauern. Wer zweifelt da nicht? Das ist viel zu früh! Das ist nicht richtig! Das ist falsch. Das Gegenteil von richtig. Falsch!

Ich erinnere mich an das Gespräch, das Marco und ich führten, nach der Beerdigung seiner Mutter, vor dem Friedhof in Erika. Marco fragte mich:

„Was passiert eigentlich mit mir, wenn ich tot bin. Ich bin ja nicht mehr in der Kirche.“

Ich sagte: „Marco, wenn Du vor mir gehen solltest, dann werden wir schon dafür sorgen, dass Du eine anständige Party bekommst.“

Es war das erste Mal, dass ich mit Marco über seinen möglichen, viel zu frühen Tod sprach.

Später fuhren Marco und ich durch Haren. Wir besuchten die Mersmühle, sprachen mit wildfremden Menschen, lachten und alberten. Auf der Emsbrücke spielten wir die letzte Szene aus „Ist das Leben nicht schön“ nach. Ihr kennt die Szene vielleicht. Da wo James Stewart auf der Brücke steht und betet:

„Clarence, Clarence, hilf mir! Ich will nicht mehr. Gib mir mein Leben zurück, so wie es war. Bitte, gib mir mein Leben wieder. Ich will wieder leben.“

Marco filmte die ganze Szene mit meiner Handykamera. Er stand mitten auf der Brücke und blockierte den Verkehr. Die Leute hinter ihm haben geklingelt und gehupt. Wir fanden es lustig.

Wir haben in der Zeit viel miteinander geredet, mehr als sonst. Marco erzählte mir Einiges, was ich nicht wusste. Als ich ihn fragte, warum er mir all die Dinge nicht schon viel früher erzählt hatte, sagte er nur: „Du hast mich ja nie gefragt!“

Stimmt, ich hatte ihn nie gefragt. Und es gibt noch so viele Dinge, die ich ihn noch fragen möchte.

Marco war ein Mann der wenigen Worte. Aber wenn er gefragt wurde, war er da. Marco war kein Mann der großen Gesten.

Michael, vor ein paar Tagen habe ich Dich gefragt, was Du an Marco geliebt hast. Deine Antwort war so einfach wie wunderbar. Du sagtest:

„Ich mochte an Marco die kleinen Dinge. Zum Beispiel, wie er so locker aus der Hüfte winken konnte. Und sein Grinsen. Er brauchte eigentlich nur seine Freunde, einen guten Metal Song und was zu trinken, um glücklich zu sein. Dann sah er, dass die Leute sich liebhaben und war selig.“

Marco und ich haben auch viel über Gott gesprochen und über den Tod. Da war viel Zweifel, ein wenig Glauben und natürlich die Angst. Angst hat Marco jetzt nicht mehr. Sarah, Du hast so schön gesagt:

„Bestimmt ist er jetzt im Himmel mit Erika und baut mit ihr zusammen eine Blockhütte und stellt den Cognac kalt, damit wir was haben, wo wir feiern können, wenn wir kommen.“

Obwohl, Sarah, solange hat Marco gar nicht gewartet. Er hat uns schon viel früher zusammengebracht. Was Marco in der Zeit seines Sterbens für uns gemacht hat, ist ein unfassbar großes Geschenk. Er brachte uns in den letzten Wochen seines Lebens alle zusammen. Wir saßen bei ihm, wir redeten, wir weinten, wir lachten, wir erzählten, erinnerten uns und wir lebten. Ja, wir saugten alles auf. Das Leben!

So merkwürdig es klingt, aber die letzten Tage mit Marco waren eine wunderschöne Zeit. Er brachte uns alle zusammen. Manchmal platze der Raum aus allen Nähten.

Ich werde die Stunden mit Marco vermissen. Immer wenn wir uns trennten, waren wir zwar kein Fünkchen schlauer, ob es einen Gott gibt oder nicht, aber wir hatten eine schöne Zeit zusammen verbracht und wie singen wir Christen?

„Wo zwei oder drei in meinem Namen versammelt sind, da bin ich mitten unter ihnen!“

Ich will Euch nichts vormachen, Marco war ein Zweifler. Ein stiller Zweifler. Aber gerade deshalb war er auch ein guter Zuhörer. Und er half, wo er nur konnte. Er war ein guter Mensch, ganz nach dem Motto aller Zweifler: „Wenn ich es nicht tue, wer dann?“

Mir hat mal ein Rabbi erklärt, Gott lässt nur deshalb den Gotteszweifel und den Atheismus beim Menschen zu, damit die Menschen sich nicht allzu sicher sind, dass es ihn gibt; damit sie sich nicht zu sehr auf ihn verlassen und selber tätig werden und was Gutes tun. Ein schöner Gedanke. Marco war so ein Zweifler. Deshalb war er für seine Freunde und für seine Familie da, bedingungslos. Michael hat mal gesagt:

„Wenn ich Marco sagen würde, ich muss einmal durch die Hölle und wieder zurück, dann würde Marco sagen: ‚Okay, wann?'“

Der Philosoph Emanuel Levinas hat mal gesagt: „Im Antlitz des anderen, erkennst Du Gott.“ In Marcos Gesicht konnte man viel Göttliches sehen. Zwei Tage nach Marcos Tod schrieb Diana in unserem Cousin- & Cousinen-Chat:

„Ich muss euch was erzählen. Sitze mit dem Kleinen in der Küche. Der Kleine sitzt im Buggy und schaut nach oben, ist am Lachen und Spielen mit seinen Händen. Da hab ich ihm das Foto von Marco gezeigt und er war am Lachen und Quietschen und sobald ich das weg getan habe, war er am Jammern. Hab ich ihm das Foto wieder gezeigt und er war am Lachen.“

Heike, Diana, Ines, Sarah, Miriam, Michael, Carsten, Christian, Tobias und Simon, jetzt sind wir nur noch elf.

Marco wusste nicht, ob es Gott gibt. Auch ich weiß es nicht. Aber eins weiß ich ganz sicher. Ich weiß es ohne den geringsten Zweifel: Marco hat es gegeben! Marco lebte. Er lebte, um unser Leben schöner, reicher und lebenswerter zu machen. Oh wie traurig wäre diese Welt, hätte es darin keinen Marco gegeben.

Und darum bin ich mir sicher, wenn es einen Himmel geben sollte, dann ist Marco gerade mitten unter uns, grinst, winkt lässig aus der Hüfte und sagt:

„Ich bin tot. Ihr lebt. Jetzt lächelt und macht was draus!“

Obwohl Himmel, es gibt auch andere Worte für diesen Ort, über den Shakespeare einst schrieb: „Das unentdeckte Land, von des Bezirk kein Wandrer wiederkehrt.“

Ein anderes Wort für Himmel, hast Du benutzt, Daniel. Als Marco gestorben war, zündetest Du ein Feuer an und machtest ein Bild von den Flammen, um es uns zu schicken mit den Worten:

„Folge dem Licht. Es weist Dir den Weg nach Walhalla, mein Bruder.“

Aber ob nun Walhalla oder Himmel, hinter allem steht die Hoffnung, der Glaube und die Liebe. Daran glaubte Marco. Und daran glaube ich auch. Nichts Anderes sagt auch der Psalm, den ich gerade vorgelesen habe:

„Der HERR ist mein Hirte, mir wird es an nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser.“

Ähnliche Worte finden sich auch in dem Lied „Carry On“ von Manowar, eine Band, von der Marco einige Alben besaß. Sein Seelenbruder Michael trägt heute sogar Marcos T-Shirt von dieser Band. Im Grunde ist dieses Lied eine Variation auf Psalm 23, denn das Lied lässt sich wie folgt auf Deutsch übersetzen:

„Der Stern des Nordens ist mein Hirte. Er führet mich wenn der Himmel im Winter grau ist. Und ich warte auf die Sonne, wenn alle eins sind. Ich werde mich nicht verraten. Sie rufen mich. Ich warte ab, während alle anderen in die Irre geführt werden.

Macht weiter, meine Freunde, für immer. Macht weiter, wenn ich gegangen bin. Macht weiter, wenn der Tag lang ist. Macht immer weiter, solange wir zusammen sind. Macht immer weiter.

Dunkelheit umhüllt uns, aber wir schließen unsere Augen nicht. Niemand wird uns unterkriegen. Wir sind geboren, um zu fliegen, gekommen, um weiterzugehen, geboren, um zu erweitern. Ja, kämpft, um am Leben zu bleiben! Jetzt sind wir alle zusammen. Lasst uns ein kämpferisches Lied singen:

Macht weiter, meine Freunde, für immer. Macht weiter, wenn ich gegangen bin. Macht weiter, wenn der Tag lang ist. Macht immer weiter, solange wir zusammen sind. Macht immer weiter.“

Für Dich Marco nun dieses Lied, weil ich es Dir versprochen habe. Damit Du mit Deinem Zweifel Hoffnung trägst unter die Menschen, die heute um Dich trauern. Dein Lied: „Carry On“.

Ich hab Dich lieb. Danke für alles. Und ich verspreche Dir: Wir machen weiter!

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Die jüdischen Voodookräfte von Gerd Buurmann

Am 27. März 2017 sollte Martin Breidert in der Bonner Stiftung Pfennigsdorf auf Einladung der Deutsch-Palästinensischen Gesellschaft eigentlich einen zustimmenden Vortrag zu der judenfeindlichen „Kauft nicht bei Israelis“-Kampagne BDS halten. Nachdem die Stiftung Pfennigsdorf jedoch unter anderem von mir darauf hingewiesen wurde, um was für eine hasserfüllte Truppe es sich bei BDS handelt, fand der Vortrag doch nicht in den Räumlichkeiten der Stiftung statt, so dass die Gruppe von rund dreißig Personen in eine nahegelegenen Gaststätte ausweichen musste.

Laut BDS ist es jedoch nicht der eigene Hass, der zur Ausladung geführt hat, sondern eine schwere Krankheit des Leiters der Stiftung. BDS lädt sogar ein, darüber zu spekulieren, ob ich für die Krankheit irgendwie verantwortlich bin. Auf einer Homepage von BDS heißt es:

„Inwieweit diese rücksichtslosen Attacken mit der Erkrankung des Leiters der Stiftung zu tun haben, kann nur spekuliert werden.“

Ja, so bin ich! Wenn ich mich nicht gerade mit meinen Judenfreunden auf einem Friedhof treffe, um die nächste Brunnenvergiftung und den nächsten Ritualmord zu planen, hexe ich unbescholten Bürgern mit den geheimen jüdischen Kräften meines persönlichen Mossadvoodoomeisters Krankheiten an. Ganz einfach, weil ich es kann!

Der zu Wahnvorstellungen neigende Hass dieses judenhassenden Grüppchens ist erschreckend. Es wundert daher nicht, dass es nicht nur der Vortrag von Martin Breidert mit der Wahrheit nicht so genau nahm, sondern auch die anschließende Berichterstattung von BDS. Auf der Homepage heißt es:

„Die Veranstaltung fand nun also trotzdem statt und sie schien immerhin so interessant zu sein, dass selbst die Vorsitzende der jüdischen Gemeinde Bonn, Frau Margaret Traub sich einen Besuch nicht verkneifen konnte. Leider fand sie keinen Ansatzpunkt, ihre Meinung zu BDS in die Diskussion einzubringen. Eigentlich schade!“

Dieser Abschnitt klingt fast so, als sei Margaret Traub die ganze Zeit über anwesend gewesen. Sie hielt es jedoch nur wenige Minuten aus. Dann wurde ihr verständlicherweise so schlecht, dass sie den Ort des galligen Hasses verlassen musste. Auf Nachfrage von Tapfer im Nirgendwo erklärt sie:

„Ich bin einfach nicht bereit, mit Leuten zu diskutieren, die sich heute der gleichen Rhetorik bedienen wie jene, die vor über siebzig Jahren gebrüllt haben: ‚Kauft nicht bei Juden!'“

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Ein paar Fragen an Sigmar Gabriel (SPD) zu seinem Freund

Sehr geehrter Sigmar Gabriel,

am 24. März 2017 schrieben Sie auf Twitter:

„Habe meinen Freund Mahmoud Abbas getroffen. Dtl. steht zur Zwei-Staaten-Lösung & unterstützt den Aufbau staatlicher Strukturen in Palästina.“

Ich habe ein paar Fragen:

1. Frage: Was zeichnet diese Freundschaft aus, seit wann besteht sie und welche Freundschaftdienste gab es bisher?

Abbas sagte einst:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

2. Frage: Wie stehen Sie zu der vorgeschlagenen Endlösung ihres Freundes?

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

3. Frage: Wie stehen Sie zu dem von ihrem Freund gelobten Aufruf zur Vernichtung aller Juden?

Im Jahr 2005 wurde Abbas zum Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Seine Legislaturperiode endete jedoch am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht.

4. Frage: Was sagen Sie zu der Art, wie Ihr Freund seine Macht missbraucht?

Im Jahr 2015 bezeichnete Abbas den Mord an einem israelischen Ehepaar durch palästinensische Terroristen als „heldenhaft“. Nicht wenige Judenmörder und deren Familien bekommen von Abbas‘ Fatah stattliche Renten für ihre terroristischen Bluttaten.

5. Frage: Was sagen Sie dazu, dass Ihr Freund Judenmörder ehrt und belohnt?

Als im Mittelalter die Pest wütete und viele Christen daran starben, erhoben sie den Vorwurf der Brunnenvergiftung gegen Juden. Der Vorwurf fiel nicht zufällig auf Juden, denn lange zuvor waren in ganz Europa sogenannte Judenbilder verbreitet worden, die den sozial ausgegrenzten Juden Heimtücke, Schadenzauber und Verschwörungen gegen die Christenheit zugeschrieben hatten. Heute ist es nicht viel anders!

Am 23. Juni 2016 war Abbas zu Gast im Parlament der Europäischen Union. Er nutzte seine Rede, um zu schauen, ob die abfälligen Juden- und Israelbilder in Europa noch wirken und behauptete, es gäbe gewisse Rabbiner, die beauftragt hätten, Brunnen zu vergiften.

Abbas sollte nicht enttäuscht werden. Am Ende der Rede gab es stehenden Applaus vom Parlament.

Der Brunnenvergiftervorwurf von Abbas war eine derart offensichtliche Lüge, dass er sie nicht lange aufrecht erhalten konnte. Nur zwei Tage später, am 25. Juni 2016, veröffentlichte die Presseabteilung von Abbas folgendes Statement:

„Nachdem es offensichtlich geworden ist, dass es die angeblichen Aussagen eines Rabbiners, palästinensische Brunnen zu vergiften, wie es verschiedenen Medien berichtet haben, nicht gegeben hat, erklärt Präsident Mahmud Abbas, dass er damit keine schädlichen Auswirkungen auf das Judentum verursachen wollte und nicht die Absicht hatte, das jüdische Volk zu beleidigen.“

6. Frage: Was meinen Sie, warum hat ein großer Teil des Parlaments der Europäischen Union den Judenhass Ihres Freundes nicht erkannt und stattdessen sogar am Ende der Rede stehend applaudiert?

Zum Schluß noch eine Bitte:

Nennen Sie mir bitte einen deutschen Politiker in einem aktuellen deutschen Parlament, der einer Partei angehört, die Ihrer Meinung nach mörderischer oder hasserfüllter ist als die Partei Ihres Freundes.

7. Frage: Gibt es einen aktiven deutschen Poiltiker, der judenfeindlicher ist als Ihr Freund?

***

Am 3. April 2017 erhielt ich eine Antwort, jedoch bezog sie sich auf keine der sieben Fragen. Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher zunächst die Antwort der Pressestelle des Auswärtigen Amts und dann nochmal die sieben gestellten Fragen.

Antwort: „Präsident Abbas ist für die Bundesregierung ein Partner für Frieden und Stabilität in der Region. Er steht für Gewaltverzicht, friedliche Ko-Existenz, palästinensischen Staatsaufbau und für eine Verhandlungslösung im Nahostkonflikt. Diese Positionen hat er seit Jahren immer wieder öffentlich betont, zuletzt auch in seiner Rede am 23. März 2017 in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin.

Selbstverständlich spricht die Bundesregierung gegenüber palästinensischen und israelischen Partnern, auch gegenüber Präsident Abbas, die Notwendigkeit an, das Umfeld für einen konstruktiven Dialog der Konfliktparteien zu schaffen. Dazu zählt die eindeutige Verurteilung von Gewalt und Hetze.“

Interessant, dass Abbas von der Pressestelle des Auswärtigen Amts Präsident genannt wird, obwohl er seit dem 9. Januar 2009 gar kein durch eine Wahl legitimierter Präsident mehr ist. Das erklärt wohl auch, warum neben Frage 4 auch alle anderen Fragen gar nicht erst beantwortet wurden. Hier die Fragen:

1. Frage: Was zeichnet diese Freundschaft aus, seit wann besteht sie und welche Freundschaftdienste gab es bisher?

Antwort:

2. Frage: Abbas sagte einst: „In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“ Wie stehen Sie zu der vorgeschlagenen Endlösung ihres Freundes?

Antwort:

3. Frage: Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge: „Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“ Wie stehen Sie zu dem von ihrem Freund gelobten Aufruf zur Vernichtung aller Juden?

Antwort:

4. Frage: Im Jahr 2005 wurde Abbas zum Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt. Seine Legislaturperiode endete jedoch am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. Was sagen Sie zu der Art, wie Ihr Freund seine Macht missbraucht?

Antwort:

5. Frage: Im Jahr 2015 bezeichnete Abbas den Mord an einem israelischen Ehepaar durch palästinensische Terroristen als „heldenhaft“. Nicht wenige Judenmörder und deren Familien bekommen von Abbas‘ Fatah stattliche Renten für ihre terroristischen Bluttaten. Was sagen Sie dazu, dass Ihr Freund Judenmörder ehrt und belohnt?

Antwort:

6. Frage: Am 23. Juni 2016 war Abbas zu Gast im Parlament der Europäischen Union. Er nutzte seine Rede, um zu schauen, ob die abfälligen Juden- und Israelbilder in Europa noch wirken und behauptete, es gäbe gewisse Rabbiner, die beauftragt hätten, Brunnen zu vergiften. Warum hat ein großer Teil des Parlaments der Europäischen Union den Judenhass Ihres Freundes nicht erkannt und stattdessen sogar am Ende der Rede stehend applaudiert?

Antwort:

7. Frage: Nennen Sie mir bitte einen deutschen Politiker in einem aktuellen deutschen Parlament, der einer Partei angehört, die Ihrer Meinung nach mörderischer oder hasserfüllter ist als die Partei Ihres Freundes. Können Sie einen aktiven deutschen Politiker nennen, der judenfeindlicher ist als Ihr Freund?

Antwort:

Ich frage mich gerade, bin ich zusammen mit der Jüdischen Rundschau das einzige Medium, das ein paar berechtigte Fragen hat zu der Freundschaft unseres Außenministers mit einem Mann, der offen gegen Juden hetzt, Terror unterstützt und in Schriften den Holocaust geleugnet hat? Bin ich der Einzige, der schockiert ist, dass Sigmar Gabriel ganz bewusst zu all den Verbrechen schweigt? Warum genau ist das (bisher) keine Nachricht in den großen deutschen Medien? Interessiert sich niemand dafür?

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Stimmen zur 500. Kunst gegen Bares 

Zur 500. Kunst gegen Bares im ARTheater in Köln mit Hildegart Scholten und Gerd Buurmann gratulieren Chris Tall, Marco Leitner, Dennis Eibel, Anke Fuchs, Bernd Rehse, Stefan Bohne, Marcus Runge, Kevin Ray, Georg Schnitzler, Torsten Schlosser, Fabian Köster, Christian Padberg, Juri von Stavenhagen, Martin Horne, Tobias Altehenger und Alexei Pavlovic.

„Kunst gegen Bares. Mein größter Feind. Woche für Woche. Eine Demütigung nach der Anderen. Das härteste und ehrlichste Publikum dieser Republik. Ich hatte keine Lust mehr. Nur weil Gerd mir Woche für Woche Mut gemacht und gesagt hat, dass es bald schon klappen würde, habe ich weitergemacht. Und er sollte Recht behalten. KGB. Eine unfassbar geile Show mit dem völlig verdienten Erfolg und den schrägsten Künstlern aus den verschiedensten Gebieten. Herzlichen Glückwunsch. Auf weitere 500 Shows. Ich werde garantiert nochmal dort aufschlagen. Oder anders: Challenge accepted.“ (Chris Tall, Stand Up Comedian)

„Die erste und einzige Bühne, die offen und frei für alle Formen der Kunst ist. Ein Publikum, das für die Darbietung und die Idee einer Nummer vollkommen aufgeschlossen und wohlwollend ist, ungeachtet des Genres. Dadurch bietet diese Bühne ein Portal zur Förderung von Kreativität, eine Plattform für die Entwicklung von Talenten und dazu noch einen Treffpunkt und Austauschort von Menschen, die individueller und facettenreicher nicht sein könnten. Seit 2008 wurde ich dort bereichert durch unzählige großartige Auftritte, lustige, originelle, bewegende und absurde Momente und viele besondere Menschen.“ (Marco Leitner, Dichter)

„Kunst gegen Bares hat schlichtweg mein Leben verändert. Nicht nur, dass ich Stammgast geworden, ich fing an aufzutreten und bin zu verschiedenen KgB Shows durchs Land gereist. Durch KgB habe ich meine derzeitige Band kennengelernt und wer weiß, wohin es mit ihr noch geht. Ich habe Freunde fürs Leben gefunden und lerne immer noch sehr interessante Menschen kennen. Die Show hat den Verlauf meines Lebens dramatisch beeinflusst. Ein unendliches Danke dafür!“ (Dennis Eibel, Musiker)

„500 Ausgaben Kunst gegen Bares? Wahnsinn. Und das sind nur die Originale, die kultigen Kölner Shows! KGB ist ja inzwischen überall. Als Gerd Buurmann in „seinem“ Severins-Burg-Theater anfing mit „Kunst gegen Bares“ bewies er einen langen Atem. Aber er hatte mehr als eine Idee, es muss eine Vision gewesen sein! Gespürt hat man das schon damals, auch wenn es mal nur fünf Zuschauer*innen waren, darunter dann drei Künstler*innen. Gerd war da, Montag für Montag. Auch wenn es der vorm Veilchendienstag war. Und er spielte, wenn es sein musste, auch mal ne halbe Stunde Heine. Das Durchhalten hat sich gelohnt! Mindestens einmal die Woche kann man nun die Show der Superlative im Artheater genießen: sie ist auf jeden Fall eine der längsten, die es gibt. Mich hat an der Moderation immer am meisten das nahezu enzyklopädische Wissen Buurmanns beeindruckt (sollen die anderen doch über Eloquenz, Witz und Spielfreude lobhudeln). Zu allem hat er etwas zu sagen, zu ergänzen. Fast immer macht er es auch ausgiebig. Natürlich steht die Show auf zwei mal zwei Beinen: die schöneren hat Hildegart Scholten. Die in der Rolle so herrlich pragmaromantische Turnbeutelschwingerin ist – für mich – die heimliche Seele des Abends. Einer meiner Lieblingsmomente: wenn sie, dann schon ohne Kostüm – und völlig verändertem Blick, mit Gerd Buurmann die*den Sieger*in des Abends kürt. Das Wichtigste: Beide nehmen die Künstler*innen ernst, sind interessiert. Jedes Mal, jede Woche (und öfter). Eine wirklich große Leistung. Und das spürt auch das Publikum. Gerd, herzlichen Glückwunsch zur 500. Kunst gegen Bares! Keine Frage, Kapitalistensau zu werden ist toll, aber es ist mir eine viel größere Freude und auch eine Ehre, die Show in Bonn (mit) zu gestalten. Und ich hoffe, es geschieht in Deinem Sinne!“ (Anke Fuchs, Schriftstellerin)

„Wir sind froh und auch stolz, euch bei uns zu Gast zu haben. Neben dem grandiosen Publikumserfolg, dem speziellen Humor und der energetischen Freude an der Sache, steht die Veranstaltung von Gerd Buurmann und Hildegart Scholten ganz im Zeichen von Solidarität und Toleranz in unserer Gesellschaft. Wir wünschen euch alles Gute und freuen uns auf weitere freudvolle, gemeinsame Zeiten. Herzlichen Glückwunsch!!!“ (Bernd Rehse und Stefan Bohne, Theaterleiter)

„Kunst gegen Bares ist für mich eine wichtige und regelmäßige Station geworden, um meine Entwicklung zu prüfen. Ich erlebe jedesmal ein ehrliches Publikum. Das Konzept ist aus der Kleinkunstszene nicht mehr wegzudenken. Eine tolle Idee. Tolle Moderatoren. Weiter so, auf die nächsten 500!“ (Martin Runge, Stand Up Comedian)

„500 mal KGB, circa 65.000 Gäste, rund 3000 Künstler, 2 Moderatoren, eine geile Show!“ (Kevin Ray, Stand Up Comedian)

„Kunst gegen Bares ist die großartigste Offene Bühne, die ich derzeit kenne: kunstreich, herrlich analog und aus tiefster Seele liebevoll!“ (Georg Schnitzler, Künstler)

„500 Jahre Kunst gegen Bares – das muss man erst mal schaffen! Eine Show, die so vielen Leuten den ersten Schritt auf unsere Bühnen erlaubt hat. Damals wie heute ein wunderbarer Mutterschoß der Künste. So viele Kollegen, die jahrelang mit dieser Institution gewachsen und berühmt geworden sind. Auch ich habe es dieser Show zu verdanken, dass ich heute alle großen Kabarett-Bühnen der Welt gesehen habe – zumindest auf Fotos im Internet. Die Kunst gegen Bares lebt durch den Mut der Künstler und durch die Menschen, die sie entwickelt haben und moderieren. Was wäre die Kunst gegen Bares ohne die 30-minütigen Boderline-Musicals von Hildegart Scholten vor dem letzten Künstler?! Was wäre die Kunst gegen Bares ohne die oft so schmerzhaften Expeditionen Gerd Buurmanns in die Welten von Shakespeare, Schiller und Heine, die mir intellektuell aus gutem Grunde immer verschlossen blieben?! Ja, Freude und Leid liegen oft so nah beieinander. Auch deshalb ist die Kunst gegen Bares eine Große! Kölner Kultur geht nicht ohne euch. Herzlichen Glückwunsch!“ (Torsten Schlosser, Komiker)

„Kunst gegen Bares ist für mich eine wichtige und regelmäßige Station geworden, um meine Entwicklung zu prüfen. Ich erlebe jedesmal ein ehrliches Publikum. Das Konzept ist aus der Kleinkunstszene nicht mehr wegzudenken. Eine tolle Idee. Tolle Moderatoren. Weiter so, auf die nächsten 500!“ (Marcus Runge, Stand Up Comedian)

„Kunst gegen Bares – immer eine Wundertüte! Du weißt nicht wer, nicht wie und nicht was dich erwartet, du weißt nur, es wird ein unterhaltsamer Abend mit neuen Künstlern, einem tollen Publikum und mit zwei bestens aufgelegten Moderatoren!“ (Fabian Köster, Autor)

„Ich muss einfach sagen: Ich liebe hellblau. Nicht so ins türkise gehend, mehr himmelblau, aber mit nicht zu viel Rotanteil. Und dazu am liebsten beige. So ein helles beige! Und wie das spannt. Und knistert. Wie die Gesundheitsschuhe knautschen. Und die Beweglichkeit, der süße Klang der Stimme, der doch auch streng sein kann. Wo sich ein ganzer Mann nochmal wie ein dummer Schuljunge fühlen darf. Und so Klämmerchen, ich steh auch total auf Klämmerchen! Aber das beste an Kunst gegen Bares ist IHR Turnbeutel. Sie trägt ihn lässig, fast beiläufig. Manche bemerken ihn zunächst nicht. Aber er ist eine WAFFE. Diese Frau ist eine Waffe!!! Ach ja und dieser kleine haarlose Komiker neben ihr, der ist ja auch noch da.“ (Christian Padberg, Musiker)

„Gute Parkmöglichkeiten.“ (Juri von Stavenhagen, Stand Up Comedian)

„Lieber Gerd, es ist nun schon viele Jahre her, wo ich Dich kennenlernen durfte. Es war die 100te KGB zu der mich Jenny Gentzke überredete, mitzukommen. Sie fand zum ersten Mal auch im Rahmen des Köln-Comedy-Festivals statt. Es war ein Abend voller Inspiration. Danach habe ich zwei Jahre gebraucht, um den Mut zu fassen, endlich dem inneren Drang nachzugeben und auch Mitglied der großen KGB-Familie zu werden. Und so kam es, dass KGB seit Sommer 2013 zu einem Teil meines kulturellen Lebens wurde. Die Zusammenarbeit mit Dir und unsere unfassbaren skurrilen Orte und Veranstaltungen die wir gemeinsam mit Leben erfüllten waren Meilensteine. Die absolute Hingabe, mit der Du Dich der Förderung der Kultur verschrieben hast, hat mich schon so manche Finsternis der publikumsarmen Nächte überleben lassen. Dein Optimismus und Deine Energie ist stets Balsam auf den Wunden meiner (KGB-)Seele. Und so haben wir jetzt schon so manche Schlacht geschlagen und ich so mache Sternstunde mit Dir verbracht. Möge die Zukunft für Dich ein Himmel voller Sternstunden sein. Auf weitere 500 KGBs in Köln und hoffentlich nochmal genauso viele in Siegen, Limburg, Netphen oder sonst wo in der Welt.“ (Martin Horne, Veranstalter)

„500 mal Kunst gegen Bares, 500 mal „Ihre Bühne“, 500 mal „Wer hatte keine Lust, die Hand zu heben?“ Sehr geehrter Herr Buurmann, hochverehrte Frau Scholten, ich gratuliere herzlich zum Jubiläum! Ihre Montage leisten seit Jahren einen nicht wegdenkbaren Beitrag zu dem, was man als Kölner dem „Nichtkölner“ stets so schwer erklären kann. Kultur und Lebensgefühl sicherlich, aber da ist noch mehr. Die Kunst gegen Bares ist ein Panoptikum jener ganz verschiedenen Menschen, die diese Stadt ausmachen. Sie ist Teil von Kultur und Jeföhl. Sie bietet Künstlern und verhinderten Künstlern gleichermaßen ein Zuhause, und dem Publikum einen Platz, um sich wohl zu fühlen. Erst wenn man eine Weile nicht in Köln gelebt hat, lernt man die Montagabende mit Ihnen beiden angemessen zu schätzen. Auf bald!“ (Tobias Altehenger, Liedermacher)

„Ich war sieben Jahre alt, als meine Eltern mich in ein kleines Kellertheater mitnahmen. Auf der Bühne suchte Hildegart Scholten nach einer Beziehung zum Führen und Gerd Buurmann erzählte wenig bekannte aber äußerst amüsante Fakten über männliche und weibliche Genitalien. Die Veranstaltung hieß Kunst gegen Bares. Am nächsten Morgen mussten meine Eltern mir ein Sparschwein kaufen und ich habe mir vor dem Badezimmerspiegel eine Glatze rasiert. Der Turnbeutel, den ich mir zum Geburtstag wünschte, wurde nie benutzt: wegen meiner Asthmaanfälle war ich vom Schulsport befreit. Als das Kellertheater zum Luftschutzbunker umgebaut wurde, musste die Kunst gegen Bares ins Artheater umziehen. Sie wurde weniger intim aber ein ganzes Stück öffentlicher. Das war aber nicht weiter schlimm, denn​ damit lag sie im Trend der Zeit. So war das damals: jeder war einsam und alle wussten davon. Auf der Artheater Bühne habe ich meine Bar Mizwa gefeiert, ich lernte meine erste echte Freundin an der Theaterbar kennen, in der Künstlergarderobe habe ich alle Modedrogen jener Zeit durchexerziert und auf der Toilette unten im Keller den ersten Blowjob meines Lebens verpasst bekommen. Eines Abends führte eine schüchterne Erstsemestlerin der Cologne Magic School™ Kartentricks auf. Obwohl ich sie auf den ersten Blick durchschaute (oder gerade deswegen?), gelang es ihr, auch mein Herz zu verzaubern. Ein halbes Jahr später machte ich ihr einen Heiratsantrag​ von der Bühne (den Allerersten in der Geschichte der Kunst gegen Bares, den später unzählige Verliebte nachgeahmt haben). Unsere Hochzeit war ein Kunst gegen Bares Spezial und ich durfte mich zum ersten Mal im Leben als Kapitalistensau des Abends bezeichnen, denn an jenem Abend traten keine anderen Künstler gegen mich an. Dann wurde ich Vater. Ich nannte die Zwillinge Kunst und Bares und ließ sie im Keller gegeneinander kämpfen. Als meine Frau sich scheiden ließ, nahm sie Bares mit. Ich durfte Kunst behalten. Sie wurde Medienrechtsprofessorin in Porto und die jüngste Eric Moonberg Preisträgerin aller Zeiten. Ihre Tochter nannte sie Hildegerd. Bares ließ sich das Geschlecht ändern und starb in einer Touristenpension am Tschadsee an einer Überdosis Ketamin. Als ich aus dem Krieg zurückgekehrt bin (wir haben gesiegt, aber zu welchem Preis?!), war ich reif für radikale Veränderungen. Ich stimmte meine Gitarre einen Halbton tiefer und ging ins Artheater. Niemand bemerkte den Unterschied. Oder war ich nicht der Einzige, der sich verändert hatte? War die Welt um einen ganzen Halbton verstimmt? Der Stern BX471p in den magellanischen Wolken, den ich Kunst gegen Bares nennen ließ, wird durch die Unendlichkeit rasen, wenn alle, die wir lieben und alle, die wir hassen, längst zu Staub zerfallen sein werden, bis auch er sich auf das Vielfache seiner Größe ausdehnt und dann mit der Energieequivalente von drei Kestillionen Hiroschimaatombomben zu einem schwarzen Loch implodiert, um als Sternenseele durch die Ewigkeit zu schleichen.“ (Alexei Pavlovic, Sau Nummer Vier)

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(Foto: Tom Wolff)

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Ihr lieben Menschen, die Ihr in Moscheen betet,

im Jahr 2016 schickte der Journalist Constantin Schreiber einen Mann inkognito in fast zwanzig Moscheen in Deutschland, um sich die Freitagspredigten anzuhören. Was er zu hören bekam, war wenig vertrauenserweckend und teilweise sogar sehr erschreckend. Die Gläubigen wurden allesamt dazu aufgerufen, sich vom Leben in Deutschland abzugrenzen. Constantin Schreiber sagt:

„Der Aufruf zur Abgrenzung zieht sich wie ein roter Faden durch die Texte.“

In Moscheen in Deutschland wird gepredigt, dass Demokratie und Islam sich ausschließen und kein gläubiger Muslim demokratisch und liberal sein kann. Es wird offen gegen Juden gehetzt. Jesiden und Armenier werden als Symbol der Barbarei bezeichnet. Es wird offen erklärt, dass es gewisse Völker in keinem Land auf der Welt geben darf und das kein Muslim mit einem Christen befreundet sein darf. Syrischen Flüchtlinge, die die Predigten gehört haben, erzählen Constantin Schreiber, sie seien überrascht, dass solch aggressive und rückwärtsgewandte Predigten in Deutschland gehalten werden. Aus Syrien, so erklären sie, kennen sie das nicht.

Liebe Muslime in Deutschland,

ich weiß nicht, welche Predigt der Terrorist vom Berliner Weihnachtsmarkt gehört hat, bevor er loszog, um zu morden, ich weiß auch nicht, wer die islamischen Lehrer jener jungen Muslime sind, die auf deutschen Schulhöfen das Wort „Jude“ wieder als Schimpfwort salonfähig gemacht haben, aber ich muss leider feststellen, dass sie sich selber als Muslime sehen. Sie behaupten sogar, ihren Hass im Namen des Propheten zu begehen. Ob in Nizza, Brüssel, London oder Paris, der Ruf nach Allahs Größe begleitete sämtliche Morde und nicht selten hatten die Terroranschläge einen judenfeindlichen Hintergrund.

Am 24. Mai 2014 wurde ein israelisches Paar und eine französische Besucherin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Der Mörder glaubte, es im Namen Allahs zu tun. Am selben Tag wurden in Frankreich zwei Juden, die aus einer Synagoge kamen, brutal zusammengeschlagen. Die Täter glaubten, damit dem Propheten zu gefallen.

Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen gefoltert, weil er Jude war. Er erlag seinen Verletzungen. Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem Mann getötet, der sich als Kämpfer des Islams verstand. Drei der Opfer waren Kinder.

Nachdem einer der Terroristen rund um den Anschlag auf Charlie Hebdo in einem jüdischen Supermarkt in Paris Geiseln genommen und vier Menschen getötet hatte, rief er den französischen Sender BFMTV an, um seine Forderungen zu verbreiten. Der Sender fragte: “Haben Sie das Geschäft aus einem bestimmten Grund ausgesucht?” Die Antwort kam prompt: “Ja. Die Juden!”

In der Stadt Odense in Dänemark wurden Ende 2008 zwei Israelis angeschossen. Ein paar Wochen später am 8. Januar 2009 rief auf den Straßen in Oslo ein überwiegend muslimischer Mob “Tötet die Juden!” und “Schlachtet die Juden ab!” In Hannover wurden im Jahr 2010 Juden von muslimischen Kindern und Jugendlichen mit Steinen beworfen. Welche Vorbilder haben diese Kinder? in Offenbach ein Rabbiner in einer Einkaufspassage angegangen. Auf Facebook werden seit Jahren täglich Rufe nach der Vergasung und der Vernichtung aller Juden laut. In Dänemark weigerte sich eine Schule 2008/2009, jüdische Kinder anzunehmen, da dadurch die Sicherheit gestört werden würde, da dort auch muslimische Kinder zur Schule gehen.

In Duisburg wurde 2009 unter massiver Polizeigewalt eine Israelfahne aus einer privaten Wohnung entfernt, weil sie von draußen zu sehen war, was einem arabisch skandierenden Mob nicht gefiel. Im Sommer 2014 fanden Demonstrationen in Deutschland statt, die überwiegend von Muslimen besucht wurden und auf denen „Juden ins Gas“ gerufen wurde. In Berlin brüllte der Mob sogar „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“

Liebe Muslime,

es reicht nicht, einfach zu behaupten, all die Verbrechen hätten nichts mit dem Islam zu tun. Natürlich haben sie das! Ich würde die Judenhasser und Terroristen, die brüllen und morden auch am liebsten schlicht Arschlöcher nennen, aber ich kann nicht ignorieren, dass sie sich selber als Muslime bezeichnen; sogar als wahre Muslime, berechtigt, für einen Islamischen Staat zu morden. Sie schneiden Köpfe ab, steinigen Frauen, hängen Homosexuelle und stechen Juden ab, alles im Namen eines Islamischen Staats. Vor hundert Jahren war es die christliche Kirche, die Juden als Brunnenvergifter und Kindermörder bezeichnete. Sie ebnete so den Weg in den Holocaust. Heute sind es Moscheen, in denen der Hass auf Juden gepredigt wird, übrigens mit den gleichen Worten.

Erklärt nicht mir, was der Islam bedeutet. Vergeudet Eure Zeit nicht damit, Menschen, die um die Opfer von muslimischen Terroristen trauern, den Islam zu erklären. Diese Leute haben ganz andere Probleme. Sie müssen sich nicht um das Image des Islams sorgen und schon gar nicht ist es die Aufgabe der Opfer und ihrer Angehörigen, dafür zu sorgen, dass der Islam in einem guten Licht steht. Geht Sie zu den Muslimen, die den Islam nutzen, um gegen die aufgeklärten und liberalen Werte zu hetzen. Zwingt weder mich noch die Opfer der Terroristen zum Islamunterricht. Ich will einfach nur in Ruhe gelassen werden. Ich möchte in einer Welt leben, in der es egal ist, was ich vom Koran halte.

Redet daher nicht mit mir! Redet mit jenen, die mich im Namen des Korans hassen, denn heute ist es Euer Glaube, der muslimische Glaube, der benutzt wird, um Hass zu säen. Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede, müssen die Muslime, die im Namen Gottes hassen, schlimmer sein als alle Menschen, die den Koran verbrennen. Jedes mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert, Mohammed verballhornt oder einen albernen Film über Muslime dreht, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen auf die Barrikaden. Wenn Islamisten die Menschlichkeit mit ihren Taten schänden und sich dabei auf Allah berufen, muss der Aufschrei um das Vielfache lauter sein!

Eure Probleme sind nicht Karikaturisten, Kritiker und Spotter. Euer Problem ist jeder Mensch, der sich Muslim nennt und im Namen seines Gottes Hass sät und Gewalt ausübt. So wie die Nazis einst das Problem der Deutschen waren, so sind Islamisten heute das Problem des Islams! So wie die Nazis damals der Feind jedes aufgeklärten Deutschen waren, so sind die Eiferer des Islams heute die Feinde jedes aufgeklärten Moslems.

Der Islamische Staat heute unterscheidet sich im Hass nicht mehr von den Nazis damals. Die Nazis stürzten die Welt in einen Weltkrieg. Am Ende wurde Deutschland dem Erdboden gleich gemacht. Bewahrt Euren Glauben vor dieser blutigen Lektion und erklärt den Islamisten und Fundamentalisten den جهاد, bevor es andere tun!

Nehmt Euren Glauben nicht so verdammt ernst. Macht Euch mal locker! Nehmt Euch ein Beispiel an die erste Generation muslimischer Gastarbeiter, die in den 1960er-Jahren nach Deutschland kam. Als diese Muslime kamen, gab es in Köln kein Haus, in dem sie zu Allah beten konnten. Darum stellte der Kölner Dom kurzerhand seine beiden nördlichen Seitenschiffe für islamische Gottesdienste zur Verfügung. Die Gebetsbänke wurden weggeräumt und die Gebetsteppiche ausgerollt!

Am 3. Februar 1965 in Allerallahsfrühe betraten rund 400 Muslime mit zusammengerollten Gebetsteppichen unter ihren Armen den Kölner Dom. Jene, die sich keinen Teppich leisten konnten, hatten Zeitungen mitgebracht. Auf den Steinfliesen des Kölner Doms breiteten sie die Gebetsteppiche und Zeitungen aus und neigten ihr Haupt gen Mekka. Ein Imam leitete den Gottesdienst im Schatten der Kerzen, Kreuze, Altäre, Statuen und in Anwesenheit des Kölner Kardinals Joseph Frings. Am 3. Februar 1965 erschallte erstmals das Gebet „Allahu akbar“ im Kölner Dom. Die ZEIT titelte am 12. Juni 1965:

„Muselmanen beten im Kölner Dom“

Dabei ist es streng gläubigen Muslimen eigentlich untersagt, in einer christlichen Kirche zu beten, da die dortige Dreifaltigkeit als Vielgötterei angesehen wird und dies im Islam untersagt ist. Aber es gab Zeiten, da nahmen es die Muslime in Köln nicht so genau mit dem Islam und die Christen nicht so arg mit dem Christentum und machten das, was Menschen immer machen, wenn sie lieber Ideologien als Menschen sterben lassen. Sie saßen zusammen. Es kann so einfach sein!

Liebe Muslime,

ertragt die Fundamentalisten nicht länger! Eure Feinde sind nicht die Kritiker und Spotter des Islams, auch nicht Israel und die USA, weder Juden, noch Christen und schon gar nicht der Westen. Eure Feinde nennen sich Muslime, so wie sich Nazis einst Deutsche nannten. Leistet Widerstand! Wenn Ihr es nicht tut, werden es jene tun müssen, die von den Islamisten gehasst werden.

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Scandal at the United Nations

On March 20, 2017, a scandal occurred at the so-called United Nations Human Rights Council. On that day, sinister dictatorships joined forces in order to silence a defense of human rights.

On 20 March 2017, Hillel Neuer spoke for the organization UN Watch at the so-called Human Rights Council:

“Today we ask: Is the world living up to the Vienna Declaration, which reaffirms basic human rights?

We ask the government of Turkish President Erdogan, if it cares about human rights, why did they just fire more than one hundred thousand teachers, university deans, judges, prosecutors, religious figures and public servants?

We ask Pakistan, when will they release Asia Bibi, the innocent, Christian mother of five, now on death row on the absurd charge of blasphemy?

We ask Saudi Arabia, when will you end gender apartheid? When will you stop oppressing all religious practice that is not Wahhabist Islam? When will you release Raif Badawi, serving 10 years in prison for the crime of advocating a free society? We welcome the Secretary-General’s new pledge of UN reform. That is why today, pursuant to Article 8 of Resolution 60/251, we call for the complete removal of Saudi Arabia from this Council.

So long as 1.3 billion people are denied their basic freedoms, we call for the removal of China. So long as human rights are abused by Bangladesh, Bolivia, Burundi, Congo, Egypt, Iraq, Qatar, and UAE, we call for their removal.

So long as the Maduro government imprisons democracy leaders like Mayor Antonio Ledezma of Caracas, and causes its millions of citizens to scavenge for food, we call for the removal of Venezuela.

So long as the Castro government jails Eduardo Cardet, a prisoner of conscience, we call for the complete removal of Cuba from this Council…”

The Cuban representative couldn’t retrain himself and interrupted. He was followed by a number of representatives of other nations who discussed for thirteen minutes whether the so-called Human Rights Council should even have hear such criticism.

Cuba explained that the members of the Human Rights Council had been elected, and therefore UN Watch should be called to order! Bangladesh criticized the language of UN Watch as „not only unacceptable, it is abhorrent”.

Bangladesh doesn’t consider reported violations of human rights as unacceptable and abhorent, but instead emphasized that the organization UN Watch itself was seriously worrying and its continued participation is „not desirable“.

Venezuela agreed with Cuba and Bangladesh, that UN Watch has nothing to do with the promotion of human rights. „We therefore reject the fact that this political body (which) violates the spirit of cooperation that needs to prevail in our work.”

Pakistan said that UN Watch doesn’t respect the honor of the Council which should always be at the top of the Council’s agenda.

After Pakistan, the United States, without addressing the content of UN Watch’s statements, stated that the organization should be allowed to speak further.

China said the allegations were „completely unacceptable“.

The United Kingdom, the Netherlands and Canada seconded the right for UN Watch to speak. Saudi Arabia and Iran opposed. Lithuania stated that non-governmental organizations are a valuable part of dialogue, so they should be allowed to talk. Germany agreed. Bolivia, on the other hand, agreed with Pakistan, China and Saudi Arabia:

„We are not questioning freedom of expression, it is the content of what has been said which discredits the NGO. We are clear in how this NGO operates. Thank you.“

After an interruption lasting over 13 minutes, the vice-president of the Human Rights Council addressed the “distinguished members of the Council”:

“We have wasted more than 10 minutes, we listened to fifteen countries whether to allow UN Watch to continue with this statement. We need all to recognize that we are short of time in this session. So with that in mind, we need to work in an efficient manner, to finish the agenda. I ask the representative of UN Watch to continue with his statement. He has 10 seconds left. But I will ask him to stay in line with the language that we have in this Council and respect member States and more importantly to respect the Council itself.“

Only ten seconds! How can one respond adequately in ten seconds after over ten minutes of aggressive attacks by member nations and a reprimand by the chairman? Hillel Neuer needed however only nine seconds:

„Mr. President, we have the right to cite the suspension provision of this Council’s own charter. They can silence human rights defenders at home, but they cannot do so at the United Nations.“

On 20 March 2017, countries such as Saudi Arabia and China were worried about human rights violations within their own borders being addressed, although five days earlier, on 15 March 2017, they themselves were not very squeamish about pointing out the human rights violations in other member States.

Egypt accused Great Britain of massive human rights violations. Venezuela accused some member states of the European Union of xenophobia and racism, without forgetting to promote itself as an example of a just society. China also praised its own „exemplary“ respect for human rights, but criticized racism in the USA. Russia indignantly pointed out racism in the US, France and Germany, emphasizing that sexual violence is particularly high in Canada, Sweden, Denmark, Great Britain and the USA. Syria said that people are being protected in Aleppo. Iran pointed out that Israel was in fact the root cause of the crisis in Syria. North Korea agreed that Israel was to „blame for systematic violations of human rights“ creating crisis in the Arab territories near Syria. Hillel Neuer found the right response to this farce:

“Mr. President, let the record show that everything we just heard from some of the world’s worst human rights abusers has no basis in law or in fact. When will this U.N. Council live up to its own Charter and address the real human rights abuses taking place in the following regions:

In Afghanistan: Misogyny.
In Algeria: Excessive force.
In Belarus: Authoritarianism.
In Burundi: Genocide warning.
In Cambodia: Violence against women.
In Central African Republic: Sexual abuses by peacekeepers.
In China: Denial of basic freedoms.
In Congo: Child labor.
In Cuba: Dictatorship.
In Ecuador: Suppression of dissent.
In Egypt: Extra-judicial killings.
In Eritrea: Forced labor.
In Ethiopia: Arbitrary killings.
In Haiti: Chronic corruption.
In Iran: Torture.
In Iraq: Militia killings.
In Laos: Abuse of prisoners.
In Lebanon: Hezbollah atrocities.
In Libya: Mass killings.
In Malaysia: Police killings.
In Maldives: Jailing of opposition.
In Mali: Torture.
In Mauritania: Slavery.
In Morocco: Unfree judiciary.
In Myanmar: Violence against minorities.
In Nigeria: Extra-judicial killings.
In North Korea: Forced labor camps.
In Pakistan: Death penalty for blasphemy.
In Panama: Corruption.
In Qatar: Slave labor.
In Russia: Persecution of dissidents.
In Saudi Arabia: Beheadings.
In Sri Lanka: Arbitrary arrests.
In Sudan: Bombing of civilians.
In Syria: Massacre of civilians.

Mr. President, when will the world hear about the real human right abuses?”

The Human Rights Council, however, had more urgent matters to concern itself with. Instead of addressing the human rights violations cited by Hillel Neuer, the Council preferred to concentrate on a single country, which has been criticized more than all other countries combined. That country is Israel, the Jew among nations. The allegations against Israel were apartheid, crimes against humanity, extremism, terrorism and the “Jewification” of Jerusalem. The latter is obviously considered a crime at the United Nations. Here, too, Hillel Neuer found the right words:

“Mr. President, let me begin by putting the following on the record: Everything we just heard — from the world’s worst abusers of human rights, of women’s rights, of freedom of religion, of the press, of assembly, of speech — is absolutely false; and, indeed, Orwellian.“

This speech was also interrupted by Egypt and Pakistan. Hillel Neuer, however, continued unimpressed:

“Israel’s 1.5 million Arabs, whatever challenges they face, enjoy full rights to vote and to be elected in the Knesset, they work as doctors and lawyers, they serve on the Supreme Court.

Now I’d like to ask the members of that commission that commissioned that report, the Arab states from which we just heard – Egypt, Iraq, and the others: How many Jews live in your countries? How many Jews lived in Egypt, Iraq, Jordan, Kuwait, Lebanon, Libya, Morocco?

Once upon a time, the Middle East was full of Jews. Algeria had 140,000 Jews. Algeria, where are your Jews? Egypt used to have 75,000 Jews. Where are your Jews? Syria, you had tens of thousands of Jews. Where are your Jews? Iraq, you had over 135,000 Jews. Where are your Jews?

Mr. President, where is the apartheid? Why is there a U.N. commission on the Middle East that does not include Israel? From the 1960s and the ‘70s they refuse to include Israel. Where is the apartheid, Mr. President? Mr. President, why are we meeting today on an agenda item singling out only one State, the Jewish State, for targeting. Where is the apartheid, Mr. President?“

After this speech, the so-called Human Rights Council fell silent. It was the most genuine silence at the United Nations in a long, long time.

***

Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
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Eklat in den Vereinten Nationen

Am 20. März 2017 kam es zu einem Eklat im sogenannten Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen. An dem Tag nämlich schlossen sich finstere Diktaturen in dem Versuch zusammen, die Verteidigung von Menschenrechten zum Schweigen zu bringen.

Am 20. März 2017 sprach Hillel Neuer für die Organisation UN Watch im sogenannten Menschenrechtsrat:

„Wird die Welt der Wiener Erklärung gerecht, die grundlegende Menschenrechte bekräftigen will? Wir fragen die Regierung des türkischen Präsidenten Erdogan, wenn er sich Sorgen macht um die Menschenrechte, warum hat sie erst jüngst mehr als hunderttausend Lehrer, Dekane, Richter, Staatsanwälte, religiöse Vertreter und Beamte verhaftet? Wir fragen Pakistan, wann werden Sie Asia Bibi freilassen, die unschuldige, christliche Mutter von fünf Kindern, die zur Zeit in der Todeszelle sitzt, aufgrund des absurden Vorwurfs der Blasphemie? Wir fragen Saudi-Arabien, wann wird Sie die Geschlechterapartheid beenden? Wann hören Sie mit der anhaltenden Unterdrückung sämtlicher religiöser Praktiken auf, die nicht zum wahhabistischen Islam gehören? Wann werden Sie Raif Badawi freilassen, der eine zehnjährige Gefängnisstrafe absitzt für das Verbrechen, eine freie Gesellschaft verteidigt zu haben? Wir begrüßen die Zusage des Generalsekretärs für eine Reform der Vereinten Nationen. Darum fordern wir heute gemäß Artikel 8 der Resolution 60/251 die Entfernung von Saudi-Arabien aus dem Menschenrechtsrat. So lange 1,3 Milliarden Menschen grundlegende Menschenrechte verweigert werden, fordern wir auch die Entfernung von China. So lange die Menschenrechte von Bangladesh, Bolivien, Burundi, Kongo, Ägypten, Irak, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten verweigert werden, fordern wir deren Entfernung. Solange die Regierung Maduros Demokraten einsperrt, wie den Bürgermeister Antonio Ledezma von Caracas, während sie Millionen ihrer Bürger verzweifelt nach Nahrung suchen lässt, fordern wir die Entfernung von Venezuela. Solange die Regierung Castros Eduardo Cardet im Gefängnis sitzen lässt als Gefangener seines Gewissens, fordern wir die Entfernung Kubas …“

Da hielt es der kubanische Vertreter nicht mehr aus und unterbrach. Ihm folgten unzählige weitere Nationen, so dass über dreizehn Minuten lang darüber diskutiert wurde, ob sich der sogenannte Menschenrechtsrat Kritik gefallen lassen muss. Kuba erklärte ausführlich, die Mitglieder im Menschenrechtsrat seien nun mal gewählt worden und deshalb solle UN Watch zur Ordnung gerufen werden! Bangladesch erklärte ebenfalls ausführlich, die Sprache von UN Watch sei „nicht nur unannehmbar, sondern abscheulich“. Bangladesch erklärte nicht, dass die aufgezeigten Menschenrechtsverletzungen unannehmbar und abscheulich seien, betonte jedoch stattdessen, die Organisation UN Watch sei „ernsthaft besorgniserregend“ und deren weitere Teilnahme daher „nicht wünschenswert“. Venezuela stimmte Kuba und Bangladesch zu und betonte, UN Watch habe nichts zu tun mit der Förderung von Menschenrechten: „Diese Organisation verletzt den Geist der Zusammenarbeit, der notwendig ist für die Bedürfnisse unserer Arbeit“. Pakistan erklärte, UN Watch lasse an Ehre und Respekt fehlen, sie stets an der Spitze der Tagesordnung des Rats stehen sollten. Nach Pakistan folgte die USA, die kurz erklärte, ohne etwas zum Inhalt der Aussagen von UN Watch zu sagen, der Organisation die Möglichkeit gegeben werden sollte, weiter zu sprechen. China widersprach, weil die Vorwürfe von UN Watch „völlig inakzeptabel“ seien. Darauf erklärten das Vereinigte Königreich, die Niederlande und Kanada in kurzen Erklärungen, UN Watch möge weiter sprechen. Saudi-Arabien und Iran widersprachen. Litauen erklärte, Nichtregierungsorganisationen seien wertvoller Bestandteil des Dialogs, deshalb sollten sie ausreden dürfen. Deutschland stimmte zu. Bolivien wiederum erklärte, Pakistan, China und Saudi-Arabien zustimmen zu müssen und fügte hinzu: „Wir stellen nicht die Meinungsfreiheit in Frage. Es ist der Inhalt von dem, was die Nichtregierungsorganisation gesagt hat, das sie diskreditiert.“

Die ganze Unterbrechung dauerte über 13 Minuten, so dass der Vize-Präsident des Menschenrechtsrats am Ende erklärte:

„Wir haben jetzt mehr als zehn Minuten verschwendet. Wir haben fünfzehn Länder zu der Frage gehört, ob wir es UN Watch ermöglichen sollen, weiter zu sprechen. Wir sollten alle zur Kenntnis nehmen, dass wir kaum noch Zeit haben für diese Sitzung. Darum sollten wir alle in effizienter Weise diesen Punkt zu Ende bringen. Daher darf UN Watch jetzt noch zehn Sekunden sprechen, aber ich fordere den Repräsentanten von UN Watch auf, sich angemessen zu verhalten („stay in line“) und die Mitgliedsstaaten und vor allem den Rat selbst zu respektieren!“

Nur zehn Sekunden! Was kann man nach einem minutenlangen Angriff von Vorwürfen und der Rüge durch den Vorsitzenden, sich gefällig angemessen zu verhalten, schon passendes in zehn Sekunden sagen? Hillel Neuer brauchte nur neun Sekunden:

„Mr. Präsident, wir haben das Recht, die Gründe für die Suspendierung eines Mitgliedsstaats zu zitieren, die die Gründungscharta dieses Rats selbst formuliert hat. Die Mitgliedsstaaten können bei sich zuhause die Menschenrechte zum Schweigen bringen, aber nicht hier in den Vereinten Nationen.“

Am 20. März 2017 regten sich Länder wie Saudi-Arabien und China darüber auf, dass Menschenrechtsverletzungen in ihren Grenzen kritisiert wurden, obwohl sie fünf Tage vorher, nämlich am 15. März 2017, selbst nicht sehr zimperlich waren bei der Anklage von Menschenrechtsverletzungen in anderen Ländern.

Ägypten warf Großbritannien vor, Menschenrechte massiv zu verletzen. Venezuela wiederum warf einigen Mitgliedsstaaten der Europäischen Union Xenophobie und Rassismus vor, aber präsentierte sich selbst als Beispiel für die Schaffung einer gerechten Gesellschaft. Auch China lobte die eigene „vorbildliche“ Einhaltung der Menschenrechte, kritisierte jedoch den Rassismus in den USA. Russland kritisierte empört den Rassismus in den USA, Frankreich und Deutschland und betonte, die sexuelle Gewalt sei in Kanada, Schweden, Dänemark, Großbritannien und den USA besonders hoch. Syrien erklärte, in Aleppo würden die Menschen geschützt. Der Iran führte aus, Israel sei in Wirklichkeit die Wurzel für die Krise in Syrien. Nord-Korea stimmte dem zu und erklärte, Israel sei mit „systematischen Verletzungen der Menschenrechte“ Schuld an der Krise in den arabischen Gebieten rund um Syrien. Hillel Neuer fand auch für diese Farce die richtigen Worte:

„Alles, was wir gerade von einigen der weltweit schlimmsten Menschenrechtsverletzer gehört haben, hat keine Rechtsgrundlage und keinen Bezug zur Realität. Wann wird dieser UN-Rat endlich seiner eigenen Charta gerecht und adressiert die wirklichen Menschenrechtsverletzungen in den folgenden Regionen:

#Afghanistan: Frauenhass!
#Algerien: Machtmissbrauch!
#Weißrussland: Autoritarismus!
#Burundi: Völkermordwarnung!
#Kambodscha: Gewalt gegen Frauen!
#Zentralafrika: Organisierte sexuelle Missbräuche!
#China: Verweigerung der Grundrechte!
#Kongo: Kinderarbeit!
#Kuba: Diktatur!
#Ecuador: Unterdrückung der Opposition!
#Ägypten: Außergerichtliche Tötungen!
#Eritrea: Zwangsarbeit!
#Äthiopien: Willkürliche Hinrichtungen!
#Haiti: Chronische Korruption!
#Iran: Folter!
#Irak: Hinrichtungen durch das Militär!
#Laos: Missbrauch von Gefangenen!
#Libanon: Gräueltaten der Hisbollah!
#Libyen: Massenmorde!
#Malaysia: Hinrichtungen durch die Polizei!
#Malediven: Einkerkern der Opposition!
#Mali: Folter!
#Mauretanien: Sklaverei!
#Marokko: Unfreie Rechtsprechung!
#Myanmar: Gewalt gegen Minderheiten!
#Nigeria: Außergerichtliche Hinrichtungen!
#Nordkorea: Zwangsarbeitslager!
#Pakistan: Todesstrafe für Blasphemie!
#Panama: Korruption!
#Katar: Sklavenarbeit!
#Russland: Verfolgung von Dissidenten!
#SaudiArabien: Enthauptungen!
#SriLanka: Willkürliche Verhaftungen!
#Sudan: Bombardierung von Zivilisten!
#Syrien: Massaker an Zivilisten!

Herr Präsident, wann wird die Welt von den wirklichen Menschenrechtsverletzungen hören?“

Der Menschenrechtsrat hatte jedoch besseres zu tun. Statt sich mit den von Hillel Neuer zitierten Menschenrechtsverletzungen zu befassen, sonderte der sogenannte Menschenrechtsrat lieber ein einziges Land aus, das dann mehr kritisiert wurde als alle anderen Länder zusammen. Das Land heißt Israel, der Jude unter den Staaten. Die Vorwürfe gegen Israel lauteten: Apartheid, Verbrechen gegen die Menschlichkeit, Extremismus, Terrorismus und Judaisierung von Jerusalem. Letzteres gilt bei den Vereinten Nationen offensichtlich als Verbrechen. Auch hier fand Hillel Neuer die passenden Worte:

„Alles, was wir gerade gehört haben, von den weltweit schlimmsten Menschenrechtsverletzern der Frauenrechte, Religionsfreiheit, der Presse, der Versammlungs- und Redefreiheit, ist absolut falsch und erinnert an Orwell. Der heutige Bericht betrachtet Israelis als nicht menschenrechtswürdig. Mit seiner berüchtigten antiisraelischen Haltung hat dieser Rat schon im Ansatz die Menschenrechte aller Israelis ignoriert …“

Auch diese Rede wurde unterbrochen, unter anderem von Ägypten und Pakistan. Danach fuhr Hillel Neuer jedoch unbeeindruckt fort:

„Israels 1,5 Millionen Araber, genießen das volle Stimmrecht. Sie alle können in die Knesset gewählt werden. Sie arbeiten als Ärzte und Rechtsanwälte und sie dienen am Obersten Gerichtshof. Ich frage die Mitglieder dieser Kommission, die die Berichte gegen Israel in Auftrag gegeben haben, ich frage die arabischen Staaten, von denen wir gerade gehört haben, ich frage Ägypten, Irak und die Anderen: Wie viele Juden leben in Euren Ländern? Wie viele Juden lebten in Ägypten, Irak, Jordanien, Kuwait, Libanon, Libyen, Marokko?

Einst war das Gebiet voller Juden. Algerien hatte 140.000 Juden. Algerien, wo sind Deine Juden? Ägypten hatte 75.000 Juden. Wo sind Deine Juden? Syrien, Du hattest zehntausende von Juden. Wo sind Deine Juden? Irak, Du hattest über 135.000 Juden. Wo sind Deine Juden? Wo ist die Apartheid?

Warum treffen wir uns heute zu einem Tagesordnungspunkt, der nur auf einen einzigen Staat abzielt, den jüdischen Staat? Wo ist die Apartheid, Herr Präsident?“

Nach dieser Rede verstummte der sogenannte Menschenrechtsrat. Es war die ehrlichste Stille der Vereinten Nationen seit langer, langer Zeit.

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Das Gastarbeiterkind möchte was los werden!

Ein Kommentar vor Dinçer Güçyeter

Huhu, bitte zwei Minuten Aufmerksamkeit:

Seit Monaten lesen wir in allen Medien die peinlich, akrobatischen Sprüche von Erdogan und von den Demonstrationen seiner Anhänger in Deutschland. Wir, die immer für ein besseres Leben geschuftet haben, wir müssen uns fremdschämen. Das erwartet man von uns. Aber mit welchem Recht?

1961 kamen die ersten “mobilen Arbeitsreserven“. Sie wurden in die Vorstädte gesteckt, sollten die Schwerstarbeit verrichten und so schnell wie möglich das Land verlassen. Aber es waren “Menschen“, die kamen. Und sie blieben. Ja, die Säulen des Wirtschaftswunders sind tatsächlich geblieben. Die Fließbände bei Mercedes und Krupp wurden immer schneller. Akkord, Akkord! Am besten zwölf Stunden am Tag. Kein Wochenende. Der Hunger der Industrie und Bergwerke wurde immer grösser.

Nach 38 Jahren in einer Automobilfabrik durfte meine Mutter mit vier Prothesen und mit einem tauben Ohr in Rente. Die Rentenkasse wollte nicht mehr als 900 Euro zahlen. Der Chef hat ihr damals einen Strauss in die Hand gedrückt und hat sich für die jahrelang „friedliche Zusammenarbeit“ bedankt. Mutter war an dem Tag richtig stolz. Oft hörte ich von ihr, wie dankbar sie dieser Firma war. Warum, fragte ich sie immer wieder. „Du kennst die Armut nicht,“ war ihre Antwort. „Meine Kinder mussten nicht die Krümeln zählen wie ich in meiner Kindheit.“

Was sie in all den Jahren sehr bedrückt hat, war die Haltlosigkeit. Sie war nirgendwo Zuhause. Das hat man ihr so eingeredet. In Deutschland ist sie bis heute eine Migrantin und in der Türkei ist sie die Deutschländerin. Aber sie hat es geschafft. Mit ihrem gesparten Geld hat sie für ihre Kinder ein Haus aus dem Jahr 1890 gekauft. Manchmal nervt mich dieses Haus. Verstopfte Rohren. Feuchter Keller. Undsoweiter. Wenn ich jedoch mit dem Klagelied beginne, hat sie eine Antwort parat:

„Wenn du heute noch an der Drehbank wärst, hättest du dir was besseres kaufen können. Aber du wolltest ja Künstler werden. Ich wollte nicht, dass meine Enkelkinder unter der Brücke enden.“

Heute, im Jahr 2017, fragt man uns Deutschtürken vorwurfsvoll – und das letzte Wort möchte ich unterstreichen – was wir über die Politik von Erdogan denken. Tja, was sollen wir schon denken? Nicht wir müssen unsere Beziehung zu Erdogan erklären! Frau Merkel macht doch immer wieder auf goldenen Bänken Kaffeeklatsch mit ihm. Auch die deutsche Waffenindustrie investiert Milliarden in die Türkei. Wir sollen uns erklären? Mutter sagte letztens:

„Jahrelang haben wir für eine bessere Zukunft geschuftet und jetzt werden unsere Kinder wegen diesem Biest unter die Lupe genommen!“

Ich, das Gastarbeiterkind, habe eine Heimat; diese nennt sich Köln, wenn ich dort im Proberaum arbeite und Nettetal, wo ich an meinem Schreibtisch sitze oder mit meinen Kindern auf dem Trampolin hüpfe. Was anderes hab ich nicht!

Dieser Verdacht, jeder Türke sei ein Erdogan-Anhänger, verbreitet sich ganz schön geschmeidig. Mit welchem Recht? Ich hab genug urdeutsche Freunde, Nachbarn, Kollegen. Sie sind für mich auch keine Menschen, die sich erstmal rechtfertigen müssen, keine Nazis zu sein. Sie sind meine Freunde, Kollegen, Nachbarn, einfach Menschen, mit denen ich gerne Zeit verbringe.

Ich könnte mich hier totschreiben, aber das müsste genügen! Ich backe gleich mit meiner Tochter den Apfelkuchen nach altdeutschem Rezept, dazu den türkischen Tee, aber ohne Rosinen und Zimt. Alles nach eigener Schnauze.

***

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(TINDIN)

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Open letter from Gerd Buurmann to Imam Taha Sabri

Dear Imam Taha Sabri,

Three months after a terrorist attacked a Berlin Christmas market, you stood in front of the Kaiser Wilhelm Memorial Church where the attack took place and said: „I refuse to categorize this incident of terror as Islamist or Islamic.“

It may sound hard, but your refusal doesn’t matter to me! It doesn’t matter how you or I categorize terror. For my part, I’d call the terrorists assholes. But, it’s not up to me. And it’s not up to you either. What the terrorists say and do is the problem!!

We can’t ignore the fact that the terrorists see themselves as Muslims. They even see themselves as true Muslims, who feel justified in murdering for Islam. They cut off heads, stone women, hang homosexuals, kill Jews, ignite bombs and drive trucks into crowds, all in the name of Islam. For anyone who believes that Islam means peace, those Muslims who wage war and kill people in the name of Allah must be much worse than all those who burn copies of the Koran or criticize Islam.

Every time, anywhere, someone criticizes Islam, lampoons Mohammed, or makes a silly film about Muslims, the outcry in the Islamic world is enormous. Worldwide, Muslims go to the barricades. If Islamists, referring to Allah, humiliate humanity with their deeds, the outcry in the Muslim World should be a lot louder!

I’m German. I’m very aware of the National Socialist era when Jews, homosexuals and many other people were murdered. At that time there were certainly some decent Germans, but from 1933 to 1945 the Nazis set the tone – and the Nazis were Germans! Not all Germans were guilty, but they were and are responsible for the Nazis! Not all Muslims are guilty, but all Muslims share responsibility for the Islamists!

Dear Imam,

Muslims’ problems aren’t cartoonists, critics, homosexuals, Jews and lampooners. Muslims have a problem with those who call themselves Muslim and spread hatred and violence in the name of Allah. Just as the Nazis are a German problem, today’s Islamists are a problem for Muslims! So, you, as an imam, should rather explain to the terrorists and their sympathizers the meaning of جهاد!

Don’t preach to law-abiding Muslims or to me what Islam means. Don’t waste time explaining Islam to those mourning the victims of terrorists. The survivors and their friends and families are certainly not worrying about the public image of Islam, and it’s definitely not their task to ensure that Islam is placed in a favorable light.

Please preach to the multitude of Muslims who use Islam to attack the values of modern society. Do not coerce me or terrorist victims to study Islamic texts. Just leave us alone. I want to live in a world where it’s of no importance what I think about the Koran. Don’t talk to me!

Talk to those who hate me in the name of the Koran.

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

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Offener Brief von Gerd Buurmann an Imam Taha Sabri

Lieber Imam Taha Sabri,

drei Monate nach dem Terroranschlag auf dem Berliner Weihnachtsmarkt erklärten Sie vor der Gedächtniskirche: „Ich weigere mich, diesen Terror als islamistisch oder islamischen Terror zu bezeichnen.“

Es mag für Sie jetzt hart klingen, aber Ihre Weigerung ist mir egal! Es ist egal, wie Sie oder ich den Terror bezeichnen. Ginge es nach mir, würde ich die Terroristen als Arschlöcher bezeichnen. Es geht aber nicht nach mir. Es geht auch nicht nach Ihnen. Es geht nach den Terroristen! Sie sind das Problem!

Wir können nicht ignorieren, dass sich die Terroristen selber als Muslime bezeichnen. Sie verstehen sich sogar als wahre Muslime, die berechtigt sind, für den Islam zu morden. Sie schneiden Köpfe ab, steinigen Frauen, hängen Homosexuelle, töten Juden, zünden Bomben und fahren mit LKWs in Menschenmengen, alles im Namen des Islams. Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede, müssen diese Muslime, die im Namen Gottes Kriege führen und Menschen morden, schlimmer sein als alle, die den Koran verbrennen oder den Islam kritisieren.

Jedes mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert, Mohammed verballhornt oder einen albernen Film über Muslime dreht, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen auf die Barrikaden. Wenn Islamisten die Menschlichkeit mit ihren Taten schänden und sich dabei auf Allah berufen, muss der Aufschrei um ein vielfaches lauter sein!

Ich bin Deutscher. Ich weiß von der Zeit des Nationalsozialismus als Juden, Homosexuelle und viele andere Menschen vernichtet wurden. Es gab zu der Zeit zwar auch anständige Deutsche, aber von 1933 bis 1945 gaben die Nazis den Ton an – und die Nazis waren Deutsche! Nicht alle Deutsche waren schuldig, aber sie waren und sind verantwortlich für die Nazis! Nicht alle Muslime sind schuldig, aber alle Muslime sind verantwortlich für Islamisten!

Lieber Imam,

das Problem der Muslime sind nicht Karikaturisten, Kritiker, Homosexuelle, Juden und Spotter. Das Problem der Muslime ist jeder, der sich Muslim nennt und im Namen seines Gottes Hass sät und Gewalt ausübt. So wie die Nazis einst das Problem der Deutschen waren, so sind Islamisten heute das Problem des Islams! Den Terroristen und ihren Sympathisanten solltet Sie den جهاد erklären!

Sagen Sie daher nicht mir, was der Islam bedeutet. Sagen Sie es auch nicht den rechtschaffenden Muslimen. Vergeuden Sie keine Zeit damit, Menschen, die um die Opfer von Terroristen trauern, die behaupten, ihre Taten im Namen des Islams begangen zu haben, zu erklären, was der Islam bedeutet. Diese Leute haben ganz andere Probleme. Sie müssen sich nicht um das Image des Islams sorgen und schon gar nicht ist es die Aufgabe der Opfer und ihrer Angehörigen, dafür zu sorgen, dass der Islam in einem guten Licht steht.

Gehen Sie zu den viel zu vielen Muslimen, die den Islam nutzen, um gegen unsere modernen Werte zu hetzen. Zwingen Sie weder mich noch die Opfer der Terroristen zum Islamunterricht. Ich will einfach nur in Ruhe gelassen werden. Ich möchte in einer Welt leben, in der es egal ist, was ich vom Koran halte. Reden Sie daher nicht mit mir!

Reden Sie mit jenen, die mich im Namen des Korans hassen.

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