Das hat nichts mit nichts zu tun!

Der 13. Oktober 2016 brachte zwei erstaunliche Erkenntnisse zu Tage: Die sächsische Justiz erklärte, dass ein Selbstmordattentäter nicht selbstmordgefährdet sei und die UNESCO stellte fest, dass der Tempelberg nichts mit dem jüdischen Tempel zu tun habe.

„Warum ergeben wir uns nicht einfach?“

„Die neue UNESCO Bibel“

Ach ja, und bevor ich es vergesse, beide Erkenntnisse haben natürlich nichts mit dem Islam zu tun!

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Die neue UNESCO Bibel

Die UNESCO hat in Paris eine von arabischen Staaten eingebrachte Resolution mehrheitlich angenommen, in der der Jerusalemer Tempelberg nur noch unter der muslimischen Bezeichnung „Al Haram Al Sharif“ erwähnt ist. Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher schon die ersten Auszüge aus der Neuübersetzung der Bibel:

„Und Jesus ging in die Al-Aqsa Moschee und fing an, die illegalen jüdischen Siedler auszutreiben, und sprach zu ihnen: Es steht geschrieben bei UNESCO »Mein Haus soll eine Moschee sein«.“ (Lukas 19, 45-47)

„Und Jesus wandelte in der Al-Aqsa Moschee in der Halle Mohammeds.“ (Johannes 10, 23)

„Weh euch, verblendete Leiter, die ihr sagt: „Wer da schwört bei dem Felsendom, das ist nichts; wer aber schwört bei dem Gold auf dem Felsendom, der ist’s schuldig.“ Ihr Narren und Blinden! Was ist größer: das Gold oder der Felsendom, der das Gold heiligt?“ (Mätthaus 23, 16-18)

„Es gingen zwei Menschen hinauf in die Al-Aqsa Moschee, um zu beten, der eine ein Palästinenser, der andere ein Zöllner.“ (Lukas 18, 10)

„Zu der Zeit des Herodes, des Königs der Westbank, war ein Priester von der Ordnung Abia, mit Namen Mahmud, und sein Weib war von den Töchtern Alis, welche hieß Esra. Sie waren aber alle beide fromm vor Allah und wandelten in allen Geboten und Satzungen des Herrn untadelig. Und sie hatten kein Kind; denn Esra war unfruchtbar, und waren beide wohl betagt. Und es begab sich, da er des Priesteramtes pflegte vor Allah zur Zeit seiner Ordnung, nach Gewohnheit des Priestertums, und an ihm war, dass er räuchern sollte, ging er in die Al-Aqsa Moschee des Herrn.“ (Lukas 1, 5-9)

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Warum ergeben wir uns nicht einfach?

Momentchen mal, Jaber al-Bakr wurde wegen des Verdachts, einen Selbstmordanschlag durchführen zu wollen, festgenommen, aber die sächsische Justiz sah „keine Hinweise auf eine unmittelbare Suizidgefahr“?

Bei einem Fundamentalisten, der bereit war, für seine Sache zu sterben, statt ihr zu schaden, der im Knast Lampen zerschlug, Steckdosen manipulierte und sich im Hungerstreik befand, sah die sächsische Justiz keine Hinweise auf eine unmittelbare Suizidgefahr?

Der Leiter der Justizvollzugsanstalt, Rolf Jacob gesteht, im Rückblick müsse man sich kritisch fragen, „ob wir nicht zu gutgläubig waren.“

Zu gutgläubig?

Der sächsische Justizminister Sebastian Gemkow (CDU) sagt: „Das hätte nicht passieren dürfen. Es ist aber leider geschehen.“

Ein leises „Uppsi“ hätte nicht kompetenter sein können!

Das Bundesinnenmisterium twittert derweil, Spekulationen seien nicht hilfreich.

Nein, Herr de Maizière, wenn etwas nicht hilfreich ist, dann die sächsische Justiz, die sagt, ein Selbstmordattentäter sei nicht selbstmordgefährdet. Ich habe daher nur eine Frage:

Warum ergeben wir uns nicht einfach?

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Sexismus und Antisemitismus

Die Gemeinsamkeiten zwischen Sexismus und Antisemitismus sind unübersehbar.

Besonders auffällig wird diese Gemeinsamkeit, wenn sich der frauenfeindliche wie der judenfeindliche Hass auf eine konkrete Sache fokussieren kann. Im Falle des Antisemitismus‘ ist Israel das Objekt des Hasses, der Staat, der es möglich macht, dass ein Juden sagen können, dass sie nicht mehr abhängig von der Gunst der Nicht-Juden dieser Welt sind. Juden verteidigen sich jetzt selbst!

Im Falle des Sexismus‘ sind die Objekte des Hasses all die Frauen, die sagen, wir sind nicht mehr abhängig vom Wohlwollen der Männer. Frauen verteidigen sich jetzt selbst!

Frauen, die sich wehren, werden behandelt, wie Israel von notorischen Antisemiten behandelt wird. Selbstbewusste Frauen werden dämonisiert, delegitimiert und mit doppelten Standards behandelt. All die Dinge, die ihnen als Frauen vorgeworfen werden, gehen bei Männern problemlos durch.

Judenhass kann wie folgt definiert werden: „Ein Judenhasser ist jemand, der bei Juden kritisiert, was er bei allen anderen durchgehen lässt.“

Für Sexismus gilt die selbe Formel: „Ein Frauenhasser ist jemand, der bei Frauen kritisiert, was er bei Männern durchgehen lässt.“

Viele vermeintliche Freunde der Juden, mögen Juden nur so lange, wie sie Opfer sind. Ihnen gedenken sie gerne, flechten Kränze und vergießen Tränen. Aber wehe, wenn Juden sich bewaffnen und verteidigen, dann werden die Freunde zu erbarmungslosen Israelkritikern, die sagen, dass man sich unter Freunden auch die Wahrheit sagen können müsse. Bei Frauen ist es nicht anders. So lange Frauen Opfer sind, denen man Kränze an Muttertag bindet und die Tür zu Frauenhäusern aufhält, sind sie beliebt. Aber wehe, sie nehmen das Zepter in die eigenen Hände und haben auch noch Spaß daran, dann sind es Emanzen, denen gesagt wird, man habe ja nichts gegen Frauenrechte, aber man könne auch übertreiben.

Übertreiben mit Menschenrechten! Das kann man nur zu Juden und Frauen sagen.

Die Ähnlichkeiten zwischen Sexismus und Antisemitismus sind offensichtlich:

1. Die schärfsten Kritiker von Israel sind Israelis. Die schärfsten Kritiker des Feminismus‘ sind Frauen.

2. Viele Juden sagen, ich bin Jude, aber ich habe nichts mit Israel zu tun. Viele Frauen sagen, ich bin eine Frau, aber ich habe nichts mit dem Feminismus zu tun.

3. Oft wird behauptet, das Land Israel sei auch nicht besser als seine judenfeindlichen Nachbarn, Mindestens ebenso oft wird behauptet, der Feminismus sei nicht besser als der Chauvinismus.

4. Juden werden von Judenhassern zwar als „mindere Rasse“ angesehen, aber ihnen wird doch unterstellt, im Hintergrund die Fäden der Macht zu ziehen. Frauen werden von Sexisten ebenfalls als minderwertig angesehen, aber dennoch wird ihnen unterstellt, im Hintergrund die Männer zu ihren Gunsten zu lenken.

5. Als Opfer sind Frauen und Juden beliebt, als handelnde Menschen mit Macht nicht!

Dämonisieren, Delegitimieren und dopplete Standards anlegen, dass sind die drei Ds, die Seximus und Antisemitismus vereinen. Der israelische Teufel und die feministische Hexe sind die Wahnvorstellungen der ähnlich Bekloppten!

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Party im Osten Jerusalems

Da ist einem großen Teil der deutschen Presse doch glatt eine palästinensische Party durchgegangen, die gestern, am 9. Oktober 2016, im überwiegend arabischen Teil des Ostens Jerusalem gefeiert wurde und das obwohl Deutschland und die Europäische Union jährlich Millionen Euro an die sogenannte palästinensische Autonomiebehörde schicken, damit die Fans der Behörde so ausgelassen feiern können.

Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher zwei Filme von der Party, damit die Leute in Deutschland sehen, wohin ihr Geld geht:

Eine tolle Party, oder? Gefeiert wurde übrigens ein Anschlag vom Vormittag des 9. Oktober 2016, bei dem mehrere Menschen verletzt und zwei Menschen ermordet wurden. Bei den Toten handelt es sich um eine 60-jährige Frau und einen 30-jährigen Polizisten.

Ein Grund zu feiern!

Ein Araber raste in einem Auto an einer gut besuchten Bushaltestelle in Jerusalem nahe einer Polizeizentrale vorbei und eröffnete das Feuer auf die Menschenmenge. Sechs Menschen wurden nach Angabe von Polizei und Ärzten durch die Kugeln verletzt. Israelische Einsatzkräfte nahmen sofort die Verfolgung des Attentäters auf. In einem Schusswechsel, bei dem ein Polizist tödlich verwundet wurde, konnte der Attentäter schließlich ausgeschaltet werden. Es soll sich bei dem Attentäter um einen 39 Jahre alten Araber aus dem überwiegend arabischen Ostteil Jerusalems handeln. Beides Juden!

Juchu, denn das heißt, die Familie des Attentäters wird in Zukunft eine stattliche Märtyerrente erhalten, denn auf Judenmord zahlt die Fatah Prämien. Die Prämien wiederum werden finanziert von Geldern aus Deutschland und der Europäischen Union.

Liebe Deutsche,

die Party habt Ihr also mitfinanziert. Auf die Tanzfläche mit Euch. Tanzt den Terror!

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Antisiedlerismus

Ein Gastbeitrag von Christian Mallas.

Vor ein paar Tagen bin ich aufmerksam geworden auf den Film „Die Siedler der Westbank“, der auf arte und ARD gezeigt wurde und für den neben arte France und YES Israel auch die deutschen Öffentlich-Rechtlichen NDR, BR und HR als Koproduzenten verantwortlich zeichnen, und habe ihn mir in der Mediathek angeschaut. Da werden Juden im deutschen Fernsehen als „Krebs“ und als „Geschwür“ bezeichnet.

Bei Minute 17:17 wird Jitzchak Rabin mit „Gush Emonim ist wie Krebs im gesellschaftlich-demokratischen Gewebe des Staates Israel“ zitiert, was durch das Framing des Films mit sämtlichen jüdischen Bewohnern Judäas und Samarias assoziiert wird und erst recht im Rahmen der deutschen Zielgruppe ein Geschmäckle bekommt; sowie „Geschwür der Siedlungen“ durch den palästinensisch-arabischen „Menschenrechtsaktivisten“ Raja Shehadeh bei Minute 48:08.

Der Judenhass im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen schreckt also mittlerweile nicht einmal mehr davor zurück, offen und unverblümt gegen Juden zu hetzen und sich dabei sogar solcher Wörter zu bedienen, mit denen auch die Shoah vorbereitet wurde. Ich bin entsetzt und wütend.

Der Film unterstellt unterschwellig, dass es von Natur aus Orte auf der Erde gebe, an denen keine Juden leben dürfen, die also in der Sprache der Nationalsozialisten „judenrein“ bleiben oder gemacht werden müssten. Dass in dem Film zwischen „guten Juden“ und bösen „Siedlern“ unterschieden wird, ändert an dem antisemitischen und hetzerischen Charakter des Films ebenso wenig wie die Tatsache, dass der Regisseur selbst israelischer Jude ist. Im Gegenteil zeugt die Wahl eines israelisch-jüdischen Regisseurs von der hohen Professionalität dieser neuen, alten antijüdischen Agitation.

Einerseits muss den Produzenten und Sponsoren bereits im Vorfeld bewusst gewesen sein, dass der Film oder Teile davon zu Recht als antisemitisch kritisiert werden können. Zu Recht, weil der Film gezielt Lügen und Gerüchte über Juden und über den jüdischen Staat verbreitet, weil er zweierlei Maß an jüdische und nichtjüdische Siedlungen, an antijüdische und antiarabische Gewaltverbrechen anlegt und weil er Juden, weil sie Juden sind, dämonisiert, indem er eine fanatische Minderheit als repräsentativ für „die“ Siedlerbewegung darstellt und indem er Filmsequenzen und Interviews auf eine sehr manipulative Weise zusammenschneidet. Er verzichtet auf einfachste Recherche über die behaupteten Eigentumsverhältnisse von Grundstücken, zum Beispiel durch eine simple Frage nach einer Kopie einer etwaigen Besitzurkunde. Der Besitzanspruch palästinensischer Araber wird ungeprüft als Wahrheit hingestellt und der Besitzanspruch jüdischer Israelis wird durch religiöse Bezüge lächerlich gemacht. Weil die Produzenten diese Kritik weder entkräften können noch zur Einsicht und Abkehr von ihrem Hass bereit sind, lassen sie einen Vorzeigejuden und jüdisch-israelischen Kronzeugen gegen die jüdisch-israelischen „Siedler“ Regie führen. Diese strategische Wahl erfüllt die gleiche Funktion wie der klassische Disclaimer notorischer Judenhetzer „Ich habe ja nichts gegen Juden, im Gegenteil: Einige meiner besten Freunde sind Juden. Aber…“ man werde doch wohl noch Juden als „Geschwür“ bezeichnen dürfen, ohne gleich in die antisemitische Ecke gestellt zu werden.

Anscheinend leider ja. Um rhetorisch zurückfragen zu können, wie ein Film denn antisemitisch sein könne, wo doch der Regisseur selbst Jude sei. Andererseits ist es nicht nur pragmatisch, sondern perfide und manisch-perfektionistisch, dass die Deutschen sich nicht einfach mit der Vertreibung der Juden aus Judäa und Samaria (wenn nicht gleich aus ganz Israel) abfinden wollen. Sondern sie bestehen darauf, dass die Juden ihnen dabei helfen, dass Juden die antijüdische, ethnische Säuberung von Judäa und Samaria selbst organisieren und sie sogar selbst gutheißen und einfordern, so wie 2005 die ethnische Säuberung des Gazastreifens (von seinen jüdischen Bewohnern).

Seit 2005 ist der Gazastreifen u.a. „dank“ dem Druck der internationalen Staatengemeinschaft „judenrein“. Zu Frieden hat diese ethnische Säuberung nicht geführt – im Gegenteil: Mehr als 10.000 Raketen wurden seither aus dem Gazastreifen auf Israel abgeschossen.
Bereits der erste Satz des Arte-Klappentextes ist eine faustdicke Lüge:

„Die jüdische Besiedlung des Westjordanlands begann vor knapp 50 Jahren und hat heute ungeahnte Ausmaße angenommen.“

Der Film und erst recht der Klappentext lügen die Geschichte um, indem sie suggerieren bzw. behaupten, Judäa und Samaria seien erst ab 1967 von Juden besiedelt worden. Zwar lässt der Film Pioniere zu Wort kommen, die auf das antike Königreich Israel verweisen, aber die Tatsache, dass Judäa und Samaria auch in den zwei Jahrtausenden zwischen der Vertreibung der Juden in die Diaspora durch das Römische Reich nach dem Jahr 70 u.Z. und der Neubesiedlung ab 1967 praktisch durchgängig von einer Reihe jüdischer Gemeinden bewohnt war. In Hebron war bis zu ihrer Evakuierung 1936 in der Folge der antijüdischen Pogrome ab 1929 über 3000 Jahre lang eine jüdische Gemeinde beheimatet. Dies wird dem Publikum bewusst verschwiegen. Ein bewusstes Verschweigen ist sogar noch schlimmer als eine explizite Lüge, weil es unterschwellig ist und nicht explizit widerlegt werden kann.

Ein Nebenwiderspruch? Nein, diese Geschichtsfälschung ist Kernbestandteil dieses Films, wie der Titel „Die Siedler der Westbank“ illustriert.

Schon den Römern reichte es nicht aus, den antiken Staat Israel zu zerstören. Sie wollten gar die kollektive Erinnerung daran, dass es jemals ein souveränes jüdisches Königreich und ein Volk, das sich der Unterjochung durch das Römische Reich verweigerte, gegeben hat, aus „den Seiten der Geschichte“ tilgen, indem sie Iudaea offiziell in „Syria Palaestina“ umbenannten. Vom selben Geiste ist die Schöpfung und Etablierung des Begriffs „Westbank“ bzw. „Westjordanland“, der erst in der Moderne seit 1948 erwähnt wird, beseelt. Die Vernichtung der Juden ist erst dann total, wenn sie auch in der offiziellen Geschichtsschreibung ihre Entsprechung findet. Folglich wird die korrekte historische Bezeichnung Judäa und Samaria außer im O-Ton der interviewten „Siedler“ konsequent vermieden und fast durchgängig von „Westbank“ oder „Westjordanland“ gesprochen.

Aber worum geht es in dem Film? Es geht nicht um „Siedler“, sondern um Juden, welche aufgrund ihrer puren Existenz als „Friedenshindernis“ und Schlimmeres denunziert werden, nur weil sie Häuser bauen und wohnen – während die 2,8 Millionen arabischen Siedler, die ebenfalls im Westjordanland Häuser bauen und wohnen, keineswegs als „Friedenshindernis“ bezeichnet werden, auch nicht diejenigen unter ihnen, die Juden angreifen und ermorden. Es wird also nicht das Bauen und Bewohnen von Häusern, sondern das Jüdischsein ihrer Bewohner zum Problem erklärt. Der Film rückt jüdische Extremisten in den Vordergrund und präsentiert Personen, die Verbrechen gegen Araber begangen haben, gutheißen oder relativieren.

Um eines klarzustellen: Das Massaker an 29 betenden Muslimen in Hebron und vergleichbare Taten sind abscheuliche Verbrechen, die durch nichts zu rechtfertigen sind, ganz gleich ob sie von Juden an Arabern, von Arabern an Juden oder von wem und an wem auch immer verübt werden. Der Film macht jedoch nicht konsequent die Täter für ihre Verbrechen verantwortlich, sondern macht palästinensisch-arabische Täter grundsätzlich nie für ihre Verbrechen verantwortlich, nutzt aber andererseits von Juden begangene Verbrechen als Vorwand, um sämtliche (jüdischen) „Siedler“ zu dämonisieren („die Siedler“, Minute 38:00).

An allem sind die (Siedler-)Juden schuld. Natürlich darf auch die allseits beliebte Gleichsetzung der jüdischen „Siedler“ mit den Mördern ihrer Großeltern nicht fehlen: Menschen, die leben und Häuser bauen, mit den Nazis, die mordeten und Häuser zerstörten (Minute 18:00).

Der Antisiedlerismus ist nichts anderes als die modernste Variante des jahrtausendealten Judenhasses. Früher wurden Juden als Religion verfolgt, dann evolvierte das Virus des christlich motivierten Antijudaismus zum völkisch-rassistischen Antisemitismus, der Verfolgung der Juden als Rasse. Dann wurde er zumindest im westlichen Kulturraum abgelöst durch den Antizionismus, der Verfolgung der Juden als Nation. Der Antizionismus spielt gerade, aber nicht nur im deutschen Kontext neben der völkischen, regressiven Kapitalismuskritik die Hauptrolle als „politisch korrekte“ Ausdrucksform des sekundären Antisemitismus als Schuldabwehrreflex. Da der dem Antizionismus per Definition innewohnende Vernichtungswille zu sehr nach Auschwitz riecht, möchten mittlerweile viele Israelhasser in ihrem Kampf gegen Israel lieber als „Israelkritiker“ bezeichnet werden; und in den vergangenen Jahren wurde ein weiterer taktischer Imagewandel zur „Siedlerkritik“ etabliert. Auch wenn die Hetze gegen die in Judäa und Samaria lebenden Juden gern eingeleitet wird mit den Worten „Selbstverständlich erkenne ich das Existenzrecht Israels an und der Holocaust war ein furchtbares Verbrechen, aber …“, bleibt der „Aber“-Teil, mal ganz abgesehen von der menschenverachten Relativierung und Verherrlichung von oder gar Aufruf zum Terror gegen Juden, nach wie vor auch ein antizionistischer Kampf gegen Israel als souveränen, jüdischen Staat. Nicht nur, weil antisemitischen, antizionistischen Terroristen sämtliche israelischen Juden als „illegale Siedler“ und ganz Israel als „illegale jüdische Siedlung“ gelten.

So sehr ist bereits die Assoziation „Siedler = Jude = illegal“ in die Gehirne eingebrannt, dass es nicht mehr notwendig ist, von „illegalen jüdischen Siedlungen“ zu sprechen. Allgemein ist schlicht nur noch von „Siedlern“ die Rede und trotzdem weiß jeder, was gemeint ist.

Der Antisiedlerismus erkennt Israel nicht als unabhängigen, gleichberechtigten Staat an, sondern macht Israel zu einem Judenghetto, einem Ort, an dem Juden gesammelt werden, um sie effizienter vernichten zu können. Folglich werden viele Deutsche stinksauer, wenn Juden, wie es Stefan Frank treffend auf den Punkt bringt, „sich erdreisten, das ihnen von deutschen Journalisten zugewiesene Ghetto zu verlassen“, um zum Beispiel als Spaziergänger den ihnen heiligsten Ort, den Tempelberg, zu besuchen, geschweige denn dort zu „beten“(!) oder auf einem rechtmäßig erworbenen Grundstück außerhalb ihres Ghettos zu wohnen. Und in bewährter deutscher Tradition setzen sie dazu gern einen Judenrat, je nach Geschmack die israelische Regierung, den Oppositionsführer in der Knesset oder den Herausgeber ihrer israelischen Lieblingszeitung Haaretz, Gideon Levi, ein, der gefälligst dafür Sorge zu tragen hat, dass kein Jude ohne deutsche Sondererlaubnis das Judenghetto aka „Israel in den Grenzen von 1967“ verlässt oder sich gegen Terrorattentate zur Wehr setzt, wie sich regelmäßig an deutschen Schlagzeilen ablesen lässt, die jüdische Terroropfer rhetorisch zu Tätern und die Täter zu Opfern machen.

Noch immer spielen sich die Deutschen wie „Herrenmenschen“ auf, die den Juden „gerade wegen Auschwitz“ und „gerade weil sie es gut mit den Juden meinen“ diktieren, wie sie sich in ihrem eigenen Staat zu benehmen haben. Mit Erschrecken musste Tuvia Tenenbom bei seiner Recherchereise nach Israel für sein Buch „Allein unter Juden“ (“Catch the Jew“) erkennen, wie erfolgreich die Bemühungen europäischer Journalisten und „Menschenrechtsaktivisten“, die jüdische Gemeinde bzw. israelische Gesellschaft von innen zu zerstören, mittlerweile gediehen sind. Dankenswerterweise erinnert Gerd Buurmann daran, dass deutsche „Kritik“ an „illegalen jüdischen Siedlungen“ gar nicht neu ist:

„In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es viele jüdische Siedlungen in Europa. Sie wurden Schtetl genannt. Für die Nazis waren diese Schtetl illegale jüdische Siedlungen, die sie vernichteten und mit ihnen einen Großteil der jüdischen Bevölkerung Europas.“

An dem Film sind nicht etwa einzelne Formulierungen zu kritisieren, die sich als „missverständlich“ oder „unglücklich“ rechtfertigen ließen, sondern der Film als Ganzes spottet der Bezeichnung „Dokumentarfilm“ und hat, vorsichtig formuliert, eine ganz klare politische Agenda und den Charakter eines Propagandafilms. An der Entscheidung, diesen Film (mit) zu produzieren und im deutschen öffentlich-rechtlichen Fernsehen auszustrahlen, sind zu viele Personen (Produzenten, Programmdirektoren, Rundfunkrat usw.) beteiligt gewesen, als dass sich von einem Fehlverhalten einzelner Personen sprechen oder „personelle Konsequenzen“ fordern ließen. Nicht zu Unrecht ist die ARD bereits zuvor vom Blogger Gerd Buurmann als „Antisemitischer Rundfunk Deutschlands“ verspottet worden.

Der NDR, BR, HR, arte, die ARD haben ebenso wie die deutsche Gesellschaft generell ein strukturelles Antisemitismusproblem, und zwar ein gewaltiges. Wenn Juden öffentlich im Fernsehen als „Krebs“ und als „Geschwür“ bezeichnet werden, sollten eigentlich bei jedem die Alarmglocken läuten!

Leider fängt Antisemitismus für viele Deutsche erst bei 6 Millionen an. Daher werden die deutschen Judenhasser wohl niemals verstummen, solange Israel existiert, selbst wenn es sich auf das Stadtgebiet von Tel Aviv zurückzöge. Am Israel Chai!

* Einige grobe Lügen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

– Der Film spricht fälschlicherweise von Judäa und Samaria als „besetzten Gebieten“, dabei gehören sie seit dem Untergang des Osmanischen Reiches zu keinem Staat und können daher gar nicht „besetzt“ werden. Jordanien, das die „Westbank“ 1948 erobert und annektiert hatte, hat seinen Anspruch 1988 aufgegeben und einen „Staat Palästina“ hat es auf diesem Gebiet nie gegeben. Korrekt wäre „in Besitz genommene Gebiete“ oder schlicht Judäa und Samaria.

– Der Film lügt die jüdischen Bewohner von Hevron zu „Siedlern“ um. Hebron ist eine „Siedlung“, die vor fast 3800 Jahren gegründet wurde und von mehr als 200.000 Menschen bewohnt wird. Derartige „Siedlungen“ werden in der deutschen Sprache als Städte und ihre Bewohner als Bewohner bezeichnet. Die propagandistische Bezeichnung „Siedler“, die ausschließlich auf Juden angewandt wird, dient allein ihrer Dämonisierung.

– Der Film lügt, dass auf Hügeln gebaute Siedlungen, noch dazu mit weißen Fassaden und roten Dächern(!) nicht in das „Westjordanland“ bzw. in sein traditionelles Erscheinungsbild vor 1967 passen. Tatsächlich liegt eine ganze Reihe von arabischen Städten und Siedlungen auf Hügeln, so z.B. Nablus oder Rawabi. Gehört Nablus demzufolge nicht in das „Westjordanland“? Eine Google-Suche offenbart, dass Häuser mit weißen Fassaden und roten Ziegeldächern in palästinensisch-arabischen Städten und Siedlungen allgegenwärtig sind. Gehören Araber demzufolge auch nicht ins „Westjordanland“? Es handelt sich offenbar vielmehr um eine blumige Umschreibung von „Juden raus!“

– Der Film lügt, jüdische Siedlungen würden absichtlich wie ein „Keil“ zwischen bestehende arabische Orte „getrieben“ (Minute 28:18), und liefert selbst den Gegenbeweis: (Die jüdische Siedlung) Itamar befindet sich zwar zwischen den drei arabischen Orten Awarta, Rujeib und Beit Furik, aber be- oder verhindert keineswegs den Personen- und Güter-Verkehr zwischen den arabischen Orten, wie ein Blick auf die Karte offenbart. Itamar unterbricht keine Straße zwischen den gezeigten Orten, wie es der Begriff „Keil“ suggeriert, sondern liegt auf einem Bergrücken abseits bestehender Wirtschaftswege. Es ist der Bergrücken und nicht seine Besiedelung, welcher ein Hindernis für den Straßenbau und Verkehr darstellt. Itamars Lage könnte man also vielleicht als „Insel“ bezeichnen, aber nicht als „Keil“.

– Der Film postuliert einen Gegensatz zwischen „Großisrael – Demokratischer Staat – Israelischer Staat“ (Minute 86:38) und lügt damit den demokratischen Staat Israel zu einem nicht-demokratischen oder nicht per se, d.h. qua Verfassung demokratischen Staat um. Eine verkrampft-unverkrampfte Fehlübersetzung des Spannungsfeldes zwischen einem hypothetischen Groß-Israel, dem demokratisch-säkularen Charakter Israels und einem Staat mit einer jüdischen Bevölkerungsmehrheit. Im französischen Original heißt es „Grand Israël – État démocratique – État juif“, also „jüdischer Staat“ und eben nicht „israelischer Staat“. Ganz aus Versehen offenbart der Film also durch die Gleichsetzung „jüdisch = israelisch“ die Kongruenz von Antisemitismus und „Israelkritik“.

– Dror Etkes lügt, „es [gehe] darum, ob du eine arabische Mutter hast“. Die Wahrheit ist, dass der Staat Israel nicht zwischen Menschen mit einer arabischen Mutter und Menschen mit einer jüdischen Mutter unterscheidet. In Israel leben 1,7 Millionen arabische Israelis als gleichberechtigte Bürger zusammen mit 6 Millionen jüdischen Israelis. Es gibt keine gesetzliche, rassistische Diskriminierung gegen Araber in Israel, wenngleich leider auch in der israelischen Gesellschaft antiarabischer Rassismus vorhanden ist und schon gar keine „Apartheid“. Diese Araber dürfen auch jüdische Siedlungen und Städte in Judäa und Samaria betreten und die „Siedlerautobahnen“ benutzen, genauso wie alle anderen Israelis. Arabische Israelis werden sogar positiv diskriminiert: Sie müssen im Gegensatz zu jüdischen Israelis keinen Wehrdienst leisten und dürfen den Tempelberg in Jerusalem durch sämtliche Tore betreten und dort beten. Israel unterscheidet lediglich wie andere Staaten auch zwischen Staatsbürgern, die mit Bürgerrechten ausgestattet sind, egal ob Juden, Araber, Drusen, Beduinen, Jesiden, Aramäer und Fremden (Nicht-Staatsbürgern), die keine Bürgerrechte, aber selbstverständlich sämtliche Menschenrechte besitzen. Leider werden die Menschenrechte der palästinensischen Araber fast überall mit Füßen getreten, von Syrien, Libanon und Jordanien, wo man tatsächlich von Apartheid sprechen kann, von der palästinensischen Autonomiebehörde bzw. der PLO/Fatah, die das A- und B-Gebiet verwaltet und offen eine antijüdische Apartheid betreibt, Hamas, Hisbollah und anderen Terrororganisationen – aber eben nicht von Israel.

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Anschlag in Jerusalem 

In der Hauptstadt Israels ist es heute, 9. Oktober 2016, zu einem Terroranschlag gekommen, bei dem mehrere Menschen verletzt und zwei Menschen ermordet wurden. Bei den Toten handelt es sich um eine 60-jährige Frau und einen 30-jährigen Polizisten.

Nach bisherigen Informationen raste ein Araber in einem Auto an einer gut besuchten Bushaltestelle nahe einer Polizeizentrale vorbei und eröffnete das Feuer auf die Menschenmenge. Sechs Menschen wurden nach Angabe von Polizei und Ärzten durch die Kugeln verletzt.

Israelische Einsatzkräfte nahmen sofort die Verfolgung des Attentäters auf. In einem Schusswechsel, bei dem ein Polizist tödlich verwundet wurde, konnte der Attentäter schließlich ausgeschaltet werden. Es soll sich bei dem Attentäter um einen 39 Jahre alten Araber aus dem überwiegend arabischen Ostteil Jerusalems handeln.

In den vergangenen zwölf Monaten ist es in Israel zu diversen Anschlägen gekommen, bei denen über 30 Israelis und zwei amerikanische Touristen ermordet wurden. Zudem feuerte die Hamas in den letzten zwölf Monaten an 19 Tagen Raketen auf Israel ab.

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Nun sag, wie hast Du’s mit dem Kopftuch?

Wenn westliche Frauen in die islamische Welt reisen, stellt sich die Zulaikafrage: „Nun sag, wie hast Du’s mit dem Kopftuch?“

Am 4. Februar 2007 trug Angela Merkel kein Kopftuch in Riad.

Zwei Jahre vorher trug Condoleezza Rice kein Kopftuch in Jeddah.

Am 15. Februar 2010 trug Hillary Clinton kein Kopftuch in Riad.

Am 23. Oktober 2007 trug Laura Bush kein Kopftuch bei König Abdullah.

Und am 27. Januar 2015 trug Michelle Obama kein Kopftuch in Saudi-Arabien.

Es gibt aber auch Frauen, die sich anders entscheiden:

Am 20. und 21. Januar 2015 trug Claudia Roth im Iran Kopftuch.

Schweiz‘ Außenministerin Micheline Calmy-Rey trug im März 2008 Kopftuch im Iran.

Im April 2016 trug die EU-Außenbeauftragte Frederica Mogherini Kopftuch im Iran.

Diese Unterwerfung vor der Geschlechterapartheid im Iran machen jedoch nicht alle Frauen mit!

Die nächste Schachweltmeisterschaft der Frauen wird im Februar 2017 im Iran stattfinden. Einige der besten Schachspielerinnen der Welt wollen das Turnier jedoch boykottieren, da ihnen mitgeteilt wurde, dass sie während des Turniers einen Schleier tragen müssen. Das Tragen eines Kopftuchs in der Öffentlichkeit ist nämlich für alle Frauen im Iran gesetzlich vorgeschrieben. Verstöße werden mit Geld- oder Haftstrafen geahndet. Die 22-jährige US-Schachmeisterin Nazi Paikidze sagt daraufhin, sie werde ganz gewiss nicht an dieser Weltmeisterschaft teilnehmen und erklärt dazu:

„Es ist völlig inakzeptabel, eines der wichtigsten Frauenturniere an einem Ort abzuhalten, an dem sich Frauen bis heute mit einem Hidschab verhüllen müssen.

Die ecuadorianische Schachmeisterin Carla Heredia sagt:

„Der Kopftuchzwang verletzet alles, wofür Sport steht. Sport sollte frei von jeder sexuellen oder religiösen Diskrimination sein.“

Das sind klare Ansagen!

Der Schleier ist eine Mauer aus Stoff, um Frauen auszugrenzen. Sie sind wie die Mauern der iranischen Gefängnisse, in denen Homosexuelle auf ihre Hinrichtung warten, Regimekritiker gefoltert und Andersgläubige misshandelt werden.

Im Oktober 2016 traf Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die iranische Politikerin Massumeh Ebtekar in Berlin. Massumeh Ebtekar ist eine ehemalige Terroristin, die zusammen mit einer Gruppe iranischer Studentinnen und Studenten die US-amerikanische Botschaft in Teheran stürmte und dort vom 4. November 1979 bis zum 20. Januar 1981 52 US-Diplomaten 444 Tage lang als Geiseln hielt. Jetzt ist sie Vizepräsidentin des Irans und Leiterin der Umweltbehörde ihres Landes ist.

Barbara Hendricks begrüßte Massumeh Ebtekar mit einem Handschlag und trug dabei kein Kopftuch. Dies löste im Iran einen Skandal aus! Der staatliche iranische Fernsehsender IRIB zeigte die Bilder des Treffens und weil Barbara Hendricks kein Kopftuch trug, hielten viele iranische Medien sie für einen Mann und berichteten, Ebtekar habe in Deutschland einem Mann die Hand geschüttelt. Mit Kopftuch wäre das nicht passiert.

Einem fremden Mann die Hand zu geben, gilt für strenggläubige muslimische Frauen als Tabu und ich bin ein großer Freund dieses Tabus. Einem Menschen aufgrund des Geschlechts nicht die Hand zu geben, ist schließlich Sexismus und ich möchte niemals in die Verlegenheit geraten, einer Sexistin die Hand geben zu müssen. Daher bin ich sehr dankbar dafür, dass strenggläubige Muslime dafür sorgen, dass ich nicht die Hand einer Sexistin schütteln muss.

In diesem Zusammenhang ist es nicht ganz unwichtig zu erwähnen, dass Barbara Hendricks eine offen lesbisch lebende Frau ist. Für sie stellte es dennoch kein Problem dar, der Vizepräsidentin eben jenes Landes die Hand zu geben, in dem homosexuelle Menschen verfolgt und hingerichtet werden. Die Diplpmatie macht vieles möglich.

Wie wäre es, wenn in Zukunft Bill Clinton und Joachim Sauer Kopftuch tragen, wenn sie als First Ladies an der Seite ihrer mächtigen Frauen in die islamische Welt reisen oder werden sie dann als Transvestiten verhaftet?

Ach, was rede ich. Männer werden nie Kopftuch oder Schleier tragen. Warum? Aus dem gleichen Grund, aus dem sie keine unbequemen Schuhe tragen: Weil sie nicht bescheuert sind!

Es ist nicht wichtig, was auf dem Kopf ist, sondern was in dem Kopf ist. Es gibt verschiedene Gründe, eine Kopfbedeckung anzuziehen. Wer die Mode jedoch mit einem unsichtbaren Freund begründet, der einem Feldherrn vor eineinhalb Jahrtausenden gesagt haben soll, wie sich Frauen von heute anziehen sollen, hat meiner bescheidenen Meinung nach noch etwas Platz im Kopf.

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Judenhetze leicht gemacht

Auf der Homepage einer türkischen Ditib-Moscheegemeinde in Melsungen bei Kassel wurde im Jahr 2015 auf türkisch und unter der Überschrift „Lernen wir die Juden nach dem Koran kennen“ gegen Juden gehetzt. Auf der Webseite wurden Juden als „geizig, gierig und gemein“ diffamiert. Weiterhin wurde behauptet: „Juden sind niederträchtig“ und „Sie lügen und stehlen“.

Tobias Huch stellte daraufhin eine Anzeige wegen Volksverhetzung. Das Verfahren wurde jedoch mit der Begründung eingestellt, bei den Aussagen auf der Webseite des Vereins handle es sich um Koranzitate und deshalb sei kein dem „Volksverhetzungstatbestand entsprechender Vorsatz“ nachweisbar gewesen.

Achso. Na dann.

Was lernen wir daraus? Sollten Sie demnächst judenfeindliche Aussagen tätigen wollen, sagen Sie einfach, es stünde so im Koran. Schon haben Sie einen Freifahrtschein für Ihren Judenhass. Aber vorsichtig, sagen Sie auf keinen Fall, es stünde in „Mein Kampf“, dann machen Sie sich nämlich vermutlich strafbar. Berufen Sie sich auf den Koran, dann kommen Sie durch.

Und denken Sie immer daran, was mit Leuten passiert, die es wagen, Probleme rund um den Islam anzusprechen. Tobias Huch zum Beispiel lebt seit einiger Zeit unter massiven Morddrohungen von Islamisten.

Aber hey, Schwamm drüber. Es sind nur Koranverse, wenn auch gewiss „aus dem Zusammenhang gerissen.“

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Offener Brief von Gerd Buurmann an Claus Kleber

Am 6. Oktober 2016 stellte das ZDF heute journal ein neues Computerspiel vor und Claus Kleber war begeistert. Ziel des Spieles ist es, Mauern zu errichten, damit die Blicke von Männern nicht auf Frauen fallen können. Claus Kleber frohlockt:

„Das mit den Absperrschildern ist eine originelle Herausforderung.“

Entwickelt wurde das Spiel in einem Unternehmen in Gaza, in dem Frauen entweder Kopftuch tragen oder vollverschleiert sind. Geschlechterapartheid nennt sich das. In Gaza herrscht in diversen Lebenssituationen Apartheid. Nicht nur Geschlechter werden dort radikal getrennt, sondern Homosexuelle werden dort getötet und sämtliche Juden wurden bereits vor Jahren vertrieben. In Gaza wird alles verfolgt, was nicht in die frauen-, juden- und homosexuellenfeindliche Ideologie der islamfaschistischen Hamas passt.

Die Hamas hat seit Januar 2010 über 7500 Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert. Es ist das erklärte Ziel der Hamas, alle Juden weltweit zu vernichten. So jedenfalls steht es in der Gründungscharta der Hamas unter Artikel 7. Um sich gegen diesen Hass zu schützen, kontrolliert Israel scharf die Grenze zu Gaza.

Gaza ist ein brutaler Streifen der Apartheid. Ständig werden dort Mauern errichtet. Das ZDF kritisiert diese Mauer jedoch nicht. Das ZDF toleriert und feiert diese Mauern sogar, indem Claus Kleber ein Spiel als originell präsentiert, das in diesem Regime entwickelt wurde und in dem es einzig und alleine darum geht, Mauern zu errichten. Diese Mauer findet Claus Kleber lustig und lacht.

Die einzige Mauer, die in dem Bericht kritisiert wird, ist die Grenze zu Israel. Zu Beginn des Berichts erklärt Claus Kleber:

„Die Freiheit des Netzes ist natürlich besonders wichtig, wo Mauern Menschen einsperren, im Gazastreifen, einem ganz schmalen Stück Palästinenserland, zwischen israelischen Grenzzaun und Mittelmeer, das ebenfalls von Israel gesperrt wird, auch dafür gibt es Gründe.“

Lieber Claus Kleber,

ja, dafür gibt es Gründe! Die Hamas sieht sich selbst in der Tradition Hitlers. Die Hamas salutiert oft mit dem Hitlergruß. Sie ist stolz darauf, dass der Gazastreifen „judenrein“ ist. Bevor Sie sich also über jene Grenze aufregen, die einzig und allein deshalb von Israel so streng kontrolliert werden muss, um unzählige Terroristen daran zu hindern, nach Israel zu gehen, um dort Juden zu ermorden, so wie es die Charta der Hamas in Artikel 7 fordert und wie es den Kindern in der Schule beigebracht wird, sollten Sie lieber jene Mauern kritisieren, die tagtäglich im Gazastreifen errichtet werden, um Menschen auszugrenzen.

Es sind die Mauern der Todeszellen, in denen Homosexuelle und Andersgläubige auf ihre Hinrichtung warten, es sind die Kopftücher und Körperschleier, diese Mauern aus Stoff, die über Frauen geworfen werden, um sie auszugrenzen und es sind die Trennwände, die in dem Computerspiel errichtet werden und die Sie, Herr Kleber, so unfassbar lustig und originell finden.

Mit Grüßen,
Gerd Buurmann

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