Tapfer im Nirgendwo am Reformationstag

Heute, am 31. Oktober, wird von evangelischen Christen in Deutschland und Österreich die Reformation der Kirche durch Martin Luther gefeiert. Ein guter Grund für Tapfer im Nirgendwo einmal alle Artikel der letzten Monate zu sammeln, die ohne Martin Luther nie geschrieben worden wären.

Am 30. Oktober 2016 schrieb ich einen Brief an den Ratsvorsitzenden der Evangelischen Kirche in Deutschland:

Sehr geehrter Heinrich Bedford-Strohm,

da möchte ich ihnen vehement widersprechen. Gerade auf dem Tempelberg war es besonders falsch, das Kreuz abzunehmen, denn es gab da mal jemanden, der sagte, genau dieser Ort, „soll ein Haus des Gebetes für alle Völker sein.“ Wissen Sie, wer das gesagt hat? Jesus! Kennen Sie den? Wenn nicht, schlagen Sie mal bei Markus 11, 17 nach.

Wissen Sie auch, was dieser Jesus mit Leuten gemacht hat, die den Ort, an dem Sie Ihr Kreuz abgenommen haben, nicht als einen Ort des Gebets für alle behandelt haben. Schlagen Sie mal bei Johannes 2, 15 nach. Jesus wurde erstaunlich ungemütlich:

„Er machte eine Geißel aus Stricken und trieb sie alle aus dem Tempel hinaus.“

Ich gebe zu, Jesus war an dem Tag etwas hart drauf. Sonst war er nicht so gewalttätigt. Eins aber war Jesus recht konsequent: Er stand zu seinen Überzeugungen und er leugnete seinen Glauben nie. Er ließ sich weder in der Wüste noch vom Hohen Rat von seinem Glauben abbringen. Aber hey, wer war schon dieser Jesus, nicht wahr, Herr Bedford-Strohm. Jesus war ein Jude und was man von Juden zu halten hat, sagte ja schon Ihr Religionsstifter Martin Luther. Hier weiterlesen.

Am 18. Oktober 2016 schrieb ich einen Bericht über einen Israelbesuch der Evangelischen Kirche in Deutschland:

Man stelle sich mal vor, der Vatikan würde jeden christlichen Feiertag Muslimen den Zutritt ins Land verweigern oder Juden und Muslime dürften am Sonntag den Platz vor dem Kölner Dom nicht betreten. Auf dem „muslimischen Tempelberg“ ist das jedoch möglich und die Evangelische findet nicht nur nichts dabei, sie spricht sogar vom „muslimischen Tempelberg“. Dabei geht dieser exklusive muslimische Anspruch auf den Tempelberg auf eine Schlacht vor 1400 Jahren zurück, wo der Anspruch mit brutaler Waffengewalt erstritten wurde und seither durch Intoleranz gegenüber anderen Religionen aufrechterhalten wird. Martin Luther war kein Moslem, aber hier stimmte er mit den islamischen Eroberern überein. Wenn es um Juden ging, erklärte Luther: „Man möge sie, wie gesagt, zum Lande austreiben.“ Hier weiterlesen.

Am 6. Oktober 2016 berichtete ich über eine Aktion des Hasses gegen Israel, die durch eine evangelische Gemeinde in Deutschland gefördert wurde:

Martin Breidert ist evangelischer Pfarrer und ein glühender Unterstützer der BDS-Kampagne. Ziel der BDS-Kampagne ist es, den Nahostkonflikt nicht durch Dialog, Verständigung und Aussöhnung zu lösen, sondern durch den radikalen Boykott der israelischen Seite. Egal wieviele Raketen die palästinensische Seite wirft und wie sehr dort Menschen verfolgt und ermordet werden, die BDS-Kampagne schlägt sich kompromisslos und ausnahmslos auf die Seite der Gegner Israels und erklärt damit, nicht an einem Frieden mit Israel interessiert zu sein.

Frieden kann man nur im Dialog und im Gespräch schließen, nicht aber mit jenen, die man boykottiert. BDS verweigert den Dialog mit Israel und fordert stattdessen den Boykott. Dabei ist ein Dialog möglich, wie Millionen Muslime beweisen.

Es gibt knapp 1,694,000 Muslime, die friedlich mit Juden zusammenleben. Sie sind die Nachbarn, Arbeitskollegen, Lehrerinnen, Anwälte, Richterinnen, Abgeordneten, Polizisten, Feuerwehrmänner, Soldatinnen, Köche, Sexualpartner und vieles, vieles mehr von Juden. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Sie leben miteinander, nicht nur weil sie miteinander leben wollen, sondern weil sie miteinander leben müssen. Sie teilen sich die selbe Heimat. Sie sind in Treue verbunden mit den Bäumen, Flüssen, Bergen, Meeren, Seen, Städten, Dörfern und Wüsten ihrer Heimat, die sie oft in ihre Gebete einschließen. Sie sind eine Familie! Manche sind entfernte Verwandte, andere wiederum frisch nah Vertraute. 1,694,000 Muslime sagen Ja zu Juden und reichen die Hand zum Frieden. Sie boykottieren nicht!

All diese 1,694,000 Muslime werden allerdings von einer weltweit agierenden Kampagne des Hasses diskriminiert: BDS! Hier weiterlesen.

Am 25. August 2016 schrieb ich eine Abhandlung über eine Geschichte der Verharmlosung. Diese Abhandlung erschien ebenfalls in der Jüdischen Rundschau:

Bevor das Wort Antisemitismus auftauchte, sprach man von Antijudaismus. Der Hass auf Juden wurde in Europa lange von Christen geprägt. Sie nannten Juden Kindermörder, verfolgten sie und griffen ihre Synagogen an. Einer der bekanntestes Einpeitscher des Antijudaismus‘ war Martin Luther. In seiner Abhandlung „Über die Jüden und ihre Lügen“ erklärte er:

„Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

In seinem „Handbuch über die Judenfrage“ forderte er:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich …“ Hier weiterlesen.

Am 28. Juni 2016 schrieb ich über einen Lehrer, der wegen seiner Meinung zu Martin Luther verurteilt wurde:

Es gibt einige Beispiele dafür, dass Menschen wegen ihrer Meinung verurteilt wurden. Der pensionierte Mathelehrer Albert Voß zum Beispiel wurde verurteilt, weil er diese Sprüche auf die Heckscheibe seines Autos geklebt hatte:

„Wir pilgern mit Martin Luther: Auf nach Rom! Die Papstsau Franz umbringen. Reformation ist geil!“ Hier weiterlesen.

Am 26. Januar 2016 schrieb ich einen Artikel über den Deutschlandfunk über die christlich-jüdische Zusammenarbeit in Deutschland:

Martin Luther hat Texte verfasst, die es locker mit „Mein Kampf“ aufnehmen können. Es ist daher fast lächerlich, von einer christlich-jüdischen Zusammenarbeit in Europa zu sprechen. Die christlich-jüdische Zusammenarbeit in Europa bestand zum größten Teil aus einer Verfolgung von Juden durch Christen. Hier weiterlesen.

Am 27. Oktober 2015 schrieb ich einen Artikel über Ann Coutler und da erwähnte ich auch Martin Luther:

Das Christentum ist eine Gemeinschaft, die aus dem Judentum entstanden ist. Die frühen Christen verstanden ihre Lehre zuerst noch als Fortführung des Judentums und waren eine unter vielen jüdischen Sekten. Im Verlaufe der Zeit wurden die jüdischen Wurzeln allerdings immer mehr abgestreift und eine Annährung an das Römische Reich vollzogen. Im Zuge dieser Trennung wurde aus einer subjektiven Fortentwicklung des jüdischen Glaubens eine Trennung und dadurch eine subjektive „Perfektionierung“ des jüdischen Glaubens. Das Christentum war geboren.

Dass sich Christen als „perfektionierte Juden“ verstehen, kann man auch an der mittlerweile zweitausendjährige Geschichte des Christentums erkennen. Der Umgang vieler Christen, also der „perfektionierten Juden“ mit jenen Juden, die sich einer Perfektionierung verweigerten, wurde immer brutaler. Einen traurigen Höhepunkt fand diese Brutalität in dem Reformator Martin Luther. Hier weiterlesen.

Am 15. September 2015 schrieb ich einen Essay zur digitalen Ethik und kam dabei auch auf Martin Luther zu sprechen:

Die Reformation von Martin Luther war eine Buchdruck-Revolution, so wie die Aufstände im arabischen Raum vor einigen Jahren eine Facebook– und Twitter-Revolution waren. So wie der Buchdruck zur Reformation führte, was die Spaltung der Kirche zur Folge hatte und im Dreißigjährigen Krieg einen brutalen Höhepunkt erreichte, so sorgt heute das Internet dafür, dass sich im arabischen Raum die Gläubigen spalten. Heute haben alle Muslime den gleichen Zugang zum Internet, mögen sie nun Reformmuslime sein oder Angehörige des Islamischen Staates, und so wie damals sind die Reformatoren ebenso jundenfeindlich wie die Konservativen, teilweise sogar noch judenfeindlicher! Es war ein Reformator, der den Judenhass in den Mainstream schrieb. Sein Name war Martin Luther. Hier weiterlesen.

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Die Galerie Kir Royal nimmt Stellung zu Hakenkreuz und Davidstern

Folgende Stellungnahme erreichte mich heute:

Sehr geehrter Herr Buurmann,

es ist richtig, wir haben auf unserem Stand auf der Art-Fair Köln ein Werk des Künstlers Juraj Kralik gezeigt.

Das Werk trägt den Namen “Le quattro stagioni III“ und stellt zwei Staatssymbole dar, zum einen ein Staatssymbol Deutschlands bis 1945 zum anderen ein gegenwärtiges Staatssymbol Israels.

Die Interpretation des Werkes lässt der Künstler offen bzw. er überlasst sie dem Betrachter.

Die von Ihnen erwähnte Interpretation ist durchaus möglich und sicherlich genau so korrekt, wie mehrere Dutzend anderer Interpretationswege, die mir spontan einfallen könnten.

Mir ist sehr daran gelegen, mit diesem Werk zu einem gesellschaftskritischen Diskurs anzuregen bzw. aufzufordern.

Sollte ich mit der Ausstellung des Werkes Besucher aufgeregt, verärgert oder verletzt haben, tut mir das sehr leid, jedoch stehen Pressefreiheit und Freiheit der Kunst als unumstößliche Grundsätze unserer Demokratie über den Empfindungen eines Einzelnen.

Mit freundlichen Grüßen,
Juan Cárdenas Romero
www.kirroyal.es

***

Es geht um dieses Werk:

Es ist nur eine Frage der Perspektive, ob man Hakenkreuz oder Davidstern sieht.

Im Rahmen der Art.Fair in Köln wurde dieses Werk in den Kölner Messehallen gezeigt, also dort, wo Adolf Hitler am 19. Februar 1933 auf einer Wahlkundgebung der NSDAP sprach, wo vom 22. bis 30. April 1933 die nationalsozialistische „Deutsche Woche“ unter dem Titel „Denk deutsch – kauf deutsch“ stattfand, wo nationalsozialistische Messen stattfanden, die die Vorstellungen der Nationalsozialisten von einer „gesunden Rasse“ spiegelten, wo polnische und französische Kriegsgefangene eingesperrt wurden, wo Zwangsversteigerungen von jüdischem Eigentum vorgenommen wurden, das die Deportierten in ihren Wohnungen zurücklassen mussten und wo ein Zwischenlager für Juden, Sinti und Roma aufgebaut wurde, die von der Messe Köln aus dann nach Polen zur Vernichtung deportiert wurden.​

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„Die Universität war eine Kriegszone.“

Am 27. Oktober 2016 wurden Juden aus einer Londoner Universität entfernt, da die Polizei nicht mehr für ihre Sicherheit garantieren konnte.

Das Mittel der Judenhasser war schon immer Gewalt! Am 27. Oktober 2016 brach diese Gewalt in einer Universität in London aus, als dort ein Vortrag eines Gastredners aus Israel stattfinden sollte. Als die Polizei den Tatort des Judenhasses erreichte, zeigte sich ihnen eine schreckliche Szene:

Die rund 25 Studentinnen und Studenten des angegriffenen Vortrags hatten sich gemeinsam mit ihrem Dozenten Hen Mazzig in einem kleinen Raum eingeschlossen, während sich draußen der gewalttätige Mob formierte. Eine Studentin beschreibt die Situation wie folgt:

„Es gab viel Geschrei und viele schlugen gegen die Türen. Wir alle hatten Angst, aber wir versuchten uns, auf den Vortrag zu konzentrieren. Es war wahnsinnig. Trotz der Schläge von draußen sprach Hen weiter von Frieden. Das war wirklich sehr schön, denn wir waren vereint und sangen das Lied der Hoffnung trotz des Lärms von draußen.“

Der Dozent Hen Mazzig, der als Beauftragter für humanitäre Angelegenheiten eingeladen war, erklärte später: „Ich bin überrascht, dass sie ausgerechnet meine Botschaft des Friedens und der Koexistenz anvisiert haben. Es war wirklich schwer, über den ganzen Lärm zu sprechen.“

Ich kann mir gut vorstellen, warum ausgerechnet Hen Mazzig anvisiert wurde. Er ist Jude, Israeli und schwul. Das sind drei Eigenschaften, die sowohl von der Hamas als auch der Fatah verfolgt werden! Die Verantwortlichen der palästinensischen Bewegung machen keinen Hehl daraus, dass „Free, Free Palestine“ nichts anderes bedeutet als: Tötet die Juden, vernichtet Israel und richtet die Homosexuellen hin. Die Demonstranten rufen somit: „From the river to the sea Palestine will be free of jews, Israelis and gays!“

Schon zwei Mal musste die Veranstaltung von Hen Mazzig im Vorfeld abgesagt werden, da die Sicherheit nicht gewährleistet werden konnte. Am 27. Oktober 2016 schließlich fand die Veranstaltung statt. Sie endete jedoch in einem gewalttätigen Chaos.

Als es einigen im Mob gelang, ein Fenster gewaltsam zu öffnen, war der Polizei klar, dass die Gewalt explodierte. Da jedoch nur rund 20 Polizeibeamte anwesend waren und der judenhassende Mob zu groß war, konnte nicht gegen den Mob vorgegangen werden. Stattdessen wurden die 25 Angegriffenen aus der Universität entfernt. Hen Mazzig beschreibt die Situation wie folgt:

„Nach einem Gespräch mit der Polizei wurde ich von der Polizei weggeführt. Mir wurde gesagt, ich solle so schnell wie möglich laufen. Ich hatte mehr Angst als bei meinem IDF-Dienst.“

Als Hen Mazzig mit den Studierenden die Universität verlassen musste, waren sie gezwungen durch eine lange Gasse von hasserfüllten Menschen zu gehen, die auf sie einbrüllten. Immer wieder schlugen die Worte „Schämt Euch“ auf sie ein.

Später schrieb Hen Mazzig auf Twitter: „Der Campus war eine Kriegszone und die Straßen sind der sichere Ort. Ich bin raus. Mein Gott.“

Eine weitere Teilnehnerin des Vortrags, die angibt, körperlich attackiert worden zu sein, erklärte später: „Ich wurde angegriffen. Wir wurden angegriffen. Aber die Freiheit wird sich durchsetzen. Hen Mazzig hat eine tolle Arbeit geteilt. Er teilt seine Botschaft inmitten eines Sturms des Hasses.“

Die Union der jüdischen Studentinnen und Studenten hat bereits eine Erklärung abgegeben:

„Es gibt es keine Ausreden für das, was passiert ist. Die Tatsache, dass diese Gewalt und Feindseligkeit stattfinden konnte, ist eine absolute Schande. Die UCL-Freunde Israels wollten lediglich Studenten in eine Diskussion über Israel einbinden, aber sie trafen auf eine Mauer der Intoleranz und Einschüchterung, die darauf abzielte, die freie Meinungsäußerung zu beenden. Das Recht auf Meinungsfreiheit war erschreckend, ernsthaft gefährdet. Die studentischen Demonstranten haben alles getan, damit Hen Mazzig, ein bekannter israelischer Friedensaktivist, keine sichere Plattform hatte für seine Erfahrungen als Vermittler zwischen Palästinensern und Israelis. Wir sind äußerst enttäuscht, dass anstatt eines konstruktiven Abends des Dialogs mit einem Mann, der der palästinensischen Sache zutiefst sympathisch gegenübersteht, sich die Palästinensische Gesellschaft dazu entschieden hat, mit Einschüchterungen gegen jene vorzugehen, die teilnehmen wollten. Studenten, die jüdisch sind oder mehr lernen wollten, wurden in ihren Grundfesten erschüttert.“

Dieser Hass ist nicht neu. Tapfer im Nirgendwo präsentiert eine kleine Auswahl von Aufnahmen, die allesamt zeigen, wie Menschen niedergeschrieen, bedroht oder aus Hörsälen vertrieben werden, nur weil sie eine pro-israelische Haltung haben oder einfach nur Juden sind. Schauen Sie sich diese Aufnahmen an. Sie können hinterher nicht sagen, sie hätten von nichts gewusst.

Musiker werden in der Royal Albert Hall in London niedergebrüllt, weil sie Israelis sind:

Ein Mensch wieder an einer Universität niedergebrüllt, weil er ein Israeli ist:

Ein Mann wird an einer Universität niedergebrüllt, weil er Israeli ist:

Ein Mann beleidigt einen Menschen und brüllt ihn an, weil er Israeli ist:

Ein Konzert wird gestört, weil die Musiker Israelis sind:

An der Universität von Chicago wird ein Politiker niedergebrüllt, weil er Israeli ist:

Auch in Washington wurde er niedergebrüllt:

Israelis werden niedergebrüllt und beleidigt:

Unter „Allahu Akbar“-Rufen wird der Künstler Lars Vilks attackiert, mit der Begründung, er arbeite für „die Zionisten“:

Judenhass auf Berliner Straßen, ab Minute 0:45 richtig widerwärtig:

Ab Minute 2:57 wird gerufen: „Tod den Juden. Adolf Hitler!“:

Für Juden und Israelis sind Universitäten, Konzertsäle, Vortragsräume und Straßen in Europa zu Kriegszonen geworden. Mittlerweile werden sie sogar von der Polizei entfernt, weil sie nicht mehr für ihre Sicherheit garantieren kann. Sind wir bereit, diese Entwicklung einfach so hinzunehmen?

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Gerd Buurmann auf der Art.Fair in Köln mit Hakenkreuz und Davidstern

Auf der Art.Fair in Köln ist in dem Austellungsbereich der Galerie Kir Royal aus Spanien ein Bild von Juraj Kralik zu sehen, das von der einen Seite betrachtet die Naziflagge zeigt, mit roter Fläche, weißem Kreis und einem schwarzen Hakenkreuz, von der anderen Seite betrachtet jedoch den Davidstern im weißen Kreis auf blauem Boden. Es ist nur eine Frage der Perspektive, ob man Hakenkreuz oder Davidstern sieht.

Ich möchte nur zu gern wissen, was sich die Galerie dabei gedacht hat, ein Bild zu zeigen, wo ein Hakenkreuz zum Davidstern wird, ausgerechnet in den Hallen, wo Adolf Hitler am 19. Februar 1933 auf einer Wahlkundgebung der NSDAP sprach, wo vom 22. bis 30. April 1933 die nationalsozialistische „Deutsche Woche“ unter dem Titel „Denk deutsch – kauf deutsch“ stattfand, wo nationalsozialistische Messen stattfanden, die die Vorstellungen der Nationalsozialisten von einer „gesunden Rasse“ spiegelten, wo polnische und französische Kriegsgefangene eingesperrt wurden, wo Zwangsversteigerungen von jüdischem Eigentum vorgenommen wurden, das die Deportierten in ihren Wohnungen zurücklassen mussten und wo ein Zwischenlager für Juden, Sinti und Roma aufgebaut wurde, die von der Messe Köln aus dann nach Polen zur Vernichtung deportiert wurden.​

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Hakenkreuz und Davidstern auf der Art.Fair in Köln

Heute erreichte mich per Mail dieses Video eines Austellungsstücks auf der Art.Fair in Köln. Das Video wurde von einer Besucherin gemacht:

Zu sehen ist ein Bild, das von der einen Seite betrachtet die Naziflagge zeigt, mit roter Fläche, weißem Kreis und einem schwarzen Hakenkreuz, von der anderen Seite betrachtet jedoch den Davidstern im weißen Kreis auf blauem Boden.

Es ist nur eine Frage der Perspektive, ob man Hakenkreuz oder Davidstern sieht.

Ich fragte die Frau, die mir das Video geschickt hatte, wie das Werk heiße und wer die Person sei, die es geschaffen habe. Die Antwort war kurz:

„Ich habe leider den Name des Künstlers, noch den Name der Galerie. Ich war unter Schock! Das Bild hängt bei der Art.Fair in den Köln Messe Hallen 1 und 2 im ersten Obergeschoss rechts von den Rolltreppen. Die Messe dauert noch bis zum 30. Oktober 2016.“

Da ich heute nicht zur Art.Fair kann, könnte vielleicht ein Leser oder eine Leserin mir alle Informationen zu dem Werk zukommen lassen?

gerdbuurmann@hotmail.de

Ich möchte nur zu gern wissen, was sich die Kuratoren dabei gedacht haben, ein Bild zu zeigen, wo ein Hakenkreuz zum Davidstern wird, ausgerechnet in den Hallen, wo Adolf Hitler am 19. Februar 1933 auf einer Wahlkundgebung der NSDAP sprach, wo vom 22. bis 30. April 1933 die nationalsozialistische „Deutsche Woche“ unter dem Titel „Denk deutsch – kauf deutsch“ stattfand, wo nationalsozialistische Messen stattfanden, die die Vorstellungen der Nationalsozialisten von einer „gesunden Rasse“ spiegelten, wo polnische und französische Kriegsgefangene eingesperrt wurden, wo Zwangsversteigerungen von jüdischem Eigentum vorgenommen wurden, das die Deportierten in ihren Wohnungen zurücklassen mussten und wo ein Zwischenlager für Juden, Sinti und Roma aufgebaut wurde, die von der Messe Köln aus dann nach Polen zur Vernichtung deportiert wurden.

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Nachtrag: Bei dem Künstler soll es sich um Juraj Kralik handeln. Die Galerie soll Kir Royal heißen und kommt aus Spanien.

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The United Nation’s subtle war

Almost seventy years ago, there were about 1.35 million refugees on the move. Today, the children and grandchildren of a little less than 40% of these refugees receive one billion dollars annually from the United Nations, financed largely by the United States of America and the European Union, while the descendants of just over 60% of these refugees get nothing! One billion dollars for forty percent, nothing for sixty percent. What is the reason for this unfair distribution?

The proposal to establish two independent states, as supported by a two thirds majority in the United Nations General Assembly on 29 November 1947, was accepted by the Israelis, but refused by the Arabs. Instead, Arabs joined Egypt, Saudi Arabia, Jordan, Lebanon, Iraq and Syria in a joint war to destroy the newly founded state of Israel. The war caused two groups of refugees; one numbering 500,000, the other 850,000. Let’s start with the smaller group.

When Israel was founded in 1948, the Arab world declared a war of annihilation against Israel. In the wake of this ongoing war and the belief in the promises of the Arab nations that after the destruction of Israel, Arabs could return to the region as victors, a half million people left their homeland. Despite the fact that most of them were not forced to leave – at least not from the Israelis -, Israel offered the resident Arabs to become full-fledged citizens of the new nation. 160,000 Arabs accepted that offer. There are now over a million Arab Israelis, composing 20% of the Israeli population, who all have equal citizenship rights. They are the only Arabs in the Middle East who, without fear of discrimination or persecution, enjoy freedom of speech, live by or criticize religious beliefs and can be openly homosexual and feminist. They are the only Arabs in the Middle East who can participate in free elections. Their Prime Minister is Benjamin Netanyahu (as of October 2016). However, the half million Arabs who fled seventy years ago are still considered refugees today and receive one million dollars a year in aid.

Let’s take a look at the other 850,000 refugees. In the course of the ongoing war of annihilation against Israel, 850,000 Jews were expelled from their Arab homelands. They were robbed of their possessions and their citizenship was revoked. There are even Arab nations that have perfected their policies of expulsion so that in 2001 there was not a single Jew living in Libya and Algeria, for example. While more Arabs live as full-fledged citizens of a democratic Israel today than in 1948, over 99% of all Jews in Arab countries have since disappeared. There were many terrible pogroms against Jews, including the pogroms of Aleppo, Cairo and Aden.

In this context, it’s absolutely cynical to talk of expulsion and genocide, and not mention the massive reduction of the Jewish population in Arab countries down to 0.9% and the near doubling of the Arab population in Israel. What happened to the 850,000 Jewish refugees?

Many of them emigrated to Israel, others found a new home in other countries, and those who needed help with their new refugee situation were supported by the United Nations until 1951, the year the UNHCR agency started its activities. The Office of the High Commissioner is responsible for the protection of millions of refugees and displaced persons worldwide and is also active in the area of humanitarian aid. The authority is the successor organization of the refugee commissariat of the League of Nations. In 1954, as well as in 1981, the agency was awarded the Nobel Peace Prize and in 1986 won the Balzan Prize for Humanity, Peace and Fraternity among the nations because of its successes in making citizens out of refugees. The UNHCR is thus a well-functioning authority. Why, then, does the agency fail in dealing with Arab refugees?

While the 850,000 Jewish refugees and displaced persons once again retained a national citizenship, the other group of 500,000 refugees has since swelled to 4.7 million and lives in crowded camps in Arab countries to this day. The only Palestinians who now have civil rights are the 1.25 million Israeli Palestinians. Why does the UNHCR seemed to have failed? The answer is surprisingly simple: because the UNHCR is not responsible for the Palestinians.

The Arab Palestinian refugees are the only group for which the United Nations has a separate authority: the UNRWA. The United Nations Relief and Works Agency for Palestine Refugees in the Middle East is a temporary UN aid program, which has been regularly extended for three year periods since its founding in 1949. The agency’s headquarters was situated first in Beirut, then in Vienna in 1978 due to unrest in Lebanon and since 1996 in Gaza.

Although the UNRWA is a temporary agency and could at any time be incorporated into the UNHCR, UNRWA continues to exist. Why? What distinguishes the Palestinian refugee from all other refugees in the world? Why are these refugees treated differently from all other refugees? The answer lies in the different goals of the two agencies. While the task of the UNHCR is to make citizens out of refugees, the UNRWA maintains Arab Palestinians in their refugee status through the establishment of specific criteria:

Firstly, while UNHCR refugees lose their refugee status as soon as they become citizens of a member country of the United Nations, Arab Palestinian UNRWA refugees retain their refugee status even if they obtain a national citizenship.

Secondly, while the descendants of UNHCR’s refugees cannot inherit refugee status, UNRWA refugees can pass on their refugee status generation to generation, ad infinitum.

Thirdly, while the UNHCR promotes and supports naturalization of refugees, UNRWA avoids the issue of naturalization of Arab Palestinian refugees in their host countries.

For these three peculiarities, UNRWA obtained a budget of US $ 907,907,371 in 2012. Despite all this money, UNRWA has not helped a single Arab Palestinian to discard his or her refugee status. Israel, however, has helped all Palestinians who remained in 1948 to become citizens. Israel is therefore more successful in helping Palestinians than the United Nations! Israel is the only country in the Middle East to guarantee Palestinians their human rights. However, the half million Arabs who left Israel, live in neighboring countries under inhumane conditions. They are often denied education and medicine, they are not allowed to build houses or accept jobs. In addition, they are prohibited from acquiring citizenship in all these countries except Jordan. Under these inhumane conditions, one half million refugees have now become 4.7 million eternal refugees. 4.7 million persons who, under the auspices of the United Nations, are denied any hope of a better future as free citizens, 4.7 million eternal refugees who are not fortunate enough to belong to the 1.25 million Palestinians living in a democratic country that strives for freedom: Israel!

Apart from Israel, no one seems to care about the welfare of the Palestinians. Why? Why are Arab countries so intent on keeping Arab Palestinians in their refugee status? The President of Egypt gave an answer back in September 1960: „When the refugees return to Israel, Israel will cease to exist.“

Let us suppose that the 850,000 Jewish refugees would have the same right of return as many ascribe Arab refugees. The United Nations would have to promote and support Jewish return to Egypt, Libya, Syria, Yemen and all the other Arab countries where Jews had once lived. Not only that, those Arab countries would have to be forced to surrender land to Jews with innumerable resolutions, because they are occupiers. The UN would have to work towards the establishment of independent Jewish enclaves, whereby Arab regimes would have to retreat from Jewish territories.

The eternal Arab Palestinian refugee situation is particularly useful for the enemies of Israel. Sir Alexander Galloway, a former UNRWA chairman, said in August 1958: „The Arab countries do not want to solve the refugee problem. They want to keep it as an open wound, as an affront to the United Nations and as a weapon against Israel. Arab leaders could care less whether Arab refugees live or die.“

The United Nations ensures that Arab refugees and their descendants remain chained to their past. The United Nations supports their wailing and complaining, but prevents them from escaping their status as refugees. These artificially created refugees, a standing army against Israel, are financed with a billion dollars annually from a separate fund set up by the UN, while the descendants of Jewish refugees today are not getting one measly penny of „refugee aid“. That’s what I call subtle warfare against Israel.

(Translation: William Wires)

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Was ist denn mit den Südländern los?

Was ist denn mit den Italienern, Griechen, Portugiesen oder Spaniern los? Wenn man den Begriff „Südländer“ auf Google News eingibt, dann kommen nur schlimme Nachrichten.

Sehr geehrte Journalistinnen und Journalisten, die ihr über Südländer schreibt,

wenn die Herkunft der Verdächtigen für Euch schon erwähnenswert ist, könntet Ihr dann bitte etwas genauer sein? Waren es Italiener, Griechen, Portugiesen oder Spanier? Oder sind Sie etwa der Überzeugung, dass ein Südländer wie der andere ist, ganz nach dem Motto: „Südländer eben, da kann man nichts machen. Sehen eh alle gleich aus. Wer kann die schon auseinander halten?“

Ich habe da einen Vorschlag:

Das nächste Mal, wenn Nazis wieder ihr Unwesen treiben, dann schreiben Sie nicht, dass es Nazis waren. Schreiben Sie lieber: „Die Täter waren Deutsche.“ Wenn Mitglieder der NPD etwas verbrechen, dann schreiben Sie nicht „Die Täter sind NPD-Mitglieder“, sondern: „Die Täter sind Mitglieder einer bundesdeutschen Partei.“ NPD, SPD, FDP, CDU, Grüne, wo ist schon der Unterschied? Wenn ein katholischer Priester ein Kind missbraucht, dann schreiben sie: „Der Täter war ein tiefgläubiger Mann.“ Christen, Moslems, Juden, Buddhisten, alles der gleiche Käse!

Und wo wir schon mal dabei sind: Dass Sie bei Berichten über Vergewaltigungen immer das Geschlecht angeben, ist üble Diskriminierung. Vergewaltigungen haben mit Männern nichts zu tun. Nicht alle Männer sind Vergewaltiger. Die Mehrheit der Männer sind anständige Menschen. Frauen, die stets betonen, dass ihre Vergewaltiger Männer waren, müssen sich nicht wundern, wenn Männer sich irgendwann wehren! In Zukunft berichten Sie bitte so:

„Gestern wurde in Haselünne ein Mensch von einem Menschen vergewaltig!“

Nein, lassen Sie besser auch Haselünne weg. Schreiben Sie:

„Gestern wurde in einem Teilbereich der Milchstraße ein Mensch von einem Menschen vergewaltigt.“

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Heribert Prantls Terror

Boah, Heribert Prantl, wegen Menschen wie Ihnen wird es in Deutschland nie Serien wie „24“, „Boston Legal“, „Dexter“ oder „House of Cards“ geben. Deutsche wie Sie tragen Schuld am dem grottenschlechten deutschen Fernsehen.

Alle oben genannten Serien beschäftigen sich radikal, manchmal sogar humorvoll mit den extremsten ethischen Dilemmas, von Folter bis zu dem Thema, das auch in Ferdinand von Schirachs Stück „Terror“ verhandelt wird. In keiner der oben genannten Serien kommt der Zuschauer mit einer einfachen, staatstragenden, dem Grundgesetz der Bundesrepublik Deutschland und der Verfassung der Vereinigten Staaten von Amerika genügenden Antwort davon.

All diese Serien sind hervorragend geschrieben, gespielt und produziert. Sie sind hoch unterhaltsam und verleiten uns dennoch dazu, nachzudenken. Wissen Sie warum das amerikanische Fernsehen so gut ist? Weil die Menschen in den USA mehrheitlich an Kunstfreiheit glauben. In den USA hat zudem jeder das Recht, selbst den größten Quatsch zu behaupten, wie zum Beispiel, dass ein Fernsehfilm mündige Bürger dazu verleiten könne, wichtige Rechtsprinzipien zu verraten. So ein Mann veröffentlicht dort jedoch nicht als Rechtsexperte in großen Zeitungen, sondern er verdingt sein Unterhalt als clownesker Expertendarsteller in antidemokratischen Spartenkanälen.

In dem Film „Terror“ wurde das Publikum zu eine Art Geschworenenjury gemacht. Das ist erst mal nichts weiter als eine künstlerische Entscheidung. RTL lässt im Dschungelcamp darüber abstimmen, aus welchem Arschloch Désirée Nick die nächste Kakerlake lutschen soll und die ARD stimmt in einem Film darüber ab, ob man 70.000 fiktive Menschen dem sicheren Tod hätte ausliefern sollen. Das eine ist für die wahre Welt so bedeutsam wie das andere und beide Formate riechen gleich nach Grimmepreis!

RTL ist sogar ein wenig einflussreicher auf die Welt, denn die Nick wird die Kakerlake wirklich fressen, während die ARD nur Fiktion ist. CNN lässt derweil über den nächsten Präsidenten abstimmen. Verleitet CNN auch zum Verrat?

Wirklich schuldig hat sich bei dem Film „Terror“ niemand gemacht, außer vielleicht die Expertendarsteller, die jetzt ernsthaft darüber diskutieren, ob ein Fernsehfilm das überhaupt darf. Darf Kunst das? Ist das nicht Aufstachelung und Verleitung des Mobs?

Was für ein obrigkeitshöriges Untertanengewäsch! „Terror“ ist nur ein interaktiver Film. Es ist Kunst, Theater, das, was im antiken Griechenland unbedingt zur Demokratie dazu gehörte und wo von Kindsmord („Medea“) bis Terrorismus („Antigone“) alles verhandelt wurde. Zu diesen Theaterstücken hätte Heribertles bestimmt geschrieben:

„Das ist nicht Rechtserziehung, das ist Erziehung zum Rechtsmissbrauch. Das ist Anleitung zu einem Denken, wonach man das Recht gegen den Terror nur mit Unrecht bekämpfen könne.“

Zu der Serie „24“ würde Mr Prantl gewiss schreiben:

„Mit der Methode Surnow & Cochran kann man auch Waterboarding zu einer notwendigen, schuld- und straflosen Terrorbekämpfungs-Handlung machen. Mit der Methodekann man am nächsten Themenabend auch einen Folterer als schuldlos freisprechen. Das ist Populisten-Porno.“

Heribert, es ist nur Theater! Es ist nur Fernsehen! Komm mal darauf klar!

Und überhaupt, die entscheidende Frage ist, um welches Stadion es sich handelt. Wenn ich darüber entscheiden soll, ob ein Flugzeug mit 164 Leuten in ein vollbesetztes Stadion fliegen soll, muss ich schon wissen, zu welcher Fußballmannschaft das Stadion gehört, denn es gibt einige Vereine, da würde ich das Flugzeug ohne Probleme rein fliegen lassen.

Was, wenn der Mann das Flugzeug nicht abgeschossen hätte mit der Begründung, er mochte die Leute nicht, die im Stadion sitzen? Was, wenn im Flugzeug ein Mensch sitzt, den Sie mögen? Was, wenn im Stadion Menschen sitzen, die Sie hassen? Wie würden Sie entscheiden?

Wer weiß, säße Heribert Prantl im Stadion und wäre ich der Soldat, ich wäre vermutlich auf der Seite des Grundgesetzes.

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Der geschickte Krieg der Vereinten Nationen

Vor knapp siebzig Jahren kam es zu einem Flüchtlingsstrom von ungefähr 1,35 Millionen Menschen. Heute bekommen die Kinder und Kindeskinder von etwas weniger als 40% dieser Flüchtlinge jährlich eine Milliarde Dollar von den Vereinten Nationen, während die Nachfahren von etwas mehr als 60% dieser Flüchtlinge nichts bekommen! Eine Milliarde Dollar für vierzig Prozent, nichts für sechzig Prozent. Wie kommt es zu dieser ungerechten Verteilung?

Als am 29. November 1947 im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen mit Zweidrittelmehrheit sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils eines unabhängigen Staates angeboten wurde, nahm die israelische Seite dieses Angebot an, während die arabische Seite die Annahme eines unabhängigen Landes verweigerte und sich stattdessen zusammen mit Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien an einem gemeinsamen Krieg zur Vernichtung des neu gegründeten Israels engagierte. Im Zuge dieses Krieges kam es zu zwei Flüchtlingsströmen. Der eine Strom bestand aus 500.000 Flüchtlingen, der andere aus 850.000 Flüchtlingen. Beginnen wir mit den 500.000 Flüchtlingen.

Als im Jahre 1948 Israel gegründet wurde, erklärte die arabische Welt Israel den Vernichtungskrieg. Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges und im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die Region zurückkehren, verließen 500.000 Menschen ihre Heimat; und das obwohl die meisten von ihnen nicht dazu gezwungen wurden, jedenfalls nicht von israelischer Seite – im Gegenteil: Israel bot den Arabern sogar an zu bleiben, um vollwertige Bürger des Landes zu werden. 160.000 Araber nahmen dieses Angebot an. Mittlerweile gibt es 1.250.000 arabische Israelis. Das sind 20% der israelischen Bevölkerung mit allen Rechten der Staates. Es sind die einzigen 1,25 Millionen Araber im Nahen Osten, die ohne Angst ihre Meinung sagen, ihren Glauben leben oder kritisieren, homosexuell und feministisch sein können, ohne dafür verfolgt zu werden. Es sind die einzigen Araber im Nahen Osten, die an freien Wahlen teilnehmen können. Ihr Premierminister heißt Benjamin Netanjahu (Stand: Oktober 2016). Die 500.000 Araber jedoch, die flüchteten, sind noch heute Flüchtlinge und bekommen 1.000.000.000 Dollar im Jahr.

Schauen wir uns nun die anderen 850.000 Flüchtlinge an. Im Zuge des bis heute anhaltenden Vernichtungskrieges gegen Israel wurden 850.000 Juden aus ihrer arabischen Heimat vertrieben. Ihnen wurden ihr Besitz und ihre Staatsbürgerschaften genommen. Mittlerweile gibt es sogar arabische Nationen, die ihre Vertreibungspolitik derart perfektioniert haben, dass im Jahre 2001 dort kein einziger Jude mehr lebte, zum Beispiel Libyen und Algerien. Während in Israel heute mehr Araber leben als im Jahr 1948, und zwar als vollwertige Bürger eines demokratischen Landes, sind im selben Zeitraum über 99% aller Juden aus den arabischen Ländern verschwunden. In dieser Zeit fanden viele schreckliche Pogrome gegen Juden statt, u.a. die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden.

Es ist in diesem Zusammenhang ein unbeschreiblicher Zynismus, dass in diesem Zusammenhang sehr oft von Vertreibung und Völkermord die Rede ist, damit allerdings nicht die Reduzierung der jüdischen Bevölkerung in den arabischen Ländern auf 0,9% gemeint ist, sondern die beinah Verdoppelung der arabischen Bevölkerung in Israel. Was geschah mit den 850.000 jüdischen Flüchtlingen?

Viele von ihnen wanderten nach Israel aus, andere fanden in anderen Ländern ein neues Zuhause, und jene, die Hilfe benötigten im Umgang mit ihrer neuen Flüchtlingssituation, fanden spätestens 1951 bei den Vereinten Nationen Unterstützung. Im Jahr 1951 nahm nämlich die UNHCR-Behörde ihre Tätigkeit auf. Das Hochkommissariat ist mit dem Schutz von Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen weltweit beauftragt und ist auch im Bereich der humanitären Hilfe tätig. Die Behörde ist Nachfolgeorganisation des Flüchtlingskommissariats des Völkerbundes. 1954 sowie auch 1981 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis und 1986 mit dem Balzan-Preis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern ausgezeichnet, da sie erfolgreich dafür sorgt, aus Flüchtlingen wieder Bürger zu machen. Der UNHCR ist somit eine gut funktionierende Behörde. Warum also versagt sie im Umgang mit den arabischen Flüchtlingen?

Während die 850.000 jüdischen Flüchtlinge und Vertriebenen wieder Bürger eines Landes wurden, sind aus den 500.000 Flüchtlingen und Auswanderern mittlerweile über 4,7 Millionen Flüchtlinge geworden, die in arabischen Ländern bis zum heutigen Tage in Lagern gepfercht leben. Die einzigen Palästinenser, die heute Bürgerrechte besitzen, sind die 1,25 Millionen israelischen Palästinenser. Warum versagt der UNHCR in diesem Fall? Die Antwort ist so einfach wie verwunderlich: Weil der UNHCR für die Palästinenser nicht zuständig ist.

Die palästinensischen Flüchtlinge sind die einzige Gruppe, für die sich die Vereinten Nationen eine eigene Behörde leistet: UNRWA. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten ist ein temporäres Hilfsprogramm der Vereinten Nationen, das seit seiner Gründung 1949 regelmäßig um drei Jahre verlängert wird. Der Hauptsitz des Hilfswerkes war zunächst Beirut, wurde 1978 aufgrund der Unruhen im Libanon nach Wien und 1996 weiter nach Gaza verlegt.

Obwohl die UNRWA nur eine temporäre Behörde ist und jederzeit im UNHCR aufgehen könnte, bleibt die UNRWA bestehen. Warum? Was unterscheidet den palästinensischen Flüchtling von allen anderen Flüchtlingen dieser Welt? Warum ist dieser Flüchtling anders als alle anderen Flüchtlinge? Die Antwort ist im Selbstverständnis der beiden Flüchtlingsbehörden zu finden. Während es die Aufgabe des UNHCR ist, Flüchtlinge wieder zu Bürgern zu machen, hält die UNRWA Palästinenser in ihrem Flüchtlingsstatus, indem sie besondere Kriterien anlegt:

Erstens: Während Flüchtlinge des UNHCR ihren Flüchtlingsstatus in dem Moment verlieren, da sie Bürger eines von den Vereinten Nationen anerkannten Landes werden, behalten die palästinensischen UNRWA-Flüchtlinge selbst in diesem Fall ihren Flüchtlingsstatus.

Zweitens: Während beim UNHCR der Flüchtlingsstatus nicht von Generation zu Generation vererbt werden kann, gebären palästinensische Flüchtlinge laut UNRWA Flüchtlinge, die dann ebenfalls wieder Flüchtlinge gebären und so weiter.

Drittens: Während der UNHCR eine Einbürgerung der Flüchtlinge in ihrem Gastland befördert und unterstützt, vermeidet die UNRWA die Einbürgerung palästinensischer Flüchtlinge in ihrem Gastland.

Für diese drei Besonderheiten erhielt UNRWA im Jahr 2012 ein Jahresbudget von 907.907.371 US-Dollar. Trotz alle dieses Gelds hat die UNRWA keinem einzigen palästinensischen Flüchtling zu einer Staatsbürgerschaft verholfen. Israel jedoch hat allen Palästinensern, die 1948 blieben, zu einer Staatsbürgerschaft verholfen. Israel ist somit deutlich erfolgreicher in der Hilfe für Palästinenser als die Vereinten Nationen! Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, das die Menschenrechte der Palästinenser garantiert. Die 500.000 Arabern jedoch, die Israel damals verließen, leben heute in den Nachbarstaaten von Israel unter unmenschlichen Bedingungen. Ihnen werden nicht selten Bildung und Medizin verwehrt, sie dürfen keine Häuser bauen und keine Arbeitsplätze annehmen. Zudem ist es ihnen in all diesen Ländern bis auf Jordanien verboten, die Staatsbürgerschaft zu erwerben. Unter diesen unmenschlichen Bedingungen sind aus 500.000 Flüchtlingen mittlerweile 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge geworden. 4,7 Millionen Menschen, denen unter Mittäterschaft der Vereinten Nationen jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft als freie Bürger verwehrt wird. 4,7 Millionen ewige Flüchtlinge, die nicht das Glück haben, zu den 1,25 Millionen Palästinensern zu gehören, die in einem Land leben, das mit ihrem Wunsch auf Freiheit verbündet ist: Israel!

Bis auf Israel scheint sich niemand um das Wohl der Palästinenser zu sorgen. Warum? Welches Interesse können die arabischen Länder haben, Palästinenser zu ewigen Flüchtlingen zu verdammen? Eine Antwort hat der Präsident Ägyptens schon am 1. September 1960 gegeben: “Wenn die Flüchtlinge nach Israel zurückkehren, wird Israel aufhören zu existieren.”

Stellen wir uns einmal vor, den 850.000 jüdischen Flüchtlingen wäre genau das selbe Recht zugekommen, wie es nicht wenige den arabischen Flüchtlingen selbstverständlich zusprechen: Noch heute müssten sich die Vereinten Nationen für eine Rückkehr der Juden nach Ägypten, Libyen, Syrien, Jemen und all die anderen arabischen Länder stark machen, und nicht nur das, die arabischen Länder müssten sogar dazu genötigt werden, mit unzähligen Resolutionen, Land an Juden abzugeben, da sie ja die ehemalige Heimat von diesen Juden besetzt halten. Es müsste somit die Aufgabe der UNO sein, auf die Schaffung unabhängiger Israelstreifen in allen arabischen Ländern hinzuwirken, damit dann die arabischen Regime die jüdischen Gebiete räumen.

Der ewige palästinensische Flüchtling nutzt besonders den Feinden Israels. Am 25. Mai 1953 sagte Pfarrer Karl Baehr:

„Im April 1952 sagte Sir Alexander Galloway, damals Chef von UNRWA für Jordanien, zu unserer Studiengruppe, und das ist wirklich ein direktes Zitat von ihm: ‚Es ist vollkommen klar, dass die arabischen Nationen das arabische Flüchtlingsproblem nicht lösen wollen. Sie wollen es als eine offene Wunde behalten, als ein Affront gegen die Vereinten Nationen und als eine Waffe gegen Israel.‘ Dann sagte er mit Betonung: ‚Die arabischen Führer geben einen Dreck darauf, ob die Flüchtlinge leben oder sterben.'“

Die Vereinten Nationen ketten die Nachfahren arabischer Flüchtlinge an ihre Vergangenheit. Sie unterstützen ihr Jammern und Klagen, aber verhindern es, dass sie ihrer Flüchtlingssituation entkommen können. Dafür bekommen die gezüchteten Flüchtlinge eine Milliarde Euro jährlich als stehendes Heer gegen Israel, finanziert aus einem extra angelegten Topf der UNO, während die Nachfahren jüdischer Flüchtlinge nicht einen müden Cent „Flüchtlingshilfe“ bekommen. Das nenne ich mal eine geschickte Kriegsführung der Vereinten Nationen gegen Israel.

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Die UNESCO holt den Krieg des Römischen Reichs gegen Juden ins 21. Jahrhundert

Die UNESCO hat in Paris im Oktober 2016 eine von arabischen Staaten eingebrachte Resolution mehrheitlich angenommen, in der der Jerusalemer Tempelberg nur noch unter der muslimischen Bezeichnung „Al Haram Al Sharif“ erwähnt ist. Damit leugnet diese Organisation der Vereinten Nationen die Wichtigkeit des Judentums für Jerusalem und führt einen Krieg fort, den das Römische Reich vor zweitausend Jahren gegen Israel begann.

Nach der Zerschlagung des jüdischen Volkes im Jahr 135, gaben die Römer dem Gebiet Judäa einen neuen Namen: Palästina. Damit wollten sie jeglichen Bezug des Gebiets zum jüdischen Volk verwischen, um die Juden vertreiben zu können. Die Leugnung der Wichtigkeit des Judentums für Jerusalem ist somit das Vorspiel zur Vertreibung und Verfolgung des Judentums.

Jerusalem war in der alten Geschichte der Stadt bisher lediglich für das jüdische Volk eine Hauptstadt. Jerusalem ist so jüdisch wie die Chinesische Mauer chinesisch ist! Das palästinensische Volk jedoch ist eine Erfindung der Römer! Ein palästinensisches Volk konstituierte sich sogar erst im Jahr 1967 unter Jasir Arafat. Davor gab es kein palästinensisches Volk, keine palästinensische Sprache, keine unabhängige palästinensische Kultur, kein palästinensisches Staatsoberhaupt und kein palästinensisches Volk! Es gab lediglich eine Menge Menschen verschiedenster Glaubensrichtungen und Nationalitäten, die einzig und allen durch den Umstand vereint wurden, dass sie in einem Gebiet lebten, das von den Römern einst Palästina genannt wurde, um die jüdische Geschichte zu leugnen. Bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts wurde der Begriff „Palästinenser“ sogar oft als Synonym für „Jude“ benutzt! In den vierziger Jahren des 20. Jahrhunderts gab es in Jerusalem ein sogenanntes palästinensisches Orchester. Es bestand ausnahmslos aus Juden. Wie also konnte es geschehen, dass heute ein hybrides Volk der Palästinenser existiert, das sich dadurch auszeichnet, dass Juden nicht dazugehören?

Zur Klärung dieser Frage muss erst einmal betont werden, dass der mit Abstand größte Teil Palästinas im heutigen Jordanien liegt. Weitere Gebiete Palästinas sind der Golan, der Gazastreifen, das Westjordanland und Gebiete von Ägypten und Saudi-Arabien. Nur ein sehr kleiner Teil Palästinas befindet sich im heutigen Israel. Alle, die in dem Gebiet Palästina leben, mögen es nun Jordanier, Israelis, Araber, Juden, Christen oder Moslems sein, sind Palästinenser im Sinne dieser Gebietsbeschreibung! Im 20. Jahrhundert wurden jedoch Juden aus der Gruppe der „Palästinenser“ vertrieben, so wie Juden einst aus der Gruppe der „Deutschen“ vertrieben wurden.

Nach dem 1. Weltkrieg und durch den Untergang des Osmanischen Reiches wurde das Gebiet, das die Römer „Palästina“ nannten, herrschaftslos. Ab 1922 verwaltete dann der Völkerbund das Gebiet. Alle Menschen, die in dem Gebiet lebten, wurden fürderhin als Palästinenser bezeichnet, mochten sie nun christlich, muslimisch, jüdisch oder heidnisch sein. Heute gibt es in Palästina die unterschiedlichsten Länder. Aber nur ein Land ist demokratisch: Israel! 1948 wurde Israel von Juden gegründet. Sie glaubten an die Möglichkeit einer friedlichen Demokratie im Nahen Osten. In der Unabhängigkeitserklärung Israels heißt es:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbstständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

An dem Tag, an dem diese Erklärung verlesen wurde, erklärten Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien dem kleinen Land Israel den Vernichtungskrieg. Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges verließen 500.000 Menschen ihre Heimat im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die Region zurückkehren. Israel bot jedoch allen Menschen innerhalb der neuen Grenzen an zu bleiben, um sich in Demokratie und Selbstbestimmung frei zu entfalten, schließlich waren sie alle Palästinenser. 160.000 Araber nahmen das Angebot an und blieben. Mittlerweile sind über 20 Prozent aller Israelis arabische Bürgerinnen und Bürger, mit allen Rechten. Israelis sind somit die freiesten Palästinenser der Welt!

Mahmud Abbas wurde zwar 2005 als Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, aber seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. Jordanien ist eine Monarchie mit dem Islam als Staatsreligion und der Scharia als Gesetz. Demokratisch kann Jordanien somit nicht genannt werden, allein schon deshalb nicht, weil alle Palästinenser, die nicht dem Islam angehören, in Jordanien Bürger zweiter Klasse sind. In Syrien sind die Palästinenser entrechtet und werden in Lager gesperrt. Im Januar 2014 kesselte die syrische Armee Palästinenser in einem Lager ein und ließ sie dort verhungern. In Gaza herrscht heute die Hamas. Sie wurde zwar gewählt, aber nach der Wahl tauschte sie sofort Demokratie gegen Staatsterror aus. Seitdem herrscht die Hamas in Gaza ohne Legitimation. In kaum einem Gebiet der Erde werden Palästinenser brutaler unterdrückt als in Gaza. Der ganze Horror kommt in der Charta der Hamas zum Ausdruck. Artikel 7 legt fest:

„Die Stunde des Gerichtes wird nicht kommen, bevor Muslime nicht die Juden bekämpfen und töten.“

Die Hamas erklärt, dass man nicht palästinensisch und jüdisch sein kann, so wie die Nazis einst behaupteten, es wäre nicht möglich, deutsch und jüdisch zu sein. Deshalb lässt die Hamas ihre Minister auch Reden im Stil von Joseph Goebbels halten. Am 28. Februar 2010 erklärte der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, in einer öffentlichen Rede:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Diese Rede hätte auch Adolf Hitler halten können. So wie Hitler einst das Deutsche Reich „judenrein“ machen wollte, wird heute Gaza „judenrein“ gemacht. Nicht zufällig ist der Gruß der Hisbollah und der Hamas der Hitlergruß. Die Vereinten Nationen schauen zu und die Europäische Union finanziert den Wahnsinn auch noch.

Letztendlich scheiterten die Nazis mit ihrem Versuch, Europa “judenrein” zu machen. Die Hamas jedoch ist bisher sehr erfolgreich. Alle Juden wurden im Jahr 2005 innerhalb weniger Tage aus dem Gazastreifen vertrieben. Am Morgen des 12. September 2005 verließen die letzten Juden den Gazastreifen über den Grenzübergang Kissufim. Der Abzug wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Es folgten heftige innerarabische Kampfhandlungen vereinzelter arabischer Klans und der Bewegungen Hamas und Fatah untereinander. Viele Hundert arabische Zivilisten verloren ihr Leben. Seit der Vertreibung der Juden aus Gaza wird Israel ununterbrochen und teilweise täglich mit Raketen aus dem Gazastreifen beschossen.

Es ist heute im Nahen Osten wie in Europa damals. Obwohl Juden schon in „Palästina“ lebten bevor es Muslime gab, erklären Muslime heute Juden zu illegalen Siedlern im Nahen Osten und die UNESCO bestärkt diesen exklusiven muslimischen Anspruch auf Jerusalem auch noch, der vor 1400 Jahren mit brutaler Waffengewalt erstritten wurde und seither durch radikale Intoleranz gegenüber anderen Religionen aufrechterhalten wird. Gil Yaron erklärt, die UNESCO gebe so jenen Rückenwind, die versuchen, „den Berg judenrein zu halten. Kein Wunder dass eben jene den Beschluss feiern, die heute behaupten, Abraham habe die Klagemauer mit dem Stammesvater der Muslime Ismael errichtet, König Salomon sei rechtschaffener Muslim gewesen oder dass auf dem Berg bereits vor 3000 Jahren eine Moschee gestanden habe – 1600 Jahre vor der Geburt Mohammeds.“

Im Jahr 2016 gilt an einigen Tagen in der Woche für den Tempelberg, was im Jahr 1942 für Parks in Deutschland galt: „Nicht für Juden!“ Der Zugang zum Tempelberg ist über elf Tore an der Nord- und Westseite der Anlage möglich. Alle Tore werden von Angestellten einer sogenannten Frommen Stiftung des Islams (Waqf) überwacht, da der Zutritt dort nur Muslimen erlaubt ist. Sollten Zweifel bestehen, müssen ausländische Muslime ihre Zugehörigkeit zum Islam belegen. Andersgläubigen ist der Zutritt nur von Samstag bis Donnerstag über das Marokkanertor bei der Klagemauer erlaubt. Das Betreten ist dort nur nach scharfen Sicherheitskontrollen außerhalb der Gebetszeiten möglich. Juden werden, wenn überhaupt, nur in kleinen Gruppen und oft mit Aufsicht eingelassen. Der Felsendom darf nur von Muslimen betreten werden! Verboten sind zudem das Mitbringen von Büchern und Kultgegenständen und das Abhalten von Gebeten anderer Religionen. Wenn Juden den Tempelberg betreten, werden sie nicht selten bedroht.

Auch Christen können auf dem Tempelberg Probleme kriegen.

Der Gazastreifen ist jeden Tag im Jahr „judenrein“. Von dort aus wurden in den letzten Jahren über 7500 Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert, alle in der erklärten Absicht der Charta der Hamas, das jüdische Volk zu vernichten. Die Fatah und die Hamas ehren Judenmörder als Märtyrer und unterstützen die Familien von Judenmördern finanziell. Das ist versuchter Völkermord und ethnische Säuberung. Im Oktober 2016 beschloss die UNESCO, diesen Krieg gegen Juden, den die Römer begannen, der Islam und das Christentum fortführten und die Nazis industrialisierten, fortzuführen. So ebnet die UNESCO der Hamas und anderen Terrororganisationen den Weg für weitere Verfolgung und Ermordung von Menschen, weil sie Juden sind. Und nur diese sechs Länder stellen sich der Kriegstreiberei der UNESCO in den Weg: Estland, Litauen, Großbritannien, Deutschland, die Niederlande und Vereinigten Staaten von Amerika.

Die Länder wie Schweden, Spanien, Italien und Frankreich sollten sich schämen. Sie enthielten sich einer Meinung und ermöglichten so, dass die ethnische Säuberung des Tempelbergs zu einer Art Weltkulturebe der UNESCO wird. Pfui!

Und jetzt bin ich mal gespannt, was einigen Leserinnen und Lesern mehr aufstoßen wird, die Verfolgung und physische Vertreibung von Menschen aufgrund ihrer Herkunft von dem Ort, der ihre Heimat ist oder die Bezeichnung eben dieser Tat als „ethnische Säuberung“.

Ob die UNESCO eine ähnliche Unterstützung formulieren würde, wenn der Vatikan jeden christlichen Feiertag Muslimen den Zutritt ins Land verweigern würde oder Juden und Muslime am Sonntag den Platz vor dem Kölner Dom nicht betreten dürften? Oder ist das wieder mal was ganz anderes? Und überhaupt, hat eigentlich schon wer erforscht, wer genau Stonehenge erbaut hat? Vielleicht war es ja Mohamed! UNESCO übernehmen Sie!

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