Thoughts of a German

My name is Gerd Buurmann. I am a German blogger and journalist. Among other publications, I write for the Jewish Chronicle. My blog, “Tapfer im Nirgendwo” (Brave in no man’s land), is one of the most popular pro-Israeli blogs in Germany. Some of my articles have been translated into English by William Wires. Now I’d like to reach readers in the English-speaking world.

Feel free to read and share the following articles:

Israel reacts disproportionately

Shylock or Nathan

I was just five years old

The crusade argument

Scientology means peace

A day with Rana Ahmad in Cologne

The second holocaust

Open letter to Bill Maher

A call for help after the attacks

No concessions

Why I’m not a muslim

The circumcision of Christ

And finally, I’m also an actor, stand up comedian and inventor of a very successful theater concept, which has spread to over 40 cities: “Kunst gegen Bares” (Art for Cash)

Next time you’re in Germany, you’re welcome to visit me in a theatre.

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Ein neuer Gedenktag für Deutschland

Deutschland braucht einen offiziellen Tag, der zeigt, was es bedeutet, Deutscher zu sein. Kein anderer Tag eignet sich dafür mehr als der 9. November. Der 9. November bringt Deutschland in seiner Zerissenheit auf den Punkt.

Der 9. November ist Sternstunde und Tiefpunkt der deutschen Geschichte. An diesem Tag erstritten sich Deutsche die Freiheit im Jahr 1989, aber an diesem Tag lebten Deutsche auch ihren menschenverachtenden und mörderischen Hass auf Juden im Jahr 1938 aus. An diesem Tag wurde in Deutschland im Jahr 1918 die Republik ausgerufen. Sie wurde allerdings auch im Jahr 1923 von Hitler und seinen Anhängern angegriffen.

Der 9. November eignet sich daher nicht zur bloßen Freude über die Freiheit des Mauerfalls, weil an dem Tag die Progromnacht stattfand. Er eignet sich aber auch nicht nur zur Trauer, da an diesem Tag die Mauer fiel. Genau dieses Gefühl der Zerissenheit ist ein deutsches Gefühl.

Hier ein paar Ereignisse, die am 9. November stattfanden:

9. November 1848: Robert Blum, linksliberaler Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, wird nach der Niederschlagung des Oktoberaufstands von Wien im Rahmen der Märzrevolution unter Missachtung seiner Abgeordnetenimmunität von einem Hinrichtungskommando erschossen. Dieses Datum stellt den Anfang vom Ende der Revolution dar.

9. November 1918: Der wenige Wochen zuvor berufene Reichskanzler Max von Baden verkündet angesichts der bevorstehenden Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg eigenmächtig die Abdankung von Kaiser Wilhelm II und betraut Friedrich Ebert mit den Amtsgeschäften. Eberts Parteigenosse Philipp Scheidemann, der ihn im Februar 1919 als Regierungschef ablösen wird, ruft von einem Fenster des Reichstagsgebäudes die „Deutsche Republik“ aus. Es ist auch der letzte Schritt zur Ausrufung des Frauenwahlrechts drei Tage später.

9. November 1923: Mit dem Hitler-Ludendorff-Putsch versuchten Adolf Hitler, Erich Ludendorff und weitere Putschisten in München, die Regierungsmacht an sich zu reißen.

9. November 1938: Im ganzen Gebiet des Deutschen Reiches zerstören die Nationalsozialisten jüdische Geschäfte und Einrichtungen und stecken Synagogen in Brand. Hunderte von Juden werden innerhalb weniger Tage ermordet. Dieses Ereignis markieren den Übergang von der sozialen Ausgrenzung und Diskriminierung zur offenen Verfolgung der Juden, die in dem industriell betriebenen Völkermord an etwa 6 Millionen europäischer Juden endet.

9. November 1967: Bei der feierlichen Amtseinführung des neuen Rektors der Hamburger Universität entfalten protestierende Studentinnen und Studenten der APO ein Transparent mit der Aufschrift „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“. Dieser Slogan wird zu einem symbolträchtigen Motto der sogenannten „68er-Bewegung“.

9. November 1974: Der Terrorist Holger Klaus Meins, Mitglied der ersten Generation der Rote Armee Fraktion (RAF) stirbt an den Folgen eines wochenlangen Hungerstreiks in der JVA Wittlich in Rheinland-Pfalz.

9. November 1989: Günter Schabowski spricht die legendären Worte: „Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich.“ Die Berliner Mauern fällt.

Last but not least: Am 9. November 1843 reiste Heinrich Heine nach 13-jährigem freiwilligen Exil in Frankreich kehrt ein letztes Mal nach Deutschland.

Dieser 9. November sollte als Tag der deutschen Geschichte ein bundesweiter Gedenktag werden. Zur Tradition könnte es werden, diese Zeilen von Heinrich Heine zu zitieren, vor allem, weil er in diesen Zeilen auch Europa feiert:

Im traurigen Monat November wars,
Die Tage wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da reist ich nach Deutschland hinüber.

Und als ich an die Grenze kam,
Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen
In meiner Brust, ich glaube sogar
Die Augen begunnen zu tropfen.

Und als ich die deutsche Sprache vernahm,
Da ward mir seltsam zu Mute;
Ich meinte nicht anders, als ob das Herz
Recht angenehm verblute.

Ein kleines Harfenmädchen sang.
Sie sang mit wahrem Gefühle
Und falscher Stimme, doch ward ich sehr
Gerühret von ihrem Spiele.

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich Euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch
Was fleißige Hände erwarben.

Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen.

Und wachsen uns Flügel nach dem Tod,
So wollen wir Euch besuchen
Dort oben, und wir, wir essen mit Euch
Die seligsten Torten und Kuchen.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
Es klingt wie Flöten und Geigen!
Das Miserere ist vorbei,
Die Sterbeglocken schweigen.

Die Jungfer Europa ist verlobt
Mit dem schönen Genusse
Der Freiheit, sie liegen einander im Arm,
Und schwelgen im ersten Kusse.

Und fehlt der Pfaffensegen dabei,
Die Ehe wird gültig nicht minder ­
Es lebe Bräutigam und Braut,
Und ihre zukünftigen Kinder!

Ein Hochzeitskarren ist mein Lied,
Das bessere, das neue!
In meiner Seele gehen auf
Die Sterne der höchsten Weihe.
­

Begeisterte Sterne, sie lodern wild,
Zerfließen in Flammenbächen ­
Ich fühle mich wunderbar erstarkt,
Ich könnte Eichen zerbrechen!

Seit ich auf deutsche Erde trat,
Durchströmen mich Zaubersäfte ­
Der Riese hat wieder die Mutter berührt,
Und es wuchsen im neu die Kräfte.

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Lamya Kaddor überhört Morddrohungen

In meinem Offenen Brief an Lamya Kaddor schrieb ich:

„Sie, Frau Kaddor, kriminalisieren Kritik so wie islamische Fundamentalisten Karikaturisten kriminalisieren! Ich hoffe inständig, dass Sie diese Verteufelung von Kritik, die das Fundament des aufgeklärten Europas und die Stütze der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist, nicht an ihre Schülerinnen und Schüler weitgeben. Dann nämlich wundert es mich nicht, dass unter Ihren Schülern bereits fünf für den Dschihad nach Syrien gezogen sind.“

Schauen Sie sich in diesem Zusammenhang nun mal diesen Film von David Harnasch an. Er bespricht dort einen Bericht des Magazins kulturzeit aus dem Jahr 2008.

Der Bericht von kulturzeit macht mich schlicht fassungslos!

In Anwesenheit von Lamya Kaddor sagen mehrere Schülerinnen und Schüler, dass Menschen, die den Islam beleidigen, den Tod verdient hätten. Ein Schüler gesteht sogar, dass er jemandem den Kopf abschneiden würde, wenn er jemand träfe, der seine Religion beleidigt.

„Wenn ich den Koran zerreißen und auf den Boden werfen würde, hätte ich verdient zu sterben“, fragt Lamya Kaddor und erntet von mehreren Schülerinnen und Schülern eine klare Antwort: „Ja, klar!“

Lamya Kaddor ermahnt die Klasse: „Man darf auch verärgert darüber sein, ich bin auch verärgert, aber ich kann nicht soweit gehen und sagen, ich geh den gleich töten, ich kann doch sagen, ich ignorier den, der soll, keine Ahnung, meinen solange Leute aufzuhetzen, wie er will.“

Sie gesteht der Klasse somit, dass sie über Kritik „auch verärgert“ sei. Das motiviert einen Schüler dann zur folgenden klaren Ansage: „Wenn ich den Mann finden würde, ich würde ihn den Kopf abschneiden, alles mit ihm machen!“

Diesen Satz des gewaltbereiten Schülers kommentiert die kulturzeit ernsthaft mit diesen Worten: „Natürlich würden die Schüler in Wirklichkeit nie jemanden umbringen. Sie sind für einen toleranten Islam.“

Auch Lamya Kaddor leugnet, der Ankündigung einer brutalen Gewalttat beigewohnt zu haben: „‚Ich würd ihn schon ganz gerne tot sehen‘, letztlich hat es so keiner ausgesprochen.“

Der Journalist David Harnasch kommentiert die Taubheit Kaddors mit diesen Worten:

„Doch, klar! War Frau Kaddor da nicht im Raum oder ist sie schon komplett betriebsblind und taub? Der adipöse Globalisierungsgewinner mit dem Arafatlappen um den Hals hat das mehr als klar und deutlich gesagt. Kein Wunder, dass der sauer ist, weil ihn keiner ernst nimmt. Dabei wäre es in seinem und in unserem Interesse, wenn man ihm mal zuhören würde.“

Im Jahr 2008 hörte Lamya Kaddor nicht zu. Ein paar Jahre später zogen fünf ihrer Schüler für den Dschihad nach Syrien. Wenn Layma Kaddor die Schulleitung und die Polizei nicht über jeden Schüler und jede Schülerin informiert hat, die offen erklärt haben, im Namen der Religion töten zu können oder Verständnis für Menschen aufgebracht haben, die im Namen einer Religion töten, ist sie mitverantwortlich dafür, dass Extremismus und Fundamentalismus gedeihen.

Sie hat tatsächlich getätigte Morddrohungen verharmlost und geleugnet, mehrfach und nachhaltig! Für diese Toleranz gegenüber Morddrohungen wurde sie vom Schuldienst nicht befreit. Stellen wir uns mal vor, ein Lehrer im Unterrichtsfach Politik hätte vernommen, wie mehrere Schülerinnen und Schüler in seinem Unterricht erklären, Verständnis für Nazis zu haben, sogar töten zu wollen, um dann hinterher zu behaupten, niemand habe wirklich gesagt, jemanden töten zu wollen, aber ein paar Jahre später verüben einige seiner Schüler einen rechtsradikalen Anschlag. Nichts anderes ist der Fall mit Lamya Kaddor.

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Ein offener Brief von Gerd Buurmann an Lamya Kaddor

Liebe Lamya Kaddor,

unter der Überschrift „Islamkritik, die niemand braucht“ schrieben Sie Ende 2015 in der ZEIT:

„Diese Stimmungsmache, die heute Personen wie Hamed Abdel-Samad vertreten und früher Leute wie der Journalist Henryk Broder, die Autorin Necla Kelek und der Schriftsteller Ralph Giordano verbreitet haben, machen Millionen Menschen in diesem Land ganz konkret das Leben schwer – manchmal sogar unerträglich.“

Dem Deutschlandfunk gaben Sie jüngst ein Interview, in dem es heißt:

„Die 38-Jährige sagte im Deutschlandfunk, seit dem Erscheinen ihres Buches über die Integration von Flüchtlingen vor zwei Wochen habe sie Morddrohungen erhalten und so viele Hassbriefe wie noch nie – vor allem aus dem rechten Spektrum. Renommierte Journalisten wie Henryk M. Broder beteiligten sich daran, Stimmung gegen sie zu machen.“

Sagen Sie mal, Frau Kaddor, haben Sie noch alle Latten am Zaun?

Sie rücken Ralph Giordano in die Ecke gewalttätiger Stimmungsmacher? Sein ganzes Leben lang konnte er nicht in ein Gotteshaus gehen, ohne dabei an einem Polizeiwagen vorbei gehen zu müssen. Sein Leben lang wurde er von rechten Gewalttätern bedroht, weil er Jude war. In den letzten Jahren seines Lebens kam noch eine massiv spürbare Bedrohung von islamischen Gewalttätern dazu.

Er war 15 als in Deutschland sämtliche Synagogen niedergebrannt wurden. Er war 18 als in Deutschland Juden vergast wurden. Und er war 91 als er auf deutschen Straßen den Mob brüllen hörte: „Jude, Jude feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“ Ab Minute 0:45:

Er war 91 Jahre alt, als in Deutschland „Adolf Hitler“ gebrüllt und der Tod von Juden gefordert wurde. Ab Minute 2:50:

Ein paar Jahre nach seinem Tod rücken Sie nun Ralph Giordano in die Ecke rechter Stimmungsmacher und alles nur, weil er die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion kritisiert und Frauen mit Kopftuch als „menschliche Pinguine“ bezeichnet hatte. Seit Jahrzehnten schon werden in Deutschland Nonnen so bezeichnet. Und wissen Sie, wie die Nonnen darauf reagieren? Sie lachen! Nonnen haben nämlich Humor und sehen aus wie Pinguine!

Sie rücken Henryk Broder in die Ecke gewalttätiger Stimmungsmacher? Sein ganzes Leben lang schon weigert er sich, zur Gewalt zu greifen. Er begegnet den Menschen, die ihn hassen, mit Worten. Sie hassen ihn weil er Jude ist, für Israel streitet, Religionen kritisiert, aufgeklärte Muslime unterstützt oder Kritik übt. Dennoch greift Broder nicht zu Waffen und Gewalt, sondern zu Worten und Humor.

Er ist Deutscher mit Migrationshintergrund, wie Sie. Bei ihm wird das jedoch nicht ständig problematisiert. Wissen Sie auch warum? Weil er daraus keine Lebensanschauung macht. Er jammert nicht ständig herum! Es brauchte kein Polenprogramm, das kultursensibel auf ihn zuging. Er integrierte sich ganz ohne eine über zehn Jahre anhaltende bundesdeutsche Judentumkonferenz und das obwohl auch er immer noch an Polizeiwagen vorbeigehen muss, wenn er in eine Synagoge geht. Als Jude lebt man gefährlich in Deutschland.

Henryk Broder steht tagtäglich im Zentrum des Hasses, der wie kein anderer Hass in Deutschland wütet und gemordet hat. Trotzdem fliegt er mit dem Flugzeug in fremde Länder, um Menschen kennenzulernen, statt in Hochhäuser um Menschen zu töten! Er ist nämlich kein Arschloch, sondern selbstverantwortlich!

Sie rücken Necla Kelek in die Ecke gewalttätiger Stimmungsmacher? Sie ist eine Frau, die mit dem Islam nicht anders umgeht, als Ute Ranke-Heinemann mit dem Christentum. Kelek klagt die Sexualmoral der Religion an. Sie verteidigt das Recht aller Frauen auf Selbstbestimmung. Sie wagt sich in die grausamen und brutalen Tiefen des islamischen Frauenhass und beschreibt die Gräueltaten, die dort passieren, wie sie überall geschehen, wo fundamentalistischer Glaube über die Vernunft siegt. Kelek kämpft für muslimische Frauen und ist somit im Fokus rechter wie islamischer Gewalttäter.

Sie rücken Hamed Abdel-Samad in die Ecke gewalttätiger Stimmungsmacher? Er ist ein Mann, der unter ständigem Personenschutz leben muss, weil ein islamisches Todesurteil über ihn verhängt wurde. Er schwebt jede Sekunde seines Lebens in Lebensgefahr. Er macht nichts anderes, als reden und schreiben, aber das Verfassen einer kritischen Biografie über Mohamed reicht schon, ihn in Gefahr zu bringen.

Necla Kelek, Henryk Broder, Hamed Abdel-Samad und Ralph Giordano (sel. A.) schlagen sich nicht mit Fäusten wie rechte Schläger, sie schlagen sich mit Worten wie zivilisierte Menschen! Und sie können alle nicht aus ihrer Haut, wie Sie!

Diese Menschen stehen in keiner Verbindung zu jenen Leuten, die Ihnen Morddrohungen zukommen lassen! Im Gegenteil, sie bekamen und bekommen alle selbst Morddrohungen! Hamed Abdel-Samed bekommt diese Morddrohungen sogar von offizieller Seite einiger islamischer Unwürdenträger. Dennoch besitzt er nicht die geschmacklose Frechheit zu unterstellen, Sie könnten an diesen Morddrohungen eine Mitschuld tragen, obwohl Sie ihn diffamieren.

Es ist widerlich, Morddrohungen zu erhalten. Sie, Frau Kaddor, haben meine volle Solidarität im
Kampf gegen diese Gewalttäter. Ich weiß wovon ich spreche. Ich habe schon einige Mails erhalten, die mich bedrohen, hier ein paar Auszüge:

„Jetzt reichts. Herr Burrman, ich gebe ihnen 2 Tage Zeit diese Frwechheiten und drerckigen Judenlügen abzustellen sonst kom ich persönlich vorbei und schlag ihnen ihren kleinen Halbglatzenschädel ein.“

„Dich hat der Adolf damals wohl vergessen was?“

„Ehrlich, solteich sie mal auf offener Straße sehen würde ich keine Sekunde zögern ihnen ain Messer in den Hals zu rammen. Sieg HEIL.“

Manchmal rufen mich diese Leute sogar an und brüllen „Dreckige Judensau“ (dabei bin ich kein Jude, aber manchmal eine ganz schöne Sau), „Halt Deinen Mund“ und „Man sollte Dir die Zunge rausreißen“ ins Telefon. Für diese Typen mache ich jedoch niemand anderes verantwortlich als die Typen selbst. Sie haben sich dazu entschieden, mir zu schreiben oder mich anzurufen! Sie machen mir das Leben schwer!

Sie, Frau Kaddor, behaupten, Hamed Abdel-Samad, Henryk Broder, Necla Kelek und Ralph Giordano „machen Millionen Menschen in diesem Land ganz konkret das Leben schwer – manchmal sogar unerträglich.“ Wissen Sie, woran mich das erinnert? An Fundamentalisten, die Kritik verbieten!

Sie kriminalisieren Menschen, die Kritik üben wie Muslime, die in der perversen und radikalsten Auslegung des Korans Menschen kriminalisieren, weil sie Karikaturen zeichnen oder den Glauben hinterfragen. Sie kriminalisieren Kritik und somit die Aufklärung an sich, zu deren Methodik der Zweifel gehört.

Hamed Abdel-Samad, Henryk Broder, Necla Kelek und Ralph Giordano schlagen, schießen und treten nicht. Sie öffnen lediglich ihre Münder und somit ihren Geist. Sie treten in Kontakt mit den Menschen in ihrer Umgebung. Sie suchen den Wettstreit der Gedanken, nicht der Fäuste. Sie streiten sich zivilisiert und das obwohl ihnen selbst Gewalt angedroht und nicht selten sogar angetan wurde, im Falle Giordanos sogar in unvorstellbar brutaler Art und Weise, die alles übersteigt, was Sie und ich sich vorstellen können.

Sie, Frau Kaddor, kriminalisieren Kritik so wie islamische Fundamentalisten Karikaturisten kriminalisieren! Ich hoffe inständig, dass Sie diese Verteufelung von Kritik, die das Fundament des aufgeklärten Europas und die Stütze der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist, nicht an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben. Dann nämlich wundert es mich nicht, dass unter Ihren Schülern bereits fünf für den Dschihad nach Syrien gezogen sind.

Ich wundere mich generell, dass Sie den Koran lehren, wo Sie doch so vehement darauf hinweisen, dass Sprache und Bücher ein Klima schaffen können, in dem Gewalttäter und Extremisten sich ermutigt fühlen. Wenn Allah und Mohamed schon nicht in der Lage sind zu verhindern, was andere Leute aus dem Koran herausinterpretieren, warum sollen dann Giordano, Kelek, Abdel-Samad und Broder mächtiger sein? Mächtiger als Gott? Kann natürlich sein, wenn es ihn nicht gibt.

Bleiben wir daher bei den Fakten: Der Koran ruft explizit und unter Umständen zu Gewalt, Verstümmelung und Totschlag auf, Giordano, Kelek, Abdel-Samad und Broder nicht. Der Koran sollte somit auf der Liste der zu kritisierenden Bücher deutlich höher stehen als die Bücher der vier Sterblichen!

Wäre ich ein Moslem, mich beleidigte ein Mensch, der im Namen des Islams verfolgt und mordet, deutlich mehr, als alle Kritiker des Islams zusammen. Ein Islamist würde mir das Leben schwer machen – manchmal sogar unerträglich. Aber das ist Ansichtssache.

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Nur ein toter Jude …

Ein polemischer Einwurf von Martin Niewendick.

Im Jahr 2010 sagte Sahra Wagenknecht, Shimon Peres sei ein „Staatsmann, der selbst für Krieg mitverantwortlich ist“, der „mit der Behauptung, der Iran verfüge über Nuklearwaffen, in seiner Rede die Unwahrheit verbreitet.“

Im Jahr 2016 sagte Sahra Wagenknecht über Shimon Peres nachdem er verstorben war, er sei ein „Friedensnobelpreisträger (…), dessen großes Verdienst der Einsatz um die Verständigung zwischen Israelis, Palästinensern und den Nachbarstaaten in der Region war.“

Ein Jude muss offenbar erst draufgehen, bevor er von dieser Person Sympathie zu erwarten hat.

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Ich kann immer noch den Todenhöfer machen

Wenn meine Karriere abbricht, kann ich immer noch Jürgen Todenhöfer werden.

Euer GB

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Bruno-Kisch-Weg

Seit heute, 28. September 2016, hat Köln einen Weg, benannt nach Bruno Kisch.​

Fehler
Dieses Video existiert nicht

Den Namen enthüllten Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker, Michael Rado als Vorstandsmitglied der Synagogengemeinde Köln Herr und Prof Dr. Horst Matzerarth.

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Die Tapfer im Nirgendwo Herausforderung

Vertreter der sogenannten „Israelkritik“ unterdrücken und verfolgen Menschen! Dieser Hass ist auf der pro-israelischer Seite nicht vorhanden!

Als Beweis präsentiert Tapfer im Nirgendwo eine kleine Auswahl von Aufnahmen, die allesamt zeigen, wie Menschen niedergeschrieen, bedroht oder aus Hörsälen vertrieben werden, nur weil sie eine pro-israelische Haltung haben oder einfach nur Juden sind.

Diese Form des Hasses ist gegen Israel gerichtet und kommt auf pro-israelischer Seite nicht vor! Wer das Gegenteil behaupten will, muss nur diese Tapfer im Nirgendwo Herausforderung bestehen:

Zeigen Sie mir Aufnahmen, wo israelkritische Stimmen ebenso bedroht werden wie in diesen Videos:

Musiker werden in der Royal Albert Hall in London niedergebrüllt, weil sie Israelis sind:

Ein Mensch wieder an einer Universität niedergebrüllt, weil er ein Israeli ist:

Ein Israeli wird aus dem Hörsaal vertrieben und in einem weiteren Hörsaal niedergebrüllt:

Ein Mann wieder an einer Universität niedergebrüllt, weil er Israeli ist:

Ein Mann beleidigt einen Menschen und brüllt ihn an, weil er Israeli ist:

Ein Konzert wird gestört, weil die Musiker Israelis sind:

An der Universität von Chicago wird ein Politiker niedergebrüllt, weil er Israeli ist:

Auch in Washington wurde er niedergebrüllt:

Israelis werden niedergebrüllt und beleidigt:

Unter „Allahu Akbar“-Rufen wird der Künstler Lars Vilks attackiert, mit der Begründung, er arbeite für „die Zionisten“:

Judenhass auf Berliner Straßen, ab Minute 0:45 richtig widerwärtig:

Ab Minute 2:57 wird gerufen: „Tod den Juden. Adolf Hitler!“:

Das ist der Hass, der gegen Israel geht.

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„Wir schaffen das!“ (Benjamin Netanjahu)

Ein Jahr, nachdem Angela Merkel die berüchtigten Worte in einer Bundespressekonferenz am 31. August 2015 im Hinblick auf die Flüchtlingskrise benutzt hatte, nutzte auch Israels Premierminister am 22. September 2016 diese Worte in Zusammenhang mit der weltweiten Flüchtlingssituation vor der Generalversammlung der Vereinten Nationen, nur ganz anders:

Meine Damen und Herren,

während wir in Israel den Frieden mit all unseren Nachbarn suchen, wissen wir auch, dass der Frieden keinen größeren Feind kennt als die Kräfte des militanten Islams. Die blutige Spur dieses Fanatismus‘ zieht sich durch alle Kontinente, die hier vertreten sind. Sie läuft durch Paris und Nizza, Brüssel und Bagdad, Tel Aviv und Jerusalem, Minnesota und New York, von Sydney bis nach San Bernardino. So viele haben bereits unter dieser Barbarei gelitten: Christen und Juden, Frauen und Homosexuelle, Yeziden und Kurden und viele, viele andere. Den höchsten Preis aber zahlen die unschuldigen Muslime. Hunderttausende von ihnen wurden unbarmherzig geschlachtet, Millionen zu verzweifelten Flüchtlingen verdammt, zig Millionen brutal unterjocht. Die Niederlage des militanten Islam wird ein Sieg für die ganze Menschheit sein, aber vor allem ein Sieg für die vielen Muslime, die ein Leben ohne Angst suchen, ein Leben in Frieden und Hoffnung.

Um die Kräfte des militanten Islams zu besiegen, müssen wir sie unnachgiebig bekämpfen. Wir müssen sie in der realen Welt bekämpfen und in der virtuellen Welt. Wir müssen ihre Netzwerke zerstören, ihre Finanzierungen kappen und ihre Ideologie diskreditieren. Wir können sie besiegen und wir werden sie besiegen. Mittelalterlichkeit passt nicht in die Moderne. Hoffnung ist stärker als Hass. Freiheit ist stärker als Angst. Wir schaffen das!

Die ganze Rede von Benjamin Netanjahu finden Sie, übersetzt von mir, hier: „Kommt ein Jude in die Vereinten Nationen …“

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Kommt ein Jude in die Vereinten Nationen …

Wer bisher nicht verstanden hat, warum Benjamin Netanjahu in Israel so beliebt ist, weil er über diesen Mann immer nur aus der europäischen Presse erfahren hat, sollte sich einmal die Zeit nehmen, nicht nur die Dinge zu lesen, die über ihn gesagt werden, sondern auch mal die Dinge, die er selber sagt. Sie zeigen nämlich, dass er ein Mann des Friedens, der Vernunft und der Zukunft ist. Die folgende Rede hielt er am 22. September 2016 in den Vereinten Nationen. Es ist eine wahrlich grandiose Rede. Ich möchte die Rede wie folgt überschreiben:

Benjamin Netanjahu erzählt von einem Witz!

Herr Präsident,
meine Damen und Herren,

was ich jetzt sage, wird Sie schockieren: Israel hat eine glänzende Zukunft in den Vereinten Nationen vor sich. Ich weiß, es muss Sie überraschen, das ausgerechnet von mir zu hören, da ich Jahr für Jahr an diesem Podium gestanden und die Vereinten Nationen für ihre obsessive Voreingenommenheit gegenüber Israel gescholten habe. Die UNO hat jedes schonungslose Wort verdient, bedenkt man das schändliche Tun der Generalversammlung, im vergangenen Jahr zwanzig Resolutionen gegen den demokratischen Staat Israel verabschiedet zu haben, aber nur die Summe von exakt drei Resolutionen gegen alle anderen Länder auf diesem Planeten. Israel, zwanzig; der Rest der Welt, drei.

Und was ist mit dem Witz, der sich UN-Menschenrechtsrats nennt und jedes Jahr Israel mehr verurteilt als alle anderen Länder der Welt zusammen? In einer Welt, in der Frauen systematisch vergewaltigt, ermordet und als Sklavinnen verkauft werden, welches ist wohl das einzige Land, das die UN-Kommission dieses Jahr auserkoren hat, um es für die Behandlung von Frauen zu verurteilen? Ja, Sie haben richtig geraten: Israel. Israel! Israel, wo Frauen Kampfjets fliegen, große Unternehmen und Universitäten leiten, dem Obersten Gericht schon zwei Mal vorstanden und als Sprecherinnen in der Knesset und als Premierministerin gedient haben.

Und der Zirkus geht weiter bei der UNESCO. Die UNESCO ist als UN-Gremium damit beauftragt, das Weltkulturerbe zu erhalten. Es ist schwer zu glauben, was ich jetzt sage, aber diese UNESCO verweigerte dem jüdischen Volk tatsächlich jüngst die in 4000 Jahren gewachsene Verbindung zu seiner heiligsten Stätte, dem Tempelberg. Das ist genauso absurd, wie die Verbindung zwischen der Chinesischen Mauer und China zu leugnen.

Meine Damen und Herren,

die UNO hat einst als eine moralische Instanz begonnen, sie ist aber zu einer moralischen Farce verkommen. Sie werden jetzt vielleicht denken, wenn es in den Vereinten Nationen um Israel geht, wird sich nichts mehr ändern, aber da irren Sie sich. Sehen Sie, all das wird sich ändern und viel früher als Sie denken. Die Veränderungen werden sich auch in diesem Saal manifestieren. Wenn Sie wieder zu Hause sind, werden Ihre Regierungen schon sehr bald ihre Haltungen zu Israel verändern und das wird früher oder später dafür sorgen, dass auch Sie Ihre Wahlentscheidungen über Israel hier in den Vereinten Nationen überdenken. Immer mehr Nationen, ob nun in Asien, Afrika oder in Lateinamerika, werden Israel als starken Partner erkennen im Kampf gegen den Terrorismus von heute und im Entwickeln von Technologien von morgen.

Heute pflegt Israel diplomatische Beziehungen zu mehr als 160 Ländern. Das ist fast doppelt zu viel als zu der Zeit, da ich hier vor rund dreißig Jahren als Israels Botschafter diente. Und diese Beziehungen werden jeden Tag tiefer und intensiver. Die Führer der Welt wissen immer mehr zu schätzen, dass Israel ein starkes Land mit einem der besten Nachrichtendienste der Welt ist. Aufgrund unserer unerreichten Erfahrung und unseren bewährten Fähigkeiten im Kampf gegen den Terrorismus, suchen viele Ihrer Regierungen unsere Hilfe, um Ihre Länder sicher zu halten.

Viele streben danach, von Israels Einfallsreichtum zu profitieren, sei es nun in der Landwirtschaft, im Gesundheitswesen, in der Wasseraufbereitung, in der Internetsicherheit, der Verarbeitung von großen Datenmengen, der Netzwerkerweiterung oder der Entwicklung künstlicher Intelligenzen, all das Wissen, das die Welt in jeder Hinsicht verändert.

Sie sollten dies bedenken: Israel ist weltweit führend in der Wiederaufbereitung von Abwasser. Wir recyceln über 90% unseres Abwassers. Wie bemerkenswert ist das? Nun, das nächste Land auf der Liste recycelt nur etwa 20% des Abwassers. Israel ist somit eine globale Wassermacht. Wenn wir also eine durstige Welt haben, und die haben wir, dann gibt es dagegen keinen besseren Verbündeten als Israel.

Wie sieht es mit der Internetsicherheit aus? Das ist ein Thema, das uns alle betrifft. Israel macht zwar nur ein Zehntel eines Prozents der Weltbevölkerung aus, hat aber dennoch im vergangenen Jahr rund zwanzig Prozent aller weltweit privaten Investitionen im Bereich der Internetsicherheit getätigt. Verdauen Sie diese Zahl erst einmal. In der Internetsicherheit schlägt sich Israel erfolgreich satte 200 mal über seiner Gewichtsklasse. Somit ist Israel ebenfalls eine globale Internetmacht. Wenn Hacker Ihre Banken, Flugzeuge, Stromnetze und so ziemlich alle anderen Netzwerke attackieren, bietet Israel unverzichtbare Hilfe an. Die Regierungen der Welt ändern ihre Haltungen zu Israel, weil sie wissen, dass Israel ihnen helfen kann, ihre Völker zu schützen, zu ernähren und ihr Leben besser zu gestalten.

In diesem Sommer hatte ich die unglaubliche Gelegenheit, diese Veränderungen mit eigenen Augen zu sehen und zwar als ich eine unvergessliche Reise in vier afrikanische Länder tätigte. Es war der erste Afrikabesuch eines israelischen Premierministers seit Jahrzehnten. Im Laufe des heutigen Tages werde ich mich zudem mit Führern von 17 afrikanischen Ländern treffen, um darüber zu diskutieren, wie israelische Technologien helfen können, diese Länder in ihren Bemühungen zu unterstützen, die eigene Situation zu verbessern. In Afrika, ändern sich die Dinge! Auch in China, Indien, Russland, Japan ändert sich die Haltung zu Israel ebenfalls. Diese mächtigen Nationen wissen, dass Israel trotz der geringen Größe große Veränderungen in vielen, vielen Bereichen bewirken kann, die ihnen wichtig sind.

Aber jetzt werde ich Sie noch mehr überraschen. Sie werden feststellen, dass die größte Veränderung in der Haltung zu Israel anderswo stattfinden wird, nämlich in der arabischen Welt. Unsere Friedensverträge mit Ägypten und Jordanien sind Stabilitätsanker im sonst so unsicheren Nahen Osten. Und daher sage ich Ihnen noch etwas: Zum ersten Mal in meinem Leben, erkennen viele andere Staaten in der Region, dass Israel nicht ihr Feind ist, sie erkennen vielmehr, dass Israel ihr Verbündeter ist! Unsere gemeinsamen Feinde sind der Iran und ISIS. Unsere gemeinsamen Ziele sind Sicherheit, Wohlstand und Frieden. Ich glaube daher, dass wir in den kommenden Jahren zusammenarbeiten werden, um diese gemeinsamen Ziele in offener Zusammenarbeit zu verwirklichen.

Israels diplomatische Beziehungen erleben gerade nichts weniger als eine Revolution. In dieser Revolution werden wir jedoch nie unsere liebste Allianz und unsere tiefste Freundschaft mit den Vereinigten Staaten von Amerika vergessen. Sie ist die stärkste und großzügigste Nation auf der Erde.

(Applaus im Saal)

Unsere unzertrennliche Verbindung mit den Vereinigten Staaten von Amerika geht über Parteien und Politik hinaus. Sie zeigt sich vor allem in der überwältigenden Solidarität, die Israel unter dem amerikanischen Volk erfährt, eine Unterstützung, die sich zur Zeit auf einer Rekordhöhe befindet und für die wir sehr dankbar sind.

Die Vereinten Nationen prangern Israel an. Die Vereinigten Staaten unterstützen Israel. Eine zentrale Säule dieser Unterstützung bei den Vereinten Nationen ist Amerikas konsequente Verteidigung Israels. Ich schätze Präsident Obamas Engagement für diese langjährige US-Politik. Um genau zu sein, das einzige Mal, dass die Vereinigten Staaten während der Obama-Präsidentschaft ein Veto im UN-Sicherheitsrat einbrachten, war es ein Veto gegen eine anti-israelische Resolution aus dem Jahr 2011. Wie Präsident Obama zu Recht auf diesem Podium erklärte, Frieden kommt nicht von Erklärungen und Resolutionen der Vereinten Nationen.

Ich glaube, der Tag ist nicht mehr fern, da Israel sich auf viele, viele weitere Länder verlassen können wird, die dann mit uns und zu uns unter den Vereinten Nationen stehen. Langsam, aber sicher, finden die Zeiten, da UN-Botschafter reflexartig Israel verurteilten, ein Ende.

Meine Damen und Herren,

die automatische Mehrheit gegen Israel, die sich heute noch regelmäßig in der UNO einstellt, erinnert mich an die unglaubliche Geschichte von Hiroo Onada. Hiroo war ein japanischer Soldat, der im Jahre 1944 auf die Philippinen versetzt wurde. Dort lebte er im Dschungel, ernährte sich von der Umgebung und entzog sich mehrfach Festnahmen. Er ergab sich erst im Jahr 1974, rund 30 Jahre nachdem der Zweite Weltkrieg bereits zu Ende war. Jahrzehnte weigerte sich Hiroo zu glauben, dass der Krieg vorbei war. Während sich Hiroo im Dschungel versteckte, schwammen japanische Touristen in Pools amerikanischer Luxushotels in der Nähe von Manila. Schließlich erbarmte sich ein ehemaliger Kommandant Hiroos und konnte ihn davon überzeugen, aus seinem Versteck zu kommen. Erst da legte Hiroo seine Waffen nieder.

Meine Damen und Herren,
verehrte Delegierte aus so vielen Ländern,

ich habe heute eine Nachricht für Sie: Legen Sie Ihre Waffen nieder. Der Krieg gegen Israel bei den Vereinten Nationen ist zu Ende!

Einige von Ihnen wissen es vielleicht noch nicht, aber ich bin zuversichtlich, eines Tages, in nicht allzu ferner Zukunft, werden auch Sie die Meldung von Ihrem Präsidenten oder von Ihrem Premierminister erhalten, dass der Krieg gegen Israel in den Vereinten Nationen vorbei ist. Ja, ich weiß auch, es könnte noch ein Sturm vor der Ruhe kommen. Ich habe hier nämlich wieder die Absicht vernommen, dass später dieses Jahres hier in der UNO wieder gegen Israel agitiert werden soll. Aber glaubt hier wirklich jemand ernsthaft, dass Israel die Vereinten Nationen über Sicherheitsfragen und nationale Interessen Israels bestimmen lassen wird? Wir werden die Versuche der Vereinten Nationen, Israel Bedingungen zu diktieren, nie akzeptieren, denn wir wissen um die Geschichte der Feindseligkeit der Vereinten Nationen gegenüber Israel! Der Weg zum Frieden führt durch Jerusalem und Ramallah, nicht durch New York.

Aber unabhängig davon, was in den nächsten Monaten passieren wird, ich habe vollstes Vertrauen, dass sich in den kommenden Jahren das gute Ansehen Israels unter den Nationen der Welt auch auf das Ansehen Israels unter den Nationen in diesem Saal auswirken wird. Ich habe sogar so viel Zutrauen, dass ich vorhersage, in einem Jahrzehnt von heute wird ein israelischer Premierminister hier stehen, wo ich jetzt stehe und den Vereinten Nationen applaudieren.

Aber jetzt frage ich Sie: Warum müssen wir ein ganzes Jahrzehnt warten? Warum wollen Sie weiter Israel verleumden? Vermutlich, weil einige von Ihnen noch nicht begriffen haben, dass die obsessive Voreingenommenheit gegenüber Israel nicht nur ein Problem für mein Land ist, sondern auch ein Problem für Ihre Länder. Wenn die UNO nämlich so viel Zeit damit verbringt, die einzige liberale Demokratie im Nahen Osten zu verurteilen, hat sie viel weniger Zeit, um Krieg, Krankheit, Armut, Klimawandel und all die anderen ernsten Problemen zu adressieren, die diesen Planeten plagen.

Oder haben Sie das Abschlachten einer halben Million Syrer mit Ihrer Verurteilung Israels verhindert? Das Israel, das Tausende von verletzten Syrern in Krankenhäusern aufgenommen und behandelt hat. Darunter ist ein Feldlazarett, das meine Regierung auf der Golanhöhe entlang der Grenze zu Syrien gebaut hat. Haben Sie all den an Kränen aufgehängten Homosexuellen im Iran durch Ihre Verunglimpfung Israels geholfen, dem Israel, wo Homosexuelle stolz in unseren Straßen marschieren und in unserem Parlament dienen? Ich bin stolz darauf, dass sie auch in meiner Likud-Partei sind. Haben Sie den hungernden Kinder in der brutale Tyrannei Nordkoreas mit Ihrer Dämonisierung Israels geholfen, Israel, dessen landwirtschaftliches Wissen den Hunger in Entwicklungsländern bekämpft?

Je früher die Obsession der Vereinten Nationen mit Israel endet, umso besser. Es ist besser für Israel, besser für Ihre Länder und besser für die Vereinten Nationen selbst!

Meine Damen und Herren,

wenn schon die Gewohnheiten der Vereinten Nationen schwer aussterben, sterben palästinensische Gewohnheiten noch viel schwieriger aus. Präsident Abbas hat gerade von diesem Podium aus die Balfour-Deklaration angegriffen. Er bereitet momentan eine Klage gegen Großbritannien vor, aufgrund der Erklärung von 1917. Das ist fast 100 Jahren her. Da steckt mal jemand in der Vergangenheit fest! Die Palästinenser können genauso gut den Iran für die Erklärung Nebukadnezars verklagen, der es uns Juden erlaubte, unseren Tempel in Jerusalem vor 2500 Jahre wieder aufzubauen. Oder wo wir schon mal dabei sind, warum bringen die Palästinenser nicht direkt eine Sammelklage gegen Abraham ein, weil er ein Grundstück in Hebron kaufte, wo die Väter und Mütter des jüdischen Volkes vor 4000 Jahren begraben wurden?

(Stille im Saal)

Sie lachen nicht? Es ist nicht absurder als die britische Regierung für die Balfour-Deklaration zu verklagen! Meint er das ernst? Das wird ernst genommen hier?

Präsident Abbas greift die Balfour-Deklaration an, weil sie das Recht des jüdischen Volkes zu einer nationalen Heimstätte in dem Land Israel anerkennt. Die Vereinten Nationen unterstützten die Errichtung eines jüdischen Staates im Jahr 1947, weil sie unser historisches und moralisches Recht an einem Land in unserer Heimat anerkannten. Doch heute, fast 70 Jahre später, weigern sich die Palästinenser immer noch, dieses Recht anzuerkennen. Sie erkennen weder unser Recht auf eine Heimat an, noch unser Recht auf einen Staat und eine eigene Gesetzgebung. Sie erkennen nichts an! Die anhaltende palästinensische Weigerung, den jüdischen Staat in irgendeiner Grenze anzuerkennen, ist der wahre Kern des Konflikts. Sie sehen, in diesem Konflikt geht es nicht um die Siedlungen. Darum ging es nie.

Der Konflikt tobte schon Jahrzehnte vor der ersten Siedlung, als Judäa, Samaria und Gaza noch allesamt in arabischer Hand waren. Seit die Westbank und der Gazastreifen in arabischer Hand sind, werden wir aus diesen Gebieten angegriffen, wieder und wieder und wieder. Als wir alle 21 Siedlungen im Gazastreifen aufgaben und uns gänzlich selbst aus den letzten Winkeln Gazas verabschiedeten, bekamen wir nicht Frieden aus dem Gazastreifen. Wir bekamen Tausende von Raketen, die aus dem Gazastreifen auf uns abgefeuert wurden. Dieser Konflikt tobt, weil die Siedlungen, die die Palästinenser nicht anerkennen, folgende Namen tragen: Haifa, Jaffa und Tel Aviv.

Die Frage nach der Rechtmäßigkeit der Siedlungen ist eine reale Frage. Sie kann und muss in Verhandlungen gelöst werden. Aber in diesem Konflikt ging es nie um Siedlungen oder um die Errichtung eines palästinensischen Staats. Es ging immer schon um die Existenz eines jüdischen Staates in irgendeiner Grenze.

Meine Damen und Herren,

Israel ist bereit, ich bin bereit, über sämtliche endgültigen Fragen zu verhandeln, bis auf eine Sache: Ich werde nie über unser Recht verhandeln, einen eigenen und einzigen jüdischen Staat zu haben.

(Anhaltender Beifall im Saal)

Wow, anhaltender Beifall für den Premierminister von Israel in der UN-Generalversammlung? Die Veränderung kommt früher als ich dachte.

Hätten die Palästinenser im Jahr 1947 zu dem jüdischen Staat Ja gesagt, hätte es nie einen Krieg gegeben und somit auch keine Flüchtlinge und keinen Konflikt. Sobald die Palästinenser zu einem jüdischen Staat Ja sagen, werden wir in der Lage sein, diesen Konflikt ein für allemal zu beenden. Nun, genau hier liegt die Tragödie. Die Palästinenser sind nicht nur in der Vergangenheit gefangen, ihre Führer vergiften sogar die Zukunft. Ich möchte Sie einmal bitten, sich den Tag eines 13-jährigen palästinensischen Jungen vorzustellen. Nennen wir ihn Ali.

Ali wacht vor der Schule auf. Er geht zu seiner Fußballmannschaft trainieren, benannt nach Dalal Mughrabi, einem palästinensischen Terroristen, der für den Mord an 37 Israelis in einem Bus verantwortlich ist. Danach geht Ali zur Schule und nimmt dort an einer Veranstaltung teil, finanziert vom palästinensischen Bildungsministerium zu Ehren Baha Alyans bei, der im vergangenen Jahr drei israelische Zivilisten ermordet hat. Auf seinem Weg nach Hause, geht Ali an eine hoch aufragende Statue vorbeit, die erst vor ein paar Wochen von der palästinensischen Behörde errichtet wurde, um Abu Sukar zu ehren, der eine Bombe im Zentrum von Jerusalem zur Detonation gebracht, bei der 15 Israelis getötet wurden. Ali kommt nach Hause und schaltet den Fernseher ein. Er sieht ein Interview mit dem hochrangigen palästinensischen Beamten Jibril Rajoub, der sagt, dass, wenn er eine Atombombe hätte, er sie noch heute über Israel hochgehen lassen würde. Ali schaltet das Radio an und hört Präsident Abbas Berater, Sultan Abu al-Einein, der Palästinenser dies erklärt: „Schlitzt die Kehlen der Israelis auf, wo Ihr sie findet.“ Daraufhin überprüft Ali sein Facebookprofil und sieht dort einen kürzlich erschienenen Beitrag von Präsident Abbas‘ Fatah-Partei, wo das Massaker an elf israelische Athleten bei den Olympischen Spielen in München als eine „Heldentat“ feiert. Auf YouTube, sieht Ali dann einen Clip von Präsident Abbas selbst, der sagt: „Wir begrüßen jeden Tropfen Blut, der in Jerusalem verschüttet wird.“ Das ist ein direktes Zitat. Beim Abendessen fragt Ali seine Mutter, was passiert, wenn er einen Juden getötet und dafür in ein israelisches Gefängnis muss. Hier ist, was ihm die Mutter erzählt. Sie sagt, dass er dafür Tausende von Dollar jeden Monat von der Palästinensischen Behörde bekommt. Genauer gesagt sagt sie ihm, desto mehr Juden er tötet, desto mehr Geld bekommt er. Ach ja, und wenn er aus dem Gefängnis kommt, so sagt sie, bekommt Ali noch einen guten Job in der Palästinensischen Behörde.

Meine Damen und Herren,

das ist alles real! Es passiert jeden Tag, die ganze Zeit. Leider ist Ali kein Einzelfall. Er repräsentiert Hunderttausende von palästinensischen Kindern, die jeden Moment mit Hass indoktriniert werden, jede Stunde. Das ist Kindesmissbrauch!

Stellen Sie sich vor, Ihr Kind würde dieser Gehirnwäsche unterzogen. Stellen Sie sich vor, wie schwer es für einen kleinen Jungen oder ein kleines Mädchen ist, aus dieser Kultur des Hasses auszubrechen. Manche schaffen es, aber viel zu viele schaffen es nicht. Wie kann irgendeiner von uns erwarten, dass junge Palästinenser den Frieden unterstützen, wenn ihre Führer ihre Gedanken für den Frieden vergiften? Wir in Israel tun das nicht! Wir erziehen unsere Kinder zum Frieden. Wir haben erst vor kurzem ein Pilotprogramm gestartet, meine Regierung hat das getan, um das Studium der arabischen Sprache für jüdische Kinder obligatorisch zu machen, damit wir einander besser verstehen können, um gemeinsam Seite an Seite in Frieden leben zu können.

Natürlich gibt es in Israel, wie in allen Gesellschaften, auch Extremisten. Aber unsere Antwort auf diese Extremisten macht den Unterschied! Nehmen Sie nur den tragische Fall von Ahmed Dawabsha. Ich werde nie vergessen, wie ich nur wenige Stunden nach dem Angriff Ahmed im Krankenhaus besuchte. Ein war ein kleines Kind, ein Baby und war schwer verbrannt. Ahmed war das Opfer einer schrecklichen Tat eines jüdischen Terroristen. Er lag bandagiert und bewusstlos, während israelische Ärzte rund um die Uhr daran arbeiteten, ihn zu retten.

Keine Worte können der Familie dieses Jungen Trost bringen. Dennoch, als ich an seinem Bett stand, sagte ich zu seinem Onkel: „Das ist nicht unser Volk. Das ist nicht unser Weg.“ Ich ordnete daraufhin außerordentliche Maßnahmen an, um Ahmeds Angreifer vor Gericht zu bringen. Heute sitzen die jüdischen Bürger Israels, die beschuldigt werden, den Angriff auf die Familie Dawabsha begangen zu haben, im Gefängnis und erwarten ihren Prozess.

Einige werden nun sagen, diese Geschichte zeige, dass beide Seiten ihre Extremisten hätten und beide Seiten gleichermaßen verantwortlich seien für diesen scheinbar endlosen Konflikt. Aber Ahmeds Geschichte beweist tatsächlich das genaue Gegenteil. Es zeigt die tiefen Unterschiede zwischen unseren beiden Gesellschaften. Während die israelische Führung Terroristen verurteilt, und zwar alle Terroristen, Araber und Juden gleichermaßen, feiern palästinensische Führer ihre Terroristen. Während in Israel die handvoll jüdischer Terroristen in Gefängnissen sitzen, bezahlen die Palästinenser Tausende von Terroristen unter ihnen. Daher rufe ich Präsident Abbas auf: Sie haben die Wahl! Sie können weiterhin den Hass schüren, wie Sie es heute getan haben, oder Sie können endlich gegen den Hass vorgehen und mit mir daran arbeiten, Frieden zwischen unseren beiden Völkern zu schaffen.

Meine Damen und Herren,

ich höre das Gemurmel. Ich weiß, dass viele von Ihnen den Frieden aufgegeben haben. Aber ich möchte, dass Sie wissen: Ich habe den Frieden nicht aufgegeben. Ich bleibe der Vision von Frieden verpflichtet, basierend auf zwei Staaten für zwei Völker. Ich glaube, so stark wie nie zuvor, dass die Veränderungen in der arabischen Welt uns eine einmalige Gelegenheit bieten werden, diesen Frieden zu verwirklichen.

Ich lobe Präsident el-Sisi von Ägypten für seine Bemühungen, Frieden und Stabilität in unserer Region zu fördern. Israel begrüßt den Geist der arabischen Friedensinitiative und begrüßt einen Dialog mit den arabischen Staaten, um einen größeren Frieden zu befördern. Ich glaube zudem, um einen breiten Frieden für alle zu erreichen, müssen die Palästinenser ein Teil der Verhandlungen werden. Ich bin bereit, sofort Verhandlungen zu beginnen, um Frieden zu erreichen und zwar heute, nicht morgen, nicht nächste Woche, heute!

Vor einer Stunde sprach Präsident Abbas hier. Wäre es nicht besser, wenn wir, statt aneinander vorbei zu reden, miteinander reden würden? Präsident Abbas, statt hier bei den Vereinten Nationen in New York gegen Israel zu reden, lade ich Sie herzlich ein, in der Knesset in Jerusalem zum israelischen Volk zu sprechen. Ich spreche im Gegenzug gerne zum palästinensischen Parlament in Ramallah.

Meine Damen und Herren,

während wir in Israel den Frieden mit all unseren Nachbarn suchen, wissen wir auch, dass der Frieden keinen größeren Feind kennt als die Kräfte des militanten Islams. Die blutige Spur dieses Fanatismus‘ zieht sich durch alle Kontinente, die hier vertreten sind. Sie läuft durch Paris und Nizza, Brüssel und Bagdad, Tel Aviv und Jerusalem, Minnesota und New York, von Sydney bis nach San Bernardino. So viele haben bereits unter dieser Barbarei gelitten: Christen und Juden, Frauen und Homosexuelle, Yeziden und Kurden und viele, viele andere. Den höchsten Preis aber zahlen die unschuldigen Muslime. Hunderttausende von ihnen wurden unbarmherzig geschlachtet, Millionen zu verzweifelten Flüchtlingen verdammt, zig Millionen brutal unterjocht. Die Niederlage des militanten Islam wird ein Sieg für die ganze Menschheit sein, aber vor allem ein Sieg für die vielen Muslime, die ein Leben ohne Angst suchen, ein Leben in Frieden und Hoffnung.

Um die Kräfte des militanten Islams zu besiegen, müssen wir sie unnachgiebig bekämpfen. Wir müssen sie in der realen Welt bekämpfen und in der virtuellen Welt. Wir müssen ihre Netzwerke zerstören, ihre Finanzierungen kappen und ihre Ideologie diskreditieren. Wir können sie besiegen und wir werden sie besiegen. Mittelalterlichkeit passt nicht in die Moderne. Hoffnung ist stärker als Hass. Freiheit ist stärker als Angst. Wir schaffen das!

Meine Damen und Herren,

Israel schlägt diese schicksalshafte Schlacht gegen die Kräfte des militanten Islam jeden Tag. Wir schützen unsere Grenzen vor ISIS, wir verhindern, dass kriegsentscheidende Waffen an die Hisbollah im Libanon geschmuggelt werden, wir vereiteln palästinensische Terroranschläge in Judäa und Samaria, bekannt als Westbank, und wir halten die Hamas von Raketenangriffen aus Gaza ab.

Das ist die selbe Terror-Hamas, der sich grausam, unglaublich grausam, weigert, uns drei unserer Bürger auszuliefern, sowie die Leichen zweier gefallener Soldaten, Oron Shaul und Hadar Goldin. Hadar Goldins Eltern, Leah und Simcha Goldin, sind heute hier bei uns. Sie haben nur eine Bitte: Ihren geliebten Sohn in Israel begraben zu können. Alles, worum sie bitten, ist diese einfache Sache: Sie wollen in der Lage sein, das Grab ihres gefallenen Sohns Hadar in Israel besuchen zu können. Die Hamas weigert sich. Sie könnte sich nicht weniger interessieren. Ich flehe Sie an, sich an die Seite der Familie zu stellen, zu uns, mit allem, was in unserer Welt anständig ist, um gegen die Unmenschlichkeit der Hamas anzugehen, denn die Hamas ist unanständig und barbarisch. Die Hamas bricht jede menschliche Regel, die im Buche steht. Haut der Hamas dieses Buch um die Ohren!

Meine Damen und Herren,

die größte Bedrohung für mein Land, für unsere Region und letztlich für unsere ganze Welt ist und bleibt das militante islamische Regime im Iran. Der Iran fordert offen Israels Vernichtung, droht den Ländern im Nahen Osten und fördert den Terror weltweit. In diesem Jahr hat der Iran im offenen Bruch der Resolutionen des Sicherheitsrates Raketen abgefeuert. Der Iran geht aggressiv gegen den Irak, Syrien und Jemen vor. Der Iran ist der vorderste Unterstützer des weltweiten Terrorismus‘ und baut sein globales Terrornetzwerk aus. Das Terrornetzwerk umspannt mittlerweile alle fünf Kontinenten. Der springende Punkt ist daher, die Bedrohung des Irans, die uns alle betrifft, ist nicht hinter uns, sie liegt noch vor uns. In den kommenden Jahren müssen wir unsere vereinten Kräfte nachhaltig gegen die iranischen Aggressionen und den iranischen Terror bündeln. Wieder ein Jahr näher an den Tag, da die Atombeschränkungen für den Iran aufgehoben werden, lassen Sie mich eins klar sagen: Israel wird es dem terroristischen Regime im Iran niemals erlauben, Atomwaffen zu entwickeln, nicht jetzt, nicht in einem Jahrzehnt, niemals!

(Beifall im Saal)

Meine Damen und Herren,

ich stehe heute vor Ihnen in einer Zeit, da Israels Ex-Präsident Shimon Peres, um sein Leben kämpft. Shimon ist einer von Israels Gründerväter, einer seiner kühnsten Staatsmänner und einer seiner angesehensten Führer. Ich weiß, Sie schließen sich alle meinem und dem Genesungswunsch des ganzen israelischen Volks an: Refuah shlemah, Shimon! Auf eine baldige Genesung.

Ich habe stets Shimons grenzenlosen Optimismus bewundert. Mich erfüllt die selbe Hoffnung. Ich bin voller Hoffnung, weil Israel in der Lage ist, sich selbst gegen jede Bedrohung zu verteidigen. Ich bin voller Hoffnung, weil die Tapferkeit unserer kämpfenden Männer und Frauen unübertroffen ist. Ich bin voller Hoffnung, weil ich die Kräfte der Zivilisation kenne, die letztlich immer über die Kräfte des Terrors triumphieren. Ich bin voller Hoffnung, denn im Zeitalter der Innovation, floriert Israel, die Nation der Innovation, wie nie zuvor. Ich bin voller Hoffnung, weil Israel unermüdlich daran arbeitet, die Situation all ihrer Bürger zu verbessern, für Juden, Muslime, Christen, Drusen, für alle gleich. Und ich bin voller Hoffnung, da ich trotz aller Neinsager glaube, dass wir in Israel einen dauerhaften Frieden mit allen unseren Nachbarn schmieden können.

(Beifall im Saal.)

Meine Damen und Herren,

ich bin zuversichtlich, über das, was Israel schaffen kann, weil ich gesehen habe, was Israel bisher geschafft hat. 1948 war das Jahr der israelischen Unabhängigkeit. Unsere Bevölkerung umfasste damals 800.000 Menschen. Unser wichtigstes Exportgut war Orangen. Die Leute sagten damals, wir seien zu klein, zu schwach, zu isoliert, zu demographisch unbedeutend, um zu überleben, geschweige denn zu gedeihen. Die Skeptiker lagen damals falsch in Sachen Israel. Und die Skeptiker liegen in Sachen Israel noch heute falsch! Israels Bevölkerung hat sich verzehnfacht. Unsere Wirtschaft hat sich vervierzigfacht. Heute ist unser größtes Exportgut die Technologie, israelische Technologie, welche weltweit Computer, Handys, Autos und vieles mehr ans Laufen bringt.

Meine Damen und Herren,

die Zukunft gehört jenen, die innovativ sind. Das ist der Grund, warum die Zukunft Ländern wie Israel gehört. Israel möchte Ihr Partner sein, diese Zukunft zu formen. Daher rufe ich Ihnen allen zu: Arbeiten Sie mit Israel zusammen, umarmen Sie Israel, träumen Sie mit Israel. Träumen Sie von einer Zukunft, die wir gemeinsam gestalten, eine Zukunft der atemberaubenden Fortschritte, eine Zukunft der Sicherheit, des Wohlstands und des Friedens, eine Zukunft der Hoffnung für die ganze Menschheit, eine Zukunft, in der Israel selbst bei den Vereinten Nationen, selbst in diesem Saal, aufgenommen wird, um unverbrüchlich seinen rechtmäßigen Platz unter den Nationen einzunehmen.

Vielen Dank.

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