Nun sag, wie hast Du’s mit dem Kopftuch?

Wenn westliche Frauen in die islamische Welt reisen, stellt sich die Zulaikafrage: „Nun sag, wie hast Du’s mit dem Kopftuch?“

Am 4. Februar 2007 trug Angela Merkel kein Kopftuch in Riad.

Zwei Jahre vorher trug Condoleezza Rice kein Kopftuch in Jeddah.

Am 15. Februar 2010 trug Hillary Clinton kein Kopftuch in Riad.

Am 23. Oktober 2007 trug Laura Bush kein Kopftuch bei König Abdullah.

Und am 27. Januar 2015 trug Michelle Obama kein Kopftuch in Saudi-Arabien.

Es gibt aber auch Frauen, die sich anders entscheiden:

Am 20. und 21. Januar 2015 trug Claudia Roth im Iran Kopftuch.

Schweiz‘ Außenministerin Micheline Calmy-Rey trug im März 2008 Kopftuch im Iran.

Im April 2016 trug die EU-Außenbeauftragte Frederica Mogherini Kopftuch im Iran.

Diese Unterwerfung vor der Geschlechterapartheid im Iran machen jedoch nicht alle Frauen mit!

Die nächste Schachweltmeisterschaft der Frauen wird im Februar 2017 im Iran stattfinden. Einige der besten Schachspielerinnen der Welt wollen das Turnier jedoch boykottieren, da ihnen mitgeteilt wurde, dass sie während des Turniers einen Schleier tragen müssen. Das Tragen eines Kopftuchs in der Öffentlichkeit ist nämlich für alle Frauen im Iran gesetzlich vorgeschrieben. Verstöße werden mit Geld- oder Haftstrafen geahndet. Die 22-jährige US-Schachmeisterin Nazi Paikidze sagt daraufhin, sie werde ganz gewiss nicht an dieser Weltmeisterschaft teilnehmen und erklärt dazu:

„Es ist völlig inakzeptabel, eines der wichtigsten Frauenturniere an einem Ort abzuhalten, an dem sich Frauen bis heute mit einem Hidschab verhüllen müssen.

Die ecuadorianische Schachmeisterin Carla Heredia sagt:

„Der Kopftuchzwang verletzet alles, wofür Sport steht. Sport sollte frei von jeder sexuellen oder religiösen Diskrimination sein.“

Das sind klare Ansagen!

Der Schleier ist eine Mauer aus Stoff, um Frauen auszugrenzen. Sie sind wie die Mauern der iranischen Gefängnisse, in denen Homosexuelle auf ihre Hinrichtung warten, Regimekritiker gefoltert und Andersgläubige misshandelt werden.

Im Oktober 2016 traf Bundesumweltministerin Barbara Hendricks die iranische Politikerin Massumeh Ebtekar in Berlin. Massumeh Ebtekar ist eine ehemalige Terroristin, die zusammen mit einer Gruppe iranischer Studentinnen und Studenten die US-amerikanische Botschaft in Teheran stürmte und dort vom 4. November 1979 bis zum 20. Januar 1981 52 US-Diplomaten 444 Tage lang als Geiseln hielt. Jetzt ist sie Vizepräsidentin des Irans und Leiterin der Umweltbehörde ihres Landes ist.

Barbara Hendricks begrüßte Massumeh Ebtekar mit einem Handschlag und trug dabei kein Kopftuch. Dies löste im Iran einen Skandal aus! Der staatliche iranische Fernsehsender IRIB zeigte die Bilder des Treffens und weil Barbara Hendricks kein Kopftuch trug, hielten viele iranische Medien sie für einen Mann und berichteten, Ebtekar habe in Deutschland einem Mann die Hand geschüttelt. Mit Kopftuch wäre das nicht passiert.

Einem fremden Mann die Hand zu geben, gilt für strenggläubige muslimische Frauen als Tabu und ich bin ein großer Freund dieses Tabus. Einem Menschen aufgrund des Geschlechts nicht die Hand zu geben, ist schließlich Sexismus und ich möchte niemals in die Verlegenheit geraten, einer Sexistin die Hand geben zu müssen. Daher bin ich sehr dankbar dafür, dass strenggläubige Muslime dafür sorgen, dass ich nicht die Hand einer Sexistin schütteln muss.

In diesem Zusammenhang ist es nicht ganz unwichtig zu erwähnen, dass Barbara Hendricks eine offen lesbisch lebende Frau ist. Für sie stellte es dennoch kein Problem dar, der Vizepräsidentin eben jenes Landes die Hand zu geben, in dem homosexuelle Menschen verfolgt und hingerichtet werden. Die Diplpmatie macht vieles möglich.

Wie wäre es, wenn in Zukunft Bill Clinton und Joachim Sauer Kopftuch tragen, wenn sie als First Ladies an der Seite ihrer mächtigen Frauen in die islamische Welt reisen oder werden sie dann als Transvestiten verhaftet?

Ach, was rede ich. Männer werden nie Kopftuch oder Schleier tragen. Warum? Aus dem gleichen Grund, aus dem sie keine unbequemen Schuhe tragen: Weil sie nicht bescheuert sind!

Es ist nicht wichtig, was auf dem Kopf ist, sondern was in dem Kopf ist. Es gibt verschiedene Gründe, eine Kopfbedeckung anzuziehen. Wer die Mode jedoch mit einem unsichtbaren Freund begründet, der einem Feldherrn vor eineinhalb Jahrtausenden gesagt haben soll, wie sich Frauen von heute anziehen sollen, hat meiner bescheidenen Meinung nach noch etwas Platz im Kopf.

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Judenhetze leicht gemacht

Auf der Homepage einer türkischen Ditib-Moscheegemeinde in Melsungen bei Kassel wurde im Jahr 2015 auf türkisch und unter der Überschrift „Lernen wir die Juden nach dem Koran kennen“ gegen Juden gehetzt. Auf der Webseite wurden Juden als „geizig, gierig und gemein“ diffamiert. Weiterhin wurde behauptet: „Juden sind niederträchtig“ und „Sie lügen und stehlen“.

Tobias Huch stellte daraufhin eine Anzeige wegen Volksverhetzung. Das Verfahren wurde jedoch mit der Begründung eingestellt, bei den Aussagen auf der Webseite des Vereins handle es sich um Koranzitate und deshalb sei kein dem „Volksverhetzungstatbestand entsprechender Vorsatz“ nachweisbar gewesen.

Achso. Na dann.

Was lernen wir daraus? Sollten Sie demnächst judenfeindliche Aussagen tätigen wollen, sagen Sie einfach, es stünde so im Koran. Schon haben Sie einen Freifahrtschein für Ihren Judenhass. Aber vorsichtig, sagen Sie auf keinen Fall, es stünde in „Mein Kampf“, dann machen Sie sich nämlich vermutlich strafbar. Berufen Sie sich auf den Koran, dann kommen Sie durch.

Und denken Sie immer daran, was mit Leuten passiert, die es wagen, Probleme rund um den Islam anzusprechen. Tobias Huch zum Beispiel lebt seit einiger Zeit unter massiven Morddrohungen von Islamisten.

Aber hey, Schwamm drüber. Es sind nur Koranverse, wenn auch gewiss „aus dem Zusammenhang gerissen.“

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Offener Brief von Gerd Buurmann an Claus Kleber

Am 6. Oktober 2016 stellte das ZDF heute journal ein neues Computerspiel vor und Claus Kleber war begeistert. Ziel des Spieles ist es, Mauern zu errichten, damit die Blicke von Männern nicht auf Frauen fallen können. Claus Kleber frohlockt:

„Das mit den Absperrschildern ist eine originelle Herausforderung.“

Entwickelt wurde das Spiel in einem Unternehmen in Gaza, in dem Frauen entweder Kopftuch tragen oder vollverschleiert sind. Geschlechterapartheid nennt sich das. In Gaza herrscht in diversen Lebenssituationen Apartheid. Nicht nur Geschlechter werden dort radikal getrennt, sondern Homosexuelle werden dort getötet und sämtliche Juden wurden bereits vor Jahren vertrieben. In Gaza wird alles verfolgt, was nicht in die frauen-, juden- und homosexuellenfeindliche Ideologie der islamfaschistischen Hamas passt.

Die Hamas hat seit Januar 2010 über 7500 Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert. Es ist das erklärte Ziel der Hamas, alle Juden weltweit zu vernichten. So jedenfalls steht es in der Gründungscharta der Hamas unter Artikel 7. Um sich gegen diesen Hass zu schützen, kontrolliert Israel scharf die Grenze zu Gaza.

Gaza ist ein brutaler Streifen der Apartheid. Ständig werden dort Mauern errichtet. Das ZDF kritisiert diese Mauer jedoch nicht. Das ZDF toleriert und feiert diese Mauern sogar, indem Claus Kleber ein Spiel als originell präsentiert, das in diesem Regime entwickelt wurde und in dem es einzig und alleine darum geht, Mauern zu errichten. Diese Mauer findet Claus Kleber lustig und lacht.

Die einzige Mauer, die in dem Bericht kritisiert wird, ist die Grenze zu Israel. Zu Beginn des Berichts erklärt Claus Kleber:

„Die Freiheit des Netzes ist natürlich besonders wichtig, wo Mauern Menschen einsperren, im Gazastreifen, einem ganz schmalen Stück Palästinenserland, zwischen israelischen Grenzzaun und Mittelmeer, das ebenfalls von Israel gesperrt wird, auch dafür gibt es Gründe.“

Lieber Claus Kleber,

ja, dafür gibt es Gründe! Die Hamas sieht sich selbst in der Tradition Hitlers. Die Hamas salutiert oft mit dem Hitlergruß. Sie ist stolz darauf, dass der Gazastreifen „judenrein“ ist. Bevor Sie sich also über jene Grenze aufregen, die einzig und allein deshalb von Israel so streng kontrolliert werden muss, um unzählige Terroristen daran zu hindern, nach Israel zu gehen, um dort Juden zu ermorden, so wie es die Charta der Hamas in Artikel 7 fordert und wie es den Kindern in der Schule beigebracht wird, sollten Sie lieber jene Mauern kritisieren, die tagtäglich im Gazastreifen errichtet werden, um Menschen auszugrenzen.

Es sind die Mauern der Todeszellen, in denen Homosexuelle und Andersgläubige auf ihre Hinrichtung warten, es sind die Kopftücher und Körperschleier, diese Mauern aus Stoff, die über Frauen geworfen werden, um sie auszugrenzen und es sind die Trennwände, die in dem Computerspiel errichtet werden und die Sie, Herr Kleber, so unfassbar lustig und originell finden.

Mit Grüßen,
Gerd Buurmann

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Thoughts of a German

My name is Gerd Buurmann. I am a German blogger and journalist. Among other publications, I write for the Jewish Chronicle. My blog, “Tapfer im Nirgendwo” (Brave in no man’s land), is one of the most popular pro-Israeli blogs in Germany. Some of my articles have been translated into English by William Wires. Now I’d like to reach readers in the English-speaking world.

Feel free to read and share the following articles:

Israel reacts disproportionately

Shylock or Nathan

I was just five years old

The crusade argument

Scientology means peace

A day with Rana Ahmad in Cologne

The second holocaust

Open letter to Bill Maher

A call for help after the attacks

No concessions

Why I’m not a muslim

The circumcision of Christ

And finally, I’m also an actor, stand up comedian and inventor of a very successful theater concept, which has spread to over 40 cities: “Kunst gegen Bares” (Art for Cash)

Next time you’re in Germany, you’re welcome to visit me in a theatre.

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Ein neuer Gedenktag für Deutschland

Deutschland braucht einen offiziellen Tag, der zeigt, was es bedeutet, Deutscher zu sein. Kein anderer Tag eignet sich dafür mehr als der 9. November. Der 9. November bringt Deutschland in seiner Zerissenheit auf den Punkt.

Der 9. November ist Sternstunde und Tiefpunkt der deutschen Geschichte. An diesem Tag erstritten sich Deutsche die Freiheit im Jahr 1989, aber an diesem Tag lebten Deutsche auch ihren menschenverachtenden und mörderischen Hass auf Juden im Jahr 1938 aus. An diesem Tag wurde in Deutschland im Jahr 1918 die Republik ausgerufen. Sie wurde allerdings auch im Jahr 1923 von Hitler und seinen Anhängern angegriffen.

Der 9. November eignet sich daher nicht zur bloßen Freude über die Freiheit des Mauerfalls, weil an dem Tag die Progromnacht stattfand. Er eignet sich aber auch nicht nur zur Trauer, da an diesem Tag die Mauer fiel. Genau dieses Gefühl der Zerissenheit ist ein deutsches Gefühl.

Hier ein paar Ereignisse, die am 9. November stattfanden:

9. November 1848: Robert Blum, linksliberaler Abgeordneter der Frankfurter Nationalversammlung, wird nach der Niederschlagung des Oktoberaufstands von Wien im Rahmen der Märzrevolution unter Missachtung seiner Abgeordnetenimmunität von einem Hinrichtungskommando erschossen. Dieses Datum stellt den Anfang vom Ende der Revolution dar.

9. November 1918: Der wenige Wochen zuvor berufene Reichskanzler Max von Baden verkündet angesichts der bevorstehenden Niederlage des Deutschen Reiches im Ersten Weltkrieg eigenmächtig die Abdankung von Kaiser Wilhelm II und betraut Friedrich Ebert mit den Amtsgeschäften. Eberts Parteigenosse Philipp Scheidemann, der ihn im Februar 1919 als Regierungschef ablösen wird, ruft von einem Fenster des Reichstagsgebäudes die „Deutsche Republik“ aus. Es ist auch der letzte Schritt zur Ausrufung des Frauenwahlrechts drei Tage später.

9. November 1923: Mit dem Hitler-Ludendorff-Putsch versuchten Adolf Hitler, Erich Ludendorff und weitere Putschisten in München, die Regierungsmacht an sich zu reißen.

9. November 1938: Im ganzen Gebiet des Deutschen Reiches zerstören die Nationalsozialisten jüdische Geschäfte und Einrichtungen und stecken Synagogen in Brand. Hunderte von Juden werden innerhalb weniger Tage ermordet. Dieses Ereignis markieren den Übergang von der sozialen Ausgrenzung und Diskriminierung zur offenen Verfolgung der Juden, die in dem industriell betriebenen Völkermord an etwa 6 Millionen europäischer Juden endet.

9. November 1967: Bei der feierlichen Amtseinführung des neuen Rektors der Hamburger Universität entfalten protestierende Studentinnen und Studenten der APO ein Transparent mit der Aufschrift „Unter den Talaren – Muff von 1000 Jahren“. Dieser Slogan wird zu einem symbolträchtigen Motto der sogenannten „68er-Bewegung“.

9. November 1974: Der Terrorist Holger Klaus Meins, Mitglied der ersten Generation der Rote Armee Fraktion (RAF) stirbt an den Folgen eines wochenlangen Hungerstreiks in der JVA Wittlich in Rheinland-Pfalz.

9. November 1989: Günter Schabowski spricht die legendären Worte: „Das tritt nach meiner Kenntnis… ist das sofort, unverzüglich.“ Die Berliner Mauern fällt.

Last but not least: Am 9. November 1843 reiste Heinrich Heine nach 13-jährigem freiwilligen Exil in Frankreich kehrt ein letztes Mal nach Deutschland.

Dieser 9. November sollte als Tag der deutschen Geschichte ein bundesweiter Gedenktag werden. Zur Tradition könnte es werden, diese Zeilen von Heinrich Heine zu zitieren, vor allem, weil er in diesen Zeilen auch Europa feiert:

Im traurigen Monat November wars,
Die Tage wurden trüber,
Der Wind riß von den Bäumen das Laub,
Da reist ich nach Deutschland hinüber.

Und als ich an die Grenze kam,
Da fühlt ich ein stärkeres Klopfen
In meiner Brust, ich glaube sogar
Die Augen begunnen zu tropfen.

Und als ich die deutsche Sprache vernahm,
Da ward mir seltsam zu Mute;
Ich meinte nicht anders, als ob das Herz
Recht angenehm verblute.

Ein kleines Harfenmädchen sang.
Sie sang mit wahrem Gefühle
Und falscher Stimme, doch ward ich sehr
Gerühret von ihrem Spiele.

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
O Freunde, will ich Euch dichten!
Wir wollen hier auf Erden schon
Das Himmelreich errichten.

Wir wollen auf Erden glücklich sein,
Und wollen nicht mehr darben;
Verschlemmen soll nicht der faule Bauch
Was fleißige Hände erwarben.

Es wächst hienieden Brot genug
Für alle Menschenkinder,
Auch Rosen und Myrten, Schönheit und Lust,
Und Zuckererbsen nicht minder.

Ja, Zuckererbsen für jedermann,
Sobald die Schoten platzen!
Den Himmel überlassen wir
Den Engeln und den Spatzen.

Und wachsen uns Flügel nach dem Tod,
So wollen wir Euch besuchen
Dort oben, und wir, wir essen mit Euch
Die seligsten Torten und Kuchen.

Ein neues Lied, ein besseres Lied,
Es klingt wie Flöten und Geigen!
Das Miserere ist vorbei,
Die Sterbeglocken schweigen.

Die Jungfer Europa ist verlobt
Mit dem schönen Genusse
Der Freiheit, sie liegen einander im Arm,
Und schwelgen im ersten Kusse.

Und fehlt der Pfaffensegen dabei,
Die Ehe wird gültig nicht minder ­
Es lebe Bräutigam und Braut,
Und ihre zukünftigen Kinder!

Ein Hochzeitskarren ist mein Lied,
Das bessere, das neue!
In meiner Seele gehen auf
Die Sterne der höchsten Weihe.
­

Begeisterte Sterne, sie lodern wild,
Zerfließen in Flammenbächen ­
Ich fühle mich wunderbar erstarkt,
Ich könnte Eichen zerbrechen!

Seit ich auf deutsche Erde trat,
Durchströmen mich Zaubersäfte ­
Der Riese hat wieder die Mutter berührt,
Und es wuchsen im neu die Kräfte.

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Lamya Kaddor überhört Morddrohungen

In meinem Offenen Brief an Lamya Kaddor schrieb ich:

„Sie, Frau Kaddor, kriminalisieren Kritik so wie islamische Fundamentalisten Karikaturisten kriminalisieren! Ich hoffe inständig, dass Sie diese Verteufelung von Kritik, die das Fundament des aufgeklärten Europas und die Stütze der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist, nicht an ihre Schülerinnen und Schüler weitgeben. Dann nämlich wundert es mich nicht, dass unter Ihren Schülern bereits fünf für den Dschihad nach Syrien gezogen sind.“

Schauen Sie sich in diesem Zusammenhang nun mal diesen Film von David Harnasch an. Er bespricht dort einen Bericht des Magazins kulturzeit aus dem Jahr 2008.

Der Bericht von kulturzeit macht mich schlicht fassungslos!

In Anwesenheit von Lamya Kaddor sagen mehrere Schülerinnen und Schüler, dass Menschen, die den Islam beleidigen, den Tod verdient hätten. Ein Schüler gesteht sogar, dass er jemandem den Kopf abschneiden würde, wenn er jemand träfe, der seine Religion beleidigt.

„Wenn ich den Koran zerreißen und auf den Boden werfen würde, hätte ich verdient zu sterben“, fragt Lamya Kaddor und erntet von mehreren Schülerinnen und Schülern eine klare Antwort: „Ja, klar!“

Lamya Kaddor ermahnt die Klasse: „Man darf auch verärgert darüber sein, ich bin auch verärgert, aber ich kann nicht soweit gehen und sagen, ich geh den gleich töten, ich kann doch sagen, ich ignorier den, der soll, keine Ahnung, meinen solange Leute aufzuhetzen, wie er will.“

Sie gesteht der Klasse somit, dass sie über Kritik „auch verärgert“ sei. Das motiviert einen Schüler dann zur folgenden klaren Ansage: „Wenn ich den Mann finden würde, ich würde ihn den Kopf abschneiden, alles mit ihm machen!“

Diesen Satz des gewaltbereiten Schülers kommentiert die kulturzeit ernsthaft mit diesen Worten: „Natürlich würden die Schüler in Wirklichkeit nie jemanden umbringen. Sie sind für einen toleranten Islam.“

Auch Lamya Kaddor leugnet, der Ankündigung einer brutalen Gewalttat beigewohnt zu haben: „‚Ich würd ihn schon ganz gerne tot sehen‘, letztlich hat es so keiner ausgesprochen.“

Der Journalist David Harnasch kommentiert die Taubheit Kaddors mit diesen Worten:

„Doch, klar! War Frau Kaddor da nicht im Raum oder ist sie schon komplett betriebsblind und taub? Der adipöse Globalisierungsgewinner mit dem Arafatlappen um den Hals hat das mehr als klar und deutlich gesagt. Kein Wunder, dass der sauer ist, weil ihn keiner ernst nimmt. Dabei wäre es in seinem und in unserem Interesse, wenn man ihm mal zuhören würde.“

Im Jahr 2008 hörte Lamya Kaddor nicht zu. Ein paar Jahre später zogen fünf ihrer Schüler für den Dschihad nach Syrien. Wenn Layma Kaddor die Schulleitung und die Polizei nicht über jeden Schüler und jede Schülerin informiert hat, die offen erklärt haben, im Namen der Religion töten zu können oder Verständnis für Menschen aufgebracht haben, die im Namen einer Religion töten, ist sie mitverantwortlich dafür, dass Extremismus und Fundamentalismus gedeihen.

Sie hat tatsächlich getätigte Morddrohungen verharmlost und geleugnet, mehrfach und nachhaltig! Für diese Toleranz gegenüber Morddrohungen wurde sie vom Schuldienst nicht befreit. Stellen wir uns mal vor, ein Lehrer im Unterrichtsfach Politik hätte vernommen, wie mehrere Schülerinnen und Schüler in seinem Unterricht erklären, Verständnis für Nazis zu haben, sogar töten zu wollen, um dann hinterher zu behaupten, niemand habe wirklich gesagt, jemanden töten zu wollen, aber ein paar Jahre später verüben einige seiner Schüler einen rechtsradikalen Anschlag. Nichts anderes ist der Fall mit Lamya Kaddor.

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Ein offener Brief von Gerd Buurmann an Lamya Kaddor

Liebe Lamya Kaddor,

unter der Überschrift „Islamkritik, die niemand braucht“ schrieben Sie Ende 2015 in der ZEIT:

„Diese Stimmungsmache, die heute Personen wie Hamed Abdel-Samad vertreten und früher Leute wie der Journalist Henryk Broder, die Autorin Necla Kelek und der Schriftsteller Ralph Giordano verbreitet haben, machen Millionen Menschen in diesem Land ganz konkret das Leben schwer – manchmal sogar unerträglich.“

Dem Deutschlandfunk gaben Sie jüngst ein Interview, in dem es heißt:

„Die 38-Jährige sagte im Deutschlandfunk, seit dem Erscheinen ihres Buches über die Integration von Flüchtlingen vor zwei Wochen habe sie Morddrohungen erhalten und so viele Hassbriefe wie noch nie – vor allem aus dem rechten Spektrum. Renommierte Journalisten wie Henryk M. Broder beteiligten sich daran, Stimmung gegen sie zu machen.“

Sagen Sie mal, Frau Kaddor, haben Sie noch alle Latten am Zaun?

Sie rücken Ralph Giordano in die Ecke gewalttätiger Stimmungsmacher? Sein ganzes Leben lang konnte er nicht in ein Gotteshaus gehen, ohne dabei an einem Polizeiwagen vorbei gehen zu müssen. Sein Leben lang wurde er von rechten Gewalttätern bedroht, weil er Jude war. In den letzten Jahren seines Lebens kam noch eine massiv spürbare Bedrohung von islamischen Gewalttätern dazu.

Er war 15 als in Deutschland sämtliche Synagogen niedergebrannt wurden. Er war 18 als in Deutschland Juden vergast wurden. Und er war 91 als er auf deutschen Straßen den Mob brüllen hörte: „Jude, Jude feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“ Ab Minute 0:45:

Er war 91 Jahre alt, als in Deutschland „Adolf Hitler“ gebrüllt und der Tod von Juden gefordert wurde. Ab Minute 2:50:

Ein paar Jahre nach seinem Tod rücken Sie nun Ralph Giordano in die Ecke rechter Stimmungsmacher und alles nur, weil er die Türkisch-Islamische Union der Anstalt für Religion kritisiert und Frauen mit Kopftuch als „menschliche Pinguine“ bezeichnet hatte. Seit Jahrzehnten schon werden in Deutschland Nonnen so bezeichnet. Und wissen Sie, wie die Nonnen darauf reagieren? Sie lachen! Nonnen haben nämlich Humor und sehen aus wie Pinguine!

Sie rücken Henryk Broder in die Ecke gewalttätiger Stimmungsmacher? Sein ganzes Leben lang schon weigert er sich, zur Gewalt zu greifen. Er begegnet den Menschen, die ihn hassen, mit Worten. Sie hassen ihn weil er Jude ist, für Israel streitet, Religionen kritisiert, aufgeklärte Muslime unterstützt oder Kritik übt. Dennoch greift Broder nicht zu Waffen und Gewalt, sondern zu Worten und Humor.

Er ist Deutscher mit Migrationshintergrund, wie Sie. Bei ihm wird das jedoch nicht ständig problematisiert. Wissen Sie auch warum? Weil er daraus keine Lebensanschauung macht. Er jammert nicht ständig herum! Es brauchte kein Polenprogramm, das kultursensibel auf ihn zuging. Er integrierte sich ganz ohne eine über zehn Jahre anhaltende bundesdeutsche Judentumkonferenz und das obwohl auch er immer noch an Polizeiwagen vorbeigehen muss, wenn er in eine Synagoge geht. Als Jude lebt man gefährlich in Deutschland.

Henryk Broder steht tagtäglich im Zentrum des Hasses, der wie kein anderer Hass in Deutschland wütet und gemordet hat. Trotzdem fliegt er mit dem Flugzeug in fremde Länder, um Menschen kennenzulernen, statt in Hochhäuser um Menschen zu töten! Er ist nämlich kein Arschloch, sondern selbstverantwortlich!

Sie rücken Necla Kelek in die Ecke gewalttätiger Stimmungsmacher? Sie ist eine Frau, die mit dem Islam nicht anders umgeht, als Ute Ranke-Heinemann mit dem Christentum. Kelek klagt die Sexualmoral der Religion an. Sie verteidigt das Recht aller Frauen auf Selbstbestimmung. Sie wagt sich in die grausamen und brutalen Tiefen des islamischen Frauenhass und beschreibt die Gräueltaten, die dort passieren, wie sie überall geschehen, wo fundamentalistischer Glaube über die Vernunft siegt. Kelek kämpft für muslimische Frauen und ist somit im Fokus rechter wie islamischer Gewalttäter.

Sie rücken Hamed Abdel-Samad in die Ecke gewalttätiger Stimmungsmacher? Er ist ein Mann, der unter ständigem Personenschutz leben muss, weil ein islamisches Todesurteil über ihn verhängt wurde. Er schwebt jede Sekunde seines Lebens in Lebensgefahr. Er macht nichts anderes, als reden und schreiben, aber das Verfassen einer kritischen Biografie über Mohamed reicht schon, ihn in Gefahr zu bringen.

Necla Kelek, Henryk Broder, Hamed Abdel-Samad und Ralph Giordano (sel. A.) schlagen sich nicht mit Fäusten wie rechte Schläger, sie schlagen sich mit Worten wie zivilisierte Menschen! Und sie können alle nicht aus ihrer Haut, wie Sie!

Diese Menschen stehen in keiner Verbindung zu jenen Leuten, die Ihnen Morddrohungen zukommen lassen! Im Gegenteil, sie bekamen und bekommen alle selbst Morddrohungen! Hamed Abdel-Samed bekommt diese Morddrohungen sogar von offizieller Seite einiger islamischer Unwürdenträger. Dennoch besitzt er nicht die geschmacklose Frechheit zu unterstellen, Sie könnten an diesen Morddrohungen eine Mitschuld tragen, obwohl Sie ihn diffamieren.

Es ist widerlich, Morddrohungen zu erhalten. Sie, Frau Kaddor, haben meine volle Solidarität im
Kampf gegen diese Gewalttäter. Ich weiß wovon ich spreche. Ich habe schon einige Mails erhalten, die mich bedrohen, hier ein paar Auszüge:

„Jetzt reichts. Herr Burrman, ich gebe ihnen 2 Tage Zeit diese Frwechheiten und drerckigen Judenlügen abzustellen sonst kom ich persönlich vorbei und schlag ihnen ihren kleinen Halbglatzenschädel ein.“

„Dich hat der Adolf damals wohl vergessen was?“

„Ehrlich, solteich sie mal auf offener Straße sehen würde ich keine Sekunde zögern ihnen ain Messer in den Hals zu rammen. Sieg HEIL.“

Manchmal rufen mich diese Leute sogar an und brüllen „Dreckige Judensau“ (dabei bin ich kein Jude, aber manchmal eine ganz schöne Sau), „Halt Deinen Mund“ und „Man sollte Dir die Zunge rausreißen“ ins Telefon. Für diese Typen mache ich jedoch niemand anderes verantwortlich als die Typen selbst. Sie haben sich dazu entschieden, mir zu schreiben oder mich anzurufen! Sie machen mir das Leben schwer!

Sie, Frau Kaddor, behaupten, Hamed Abdel-Samad, Henryk Broder, Necla Kelek und Ralph Giordano „machen Millionen Menschen in diesem Land ganz konkret das Leben schwer – manchmal sogar unerträglich.“ Wissen Sie, woran mich das erinnert? An Fundamentalisten, die Kritik verbieten!

Sie kriminalisieren Menschen, die Kritik üben wie Muslime, die in der perversen und radikalsten Auslegung des Korans Menschen kriminalisieren, weil sie Karikaturen zeichnen oder den Glauben hinterfragen. Sie kriminalisieren Kritik und somit die Aufklärung an sich, zu deren Methodik der Zweifel gehört.

Hamed Abdel-Samad, Henryk Broder, Necla Kelek und Ralph Giordano schlagen, schießen und treten nicht. Sie öffnen lediglich ihre Münder und somit ihren Geist. Sie treten in Kontakt mit den Menschen in ihrer Umgebung. Sie suchen den Wettstreit der Gedanken, nicht der Fäuste. Sie streiten sich zivilisiert und das obwohl ihnen selbst Gewalt angedroht und nicht selten sogar angetan wurde, im Falle Giordanos sogar in unvorstellbar brutaler Art und Weise, die alles übersteigt, was Sie und ich sich vorstellen können.

Sie, Frau Kaddor, kriminalisieren Kritik so wie islamische Fundamentalisten Karikaturisten kriminalisieren! Ich hoffe inständig, dass Sie diese Verteufelung von Kritik, die das Fundament des aufgeklärten Europas und die Stütze der freiheitlich-demokratischen Grundordnung ist, nicht an ihre Schülerinnen und Schüler weitergeben. Dann nämlich wundert es mich nicht, dass unter Ihren Schülern bereits fünf für den Dschihad nach Syrien gezogen sind.

Ich wundere mich generell, dass Sie den Koran lehren, wo Sie doch so vehement darauf hinweisen, dass Sprache und Bücher ein Klima schaffen können, in dem Gewalttäter und Extremisten sich ermutigt fühlen. Wenn Allah und Mohamed schon nicht in der Lage sind zu verhindern, was andere Leute aus dem Koran herausinterpretieren, warum sollen dann Giordano, Kelek, Abdel-Samad und Broder mächtiger sein? Mächtiger als Gott? Kann natürlich sein, wenn es ihn nicht gibt.

Bleiben wir daher bei den Fakten: Der Koran ruft explizit und unter Umständen zu Gewalt, Verstümmelung und Totschlag auf, Giordano, Kelek, Abdel-Samad und Broder nicht. Der Koran sollte somit auf der Liste der zu kritisierenden Bücher deutlich höher stehen als die Bücher der vier Sterblichen!

Wäre ich ein Moslem, mich beleidigte ein Mensch, der im Namen des Islams verfolgt und mordet, deutlich mehr, als alle Kritiker des Islams zusammen. Ein Islamist würde mir das Leben schwer machen – manchmal sogar unerträglich. Aber das ist Ansichtssache.

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Nur ein toter Jude …

Ein polemischer Einwurf von Martin Niewendick.

Im Jahr 2010 sagte Sahra Wagenknecht, Shimon Peres sei ein „Staatsmann, der selbst für Krieg mitverantwortlich ist“, der „mit der Behauptung, der Iran verfüge über Nuklearwaffen, in seiner Rede die Unwahrheit verbreitet.“

Im Jahr 2016 sagte Sahra Wagenknecht über Shimon Peres nachdem er verstorben war, er sei ein „Friedensnobelpreisträger (…), dessen großes Verdienst der Einsatz um die Verständigung zwischen Israelis, Palästinensern und den Nachbarstaaten in der Region war.“

Ein Jude muss offenbar erst draufgehen, bevor er von dieser Person Sympathie zu erwarten hat.

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Ich kann immer noch den Todenhöfer machen

Wenn meine Karriere abbricht, kann ich immer noch Jürgen Todenhöfer werden.

Euer GB

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Bruno-Kisch-Weg

Seit heute, 28. September 2016, hat Köln einen Weg, benannt nach Bruno Kisch.​

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Den Namen enthüllten Bezirksbürgermeisterin Helga Blömer-Frerker, Michael Rado als Vorstandsmitglied der Synagogengemeinde Köln Herr und Prof Dr. Horst Matzerarth.

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