Liebe Vergangenheitsbewältiger

Meine Rede im Rahmen der Gedenkstunde am 9. November 2014 im Foyer des Dortmunder Opernhaus‘ zur Pogromnacht.

Ich habe in meiner Schulzeit jeden 9. November mit dem Schulchor vor dem Gedenkstein in meinem Heimatdorf gesungen, der an die Synagoge erinnert, die 1938 von den Nazis niedergebrannt wurde. Ich habe Klassenfahrten nach Dachau und Theresienstadt gemacht, habe mit Oma und Opa über die Zeit des Nationalsozialismus’ gesprochen und “Schindlers Liste” im Leistungskurs Geschichte geschaut. Ich bin, was man einen Vergangenheitsbewätiger nennen kann.

Wir haben uns mit unserer Vergangenheit auseinander gesetzt. Jedes Jahr ein bisschen mehr. Heute sitzen wir hier und ganz weit von uns, schön weit weg, irgendwo die böse, dunkele Vergangenheit. Aber ist die Vergangenheit wirklich so weit weg? In den letzten Wochen und Monaten wurden diese Parolen auf deutschen Straßen skandiert:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein“, „Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“, und immer wieder „Kindermörder Israel“. Die letzte Parole erschallte in Frankfurt sogar aus einem Lautsprecher auf einem Polizeiauto und in Hagen aus einem Megaphon, das die Polizei den Skandierenden geliehen hatte. Im Jahr 2014 unterstützen Deutsche Polizisten Demonstranten logistisch, die Israel als Kindermörder dämonisierten.

Heute ist der 9. November 2014. Vor 76 Jahren entlud sich in der Nacht zum 10. November der blanke Hass auf deutschen Straßen. Hören Sie sich mal diese Worte an:

“Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Was klingt wie eine Rede von Joseph Göbbels ist in Wirklichkeit viel jünger. Sie wurde am 28. Februar 2010 auf Al-Aqsa TV von einem Minister der Hamas gehalten. Die Hamas wurde in Gaza zur stärksten Partei gewählt und fordert laut Artikel 7 der eigenen Gründungscharta die Vernichtung aller Juden weltweit. All das passiert heute. Wir aber sitzen hier und bewältigen Vergangenheit. Gegenwärtige Probleme werden in Deutschland erst in der Zukunft als Vergangenheit bewältigt!

In Deutschland findet Judentum fast nur noch in Gedenkstunden statt. In Schulen taucht das Judentum deutlich öfter im Geschichtsunterricht auf, als im Philosophie-, Ethik-, Religions- oder Gesellschaftskundeunterricht. Juden, das sind für viele Deutsche die Opfer von damals, nicht die Lebenden von heute.

Ich bin von Beruf Schauspieler und Theaterautor. Wenn ich in New York bin und dort sage: „Heute gehen wir in ein jüdischen Stück“, dann sehe ich freudige Augen. Jüdisches Theater, das steht in Amerika für spritzige Dialoge, humorvoller Tiefgang, für Woody Allen und Neil Simon. Wenn aber in Deutschland sage: „Heute gehen wir in ein jüdisches Theaterstück“, dann sehe ich in deprimierte Gesichter. In Deutschland steht jüdisches Theater für Auschwitz, Holocaust und Anne Frank. In Deutschland sind Juden die Toten von damals.

Das größte Denkmal für Juden in Deutschland ist das Holocaust Mahnmal. Altkanzler Gerhard Schröder sagte einst dazu, es sei ein Ort, „wo man gerne hingeht“. Der Historiker Eberhard Jäckel brachte es sogar fertig, zu sagen: „Es gibt Länder in Europa, die uns um dieses Denkmal beneiden.“

Deutschland ist stolz auf seine Vergangenheitsbewältigung, die es ohne die Vergangenheit natürlich nicht gäbe. Bei dem ganzen Stolz haben jedoch viele die Gegenwart vergessen, die lebenden Juden von heute.

Auf deutschen Straßen wird wieder gegen Juden gehetzt, Synagogen werden attackiert. In Offenbach ist erst vor ein paar Tagen ein Schulsprecher zurückgetreten, da er als Jude wiederholt von muslimischen Schülern attackiert wurde. In Belgien und Frankreich wurden in den letzten Jahren sogar Juden gefoltert und ermordet, weil sie Juden waren, zum Beispiel in Toulouse und Brüssel.

Seit über 60 Jahren sieht sich das kleine demokratische Land Israel von Feinden umzingelt, die einen Krieg führen, an dessen Ende die Radikalen von der Hamas die Vernichtung aller Juden fordern, während die sogenannten Gemäßigten von der Fatah nur die Vernichtung des Staates Israels in Aussicht stellen. Seit Jahrzehnten muss sich Israel gegen seine Vernichtung verteidigen. Und was macht die deutsche Mehrheitsgesellschaft? Sie kritisiert Israel!

Natürlich macht Israel Fehler. Israel befindet sich im Krieg. Im Krieg machen alle Fehler! Aber Israel will diesen Krieg nicht! Israel will von Freunden umgeben sein, nicht von Feinden. Israel zu kritisieren, weil das Land die Absichtserklärung der Feinde, alle Juden zu vernichten, ernst nimmt, ist so geschmacklos, wie die revoltierenden Juden im Warschauer Ghetto zu kritisieren, weil sie sich gewehrt haben und dabei töten mussten.

Jetzt ist es mir auch passiert. Ich stecke schon wieder in der Vergangenheit.

Liebe Vergangenheitsbewältiger,

hier stehe ich, Euer Sohn. Was ich Euch sage, mag Euch vielleicht ein bisschen überraschen, aber aus dem Holocaust gibt es nichts zu lernen! Nichts! Was soll uns denn der Holocaust gelehrt haben? Dass man Menschen nicht millionenfach vergast? Dass Juden auch Menschen sind? Dass man lieb zueinander sein sollte? Dass man sich wehren darf, wenn man verfolgt wird? Dass man Menschen, die andere Menschen vergasen, den Krieg erklärt? Dass man wahnsinnige Menschen mit allen Mitteln entwaffnet? All das sollte man auch ohne Holocaust wissen! Der Holocaust ist keine Nachhilfe für moralisch Sitzengebliebene, sondern schlicht ein unvergessbares und unverzeihliches Verbrechen, aus dem es nichts zu lernen gibt!

Nicht wenige wollen jedoch unbedingt etwas aus dem Holocaust lernen. Zu irgend etwas muss Auschwitz ja gut gewesen sein. Und sie haben aus der Vergangenheit gelernt. Sie haben gelernt, jetzt Israel zu kritisieren und zwar mit letzter Tinte. Darauf sind sie stolz und das wird man ja wohl noch mal sagen dürfen.

Heute ist der 9. November 2014. Heute werden Juden in Deutschland beleidigt, geschlagen und angegriffen. Im Nahen Osten wirken Menschen, beseelt von dem Wunsch nach einem neuen Holocaust! Das ist die Gegenwart! Aber die Gegenwart von heute wird die Vergangenheit von morgen sein. Anstatt ständig Kränze für tote Juden abzuwerfen, während die lebendigen Juden vor allem in Israel kritisiert werden, weil sie sich nicht einfach so abschlachten lassen wollen, sollten wir den lebendigen Juden etwas mehr Solidarität zeigen. Vielleicht sparen wir uns in den nächsten Jahren einfach mal ein paar Kränze für tote Juden und laden dafür öfter lebendige ein. Juden lieben das Leben. Sie stoßen sogar darauf an: Lechaim!

Letztes Jahr, am 9. November 2013, hielt Edna Brocke an dieser Stelle eine Rede, die heute, ein Jahr später, als prophetisch bezeichnet werden kann. Sie sagte:

„Im Allgemeinen, werden wir auf die Gefahren „von Rechts“ hingewiesen. Ja, die gibt es. Sie sind offenbar und plump. Aber diese sind eben nicht die einzigen Gefahren. Erheblich gefährlicher für uns Juden in Europa, oder in dem was wir noch als „den Westen“ bezeichnen können, sind die hochgradigen Emotionen vieler linker Kreise, die eben subtil und nicht so plump wie die Rechten agieren, sowie jenen aus der islamischen Welt, die über die digitalen Medien den von uns für überwunden geglaubten alten christlichen Antisemitismus, nach ganz Europa zurück importierten.“

Liebe Vergangenheitsbewältiger,

ich habe eine Bitte an Euch: Gebt unseren Kindern und Enkeln keine Zukunft, in der sie unsere Gegenwart als Vergangenheit bewältigen müssen.

Vielen Dank!

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Manchmal kommt Bowser mit der Prinzessin davon!

Ein Kommentar von Max Gstettenbauer.

Man muss sich nicht dafür entschuldigen, wenn man einfach nur unterhalten werden will.

Wenn etwas nur den Anspruch hat „zu unterhalten“, dann ist das keine Entschuldigung, sondern eine Einladung. Eine Einladung an Dich, Dich gehen zu lassen, zurückzulehnen und vielleicht sogar zu lachen. Diese Idee, dass man sich für Entertainment „entschuldigen“ oder „rechtfertigen“ muss, ist etwas sehr deutsches. Ich darf mich nicht amüsieren, ohne vorher etwas geleistet zu haben. So ein Quatsch. Natürlich darf es dir gut gehen. Merk dir das! DIR DARF ES GUT GEHEN! Oder noch viel besser: Dir SOLL es sogar gut gehen!

„Aber was ist mit den ganzen hungernden Kindern in Afrika?“

Natürlich ist die Welt furchtbar. Sie ist ungerecht und manchmal passiert kranker Scheiss, wo man sich selbst fragt: „Was zum Geier war das gerade?“

Ja, manchmal gewinnen die Bösen. Manchmal kommt Bowser mit der Prinzessin davon. Auch das ist Leben. Aber das ist noch lange kein Grund, sich selbst das Glück zu verwehren. Wenn man selber das unglaubliche Glück hat ohne größere Krankheit, genug Essen, guten Menschen um sich herum (und vielleicht ner XBOX One) bestreiten zu können, dann hat man doch schon gewonnen.

Das soll jetzt nicht heißen, dass man faul rumliegen soll, ganz und gar nicht. Es ist nur so, dass es keinen Grund gibt, neidisch zu sein.

Neid ist auch für mich ein ganz großes Thema. In meiner Branche gehört das zur Tagesordnung. Warum spielt der vor mehr Leuten als ich? Warum hat der den Preis bekommen? Warum bin ich so schlecht? Alles Nonsens. Diese ganzen materiellen Dinge haben nur den Wert, den Du ihnen gibst. Deine Erfüllung kommt nie aus deiner materiellen Umwelt sondern immer nur aus Dir selbst. Die Jagd nach Ruhm, Respekt und Liebe ist völlig unnötig und auch eine Lüge. Eine Lüge, die Dir vom jungen Alter an eingetrichtert wird. „Kauf Dir das, dann bist Du glücklich!“ „Mach diese Ausbildung, dann bist Du was!“ Alles Quatsch.

Und genau deshalb liebe ich Comedy. Gute Comedy, frei von Häme und Schadenfreude, sagt einfach: Schau mal vorbei und genieß die Show. Vergiss das mal alles. Vielleicht kriegst Du ja einen neuen Blick auf die Dinge, wenn Du mal ne Stunde richtig laut gelacht hast. Du musst aber nicht lachen, wenn Du nicht willst. Kannst auch gerne einfach zuhören. Alles ganz entspannt. Ich hab auch ein paar Kekse hier. Möchtest Du vielleicht einen Keks?

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§166 StGB beleidigt mich

Der Paragraf über die „Beschimpfung von Bekenntnissen, Religionsgesellschaften und Weltanschauungsvereinigungen“ besagt:

„Wer öffentlich oder durch Verbreiten von Schriften den Inhalt des religiösen oder weltanschaulichen Bekenntnisses anderer in einer Weise beschimpft, die geeignet ist, den öffentlichen Frieden zu stören, wird mit Freiheitsstrafe bis zu drei Jahren oder mit Geldstrafe bestraft.“

Auf diesen Paragraf stützt sich der Osnabrücker Erhat Toka mit seiner Anzeige gegen den Comedian Dieter Nuhr! Er wird sehr wahrscheinlich mit dieser Anzeige keinen Erfolg haben, denn laut dem Wortlaut des Gesetzes ist die Beleidigung von Religionsgemeinschaften nur dann unzulässig, wenn sie zur Störung des öffentlichen Friedens führt. Erhat Toka ist jedoch zu friedfertig. Erhat Toka muss schon mit Gewalt drohen, wenn er möchte, dass Dieter Nuhr verurteilt wird. Er sollte sich vielleicht ein Beispiel an die Bonner Salafisten nehmen.

Bei einer Demonstration in Bonn im Jahr 2012 sorgten einige Salafisten für eine Eskalation der Gewalt, weil sie eine Karikatur des dänischen Zeichners Kurt Westergaard, hochgehalten von sehr unappetitlichen Mitgliedern der Partei ProNRW, als Beleidigung ansahen. Einige Salafisten schlugen daraufhin mit von Zäunen abgebrochenen Latten auf Polizisten ein. Es flogen Flaschen und Steine. Drei Polizeibeamte wurden mit einem Messer bedroht. Zwei Polizisten wurden dabei schwer verletzt.

Die Salafisten sorgten dafür, dass die Karikatur den öffentlichen Frieden störte und siehe da, der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger von der SPD erließ eine Auflage an die Polizei, wonach der Partei ProNRW das Zeigen dieser Karikatur von Kurt Westergaard untersagt wurde. Das Verwaltungsgericht kassierte diese Auflage allerdings. Der öffentliche Friede war wohl noch nicht gestört genug.

Die Bonner Salafisten kennen nicht nur den Koran sondern auch das deutsche Strafgesetzbuch. Den Koran können wir nicht ändern. Die deutschen Gesetze schon. Es wird Zeit, dass der unsägliche § 166 StGB endlich verschwindet. Das Missbrauchspotential ist einfach zu hoch. Es lädt die notorisch beleidigten Leberwürste der Religionen nämlich geradezu ein, eine Störung der öffentlichen Ruhe herbeizuführen.

Was immer uns aber diese Fundamentalisten glauben machen wollen, Worte, Bilder, Kunstwerke und Zeichnungen vermögen es nicht, Religionsausübungen zu stören. Religiöse Menschen müssen harsche Kritik, Spott und Polemik ebenso ertragen können wie Politikerinnen, Schauspieler, Köche, Lehrerinnen und alle anderen Menschen.

Kein Gott braucht das deutsche Strafgesetzbuch. Ein Gott, der das deutsche Strafgesetz braucht, um seine Macht zu manifestieren, ist ein armseliger Gott. Der jüdische Gott hat Sarah Silverman. Sie spottet manchmal über ihn. Der christliche Gott hat Carolin Kebekus. Sie macht manchmal Witze über ihn. Der muslimische Gott jedoch hat Erhat Toka und muss sich von ihm verteidigen lassen. Mal ehrlich, Allah kann einem leid tun!

Erhat Toka behauptet, Nuhr hetze Menschen gegen Muslime auf und schüre Islamophobie. Wenn ich das Wort schon höre, Islamophobie! Die Angst vor dem Islam ist berechtigt. Die Angst vor Religionen im Allgemeinen ist berechtigt! Religionen sind nämlich nicht moderat. Religionen sind immer radikal! Es ist ihr Wesen, radikal zu sein! Deshalb kann es auch keinen moderaten Islam geben, sondern nur moderate Muslime. Auch Christen und Juden sind immer nur dort moderat, wo sie nicht alle Worte der Bibel wörtlich nehmen.

Man muss Angst haben, wenn eine Religion nach staatlicher Macht greift. Man darf sich von dieser Angst jedoch nicht lähmen lassen. Es gilt, ganz klar und nüchtern festzustellen, was schon Dieter Nuhr einst sagte:

“Die rufen Tod bis Krieg. Das hat für mich einen Grad von Lächerlichkeit, dem dürfen wir uns nicht anpassen. Und wir passen uns reihenweise da an. Mich macht das wütend. Islam ist ausschließend dann tolerant, wenn er keine Macht hat und da müssen wir unbedingt für sorgen, dass das bei uns so bleibt.”

Ich nenne das nicht Islamophobie. Ich nenne das Aufklärung! Erhat Toka jedoch nennt das „blöde, dumme Hetze“ und fügt hinzu: „Wenn mein christlicher Nachbar in der Show von Dieter Nuhr über dessen Witze über den Islam lacht, sieht er mich nachher mit anderen Augen an.“

Ich glaube, ich drehe den Spieß einfach mal um:

„In Deutschland wächst die Satirophobie. Immer mehr Deutsche zeigen sich satirophob. Erhat Toka zum Beispiel reißt Zitate von Dieter Nuhr aus dem Zusammenhang und interpretiert seine Programme vollkommen falsch! Er vergiftet damit das Klima für alle Satiriker. Ich bin Satiriker. Wenn mein muslimischer Nachbar Erhat Toka reden hört, sieht er mich vielleicht nachher mit anderen Augen an! Satire steht nicht für Beleidigung. Satire bedeutet Lachen!“

Erhat Tokas Anzeige gegen Dieter Nuhr und das notorische Klagen gegen Satire und Polemik beleidigt mich als Satiriker. Als Satiriker habe ich allerdings keinen §166 StGB, der meine Überzeugung und Glauben an die universelle Kraft des Spotts gesondert schützt. §166 StGB schützt den religiösen Glauben. Der aufgeklärte Zweifel genießt einen solchen Schutz nicht.

Religiöse Überzeugungen sollten in Deutschland keine Privilegien vor aufgeklärten Überzeugungen genießen.

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Nu(h)r nicht einschüchtern lassen!

„Blöde, dumme Hetze“, so nennt Erhat Toka aus Osnabrück das Programm des Comedians Dieter Nuhr und ruft zum Boykott und zur Demonstration gegen seinen Auftritt am 25. Oktober 2014 in der OsnabrückHalle am Schlosswall auf. Toka hat auch schon Schilder gebastelt, so wütend ist er. Auf den Schildern steht geschrieben „Stoppt den Hassprediger“ und „Nu(h)r lügen“.

Das Plakat „Stoppt den Hassprediger“ erinnert dabei fatal an ein Plakat von ProNRW, nur dass bei bei dem Plakat von ProNRW eine Moschee durchgestrichen ist, während bei Erhat Toka der Kopf von Dieter Nuhr durchgestrichen ist. Erhat Toka ist so wütend, er hat sogar Anzeige gegen Dieter Nuhr erstattet wegen der „Beschimpfung von Bekenntnissen und Religionsgesellschaften“.

„Nuhr hetzt Menschen gegen Muslime auf und schürt Islamophobie in der deutschen Gesellschaft“, beklagt sich Erhat Toka und fügt hinzu: „Wenn mein christlicher Nachbar in der Show von Dieter Nuhr über dessen Witze über den Islam lacht, sieht er mich nachher mit anderen Augen an.“

Lieber Herr Toka,

glauben Sie mir, kein Witz von Dieter Nuhr kann Sie so lächerlich machen, wie diese Aktion von Ihnen!

Besonders erzürnt ist Erhat Toka über diese Aussagen von Dieter Nuhr:

„Wenn man nicht wüsste, dass der Koran Gottes Wort ist, könnte man meinen, ein Mann hätte ihn geschrieben.“

„Im Islam ist die Frau zwar frei, aber in erster Linie frei davon, alles entscheiden zu müssen“.

„Hand ab bei Diebstahl hat schon was für sich. Der klaut zweimal, aber beim dritten Mal wird’s schwierig!“

„Im Koran steht ja: „Nehmt Euch nicht Eure Väter und Eure Brüder zu Freunden, wenn sie den Unglauben dem Glauben vorziehen“ und weiter: „Kämpft gegen diejenigen, die nicht an Gott glauben, bis sie Tribut entrichten als Erniedrigte.“ Das ist eine klare Ansage. Da kann man sich nach richten. Weil ja viele immer sagen, das ist nicht der Koran, das ist nicht der Islam. Doch! Das steht da! Oder hier, Sure 9, Vers 5, kennen Sie den? „Tötet die Ungläubigen, wo immer ihr sie findet.“ Na, das grenzt aber an Unhöflichkeit, oder? “

„Da wird massakriert, was das Zeug hält, im Namen Gottes.“

„Es ist das erste Mal seit 1945 so, dass man befürchten muss, dass man umgebracht wird, weil man was Falsches sagt. Weil das irgend so ein Geistlicher in Pakistan meint. Das war im Dritten Reich auch nicht anders. Wenn man nicht widersprochen hat, hatte man auch keinen Ärger. Außer man war Jude oder schwul, aber das sollte man heute, glaube ich, in Pakistan auch nicht sein.“

“Die rufen Tod bis Krieg. Das hat für mich einen Grad von Lächerlichkeit, dem dürfen wir uns nicht anpassen. Und wir passen uns reihenweise da an. Mich macht das wütend. Islam ist ausschließend dann tolerant, wenn er keine Macht hat und da müssen wir unbedingt für sorgen, dass das bei uns so bleibt.”

Auf seiner Facebook-Seite kommentiert Dieter Nuhr die ganze Angelegenheit mit diesen Worten:

„Bin von Islamisten als „Hassprediger“ angezeigt worden, weil ich den Koran richtig zitiert habe. Bitte um regelmäßige Besuche im Gefängnis! Neue Osnabrücker Zeitung holt ausschließlich Meinung bei den Islamisten ein und zeigt sich verständnisvoll. Die Frage ist: Braucht ein Land, das solche Zeitungen hat, überhaupt noch Islamisten?“

Für mich gibt es nur eine angemessene Reaktion auf die Farce:

Verarscht den Islam! Lacht ihn aus! Nimmt den Koran nicht ernst!

Mein Kölner Kollege Bernd Gast macht schon mal den Anfang:

Der Witz gehörte immer schon zu den ersten Dingen, die von Diktaturen verboten wurden. Ernst Lubitsch und Charly Chaplin haben über Hitler gelacht, die Deutschen nicht! Die Deutschen nahmen sich und ihre Ideologie unfassbar ernst. Das war ihr Problem. Heute nimmt sich der Islam zu ernst. Dieser Ernst muss dem Islam ausgetrieben werden! Das Christentum musste schließlich auch erst vom Sockel der Selbstergriffenheit gestoßen werden, bevor es sich mit der Aufklärung arrangieren konnte. Satire, Polemik und Witz haben beim Christentum und Judentum Wunder gewirkt. Warum sollte es beim Islam anders sein? Heinrich Heine dichtete einst in der “Disputation” zwischen einen Juden und einem Christen:

“Welcher Recht hat, weiß ich nicht –
Doch es will mich schier bedünken,
Dass der Rabbi und der Mönch,
Dass sie alle beide stinken.”

Es wird Zeit, dass wir den Mut finden zu erklären, dass auch der Imam stinkt! Auf der ganzen Welt werden Künstler verfolgt und ermordet, nur weil sie sich über den Islam lustig machen. Sogar in Dänemark gab es vor einigen Jahren einen Anschlag auf den Karikaturisten Kurt Westergaard, nur weil er ein Spottbild von Mohammed gezeichnet hatte.

Nicht selten wird behauptet, als Reaktion auf diesen Terror müsse man mit mehr Respekt und Interesse für den Islam reagieren. Bullshit! Wenn eine Religion will, dass ich mich für sie interessiere, dann soll sie mir Vertrauen schenken und nicht Angst einjagen. Ich erwarte, dass man mich und meinen Respekt durch Werbung gewinnt, nicht durch Gewalt! Außerdem habe ich das Recht, dass mir Dinge scheißegal sind.

Der Hinduismus ist mir scheißegal! Er nervt mich nicht. Die Mormonen sind mir scheißegal. Sie nerven mich auch nicht! Im Islam jedoch gibt es viel zu viele Fundamentalisten, die einfach nur noch nerven, weil sie es nicht zulassen wollen, dass mir der Islam scheißegal ist!

Wenn ich daher schon gezwungen werde, mich mit dem Islam auseinanderzusetzen, dann wähle ich selbstverständlich den Spott! Ich werde nicht anfangen den Koran zu respektieren, nur weil Muslime beleidigt sind und zum Terror greifen.

Je weniger ein Mensch über etwas lachen kann, umso mehr steigt damit die Gefahr, dass er in dieser Sache fundamentalistisch wird. Deshalb rufe ich dazu auf:

Verarscht den Koran! Nehmt den Islam nicht ernst! Lacht mit Muslimen über Muslime, und wenn einige Muslime nicht lachen können, dann kitzelt sie, auch wenn es manchmal schwer fällt, unter der Burka die kitzeligen Stellen zu finden.

Bei jeder anderen Religion und Sekte wird selbstverständlich davon ausgegangen, dass die Mitglieder mit harscher Kritik und sogar mit Beleidigungen des eigenen Glaubens leben können müssen. In dem Satire-Magazin Titanic zum Beispiel wurde schon der Papst mit Exkrementen beschmiert und der gekreuzigte Jesus als Klopapierhalter dargestellt. Beim Islam wird so getan, als müssten aus Sorge um den Religionsfrieden Teile der aufgeklärten Freiheit aufgegeben werden. Das ist jedoch die Logik der Fanatiker und Rassisten!

Wer Muslimen nicht das selbe zumuten will wie Christen, ist ein Rassist. Wer nach Einschränkungen der Meinungs- und Kunstfreiheit ruft, weil Muslime angeblich nicht ertragen können, was Christen selbstverständlich ertragen, ist ein Rassist! Wer in Muslimen nur Menschen erkennt, die gar nicht anders können, als marodierend die Straßen zu stürmen, wenn Mohammed auch nur dargestellt wird, ist ein Rassist!

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Der Niqab und die Hure

An der Pariser Oper wurde eine Zuschauerin aus einer laufenden Vorführung geschickt, weil sie bis auf die Augen verschleiert war. In Frankreich ist das Tragen eines Vollschleiers in der Öffentlichkeit seit 2011 untersagt. In der Pause wurde die Frau aufgefordert, den Niqab abzunehmen oder zu gehen. Sie verlies daraufhin mit ihrem Begleiter das Opernhaus.

Ich könnte jetzt viel über das Für und Wider des Verbots schreiben, was mich jedoch viel mehr interessiert: Warum wollten sich die verschleierte Frau und ihr Begleiter unbedingt ein Stück über eine Edelhure anschauen? Auf der Bühne wurde nämlich Verdis „La Traviata“ gegeben.

Fundamentalistische Moslems verweisen zur Rechtfertigung des Niqabs auf Stellen im Koran und dessen Erklärung aus den „frühen Quellen des Islam“ wie die von Ibn Kathir und At-Tabarī. Dort sehen sie Belege für die Forderungen, den Niqab zu tragen.

„Prophet! Sag deinen Gattinnen und Töchtern und den Frauen der Gläubigen, sie sollen (wenn sie austreten) sich etwas von ihrem Gewand (über den Kopf) herunterziehen. So ist es am ehesten gewährleistet, dass sie (als ehrbare Frauen) erkannt und daraufhin nicht belästigt werden. Gott aber ist barmherzig und bereit zu vergeben.“ (Sure 33, Vers 59. Übersetzung: Rudi Paret)

Es ist einfach herrlich absurd: Eine Frau, die vollkommen verschleiert ist, vermutlich damit Männer nicht durch den Blick ihrer weiblichen Rundungen dazu „verführt“ werden, sie zu belästigen, geht mit ihrem Mann in ein Stück über das Leben und Sterben einer Edelhure.

Ich finde, das ist ganz große Oper!

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Der Judenhass der Mitte

Es hätte keinen Krieg in Gaza gegeben, hätten die Juden sich abschlachten lassen. Die Häuser in Gaza würden noch stehen und die Kinder von Gaza noch leben, hätten die Juden sich vernichten lassen.

Die Gründungscharta der Hamas fordert in Artikel 7 die Vernichtung aller Juden weltweit als Notwendigkeit für einen Frieden. Minister der Hamas erklären Juden in öffentlichen Reden zu Bakterien, die ausgerottet gehören. Im palästinensischen Fernsehen werden Kinder dazu erzogen, Juden töten zu wollen. All die abertausend Raketen, die manchmal in nur wenigen Tagen auf Israel abgefeuert werden, werden von der Hamas allesamt in der verfassungsmäßigen Absicht eines Holocausts abgefeuert. Der geplante Massenmord an das jüdische Volk im Nahen Osten wurde bisher jedesmal von Israel verhindert. Israel holte die Vernichtungswaffen mit dem Iron Dome vom Himmel und sorgte mit der Zerstörung jener Anlagen in Gaza, die dazu errichtet wurden, den Massenmord an Juden zu verwirklichen, für Leben und Sicherheit.

Die Kinder in Gaza mussten daher sterben, weil sich Juden nicht einfach vernichten lassen und die Hamas ihre Kinder als Schutzschilde missbraucht. Wer Israel kritisiert, weil Kinder in dem Krieg sterben, wer sogar „Kindermörder Israel“ ruft, verlangt nichts weiter von Juden, als sich abschlachten zu lassen.

Jetzt wird Gaza wieder aufgebaut und bekommt dafür aus allen Ecken der Welt Geld. Mittlerweile hat ein Mensch in Gaza, der von einer Partei regiert wird, die alle Juden vernichten will, mehr finanzielle Unterstützung bekommen als ein Deutscher nach dem Zweiten Weltkrieg durch den Marshall Plan, und die Deutschen wurden einst auch von einer Partei regiert, die alle Juden vernichten wollte.

Die Menschen in Gaza sollten das Geld langsam mal nutzen, um eine friedliche Gesellschaft aufzubauen, anstatt das Geld in Waffen und Tunnelsysteme zu stecken, um so dem Hass zu frönen, Juden zu töten. Würde die Regierung das Geld in den wirtschaftlichen Aufbau stecken, gäbe es keinen Krieg mit Israel. Israel ist nämlich tausend Mal lieber von Geschäftsleuten umgeben als von Feinden.

Wenn die Menschen in Gaza das Geld jedoch wieder in Waffen, Raketen und Terrorismus stecken, um Juden zu töten, wird es wieder Krieg, Zerstörung und tote Kinder geben; und vermutlich werden wieder mache Medien die toten Kinder zeigen, ohne zu erwähnen, warum sie sterben mussten: weil sich Juden nicht mehr abschlachten lassen. Stattdessen werden viele wieder Israel kritisieren und von einer unverhältnismäßigen Reaktion Israels sprechen, ganz so als könne es eine verhältnismäßige Reaktion auf die Absicht eines Holocausts geben. Manche werden fordern, Israel müsse verhandeln, ganz so als könne man über die erklärte Absicht eines Massenmords verhandeln, vier statt sechs Millionen Morde in zwanzig statt in zehn Jahren.

Der einzige Grund, warum die NSDAP damals den Völkermord an Juden durchführen konnte, während die Hamas heute daran scheitert, ist der Tatsache geschuldet, dass Israel existiert und Juden verteidigt. Dem Staat Israel vorzuwerfen, die erklärte Absicht des Völkermordes an das jüdische Volk zu verhindern, ist nicht nur eine der widerlichsten Formen des zeitgenössischen Judenhasses, sondern auch die verbreitetste Form. Es ist der Judenhass der Mitte, der sich auch regelmäßig in den Tagesthemen und dem Heute Journal Bahn bricht.

Es ist die Kritik an Juden, weil sie sich wehren!

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Warum Kommunismus nicht funktioniert

Es reicht schon ein kurzer Blick in eine durchschnittliche Wohngemeinschaft, um zu erkennen, warum der Kommunismus nicht funktioniert.

Welcher Raum ist für gewöhnlich der schmutzigste in einer WG?

Die Küche!

Warum?

Weil die Küche allen gehört!

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Kämpft für das, was ihr seid!

Ein Gastkommentar von Cassy Carrington.

Ihr Lieben,

ein guter Bekannter von mir wurde am letzten Wochenende Opfer eines feigen schwulenfeindlichen Übergriffs auf der Venloer Straße in Köln, nachdem er einen Mann geküsst hatte.

Zusammen mit dem Publikum der Kunst gegen Bares in Köln habe ich daher am 13. Oktober 2014 folgendes Video als Zeichen gegen Homophobie erstellt. Ich wünsche meinem Bekannten die beste Genesung!

Kämpft für das, was ihr seid und steht füreinander ein. Vielleicht wird so die Welt ein kleines bisschen besser!

Eure Cassy xx

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Glüh im Glanze dieses Antisemitismus‘

„Ein glühender Antisemit in Deutschland ist jemand, der mit Überzeugung sich antisemitisch äußert, mit einer Überzeugung, die das Dritte Reich nicht verurteilt, und ist nicht losgelöst von 1933-45 zu betrachten, vor dem Hintergrund der Geschichte.“

Diese Definition von Antisemitismus wurde von einer Richterin am 8. Oktober 2014 im Sitzungssaal 219 der Pressekammer des Münchener Landgerichts formuliert. Dort fand an dem Tag die erste Hauptverhandlung zwischen Jutta Ditfurth und Jürgen Elsässer statt.

Der Herausgeber des verschwörungstheoretischen Magazins Compact klagt zur Zeit gegen Jutta Ditfurth, weil sie ihn am 16. April 2014 in einem Interview der Sendung Kulturzeit auf 3sat einen „glühenden Antisemiten“ genannt hatte. Elsässer erklärte vor Gericht, dies sei „eine substanzlose Schmähung“ und ein “Killerargument”, formuliert in der Absicht der „Existenzvernichtung“, da niemand bereit sei, mit einem “glühenden Antisemiten” zusammenzuarbeiten. Killen und vernichten, darunter macht es Jürgen Elsässer nicht und zitierte direkt FOCUS-Chefredakteur „Fakten, Fakten, Fakten“ Helmut Markwort:

“Einen Deutschen einen Antisemiten zu nennen, ist die größte denkbare Diffamierung, denn sie assoziiert Rassenhass, Massenmord, Auschwitz (…) Antisemit – das ist ein Killerwort. An wem es klebt, der ist gesellschaftlich und politisch geächtet.”

Jutta Ditfurth verteidigte sich mit diesen Worten:

„Es ist die Freiheit meiner Meinung, jemanden einen Antisemiten nennen zu dürfen, der massenhaft verdeckt Antisemitisches sagt und schreibt; einen, der sich mit antisemitischen Mitarbeitern umgibt; der gemeinsam mit anderen antisemitischen Rednern auf Kundgebungen spricht und sich bei Kritik an deren Antisemitismus explizit mit ihnen solidarisiert; einen, der die Regierung Israels nicht sachlich kritisiert sondern Israel antisemitisch schmäht; einen, der sich von Antisemiten und Shoa-Leugnern zu Veranstaltungen einladen lässt; einen, der Antisemiten für seine Zeitschrift interviewt und für seinen Verlag Bücher schreiben lässt. Ja, warum sollte man den in Deutschland nicht das nennen dürfen, was er ist: einen glühenden Antisemiten?“

Die Richterin erklärte Jutta Dirfurth sofort, warum man das nicht darf. Ein Antisemit sei man nur dann, wenn man sich positiv auf den NS-Faschismus bezieht. Sie kam zum vorläufigen Schluss, der Begriff „glühender Antisemit“ läge „jenseits des Hinnehmbaren“ und fügte hinzu: „Es ist ein Totschlagargument. Wer sich so bezeichnen lassen muss, steht in einer Ecke, aus der er nicht mehr rauskommt.“

Während sie dies sprach, saß in der ersten Reihe Karl-Heinz Hoffmann. Er ist der Gründer der 1980 verbotenen terroristischen Vereinigung „Wehrsportgruppe Hoffmann“. Die Vereinigung hatte eine klare neonazistische Prägung. Er war gewiss sehr erfreut über die Worte der Richterin, schließlich schätzt er an Elsässer seine „besondere Mischung aus konservativen und fortschrittlichen Gedanken.“

Die Antisemitismus-Definition der Richterin deckt sich erstaunlich mit der Definition, die Diether Dehm von der Partei Die Linke einmal gewagt hatte:

“Der Antisemitismus wurde das, was er wirklich ist: Eine massenmordende Bestie. Und deswegen dürfen wir nicht zulassen, dass man den Begriff des Antisemitismus für Alles und Jeden inflationiert. Antisemitismus, das ist Massenmord! Und es gibt überhaupt keinen Anlass, wenn mein Kollege und Freund Rolf Becker hier spricht, wenn von irgendeiner Seite dazwischengepöbelt wird Antisemitismus. Antisemitismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!”

In Deutschland beginnt Antisemitismus erst mit der Vergasung von 6 Millionen Juden. Alles darunter ist eine Ordnungswidrigkeit!

Es ist schon spannend, was mittlerweile in Deutschland alles kein Antisemitismus mehr ist. Es ist nicht antisemitisch, „Scheiß Jude, brenn“ zu brüllen, Hakenkreuze zu zeigen, den Holocaust zu leugnen und vom „Judenterror“ zu faseln. All dies geschah im Jahr 2014 auf einer Demonstration in Essen, die die Polizei im Nachhinein als „friedlich“ bezeichnete. In Gelsenkirchen stufte die Polizei eine Demonstration als friedlich ein, auf der „Juden ins Gas“ gebrüllt wurde, so geschehen am 12. Juli 2014 in Gelsenkirchen. Die Polizei in Frankfurt und Hagen findet den Ausspruch „Kindermörder Israel“ sogar so legitim, dass sie ihre Megaphone und Polizeiwagen verlieh, damit dieser Ausspruch weithin hörbar war, so geschehen am 12. Juli 2014 in Frankfurt und am 1. August 2014 in Hagen. Die Polizei in Hamburg geht sogar noch weiter. Dort wird man nicht verhaftet, wenn man „Kindermörder Israel“ ruft, sonder wenn man sich öffentlich zu Israel bekennt, so geschehen am 1. August 2014 in Hamburg. In Duisburg wiederum schritt die Polizei nicht ein, als von Judenhassern Steine gegen ein Fenster mit Israelfahne geworfen wurden, sie brach aber in eine private Wohnung ein, um eine Israelfahne aus einem Fenster zu entfernen, so geschehen am 10. Januar 2009 in Duisburg.

All das ist kein Antisemitismus, denn der Dehm sagt es, Antisemitismus „muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!“ Wenn aber jemand eine Person als „glühenden Antisemiten“ bezeichnet, der massenhaft verdeckt Antisemitisches sagt und schreibt; der sich mit antisemitischen Mitarbeitern umgibt; der gemeinsam mit anderen antisemitischen Rednern auf Kundgebungen spricht und sich bei Kritik an deren Antisemitismus explizit mit ihnen solidarisiert; der die Regierung Israels nicht sachlich kritisiert sondern Israel antisemitisch schmäht; der sich von Antisemiten und Shoa-Leugnern zu Veranstaltungen einladen lässt; der Antisemiten für seine Zeitschrift interviewt und für seinen Verlag Bücher schreiben lässt, dann fällt einer Münchener Richterin nur noch ein Wort ein: „Totschlagargument“.

Das ist Deutschland 2014: „Glühender Antisemit“ ist ein Totschlagargument, „Kindermörder Israel“ nicht! So einfach sorgt man dafür, dass Antisemitismus in Deutschland verschwindet: Antisemitismus beginnt mit Auschwitz. Alles darunter ist eine Ordnungswidrigkeit.

Es gibt somit keinen Antisemitismus mehr in Deutschland.
Kein schöner Land …

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Unsere Biowaffe: Margot Käßmann

Laut der Jungle World schlägt Margot Käßmann folgenden Protest gegen die Terroristen vom „Islamischen Staat“ vor:

„Mit Gewalt zu antworten ist auf jeden Fall nicht die einzige Antwort. Es gibt zahllose Möglichkeiten, Aggressionen entgegenzutreten. Denken Sie an Sitzblockaden. Denken Sie an friedliche Demonstrationen.“

Was für eine hervorragende Idee! Wir protestieren gegen die Terroristen, indem wir ihnen einfach Margot Käßmann vor die Nase und in den Weg setzen! Als Provokation kann sie dann noch ein paar Verse aus der christlichen Bibel beten und vielleicht sogar noch ein Glas Wein trinken, um die Beleidigung perfekt zu machen.

Ich bin mir sicher, es werden sich viele Spender finden, die Margot Käßmann den Flug finanzieren, damit dieser Protest Wirklichkeit werden kann.

Ich jedenfalls unterstütze voll und ganz Margot Käßmanns Vorschlag, sie als biologische Waffe gegen den „Islamischen Staat“ einzusetzen!

Vielen Dank Frau Käßmann.
Neue Märtyrerinnen braucht das Land!

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