Der moderate Islam

„Der moderate Islam ist eine Erfindung. Der Islam hat den Anspruch das Leben eines Muslims zu regulieren, von dem Moment an, wo er aufwacht, bis hin zum Moment, wo er zu Bett geht. Wenn man sagt, es gibt einen moderaten Islam, der auf den Dschihad, auf die Scharia, auf Geschlechterapartheid und die Durchregulierung des Alltags verzichtet, was bleibt dann vom Islam übrig? Es gibt moderate Muslime, aber keinen moderaten Islam. Sie sind dann nicht wegen des Islams, sondern trotz des Islams moderat.“

Diese Worte stammen von Hamed Abdel-Samad. Sie sind für Menschen, die unter dem Islam leiden, so wichtig wie die Worte von Bertrand Russel für jene Menschen wichtig sind, die unter dem Christentum leiden:

„Die Christen versichern uns, dass ihre Religion eine Religion der Liebe sei, aber die Annahme des Christentums durch den römischen Staat zu Zeiten Konstantins trug nichts zur Verminderung der Kriege bei, und in unseren Tagen waren viele der fanatischsten Kriegshetzer Christen.“

Wenn ich mir die Länder anschaue, wo der Islam herrscht, dann stelle ich fest, dass dort Homosexuelle hingerichtet, kritische Geister verfolgt, Ungläubige gesteinigt und Frauen verschleiert werden. Vor all diesen Dingen habe ich berechtigte Angst! Der Kabarettist Dieter Nuhr bringt es mit diesen Worten auf den Punkt:

“Die rufen Tod bis … Krieg. Das ist für mich … hat einen Grad von Lächerlichkeit, dem dürfen wir uns nicht anpassen. Und wir passen uns reihenweise da an. Mich macht das wütend. Islam ist ausschließend dann tolerant, wenn er keine Macht hat und da müssen wir unbedingt für sorgen, dass das bei uns so bleibt.”

Als in Europa das Christentum herrschte, wurden kritische Geister verfolgt und ermordet. Jeder, der es damals wagte, das Christentum zu kritisieren, wurde von der Inquisition heimgesucht. Man erklärte die Kritiker für besessen und somit geisteskrank. Heute wird vollkommen legitime Kritik am Islam als Geisteskrankheit bezeichnet. Wer den Islam kritisiert, gilt für viele als islamophob und Rassist. Bertrand Russel war in dieser Logik ein widerlicher christophober Rassist als er schrieb:

„Wenn man sich auf der Welt umsieht, so muss man feststellen, dass jedes bisschen Fortschritt im humanen Empfinden, jede Verbesserung der Strafgesetze, jede Maßnahme zur Verminderung der Kriege, jeder Schritt zur besseren Behandlung der farbigen Rassen oder jede Milderung der Sklaverei und jeder moralische Fortschritt auf der Erde durchweg von den organisierten Kirchen der Welt bekämpft wurde. Ich sage mit vollster Überzeugung, dass die in ihren Kirchen organisierte christliche Religion der Hauptfeind des moralischen Fortschrittes in der Welt war und ist.“

Hamed Abdel-Samad ist mit seiner Kritik am Islam nicht weniger zimperlich:

„Dass es ein paar kluge Theologen gibt, die etwas Modernes und Säkulares im Islam sehen wollen, ist lobenswert und kreativ, aber es ist eigentlich eine Umgehung der Kernbotschaft des Islams. Die Kernbotschaft ist, dass die Menschen Gott dienen und seine Gesetze auf Erden vollenden sollen. Natürlich gibt es einen wesentlichen Unterschied zwischen einem Menschen im Irak oder in Syrien, der Ungläubigen den Kopf abschneidet, und einem Vater in Wien oder Berlin, der seine Tochter zwingt, ein Kopftuch zu tragen. Aber beide handeln aus dem Motiv heraus, sich Gottes Willen zu beugen, und ich habe als Mensch keine andere Wahl als Gottes Willen zu vollstrecken und da liegt das Problem.“

Für die Süddeutsche Zeitung schrieb Joseph Croitoru jüngst eine Kritik an Hamed Abdel-Samad. Seine Worte machen klar, worum es den meisten Menschen, die Religionskritik als Rassismus und Phobie brandmarken, wirklich geht:

„Die Grenze zur Demagogie überschreitet Abdel-Samad auch, wenn er den Propheten Muhammad als grausamen Mörder und Vergewaltiger erscheinen lässt, Abraham als Faschisten verunglimpft und behauptet, „Faschismus ist in gewisser Weise mit dem Monotheismus verwandt“. Man wundert sich, dass hier dem als „Islamkritiker“ derzeit allseits hofierten Publizisten nicht auch von christlicher und jüdischer Seite vehement widersprochen wird.“

Genau! Das ist es, was unsere Welt jetzt ganz dringend braucht: Christen und Juden, die leberwurstbeleidigt durch die Straßen marodieren und Menschen morden, weil irgendwo irgendjemand, vermutlich in Dänemark, Jesus und Abraham veräppelt hat. Richard Dawkins jedenfalls gehört als Antisemit sofort vor das Kriegsverbrechentribunal, spätestens seit diesem rassistischen, judeophoben Ausspruch:

„Der Gott des Alten Testaments ist – das kann man mit Fug und Recht behaupten – die unangenehmste Gestalt der gesamten Literatur: Er ist eifersüchtig und auch noch stolz darauf; ein kleinlicher, ungerechter, nachtragender Überwachungsfanatiker; ein rachsüchtiger, blutrünstiger ethnischer Säuberer; ein frauenfeindlicher, homophober, rassistischer, Kinder und Völker mordender, ekliger, größenwahnsinniger, sadomasochistischer, launisch-boshafter Tyrann.“

Wer Kritik an den Islam und damit Ideologie- und Religionskritik als Phobie und Rassismus brandmarkt, ist ein mittelalterlicher Inquisitor, der die Aufklärung auf dem Scheiterhaufen der guten Absichten verbrennt. Karlheinz Deschner schrieb einst:

„Viele, vielleicht die meisten Menschen scheuen sich, gröbsten Betrug gerade auf dem für sie »heiligsten« Gebiet anzunehmen. Gleichwohl wurde nie gewissenloser, nie häufiger gelogen und betrogen als im Bereich der Religion (…) Die frommen Geistlichen pflegten schon im Mittelalter alles zu vögeln, was eine Vagina hatte, Ehefrauen, Jungfrauen, kleine Mädchen und wie wir nicht ohne Grund vermuten dürften, weibliche Tiere. Die Homosexualität florierte in den Klöstern seit deren Bestehen. Wo es an Männern mangelte, man den Nonnen nicht einmal die Beichtväter gönnte, mussten sie oft mit Kindern vorliebnehmen.“

Uta Ranke-Heinemann ist in ihrer Kritik am Christentum noch deutlicher:

„Das Christentum ist theoretisch der friedliebendste, praktisch aber der blutrünstigste Glaubensverband der Weltgeschichte. Nach intensiver Beschäftigung mit der Geschichte des Christentums kenne ich in Antike, Mittelalter und Neuzeit, einschließlich und besonders des 20. Jahrhunderts, keine Organisation der Welt, die zugleich so lange, so fortgesetzt und so scheußlich mit Verbrechen belastet ist wie die christliche Kirche, ganz besonders die römisch-katholische Kirche. Seit Konstantin wurden Heuchelei und Gewalt zum Kennzeichen der Kirchengeschichte, wurde der Massenmord zur Praxis einer Religion. Einen zu töten war strikt verboten, Tausende umzubringen ein gottgefälliges Werk. Das Ganze nennt man nicht Geisteskrankheit, das Ganze heißt Christentum.“

Vermutlich hat sich Uta Ranke-Heinemann mit diesen Worten als christenfeindliche Rassistin geoutet, die niemals wieder in eine Talkshow eingeladen werden sollte. Sie vergisst schließlich die Milliarden friedliebender Christen und klingt schon so wie der Chefideologe des deutschen Christenhasses, Friedrich Nietzsche:

„Das Christentum war bisher das größte Unglück der Menschheit (…) Ich verurteile das Christentum, ich erhebe gegen die christliche Kirche die furchtbarste aller Anklagen, die je in Ankläger in den Mund genommen hat. Sie ist mir die höchste aller denkbaren Korruptionen. Sie hat aus jedem Wert einen Unwert, aus jeder Wahrheit eine Lüge, aus jeder Rechtschaffenheit eine Seelen-Niedertracht gemacht (…) Ich heiße das Christentum den einen großen Fluch, die eine große innerlichste Verdorbenheit, den einen großen Instinkt der Rache, dem kein Mittel giftig, heimlich, unterirdisch, klein genug ist – ich heiße es den einen unsterblichen Schandfleck der Menschheit.“

Widerlich! Nietzsches Bücher sollten verboten werden! Und Heinrich Heines Werke sollte man lieber verbrennen. Was der so alles geschrieben hat:

„Ärgert dich dein Auge, so reiss es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.“

Am schlimmsten sind ja jene, die sich über das Christentum lustig machen. Sie trampeln auf den Gefühlen der Christen herum. Muss das denn sein? In Amerika gab es sogar mal eine Präsidenten, der es vollkommen legitim fand, sich über das Christentum lustig zu machen. Unfassbar! Thomas Jefferson schrieb einst:

„Die einzige Waffe, die man gegen unverständliche Aussagen einsetzen kann, ist der Spott. Vorstellungen müssen klar umrissen sein, erst dann kann die Vernunft sich mit ihnen beschäftigen; und von der Dreieinigkeit hatte kein Mensch jemals eine klar umrissene Vorstellung. Es ist nur das Abrakadabra jener Scharlatane, die sich als Priester Jesu bezeichnen (…) Die Geschichte gibt uns, wie ich glaube, kein Beispiel für ein priesterverseuchtes Volk, das eine freie zivile Regierung unterhält.“

Haben Sie das gelesen? „Priesterverseucht“ steht da! Das ist sie Sprache der Nazis. Okay, Thomas Jefferson lebte vor den Nazis, aber das sind doch nur Details. Die Amis sollten sich was schämen. Einen solchen Krieg gegen das Christentum zu führen. Mit solchen Aussprüchen zeigen die Amis, dass sie auch nicht besser sind als die christlichen Fundamentalisten in Europa. Thomas Jefferson und der Großinquisitor sind im Grunde Brüder im Geiste!

Merken Sie, wie albern die letzten Sätze klingen? Wenn es jedoch um den Islam geht, da wird so ein Unfug selbst von den sogenannte Qualitiätsmedien gedruckt. Im September 2012 wurden der amerikanische Botschafter Christopher Stevens und drei weitere Mitarbeiter in Bengasi von einem aufgebrachten Mob ermordet. In Kairo stürmten aufgebrachte Islamisten die Mauer der Botschaft und rissen die US-Flagge herunter. An die Wand des Botschaftsgebäudes sprühten sie am Jahrestag der Terroranschläge vom 11. September den Namen Osama bin Laden. Als Grund für die Tat geben die Fundamentalisten an, durch einen Film beleidigt worden zu sein, in dem der Prophet veralbert wurde. Teile der Presse waren außer sich, aber nicht aufgrund der Gewalt und der Morde, sondern wegen des Films:

„Zu dem Film, der den Anlass für den Mord an Stevens hergegeben hat, fällt mir nichts ein. Die Redefreiheit zu verteidigen, kann nicht heißen, dass man diesen Schwachsinn auch verteidigen muss. Natürlich handelt es sich um eine gezielte Hassattacke (…) Denn in unseren Zeiten hat auch ein solcher unspeakable idiot die Möglichkeit, die Welt in Brand zu stecken.“ (Die ZEIT)

„Es ist müßig, hier nach Tätern und Opfern zu unterscheiden. Diesmal ging die Provokation von amerikanischen Extremisten aus, islamistische Fanatiker haben sie angenommen und nicht minder radikal zurückgezahlt.“ (Süddeutsche Zeitung)

„Nicht minder“ steht da! Man lese und staune. Fünf Tage nach einem Mordversuch an den dänischen Zeichner Kurt Westergaard, der es gewagt hatte, Mohammed zu zeichnen, schrieb Eugen Röttinger von der Südwestpresse diesen Kommentar:

„Westergaard wollte bewusst provozieren. Und er provoziert, fern jeder Verantwortung unter dem Deckmantel der Meinungsfreiheit, munter weiter: Für ihn sponsort pauschal der Islam den Terror. Er ist mindestens (sic!) so verblendet wie sein Attentäter. Deshalb sind beide gefährlich.“

„Mindestens“ steht da! Man lese und staune. Ein Mann, der Mohammed malt ist für Eugen Röttinger mindestens so schlimm wie ein Mann inmitten einer Meute von Fundamentalisten, der bereit ist, einen Menschen zu töten, weil er etwas gezeichnet hat. Dieses Verständnis für den Islamismus ist jedoch purer Rassismus.

Während bei Christen allgemein davon ausgegangen wurde, dass die Mehrheit sehr wohl mit harscher Kritik und sogar mit Beleidigungen des eigenen Glaubens leben kann, werden die toleranten Muslime ignoriert. Beim Islam wird so getan, als müssten aus Sorge um den Religionsfrieden Teile der aufgeklärten Freiheit aufgegeben werden. Das ist jedoch die Logik der Fanatiker und Rassisten!

Wer Muslimen nicht das selbe zumuten will wie Christen, ist ein Rassist. Wer nach Einschränkungen der Meinungs- und Kunstfreiheit ruft, weil Muslime angeblich nicht ertragen können, was Christen selbstverständlich ertragen, ist ein Rassist! Wer in Muslimen nur Menschen erkennt, die gar nicht anders können, als marodierend die Straßen zu stürmen, wenn Mohammed auch nur dargestellt wird, ist ein Rassist! Ein moderater Rassist.

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Urlaub mit Hund – Breskens NL

Ein Bericht von meiner Frau!

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Sie hätten das ausdrucken müssen!

Ein Dialog vom Schriftstehler Armin Sengbusch.

Ich lebe immer kurz vor der Detonation.
Im erweiterten ÖPNV, Fahrkartenkontrolle. Ich halte mein Handy hoch.

Sie: »Sie hätten das ausdrucken müssen.«

Ich: »Mein Telefon?«

Sie: »Die Karte.«

Ich: »Das ist ein Mobilticket.«

Sie: »Sie hätten das ausdrucken müssen!«

Ich: »Das ist ein Mobil-Telefon.«

Sie: »Das sehe ich.«

Ich: »Das beruhigt mich jetzt.«

Sie: »Haben Sie Ihren Ausweis dabei?«

Ich: »Warum? Ich habe ein Mobilticket.«

Sie: »Das hätten Sie aber ausdrucken müssen.«

Ich: »Was verstehen Sie am Wort ‚mobil‛ nicht?«

Sie: »Es bedeutet, dass Sie etwas mitnehmen können. Aber Sie haben kein Ticket dabei.«

Ich: »Außer einem Mobilticket.«

Sie: »… das Sie nicht ausgedruckt haben.«

Ich: »Glauben Sie an Zufälle?«

Sie : »…«

Ich: »Mobiltelefon und Mobilticket – es könnte da doch einen Zusammenhang geben?«

Sie: »Ohne gültigen Fahrausweis sind Sie ein Schwarzfahrer.«

Ich: »Wie lautet die Anklage? Fahren mit gültigem Mobilticket?«

Sie: »Sie hätten DAS AUSDRUCKEN MÜSSEN!«

Ich: »Nicht laut werden, ich spreche dieselbe Sprache. Es ist nur so, dass ich mein Telefon nicht an einen Drucker anschließen kann. Niemand kann sein Telefon an einen Drucker anschließen, insbesondere nicht, wenn man mobil ist und keinen Drucker dabei hat.«

Sie: »…«

Ich: »Deswegen hat mein Telefon ein Display, das die Fahrkarte anzeigt. Das mag futuristisch klingen, ist aber mittlerweile gewollt, weil man dadurch auch Papier spart.«

Sie: »Ich bin gleich wieder da.«

Drei Minuten später.

Sie: »Dieses Mal lasse ich das durchgehen, beim nächsten Mal bitte ein richtiges Ticket dabei haben.«

Ich: »Vielleicht sehen wir uns ja wieder, wenn Sie aus Ihrer Zeitschleife katapultiert werden: Wer ist denn momentan Deutschlands Kaiser? Na, egal, es ist ja bald Jahrtausendwende, bis dahin haben Sie alles vergessen.«

Sie: »…«

Ich: »Und falls Sie wissen, was ein Scanner ist, also das Ding, dass Sie da am Gürtel tragen: Sie müssen mein Mobilticket nicht entwerten, es ist nur heute gültig. Wir sehen uns also so schnell nicht wieder.«

Sie: »SIE STEIGEN AN DER NÄCHSTEN HALTSTELLE AUS!«

Ich: »Richtig, das wollte ich ohnehin, ich bin nämlich ein mobiler Bürger. Mit Mobiltelefon und Mobilticket. Schöne Nostalgie noch.«

Beim nächsten Mal trage ich keine Mütze, dann erkennen die mich nicht wieder. Höchstens am Mobilticket.

***

Informationen über Armin Sengbusch

(TINARS)

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Jude, Israel, Buurmann

So wie es aussieht, leistet sich die Kölner Polizei einen eigenen Sachbearbeiter nur für mich!

Vor ein paar Tagen war eine Frau bei der Kölner Polizei, um eine Anzeige aufgrund einer antisemitischen Beleidigung zu erstellen. Sie wurde direkt gefragt: Sind Sie Jüdin? Sind Sie Israelin? Und: Kennen Sie Gerd Buurmann?

Ohne Quatsch, das wurde sie tatsächlich gefragt! Bei Antisemitismus sind die drei ersten Assoziationen der Kölner Polizei: Jude, Israel, Buurmann. Ich muss gestehen, ich bin etwas stolz.

Die Gefragte sagte, sie kenne mich zwar, aber nicht intim. Wunderbar! Darauf der Polizist: „Dieses Tapfer im Nirgendwo macht uns nur Arbeit.“

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Der „Islamische Staat“ ist nicht Mittelalter!

Nicht selten, wenn vom „Islamischen Staat“ die Rede ist, wird das Bild vom Mittelalter bemüht. Das ist eine Diffamierung des Mittelalters. Der IS ist nicht Mittelalter!

Im Mittelalter gab es Frauen wie Hildegard von Bingen. Sie schrieb über die Kunst des Bierbrauens, komponierte herrliche Musikwerke und verfasste eines der ersten schriftlichen Zeugnisse über die Freuden des weiblichen Orgasmus‘.

Mechthild von Magdeburg wiederum dichtete Minnelieder über die Liebe zu Gott.

Roswitha von Gandersheim schrieb die ersten Theaterstücke auf deutschem Boden. Ihre Stücke spielen unter anderem in Bordellen.

Wo gibt es solche Frauen im „Islamischen Staat“? Wo gibt es eine Frau wie Christine de Pizan, die im späten Mittelalter als eine der ersten Autorinnen von ihren Werken leben konnte? Ihr bekanntestes Werk ist “Le Livre de la Cité des Dames” (1405). In dem Buch berichtet eine Frau wie ihr in ihrer Wut und Verzweiflung über den allerorts vorhandenen Hass auf Frauen drei vornehme Damen erscheinen, die ihr Mut machen und den Bau einer Stadt der Frauen verkünden. Diese Stadt soll eine Zuflucht bieten vor den Verleumdern und Hassern des weiblichen Geschlechts.

Der „Islamische Staat“ würde alle Frauen in dieser Stadt steinigen!

Der „Islamische Staat“ ist nicht Mittelalter! Im Gegenteil: Er sollte endlich im Mittelalter ankommen! Es wäre für ihn ein klarer Fortschritt!

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Dein Freund und Helfer

Während einer Demonstration gegen Israel im August 2014 in Hagen überlies die Polizei den Demonstranten ein Megaphon, das dann benutzt wurde, um die Parole „Kindermörder Israel“ zu skandierten. Eine Nachfrage bei der Polizei bracht folgende Antwort:

„Für die Demonstration wurden seitens der Polizei strenge Auflagen erlassen. Es war für den friedlichen Verlauf von besonderer Wichtigkeit, diese Auflagen den ca. 500 Teilnehmern bekannt zu geben. Die Verpflichtung hierzu oblag der Leiterin der Versammlung. Da diese zu Beginn der Veranstaltung über kein Megaphon verfügte, wurde ihr zu diesem Zweck das Megaphon der Polizei überlassen. Dieses wurde anschließend von Teilnehmern auch dazu benutzt, um auf die Tötung von Kindern während der kriegerischen Auseinandersetzungen aufmerksam zu machen. Äußerungen von strafrechtlicher Relevanz fielen dabei nicht. Das Megaphon wurde daher bewusst nicht zurückgefordert, um den insgesamt friedlichen und gewaltfreien Verlauf der Demonstration nicht zu gefährden.“

Dann ist ja alles klar. Wer das nächste Mal auf „die Tötung von Kindern während der kriegerischen Auseinandersetzungen aufmerksam“ machen möchte und dies in die Worte „Kindermörder Israel“ kleidet, kann sich bei der Hagener Polizei ein Megaphon leihen. Für die Hagener Polizei gibt es offenkundig keinen Unterschied zwischen Tötung und Mord. Hochinteressant!

Es gibt übrigens noch mehr, worauf man hinweisen kann. Wie wäre es zum Beispiel mal mit dieser Parole „Brunnenvergifter Israel“. Die Hagener Polizei hilft gewiss gerne. Diese Parole hat die Hagener Polizei schließlich auch schon vor über 70 Jahren unterstützt.

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Ich bin zum Islam konvertiert!

Leute, die sich beleidigt fühlen, weil irgendwo eine Moschee gebaut wird, sind wie Leute, die sich beleidigt fühlen, weil irgendwo Mohammed gemalt wurde. Moscheen gehören ins Stadtbild einer offenen Gesellschaft wie Synagogen, Kirchen, Brauhäuser, Museen, Sexshops, Pommesbuden, Dönerläden und Pizzerias. Der Islam ist Teil meines Landes wie die Ketzerei!

Manche Muslime ziehen sich eine Burka an, die meisten davon sind weiblich, andere Muslime lassen sich einen Bart wachsen, die meistens davon sind männlich. Es gibt Muslime, die beten fünf mal am Tag gen Mekka, andere Muslime, rauchen Marihuana, trinken Bier und leben in einer homosexuellen Beziehung mit einem Juden. Es gibt Muslime, mit denen verbindet mich viel und es gibt Muslime, mit denen verbindet mich nichts.

Ich selbst bin Muslim!

Ja, ob Sie es glauben oder nicht, ich bin zum Islam konvertiert. Es war beeindruckend leicht. Ich musste nur in Anwesenheit von ein paar Muslimen diesen Satz sagen:

لَا إِلٰهَ إِلَّا الله مُحَمَّدٌ رَسُولُ الله.

Hab ich gemacht. Jetzt bin ich Moslem!

Der Islam hat mich nun am Arsch wie Pierre Vogel. Selber Schuld! Wenn der Islam so Deppen wie mich nicht haben will, soll er sich gefälligst bessere Türsteher besorgen!

Ich bin jetzt Muslim.

Liebe Brüder und Schwestern,

Immer wieder höre ich, es gäbe zu wenig Selbstkritik im Islam. Wir alle können das ändern. ‏إن شاء الله‎

Es gibt keinen Grund, Kritik zu scheuen! ‏الله أَكْبَر‎

Erlaubt mir deshalb, in aller Bescheidenheit ein paar kritische Anmerkungen.

1. Manche behaupten, wir Muslime seien die Juden von heute. Ich aber glaube, wir Muslime sind die Deutschen von heute. Ähnliches hat ja auch schon der ehemalige Bundespräsident Wulff gesagt!

2. Zur allgemeinen Beruhigung wird immer wieder gesagt, nur ein bis zwei Prozent unter uns Muslimen seien Fanatiker, die Juden hassen. Nun, selbst bei nur einem Prozent sind das mehr Muslime, die Juden hassen, als es Juden auf der ganzen Welt gibt. Einen Juden beruhigen wir damit nicht!

3. Wer behauptet, der Islamische Staat habe nichts mit dem Islam zu tun, kann auch gleich behaupten, die Kreuzzüge hätten nichts mit dem Christentum zu tun oder die Nazis nichts mit Deutschland.

4. Natürlich sind nicht alle Muslime Terroristen. Damals waren auch nicht alle Deutschen Nazis, aber von 1933 bis 1945 gaben die Nazis nun mal den Ton an in Deutschland. Zur Zeit haben wir im Islam leider zu viele üble Gestalten an der ersten Geige sitzen.

5. Wenn wir wollen, dass sich Leute für den Islam interessieren, dann müssen wir Vertrauen schenken und nicht Angst einjagen. Wir müssen durch Werbung gewinnen, nicht durch Gewalt!

6. Vielen Deutschen ist der Hinduismus egal! Das ist gut. Der Hinduismus nervt nicht. Die Buddhisten sind auch vielen Deutschen egal. Sie nerven auch nicht! Unter uns gibt es leider viel zu viele Fundamentalisten, die es nicht zulassen wollen, dass einem der Islam egal ist!

7. Niemand wird anfangen, den Koran zu respektieren, nur weil Muslime zum Terror greifen. Der Respekt wird erst kommen, sobald der Islam so verspottet werden kann wie jede andere Religion auch und sobald der Koran wie das Buch der Mormonen auf dem Broadway verarscht werden kann, ohne Angst vor blutigen Ausschreitungen haben zu müssen.

8. Es gibt Menschen, die nutzen den Koran, um damit Feuer zu machen. Andere wiederum nutzen den Koran, um in seinem Namen zu morden. Ich finde, die zweite Gruppe von Menschen beleidigt den Islam!

9. Ein Mensch, der gegen das Verbrennen eines Buchs auf die Straße geht, zum Morden von Menschen im Namen dieses Buchs jedoch schweigt, hat ein ganz schwerwiegendes Problem.

10. Man darf nicht von einem Muslim auf den ganzen Islam schließen. Wer behauptet, Islam bedeute Frieden, nur weil ein paar Muslime friedlich sind, verkennt die Realität.

11. Jesus ist nicht wie Mohammed. Jesus war ein dem Alkohol zugeneigter Hippie, Mohammed war ein Kriege führender Feldherr, der Alkohol verabscheute. Unterschiedlicher können zwei Männer nicht sein.

12. Wenn ein Muslim einen Terroranschlag verübt, sollten wir uns nicht dadurch hervor tun, dass wir uns Sorgen um das öffentliche Bild vom Islam machen. Wir sorgen uns schließlich auch nicht um das öffentliche Bild vom Mann, wenn ein Mann eine Frau vergewaltigt hat. Es ist übrigens unanständig zu fragen, was eine Frau, die vergewaltigt wurde, getan haben könnte, um die Vergewaltigung zu provozieren. Genauso unanständig ist es, nach einem Terroranschlag zu fragen, was die Opfer des Anschlags getan haben könnten, um einen solchen Anschlag zu provozieren.

13. Religionen sind wie Fürze. Jeder glaubt, nur die der Anderen stinken!

In diesem Sinne,
Grüß Allah!

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Der Ekel der Sibylle Lewitscharoff

„Viele Frauen sind alt oder fettleibig oder sonst wie unschön geformt, und da wird der Anblick üppig oder seltsam wuchernden Fleisches für den Betrachter zur Qual.“

Sibylle Lewitscharoff hat mit diesem Ausspruch wieder verbal zugeschlagen. Ihr Feindbild hat sich somit erweitert. Sie mag keine dicken, homosexuellen Onanierer, die nichts gegen künstliche Befruchtung haben. Das nehme ich persönlich!

Wenn der Mensch krank wird, verlässt er sich nicht allein auf die Natur, er ruft nach der Vernunft der Ärztin. Wenn ihm Unrecht widerfährt, sehnt er nicht nach der Herrschaft der Natur, er spricht die Vernunft des Richters an. Wenn es jedoch darum geht, jemanden zu unterdrücken, ist der Mensch schnell mit der Natur zur Hand. Immer wieder ist es die Natur, die zur Begründung einer Unterdrückung herangezogen wird. Mal ist es die „Natur des Schwarzen“, mal die „Natur des Weibes“, mal die „Natur des Juden“. Immer aber geht es darum, einer Gruppe von Menschen mit Verweis auf ihre vermeintliche Natur, Rechte vorzuenthalten.

Es gibt Menschen, die schreiben mit einer solchen Gewissheit über die Absichten der Natur, man möchte meinen, sie wären jeden Sonntag bei Mutter Natur zum Tee eingeladen. Was sagt denn die Natur? Wer weiß es?

Was immer über die Natur geschrieben und gesagt wird, sobald ihr Absicht und Moral unterstellt wird, haben wir es mit einer Religion zu tun. Die Natur hat keine Absicht! Sie ist indifferent. Sie ist ganz einfach!

Gut und böse sind Kategorien der Vernunft. Die Vernunft versucht zwar, Natur wissenschaftlich zu verstehen, aber alles, was Vernunft hat, weiß oder mindestens ahnt, dass Moral in der Natur nicht zu finden ist.

Die Moral war lange Zeit ein Diktat der diverser Götter. In der heutigen Zeit, da der Glaube an Gott vielerorts verschwunden ist flüchten nicht wenige, die religiös heimatlos geworden sind, in den Schoß der Natur und ernennen die Natur zu ihrem Gott. So wie sich die Menschen einst Gott nach ihrem Bilde schufen, so legen sie heute der Natur ihre Ansichten in den Mund! Für die Einen regelt Gott, was gut und was böse ist, für die Anderen die Natur.

Ob man nun aber gottesfürchtig oder natürfürchtig ist, das Sagen haben jene, die glaubhaft machen können, Erleuchtete zu sein, die vorgeben, den direkten Draht nach oben haben. Sie wissen angeblich genau was Gott oder Natur will. Sie haben es vernommen. Sie kennen den wahren Weg. Sie sind die Propheten! Sie sind die Guten! Und sie benehmen sich so!

Es braucht keinen Gott, um gute Dinge zu vollführen. Gott stört bei guten Taten nicht, hilft vielleicht sogar dabei, ist jedoch nicht notwendig. Böse Taten jedoch brauchen einen Gott, den festen Glauben daran, die abscheulichen Taten im Namen eines höheren Sinns und Zwecks zu begehen. Gotteskrieger kämpfen für den lieben Gott, und für manchen Gläubigen ist der liebe Gott die Natur. Die Natur ist aber nicht lieb. Sie ist aber auch nicht böse. Die Natur ist indifferent. Die Natur kennt keine Moral. Sie ist!

Am 2. März 2014 hielt Sibylle Lewitscharoffs ihre berüchtigte Dresdner Rede mit dem Titel „Von der Machbarkeit. Die wissenschaftliche Bestimmung über Geburt und Tod“. Eins ist klar, Sibylle Lewitscharoff ist eine streng gläubige Frau, mit einem gefährlichen Hang zum Fundamentalismus. Sie wechselt gekonnt zwischen Gott und Natur als höchstes Wesen. Sie redet viel vom Tod, von der Angst davor und dem Weg dahin. Wir erfahren, dass der Vater Gynäkologe war und sich in der Praxis erhängte. Die Großmutter wiederum hatte Krebs, starb aber im Gegensatz zum Vater „voller Zuversicht und Sorge um uns“. Die Großmutter brachte ihr Jesus näher. Als Kind betete sie viel, „was meine Eltern komisch fanden“. Dann gab es noch eine Eva, die stürzte und ebenfalls starb. Wenn in der deutschen Sprache so viel über den Tod geschrieben wird, ist Vorsicht geboten.

„Nicht, dass ich die Tatsache, sterben zu müssen, verdränge oder verleugne, beileibe nicht. Mir kommt eher die Vorstellung, dass ich Herren über mein Schicksal wäre, reichlich absurd vor. Ganz einfach, mein Schicksal liegt in Gottes Hand und nicht in meinen Händen.“

Wo Sibylles Hand Gottes ist, ist die Erbsünde nicht weit.

„Weil er mit der Erbsünde behaftet ist, muss der Mensch sterben. (…) Ich stelle es mir schwierig vor, sterben zu müssen ohne die trostreiche Vorstellung, an einem höheren Ort, von einer höheren Gewalt erkannt zu werden. Selbst den Moment des Todes stelle ich mir glanzvoll vor, wenn darin die Summe des Lebens gezogen werden kann und so etwas aufleuchtet wie das große Warum, Wozu, Weshalb.“

Wer den Tod derart glorifiziert, kann mit der modernen Medizin nur auf dem Kriegsfuß stehen. Schon bei dem Gedanken an Organspenden bekommt Sibylle ein mulmiges Gefühl und pränatale Diagnostik geht gar nicht.

„Da sind Frankensteins Machinationen nicht allzu fern. (…) Ich bin im übrigen auch froh, nicht der unheimlich und darauf folgenden komplexen medizinischen Machinationen meine Existenz zu verdanken, sondern auf herkömmlichen Vereinigungswegen gezeugt worden zu sein, mögen diese nun glückhaft oder unglücklich gewesen sein.“

Ich muss bei diesen Worten an eine Beleidigung aus Kindertagen denken, die nicht selten über den Schulhof geschmettert wurde: „Bei Deiner Zeugung hätte Dein Vater besser auf die heiße Herdplatte gewichst!“ Aber ich schweife ab. Sibylle Lewitscharoff ist nicht gegen das Recht der Frau auf Abtreibung, aber eins steht für sie fest:

„Hätte sich in meinem Bauch je ein herrenwachsendes Kind befunden, hätte dieser Bauch ganz gewiss nicht allein mir gehört, sondern mir, dem Kind und dem dazugehörenden Vater.“

Sibylle hat keine Kinder.

„In meinem Erwachsenenleben habe ich einen großen Bogen um Kinder gemacht, ich kann jedenfalls nicht behaupten, dass ich sie von Herzen liebe und mir selbst dir Vorwürfe gemacht hätte, kinderlos geblieben zu sein.“

„Mein Bauch gehört mir“ ist für Sibylle keine Forderung sondern ein Schicksalsschlag. Sibylles Bauch wollte aber niemand ! Das tut mir leid. Aber warum sollen nun andere Frauen darunter leiden, dass Sibylles Bauch verdorrt ist? Sibylle fährt fort:

„Dabei ist eine Selbstermächtigung der Frauen im Spiel, die mir zutiefst suspekt ist.“

Die Selbstermächtigung der Frau ist ihr suspekt. Sie ist eine Frau! Sie ermächtigt sich einer Rede. Sie ist sich selbst suspekt. Kann ich verstehen!

„Im Grunde liegt solchen Machinationen die Vorstellung zu Grunde, Männer seien verzichtbar, oder ihr Einfluss sei auf das notwendigste zu reduzieren, eben auf ihren Samen.“

Liebe Frau Lewitscharoff,

das Ejakulat des Mannes ist streng wissenschaftlich genommen kein Samen. Samen tragen das gesamte Erbgut in sich und brauchen keine Befruchtung. Bei der Zeugung eines Menschen jedoch wird eine Eizelle befruchtet. Es sind somit Pollen, die da beim Manne im Höhepunkt der Lust herausspritzen. Aber vermutlich finden Sie den Gedanken daran widerlich, vor allen, wenn der Mann woanders als in Richtung einer Eizelle spritzt. Sie finden allgemein sehr viel widerlich. Leihmutterschaft ist für Sie zum Beispiel eine „wahrhaft vom Teufel ersonnene Art, an ein Kind zu gelangen“:

„Mit Verlaub, angesichts dieser Entwicklungen kommen mir die Kopulationsheime, welche die Nationalsozialisten einst eingerichtet haben, um blonde Frauen mit dem Samen von blonden blauäugigen SS-Männern zu versorgen, fast wie harmlose Übungsspiele vor. Ich übertreibe, das ist klar, übertreibe, weil mir das gegenwärtige Fortpflanzungsgemurkse derart widerwärtig erscheint, dass ich sogar geneigt bin, Kinder, die auf solch abartigen Wegen entstanden sind, als Halbwesen anzusehen. Nicht ganz echt sind Sie in meinen Augen, sondern zweifelhafte Geschöpfe, Halbwesen, halb künstliches weiß nicht was. Das ist gewiss ungerecht, weil es den Kindern etwas angelastet, wofür sie rein gar nichts können. Aber meine Abscheu ist in solchen fällen stärker als die Vernunft.“

Mit dem letzten Satz hat Sibylle Lewitscharoff ausnahmsweise mal recht. Der Rest ist jedoch hanebüchener Unsinn. Sie relativiert und verharmlost den Nationalsozialismus, um dann im selben Satz Menschen zu entmenschlichen und dies dann auch noch mit einer Art gesundem Volksempfinden zu begründen, dass zwar nicht vernünftig sei, aber dafür irgendwie naturentsprungen und somit wahr! Das geschieht, wenn man glaubt, die Natur auf der eigenen Seite zu haben.

Die Natur will jedoch nicht. Sie ist! Alles was ist, ist natürlich! Jede Zeugung, die stattfindet, ist natürlich. Ob sie moralisch gut ist, ist eine andere Frage, eine Frage der menschlichen Vernunft! Meine Vernunft sagt: Das Leben ist schön. Darum ist jede Form des Lebens schön, wenn sie in Freiheit und Selbstbestimmung entsteht. Eine lesbische Frau, die schwanger werden möchte, empfindet es als äußert angenehm, nicht durch die Penetration eines Penis befruchtet zu werden. Es ist anmaßend und überheblich diese Form der Zeugung als unnatürlich zu bezeichnen! Diese Form ist nicht mehr oder weniger natürlich als jede andere Form der Zeugung auch! Sie ist so natürlich wie alles, was in der Natur möglich ist. Ob etwas jedoch moralisch gut oder schlecht ist, ist eine Frage der Vernunft. Darüber muss debattiert und verhandelt werden, aber man sollte die Natur da raus halten!

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Liebe Muslime,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

entschuldigt, dass ich Euch als Mitglieder einer Religionsgemeinschaft anspreche. Die Reduzierung eines Individuums auf den Glauben ist sonst nicht nach meinem Geschmack. Es ist mir egal, woran Menschen glauben. Heute aber gibt es für mich einen Grund, Euch als Muslime anzusprechen. Ich brauche nämlich Eure Hilfe. Es ist etwas unangenehmes geschehen: Ich habe ein Problem mit Muslimen!

Es tut mir leid, dass ich das so sagen muss. Ich würde die Leute, mit denen ich ein Problem habe, auch gerne anders nennen, Arschlöcher, Drecksäcke oder so, aber ich bezeichne Menschen nun mal für gewöhnlich so, wie sie sich selbst nennen. In diesem Fall nennen sich die Menschen, die mir Sorge bereiten, leider Muslime. Sie behaupten sogar, die Ideologie, die dafür sorgt, dass mir mulmig wird, käme direkt aus dem Koran.

Auf unserem Planten werden zur Zeit Menschen die Köpfe abgeschnitten. Die Köpfe werden gepfählt! Frauen werden gesteinigt. Homosexuelle werden gehängt. Juden werden ermordet. Menschenmassen werden in Massengräbern erschossen. Alles geschieht im Namen des „Islamischen Staats“. So jedenfalls nennen sich die mordenden Bestien!

Es ist somit Eure Religion, die gerade geschändet wird. Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede und der Koran sei ein Buch der Liebe, müssen die Muslime, die im Namen des Korans Kriege führen und Menschen morden, schlimmer sein als jene, die den Koran verbrennen.

Als im Jahr 2011 von dem amerikanischen Prediger Terry Jones ein Koran als Brennstoff für Feuer benutzt wurde, gab es weltweite Proteste. Wo aber sind die Proteste, wenn der Koran als Brennstoff für Gewalt und Kriege benutzt wird? Wenn Islam wirklich Frieden bedeutet, dann muss jeder Muslim auf die Barrikaden gehen, wenn im Namen des Islam Terroranschläge und die Verfolgung von Homosexuellen, Christen, Juden und Frauen gepredigt werden.

Ich bin Christ. Mit Schaudern denke ich an die dunkele Zeit des Christentums, als Christen Juden verfolgten und ihre Synagogen anzündeten. Diese Christen, die sich selbst Christen nannten, waren weit weg von der Religion der Nächstenliebe. Es gab allerdings auch aufrichtige Christen. Sie hielten das Prinzip der christlichen Nächstenliebe hoch und verurteilten den Wahn im Namen des Christentums.

Ich bin Deutscher. In der Zeit des Nationalsozialismus wurde von Deutschland unendliches Leid über Welt verbreitet. Es gab zwar auch anständige Deutsche in der Zeit des Nationalsozialismus, aber die Nazis gaben den Ton an. In der Wahrnehmung der Welt waren sie damals die Deutschen!

Jedes mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert, Mohammed verballhornt oder einen albernen Film über Muslime macht, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen auf die Barrikaden. Wo aber ist der Aufschrei, wenn Islamisten den muslimischen Glauben mit ihren Taten schänden? Zur Zeit mordet der „Islamische Staat“ und nirgendwo auf der Welt gibt es auch nur ansatzweise so viele protestierende Muslime, als zu der Zeit, da Kurt Westergaard in einer dänischen Zeitung eine kleine Karikatur von Mohammed gezeichnet hatte.

Euer Problem sind nicht Karikaturisten, Kritiker und Spotter. Wenn Islam Frieden bedeutet, ist Euer Problem jeder, der sich Muslim nennt und im Namen des Korans Hass sät und Gewalt ausübt. So wie die Nazis einst das Problem der Deutschen waren, so sind Islamisten heute das Problem des Islams! Euer Problem sind die Terroristen und Sympathisanten der Hamas, der ISIS und alle anderen islamistischen Organisationen, die sich muslimisch nennen und vorgeben, den Koran zu leben. Diesen Muslimen solltet Ihr den جهاد erklären!

Rettet Euren Glauben!

So wie die Nazis damals der Feind jedes aufgeklärten Deutschen waren, so sind die Eiferer des Islams heute die Feinde jedes aufgeklärten Muslims. Den Nazis stellten sich damals nur wenige entgegen. Eine der bekanntesten Widerstandsgruppen ist „Die Weiße Rose“ der Geschwister Scholl. In ihrem dritten Flugblatt schrieben sie:

“Unser heutiger “Staat” aber ist die Diktatur des Bösen. “Das wissen wir schon lange”, höre ich Dich einwenden, “und wir haben es nicht nötig, dass uns dies hier noch einmal vorgehalten wird.” Aber, frage ich Dich, wenn Ihr das wisst, warum regt Ihr Euch nicht, warum duldet Ihr, dass diese Gewalthaber Schritt für Schritt offen und im verborgenen eine Domäne Eures Rechts nach der anderen rauben, bis eines Tages nichts, aber auch gar nichts übrigbleiben wird als ein mechanisiertes Staatsgetriebe, kommandiert von Verbrechern und Säufern? Ist Euer Geist schon so sehr der Vergewaltigung unterlegen, dass Ihr vergesst, dass es nicht nur Euer Recht, sondern Eure sittliche Pflicht ist, dieses System zu beseitigen?

Wenn aber ein Mensch nicht mehr die Kraft aufbringt, sein Recht zu fordern, dann muss er mit absoluter Notwendigkeit untergehen. Wir würden es verdienen, in alle Welt verstreut zu werden wie der Staub vor dem Winde, wenn wir uns in dieser zwölften Stunde nicht aufrafften und endlich den Mut aufbrächten, der uns seither gefehlt hat. Verbergt nicht Eure Feigheit unter dem Mantel der Klugheit. Denn mit jedem Tag, da Ihr noch zögert, da Ihr dieser Ausgeburt der Hölle nicht widersteht, wächst Eure Schuld gleich einer parabolischen Kurve höher und immer höher.”

Im ersten Flugblatt der Geschwister Scholl heißt es:

“Vergesst nicht, dass ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!”

Liebe Muslime,

ertragt die Fundamentalisten nicht länger, die im Namen Eures Glaubens den Hass predigen. Eure Feinde sind nicht die Kritiker und Spotter des Islams. Eure Feinde sind nicht Israel und die USA, nicht Juden, noch Christen oder gar der Westen. Eure Feinde nennen sich Muslime, so wie sich Nazis einst Deutsche nannten. Leistet Widerstand! Wenn Ihr es nicht tut, werden es jene tun müssen, die von den Islamisten gehasst werden.

Die ISIS heute unterscheidet sich im Hass kaum noch von den Nazis damals. Die Nazis stürzten die Welt in einen Weltkrieg. Am Ende wurde Deutschland dem Erdboden gleich gemacht. Bewahrt Euren Glauben vor dieser blutigen Lektion und erklärt den Islamisten und Fundamentalisten den جهاد, bevor es andere tun!

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Ein Traum, dieser Albtraum!

Ein Bericht von Katharina Stüber

Gestern war ich in der Premiere von “Faust – Reloaded”. Eine Psychose nach J. W. Goethe, mit Gerd Buurmann als Faust. Regie: Burkhard Schmiester.

Gerd Buurmann MUSS. Er kann gar nicht anders, als mit jeder Faser seines Körpers zu spielen. Er ist da. Seine Präsenz ist so überwältigend, dass man einen Moment braucht, um sich daran zu gewöhnen. Zu akzeptieren, dass er die nächsten 90 Minuten von einem Besitz ergreifen MUSS.

Das Gleiche galt auch schon im Vorjahr, wo er Othello spielte, ebenfalls als Ein-Mann Stück, ebenfalls unter der Regie von Schmiester. Doch dieses Jahr ist er noch viel mehr reingewachsen, das „in verschiedene Rollen schlüpfen“ fällt ihm noch leichter, die Übergänge sind fließend. Und so leidet, liebt, lacht und weint man mit Heinrich Faust, schmiedet Pläne mit Mephisto, kichert verlegen mit dem Gretchen und vergisst, dass dieser eine Mann sie alle gibt, als Psychose des Faust. Ein Traum, dieser Albtraum.

Dieses Stück sollte Pflichtprogramm für jeden Schauspieler sein, um zu begreifen, wozu man in der Lage sein muss. Bravo.

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