Glüh im Glanze dieses Antisemitismus‘

„Ein glühender Antisemit in Deutschland ist jemand, der mit Überzeugung sich antisemitisch äußert, mit einer Überzeugung, die das Dritte Reich nicht verurteilt, und ist nicht losgelöst von 1933-45 zu betrachten, vor dem Hintergrund der Geschichte.“

Diese Definition von Antisemitismus wurde von einer Richterin am 8. Oktober 2014 im Sitzungssaal 219 der Pressekammer des Münchener Landgerichts formuliert. Dort fand an dem Tag die erste Hauptverhandlung zwischen Jutta Ditfurth und Jürgen Elsässer statt.

Der Herausgeber des verschwörungstheoretischen Magazins Compact klagt zur Zeit gegen Jutta Ditfurth, weil sie ihn am 16. April 2014 in einem Interview der Sendung Kulturzeit auf 3sat einen „glühenden Antisemiten“ genannt hatte. Elsässer erklärte vor Gericht, dies sei „eine substanzlose Schmähung“ und ein “Killerargument”, formuliert in der Absicht der „Existenzvernichtung“, da niemand bereit sei, mit einem “glühenden Antisemiten” zusammenzuarbeiten. Killen und vernichten, darunter macht es Jürgen Elsässer nicht und zitierte direkt FOCUS-Chefredakteur „Fakten, Fakten, Fakten“ Helmut Markwort:

“Einen Deutschen einen Antisemiten zu nennen, ist die größte denkbare Diffamierung, denn sie assoziiert Rassenhass, Massenmord, Auschwitz (…) Antisemit – das ist ein Killerwort. An wem es klebt, der ist gesellschaftlich und politisch geächtet.”

Jutta Ditfurth verteidigte sich mit diesen Worten:

„Es ist die Freiheit meiner Meinung, jemanden einen Antisemiten nennen zu dürfen, der massenhaft verdeckt Antisemitisches sagt und schreibt; einen, der sich mit antisemitischen Mitarbeitern umgibt; der gemeinsam mit anderen antisemitischen Rednern auf Kundgebungen spricht und sich bei Kritik an deren Antisemitismus explizit mit ihnen solidarisiert; einen, der die Regierung Israels nicht sachlich kritisiert sondern Israel antisemitisch schmäht; einen, der sich von Antisemiten und Shoa-Leugnern zu Veranstaltungen einladen lässt; einen, der Antisemiten für seine Zeitschrift interviewt und für seinen Verlag Bücher schreiben lässt. Ja, warum sollte man den in Deutschland nicht das nennen dürfen, was er ist: einen glühenden Antisemiten?“

Die Richterin erklärte Jutta Dirfurth sofort, warum man das nicht darf. Ein Antisemit sei man nur dann, wenn man sich positiv auf den NS-Faschismus bezieht. Sie kam zum vorläufigen Schluss, der Begriff „glühender Antisemit“ läge „jenseits des Hinnehmbaren“ und fügte hinzu: „Es ist ein Totschlagargument. Wer sich so bezeichnen lassen muss, steht in einer Ecke, aus der er nicht mehr rauskommt.“

Während sie dies sprach, saß in der ersten Reihe Karl-Heinz Hoffmann. Er ist der Gründer der 1980 verbotenen terroristischen Vereinigung „Wehrsportgruppe Hoffmann“. Die Vereinigung hatte eine klare neonazistische Prägung. Er war gewiss sehr erfreut über die Worte der Richterin, schließlich schätzt er an Elsässer seine „besondere Mischung aus konservativen und fortschrittlichen Gedanken.“

Die Antisemitismus-Definition der Richterin deckt sich erstaunlich mit der Definition, die Diether Dehm von der Partei Die Linke einmal gewagt hatte:

“Der Antisemitismus wurde das, was er wirklich ist: Eine massenmordende Bestie. Und deswegen dürfen wir nicht zulassen, dass man den Begriff des Antisemitismus für Alles und Jeden inflationiert. Antisemitismus, das ist Massenmord! Und es gibt überhaupt keinen Anlass, wenn mein Kollege und Freund Rolf Becker hier spricht, wenn von irgendeiner Seite dazwischengepöbelt wird Antisemitismus. Antisemitismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!”

In Deutschland beginnt Antisemitismus erst mit der Vergasung von 6 Millionen Juden. Alles darunter ist eine Ordnungswidrigkeit!

Es ist schon spannend, was mittlerweile in Deutschland alles kein Antisemitismus mehr ist. Es ist nicht antisemitisch, „Scheiß Jude, brenn“ zu brüllen, Hakenkreuze zu zeigen, den Holocaust zu leugnen und vom „Judenterror“ zu faseln. All dies geschah im Jahr 2014 auf einer Demonstration in Essen, die die Polizei im Nachhinein als „friedlich“ bezeichnete. In Gelsenkirchen stufte die Polizei eine Demonstration als friedlich ein, auf der „Juden ins Gas“ gebrüllt wurde, so geschehen am 12. Juli 2014 in Gelsenkirchen. Die Polizei in Frankfurt und Hagen findet den Ausspruch „Kindermörder Israel“ sogar so legitim, dass sie ihre Megaphone und Polizeiwagen verlieh, damit dieser Ausspruch weithin hörbar war, so geschehen am 12. Juli 2014 in Frankfurt und am 1. August 2014 in Hagen. Die Polizei in Hamburg geht sogar noch weiter. Dort wird man nicht verhaftet, wenn man „Kindermörder Israel“ ruft, sonder wenn man sich öffentlich zu Israel bekennt, so geschehen am 1. August 2014 in Hamburg. In Duisburg wiederum schritt die Polizei nicht ein, als von Judenhassern Steine gegen ein Fenster mit Israelfahne geworfen wurden, sie brach aber in eine private Wohnung ein, um eine Israelfahne aus einem Fenster zu entfernen, so geschehen am 10. Januar 2009 in Duisburg.

All das ist kein Antisemitismus, denn der Dehm sagt es, Antisemitismus „muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!“ Wenn aber jemand eine Person als „glühenden Antisemiten“ bezeichnet, der massenhaft verdeckt Antisemitisches sagt und schreibt; der sich mit antisemitischen Mitarbeitern umgibt; der gemeinsam mit anderen antisemitischen Rednern auf Kundgebungen spricht und sich bei Kritik an deren Antisemitismus explizit mit ihnen solidarisiert; der die Regierung Israels nicht sachlich kritisiert sondern Israel antisemitisch schmäht; der sich von Antisemiten und Shoa-Leugnern zu Veranstaltungen einladen lässt; der Antisemiten für seine Zeitschrift interviewt und für seinen Verlag Bücher schreiben lässt, dann fällt einer Münchener Richterin nur noch ein Wort ein: „Totschlagargument“.

Das ist Deutschland 2014: „Glühender Antisemit“ ist ein Totschlagargument, „Kindermörder Israel“ nicht! So einfach sorgt man dafür, dass Antisemitismus in Deutschland verschwindet: Antisemitismus beginnt mit Auschwitz. Alles darunter ist eine Ordnungswidrigkeit.

Es gibt somit keinen Antisemitismus mehr in Deutschland.
Kein schöner Land …

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213 Antworten zu Glüh im Glanze dieses Antisemitismus‘

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  3. Matthias Müller schreibt:

    Etwas Geschichte: Das mit der dicken Ditfurth kommt von Nina Hagen „Was will die dicke Frau von mir“. Es ist also keine Beleidigung sondern lediglich ein Zitat.
    Das mit dem Antisemitismus ist so eine Sache, Der Begriff ist schon Blödsinn, da die Semiten ein Volksstamm sind, und es hier ja in Wirklichkeit um das Judentum geht. Nun müsste Frau Ditfurth Zitate finden, in denen sich Jürgen Elsässer konkret gegen diese Religion ausspricht bzw. sie für irgendetwas verantwortlich macht. Der Begriff „Glühender Antisemit“ ist eine Steigerung, was bedeutet es müsste sehr viele dieser Zitate geben. Wo sind diese? Mir ist nicht eines bekannt.
    Elsässer war und ist ein linker. Er hat sich lediglich von den Ideologien gelöst und stuft Nationalstaaten nicht mehr per se als etwas schlimmes ein.
    Von Juttas Blickwinkel aus, sind natürlich alle rechts.
    Immer schön bei den Fakten bleiben, packt eure Ideologien, die als Teil des „Teile und Herrsche“ Spielchens implementiert wurden, dahin wo sie hingehören, in den Mülleimer der Geschichte.
    Wer Ideologien vertritt, vertritt immer die Meinung anderer, noch schlimmer, ihr wisst nicht mal wessen Meinung ihr vertretet. Wer hat Marx bezahlt? Warum schreibt Marx nichts über Geldschöpfung und Bankensystem?
    Zurück zu Israel / Palästina. Prüft die Fakten, die Geschichte der Gründung Israels. Die Liste der Israelischen Verstöße gegen UN Resolutionen ist lang. die Apartheitsgesetze Israels sind unbestreitbar, Die Ausweitung der Siedlungen im Westjordanland wird wohl auch niemand ernsthaft bestreiten. All das sind keine jüdischen Verbrechen, sondern Verbrechen der Israelischen Administration. Wer das aus Angst vor dem Begriff „Antisemitismus“ verschweigt ist feige und macht sich mitschuldig. Zu guter Letzt noch etwas zur Hamas. Ich bestreite nicht, das es Verbrecher auf beiden Seiten gibt, ich bin also auch kein Freund der Hamas. Mir geht es um die Menschen und die Familien auf beiden Seiten. versetzt euch mal in deren Lage.

    • Paul schreibt:

      >>Zurück zu Israel / Palästina. Prüft die Fakten, die Geschichte der Gründung Israels. Die Liste der Israelischen Verstöße gegen UN Resolutionen ist lang. die Apartheitsgesetze Israels sind unbestreitbar, Die Ausweitung der Siedlungen im Westjordanland wird wohl auch niemand ernsthaft bestreiten. All das sind keine jüdischen Verbrechen, sondern Verbrechen der Israelischen Administration.<<

      Ja, mach das mal, lieber Matthias. Prüfe die Fakten der Geschichte der Gründung Israels und plappere nicht die Propaganda der Palis nach.

      Was Du schreibst, ist die komprimierte palästinensische Propaganda.

      UN Resolutionen sind Willenserklärungen ohne jede verpflichtende Wirkung. Es ist bekannt, dass die islamischen Staaten und ihnen nahestehenden Sympathisanten in der UN die Stimmenmehrheit haben. Es gibt viele Israel an den Pranger stellende Resolutionen und kaum Verurteilungen, islamisch orientierter Staaten. Sind ja alles auch lupenreine Demokratien, in denen es nichts zu beanstanden gibt?
      Mit ein bischen Mühe kannst Du Dir die Informationen ergooglen. Nein, diese Mühe nehme ich Dir nicht ab.
      Israel Apartheitstaat?
      Das ist eine dreiste Propagandalüge. 20% der Bevölkerung in Israel sind Araber/Palästinenser, mit den gleichen Rechten und Pflichten wie die Juden. Sie haben eigene Parteien und sind in der Knesset vertreten. Halt, sie sind nicht ganz gleichberechtigt: Sie sind nicht wehrpflichtig.
      Das nennst Du Apartheit?
      Du bist ein Propagandist der Palästinenser!

      Natürlich darf die Siedlungslüge nicht fehlen. Es ist mir zu blöd Dir das jetzt zu erklären, zumal ich das Gefühl habe, dass Du Faktenresistent bist. Aber schau Dir mal den Oslovertrag an und die Aufteilung in A,B und C Zonen. Die Palis bauen auch Siedlungen in Ihrer Zone. Regt sich darüber jemand auf?

      Dabei wäre es für Dich so leicht, die historischen Fakten zu ergooglen.
      Machst Du lieber nicht. Könnte Deinen Glauben erschüttern?
      So wirst Du also auch weiter Deinen Judenhass verbreiten.

      Es grüßt, Paul

    • gnaddrig schreibt:

      Der Begriff Antisemitismus ist sicher irreführend, weil er – wie Sie inhaltlich richtig ausführen – auf Juden gemünzt ist und nicht auf andere semitische Völker.

      Ein treffenderer Begriff ist Judenhass (oder, wenn man es etwas kultivierter mag, Judenfeindlichkeit). Das ist Hass auf oder Feindseligkeit gegen Juden nur deshalb, weil sie Juden sind. Ganz egal, ob man sie als Ethnie, als Angehörige einer bestimmten Religion oder als Bürger eines Staates auffasst. (Die meisten Judenhasser dürften selbst nicht so genau wissen, welche der drei Interpretationen sie bevorzugen, im Zweifelsfall wohl irgendwie alle.)

      Das ist jedenfalls die Bedeutung, in der Antisemitismus in aller Regel benutzt und verstanden wird. Statt sich also auf lexikalische Spiegelfechtereien zu verlegen sollte man lieber den Fakten ins Auge sehen und das Ding beim Namen nennen: Judenhass. Dann weiß jeder, was gemeint ist. Dann kann sich niemand mehr so leicht hinter einem schwammigen Ausdruck verstecken.

      Ob Elsässer politisch links oder rechts steht, ist völlig irrelevant. Judenhass ist schon lange fester Bestandteil linker Weltsicht, kommt dort oft als Antizionismus und „Kritik am Staat Israel“ daher. Die Rechten haben darauf jedenfalls kein Monopol drauf. Ob Elsässer links steht, ist für den Vorwurf des Antisemitismus deshalb nicht relevant.

      Und um – anders als P. (hoffentlich nicht Paul) King – mal ganz kurz auf den Inhalt von Ditfurths Vorwurf an Elsässer einzugehen: Wenn Elsässer Holocaustleugnern und Judenhassern (oder Antizionisten oder was weiß ich) eine Plattform zur Verbreitung ihrer Weltsicht gibt, dann ist es durchaus legitim, ihm Antisemitismus vorzuwerfen. Sogar dann, wenn er selbst nicht aktiv judenfeindliche Positionen vertreten sollte. (Über das „glühend“ kann man sicher diskutieren, so gut kenne ich Elsässers Werk nicht.) Unwissenheit kann er wohl kaum vorschützen, als Journalist sollte er wissen, wem er da Reichweite verschafft.

      *****

      Was die dicke Frau angeht, ist das eine merkwürdige Auffassung von „keine Beleidigung“. Hagen hat gesagt: Ich finde es furchtbar, was diese dicke Frau mit mir macht. Jutta Ditfurth ist eine blöde, blöde Kuh.“ Das war von Hagen durchaus beleidigend gemeint. Übrigens in Reaktion darauf, dass Ditfurth die esoterisch durchgeknallte Hagen esoterisch durchgeknallt genannt hat.

      Ich erkenne da ein Muster: Hagen ist esoterisch durchgenknallt, Elsässer legt antisemitische Verhaltensweisen an den Tag, und Ditfurth nennt die Dinge öffentlich beim Namen. Die so vorgeführten Leute keilen dann gegen Ditfurth, weil sie bestimmte Fakten lieber unauffällig an der Öffentlichkeit vorbeischummeln würden. Soll doch keiner merken, dass der Kaiser nackt herumläuft, sozusagen.

      Und wenn der P. (hoffentlich nicht Paul) King hier ständig von der „dicken Ditfurth“ schreibt, ohne dass ihre Körperfülle auch nur im Entferntesten relevant ist, stellt das für sich schon eine Beleidigung dar. Und wenn er dabei bewusst auf die beleidigende Äußerung Hagens anspielen sollte, erst recht.

    • tapferimnirgendwo schreibt:

      Verbrecher auf beiden Seiten? Ich möchte kotzen. Bei der Hamas sind alle Verbrecher, weil ein Artikel der Charta den Mord an alle Juden fordert. Die Hamas ist ein Verbrechen!

      • Aristobulus schreibt:

        So isses, Tapferer.
        Der bezeichnet die Israelis durch die Blume als Verbrecher.
        Schberr diesen Matthias Müllner doch einfach (beim sog. Peking ward es ja auch getan, nicht?, der Schreiber ist jedoch der selbe). Dann wird hier die Luft sofort bedeutend besser.

    • Dante schreibt:

      Das mit dem Antisemitismus ist so eine Sache, Der Begriff ist schon Blödsinn, da die Semiten ein Volksstamm sind, und es hier ja in Wirklichkeit um das Judentum geht.

      Die Semiten sind nicht ein Volksstamm, sondern eine ganze Gruppe von historischen Völkern, zu denen auch Juden und Araber zählen. Allerdings ist das belanglos, denn mit Antisemitismus ist Feindschaft ausschließlich gegen die Juden gemeint. Das Wort stammt übrigens nicht von Juden, sondern von den so genannten Antisemiten selbst. Es klang in ihren Ohren „wissenschaftlicher“ als das Wort „Judenhasser“. In dieser Hinsicht habe ich @gnaddrigs Ausführungen wenig hinzuzufügen.

      Elsässer war und ist ein linker.

      Er mag „linke“ Positionen vertreten, scheut allerdings auch den Schulterschluss mit NPD-Politikern nicht. Laut Wikipedia vertritt er u.a. den Ethnopluralismus, eine neurechte Ideologie.

    • Dante schreibt:

      Nun müsste Frau Ditfurth Zitate finden, in denen sich Jürgen Elsässer konkret gegen diese Religion ausspricht bzw. sie für irgendetwas verantwortlich macht.

      Das ist natürlich Quatsch:
      1. Der alte kirchliche Antijudaismus richtete sich gegen die jüdische Religion, die man vielfach als obsolet bzw. als überholt betrachtete; abgesehen davon entzogen sich die Juden der christlichen Dogmatik und somit der Kontrolle der Kirche über ihren Geist. Das Judentum ganz zu vernichten wie das Heidentum wagte sie freilich dann doch nicht, zumal Jesus und die Apostel samt und sonders Juden waren.
      Der so genannte Antisemitismus nahm auf die Religion kaum noch Bezug, sondern betrachtete die Juden als eine „Rasse“, und zwar als eine dem jeweiligen „Volkskörper“ fremde, der man eine parasitäre Lebensweise zu Lasten des Letzteren vorwarf. Die Nazis, die schärfsten und konsequentesten „Rasse“-„Antisemiten“, verfolgten und ermordeten folgerichtig auch Personen als Juden, die nicht „mosaisch“, d.h. Anhänger des jüdischen Glaubens und vielfach halachisch, also nach jüdischem Verständnis, überhaupt keine Juden waren. Wer jüdischen Glaubens war, galt freilich ebenfalls als Angehöriger der „jüdischen Rasse“. Ich habe aber sogar schon mal gehört – nach meiner Erinnerung im Zusammenhang mit der Tätigkeit Otto Ohlendorfs als Einsatzgruppenchef – dass dieser von zwei Gruppen, von denen eine „nicht mosaisch“ war, „rassisch“ aber als jüdisch eingestuft wurde, während dies bei der anderen umgekehrt gewesen sei, Erstere habe erschießen lassen, Letztere jedoch nicht.
      2. In einer Gesellschaft, in der Antisemitismus offiziell verpönt ist, werden Sie öffentliche Frontalangriffe gegen das Judentum oder auch das jüdische Volk nicht von allen Judenfeinden hören, sondern nur von denen, die entweder geistfrei oder vor allem daran interessiert sind, die eigene, offen NS-affine Klientel hinter sich zu scharen. Ein Judenfeind, der auch an Einfluss auf die Mehrheitsgesellschaft interessiert ist, kann sich das nicht leisten, egal, wie sehr er die Juden hasst. Er wird sich in Andeutungen ergehen, die bei seinen Zuhörern und Lesern antijüdische Assoziationen wecken als sich selbst klar antijüdisch zu äußern – wie auch ein guter Schauspieler, der in einem traurigen Stück spielt, nicht selbst weint, sondern die Zuschauer zum Weinen bringt.

      Der Begriff “Glühender Antisemit” ist eine Steigerung, was bedeutet es müsste sehr viele dieser Zitate geben.

      Es muss keineswegs viele Zitate geben, schon gar nicht von einem intelligenten Judenhasser, wie oben angedeutet. „Glühend“ ist dann natürlich sachlich falsch; vielleicht hätte Frau Ditfurth den Kern der Sache besser getroffen, wenn sie ihn einen „glitschigen Antisemien“ genannt hätte. 😈

    • Dante schreibt:

      Nun zu Ideologien im Allgemeinen und „unseren Ideologien“ im Besonderen:

      Immer schön bei den Fakten bleiben, packt eure Ideologien, die als Teil des “Teile und Herrsche” Spielchens implementiert wurden, dahin wo sie hingehören, in den Mülleimer der Geschichte.

      Da müssen Sie schon konkreter werden:
      1. Welche Ideologien sollen das sein?
      2. Inwiefern genau sollen diese Teil eines Teile-und-Herrsche-Spielchens sein?
      3. Lässt sich die kaum verhohlene Forderung an jeden von uns, seine eigene Meinung als „Ideologien“ über Bord zu werfen und sich dem Dogmenpaar, dass Elsässer Recht und Ditfurth Unrecht habe (also letztlich die Forderung nach geistiger Unterwerfung), nicht auch etwas weniger theatralisch formulieren?

      Wer Ideologien vertritt, vertritt immer die Meinung anderer,…

      Das ist nicht richtig, zumindest der Begründer einer Ideologie vertritt mit dieser seine eigene Meinung. Allerdings ist es ein Unterschied, ob man sich einer Meinung allein deshalb anschließt, weil man ihren Chef-Verfechter zum Idol hat, oder ob man nach eigenem Nachdenken zum selben Ergebnis kommt.

      …noch schlimmer, ihr wisst nicht mal wessen Meinung ihr vertretet.

      Wie kommen sie auf diese Unterstellung? Abgesehen davon, dass dies doch die vermeintliche Unselbständigkeit nicht verschärft („noch schlimmer“), sondern eher abschwächt, da so der Idol-Aspekt entfällt.

      Wer hat Marx bezahlt?

      Was hat denn der jetzt mit uns oder dem Rechtsstreit zwischen Elsässer und Ditfurth zu tun?

      Warum schreibt Marx nichts über Geldschöpfung und Bankensystem?

      Vielleicht, weil er etwa Mitte des 19. Jahrhunderts schrieb? Geld war damals noch lange nicht so „fiktiv“ wie heute. Dass er die heute als Ursache von Krisen angesehene Geldschöpfung der Banken geflissentlich ausgelassen habe, weil er im Sold der Banken gestanden habe, ist eine ahistorische VT.

    • Dante schreibt:

      Prüft die Fakten, die Geschichte der Gründung Israels.

      Tun wir gern. Wir lassen dabei allerdings nicht das Wirken Mohammed Amin al-Husseinis und die von Arabern initiierten Unruhen und Massaker an Juden 1920 und 1929 außer Acht und sitzen auch nicht der Fiktion auf, die Region Palästina sei 1800 Jahre lang nicht von Juden bewohnt und lange Zeit Heimat eines arabischen Volkes namens Palästinenser gewesen. Richtig ist: Es gab lange arabische Bewohner, die auch die Mehrheit stellten, aber weder verstanden sie sich als Volk noch stammen alle, die sich Palästinenser nennen, von ihnen ab noch ist Israel selbst ein Land, in dem Araber nicht leben könnten oder rechtlos wären.

      Die Liste der Israelischen Verstöße gegen UN Resolutionen ist lang. die Apartheitsgesetze Israels sind unbestreitbar,…

      Sie täten besser daran, Gesetze dieser Art, so es sie denn geben sollte, konkret zu nennen, statt die Überrumpelungstaktik anzuwenden zu versuchen, indem Sie diese Behauptung kurzerhand als „unbestreitbar“ bezeichnen.

      • Aristobulus schreibt:

        Das wird er freilich nie tun, weil er ja nichts belegen muss, indem er weiß.

        • gnaddrig schreibt:

          Ja, Wissen ist eine feine Sache. Passt immer und wird oft für bare Münze genommen. Wissen kann ich nur empfehlen…

          • Aristobulus schreibt:

            … besonders doll ist ja auch dieses bestimmte Wissen, das einfach gewusst wird, nicht?, weil man es nicht erst mühsam erwerben musste. Ah, dieses Wissen, das man nicht erwerben und nicht befragen und nicht ergänzen muss, großartig. Was wäre die Kaffestund bloß ohne?, dann wär da ja rein gar kein kuchenbegleitendes Geräusch.

          • gnaddrig schreibt:

            Genau die Sorte Wissen meinte ich. Das hat man einfach, das kriegt man offenbart von Aliens, dem Erzengel Mugriel gechannelt von Lichtarbeiter Joe, Mutter Gaia oder sonstwem. Oder man wacht eines Tages auf und „weiß“. Oder man ließt die rosa Klatschpresse, die „wissen“ auch jede Menge. Passt auch zum Kuchen!

          • Aristobulus schreibt:

            … oder man schlägt ein bestimmtes grünes Buch auf, in dem nur Sprüche, Aussprüche und Ausbrüche stehen, und über Wissen steht da ca. bloß dieses: „… Wissn is Macht, ich weiß nix, macht nix“

            Dann muss man noch Hamdilullah sagen, den Bissen Kuchen zuende kauen, der lokalen Palästinagruppe was spenden, und schon ist man ein guter Muselmann.

      • Paul schreibt:

        Lieber Dante,
        „die Apartheitgesetze Israels sind unbestreitbar“. Da hat er völlig recht. Sie können nicht bestritten werden. Das geht auch rein logisch nicht. Etwas was nicht vorhanden ist, kann auch nicht bestritten werden.

        Herzlich, Paul

  4. P. King schreibt:

    Liebe(r) gnaddrig
    dick ,doof und länger sind schon Argumente und zwar im Sinne von und über Schlussfolgerungen.
    Ziehen sie nicht auch Schlussfolgerungen?
    Sie sind ganz offensichtlich nicht in der Lage, die Wirklichkeit zur Kenntniss zu nehmen, dreht sich doch der ganze Thematik ausschliesslich darum, das mit diesem „Totschlagwort“ nun jemand, in diesem Falle Elsässer, kaltgestellt werden sollte!
    In der Argumentation des LG ist mit keiner Silbe darauf eingegangen worden, ob Elsässer nun ein Antisemit sei oder eben nicht.
    Und doch, sie maßen es sich ganz genau an, und zwar über die von ihnen genannten und erdachten Schlussfolgerungen, wann wer ein Antisemit ist.
    Oder haben sie keine Schlussfolgerungen gezogen?
    Oder doch raten: Glaskugel oder Fingerspitzen?
    Das macht die dicke Dittfurt ebenso.
    Achso, „lustvoll abgetriebent“ gesagt, aber nicht so gemeint?
    Lustvoll abgetrieben ( mehrfach lustvoll abgetrieben) kann eben auch bedeuten: weg mit dem Dreck.
    Es gibt eben immer Kreaturen die, sollten die Rahmenbedingungen passen, ihre pure Lust an der Vernichtung von Menschen auch physikalisch ausleben können.

    • Aristobulus schreibt:

      Da kann und mag einer nicht lesen.
      Dabei will er die Ehre seines Gschpusis Elsässer vor der entsetzlichen Antisemitismuskeule retten. Großartig qualitätvolle Hilfe für diesen Elsässer. Dass der keinen finden kann, der lesen kann oder mag?

      P.S.
      Raus, Sie Hinterloch.

      • gnaddrig schreibt:

        Ja, der will nicht lesen. Und der Frage, ob an dem Antisemitismusvorwurf gegen Elsi was dran sein könnte, weicht er aus, weil er da argumentativ schlechte Karten hätte. Er zieht sich auf die Masche mit dem Kampfbegriff zurück, um vom Inhalt abzulenken. Armselig.

        • Clas Lehmann schreibt:

          Also, zieht sich zurück würde ich das jetzt hier nicht nennen… Er ermangelt ja nicht zur Gänze der Beharrlichkeit und trollt, leider nicht sich, dass der Grammatik hinanstehen muss, weil der Thematik ein so böser ist…

          • gnaddrig schreibt:

            Ok, „zurückziehen“ passt vielleicht nicht recht. Dann sagen wir, er beschränkt sich darauf, die Behauptung gebetsmühlenhaft zu wiederholen, glühender Antisemit sei ein Kampfbegriff, den Ditfurth ungerechtfertigt und ausschließlich mit dem Ziel benutzt, den Elsi kaltzustellen bzw. ihn als Kreatur zu vernichten. Jedenfalls umgeht er es damit, auf den Vorwurf des Antisemitismus inhaltlich eingehen zu müssen.

          • Clas Lehmann schreibt:

            Beschränkt trifft es schon eher…

          • gnaddrig schreibt:

            Dann sind wir uns ja einig 🙂

          • Aristobulus schreibt:

            Jaha, der Antisemitis~ kommt nur als Keule vor.

          • gnaddrig schreibt:

            Absolut, inhaltlich kann der Vorwurf, zumal in Deutschland, ja gar nicht gerechtfertigt sein. Das ganze Konstrukt „Antisemitismus“ entbehrt ja jeder Grundlage. Der Begriff Antisemit kann deshalb, zumal in Deutschland, nur missbräuchlich als Keule verwendet werden. Also ist Elsi das Opfer und Ditfurth die Böse, q.e.d.

        • Paul schreibt:

          „Kampfbegriff“
          Woran erinnert mich das ❓
          Na, ist egal. Fällt mir jetzt nicht ein.
          Ist aber nichts Gutes. 👿

    • Paul schreibt:

      >>…Falle Elsässer, kaltgestellt werden sollte!>>

      Hallo, lieber P.(ich hoffe nicht Paul), da muss ich Sie leider korrigieren.
      „Kaltgestellt“ ist nicht der richtige Begriff.
      Wer schon kaltgestellt ist, wie die Else, der wird dann „auf Eis gelegt“ bevor er „eingefroren“ wird. Ein bischen Karriere hat er schon noch vor sich. 😉

      Herzlich, Paul

      PS: Mit der „dicken Dittfurt wäre ich auch ein bischen zurückhaltender. In einem Link hier zeigt ein Foto, dass die Else auch schon etwas dicklich ist. Edit: Habe mir das Foto gerade noch einmal angesehen: Er ist nicht dicklich, sondern verfettet. 🙂

  5. P. King schreibt:

    # Aristobulus
    toller Nick,
    aber leider ein argumentativer Dünnbrettbohrer.

  6. P. King schreibt:

    # gnaddrig
    woher wollen sie wissen, das hinter den als lustvoll beschrieben Abtreibungen nicht pure Lust an der Vernichtung stand?
    Belegen nicht die entsprechenden Handlungen sowie die eigene Aussage diese Annahme, zumal das weitere Handlungsmuster genau diese Annahme bestätigt?
    Warum hat sie das als „lustvoll“ empfunden?
    Woher wollen sie wissen, das die liebe Jutta, welch ein Hohn, das nicht tatsächlich als ebenso empfunden hat?
    Sind sie Hellseher?
    Woher wollen sie wissen, das die Benutzung des Kampfbegriffes durch die dicke Dittfurt nicht die
    Vernichtung der Kreatur ist?
    Vielleicht weil sie es ihnen erzählt hat?
    Woraus beziehen sie die Freiheit darüber zu befinden, wann wer unter welchen Umständen ein glühender Antisemit ist?
    Ich werds ihnen sagen: Sie nehmen sich selbst die Freiheit, maßen es sich an, darüber zu befinden, wann wer ein ……..ist.
    Deshalb finden sie sich, neben anderen, auch bei der schmierigen Dittfurt wieder.

    • Aristobulus schreibt:

      Raus, gehässiges Arschloch von schmierigem Antisemiten, der sich an seiner Ehre gepackt fühlt, wenn jemand außer ihm weiß, was das wohl ist.

    • gnaddrig schreibt:

      Sie spekulieren wild umher. Ich komme mit wesentlich weniger Annahmen aus.

      Jemand (Elsi) kuschelt mit Antisemiten. Jemand anders (Ditfurth) nennt das Kind beim Namen – Antisemit. Dass der Begriff zur Vernichtung der Kreatur führt, ist Ihre Ansicht. Dass sie das Wort zwecks Vernichtung benutzt, ist Ihre Behauptung. Können Sie wenn schon keine Belege dann wenigstens Indizien dafür liefern, dass diese Behauptung nicht völlig abwegig ist? Können Sie nicht.

      Ich kenne den Wortlaut von Ditfurths Äußerung zu der Abtreibung nicht, aber das Provozieren des Establishments, gerade von Priestern, gehörte bei den Grünen doch lange zum Standardprogramm. Wenn Sie überzeugt sind, sie habe das aus Mordlust getan und sich daran aufgegeilt, belegen Sie doch diese Behauptung. Können Sie aber nicht.

      Ich maße mir übrignes nicht an darüber zu befinden, wer wann unter welchen Umständen ein glühender Antisemit ist. Ich maße mir nur an, zu beobachten und meine Schlüsse zu ziehen. Und wenn jemand immer wieder Antisemiten ein Forum bietet, ist es doch nicht abwegig, ein gewisses Maß an antisemitischer Einstellung zu vermuten. Umgekehrt machen Sie es mit Ditfurth bei wesentlich dünnerer Faktendecke doch auch die ganze Zeit!

      Ihre Behauptungen sind weitaus ungewöhnlicher als meine. Wenn also hier jemand Belege beibringen sollte, dann Sie. Können Sie aber nicht.

  7. P. King schreibt:

    Lieber Aristobulus,
    ( Betrachten sie das wirklich nur als höfliche Anrede)
    offensichtlich hat die liebe Jutta längst erkannt, im Gegensatz zu ihnen, das Elsässer auf sachlichem Wege nicht beizukommen ist, wobei sachlich ohnehin nicht ihre Stärke ist.
    Wer sachlich kann, der ist ganz sicher nicht da, wo die dicke Dittfurt ist.
    Verunglimpfen, denunzieren, reglementieren,- offensichtlich ist der lieben Jutta nicht geläufig, das deren Anwendung sich auch gegen den Anwender richten kann.
    Die ist nicht nur dick und schmierig, sondern zudem noch dämlich.
    Also das volle Programm.
    Und das völlig unabhängig davon, wie sie mich zu bezeichnen gedenken.
    Tolle Verbündete haben sie sich mit der dicken Dittfurt ausgesucht.
    Und immer schön dran denken: Sage mir mit wem du gehst…….

  8. P. King schreibt:

    @ Paul
    So lautet die alte Volksweisheit nicht, noch nicht, lässt sich evtl. noch hindiskutieren im Sinne von umdeuten.
    Ja , ja die liebe Jutta, hier liebevoll auch die dicke Dittfurt genannt, die nimmt sich die Freiheit, jemanden mit einem Kampfbegriff zu belegen, dessen eigentlicher Sinn und Zweck die Vernichtung der Kreatur ist.
    Darin hat sie Erfahrung.
    Lustvoll abge……
    Eine ekelhafte Person.
    Sie nimmt sich die Freiheit darüber zu befinden, wer ein Antisemit ist.
    Die dicke Dittfurt, die weiss es nämlich.
    Das kann und ist heute Elsässer und morgen…..
    Man muss Elsässer nicht mögen um festzustellen, das es sich hier bei der Nutzung des Begriffes um ein systemisches Merkmal handelt.
    Deshalb heisst das Wort ja „Kampfbegriff“.
    Die Verfahrensweisen sind immer gleich. Diese Typen haben ein unwahrscheinliches Stehvermögen.
    Im Ernstfall ist man also abhängig vom Wohlwollen der lieben Jutta.
    Mitunter habe ich mir schon die Frage gestellt, welcher hier und heute lebender Personenkreis wohl geeignet wäre, Regime zu tragen, oder waren das damals andere Menschen?
    Auch wenn es dieser oder jener noch nicht gemerkt haben sollte: Es geht gar nicht um den Antisemitismus als solchen, sondern um die Verwendung dieses Wortes als Waffe um den Deliquenten
    dikussionsunfähig zu schiessen.
    Offensichtlich sieht das die Richterin am LG ebenso, wie auch Helmut Markwort.
    Aber liebe Diskutanten, bleibt einfach den Ansichten der lieben Jutta treu und ergeben,
    ihr wisst ja: Sage mir……
    Irgendwo müssen sie ja herkommen, die…..

    • Aristobulus schreibt:

      Sie armes Opfer der Antisemitismuskeule und anderer dicker Frauen, die es wagen, selbst über ihr Leben zu bestimmen.
      Die hat sie zuvor nicht gefragt? Blasphemie!

      em>“um ein systemisches Merkmal handelt. Deshalb heisst das Wort ja “Kampfbegriff”.“
      Sie sind eine widerliche Nazze. Schön mit den Mohammedanern im Sommer auf den Straßen mitgebrüllt?
      Verschwinden Sie

    • gnaddrig schreibt:

      die nimmt sich die Freiheit, jemanden mit einem Kampfbegriff zu belegen, dessen eigentlicher Sinn und Zweck die Vernichtung der Kreatur ist.
      Darin hat sie Erfahrung.
      Lustvoll abge……
      Eine ekelhafte Person.

      So, sie hat abgetrieben. Kann man ablehnen, kann man schlimm finden. Aber ihr deswegen Mordlust zu unterstellen ist ein bisschen hoch gegriffen. Das „lustvoll“ wird im wesentlichen Provokation an den Priester damals gewesen sein. Kann man auch schlimm finden. Deswegen ist der Vorwurf der Mordlust immer noch daneben.

      Und woher wollen Sie wissen, dass sie einen Kampfbegriff benutzt, dessen Ziel die Vernichtung der Kreatur ist? „Glühender Antisemit“ hat immerhin einen Inhalt, bezeichnet eine Person mit bestimmten Ansichten (und u.U. den dazu passenden Handlungen). Wenn jemand sich als glühender Antisemit betätigt, muss man ihn auch so nennen dürfen. Und dann darf der Antisemit sich nicht beklagen, dass man ihn so nennt.

      Wenn es dem Antisemiten Sorge macht, dass er mit dem „Kampfbegriff“ (und ja, als solcher wird „Antisemit“ auch oft und vielleicht gelegentlich zu unrecht benutzt) vernichtet oder ins soziale Abseits gestellt wird, könnte er ja die antisemitische Betätigung einfach sein lassen. Dann würde (und dürfte) ihn niemand einen glühenden Antisemiten nennen. Aber er kann nicht beides haben – Antisemit sein und die verfolgte Unschuld spielen.

      Wenn hier wer ekelhaft ist… Naja, das weiß ich nicht. Aber ich weiß, wer sich hier ziemlich ekelhaft benimmt. Ditfurth ist es nicht.

    • Nazienkel schreibt:

      Eklig ist vor allem Ihr Geschreibsel, PascalPeterPodooderwieauchimmer.King.
      Ihr Versuch, die Ditfurth auf Körperfülle oder provokante (ehrliche) Statements zu reduzieren, ist nicht nur geschmacklos, sondern auch billig.

      „Physisch vernichten“ – Ihr Jargon lässt auf einiges schließen. es ist der Jargon der sich immer verfolgt und bedrängt fühlenden Antisemiten, die ihren eigenen Wunsch auf die selbstgewählten „Feinde“ übertragen.

      Physisch vernichten – das versucht doch hier der Elsässer. Frau Ditfurth hat Tante Else eben nicht vor den Kadi zerren wollen – das will Tante Else mit ihr machen. Auch wenn sich die latente Tante vor Gericht in die typische Opferhaltung begibt, ist er es, derdas Maul verbieten möchte.

      Aber so sind sie, die werten Antisemiten – immer schön sich als Opfer darstellen, zelebrieren, sich abfeiern lassen von der hirnlosen Meute ebenfalls natürlich paranoider, verfolgt fühlender Fans.

      Bei manchen wäre es besser, hätten die Eltern doch lustvoll abgetrieben…

      • Aristobulus schreibt:

        Vor Allem nennen die dann nie Namen, nicht? Also die Namen derer, die als Antisemiten „durch bestimmte Gremien“ physisch oder wie auch immer vernichtet worden sind.
        Nur dass es andauernd passiere, wird im Alarmton behauptet. Tausenden Namenlosen 😀

        • Nazienkel schreibt:

          …und dass es ‚jeden treffen könne‘ (also die ‚Keule‘), sie halten sich halt für ‚jeden‘, die armen kleinen Opfer – egal ob linke oder rechte Antisemiten. Oder, wie im Fall Elsässer die nationalbolschewistischen Antisemiten. Ja, so sind sie.

          • Aristobulus schreibt:

            Schon das ist erheiternd.
            Am Lustigsten wird es, wenn man mal einen Antisemitismuskeulenbefürchter auf Fakten festnageln will: Wem das wann real passiert sei.
            Darauf kommt NIE eine Antwort :D, da kommt nur die um so aggressiver vorgebrache Zusicherung, dass das andauernd geschehe (Macht der Juden, Lobby, wenn Jerusalem anruft, usf.)

        • Nazienkel schreibt:

          Stimmt.
          Obwohl.
          Naja, hier wäre es die dolle Else, deren Verkaufszahlen litten.

          Was eben so ‚Vernichtung‘ genannt wird.

          Eigentlich ist es ja die dollste Werbung für das antisemitische Schmierblatt…

    • Dante schreibt:

      Ja , ja die liebe Jutta, hier liebevoll auch die dicke Dittfurt genannt,…

      O welche Ironie! Entschuldigen Sie, dass ich nicht lache!

      …die nimmt sich die Freiheit, jemanden mit einem Kampfbegriff zu belegen, dessen eigentlicher Sinn und Zweck die Vernichtung der Kreatur ist.

      Was für ein ausgemachter Schwachsinn! Im krassen Gegensattz zum Wort „Volljude“ im Dritten Reich, wo diese Bezeichnung durchaus die bevorstehende Vernichtung eines Menschen beinhaltete, ist die Bezeichnung „Antisemit“ eine Einschätzung einer Person aufgrund ihrer Äußerungen, die in diesem Fall mit einem negativen Werturteil verbunden sind. Was dieses betrifft, ist es doppelte Moral, wenn sie hier unablässig von der „ekelhaften Person“ Jutta Ditfurth schwadronieren und gleichzeitig ihre Kritik an Elsässer attackieren, die ihn ganz sicher nicht umbringen wird.
      Zumal er offenbar am längeren Hebel sitzt, wohnt er doch in Berlin und hat sich dennoch aus Daffke München als Gerichtsort ausgesucht, um den Prozess unabhängig von dessen Ausgang so teuer wie möglich zu machen.

  9. P. King schreibt:

    Ja die dicke Dittfurt, hat sie doch tatsächlich eine Vorgeschichte.
    Es gibt eben Menschen, da passt alles zusammen, ihre Wesensmerkmale, das Aussehen, einfach perfekt.
    Dazu gehört die dicke Dittfurt, die sich so gibt , wie sie aussieht.
    Allerdings ist sie mir auch symphatisch, hat sie sich doch entschlossen, vorsätzlich
    entschlossen , sich nicht zu vermehren.
    In guter Erinnerung ist mir eine Fersehsendung Anfang der 90er, in der die , damals schon unanständige, Dittfurt gegenüber einem katholischen Geistlichen erklärte, mehrmals lustvoll abgetrieben zu haben.
    Genau, lustvoll vernichtet, getötet. Dieses lustvoll Vernichten als Maxime ist ein Teil der Lebensfreude der lieben Jutta.
    Ebenfalls sehr gut gefällt mir die von der dicken Dittfurt benutzte alte Lebensweisheit zur Bildung des Persönlichkeitsbildes über Elsässer.
    „Sage mir mit wem du gehst und ich sage dir wer du bist.“
    Ja, mit wem ging sie denn? War die nicht im Vorsitz, ja die maßgebende Person einer Partei, in der neben anderen Unanständigen auch die Kinderfxxxxer ihre Heimat gefunden hatten und auch immer noch haben?
    Heimat für Perwerse und Pädophile.
    Ja, die liebe Jutta.
    Also: Sage mir mit wem du gehst und ich sage dir wer du bist.
    Wer also schliesst sich der lieben Jutta an?
    Genau die.

    • Aristobulus schreibt:

      Sie sind ein durchweg widerlicher, gehässiger Typ. Verlierer halt.

    • Paul schreibt:

      Also, lieber P.(ich hoffe nicht Paul),
      das mag alles stimmen, aber hat das jetzt einen Zusammenhang mit dem Thema, welches wir hier gerade besprechen?
      Etwa, weil sie abgetrieben hat, darf sie nicht sagen, dass Else ein Antisemit ist? Oder, weil sie abgetrieben hat ist Else kein Antisemit? Oder, weil sie abgetrieben hat, hat sie unrecht mit ihrer Aussage, dass Else ein Antisemit ist?
      Such Dir was aus. Aber einen Zusammenhang sehe ich nicht.
      Auch keinen zwischen der Befürwortung der Pädophilie (Hat D. auch die Pädophilie befürwortet oder war sie nur in einer Partei, in der einige diese Befürwortet habe?) und dem Antisemitismus der Else.
      Welchen Zusammenhang siehst Du den?

      Falls es Dich interessiert, wess Geistes Kind die Else ist, ließ hier: http://de.wikipedia.org/wiki/J%C3%BCrgen_Els%C3%A4sser

      Bei dieser Vorgeschichte und auch seiner Gesinnung, halte ich die Else auch für einen Antisemiten.
      Wenn er mich deswegen verklagen will: Lass Dir von Gerd meine Adresse geben.

      Apropro, die Bezeichnung Antisemit würde Else schaden, halte ich für ein Gerücht.
      Bei wem sollte ihm das schaden? Die Gleichgesinnten haben die gleiche Denke.
      Bei den anderen gibt es nichts, was ihm schaden könnte. Bei denen hat eh bereits verk… Ist doch klar?

      Herzlich, Paul

    • Paul schreibt:

      Lieber P.(ich hoffe nicht Paul), Du schreibst:
      >>Also: Sage mir mit wem du gehst und ich sage dir wer du bist.
      Wer also schliesst sich der lieben Jutta an?<<

      Sage mir für wen Du Dich hier einsetzt und ich sage Dir, wer Du bist.

      Ach so, hast Du schon getan.
      Na dann!

      Herzlich, Paul

      • Paul schreibt:

        Noch etwas vergessen. 😦
        Natürlich schließe ich mich der Jutta in diesem Punkt an. 🙂

      • gnaddrig schreibt:

        Zumal von Ditfurth nicht bekannt ist, dass sie selbst Pädophilie gutheißt oder gutgeheißen und die entsprechenden Tendenzen der Grünen unterstützt hat. Der Else dagegen hofiert ja Holocaustleugner und Revisionisten, stellt sich auf die Seite von Sarrazins, Orbáns, Dugins u.a. Da sehe ich schon einen qualitativen Unterschied.

        • Aristobulus schreibt:

          Pardon!, Sarrazin gehört NICHT in die Liste (egal, ob einem nun seine Aussagen gefallen oder nicht), denn er argumentiert nun mal einigermaßen seriös.

          • gnaddrig schreibt:

            Mit zurechtgebogenen Zahlen und der Mutter der Das-wird-man-doch-wohl-noch-sagen-dürfen-Texte? Der ist sicher kein Nazi, insofern gehört er nicht in die Liste. Aber ein gewisses Brandstiftertum sehe ich da durchaus.

          • Aristobulus schreibt:

            Warum Brandstiftertum, Gnaddrig, was zündet er an?

            Sarrazins Zahlen sind allesamt freilich nicht neu, er bringt sie dröge rüber, und er zieht manchmal merkwürdige Folgerungen. Aber er hat festgestellt, dass sich Moslems nicht integrieren, dass sie überall nachhinken. Dafür hat man ihn als Brandstifter und Rassisten beschimpft – weil er Tatsachen hingestellt hat, wie sie nun mal sind.

          • gnaddrig schreibt:

            Die Feststellung „Moslems integrieren sich nicht“ ist aber falsch. Da fehlt ein „viele“, meinetwegen auch „zu viele“. Und man sollte dazusagen, dass es nicht nur an den betreffenden Moslems liegt. Wenn die der hiesigen Leitkultur Verhafteten ziemlich pauschal alle Ausländer und v.a. Moslems auflaufen lassen und ihnen immer und immer wieder zu verstehen geben, dass sie nicht erwünscht sind und man sie eigentlich gar nicht hier haben will (nachdem man sie in großen Mengen ins Land geholt undsich jahrzehntelang einen guten Teil der Drecksarbeit von ihnen hat machen lassen, ohne sich zu überlegen, wie das überhaupt werden und weitergehen soll), ist es kein Wunder, dass zumindest ein guter Teil dieser Leute irgendwann auch nicht mehr so recht will.

            Es ist natürlich ein schmaler Grat zwischen „wer hier leben will, muss sich einpassen“ und „niemand soll sich verbiegen müssen, um hier zu leben“, und die Integrationsprobleme, die Sarrazin anspricht, existieren natürlich. Aber (und ich gebe zu, ihn nicht selbst gelesen zu haben) ist das alles etwas zu populistisch und teils billig. Das habe ich jedenfalls aus Rezensionen herausgelesen.

            Dass er mit seinen Büchern Öl auf die Lampe aller möglichen Fremdenfeinde und Rassisten gießt, kann man ihm nur bedingt anlasten. Allerdings ist die Pose des „hier steh ich nun und kann nicht anders“ unglaubwürdig, spätestens seit „Deutschland schafft sich ab“ weiß er, wessen Ressentiments er da bedient. Und da fängt die Brandstifterei an, die vielleiciht nicht beabsichtigte aber wohl in Kauf genommene.

            Aber hier soll es ja nicht um Sarrazin gehen, sondern um Elsi und die Antisemiten. Und an die letzteren schmeißt Elsi sich stetig ran. Anders als Ditfurth es mit Pädophilen tut. Weshalb das Argument von P. (hoffentlich nicht Paul) King von wegen Also: Sage mir mit wem du gehst und ich sage dir wer du bist. deutlich hinkt.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @P. King: „Ja die dicke Dittfurt, (quak, quak, quak) …“

      Auch wenn ich der dicken Ditfurths Ansichten überwiegend für geisteskrank halte, stimme ich ihr in diesem Falle zu. Abgesehen davon, dass sie offensichtlich eine gewisse (eher unrotgrüne) Charakterstärke besitzt.
      Egal, P. King, solange der Gehalt Ihrer Kommentare nicht dick ist, sollte Sie Ihre eigene Dünnheit beschämen, verehrter Herr King, nicht „die Dicke Dittfurt“.

    • Dante schreibt:

      Der gesamte Abschnitt ist irrelevant, denn in der Frage, ob Elsässer ein Antisemit ist, tut all dies nichts zur Sache.

      • Aristobulus schreibt:

        Yep, Dante.
        a) hatte jener Pekingsche hier das Thema an sich gerissen, um keinen an seinem Dogma vorbeizulassen, Antisemitismus wolle die Vernichtung derer, die als Antisemiten bezeichnet werden.
        b) war der Antisemitismus des Herrn Elsässer auch im Gerichtssaal kein Thema. Scheint, dass Ditfurths Anwalt das Wichtigste vergessen hat

    • Dante schreibt:

      Unser Freund und Kupferstecher bekommt Zitate entweder in den falschen Hals (das ist die freundliche Auslegung) oder verdreht sie:

      In guter Erinnerung ist mir eine Fersehsendung Anfang der 90er, in der die , damals schon unanständige, Dittfurt gegenüber einem katholischen Geistlichen erklärte, mehrmals lustvoll abgetrieben zu haben.

      Das korrekte Zitat stammt aus dem Jahre 1988 und lautet:

      Ich bin sechsunddreißig, da finde ich zwei Abtreibungen auf ein lustvolles, knapp zwanzigjähriges Geschlechtsleben relativ wenig.

      Ich persönlich halte dies für einen ziemlich schnoddrigen Umgang mit dem Thema Abtreibung, und das hat ihr bei mir nun nicht unbedingt Sympathiepunkte eingebracht.
      Allerdings ist festzuhalten: Sie hat ihr Geschlechtsleben als lustvoll bezeichnet (wofür wir uns für sie freuen dürfen), mitnichten die Abtreibungen. Genau hierauf baut jedoch die gesamte Kritik an Frau Ditfurth auf, indem sie in das Zitat eine Lust hineininterpretiert, Menschen zu vernichten.

      “Sage mir mit wem du gehst und ich sage dir wer du bist.” Ja, mit wem ging sie denn? War die nicht im Vorsitz, ja die maßgebende Person einer Partei, in der neben anderen Unanständigen auch die Kinderfxxxxer ihre Heimat gefunden hatten und auch immer noch haben?

      Ich dachte, die hätten ihre Heimat in der arabischen Welt, u.a. im Jemen, wo man eine Zehnjährige heiraten und legal sofort die Ehe vollziehen kann, natürlich auch gegen ihren Willen.

  10. Nazienkel schreibt:

    Wen es interessiert – ein Text dazu von jemandem, der in München war…
    http://forum.sonnenstaatland.com/index.php/topic,960.msg21882.html#msg21882

    • Aristobulus schreibt:

      Danke, immerhin bekommt man einen Eindruck, wer wann was sagte – und man sieht, dass dort weder von der Richterin (durch Fragen) noch von den Zeugen definiert wurde, WAS ein Antisemit überhaupt sei – und inwiefern Elsässer dann keiner sei.

      Schade, dass der Blogger so eine ungelenke, schülerhaftige und luschige Sprache hat

    • Paul schreibt:

      Vielen Dank, lieber Enkel, für den Link.
      Habe ihn bis zum Ende gelesen.
      Besonders interessant und fachkundig sind die Kommentare von Müllmann und Das Chaos, ab Kommentar #9. Wenn man das gelesen hat, sieht man klarer und ist auch etwas zuversichtlicher, bezüglich des Ausgangs des Verfahrens.

      Herzlich, Paul

      • Nazienkel schreibt:

        Ja, das ist wahr. Diese fachkundigen Erklärungen zum Verfahrensablauf können schon noch ein wenig Hoffnung geben, dass die Richterin ihre vorgebrachte Haltung ändern wird. Und an anderer Stelle sollte die Frau Ditfurth jedenfalls ‚gewinnen‘. Kann doch wirklich nicht sein, dass das Recht auf Meinungsäusserung über Antisemiten so eingeschränkt wird. Egal ob links oder rechts – jeder muß einen Antisemiten auch so nennen dürfen.

        Beste Grüße

  11. P. King schreibt:

    Nun ja, auch wenn Paul ( weiter vorn) der Auffassung ist, der Elsässer könnte nicht denken, dann ist das natürlich nicht gleichbedeutend damit, das die Dittfurt es könnte.
    Vermutlich denkt oder dachte sie, mit dem Antisemitismus- Vorwurf könnte sie den Elsässer erlegen, irgendwie.
    Nun hat ja auch die liebe Jutta eine Vorgeschichte und mir graust es allein vor der Vorstellung, – hier natürlich nur als Möglichkeit- , wie sich die liebe Jutta wohl zu anderen Zeiten unter anderen Bedingungen verhalten haben könnte.
    Vielleicht kennt ja auch die Richterin des Landgerichtes die Vorgeschichte der Jutta.
    Liebe Grüße.

    • Arme Sau schreibt:

      Würden Sie denn Elsässers von mir eben zitierter Definition des Nichtantisemitismus zustimmen?

    • Aristobulus schreibt:

      Kings Unterstellung, dass die Richterin wegen Ditfurths Vorleben dieses Urteil gefällt habe, heißt, dass King ihr die mieseste Rechtsbeugung und das allerfalscheste Rechtsverständnis vorwirft, die es gibt.

      Indem er hier so schmutzig auf die Ditfurth rekurriert, will er nur davon ablenken, dass die Richterin dieses Urteil gefällt hat, damit Israelhasser zukünftig freie Bahn bekommen: Als verbriefte Nicht-Antisemiten.

      • Arme Sau schreibt:

        Stimmt alles, bis auf den Schluss: Ein Urteil gibt es ja zum Glück noch nicht; die Richterin hat nur schon mal zu erkennen gegeben, wie es in ihr so denkt.

    • gnaddrig schreibt:

      @ P. King: (…) natürlich nicht gleichbedeutend damit, das die Dittfurt es könnte.
      Vermutlich denkt oder dachte sie, mit dem Antisemitismus- Vorwurf könnte sie den Elsässer erlegen, irgendwie.

      Vielleicht denkt oder dachte Ditfurth ja auch, Antisemitismus (ob glühend oder nicht) sei nicht so gut und Antisemiten (auch nicht glühende solche und auch ohne positive Bezugnahme auf den NS-Faschismus) sollten nach Möglichkeit gestoppt werden, jedenfalls soweit es ihren Antisemitismus betrifft. Das ist eine legitime Meinung, die in der Bundesrepublik offiziell auch Staatsräson ist, so ungefähr jedenfalls.

      Vielleicht denkt oder dachte Ditfurth ja auch, Elsässer sei tatsächlich ein glühender Antisemit. Vielleicht ist das ja eine ehrliche Meinung von ihr und nicht eine taktisch vorgeschobene Lüge, mit der sie jemanden abschießen will, der ihr mal auf den Schlips getreten ist.

      Aber Ditfurth ist natürlich dick, was Sie aus irgendeinem Grund für relevant zu halten scheinen, und hat eine Vorgeschichte. Man stelle sich das vor, eine Vorgeschichte! Dass das heute noch erlaubt ist! Wenn das mal kein Nachspiel hat! Mit solchem Gepäck sollte man natürlich fein stille schweigen, nicht wahr. Gefährlich ists, den Leu zu reizen, der kläfft dann gleich immer so…

    • Paul schreibt:

      Lieber P.(ich hoffe nicht Paul) Kling.
      Zunächst mal zu Elsässer. Na ja, denken kann er schon. Aber was? Übrigens Fliegen denken auch Sch… schmeckt gut. 🙂

      Nun zu Ditfurth.
      Warum, lieber P.(hoffentlich nicht Paul), so rätselhafte Andeutungen zu ihrem Vorleben? Tu doch mal „Butter bei die Fische“. Hat sie goldene Löffel geklaut?:-)

      Herzlich, Paul

      • Nazienkel schreibt:

        Verstehe auch nicht den Hinweis auf ein ‚Vorleben‘.

        Weil sie bei den Grünen war?
        Weil sie irgendwie links und daher ‚böse‘ ist?
        Weil sie zu kritisch ist?

        Auch wenn man ihren politischen Horizont nicht teilt – was soll ‚Vorleben‘ bedeuten?
        Beim Escortservice war sie wohl kaum – und auch dies würde ihre Einlassungen zu Elsässer nicht weniger richtig machen.

        • Paul schreibt:

          Genau, lieber Enkel (der selbst kein Nazi ist).
          Warten wir mal ab, was er schreibt, wenn er was schreibt.
          Habe mich gerade bei Wiki schlau gemacht. Konnte nichts auffälliges finden.
          Teile ihre Auffassungen nicht.
          Aber, wenn sie recht hat, hat sie Recht. 🙂

          Herzlich, Paul

          PS: Habe mich gerade bei Wiki über Elsässer schlau gemacht. Gegenüber seiner Vergangenheit ist Ditfurth ein Waisenmädchen.
          Hallo, P.(ich hoffe nicht Paul), erst recherchieren und dann schreiben.

  12. Arme Sau schreibt:

    Else selber hat eine prima Definition, was kein Antisemitismus ist. Vielleicht ist die Richterin ja Abonnentin seines Qualitätsblatts und hat auch Elses Besprechung von Tal der Wölfe gelesen?

    Auch der Vorwurf des Antisemitismus ist unzutreffend: Es gibt im Film zwar einen jüdischen Arzt, der Gefangenen Organe entnimmt und weiterverkauft. Doch er versucht die Killer an einigen Stellen zu bremsen. Im Vergleich zu ihnen ist er eine eher harmlose Figur – nicht, wie im Klischee, der Drahtzieher, sondern eher der kleine Profiteur der US-Aggression. Wer wollte bestreiten, daß das eine recht zutreffende Allegorie des Verhältnisses zwischen den Regierungen in Jerusalem und in Washington ist?

    http://juergenelsaesser.wordpress.com/2009/11/06/erdogan-im-tal-der-wolfe/

    Wenn der Jude als kleiner, hinterhältiger Profiteur dargestellt wird, der zwar Menschen Organe klaut, aber auch mal einen Killer bremst, ist die Darstellung also nicht antisemitisch. Dann ist die Welt doch in ordnung, wa?

    • Nazienkel schreibt:

      Schlimm – ja, sie hat’s gelesen. Nein, sie findet es nicht antisemitisch.

      Wie auch? Ohne positiven Bezug zu NS…

      Wen stört da schon die Anwesenheit vom Nazi-Hoffman im Gericht.

      Leider zeugt auch eine Richterrobe nicht zwangsläufig von Intelligenz.

      Zum kotzen!

      • Aristobulus schreibt:

        Nazihoffmann ist völlig marginal seit langer Zeit. Es geht jedoch um die links-antiimperialistischen Israelhasser und besonders um moslemische Israelhasser. Um diese Vielen geht’s – damit sie exkulpiert werden.
        Und es geht nicht um wenigen tatternden Hoffmänner; die sind egal

        • Nazienkel schreibt:

          Marginal – ja, unbedeutend nein.

          Um einen von der Richterin vermissten NS-Bezug herzustellen sollte ein tatternder und mit dem Kläger symphatisierender Wehrsportgruppengreis (der ja wie Else auch einen Prozess offen hat, er will nur eben nicht rechtsradikal genannt werden dürfen, der alte Rechtsextreme) doch für einen Anfangsverdacht herhalten können. Dass der Typ eine Zierde für Elsässers Blättlein sein sollte und nichts über dessen Liebschaften zum nationalen Lager aussagt, ist bei dessen Unterstützung vor Ort halt weniger glaubhaft.

          Der Richerin gehts wohl um das Recht von Israelhassern (linksantiimperialistisch, nationalbolschewistisch – welches Regal auch immer), sich nicht wegen Kleinigkeiten als Antisemit bezeichnen lassen zu wollen. Sind ja nur Israel- und Judenhasser. Aber eben keine Antisemiten, da fehlte halt der Hitlergruß. Und wer bei der Jüischen Allgemeinen schrieb, kann/darf ja wohl keiner sein, dem schmalen Brett zufolge…

          Die Richterin, welche vor dehmlichen Unwissen strahlte, hat nun noch einen Monat Zeit, Elses Glühen zu erkennen:::

      • Dante schreibt:

        Schlimm – ja, sie hat’s gelesen. Nein, sie findet es nicht antisemitisch.

        Er, wenn mich nicht alles täuscht. Ich habe nämlich gerade nachgedacht, von welcher Frau mit Vornamen Else hier die Rede sei und bin zu dem Schluss gekommen, dass Frau Ditfurths Prozessgegner gemeint ist.

  13. Arme Sau schreibt:

    Sehe ich das richtig? Wenn sich die Rechtsauffassung dieser Richterin durchsetzt, ist jeder kein Antisemit, der der Parole Die Juden sind unser Unglück den Zusatz Aber im Dritten Reich haben sie es schon übertrieben anfügt?
    Schlimmer geht es ja kaum mehr.

    • Aristobulus schreibt:

      Ja, Arme Sau, ab jetzt gilt einer als ordentlicher Bürger, der sagt:
      Ich bin kein Nazi, aber der Jud‘ gehört ausgemerzt.
      Oder:
      Ich bin kein Nazi, aber Israel gehört abgeschafft / vernichtet / boykottiert.
      Und wenn er dann als glühender Antisemit bezeichnet wird, kann er vor Gericht gehen und bekommt Recht.
      Wir gehen herrlichen Zeiten entgegen.

  14. P. King schreibt:

    Ich bin hier zu dem, natürlich nur für mich gültigen, Fazit gekommen:
    Ein evtl. vorhandener Judenhass ist einfach vorhanden oder hat sich ausgebildet, einfach so, so als wäre man morgens aufgewacht und da war er, oder entstammt einer subtilen Hetze, der widerum auch die erlegen sein könnten, die diese verbreiten. Gehasst wird nämlich fast immer völlig ohne Grund.
    Eine Herleitung der Begrifflichkeit „Antisemitismus“ kann auf verschiedenen Wegen erfolgen, ähnlich wie „viele Wege führen nach Rom“ und wird überwacht von Gremien, deren Sorge darin besteht, das die Herleitungen nicht zum gewünschten Ergebnis führen könnten.
    Der Hass wird ebenso von diesem Gremium verwaltet, das auch dafür sorgt, das nicht evtl. verkehrt gehasst wird.
    Antisemitismus ist also immer erst dann Antisemitismus, frei nach Broder, wenn eine abschließende Bewertung vorliegt, ja zwingend vorliegen muss, wobei es natürlich schon unterschwelliger Antisemitismus sein kann, wenn in einer Berichterstattung ein wechselseitiger Beschuss zwischen Israel und Palästinensern vorkommt.
    So was geht natürlich gar nicht.

    • Aristobulus schreibt:

      Selten einen idiotischeren Schwall von scheinwichtig klingenden Denunziatiönchen sog. Gremien gelesen. Pardon.

      Sie müssen sich noch sehr anstrengen, wenn sie je König werden oder nur nach Peking kommen wollen. Sonst bleiben Sie bloß der kleine Judenverschwörungsfaulpelz, der Sie sind.

    • Dante schreibt:

      Gegen die ersten Sätze, nämlich bis „Gehasst wird nämlich fast immer völlig ohne Grund“, habe ich nicht allzu viel einzuwenden – wobei ich nicht unterstreichen würde, dass so etwas wie Judenhass „einfach vorhanden“, sprich, quasi angeboren sein könnte. Vielmehr ist Judenhass ein Mem, das sich von Mensch zu Mensch ausbreitet; insbesondere wenn jemand einen Menschen bewundert und dieser Judenhasser ist, wird er dies mit relativ großer Wahrscheinlichkeit selbst.
      Außerdem verdankt Judenhass seine Beliebtheit wahrscheinlich der Bequemlichkeit, die es bietet, einer Gruppe, der man Macht andichten kann, die aber alles andere als unverwundbar ist, Schuld für diverse Probleme in die Schuhe zu schieben. Obrigkeiten förderten ihn auch darum oft nach Kräften, er kanalisierte den Zorn der einfachen Leute, der eigentlich ihr hätten gelten müssen.
      Das Wort „Antisemitismus“ verdankt seine Existenz Judenhassern, die ihre Einstellung „wissenschaftlich“ und „rational“ klingen lassen wollten; der gelegentliche Zusatz „biologisch“ verweist zudem darauf, dass „der Jude“ nunmehr eher als „Rasse“ denn als Religionsgemeinschaft aufgefasst und angegriffen wurde. Davon haben die meisten Judenhasser nach dem 2. Weltkrieg allerdings wieder Abstand genommen, und viele wollen trotz ihrer Einstellung gar nicht mehr als „Antisemiten“ betrachtet werden und geifern eher unterschwellig gegen Juden, indem sie beispielsweise den Jüdischen Staat mit dem Dritten Reich vergleichen oder Ähnliches mehr – was übrigens genau dann nicht antisemitsch wäre, wenn es zuträfe, was es jedoch ganz offenkundig nicht einmal in Ansätzen tut.

  15. abusheitan schreibt:

    Könnten wir uns darauf einigen:
    Elsässer ist ein glosender Antisemit.
    😉

  16. Jenny schreibt:

    Das sind keine Antisemiten, die „Juda ins Gas brüllen“ oder Shoah leugnen. Das sind Psychopathen. Und die Gerede der Psychopathen geht mir am Arsch vorbei. Ich bin zwar davon betroffen, aber ich habe andere Macken. Es gibt Sache die ich auch nicht mag. Z.B. Kommunisten, Grünen, radikalen Moslems oder bekloppten selbsthassenden linksliberalen Juden, die Israel aufgeben wollen. Es ist nicht so, dass jemand der von Antisemitismus betroffen wäre ist automatisch ein Mensch ohne Macken.

    • Aristobulus schreibt:

      Alles so unklar, was Sie da schreiben, und es wird dann um so unklarer.
      Wozu so viel Unsinn?

      Leute, die „Juden ins Gas“ schreien, sind mitnichten Psychopathen. Sonst wäre Judenhass eine Krankheit wie Schizophrenie oder wie Schnupfen, und die Schreier dann kranke Opfer.

      • gnaddrig schreibt:

        Ich behaupte mal, man kann recht gut Antisemit/Judenhasser und Psychopath gleichzeitig sein.

        • Paul schreibt:

          Hallo, lieber gnaddrig,
          ist man das nicht automatisch, wenn man DAS ist?

          Herzlich, Paul

          • gnaddrig schreibt:

            Hallo Paul,

            das weiß ich nicht, bin nicht vom Fach. Ich kann mir vorstellen, dass es Randbereiche gibt, wo man das eine aber nicht das andere ist. Aber die Unterscheidung ist vielleicht sowieso akademisch. Dass so mancher“einfache“ Judenhasser nur hetzt und vielleicht Synagogen beschmiert, aber keine Bomben legt, ist schlimm genug. Und der Weg in die Radikalisierung ist, bei der rechten Gesellschaft, einfach. Man muss also wohl nicht einmal klinisch diagnostizierter Psychopath sein, um mit der Meute zu jagen.

            Auch herzlich,
            gnaddrig

          • Aristobulus schreibt:

            Ähm, Leute, ein Psychopath ist einer mit Krankheit, der nicht (mehr) für sich selbst und für die Folgen seiner Aktionen verantwortlich sein kann. Nicht?
            Sicher gibt es reihenweise Wesen, die Judenhasser sind und ganz wie Psychopathen agieren. Man könnte sie glatt mit Psychopathen verwechseln. Aber sie sind keine – sie sind für ihre Aktionen voll verantwortlich. So wie auch Himmler Streicher. Und wie Abbas und Hanije.

      • Dante schreibt:

        Psychopathie ist nicht Psychose, also eine psychische Erkrankung. Vielmehr ist Psychopathie eine Persönlichkeitsstörung, die vor allem durch einen Mangel an Empathie gegenüber Anderen geprägt ist, von einem allgemein flacheren Gefühlsleben also, soweit es andere Personen oder auch gesellschaftliche Normen betrifft.
        Der amerikanische Neurowissenschaftler James Fallon fand nach eigenen Angaben anhand eines Hirnscanns durch Zufall heraus, dass er selbst Psychopath ist.

        • Aristobulus schreibt:

          Also Dante, ein Psychopath („seelisch Leidender, selisch Kranker“) ist krank und gehört in Behandlung. Habe zwar keine Ahnung, wer neuerdings das Psychopathentum als allgemeinmenschliche Eigenschaft neu definieren will, oder ob 😉 , aber da kann was nicht stimmen.

          Und ein Hirnscan? Damit lässt sich feststellen, ob einer heut fiese Laune oder keine Empathie hat? Und dann ist er ein Psychopath und kein Einsiedler oder Sonderling? James Fallon? – Ach so, der ist Neurologe und mag Apparate. Dann muss er ja ein Psychopath sein

          • Dante schreibt:

            Also Dante, ein Psychopath (“seelisch Leidender, selisch Kranker”) ist krank und gehört in Behandlung.

            Man hüte sich vor der Ethymologie – gerade in einem Fred über den Begriff des „Antisemitismus“! Ebenso wie ein Antisemit nicht Sprecher semitischer Sprachen (Araber eingeschlossen) hasst, sondern eben Juden, egal ob sie ethnisch überhaupt „Semiten“ sind oder ziemlich germanisiert oder auch türkisch, ist ein Psychopath eben nicht seelisch leidend – es sei denn, er ist zusätzlich durch Gewalterfahrung traumatisiert, dann gibt er seinen Schmerz oft an Andere weiter. Auch dann freilich ist nicht das Leiden, sondern das Leidenlassen spezifisch für den Psychopathen. Er hat eher zu wenig als zu viele Emotionen, insbesondere wenn es um andere Individuen geht.

            Und ein Hirnscan? Damit lässt sich feststellen, ob einer heut fiese Laune oder keine Empathie hat? Und dann ist er ein Psychopath und kein Einsiedler oder Sonderling?

            Das wiederum sind völlig verschiedene Kategorien. Ein Sonderling muss kein Psychopath sein, und umgekehrt sind gerade Psychopathen nach außen hin ausgesprochen angepasst.
            Bei den Hirnscanns geht es um Regionen des Gehirns, die man aufgrund von Erfahrung mit bestimmten Gefühlen in Zusammenhang bringt und deren Aktivität man indirekt veranschaulichen kann. So sollte z.B. in angstbesetzten Situationen die Amygdalla (Mandelkern) besonders aktiv sein. Bei Psychopathen ist z.B. diese Aktivität unterentwickelt. Auch sonst zeigen sich in bestimmten Situationen Auffälligkeiten darin, was bei bestimmten Szenen, die dem Probanden gezeigt werden, alles nicht besonders aktiv ist, bei den meisten Menschen aber sehr wohl. Der Psychopath ist bei solchen Szenen sozusagen „cooler“ als ein Normalmensch.
            Manfred Lütz schreibt in seinem Buch Irre! Wir behandeln die Falschen – unser Problem sind die Normalen. u.a., dass Psychopathen den „Normalen“ am nächsten kommen, während im Gegensatz dazu seine Patienten oftmals extrem sensibel sind.

          • Aristobulus schreibt:

            Dann stimmt der Begriff Psychopath nicht – und bedeutet sein Gegenteil 😉

          • Dante schreibt:

            Die „Normalen“ (was immer das ist) nennt Lütz übrigens gern „Normopathen“.;-)

          • Aristobulus schreibt:

            Ja. Schon irrsinnig, die meisten Leute. Oder noch mehr. Wenn ich mich nur so umsehe – war grad beim Einkaufen, und da lauerten sie wieder, die Normopathen, einer normopathischer als der andere, und dann tritt man vors Geschäft und sieht erst die richtig-richtigen schlimmstirren Normopathen.

            Vielleicht bin ich auch nur einfach normopathophob 🙂

  17. tapferimnirgendwo schreibt:

    Können Sie kurz zurück fragen, warum es der Stadt Köln so leicht fiel, eine Demo der Partei ProKöln vom Domplatz zu verjagen? Da ging es schnell und unkompliziert.

    • babyboomer schreibt:

      Haben Sie einen link dafuer? Sorry, ich habe nicht davon irgendwo gelesen. Uebrigens, ich fand den Unterton der Antwort war etwas aggressiv und oberlehrerhaft. Auch hat man mir nicht geantwortet bis ich auf Eytan Schwartz hingewiesen habe.

      • Aristobulus schreibt:

        ProKöln darf dort naturgemäß nicht stehen und ’ne Stunde demonstrieren, hingegen die Herrmänner dürfen dort naturgemäß sitzen und seit zehn Jahren dauerdemonstrieren.

        Wenn ProKöln sich 1) hinsetzte und 2) nur gegen Israel demonstrierte und sich 3) vor Allem als links bezeichnete, würde der Sprecher des Bürgermeisterbüros Frieder Wolf gute und noch gutere Gründe finden (incl. Grundgesetz), dass sie das dürfen.

  18. mike hammer schreibt:

    😀 ein Deutsches Gericht entscheidet den Antisemitismus 😀

    😈 Die Endlösung der Antisemitismusfrage quasi. 😈

    • Kanalratte schreibt:

      Im Ernstfall könnten wir nichtmal unser eigenes Land selbst verteidigen, von daher erbitte ich mir doch ein bisschen mehr Mitleid für die deutsche Pazifistenfresse.

      Als Deutscher hat man’s auch nicht leicht. Überall Spackos (äh Pardon) die den Ruf deines Landes in den Dreck ziehen.

      • Aristobulus schreibt:

        … und besonders dieser Vorwurf, es gebe hier Antisemiten. Voll gegen die deutsche Ehre! Oder die Behauptung, ein Elsässer sei einer. Kann ja gar nicht!, denn das Elsass ist seit 1918 französisch, also sind die Antisemiten dort jedenfalls keine Deutschen.
        Grad nochmal gutgegangen.

        • schum74 schreibt:

          Zwischen 1940 und 1944 war das Elsass wieder nicht französisch. Falls Elsässers Eltern aus dem Elsass stammen, können sie sehr wohl deutsche Antisemiten sein. Und die Vorfahren bis 1648 sowieso.

  19. Ziggy Christmann schreibt:

    Nach dem Krieg war die westdeutsche Justiz durchsetzt mit übelstem Nazidreck. Nur ein realitätsferner Narr glaubt, das hätte nicht auf die Nachrückenden abgefärbt. Allerdings hat man aus der Geschichte gelernt und ist jetzt rhetorisch geschickter, wenn es darum geht, unliebsame Vertreter entsprechend unliebsamer Meingungen, in dem Fall Jutta Difurth, mundtot zu machen.

    • Paul schreibt:

      Da hast Du wohl recht:
      >>Nach dem Krieg war die westdeutsche Justiz durchsetzt mit übelstem Nazidreck.<>Nur ein realitätsferner Narr glaubt, das hätte nicht auf die Nachrückenden abgefärbt.<<
      Ich bin ein realitätsferner Narr, weil ich das nicht glaube.

      Jetzt ist die Justiz durchsetzt mit dem übelsten 68er Dreck.
      Das ist jedenfalls meine Meinung.

      Herzlich, Paul

      • Dante schreibt:

        Nur ein realitätsferner Narr glaubt, das hätte nicht auf die Nachrückenden abgefärbt.

        Ich bin ein realitätsferner Narr, weil ich das nicht glaube.
        Jetzt ist die Justiz durchsetzt mit dem übelsten 68er Dreck.

        Du siehst hier einen Gegensatz, den es nicht oder nur teilweise gibt. Genau genommen gibt es auch nicht die ’68er. Unter ihnen waren beispielsweise auch Leute wie Horst Mahler, der heute ein bundesweit bekannter Rechtsextremer ist, Dieter Kunzelmann, der des öfteren wie ein klassischer Antisemit aufgetreten ist sowie die RZ-Leute Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann, die 1976 Geiseln nach „israelisch“ und „nicht-israelisch“ selektiert haben.

        • Aristobulus schreibt:

          Ja.
          Nicht zu vergessen der 68er Christian Ströbele, der immer dem Fanatismus huldigt, egal welchem. Den störte es überhaupt nicht, dass während des Golfkriegs Raketensalven auf Israel flogen. Er fand’s gut.

        • Paul schreibt:

          Diese Differenzierung ist richtig, hilft aber nicht weiter.
          Nach Abschluss der Terroraktionen haben die 68er den Marsch durch die Institutionen beschlossen. Nach meiner Wahrnehmung sind sie inzwischen angekommen. Sie sitzen überall, auch in den höchsten Positionen. Jedenfalls meine ich aus bestimmten Denk- und Handlungsweisen der Gegenwart ein entsprechendes erkennen zu können.

          Ströbele ist für mich der Protagonist.
          Schily hat sich vom Saulus zum Paulus gewandelt.

          Sie haben recht, Verallgemeinerungen darf man nicht verallgemeinern. Aber immer wieder darauf hinzuweisen, dass nicht alle so sind oder waren hilft auch nicht weiter.
          So wie es das Hintergrundrauschen im Weltall gibt, gibt es auch einen Zeitgeist, z.B. in Deutschland.

          Herzlich, Paul

          • Paul schreibt:

            Meine Antwort betrifft Dante 14.10. 4:56 nachmittags

          • Dante schreibt:

            Sie haben recht, Verallgemeinerungen darf man nicht verallgemeinern. Aber immer wieder darauf hinzuweisen, dass nicht alle so sind oder waren hilft auch nicht weiter.

            Darum ging es mir erst in zweiter Linie. Die Differenzierung ist eher eine Relativierung meiner eigenen Aussage (s.u.) in dem Sinne, dass längst nicht alle ’68er so drauf waren wie dort beschreiben.
            Du hattest geschrieben, du glaubtest nicht, dass die Tatsache, dass die westdeutsche Justiz nach dem Krieg „durchsetzt mit übelstem Nazidreck“ war, auf die Nachrückenden abgefärbt habe, sondern heute vielmehr „der ’68-Dreck“ am Ruder sei.
            In erster Linie ging es mir darum, aufzuzeigen, dass gerade dies insofern kein Widerspruch ist, als dass viele der ’68er trotz ihres zur Schau getragenen Antifaschismus durchaus Positionen vertraten, die NS-kompatibel waren, insbesondere wenn es um die Juden geht – man braucht sich die Kunzelmannschen NS-Vergleiche zu Israel nur mal durchzulesen.

          • Paul schreibt:

            Ja, natürlich, lieber Dante, da sind wir einer Meinung.

            Herzlich, Paul

          • Dante schreibt:

            Ja, natürlich, lieber Dante, da sind wir einer Meinung.

            So manche vermeintliche Meinungsverschiedenheit ist einfach bloß ein Missverständnis.
            Herzlich, Dante

          • Aristobulus schreibt:

            Aber nich‘, dass Ihr jetzt hier den allgemeinen Konsens ausruft.

          • Dante schreibt:

            Warum sollte es einen allgemeinen Konsens geben? Es gibt genug echte strittige Punkte, und das sind genügend, dass nicht noch künstlich welche geschaffen werden müssen.

          • Aristobulus schreibt:

            [ ich hatte doch nur den Schmeili vergessen ]

  20. Kwezi schreibt:

    Ich habe dem Gericht gemailt, falls das Urteil beinhalte, Elsässer sei kein glühender Antisemit, legte ich Wert auf die Feststellung, dass es nicht in meinem Namen ergangen sein werde. Man möge es mit der Überschrift versehen: „Im Namen des Volkes mit Ausnahme von Kwezi Amegashi“.

  21. A.S. schreibt:

    Antisemitismus ist in Dt. ein Hysteriethema. Da setzt gelegentlich nicht nur der Verstand aus, sondern dem Anschein nach auch das Rückenmark. Anders ist der Umgang mit Antisemitismus nicht zu erklären.
    Einerseits wimmelt es vor Warnrufen der Antisemitismus sei in der Mitte der Gesellschaft zu hause, aber sobald man einen Antisemiten gefunden hat ist der plötzlich keiner. Siehe Grass…
    Was Elsässer ist kann ich nicht beurteilen, ich kennen dessen Statements einfach nicht (das wenige was ich bisher gehört mitbekommen habe war zu irre um weiterzulesen), aber die hier zitierte Erklärung läuft auf den so oft beobachtbaren Versuch hinaus Antisemitismus so zu definieren, dass man behaupten kann es gäbe ihn nicht.

  22. Couponschneider schreibt:

    Diese Unverhältnismäßigkeit haben Sie Herr Buurmann dankenswerterweise schon häufig angesprochen. Ich teile Ihre Analyse. Und diese Unverhältnismäßigkeit selbst ist antisemitisch. Laut Broders Definition ist man antisemitisch, wenn man Juden etwas übel nimmt, was man Nichtjuden nicht übelnimmt. Ich erweitere die Definition: Antisemitisch ist man auch dann, wenn man den Judengegnern Sachen durchgehen lässt, die man Gegnern anderer Gruppen nicht durchgehen lässt.

    Beispiele?

    Heutzutage fällt recht schnell der Begriff homophob. Die Grünen in Baden-Württemberg wollten Genderismus und Queertheorie in den Unterricht bringen. Wer das kritisierte, galt als homophob.

    Der Vorwurf der Islamophobie ist auch recht schnell erhoben. Man spricht von einer islamophoben Gesellschaften, weil Türken geringere Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Verrückt dabei ist, dass viele deutschen Linke ihren eigenen Argumente nicht mehr trauen. Wenn ein rechter Demagoge auf die schlechteren Bildungserfolge der hiesigen Türken hinweist, bekommt zu hören, dass die einstigen türkischen Gastarbeiter einfache Arbeiter mit geringer Bildung waren und deren Kinder nicht gerade ein förderliches Umfeld hatten (wie viele deutsche Arbeiterkinder). Das ist ein möglicher Grund für schlechtere Chancen bei den besser dotierten Stellen. Aber die Unterstellung von Islamophobie ist öffentlichkeitswirksamer.

  23. schum74 schreibt:

    „Ein glühender Antisemit in Deutschland ist jemand, der mit Überzeugung sich antisemitisch äußert, mit einer Überzeugung, die das Dritte Reich nicht verurteilt, und ist nicht losgelöst von 1933-45 zu betrachten, vor dem Hintergrund der Geschichte.“

    Mein Kampf gegen die deutsche Sprache?

    Aber Syntax beiseite: Was erzählt uns die Richterin am Münchener Landgericht?

    Erstens, dass Antisemitismus mit Auschwitz beginnt. Zweitens, dass er nicht für Alle damit beginnt. Er beginnt nicht bei den friedlichen Demonstranten, die sich mit den Rufen „Juden ins Gas!“ und „Scheiß-Jude, brenn!“ ausdrücklich auf die Schoa beziehen. Zwar „verurteilt deren Überzeugung das Dritte Reich nicht“, aber die Rufer sind keine „Antisemiten in Deutschland“, genauer: keine biodeutschen Antisemiten.

    Es gibt nämlich nach obiger Definition zwei Kategorien von Antisemiten: die Antisemiten in Deutschland und die Anderen. Tun die Angehörigen beider Kategorien das Gleiche, so ist es lange nicht das Gleiche. Das muss die Richterin nicht extra sagen. Ihre Definition schließt die Folgerung ein.
    Wer zu zu Kategorie B gehört, darf das, was Jürgen Elsässer nicht darf.

    Der trotzdem eine ganze Menge noch darf: nämlich verdeckt Antisemitisches sagen und schreiben; sich mit antisemitischen Mitarbeitern umgeben; Schoa-Leugner zu Veranstaltungen einladen usw.
    Das ist alles nicht schön, aber rechtfertigt das die Bezeichnung „glühender Antisemit“? Da sei Walser vor! „Es ist ein Totschlagargument. Wer sich so bezeichnen lassen muss, steht in einer Ecke, aus der er nicht mehr rauskommt.“

    Es wäre schlimm, wenn Jürgen Elsässer aus seiner Ecke nicht mehr rauskommen würde. Jeder darf aus seiner Ecke rauskommen dürfen. Es gibt ein Grundrecht auf Aus der Ecke Rauskommen.

    „Ein Totschlagargument“:
    Ist das nicht herrlich? Nicht der Antisemit ruft gelegentlich zum Totschlagen auf. Totschlagen tut man ihn, den Antisemiten. Er ist das Opfer.
    Wie machen die das bloß, dass sie das immer wieder hinkriegen?

    • Couponschneider schreibt:

      Es gibt tatsächlich zwei Gruppen von Antisemiten. Den einen lässt man alles durchgehen, den anderen nichts. Aber die Grenze verläuft mitnichten zwischen autochtonen Deutschen und Zuwanderern.

      Antisemiten aus NPD-Kreisen werden selbstverständlich als solche benannt. Was Udo Pastörs während einer Karnevalverstaltung abgelassen hat, war erfüllt mit einem antisemitischen Furor: https://www.youtube.com/watch?v=XaYZqKg8C98

      Interessant finde ich die Äußerungen des Antisemitismusforschers. Er wies ausdrücklich darauf hin, dass die Verwendung des Begriffes „USrael“ (USA + Israel) auf ein antisemtisches Weltbild schließen lässt. Und da fällt mir spontan Jakob Augstein ein. Der konstruiert ständig solche rethorischen Bilder und wird von einer breiten Öffentlichekeit vor Antisemitismusvorwürfen in Schutz genommen.

      Wer in FDP oder CDU/CSU ist, oder einen nichtlinken Hintergrund hat, bekommt es auch schnell mit dem Antisemitismusvorwurf zu tun. Ich denke da vor allem an Möllemann und Hohmann. Ob die Vorwürfe richtig waren, möchte ich nicht diskutieren, ich möchte die Aufmerksamkeit auf die verschiedenen Reaktionen bei den Fällen Hohmann und Augstein hinweisen. Von Hohmann sind ein, zwei Äußerungen bekannt, die eher auf mangelndes Sprachverständnis und mangelndes logisches Denken mutmaßen lassen, als an eine antisemitische Einstellung. Von Augstein gibt’s alle paar Wochen antisemtischen Glossen.

      Dazu habe ich schon im letzten Jahr etwas geschrieben:
      http://couponschneider.blogspot.de/2013/01/doppelter-standard-bei.html

      Wir leben in einer Zeit, in der Linke maßgeblich die öffentliche Meinung beherrschen. Das kann man gut daran sehen, wer vor Antisemitismusvorwürfen geschützt und wer ihnen hilflos ausgeliefert wird. Linke wie Jakob Augstein sind geschützt, genauso wie jene, die Linke als Unterprivilegierte anerkennt: Türken, Araber, Moslems, Hartzer. Die haben Narrenfreiheit, dürfen Ehrenmorde verüben und bekommen nicht einmal die Höchststrafe, die dürfen „Juden ins Gas!“ skandieren, und die Kritik daran ist recht verhalten, die dürfen auf „Montagsdemos“ ausländerfeindliches skandieren und niemand stört sich kaum daran. (Ich denke an die Fremdarbeiter-Äußerungen von Oskar Lafontaine vor einem Hartzer-Publikum, also vor „Unterprivilegierten“.)

      Meine Analyse möchte ich aber nicht als Freibrief für AfDler wissen, daher: Nicht jeder gemachte Antismitismusvorwurf an Konservativen ist automatisch verkehrt. Die AfD hat ein erhebliches Problem mit Antisemitismus in den eigenen Reihen, genauso wie mit Ausländerfeindlichkeit. Solche Neugründungen ziehen häufig genug antisemitische Knallchargen an. Das gilt für linke wie für rechte Parteien. Die Piraten haben die Medien nur wohlwollender betrachtet als die AfD. Das liegt der Unterschied. Ich glaube, nur wenn sich die Partei explizit als jüdisch ausgibt, wäre sie davor bewahrt, dass solche Leute nicht die Mitgliedschaft beantragen.

      • Dante schreibt:

        Es gibt tatsächlich zwei Gruppen von Antisemiten. Den einen lässt man alles durchgehen, den anderen nichts. Aber die Grenze verläuft mitnichten zwischen autochtonen Deutschen und Zuwanderern.

        Nein, nicht ganz. Die Grenze verläuft zwischen solchen Deutschen, die sich selbst als „Rechts“ verstehen und ggf. tatsächlich auf den NS berufen, und einer anderen Gruppe, zu der neben Zuwanderern (die ob ihres dunken Teints gar keine Rassisten sein können, ebensowenig übrigens wie die Hutu 1994, weil Rassisten definitionsgemäß weiß sind) auch durchaus autochthone Deutsche gehören, sofern sie sich selbst als „Links“ betrachten und Hitler ablehnen.
        Die vergleichen dann Israel mit Hitler oder zumindest mit Südafrika während der Apartheid – was ja im Grunde keine Kritik wäre, wenn sie diese nicht ablehnten.

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  25. gnaddrig schreibt:

    Die Richterin meint, ein Antisemit sei man nur dann, wenn man sich positiv auf den NS-Faschismus bezieht.

    Um in Deutschland Antisemit zu sein, muss man nach der Ansicht der Richterin die Ermordung von Juden in/durch Nazi-Deutschland gut finden und das auch glaubhaft oder wenigstens öffentlich zu äußern. Erst wer sich positiv auf den NS-Faschismus bezieht („War ja auch nicht alles schlecht. Die Autobahnen. Der Maschsee.“) kann überhaupt Antisemit sein.

    Leider geht daraus nicht hervor, wo glühender Antisemitismus anfängt. Das war doch Elsässers Stein des Anstoßes. Muss man dazu eine Neuauflage der Shoah fordern oder vielleicht selbst mal ein paar Juden umgebracht haben? Dann wäre Elsässer ja fein raus.

    Immerhin geht die Richterin nicht so weit wie Dehm. Dessen Äußerung
    Antisemitismus, das ist Massenmord! (…) Antisemitismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!”
    ist natürlich völliger Blödsinn.

    Analog könnte man argumentieren, es gebe in Deutschland auch keinen Antiamerikanismus, weil hier noch niemand 6 Millionen (oder einen den 6 Mio. entsprechenden Anteil aller US-Bürger) ermordet hat und sich „positiv darauf bezieht“. Es ist doch schön, wie viele haarige Probleme man durch geschickte Definitionen lösen bzw. beseitigen kann…

    • Nazienkel schreibt:

      Die aufgemachte Analogie ist wirklich gut – sollte jemand der Richterin zukommen lassen, der wohl wichtigste Grundlagen zur Beurteilung der Aussagen des Klägers fehlen. (Widerlich, wie er sich als beklagtes Opfer geriert.)

      Bei dem einem dehmlichen fängt Antisemitismus erst bei Gasgeruch an, bei der anderen brauchts dazu einen Hitlergruß.

      Die dehmliche Stimme aus dem ‚antizionistischen‘ Lager beunruhigt mich allerdings weit weniger, als die als arrogant (oder einfach zu dumm für eine Robe) zu bezeichnende Äußerung einer Prozessverantwortlichen aus München. Ob Else die Klage in München einbrachte, wohl wissend um geschichtsvergessene Arroganz, welche in Süddeutschland vom Hörensagen her weit verbeitet sein soll – oder ob Wehrsporthoffmann einfach nicht so eine weite Anreise haben sollte?

  26. Malte S. Sembten schreibt:

    Antisemit ist nicht, wer Juden vergasen will. Antisemit ist nur, wer sie explizit mit mit Zyklon B vergasen will.

  27. P. King schreibt:

    Die dicke Ditfurt versucht über eine einfache Herleitung aus Elsässer einen Antisemiten zu machen. Dabei ist der Antisemitismusvorwurf nur Mittel zum Zweck, mit dessen Hilfe verhindert werden soll, das über die Bank Rothschild im Zusammenhang mit schlimmen Ereignissen auf dieser Welt berichtet wird. Er sollte es nicht sagen, und wer die Sprache beherrscht, beherrscht auch irgendwann das Denken. In diesem Fall soll nicht die Assoziation zum Juden hergestellt werden, der Rothschild aber tatsächlich ja ist.
    Keine sachliche sondern eine ideologiegetriebene Handlung mit dem Ziel der Vernichtung.

    • Paul schreibt:

      Lieber P.(ich hoffe nicht Paul) King.
      >>wer die Sprache beherrscht, beherrscht auch irgendwann das Denken.<<

      Also da tun Sie jetzt dem Elsässer zu viel Ehre an. Er beherrscht die Sprache, aber Gott sei dank noch nicht das Denken. Wir er auch nicht erreichen.

      Herzlich, Paul

      • Dante schreibt:

        Er meint natürlich Frau Ditfurth, von der er vermutlich befürchtet, dass sie – bzw. über sie die Familie Rothschild – die totale Meinungskontrolle über uns alle erringen könnte und niemand mehr auch nur das leiseste kritische Wort gegen einen Rothschild wird äußern können, von Rothschild-Karikaturen ganz zu schweigen! Da tobt dann ein jüdischer Mob durch die Straßen, verbrennt Fahnen und bedroht den Karikaturisten mit dem Tode.
        Er verwechselt da halt was. :mrgreen:

        • Paul schreibt:

          War mir schon klar, lieber Dante. Durch die „Umkehr des Spiesses, wollte ich P.(ich hoffe nicht Paul nur deutlich machen, was für einen Mist er schreibt. Habe es mal mit der Homöopathie (Ähnliches mit Ähnlichem bekämpfen) versucht. 😀

    • sandra schreibt:

      Wie peinlich und entlarvend ist es, wenn man über andere Menschen via deren Äusserlichkeiten urteilt.

    • Dante schreibt:

      Die dicke Ditfurt…

      Eigentlich müsste man ab hier gar nicht weiterlesen. Weiter unten nennen Sie @Aristobulus einen argumentativen Dünnbrettbohrer. Nun, wer im Glashaus sitzt, soll nicht mit Steinen werfen, denn wer sich ernsthaft kmit jemandem argumentativ auseinandersetzen will, hat es nicht nötig, sich über dessen/deren angebliche Leibesfülle auszulassen.

      … versucht über eine einfache Herleitung aus Elsässer einen Antisemiten zu machen.

      Ich weiß nicht genau, auf welche Äußerung Elsässers sie sich speziell bezogen hat, aber wenn er sich tatsächlich judenfeindlich äußert und sich mit Judenhassern umgibt, ist es Elsässer selbst, der sich zum „Antisemiten“ macht.

      Dabei ist der Antisemitismusvorwurf nur Mittel zum Zweck, mit dessen Hilfe verhindert werden soll, das über die Bank Rothschild im Zusammenhang mit schlimmen Ereignissen auf dieser Welt berichtet wird.

      Das ist lächerlich. Gerade einer Frau Ditfurth (so wird sie richtig geschrieben) geht es mit Sicherheit nicht darum, eine Bank gegen Kritik zu verteidigen. Sie steht politisch links.

      • Aristobulus schreibt:

        … nu!, er sieht den Antisemitismus als „eine ideologiegetriebene Handlung mit dem Ziel der Vernichtung“.
        Aha?
        Aber nicht der Vernichtung der Juden 😈 , er sieht den Antisemitismus als eine ideologiegetriebene Handlung mit dem Ziel der Vernichtung derer, die von Juden als Antisemiten bezeichnet werden.
        Aha!, die Vernichtung, die von den Juden ausgeht. Der Jud‘ als Vernichter.

        Zweitens: Weil Ditfurth nun mal keine Jüdin ist, fängt sie sich Seitens des Peking alle Gehässigkeiten ein, die er sonst nur für waschechte Juden übrig hat.

        Drittens: Der widerliche Pekinese ist hier rausgeflogen, hört man. Wer sagte, dass es keine guten Neuigkeiten gebe?

        • Dante schreibt:

          Drittens: Der widerliche Pekinese ist hier rausgeflogen, hört man. Wer sagte, dass es keine guten Neuigkeiten gebe?

          Bitte keine Tiervergleiche! Nicht, weil man die betreffenden Menschen dadurch beleidigen könnte, sondern die Tiere, und die können sich nicht wehren. Zudem möchte ich Wikipedia zitieren:
          Intelligent, selbstbewusst, wachsam und mutig, aber auch anhänglich und verschmust. Er schenkt seine Zuneigung nicht jedem.

  28. Eitan Einoch schreibt:

    Nach Ansicht dieser Richterin ist „Antisemit“ gleichbedeutend mit „Nazi“. Woanders kann es keine Antisemiten geben. Wer sich nicht oder ohne Überzeugung antisemitisch äußert, kann gar kein Antisemit sein. Wer das Dritte Reich verurteilt, kann gar kein Antisemit sein. Diese Richterin stellt praktisch der gesamten Menschheit (von einer Handvoll überzeugter Nazis vielleicht abgesehen) praktisch einen Persilschein aus. Wer äußert sich schon antisemitisch, gar überzeugt antisemitisch? Genauso gut kann man in die Runde fragen, wer sich offen als pädophil outet. Und wer verurteilt nicht das Dritte Reich? Das taten auch die deutschen Flugzeugentführer in Entebbe, als sie die jüdischen Passagiere von den anderen selektierten. Diese inkompetente Richterin ist eine Schande für die deutsche Justiz. Sie fällt ihr Urteil „im Namen des Volkes“. In meinem Namen nicht!

    • Martin schreibt:

      Diese kreuzdumme Ansicht scheint ja tatsächlich allgemein Usus zu sein. Ich weiß inzwischen nicht mehr, ob die Leute, die z.B. in Hamas, Hamas, Juden ins Gas brüllenden Horden, keinen Antisemitismus sehen können, einfach nur physisch dumm, gewollt blöde oder doch nur durch und durch bösartig sind.

    • Martin schreibt:

      „. Und wer verurteilt nicht das Dritte Reich? Das taten auch die deutschen Flugzeugentführer in Entebbe, als sie die jüdischen Passagiere von den anderen selektierten. “

      Bleibt zu ergänzen, das das dritte Reich ja inzwischen sogar als Entschuldigung für Antisemitismus dient – denn die Israelis machen ja angeblich mit den Palästinensern dasselbe….

    • Bergstein schreibt:

      Ich habe bei einigen Richtern das Gefühl, sie hätten irgendetwas anderes studiert als ich. Offenbar gab es in ihrem Studium kein Art. 5 GG. Spannend finde ich auch, dass aus Sicht der Richterin es einen rechtlichen Unterschied zwischen einem Antisemiten und einem glühenden Antisemiten gibt. Offenbar denkt die Richterin, dass Hitler war der erste (glühende) Antisemit auf Erden. Alle anderen Judenhasser und Judenmörder waren entweder nicht antisemitisch oder zumindest nicht glühend genug.

  29. Abraham Melzer schreibt:

    „sie sich im Thema nicht auskennt…“ Man muss sich im Thema nicht auskennen, sondern nur seinen gesunden Menschenverstand anstrengen, wenn man einen hat. Menschen, die Juden hassen, sollen doch meinetwegen Juden hassen. Die Juden selbst hassen doch auch viele Menschen und in der Tat ist es doch heute so, dass nicht derjenige Antisemit ist, der Juden hasst, sondern derjenige, den manche Juden hassen. Ich stimme da vollkommen mit Dieter Dehm überein, dass Antisemitismus dort beginnt, wo man einen Juden töten will, nur weil er Jude ist. Alles andere fällt unter Meinungs- und Gedankenfreiheit. Oder wollt ihr auch HMB verbieten alle Muslime zu hassen. Es reicht wenn man verhindert, dass er alle Muslime vernichtet.

    • Kanalratte schreibt:

      @Abraham Melzer
      Sind sie der Meinung, dass Fremdenhass erst dort beginnt, wo man den Fremden töten will? Und warum machen wir (bzw. „Die Linke“) dann überhaupt dieses ganze „Gegen Rechts“ Gedöns?

    • Aristobulus schreibt:

      Sie sind ein glühender Antisemit, Herr Abraham Mel*zer.

    • Gutartiges Geschwulst schreibt:

      @Abraham Melzer: „Oder wollt ihr auch HMB verbieten alle Muslime zu hassen. Es reicht wenn man verhindert, dass er alle Muslime vernichtet.“

      Kann es sein, dass Sie nicht mehr ganz dicht sind, Herr Melzer?

    • anti3anti schreibt:

      Antisemitismus beginnt nicht dort, wo man einen Juden töten will, sondern dort, wo man einen bestimmten Juden leben lässt.

    • buddhist schreibt:

      „Die Juden selbst hassen doch auch viele Menschen und in der Tat ist es doch heute so, dass nicht derjenige Antisemit ist, der Juden hasst, sondern derjenige, den manche Juden hassen“

      @ Abraham Melzer

      Einundertprozentige Zutimmung. Genauso ist es. Hass ist selten eine Einbahnstrasse.

      • Aristobulus schreibt:

        Ja klar, daran sind die Juden Schuld. Weil sie so viele hassen.
        Bekanntlich haben in diesem Sommer zigtausend Juden auf den Straßen geschrieen, „Muselmanen ins Gas!“, haben Muselmanen angegriffen, und in Brüssel hat gar ein Zionist vier Muselmanen mitten im muselmanischen Museum erschossen.

        Das scheinbuddhistische Hinterloch mitsamt seinem Melz*er sind Helden, die sprechen aus, was sich (freilich jetzt außer mir) sonst keiner traut.

      • Jan schreibt:

        Da steht einer gewaltig auf Kriegsfuß mit den Lehren Buddhas und prahlt mit einem Mantra, das moralische Überlegenheit demonstrieren soll. Ein Satz wie ein Brechmittel, der angeblich jede Situation erklären kann, und doch nur Ausdruck der geistigen Trägheit ist, die im Buddhismus als eines der Hindernisse auf dem Weg zur Erkenntnis benannt werden. Mein Tipp: weiter meditieren.

      • gnaddrig schreibt:

        Hass ist selten eine Einbahnstrasse.

        Sehr wahr. Hass zerfrisst häufig den Verstand.

      • Dante schreibt:

        Jemand, der sich Buddhist schimpft, sollte mehr Weisheit besitzen, als dass er einer dezidiert unsinnigen Aussage zustimmen könnte. „Antisemit“ ist nach Selbstdefinition der Antisemiten um W. Marr jemand, der den Juden feindlich gegenüber steht. Dass dann „manche“ Juden (nämlich diejenigen, die nicht vom Virus einer Art Nationalmasochismus befallen sind) einem solchen Menschen nicht eben gewogen sind und ihn für ein ausgemachtes A******ch halten, ist eigentlich nur verständlich und geradezu biologisch notwendig. Von Individuen, die jeden Angreifer noch freundlich angelächelt haben, stammen wir nicht ab.
        Nichts gegen Versöhnung, aber das ist nichts, was man als Grundhaltung einseitig an den Tag legen könnte (jedenfalls nicht lange), sondern eine Leistung, die von beiden Seiten Anstrengungen erfordert, wozu es vor allem gehört, Hass aufzugeben, besonders grundsätzlichen.

    • Dante schreibt:

      Man muss sich im Thema nicht auskennen, sondern nur seinen gesunden Menschenverstand anstrengen, wenn man einen hat.

      Da gebe ich Ihnen vollkommen Recht. Der sagt mir aber, dass ich, um jemanden zu hassen oder von seiner Minderwertigkeit überzeugt zu sein, keinesfalls jedem gegenüber positiv eingestellt sein muss, der den von mir Gehassten ebenfalls hasst. Wer z.B. hindert einen schwarzen Judenhasser daran, sowohl die Juden als auch die Nazis zu hassen, die auf ihn ja auch herunterblicken?

      Ich stimme da vollkommen mit Dieter Dehm überein, dass Antisemitismus dort beginnt, wo man einen Juden töten will, nur weil er Jude ist.

      Nach dieser „Logik“ ist ein Bäcker, der jemanden wegen seiner dunklen Hautfarbe nicht bedienen will, noch lange kein Rassist. Dasselbe gilt natürlich auch für einen Chef, der „schwarze“ Mitarbeiter grundsätzlich nur mit „niederen“ Arbeiten betraut, mit „Boy“ anredet und schlechter bezahlt als jeden Weißen (einschließlich derer, die dieselben Arbeiten machen). Meinen Sie das ernst?

      Alles andere fällt unter Meinungs- und Gedankenfreiheit.

      Das ist ein Kategorienfehler. Sie vermischen die Frage, ob die Äußerung einer Meinung erlaubt sei, mit der Frage, ob die geäußerte Meinung unter eine bestimmte Kategorie fällt bzw. eingeordnet oder in gewisser Weise gewertet werden könne oder dürfe.
      Wenn aber man schon nach belieben negative Werturteile über Menschen abgeben darf, muss es erst Recht erlaubt sein, negative Werturteile über Meinungen abzugeben.

      Menschen, die Juden hassen, sollen doch meinetwegen Juden hassen.

      Dass sie es sollen, würde ich keineswegs unterstreichen. Dass man es ihnen schlechterdings nicht verbieten kann, da haben sie sicherlich Recht. Allerdings gibt es für diese Haltung eine Bezeichnung, nämlich „Antisemitismus“. Und den haben nicht Juden in die Welt gesetzt, sondern die so genannten Antisemiten selbst, und zwar spätestens seit Wilhelm Marr.

      Die Juden selbst hassen doch auch viele Menschen…

      Die Juden schon mal gar nicht! Man kann entweder Zeter und Mordio schreien, wenn man „Antisemit“ genannt wird, oder den Juden kollektiv eine bestimmte Haltung unterstellen. Beides passt nicht zusammen.

      • Aristobulus schreibt:

        Dante, weißt Du, warum bei so vielen dieser Wunsch vorherrscht, Antisemitismus möge mit Massenmord oder zumidest mit einem getöteten Juden anfangen, der getötet wird, weil Jude?

        Weil die so geil auf Tod und Blut sind und darauf warten, dass es wieder irgendwo anfängt.

        • gnaddrig schreibt:

          Das, und weil sie, bis es soweit ist, munter drauflos hetzen können, ohne dass man ihnen deswegen groß was könnte, weil Antisemit ist man ja erst, wenn man Juden umbringt.

          • Aristobulus schreibt:

            Ja, und wehe, wenn dann nicht sofort ein Schluss-Strich gezogen wird.

          • gnaddrig schreibt:

            Natürlich. Ohne Schlussstrich machen wir’s nicht. Weil, die sind ja sonst so furchtbar nachtragend. Jedenfalls die, die umzubringen man nicht mehr geschafft hat, und wer mag sich das Genöle dauernd anhören. Sind ja selber schuld, wenn die keiner mag. Et cetera ad nauseam. Aber Antisemit, Antisemit ist keiner, nie! Schon gar nicht glühend.

  30. Jan schreibt:

    :)) … jedenfalls nicht, so lange es als verwerflich gilt, Antisemit zu sein. Diese Stigmatisierung wirkt wie ein Tempomat. Es darf nicht Alles raus, was doch so gerne raus will. Der Antisemit würde so gerne mal wieder richtig Gas geben, kann dies aber nur mit Worten tun, und dies auch noch in größtmöglicher Anonymität. In der Öffentlichkeit muss er seinen Wahn hinter dumpfem Gelabere über Apartheid, Siedlungsbau und Völkermord verstecken. Hier weiß er die Mehrheit und (zu erschreckend großen Teilen) die offizielle Politik hinter sich. Wird ihm Antisemitismus vorgeworfen, muss er dies zurückweisen. Das er versteht er – aber er versteht nicht warum und empfindet dies als ungerecht. Daher hört man auch oft die Frage, wie man denn die isaelische Politik kritisieren solle, ohne als antisemitisch eingestuft zu werden; eine Frage, die gesunden Menschen niemals einfallen würde.

  31. Matthias Müller schreibt:

    –Das ist Deutschland 2014: “Glühender Antisemit” ist ein Totschlagargument, “Kindermörder Israel” nicht!–
    Beides darf man solange sagen, bis man verklagt wird. Und dann sollte man diese Behauptung eben auch stichhaltig beweisen können. Diesen Beweis bleibt Jutta D. schuldig.
    Nach ihrer Argumentation könnte ich auch zu einem Polizisten gehen und sagen „Ich bin der Meinung Sie sind ein Arschloch“. Wer glaubt, das sei durch die Meinungsfreiheit gedeckt, dem rate ich zum Selbstversuch.
    Das palästinensische Kinder in diesem „Konflikt“ getötet werden, ist wohl unzweifelhaft. Israel betreibt mit dieser Politik territoriale Expansion. (Diebstahl von Land.) Das könnte man durchaus als niedrigen Beweggrund gelten lassen. Insofern könnte man argumentieren, dass das Mordmerkmal Tötung von Kindern aus niedrigen Beweggründen erfüllt ist.

    • Eitan Einoch schreibt:

      — Israel betreibt mit dieser Politik territoriale Expansion. —

      In Gaza?!

      — Diebstahl von Land. —

      Diebstahl von Land? Wem genau wird denn Land gestohlen? Wer ist der Eigentümer?

      — Insofern könnte man argumentieren, dass das Mordmerkmal Tötung von Kindern aus niedrigen Beweggründen erfüllt ist. —

      Früher hieß es, Juden töten Kinder, um damit Mazzen zu backen. Heute heißt es, die Israelis töten Kinder, weil sie deren Land haben wollen. Es ist immer wieder derselbe, alte Drecksscheiß neu verpackt.

      Aber nein, das hat alles nichts mit Antisemitismus zu tun…

    • gnaddrig schreibt:

      @ Matthias Müller: Sie schreiben: Israel betreibt mit dieser Politik territoriale Expansion. (Diebstahl von Land.) Das könnte man durchaus als niedrigen Beweggrund gelten lassen. Insofern könnte man argumentieren, dass das Mordmerkmal Tötung von Kindern aus niedrigen Beweggründen erfüllt ist.

      Dass Israel sich gegen grundlose Angriffe von Hamas-Terroristen verteidigt, lassen wir der Einfachheit halber lieber weg. Dass diese Terroristen durch sattsam bekannte Methoden systematisch dafür sorgen, dass alle Versuche der IDF, bei ihren Militärschlägen palästinensische Zivilisten zu schonen, ins Leere laufen, verschweigen wir auch.

      Ob die Raketenangriffe der Hamas-Leute, die sich eben nicht gegen militärische Ziele richten, sondern bunt gemischt auf Wohngebiete zielen, vielleicht das Mordmerkmal „Tötung (auch von Kindern) aus niedrigen Beweggründen“ erfüllen, ist uns auch keinen Gedanken wert. Wir wissen ja schon vorher, wie es WIRKLICH ist, nicht wahr? Da wollen wir uns von ein paar dummen Fakten nicht aus der Spur heben lassen.

      Und zum Vorwurf des glühenden Antisemitismus: Über das „glühend“ könnte man sich vielleicht unterhalten, auch wenn Elsässer da schon ganz überzeugende Leistungen abliefert. Die oben zitierte Begründung von Dithfurth zeigt meiner Meinung nach aber, dass „glühend“ nicht ganz unangebracht ist.

      Was für ein stichhaltiger Beweis hätte Ihnen denn vorgeschwebt? Eine eidesstattliche Erklärung von Elsässer mit dem Text: „Ich bin glühender Antisemit“?

      • Aristobulus schreibt:

        Wenn er das eidesstattlich erklärt, haben ihn naturgemäß die Rothschilds dazu gezwungen, und es gilt dann nicht.

        • gnaddrig schreibt:

          Stimmt. So haben SIE™ das ja auch mit den ganzen Nazis gemacht, die nach dem Krieg über ihre Tätigkeit an Orten wie Auschwitz, Sobibor usw. oder auch in den Stäben, wo die Endlösung organisiert wurde, gemacht. Alles unter Folter erpresst. Der Oberboss von Auschwitz etwa, in polnischer Haft gezwungen, lange Pseudomemoiren zu schreiben, wo Auschwitz doch „nur“ ein Arbeitslager war. Und die kürzlich gefundenen Reste der Gaskammern, das waren römische Bäder, von SS-Leuten unter Zwang von IHNEN™ gebaut. Da sieht man es mal wieder, diese Rothschilds..,

    • sandra schreibt:

      Ich tue das auch, nach dieser Argumentation und sage: „Ich bin jedenfalls der Meinung, Sie sind ein uninformierter Depp.“ Wie wär’s wenn Sie mal Fakten gelten lassen würden, anstatt nachzuplappern, was andere Antisemiten sagen? Lesen bildet. Schon das mit der Territorialen Expansion ist SO ein Humbug, das es viel dümmer nicht mehr geht. Sind Sie eigentlich darüber informiert, dass Gaza seit 2005 „Judenrein“ ist, und dass seit dem Abzug der Israelis von dort der Beschuss auf Israel um unglaublich SECHSHUNDERT Prozent zugenommen hat?

    • aurorula a. schreibt:

      http://heplev.wordpress.com/2014/10/10/palastinenser-wir-hassen-auch-selbst-wenn-ihr-uns-unterstutzt/
      A propos postulierte territoriale Expansion und was Matthias Müller oben noch schreibt. Zitat aus dem Artikel:
      Wenn dir erzählt wird, dass alle Israelis böse sind, dann siehst du keinen Unterschied zwischen einem linken und einem rechten Israeli. Du wirst ab einem sehr frühen Stadium in deinem Leben gelehrt, dass Juden „Besatzer“ sind, die das Land Palästina seinen rechtmäßigen Besitzern „stahlen“. Du wirst auch gelehrt, dass alle Juden (einschließlich unschuldiger Zivilisten) legitime Ziele sind, weil sie entweder in der Armee dienen oder sich mit der zionistischen Bewegung identifizieren.
      Aufgeführt sind einige Beispiele, zu welch absurden Sachen das führt.

    • Dante schreibt:

      Das ist Deutschland 2014: “Glühender Antisemit” ist ein Totschlagargument, “Kindermörder Israel” nicht!

      Keines von beiden ist überhaupt ein Argument, sondern eine Bewertung – in einem Fall die von Äußerungen eines Publizisten, im anderen Fall die des Verhaltens eines Staates. Und zwar eine, die anderen Staaten, die ählich oder ungleich härter vorgehen (Russland, Ukraine, USA und erst Recht diverse arabische Staaten wie Syrien, aber auch die HaSSmas, die einen Vierjährigen mit einer Mörsergranate tötete, und zwar von einem Gebäude aus, das die Zahal wegen der vielen anwesenden Zivilisten nicht bombardiert hatte), nicht zuteil wird. Dies ist zumindest zweierlei Maß zu Ungunsten des jüdischen Staates, und das ist selbstverständlich judenfeindlich.
      Dass auch Kinder umkamen, bestreiten auch die Israelis nicht, aber im krassen Gegensatz zu dem Mörder von Naftali Fraenkel, Gilad Shaer und Eyal Yifrah – der von seiner Mutter und von vielen Palästinensern dafür als Held gefeiert wird – fehlt hier der Vorsatz, und zwar komplett. Auch von dem angeblichen Motiv kann keine Rede sein, da Israel nicht den Gazastreifen erobern, sondern den Raketenbeschuss und den Tunnelbau beenden wollte, und so etwas muss ein Staat. Er ist verpflichtet, seine Bürger gegen Gewalt zu schützen.

  32. Sempronius Densus Bielski schreibt:

    Niemand hat die Absicht Antisemit zu sein.

  33. Eitan Einoch schreibt:

    Es gibt in Deutschland keine Antisemiten mehr – nirgends.

    • caruso schreibt:

      „Es gibt in Deutschland keine Antisemiten mehr – nirgends.“ Darum verstehe ich nicht, warum es mir fast jedes Mal schlecht wird, wenn ich mich damit unterhalte, in diversen (Print-)medien unzählige Leserkommentare lese, vor allem zum Thema Israel & Palästina.
      Ich unterstelle jemandem nicht so leicht Antisemitismus, denn es ist vielfach „nur“ Unwissenheit, was so daher kommt. Man plappert nach was man hört, liest, ohne dabei etwas zu denken. Das bezieht sich natürlich n i c h t auf Elsässer, Grass, Augstein & Co. Und was diese Richterin betrifft, sie ist eine dumme Pute. Nicht nur daß sie sich im Thema nicht auskennt, sie denkt auch nicht. Nach Zeitungsberichte zu urteilen kommt das an deutschen Gerichten öfters vor. Was geschieht in D???
      lg
      caruso

    • Paul schreibt:

      Lieber Eitan, Du hast recht. Es gibt nur noch Judenhass. Wohin ich schaue Judenhass.
      Antisemitismus ist abgeschafft. Gibt es nicht mehr.

      Herzlich, Paul

      • Aristobulus schreibt:

        Aber Judenhass war noch nie was Besonderes!, Paul. Judenhasser zu sein war immer sowas wie Hundehasser zu sein oder keinen Rosenkohl zu mögen. Der Begriff Judenhasser ist überhaupt nicht glam, hat überhaupt keinen Nimbus. Weswegen die Nazis ja keine Judenhasser waren, denn die mochten Hunde und aßen Rosenkohl, sondern die waren Antisemiten. Aber die Nazis verschwanden 1945, und auch der NSU ist jetzt weg, und es gibt auch keine Antisemiten mehr, und wenn jemand jemanden so nennt, wird er bestraft.

        Es gab aber noch nie einen Judenhasserprozess oder eine Judenhasserkeule. Warum nicht: Weil’s ja auch noch nie einen Katzenmuffelprozess oder gar eine Katzenmuffelkeule gegeben hat.

  34. Wortfront schreibt:

    Leider hast Du volkommen Recht. Was aber nur jene wissen und zu erkennen bereit sind, die nicht antisemitisch denken. Daher nützt es nichts, wenn Du es wieder und wieder sagst. Wir bleiben die Deppen, die in Zirkelschlüssrn herumspazieren und sich, so vorhanden, die Haare raufen.

  35. Clas Lehmann schreibt:

    Da müsste es doch auch noch andere fachliche Auffassungen zu geben, zu der Frage nämlich, was Antisemitismus sei…

    Helmut der Markwortige und Dieter der Dehm sind doch in dieser Frage bestenfalls schwelende Ahnungslose, womöglich aber urteilen sie in eigener Sache…? Und es zeigt sich hier, was konsequentes Weiterdenken schiefer Voraussetzungen hervorzubringen vermag?

    Schwer glauben und gar nicht zu ertragen.

    • Paul schreibt:

      >>Da müsste es doch auch noch andere fachliche Auffassungen zu geben, zu der Frage nämlich, was Antisemitismus sei…<<

      Ja, lieber Clas, gibt es.
      Broda z.B.:
      "Wer Juden übel nimmt, das er Nichtjuden nicht übel nimmt, ist Antisemit."

      Für mich ist die Sache sowieso geklärt.
      Antisemitismus gibt es für mich nicht mehr.
      Wenn ich die Gelegenheit hätte, es dem Elsässer in's Gesicht zu sagen, würde ich ihn einen Judenhasser nennen.

      Herzlich, Paul

      • Aristobulus schreibt:

        Aber der ist doch nur ein Judenhasser, wenn er sich hinstellt und sagt, „ich hasse Juden“. Wenn es denn kein Zitat ist und keine Rollenprosa und keine rhetorische Position.
        Wenn er sch aber nicht hinstellt und nicht sagt“, ich hasse Juden“, sondern wenn er sich hinstellt und sagt, „ich hasse Juden nicht, aber sie haben zuviel Einfluss und Rothschilds Bank saugt uns alle aus, will den dritten Weltkrieg und tötet die palästinensischen und die Robbenbabies, und die Israelis sind schlimmer als die Nazis“, dann ist er kein Judenhasser. Und auch kein Antisemit deswegen. Weil er es hätte sagen müssen.
        Und wenn er es sagt, dann ist es eine rhetorische Position, ist ihm also als rhetorische Position rausgerutscht, ist also eine antisemitische Entgleisung, die ihm nur rausgerutscht ist, weswegen einer ja noch längst kein Antisemit ist, und er hat es dann nicht gesagt.
        So.
        Weswegen Antisemit künftig nur noch als Antisemitismuskeule zu gelten habe.

        [sarc/off]

  36. Wilhelm Werner Wasserfurth schreibt:

    ich bin unfassbar traurig – ich ein 1967 geborener, der glaubte mit Hitler nichts (mehr) zu tun zu haben – der die „Gnade der späten Geburt“ zu haben glaubte – sieht nun immer mehr die Notwendigkeit den Arsch hoch zu bekommen und diesem Rechts-Staat in selbigen zu treten! Es ist unfassbar was in Deutschland „im Namen des Volkes“ verkündet wird! IN MEINEM NAMEN NICHT! Und „Wir sind das Volk“!

    • Aristobulus schreibt:

      Also, die Richerin dekretierte Folgendes:
      Indem einer sagt, er sei gegen die Nazis, aber indem er Israel wegbomben will, ist er kein Antisemit.
      Also ist er dann unbescholten, unschudig und überhaupt zum Knuddeln. So die Richterin.

      In aller Kürze ausgedrückt.

      • brathering schreibt:

        Knuddeljustiz

        • Aristobulus schreibt:

          Zumal die Richterin damit jeden Antisemiten damit zwingt, Nazi zu sein.
          Weil er nicht er selbst sein darf, wenn er kein Nazi ist.
          Für sowas ist die Justiz schließlich da.

          Man sollte sie aber trotzdem wegen dieser beachtlichen geistigen Leistung für den Aachener Friedenspreis vorschlagen.

          • brathering schreibt:

            Wenn da einer kommen würde und seine Meinung kundtun würde, die Richterin sei eine glühende Hexe, dann ist das erst dann schlimm, wenn das mit voller vollster Überzeugung gesagt wird und das ganze auch noch, ohne die historische Hexenverfolgung in Deutschland zu verurteilen. Das ganze ist nämlich nicht ohne und vor allem losgelöst von 1450-1750 zu betrachten.
            Und wenn Frau Richterin den Aachener Friedenspreis gewinnt, fresse ich ihren Besen.

          • Aristobulus schreibt:

            :mrgreen:

            Genau so. – Oder so: „Jemand darf nur ein glühender Zigeunerhasser genannt werden, wenn er sich mit glühender Überzeugung antiziganistisch äußert, mit einer Überzeugung, die das Dritte Reich nicht verurteilt, und ist nicht losgelöst von 1933-45 zu betrachten, vor dem Hintergrund der Geschichte.“
            (Kampf gegen die deutsche Sprache, wie Schum feststelllte, hin oder her.)

            Der Linksparteiler Dehm drückt das richterlich kongenialerweise wie folgt aus:

            „Der Antiziganismus wurde das, was er wirklich ist: Eine massenmordende Bestie. Und deswegen dürfen wir nicht zulassen, dass man den Begriff des Antiziganismus für Alles und Jeden inflationiert. Antiziganismus, das ist Massenmord! Und es gibt überhaupt keinen Anlass, wenn mein Kollege und Freund Rolf Becker hier spricht, wenn von irgendeiner Seite dazwischengepöbelt wird, ‚Antiziganismus‘. Antiziganismus ist Massenmord und muss dem Massenmord vorbehalten bleiben!”

            Es darf ja keiner ein Hexenhasser, Judenhasser oder Zigeunerhasser genannt werden, der nicht Nazi oder der mindestens ein Mitglied der Inquisition ist. Da könnt‘ ja jeder kommen, ah das wär ja „jenseits des Hinnehmbaren“. Zumal in Saudi-Arabien endlich wieder Hexen verfolgt werden, und die sind doch keine Antisemiten!
            Oder irgendwer, der Zigeuner in Lager gesperrt haben will, ist ja kein Antiziganist und also Nazi. Und einer, der Israel boykottiert und abgeschafft sehen will, ist deswegen noch lange kein Nazi, also darf, ja muss er er das.
            Denn: Das Münchner Langericht bestimmt, wer Antisemit und was ein Totschlagargument gegen den ist. München ist die Hauptstadt der Anti-Antisemitismuskeulenbewegung. Und man kann ja nicht wollen, dass einer, der kein Antisemit ist, „in einer Ecke steht, aus der er nicht mehr rauskommt“. Da könnt‘ ja jeder kommen. Oder um die Ecke gebracht werden. Und draußen gibt’s nur Kännchen.

Seid gut zueinander!

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