„Ich bin ein stolzer israelischer, zionistischer, arabischer Moslem.“

Mein Name ist Mohammad Zoabi. Ich bin ein stolzer israelischer, zionistischer, arabischer Moslem.

Die Art, wie ich mich selber bezeichne, verärgert all jene, die gegen Israel, gegen Gerechtigkeit und gegen die Hoffnung auf Demokratie im Nahen Osten sind. Es verärgert sie, dass es israelische Araber gibt, die den Umstand schätzen, Israelis zu sein. Es verärgert sie, dass die Welt bald herausfinden wird, dass Israel die Hoffnung für Demokratie im Nahen Osten ist.

Ich möchte, dass alle Welt weiß, dass nur weil ich mich als israelischen, zionistischen, arabischen Moslem bezeichne, dies nicht bedeutet, dass ich vergessen habe, ein Araber zu sein. Ich habe nie geleugnet, ein Araber zu sein. Ich bin ein Araber, der in Arabien geboren wurde, um Araber zu bleiben. Aber ich bin ein Araber, der in Israel geboren wurde, in dem jüdischen Land Israel und das heißt: ich bin ein israelischer Araber. Genauso wie Araber in Libanon arabische Libanesen sind, in Syrien arabische Syrier, in Jordanien arabische Jordanier. Ich wurde ich Israel und in Arabien geboren und ich bin sowas von stolz darauf!

Israel ist ein jüdischer Staat, aber das hält mich nicht davon ab, mein Land zu lieben und zu unterstützen. Die Leute sollen endlich aufhören, Israel zu hassen, nur weil es das Land des jüdischen Volkes ist.

Israel ist die Hoffnung für Demokratie. Ernsthaft! Israel ist das Licht in der Dunkelheit. Israel ist der Himmel inmitten der Hölle. Ich sage das nicht, um irgendeines unserer Nachbarländer zu beleidigen, überhaupt nicht, aber das ist nun mal die Tatsache.

Schaut Euch Syrien an. Es ist einfach nur beschämend, was dort geschieht. Syrien ist gerade mal nur hundert Kilometer von meinem Haus entfernt, von dem Ort, an dem ich gerade stehe und dort werden die Menschen getötet. Menschen werden dort verfolgt, nur weil sie Freiheit fordern. Das ist beschämend! Homosexuelle werden im Iran und in Saudi-Arabien hingerichtet, nur weil sie schwul geboren wurden. Das ist beschämend!

Das ist der Grund, warum ich glaube, dass Israel die Hoffnung für Demokratie und die Hoffnung für den gesamten Nahen Osten ist.

Ich fordere die Welt auf, endlich aufzuwachen.

Ich sage das als Mensch! Vergesst, dass ich ein Araber und Israeli bin und ein Zionist, ein Patriot, der die Idee eines jüdischen Staates im Lande Israel unterstützt. Vergesst das alles. Seht mich als Menschen, der in Israel lebt. Und dann schaut auf die Menschen, die in Syrien leben oder im Iran. Israel ist Freiheit! Israel ist nicht perfekt, aber sehr nah dran!

Bitte, wacht auf! Bitte, hört auf mit dem blinden Hass auf Israel.

Das Volk Israel lebt!

***

Ich bin 16 Jahre alt. Als Mensch, der in Israel geboren wurde, bin ich zuallererst ein Israeli. Ich bin Israeli, das ist das Wichtigste! Wenn man mich fragt, was für ein Israeli ich bin, wo ich politisch stehe, links oder rechts, was ich von Israel denke, dann sag ich: Ich bin Patriot. An zweiter Stelle bin ich also Zionist. Dann kommt mein kultureller Hintergrund. Ich bin Araber. Dann kommt meine Religionszugehörigkeit. Ich bin Muslim. Meine Religionszugehörigkeit ist für mich jedoch die unwichtigste Kategorie meiner Identität. Ich versteh einfach nicht, was der Unterschied sein soll zwischen Moslems, Christen und Juden. Am Ende des Tages glauben wir alle an den selben Kerl. Ich bin also ein israelischer, zionistischer, arabischer Moslem, mit der Religion das unwichtigsten Faktor.

Meine Mutter hat mich am meisten inspiriert, den Mut zu finden, meinen eigenen Weg zu gehen und meine eigene Persönlichkeit zu entwickeln. Sie musste in ihrem Leben auch viele Schwierigkeiten meistern, vor allem gegen gesellschaftliche Vorurteile. Sie hat sich von meinem Vater scheiden lassen, was als Frau im arabischen Kulturkreis besonders schwer ist. Sie hat mich alleine groß gezogen und ganz in dem Geiste, dass alle Menschen aus der selben Quelle kommen. Weder Religion, noch Nation oder kultureller Hintergrund, nichts trennt uns. Wir sind ganz einfach Menschen. Wir haben alle ein Antlitz. Die Unterschiede sind im Kopf. Wir denken nur anders, mehr nicht! Das ist der einzige Unterschied. Darum sind alle Menschen gleichberechtigt und es gibt keinen Grund, einen Menschen zu hassen, nur weil er Jude, Christ oder Moslem ist. Das hat meine Mutter mir beigebracht.

Ich bin so glücklich ein Araber und Moslem in Israel zu sein. Wo ich lebe ist Freiheit! Hinter den Golanhöhen jedoch, die ich von meinem Fenster aus sehen kann, liegt Syrien. Die Menschen sterben dort tausendfach, weil sie Freiheit wollen. Hier in Israel leben wir in Freiheit. Freiheit ist unser Leben. Niemand kann uns das nehmen. Das ist das Besondere an Israel. Wenn Syrien, Libanon, Jordanien oder Ägypten Freiheit und Demokratie wollen, sie sollen zu uns kommen. Israel wird ihnen helfen. Sie sind mehr als willkommen.

Es ist hart, ein arabischer Zionist zu sein. Die arabische Kultur hat wunderbare Seiten, unsere Gastfreundschaft, unsere Höflichkeit, wir haben eine Menge süße Dinge, aber leider kontrollieren unseren schlechten Seiten gerade unsere guten Seiten. Darum sieht uns die Welt als böse Menschen, die nicht in der Lage sind, ein modernes, demokratisches Leben zu führen. Es sind genau diese schlechten Seiten, die dafür sorgen, dass ich mehrere Male angegriffen wurde. Manche nennen mich einen Verräter. Andere nennen mich einen Juden. Sie benutzen das Wort Jude tatsächlich als Beleidigung. Das kann ich gar nicht verstehen.

Das jüdische Volk ist ein großartiges Volk! Dieses winzig kleine Volk hat so sehr gelitten in der Geschichte, im Holocaust, unter den Römern, immer wieder hat das jüdische Volk gelitten. Sie wurden verfolgt und ermordet, nur weil sie Juden waren. Heute aber ist das jüdische Volk eines der klügsten und stärksten Nationen auf diesem Planeten und das obwohl Israel so klein ist. Israel behandelt alle Menschen gleich. Israel hilft auf der ganzen Welt. Wenn irgendwo eine Katastrophe passiert, dann ist das erste Land, das Hilfe schickt, oft Israel. Das ist so großartig am jüdischen Volk und darum werde ich zu dem jüdischen Volk stehen bis zum letzten Tag meines Lebens.

Ich stehe zu Israel. Ich bin deshalb aber kein Verräter. Nein. Ich bin Araber und ich werde Araber bleiben. Aber ich bin ein Araber, der die Dinge von einer anderer Perspektive aus betrachtet. Meine Urgroßmutter hat mir immer erzählt, dass wir alle mal Nachbarn und Freunde waren, dass die Menschen sich liebten und halfen und alles perfekt war, bis die Juden Israel gründeten. Das verstehe ich nicht. Wo ist das Problem? Zu der selben Zeit gründeten die Syrer und Jordanier Land, die Ägypter, die Saudis auch. Überall bekamen Araber Land. Warum also sollten die Juden kein Land bekommen?

An manchen Tagen ist es schwer, ein arabischer Zionist zu sein, an anderen Tagen wiederum ist es leicht. Ich lebe im demokratischen Israel umringt von diktatorischen Ländern, die nur auf den passenden Moment warten, uns alle zu töten. All diese Länder, wenn sie Israel angreifen, unterschieden nicht zwischen Arabern und Juden. Wir werden alle angegriffen, wenn ein Nachbarstaat oder eine Terrorgruppe uns attackiert. Als die Hisbollah Israel angriff, griff sie damit auch alle Araber in Israel an! Die Hälfte alle Opfer im libanesischen Krieg 2006 gegen Israel waren israelische Araber. Für sie sind wir alle nur Israelis.

Sie haben Recht! Ich bin ein Israeli! Ich bin froh, ein Israeli zu sein! Israel ist der einzige Staat im Nahen Osten, in dem alle Menschen gleichberechtigt sind. Darum regt es mich auf, wenn ich Leute höre, die behaupten, Israel sei ein Apartheidstaat. Hier in Israel, wenn ich in einen Kibbuz gehe, fragt mich der Mann am Tor, wie ich heiße. Ich sage, Mohammad, und er sagt: „Hallo Mohammad!“ Wäre Israel ein Apartheidsstaat würde er sagen: „Mach, das Du fort kommst!“ Ich besuche Juden. Juden besuchen mich. In Israel leben alle Menschen zusammen. Ich gehe in eine jüdische Schule. Ich besuche meine jüdischen Freunde. Ich telefoniere mit meinen jüdischen Freunden. Meine Mutter arbeitet im israelischen Verkehrsministerium. Wir leben alle friedlich zusammen, deshalb entschuldigt meine Ausdrucksweise: Hört mit dem Scheiß auf! Israel ist kein Apartheidsstaat.

Wenn Du die Wahrheit über Israel erfahren möchtest, komm für nur einen Tag nach Israel. Besuche Tel Aviv, Jerusalem, Israels schöne Landschaften. Komm nach Nazareth, meine Heimat, und schau Dir an, wie die Menschen hier leben. Die Menschen sind glücklich hier. Sie sind glücklich, in einem demokratischen Land zu leben, wie ich.

Israel ist kein Apartheidsstaat, im Gegenteil. Israel ist ein demokratisches Land mit einer hohen kulturellen Sensibilität. In Israel müssen die meisten Menschen ab 18 Jahren Wehrdienst leisten, überwiegend Juden, aber nicht alle. Als die israelische Armee im Jahr 1948 gegründet wurde, erklärte Israel, dass die arabische Bevölkerung den verpflichtenden Wehrdienst nicht zu absolvieren hatte. Israel verstand die Gefühle seiner arabischen Bevölkerung und befreite sie vom Wehrdienst, weil Israel wusste, dass es schwer sein könnte für einen Araber, mit einem anderen Araber zu kämpfen.

Heute aber ist die Sache anders. Heute, da ich sehe, dass meine arabischen Nachbarn bereit sind, mich zu töten, bin ich bereit, mit ihnen zu kämpfen. Nicht weil ich ein böser Mensch bin, sondern weil ich ein Mensch bin und das Recht habe, mich und mein Land zu verteidigen. Ich möchte der israelischen Regierung daher einen Rat geben: Führt den verpflichtenden Wehrdienst auch für arabische Israelis ein!

Das fordere ich nicht, um den israelischen Arabern zu schaden, sondern damit sie merken, was es heißt, Israeli zu sein und was es heißt, jeden Tag mit der Gefahr von außen umgehen zu müssen. Unsere Soldaten, unsere mutigen, jungen Soldaten sind da draußen und sehen sich der ständigen Gefahr der Vernichtung ausgesetzt. Sie sind nicht da draußen, weil sie böse sind, sondern weil sie leben wollen!

Wir sind zwar im Kriegszustand mit Syrien, aber wir helfen Syrien auch! Über 200 Syrer wurden von unserer Armee über die Grenze nach Israel gelassen, um hier in Hospitälern behandelt zu werden. Israel hat ihnen geholfen. Sogar unsere Premierminister besuchte sie. Glaubst Du, irgendein arabischer Führer in irgendeinem benachbarten Land würde sowas für Israelis tun? Nimmt Syrien Flüchtlinge auf? Kümmert sich der jordanische König um die über eine Millionen Flüchtlinge in seinem Land? Hat er sie je besucht? Nein, er kümmert sich so gut wie gar nicht.

Darum finde ich, der Wehrdienst sollte auch für arabische Israelis verpflichtend werden. Es muss ja nicht Militärdienst sein. Es kann auch ein ziviler Dienst sein, irgendetwas, das dafür sorgt, dass sich die Araber um Israel sorgen, wie man sich um sein eigenes Haus sorgt. Man repariert Dinge, die im eigenen Haus kaputt gehen. Man bringt jeden Tag Dinge mit, um das Haus schöner zu machen. Mit jedem Tag versucht man, das eigene Haus ein bißchen schöner, sicherer und besser zu machen. Und ich weiß, dass alle Juden uns Willkommen heißen werden im gemeinsamen Anliegen, unser Haus schöner zu machen. Israel ist eine großartige Nation und hat Fremde immer akzeptiert, immer!

Darum liebe ich das jüdische Volk und die Juden werden immer meine Brüder sein.

Das Volk Israel lebt!

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Hätte die Polizei in Hamburg Rosa Parks des Platzes verwiesen?

Manchmal braucht es nur eine Person, die im richtigen Moment das Richtige tut, um Unrecht zu kippen. Keine Person verkörpert das mehr als Rosa Parks. Am 1. Dezember 1955 wurde Rosa Parks in Montgomery, Alabama verhaftet, weil sie sich geweigert hatte, ihren Sitzplatz im Bus für einen weißen Fahrgast zu räumen. Dies löste den Montgomery Bus Boycott aus, der als Anfang der schwarzen Bürgerrechtsbewegung in Amerika gilt.

Am 25. Juli 2014 fand in New York eine antiisraelische Demonstration statt. Mit der Parole „From the river to the sea, Palestine will be free“ riefen Demonstranten indirekt zur Eliminierung Israels auf. Mit der Parole „Resistance is justified“ erklärten sie die Angriffe auf die israelische Zivilbevölkerung und den Missbrauch der palästinensischen Zivilbevölkerung als Schutzschild für Terroristen, deren erklärtes Ziel es es, so viele Juden wie möglich zu töten, als gerechtfertigt. Einige Demonstranten forderten sogar eine Intifada, also einen Krieg gegen Israel bis zu der Zerstörung.

Irgendwann wurde es einem Zuschauer am Straßenrand zu viel. Er rief mit Stolz und Solidarität „Israel“. Immer wieder rief er „Israel“. Wenn Einer seine Liebe zu Israel zeigen kann, dachte sich jemand, dann kann ich das auch. Schon riefen zwei Menschen „Israel“. Wenn zwei Menschen ihre Liebe zu Israel zeigen können, dachte sich ein Dritter, warum dann nicht auch ich? Schon riefen drei Menschen „Israel“. Und wenn es schon drei Menschen sind, warum nicht vier? Und wenn es dann vier Menschen sind, warum nicht mehr? Und mehr! Immer mehr Menschen schlossen sich der spontanen Liebeserklärung für Israel an und ihre Geschäfte zu. Sie gingen auf die Straße, um Israel zu unterstützen. Dabei riefen sie nicht zum Krieg gegen Palästinenser auf. Sie riefen keine Parolen des Hasses gegen Palästinenser. Sie ließen sich nicht vom Hass auf etwas leiten, sondern nur von der Liebe zu etwas. Irgendwann fingen Menschen auf der Straße an zu singen und tanzen. Das Lied „Am Israel Chai“ erklang auf den Straßen von New York: „Das Volk Israel lebt!“

Am 1. August 2014 fand vor dem Hamburger Hauptbahnhof eine Demonstration gegen Israel statt, auf der Parolen von “Kindermörder Israel” bis “Frauenmörder Israel” gebrüllt wurden. Irgendwann wurde es einem 54-jährigen Familienvater und CDU-Mitglied am Straßenrand zu viel. Er rief voller Stolz und Solidarität „Israel“. Als daraufhin eine Gruppe von gewalttätigen Demonstranten Anstalten machte, den Mann anzugreifen, schritt die Polizei ein. Sie nahm den Mann, der „Israel“ gerufen hatte, zur Seite und erklärten ihm, dass er mit seinem Rufen die Sicherheit gefährde und er damit aufhören solle, weil er sonst des Platzes verwiesen oder sogar in Gewahrsam genommen werden würde. Im Hintergrund wurde weiter „Kindermörder Israel“ gerufen.

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Was wäre wohl geschehen, wenn die Polizei in Hamburg auch für New York tätig gewesen wäre? Vermutlich hätte sie 2014 in New York wie die Polizei 1955 in Montgomery gehandelt. Ob die Hamburger Polizei auch Rosa Parks des Platzes verwiesen hätte?

Es ist dramatisch, wenn die Polizei das Gefahrenpotential einer Demonstration so falsch einschätzt, dass nicht genug Beamte vor Ort sind, um die Grundrechte eines Bürgers zu sichern. Nirgendwo in Deutschland darf es No-Go-Areas geben für Menschen geben, die Israel lieben. In den Wochen vor der Demonstration in Hamburg war es bereits überall in Deutschland zu Ausschreitungen gekommen. Auf Demonstrationen im Vorfeld wurden Hakenkreuze gezeigt, Juden als feige Schweine bezeichnet, die vergast gehören und der Name „Adolf Hitler“ skandiert. Synagogen wurden angegriffen und jüdische Einrichtungen mit Parolen wie „Heil Hitler“ beschmiert.

In einer Zeit, in der auf deutschen Straßen Juden beleidigt und angegriffen werden und sich ein judenfeindlicher Mob organisiert, eine Demonstration gegen Israel mit weniger polizeilicher Sicherheit versehen wird als ein Fußballspiel zwischen Fortuna Düsseldorf und dem 1. FC Köln, lässt das Land seine Juden im Stich!

***

Die Antwort der Hambuger Polizei:

„Ihre Beschwerde vom 01.08.2014 wurde mir als Leiter des Polizeikommissariats 14 zur Beantwortung zugeleitet. Da Sie nicht persönlich in den Sachverhalt involviert sind, bitte ich um Ihr Verständnis, wenn ich keine detaillierten Angaben zu betroffenen Personen machen.

Am 01.08.2014 kam es in der Zeit von 15.00 Uhr – 18.00 Uhr zu einem angemeldeten und von der Versammlungsbehörde bestätigten Aufzug unter dem Tenor „Stoppt die Blockade von Gaza!“ In der Spitze nahmen an diesem Aufzug bis 500 Personen teil. Die Teilnehmer führten themenbezogene Transparente mit sich und skandierten Parolen wie: „Kindermörder – Israel“, „Frauenmörder – Israel“ und „Israel – Terrorist“. Auch wenn diese Parolen mich und die eingesetzten Polizeikräfte persönlich betroffen machen, unterliegen sie der freien Meinungsäußerung und sind nach Prüfung durch die Staatsanwaltschaft Hamburg nicht als volksverhetzend zu werten.

Gegen 15.30 Uhr bemerkten die eingesetzten Polizeikräfte im Bereich des Steintordamms eine männliche Person, die mehrfach „Israel“ in Richtung der Aufzugsteilnehmer skandierte und diese dadurch provozierte. Nur mit Mühe gelang es den eingesetzten Beamten und Ordnern aufgebrachte Teilnehmer in den Aufzug zurückzudrängen und einen Angriff gegen diese Person zu unterbinden. Der Person wurden weitere Rufe in Richtung der Aufzugsteilnehmer untersagt, um die Eskalation der Situation zu verhindern. Bei Nichtbefolgen wurde die Ingewahrsamnahme der Person angedroht.

Es ist unstrittig, dass die Rufe in Richtung des Aufzuges ebenso dem Recht der freien Meinungsäußerung unterliegen. Allerdings muss dieses Recht im Einzelfall zurückstehen, wenn es zur Abwehr von Gefahren erforderlich ist. Im vorliegenden Fall wäre es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Tätlichkeiten zwischen Versammlungsteilnehmerin und der Polizei gekommen, weil der Rufer vor Angriffen auf seine Person hätte geschützt werden müssen. Um dieses zu verhindern, ist die Untersagung der „Israel“ Rufe, der Platzverweis bei Nichtbefolgung, letztlich aber auch die in Gewahrsam bei Nichtbefolgung erforderlich gewesen. Nachdem die Person von weiteren „Israel“ Rufen Abstand nahm, konnte der Aufzug über den angemeldeten Marschweg ohne Störungen beendet werden.

In der Hoffnung, Ihnen die polizeilichen Maßnahmen näher gebracht zu haben, verbleibe ich

mit freundlichen Grüßen
M.S.
Polizeidirektor“

Da hat mir die Hamburger Polizeidirektor tatsächlich eine interessante polizeiliche Maßnahme näher gebracht. Wenn demnächst Schwulenfeinde in Hamburg demonstrieren, ist es Schwulen vor Ort der Demonstration vermutlich auch untersagt, sich zu küssen, da es sonst mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Tätlichkeiten zwischen Versammlungsteilnehmern und der Polizei kommen würde, weil die Küssenden vor Angriffen geschützt werden müssen. Außerdem muss, wenn demnächst Nazis in Hamburg demonstrieren, jeder schwarze Mann aufhören, schwarz zu sein. Bleibt er schwarz, muss er in Gewahrsam genommen werden, um die Eskalation der Situation zu verhindern. Seine Hautfarbe provoziert nun mal.

Für die Hamburger Polizei sind nicht die Leute ein Problem, die sich von Israel provoziert fühlen, sondern jene, die mit Israel „provozieren“. Manchmal ist eben die pure Existenz von Israelsolidarität ein Problem und muss im Einzelfall bestraft werden, wenn es zur Abwehr von Gefahren erforderlich ist.

Danke, Hamburger Polizei, ich habe verstanden.

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Antijudaismus – Antisemitismus – Antizionismus

Ein Gastbeitrag der Erwiderung von Nathan Warszawski.

Gerd Buurmann beschreibt auf seinem Blog den Judenhass, den er in drei Komponenten – Antijudaismus, Antisemitismus und Antizionismus aufteilt. Antijudaismus wird definiert als Hass auf das Judentum als Religion. Antisemitismus als Hass auf das Judentum als Rasse und Antizionismus als Hass auf das Judentum als Nation. Wenn die Definitionen realistisch sind, dann ist der Antizionismus lediglich eine an die Zeit und Technik angepasste Fortentwicklung des Antijudaismus und des Antisemitismus.

Der Oberbegriff für Antijudaismus, Antisemitismus und Antizionismus ist „Judenhass“. Die Aufzählung lässt darauf schließen, dass es in Zukunft noch weitere Arten des Judenhasses geben wird, was einsichtig ist, da der Judenhass äußerst anpassungs- und wandlungsfähig erscheint.

Diese Definitionen sagen auch aus, dass Antizionismus eine Folge des Antisemitismus ist, ähnlich dem Zweiten Weltkrieg als Folge des Ersten. Jedoch kann daraus nicht geschlossen werden, dass Antizionismus = Antisemitismus ist. Antijudaismus, Antisemitismus und Antizionismus können auch friedlich nebeneinander koexistieren.

Sind diese Definitionen sinnvoll? Oder härter gefragt: Sind sie richtig?

Um die Fragen zu beantworten, müssen wir das Wesen und die Unterschiede der drei Judenhassrichtungen erfassen.

Antijudaismus besteht seit der Antike bis ins 19. Jahrhundert, wo er vom Antisemitismus verdrängt wird. Antizionismus setzt sich in Deutschland und Europa erst mit dem für Israel siegreichen Sechs-Tage-Krieg 1967 durch. Bis zu diesem Zeitpunkt wurde der Antisemitismus zumindest in Westdeutschland verschwiegen und tabuisiert.

Luther ist ein gutes Beispiel für einen Antijudaisten. Mit Hilfe seines aufgeweichten katholischen Christentums erhofft er sich, die Juden von ihrem alten Glauben wegzulocken, was bekannterweise misslingt. Als er dies endlich erkennt, wird Luther zum Judenhasser, weshalb sein 455. Geburtstag in ganz Deutschland nicht nur von Lutheranern feierlich mit Brandopfern begangen wird. Antijudaisten hassen also Juden, die am Judentum kleben. Sobald sie sich vom Judentum abwenden und Christen werden, schwindet der Hass. Konkret werden Juden benachteiligt, verfolgt, vertrieben oder getötet.

Es gibt eine muslimische Variante des Antijudaismus. Der antijudaistische Prophet Mohammed bekämpft nicht nur die Juden, sondern zerstört auch die jüdischen Staaten auf der Arabischen Halbinsel. Im Entstehungsland des Islams leben heute keine Juden mehr. Der islamische Antijudaismus verfügt also neben einer eliminatorischen Komponente, wie etwa in Spanien, zusätzlich über die Fähigkeit, eine staatliche jüdische Gemeinschaft zu zerstören. Letzteres erinnert an Antizionismus. Der europäische Antijudaismus ist nicht „antizionistisch“ gewesen, da es im Herzen Europas keine jüdischen Staaten gegeben hat.

Der Antisemit hasst im Gegensatz zum Antijudaisten auch die Nachkommen von Juden, die sich nicht mehr als Juden empfinden. Für den Antisemiten zählt nicht der Glaube, sondern die Abstammung, weshalb der Antisemitismus zuweilen fälschlicherweise unter der Rubrik „Rassismus“ aufgeführt wird. Fälschlicherweise, da Juden keiner gemeinsamen Rasse angehören. Es gibt einen linken, einen rechten und dazwischen einen demokratischen Antisemitismus. Die meisten Antisemiten begnügen sich damit, Juden zu beschimpfen und zu bedrohen. Einige Antisemiten drängen darauf, dass die Juden aus ihrem Machtbereich verschwinden. Die industrielle Elimination von Juden ist dem deutschen NS-Staat vorbehalten.

De Unterschiede zwischen Antijudaismus und Antisemitismus sind fließend, da die allermeisten „rassischen“ Juden auch „Religionsjuden“ sind. Der qualitativ größte Unterschied besteht in der Vererbung des Judentums. Im Antijudaismus kann sich der Jude aus seiner Gemeinschaft entfernen, im Antisemitismus ist dies dem Juden meist verwehrt.

Wenden wir uns der dritten Judenhassart zu, dem Antizionismus, der beschönigend auch als „Israelkritik“ auftritt. Sowohl der Antizionist, als auch der Israelkritiker sind gegen die Existenz Israels als jüdischen Staat. Der Hass der Antizionisten (Israelkritiker) richtet sich gegen Zionisten, die es auf antijudaistischer oder antisemitischer Weise zu eliminieren gilt. Zionisten sind für den Antizionisten Juden, die in Israel leben und Juden außerhalb Israels, die Israels Existenz unterstützen. Antizionistische Juden, die sich zur Genüge schon für wenig Geld außerhalb Israels mieten lassen, sind zunächst vom Hass der Antizionisten ausgenommen, weil sie diese Juden taktisch als Bündnispartner schätzen. Letztendlich werden sie sich nach erfolgreicher Tat auch gegen antizionistische Juden wenden, da immer die Gefahr besteht, dass aus Juden Zionisten werden. Nicht-jüdische Antizionisten (Christliche Zionisten) werden vom Antizionisten nicht ernst genommen.

Die Zerstörung des Judenstaates soll die Juden erneut abhängig von ihren Wirtsstaaten machen mit den historisch bekannten Ergebnissen. Es geht dem Antizionisten letztendlich um die Eliminierung von Juden über die Zerstörung des Judenstaates. Der Judenstaat hindert die Israelkritiker daran, ihre antijüdischen Vorstellungen in die Realität umzusetzen.

Der Antizionismus verfolgt dieselben Ziele wie der Antisemitismus und der Antijudaismus. Unterschiede zwischen Antijudaismus, Antisemitismus und Antizionismus sind nur in der Handhabung vorhanden, die auf technische Errungenschaften beruhen. Eine Diffenrenzierung der drei Judenhassarten führt zu keinem Erkenntnisgewinn.

Aus diesem Grund wird „Antisemitismus“ mit „Judenhass“ gleichgesetzt und fungiert als Oberbegriff über Antijudaismus und Antizionismus. „Antisemitismus“ wird bevorzugt, da es ein internationaler Begriff ist, der in den meisten Sprachen verstanden wird.

Der Judenhass/Antisemitismus ist eine Weltkonstante, die sich an die technischen Gegebenheiten anpasst. Genauso passen sich die Juden an technischen Gegebenheiten an, um zu überleben. Der sie schützende Dom des Bischofs des Mittelalters ist dem Iron Dome des 21. Jahrhunderts gewichen. Gegen den mittelalterlichen Bischof kursieren antijudaistische Verschwörungstheorien, wie heute antizionistische Verschwörungstheorien über das finanzielle und militärische Vermögen Israels. Die wahre Wandlung des Antisemitismus besteht in dem Einsatz neuer Worte.

Der islamische Judenhass hat eine starke antizionistische Komponente, die seit Anbeginn des Islams vorhanden ist. Als „Semiten“ usurpieren die Muslime den „Antisemitismus“, da weder sie, noch die indigenen europäischen Antisemiten das Wort „Antisemitismus“ begreifen, welches einen biblischen Bezug zu Juden hat. Interessant wird in Zukunft der nächste Antisemitismus werden, der aus der Melange von islamischen mit indigenen europäischen Antisemitismus entstehen wird. Die Differenzen zwischen diesen beiden Antisemitismen werden sich jedoch mit der Zeit, wenn es in Gaza friedlich wird, mit Gewalt entladen und einseitige Unterstützung durch islamistische militante Organisationen erfahren, die immer größere Gebiete der ehemaligen Kaliphate an sich reißen. Der Judenhass als kleinster gemeinsamer Nenner wird nicht ausreichen, um den Kampf zwischen den Anhängern beider Gruppen in Europa zu verhindern. Juden, wie andere passive Zuschauer der Auseinandersetzungen, werden unter Kollateralschäden leiden. Der schutzbedürftige Europäer wird sich autoritäre staatliche Strukturen wünschen, wie sie bereits heute unter Putin in Russland vorhanden sind. Wer und wann die Oberhoheit gewinnt, ist offen.

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Darf der das?

Mithat Gedik hat den Vogel abgeschossen! Er ist der Schützenkönig von Sönnern-Pröbsting geworden. Beim Schützenfest am 18. Juli 2014 schoss er den hölzernen Adler von einem Mast herunter. In Sönnern-Pröbsting gilt:

Wer mir den Vogel herunterschießt,
Mit Zepter und Krone belehn ich
Den wackern Mann! Wir blasen Tusch
Und rufen: »Es lebe der König!«

Mithat Gedik schoss den Vogel herunter. Ihm wurde die Königskette umgehängt und alle anwesenden Schützenbrüder feierten ihn. Beim Schützen-Gottesdienst sprach der Pastor von christlichen Werten. Alles war perfekt.

Ein paar Tage später aber meldete sich der Dachverband der St. Georg-Bruderschaft und forderte einen Sturz des Königs von Sönnern-Pröbsting. Als Begründung für den Sturz führte der Dachverband Paragraf 2 der Satzung an:

„Die Schützenbruderschaft St. Georg Sönnern-Pröbsting ist eine Vereinigung von christlichen Menschen, die sich zu den Grundsätzen und Zielen des Bundes der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften in Köln e.V. bekennen. Sie ist Mitglied dieses Bundes, dessen Statuten und Rahmensatzungen in ihrer jeweiligen Fassung für sie verbindlich sind. Getreu dem Wahlspruch der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften „Für Glaube, Sitte, Heimat“ stellen die Mitglieder der Schützenbruderschaft St. Georg Sönnern-Pröbsting sich folgende Aufgaben:

Bekenntnis des Glaubens durch aktive religiöse Lebensführung, Ausgleich sozialer und konfessioneller Spannungen im Geiste echter Brüderlichkeit, Erziehung zum Werke christlicher Nächstenliebe;

Schutz der Sitte durch Eintreten für christliche Sitte und Kultur im privaten und öffentlichen Leben, Gestalten echter brüderlicher Geselligkeit, Erziehung zu körperlicher und charakterlicher Selbstbeherrschung durch den Schießsport;

Liebe zur Heimat durch Dienst für das Gemeinwohl aus verantwortungsbewusstem Bürgersinn, tätige Nachbarschaftshilfe, Pflege der geschichtlichen Überlieferung.“

Mithat Gedik Heimat ist zwar Deutscher und er liebt seine Heimat; auch ist er Dank seines Abiturs, das er unter anderem in katholischer Theologie abgeschlossen hat, bestens mit den Sitten und der Kultur des Christentums vertraut, aber er ist Moslem.

Eigentlich sollte man meinen, das sei kein Problem, schließlich war Jesus Jude, warum soll dann nicht ein Schützenkönig Moslem sein dürfen, aber nichts gilt in Deutschland mehr als das Vereinsrecht. In Deutschland gibt es Landesrecht und Bundesrecht. Im Grundgesetz steht: „Bundesrecht bricht Landesrecht“, aber ungeschrieben fest steht: Vereinsrecht sticht alles! Ein deutscher Verein ist der Kreuz Bube unter den NGOs.

Die Satzung des Schützenvereins lässt keine Muslime zu! Nur Christen dürfen Mitglieder der Schützenbruderschaft St. Georg Sönnern-Pröbsting sein. Mit anderen Worten, wenn Jesus kommen würde, um einen Antrag auf Mitgliedschaft zu stellen, müsste dieser Antrag abgelehnt werden. Ein Jude kann nicht Mitglied in dem Schützenverein werden und ein Moslem nicht Schützenkönig! Dabei ist die Schlagzeile so großartig:

„Deutsches Dorf macht bewaffneten Moslem zum König“

Das ist doch mal gelungene Integration! Ein Verein ist aber nicht der Integration verpflichtet. Jeder Verein kann diskriminieren wie es ihm gefällt. In den meisten Karnevalsvereinen zum Beispiel darf eine Frau nicht „Prinz Karneval“ werden. In der Sauna des Frauenzentrums Schokoladenfabrik e.V. wiederum dürfen keine Männer schwitzen. Es gibt viele Schützenvereine, in denen Frauen niemals Schützenkönig werden können, selbst wenn sie Christinnen sind. Im Verein ist vieles möglich.

Wenn Mithat Gedik allerdings noch einen drauf setzen möchte, dann schlage ich vor, zieht er nach Bad Dürkheim und lässt sich dort zur Weinkönigin wählen. Ich wäre sofort dabei. Die Schlagzeile gefällt mir noch mehr:

„Muslimischer Mann wird Weinkönigin“

Ich stelle mir auch die Debatte drum herum spannend vor. Muss er Kopftuch tragen?

Mithat Gedik kann natürlich auch zum Christentum konvertieren. Dann darf er sogar Schützenkönig bleiben. Er darf sich aber nicht zur Frau umoperieren lassen. Dann müsste er die Königskette wieder abgeben.

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Tertiärer Judenhass

Antizionismus wird oft als sekundärer Antisemitismus bezeichnet. Antisemitismus ist jedoch bereits sekundärer Antijudaismus. Der Hass auf Israel ist tertiärer Judenhass!

Antijudaismus ist der Hass auf das Judentum als Religion. Antisemitismus ist der Hass auf das Judentum als Volk. Antizionismus ist der Hass auf das Judentum als Nation. Ob nun aber Antijudaismus, Antisemitismus oder Antizionismus, in allen drei Fällen ist die Definition von Judenhass gleich:

“Ein Judenhasser ist, wer an Juden kritisiert, was er an anderen Menschen nicht kritisiert.”

Judenhass ist erschreckend wandelbar und passt sich den neuen Gegebenheiten an. Der christliche Judenhass nannte sich Antijudaismus. Antijudaisten nannten Juden Kindermörder, verfolgten sie und griffen ihre Synagogen an. Antijudaismus war der Hass auf das Judentum als Religion. Einer der bekanntestes Einpeitscher des Antijudaismus war Martin Luther. In seiner Abhandlung „Über die Jüden und ihre Lügen“ erklärte er:

„Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

In seinem „Handbuch über die Judenfrage“ forderte er:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich …“

Mit der Aufklärung nahm der christliche Antijudaismus ab. An seiner Stelle nahm der Antisemitismus den Platz des Judenhasses ein. Antisemiten erklärten Juden zu einer minderwertigen Rasse nannten Juden Kindermörder, verfolgten und ermordeten sie und griffen ihre Synagogen an. Antisemitismus war der Hass auf das Judentum als Volk.

Als der Antisemitismus aufkam, kannten viele Menschen nur den klassischen Antijudaismus, den sie nicht mehr als große Gefahr ansahen. Das Christentum hatte seine absolute Macht eingebüßt. In Deutschland wurden Juden Ende des 19. Jahrhunderts vollwertige Bürger des Deutschen Kaiserreichs.

Als der Antisemitismus aufkam, wurde er fahrlässig unterschätzt. Deshalb konnte er wüten.

Mit dem Ende des Nationalsozialismus nahm der Antisemitismus langsam ab. An seine Stelle trat der Antizionismus. Antizionisten erklärten Israelis zu Juden, die nichts aus dem Holocaust gelernt haben. Antizionisten nennen Israelis Kindermörder, verfolgten und ermordeten sie und greifen ihre Synagogen an. Antizionismus ist der Hass auf das Judentum als Nation.

Wie einst der Antisemitismus unterschätzt wurde, wird heute der Antizionismus unterschätzt. Viele Menschen in der Bundesrepublik Deutschland, in der Juden so gleichberechtigt sind, wie sie es einst im Deutschen Kaiserreich waren, für das einige Juden sogar in der Armee gekämpft hatten, haben immer noch nur den Antisemitismus im Kopf. Antisemitismus aber war gestern. Heute wütet der Antizionismus!

So wie der Antijudaismus einst von Christen ausging, ist der Antizionismus heute ein Phänomen, das stark in der muslimischen Gemeinschaft zu finden ist. Die hysterische Kritik gegen Israel ist purer Antizionismus, weil sie an Israel kritisiert, was sie allen anderen Ländern der Welt durchgehen lässt. Zudem ist die Kritik sinnlos! Die Hamas hasst Israel nämlich nicht aufgrund eines bestimmten Handelns. Sie hasst Israel, weil Israel überhaupt handeln kann, egal wie. Es ist die pure Existenz Israels, die nicht erwünscht ist. Die Hamas hat einen brutalen auf Vernichtung der Juden ausgerichteten Hass auf Israel.

Die Hamas fordert die Ermordung aller Juden, bewaffnet sich aus genau diesem Grund, peitscht ihre Feinde ein und schießt seit Jahren immer wieder und oft täglich tausende Raketen in Richtung Israel ab, um so viele Kinder, Frauen, Zivilisten, Schulen, Hospitäler und Heime wie möglich zu treffen. Statt aber Israels Recht auf Selbstverteidigung zu verteidigen, wird von vielen Leuten erwartet, Israel solle mit den Judenhassern verhandeln. Wie aber verhandelt man mit einer Terrororganisation, die alle Juden vernichten will? Soll Israel dieser Organisation etwa auf halbem Weg entgegenkommen?

Es gibt keine Möglichkeit über die Vernichtung von Juden zu verhandeln. Israel muss daher den Krieg gewinnen. Israel muss jeden Krieg gewinnen! Nach zehn Kriegen muss es 10:0 stehen. Ein 9:1 ist nicht möglich. Nur ein verlorener Krieg bedeutet nämlich, dass Israel nicht mehr existiert. Israel lebt seit seiner Gründung in einer permanenten Sudden Death Situation. Der Gegner kann ruhig einen Krieg nach dem anderen verlieren, aber Israel muss jeden Krieg gewinnen.

Israel hat daher kein Interesse an einen Krieg. Israel ist eine marktwirtschaftliche Demokratie und wäre lieber von Geschäftspartner umgeben als von Feinden.

Der Antizionismus blendet das alles aus. Der Antizionismus wird in Deutschland so fahrlässig unterschätzt wie einst der Antisemitismus. Aber so wie Juden den Antijudaismus und den Antisemitismus überlebt haben, so werden sie auch den Antizionismus überleben. Der Antijudaismus hatte einst mit Luther einen bedeutenden deutschsprachigen Unterstützer. Der Antisemitismus hatte in Hitler seinen besten Verbündeten. Heute schauen wir mit Unverständnis auf diese Zeiten zurück und fragen uns, wie eine solche einseitige Hetze sich gesellschaftlich Bahn brechen konnte. In ferner Zukunft wartet auch auf den Antizionismus dieses Unverständnis.

Die Frage ist nur, wie entscheidet sich Deutschland diesmal!

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Keine Behandlung für Jüdin!

In Belgien wurde einer Frau mit einem Rippenbruch die Behandlung verweigert, weil sie Jüdin ist.

Am 30. Juli 2014 um 11 Uhr bat Bertha Klein ihren Sohn, der amerikanischer Staatsbürger ist, die medizinische Notfall-Hotline der Stadt Antwerpen anzurufen. “Ich komme nicht zu Ihnen”, sagte der Arzt dem Sohn und legte auf. Als der Sohn erneut anrief, sagte der Arzt: “Schicken Sie Ihre Mutter für ein paar Stunden nach Gaza, dann wird sie die Schmerzen schon loswerden.”

Laut dem Magazin Joods Actueel, bestätigte der Arzt den Vorfall. Anhand des amerikanischen Akzents des Sohns will der Arzt erkannt haben, dass die Patientin jüdisch ist.

Die Familie von Frau Klein rief nach dem Vorfall ihren Freund an. Sein Name ist Samuel Markowitz. Er ist als freiwilliger Sanitäter und im Stadtrat von Antwerpen tätig. Er rief den Arzt erneut an, der ihm den Vorfall am Telefon bestätigte.

Bertha Kleins Enkel hat mittlerweile eine Anzeige wegen Diskriminierung bei der Polizei eingereicht. “Dieser Vorfall erinnert mich an das, was vor 70 Jahren in Europa passiert ist”, sagte er dem Magazin Joods Actueel. “Ich hätte nie gedacht, dass sich soetwas noch einmal wiederholen würde.”

Es ist nicht der einzige besorgniserregende Zwischenfall in Belgien.

Im Juli 2014 wurde einer orthodoxen jüdischen Frau die Bedienung in einem Bekleidungsgeschäft in Antwerpen verweigert. In dem Schaufenster eines Café in der Nähe von Lüttich hing ein Schild mit der Aufschrift: „Hunde erlaubt, aber Zionisten und Juden nicht!“ Am 24. Mai 2014 wurde ein israelisches Paar und eine französische Besucherin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Nicht nur in Belgien leben Juden gefährlich.

Europa gibt es jetzt wieder mit Pogrom!

Weitere Informationen: Israel Nachrichten

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Die entscheidende Frage

Liebe Leserinnen und Leser meines Blogs,

ich habe eine kleine Bitte an Euch. Wir kennen ja alle diese Nahostexperten, die ständig in Talkshows eingeladen werden, um dort Israel zu kritisieren. Nicht selten erklären sie dabei die Handlungen der Hamas, ohne damit (natürlich) irgendwas rechtfertigen zu wollen.

Mittlerweile ist mir aufgefallen, dass diesen Experten so gut wie nie die alles entscheidende Frage gestellt wird. Es ist eine einfache Frage, deren Beantwortung die Einstellung der Nahostexperten mit einem Schlag transparenter machen würde. Ich finde, sie muss gestellt und beantwortet werden, bevor ein weiteres Gespräch überhaupt möglich ist.

Da diese Frage unbegreiflicherweise nicht gestellt wird, bitte ich jetzt Euch, diese Frage zu stellen. Kontaktiert die sogenannten Nahostexperten!

Lieber Nahostexperte,

bei all der Kritik an Israel, die Sie formulieren, habe ich eine einfache Frage: Warum, glauben Sie, handelt Israel so? Was ist Ihrer Überzeugung nach die Motivation hinter dem Handeln Israels?

Ich übe harsche Kritik an der Hamas. Damit Sie wissen, warum ich dies tue, erkläre ich kurz, was meiner Überzeugung nach die Motivation hinter dem Handeln der Hamas ist:

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Hamas all die Raketen wirft, weil sie Israel und so viele Juden wie möglich vernichten will. In ihrer Gründungscharta fordert die Hamas den Massenmord an alle Juden, Minister der Hamas nennen Juden Bakterien, die vernichtet werden müssen und im Fernsehen der Hamas werden Kinder zu Judenmördern erzogen. Für mich sind die Mitglieder, Wähler und Sympathisanten der Hamas Naziis (Nationalislamisten). Die Hamas hat sogar den Hitlergruß als Zeichen.

Ich bin fest davon überzeugt, dass die Hamas Raketen wirft, weil sie so viele Juden wie möglich töten will, weil sie Juden hasst!

Jetzt, da Sie meine Überzeugung kennen, bitte ich Sie, eben so offen und ehrlich zu sein: Warum, meinen Sie, handelt Israel so, wie Israel handelt?

Bevor ich nicht weiß, was Ihrer Meinung nach die Motivation hinter Israels Handeln ist, kann ich Ihre Kritik an Israel nicht einordnen. Bitte sagen Sie es mir.

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

Solltet Ihr Antwort auf diese Frage bekommen, bitte ich Euch, mir diese Antwort zu senden, denn ich möchte die Nahostexperten endlich verstehen.

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Wir fordern eine faire Berichterstattung über Israel

Eine Rede von Nathan Warszawski gehalten am 24. Juli 2014 auf dem Wallraffplatz in Köln vor dem WDR.

Liebe Freunde des Staates Israel,

Das Motto unserer Veranstaltung lautet: „Wir fordern eine faire Berichterstattung über Israel“. Fordern ist erlaubt. Ob die Forderungen erhört werden? Wenn wir aber die Forderungen nicht stellen, dann werden sie mit Sicherheit nicht erfüllt werden. Also fordern wir.

Wenn wir etwas fordern, dann sollten wir wissen, was wir fordern.
Faire Berichterstattung: Was ist fair? Verstehen wir unter fair „ehrlich“ oder lieber „für uns angenehm“?

Ich fordere Euch auf, die Internetseite tapferimnirgendwo (in einem Wort geschrieben) des bedeutendsten Israelfreundes Deutschlands, Herrn Gerd Buurmann aus Köln, meinem Freund, nicht nur auf Facebook, regelmäßig zu lesen, damit ihr wisst, was faire Berichterstattung ist!

Zum nächsten Punkt:

Was wollen wir mit einer fairen Berichterstattung erreichen? Ist es nicht besser zu schweigen?

Mehr als 2.000 Jahre haben Juden geschwiegen, wenn ihnen Unrecht angetan worden ist. Haben die Juden deshalb überlebt, weil sie geschwiegen haben? Oder ist es besser, die Wahrheit herauszuschreien? Wir Heutigen dürfen laut reden und schreiben, denn in Deutschland herrscht Meinungsfreiheit. Meinungsfreiheit hat aber nichts mit Wahrheit zu tun. Meinungen sind persönliche Ansichten, die unbeabsichtigt oder beabsichtigt falsch und verlogen sind. In Deutschland wie in allen anderen demokratischen Ländern herrscht Meinungsfreiheit, keine Wahrheitsfreiheit, schon gar keine Wahrheitspflicht.

Hier ein Ausschnitt aus einem Brief, der Euch zeigen wird, wie wichtig die freie Meinungsäußerung für Juden und Israel ist.

— Die Welt zeigt keine Sympathie für den kleinen demokratischen Judenstaat, der in Gaza, einem der größten Terroristennestern der Welt, einbricht, um die islamistischen Verbrecher daran zu hindern, Raketen auf Schulen abzufeuern. Die meisten Weltmedien stellen Israel als Aggressor dar, der als gefühlloser Krieger die Araber verachtet.

— Warum ist dem so? Israel hat über Jahrzehnte den Fehler begangen, davon auszugehen, dass niemand den idiotischen Lügen über Israel den geringsten Glauben schenken würde. Dem Judenstaat sind Auseinandersetzungen mit Unwahrheiten unter seiner Würde gewesen. Israel wehrt sich nicht gegen die Lüge, die Frau Arafat Hillary Clinton öffentlich vorträgt, dass Israel das Trinkwasser arabischer Kinder vergiftet, dass jüdische Wissenschaftler AIDS erfunden haben, um arabische Palästinenser zu töten, dass Israel wahllos Bomben auf arabische Kinder wirf, dass Israel den Arabern ohne Entschädigung Land stiehlt, dass Israel keinen historischen Anspruch auf das Land hat, dass Palästinenser von Juden aus purem Rassismus an militärischen Checkpoints gedemütigt werden, dass Israel nur deshalb eine Mauer errichtet hat, damit die Araber in Judäa und Samaria zur Freude und Genugtuung des amtierenden Aachener Bischoffs sich wie im Warschauer Ghetto fühlen. Israel hat nie das Bedürfnis verspürt, auf solche Hirngespinste zu reagieren, weil es für Israel selbstverständlich gewesen ist, Gesetz und Menschenrechte zu achten. Und weil Israel grob fälschlicherweise von sich auf andere schließt.

— In den letzten beiden Jahrtausenden haben Juden denselben verhängnisvollen Fehler begangen. Juden sind sich so sicher gewesen, dass niemand glauben würde, dass sie Gottesmörder sind, dass niemand glauben würde, dass sie das Blut christlicher Kinder trinken, dass niemand glauben würde, dass sie Brunnen vergiften, um die Pest herbei zu führen. Und dass niemand glauben würde, dass sie Land stehlen würden, welches ihnen für Tausende von Jahren nachweislich und urkundlich gehört hat.

— Unzählige Juden sterben wegen dieser Lügen. Erst jetzt lernen wird, dass jeder diese Lügen bekämpfen muss.

Ich werde Euch eine weitere Lüge auftischen, auf die ihr als ethisch handelnde Menschen mit großer Wahrscheinlichkeit hereingefallen seid:

Sehr viele Medien der freien Welt versuchen die Bevölkerungen ihrer Länder gegen Juden und den Judenstaat aufzuhetzen, indem sie bewusst lügen, dass die israelische Verteidigungsarmee vor allem Kinder und Frauen tötet. Die arabische Nachrichtenagentur Al Jazeera, die zweifelsfrei kein Freund Israels ist, hat diese Lüge wohl ohne Absicht enttarnt. Es ist grausam und mir höchst unangenehm, folgende Tatsachen darzulegen, aber es ist zur Erkennung der Wahrheit notwendig.

Die arabische Bevölkerung in Gaza ist sehr jung. Die Geburtenrate und das Bevölkerungswachstum gehören zu den höchsten der Welt. Es gibt bedeutend mehr Kinder als Erwachsene und mehr Erwachsene als Greise. Die Zahl der Frauen übersteigt die der Männer. Über die Hälfte der Bevölkerung ist jünger als 15 Jahre. Nachzulesen in: The World Fact Book – CIA.

Al Jazeera hat veröffentlicht, dass 82% aller Toten des jetzigen Krieges Männer, und dass 66% dieser Männer zwischen 18 und 38 Jahre alt sind. Damit hat der arabische Nachrichtensender bestätigt, dass die meisten Toten keine Frauen und keine Kinder sind, sondern Männer im besten Kombattantenalter. Al Jazeera hat durch seine Statistik bewiesen, dass sich die Armee des Judenstaates im höchsten Maße ethisch verhält.

Momentan ist die deutsche Presse bei Weitem Israel freundlicher als beim letzten Gazakrieg vor nicht ganz zwei Jahren. Bisher habe ich in meiner Lokalzeitung, den Dürener Nachrichten, keinen einzigen antisemitischen Leserbrief gelesen, was in diesem Blatt ansonsten nicht ungewöhnlich ist. Selbst der „Freitag“, dessen Verleger Aussprüche tätigt, die das Simon-Wiesenthal-Center in einer jährlich erscheinenden Liste zu den zehn größten antisemitischen Verunglimpfungen weltweit gezählt hat, publiziert neben antisemitischen auch israelfreundliche Artikel. Und das nicht erst, seitdem ich dort schreibe.

Wenn mein Eindruck stimmt, dass die Presse weniger israelfeindlich geworden ist, dann stellt sich sofort die Frage nach dem „Warum“. Mir ist nach langem Nachdenken nur eine Antwort übrig geblieben. Es hängt mit dem neuen, dem islamischen Antisemitismus zusammen.

Der islamische, nicht islamistische, Antisemitismus ist nicht ganz neu, drängt sich jedoch zum Anlass des jetzigen Krieges vor und wird gut vernommen. Es handelt sich nicht um einen islamistischen Antisemitismus, denn der islamistische Antisemitismus ist unbedeutend. Zwar foltern und morden Islamisten auch Christen und seltener Juden, wie in Assyrien, Ägypten und Gaza, denn die Islamisten bevorzugen Muslime, die der falschen Konfession angehören oder sonstwie gottlos sind. So hat die islamistische Hamas, die seit Jahren in Gaza herrscht, mehrere Tausende von Muslimen auf dem Gewissen, die sie als Selbstmordattentäter und lebende Schutzschilder benutzt und Israel als Kanonenfutter vorwirft. Die islamistische und antisemitische Hamas tötet bedeutend mehr Muslime als Juden!

Die muslimischen Antisemiten Deutschlands und Europas rekrutieren sich aus der zweiten und dritten Generation von Einwanderern, denen warum auch immer die Integration nicht gelungen ist. Richtigerweise können sie nicht zwischen Juden und Israel unterscheiden wie die – ich nenne sie hier zur eindeutigen Unterscheidung – arischen Antisemiten, die vorgeben Antizionisten oder feiner – Israelkritiker zu sein, aber keine Antisemiten. Nach Auschwitz lehnt es der arische Antisemit ab, als Antisemit bezeichnet zu werden. Der muslimische Antisemit ist dem arischen Antisemiten oberpeinlich. Der arische Antisemiten will sich vom muslimischen Antisemiten distanzieren, weil dieser die saubere arische Trennung zwischen Israel- und Judenhass verwischt. Deshalb bestehen der arische Antisemit und die Gutmenschen in seinem Gefolge darauf, dass es sich beim islamischen Antisemitismus eigentlich um islamistischen Antisemitismus handelt.

Manche tumbe arische Antisemiten, wie Neonazis, Linksjugend aus Essen und Ähnliche, freuen sich noch, wenn muslimische Antisemiten an ihren Demonstrationen teilnehmen. Ihre linken Vorgesetzten quälen sich, die gerade Ideologie zu verkrümmen.

Genauso wie die Hamas Israel mit dem Tod von Muslimen droht, könnten wir Israelfreunde dem bürgerlichen Antizionisten mit muslimischen Antisemitismus drohen. Diese Drohung reicht aus, damit bürgerliche, zum Antizionismus, also Antisemitismus neigende Zeitungen wie die Dürener oder Aachener Zeitung auf Israel feindliche, also antisemitische Leserbriefe und Artikel verzichten.

Doch was können wir gegen den muslimischen Antisemitismus tun?

Die meisten gut integrierten Muslime sind keine Antisemiten, und wenn doch, dann übernehmen sie den arischen Antisemitismus. Wenn wir folglich den Juden und Israel hassenden Muslimen helfen würden, sich zu integrieren, dann würde ein Teil den arischen Antisemitismus annehmen.

Zurück zum Thema. Was können wir tun, um die Berichterstattung über Israel für uns angenehmer, also fair zu gestalten?

Es gibt in Deutschland eine jüdische Presse, die vor allem von Juden und Freunden Israels konsumiert wird. Die Berichterstattung mag fair sein, sie erreicht leider nicht diejenigen, die wir beeinflussen wollen.

Wir müssen die Medienlandschaft aufmischen. Hier sind wir unseren Feinden weit überlegen, die unfähig sind, einen Gedanken logisch zu Ende zu führen und ihn niederzuschreiben. Dank Internet kann jeder einen Leserbrief schreiben, der innerhalb weniger Minuten nach erfolgreich bestandener Zensur für alle sichtbar auftaucht. Wer sich zutraut, kann in Online-Zeitungen längere Artikel publizieren und sein faire Meinung zu Israel der Öffentlichkeit kund tun. Auch ist es nicht schwer, einen Blog zu schreiben. Doch hier fehlt es an effektiver Zusammenarbeit. Es ist von Vorteil, wenn mehrere Israelfreunde zusammen einen Blog erstellen.

Hier ende ich und wiederhole die prophetischen Worte George Orwells, die er in „Animal Farm“ geschrieben hat:

„Demonstrieren ist gut, schreiben ist besser!“

***

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(TINNW)

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Kritik an Israel ist nicht mutig!

Niemand sage mir, Kritik an Israel sei schwer möglich und mutig. Kritik an Israel ist Normalität.

Beim einem Tagesgespräch vom WDR5 zum Thema Israel am 23. Juli 2014 riefen acht Hörerinnen und Hörer an. Alle davon kritisierten Israel, 100%. Dennoch erklärten viele von den Anrufern, Kritik an Israel sei nur schwer möglich. 100% ist nicht schwer möglich? 100% ist 100% möglich!

Wer behauptet, man könne in Deutschland Israel nicht kritisieren und das obwohl die ganze Zeit schon Israel kritisiert wird, ist nicht mutig, sondern einem Wahn verfallen!

Das Schlimmste, was einen Israelkritiker in Deutschland passieren kann, ist Widerspruch. Wer wirklich mal was gefährliches machen will, der stelle sich einfach mal mit Israelfahne irgendwo hin und erkläre seine Solidarität mit Israel. Wer wissen möchte, was mutig ist, ziehe sich eine Kippa auf.

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Offener Brief an Jürgen Todenhöfer

„Haben Sie gewusst, dass Israel beim vollständigen Abzug aus Gaza vor neun Jahren 3000 Gewächshäuser intakt zurückgelassen hat, die von den Menschen, die Ihnen so am Herzen liegen, in Nullkommanix zerstört wurden?“

Claudio Casula antwortet Jürgen Todenhöfer und stellt klar, wer die Schuldigen am Leid der Palästinenser im Gazastreifen sind. Die Hamas!

Avatar von Claudio CasulaSpirit of Entebbe

Sehr von Antisemiten verehrter Herr Todenhöfer,

Ministerpräsident Netanyahu ist derzeit mit wichtigeren Aufgaben beschäftigt, als Offene Briefe mediengeiler Ex-Politiker zu lesen, die auch noch auf Deutsch verfasst sind, weil sie sich ohnehin nicht an ihn, sondern an ein einschlägiges Publikum richten.

Daher, wenn Sie erlauben: Darf ich Ihnen mitten auf Ihrer beeindruckenden Selbstdarstellungstournee ein paar Fragen stellen? Als Deutscher, der weiß, dass man aus unserer Geschichte nicht unbedingt gelernt haben muss, den Juden zu raten, sich nicht gegen ihre Todfeinde zu verteidigen und der den Antisemitismus nicht nur pro forma ablehnt, weshalb er sich nicht ausgerechnet auf den einzigen jüdischen unter den 200 Staaten dieser Welt einschießt?

Haben Sie sich schon einmal vorgestellt, wie es wäre, nicht nach Gaza zu fahren, um vor der Kamera den Vater Teresa der leidenden Palästinenser zu geben, sondern wenigstens ein einziges Mal nüchtern zu beobachten, was sich dort seit Jahrzehnten tut? Wenn Sie schon…

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