Vier Menschen werden den Eurovision Song Contest 2019 in Tel Aviv moderieren: Supermodel Bar Refaeli, Moderator Erez Tal, Slam-Poetin Lucy Ayoub und Assi Azar.
Azar ist seit 2016 verheiratet und wurde von der amerikanischen Zeitschrift Out in die Top 100 der einflussreichsten Schwulen aufgenommen. Im selben Jahr feierte seine Dokumentation „Mom, Dad, I have something to tell you“ über seine Homosexualität im israelischen Fernsehen Premiere.
Aus seiner Instagram-Seite hat Assi Azar nun bekannt gegeben, dass er sein gesamtes Gehalt vom Eurovision Song Contest an die Israel Gay Youth (IGY) spenden wird. Laut Azar beläuft sich das Gehalt auf 105.000 Schekel, was rund 25.000 Euro sind.
IGY ist eine Organisation für junge lesbische, schwule, bisexuelle und transsexuelle Menschen, sowie für Jugendliche, die sich nicht in vorgegebenen Geschlechterrollen wiederfinden. Die Organisation wurde von Yaniv Waizmann gegründet und ist heute in 22 Städten und Gemeinden in Israel tätig. Jährlich nehmen über 1.500 Jugendliche die Unterstützung der Organisation an.
Die Programme von IGY umfassen unter anderem einen Jugendclub in Tel Aviv, Gruppen für HIV-positive Jugendliche und das Nir-Programm. Das Nir-Programm wurde nach Nir Katz benannt. Im Jahr 2009 wurde Katz im Alter von 26 Jahren bei einem Anschlag am 1. August 2009 auf den LGBT-Jugendclub Bar Noar ermordet. Ein maskierter und schwarz gekleideter Mensch stürmte damals den Club und schoss mit einer Pistole um sich. Bei dem Anschlag wurde neben Nir Katz auch die 17-jährige Liz Troubishi ermordet.
Die meisten Verletzten des Anschlags waren Minderjährige. Sechs von ihnen befanden sich teilweise in sehr kritischem Zustand. Neben den körperlichen Schäden provozierte der Anschlag auch seelische Schmerzen. Für einige Opfer des Anschlags zum Beispiel stellte die Gewalttat ein ungewolltes Outing dar, da manche Eltern erst durch die Tat herausfanden, dass ihre Kinder schwul sind. Der damalige Präsident Shimon Peres erklärte damals:
„Die schreckliche Tat, die gestern in Tel Aviv gegen Jugendliche und junge Menschen durchgeführt wurde, kann von zivilisierten und aufgeklärten Menschen nicht akzeptieren werden. Mord und Hass sind die beiden schwerwiegendsten Verbrechen in der Gesellschaft. Die Polizei muss große Anstrengungen unternehmen, um den abscheulichen Mörder zu fangen, und die gesamte Nation muss sich zusammenschließen, um diese abscheuliche Tat zu verurteilen.“
Peres bezeichnete den Täter als „niederträchtigen Kriminellen“ und forderte die Polizei auf, ihn schnell zu verhaften. Er konnte jedoch nie gefasst werden. Am 8. August 2009 kam Peres persönlich zum Tatort Bar-Noar, um die schwul-lesbische Gemeinschaft zu unterstützen.
Auch der israelische Premierminister Benjamin Netanjahu verurteilte den Mord bei der Eröffnung seiner Kabinettssitzung und drückte seinen „Schock und seine Bestürzung“ aus. Er verurteilte den „schockierenden Mord“ und betonte: „Wir sind ein demokratisches und tolerantes Land. Wir müssen jeden Menschen, wie er ist, respektieren.“
Die damalige Oppositionsführerin Tzipi Livni sagte:
„Selbst wenn alle Details, die das Ereignis betreffen, noch nicht klar sind, besteht der Hass und muss behandelt werden. Dieser schwere Vorfall muss die Gesellschaft und alle ihr innewohnenden Kreise, einschließlich des politischen Establishments und des Bildungssystems, erschüttern. An diesem Tag müssen wie eine eindeutige Botschaft gegen Intoleranz, Aufstachelung und Gewalt vermitteln und deutlich gegen jede Manifestation dieser Gewalt handeln.“
Auf der Beerdigung von Nir Katz sagte seine Mutter Ayala:
„Irgendwie gehen uns die Worte aus. Ich stehe hier und denke, dass auch Nir niemals geglaubt hätte, dass dies passiert. Nir war beseelt von endloser Liebe für jedes Lebewesen, mit großem Respekt für alle Lebensläufe und für alle um ihn herum. Wenn jede Person diese Beerdigung mit nur einem kleinen Teil der Liebe und der Fähigkeit verlässt, die ihr Sohn gab, bedeutet dies, dass die Botschaft von Nirs Leben angekommen ist.“
Israel sendet diese Botschaft in die Welt hinaus und Assi Azar hat sich mit seiner Spende dazu entscheiden, diese Botschaft auch ganz persönlich zu unterstützen.
Veröffentlicht unterEurovision, Israel, Liberalismus|Kommentare deaktiviert für Israelischer ESC-Moderator spendet sein Gehalt für Israel Gay Youth
Bilal Hassani ist ein französischer Liedermacher und Produzent. Er wurde im Jahr 1999 in Paris in eine muslimische Familie marokkanischer Herkunft hineingeboren. Schon früh bekannte er sich offen zu seiner Homosexualität. Mit dem Lied „Roi“ wird er Frankreich beim Eurovision Song Contest 2019 in Israel vertreten und ich kann mir vorstellen, dass er gewinnt.
Sowohl für seine Entscheidung, in Israel aufzutreten, als auch für seinen Lebensstil bekommt Hassani Hassmails und Morddrohungen. Über den Hass, der ihm entgegenschlägt, spricht er ganz offen, sowohl in seinen Liedern, als auch zu seinen mittlerweile knapp eine Millionen Followern auf YouTube. Er erklärt:
„Ich bin nur ein Junge aus der neuen Generation, der wirklich das Gefühl hat, etwas tun zu können.“
Über den Eurovision Song Contest und die Anfeindungen, die ihm entgegenschlagen, sagt er:
„Es gibt gelegentlich Leute, die versuchen, den Eurovision zu einem politischen Ereignis zu machen, aber mich interessiert das nicht. Die Bühne ist ein heiliger Ort. Ich habe gehört, dass das Leben in Tel Aviv wirklich aufregend ist. Ich kann es kaum erwarten, die Sonne zu sehen. Und ich kann es kaum erwarten, das Land zu besuchen. Ich verfolge den Eurovision seit meiner Kindheit. Ich habe immer gesagt: „Eines Tages werde ich Frankreich bei Eurovision vertreten.“
Mit dem Lied „Roi“ wird er nun seine Botschaft der Selbstakzeptanz und Emanzipation in Israel präsentieren und dabei besonders den Menschen seiner marokkanischen und muslimischen Herkunft zeigen, dass Liebe, Akzeptanz und Frieden möglich ist, auch für Homosexuelle, die selbstverständlich mit Juden in Israel singen, tanzen und feiern.
Gerade für Marokko ist Bilal Hassani ein Vorbild, denn bis zum heutigen Tage weigert sich das Land am Wettbewerb teilzunehmen, obwohl es teilnahmeberechtigt ist. Der Grund ist so einfach wie schrecklich: Marokko weigert sich, mit Israel zu singen.
Im Jahr 1979 fand der Eurovision Song Contest erstmals in Israel statt, nachdem das Land 1978 den Wettbewerb gewonnen hatte. Da Israel in dem Jahr zu Hause wieder gewann, hätte die Show 1980 eigentlich erneut in Israel stattfinden sollen, aber der austragende israelische Sender entschied sich, ein Jahr zu pausieren. Diese Entscheidung nutze Marokko und bestätigte erstmals seine Teilnahme am israelfreien Wettbewerb.
Im Jahr 2015 meldete Marokko aufgrund einer wahrscheinlichen Absage Israels erneut Interesse am Eurovision Song Contest an. Als Israel dann aber doch seine Teilnahme für 2015 bestätigte, sagte Marokko am 31. Oktober 2014 seine Teilnahme ab und blieb dem Wettbewerb fern. Für die marokkanischen Verantwortlichen ist schon allein die Existenz von israelischen Menschen ein Affront. Im Jahr 1977 zog auch Tunesien aus dem selben Grund seine Teilnahme am Eurovision Song Contest zurück.
Der Libanon meldete sich für den Eurovision Song Contest 2005 an und wählte die Sängerin Aline Lahoud aus, um das Land mit „Quand tout s’enfuit“ zu vertreten. Es kam jedoch zu einer Auseinandersetzung mit der Europäische Rundfunkunion (EBU), da der Libanon Ausblendung der verantwortliche libanesische Sender Télé-Liban den israelischen Beitrag ausblenden wollte. Die EBU verlangte jedoch, dass alle Lieder gesendet werden müssten. Dies wollte Télé-Liban nicht garantieren, weshalb der Libanon dem Wettbewerb fern blieb.
Singt nicht mit Juden! Das scheint das Motto dieser diskriminierenden Länder zu sein. Bilal Hassani stellt sich diesem Hass entgegen. Er singt und ich bin mir sicher, er wird weit oben landen, vielleicht sogar siegen.
Merci!
Veröffentlicht unterEurovision|Kommentare deaktiviert für Ich kann es kaum erwarten, die Sonne zu sehen!
Am 29. Januar 2019 hielt Henryk M. Broder vor der AfD-Fraktion im Deutschen Bundestag eine Rede zu dem Thema: „Das Ende der Demokratie, wie wir sie kennen und was die political correctness dazu beiträgt“.
In seiner Rede kritisierte er die Zunahme der physischen Gewalt in der politischen Landschaft und die Unfähigkeit mancher Politiker, sich von Gewalt gegen Mitglieder des Bundestags zu distanzieren. Er kritisierte ebenfalls geschichtsrevisionistische Strömungen innerhalb der AfD, zum Beispiel Alexander Gaulands Aussage, die zwölf Jahre der Naziherrschaft seien ein „Vogelschiss“ in der deutschen Geschichte gewesen. Broder betonte:
„Das ist nicht nur aus der Sicht der Nazi-Opfer, der Juden, der Zigeuner, der Homosexuellen, der Widerstandskämpfer, der Deserteure, eine schwere Sünde.“
Vor der Rede machte die AfD-Chefin Alice Weidel ein Foto von sich und Broder. Dieses Bild wurde später massenhaft in den sozialen Netzwerken geteilt, versehen mit wenig schmeichelhaften Kommentaren, in denen Broder abwechseln als „senil“, „rechtspopulistisch“, „braun“ oder gleich als „Nazi“ bezeichnet wurde. Den Vogel schiss Markus Decker vom Kölner Stadt-Anzeiger ab. Er schrieb auf Twitter:
„Henryk M. Broder ist mit dem Satz seiner Eltern groß geworden: „Wir haben für Dich das KZ überlebt.“ Jetzt liegt er in den Armen einer Partei, die das Holocaust-Mahnmal als Mahnmal der Schande bezeichnet. Es ist nicht zu fassen.“
Dieser unverschämte Broder aber auch! Was fällt dem Juden eigentlich ein? Da wurden seine Eltern damals in deutsche Besserungsanstalten geschickt, um etwas wesentliches über die deutsche Moral zu lernen und jetzt erdreistet es sich dieser Überlebenssohn und lernt nichts aus dieser deutschen Nachhilfe. Ein Glück, dass es Markus Decker gibt, der heute dafür sorgt, dass die Arbeit seiner Vorfahren auch im 21. Jahrhundert noch Früchte trägt. Hätten Deckers Vorfahren Broders Eltern nicht zur sittlich bildenden Konzentration in Lager gezwungen, müsste er heute wohl andere Seiten aufziehen. So aber reicht es, diesem frechen Sohnemann von Juden, die es wagen, keine Stolpersteine zu haben, kurz und deutlich zu schreiben, dass die Lager damals ebensowenig zum Spaß gebaut wurden wie die vorbildlichen deutschen Holocaust-Mahnmale, um die uns die Welt heutet beneidet.
So denkt es in Markus Decker.
Die Verbreitung des Fotos von Broder und Weidel sorgte dafür, dass ich überhaupt von der Rede Broders erfuhr. Am 30. Januar erhielt ich nämlich mehrere Mails und SMS von Freunden und Bekannten, die mich aufforderten, zu diesem Foto Stellung zu beziehen, schließlich sei ich ein Freund von Broder.
Ja, es ist richtig. Ich bin ein Freund von Henryk. Ich liebe diesen Mann. Er ist witzig, warmherzig, ehrlich, direkt und dabei immer höflich, besonders wenn er intellektuell bissig wird. Ich stimme dem Schriftsteller Leon de Winter voll und ganz zu, wenn er sagt:
„Vielleicht hört es sich ein wenig melodramatisch an und theatralisch, aber es gibt diese Momente und dann hat man auf einmal diesen glücklichen Gedanken: Aber es gibt noch immer Henryk. Er ist es. Glücklich! Er ist noch immer da. Das ist ja toll. Solange er da ist, gibt es Hoffnung.“
Henryk ist nicht oft in Köln. Er mag die Stadt nicht sonderlich, verabscheuen, wäre zu milde ausgedrückt. Wenn er aber in Köln ist, lieben es meine Frau und ich, mit ihm in einer der vielen hervorragenden türkischen Restaurants in Köln essen zu gehen. Diese Freundschaft sorgte nun dafür, dass mir das Foto von Weidel und Broder aus diversen Ecken zugeschickt wurde. Einige Absender waren dabei sehr direkt und forderten gar unumwunden eine Distanzierung von mir.
Ich bin Jahrgang 1976. Ich wurde somit zwanzig Jahre nach dem Ende der McCarthy-Ära geboren. Zweiundvierzig Jahre später finde ich mich in Deutschland in genau solcher Ära wieder. In einer Atmosphäre der „Zweiten Braunen Angst“ taucht im Jahr 2019 ein Bild auf, auf dem Broder zu sehen ist, wie er von einer, in den Augen der „richtigen Mitte“ so gesehenen, Teufelin berührt wird, was ihn natürlich sofort ebenfalls für das Böse infiziert. An eine solche Kontaktkontamination des Grauens glaubte man hierzulande zuletzt im Mittelalter, als Frauen wie Weidel noch als Hexen verbrannt wurden. Die Berührung durch diese Hexe machte Broder zum Aussätzigen. Vermutlich werde auch ich infiziert, sobald ich ihn in den Arm nehme. Von da an werde dann wohl auch ich ansteckend sein.
Als ich noch jung war, kam es öfter vor, dass mich auf einer Party ein guter Freund in die Küche bat, um dort unter vier Augen und der Garantie des Mantel der Verschwiegenheit zu gestehen, dass er schwul sei. „Aber bitte, sag es niemanden“, hörte ich dann. „Ich habe Angst davor, dass die Leute davon erfahren. Ich möchte nicht, dass ich auf der Arbeit oder im Dorf Probleme bekomme.“
Seit Jahren ist mir ein solches Gespräch nicht mehr passiert, bis ich vor einigen Wochen ernsthaft von einem guten Schauspielkollegen zur Seite genommen wurde, der mir gestand, die AfD gewählt zu haben. „Aber erzähl es niemandem. Ich habe Angst, dann mein Engagement zu verlieren.“
Ich war schockiert von seiner Angst, auch etwas von der Wahlentscheidung, die ich daher kritisierte, nicht aber von der Homosexualität, die ich vollumfänglich unterstütze. Heute lebe in wieder einem Land, in dem Menschen Angst haben, ihre politische Präferenz offen zu gestehen, weil sie dadurch befürchten, auf eine schwarze Liste zu geraten. Diese Angst, macht mir Angst.
Menschen, die das Gefühl haben, dass ihnen der Boden unter den Füßen weggezogen wird, stellen eine Gefahr dar und zwar unabhängig davon, ob sie nun recht haben oder nicht. Menschen, die zum schweigen verdammt sind, die sich nicht mehr trauen, ihre Bedenken und Ängste zu artikulieren, die verdrängen, verleugnen und unterdrücken, werden irgendwann explodieren.
Vor jeder Tat kommt der Gedanke. Dazwischen kann ein Reden liegen, aber es ist nicht notwendig. Der Denkende kann auch schweigen oder zum Schweigen gezwungen werden, zur Tat führt sein Gedanke dennoch.
Das Reden hilft, das Denken vor dem Handeln zu überdenken, um so zu einem besseren Handeln gelangen zu können. Reden radikalisiert das Handeln nicht. Die Nazis waren nicht gefährlich, weil sie geredet haben, sondern weil sie ihre Gegner zum Schweigen gezwungen haben. Nicht „Mein Kampf“ war das eigentliche Problem, sondern das Verbot vieler anderer Bücher. Die Verbreitung von „Mein Kampf“ hätte das Grauen sogar verhindern können, wären die Worte nur ernst genommen worden. Sie wurden es leider nicht, so wie heute manch vernichtendes Wort gegen Israel nicht ernst genommen wird, mit Ausnahme von der Regierung Israels selbst.
Israel hört den Hass, nimmt ihn ernst, reagiert und wird dafür von manch einem Kritiker bestraft. Israel kann damit leben. Wenn ich mich entscheiden müsste zwischen gelobt tot und gehasst lebendig, würde ich mich auch für das Leben entscheiden.
Das Reden und Veröffentlichen gehässiger Worte ermöglicht es dem Zuhörer oder Leser zu erfahren, ob man sich vor jemanden schützen sollte. Meinungsfreiheit nutzt dem Gehassten immer mehr als dem Hassenden!
Andere Meinungen auszuklammern ist so effektiv wie das kleine Kind, das sich die Hände vor die Augen hält und glaubt, so sei die Gefahr verschwunden. Internetseiten zu löschen, im Glauben, man würde dadurch etwas verhindern, ist so produktiv, wie Bücher zu verbrennen!
Dieses Spezialität der Kriminalisierung der Andersdenkenden gehörte auch zu der Spezialität eben jener Deutschen, die einst die Eltern von Broder auf ganz besondere Art und Weise behandelten.
Ist Dein Leben ziemlich traurig, weil Dein Spiegelbild Dich quält? Ob im Club oder bei der Arbeit, Schönheit ist das, was zählt. Hast Du eine krumme Nase, fällst durch bei Heidi Klum? Waren Pickel nicht nur eine Phase? Dieser Tipp wäre gar nicht dumm:
Im Darkroom ist die Welt noch in Ordnung. Im Darkroom ist die Welt noch okay. Im dunkelsten aller Räume sind Komplexe schnell passé. Im Darkroom ist die Welt noch okay.
Hier reicht schon ein Deo, frischer Atem wär nicht schlecht, denn im dunkelsten aller Räume kommt guter Duft ganz recht. Hängt Dein Bauch Dir im Weg, gehst im Bett nicht aus dir raus? Dann geh
in die dunkele Kammer. Nur der Tastsinn reicht hier aus.
In den Schatten dieser Zimmer geht es zur Sache dann und wann. Ob Twink oder Bärchen, hier lässt Dich jeder ran. Und oft hörte ich die Story, ob Ihrs glaubt oder nicht, fand einer die große Liebe beim Fummeln dort im Zwielicht.
***
Warnung: Facebook könnte das Teilen oder Bewerben dieses Lieds sanktionieren und mit folgender Nachricht strafen:
Daher gilt: Teilen auf eigene Gefahr!
Veröffentlicht unterFremde Feder|Kommentare deaktiviert für Im Darkroom ist die Welt noch in Ordnung!
Im November 2018 sperrte Facebook Malca Goldstein-Wolf dafür, folgenden Witz auf ihrer Facebook-Seite veröffentlicht zu haben:
Was passiert, wenn eine Fliege in eine Kaffeetasse fällt?
Der Italiener schmeißt die Tasse zu Boden, zerbricht sie und läuft wutentbrannt davon.
Der Deutsche wäscht die Tasse sorgfältig aus, sterilisiert sie und kocht sich einen neuen Kaffee.
Der Franzose nimmt die Fliege heraus und trinkt den Kaffee.
Der Chinese isst die Fliege und schüttet den Kaffee weg.
Der Russe trinkt den Kaffee mit der Fliege, wenn es schon mal was gratis gibt.
Der Israeli verkauft den Kaffee dem Franzosen, die Fliege dem Chinesen und die Tasse dem Italiener, trinkt eine Tasse Tee und erfindet mit dem verdienten Geld einen Schutz, der Fliegen davon abhält, in Tassen zu fallen.
Der Palästinenser gibt dem Israeli die Schuld an der Fliege in seinem Kaffee, protestiert bei den Vereinten Nationen gegen diesen Akt der Aggression, nimmt von der Europäischen Union eine Spende für den Kauf eines neuen Kaffees entgegen, kauft für das Geld jedoch Sprengstoff und jagt damit das Kaffeehaus in die Luft, in dem der Italiener, der Franzose, der Chinese, der Deutsche und der Russe gerade versuchen, dem Israeli zu erklären, dass dieser seine Tasse Tee dem Palästinenser überlassen sollte.
Malca Goldstein-Wolf hat durch ihr Engagement schon sehr viel im Kampf gegen Judenhass erreicht. Es ist unter anderem ihr zu verdanken, dass der WDR eine Zusammenarbeit mit dem Musiker Roger Waters beendete, nachdem sie dem Intendanten davon überzeugen konnte, dass Roger Waters antisemitische Vorurteile und Hass gegen den Staat Israel schürt. Sie hat den WDR ebenfalls zu einer Entschuldigung bewegen können, nachdem ein mehr als undifferenzierter Beitrag durch den Sender veröffentlicht worden war (siehe „Der Artikel hätte in dieser Form nicht veröffentlicht werden dürfen“.
Wenn immer es ihre Zeit erlaubt, demonstriert Malca Goldstein-Wolf gegen Judenhass, wie im Sommer 2018 bei einer Demonstration in Bochum (siehe „Wir werden nicht schweigen“) oder im Herbst 2018 bei einer Demonstration in Köln, auf der sie sogar körperlich angegriffen wurde (siehe „Diese Ausstellung spaltet“).
Ein wichtiges Mittel von Malca Goldstein-Wolf im Kampf gegen Judenhass ist Facebook. Mit diesem sozialen Netzwerk erreicht sie viele Menschen und organisiert so ihre aufklärerischen Aktionen gegen Judenhass. Das wissen ihre Gegner. Darum versuchen sie mit allen Mitteln, sie zu entwaffnen, indem sie ihre Veröffentlichungen auf Facebook melden, in der Hoffnung, dass sie gesperrt wird.
Im November 2018 gelang es ihnen wieder. Facebook sperrte Malca Goldstein-Wolf für dreißig Tage und entwaffnete somit eine Kämpferin gegen Judenhass. Ihr Vergehen? Ein Witz!
Es gibt ein grundlegendes Problem bei Facebook. Dort werden Einträge gelöscht, wenn sie von vielen Menschen gemeldet werden. Diese Methode hat jedoch einen großen Fehler. Es gibt über 2,1 Milliarden Christen und über 1,6 Milliarden Muslime auf der Welt. Aber es gibt nicht mal 16 Millionen Juden. Es ist viel leichter, eine große Anzahl von Muslimen oder Christen zu finden, die sich durch eine Aussage beleidigt fühlen und mag sie auch noch so harmlos sein, als eine große Anzahl von Juden, die sich durch eine Aussage beleidigt fühlen und mag sie auch noch so brutal sein.
Immer wieder kommt es bei Facebook vor, dass vollkommen akzeptable Kritik am Islam gelöscht wird und die Kritiker mit langen Sperren belegt werden, während offen judenfeindliche Aussagen nicht gelöscht werden. Malca Goldstein-Wolf soll durch massives Melden mundtot gemacht werden. Es ist ein wahrer Zermürbungskrieg, der gegen sie geführt wird. Ihre wichtigste Waffe im Kampf gegen Hass und Fundamentalismus ist das freie Wort und die Möglichkeit, die Worte zu veröffentlichen. Ein Meldemob tut nun alles, ihr diese Waffe zu entreißen und Facebook macht sich zum willigen Vollstrecker dieses Mobs.
Daher entschieden sich der Hamburger Rechtsanwälte Steinhöfel, den Fall zu übernehmen und die Kosten und Risiken aus den Spenden für „Meinungsfreiheit im Netz“ zu decken. Sie erklären:
„Wir erachten die Sanktionen von Facebook als rechtswidrigen Vertragsbruch und unzuässigen Eingriff in die durch Art. 5 GG garantierte Meinungsfreiheit.“
Sie reichten daher einen Antrag auf Erlaß einer einstweiligen Verfügung beim Landgericht Köln ein und dieser übersandte daraufhin Facebook den Antrag zur Stellungnahme. Was daraufhin geschah, beschreibt Rechtsanwalt Joachim Steinhöfel wie folgt:
„Nach den üblichen, vorsätzlichen Verstößen gegen § 5 Abs. 1 NetzDG (Anbieter sozialer Netzwerke haben im Inland einen Zustellungsbevollmächtigten zu benennen. An diese Person können Zustellungen in Gerichtsverfahren vor deutschen Gerichten wegen der Verbreitung rechtswidriger Inhalte bewirkt werden) erfolgte eine Stellungnahme, die uns allerdings noch nicht vorliegt. Das ist aus zwei Gründen auch nicht wichtig: 1. Ist das servile Getue gegenüber der eigenen Mandantin schwer zu ertragen und die teilweise beschämenden Rechtfertigungsversuche für semi-totalitäre und freiheitsfeindliche Bevormundung nur mit Mühe zu lesen. 2. Hat es erneut nichts genützt, denn das Landgericht Köln hat am 12.12.2018 (32 O 323/18) die einstweilige Verfügung antragsgemäß erlassen.“
Als die Stellungnahme dann endlich eintraf, bestand sie aus 44 Seiten (ohne Anlagen), in der derGegnervertreter versuchte, den Witz als „Hassrede“ zu diskreditieren. Das Landgericht Köln jedoch erließ eine einstweilige Verfügung, die es Facebook untersagte, den Witz zu löschen und Malca Goldstein-Wolf wegen dieses Witzes zu sperren. Bei Zuwiderhandlung drohten Facebook eine viertel Millionen Euro Ordnungsgeld. In der Begründung der 32. Zivilkammer im Kölner Landgericht heißt es (Aktenzeichen: 32 O 323/18):
„Bei dem Vertrag der Parteien handelt es sich um einen als Dauerschuldverhältnis geregelten Austauschvertrag. Die Antragsgegnerin stellt dem jeweiligen Nutzer ihrer IT-Infrastruktur zur Verfügung. Im Gegenzug willigt der Nutzer in die Speicherung und Verwendung der Daten durch die Antragsgegnerin ein, die diese Daten u.a. für Werbezwecke vermarktet. Durch den von der Antragstellerin glaubhaft gemachten Vertrag hat sich die Antragsgegnerin zur Bereitstellung ihre Dienste verpflichtet. Hierzu gehört die Möglichkeit, Beiträge und Inhalte zu posten. Diese vertraglich eingeräumten Möglichkeit hat die Antragsgegnerin der Antragstellerin durch Löschung des Beitrags der Antragstellerin und die 30-tägige Sperre genommen. Die Antragsgegnerin somit hat gegen die Verpflichtung, der Antragstellerin ihre Infrastruktur als Plattform zur Verfügung zu stellen, verstoßen.“
Damit machte das Landgericht Köln klar, dass Facebook einen Vertrag mit der Nutzerin hat und diesen Vertrag von Facebook einzuhalten sei. Mit dem Akzeptieren der allgemeinen Geschäftsbedingungen ging Facebook mit Malca Goldstein-Wolf einen Vertrag ein, der darin besteht, dass Goldstein-Wolf von Facebook eine Plattform zur Veröffentlichung angeboten bekommt und Facebook als Gegenleistung Daten von der Nutzerin erhält, die das Unternehmen dann vermarkten kann. Als Facebook Malca Goldstein-Wolf grundlos sperrte, beging das Unternehmen damit einen Vertragsbruch, denn es gilt: „Pacta sunt servanda“.
Im Eilverfahren erging daraufhin eine Aufforderung an Facebook mit der Bitte, die einstweilige Verfügung als endgültige Regelung und somit wie ein rechtskräftiges Urteil zu akzeptieren. Facebook war dazu jedoch nicht bereit, sondern ließ Rechtsanwälte Steinhöfel wissen:
“Wir möchten weiterhin darauf hinweisen, dass unsere Mandantin die einstweilige Verfügung nicht als endgültig erachtet und auch nicht bereit ist, Ihren anderen Forderungen nachzukommen.”
Um diese Rechtskraft nunmehr herbeizuführen, hat Malca Goldstein-Wolf, vertreten durch Steinhöfel, nunmehr Klage beim Landgericht Köln erhoben. Joachim Steinhöfel erklärt:
„Wir werden rechtzeitig informieren, wenn die mündliche Verhandlung stattfindet.“
Wenn es soweit ist, kann sich jeder, der möchte, persönlich einen Eindruck davon verschaffen, welches gestörte Verhältnis Facebook („Facebook löscht mit politischer Schlagseite“, FAZ) zur Meinungsfreiheit hat.
***
Diese Klage ist nur möglich durch die unermüdliche Arbeit des Rechtsanwalts Joachim Steinhöfel, der auch mich bereits mehrmals juristisch beraten, unterstützt und vertreten hat. Tapfer im Nirgendwo und ich haben ihm viel zu verdanken.
Joachim Steinhöfel handelt aus der tiefen Überzeugung heraus, dass es sich lohnt, für die Meinungsfreiheit und das Recht auf freie Entfaltung der Person zu kämpfen. Nicht selten hilft er Menschen, die finanziell nicht in der Lage sind, sich eine so gute Vertretung vor Gericht zu leisten.
Auch dieser Fall wurde nur möglich, weil die mit der Seite „Meinungsfreiheit im Netz“ gesammelten Beiträge seine anwaltliche Tätigkeit möglich gemacht haben. Ich selber habe auch schon gespendet. Jeder von uns könnte der Nächste sein, der auf diese Unterstützung angewiesen ist, um Facebook nicht wehrlos gegenüber zu stehen. Die Nutzerinnen und Nutzer verbünden sich für „Meinungsfreiheit im Netz“. Eine gute Sache!
Over 1.6 million Muslims live peacefully with Jews in Israel.
Why are you boycotting those Muslims?
In Israel, Muslims and Jews are neighbors. They are work colleagues, teachers, lawyers, judges, politicians, policewomen, firemen, soldiers, cooks, sexual partners and much, much more. They laugh, live, eat, cry and argue with each other. They share the same country. They are connected to the trees, rivers, mountains, seas, lakes, towns, villages and deserts of their homeland, which they often include in their prayers. They are one family! Some are distant relatives, others trusted friends.
Why are you boycotting Israel?
You can’t make peace with a person you boycott and don’t talk to.
Don’t you want peace with Israel?
The founding charter of Hamas demands the annihilation of the entire Jewish people (Article 7) and the destruction of Israel (Article 13). In mosques and on television Hamas ministers call Jews bacteria which should be exterminated and vermin whose throats should be cut and whose families should be murdered.
What’s your reaction to that kind of hatred?
Wiam Wahhab, a Lebanese government minister, declared on July 4, 2010 on Al-Jadid/New TV:
„I support Germany in politics and Brazil in sport. I like the way Brazil plays football, but I like the Germans because they hate the Jews and burned them.“
So, will you now also boycott Lebanon?
Lebanon is one of the countries that have imposed a travel ban on me, Gerd Buurmann, just because I previously dared to travel to Israel. In addition to Lebanon, Syria, Kuwait, Yemen, Libya, Saudi Arabia and Iran reserve the right not to let people cross their borders if they are Jewish or visited Israel. Many of those countries are proud to have driven the Jews out of their countries. They are proud of their genocide. These countries also persecute homosexuals. In Iran, Yemen and Saudi Arabia, homosexuality can result in a death sentence. In Saudi Arabia, women are not allowed to drive cars or leave the house unveiled and without a man’s permission. These countries have the worst kind of apartheid.
Will you be boycotting those Arab countries, too?
Anyone who boycotts Israel is boycotting a country that equips state hospitals with prayer rooms for all religions after a Muslim successfully filed a lawsuit with the country’s Supreme Court because he could only pray outside of a clinic in Tel Aviv. Jews in Gaza, Algeria, Saudi Arabia, Jordan and Libya don’t have their own prayer rooms in hospitals; they’d hardly be granted a residency permit! It is forbidden to be Jewish in those regions. The countries are all „judenrein“!
Where have all the Jews gone?
Israel is the only country in the Middle East where Muslims live safely in a democracy that allows them to be gay or lesbian. They have the same rights as all other citizens of the country, regardless of gender or skin color. Israel is the only country in the Middle East where citizens can elect and, above all, change their government. The Israeli government is therefore the only government in the Middle East which is democratically elected by Muslims and Arabs.
Why are you boycotting democracy?
Mahmud Abbas became president of the Palestinian Authority in 2005, but his term of office ended on January 9, 2009. Since then, he has held power without legitimacy. BDS is silent on that issue! Jordan is a monarchy with Islam as its state religion and Sharia law as its national law. All Palestinians who do not belong to Islam are second-class citizens in Jordan. BDS is silent on that issue! In Syria all Palestinians are disenfranchised and locked up in camps. In January 2014, the Syrian army encircled Palestinians in a camp and let them starve.
Why are you silent about all the barbaric inhumanities of the world, but criticize Israel for every imperfection?
A Jew hater criticizes those things about Jews that he gives non-Jews a pass on. An Israeli politician is already demonized if he’s not a saint. An Arab politician, however, is already declared a saint if he is not the devil. Israel is required to be superhuman in order to have permission to exist. For the rest of the world it’s enough to simply be human. Billions are spent to find Jews who are not perfect, only in order to demonize them: Look here, the Jews!
Countless journalists, correspondents, European and American organizations are on the road in Israel just to photograph, film and collect stories that show Jews as not perfect. Those photos, films and stories are regularly broadcast by state-sponsored and supported media, from the ARD to the BBC, so that the majority are led to believe Israel to be the greatest threat to world peace and by and large no better than its Jew-hating neighbors.
Despite the continuous and relentless war that has been going on since 1948 against Israel, with the aim of wiping out the entire country and its population, Israel has adhered to all the basic principles of a democratically constituted society. This is unique in history.
Why don’t you praise Israel?
Israel may not be perfect, but there is no country in the world that has performed better under similar circumstances.
Why do you constantly criticize Israel?
Please do not point out to me all the mistakes Israel has made. Don’t list all the misdemeanours Israel is said to have committed. I am well informed. I read the same newspapers you read. I watch the same TV programs you watch. Just explain to me why you criticize Israel specifically more than any other country in the world.
Criticism of Israel and Judaism is certainly allowed. Much criticism of the Israeli government comes from within Israel itself. In many countries Israel is certainly the most criticized nation, be it from free or unfree countries, be it from Germany or Iran. The United Nations has criticized Israel more often than all the other countries combined: from North Korea to America, from Russia to Afghanistan.
Why do you spend so much time with criticisms which are endlessly repeated?
Only 0.1% of the total world population consists of Israelis. In these 0.1% the United Nations sees a people that must be given special attention. The other 99.9% of the world are basically given clemency. So either Israel is a state more vicious than North Korea, Russia, China, Venezuela, Germany, Hungary, Afghanistan, Saudi Arabia, Qatar, Iran, the USA and all other countries of the world combined or the United Nations has a problem with the Jew among nations.
If anything is superfluous, then even more criticism in the direction of Israel. What needs more attention are those regimes where criticism can be and is punished with violence and death.
Why don’t you rather criticize those regimes where critics are persecuted?
There’s already enough criticism of Israel which is merely repetitive. However, there is a lack of criticism of the behavior and actions of Israel’s enemies. Indeed, that criticism can result in violence and even death in some parts of the world.
I am for Israel, not because I believe that somebody first set his foot in the sand somewhere, or because some God invited some bearded man for a coffee to discuss dividing up the world, but because Israel is the only country in the Middle East in which women and men have equal rights; homosexuality is recognized by the state; opinion, art and science are free; no religion is discriminated against, and Jews neither have to be better nor worse than all other people.
Every square meter in the Middle East that takes Israel as an example is one square meter of humanity gained.
So why are you boycotting the country that lets me live as I am and not more so all the countries where I am persecuted because I am the way I am?
Alles Liebe,
Gerd Buurmann, Cologne, Germany
If you want to support me, Gerd Buurmann, in my work as an author, artist and operator of this blog, please consider to transfer an amount of your choice to my account on PayPal.
Heute ist der Der Tag des Gedenkens an die Opfer des Nationalsozialismus. Überall veröffentlichen Menschen Bilder mit dem Hashtag #WeRemember. Gerade heute ist es wichtig, festzustellen:
Der Judenhass ist heute!
In den letzten Jahren wurden diese Parolen auf deutschen Straßen skandiert: „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein“, „Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“, und immer wieder „Kindermörder Israel“.
Die Parole „Kindermörder Israel“ erschallte in Frankfurt sogar aus einem Lautsprecher auf einem Polizeiauto. Die deutsche Polizei unterstützte somit im Jahr 2014 eine Demonstranten logistisch, die Israel als Kindermörder dämonisierten.
Der Judenhass ist heute!
„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“
Was klingt wie eine Rede von Joseph Göbbels ist in Wirklichkeit viel jünger. Sie wurde am 28. Februar 2010 auf Al-Aqsa TV von einem Minister der Hamas gehalten. Die Hamas wurde in Gaza zur stärksten Partei gewählt und fordert laut Artikel 7 der eigenen Gründungscharta die Vernichtung aller Juden weltweit.
Der Judenhass ist heute!
Am 21. Januar 2006 wurde Ilan Hamimi in Frankreich von einer Gruppe muslimischer Männer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen zu Tode gefoltert, weil er Jude war. Ihm wurde unter anderem bei lebendigem Leibe der Penis abgeschnitten.
Der Judenhass ist heute!
Am 19. März 2012 wurden drei Kindern und ein Erwachsener vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem selbsternannten Kämpfer des Islams ermordet, weil sie Juden waren.
Der Judenhass ist heute!
Am 24. Mai 2014 wurden zwei Israelis und eine Französin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen.
Der Judenhass ist heute!
Am 3. Dezember 2014 wurde ein jüdisches Paar in Paris brutal überfallen. Die Angreifer stürmten in die Wohnung und brüllten: „Ihr seid Juden, also seid ihr reich!“ Sie raubten Schmuck und Geld und vergewaltigten die Frau vor den Augen ihres Freundes. Wochen zuvor hatten die selben Täter einen siebzigjährigen Juden verprügelt.
Der Judenhass ist heute!
Am 9. Januar 2015 nahm ein selbsternannter Kämpfer des Islamischen Staats in einem jüdischen Supermarkt mehrere Geiseln und tötete vier Juden.
Der Judenhass ist heute!
In der Nacht zum 4. April 2017 wurde in Paris die 66-jährige Jüdin Sarah Lucy Halimi von einem 27-jährigen Mann schlafend in ihrem Bett mit diversen Messerstichen gemeuchelt und dann vom Balkon ihrer Wohnung im 3. Stock auf die Straße geworfen. Im späteren Verhör erklärte der Täter, der Koran habe ihm den Auftrag gegeben und er habe ganz bewusst die Frau getötet.
Der Judenhass ist heute!
Am 23. März 2018 wurde in Paris Mireille Knoll, die am 28. Dezember 1932 geboren wurde und als Jüdin den Holocaust überlebt hatte, abgeschlachtet und verbrannt. Mit elf Messerstichen wurde sie malträtiert, bevor ihre Wohnung in Brand gesetzt wurde. Vor ihrer Ermordung hatte sie mehrfach bei der Polizei vorgesprochen und dabei von Morddrohungen eines muslimischen Mannes aus ihrer Straße berichtet, der angekündigt habe, sie„zu verbrennen“.
Das Wort„Holocaust“kommt aus dem Altgriechischen (ὁλόκαυστος / holókaustos) und bedeutet:„Vollständig verbrannt“. Mireille Knoll überlebte zwar den Holocaust, aber im Jahr 2018 wurde sie verbrannt, weil sie Jüdin war.
Der Judenhass ist heute!
Im arabischen Fernsehen werden Kinder zu Kanonenfutter erzogen, die Freude daran verspüren sollen, Juden zu töten und wenn es sein muss sogar im Krieg gegen Juden zu sterben.
Die Hamas Mickey Mouse lässt Kinder Lieder über die heldenhafte Tat des Attentats singen.
Der Judenhass ist heute!
All diese Sendungen werden via Satellit auch in Deutschland von vielen arabischen Haushalten empfangen! Diese Sendungen sind keine Ausnahmen im arabischen Fernsehpogrom, sondern kindgerechter Alltag in einer Medienlandschaft, die Juden nur als Affen, Mörder und Kakerlaken zeigt, wie dieser ZDF-Bericht beweist.
Der Judenhass ist heute!
Im Frühjahr 2017 musste ein 14-jähriger Schüler von einer Berliner Schule genommen werden, weil er über Monate gemobbt worden war, ausschließlich weil er Jude ist! Der Junge wurde getreten und mit der Faust in den Rücken geschlagen. Mitte März 2017 wurde er sogar außerhalb der Schule an einer Bushaltestelle von zwei Schülern gewürgt und mit einer Spielzeugpistole bedroht, während andere Schüler zugeschaut und gelacht haben.
Der Judenhass ist heute!
Am 17. April 2018 wurde Adam Armush in Berlin auf offener Straße mit einem Gürtel verprügelt, weil er eine Kippa trug.
Der Judenhass ist heute!
Im Juni 2018 wurden drei Jugendliche am Bahnhof Zoo in Berlin angegriffen, weil sie ein hebräischen Lied hörten, während sie auf dem Weg von einem Kiosk zur U-Bahn waren. Drei junge, arabische Männer hörten das Lied, in dem immer wieder die israelische Stadt Tel Aviv besungen wird und fragten den Jugendlichen, aus dessen tragbarem Lautsprecher das Lied erklang, ob er Jude sei. Als er dies bejahte, wurden folgende Drohungen ausgestoßen:
„Ich will diese Judenscheiße hier nicht hören! Das hier ist unsere Stadt, unser Revier, wenn ich euch noch einmal hier sehe, schlitze ich dir die Kehle auf, du Scheißjude.“
Die drei Jugendlichen führten ihren Weg zur U-Bahn fort, wurden jedoch von den jungen Männern verfolgt. Auf dem Bahnsteig eskalierte die Situation. Der Jugendliche, der sich als Jude zu erkennen gegeben hatte, wurde beinahe auf das Gleis geschubst. Als sein Freund ihn verteidigte, wurde auch er angegriffen.
„Du Scheiß-Alman (Scheiß-Deutscher) hast hier nichts zu sagen“, wurde ihm entgegengebrüllt, während er an eine Wand gedrückt und mehrfach ins Gesicht geschlagen wurde. Als ein 16-jähriges Mädchen sich einschaltete, um zu schlichten, wurde auch Sie angeschrieen: „Warum machst du als Frau den Mund auf? Warum beschützt du diese Juden?‘“
Erst als die Polizei im Anmarsch war, ergriffen die Täter die Flucht.
Der Judenhass ist heute!
Die Gegenwart von heute wird die Vergangenheit von morgen sein.
#WeRemember
Veröffentlicht unterAntisemitismus|Kommentare deaktiviert für #WeRemember – Der Judenhass ist heute
In Israel leben über 1,6 Millionen Muslime, die friedlich mit Juden zusammenleben.
Warum boykottierst Du diese Muslime?
In Israel sind Muslime und Juden Nachbarn. Sie sind einander Arbeitskollegen, Lehrerinnen, Anwälte, Richterinnen, Politiker, Polizistinnen, Feuerwehrmänner, Soldatinnen, Köche, Sexualpartner und vieles, vieles mehr. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Sie leben miteinander und teilen sich die selbe Heimat. Sie sind gemeinsam in Treue verbunden mit den Bäumen, Flüssen, Bergen, Meeren, Seen, Städten, Dörfern und Wüsten ihrer Heimat, die sie oft in ihre Gebete einschließen. Sie sind eine Familie! Manche sind entfernte Verwandte, andere wiederum frisch nah Vertraute.
Warum boykottierst Du Israel?
Mit einer Person, die man boykottiert und mit der man nicht redet, kann man keinen Frieden schließen.
Willst Du keinen Frieden mit Israel?
Die Gründungscharta der Hamas fordert die Vernichtung des ganzen jüdischen Volkes (Artikel 7) und die Zerstörung Israels (Artikel 13). Minister der Hamas rufen zur Vernichtung aller Juden auf, die sie öffentlich, auf Plätzen, in Moscheen und im Fernsehen, als Ungeziefer und Bakterien bezeichnen, deren Kehlen durchgeschnitten und Familien ermordet gehören.
Was sagst Du zu diesem Hass?
Wiam Wahhab war libanesischer Minister und erklärte am 4. Juli 2010 auf Al-Jadid/New TV:
„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.“
Boykottierst Du auch den Libanon?
Der Libanon gehört zu den Ländern, die ein Reiseverbot gegen mich, Gerd Buurmann, ausgesprochen haben, nur weil ich es gewagt habe, das Land Israel zu bereisen. Neben dem Libanon, behalten es sich Syrien, Kuwait, Jemen, Libyen, Saudi-Arabien und der Iran vor, keine Menschen ins Land zu lassen, wenn sie Juden sind oder freiwillig in Israel waren. Viele diese Länder erklären stolz, das Volk der Juden gänzlich aus ihren Ländern vertrieben zu haben. Sie sind stolz auf ihren Völkermord. Diese Länder verfolgen ebenfalls Homosexuelle. Im Iran, im Jemen und Saudi-Arabien werden Homosexuelle sogar getötet. In Saudi-Arabien dürfen Frauen keine Autos fahren und nicht unverschleiert und ohne Erlaubnis eines Mannes das Haus verlassen. Diese Länder betreiben Apartheid der übelsten Sorte.
Boykottierst Du auch diese arabischen Länder?
Wer Israel boykottiert, boykottiert ein Land, das beschlossen hat, staatliche Krankenhäuser mit Gebetsräumen für alle Religionen ausstatten zu lassen, nachdem ein Muslim erfolgreich beim Obersten Justizgerichtshof des Landes geklagt hatte, weil er vor einer Klinik in Tel Aviv im Freien beten musste. Juden im Gaza-Streifen, in Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen haben keinen eigenen Gebetsraum in Krankenhäusern, sie haben nicht mal eine Aufenthaltserlaubnis dort. In diesen Regionen ist es verboten, Jude zu sein. Die Länder sind allesamt „judenrein“!
Wo sind all die Juden hin?
Im israelischen Fernsehen wurde vor einiger Zeit ein Test mit versteckter Kamera unternommen, um zu schauen, wie die Menschen in Israel auf Diskriminierung reagieren. Ein Tankstellenverkäufer, weigerte sich, Araber zu bedienen. Die Gäste reagierten wie folgt:
Warum boykottierst Du diese Menschen?
Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem Muslime sicher in einer Demokratie leben, die es ihnen erlaubt, schwul oder lesbisch zu sein. Sie haben die gleichen Rechte, wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger des Landes, unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer Hautfarbe. Israel ist das einzige Land im ganzen Nahen Osten, in dem das Volk seine Regierung wählen und vor allem abwählen kann. Die israelische Regierung ist somit die einzige auch von Muslimen und Arabern demokratisch gewählte Vertretung eines Landes im Nahes Osten.
Warum boykottierst Du die Demokratie?
Mahmud Abbas wurde zwar 2005 zum Präsidenten der palästinensischen Autonomiebehörde gewählt, aber seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. BDS schweigt dazu! Jordanien ist eine Monarchie mit dem Islam als Staatsreligion und der Scharia als Gesetz. Alle Palästinenser, die nicht dem Islam angehören, sind in Jordanien Bürger zweiter Klasse. BDS schweigt! In Syrien sind alle Palästinenser entrechtet und werden in Lager gesperrt. Im Januar 2014 kesselt die syrische Armee Palästinenser in einem Lager ein und lies sie dort verhungern.
Warum schweigst Du zu sämtlichen barbarischen Unmenschlichkeiten der Welt, kritisierst aber Israel, wenn das Land mal nicht perfekt ist?
Ein Judenhasser kritisiert an Juden Dinge, die er bei Nicht-Juden durchgehen lässt. Ein israelischer Politiker wird bereits verteufelt, wenn er kein Heiliger ist. Ein arabischer Politiker jedoch wird schon zum Heiligen erklärt, wenn er kein Teufel ist. Israel muss übermenschlich sein, um existieren zu dürfen. Für den Rest der Welt reicht es, menschlich zu sein. Im Rahmen dieser Sonderbehandlung werden Milliarden ausgegeben, um Juden zu finden, die nicht perfekt sind, nur um dann ausrufen zu können: Seht her, die Juden!
Unzählige Journalisten, Korrespondenten, europäische und amerikanische Organisationen sind in Israel unterwegs, nur um Bilder zu schießen, Filme zu fangen und Geschichten zu sammeln, die zeigen, dass Juden nicht perfekt sind. Diese Bilder, Filme und Geschichten werden dann nicht selten von staatlich geförderten und unterstützten Medien von der ARD bis zur BBC in kurzen Abständen abgefeuert, so dass dann die Mehrheit glaubt, Israel sei die größte Gefahr für den Weltfrieden und im Großen und Ganzen auch nicht besser als seine judenhassenden Nachbarn.
Dabei ist Israel das einzige Land, das trotz des seit 1948 anhaltenden Krieges, den die Gegner Israels in der Absicht führen, das ganze Land mitsamt seiner Bevölkerung vollkommen auszulöschen, an sämtlichen Grundprinzipien einer demokratisch verfassten Gesellschaft festgehalten hat. Das ist einmalig in der Geschichte.
Warum lobst Du Israel nicht mal?
Israel ist zwar nicht perfekt, aber es gibt kein Land auf der Welt, das es bei vergleichbarer Gefahr besser macht oder gemacht hat.
Warum kritisierst Du ständig Israel?
Bitte weise mich nicht auf all die Fehler hin, die Israel macht. Zähle mir nicht all die Vergehen auf, die Israel begangen haben soll. Ich bin darüber bestens informiert. Ich lese die Zeitungen, die Du liest. Ich schaue die Sendungen, die Du schaust. Erkläre mir lieber, warum Du Israel heftiger kritisierst als alle anderen Länder der Welt.
Auf der ganzen Welt ist Kritik an Israel und am Judentum erlaubt. Manch deutliche Kritik an der israelischen Regierung kommt aus Israel selbst. In vielen Ländern ist Israel die am meisten kritisierte Nation, seien es nun freie oder unfreie Ländern, sei es nun Deutschland oder der Iran. Die Vereinten Nationen haben Israel öfter kritisiert als alle übrigen Länder der Welt zusammen. Von Nordkorea bis zu den USA, von Russland bis Afghanistan haben alle Länder zusammen weniger internationale Kritik einstecken müssen als Israel.
Warum verbringst Du so viel Zeit damit, eine Kritik zu üben, die eh überall zu vernehmen ist?
Nur 0,1% der gesamten Weltbevölkerung besteht aus Israelis. In diesen 0,1% sehen die Vereinten Nationen ein Volk, dem ganz besondere Aufmerksamkeit zu Teil werden muss. Die anderen 99,9% der Welt werden mit Milde beäugt. Also entweder ist Israel ein Staat, boshafter als Nordkorea, Russland, China, Venezuela, Deutschland, Ungarn, Afghanistan, Saudi-Arabien, Katar, der Iran, die USA und alle anderen Länder der Welt zusammen oder die Vereinten Nationen haben ein Problem mit dem Juden unter den Staaten.
Wenn es etwas nicht braucht, dann noch mehr Kritik in Richtung Israel. Was es jedoch sehr wohl braucht, ist deutlich mehr Kritik an jene Regime, wo Menschen, die es wagen, Kritik zu üben, diese Kritik mit dem Tod bezahlen.
Warum kritisierst Du nicht viel öfter die Regime, in denen Kritik verfolgt wird?
Wenn etwas unsere Solidarität braucht, dann nicht Kritik an Israel. Diese Kritik ist eh überall zu hören. Es mangelt an Kritik am Verhalten und Handeln der Feinde Israels. Diese Kritik ist nämlich an manchen Orten der Welt lebensgefährlich.
Ich bin für Israel, nicht weil ich glaube, irgendwer habe irgendwo zuerst seinen Fuß in den Sand gesetzt, oder irgendein Gott habe irgendeinen bärtigen Mann zum Kaffeeklatsch eingeladen, um dabei die Welt aufzuteilen, sondern weil Israel das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem Frauen und Männer gleichberechtigt sind, Homosexualität staatlich anerkannt ist, die Meinung, Kunst und Wissenschaft frei sind, keine Religion diskriminiert wird und Juden weder besser noch schlechter sein müssen als alle andere Menschen.
Jeder Quadratmeter im Nahen Osten, der sich ein Beispiel an Israel nimmt, ist ein gewonnener Quadratmeter.
Warum also boykottierst Du das Land, das mich leben lässt, wie ich bin und nicht viel mehr all die Länder, in denen ich verfolgt werde, weil ich so bin, wie ich bin?
Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.
Wir sind umringt von engagierten Antisemitismus-Bekämpfern. Zumindest könnte der Eindruck entstehen, wenn man naiv genug ist, die vollmundigen Glaubensbekenntnisse für bare Münze zu nehmen.
Als ich den durchaus eloquenten und charismatischen Vorstandsvorsitzenden der Bank für Sozialwirtschaft, Prof. Harald Schmitz, traf, war ich voller Hoffnung, dass seine wohlklingenden Worte in überzeugende Taten umgesetzt würden.
Nun sind Monate vergangen, die Bank betreut die Konten der antisemitischen BDS Organisation„Jüdische Stimme für gerechten Frieden in Nahost“, (es fällt mir schwer, diesen unsäglichen Namen für eine Selbsthilfegruppe chronischer Judenhasser auszusprechen), weiter und zu allem Überfluss verübt der nette Herr Schmitz auch noch einen Anschlag auf unsere Intelligenz, in dem er die durchaus umstrittene Antisemitismus-Forscherin, Dr Wetzel, (ein Ziehkind des noch umstritteneren Wolfgang Benz) beauftragt hat, ein Gutachten zu erstellen, ob diese BDS Gruppe als antisemitisch einstuft werden könne. Ein Blick auf deren Facebook-Seite reicht jedem denkenden Menschen aus.
Der Bürgermeister von Bergisch Gladbach, Lutz Urbach, kann nicht glauben, dass er beschuldigt wird, Judenhass zuzulassen, schließlich hat er Auschwitz und Yad Vashem besucht.
Während er die Zusammenarbeit mit dem israelischen Partnerschaftsverein Ganey Tikva beendet hat, weil die Funktion eines solchen Vereins auf gar keinen Fall politisch sein darf, (ein bisschen Folklore, Gesang, Kultur und Friede, Freude, Eierkuchen muss reichen), darf der palästinensische Partnerschaftsverein in seinen Veranstaltungen Redner einladen, die die Shoah mit dem Gaza Konflikt gleichsetzen und Israel als Apartheidstaat dämonisieren.
Wer sich dagegen für Israel und uns Juden einsetzt, womöglich noch den Finger in die Wunde hält und gar lauthals nach einem Beschluss gegen den BDS aufruft, wird entsorgt. So wird den Vorstandsvorsitzenden des Ganey Tikva Vereins ihr leidenschaftlicher Kampf gegen Antisemitismus zum Verhängnis. Sie dürfen nicht mehr „mitspielen“.
Dummerweise ist der Bürgermeister nicht so konsequent, wenn zwei Mitglieder, (darunter ein Vereinsfunktionär), des palästinensischen Partnerschaftsvereins Beit Jala antisemitische Leserbriefe an den Kölner Stadt-Anzeiger schicken. Zumindest dessen Chefredakteur bedauert den Abdruck dieser Schmiertexte öffentlich. In dem Brief von Wolf Dieter Bonnemann, veröffentlicht am 2. Januar 2019 im der Kölner Stadt-Anzeiger stand:
„Solange sich offizielle Vertreter der hiesigen Juden nicht von der jetzigen Politik Israels distanzieren, so lange werden Anti-Israel-Haltung und Antisemitismus Hand in Hand gehen, auch wenn weitere Antisemitismusbeauftragte ernannt werden.“
Gerd Buurmann kritisierte die Ausführungen auf Tapfer im Nirgendwo mit deutlichen Worten:
„Bonnemann beschwert sich in seinem Leserbrief, er habe „kein kritisches Wort von offizieller jüdischer Seite, sei es vom Zentralrat der Juden oder dem jeweiligen Vorstand der hiesigen Synagogengemeinde, gegen die israelische Nahostpoltik gehört. Das ist die Sicht des Bonnemann: Ein Jude, der Israel nicht kritisiert, muss sich nicht wundern, wenn er beleidigt, ihm seine Kippa vom Kopf gerissen oder seine Synagoge angegriffen wird.
Die Ausführungen von Bonnemann, Juden könnten aufgrund ihres Verhaltens selber Schuld am Judenhass sein, ist zutiefst antisemitisch. Es ist so, als würde man einer vergewaltigen Frau Mitschuld an dem Verbrechen geben, weil sie einen zu kurzen Rock getragen hat. In der selben perversen „Logik“ könnten Rechtsextreme auch Moscheen angreifen und dabei erklären, mit der Tat die Politik Saudi-Arabiens oder des Irans kritisieren zu wollen. Auch Anschläge auf Flüchtlingsunterkünfte könnten als Kritik an der deutschen Flüchtlingspolitik abgebucht werden.
Es ist vollkommen irrelevant wie sich ein Jude benimmt, Antisemitismus ist immer falsch. Wolf Dieter Bonnemann jedoch sieht das anders. Er kann den Hass auf Juden in Deutschland irgendwie verstehen.“
Als ich den Bürgermeister von Bergisch Gladbach bat, sich ebenfalls öffentlich zu diesem Leserbrief zu äußern, wollte er die Vergangenheit ruhen lassen und in die Zukunft schauen. Nicht locker lassend, versprach er mir, zumindest darüber nachzudenken. Ich habe diesbezüglich nichts mehr von ihm gehört.
Und die Sache mit dem BDS, so versucht er mir weiszumachen, sei kein kommunalpolitisches Thema. Was für ein Unfug. Selbstverständlich muss die Stadt Bergisch Gladbach beschließen, dass sie dem antisemitischen BDS keine öffentlichen Räume zur Verfügung stellt. Der Stadtrat mitsamt des Bürgermeisters haben abgestimmt, das Thema BDS nicht anzurühren, distanzieren sich aber gleichzeitig in einer gerade veröffentlichten Presseerklärung von jeglicher Form des Antisemitismus. Talk is cheap. So bleibt es bei leerem Geschwätz.
Uns wird eine Mogelpackung verkauft.
Für wie dumm hält man den Bürger eigentlich? Es sind genau diese Politiker, die die allgemeine Politikverdrossenheit verursachen. Das Vertrauen in die Politik geht den Bach runter und wir Juden sind die Querulanten, die doch nicht nerven sollen, schließlich steht man uns doch verbal zur Seite. Wer sich als Nicht-Jude für uns stark macht, der erlebt mitunter Ausgrenzung, Mobbing und wie in Bergisch Gladbach geschehen, den finalen Rauswurf. Letztendlich wird nicht der Antisemit an den Pranger gestellt, sondern der, der den Judenhass laut benennt.
So bleibt uns nichts anderes übrig, als zu versuchen, die Menschen aufzuklären, vor allem die Presse. Ihr Wort hat in der Bevölkerung Gewicht und wenn sie mit ihrer sozialen Verantwortung fahrlässig umgehen, dient das ebenfalls dem Schüren von Judenhass.
Kratzen wir an der Teflonschicht der Politiker; demonstrieren wir laut für unser Recht; geben wir nie auf, auch nicht den Glauben daran, dass es auch Ahnungslose gibt, die uns unterstützen, wenn wir ihnen die Augen öffnen.
Shalom!
***
Sollte Ihnen dieser Artikel gefallen haben, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal. Schreiben Sie als Verwendungszweck gerne den Namen der Autorin. Sie wird dann davon profitieren.
„Mehr Stolz, Ihr Frauen! Der Stolze kann missfallen, aber man verachtet ihn nicht. Nur auf den Nacken, der sich beugt, tritt der Fuß des vermeintlichen Herrn.“ (Hedwig Dohm)
Am 19. Januar 1919 konnten Frauen zum ersten Mal in Deutschland wählen und gewählt werden. Dieser Tag ist somit die Geburtsstunde der Demokratie in Deutschland, denn von einer Demokratie kann schließlich nicht gesprochen werden, wenn über die Hälfte der Bevölkerung nicht wählen darf.
Der Kampf um die Gleichberechtigung der Geschlechter ist eine der größten Revolutionen, die die Menschheit je erlebt hat. Es ist eine Revolution, die es ermöglicht hat, dass die ganze Bevölkerung befreit wurde. Die Frauen, die für dieses Recht gekämpft haben, waren Heldinnen, die nicht selten staatlicher Repression und sogar politischer Verfolgung ausgesetzt waren.
Die Aufklärung beginnt mit der Gewissheit, dass alle Menschen in ihren Rechten gleich geschaffen sind. Die großartige Schriftstellerin Hedwig Dohm, die ihr Leben lang für das Frauenwahlrecht gekämpft hatte und am 19. Januar 1919 in hohen Jahren und kurz vor ihrem Tod das erste Mal wählen durfte, hat es auf folgende einfache Formel gebracht:
“Die Menschenrechte haben kein Geschlecht!“
In Frankreich wird die französische Revolution am 14. Juli gefeiert. In den Vereinigten Staaten von Amerika wird die Unabhängigkeit am 4. Juli gefeiert. Die Reformation des Christentums wird am 31. Oktober gefeiert. Die feministische Revolution in Deutschland sollte ebenfalls einen Feiertag bekommen!
Frauen waren in Europa noch zu Beginn des letzten Jahrhunderts nicht im Besitz der Menschenrechte. Sie durften in Frankreich und den USA nicht wählen, im Gegensatz zu ehemaligen männlichen Sklaven. Die Tore der höheren Bildung waren ihnen verschlossen und ökonomisch wurden sie brutal ausgebeutet.
Frauen waren Sklaven. Noch heute werden Frauen an vielen Orten der Welt brutal unterdrückt. Sie werden gesteinigt und in Gefängnisse gesperrt. Einige sind aus Stein, andere aus Stoff.
Was Frauen erleben und erleben mussten, aber auch was sie erkämpft und erreicht haben, nämlich die Freiheit für sich und alle Menschen, stellt alles davor Dagewesene in den Schatten. Die Revolution der Frauen hat mehr Menschen befreit als die französische Revolution oder die amerikanische Revolution, die lediglich weniger als die Hälfte der Bevölkerung befreit hatten.
Wären die Heldinnen der feministischen Revolution Männer gewesen, stünden heute überall Statuen dieser Helden herum, Jungs und Mädchen könnten aus dem Stand ein paar Namen der Revolution nennen und sie würden sich stolz als Suffragetten verkleiden. Hedwig Dohm argumentierte einst:
„Wie der Mensch sich seinen Gott nach seinem Ebenbild schafft, so legt ein jeder seine Anschauungen der Natur in den Mund. Eine Byzantinerin ist die Natur, redet dem, der gerade die Macht hat, zu Munde, oder gibt wenigstens immer die Antwort, die der Fragende erwartet. Was ist natürlich, was unnatürlich? Die meisten geistigen Errungenschaften sind Einbrüche in vermeintliche Naturgesetze. Das scheinen die Antifeministen selbst zu bestätigen, wenn sie sagen: „Wir müssen auf der Änderung dieser verkehrten Welt bestehen.“ Recht haben sie. Wir bestehen ja auch darauf. Nur wollen sie, dass die Welt wieder so werde, wie sie einstmal war, wir aber wollen, dass sie werde, wie sie noch niemals war. Und sage nicht, es muss so sein, weil es niemals anders war. Unmöglichkeiten sind Ausflüchte steriler Gehirne. Schaffe Möglichkeiten!“
Veröffentlicht unterFeminismus|Kommentare deaktiviert für Kennen Sie Hedwig Dohm?
Du muss angemeldet sein, um einen Kommentar zu veröffentlichen.