Wenn Judenhass gestoppt wird

Vor genau 46 Jahren, in der Nacht zum 4. Juli 1976 wurde in einer militärischen Befreiungsaktion von israelischen Sicherheitskräften auf dem Flughafen von Entebbe in Uganda die einwöchige Entführung eines Passagierflugzeugs der Air France durch palästinensische und deutsche Terroristen beendetet. Daher heute dieser Artikel.

Ich war gerade mal fünf Wochen alt, als Juden von Deutschen selektiert wurden. Sie wurden selektiert, um getötet werden zu können. Unter den Selektierten waren auch Kinder. Ich wurde am 22. Mai 1976 geboren.

Am 27. Juni 1976 wurde Flug 139 der Air France, der von Tel Aviv nach Paris führen sollte, nach einer Zwischenlandung in Athen entführt. Es waren zwölf Besatzungsmitglieder und zweihundertachtundfünfzig Fluggäste an Bord. Die Entführer nannten sich „Kommando Che Guevara“, benannt nach dem Mann, dessen Gesicht noch heute auf vielen T-Shirts und an vielen Bars zu sehen ist.

Einige Terroristen gehörten zu der Volksfront zur Befreiung Palästinas. Zwei Terroristen waren Deutsche. Ihre Namen waren Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann. Sie gehörten zu den Revolutionären Zellen. Gemeinsam zwangen sie die Piloten der Air France Maschine den Flughafen Entebbe in Uganda anzufliegen, da dort die Terroristen durch das Regime Idi Amins unterstützt wurden.

Mit der Flugzeugentführung sollte die Freilassung von insgesamt dreiundfünfzig Inhaftierten aus Gefängnissen in Israel, Frankreich, der Bundesrepublik Deutschland und der Schweiz erpresst werden. Darunter waren auch Mitglieder von zwei deutschen Terrororganisationen, nämlich der Roten Armee Fraktion um Andreas Baader und Ulrike Meinhof und der Bewegung 2. Juni. Außerdem forderten die Entführer fünf Millionen US-Dollar von der französischen Regierung für die Rückgabe des Flugzeuges.

Die Passagiere wurden in der alten Transithalle des Terminals von Entebbe als Geiseln gehalten, wo sie in Juden und Nicht-Juden selektiert wurden. Die Selektion wurde von den Deutschen Wilfried Böse und Brigitte Kuhlmann vorgenommen, die anhand der israelischen Papiere, aber auch aufgrund vermeintlich jüdischer Namen die Menschen selektierten. So wurden auch einige Passagiere fälschlicherweise als Juden identifiziert. Nach der Selektion wurden die Juden als Geiseln gehalten und die übrigen Menschen freigelassen. Ein Überlebender des Holocausts zeigte Wilfried Böse bei der Selektion seine eintätowierte Häftlingsnummer, um ihn so an die Selektion in den Konzentrationslagern erinnern. Wilfried Böse erklärte daraufhin, er sei kein Nazi, sondern Idealist.

„Ich bin kein Nazi. Ich bin Idealist!“

Das war damals. Heute sitzen die Idealisten in den Vereinten Nationen. Ein Drittel aller Resolutionen und Entscheidungen, die der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen seit seinem Bestehen verabschiedet hat, richtet sich gegen Israel. In einer manischen Fixiertheit auf nur 0,1% der gesamten Weltbevölkerung, denn dies ist der prozentuelle Anteil der Israelis auf der Erde, sehen die Vereinten Nationen ein Volk, dem ganz besondere Aufmerksamkeit zu Teil werden muss. Während 99,9% der Welt mit Milde beäugt werden, werden 0,1% selektiert.

Bei der 59. Jahressitzung der Frauenrechtskommission der Vereinten Nationen wurde nur Israel für die Verletzung von Frauenrechten verurteilt! Der Weltfußballverband FIFA wiederum, der die Fußballweltmeisterschaft in diesem Jahr in Katar stattfinden lässt, wo regelmäßig Frauen, Homosexuelle und Andersgläubige gefoltert und ermordet werden, diskutierte Ende Mai 2015 ernsthaft darüber, ausgerechnet Israel aus dem Verband auszuschließen.

Am 15. November 2019, nachdem Israel bereits über Tage massiv mit Raketen angegriffen worden war, verabschiedeten die Vereinten Nationen acht Resolutionen gegen Israel und keine einzige andere Resolution gegen irgendein anderes Land in der Welt.

Es ist eine Selektion, wenn die Vereinten Nationen ausschließlich Israel tadeln.

Es ist Selektion, wenn Jürgen Todenhöfer ausschließlich Israel die Schuld am Leid in Gaza gibt.

Es ist Selektion, wenn ausschließlich zum Boykott israelischer Produkte aufgerufen wird.

Es ist Selektion, wenn Israel aus der documenta 15 Milliarden in Kassel besonders behandelt wird.

Es ist eine Selektion, ausschließlich Israel einen Apartheidsstaat zu nennen, obwohl es das einzige Land im Nahen Osten ist, in dem es keine Apartheid gibt.

Es ist eine Selektion, ausschließlich von „illegalen jüdischen Siedlern“ zu sprechen, aber alle anderen Siedler, die nicht jüdisch sind, nicht als illegal zu bezeichnen.

All das ist Selektion, aber die Selektierer nennen es Idealismus!

Es gibt jedoch einen Staat, der diesem Idealismus Einhalt gebietet. In der Nacht zum 4. Juli 1976 befreite Israel fast alle Juden aus den Fängen der Geiselnehmer in Entebbe und rettete ihr Leben.

Als in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts die Selektion von Juden von deutscher Hand geplant und durchgeführt wurde, gab es noch kein Israel. Im Jahr 1941 trafen sich der Großmufti von Jerusalem und der Führer von Nazideutschland in Berlin, um über die “Endlösung der Judenfrage” zu diskutieren. Al-Husseini wollte das Land, über das er zu herrschen plante, “judenrein” haben. Weil auch die Naziregierung das wollte, diskutierten der Mufti und der Führer die Möglichkeit zur systematischen, industriellen Ermordung aller Juden.

Nach dem Treffen der beiden „Idealisten“ fand die Konferenz am Wannsee statt, dessen Ziel die Planung der Vernichtung aller Juden in Europa war. Al-Husseini soll einer der ersten Nichtdeutschen gewesen sein, der von dieser Planung erfuhr. Adolf Eichmann informierte al-Husseini im Kartenraum des Berliner SS-Hauptquartiers, indem er dort seine Unterlagen für die Wannseekonferenz benutzte. Eichmanns Adjutant sagte aus, dass der Großmufti sehr beeindruckt und so eingenommen von diesem Bauplan zur Judenvenichtung gewesen sei, dass er Eichmann bat, ihm einen Experten als persönlichen Assistenten nach Jerusalem zu schicken, um dort Todeslager und Gaskammern zu bauen, so bald Deutschland den Krieg gewonnen habe und er selbst an der Macht sei.

Die Weltöffentlichkeit schaute weg, als Juden in Europa verfolgt und ermordet wurden. Erst als der Rest der Welt selbst Opfer Deutschlands wurde, schritt die Weltöffentlichkeit ein! Heute schaut die Welt wieder weg, wenn es gegen Juden geht. Die ganze Welt? Nein!

Ein kleines Land schaut nicht weg. Israel!

Als in der Mitte des 20. Jahrhunderts 850.000 Juden aus der arabischen Welt vertrieben wurden, nahm Israel die Juden auf.

Als Juden in Entebbe selektiert wurden, befreite Israel sie.

Jedes Mal, wenn Israel mit Raketen angegriffen wird, die in der Absicht abgefeuert werden, so viele Juden wie möglich zu töten, fängt Israel diese Raketen ab. Zu manchen Zeiten fliegen diese Raketen wochenlang mehrmals am Tag. Wenn Juden entführt werden, nutzt Israel all sein Wissen zur Befreiung der Menschen und Israel wird niemals die als Idealismus getarnte Selektion von Juden der Vereinten Nationen akzeptieren.

Für Juden gibt es heute zwei Alternativen. Sie können als Opfer von Judenhass geliebt werden oder sie werden kritisiert und gehasst, weil sie sich wehren.

Wenn ich mich entscheiden muss zwischen ‚tot beliebt‘ und ‚lebendig unbeliebt‘, ich wähle lebendig!

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Pro-Israel-Demonstration in Kassel

„An einem der heissesten Tage des Jahres, am Brückentag-Wochenende, haben sich Menschen aus ganz Deutschland, darunter viele Nicht-Juden, auf den Weg nach Kassel gemacht, um gegen Judenhass auf der Documenta zu protestieren. Das ist nicht selbstverständlich und gibt mir die Kraft weiterzumachen, unbeirrt und mit allem Engagement.

Pro-Israel-Demonstranten haben nicht den Ruf gefährlich zu sein, die Mini-BDS-Gegendemo brauchte keinen Polizeischutz. Geschützt werden müssen nur Juden und ihre Unterstützer. Gut, dass die Polizei dafür gesorgt hat, aggressiv anmutende Israelhasser, die unsere Kundgebung stören wollten und uns lauthals beschimpften, von uns fernzuhalten.

Unsere Stimmung war wieder herzlich, freundschaftlich und voller good vibrations. Dieses „we are family“-Gefühl ist unbeschreiblich, macht Mut und gute Laune. Danke an alle Mitstreiter, es ist so gut, dass es Euch gibt!“

Das schrieb Malca Goldstein-Wolf am 18. Juni 2022 kurz vor Mitternacht, nachdem sie auf der von ihr mitorganisierten Demonstration „#documenta: Keine Bühne für Antisemitismus mit unseren Steuergeldern! Stoppt BDS!“ in Kassel war.

Bei der Demonstration waren rund 150 Menschen anwesend. Da der Antisemitismus-Beauftragte von Hessen, Uwe Becker, nicht dabei sein konnte, las Malca Goldstein-Wolf sein Statement vor:

„Lassen Sie mich zwei Aussagen gleich an den Anfang stellen: Wer Guernica und Gaza in eine Reihe stellt, befördert den israelbezogenen Antisemitismus; und wer die antisemitische BDS-Bewegung unterstützt, sollte keine öffentlichen Bühnen mehr in der Zukunft erhalten.

In den zurückliegenden Wochen ist es der documenta fifteen leider nicht vollständig gelungen, den von ihr selbst erzeugten Eindruck zu widerlegen, man würde dem israelbezogenen Antisemitismus mit Hilfe mindestens eines künstlerischen Beitrags mittelbar ein Podium ermöglichen. Trotz aller Bemühungen, gerade auch der Hessischen Landesregierung, bleibt der Eindruck bestehen, dass seitens der documenta leider nicht konsequent genug die notwendige Abgrenzung zu Akteuren und Erscheinungsformen des israelbezogenen Antisemitismus erfolgt.

Die über Wochen schon kritisch bewertete Gruppe „The Question of Funding“ bestärkt mit ihrem Beitrag „Guernica Gaza“ die Kritik zusätzlich. Die künstlerische Gleichsetzung der Verbrechen des faschistischen Deutschen Reiches während des spanischen Bürgerkrieges mit den Handlungen der israelischen Armee lässt kaum Zweifel an der Absicht der Künstlerinnen und Künstler in der Diffamierung Israels zu. Wer Guernica und Gaza in eine Reihe stellt, befördert den israelbezogenen Antisemitismus im Gewande der Kunstfreiheit – und dies muss sich, The Question of Funding‘ zuschreiben lassen.

Es liegt an der documenta, sich für den weiteren Verlauf der Ausstellung umso deutlicher gegen jegliche Form des Antisemitismus zu positionieren und auch Grenzen der Kunstfreiheit aufzuzeigen. Es braucht gerade im Umgang mit israelbezogenem Antisemitismus ein höheres Maß an Sensibilität. Wir haben in unserem Land leider eine Salonfähigkeit des israelbezogenen Antisemitismus, der gefährliche Orte der Verbreitung von Judenfeindlichkeit schafft, da der Antisemitismus zu wenig Gegenwehr erfährt, wenn er als falsch verstandene Form von Kunst- oder Meinungsfreiheit im Kontext des Nahost-Konfliktes daherkommt. Es braucht endlich eine klare Abgrenzung gegenüber Akteuren und Erscheinungsformen dieser Ausprägung des Antisemitismus.

Mit der Unterstützung oder geäußertem Verständnis für die antisemitische Boykottbewegung BDS, der Diffamierung Israels als Apartheidstaat oder der pauschalen Verurteilung dieses Landes muss endlich Schluss sein. Wer die antisemitische BDS-Bewegung unterstützt, sollte keine öffentlichen Bühnen mehr in der Zukunft erhalten.“

„Wer Israel einen Apartheid-Staat nennt, lügt“ steht auf dem Schild. Eine ausführliche Erklärung zu dieser Aussage finden Sie auf Tapfer im Nirgendwo in dem Artikel „Israel ist kein Apartheid-Staat“.

„Nein zum Judenhass. Nein zum BDS“ steht auf dem Plakat. Eine ausführliche Erklärung zu dieser Aussage finden Sie auf Tapfer im Nirgendwo in dem Artikel „BDS – Eine Kampagne des Hasses“.

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BDS und documenta fifteen – Entscheiden Sie selbst!

In diesem Artikel wird es nicht darum gehen, ob man Künstlerinnen und Künstler, die der BDS-Kampagne nahe stehen, mit deutschen Steuergeldern eine subventionierte Plattform geben sollte. Dieser Artikel wird lediglich erklären, worum es bei BDS geht. Danach können Sie sich eine eigene Meinung zu BDS bilden und entscheiden, ob Sie die documenta fifteen in Kassel mit einem Besuch beehren wollen.

In Israel sind Muslime und Juden Nachbarn. Sie sind einander Arbeitskollegen, Lehrerinnen, Anwälte, Richterinnen, Abgeordnete, Polizisten, Feuerwehrmänner, Soldatinnen, Köche, Sexualpartner und vieles, vieles mehr. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Sie leben miteinander und teilen sich die selbe Heimat. Sie sind gemeinsam in Treue verbunden mit den Bäumen, Flüssen, Bergen, Meeren, Seen, Städten, Dörfern und Wüsten ihrer Heimat, die sie oft in ihre Gebete einschließen. Sie sind eine Familie! Manche sind entfernte Verwandte, andere wiederum frisch nah Vertraute.

All diese Menschen werden von der weltweit agierenden Kampagne des Hasses BDS diskriminiert.

Der Name BDS steht für „Boycott, Divestment and Sanctions“BDS wendet sich gegen ganz Israel und kulturell gegen alles, was israelisch ist. Die Politik von BDS lässt sich auf diese Formeln bringen:

„Kauft nicht bei Israelis!“
„Israel ist unser Unglück!“
„Kein Dialog mit Israel!“

Mit einer Person, die man boykottiert und mit der man nicht redet, kann man keinen Frieden schließen. BDS will keinen Frieden!

Über zwanzig Prozent aller Israelis sind Muslime. Sie leben in Frieden, Nachbarschaft, Gleichberechtigung, Toleranz und Respekt mit Juden leben. Sie sind alle Israelis und somit auch Ziel der Diskrimierung von BDS. Die Kampagne fordert dazu auf, diese Muslime zu boykottieren und zu sanktionieren, sowie jede Form der Unterstützung mit diesen Muslimen zu kappen.

BDS fordert dazu auf, Muslime, die friedlich mit Juden zusammenleben, so zu behandeln, wie Juden von Judenhassern behandelt werden.

Von allen Ländern der Welt, in denen über zwanzig Prozent der Bevölkerung Muslime sind, ist Israel das Land, in dem die Muslime am freiesten sind. Dennoch boykottiert BDS dieses Land und nicht die vielen anderen Länder, in denen Muslime diskriminiert, verfolgt und getötet werden, wenn sie beispielsweise homosexuell sind, zu einem anderen Glauben konvertieren, die eigene Regierung kritisieren oder Allah in Frage stellen.

BDS richtet sich auch nicht gegen all die Länder, in denen Christen und Juden verfolgt werden, sondern nur gegen Israel, wo Juden, Christen und Muslime die gleichen Rechte haben.

Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, in dem alle Bürgerinnen und Bürger sicher in einer Demokratie leben, die es ihnen erlaubt, schwul oder lesbisch zu sein. Gegen diese Menschen richtet sich BDS!

Israel ist das einzige Land im ganzen Nahen Osten, in dem das Volk seine Regierung wählen und vor allem abwählen kann. Die israelische Regierung ist somit die einzige auch von Muslimen und Arabern demokratisch gewählte Vertretung eines Landes im Nahes Osten. Gegen diese Demokratie hetzt BDS.

Ein Judenhasser kritisiert an Juden Dinge, die er bei Nicht-Juden durchgehen lässt. BDS tut genau das. BDS schweigt zu sämtlichen barbarischen Unmenschlichkeiten der Welt, kritisiert aber Israel, weil das Land nicht perfekt ist.

Für BDS muss Israel übermenschlich sein, um existieren zu dürfen. Für den Rest der Menschheit reicht es, menschlich zu sein. Ein israelischer Politiker wird bereits verteufelt, wenn er kein Heiliger ist. Ein arabischer Politiker jedoch wird schon zum Heiligen erklärt, wenn er kein Teufel ist.

Israel ist zwar nicht perfekt, aber es gibt kein Land, das es bei vergleichbarer Gefahr besser macht als Israel. BDS reicht das nicht.

Für BDS ist nur ein perfekter Jude ein guter Jude und nur die guten Juden dürfen bleiben. Das ist die Kampagne des Hasses, für die BDS steht.

Und jetzt entscheiden Sie selbst, wie sie zu BDS stehen und ob Sie die documenta fifteen in Kassel besuchen möchten.

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Der Nathan-Komplex

Der Nathan-Komplex ist mehr als nur ein Vortrag. Es ist ein Kammerspiel über eine zweitausendjährige Beziehung zwischen Christen und Juden mit Texten von Heinrich Heine, William Shakespeare und einigen eigenen originellen Gedanken. Wenn Sie Interesse an diesem Vortrag haben, melden Sie sich einfach unter gerdbuurmann@hotmail.de oder telefonisch unter: 016098520957

„Mit Humor und viel Einfühlungsvermögen versteht es Gerd Buurmann, die Dinge auf den Punkt zu bringen, den Menschen zu vermitteln, sie zum Denken anzuregen. Wir schätzen seine Arbeit, sein Engagement sehr.“ (Chana Bennett und Abraham Lehrer im Namen der Synagogen-Gemeinde Köln)

„Rhetorisch gut strukturiert und mit Hilfe schauspielerischer Einlagen, schaffte Gerd Buurmann es, das komplizierte Thema Antisemitismus auf eine so eingängige und anschauliche Art und Weise darzulegen, dass man in den Gesichtern seiner Zuhörer förmlich sehen konnte, wie sie von Buurmanns Worten zum Nachdenken angeregt wurden.“ (Marc Neugröschel, Hebrew University, Jerusalem)

„Gerd Buurmann ist ein exzellenter Schauspieler, der es versteht, selbst alte, vielleicht sogar antiquierte Texte so zu präsentieren, dass man das Heutige erkennt und die zutiefst menschliche Figur des Dargestellten mitfühlt. Kassische Texte, politische innere Erdbeben und logische Erkenntnis daraus präsentiert er mit Humor und Leichtigkeit. So muss Herzensbildung, so muss Wahrheit sein.“ (Sandra Kreisler, Musikerin und Künstlerin)

„Gerd Buurmann konfrontiert das Publikum aber nicht nur mit triftigen Argumentationen und wenig bekannten Fakten, er zieht es auch emotional in seinen Bann, wenn er sich binnen Sekunden und ohne Kostümwechsel in Shakespeares Shylock verwandelt und so die Zuschauer schmerzlich nah an einem jüdischen Schicksal teilnehmen lässt.“ (Dr. Karl Thönnissen, Volkshochschule Aachen)

„Vorträge über Antisemitismus haben Konjunktur. Gerd Buurmann macht es anders. Ebenso unverhofft wie kurzweilig erzählt er mit glänzender schauspielerischer Leistung über zweitausend Jahre Kulturgeschichte. Der Nathan-Komplex ist vieles. Er wehrt Fehlinterpretationen von Heine ab, lässt zweifeln, aber auch hoffen. Gerd Buurmann ist geistreich. Man muss ihn sehen.“ (Lasse Stodollick, Deutsch-Israelische Gesellschaft, Bodensee-Region)

„Mit dem „Nathankomplex“ ist Gerd Buurmann etwas Einzigartiges gelungen, das es in Deutschland und womöglich in ganz Europa so noch nicht gibt: die Erklärung für den Judenhass und den Antizionismus, untermalt mit Auszügen aus Gedichten von Heinrich Heine; hauptsächlich aber mit „Nathan der Weise“ und Shylock. Gerd Buurmann brillierte in seinem jüdischen Kammerspiel mit schauspielerischer Hochkunst, bestehend aus jüdischem Humor à la Woody Allen, melancholischen Heine-Versen, kunstvoller Rede und mit wortgewaltigen Shakespeare-Einlagen. (…) Mit großem schauspielerischem Talent, Stand-Up-Comedy-Einlagen und mit Liebe zu historischen und theologischen Details verknüpfte Gerd Buurmann seine Erkenntnisse, vor allem die über das Judentum, zu einem spannenden anderthalbstündigen Thriller.“ (Simone Schermann, Jüdische Rundschau, Oktober 2021)

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Der Loreley-Komplex

Aktuelle Termine:

Do, 26. Januar um 19.30h im Wolkenstein-Saal des Kulturzentrums am Münster auf der Wessenbergstr. 43 in Konstanz.

Fr, 27. Januar um 19h im Augustinum auf der Mühlbachstr. 2 in Überlingen.

Der Loreley-Komplex ist mehr als nur ein Vortrag. Es ist eine lyrische Reise durch Deutschland und tief hinein in die deutsche Seele. Was bedeutet es, deutsch zu sein? Dieser Frage nähert sich Gerd Buurmann mit Gedichten von Heinrich Heine und einigen eigenen originellen Gedanken. Wenn Sie Interesse an diesem Vortrag haben, melden Sie sich einfach unter gerdbuurmann@hotmail.de oder telefonisch unter: 016098520957

„Auf den Spuren von Heinrich Heine – Zwei Stunden hat Gerd Buurmann seine Zuhörer in den Bann gezogen. „Das war super, das war einmalig, das war mehr“, so der Zuruf der Gäste, die im Stehen applaudierten. (…) Sein spektakulärer Parforceritt durch Deutschland mit dem Wintermärchen war eine imposante Klarstellung der Haltung des Lyrikers.“ (Bettina Schaller, Badische Zeitung, 8. September 2021)

Gerd Buurmann verkörpert brillant den kritischen jüdischen Autor Heinrich Heine. (…) Heines/Buurmanns Interpretation von „Deutschland. Ein Wintermärchen“ ist durchschlagend.“ (Olaf Neopan Schwanke, Siegener Zeitung, 8. Februar 2020)

„Gerd Buurmann ist ein großartiger Mann und Visionär. Er sprengt Grenzen und baut Brücken. Er kämpft für Menschenrechte, kämpft für Chancengleichheit und steht bei Ungerechtigkeiten auf und weist nicht nur drauf hin. Er tut etwas dagegen. Er ist ein großartiger Künstler.“ (Lea Tunes, Rapperin, 14. November 2019)

„Heute Macbeth, morgen Jago, übermorgen Kermit, der Frosch. Gerd Buurmann (1976 im Emsland geboren) ist einer der vielseitigsten Künstler in Köln.“ (Barbro Schuchardt, Kölnische Rundschau)

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Kunst gegen Bares in Köln

Kunst gegen Bares von und mit Gerd Buurmann, jeden Montag um 19:30 Uhr im ARTheater, Ehrenfeldgürtel 127.

Kunst gegen Bares

Künstlerinnen und Künstler präsentieren auf der Bühne des ARTheaters ihre Talente – vom Schauspielmonolog zum Kabarettbrüller, von eigenen Gedichten bis zur Eier-Jonglage im Kopfstand – eigentlich eine typische Offene Bühne Show. Kunst gegen Bares ist die Muppet Show, nur mit Menschen statt Schweinen, Fröschen, Hunden und Bären. Alles nach dem Motto von Onkel Kermit: “Nimm, was Du hast und flieg damit!“

Das Besondere ist zudem die Form, wie die Kunst entlöhnt wird. Das Publikum entscheidet selbst, wieviel Bares die jeweilige Kunst wert ist. Vor jeder Künstlerin und vor jedem Künstler steht ein eigenes Sparschwein, in das nach Gutdünken Geld geworfen werden kann. Bei der Kunst Gegen Bares trifft Kunst auf Kapital, und alles ohne Zwischenhändler! Hier ist das Publikum Chef!

Es gibt genau sieben Regeln für die Kunst gegen Bares:

1. Zuschauer und Künstler kommen den selben Weg und sitzen zusammen im Publikum.

2. Die Künstler werden von der Moderation aus dem Publikum auf die Bühne geholt.

3. Die Präsentationszeit muss für alle Künstler gleich beschränkt sein.

4. Jeder Künstler erhält nach der Präsentation ein Sparschwein.

5. Das Publikum wird aufgefordert, die erlebte Kunst durch Geldeinwurf in die jeweiligen Sparschweine zu honorieren.

6. Das Geld in den Sparschweinen geht zu 100 % an die Künstler.

7. Der Künstler oder die Künstlerin mit dem meisten Geld wird zum „Kapitalistenschwein des Abends“ gekürt.

Die Kunst gegen Bares wurde im Jahr 2007 von Gerd Buurmann gegründet und hat bereits in über achtzig Städten in ganz Europa stattgefunden, neben Deutschland auch in Belgien, Spanien, Österreich und der Schweiz.

Aktuell (Stand 2022) findet die Kunst gegen Bares regelmäßig in über dreißig Städten statt. Vielleicht auch bei Dir in der Nähe.

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Die jüdische Nakba

Als Nakba wird im arabischen Sprachgebrauch die Flucht und Vertreibung von etwa 700.000 arabischen Menschen aus dem früheren britischen Mandatsgebiet bezeichnet. Warum aber wird nur über die arabische Seite der Nakba gesprochen? Was ist mit der jüdischen Seite der Geschichte? Warum kennen so wenig Menschen die jüdische Nakba?

Am 29. November 1947 wurde im Namen der Vollversammlung der Vereinten Nationen sowohl der israelischen als auch der arabischen Seite die Gründung jeweils eines unabhängigen Staates angeboten. Die israelische Seite nahm dieses Angebot an. Die arabische Seite jedoch lehnte ab und begann stattdessen zusammen mit Ägypten, Saudi-Arabien, Jordanien, Libanon, Irak und Syrien einen Krieg zur Vernichtung des neu gegründeten Israels.

Im Zuge dieses Krieges kam es zu zwei Flüchtlingsströmen. Der eine Strom bestand aus 700.000 arabischen Flüchtlingen, der andere aus 850.000 jüdischen Flüchtlingen. Interessanterweise ist im heutigen Nakba-Diskurs nur von dem 700.000 Menschen umfassenden Flüchtlingsstrom die Rede. Worum handelt es sich bei diesen 700.000 Menschen?

Als im Jahre 1948 Israel gegründet wurde, erklärte die arabische Welt Israel den Vernichtungskrieg. Im Zuge dieses bis heute anhaltenden Krieges und im Glauben an die Versprechungen der arabischen Nationen, nach der Vernichtung Israels könnten die Araber als Sieger in die Region zurückkehren, verließen hunderttausende Menschen ihre Heimat; und das obwohl die meisten von ihnen nicht dazu gezwungen wurden, jedenfalls nicht von israelischer Seite – im Gegenteil: Israel bot den Arabern an zu bleiben, um vollwertige Bürger des Landes zu werden. 160.000 Araber nahmen dieses Angebot an. Heute, im Jahr 2022 gibt es über 1,9 Millionen arabische Israelis. Das sind 21,1% aller Israelis.

Wieviel Juden leben jedoch in den arabischen Nachbarländern? Schauen wir uns dazu die oft vergessenen 850.000 jüdischen Flüchtlinge an.

Im Zuge des bis heute anhaltenden Vernichtungskrieges gegen Israel wurden 850.000 Juden aus ihrer arabischen Heimat vertrieben. Ihnen wurden ihr Besitz und ihre Staatsbürgerschaften genommen. Mittlerweile gibt es sogar arabische Nationen, die ihre Vertreibungspolitik derart perfektioniert haben, dass im Jahre 2001 dort kein einziger Jude mehr lebte, zum Beispiel Libyen und Algerien. Während somit in Israel heute 190% so viele Araber leben wie 1948, und zwar als vollwertige Bürger eines demokratischen Landes, leben in den arabischen Ländern heute nur 0,9% so viele Juden wie 1948. In dieser Zeit fanden viele schreckliche Pogrome gegen Juden statt, u.a. die Pogrome von Aleppo, Kairo und Aden.

In der Beurteilung des Konflikts ist sehr oft von Vertreibung und Völkermord die Rede ist. Damit ist allerdings nicht die Reduzierung der jüdischen Bevölkerung in den arabischen Ländern auf 0,9% gemeint, sondern die Verdoppelung der arabischen Bevölkerung in Israel.

Das arabische Wort bedeutet auf deutsch „Katastrophe“ und „Unglück“. Die zehnfache Dezimierung der jüdischen Bevölkerung im arabischen Raum ist eine Katastrophe. Kann die Verdopplung der arabischen Bevölkerung im israelischen Raum jedoch ein Unglück genannt werden?

Was geschah mit den jüdischen Flüchtlingen? Viele von ihnen wanderten nach Israel aus, andere fanden in anderen Ländern ein neues Zuhause, und jene, die Hilfe benötigten im Umgang mit ihrer neuen Flüchtlingssituation, fanden spätestens 1951 bei den Vereinten Nationen Unterstützung. Im Jahr 1951 nahm nämlich die UNHCR-Behörde ihre Tätigkeit auf. Das Hochkommissariat ist mit dem Schutz von Millionen von Flüchtlingen und Vertriebenen weltweit beauftragt und ist auch im Bereich der humanitären Hilfe tätig. Die Behörde ist Nachfolgeorganisation des Flüchtlingskommissariats des Völkerbundes. 1954 sowie auch 1981 wurde sie mit dem Friedensnobelpreis und 1986 mit dem Balzan-Preis für Humanität, Frieden und Brüderlichkeit unter den Völkern ausgezeichnet, da sie erfolgreich dafür sorgt, aus Flüchtlingen wieder Bürger zu machen. Der UNHCR ist somit offensichtlich eine gut funktionierende Behörde. Warum also versagt sie im Umgang mit den arabischen Flüchtlingen?

Während die 850.000 jüdischen Flüchtlinge und Vertriebenen wieder Bürger eines Landes wurden, sind aus den 700.000 Flüchtlingen und Auswanderern mittlerweile über fünf Millionen Flüchtlinge geworden, die in arabischen Ländern bis zum heutigen Tage in Lagern gepfercht leben. Die einzigen Palästinenser, die heute Bürgerrechte besitzen, sind die knapp zwei Millionen israelischen Palästinenser.

Warum versagt der UNHCR im Umgang mit den arabischen Flüchtlingen? Weil er für diese Flüchtlinge nicht zuständig ist!

Diese arabischen Flüchtlinge sind die einzige Gruppe, für die sich die Vereinten Nationen eine eigene Behörde leistet. Sie nennt sich UNRWA. Das Hilfswerk der Vereinten Nationen für Palästina-Flüchtlinge im Nahen Osten ist ein temporäres Hilfsprogramm der Vereinten Nationen, das seit seiner Gründung 1949 regelmäßig um drei Jahre verlängert wird. Der Hauptsitz des Hilfswerkes war zunächst Beirut, wurde 1978 aufgrund der Unruhen im Libanon nach Wien und 1996 weiter nach Gaza verlegt.

Obwohl die UNRWA nur eine temporäre Behörde ist und jederzeit im UNHCR aufgehen könnte, bleibt die UNRWA bestehen. Warum? Was unterscheidet den palästinensischen Flüchtling von allen anderen Flüchtlingen dieser Welt? Warum ist dieser Flüchtling anders als alle anderen Flüchtlinge?

Die Antwort ist im Selbstverständnis der beiden Flüchtlingsbehörden zu finden. Während es die Aufgabe des UNHCR ist, Flüchtlinge wieder zu Bürgern zu machen, hält die UNRWA Palästinenser in ihrem Flüchtlingsstatus, indem sie besondere Kriterien anlegt:

Während Flüchtlinge des UNHCR ihren Flüchtlingsstatus in dem Moment verlieren, da sie Bürger eines von den Vereinten Nationen anerkannten Landes werden, behalten die palästinensischen UNRWA-Flüchtlinge selbst in diesem Fall ihren Flüchtlingsstatus.

Während beim UNHCR der Flüchtlingsstatus nicht von Generation zu Generation vererbt werden kann, können palästinensische Flüchtlinge laut UNRWA Flüchtlinge gebären.

Während der UNHCR eine Einbürgerung der Flüchtlinge in ihrem Gastland befördert und unterstützt, vermeidet die UNRWA die Einbürgerung palästinensischer Flüchtlinge in ihrem Gastland.

Knapp zwei Millionen arabische Israelis gibt es bisher. Die 700.000 Arabern aber, die Israel verlassen haben und ihre Nachkommen leben heute in den Nachbarstaaten von Israel unter unmenschlichen Bedingungen. Ihnen werden nicht selten Bildung und Medizin verwehrt, sie dürfen keine Häuser bauen und keine Arbeitsplätze annehmen. Zudem ist es ihnen in all diesen Ländern bis auf Jordanien verboten, die Staatsbürgerschaft zu erwerben.

Unter diesen unmenschlichen Bedingungen sind aus 700.000 Flüchtlingen über fünf Millionen ewige Flüchtlinge geworden. Diesen Millionen Menschen wird unter Mittäterschaft der Vereinten Nationen jede Hoffnung auf eine bessere Zukunft als freie Bürger verwehrt. Das ist die arabische Nakba und für diese Nakba wird von arabischen Nationen aus einem ganz besonderen Grund kultiviert. Mit der arabischen Nakba soll die jüdische Nakba zur „Endlösung“ getrieben werden. Es geht den Feinden Israels um die Ausrottung von ganz Israel. Am 1. September 1960 erklärte der Präsident Ägyptens:

„Wenn die Flüchtlinge nach Israel zurückkehren, wird Israel aufhören zu existieren.”

Stellen wir uns einmal vor, den 850.000 jüdischen Flüchtlingen wäre genau das selbe Recht zugekommen, wie es nicht wenige den arabischen Flüchtlingen selbstverständlich zusprechen: Noch heute müssten sich die Vereinten Nationen für eine Rückkehr der Juden nach Ägypten, Libyen, Syrien, Jemen und all die anderen arabischen Länder stark machen, und nicht nur das, die arabischen Länder müssten sogar dazu genötigt werden, mit unzähligen Resolutionen, Land an Juden abzugeben, da sie ja die ehemalige Heimat von diesen Juden besetzt halten. Es müsste somit die Aufgabe der Vereinten Nationen sein, auf die Schaffung unabhängiger Israelstreifen in allen arabischen Ländern hinzuwirken, damit die arabischen Regime die besetzten jüdischen Gebiete räumen.

Der ewige palästinensische Flüchtling nutzt nur einer Gruppe: den Feinden Israels. Der PLO-Führer Zuheir Mohsen erklärte im März 1977 in einem Interview mit der niederländischen Zeitung Trouw:

„Das palästinensische Volk existiert nicht. Die Schaffung eines palästinensischen Staates ist nur ein Mittel, um unseren Kampf gegen den Staat Israel für unsere arabische Einheit fortzusetzen. In Wirklichkeit gibt es heute keinen Unterschied mehr zwischen Jordaniern, Palästinensern, Syrern und Libanesen. Nur aus politischen und taktischen Gründen sprechen wir heute von der Existenz eines palästinensischen Volkes, denn die arabischen nationalen Interessen verlangen, dass wir die Existenz eines eigenen palästinensischen Volkes als Gegenpol zum Zionismus postulieren (…) Aus taktischen Gründen kann Jordanien, ein souveräner Staat mit definierten Grenzen, keine Forderungen auf Haifa und Jaffa aufstellen, während ich als Palästinenser zweifellos Haifa, Jaffa, Beer-Sheva und Jerusalem fordern kann. Doch in dem Moment, in dem wir unser Recht auf ganz Palästina zurückfordern, werden wir nicht eine Minute warten, Palästina und Jordanien zu vereinen.“

Am 25. Mai 1953 sagte Pfarrer Karl Baehr:

„Im April 1952 sagte Sir Alexander Galloway, damals Chef von UNRWA für Jordanien, zu unserer Studiengruppe, und das ist wirklich ein direktes Zitat von ihm: ‚Es ist vollkommen klar, dass die arabischen Nationen das arabische Flüchtlingsproblem nicht lösen wollen. Sie wollen es als eine offene Wunde behalten, als ein Affront gegen die Vereinten Nationen und als eine Waffe gegen Israel.‘ Dann sagte er mit Betonung: ‚Die arabischen Führer geben einen Dreck darauf, ob die Flüchtlinge leben oder sterben.’“

Den arabischen Führern und nicht wenigen Nahostexperten ist das Wohl der Palästinenser egal, Israel nicht. Was Israel den Palästinensern bisher angeboten hat, hat noch keine arabische Nation jemals den Palästinensern geboten. Israel ist das einzige Land im Nahen Osten, das die Menschenrechte der Palästinenser garantiert. Die meisten Bürgerinnen und Bürger Israels wissen halt aus eigener Erfahrung, wie gefährlich es ist, wenn die Umwelt einen zum ewigen Flüchtling abstempelt.

Sollten Sie mich, Gerd Buurmann, in meiner Arbeit als Autor, Künstler oder Betreiber von „Tapfer im Nirgendwo“ unterstützen wollen, überweisen Sie gerne einen Betrag Ihrer Wahl auf mein Konto oder nutzen Sie PayPal.

https://www.paypal.me/gerdbuurmann

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Nachhilfe für Amnesty International

Acht Mal hat Amnesty International am Abend des 11. Mai 2022 auf Twitter in einem einzigen Tweet „End Israel‘s apartheid“ geschrieben.

Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher acht Argumente gegen diese blödsinnige Behauptung. Diese Antwort darf gerne massenhaft unter dem Tweet auf Twitter geteilt werden.

Argument Nummer 1:

Die Apartheid war eine Periode der institutionalisierten Rassentrennung in eine „schwarze Rasse“ und eine „weiße Rasse“. Sie endete erst im Jahr 1994. Amnesty International setzt mit dem Vergleich den Staat Israel mit der „weißen Rasse“ gleich und unterstellt somit, es gäbe eine israelische Politik, die auf der Annahme beruhe, bei dem Judentum handele es sich um eine „überlegene Rasse“. Dies ist eine glatte Lüge. In der Unabhängigkeitserklärung von Israel findet sich das genaue Gegenteil:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Argument Nummer 2:

Nachdem ein Muslim beim Obersten Justizgerichtshof in Israel geklagt hatte, weil er vor einer Klinik in Tel Aviv ohne einen muslimischen Gebetsort im Freien habe beten müssen, teilte die Regierung Israels mit, die sechs größten medizinischen Zentren des Landes in Jerusalem, Tel Haschomer, Haifa, Tel Aviv, Beerscheba und Petak Tikva seien angewiesen worden, binnen eineinhalb Jahren Gebetsräume für Muslime einzurichten. Das Gesundheitsministerium hatte sogar bereits 2011 beschlossen, an staatlichen Kranken­häusern Gebetsräume für alle Religionen zu verordnen. Schon vor Einreichung der Klage hätten Kliniken in Haifa und in Tel Aviv muslimische Gebetsräume eingerichtet.

Im Jahr 2016 gewann Lina Mahul, eine 19-jährige Araberin aus der nördlichen Hafenstadt Akko die israelische Ausgabe von „The Voice“.

Im israelischen Fernsehen wurde vor einiger Zeit ein Test mit versteckter Kamera unternommen, um zu schauen, wie die Menschen in Israel auf Diskriminierung reagieren. Ein Tankstellenverkäufer, weigerte sich, Araber zu bedienen. Die Gäste reagierten wie folgt:

Argument Nummer 3:

In Israel herrscht Religionsfreiheit, Meinungsfreiheit, Kunstfreiheit und Wissenschaftsfreiheit. Die größte und einzige Parade für Schwulen und Lesben findet in Israel statt. Egal mit wem man schläft, woran man glaubt und welches Geschlecht man hat, in Israel stehen einem alle Ämter offen.

In Israel kann und darf man die Regierung und sogar das Land selbst kritisieren. In Israel finden sich Schulen, Kindergärten und Jugendzentren, in denen sich arabische und jüdische Jugendliche begegnen können. Das ist keine Apartheid.

In vielen arabischen Gebieten rund um Israel jedoch sieht das ganz anders aus. In manchen Länder besitzen Juden nicht nur nicht die gleichen Rechte, sie dürfen dort sogar überhaupt nicht leben. Das ist Apartheid!

Argument Nummer 4:

Im Süden grenzt Israel an den Gazastreifen. Dort herrscht die Hamas. Die Gründungscharta der Hamas fordert, dass alle Juden weltweit vernichtet werden sollen (Artikel 7) und dass es keinen Frieden mit Israel geben darf (Artikel 13). Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, erklärte in einer öffentlichen im Februar 2010:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen!“

Der Gazastreifen ist „judenrein“. Juden dürfen dort nicht leben. Das ist Apartheid!

Argument Nummer 5:

Der Chef der radikal-islamischen Palästinenserorganisation Hamas in Gaza, Jahia al-Sinwar, erklärte am 19. Oktober 2017 bei einer Rede vor Jugendlichen:

„Es geht nicht darum, ob wir Israel anerkennen oder nicht, sondern um die Frage, wann wir es auslöschen und seine Existenz beenden.“

Die Fatah und die Hamas sprechen allen Palästinensern, die sich systemkritisch, schwul, lesbisch, westlich, aufgeklärt oder feministisch geben, die elementarsten Grundrechte ab.

Muhammad Abu Shahala wurde zum Tode verurteilt, weil er sein Haus an einen Juden verkauft hat. Laut einer Regelung der Fatah und der Hamas ist es Palästinensern verboten, Land an Juden zu verkaufen. Das ist Apartheid!

Argument Nummer 6:

In den Palästinensischen Autonomiegebieten herrscht die Fatah. Der Führer heißt Mahmud Abbas. Er sagte einst:

„In einer endgültigen Lösung können wir nicht mal die Existenz eines einzelnen Israelis in unserem Land sehen, seien es nun Zivilisten oder Soldaten.“

Am Tag der 47-Jahr-Feier der Fatah sprach Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, folgende Worte in die jubelnde Menge:

„Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Im Jahr 2015 bezeichnete Abbas den Mord an einem israelischen Ehepaar durch palästinensische Terroristen als „heldenhaft“. Nicht wenige Judenmörder und deren Familien bekommen von Abbas‘ Fatah stattliche Renten für ihre terroristischen Bluttaten. Das ist Apartheid!

Argument Nummer 7:

Ein Vergleich Israels mit der Apartheid ist so falsch, dreist und gemein wie die Behauptung, die erfundenen Protokolle der Weisen von Zion seien eine tatsächlich vorhandene jüdische Verhaltensweise. Noch heute müssen diese erfundenen Protokolle bei Antisemiten aller Schattierungen als Beweis für das angebliche Streben aller Juden nach der Weltherrschaft herhalten. In der arabischen Welt sind diese Protokolle noch heute Bestseller.

Es ist heute im Kampf gegen Israel wie im Kampf der Nazis gegen Juden. Zwar gab es niemals das Streben einer verschworenen jüdischen Gemeinschaft nach der Weltherrschaft und einer damit verbundenen Unterdrückung des deutschen Volkes, aber die Nazis phantasierten sich dennoch die nach Weltherrschaft strebenden Juden in ihren feuchten braunen Träumen zusammen. Sie lasen und glaubten an „Die Protokolle der Weisen von Zion“, obwohl sie eine Fälschung waren.

Die Protokolle der Wannseekonferenz, auf der die Nazis die weltweite Vernichtung des Judentums planten, waren jedoch keine Fälschung! Die gab es! Millionen Juden fielen diesen Protokollen zum Opfer.

Heute wird die Lüge verbreitet, die israelische Politik hinge einer rassistischen Ideologie der Unterlegenheit von Arabern und Palästinensern an und predigen dabei selbst die Überlegenheit des Islams und leiten aus ihr das Recht und die Pflicht eines jedes Moslems ab, an der Vernichtung aller Juden aktiv teilzunehmen. Es gibt keine rassistische Charta Israels. Die Charta der Hamas aber gibt es und sie sieht die Vernichtung aller Juden vor, predigt Apartheid und fordert den Judenhass.

Argument Nummer 8:

Der Apartheid-Vergleich mit Israel ist zudem rassistisch, weil damit behauptet wird, die Schwarzen zur Zeit der Apartheid Südafrikas seien vergleichbar mit der Horde brutaler und barbarischer Terroristen, die heute die Vernichtung eines ganzen Volkes im Kopf haben und vor keiner Gewalttätigkeit zurückschrecken, um ihren Traum von einer Welt ohne diese Menschen zu realisieren. Nichts anderes fordert heute die Hamas.

Wer Israel mit der Apartheid vergleicht, behauptet damit, schwarze Afrikaner seien damals in Häuser von weißen Familien eingebrochen, um dort Kinder und Säuglinge zu ermorden, hätten Busse hochgejagt, um so viele weiße Menschen wie möglich zu töten, hätten zur Pogromen gegen das weiße Südafrika aufgerufen, ihre Kinder zu Hass und Mord auf eine ganze Menschengruppe erzogen und teilweise stündlich mit Raketen und Granaten auf Menschen geschossen, wie es palästinensische Terroristen mit Israel tun.

Wer behauptet, Israel sei ein Apartheidsstaat ist somit Judenhasser und Rassist. Für Amnesty International gilt das achtfach.

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Indubio

Seit April 2022 moderiere ich den Podcast „Indubio“ für „Die Achse des Guten“. Wenn Sie sich einige Folgen anhören möchten, dann klicken Sie einfach hier.

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Berliner Polizei entfernt Pressevertreter

Bei einer israelfeindlichen Demonstration in Berlin wurden im April 2022 judenfeindliche Parolen gerufen. Auf einem Video ist zu hören, wie die Beleidigung „Drecksjude“ gebrüllt wird. Die Beleidigung galt offenbar einem Journalisten, der als Jude identifiziert wurde.

Judenfeindliche Parolen auf deutschen Straßen kommen immer wieder vor. In dem folgenden Video sind Ausschnitte zu sehen, in denen Demonstranten in Berlin, Essen und Gelsenkirchen in Sprechchören „Tod den Juden“, „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf‘ allein“, „Scheiß Juden“, „Adolf Hitler“ und andere Parolen brüllen:

Über die Demonstration in Berlin im April 2022 informierte die Berliner Polizei in einer Meldung vom 24. April.

In der Polizeimeldung steht, es seien „volksverhetzende Parolen gerufen, sowie Journalistinnen und Journalisten bedrängt, beleidigt und angegriffen“ worden. Von der Demonstration sei „eine aggressive Stimmung“ ausgegangen. Es soll unter anderem zu einer „körperlichen Auseinandersetzung zwischen Versammlungsteilnehmenden“ gekommen sein, „bei der ein am Boden liegender Mann getreten wurde“.

Auf der Demonstration wurden Medienvertreter attackiert. Ein Journalist soll von einem Demonstranten attackiert worden sein, „dem es anschließend gelang, vor den Einsatzkräften in den Aufzug zu flüchten.“ Ein anderer Medienvertreter wurde bedrängt:

„Am Endplatz haben Demonstrierende einen Medienvertreter bedrängt, der auf die Unterstützung von Einsatzkräften zurückgriff und von ihnen aus der Versammlung geführt wurde. Hierbei warfen Unbekannte Plakate und Holzstangen auf die Polizistinnen und Polizisten, die unverletzt blieben“.

Nicht immer garantierte die Polizei die Möglichkeit der freien Berichterstattung. In der Polizeimeldung steht, die Polizei habe unter Berufung auf das „Versammlungsfreiheitsgesetz Berlin“ Pressevertreter des Platzes verwiesen:

„Während einer Zwischenkundgebung auf der Kottbusser Brücke sollen zwei Journalisten, die zu diesem Zeitpunkt Aufnahmen von der Demonstration gefertigt hatten, von den Teilnehmenden angefeindet worden sein. Einsatzkräfte haben die Pressevertreter zu deren Schutz in die seitliche Begleitung aufgenommen. Diese begaben sich im weiteren Verlauf erneut in den Aufzug. Kurz darauf entbrannte ein neuerlicher Konflikt, in dessen Zuge die Pressevertreter aggressiv angegangen wurden. Da der Versammlungsleiter deren Verhalten für die Auseinandersetzung als ursächlich ansah, machte er von seinem, ihm obliegenden Recht aus dem Versammlungsfreiheitsgesetz Berlin Gebrauch und schloss die beiden Personen von der Versammlung aus.“

Das Versammlungsfreiheitsgesetz Berlin ermöglicht es somit der Polizei, Journalisten zu entfernen, wenn ein gewaltbereiter Mob auf der Straße danach verlangt. Das Verhalten der Polizei erinnert an einen Einsatz in Duisburg vor einigen Jahren.

Im Januar 2009 stürmten deutsche Einsatzkräfte in Duisburg eine private Wohnung in Abwesenheit der Mieter, um eine Israel-Flagge aus dem Fenster zu entfernen. Vor der Wohnung hatte eine aufgeputschte Meute in alter Tradition deutscher Pogrome damit begonnen, Steine auf das Fenster mit dem Davidstern zu werfen. Die Polizei sorgte jedoch nicht dafür, dass der Mob mit seiner Gewalt aufhörte, sondern stürmte stattdessen die Wohnung und entfernte die Israelfahne. Der Moment ist hier filmisch dokumentiert:

Ebenfalls im Jahr 2009, am 17. Januar, fand in Bochum eine Demonstration gegen Israel statt. Über 1500 Personen waren anwesend. Vier Moscheen hatten zu der Demonstration gegen Israel aufgerufen. Im Zuge dieser Demonstration wurden Parolen wie „Kindermörder Israel“, „Stoppt den Holocaust in Gaza“ und „Terrorist Israel“ skandiert.

Alles schien darauf hinaus zu laufen, dass jemand eine Israel-Flagge herausholt, um sie zu verbrennen. Eine Studentin holte auch die Israel-Flagge heraus, verbrannte sie jedoch nicht, sondern schwenkte sie stolz als Zeichen der Solidarität mit Israel. Aufgrund dieser Aktion leitete die Staatsanwaltschaft ein Strafverfahren gegen die Studentin ein, die eine Geldstrafe von dreihundert Euro gegen die Studentin zur Folge hatte. Die Erklärung lautete:

„Das war keine ungefährliche Situation, die Sie geschaffen haben.“

Auch im deutschen Fußball ist die Fahne Israels nicht immer gern gesehen. Almog Cohen ist ein israelischer Fußballspieler und stand beim FC Ingolstadt 04 unter Vertrag. Am 26. April 2015 trennten sich im Stadion an der Alten Försterei die Union Berlin und der FC Ingolstadt mit einem 2:2. Almog Cohen saß das ganze Spiel über auf der Bank und twitterte kurz nach Abpfiff auf hebräisch:

„Heute wurde beim Spiel eine Israel-Fahne entfernt. Eine Fahne, die deutsche Fans mitgebracht haben, wurde von einem Ordner entfernt. ‚Keine Juden-Fahnen‘, sagte er.“

Der stellvertretende Polizeisprecher Berlins, Thomas Neuendorf, erklärte daraufhin:

„Das Einsammeln der Israel-Flagge war eine Entscheidung des Polizeiführers.“

In den letzten Jahren wurden von der deutschen Polizei somit schon öfter Fahnen entfernt, weil sie von einem Mob ob ihrer jüdischen Verbindung nicht toleriert werden konnten. Im Jahr 2022 jedoch wurde die Taktik erweitert. Jetzt entfernt die deutsche Polizei auch wieder Menschen, wenn sie zu jüdisch sind für die gewaltbereiten Sturmtruppen auf der Straße.

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