Eine Erwiderung auf Michael Ulbts

Für den Blog von Manuel Wolff hat Michael Ulbts einen Kommentar zum aktuellen Krieg zwischen Israel und Gaza geschrieben. Ich erwidere seinen Kommentar aus einem einfachen Grund: Ich teile seine Sehnsucht nach Frieden im Nahen Osten. Ich fürchte jedoch, Michael Ulbts unterschätzt die Macht und die Kompromisslosigkeit des Judenhass.

Wenn ich mir nur anschaue, wie der Konflikt hier in Deutschland geführt wird, so muss ich erkennen, dass es Anschläge auf Juden und Synagogen gibt, die aus der Mitte vermeintlich pro-palästinensischer Sympathisanten begangen werden. Sämtliche pro-israelische Demonstrationen in Deutschland hingegen verliefen friedlich.

In Deutschland werden Juden massiv bedroht. Synagogen in Wuppertal, Essen und Aachen werden angegriffen, jüdische Einrichtungen mit „Heil Hitler“ und Hakenkreuzen beschmiert und die Rufe „Juden ins Gas“ und „Adolf Hitler“ schallen über deutsche Straßen. In Frankreich ist es sogar noch schlimmer. Dort kam es mittlerweile zu einen Pogrom. In den letzten Jahren wurden in Frankreich sogar Juden ermordet.

Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen gefoltert, weil er Jude war. Er erlag seinen Verletzungen. Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse getötet, drei der Opfer waren Kinder.

Keine Horde jüdischer Halbstarker kam damals auf die Idee auf die Straße zu stürmen, um „Kindermörder Muslime“ zu brüllen und es gab keine Anschläge auf Moscheen. Egal was in manchen islamistischen Ländern passiert, von Homosexuellen, die gehängt und Frauen, die gesteinigt werden, nichts rechtfertigt einen Angriff auf eine Moschee, nichts ein Angriff auf eine Synagoge:

Dies betont auch Michael Ulbts: „Wie blöd muss man eigentlich sein, zu glauben, dass wenn man hier in Deutschland beispielsweise durch die Gegend rennt und vermummt in einer Gruppe judenfeindlichen Schwachsinn brüllt, dass dies irgendeine Auswirkung auf den Konflikt hat?“

Leider betont er nicht, dass in Deutschland und Europa kollektive Verurteilung und Hass in dieser brutalen Gewalttätigkeit nur von einer Seite ausgeht, nämlich von der vermeintlich pro-palästinensischen Seite. Es gab keine Anschläge auf Moscheen und keine Vernichtungsrufe gegen Muslime. Hier in Deutschland unterscheiden sich pro-israelische und vermeintlich pro-palästinensische Demonstrationen klar in der Verteilung von Hass und Gewaltbereitschaft. Dies darf nicht geleugnet werden! Der Unterschied hat auch einen Namen: Judenhass! Und der Judenhass ist mächtig und kompromisslos.

Ich teile die Sehnsucht des Autors nach Frieden und ich teile seine Bestürzung über jedes tote Kind. Golda Meir, die ehemalige Premierministerin Israels, sagte einst:

“Wir können den Araber vergeben, dass sie unsere Kinder töten. Wir können ihnen nicht vergeben, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten. Wir werden erst Frieden mit den Arabern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.”

Golda Meir, Michael Ulbts und ich wir haben eine Sache gemeinsam: Wir hassen es, wenn Kinder leiden müssen, selbst wenn es vom Hass zerfressene Kinder sind, deren Seelen und Körper von der Hamas missbraucht wurden, damit die kleinen Hände und Füße einst Märtyrer (sprich: Judenmörder) werden. Ich verstehe Michael Ulbts Sehnsucht nach einer einfachen und friedlichen Lösung! Nichts anderes wünscht sich Israel. Israel ist eine marktwirtschaftliche Demokratie und daher tausend Mal lieber von Geschäftspartnern umgeben, als von Feinden. Israel will den Krieg nicht! Die Hamas braucht ihn!

Darum bin ich froh, dass Israel Waffen hat, um die Kinder zu beschützen! Die Hamas nämlich benutzt ihre Kinder, um Waffen zu schützen. Es ist der Horror. Es sterben Kinder!

Die Hamas tötet Kinder. Es ist bei ihr Methode. Zunächst will die Hamas alle Juden, also auch die Kinder, töten, so steht es in Artikel 7 der Hamascharta. Für dieses Ziel opfert die Hamas ihre eigenen Kinder, so wie es die Nazis einst mit den Flakhelfern taten.

Es ist somit klar, auf welcher Seite die Kindermörder. Es sind nicht die, die hier in Europa schon seit Jahrhunderten regelmäßig als Kindermörder bezeichnet werden, es ist die Hamas!

Ich sehne mich nach Frieden, aber deshalb stelle ich nicht das Recht Israels in Frage, sich zu verteidigen und nutze meine Kritik und Empörung, um sie gegen die Schuldigen dieses Kriegs zu richten. Es ist die Hamas! Dort steckt der Hass.

Der Hass, der teilweise in den palästinensischen Gebieten herrscht, ist beängstigend und durch nichts zu rechtfertigen. Es hat nichts damit zu tun, dass die Hassenden Muslime sind, denn über eine Millionen Muslime leben in Israel und zeigen, dass Juden und Muslime friedlich zusammen leben können. Die Muslime in Gaza wurden vergiftet. Das Gift heißt Judenhass! Minister der Hamas rufen zur Vernichtung aller Juden auf und die Schulpläne und Kinderprogramme in Gaza lehren die Lust am Judenmord! Jüdische Terroristen, die Muslime töten, werden von Staat Israel verurteilt. Muslimische Terroristen, die Juden morden, werden gefeiert und bekommen Straßen nach sich benannt!

Die jahrzehntelange judenfeindliche Propaganda hat Früchte hinterlassen. Die Mehrheit in Gaza möchte zwar Frieden, aber nicht einen Frieden mit sondern einen Frieden von Juden! Laut einer Studie des Washington Instituts aus dem Jahr 2014 wünschen sich über Zweidrittel aller Menschen in Gaza, dass ganz Israel vernichtet werden soll. Juden sollen in Palästina nicht leben dürfen.

Im September des Jahres 2005 verließen die letzten Juden den Gazastreifen über den Grenzübergang Kissufim. Israel hatte zugestimmt, es einmal so zu versuchen, wie es viele Israelkritiker vorschlagen, nämliche alle jüdischen Siedler aus dem Gazastreifen zu vertreiben. Für viele sind die jüdischen Siedler ja bis heute das Problem. Der Abzug der jüdischen Siedler wurde von Arabern teils frenetisch mit Freudenschüssen und Autokorsos gefeiert. Die verlassenen Synagogen wurden in Brand gesteckt. Es kam zu einer wahren “Gazakristallnacht”. Kurz darauf wurden Israel aus dem „judenreinen“ Gazastreifen mit Raketen beschossen.

Die jüdischen Siedler waren somit nicht das Problem, weil sie Siedler waren, sondern weil sie Juden sind. Als sie nämlich aufhörten, Siedler zu sein, wurden sie dennoch von der Hamas weiter bekämpft. Der Grund? Weil sie Juden sind! Judenhass ist mächtig und kompromisslos!

Wer glaubt und fordert, dass Juden verschwinden müssen, kann niemals Frieden mit Juden schließen.

Juden, die siedeln und Häuser bauen, sind niemals ein Problem! Sie sind es nicht in Israel, nicht in Amerika und nicht in Europa. Sie sollten es auch nicht in den Ländern des Nahen Ostens sein! Überall auf der Welt gibt es in diversen Ländern jüdische Siedlungen und Viertel. In Deutschland gibt es jüdisch, muslimisch und christlich geprägte Viertel. Nur wenige sehen in ihnen ein Friedenshindernis. Sie werden vielmehr als eine kulturelle Bereicherung verstanden und gelten als Unterstützung für ein friedliches Miteinander, da sie Vielfalt, Toleranz und Akzeptanz zu fördern vermögen. In Köln gibt es die überwiegend muslimisch geprägten Keupstraße und in Paris den Marais im dritten und vierten Arrondissement, eine überwiegend jüdisch geprägte Siedlung der Stadt. In Israel gibt es eine Menge muslimische Viertel und Siedlungen. Fast zwanzig Prozent aller Israelis sind Muslime. Für Israel sind muslimische Siedlungen innerhalb und außerhalb Israels kein Friedenshindernis, sondern gelebte Demokratie.n. Die jüdischen Siedler waren somit nicht das Problem, weil sie Siedler waren, sondern weil sie Juden sind. Als sie aufhörten, Siedler zu sein, wurden sie von der Hamas dennoch weiter bekämpft, weil sie Juden sind!

Ich fürchte, Michael Ulbts unterschätzt die Macht und Kompromisslosigkeit des Judenhass. Albert Einstein sagte einst:

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“

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Ein Brief von David Serebrjanik an den WDR

Sehr geehrte Redaktion des WDR,

Als Besitzer eines mehrfachen Migrationshintergrundes tue ich mich manchmal schwer, mich in Deutschland zu definieren. Ich bin in Usbekistan in einer jüdisch-russischen Familie geboren. Meine Eltern sind in der Ukraine zur Welt gekommen. Mein Vater ist Jude, dessen Vorfahren in Deutschland lebten. Meine Eltern und ich leben seit 16 Jahren in Deutschland. So schliesst sich der Kreis, könnte man meinen und sich einfach wohlfühlen in diesem wunderbar funktionierenden Land. Doch ich fühle mich seit einiger Zeit nicht wohl in Deutschland. Und dazu tragen die hiesigen Medien bei mit ihrer einseitigen und viel zu oft ressentimentgeladenen Berichterstattung über Israel.

Ich erwähnte, dass die Vorfahren meines Vaters aus Deutschland stammten. Aber die Vorfahren der Vorfahren stammten aus Israel. Zugegeben, das ist lange her. Zugegeben, sie haben eine lange Wanderschaft angetreten damals vor 2000 Jahren. Das Ende dieser Wanderschaft war 1948 die Errichtung eines jüdischen Staates namens Israel.

Und genau dieser Staat, sehr geehrtes WDR, scheint den Deutschen (verzeihen Sie die Verallgemeinerung) schwer im Bauch zu liegen. Der berühmt-berüchtigte Judenknax scheint es ihnen unmöglich zu machen, Israel ohne wenn und aber zu akzeptieren, es nach Kräften zu unterstützen und froh zu sein, dass die grausame deutsche Geschichte, die sich vor 70 Jahren ereignete eben Geschichte ist und Deutschland bei den heutigen Israelis eins der beliebtesten und heiss begehrten Ländern ist.

Aber nein, der kritische deutsche Geist kann nicht einfach Ruhe geben und trägt seine Schuld mit dem gleichen Stolz vor sich hin, wie es damals seine Sünde stolz vor sich hingetragen hat. Und dieser kritische Geist belehrt ständig Israel. Und berichtitet „kritisch“ über jeden israelischen Pups oder Nichtpups (verzeihen Sie diesen unmöglichen und absolut unkorrekten sowie inakzeptablen Ausdruck). Dieser „kritische“ Geist lässt Sie, verehrtes WDR, vorwiegend und mit vorlieb einseitig und voreingenommen über Israel berichten und Menschen in Ihre Sendungen einzuladen, die eindeutig antiisraelisch, und manchmal sogar antisemitisch eingestellt sind. Das und vieles andere, was gerade in Deutschland stattfindet macht mir persönlich das Leben hier sehr schwer und wenn Sie jetzt mir erzürnt zurufen würden „Dann gehen Sie doch nach Israel, wenn es Ihnen hier so schwer gemacht wird“, so möchte ich Ihnen sagen, dass ich schon seit einiger Zeit genau diesen Schritt zu tun beabsichtige und erwäge.

Ich erwäge es, weil auf deutschen Strassen wieder Antisemitismus erwacht und Rufe „Kindermörder Israel“, „Judenschwein“ und „Juden ins Gas!“ hörbar werden.

Ich erwäge es, weil Synagogen angegriffen und Juden angepöbelt, verbal und tätlich verletzt und gedemütigt werden.

Ich erwäge es, weil viel zu oft die deutschen Medien angesichts dieser Tatsachen so tun, als würde als das nicht geschehen.

Ich erwäge es, weil deutsche Medien einseitig und ressentimentgeladen über Israel berichten.

Wenn sich dies alles in der nächsten Zeit verschlimmert und nicht verbessert, wird es für mich persönlich der einzig richtige Schritt sein, dieses Land zu verlassen. Für immer.

(„Geh doch nach Israel, du Judenschwein“ – das wird wahrscheinlich die endgültige Begleitmusik sein, zu der die wenigen Juden, die Deutschland noch einmal eine Chance gaben, sich anständig zu verhalten, diesem Land endgültig Adieu sagen werden. Dass diese Begleitmusik hauptsächlich NICHT aus dem Mund der „Biodeutschen“ (verzeihen Sie diesen wirklich scheusslichen Ausdruck) erklingt, sondern von unseren „Wutbürgern mit moslemischem Migrationshintergrund“ intoniert wird, ändert leider nichts an der Tatsache, dass der Judenhass auf den deutschen Strassen wieder spürbar und hörbar ist).

Ich hoffe sehr, dass die Situation sich ändert. Ich hoffe sehr, dass die Medien hierzulande sich auf ihre Menschlichkeit, Fairness und Verpflichtung zur Wahrheit besinnen. Und ich hoffe sehr, sehr geehrtes WDR, dass Sie in der Zukunft nicht nur offensichtliche Israelhasser, die sich als wohlmeinende „Kritiker“ tarnen zu den Interviews einladen, sondern solche Menschen, wie zum Beispiel Gerd Buurmann, Autor, Journalist und Schauspieler aus Köln.

Wenn Menschen, wie Gerd Buurmann, die ehrlich, unvoreingenommen und faktengetreu über Israel berichten in diesem Land gleich hörbar werden, wie die „wohlmeinende Kritiker“, dann werden sich Juden in Deutschland wohl fühlen.

Wenn Menschen, wie Gerd Buurmann, die absolut selbstlos und ohne jeglichen finanziellen Gewinn anzustreben sich für Juden und Israel einsetzen, wenn diese Menschen die deutsche Medienlandschaft im gleichen Ausmaß prägen werden, wie die offensichtliche Lobbyisten, die ihre Meinung von finanziellen Interessen in moslemischen Ländern abhängig machen – dann werden sich Juden in diesem Land nicht verarscht, sondern akzeptiert und beschützt fühlen.

Wenn Menschen, wie Gerd Buurmann im Fernsehen und Funk hörbar und sichtbar werden – dann wird Deutschland für Juden ein liebens- und lebenswürdiges Land werden.

Lesen Sie sich mal durch den Blog von Gerd Buurmann (tapferimnirgendwo.com) und laden Sie zu einem Interview ein. Das wäre der erste Schritt in die richtige Richtung.

Mit freundlichen Grüssen,
David Serebrjanik
Pianist

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Deutschland in der Nacht

„Denk ich an Deutschland in der Nacht,
Dann bin ich um den Schlaf gebracht.“

Dieses Zitat aus Heinrich Heines Gedicht „Nachtgedanken“ gehört wohl zu den am meisten missverstandenen Aussprüchen Heines. Der Grund für Heines Schlaflosigkeit ist nämlich keine Kritik in Richtung Deutschland. Heine offenbart mit diesem Satz sein tief empfundenes Heimweh, das mit „Sehnen und Verlangen“ wächst. Er macht sich aber auch über dieses Heimweh lustig. Die Schlaflosigkeit ist Ausdruck der komplexen Sehnsucht nach der deutschen Heimat und besonders nach der Mutter, die er Jahre nicht mehr gesehen hat.

„Deutschland hat ewigen Bestand,
Es ist ein kerngesundes Land,
Mit seinen Eichen, seinen Linden,
Werd‘ ich es immer wiederfinden.

Nach Deutschland lechzt ich nicht so sehr,
Wenn nicht die Mutter dorten wär;
Das Vaterland wird nie verderben,
Jedoch die alte Frau kann sterben.“

Das Gedicht ist somit eher ein Liebesgedicht an Deutschland, denn ein Schmähgedicht, wenn auch ein humoristisch gebrochenes Liebesgedichte. Ein typischer Heine eben.

Das Gedicht ist aber nur auf Platz 2 der am meisten missverstandenen Aussprüche Heinrich Heines. Auf Platz 1 steht dieses Zitat:

„Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.”

Kaum ein Satz von Heinrich Heine wird öfter zitiert. Der Ausspruch stammt aus Heines Tragödie “Almansor”. Sie spielt im 15. Jahrhundert in Spanien. Der Satz wird von dem Moslem Hassan gesprochen, der damit Bezug nimmt auf die Verbrennung des Korans während der Eroberung des spanischen Granadas durch christliche Ritter unter dem inquisitorischen Kardinal Mateo Ximenes de Cisneros. An einer Stelle der Tragödie sagt Hassan:

„Zu jenen Kämpfern hatt ich mich gesellt, die ins Gebirge, auf die kalten Höhn, mit ihren heißen Herzen sich geflüchtet. So wie der Schnee dort oben nimmer schwindet, so schwand auch nie die Glut in unsrer Brust; wie jene Berge nie und nimmer wanken, so wankte nimmer unsre Glaubenstreue; und wie von jenen Bergen Felsenblöcke öfters herunter rollen, allzerschmetternd, so stürzten wir von jenen Höhen oft, zermalmend, auf das Christenvolk im Tal; und wenn sie sterbend röchelten, die Buben, wenn ferne wimmerten die Trauerglocken, und Angstgesänge dumpf dazwischen schollen, dann klang’s in unsre Ohren süß wie Wollust.“

Etwas später entspinnt sich dieser Dialog:

Almansor: Wir hörten, dass der furchtbare Ximenes, inmitten auf dem Markte, zu Granada – Mir starrt die Zung im Munde – den Koran in eines Scheiterhaufens Flamme warf!

Hassan: Das war ein Vorspiel nur, dort wo man Bücher verbrennt, verbrennt man auch am Ende Menschen.

Heinrich Heine lässt somit einen Mann die Würde des Buches proklamieren, der selbst unzählige Christen geschlachtet hat. Für ihn ist das Verbrennen des Korans eine Todsünde, aber das Morden von Christen klingt in seinen “Ohren süß wie Wollust.” Ein Mensch, der das Verbrennen von Büchern als Todsünde erachtet, das Töten von Menschen jedoch nicht, hat ganz andere Probleme!

Der Philosoph Karl Popper sagte einst: „Lasst Ideen sterben, nicht Menschen!“

Heinrich Heine zeigt in seinem Theaterstück „Almansor“ Menschen, die eher Menschen morden, statt Ideen zu verbrennen, so obskur und dumm das Verbrennen von Papier auch sein mag. Es gibt Menschen, die verbrennen Papier und es gibt Menschen, die löschen Internetseiten.

Heinrich Heine hat in seinem Leben selbst eine Bücherverbrennung miterlebt. Zu der studentischen Bücherverbrennung auf dem Wartburgfest im Jahr 1817 schreibt er:

“Auf der Wartburg krächzte die Vergangenheit ihren obskuren Rabengesang, und bei Fackellicht wurden Dummheiten gesagt und getan, die des blödsinnigsten Mittelalters würdig waren! (…) Auf der Wartburg herrschte jener beschränkte Teutomanismus, der viel von Liebe und Glaube greinte, dessen Liebe aber nichts anderes war als Haß des Fremden und dessen Glaube nur in der Unvernunft bestand, und der in seiner Unwissenheit nichts Besseres zu erfinden wusste als Bücher zu verbrennen!”

Das Verbrennen von Büchern ist ein widerliches Schauspiel, das wusste auch Heine, wer aber ein Buch so hoch und heilig hält, dass er das Verbrennen eines Buches mit dem Verbrennen von Menschen gleich setzt, der neigt dazu, weniger Skrupel zu haben, Menschen zu morden, wie die Figur des Hassan zeigt. Allerdings gibt es eine wichtige Sache zu beachten:

In Heinrich Heine Tragödie “Almansor“ wird die Bücherverbrennung von christlichen Rittern und unter den Befehl eines Kardinals durchgeführt. Die Bücherverbrennung geschieht somit im Auftrag eines Staats. Das macht einen großen Unterschied! Es ist ein Unterschied, ob ein Mensch ein Buch verbrennt, oder ob ein Staat vorgibt, was mit einem Buch zu geschehen hat. Jeder Bürger hat das Recht, Bücher zu verbrennen. Er darf jedoch nicht dazu gezwungen werden!

Im Jahr 1933 waren es deutsche Studenten, die Bücher verbrannten. Insgesamt 93 Bücherverbrennungen in 70 Städten fanden von März bis Oktober 1933 in Deutschland in der Zusammenarbeit mit der Hitlerjugend statt! Deutsche Studenten verbrannten Bücher mit staatlicher Unterstützung! Es ist Unrecht, wenn ein Staat befiehlt, was mit einem Buch zu geschehen hat. Dabei ist es jedoch egal, ob der Staat zu einer Bücherverbrennung lädt oder das Verbrennen von Büchern verbietet. Beide Haltungen zeigen, dass der Staat bereit ist, seine eigenen Prinzipien über die allgemeinen Menschenrechte zu stellen. Ein solcher Staat schafft eher Menschen ab, als dass er es zulässt, dass die Bücher seiner Ideologie verbrannt werden. Im Jahr 1933 zum Beispiel haben sich bestimmt einige danach gesehnt, Hitlers „Mein Kampf“ zu verbrennen.

In einem Rechtsstaat gibt es nur dann die Möglichkeit, ohne Furcht vor staatlicher Bevormundung kreativ, journalistisch und wissenschaftlich arbeiten zu können, wenn die Verfassung-, Meinungs-, Presse-, und Kunstfreiheit garantiert ist. Zu dieser Freiheit gehört es, dass Bücher verbrannt werden dürfen, ohne staatliche Sanktionen befürchten zu müssen. Die amerikanische Verfassung garantiert mit dem ersten Verfassungszusatz das Recht auf freie Meinungsäußerung und darunter fällt nach einem Urteil des Obersten Gerichts ausdrücklich auch die Verbrennung von Büchern und Fahnen.

Ich lebe lieber in einem Land, in dem die Nationalflagge, die Verfassung und Bücher verbrannt werden dürfen, aber es kaum jemand macht, als in einem Land, in dem sich Menschen danach sehnen, die Nationalflagge, die diktatorische Verfassung oder die Schriften der Unterdrückung zu verbrennen, es aber nicht dürfen.

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„Ich steh im Regen und ich bin stinksauer“

Meine Rede auf der Demonstration „Für eine faire Berichterstattung für Israel“ am 24. Juli 2014 vor dem WDR auf dem Wallraffplatz in Köln.

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Liebe Sabine Rau,

am 22. Juli 2014 sprachen Sie einen Kommentar in den Tagesthemen zu dem Thema „Antisemitische Parolen“. Neunzehn ganze Sekunden lang verurteilten Sie die Parolen – eine Selbstverständlichkeit. Dann aber kam das „doch“ und sie verließen das Thema und wandten sich der Kritik an Israel zu.

Wenn in Deutschland Brandsätze und Steine auf Synagogen geworfen werden, Juden attackiert und „Scheiß Juden“ gebrüllt wird, dann sind nur die Nazis zu verurteilen, die das tun. Nur die Täter! Es ist widerlich, geschmacklos und völlig daneben, den Grund für den Hass irgendwo anders zu suchen als bei den Tätern! Und es ist völlig ekelhaft die Schuld in Israel zu suchen.

Wenn in Deutschland Anschläge auf Synagogen verübt werden, hat kein Jude Schuld daran. Wie kann man zur Bekämpfung von Anschlägen auf deutsche Synagogen mehr Kritik an Israel fordern? Nur Kritik an die Täter ist geboten.

Wie kann man bei einen Kommentar über Anschläge auf Juden und Synagogen in Deutschland die meiste Zeit damit verbringen, Kritik an Israel zu üben?

Stünden in Deutschland marodierende Banden vor Moscheen, um „Kindermörder Palästina“ zu brüllen, flögen Wurfgeschosse auf Moscheen und Muslime, ich würde in einem Kommentar zum Thema „antimuslimische Parolen“ nicht eine Sekunde damit verbringen, den Islam zu kritisieren oder ein islamisches Land! Das täte ich an anderer Stelle. Es ist einfach eine Frage des Anstands!

Die Frage ist bei diesen antisemitischen Ausschreitungen nämlich nicht, macht Israel Fehler. Natürlich macht Israel Fehler. Das kleine Land (so groß wie Hessen) befindet sich im Krieg. Die Hamas will Israel und alle Juden der Welt vernichten (Art. 7 der Hamas-Charta). In vergleichbarer Situation würde jeder in die Ecke der Vernichtung getriebener Mensch Fehler machen. Kriege zerstören Menschen und Seelen.

Die Fragen lauten vielmehr: Warum müssen die Fehler Israels so betont werden? Warum muss Israel schlechter gemacht werden als es ist? Warum soll Israel (ein ganzes Land) so schlimm sein wie die Hamas (eine Terrorpartei)? Kein Land in der Geschichte der Menschheit hat je derart zurückhaltend auf wochenlangen Beschuss durch tausende Raketen reagiert wie Israel. Israel hat eine gute Abwehr, ja, aber nur, weil Israel den Vernichtungswillen der Gegenseite ernst genommen hat, während manch Andere glaubten, die Judenhasser meinten es nicht so. Bisher hat jedes Land in der Geschichte der Menschheit nach tausendfachem Beschuss der eigenen Zivilbevölkerung die militärische Schwäche des Gegners ausgenutzt, zurückgeschlagen, nicht gewarnt, flächendeckend gebombt und vor allem, kein Essen, Medizin, Wasser und Strom in Zeiten des Krieges zum Feind geschickt, wie es Israel tut! Zu behaupten, Israel (ein ganzes Land, das per Selbstdefinition den Frieden wünscht) sei nicht besser als die Hamas (eine Partei, die per Selbstdefinition ein ganzes Land vernichten will) ist so widerlich wie die Behauptung, die Juden (eine ganze Religionsgemeinschaft) wäre nicht besser gewesen als die Nazis (eine Terrorpartei).

Damals riefen die Nazis auch „Kindermörder“ und meinten das Volk Israel. Im Aufstand im Warschauer Ghetto haben dann Juden in der Verteidigung deutsche Soldaten getötet. Aber der Glaube, Juden würden einen Krieg zur Weltherrschaft führen, war eine Lüge, wie die Fälschung „Die Protokolle der Weisen von Zion“. Die Wannsee-Konferenz aber war real! Dort wurde die Vernichtung der Juden geplant! So ist es heute: Die Hamas ist real! Der Glaube aber, Israel sei nicht besser als die Hamas ist Lüge!

Israel verteidigt sich!

Der Konflikt im Nahen Osten ist leicht zu erklären, schwer zu lösen vielleicht, aber leicht zu erklären: Die eine Seite will die andere Seite vernichten! Alles andere ergibt sich daraus. Die Frage, ob Israel sich verteidigen darf und wie, welche Fehler Israel dabei macht, wo Juden leben dürfen, wo sie vertrieben werden dürfen (was für eine grausame Debatte, die aber leider geführt wird, auch von Ihnen), alles ist Folge der Ausgangslage: Die eine Seite will die andere Seite vernichten.

Israel will Frieden! Israel ist eine kapitalistische Demokratie und hat tausendmal lieber Geschäftspartner als Nachbarn denn Feinde. Und außerdem: Kein Mensch ist illegal, heißt es oft. In Israel ist kein Bürger illegal! Jeder israelische Bürger kann Jude, Christ, Moslem, Araber oder Palästinenser sein und überall in Israel siedeln Juden, Christen, Moslems, Araber oder Palästinenser. Warum sollen in einem zukünftigen Palästina keine Juden siedeln können dürfen? Warum tun sich so viele so leicht damit, Sonderregelungen für Juden zu schaffen? Warum werden Juden so ganz besonders beurteilt? Warum sind siedelnde Juden in arabischen Ländern oft ein Problem, siedelnde Muslime in Israel aber nicht?

Macht Israel Fehler? Ja! Soll Israel dafür kritisiert werden? Ja! Hat es je eine Nation besser gemacht in vergleichbarer Gefahr? Nein!

Warum reicht es nicht, dass Israel es besser macht als alle anderen Nationen? Warum muss nur Israel ein Nathan der Weise sein? Warum muss Israel so heftig kritisiert werden? Welche Lust steckt dahinter?

Warum muss selbst ein Kommentar über antisemitische Parolen in Deutschland nach 19 Sekunden zu einer Nachhilfestunde für Israel werden?

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

PS: Immer wieder wird behauptet, Kritik an Israel müsse möglich sein, ganz so als sei die Israelkritik irgendwie gefährdet. Jetzt, da sogar ein Kommentar über sich ausbreitenden Judenhass in Deutschland dazu genutzt wird, ausführlich Israel zu kritisieren, dürfte klar sein: Israel kann nicht nur kritisiert werden, Israel wird kritisiert und, wenn ich eine persönliche Beurteilung hinzufügen darf: zu oft und zu heftig!

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Bitte um Rückruf

Meine Frau hat mir gerade eine SMS geschickt:

„Gerd – ich find’s ja witzig … gerade eben rief ein Herr auf Festnetz an mit anonymer Nummer und hat mich angeschrien, ich wäre eine „dreckige Judensau“ und ich solle mein Maul halten und „mich in Judäa im Sand verbuddeln“ – als er fertig war, hab ich dann ganz freundlich gesagt: „ah, ich weiß, mit wem Sie sprechen wollen, der Herr Buurmann ist gerade nicht da, aber wenn Sie mir Ihre Nummer geben, ruft er Sie gerne zurück“.

Der Mann hat dann einfach aufgelegt. :)“

Lieber Anrufer,

bitte rufen Sie doch noch mal an und hinterlassen Sie Ihre Nummer. Sie haben sich so überwunden, mir Ihre Gefühle zu offenbaren. Ich würde Ihnen gerne angemessen antworten.

Alles Liebe,
Gerd Buurmann

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Der bewegte Muselmann

Ein Gastkommentar von Özgür Cebe.

Mein Name ist Özgür Cebe. Ich bin Kabarettist und Schauspieler und toure mit zwei abendfüllenden Programmen durch Deutschland. Mein aktuelles Programm heißt „Freigeist oder geistfrei. Das ist hier die Frage!“, mein erstes Programm heißt „Der bewegte Muselmann“.

Heute wende ich mich als freigeistig/bewegter Muselmann an Euch. Der Grund ist die antisemitische Grundstimmung, die ich in Deutschland und in einigen europäischen Ländern erlebe. Als Grund für diesen Antisemitismus wird die aktuelle Lage in Israel bzw. Gaza genannt. Doch der Antisemitismus ist viel älter. Diese Gruppe dient nicht dazu die Schuldfrage zwischen Palästinensern und Israelis zu ergründen, sondern vielmehr eine klare Position gegen den Antisemitismus zu beziehen.

Ich bin kein Freund Netanjahus und seiner Politik und doch verurteile ich nicht ein ganzes Volk wegen seiner Entscheidungen. Ich bin ein entschiedener Gegner der Hamas, die als oberstes Ziel die Auslöschung eines Staates und seiner Bürger möchte und doch verurteile ich nicht alle Muslime.

Mit dieser Gruppe möchte ich zeigen, dass es Muslime gibt, die eine reflektierte Meinung haben. Ich will zeigen, dass man als Moslem nicht zwangsläufig ein Antisemit sein muss. Ich will zeigen, dass Menschen mit jüdischem und muslimischem Glauben Freunde sein können. Wenn der Qur-an die Ehe zwischen einem muslimischen Mann und einer jüdischen Frau erlaubt, kann der Islam nicht antijüdisch sein.

Ich finde es beschämend, wenn ich im Internet „Muslime“ sehe, die Parolen grölen wie „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“ Worin unterscheiden sich diese Leute von Neonazis?

Damit unterscheidet man sich nicht von der NPD. Und wenn man hier jüdische Bürger verletzt oder tötet, unterscheidet man sich nicht von der NSU. Diese Leute sollten sich überlegen, in welcher Welt sie leben wollen. Der Prophet war kein Österreicher, sondern Araber. So zieht man alle Muslime durch den Dreck und lasst sie aussehen wie Nazis. Und das will ich nicht.

Vielleicht sollten Islamisten (damit meine ich nicht die Muslime) sich daran erinnern, wie es sich anfühlte als ein rechter Mob in Rostock „Deutschland den Deutschen, Ausländer raus!“ grölte oder wie eine türkische Familie in Solingen von Nazis ausgelöscht wurde.

Ein vernünftig denkender Moslem und auch Nichtmoslem weiß, dass dieses Verhalten falsch ist.

Wir brauchen keine Pogrome! Weder hier in Deutschland, noch woanders.

Ich wette, dass diejenigen, die antisemitische Parolen von sich geben, nicht einen einzigen Juden kennen.
Vorurteile entstehen meist gegen Menschen, die man nicht kennt. Die Fremdenfeindlichkeit ist auch in Teilen Deutschlands am höchsten wo die wenigsten Migranten leben.

Der jüdische Mitbürger ist nicht zwangsläufig Israeli. Hier wird eine Glaubensgemeinschaft stellvertretend für die Entscheidungen eines Staates verantwortlich gemacht. Aber es gibt nicht „den Juden“. Ich befinde mich mit dieser Gruppe nicht gegen den Krieg. Ich bekenne mich mit dieser Gruppe für den Frieden.

Ich lade alle Juden, Christen, Muslime, andere Religionsgemeinschaften, Agnostiker und Atheisten herzlich ein, ein Zeichen für den Frieden und die Koexistenz zu setzen.

Vor allem lade ich meine muslimischen Glaubensgeschwister ein, ein Zeichen gegen den Antisemitismus zu setzen. Zeigen wir den Menschen, dass wir tolerant sind. Im Qur-an steht schließlich sinngemäß in Sure 2 Vers 256:

„In der Religion gibt es keinen Zwang.“

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Wo ich leben kann

Meine spontane Rede auf dem Wallraffplatz in Köln vom 17. Juli 2014.

Die Presse dazu:

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Ihr lieben Moslems,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

entschuldigt, dass ich Euch als Mitglieder einer Religionsgemeinschaft anspreche. Eine solche Reduzierung des Individuums auf seinen Glauben ist sonst gar nicht nach meinem Geschmack. Eigentlich ist es mir egal, woran die Menschen glauben, außer natürlich wenn es um Feiertage geht. Da mag ich Religionen. Christen sind so wunderbar kitschig an Weihnachten, Juden so herrlich albern zu Purim und Moslems so ansteckend fröhlich beim Fastenbrechen. Da bin ich gerne dabei.

Heute aber gibt es für mich einen anderen Grund, Euch als Moslems anzusprechen. Ich brauche Eure Hilfe. Es ist nämlich etwas unangenehmes geschehen:

Ich habe ein Problem mit Muslime!

Es tut mir leid, dass ich das so sagen muss. Ich würde die Leute, mit denen ich ein Problem habe, auch gerne anders nennen, Konuckel oder so, aber ich bezeichne Menschen nun mal für gewöhnlich so, wie sie sich selbst nennen. In diesem Fall nennen sich die Menschen, die mir Sorge bereiten, Muslime. Zudem behaupten diese Muslime, die Ideologie, die dafür sorgt, dass mir mulmig wird, käme direkt aus dem Koran.

Ihr lieben Moslems,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

hier kommt Ihr ins Spiel. Es sind Eure Religion und Euer heiliges Buch, die gerade geschändet werden. Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede und der Koran sei ein Buch der Liebe, müssen die Muslime, die im Namen des Korans Juden hassen und Kriege führen, schlimmer sein als jene, die den Koran verbrennen.

Als im Jahr 2011 in Amerika ein Koran als Brennstoff für Feuer benutzt wurde, gab es weltweite Proteste. Wo sind die Proteste, wenn der Koran als Brennstoff für Gewalt und Kriege benutzt wird? In immer mehr Moscheen in Deutschland wird Hass gepredigt.

Auf den Straßen Berlins brüllte ein Mob im Juli 2014 „Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein!“

Ich bin Christ. Mit Schaudern denke ich an die dunkele Zeit des Christentums, als Christen Juden verfolgten, ihre Synagogen anzündeten, Kreuzzügen führten und Juden als „Kindermörder“ bezeichneten. Als die Nazis Juden mordeten, predigten einige Christen, Juden seien Kinder des Teufels. Diese Christen, die sich selbst Christen nannten, waren weit weg von der Religion der Nächstenliebe. Es gab aber auch aufrichtige Christen. Es gab sogar friedliche Deutsche in der Zeit des Nationalsozialismus, aber die Nazis gaben den Ton an. Sie waren damals die Deutschen! Heute brüllen Muslime in Deutschland: „Adolf Hitler!“

http://www.welt.de/politik/deutschland/article130393245/Hassparolen-bei-Anti-Israel-Demonstration.html

Ihr lieben Moslems,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

Euer Problem sind nicht Juden und schon gar nicht Israel. Euer Problem sind jene, die sich Muslime nennen und im Namen des Korans Hass säen und Gewalt ausüben. Diese Muslime sind heute unter uns, so wie vor über siebzig Jahren die Nazis als Deutsche unter uns waren.

Immer mehr europäische Juden werden heute wieder Opfer gewaltsamer Übergriffe, diesmal nicht durch Nazis, sondern durch Islamisten! Am 20. Juli 2014 kam es in Paris zu einem Pogrom. Im Stadtteil Sarcelles wurden Brandsätze auf eine Synagoge geworfen und Juden auf offener Straße mit Eisenstangen gejagt.

Am 24. Mai 2014 um 16.59 Uhr brüllte ein Teil der mit 18.000 Muslimen besetzten Lanxess Arena in Köln lautstark „Verflucht sei Israel!“. Am selben Tag wurde ein israelisches Paar und eine französische Besucherin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Am selben Tag wurden in Frankreich zwei Juden, die aus einer Synagoge kamen, brutal zusammengeschlagen.

Der Krieg im Nahen Osten kostet Juden in Europa das Leben und die Menschen, die diese Morde begehen, geben an, es als Muslime zu tun, im Namen des Korans.

Ihr lieben Moslems,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

statt Israel zu kritisieren und Vorschläge zu machen, wie der Konflikt im Nahen Osten gelöst werden könnte, kümmere Euch lieber um Eure eigenen Probleme: Im Namen Eurer Religion werden gerade Juden in Europa verfolgt und ermordet!

Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen gefoltert, weil er Jude war. Er erlag seinen Verletzungen.

Am 8. Juli griff ein arabischer Mann ein 17-jähriges jüdisches Mädchen auf einer Straße in der Nähe des Pariser Nordbahnhof tätlich an und sprühte ihr Pfeffer-Spray ins Gesicht. Im gleichen Monat wurde ebenfalls in Paris ein Brandanschlag auf eine Synagoge verübt. Im selben Monat kam es in Gelsenkirchen zu einer Demonstration, bei der die Vergasung von Juden gefordert wurde.

Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse getötet, drei der Opfer waren Kinder. Ein Monat später forderten hochrangige britische Künstler, darunter Emma Thompson und Caryl Churchill, dass Israelis von der Bühne des Globe Theaters in London vertrieben werden müssen. Diese Frauen waren keine Muslime. Ihr seht also, es ist nicht nur ein Problem des Islams.

In der Stadt Odense in Dänemark wurden Ende 2008 zwei Israelis angeschossen. Ein paar Wochen später am 8. Januar 2009 riefen auf den Straßen in Oslo ungefähr zehntausend Menschen “Tötet die Juden!” und “Schlachtet die Juden ab!” Ein Flugblätter wurde verteilt, auf denen die Menschen aufgefordert wurden, “ihren Müll vor der Synagoge zu entleeren” und “grosse Schweinsköpfe auf dem Friedhof zu platzieren”. Es folgten Aufrufe, die israelische Botschaft in Brand zu setzen.

In Aachen wurde in der Nacht vom 1. auf den 2. August 2010 der jüdische Friedhof mit Hakenkreuz und der Parole „Freiheit für Palästina“ beschmiert. In Worms wurde im gleichen Jahr ein Brandanschlag auf die Synagoge verübt. In Hannover wurden ebenfalls 2010 Juden von muslimischen Kindern und Jugendlichen öffentlich mit Steinen beworfen. In Frankfurt duldete die Polizei 2009 „Vergast die Juden“-Rufe. Im Jahr 2013 wurde In Rostock wurde ein jüdischen Gemeindehaus im Jahr 2009 angegriffen. in Offenbach ein Rabbiner in einer Einkaufspassage angegangen. Auf Facebook werden seit Jahren täglich Rufe nach der Vergasung und der Vernichtung aller Juden laut. In Dänemark weigerte sich eine Schule 2008/2009, jüdische Kinder anzunehmen, da dadurch die Sicherheit gestört werden würde. In Frankreich, Belgien und England werden regelmäßig Synagogen und jüdische Einrichtungen geschändet, weil sie mit dem Unbehagen über die Konflikte im Nahen Osten verquickt wurden. In Duisburg wurde 2009 unter massiver Polizeigewalt eine Israelfahne aus einer privaten Wohnung entfernt, weil sie von draußen zu sehen war und so den öffentlichen Frieden störe sollte. Auch in Berlin wurde die Polizei gegen eine Israelfahne aktiv. In Bochum musste sogar eine Frau Strafe zahlen, weil sie eine israelische Fahne öffentlich gezeigt hatte.

Ihr lieben Moslems,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

in Europa werden gerade im Namen des Islams Juden verfolgt und ermordet. Früher nannte das Christentum Juden „Kindermörder“ und „Bestien“, heute der Islam.

Die Vorwürfe sind heute so falsch wie sie damals waren! Israel will den Frieden und keine Kinder töten. Israel führt keinen Krieg bewusst gegen Zivilisten. Es ist die Hamas, die Kinder und Zivilisten als Geisel nimmt und als Schutzschild für ihre Waffen missbraucht, mit denen sie Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas erfüllen wollen: die Vernichtung aller Juden. In der Unabhängigkeitserklärung Israel heißt es jedoch:

„Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Israel unternimmt daher alles, um zivile Opfer zu vermeiden. Die Hamas jedoch erklärt, alle Juden töten zu wollen. Die Mitglieder und Sympathisanten der Hamas sind somit „Kindermörder“, nicht aber Israel. Während Hamas jedes tote Kind auf Israels Seite feiert, betrauert die israelische Seite den Tod jedes Kindes auf beiden Seiten. Die ehemalige Premierministerin Israels Golda Meir sagte einst:

“Wir können den Araber vergeben, dass sie unsere Kinder töten. Wir können ihnen nicht vergeben, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten. Wir werden erst Frieden mit den Arabern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.”

Israel ist ein demokratischer Staat, der sich dem Wahn einer Vernichtung ausgesetzt sieht. Deshalb muss Israel einen Krieg führen. Israel will diesen Krieg nicht. Israel will lieber von Geschäftspartnern umgeben sein als von Feinden! Der Krieg ist aber leider da und in jedem Krieg, selbst wenn man ihn nicht gewollt hat, macht man Fehler, manchmal sogar schreckliche Fehler. Viele Seelen wurden schon im Chaos des Krieges verdorben. In der Geschichte der Menschheit hat es jedoch noch nie einen Staat gegeben, der in aktiver Kriegszeit so human mit seinem Feind umgegangen ist wie Israel. Natürlich geht es immer noch besser. Israel lernt gerne dazu, muss dazu lernen, schließlich ist die kleine Nation, die gerade mal so groß wie Hessen ist, dazu verdammt, im Krieg zu leben. Jedes Jahr muss Israel tausende Raketen abfangen, weil nicht wenige Diktaturen im Nahen Osten Israel vernichten wollen. Israel soll vernichtet werden! Dennoch versorgt Israel die Zivilisten seiner Feinde. Im Juli 2014 als in einer Woche über eintausend Raketen von Gaza auf Israel abgefeuert wurden, versorgte Israel den Gazastreifen mit Wasser, Essen, Strom und Medikamenten. Das hat in dieser Form und diesem Umfang bisher kein anderer Staat in der Geschichte der Menschheit gemacht.

Es ist Wissen, dass Israel den Frieden will! Es ist aber ein Glaube, dass Israel den Krieg will. Es ist ein falscher Glaube, der durch nichts zu belegen ist. Zu behaupten, Israel hasse die Hamas so, wie Hamas Israel hasst, ist so falsch und geschmacklos, wie zu behaupten, Juden hätten die Nazis so gehasst, wie die Nazis Juden gehasst haben. Die Nazis forderten die Vernichtung aller Juden und erklärten dies auf der Konferenz am Wannsee. Zur selben Zeit unterstellten die Nazis allen Juden, die Welt unterjochen zu wollen und begründeten dies mit den “Protokollen der Weisen von Zion”, eine judenhassende Hetzschrift, die belegen sollte, wie mörderisch Juden sind. Die “Protokolle der Weisen von Zion” waren eine Lüge! Die Konferenz am Wannsee war real!

So ist es heute. Der Hass der Israelis ist ein Gerücht über Juden. Der Hass der Hamas ist jedoch real.

Minister der Hamas und andere arabische Politiker und Geistliche erklärt alle Juden zu Bakterien und fordern ihre Vernichtung.
Link: „Ich mag die Deutschen“

Die Hamas erzieht ihre Kinder zum Judenhass und erzeugt eine Lust am Judenmord.
Link: „Rappelkiste Hamas“.

Die Hamas fordert in ihrer Gründungscharta die physische Vernichtung aller Juden.
Link: „Der freie Teil Palästinas“.

Die Hamas fordert ein judenreines Palästina.
Link: „Nicht nur sauber, sonder judenrein!“

Die Hamas bezeichnet Juden als Besatzer und Volksschädlinge.
Link: „Der ewige Besatzer“

Die Hamas erklärt sich zum Opfer des „Weltjudentums“.
Link: „Der ewige Flüchtling“

Die Hamas wirft fast täglich Bomben und Raketen auf Israel.
Link: „Bombensichere Wette“

Die Hamas entrechtet alle Juden im Stil der Nürnberger Rassegesetze.
Link: „Apartheid in Hebron“

Die Hamas vernichtet jüdische Nachbarschaften.
Link: „Illegale Schtetl“

Die Hamas lässt keine Juden über die Grenze.
Link: „Die Mauer in Jerusalem“

Die Hamas knechtet das eigene Volk und nutzt ihre Kinder als Schutzschilder.
Link: „Ich, Palästinenserin“

Der offizielle Gruß der Hamas ist der Hitlergruß.
Link: Hamas.

Araber hissen die Hakenkreuzflagge.
Link: Im Westjordanland

Die Propaganda zeigt Wirkung. Mittlerweile verlangen fast ein Drittel aller Palästinenser im Gazastreifen die vollkommene Vernichtung Israels und nur zehn Prozent finden, dass Juden gleichwertige Menschen sind.
Link: „Dem Jud ist alles zuzutrauen!“

All dieser Hass wird mit dem Koran rechtfertigt und im Namen des Islams begangen.

Ihr lieben Moslems,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

Eure Religion ist in Gefahr! Eure Feinde sind jedoch nicht die Juden. Es sind auch nicht Israel und die USA, zwei Länder, die beweisen, dass Juden, Christen und Muslime gleichberechtigt in einem Land zusammen leben können. Euer Problem sind die Terroristen und Sympathisanten der Hamas und alle anderen islamistischen Organisationen. Sie nennen sich Muslime. Sie geben sogar vor, den Koran zu leben. Diesen Muslimen solltet Ihr den جهاد erklären, in der Bemühung, der Anstrengung und dem Einsatz für eine bessere Welt, in der Juden und Moslems friedlich nebeneinander leben können.

Rettet Euren Glauben!

So wie die Nazis damals der Feind jedes aufgeklärten Deutschen waren, so sind die Eiferer von der Hamas, die Islamisten und die Fundamentalisten heute die Feinde jedes aufgeklärten Moslems. Es ist die Hamas, die palästinensische Kinder als Schutzschilde missbraucht. Die Kinder sterben, weil die Hamas sie in den Tod schickt. In Israel aber bieten Bunker allen Bürgerinnen und Bürgern Schutz vor feindlichen Raketen, unabhängig vom kulturellen Hintergrund. Der beste Verbündete im Kampf gegen die Hamas ist Israel!

Ihr lieben Moslems,

die Ihr friedlich lebt und nach der Wahrheit strebt,

ich bin Deutscher. Ich weiß, die Geschichte meines Landes zeigt es, der Hass auf Juden ist ernst zu nehmen. In Deutschland zeigte die Propaganda der Nazis einst grausame Wirkung. Ein großer Teil der Deutschen hasste Juden damals so wie heute ein großer Teil der Araber Juden hasst. Der Hass ist heute so falsch und unmenschlich wie damals. Damals stellten einige dem Hass der Nazis entgegen, zum Beispiel die Geschwister Scholl. In ihrem dritten Flugblatt schrieben sie:

„Unser heutiger „Staat“ aber ist die Diktatur des Bösen. „Das wissen wir schon lange“, höre ich Dich einwenden, „und wir haben es nicht nötig, dass uns dies hier noch einmal vorgehalten wird.“ Aber, frage ich Dich, wenn Ihr das wisst, warum regt Ihr Euch nicht, warum duldet Ihr, dass diese Gewalthaber Schritt für Schritt offen und im verborgenen eine Domäne Eures Rechts nach der anderen rauben, bis eines Tages nichts, aber auch gar nichts übrigbleiben wird als ein mechanisiertes Staatsgetriebe, kommandiert von Verbrechern und Säufern? Ist Euer Geist schon so sehr der Vergewaltigung unterlegen, dass Ihr vergesst, dass es nicht nur Euer Recht, sondern Eure sittliche Pflicht ist, dieses System zu beseitigen?

Wenn aber ein Mensch nicht mehr die Kraft aufbringt, sein Recht zu fordern, dann muss er mit absoluter Notwendigkeit untergehen. Wir würden es verdienen, in alle Welt verstreut zu werden wie der Staub vor dem Winde, wenn wir uns in dieser zwölften Stunde nicht aufrafften und endlich den Mut aufbrächten, der uns seither gefehlt hat. Verbergt nicht Eure Feigheit unter dem Mantel der Klugheit. Denn mit jedem Tag, da Ihr noch zögert, da Ihr dieser Ausgeburt der Hölle nicht widersteht, wächst Eure Schuld gleich einer parabolischen Kurve höher und immer höher.“

Im ersten Flugblatt der Geschwister Scholl heißt es:

„Vergesst nicht, dass ein jedes Volk diejenige Regierung verdient, die es erträgt!“

Ertragt die Fundamentalisten nicht länger, die im Namen Eures Glaubens und Eures Koran den Hass predigen. Euere Feinde sind nicht Israel, nicht die USA; nicht Juden, noch Christen oder der Westen. Eure Feinde nennen sich Muslime, wie sich Nazis einst Deutsche nannten. Leistet Widerstand!

Am 25. Juli 2014 ist der al-Quds-Tag. Wieder soll es weltweit zu Massendemonstrationen gegen Israel kommen, bei denen die „Befreiung Jerusalems von den zionistischen Besatzern“ gefordert wird. Alljährlich werden an diesem Tag Vernichtungsdrohungen gegen Israel ausgesprochen. Seid nicht dumm! Macht dort nicht mit!

Erklärt den Islamisten und Fundamentalisten den جهاد!

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Kanonen auf Katzen

Gedanken des homo antisemiticus vulgaris von Nathan Warszawski.

Dürfen Menschen sich verteidigen, wenn sie angegriffen werden? Obwohl beinahe überall verhasst, fallen Juden auch unter den Menschen und dürfen sich somit verteidigen, falls sie angegriffen werden. Wir Deutsche sind aus unserer Geschichte gewohnt, dass Juden sich ihrem Schicksal ergeben statt zu kämpfen. Der Holocaust scheint den Juden zu Kopf gestiegen zu sein.

Jetzt werfen Juden Bomben auf Gaza, da Israel von Hamas-Terroristen, die diesen schmalen Streifen beherrschen, drangsaliert werden. Doch wie gehen Israelis sicher, dass sie zu ihrer Verteidigung Terroristen und keine friedlichen Araber töten? Gibt es noch friedliche Araber in Gaza? Diese Araber haben zwar die Hamas gewählt wie seinerzeit die Deutschen die NSDAP. Und weshalb hat der Engländer Dresden bombardiert!? Selbst die Lutherische Ex-Oberschöffin meint, dass die Bombardierung Dresdens nicht notwendig gewesen ist. Der Krieg wäre auch ohne die Zerstörung Dresdens verloren und beendet. Nun ja, das mit den Juden ist nicht O.K. gewesen. Aber Amerikaner und Engländer haben doch nicht die Deutschen bekämpft, um Juden zu retten! Wenn sie Juden hätten retten wollen, dann hätten sie Auschwitz, zumindest die Gleise dorthin, bombardiert. Das haben sie nicht getan. Sie haben die Deutschen bekämpft, weil sie Hitler nicht mochten und wegen der kapitalistischen Konkurrenz, schließlich waren die Nazis Sozialisten. Warum haben die Alliierten nicht Hitler bekämpft? Noch heute ist sein Einfluss in Deutschland vorhanden, besonders in Zeiten, wenn es gegen Israel und Juden geht..

Nach zwei verheerenden Weltkriegen und der deutlichen Verkleinerung Deutschlands unterliegt im Europa des Friedens jegliche Verteidigung harten Einschränkungen. Viele glauben, dass Selbstverteidigung obsolet sei. Schließlich kann man über alles reden. So wie in der Ukraine, wo trotz politischer Reden und Diplomatie ein mit 300 Zivilisten vollbesetztes Flugzeug abgeschossen wird. Hat man nicht genug geredet? Auf jeden Fall muss der Verteidiger angemessen handeln, darf den Angreifer nicht umbringen, wenn dieser ihn nur kitzeln will. Außerdem besteht für niemanden die Notwendigkeit, mitten in der Nacht den Berliner Alexanderplatz zu durchschreiten. Der brave Bürger bleibt zu Hause, guckt Kriege im Fernsehen an, schimpft auf Juden und setzt sich nicht persönlich der Gefahr einer Rauferei mit Todesfolge aus. Wenn ich schon tagsüber einige „südländische“ Gestalten sehe, die sich in einer Sprache unterhalten, die ich nicht verstehe, dann wechsele ich schnell die Straßenseite. Einmal bin ich beinahe von einem unschuldigen Bürger überfahren worden, um der Selbstverteidigung zu entgehen.

Der Selbstverteidiger sollte beweisen können, dass er kein Angreifer ist! Wenn mich ein Koran verteilender Salafist anmacht, weil ich keinen dritten Koran brauche, was er ja nicht weiß, dann beleidige ich ihn auf furchtbarer Weise, sodass er mich anpöbeln muss, was seine vor kurzem angenommene Religion von ihm verlangt. Ich bin der Angreifer! Straßenseite wechseln!

Die geschundenen Araber in Gaza sind ständig Verteidiger, nie Angreifer! So wie Deutschland im Zweiten Weltkrieg, welches die Fortsetzung des Ersten Weltkrieges gewesen ist, den Deutschland eigentlich hätte gewinnen müssen, wenn die Juden nicht den Dolch in den Rücken der siegreichen kaiserlichen Armee gebohrt hätten. Hitler ist mit Fug und Recht der Verteidiger und die Alliierten sind die Angreifer! Solange die Juden keine allzu große Zahl arabischer Unschuldiger im Krieg tötet, werden die Antisemiten in Deutschland es schwer haben, den Volkszorn in ihrem Sinn zu formen. Doch wehe, wenn die Zahl toter Araber aus Gaza realiter oder propagandistisch steigt! Dann handeln Juden unverhältnismäßig und gehören – Hamas hin oder her – an den Pranger.

Auf der Vorplatz des Kölner Domes, als Domplatte bestens bekannt, kämpft seit Jahren ein mutiger Altnazi auf billiger verdreckter Pappe gegen die völkermordenden Juden. Er hat sogar von friedensbewegten Aachener Bürgern und allen im Stadtrat vertretenen, nicht weniger friedensbewegten Parteien einen Preis erhalten. Tausende von Touristen und Einheimischen lesen täglich seine Judenhetze und verbreiten sie auf der ganzen Welt. Es wundert nicht, dass extreme linke und rechte Ideologien in Köln Hand in Hand überhand nehmen. Unter Polizeischutz darf er die nationale sozialistische Friedensbotschaft verkünden, dass die Juden an Allem Schuld sind. Er erhebt nie die Hand gegen Juden. Das besorgen für ihn ständig anwesende und vom Kölner Volk bezahlte Polizisten.

Von solchen tiefschürfenden Gedanken geplagt, mache ich mich am letzten Donnerstag auf den Weg zur Israel freundlichen Demo, die unter dem Motto steht: „Befreit Gaza von der Hamas!“ Verständlicherweise findet die machtvolle Schau, zu der sich mehr als 200 Juden- und Israelfreunde zusammenfinden, nicht auf der Domplatte statt, denn dort hat der friedensbewegte mutige Altnazi Hausrecht. 200 aggressive Juden und Judenfreunde gegen einen (1) Judenhasser! Da könnte selbst die ständig anwesende und vom Kölner Volk bezahlte Polizei den alten verwirrten Mann nicht schützen. Um den Nazi zu schützen, findet das Israeltreffen auf dem nahen Wallrafplatz statt.

Viel Aufregendes passiert nicht. Der Lautsprecher setzt des Öfteren aus. Der Domplatten-Judenhasser packt seine vermodernden Pappen ein. Die Polizei ist sichtlich gelangweilt. Morgen werden internationale multikulturelle muslimische Hamasversteher, Islamisten, gestandene Linke und Rechte gemeinsam den Judenstaat auf der Domplatte verfluchen, da sie der friedensbewegte Altnazi dort walten lässt. Die Polizeiarbeit ist mit feigen Juden einfacher als mit friedensbewegten Hetzern. Mehrere Redner halten Reden: der Vorsitzende der Kölner Jüdischen Gemeinde, ein Vertreter der Deutsch-Israelischen Gesellschaft aus Bonn, ein jüdischer Student und zwei bekannte namhafte Bundestagspolitiker: der Grüne Volker Beck und die SPD-Frau Michaela Engelmaier. Sie alle erklären, warum Hamas der Angreifer, die Israelis Verteidiger sind. An den arabischen Toten ist die Hamas schuld. Die Juden versuchen unter Gefährdung des eigenen Lebens arabische Zivilisten zu schützen. Die Redner werfen den deutschen Journalisten vor, die Wahrheit zu verdrehen und sie dem deutschen Volk vorzuenthalten. Sie warnen sogar vor einem erstarkenden Antisemitismus, wobei mir unbewusst die Bombardierung Dresdens in den Sinn kommt: Wer das Handy der Bundeskanzlerin belauscht, kann auch Dresden platt machen, woran die Juden schuld sind!

Zum Schluss spricht der größte und beliebteste in Köln lebende Israelfreund Deutschlands. Gerd Buurmanns Blog „tapferimnirgendwo“ sollte Pflichtlektüre in allen Schulen werden. Eingehüllt in einer großen Israelflagge, die er wie ein jüdisches Gebetsmantel trägt, fragt er die Zuhörer, ob sie als Frauen, Schwule, Christen, Muslime, Juden oder Atheisten lieber in Israel oder in einem arabischen oder muslimischen Staat im Nahen Osten leben wollen. Das ohrenbetäubende Klatschen ersetzt die Antwort.

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Dann marschieren alle laut und zuweilen falsch fröhliche hebräische Lieder und Gebete singend durch die Stadt bis zum Neumarkt. Ein Deutscher ohne Gnade der späten Geburt wagt ein hartes Wort gegen Juden zu erheben. Er bricht mitten im Wort ab, als er die Masse der Judenfreunde erblickt. Auf dem Weg werden an Passanten kleine Israelflaggen verteilt. Manche schwenken sie sogar. Am Ziel angelangt wird die israelische Hymne „Hatikva“, was übersetzt „Hoffnung“ heißt, gesungen. Man bedankt sich bei der Polizei, die mit Schrecken an den nächsten Tag denkt, und geht seines Weges nach Hause.

Zu Hause angekommen tönt die Nachricht, dass es der israelischen Armee gerade rechtzeitig gelungen ist, arabische Terroristen davon abzuhalten, alle Bewohner eines grenznahen Kibbutz zu massakrieren. Stattdessen hat die tapfere Hamas 54 Milchkühe getötet, um dem Kibbutz die Existenzgrundlage zu entziehen. Die israelische Armee hat nun mit einer Boden-Offensive in den Gazastreifen begonnen. Bald wird es vermehrt tote Araber geben und die Presse darf sich austoben.

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(TINNW)

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