Sind das die Prioritäten des Islams?

Auf dem Hermannplatz in Berlin Neukölln haben am Abend des 29. Oktober 2020 mehrere dutzend Muslime unter anderem mit „Allahu Akbar“ Rufen gegen Emmanuel Macron und das Zeigen von Mohamed-Karikaturen demonstriert. Die Demonstration fand am selben Tag statt, an dessen Morgen in Nizza ein Moslem in einer Kirche unter permanentem „Allahu Akbar“ Rufen bestialisch gemordet hatte.

https://twitter.com/felixhuesmann/status/1321860453455245313?s=21

Für einen Moslem, der erklärt, Islam bedeute Frieden, muss ein Mensch, der im Namen des Islams und Mohamed mordet, schlimmer sein als jemand, der sich über den Islam und Mohamed lustig macht.

Die Muslime auf dem Hermannplatz zeigen, dass für sie die Verballhornung von Mohamed schlimmer ist als das bestialisch Morden von Menschen.

Es ist völlig legitim, wenn Muslime auf die Straße gehen, weil der Islam beleidigt wird, aber wo bitte sind die Muslime, die sich dadurch beleidigt fühlen, dass im Namen ihrer Religion gemordet wird? Gibt es die auch oder gibt es wirklich nur beleidigte halal Leberwürste, die es nicht ertragen können, wenn jemand Witze über den Popo des Propheten macht?

Sind das die Prioritäten des Islams?

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„Sagen Sie meinen Kindern, dass ich sie liebe.“

Eines der Opfer des Anschlags in Nizza vom 29. Oktober 2020 war die 44-jährige Frau Simone Barreto Silva. Der Mörder hatte versucht, sie zu enthaupten. Mit klaffenden Wunden am Hals und an der Kehle schleppte sie sich blutend aus der Kirche, in der der Angreifer geschlachtet hatte. Trotz der Wunden schaffte sie es noch, Passanten auf der Straße im Sterben letzte Worte zu sagen:

„Dites à mes enfants que je les aime.“

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Don’t lose your head about Islam

In Montfavet, a town near the southern French city of Avignon, a man shouting „Allahu akbar“ threatened several people with a pistol. On the same day in a church in Nice, France, several people were injured and killed by a man who repeatedly shouted „Allahu Akbar“. He stormed the Basilica of Notre-Dame armed with a knife and stabbed the visitors inside the church. He also cut off the head of a 60-year-old woman.

The number of people in France who have had their heads cut off in 2020 in the name of Allah great is increasing.

You can engage in debate with Muslims, but just be careful not to lose your head.

Dear Muslims,

again, people in France have been brutally murdered by a man who claims to have committed his deeds in the name of Allah and Islam. The murderer calls himself a Muslim. He even considers himself to be a true Muslim, entitled to murder for Islam. He decapitates people in order to please Mohamed.

Muslims around the world take to the streets en masse to demonstrate against Mohamed caricatures. Why don’t Muslims take to the streets when people are murdered and heads are cut off in the name of Mohamed?

Does your faith seriously consider it more perverse to sketch a likeness of Mohamed than to decapitate a fellow human being? If that is truly your belief: to protest cartoons more than to protest murder in the name of Islam, then Islam is despicable.

Islam has massive problems. However, the problems are not caricaturists, critics and mockers, but all those Muslims who spread hatred and use violence in the name of their god, including all those Muslims who remain silent or even justify the violence. It’s not the satirists of Islam who should be criticized, but rather the fundamentalists of Islam.

I don’t care what Islam means. I just want the killing to stop. I want to live in peace. I want not to care about Islam. Don’t dare explain what Islam is supposed to mean. Instead, make sure you stop the Muslims who use Islam to murder.

Don’t force me to discuss Islam, but rather go to the terrorists and talk to them. It’s your Islam that’s instrumental in murder, not my criticism of Islam.

I know Christians who have left their church for much less.

Those who remain in the Islamic community without raising their voice against murder in the name of Islam, those who criticize caricatures but remain silent in the face of murder, those who declare that the freedom of the Enlightenment provokes the hatred of the fundamentalists, are complicit in the slaughter of human lives.

Translation: William Wires

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Den Kopf über den Islam verlieren

In Montfavet, einem Ort in der Nähe der südfranzösischen Stadt Avignon, hat ein Mann mehrere Menschen mit einer Pistole bedroht und dabei „Allahu akbar“ gerufen. Am selben Tag wurden in einer Kirche im französischen Nizza mehrere Menschen von einem Mann verletzt und getötet, der dabei immer wieder „Allahu Akbar“ brüllte. Er stürmte mit einem Messer bewaffnet die Basilika Notre-Dame und stach im Inneren der Kirche auf die Besucher ein. Er schnitt zudem einer 60-jährigen Frau den Kopf ab.

Die Zahl derer, denen in Frankreich im Jahr 2020 der Kopf zum Ruf, dass Allah groß sei, abgeschnitten wurde, steigt somit.

Man kann schon mit Muslimen diskutieren, man muss nur aufpassen, darüber nicht den Kopf zu verlieren.

Liebe Muslime,

wieder wurden Menschen in Frankreich bestialisch ermordet von einem Mann, der erklärt, seine Taten im Namen Allahs und des Islams begangen zu haben. Der Mörder bezeichnet sich selbst als Muslim. Er glaubt sogar, ein wahrer Muslim zu sein, berechtigt, für den Islam zu morden. Er schneidet Menschen die Köpfe ab, weil er glaubt, damit Mohamed zu dienen.

Weltweit gehen Muslime in Massen auf die Straße, um dagegen zu demonstrieren, dass Mohamed gezeichnet wird. Warum gehen Muslime nicht mindestens in ebenso großer Weise auf die Straße, wenn im Namen Mohamds gemordet und Köpfe abgeschnitten werden?

Sagt euer Glaube etwa ernsthaft, dass es perverser ist, ein Bild von Mohamed zu malen, als einem Menschen bestialisch den Kopf abzuschneiden? Wenn das Euer Glaube ist, wenn der muslimische Protest gegen die Morde in Frankreich nicht größer ist als der Protest gegen die Karikaturen in Frankreich, dann ist der Islam verabscheuungswürdig.

Der Islam hat massive Probleme. Die Probleme sind jedoch nicht Karikaturisten, Kritiker und Spotter, sondern all die Muslime, die im Namen ihres Gottes Hass verbreiten und Gewalt ausüben, sowie all die Muslime, die dazu schweigen oder die Taten gar rechtfertigen.

Nicht die Spotter des Islams gehören kritisiert, sondern die Eiferer des Islams.

Mir ist es egal, was der Islam bedeutet. Ich will einfach nur, dass das Morden im Namen des Islams aufhört. Ich will, dass ich in Ruhe leben kann. Ich will, dass mir der Islam egal sein kann. Ich will den Islam einfach nur tolerieren können. Ich will, dass alle Laien auf dem Gebiet des Islams, keine Angst vor dem Islam haben müssen.

Erklärt nicht mir, was der Islam bedeutet. Sorgt stattdessen dafür, dass die Muslime, die den Islam nutzen, um zu morden, damit aufhören. Zwingt nicht mich zum Dialog, sondern die Terroristen. Es ist Euer Islam, der zum Morden verwendet wird, nicht meine Kritik am Islam.

Ich kenne Christen, die ihre Kirche für deutlich weniger verlassen haben.

Wer jetzt noch in der islamischen Gemeinschaft verbleibt, ohne die Stimme gegen das Morden im Namen des Islams zu erheben, wer jetzt noch Karikaturen kritisiert, aber schweigt im Angesicht des Mordens, wer erklärt, die Freiheit der Aufklärung provoziere den Hass der Fundamentalisten, der macht sich mitschuldig an dem Schlachten von Menschenleben.

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Deutsche Bahn: „Das geht leider nicht!“

Da ich als Künstler im ganzen Land gebucht werde, fahre ich oft und viel mit der Bahn. Am 4. November 2020 hätte ich eigentlich in Bayern meinen „Nathan-Komplex“ gezeigt, aber aufgrund des Lockdowns, der am 28. Oktober 2020 beschlossen wurde, wird daraus nun nichts.

Als Künstler bin ich sehr darauf bedacht, gut zu haushalten, da es nicht immer nur fette Jahre im Leben eines Theatermenschen gibt. Daher buche ich die Fahrten zu meinen Auftritten immer so früh wie möglich. Auch für Bayern habe ich eine sehr günstige Fahrt für 73,80 Euro bei der Deutschen Bahn gebucht, allerdings unter der Vorgabe eines sogenannten Super Sparpreises, was bedeutet, dass eine Stornierung ausgeschlossen ist.

Pacta sunt servanda. So lautet das Prinzip der Vertragstreue.

Natürlich bin ich verpflichtet, meinen im Vertrag stehenden Pflichten nachzukommen. Die Deutsche Bahn kann nichts dafür, dass die deutsche Regierung mir das Theaterspielen verboten hat. Die Bahn fährt und ich hab gebucht, Corona hin oder her.

Dennoch habe ich die Deutsche Bahn mal angerufen und meinen Fall geschildert. Ich hatte irgendwie die Hoffnung, die Deutsche Bahn würde vielleicht Kulanz zeigen. Meine Hoffnung wurde enttäuscht.

„Das geht leider nicht“, sagte die Frau am Telefon mit einer Stimme, die zeigte, dass es ihr wirklich leid tut.

Schade.

Ich wäre schon sehr begeistert gewesen, hätte die Deutsche Bahn gesagt, dass aufgrund der schwierigen Situation beschlossen wurde, dass alle Reisen, die in den Lockdown fallen, storniert werden können, auch die Super Sparpreise. Für die Deutsche Bahn wäre das nur ein kleiner Schritt der Programmierung, aber für viele von der Krise betroffenen Menschen ein großer Schritt der Hilfe.

Vielleicht bewegt sich bei der Deutschen Bahn ja doch noch was. Ein Rest Hoffnung bleibt immer zurück, so wie der leere Kaffeepappbecher im Abteil.

Nachtrag: Ein Leser von Tapfer im Nirgendwo hat mir die Summe von 73,80 Euro überwiesen. Lieber B.B., sollten Sie mal in Köln sein, gebe ich Ihnen gerne eine private Führung durch Köln. Melden Sie sich einfach. Vielen, vielen Dank.

Nachtrag 2: Die Deutsche Bahn hat geantwortet:

„Sehr geehrter Herr Buurmann,

vielen Dank für Ihre E-Mail.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage verstehen wir Ihren Wunsch nach Erstattung gut und haben Ihre eingereichten Unterlagen sorgfältig durchgesehen.

Für alle Buchungen von Zügen, die weiterhin fahren, gelten grundsätzlich die tariflichen Stornierungsbedingungen. Darüberhinausgehende Kulanzen gibt es nicht.

Sowohl die Flexpreise als auch die Sparpreise sind im Rahmen der regulären Tarifkonditionen stornierbar. Damit hat ein Großteil unserer Angebote bereits heute sehr großzügige Stornierungskonditionen. Unsere Kunden entscheiden sich seit Beginn der Corona-Pandemie auch zunehmend für diese stornierbaren Angebote.

Bei den Super Sparpreisen ist die Stornierung ausgeschlossen. Wir möchten unseren Kunden aber auch in Coronazeiten die Möglichkeit geben, sich für ein sehr günstiges Angebot zu entscheiden und bieten daher weiterhin den Super Sparpreis an. Wir weisen aber im Buchungsprozess – etwa auf bahn.de – explizit darauf hin, dass es sich hierbei um ein nicht stornierbares Angebot handelt und empfehlen seit dem Frühjahr auch aktiv die Buchung eines stornierbaren Angebots. Wir gehen davon aus, dass sich unsere Kunden bewusst dafür entscheiden, auf die Stornierbarkeit zugunsten eines günstigen Preises zu verzichten.

Die Stornierungskonditionen bleiben daher aktuell unverändert. Vor dem Hintergrund der weiterhin unbeständigen Gesamtsituation sind die Risiken, die aktuell bei Reisen im In- und Ausland auftreten können, bekannt. Dies sollte bei der Reiseplanung – auch von Zugreisen – entsprechend berücksichtigt werden.

Ihrem Wunsch nach einer Erstattung können wir daher in diesem Fall leider nicht entsprechen.

Unabhängig von allen tariflichen Bedingungen stehen jedem Reisenden im Falle von Verspätung oder Ausfall des gewählten Zuges die Rechte aus der europäischen Fahrgastrechte-Verordnung – insbesondere auch die Erstattung des Fahrpreises – zu.

Wir bitten Sie hierfür um Ihr Verständnis.“

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Faktencheck zu Donald Trump

Über Donald Trump wurden die unfassbarsten Lügen verbreitet. Viele Lügen halten sich bis heute, wie zum Beispiel die Behauptung, er habe Nazis „feine Leute“ genannt. Tapfer im Nirgendwo stellt einige Falschaussagen richtig.

„Die haben alle Aids.“

Dieser Satz wird Donald Trump unterstellt. Es wird behauptet, er habe ihn in einem Gespräch im Oval Office gesagt. Die älteste Behauptung dieser Aussage stammt nach meiner Recherche von zwei Journalisten der New York Times am 23. Dezember 2017. Das Weiße Haus wies diese Behauptung umgehend als falsch zurück. Auch für die Aussage über die Hütten in Afrika gibt es keine Beweise.

„Ku-Klux-Klan und die Neonazis sind sehr gute Leute.“

Das hat Donald Trump nicht gesagt. Er sagte sogar das genaue Gegenteil. Er sagte:

„Wir verurteilen auf das Schärfste diese ungeheure Darstellung von Hass, Bigotterie und Gewalt. (…) Es gab einige sehr schlechte Leute in dieser Gruppe, aber es gab auch Leute auf beiden Seiten, die sehr feine Leute waren (…) und ich spreche nicht von den Neonazis und den weißen Nationalisten, weil sie total verurteilt gehören.“

„Es ist ein großartiger Tag für uns alle.“

Donald Trump hat nicht gesagt, der Tod von George Floyd sei „ein großartiger Tag für uns alle“.

Ich kann nur vermuten, dass damit die folgende Aussage gemeint ist: „Es ist ein großartiger Tag für George Floyd.“ Mit diesem Satz nahm Donald Trump Bezug auf eine die Anstrengungen seiner Administration, Rassismus zu bekämpfen und das Leben von schwarzen Menschen in Amerika zu verbessern. Nach dem Tod von George Floyd erklärte Donald Trump:

„Ich verstehe den Schmerz, den Menschen verspüren. Der Tod von George Floyd auf den Straßen von Minneapolis ist eine schwere Tragödie. Es hätte niemals geschehen dürfen. Es hat Amerikaner im ganzen Land mit Schrecken, Zorn und Trauer erfüllt. Wir unterstützen das Recht der Bürger auf friedliche Proteste und wir hören ihre Appelle. Die Stimmen gesetzestreuer Bürger müssen gehört werden können – sehr laut gehört werden! Wir stehen zusammen mit der Familie Floyd, mit allen friedlichen Demonstranten und mit jedem gesetzestreuen Bürger, der für ein anständiges Miteinander, Sicherheit und Geborgenheit ist.“

„Dreckslochländer“

Mit diesem Ausdruck hat Donald Trump nicht die Einwanderer beleidigt. Er hat mit dem Begriff vielmehr deutlich gemacht, dass die Einwanderer gute Gründe dafür haben, ihre Heimat zu verlassen und in die Vereinigten Staaten von Amerika einzureisen, da ihre Herkunftsländer von korrupten, brutalen und menschenverachtenden Regimen zu „shithole countries“ gemacht wurden.

„Man kann gar nicht glauben, wie schlimm diese Menschen sind, das sind keine Menschen, das sind Tiere, und wir bringen sie wieder außer Landes.“

Die Behauptung, Donald Trump habe mit diesem Satz Migranten gemeint, ist eine Lüge, die erstmals auf Facebook auftaucht. Dort jedoch wurde die Behauptung als „falsche Nachricht“ markiert.

Donald Trump sprach von Mara Salvatrucha (MS 13). Unter dieser Bezeichnung wird eine Vielzahl von brutalen Banden zusammengefasst, die in Nord- und Mittelamerika auf äußerst aggressive und gewaltbereite Art agieren. Mord, Vergewaltigung und Kindesmissbrauch gehören zu den mannigfaltigen Verbrechen dieser Banden. Sie meinte Donald Trump.

„Sie bringen Drogen. Sie bringen Verbrechen. Sie sind Vergewaltiger.“

Mit dieser Aussage meinte Donald Trump ebenfalls nicht die Mexikaner an sich, sondern ebenfalls lediglich kriminelle Mexikaner. Die schärfste Kritik in Richtung Mexiko formulierte Trump als er noch kein Präsident war, aber für das Amt kandidierte. Im Juni 2015 erklärte er, die mexikanische Regierung würde mit ihrer verfehlten Politik dafür sorgen, dass schlechte Mexikaner illegal in die Vereinigten Staaten von Amerika kommen:

„Es ist wahr, sie sind die besten und anständigsten. Wenn Mexiko seine Leute schickt, schickt das Land nicht die Besten. Sie schicken nicht Dich. Sie schicken nicht Dich. Sie schicken die Leute, die viele Probleme haben, und sie bringen diese Probleme mit. Sie bringen Drogen. Sie bringen Verbrechen. Sie sind Vergewaltiger. Und einige, nehme ich an, sind gute Leute.“

Donald Trump sagt über Mexikaner lediglich, was für alle Menschen gilt: Die Verbrecher sind die schlechten Mexikaner.

Trump kritisiert jedoch deutlich, dass es die mexikanischen Behörden zulassen, dass zu viele kriminelle Mexikaner illegal ihren Weg in die Vereinigten Staaten von Amerika finden:

„Aber ich spreche mit Grenzschutzbeamten und sie sagen uns, was wir bekommen. Und der gesunde Menschenverstand erkennt es. Sie schicken uns nicht die richtigen Leute.“

„Ich mag es nicht, wenn N… mein Geld zählen..“

Für diesen Satz gibt es keinen belastbaren Beleg.

Donald Trump erklärt immer wieder, ein entschiedener Gegner von Rassismus zu sein. Es ist es sehr wichtig, dass über die Situation der schwarzen Bevölkerung in den USA berichtet wird. Unter anderem deswegen gibt er Menschen wie Nikki Haley, Tim Scott, Daniel Cameron, Vernon Jones, immer wieder eine große Bühne.

„Schwarze Menschen sind faul.“

Auch für diesen Satz gibt es keine belastbare Quelle. Donald Trump erklärt stattdesssen:

„Wir leben alle unter den gleichen Gesetzen, unabhängig von der Farbe unserer Haut. Wir alle salutieren der selben große Flagge und wir sind alle von dem selben allmächtigen Gott geschaffen. Wir müssen uns lieben, Zuneigung zueinander zeigen und uns zusammenschließen, um Hass, Bigotterie und Gewalt zu verurteilen. Wir müssen die Bande der Liebe und Loyalität wiederentdecken, die uns als Amerikaner zusammenbringen. Rassismus ist böse und diejenigen, die in diesem Namen Gewalt verüben, sind Kriminelle und Schläger, darunter der KKK, Neonazis, weiße Supremacisten und andere Hassgruppen, die gegen alles verstoßen, was uns als Amerikaner am Herzen liegt.“

Wie ist es zu erklären, dass über einen Mann, der so deutliche Worte gegen Rassismus findet, derart viele Lügen verbreitet werden? Es ist nur mit einem tief empfundenen Hass zu erklären.

Es gibt Menschen, die haben gute Gründe, Trump zu wählen. Andere haben gute Gründe, ihn nicht zu wählen. Es gibt aber keinen guten Gründe, Lügen zu verbreiten. Für Hass und Hetze gibt es keine Entschuldigung.

Es sollte die Aufgaben von Journalistinnen und Journalisten sein, Hass und Hetze mit Aufklärung zu begegnen. Dieser aufklärerischen Aufgabe bin ich hiermit nachgekommen.

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Donald Trump und die „Feine Leute“-Lüge

„Ich spreche nicht von den Neonazis und den weißen Nationalisten, weil sie komplett verurteilt gehören.“

Dieser Satz stammt von Donald Trump. Er sprach die Worte am 15. August 2017. Es war genau der Tag, an dem er gesagt haben soll, unter den Neonazis und den weißen Nationalisten habe es „feine Leute“ gegeben. Diese Behauptung ist eine der geschmacklosesten Lügen, die nach wie vor über Donald Trump verbreitet werden. Was geschah wirklich?

Am 11. August 2017 fanden in der Stadt Charlottesville im US-Bundesstaat Virginia Demonstrationen rund um eine Statue von Robert E. Lee statt. Er war ein General und der militärische Berater von Jefferson Davis. Davis war Mitglied der Partei der Demokraten und Präsident der Konföderation der Südstaaten. Im Amerikanischen Bürgerkrieg kämpften sie gegen die Vereinigten Staaten von Amerika (Nordstaaten) unter der Präsidentschaft des Republikaners Abraham Lincoln. In diesem Krieg ging es unter anderem um die Abschaffung der Sklaverei. Die Republikaner waren für die Abschaffung der Sklaverei, die Demokraten für die Beibehaltung der Sklaverei. Robert E. Lee kämpfte somit auf der Seite von Sklavenhaltern.

Im Juni 2015 wurde in der Kirche von Charleston im US-Bundesstaat South Carolina ein rassistischer Terroranschlag verübt, bei dem neun Menschen während einer Bibelstunde erschossen wurden. Diese Gräueltat sorgte dafür, dass in der Gesellschaft intensiv darüber diskutiert wurde, was mit Denkmäler geschehen solle, die Persönlichkeiten der Konföderation ehren. Einige Kommunen entschieden sich dazu, diese Denkmäler aus dem öffentlichen Raum zu entfernen.

Um zu verstehen, was das bedeutet, möchte ich folgende Analogie aufstellen. Am 9. Oktober 2019 verübte ein Rechtsextremist in Halle einen Anschlag auf eine Synagoge und tötete zwei Menschen. Judenhass ist ein zentraler Bestandteil der rechtsextremen Ideologie. Dieser Hass hat eine lange Geschichte. Beim Nürnberger Prozess erklärte der nationalsozialistische Herausgeber des judenfeindlichen Hetzblattes „Der Stürmer“, Julius Streicher:

„Antisemitische Presseerzeugnisse gab es in Deutschland durch Jahrhunderte. Es wurde bei mir zum Beispiel ein Buch beschlagnahmt von Dr. Martin Luther. Dr. Martin Luther säße heute sicher an meiner Stelle auf der Anklagebank. In dem Buch ‚Die Juden und ihre Lügen‘ schreibt Dr. Martin Luther, die Juden seien ein Schlangengezücht, man solle ihre Synagogen niederbrennen, man soll sie vernichten.“

Tatsächlich gehört Martin Luther zu den Autoren der schlimmsten Dinge, die jemals über Juden geschrieben wurden. In seiner Abhandlung „Über die Jüden und ihre Lügen“ erklärte er:

„Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

In seinem „Handbuch über die Judenfrage“ forderte er:

„Ich will meinen treuen Rat geben. Erstlich, dass man ihre Synagoge oder Schule mit Feuer anstecke, und was nicht verbrennen will, mit Erde überhäufe und beschütte, dass kein Mensch einen Stein oder Schlacke davon sehe ewiglich.“

Von Martin Luther stehen überall in Deutschland Denkmäler herum. Was wäre wohl in Deutschland los, würde nach judenfeindlichen Gewalttaten beschlossen, diese Denkmäler aus dem öffentlichen Raum zu entfernen? Es würde mit Sicherheit zu Demonstrationen kommen und unter den vielen „feinen Leuten“ auf beiden Seiten wären gewiss auch einige Gewalttäter.

Diese Analogie hinkt etwas, da Robert E. Lee nie so rassistische Dinge geschrieben hat, wie Martin Luther judenfeindliche Schriften verfasst hat, aber die Analogie hilft zu verstehen, warum es in den USA zu Demonstrationen kam. Die eine Seite demonstrierte für die Entfernung der Statue von Lee und die andere Seite plädierte dafür, die Statue stehen zu lassen. Über diese beide Seiten erklärte Donald Trump, dass es „feine Leute“ auf beiden Seiten gäbe. Er machte jedoch deutlich, dass er damit ausdrücklich nicht die Neonazis und die weißen Nationalisten meinte:

„Wir verurteilen auf das Schärfste diese ungeheure Darstellung von Hass, Bigotterie und Gewalt.“

Donald Trump ist Republikaner. Dennoch erklärte er, dass es auf der Seite jener, die ein Denkmal rund um eine Persönlichkeit der Geschichte der Partei der Demokraten verteidigen, durchaus „feine Leute“ gäbe. Um seine Position zu verdeutlichen, nutze er weitere Beispiele:

„George Washington war ein Sklavenhalter. Werden nun die Statuen von George Washington entfernt? Was ist mit Thomas Jefferson?“

Donald Trump machte klar, dass jede historische Persönlichkeit Makel hat und es deshalb sowohl auf der Seite jener, die Denkmäler entfernen wollen, weil sie sich auf die Makel konzentrieren, als auch auf der Seite jener, die die Denkmäler erhalten wollen, weil sie sich auf die positiven Errungenschaften konzentrieren, „feine Leute“ gibt.

Leider mischten sich unter die „feinen Leute“ auch gewalttätige Subjekte, die klar zu verurteilen sind, unter anderem rechtsextreme Demonstranten, die sich unter dem Motto „Vereinigt die Rechte“ versammelt hatten. Darunter waren Mitglieder des Ku-Klux-Klans, Neonazis, White Nationalists und White-Supremacy-Anhänger.

Nach dem offiziellen Ende der Demonstration fuhr ein Neonazi vorsätzlich mit seinem Auto in eine Gruppe von Demonstranten und tötete dabei eine 32-jährige Frau und verletzte neunzehn weitere Menschen. Diese Extremisten verurteilte Donald Trump unmissverständlich:

You had some very bad people in that group, but you also had people that were very fine people, on both sides (…) and you had people — and I’m not talking about the neo-Nazis and the white nationalists — because they should be condemned totally. But you had many people in that group other than neo-Nazis and white nationalists.“

Donald Trump hat somit nicht gesagt, es gäbe „feine Leute“ unter Neonazis und weißen Nationalisten. Er hat sogar das genaue Gegenteil gesagt.

Donald Trump hat nicht behauptet, die Demonstrationen in Charlottesville seien „überwiegend friedlich“ gewesen. Er hat die Gewalttäter deutlich verurteilt, aber deshalb nicht jene Demonstranten in Verantwortung genommen, die ihrem Protest für oder wider einer Statue friedlich Ausdruck verliehen hatten.

Warum also wird behauptet, er habe erklärt, es könne feine Neonazis geben?

Hass!

Es gibt Menschen, die hassen Donald Trump so sehr, dass sie bereit sind, jede Lüge über ihn zu glauben und zu verbreiten. Sie schrecken dabei vor keiner Geschmacklosigkeit zurück.

Wer behauptet, Donald Trump würde davon überzeugt sein, es gäbe „feine Leute“ unter Neonazis, behauptet damit, er wäre ein solch durch und durch böser Mensch, dass er sogar erklärt, unter Menschen, die seine Enkelkinder töten wollen, seien feine Leute.

Alle Enkelkinder von Donald Trump sind Juden. Glaubt etwa wirklich jemand, Donald Trump sei der Meinung, unter Menschen, die seine eigenen Enkelkinder bis aufs Blut hassen, seien „feine Leute“? Wie sehr vom Hass verkommen muss man sein, um sowas zu erlügen oder ungeprüft zu verbreiten?

Die „Feine Lüge“-Lüge gehört zu den widerwärtigsten Lügen, die über Donald Trump verbreitet werden. Wer sie teilt und verbreitet ist ein Demagoge.

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Ohne Furcht oder Vorliebe

Tapfer im Nirgendwo präsentiert die erste Rede von Amy Coney Barrett als Richterin des Obersten Gerichtshof der Vereinigten Staaten in deutscher Übersetzung.

Vielen Dank.

Ich danke Ihnen allen, dass Sie heute Abend hier sind, und Präsident Trump, dass Sie mich als Richterin des Obersten Gerichtshofs der Vereinigten Staaten ausgewählt haben. Es ist ein Privileg, darum gebeten zu werden, meinem Land in diesem Amt zu dienen, und daher stehe ich heute Abend hier, wahrhaft geehrt und demütigt.

Vielen Dank auch an den Senat für die Zustimmung zu meiner Ernennung. Ich bin dankbar für das Vertrauen, das Sie mir entgegengebracht haben und ich verspreche Ihnen und dem amerikanischen Volk, dass ich meine Pflichten nach besten Kräften erfüllen werde.

Dies war ein strenger und gründlicher Bestätigungsprozess und ich danke Ihnen allen, besonders Mehrheitsführer McConnell und dem Vorsitzenden Graham, dass Sie mir bei der Positionierung geholfen haben. Mein herzlicher Dank gilt den Mitarbeitern des Weißen Hauses und des Justizministeriums, die unermüdlich daran gearbeitet haben, mich bei dieser Zeit zu unterstützen. Ihre Ausdauer ist bemerkenswert, und ich war die Begünstigte davon.

Jessie und ich sind auch den vielen Menschen sehr dankbar, die unsere Familie in den letzten Wochen unterstützt haben. Durch materielle und immaterielle Weise haben Sie diesen Tag möglich gemacht. Jesse und ich sind tief bewegt von Ihrer Großzügigkeit.

Ich habe im letzten Monat viel Zeit im Senat verbracht, sowohl in Sitzungen mit einzelnen Senatoren als auch in den Tagen der Anhörungen vor dem Justizausschuss des Senats. Der Bestätigungsprozess hat mir besonders einen der grundlegenden Unterschiede zwischen der Bundesjustiz und dem Senat der Vereinigten Staaten deutlich gemacht und es ist vermutlich der dringlichste, der Einfluss politischer Überzeugungen.

Es ist die Aufgabe einer Senatorin, ihre politischen Präferenzen zu verfolgen. Es wäre eine Pflichtverletzung, wenn sie ihre politischen Ziele beiseite legen würde. Im Gegensatz dazu ist es aber die Aufgabe einer Richterin, sich ihren politischen Präferenzen zu widersetzen. Es wäre eine Pflichtverletzung für sie, sich ihnen hinzugeben.

Bundesrichter stehen nicht zur Wahl, daher gibt es keine Grundlage für die Behauptung, die Präferenzen der Bundesrichterin müsse die des Volkes widerspiegeln. Diese Trennung von Pflicht und politischer Präferenz ist der große Unterschied der Justiz bei der Gewaltenteilung.

Eine Richterin erklärt sich nicht nur unabhängig vom Kongress und vom Präsidenten, sondern auch von ihren privaten Überzeugungen, die sie sonst in anderen Umfeldern bewegen mögen. Der Justizschwur erfasst das Wesentliche der Justizpflicht: Die Rechtsstaatlichkeit muss immer die Kontrolle behalten.

Meine amerikanischen Mitbürger,

obwohl wir Richter uns keiner Wahl stellen müssen, arbeiten wir dennoch für Sie. Es ist Ihre Verfassung, die die für Sie so zentrale Rechtsstaatlichkeit und Unabhängigkeit der Justiz festlegt. Der Eid, den ich heute Abend feierlich geleistet habe, bedeutet im Kern, dass ich meine Arbeit ohne Furcht oder Vorliebe erledigen werde und dies unabhängig von den politischen Gewalten und meinen eigenen Einstellungen. Ich liebe die Verfassung und die demokratische Republik, die sie erschafft, und ich werde mich der Erhaltung dieser Verfassung widmen.

Vielen Dank.

***

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Menschenrechte kennen keine Bedingungen

Als im November 1918 Frauen in Deutschland das Wahlrecht erhielten, bekamen sie dieses Menschenrecht nicht unter der Vorgabe, dass sie nur gewisse Parteien wählen dürfen. Sie erhielten das selbstverständliche Recht der Demokratie, sich bedingungslos für jede Partei entscheiden zu dürfen.

Man muss sich nicht benehmen oder ein guter Mensch sein, um im Besitz der Menschenrechte zu sein. Die Menschenrechte gelten ausnahmslos für alle und immer.

Hätten Frauen in Deutschland im Jahre 1918 das Wahlrecht nicht erhalten, so wären alle Frauen unschuldig gewesen an den Entscheidungen der kommenden Wahlen. Im Besitz des Wahlrechts jedoch wurden sie verantwortlich und nicht wenige Frauen sollten sich für eine faschistische Partei entscheiden.

Das Geschlecht macht eine Person ebensowenig zu einem besseren Menschen wie die Hautfarbe. Frauen und Männer wählten Hitler. Frauen und Männer waren im Widerstand. Es ergibt daher überhaupt keinen Sinn, wenn jemand sagt: „Ich als Frau“, „Ich als Deutscher“ oder „Ich als Schwarzer“.

Natürlich werden Gedanken durch Erfahrungen beeinflusst und selbstverständlich sind diese Erfahrungen auch verbunden mit der Hautfarbe, dem Geschlecht und dem Glauben, in dem eine Person erzogen wurde. Dennoch wird jede politische Ansicht letztendlich aus dem persönlichen, individuellen und freien Denken erschaffen.

Es gibt Situationen der Angst und der Unterdrückung, die ich als weißer Mann nicht kenne. Ich kenne nicht die spezielle Angst von Frauen, nachts allein im Parkhaus zu sein. Ich weiß nicht, wie es ist, aufgrund meiner Hautfarbe für minderwertig gehalten zu werden. Ich weiß aber, dass alle Menschen in der Lage sind, sich von ihren Einflüssen und Prägungen zu emanzipieren. Sie können all die geistigen Ablagerungen der Vergangenheiten hinterfragen und sich die eigenen Ängste und Privilegien bewusst machen, um dann zu einer Erkenntnis zu gelangen, für die man dann unabhängig vom Aussehen und der Herkunft die ganz persönliche Verantwortung übernehmen muss. Diese persönliche Verantwortung kann niemand nehmen, kein Vorbild, keine Heldin, keine Partei und kein religiöser Führer.

Man muss sich nicht benehmen, um als Mensch anerkannt zu werden.

Jeder Mensch, unabhängig von Hautfarbe und Geschlecht, hat das Recht, sich für das Eine oder für das Andere zu entscheiden. Jeder Mensch darf sich anständig oder unanständig benehmen, ohne dabei die Menschenrechte zu verlieren oder auf eine Gruppenzugehörigkeit reduziert zu werden.

Wer sagt, eine Frau oder ein schwarzer Mensch müsse auf eine gewisse Art und Weise denken oder wählen, ist ein Sexist und Rassist.

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Heinrich Heine verstößt gegen Twitters Gemeinschaftsstandards

Twitter hat ein Zitat von Heinrich Heine gesperrt, weil es gegen die „Gemeinschaftsstandards zu Hassrede und Herabwürdigung“ verstoßen soll.

Die von Twitter gesperrte Aussage von Heinrich Heine lautet:

„Der Deutsche gleicht dem Sklaven, der seinem Herrn gehorcht ohne Fessel, ohne Peitsche, durch das bloße Wort, ja durch einen Blick. Die Knechtschaft ist in ihm selbst, in seiner Seele; schlimmer als die materielle Sklaverei ist die spiritualisierte. Man muß die Deutschen von innen befreien, von außen hilft nichts.“

Tapfer im Nirgendwo präsentiert weitere Zitate von Heinrich Heine. Mögen sie mannigfaltig auf Twitter geteilt werden.

Über Katholiken schreibt Heine:

“Ärgert dich dein Auge, so reiß es aus, ärgert dich deine Hand, so hau sie ab, ärgert dich deine Zunge, so schneide sie ab, und ärgert dich deine Vernunft, so werde katholisch.”

Über Protestanten schreibt Heine:

“Aber wer soll da Wunder tun, dacht ich, als ich mal in Hamburg eine protestantische Kirche besah, die zu der ganz kahlen Sorte gehörte, wo nichts als braune Bänke und weiße Wände sind und an der Wand nichts als ein schwarz Täfelchen hängt, worauf ein halb Dutzend weiße Zahlen stehen. Du tust dieser Religion vielleicht unrecht, dacht ich wieder, vielleicht können diese Zahlen ebensogut ein Wunder tun wie ein Bild von der Mutter Gottes oder wie ein Knochen von ihrem Mann, dem heiligen Joseph, und um der Sache auf den Grund zu kommen, ging ich gleich nach Altona, und besetzte eben diese Zahlen in der Altonaer Lotterie, die Ambe besetzte ich mit acht Schilling, die Terne mit sechs, die Quaterne mit vier und die Quinterne mit zwei Schilling. Aber, ich versichere Sie auf meine Ehre, keine einzige von den protestantischen Nummern ist herausgekommen. Jetzt wußte ich, was ich zu denken hatte, jetzt dacht ich, bleibt mir weg mit einer Religion, die gar nichts kann, bei der nicht einmal eine Ambe herauskömmt – werde ich so ein Narr sein, auf diese Religion, worauf ich schon vier Mark und vierzehn Schilling gesetzt und verloren habe, noch meine ganze Glückseligkeit zu setzen?”

Über Juden und Christen schreibt Heine:

“Welcher Recht hat, weiß ich nicht –
Doch es will mich schier bedünken,
Dass der Rabbi und der Mönch,
Dass sie alle beide stinken.”

Über religiöse Menschen schreibt Heine:

„Ein kleines Harfenmädchen sang.
Sie sang mit wahrem Gefühle
Und falscher Stimme, doch ward ich sehr
Gerühret von ihrem Spiele.

Sie sang von Liebe und Liebesgram,
Aufopfrung und Wiederfinden
Dort oben, in jener besseren Welt,
Wo alle Leiden schwinden.

Sie sang vom irdischen Jammertal,
Von Freuden, die bald zerronnen,
Vom jenseits, wo die Seele schwelgt
Verklärt in ew’gen Wonnen.

Sie sang das alte Entsagungslied,
Das Eiapopeia vom Himmel,
Womit man einlullt, wenn es greint,
Das Volk, den großen Lümmel.

Ich kenne die Weise, ich kenne den Text,
Ich kenn auch die Herren Verfasser;
Ich weiß, sie tranken heimlich Wein
Und predigten öffentlich Wasser.“

Über den Kommunismus schreibt Heine:

“Dieses Bekenntnis, dass die Zukunft den Kommunisten gehört, dieses Bekenntnis machte ich im Ton der Besorgnis und äußersten Furcht, und -ach! das war keineswegs Verstellung!

Wahrhaftig, nur mit Schauder und Schrecken denke ich an die Zeit, da diese finsteren Bilderstürmer zur Herrschaft gelangen werden; mit ihren schwieligen Händen werden sie erbarmungslos alle Marmorstatuen der Schönheit zerbrechen, die meinem Herzen so teuer sind; sie werden all jene Spielereien und phantastischen Nichtigkeiten der Kunst zerschmettern, die der Dichter so liebte; sie werden meine Lorbeerhaine zerstören und dort Kartoffeln anpflanzen; die Lilien, die weder spinnen noch arbeiten und doch ebenso herrlich gekleidet waren wie der König Salomo in seiner Pracht, sie werden ausgerissen werden aus dem Boden der Gesellschaft, es sei denn, sie nehmen die Spindel zur Hand; die Rosen, jene müßigen Bräute der Nachtigallen, wird das gleiche Geschick treffen; die Nachtigallen, jene unnützen Sänger, werden vertrieben werden, und – ach! – mein Buch der Lieder wird dem Gewürzkrämer dazu dienen, Tüten zu drehen, in die er den armen alten Frauen der Zukunft Kaffee und Tabak schütten wird.

Ach! Ich sehe all dies voraus, und ich bin von einer unaussprechlichen Traurigkeit ergriffen, wenn ich an den Untergang denke, mit dem das siegreiche Proletariat meine Verse bedroht, die mit der ganzen romantischen Welt vergehen werden.

Und dennoch, ich bekenne es mit Freimut, übt eben dieser Kommunismus, so feindlich er allen meinen Interessen und Neigungen ist, auf meine Seele einen Reiz aus, dem ich mich nicht entziehen kann; zwei Stimmen erheben sich in meiner Brust zu seinen Gunsten, zwei Stimmen, die sich nicht zum Schweigen bringen lassen wollen, die vielleicht im Grunde nur teuflische Einflüsterungen sind – aber was immer sie seien, ich bin davon besessen, und keine Macht der Teufelsbeschwörung kann sie bändigen.

Denn die erste dieser Stimmen ist die der Logik. Der Teufel ist ein Logiker! sagte Dante. Ein fürchterlicher Syllogismus hält mich umstrickt, und wenn ich diesen ersten Satz nicht widerlegen kann, ›dass alle Menschen das Recht haben zu essen‹, so bin ich gezwungen, mich allerlei anderen Folgerungen zu unterwerfen. Wenn ich daran denke, so laufe ich Gefahr, den Verstand zu verlieren. Ich sehe alle Dämonen der Wahrheit mich im Triumph umtanzen, und schließlich bemächtigt sich meines Herzens eine großmütige Verzweiflung, und ich rufe aus: sie ist schon seit langem gerichtet, verurteilt, diese alte Gesellschaft! Möge die Gerechtigkeit ihren Lauf nehmen! Möge sie zerbrochen werden, diese alte Welt, wo die Unschuld zugrunde ging, wo die Selbstsucht gedieh, wo der Mensch vom Menschen ausgebeutet wurde! Mögen sie von Grund auf zerstört werden, diese übertünchten Grabstätten, in denen die Lüge und die Verderbnis herrschen! Und gesegnet sei der Gewürzkrämer, der einst aus meinen Geschichten Tüten drehen wird, um Kaffee und Tabak für die armen, alten Weiber hineinzuschütten, die sich vielleicht in unserer jetzigen Welt der Ungerechtigkeit eine solche Annehmlichkeit haben versagen müssen – Fiat Justitia, Pereat Mundus!

Die zweite der beiden gebieterischen Stimmen, die mich umstricken, ist noch mächtiger und noch infernalischer als die erste, denn sie ist die des Hasses, des Hasses, den ich gegen eine Partei hege, deren schrecklicher Gegner der Kommunismus und die aus diesem Grunde unser gemeinsamer Feind ist. Ich spreche von der Partei der so genannten Repräsentanten der Nationalität, von jenen falschen Patrioten, deren Vaterlandsliebe in nichts anderem besteht als in einer idiotischen Abneigung gegen das Fremde und gegen die Nachbarvölker, und die jeden Tag ihre Galle verspritzten… “

Über Aachen schreibt Heine:

“Zu Aachen langweilen sich auf der Straß’
Die Hunde, sie flehn untertänig:
“Gib uns einen Fußtritt, o Fremdling, das wird
Vielleicht uns zerstreuen ein wenig.”

Ich bin in diesem langweil’gen Nest
Ein Stündchen herumgeschlendert.
Sah wieder preußisches Militär,
Hat sich nicht sehr verändert.

Es sind die grauen Mäntel noch
Mit dem hohen, roten Kragen –
(Das Rot bedeutet Franzosenblut,
Sang Körner in früheren Tagen.)

Noch immer das hölzern pedantische Volk,
Noch immer ein rechter Winkel
In jeder Bewegung, und im Gesicht
Der eingefrorene Dünkel.

Sie stelzen noch immer so steif herum,
So kerzengerade geschniegelt,
Als hätten sie verschluckt den Stock,
Womit man sie einst geprügelt.”

Über Köln schreibt Heine:

“Die steinernen Häuser schauten mich an,
Als wollten sie mir berichten
Legenden aus altverschollener Zeit,
Der heil’gen Stadt Köllen Geschichten.

Ja, hier hat einst die Klerisei
Ihr frommes Wesen getrieben,
Hier haben die Dunkelmänner geherrscht,
Die Ulrich von Hutten beschrieben.

Der Cancan des Mittelalters ward hier
Getanzt von Nonnen und Mönchen;
Hier schrieb Hochstraaten, der Menzel von Köln,
Die gift’gen Denunziatiönchen.

Die Flamme des Scheiterhaufens hat hier
Bücher und Menschen verschlungen;
Die Glocken wurden geläutet dabei
Und Kyrie eleison gesungen.

Dummheit und Bosheit buhlten hier
Gleich Hunden auf freier Gasse;
Die Enkelbrut erkennt man noch heut
An ihrem Judenhasse.”

Über Kölsch schreibt Heine:

„Er (Heines Vater) redete den Dialekt Hannovers, wo, wie auch in der südlichen Nachbarschaft dieser Stadt, das Deutsche am besten ausgesprochen wird. Das war ein großer Vorteil für mich, daß solchermaßen schon in der Kindheit durch meinen Vater mein Ohr an eine gute Aussprache des Deutschen gewöhnt wurde, während in unserer Stadt selbst jenes fatale Kauderwelsch des Niederrheins gesprochen wird, das zu Düsseldorf noch einigermaßen erträglich, aber in dem nachbarlichen Köln wahrhaft ekelhaft wird. Köln ist das Toskana einer klassisch schlechten Aussprache des Deutschen, und Kobes klüngelt mit Marizzebill in einer Mundart, die wie faule Eier klingt, fast riecht.

In der Sprache der Düsseldorfer merkt man schon einen Übergang in das Froschgequäke der holländischen Sümpfe. Ich will der holländischen Sprache beileibe nicht ihre eigentümlichen Schönheiten absprechen, nur gestehe ich, daß ich kein Ohr dafür habe. Es mag sogar wahr sein, daß unsere eigene deutsche Sprache, wie patriotische Linguisten in den Niederlanden behauptet haben, nur ein verdorbenes Holländisch sei. Es ist möglich.“

Über Göttingen schreibt Heine:

„Die Stadt selbst ist schön, und gefällt einem am besten, wenn man sie mit dem Rücken ansieht.“

Über deutsche Patrioten schreibt Heine:

„Deine Fahne gefällt mir nicht mehr,
Die altdeutschen Narren verdarben
Mir schon in der Burschenschaft die Lust
An den schwarzrotgoldnen Farben.”

„Fatal ist mir das Lumpenpack,
Das, um die Herzen zu rühren,
Den Patriotismus trägt zur Schau
Mit allen seinen Geschwüren.

Schamlose schäbige Bettler sind’s,
Almosen wollen sie haben –
Ein’n Pfennig Popularität
Für Menzel und seine Schwaben!“

Über den Penis schreibt Heine:

„Gott, der Schöpfer der Natur,
Warum schuf er einfach nur
Das skabröse Requisit,
Das der Mann gebraucht, damit
Er fortpflanze seine Rasse
Und zugleich sein Wasser lasse?
Teurer Freund, ein Duplikat
Wäre wahrlich hier vonnöten,
Um Funktionen zu vertreten,
Die so wichtig für den Staat
Wie fürs Individuum,
Kurz fürs ganze Publikum.
Eine Jungfrau von Gemüt
Muß sich schämen, wenn sie sieht.
Wie ihr höchstes Ideal
Wird entweiht so trivial!
Wie der Hochaltar der Minne
Wird zur ganz gemeinen Rinne!
Psyche schaudert, denn der kleine
Gott Amur der Finsternis,
Er verwandelt sich beim Scheine
Ihrer Lamp – in Mankepiß.“

Über seine Feinde schreibt Heine:

„Ich habe die friedlichste Gesinnung. Meine Wünsche sind: eine bescheidene Hütte, ein Strohdach, aber ein gutes Beet, gutes Essen, Milch und Butter, sehr frisch, vor dem Fenster Blumen, vor der Tür einige schöne Bäume, und wenn der liebe Gott mich ganz glücklich machen will, lässt er mich die Freude erleben, dass an diesen Bäumen etwa sechs bis sieben meiner Feinde aufgehängt werden. Mit gerührtem Herzen werde ich ihnen vor ihrem Tode alle Unbill verzeihen, die sie mir im Leben zugefügt – Ja, man muß seinen Feinden verziehen, aber nicht früher, als bis sie gehenkt worden.

Ich bin nicht vindikativ – ich möchte gern meine Feinde lieben; aber ich kann sie nicht lieben, ehe ich mich an ihnen gerächt habe – dann erst öffnet sich ihnen mein Herz. Solange man sich nicht gerächt, bleibt immer eine Bitterkeit im Herzen zurück.“

Über seine eigene Leserschaft schreibt Heine:

“Selten habt ihr mich verstanden,
Selten auch verstand ich euch,
Nur wenn wir im Kot uns fanden,
So verstanden wir uns gleich.”

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(TINHH)

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