Legion heiße ich!

„Legion heiße ich; denn wir sind unser viele.“

So stellt sich der Teufel im fünften Kapitel des Buchs Markus im Evangelium vor. Das Böse hat die Form der Masse.

Das Böse ist dort, wo sich der Mensch einer kollektiven Ideologie unterwirft, wo das Individuum in einem Mob verschmilzt und sich in der Legion der Vielen auflöst.

Es ist unmöglich, mit einem Menschen zu reden, der von einer Ideologie besessen ist, möge die Ideologie nun gut oder böse sein. Die Dynamik des Mobs ist immer gefährlich, vor allem, wenn der Mob in der Gewissheit der moralischen Überlegenheit daherkommt. Dabei ist es irrelevant, was das Ziel des heiligen Zorns ist, denn nichts rechtfertigt eine Schreckensherrschaft, weder Tugend noch gute Absichten.

Wenn Menschen, die sonst wenig gemeinsam haben, sich in der gemeinsamen Herabwürdigung von anderen Personen vereinen, wenn der Hass auf andere identitätsstiftend wird, dann ist es immer gefährlich. Dabei ist es irrelavant, wer oder was der Andere ist und ob er gut oder böse ist.

Ein Dagegen ist kein guter Treibstoff für die Masse. Daher gilt für mich: Ich bin nicht gegen eine Partei, sondern für eine Partei. Ich bin nicht gegen eine Religion, sondern für eine Gleichberechtigung aller Religionen und vor allem für das Recht, alle Religionen gleichermaßen verarschen zu dürfen. Ich muss nicht erklären, gegen irgendetwas zu sein, denn sobald ich mich nur klar und deutlich für etwas positioniere und erkläre, wofür ich bin, lebe, liebe und kämpfe, wird es schon genug Menschen geben, die von sich aus erklären werden, dass sie gegen mich sind. Sie werden ihrerseits Mauern hochziehen, um mich auszugrenzen. Warum soll ich ihnen dabei helfen?

Warum soll ich meine Kraft vergeuden und Mauern bauen, die eh gebaut werden?

Ich distanziere mich nicht! Ich nähere mich. Ich sage eher, was ich mag und nicht so sehr, was ich hasse. Ich bewege mich frei. Wer ein paar Schritte mit mir gehen möchte, ist herzlich eingeladen.

Ich muss nicht ausgrenzen, denn wenn ich sage, wofür ich bin, werde ich automatisch ausgrenzt. Es werden die übelsten Dinge über mich verbreitet, sobald ich erkläre, wofür ich bin, statt mich zu distanzieren. Wer den Hass der Legion nicht teilt, wird selbst zum Opfer des Hasses. Das Wort dafür ist Hexenjagd.

Eine Hexenjagd ist immer schlecht, egal ob die Gejagte eine Hexe ist oder nicht!

Ein Mob definiert sich mehr durch Ausgrenzung als durch Bekenntnisse und wenn der gemeinsame Nenner die Ausgrenzung ist, dann entsteht dort schnell eine Eigendynamik, in der Menschen mit anderen Meinungen zu „Abweichlern“ und „Verrätern“ erklärt werden. In einer solchen Gruppe wird nicht debattiert sondern diktiert und jeder Millimeter in die falsche Richtung unter tosendem Applaus sanktioniert.

„Wer nicht für uns ist, ist gegen uns“, ist die Rhetorik der Legion und die Aufforderung zur Distanzierung ihr Mittel der Unterdrückung.

„Wehret den Anfängen“ brüllen die gerechten Putztruppen und meinen damit doch nur die Anfänge einer Zukunft, die sie aus ihrer eigenen Angst hinter Mauern konstruieren. Aus dieser Angst nehmen sie andere Menschen als Geisel ihrer Befürchtung. Diese Angst ist die Wurzel des totalitären Denkens. Sie ermöglicht Gewalt über Gedanken als Präventivschlag.

Der Mob lässt andere Meinungen nicht zu und erklärt stattdessen, Worte seien Gewalt, nur um so dann selbst tatsächliche physische Gewalt gegen die Anderen rechtfertigen zu können. Der Mob erklärt jeden Abweichler und jeden Kritiker zu einer Gefahr, gegen die auch Gewalt angewendet werden darf. Es ist schließlich Notwehr.

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9/11, Sawsan Chebli und ihr Glaube

„An 9/11 wurde mein Glaube, der bis dahin private Angelegenheit war, zum Gegenstand öffentlichen Interesses. Muslimische Kinder mussten sich an Schulen erklären. Von heute auf morgen wurden wir zu Islamexperten. Soziale Probleme wurden muslimisiert. All das wirkt bis heute nach.“

Das schrieb Sawsan Chebli am 11. September 2019.

Nein, Frau Chebli, am 11. September 2001 wurden tausende Menschen ermordet. Von heute auf morgen wurden Männer Witwer und Kinder Waisen. Eltern verloren ihre Söhne und Töchter und Frauen ihre besten Freundinnen. Es wurde unendlich viel gelitten von Menschen allen Glaubens. Der Schmerz war unerträglich. All das wirkt bis heute nach.

Am 17. September 2001, keine Woche nach dem Massenmord hielt der damalige Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika, George W. Bush, diese Rede in einer Moschee:

„Ich danke Ihnen allen sehr für Ihre Gastfreundschaft. Wir haben eine weit reichende Diskussionen geführt, über die Angelegenheit, die gerade auf der Hand liegt. Wie die guten Leute, die gerade um mich herum stehen, war das amerikanische Volk empört über die letzten Angriffe. Und empört waren auch die Muslime auf der ganzen Welt. Amerikaner und ihre muslimischen Freunde und Bürger, steuerzahlende Bürger, sowie Muslime in anderen Ländern sind entsetzt und können nicht glauben, was wir auf unseren Fernsehbildschirmen sehen mussten.

Diese Gewalttaten an unschuldigen Menschen verletzen die grundlegenden Lehren des islamischen Glaubens. Und es ist wichtig für meine amerikanischen Mitbürger, das zu verstehen.

Lassen Sie mich aus dem Koran zitieren, auch wenn die englische Übersetzung nicht so eloquent ist wie das arabische Original: „Und dann war das Ende derer, die Übles begingen, das schlimmste, dass sie die Zeichen Allahs verwarfen und über sie zu spotten pflegten.“

Das Gesicht des Terrors ist nicht der wahre Glaube des Islams. Das ist nicht, worum es im Islam geht. Islam ist Frieden. Diese Terroristen stellen keinen Frieden dar. Sie repräsentieren das Böse und den Krieg.

Wenn wir an den Islam denken, denken wir an einen Glauben, der eine Milliarde Menschen auf der ganzen Welt Trost spendet. Milliarden von Menschen finden darin Trost und Zuversicht und Frieden. Und danach, Brüder und Schwestern, sehnt sich jeder menschliche Rasse, jede!

Amerika zählt Millionen von Muslimen zu seinen Bürgern, und Muslime leisten einen unglaublich wertvollen Beitrag für unser Land. Muslime sind Ärzte, Rechtsanwälte, Rechtsprofessoren, Angehörige des Militärs, Unternehmer, Kaufleute, Mütter und Väter. Und sie müssen mit Respekt behandelt werden! Gerade in unserer Wut und unseren Gefühlen, müssen wir uns gegenseitig mit Respekt behandeln.

Frauen mit Kopftüchern müssen sich wohl fühlen, wenn sie ihre Häuser verlassen. Mütter mit Kopftüchern dürfen in den USA nicht eingeschüchtert werden. Das ist nicht das Amerika, das ich kenne. Das ist nicht das Amerika, das ich schätze.

Mir wurde gesagt, dass einige jetzt Angst verspüren; einige trauen sich nicht mehr, Einkäufe für ihre Familien zu besorgen; einige trauen sich nicht mehr raus in den Alltag aus Angst, weil sie ein Kopftuch tragen und fürchten, angegangen zu werden. Das wird Amerika aber nicht zulassen!

Diejenigen, die glauben, unsere Mitbürger einschüchtern und sie in ihrer Wut angehen zu können, repräsentieren nicht das Beste von Amerika, sondern das Schlechteste der Menschheit und sie sollten sich für dieses Verhalten schämen!

Dies ist ein großartiges Land. Es ist ein großes Land, denn wir teilen die gleichen Werte von Respekt und Würde und Menschlichkeit. Und es ist mir eine Ehre, mit geistigen Führer zusammen zu sein, die auf die gleiche Weise fühlen wie ich. Sie sind empört. Sie sind traurig. Sie lieben Amerika genauso wie ich.

Ich möchte mich bei Ihnen allen bedanken, dass Sie mir die Möglichkeit gegeben haben, hier zu reden. Und Gott segne uns alle!“

Obwohl die Mörder vom 11. September 2001 ihre Taten in der Überzeugung begingen, damit im Namen des Islams zu handeln, muslimisierte der amerikanische Präsident das Problem nicht! Er rief stattdessen zum Frieden mit dem Islam und zur Zuversicht auf.

Sawsan Chebli behauptet, das eigentliche Opfer des 11. Septembers sei der Islam, nur weil neben allen Appellen zum friedlichen Miteinander, der Islam auch in die Verantwortung genommen wurde.

Natürlich waren die Terroristen in aller erster Linie brutale Mörder, aber es kann nicht ignoriert werden, dass sie sich selber als Muslime bezeichneten; sogar als wahre Muslime, berechtigt, für den Islam zu morden. Es war die Religion von Sawsan Chebli, die genutzt wurde, das Morden zu rechtfertigen. Für jeden Menschen, der glaubt, Islam bedeute Friede, müssen die Muslime, die im Namen Gottes Kriege führen und Menschen morden, schlimmer sein als alle, die den Islam beleidigen.

Ich bin Christ. Ich kenne die dunkele Zeit des Christentums, als Andersgläubige verfolgt wurden. Ich bin Deutscher. In kenne die Zeit des Nationalsozialismus als Juden vernichtet und ihre Synagogen angezündet wurden. Es gab zwar zu allen Zeiten stets auch anständige Christen und gute Deutsche, aber von 1933 bis 1945 gaben die Nazis den Ton an. Und die Nazis waren Deutsche!

Jedes mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert, Mohammed verballhornt oder einen albernen Film über Muslime dreht, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen auf die Barrikaden. Wenn Islamisten die Menschlichkeit mit ihren Taten schänden und sich dabei auf Allah berufen, muss der Aufschrei um das Vielfache lauter sein!

Cheblis Problem sollten nicht die Kritiker und Spotter des Islams sein. Ihr Problem sollte jeder sein, der sich Muslim nennt und im Namen seines Gottes Hass sät und Gewalt ausübt. So wie die Nazis einst das Problem der Deutschen waren, so sind Islamisten heute das Problem des Islams!

Wer sagt, am 11. September 2001 wäre der Islam Opfer geworden, kann in der selben Logik auch behaupten, am 9. November 1938 wäre Deutschland das eigentliche Opfer gewesen.

Frau Chebli ist wie ein männlicher Politiker, der sich nach einer Vergewaltigung um das öffentliche Bild von Männern sorgt.

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Tischtennisplatten

Eine Erinnerung von Viktoria Burkert für alle, die eine Jugend hatten, aber besonders für jene, die zwischen 1988 und 1994 jugendlich waren. Die Melodie dazu finden Sie hier.

Zerrissene Jeans und jede Woche eine neue Haarfarbe. Grün ging gar nicht, aber blau, das sah gut aus und das wächst ja raus. Weißte noch Susanne? Die musste um 18 Uhr zu Hause sein. Susanne sagte zu allem: Amen und Ja. Wir sagten zu allem: Nein (auch zu Susanne). Die Stadt in der Nacht, eine erste Zigarette auf dem Spielplatz, wir kickten Coladosen gegen die Wand, Jugend ohne Zukunft, Welt ohne Dosenpfand.

Wir lagen auf Tischtennisplatten und sahen in den Wolken nur Wolken, das wär‘ jetzt ein Problem, aber früher war das schön.

Das Leben ist kein Kampf, das Leben ist Lachen und Alf zitiern, Sommerferien und Wassereis, auf ’ne frisch gestrichne Wand ein paar Sprüche schmiern. Tage im Wald, ein Skateboard und aufgeschlagene Knie, in deinem Keller wohnte Pennywise, wir werden ihn besiegen, wir wussten schon wie, aber erstmal mit ein paar Groschen zum Kaugummiautomaten an der Ecke, warmer Regen und Erdbeergeschmack, man weiß halt nur was man hat, wenn man es hat.

Wir lagen auf Tischtennisplatten und sahen in den Wolken nur Wolken, das wär‘ jetzt ein Problem, aber früher war das schön.

Wir konnten alle Lieder von Meat Loaf mitsingen, auch die ganz langen. Das musste erstmal bringen, zwölf Minuten ’n einziger Song. When everything’s right, nothing is wrong. Leere Zimmer, die Poster aus der Bravo längst im Altpapier, die Freundschaftsbändchen fielen von alleine ab, am Bahnbann ein Graffiti – Wir waren hier. Ein erstes Tattoo und Jahre später immer noch wissen: Niemand konnte was wir wirklich sind zerstörn. Spul mal zurück, ich will das Lied nochmal hörn.

Wir lagen auf Tischtennisplatten und sahen in den Wolken nur Wolken, das wär‘ jetzt ein Problem, aber früher war das schön.

Es ist wirklich vorbei, doch wir waren da. Objects in rear view mirror may appear closer than they are.

***
(TINVB)

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In Münster wird der Hass gepredigt

Folgende Predigt wurde in einem religiösen Zentrum auf der Hünenburg 24 in Münster gehalten:

Oh Mahdi(*1), unsere Herzen und Schwerter sind mit Dir!

Wir legen unser Leben in Deine Hände. Das Schicksal unsere Kinder, Frauen und Männer des Herrn liegen zu Deiner Schwelle. Der Boden des Jemens wurde mit deren Blut getränkt in Auseinandersetzung mit den Zionisten und den Ungläubigen. Wir haben Teile unseres kostbarsten Nachwuchs‘ geopfert. In Syrien und im Irak haben wir in Blut geschrieben, dass der Sieg nahe ist. Wir haben an unserer Treuer festgehalten, trotz der Entbehrungen, zum Märtyrertod strebend am Tag des Ruhms.

Oh Mahdi, der Tod in Deinem Namen ist das Tor zum Paradies. Auf Deinen Pfaden zu wandeln ist große Ehre. Wir werden nicht rufen: „Wären wir nur bei Dir.“ Von heute an erklären wir: „Wir sind bei Dir.“

In Zainabs(*2) Syrien sind wir bei Dir. Wir sind bei Dir in Jemen und im Irak. Wir sind bei Dir, wo immer Du auch gehst. Wir schwören dem Führer Chāmeneʾi(*3) die Treue. Wir sind Soldaten und wir sind bereit unser Leben für den Sieg Gottes zu opfern. Wir gehören zu der Partei Ruhollahs(*4).

Wir wurden beschuldigt, Terroristen zu sein. Wir sind stolz auf den Terrorismus.

Hört Ihr Nationen,
Hört Ihr Wahhabiten(*5),

die tosende arabische Welle wird sich niemals zurückziehen. Das Geleit wird nicht mehr lange warten bis zum Marsch. Wir werden zu Euch kommen nicht in geringer Zahl. Wir werden zu Euch kommen von überall her.

Anmerkungen:

*1 – Der Mahdi ist nach islamischer Glaubensauffassung ein Nachkomme des Propheten Mohammed, der in der Endzeit auftauchen und das Unrecht auf der Welt beseitigen soll. Der Name des religiösen Zentrums, in dem diese Rede gehalten wurde, lautet: Imam Mahdi Zentrum in Münster.

*2 – Zainab bint Ali war die Enkelin von Mohammed.

*3 – Ajatollah Sejjed Ali Chāmeneʾi ist seit 1989 der sogenannte „Oberste Führer“ und somit das politische und religiöse Oberhaupt des Iran, sowie der Oberbefehlshaber der iranischen Streitkräfte.

*4 – Ruhollah Musawi Chomeini war der religiöser Führer der islamischen Revolution von 1979 im Iran und danach bis zu seinem Tod iranisches Staatsoberhaupt.

*5 – Das Wahhabitentum ist eine radikal-muslimische Religionsgemeinschaft, die unter anderem in Saudi-Arabien herrscht. Kennzeichnend für den Einfluss der Wahhabiten sind unter anderem das Verbot der freien Religionsausübung, die Diskriminierung von Frauen, sowie die Durchsetzung der Scharia durch öffentliche Hinrichtungen und Auspeitschungen.

Fazit:

In Münster wurde auf der Hünenburg 24 im Namen von Ruhm und Ehre eine Blut-und-Boden-Predigt gehalten, in der ein Führerkult gepflegt, zur terroristischen Gewalt aufgerufen und der Märtyrertod glorifiziert wurde.

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Der Deutschlandfunk und das Mädchen

Bei einem Sprengstoffanschlag wurde am 23. August 2019 in der Nähe von Ramallah eine minderjährige Jugendliche ermordet. Erst vor ein paar Tagen hatte sie ihren siebzehnten Geburtstag gefeiert. Ihr zwei Jahre ältere Bruder wurde bei dem Anschlag schwer verletzt. Was schreibt der Deutschlandfunk zu diesem Mord?

„Dabei wurden eine 17-jährige Siedlerin getötet und ihr Bruder schwer verletzt.“

Mittlerweile hat der Deutschlandfunk die Nachricht geändert. Statt „Siedlerin“ steht dort nun „Israelin“, da das Mädchen keine Siedlerin war. Warum also hat der Deutschlandfunk gelogen? Wollte er der Israelin eine Mitschuld an dem Mord geben, weil sie eine Siedlerin ist? So wie es Menschen gibt, die einer Frau, die vergewaltigt wurde, eine Mitschuld geben, weil sie einen „zu kurzen Rock“ getragen hat?

Selbst wenn das ermordete Mädchen eine Siedlerin gewesen wäre, hätte es keine Rechtfertigung für diesen Mord gegeben. Die Siedler sind nämlich nicht das Problem!

Diese Aussage überrascht Sie? Sie hören überall und ständig nur, die jüdischen Siedler seien das größte Friedenshindernis im Nahen Osten? Sie haben noch nie gehört, wie jemand die jüdischen Siedler verteidigt? Dann haben Sie deutlich zu viel Deutschlandfunk gehört.

Nehmen Sie sich daher ein paar Minuten Zeit und lesen diesen Artikel.

„Jüdische Siedlungen – Eine Verteidigung“

Wenn Sie nun bemerkt haben, dass es einige Punkte gibt, die Sie nicht bedacht haben und finden, diese Argumente müssten wenigstens gehört werden, dann teilen Sie diesen Artikel gerne jedes Mal, wenn Sie hören, die jüdischen Siedler seien das Problem.

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This is so wrong that not even the opposite is true

„Western Christianity’s guilt-ridden anti-Judaism and Western antisemitism resulted in two catastrophes,“ explains Protestant theologian, Ulrich Duchrow. One catastrophe is the murder of six million Jews. So, what was the other catastrophe? The theologian is very specific: „The silence of the West concerning Israel’s efforts, made possible through the United Nations (UN), to divide up Palestine“.

It seems only an Protestant theologian can perform this magical trick:

Ulrich Duchrow says that the mass murder of Jews in Europe and the present State of Israel are the two sides of a coin in regard to the Holocaust.

That’s how the German theologian legitimizes violence against Jews which he calls „resistance“: „Indeed, over the decades, Palestinians have resisted the illegal occupation, which is contrary to international law.” Ulrich Duchrow lists „stone throwing“, as well as „stabbings and a few rockets fired against Israeli” as types of resistance against repression.

In recent years thousands of rockets and grenades have been fired at Israel. The rockets were deliberately fired in the direction of schools, hospitals, retirement homes and kindergartens! The goal of each missile is to murder as many Israelis as possible, whether children or the elderly. The motivation for the attacks on civilians is openly stated by Hamas in its founding charter, in which Article 7 calls for the extermination of the Jewish people worldwide:

„Time will not dawn until Muslims fight the Jews and kill them.“

Israeli oppression and provocation is understood through the mere existence of Jews. A German theologian now adopts the same rhetoric and justification aimed to extinguish Jewish existence. Resistance against the Jews is exactly the rhetoric with which the Nazis also justified their crimes. Rarely has an theologian regurgitated Martin Luther’s hatred of the Jews in all its putridness:

„Such a desperate, thoroughly evil poisonous, and devilish lot are these Jews, who for these fourteen hundred years have been and still are our plague, our pestilence, and our misfortune.“

Ulrich Duchrow romanticizes the anti-Jewish campaign BDS as a „non-violent initiative to end the occupation“ and blurts out sentences like this: „A now a once more innocent Germany and an Israel that is inherently innocent because of its role as a victim in the Holocaust support each other in their thirst for power“.

The conclusions are mind-boggling: Israel is eternally innocent because of the Holocaust. Remembering a crime like the Holocaust is not just compelling logic, but reflects evil intentions on the part of the Jews. Israelis don’t have feelings, fears, and traumas. Jews remember the Holocaust not because they can’t forget it, but because they don’t want to forget it. They use the Holocaust like a cold weapon, calculating and emotionless. They must be a truly „desperate, thoroughly evil poisonous, and devilish“ lot.

And what do Israelis do with such a weapon? What „devils“ usually do. The theologian gets specific, again: „Israel tries everything in its power to get rid of as many Palestinians as possible. (…) So everything is done to decimate Palestinians“. The theologian conceals the fact that the Palestinian population in Israel has grown steadily. Instead he diverts attention: „The wall in Bethlehem separates Jews and Palestinians“.

This is so wrong that not even the opposite is true. The border fence doesn’t separate Jews from Palestinians. Palestinians live on both sides of the border. The fence separates the land of Israel, where Jews and Palestinians live side by side on equal terms, from the area where Jews are persecuted and Palestinians must fear for their lives if they don’t submit to an undemocratic and illegitimate government which has been abusive for years.

On one side of the border fence is the Israeli Declaration of Independence. „We reach out to our neighbors and their peoples a hand of peace. As an independent Jewish people, we call for good neighborliness, cooperation and mutual assistance. The State of Israel is ready to make its contribution in joint efforts for progress in the entire Middle East“.

On the other side of the border fence, Mufti Muhammad Hussein, whom Abbas personally appointed as the „spiritual leader of Palestinian autonomy“, spoke the following words on the occasion of the 47th anniversary of the governing Fatah party to a cheering crowd: „The hour of resurrection will not come until we have destroyed the Jews.

Thanks to the border fence, many attacks within Israel have been prevented. But for Ulrich Duchrow the border fence is in itself criminal. He begins an article in the Evangelical Messenger with the words: „On the subject of Palestine, I had long held the opinion that we as Germans should practice restraint.“

That’s over now. For him it’s now clear: The Israelis have profited long enough from the Holocaust! And that’s not enough; his assertions are even more blatant. He says Israel’s behavior is an integral part of the crime called the Holocaust.

***
Translation: William Wires

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Ein deutscher Theologe

„Die Schuldgeschichte des Antijudaismus der westlichen Christenheit und des Antisemitismus der westlichen Gesellschaften hat zwei katastrophale Folgen gehabt“, erklärt der evangelische Theologe Ulrich Duchrow. Die eine Katastrophe ist der Mord an sechs Millionen Juden. Was ist wohl die andere Katastrophe? Der Theologe wird konkret: „das Schweigen des Westens zu der Art und Weise, wie der von den Vereinten Nationen (Uno) ermöglichte Staat Israel den Beschluss der Teilung Palästinas umsetzte und umsetzt.“

Es brauchte wohl einen evangelischen Theologen, um diesen Stunt hinzulegen:

Ulrich Duchrow erklärt, der Massenmord an Juden in Europa und der Umgang mit dem Staat Israel in seiner heutigen Form seien die zwei Grundverbrechen des Holocausts.

Deshalb erklärt der deutsche Theologe die Angriffe auf Juden auch zum Widerstand: „In der Tat haben sich über die Jahrzehnte Palästinenser gegen die völkerrechtswidrige Besatzung auch mit Gegengewalt gewehrt.“ Ulrich Duchrow listet „Steinwürfe“, sowie „Messerstiche und einige Raketen gegen israelische Unterdrückung und Provokationen“.

In den letzten Jahren wurden tausende Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert. Die Raketen wurden bewusst in die Richtung von Schulen, Hospitälern, Altenheimen und Kindergärten abgefeuert! Das Ziel jeder Rakete war es, so viele Israelis wie möglich zu töten, mögen es Kinder oder Greise sein. Die Motivation für die Angriffe auf Zivilisten benennt die Hamas offen in ihrer Gründungscharta, wo im Artikel 7 die Vernichtung des jüdischen Volks weltweit gefordert wird:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten.“

Die pure Existenz von Juden wird somit als israelische Unterdrückung und Provokation verstanden. Ein deutscher Theologe übernimmt nun genau diese Rhetorik und rechtfertigt so die Taten zur Beendigung jüdischer Existenz als Widerstand. Das ist genau die Rhetorik, mit der auch die Nazis ihre Verbrechen als Widerstand gegen die Juden rechtfertigten. Selten war ein evangelischer Theologe näher dran am Judenhass von Martin Luther, der einst schrieb:

„Die Juden sind ein solch verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding, dass sie 1400 Jahre unsere Plage, Pestilenz und alles Unglück gewesen sind und noch sind. Summa, wir haben rechte Teufel an ihnen.“

Ulrich Duchrow verklärt die judenfeindliche Kampagne BDS zur „gewaltfreien Initiative zur Beendigung der Besatzung“ und haut Sätze wie diesen raus: „Ein wieder unschuldig gewordenes Deutschland und ein wegen der Opferrolle im Holocaust ewig unschuldig bleibendes Israel unterstützen sich gegenseitig in ihrer Macht.“

Darauf muss man erst mal kommen: Israel benutzt den Holocaust, um ewig unschuldig sein zu können. Die Tatsache, dass ein Verbrechen wie der Holocaust nicht einfach so vergessen werden kann, ist keine zwingende Logik, sondern nur eine böse Absicht der Juden. Gefühle, Ängste, Traumata, all das besitzt der Israeli nicht. Juden erinnern nicht an den Holocaust, weil sie ihn nicht vergessen können, sondern weil sie ihn nicht vergessen wollen. Sie holen den Holocaust wie eine Waffe hervor, kalt, berechnend und emotionslos. Sie sind ein wahrlich „verzweifeltes, durchböstes, durchgiftetes Ding“.

Ulrich Duchrow erklärt den Holocaust zu einer Waffe der Israelis. Der deutsche Siegfried hat sechs Millionen Menschen in seinen Feueröfen zusammengeschmolzen, um daraus ein Schwert für die Juden zu schmieden. Und was machen die Israelis damit? Das was „rechte Teufel“ so tun. Der Theologe wird konkret: „Seither hat Israel alles versucht, so viele Palästinenser wie möglich loszuwerden. (…) So wird alles getan, um Palästinenser zu dezimieren“.

Dass die Bevölkerung der Palästinenser in Israel stetig gewachsen ist, verheimlicht der Theologe. Dafür behauptet er: „Trennt Juden und Palästinenser: Die Separationsmauer in Bethlehem.“

Das ist so falsch, dass nicht mal mehr das Gegenteil stimmt. Der Grenzzaun trennte nicht Juden von Palästinensern. Auf beiden Seiten leben Palästinenser. Der Grenzzaun trennt das Land Israel, in dem Juden und Palästinensern gleichberechtigt nebeneinander leben von dem Bereich, in dem Juden verfolgt werden und Palästinenser um ihr Leben fürchten müssen, wenn sie sich nicht der Regierung unterwerfen, die keine demokratische Legitimation hat und das eigene Volk seit Jahren knechtet.

Auf der einen Seite des Grenzzauns gilt die israelische Unabhängigkeitserklärung. Dort heißt es: „Wir bieten allen unseren Nachbarstaaten und ihren Völkern die Hand zum Frieden und guter Nachbarschaft und rufen zur Zusammenarbeit und gegenseitiger Hilfe mit dem selbständigen jüdischen Volk in seiner Heimat auf. Der Staat Israel ist bereit, seinen Beitrag bei gemeinsamen Bemühungen um den Fortschritt des gesamten Nahen Ostens zu leisten.“

Auf der anderen wurde am Tag der 47-Jahr-Feier der Regierungspartei Fatah folgende Worte von Mufti Muhammad Hussein, den Abbas persönlich zum “geistigen Führer der palästinensischen Autonomie” ernannt hat, in die jubelnde Menge gesprochen: „Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben.“

Dank des Grenzzauns wurden viele Anschläge in Israel verhindert. Für Ulrich Duchrow aber ist der Zaun ein Verbrechen. Den Artikel im Evangelischen Kirchenboten beginnt er mit den Worten: „Zum Thema Palästina vertrat ich lange die Meinung, dass wir uns als Deutsche zurückhalten müssen.“

Diese Zurückhaltung hat er nun beendet. Für ihn ist klar: Die Israelis haben lange genug vom Holocaust profitiert! Obwohl nein, seine Behauptung ist noch viel krasser. Er sagt, Israels Möglichkeit, sich so zu verhalten, wie es sich verhält, sei Teil des Verbrechens, das Holocaust genannt wird.

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Sehr geehrter Außenminister,

Bei einem Sprengstoffanschlag am 23. August 2019 in der Nähe von Ramallah wurde eine minderjährige Jugendliche ermordet. Erst vor ein paar Tagen hatte sie ihren siebzehnten Geburtstag gefeiert. Ihr Vater und ihr zwei Jahre ältere Bruder wurden bei dem Anschlag schwer verletzt. Die im Gazastreifen herrschende radikal-islamische Hamas lobte den Anschlag in einer Stellungnahme. Auf den Straßen Gazas wurde der Tod des Mädchens gefeiert. Zu diesem Anschlag erklärte das Auswärtige Amt: „Die Bundesregierung setzt sich dafür ein, dass die Spirale aus Gewalt und Hass überwunden wird“.

Lassen Sie Ihren Worten Taten folgen. Beenden Sie unverzüglich die Finanzierung der Spirale der Gewalt!

Mehrere Länder, darunter die Schweiz und die Vereinigten Staaten von Amerika haben die Zahlungen an das sogenannte Palästinenser-Flüchtlingshilfswerk UNRWA beendet. Der Grund dafür sind Vorwürfe von Amtsmissbrauch, Missmanagement, Vetternwirtschaft, Unterdrückung abweichender Meinungen, sowie sexueller Diskriminierung und Übergriffe.

Im August 2018 haben Sie in einem Schreiben an Ihre Kolleginnen und Kollegen der Europäischen Union die „Bereitstellung weiterer Mittel in substanzieller Höhe“ angekündigt. Sie fügten hinzu, auch die Europäische Union solle weitere Anstrengungen unternehmen, da die deutsche Aufstockung der Gelder nicht ausreiche, um das aktuelle Defizit auf palästinensischer Seite auszugleichen.

Das aktuelle Defizit auf palästinensischer Seite ist unter anderem dem Umstand geschuldet, dass dort das Geld auf brutale Art und Weise missbraucht wird. Im Jahr 2018 zum Beispiel zahlte die Palästinensische Autonomiebehörde über 290 Millionen Euro an Terroristen und deren Familien und Angehörige aus. Für die Unterstützung von Anschlägen auf Israelis und Juden wurden extra sogenannte “Märtyrer-Fonds” eingerichtet.

Es ist Geld aus Deutschland, das zum Morden in Israel missbraucht wird. Stoppen Sie die Finanzierung der Gewalt unverzüglich!

Es ist Geld aus Deutschland, das in eine Region fließt, in der dieses Video gedreht wurde.

„Das ist Hitler, der die Juden verbrannt und zu Seife verarbeitet hat. Vor drei Wochen haben wir diese Fahne gemacht und hier her gebracht. Wir werden es jetzt jede Woche tun.“

Es ist Geld aus Deutschland, das in die Region fließt, in der im April 2018 die Hakenkreuzflagge gehisst wurde:

Es ist Geld aus Deutschland, das in die Region fließt, in der die Gründungscharta der Regierungspartei erklärt:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten.“

Es ist Geld aus Deutschland, das in die Region fließt, in der am 9. Oktober 2015 der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in einer Moschee hielt:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Es ist Geld aus Deutschland, das in die Region fließt, in der ein Minister erklärt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Es ist Geld aus Deutschland, das in die Region fließt, das in eine Region fließt, in der so gegrüßt wird.

Es ist Geld aus Deutschland, das in die Region fließt, in der Kindersendungen laufen, wo das lustige Hamas-Häschen Assud die Kinder zum Krieg gegen Juden aufruft. Zu seinem Hobby gehört es, Juden zu töten. Die Hamas Maus wiederum stachelt Kinder zum Hass gegen Juden auf und lässt sie Lieder über die heldenhafte Tat des Judenmords singen.

Es gibt ganze Hochglanzvideos, in denen der Terrorismus glorifiziert und der Hass auf Juden gefeiert wird.

In einer Serie eines der erfolgreichen arabischen Sender wird gezeigt, wie Juden ein Christenkind schlachten, um aus seinem Blut Mazzebrot zu machen.

Es ist Geld aus Deutschland, das in die Region fließt, in der der Vorsitzende der Regierungspartei erklärt:

„Bevor Israel stirbt, muss es gedemütigt und erniedrigt werden!“

Ein Sprecher dieser Partei erklärte am 30. Juli 2014:

„Jeder, der ein Messer, eine Waffe oder ein Auto hat und damit nicht einen Siedler oder einen Juden angreift und mehrere zehn Zionisten tötet, gehört nicht zu Palästina!“

Im Fernsehprogramm Gazas wurde am 28. Februar 2008 erklärt:

„In aller Kürze, so sind die Juden: Als Muslime ist unser Blut voller Rachsucht gegen sie und sie kann nur mit der Vernichtung der Juden gestillt werden, so Gott will.“

Dieser Aufruf zur Vernichtung der Juden darf nicht mit Geld aus Deutschland unterstützt werden.

Stoppen Sie augenblicklich alle Hilfsgelder an sämtliche palästinensische und arabische Organisationen in den Regionen und Ländern, die sich mit Israel im Krieg befinden.

Mit dringlicher Bitte,
Gerd Buurmann

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Neues aus Gaza

Es gibt Journalisten, die sprechen von „friedlichen Protesten“, wenn sie von den Zwischenfällen an der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Israel berichten. Heute, am 24. August 2019, wurde dieses Video von ein paar dieser „friedlichen Männer“ veröffentlicht:

„Das ist Hitler, der die Juden verbrannt und zu Seife verarbeitet hat. Vor drei Wochen haben wir diese Fahne gemacht und hier her gebracht. Wir werden es jetzt jede Woche tun.“

Schon im April 2018 wurde in Gaza die Hakenkreuzflagge gehisst:

Was für eine wahrlich friedliche Protestaktion und so dezent am Tag nach einem Anschlag, bei dem ein Mädchen ermordet wurde, das gerade erst siebzehn Jahre jung war, einzig und allein weil sie Jüdin war.

Als Israel im Mai 2018 angegriffen wurde, erklärte Georg Restle vom ARD-Magazin Monitor:

„Rücksichtslos schießt die israelische Armee auf palästinensische Demonstranten, darunter auch Frauen und Kinder (…) Das waren keine Zusammenstöße, wie viele deutsche Medien schreiben, sondern ein maßlos übertriebener Einsatz von Gewalt, ein mögliches Kriegsverbrechen, begangen von der israelischen Armee und deren Führung (…) Die Eskalationsspirale im Nahen Osten dreht sich unaufhaltsam und es sind vor allem der US-amerikanische Präsident und der israelische Premierminister Netanyahu, die zur Zeit Öl ins Feuer gießen.“

Georg Restle erwähnte nicht, dass der Gründer der Hamas, Mahmud az-Zahar, offen erklärt hatte, dass die Proteste an der Grenze nicht friedlich sind und mit Waffen von der Hamas unterstützt werden:

„Wenn Sie Waffen haben, die von Männern eingesetzt werden, die Soldaten der israelischen Armee gefangennehmen oder töten können, ist das dann wirklich friedlicher Widerstand? Das ist kein friedlicher Widerstand! Wenn wir über friedlichen Widerstand sprechen, täuschen wir die Öffentlichkeit. Dieser Widerstand wird von einer Militärmacht und von Sicherheitsbehörden verstärkt und erfreut sich enormer Unterstützung seitens der Bevölkerung.“

Georg Restle erwähnte nicht die Anweisung, die die Hamas via Facebook an die Bevölkerung von Gaza verschickt hatte:

„Der Montagmorgen beginnt mit einer Versammlung um 10 Uhr auf der Jacher Route von Beit Hanoun nach Rafah. Die Startzeit wird bekannt gegeben und von diesem Zeitpunkt an werden alle Demonstranten in Massen losgehen, um mit tapferem Herzen in Richtung des Zauns zu gehen, bis er niedergerissen ist. Der Marsch wird von Lautsprechern begleitet, um die Menge zu entflammen und zu verhindern, dass die Gruppe zerstreut wird. Der Vormarsch wird hinter Bulldozern erfolgen, die den Zaun niederreißen und den Demonstranten den Weg frei machen werden.

Die Demonstranten sind aufgefordert, entsprechend der Forderungen zu handeln und ein Messer oder eine Waffe mitzubringen, sie unter ihrer Kleidung zu verstecken und sie nicht zu benutzen, außer wenn es nötig ist, Soldaten oder Einwohner Israels gefangen zu nehmen. Es wird darum gebeten, sie nicht zu töten, sondern sie den Widerstandskräften zu übergeben, da dies eine wichtige Verhandlungsmasse ist, vor der sich Israel fürchtet.

Es ist notwendig, Maßnahmen zu ergreifen, um die Scharfschützen von ihren Positionen zu jagen. Es ist notwendig, ihre Positionen zu offenbaren und Maßnahmen gegen sie gut zu planen. Kümmert Euch nicht um Verwundete oder Tote – dafür sorgen die medizinischen Teams. Eure Aufgabe (als Demonstranten) besteht darin, weise zu handeln und den Anweisungen zu folgen.“

Georg Restle erwähnte nicht, warum es die Anweisung gab, Israelis nicht zu töten, um sie als „Verhandlungsmasse“ zu haben. Es gab die Anweisung, da es sonst eigentlich die klare Ansage der Hamas ist, Juden zu töten, wo immer man sie trifft. In der Gründungscharta der Hamas heißt es im Artikel 7:

„Die Zeit wird nicht anbrechen, bevor nicht die Muslime die Juden bekämpfen und sie töten.“

Am 9. Oktober 2015 hielt der Kleriker Muhammed Salah „Abu Rajab“ folgende Predigt in der Al-Abrar Moschee in Rafah im Süden des Gazastreifens:

„Unsere erste Phase soll lauten: Stecht die Juden ab! Sie haben keine Chance! Die zweite Phase soll lauten: Wir werden die Juden nicht mehr vertreiben! Wir werden sie allesamt abstechen und abschlachten!“

Der stellvertretende Minister für religiöse Stiftungen der Hamas, Abdallah Jarbu, erklärt:

„Juden sind fremdartige Bakterien, sie sind Mikroben ohne Beispiel auf dieser Welt. Möge Gott das schmutzige Volk der Juden vernichten, denn sie haben keine Religion und kein Gewissen! Ich verurteile jeden, der glaubt, eine normale Beziehung mit Juden sei möglich, jeden, der sich mit Juden zusammensetzt, jeden, der glaubt, Juden seien Menschen! Juden sind keine Menschen, sie sind kein Volk. Sie haben keine Religion, kein Gewissen, keine moralischen Werte!“

Der Gruß der „Widerstandskräfte“ gegen Israel ist der Hitlergruß:

Wenn man in Deutschland über den Konflikt berichtet, darf es keinen einzigen Bericht und keinen einzigen Artikel zu dem Thema geben, in dem all dieser Hass nicht wenigstens erwähnt wird. Dieser Hass ist die Wurzel und der Grund für den Konflikt. Ihn zu verschweigen, ist unverantwortlich!

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Kennen Sie die Menschen, nach denen in Deutschland Straßen benannt sind?

Tapfer im Nirgendwo präsentiert ein paar Sätze und Taten von Menschen, die in Deutschland mit Straßennamen geehrt werden.

„Der Nationalsozialismus trat erst in mein Leben, als er andere schon lange erfüllte. Das ist eine Schuld – und ich habe es gebüßt durch die vielen inneren, nicht nur inneren Kämpfe, durch die ich dann in gedrängter Zeit gehen musste: (…) Durch ein Hinauszögern und ein Grauen dafür, mit mir Ungleichen als Gelegenheitsjäger zu scheinen, stehe ich ausserhalb der Partei, der ich nur durch den RDS [Reichsverband des deutschen Schrifttums] und die Volkswohlfahrt angehöre. Vielleicht ist dies, was ich als eine Art Buße für mein spätes Aufwachen ansehe, das Richtige für mich, vielleicht wirkt mein Einstehn dann überzeugender auch auf Andere. – Denn ich bin Nationalsozialist. (…) Wenn ich über meine Heimat und ihr Geschick etwas glaube, so ist es das: Wir werden ein nationalsozialistischer Staat sein – oder wir werden nicht sein! Und das wäre der Untergang nicht nur Deutschlands – es wäre der Untergang des weißen Mannes.“

Das hat Agnes Miegel in einem Brief an den NS-Politiker Hans Friedrich Blunck geschrieben. Sie dichte ebenfalls:

„Laß in deine Hand,
Führer, uns vor aller Welt bekennen;
Du und wir,
nie mehr zu trennen
stehen ein für unser deutsches Land.“

Nach ihr sind Straßen in Bergisch Gladbach, Bottrop, Bergheim, Haan, Hagen, Hilden, Herten, Kamp-Lintfort, Niederkassel, Sankt Augustin, Wermelskirchen, Wuppertal, und Velbert benannt.

Ina Seidel huldigte Adolf Hitler an seinem Geburtstag im Jahr 1939 wie folgt:

„Dort, wo wir als Deutsche stehen, als Väter und Mütter der Jugend und der Zukunft des Reiches, da fühlen wir heute unser Streben und unsre Arbeit dankbar und demütig aufgehen im Werk des einen Auserwählten der Generation — im Werk Adolf Hitlers.“

Nach ihr sind Straßen sind Kerpen, Ratingen, Sankt Augustin, Wülfrath und Neukirchen-Vluyn benannt.

Hermann Stehr schrieb in einem Brief aus dem Jahr 1938:

„Uns sollen die Zähne ausfallen und die Zunge im Munde verdorren, wenn wir am 10. April nicht dem Führer und seinen Taten ein begeistertes Ja zurufen.“

Er wird in Bergheim, Köln, Ulm und Velbert mit Namen geehrt.

Ina Seidel (Kerpen, Ratingen, Sankt Augustin, Wülfrath, Neukirchen-Vluyn):

Ludwig Finckh hielt als Dozent für das Gebiet der „Sippenkunde und Vererbung“ in der Gaienhofener Gauschule des Nationalsozialistischen Lehrerbundes ab 1935 regelmäßig Vorträge über Ahnenforschung und Erbbiologie. Auch vor Absolventen der Waffen-SS-Unterführerschule in Radolfzell hat Finckh solche Vorträge ab 1941 nachweislich gehalten.

Nach ihm sind Straßen in Bad Liebenzell, Emmingen-Liptingen, Engen, Leonberg, Kirchheim unter Teck, Lichtenstein, Öhringen, Reutlingen, Rielasingen-Worblingen, Rietheim-Weilheim, Sindelfingn, Stockach, Tuttlingen, Villingen-Schwenningen und Wendlingen am Neckar benannt.

Heinrich Lersch hielt Vorträge vor der Hitlerjugend und anderen nationalsozialistischen Organisationen. Lerschs Spruch „Deutschland muss leben, und wenn wir sterben müssen!“ wurde 1935 ein Motto der Nationalsozialisten. Am 19. August 1934 unterzeichnete er einen Aufruf der Kulturschaffenden anlässlich der sogenannten Volksbefragung zur Vereinigung des Amtes des Reichskanzlers und Reichspräsidenten in der Person von Adolf Hitler.

Nach ihm sind Straßen in Mönchengladbach, Bergkamen, Düsseldorf, Duisburg, Herten, Hilden, Köln, Münster und Zwickau benannt.

Gustav Frenssen unterstützte offen die Ausgrenzung der Juden und trat für die Euthanasie ein. Im Oktober 1933 ließ sich Frenssen in die gleichgeschaltete Preußische Akademie der Künste Sektion Dichtung aufnehmen war zum Ehrensenator einer Unterabteilung der Reichsschrifttumskammer. 1938 verlieh ihm Hitler die Goethe-Medaille für Kunst und Wissenschaft. Er war Vorstandsmitglied des Eutiner Dichterkreises, einer der bedeutendsten Autorengruppen in Nazi-Deutschland. Im Jahr 1940 erschien seine Autobiographie „Lebensbericht“, die von Judenhass geprägt ist. Im selben Jahr erschien sein Werk „Recht oder Unrecht – mein Land!“, in dem er die Verfolgung der Juden und die Politik der Nationalsozialisten rechtfertigt.

Nach ihm sind Straßen in Barlt, Büdelsdorf, Burg bei Dithmarschen, Dingen, Heiligenhafen, Kaltenkirchen und Marne benannt.

Alle oben genannten Autorinnen und Autoren gaben das „Gelöbnis treuester Gefolgschaft“ gegenüber Adolf Hitler ab. Insgesamt 88 deutschen Schriftstellerinnen und Schriftsteller unterzeichneten den Treueschwur, der am 26. Oktober 1933 deutschlandweit in der Presse verbreitet wurde. Dort heißt es:

„Friede, Arbeit, Ehre und Freiheit sind die heiligsten Güter jeder Nation und die Voraussetzung eines aufrichtigen Zusammenlebens der Völker untereinander. Das Bewusstsein der Kraft und der wiedergewonnenen Einigkeit, unser aufrichtiger Wille, dem inneren und äußeren Frieden vorbehaltlos zu dienen, die tiefe Überzeugung von unseren Aufgaben zum Wiederaufbau des Reiches und unsere Entschlossenheit, nichts zu tun, was nicht mit unserer und des Vaterlandes Ehre vereinbar ist, veranlassen uns, in dieser ernsten Stunde vor Ihnen, Herr Reichskanzler, das Gelöbnis treuester Gefolgschaft feierlichst abzulegen.“

Der Schwur wurde auch von diesen mit Straßen geehrten Person unterzeichnet. In Klammern stehen die Orte, wo es Straßen zu ihrer Erinnerung gibt:

Walter Bloem (Rieneck)
Otto Brües
(Krefeld, Viersen)
Herrmann Claudius (Heide, Hemer, Rohrsen, Gröhnwold)
Max Dreyer (Göhren)
Otto Flake (Baden-Baden, Gaggenau, Gütersloh, Oberkirch)
Friedrich Griese (Möllenhagen, Groß Grönau)
Max Halbe (Düsseldorf, Hamburg, München)
Rudolf Herzog (Bonn, Wuppertal)

Rudolf Huch (Bad Herzburg)
Karl Lange (Bochum, Willich)
Heinrich Lilienfein (Karlsruhe)
Josef Ponten (Aachen, Düsseldorf, Ingolstadt)
Rudolf Presber (Frankfurt am Main, Graal-Müritz)
Heinz Schauwecker (Parsberg)
Johannes Schlaf (Magdeburg, Mücheln, Querfurt, Weimar)
Anton Schnack (Alzenau, Kahl am Main)
Wilhelm Schussen (Bad Schussenried, Herbertingen, Lichtenstein, Tübingen, Wangen im Allgäu, sowie eine Schule in Kehlen und eine Stadthalle in Eriskirch)
Heinrich Sohnrey (Dransfeld, Osterode am Harz)
Diedrich Speckmann (Bremen, Faßberg, Hermannsburg, Kutenholz, Lilienthal, Osterholz-Scharmbeck, Soltau, Stade, Tarmstedt)
Lulu von Strauß und Torney (Bückeburg)

Die folgenden Autoren unterzeichneten ebenfalls das Gelöbnis, distanzierten sich jedoch später davon oder gerieten selbst mit dem Regime in Konflikt:

Gottfried Benn, (Caan, Hannover, Hürth, München, Neuss, Saarlouis, Westerstede)
Peter Dörfler
(Augsburg, Biberbach, Gaimersheim, Grundelfingen,
Ichenhausen, Illertissen, Meitingen, Mindelheim, München, Schwabmünchen, Schwandorf, Tierhaupten, Wittslingen
)
Leo Weismantel (Würzburg, Münnerstadt)

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