BDS – Eine Kampagne des Hasses

In Israel sind Muslime und Juden Nachbarn. Sie sind einander Arbeitskollegen, Lehrerinnen, Anwälte, Richterinnen, Abgeordnete, Polizisten, Feuerwehrmänner, Soldatinnen, Köche, Sexualpartner und vieles, vieles mehr. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Sie leben miteinander und teilen sich die selbe Heimat. Sie sind gemeinsam in Treue verbunden mit den Bäumen, Flüssen, Bergen, Meeren, Seen, Städten, Dörfern und Wüsten ihrer Heimat, die sie oft in ihre Gebete einschließen. Sie sind eine Familie! Manche sind entfernte Verwandte, andere wiederum frisch nah Vertraute. All diese Menschen werden von der weltweit agierenden Kampagne des Hasses BDS diskriminiert.

Der Name BDS steht für „Boycott, Divestment and Sanctions“. BDS wendet sich gegen ganz Israel und kulturell gegen alles, was israelisch ist. Die Politik von BDS lässt sich auf diese Formeln bringen:

„Kauft nicht bei Israelis!“
„Israel ist unser Unglück!“
„Kein Dialog mit Israel!“

Mit einer Person, die man boykottiert und mit der man nicht redet, kann man keinen Frieden schließen. BDS will keinen Frieden!

Über zwanzig Prozent aller Israelis sind Muslime. Sie alle leben in Frieden, Nachbarschaft, Gleichberechtigung, Toleranz und Respekt mit Juden. Sie sind alle Israelis und somit auch Ziel der Diskrimierung von BDS. Die Kampagne fordert dazu auf, diese Muslime zu boykottieren und zu bestrafen (sanktionieren), sowie jede Form der Unterstützung mit diesen Muslimen zu kappen (Divestment).

BDS fordert dazu auf, Muslime, die friedlich mit Juden zusammenleben, so zu behandeln, wie Juden von Judenhassern behandelt werden.

Die Gründungscharta der Hamas fordert die Vernichtung des ganzen jüdischen Volkes (Artikel 7) und die Zerstörung Israels (Artikel 13). Minister der Hamas rufen zur Vernichtung aller Juden auf, die sie öffentlich, auf Plätzen, in Moscheen und im Fernsehen, als Ungeziefer und Bakterien bezeichnen, deren Kehlen durchgeschnitten und Familien ermordet gehören. BDS richtet sich ganz bewusst nicht gegen diesen Hass. BDS richtet sich auch nicht gegen Wiam Wahhab und seine Partei. Wahab war ein libanesischer Minister und erklärte am 4. Juli 2010 auf Al-Jadid/New TV:

„Ich unterstütze Deutschland in der Politik und Brasilien im Sport. Ich mag die Art wie Brasilien Fußball spielt, aber ich mag die Deutschen, weil sie die Juden hassen und sie verbrannt haben.“

Der Libanon gehört zu den Ländern, die ein Reiseverbot gegen mich, Gerd Buurmann, ausgesprochen haben, nur weil ich es gewagt habe, das Land Israel zu bereisen. Neben dem Libanon, behalten es sich Syrien, Kuwait, Jemen, Libyen, Saudi-Arabien und der Iran vor, keine Menschen ins Land zu lassen, wenn sie Juden sind oder freiwillig in Israel waren. Viele diese Länder erklären stolz, das Volk der Juden gänzlich aus ihren Ländern vertrieben zu haben. Sie sind stolz auf ihren Völkermord. Diese Länder verfolgen ebenfalls Homosexuelle. Im Iran, im Jemen und Saudi-Arabien werden Homosexuelle sogar getötet. In Saudi-Arabien dürfen Frauen keine Autos fahren und nicht unverschleiert und ohne Erlaubnis eines Mannes das Haus verlassen. Diese Länder betreiben Apartheid der übelsten Sorte. Gegen all diese Länder richtet sich BDS nicht!

BDS richtet sich gegen das Land, das beschlossen hat, staatliche Krankenhäuser mit Gebetsräumen für alle Religionen ausstatten zu lassen, nachdem ein Muslim erfolgreich beim Obersten Justizgerichtshof des Landes geklagt hatte, weil er vor einer Klinik in Tel Aviv im Freien beten musste. Juden im Gaza-Streifen, in Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen haben keinen eigenen Gebetsraum in Krankenhäusern, sie haben nicht mal eine Aufenthaltserlaubnis dort. In diesen Regionen ist es verboten, Jude zu sein. Die Länder sind allesamt „judenrein“!

BDS richtet sich ausschließlich gegen das Land, in dem die damals 19-jährige Araberin aus der nördlichen Hafenstadt Akko, Lina Mahul, die israelische Ausgabe von „The Voice“ gewann. BDS richtet sich aber nicht gegen das Gebiet, in dem Mohammed Assaf die arabische Version von DSDS (Arab Idol) mit einem Lied gewann, in dem er hoffnungsfroh über das Ende Israels sang.

Im israelischen Fernsehen wurde vor einiger Zeit ein Test mit versteckter Kamera unternommen, um zu schauen, wie die Menschen in Israel auf Diskriminierung reagieren. Ein Tankstellenverkäufer, weigerte sich, Araber zu bedienen. Die Gäste reagierten wie folgt:

Gegen diese Menschen richtet sich BDS und somit gegen das einzige Land im Nahen Osten, in dem 1,694,000 Muslime sicher in einer Demokratie leben, die es ihnen erlaubt, schwul oder lesbisch zu sein. Sie haben die gleichen Rechte, wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger des Landes, unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer Hautfarbe. Jeder fünfte Israeli ist ein Moslem und 77 Prozent dieser Muslime geben laut einer repräsentativen Umfrage der Harvard Kennedy School an, in keinem anderen Land lieber leben zu wollen, als in Israel! Es gibt kaum ein anderes Land auf der Welt, das von Muslimen so geschätzt wird. Gegen diese Muslime richtet sich BDS!

Israel ist das einzige Land im ganzen Nahen Osten, in dem das Volk seine Regierung wählen und vor allem abwählen kann. Die israelische Regierung ist somit die einzige auch von Muslimen und Arabern demokratisch gewählte Vertretung eines Landes im Nahes Osten. Gegen diese Demokratie hetzt BDS. Mahmud Abbas wurde zwar 2005 Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, aber seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht. BDS schweigt dazu! Jordanien ist eine Monarchie mit dem Islam als Staatsreligion und der Scharia als Gesetz. Alle Palästinenser, die nicht dem Islam angehören, sind in Jordanien Bürger zweiter Klasse. BDS schweigt! In Syrien sind alle Palästinenser entrechtet und werden in Lager gesperrt. Im Januar 2014 kesselt die syrische Armee Palästinenser in einem Lager ein und lies sie dort verhungern. BDS schweigt!

BDS richtet sich ausschließlich gegen Israel und somit auch gegen die dort lebenden Muslime, die in Frieden mit Juden leben.

Ein Judenhasser kritisiert an Juden Dinge, die er bei Nicht-Juden durchgehen lässt. BDS tut genau das. BDS schweigt zu sämtlichen barbarischen Unmenschlichkeiten der Welt, kritisiert aber Israel, weil das Land nicht perfekt ist. Für BDS muss Israel übermenschlich sein, um existieren zu dürfen. Für den Rest der Menschheit reicht es, menschlich zu sein. Ein israelischer Politiker wird bereits verteufelt, wenn er kein Heiliger ist. Ein arabischer Politiker jedoch wird schon zum Heiligen erklärt, wenn er kein Teufel ist. Dieser Hass gibt Milliarden aus, um Juden zu finden, die nicht perfekt sind, nur um dann rufen zu können: Seht her, die Juden!

Unzählige Journalisten, Korrespondenten, europäische und amerikanische Organisationen sind in Israel unterwegs, nur um Bilder zu schießen, Filme zu fangen und Geschichten zu sammeln, die zeigen, dass Juden nicht perfekt sind. Diese Bilder, Filme und Geschichten werden dann nicht selten von staatlich geförderten und unterstützten Medien von der ARD bis zur BBC in kurzen Abständen abgefeuert, so dass dann die Mehrheit glaubt, Israel sei die größte Gefahr für den Weltfrieden und im Großen und Ganzen auch nicht besser als seine judenhassenden Nachbarn.

Dabei ist Israel das einzige Land, das trotz des seit 1948 anhaltenden Krieges, den die Gegner Israels in der Absicht führen, das ganze Land mitsamt seiner Bevölkerung vollkommen auszulöschen, an sämtlichen Grundprinzipien einer demokratisch verfassten Gesellschaft festgehalten hat. Das ist einmalig in der Geschichte.

Israel ist zwar nicht perfekt, aber es gibt kein Land, das es bei vergleichbarer Gefahr besser macht. BDS reicht das nicht. Nur ein perfekter Jude ist ein guter Jude und nur die guten Juden dürfen bleiben! Das ist die Kampagne des Hasses, für die BDS steht.

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War 9/11 ein Inside Job?

NEIN!

In einem Land, in dem der 42. Präsident nicht mal hinter verschlossenen Türen unbemerkt auf ein blaues Kleid spermen konnte, ohne dass die ganze Welt davon erfuhr, soll die amerikanische Regierung unter dem 43. Präsidenten eine solche Verschwörung geplant haben?

Bill Clinton konnte nicht mal dafür sorgen, dass seine Praktikantin schweigt. George W. Bush soll Millionen Menschen solidarisch in Schweigen hinter sich versammelt haben? Eine Regierung, die später nicht in der Lage war, Hurrikan Katrina und die Folgen vernüftig zu managen?

Die amerikanische Regierung unter George W. Bush soll es geschafft haben, vor den Augen der Weltöffentlichkeit, in einem der meist gefilmten und besuchten Gebäude der Welt, von der freien Presse unbemerkt, über Wochen Sprengstoff zu verstecken, ohne das ein Beteiligter auspackt? In einem Land, in dem das Geld herrscht?

Die amerikanische Regierung war nicht mal in der Lage, Massenvernichtungswaffen im abgeschiedenen und von der Presse kaum beobachteten Irak zu verstecken.

Eine Regierung, die von den Medien der Welt unbemerkt tonnenweise Sprengstoff ins World Trade Center geschmuggelt haben soll, soll daran gescheitert sein, ein paar Waffen in einem irakischen Keller zu verbuddeln?

NEIN!

Können wir also bitte mit dem Quatsch aufhören!

(Bildnachweis: Wikipedia – Robert on Flickr • CC BY-SA 2.0)

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Ein Tag mit Rana Ahmad

„Sie haben sie einfach so abgeholt? Und niemand hat geholfen?“

Rana Ahmad weint. Sie kann nicht fassen, was damals geschehen ist. Sie steht an einem Brunnen in Köln, der sich an der Stelle befindet, an dem einst eine jüdische Schule stand, bevor sie von den Nationalsozialisten geschlossen wurde und die Kinder vertrieben und ermordet wurden, weil sie Juden waren. Von ihren Gefühlen überwältigt geht sie auf die Knie und streichelt mit ihrer Hand über die Namen der Kinder. Noch in der Nacht schreibt sie auf ihrer Facebook-Seite die Worte #NeverForgetHolocaust.

Es ist der 31. August 2016, ein sommerlicher Tag. Zusammen mit Rana bin ich in Köln unterwegs. Ich kenne sie erst seit ein paar Stunden, aber schon verbindet uns eine tiefe Freundschaft. Wir sprechen englisch miteinander, denn sie lebt erst seit ein paar Monaten in Deutschland. Vorher lebte sie in Saudi-Arabien. Sie hat jedoch einen syrischen Pass. Sie wuchs in Riad auf, in einer Welt der Unterdrückung. Es war ihr nicht erlaubt, das Haus unverschleiert und ohne Beisein eines Mannes zu verlassen. Überall in der Öffentlichkeit musste sie „ein Gefängnis aus Stoff“ tragen, wie sie die Vollverschleierung nennt. „Freiheit gibt es unter dem Niqab nicht“, sagt sie und fügt hinzu: „Es ist die Religion, die die Frauen in Saudi-Arabien kontrolliert!“

Rana ist Atheistin. Sie glaubt nicht an Gott. Ihren Zweifel konnte sie in Saudi-Arabien jedoch nie öffentlich artikulieren, da dort die Abkehr vom Islam mit dem Tod bestraft wird. „Ich glaube nicht an Gott. Ich bin Atheistin. Aber sogar als Atheistin musste ich mich wie eine Muslimin anziehen. Gott interessiert mich aber nicht. Mich interessiert die Teilchenphysik. Mein Traum ist es, bei der Europäischen Organisation für Kernforschung zu arbeiten.“

Saudi-Arabien ist für so eine Frau nicht der richtige Ort. Sie durfte dort noch nicht einmal ein Auto fahren. Eine Flucht aus diesem Gefängnis, das ihren Körper und ihren Geist einschloss, war somit unausweichlich.

Die Absicht zu fliehen hielt sie vor ihrer Familie geheim. „Sie durften es nicht erfahren.“ Die Flucht begann am 26. Mai 2015. „Mein Vater ging zur Arbeit, wie jeden Tag. Er wusste nicht, dass er mich nicht wieder sehen würde. Ich sah ihn an und verabschiedete micht mit den Augen. Seitdem habe ich ihn nicht wiedergesehen.“

Die Flucht führte sie zunächst in die Türkei. Dort warf sie erstmals den Schleier in aller Öffentlichkeit ab, um zu den Klängen eines Straßenmusikers zu tanzen. „Ich fühlte mich ein Vogel, den man aus dem Käfig gelassen hatte.“ Im November 2016 ging es dann mit einem Flüchtlingsboot über das Mittelmeer nach Griechenland. Es war eine sehr gefährliche Fahrt. Vor dort gelang sie dann über Mazedonien, Slowenien und Österreich nach Deutschland.

Am 31. August 2016 saß ich mit ihr am Rathenauer Platz vor der Synagoge. Wir tranken Bier. Vor einem Jahr, war es ihr verboten, ein Bier zu trinken. Es war ein sommerlicher Tag. Sie trug armfrei. Auch das war ihr vor einem Jahr noch verboten. Und sie redete mit einem Mann! Einer meiner ersten Fragen war: „Warum machen die Frauen in Saudi-Arabien diese ganze Unterdrückung mit?“ Sie antwortete:

„Es ist die Religion. Islam ist ein Gefühl, ein Gefühl der Angst. Islam hat nichts mit dem Verstand zu tun. Frauen in Saudi-Arabien, die dieses heilige Buch lesen, glauben, der Koran sei das Wort Gottes und sie lieben Gott und den Propheten. Sie möchten Gott und Mohamed nicht verärgern. Und Gott sieht alles und mit Gott schaut die Familie, der Vater, der Staat und die Gesellschaft auf Dich, dass Du auch ja nichts unanständiges machst. Du bist ständig unter Beobachtung. Irgendwann denkst Du, Du seist ein guter Mensch, wenn Du jene glücklich machst, die Dich beobachten.“

Diesen Kreislauf der Angst zu durchbrechen, ist lebensgefährlich. „Ich fürchte, dass mein älterer Bruder, wenn er jemals nach Deutschland kommen sollte, mich umbringen würde. Ich bin mir nicht sicher, aber ich kann es mir vorstellen. Für meinen Bruder ist es nämlich nicht nur eine Schande, wie ich jetzt lebe, sondern ein Grund zu töten.“

„Und das zeigt, dass Du im Recht bist“, erwiderte ich: „Du willst niemanden töten. Du bist nicht zornig. Du bist realtiv zufrieden. Dein Bruder nicht!“

„Das stimmt,“ sagte sie, „aber eine Sache kann ich meinen Eltern nicht verziehen. Sie verschleierten mich, als ich zehn Jahre alt war. Sie stahlen mir meine Kindheit! Ich hatte sogar eine Freundin in Saudi-Arabien, die mit 14 Jahren verheiratet wurde. Der Mann waren über dreißig Jahre alt.“

Ihre ersten Tage in Deutschland beschreibt sie wie folgt:

„Wenn Du nach Deutschland kommst, dann bist Du zunächst wieder zusammen mit Flüchtlingen, die oft streng gläubige Mulime sind. Du hast zwar den Ort verlassen, wo der Glaube herrscht, der Dich unterdrückt hat, aber in Deutschland bist Du wieder zusammen mit Flüchtlingen, die zwar vor dem Krieg geflüchtet sind, aber genau den Glauben haben, vor dem Du geflüchtet bist. Sie hassen mich, weil ich Atheistin bin. Aber auch Christen haben es schwer. Erst jüngst wurden in einem Berliner Flüchtlingslager LGBTs angegriffen. Sie leben ebenfalls gefährlich in den Flüchtlingsheimen. Es gibt keinen Raum für uns. Es gibt keinen Raum für Menschen, die den Islam kritisieren. Und ich kritisiere den Islam nicht nur, ich hasse ihn. Wie kann ich eine Religion nicht hassen, die sagt, sogar Mohamed sagt es, dass ich getötet werden soll?“

Im Verlauf des Gesprächs fiel Ranas Blick auf den Davidstern auf dem Dach der Synagoge und sie fragte: „Gibt es in Köln eigentlich einen Ort, wo man den Opfern des Holocaust gedenkt? Ich würde da gerne Blumen ablegen.“

So kam es, dass ich mit Rana zu dem Brunnen ging, auf dem die Namen der verfolgten und ermordeten jüdischer Kinder stehen. „In Saudi-Arabien sind viele froh, dass es den Holocaust gab. Es gibt dort so viel Hass!“

„Und sie haben sie einfach so abgeholt? Und niemand hat geholfen?“ „Einfach so“, sagte ich. „Sie holten Sie aus den Schulen, aus den Häuser und aus den Nachbarschaften. Niemand hat geholfen.“ „Das ist unfassbar“, sagte sie. „Jetzt verstehe ich, warum es Israel gibt, geben muss!“

„Dann möchte ich Dir auch gerne den Ort zeigen, wo die Idee des Staates Israels seine Wurzeln hat“, sagte ich, „denn er ist auch hier in Köln.“ Und so kam es, dass wir die Stelle besuchten, an der das Haus stand, wo im 19. Jahrhundert die Idee des jüdischen Staates Israels von Maximilian Bodenheimer und David Wolffsohn entstand.

Anschließend gingen wir noch eine Weile durch Köln spazieren. Wir erzählten uns dies, wir erzählten uns das und wir lachten viel. Irgendwann sagte ich zu Rana: „Du bist nicht von Zuhause weggelaufen. Du bist nach Hause geflüchtet. Hier ist Dein Zuhause. Hier gehörst Du hin, mit Deinem Humor, Deiner Neugier, Deiner Toleranz und Deinem Wissen. Für mich bist Du keine Fremde. Dich verstehe ich. Fundamentalisten verstehe ich nicht. Sie sind Fremde für mich, nicht Du. Willkommen zu Hause!“

Mittlerweile bin ich mit Rana gut befreundet. Hier ein paar interessante Beiträge von ihrer Facebook-Seite:

Rana Ahmad feiert sich:

Für ihre Überzeugungen steht sie öffentlich ein:

Sie findet es lustig, dass es in Deutschland normal ist, dass vor einer Moschee Werbung für eine erotische Show mit viel Sex gemacht wird:

Sie kämpft öffentlich für die Rechte von LGBTs und für Israel:


Sie macht Frauen Mut:

Und sie holt ihre Kindheit nach:

Ein tolle Frau! Eine mutige Frau!

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A day with Rana Ahmad in Cologne

„They just picked them up? And nobody protested?“

Rana Ahmad is crying. She can’t believe what happened back then. She’s standing near a fountain in Cologne where there was once a Jewish school. The school was closed by the Nazis. The children were rounded up and later murdered simply because they were Jews. Overwhelmed by her emotions, she kneels and strokes her hand over the names of the children. That same evening, she wrote on her Facebook page the words #NeverForgetHolocaust.

August 31, 2016 is a beautiful summer day. Rana and I are taking a walk in Cologne. Although we know each other a mere few hours, we already share a deep friendship. We speak English with each other, because she’s only recently arrived in Germany. Previously, she lived in Saudi Arabia. However, she has a Syrian passport. She grew up in Riyadh, in a world of oppression. She was not allowed to leave the house unveiled and then only accompanied by a man. In public, she had to wear a full veil, „a prison made of fabric“, as she calls it. „The niqab is not freedom,“ she says, adding: „It’s religion that controls women in Saudi Arabia.“

Rana is an atheist, who doesn’t believe in God. In Saudi Arabia, she wouldn’t dare articulate her doubt publicly. To renounce Islam means certain death. „I do not believe in God. I’m an atheist. But even as an atheist I was forced to dress like a Muslim. God does not interest me. I’m interested in particle physics. My dream is to work at the European Organization for Nuclear Research.“

Saudi Arabia is not the place for such woman. She wasn’t even allowed to drive a car. An escape from this prison, which enclosed her body and her spirit, was thus inevitable. She had to keep her plans secret from her family. „They shouldn’t know.“ Her escape began on May 26, 2015. „My father went to work, like every day. He didn’t know that he wouldn’t see me again. I looked at him and said goodbye with my eyes. I haven’t seen him since.“

The first stage of her escape was Turkey. There, she through off her veil to dance to the melody of a street musician. „I was a bird that left its cage.“ In November 2016, the next stage was crossing the Mediterranean Sea in a refugee boat to Greece. A very dangerous journey. From there, she traveled through Macedonia, Slovenia and Austria to finally arrive in Germany.

On August 31, 2016, I sat with her on Rathenauer Square in front of the synagogue and sipped on a beer. It was a beautiful summer day and she wore a sleeveless dress. A year ago that would have been prohibited. And now she was even conversing with a man! One of my first questions was: „Why do women in Saudi Arabia put up with the oppression?“ She answered:

„It’s the religion. Islam embodies a sense of fear. Islam has nothing to do with the mind. Women in Saudi Arabia who read the Koran believe it’s the word of God. They don’t want to upset God and Mohamed. God sees everything. And the family, the patriarch, the state and society are also watching. You are constantly under scrutiny and eventually you think you’re a good person, if those who watch you are happy.“

Breaking the circle of fear can be extremely dangerous. „I’m afraid that my older brother, if he should ever come to Germany, would kill me. For my brother, my way of life is not only shameful, but a reason to kill me.“

„And that shows that you’re right,“ I added. „You don’t want to kill anyone. You’re not angry. You are happy. But, your brother’s not!“

„That’s true,“ she said, „but there’s one thing for which I can’t forgive my parents. They veiled me when I was just ten years old. They stole my childhood. My female friends in Saudi Arabia were married away at the age of 14 years. The husbands were thirty and older.“

„How is it to live in Germany as a refugee?“

„In Germany I’m confronted with refugees who are often devout Muslims. Although I’ve left the place where religion rules and oppresses; in Germany I’m back together with refugees, who are fleeing war, but represent exactly that religion I fled from. They hate me because I’m an atheist. Christians also have a hard time here. Only recently in a refugee camp in Berlin, LGBTs were attacked by refugees. They also live in danger. There’s no place for us. There’s no room for people who criticize Islam. And I not only criticize Islam; I hate it. How can I not hate the religion – along with Mohamed, which demands I be murdered.“

Momentarily, Rana’s eyes wander to the Star of David on the roof of the synagogue. She asked me: „Is there a place in Cologne which commemorates the victims of the Holocaust where I can place flowers?“

That’s why I was with Rana at the fountain on which the names of many persecuted and murdered Jewish children can be read. „Many people in Saudi Arabia are happy that the Holocaust took place. There is so much hatred! Jews were just picked up and nobody protested?“ „Yes,“ I said. „They were picked up from schools, from their homes, from their neighborhoods. No one protested.“ „That’s unbelievable,“ she said. „Now I understand why there is Israel, why Israel must exist!“

„I would also like to show you the place where the idea of ​​the state of Israel has its roots,“ I said. „That place is also in Cologne.“ And so we visited the spot where the building once stood where Maximilian Bodenheimer and David Wolffsohn developed the idea of a Jewish State in the 19th century.

We continued walking through Cologne. We talked about this and that, and laughed a lot. Then I said to Rana: „You didn’t run away from home; you arrived home. You belong here, along with your humor, your curiosity, your tolerance and your knowledge. You’re not a stranger to me. I understand you. I don’t understand the fundamentalists. They are strangers to me. You’re not. Welcome home! „

Since that day I’m good friends with Rana. Here are a few interesting posts from her Facebook page:

Rana Ahmad celebrates herself:

She expresses her thoughts publicly:

She thinks it’s funny that in Germany advertising for an erotic show with lots of sex can be seen near a mosque:

She fights publicly for the rights of LGBT people and Israel:

She gives women courage:

And she’ catching up on her childhood:

A courageous woman!

(Translation: William Wires)

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Waren 70 Leute des SPIEGEL beim Rudelwichsen?

Sehr geehrte SPIEGEL-Redaktion,

klicken Sie bitte mal auf dieses Bild. Da steht: „Wir glauben erst mal gar nichts.“ Die Worte stammen von Dr. Hauke Janssen. Er ist Leiter der SPIEGEL-Dokumentation und prüft mit seinem Team von 70 Leuten jedes Wort jedes Artikels. Wo war das Team von diesen 70 Leuten eigentlich, als der Spiegel diesen Artikel brachte:

Künstliche Befruchtung als palästinensischer Widerstand
In israelischen Gefängnissen sitzen Hunderte Palästinenser – die trotzdem Babys zeugen. Ihr Sperma schmuggeln Kinder aus den Haftanstalten zu den Müttern.“

Der Spiegel berichtet von einem 27-jährigen Araber, der von Israel zu einer lebenslangen Haftstraße verurteilt wurde und angeblich im Gefängnis onaniert haben soll, um sein Sperma dann in eine Stifthülle zu verstauen. Den Stift soll er dann in einen Schokoriegel versteckt haben, um ihn dann seinem Sohn zu geben. Der Sohn wiederum soll den Riegel später der Mutter gegeben haben, die dann damit in eine Klinik gefahren sein soll, um sich mit dem Sperma künstlich befruchten zu lassen.

Liebe Redaktion,

das ist die abenteuerlichste Geschichte einer Befruchtung im Nahen Osten seit der Geschichte der Befruchtung von Maria, die angeblich von einem Heiligen Geist geschwängert worden sein soll und zwar durch ihr Ohr! Der eine wichst in einen Stift, der andere kommt durch das Ohr. Beides sind schöne Metaphern für den ersten Satz im Johannes-Evangelium: „Am Anfang war das Wort.“ Die Sache ist nur, die Worte müss auch geglaubt werden. Ausgrechnet der SPIEGEL tritt nun dieser Gemeinschaft der Gläubigen bei. Dabei gibt es diverse Gründe, an der Geschichte zu zweifeln.

Die Wissenschaft:

Spermien sind ausgesprochen empfindlich und an der Luft nur wenige Minuten überlebensfähig. Sie müssen sich bewegen können, um eine Eizelle zu befruchten. Sie sind nur in ihrer Flüssigkeit (Seminalplasma) bewegungs- und überlebensfähig. Sobald das Ejakulat an der Luft ist, beginnen die Veränderungsprozesse in der Flüssigkeit. Es können zwar einzelne Spermien etwas länger überleben, aber sie sind auf keinen Fall mehr befruchtungsfähig. Um Spermien zu archivieren braucht es perfekte, sterile Bedingungen und moderne, wissenschaftliche Technik. All dies ist in einem Gefängnis nicht unbedingt gegeben!

Die Politik:

Sowohl die Hamas als auch die Fatah feieren Judenmörder als Helden und Märtyer. Nach ihnen werden Straßen, Sportplätze und Schulen benannt. Erst jüngst wurden von der Fatah wieder ganz offiziell jene Mörder geehrt, die im Jahr 1972 bei den Olympischen Spielen in München Juden quälten, verstümmelten und vernichteten. Die Familien dieser „Helden“ werden fürstlich belohnt, nicht selten mit Geldern der Euopäischen Union. Jedes Kind eines inhaftierten Terroristen erhält somit besondere Zuwendungen und Privilegien. Es ist daher sehr gut möglich, dass manch eine Frau in Gaza alles versucht, ihre Kinder zu Abkömmlingen von „Helden“ zu erklären.

Die Ehre:

Eine nicht zu unterschätzende Größe in patriarchalen Gesellschaften wie dem Islam ist die Ehre. In ihrem Namen werden Morde verübt und Tötungen gerechtfertigt. Frauen, die außerehelichen Geschlechtsverkehr haben, sind in diesen Strukturen nicht die angesehensten Menschen. Eine solche Frau wird gewiss nicht eingestehen, dass Leben und Lust weitergehen, auch wenn der eigene Mann im Gefängnis sitzt. Sie wird vermutlich eher eine Geschichte mit Schokoriegeln und Stiften erfinden. Verzweifelte Siuationen schreien nach verzweifelten Taten.

Die Quellen:

Die Presseberichte über den Spermaschmuggel lassen sich bis ins Jahr 2013 zurückverfolgen. Wenn man sämtliche Medienberichte zu dieser Geschichte vergleicht, finden sich einige Hinweise dafür, dass die Journalisten einer Ente auf den Leim gegangen sind. In den meisten Medienberichten wird jene Frau als Kronzeugin präsentiert, über die auch der SPIEGEL berichtet. Nur wenige andere Frauen kommen vor und deren Biografien sind kaum nachvollziehbar oder überprüfbar. Die verschiedenen Berichte variieren allerdings im Ablauf des Samenschmuggels und sind oft widersprüchlich. Mal sind Kinder involviert und es heißt, Frauen dürften keinen direkten Kontakt zu den Inhaftierten aufnehmen, in andere Artikel jedoch steht explizit, die Frauen bekämen das Sperma zugesteckt. Über den weiteren Verlauf herrscht dann aber wieder größtenteils Einstimmigkeit. Die meisten Quellen berichten davon, dass die Frau, die mit Röhrchen in eine Klinik geht und und sich dort einer In-vitro-Fertilisation (künstliche Befruchtung) unterzieht. Für eine In-vitro-Fertilisation muss eine Frau erst einer längeren Hormonbehandlung unterzogen werden. In keiner Quelle wird diese Tatsache erwähnt. In dem SPIEGEL-Bericht findet sich jedoch diese interessante Information:

„Normalerweise kostet die Befruchtung dort umgerechnet 3000 Euro, eine große Summe für diese Familien. Aber die Kliniken bieten den Frauen die Behandlung umsonst an. Um den palästinensischen Widerstand zu unterstützen.“

Hier wird klar, worum es in der ganzen Geschichte geht. Der sogenannte „palästinensische Widerstand“, der zur Vernichtung aller Juden aufruft, Judenmörder feiert und Kinder zu Judenmördern erzieht, züchtet sich Kindersoldaten. Es ist daher nicht unwahrscheinlich, dass selbst wenn die Frau eines als Helden gefeierten inhaftierten Terroristen mit abgestorbenen Spermien in einer Klinik auftaucht und behauptet, es seien die Spermien ihres Mannes, sie von den Ärzten kostenfrei behandelt und mit irgendwelchen anderen Spermien befruchtet wird, nur damit sie sagen kann, in mir wächst der Widerstand.

Die ganze Geschichte strotzt nur so von Widersprüchen und Unmöglichkeiten. Es gibt jedoch eine ganz einfache Methode, die Geschichte annähernd zu akzeptieren: Ein DNA-Test! Bevor ein solcher Test nicht vorliegt, ist die Geschichte zu hanebüchen und abenteurlich, um an den 70 Leuten des SPIEGELS vorbei zu kommen. Es sei denn, die 70 Menschen waren geschlossen beim Rudelwichsen oder sie hassen Israel so sehr, dass sie jede Geschichte des „Widerstands“ gegen den Judenstaat schlucken.

Also, liebe Redaktion,

was sind die Beweise für die Story?

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„Kippa und Kufiya“ von Markus Rosch

Was haben eine Synagoge und ein Kamel gemeinsam? Markus Rosch von der ARD hat für beides eine passende Kopfbedeckung. Am 8. September 2016 schrieb Herr L. eine Mail:

Sehr geehrte Damen und Herren,

im Netz habe ich ein Interview vom 21. April 2015 mit Ihrem Korrespondenten Markus Rosch gefunden. Darin ist er auf einem Foto mit einer Kufiya auf seinem Kopf zu sehen. Dieses Tuch, das auf ikonische Weise von PLO-Chef Yassir Arafat getragen wurde, hat eine starke politische Bedeutung und ist kein bloßes Bekleidungsstück.

Können Sie in Erfahrung bringen, welche Rückschlüsse dies auf die journalistische Unabhängigkeit von Herrn Rosch zulässt? Ist das Tragen einer Kufiya auf Bildern, die für ein Interview mit dem NDR zur Verfügung gestellt werden, mit der vom Zuschauer geforderten Integrität des Korrespondenten vereinbar?

Eine Stellungnahme von Herrn Rosch selbst bzw. einem seiner Kollegen in Tel Aviv ist wünschenwert.

Mit freundlichen Grüßen und bestem Dank im voraus für eine Antwort,
ML

Da keine Antwort kam, hakte Herr L. am 12. September 2016 nach:

Sehr geehrte Damen und Herren,

seit meiner letzten Mail vor einer halben Woche sind ein islamischer, ein jüdischer und dann ein christlicher Ruhetag ins Land gegangen. Hätten Sie wohl jetzt die Zeit, meine Mail zu beantworten?

Hoffnungsvoll,
ML

Am 13. September 2016 kam dann die Antwort von Markus Rosch:

„Sehr geehrter Herr L!

Arafat Kopfbedeckung? Wenn ich in einer Synagoge drehe trage ich Kippa, beim traditionellen Kamelreiten das traditionelle Kopftuch. Dabei möchte ich es jetzt bewenden lassen.
Gruss

Markus Rosch
ARD German TV“

Herr L. antwortete prompt:

Sehr geehrter Herr Rosch,

naja, das eine ist, dass Sie etwas „dabei bewenden lassen“ möchten. Das andere ist, dass zig Millionen Deutsche, so auch ich, Ihre Arbeit in Tel Aviv finanzieren müssen.

Inwiefern sind Kamelreiten und das von Ihnen aufgesetzte Kopftuch traditionell? Kürzlich habe ich im ZDF gelernt, dass es schwer diskriminierend sei, Araber auf Kamelen darzustellen. Können Sie mir das mit der Tradition bitte nochmal einordnen?

Haben Sie eigentlich Ihren Rechenfehler (die Quadratmeter-Quadratkilometer-Verwechslung) schon korrigiert und sich dafür entschuldigt?

Beste Grüße,
ML

PS: Was meinen Sie eigentlich mit „traditionell“ im Gegensatz zu „Synagoge“? Sind Synagogen in Israel nicht traditionell?

Jetzt warten wir auf die nächste Antwort.

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Der Spiegel holt sich einen runter

Ein 27-jähriger Palästinenser, der von Israel zu einer Gefängnisstrafe verurteilt wurde, holt sich im Knast einen runter, verstaut sein Sperma in einer Stifthülle, vermutlich, indem er das Ejakulat reinsaugt, steckt diesen Stift dann in einen Schokoriegel, woher der Gefangene ihn auch immer hat und wartet, bis sein fünfjähriger Sohn ihn besuchen darf, weil nur Kinder unter sechs Jahren Terroristen in israelischen Gefängnissen besuchen dürfen, ohne dabei von einer Glasscheibe getrennt zu sein. Über das Kind gelangt der Stift im Riegel an seine Munnter, die damit in eine Klinik geht, um sich dort künstlich befruchten zu lassen und schwanger zu werden. Wenn das Kind dann fünf Jahre alt ist, geht es zu seinem Vater ins Gefängnis, um dort ebenfalls einen neuen Schokoriegel geschenkt zu bekommen.

Ein Kuli als Kuli!

Das ist so ziemlich die abenteuerlichste Geschichte einer Befruchtung im Nahen Osten seit der Geschichte der Befruchtung von Maria.

Maria wurde angeblich von einem Heiligen Geist befruchtet und zwar durch ihr Ohr. Der eine wichst in einen Stift, der andere in ein Ohr. Beide Erzählungen sind interessante Metaphern für den ersten Satz von Johannes: „Am Anfang war das Wort.“ Die Sache ist nur, die Worte muss man glauben!

Jetzt kommt das wahrhaft Unvorstellbare. Christian Neeb interviewt einen Fotografen, der eine Frau bei dem Spermaschmuggel begleitet haben soll und schickt dieses Interview an Spiegel online. Jetzt kommt es: Spiegel online bringt die Geschichte und zwar ohne auch nur den geringsten Zweifel an den Wahrheitsgehalt der Geschichte aufkommen zu lassen. Dabei hätte es schon gereicht, einmal bei Dr. Sommer von der BRAVO nachzufragen. Dr. Sommer hätte bestimmt so geantwortet:

Lieber Christian,

Spermien sind total empfindlich. Sie müssen sich gut bewegen können, um die Eizelle befruchten zu können. Dafür haben sie eine eigene Flüssigkeit, in der sie überleben können. Sobald das Ejakulat aber an der Luft ist, sterben die Spermien in nur wenigen Minuten ab. In einem verschlossenen Behälter sind Spermien zwar etwas länger überlebensfähig, wenn das Sperma eng beieinander liegt, weil die Flüssigkeit dann nicht so schnell eintrocknet, aber der Behälter muss steril und verschlossen sein. Ein Stift in einem Gefängnis, in einem heißen Land, ist kein geeigneter Ort für Spermien. Du musst Dir daher keine Sorgen machen!

Leider hat Christian Neeb nicht bei Dr. Sommer nachgefragt. Er bringt die Geschichte und fügt der Wichse noch ein paar rührende Tränen hinzu. Der Fotograf erzählt:

„Ich habe viel im Mittleren Osten gearbeitet. Aus meiner Erfahrung heraus sind die Palästinenser die aufgeschlossensten Menschen in diesem Teil der Welt. Künstliche Befruchtung ist dort kein Tabu.“

Zu den Männern im Gefängnis sagt der Fotograf, es seien „auch Männer darunter, die an Universitäten Flyer verteilt haben, für Treffen der Hamas, auf denen über die Rechte von Palästinensern gesprochen werden sollte.“

Die bösen Juden aber auch. Auf die Frage, warum die Familien auf das Wunder der Befruchtung durch Stifte und Schokoriegel zurückgreifen, erklärt der Fotograf:

„Alle Frauen haben mir die gleiche Antwort gegeben. Der erste Grund: Ihr Leben soll weitergehen, und die Israelis sollen sie davon nicht abhalten. Der zweite Grund: Sie glauben, dass dieser Krieg irgendwann aufhören wird und ihre Männer nach Hause kommen können. Dann wollen sie ihnen eine Familie geben. Der dritte Grund: Auch für sie ist dieses Kind ein Teil des palästinensischen Widerstands (…) Kein Widerstand im militärischen Sinn. Sie wollen einfach ihr Leben führen, ohne Einschränkungen. Und sie wollen Babys bekommen. Nichts soll sie davon abhalten. Hana und die anderen sind sehr starke Frauen, die ihrem Land eine neue Zukunft geben wollen.“

Der Fotograf, der diese Worte spricht, ist Italiener, heißt Antonio Faccilongo, wurde 1979 geboren und lebt in Rom, dem Ort, wo heute noch die Sache mit Maria und dem Ohr geglaubt wird. Dabei wird die Sache vermutlich anders gelaufen sein.

Vielleicht hat Maria mit einem fremden Mann geschlafen, wurde dabei schwanger und brauchte dringend irgendeine Geschichte, die sie ihrem Mann Josef erzählen konnte. Aussichtslose und verzweifelte Situationen rufen nach verzweifelten Mitteln. Wer hätte ahnen können, dass die Geschichte später durch Evangelisten verbreitet wurde.

Der Evangelist im Jahr 2016 heißt Christian. Ich aber sage Euch, einige Frauen in Gaza wurden schwanger, obwohl ihre Männer im Gefängnis sitzen, aber anstatt sich einzugestehen, dass Leben und Lust eben weitergehen, auch wenn der eigene Mann ein Terrorist ist und im Gefängnis sitzt, erfinden die Frauen lieber Geschichten mit Schokoriegeln und Stiften und finden schließlich einen katholischen Italiener, der diese Botschaft glaubt und daraus eine „gute Nachricht“ macht, die dann auf Spiegel online erscheint und zum friedlichen Widerstand gegen israelische Unmenschlichkeiten hochgewichst wird.

Die abenteuerliche Geschichte hat aber noch einen Grund: Jedes Kind eines inhaftierten Terroristen, der von der Hamas als Märtyrer gefeiert wird, erhält besondere Zuwendungen und Privilegien von arabischen Organisationen. Es ist somit durchaus verständlich, dass eine Frau in Gaza alles versucht, viele Kinder zu bekommen und ihre Kinder zu Abkömmlingen von Märtyrern erklärt. All dies ist Christian Neeb nicht in den Sinn gekommen. Er gehört halt zu der Gemeinschaft der Gläubigen. Da ist kritisches Denken nicht so sehr gewünscht.

Vielleicht wird der ganze Kram von Christian Neeb bald verfilmt. Mel Gibson kann sich ja die Rechte sichern und die Geschichte verfilmen mit Boris Becker als Arzt, dem die Frauen vertrauen. Sein erster Satz im Film wird lauten:

„Wo habe ich den Kugelschreiber hingelegt? Moment, ich komm‘ gleich drauf!“

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Es wurde Zeit, dass das mal jemand sagt.

Benjamin Netanjahu sagt es und ich bin mir sicher, jene, die gemeint sind, werden schockiert sein und brüskiert erklären, so eine Wortwahl sei nicht hilfreich und unangemessen. Ich finde jedoch, es ist deutlich unangemessener, ein Land ohne Juden zu fordern.

Ich bin sicher, viele von Ihnen haben schon mal die Behauptung gehört, die jüdischen Gemeinden in Judäa und Samaria, in der sogenannten Westbank, seien ein Hindernis für den Frieden. Mich hat diese Behauptung stets verwirrt, denn niemand würde ernsthaft behaupten, die fast zwei Millionen Araber, die in Israel leben, seien ein Hindernis für den Frieden. Sie sind es nicht! Im Gegenteil!

Israels Vielfalt ist ein Beweis an Offenheit und Bereitschaft für Frieden. Die palästinensische Führung jedoch verlangt einen palästinensischen Staat mit einer Vorbedingung: Keine Juden! Es gibt einen Begriff dafür: Ethnische Säuberung!

Diese Forderung ist empörend. Und es ist noch empörender, dass die Welt das nicht empörend findet. Einige sonst aufgeklärte Länder unterstützen diese empörende Forderung sogar. Stellen Sie sich selbst mal diese Frage: Würden Sie ethnische Säuberung in Ihrem Land akzeptieren? Ein Gebiet ohne Juden, ohne Hispanics, ohne Schwarze? Seit wann ist Bigotterie ein Fundament für Frieden?

In diesem Moment spielen jüdische Kinder in Judäa und Samaria in Sandkästen mit ihren Freunden. Macht ihre Anwesenheit Frieden unmöglich? Ich glaube nicht! Ich denke, die Intoleranz anderer macht Frieden unmöglich. Gesellschaften, die alle Menschen respektieren, gehen auf Frieden zu. Gesellschaften jedoch, die ethnische Säuberung fordern, wollen keinen Frieden.

Ich sehe einen Nahen Osten, wo junge Araber und junge Juden zusammen lernen, arbeiten und leben können, Seite an Seite in Frieden. Unsere Region braucht mehr Toleranz, nicht weniger.

Das nächste Mal also, wenn Sie jemanden sagen hören, Juden sollten irgendwo nicht leben, vor allem nicht in ihrer angestammten Heimat, nehmen Sie sich einen Moment, um über die Auswirkungen dieser Forderungen nachzudenken.

Ethnische Säuberung für den Frieden ist absurd.

Es wurde Zeit, dass das mal jemand sagt.

Ich habe es gerade getan.

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Es gibt eine Obergrenze!

Immer wieder wird über eine Obergrenze in der Flüchtlingssituation diskutiert, ganz so, als müsse sie eingeführt werden. Es gibt sie schon!

Als vor einigen Wochen am Münchener Hauptbahnhof die ungewohnt hohe Zahl von Flüchtlingen aus Syrien ankam und sie empfangen wurden von applaudierenden Deutschen, da hörte ich überall die Sätze: „Jetzt zeigt Deutschland sein freundliches Gesicht“ und „Auf dieses Deutschland bin ich stolz!“

Mir waren die Deutschen, die das selbstergriffen patriotisch und tränengerührt stolz in die Kameras sagten, von Anfang an suspekt, weil ich nicht selten das Gefühl hatte, dass es ihnen gar nicht um die Flüchtlinge geht, sondern um ihr eigenes Image! Sie benutzen Flüchtlinge, um ihr schlechtes Gewissen zu beruhigen. Ginge es ihnen um die Flüchtlinge, sie müssten sich der Verantwortung stellen, die mit der Hilfsbereitschaft einhergeht: Die Frage nach der Grenze der eigenen Kapazität.

Es herrscht in Deutschland eine grenzenlose Naivität im Umgang mit der Flüchtlingssituation. Die Silvesternacht am Kölner Hauptbahnhof ist ein Resultat dieser Naivität. Die Flüchtlinge nämlich, die unter anderem aus Syrien kommen, sind größtenteils durch Krieg traumatisierte und brutalisierte Männer, die aus zerbrochenen Clanstrukturen stammen, zusammengehalten von einer autoritären Religion, gegründet von einem patriarchalen Feldherren! Diese Männer brauchen individuelle Hilfe und intensive Betreuung. Diese Männer in überfüllte enge Räume und Zelte zu zwängen, nicht selten zusammen mit Menschen aus Ländern und Kreisen, mit denen sie in der Heimat im Krieg lagen, ist das Gegenteil von Hilfe. Es ist ein Fortführen des Kriegs mit anderen Mitteln! Natürlich ticken einige Männer in solcher Situation gehalten irgendwann aus!

Durch Krieg traumatisierten und brutalisierten Menschen zu helfen, ist eine harte und verantwortungsvolle Arbeit. Sie verlangt, dass man sich der eigenen Grenzen und Leistungsfähigkeit bewusst ist.

Oft werde ich gefragt, wo denn die Obergrenze für Flüchtlinge sei und gebeten, eine Zahl zu nennen. Es braucht aber keine Zahl! In einer Gemeinde, in der hoch traumatisierte und durch Krieg brutalisierte Flüchtlinge in Lager gepfercht werden, ist die Obergrenze erreicht!

Es ist deutlich menschlicher, einzugestehen, dass man nicht mehr helfen kann, als Hilfe vorzutäuschen! Ein Idealist, dem es nur um sich selbst und die Pflege des eigenen Gewissens geht, der die Verantwortung nicht ertragen kann, in hilfesuchende Augen schauend eingestehen zu müssen, nicht helfen zu können, macht lieber die Tore anderer auf und applaudiert dann selbstergriffen den Flüchtlingen zu, während sie in überfüllte Auffanglager abgeschoben werden, wo sich dann die Tore wieder schließen. Diese Idealisten handeln nach dem Motto: „Ich will morgens in den Spiegel schauen können!“ Menschen aber, die helfen wollen, leben nach dem Motto: „Ich will morgens aus dem Fenster schauen können!“

Es ist menschlich, begrenzt zu sein und es ist die Fähigkeit der Vernunft, die Begrenzung zu erkennen. Daher muss der Mensch vernünftig sein!

Vor 25 Jahren wurden an einem Tag, am 3. Oktober 1990, etwas mehr als 16 Millionen Menschen Deutsche im Sinne des Grundgesetzes. Es war die größte Einwanderung in der Geschichte der BRD. Sie entflohen einem unmenschlich, autoritären System der Überwachung und Unfreiheit. Zum Glück brachten diese Flüchtlinge ein eigenes Land mit und sprachen Deutsch. Sie mussten auch nicht in Sammellagern gehalten werden. Dennoch hat sich besonders aus dieser Gruppe eine Generation mit radikalem Gedankengut entwickelt, das Tausende von Menschen in Dresden, Leipzig und Heidenau mit menschenverachtenden Parolen auf die Straße treibt.

Als 1949 die Bundesrepublik Deutschland gegründet wurde, von kriegstraumatisierten Männern und Frauen, da brauchte es zum demokratischen Erfolg eine jahrzehntelange Besatzung durch Amerikaner, Engländer und Franzosen. Als sich dann in den sechziger und siebziger Jahren, also eine Generation später, die Jugend mit den kriegstraumatisierten Eltern auseinandersetzte, da wäre dieses Deutschland fast im Terrorismus versunken.

Wenn Deutsche schon Schwierigkeiten haben, kriegs- und diktaturtraumatisierten Deutschen zu helfen, woher nimmt sich dann dieses Deutschland die Anmaßung zu glauben, grenzenlos Flüchtlingen aus fremden Kulturen helfen zu können? Was für eine Hybris! Es ist deutscher Größenwahn zu glauben, man könne ohne Obergrenze helfen und deutscher Größenwahn hat auf der Welt nicht gerade den besten Ruf.

Europa ist eine Figur der griechischen Mythologie. Eine weitere bekannte Figur ist Ikarus! Er war der Sohn des Dädalus und wurde zusammen mit seinem Vater von König Minos im Labyrinth des Minotauros auf Kreta gefangen gehalten. Zur Flucht erfand Dädalus Flügel für sich und seinen Sohn, indem er Federn mit Wachs an einem Gestänge befestigte. Vor dem Start schärfte er Ikarus ein, nicht zu hoch und nicht zu tief zu fliegen, da sonst die Hitze der Sonne beziehungsweise die Feuchte des Meeres zum Absturz führen würde. Zuerst ging alles gut, aber dann wurde Ikarus übermütig und stieg so hoch hinauf, dass die Sonne das Wachs seiner Flügel schmolz, woraufhin sich die Federn lösten und er ins Meer stürzte. Der verzweifelte Dädalus benannte die Insel, auf der er seinen Sohn beigesetzt hatte, zur Erinnerung an sein Kind Ikaria.

Wenn sich der deutsche Übermut und Größenwahn im Idealismus nicht bald legt, läuft Europa Gefahr, in Ikaria umbenannt zu werden. Es reicht eben nicht, Flüchtlinge reinzulassen. Ihnen muss auch geholfen werden. Dazu gehört es, sich der Gefahren bewusst zu sein. Eine Gefahr besteht darin, dass jeder Flüchtling rückfällig werden kann. Es ist keine Seltenheit, dass Frauen, die aus gewalttätigen Umfeldern in Frauenhäuser geflüchtet sind, hinterher wieder in gewalttätige Arme zurückkehren. Es ist somit unausweichlich, dass ein Teil jener Menschen, die aus islamischen Diktaturen geflüchtet sind, nach einiger Zeit in die Arme deutscher Islamisten flüchten. Das heißt nicht, dass Deutschland keine Flüchtlinge mehr aufnehmen soll; die Frauenhäuser sollen schließlich auch nicht schließen, aber jedes Haus hat Wände und daher nicht unendlich Platz.

Wer Flüchtlingen ein Aussteigerprogramm aus der Welt der Gewalt und Unterdrückung anbietet, muss die Gefahr der Rückfälligkeit bedenken und daher Pläne für die Möglichkeit eines Rückfalls bereit halten. Alles andere ist verantwortungslos! Nach der Silvesternacht in Köln erklärte die Kölner Polizei, sie sei von der „völlig neuen Dimension der Gewalt“ vor dem Kölner Dom überrascht. Was dort geschah, ist jedoch keine völlig neue Dimension der Gewalt. Es war eines der ältesten Verbrechen der Welt, nämlich religiös und kulturell motivierter Frauenhass! Es ist schockierend, wie unfähig die Kölner Polizei in der Silvesternacht im Umgang mit dieser Gewalt war. Köln war nicht vorbereitet und wurde daher Opfer einer Horde Männer, die aus patriarchalen und zum Teil zerbrochenen Clanstrukturen kommen, einige vor ein ein paar Wochen, andere vor einigen Jahren, aber alle mit einer autoritären Religion im Nacken, die in ihrer extremen Form Frauen zu Freiwild erklärt, wenn sie ihren Körper nicht komplett verhüllen; Männer, an denen die Aufklärung vorbei gegangen ist und die eher in Gruppen und Clans denken als in Individuen; Männer, die die Ehre eines im siebten Jahrhundert verstorbenen Soldaten aus Mekka, den sie als Propheten verherrlichen, höher schätzen als die Würde einer lebendigen Frau; Männer, die wegen einer pervertierten Idee von Ehre eher eine Frau töten, als ihre eigene Religion zu hinterfragen; Männer, die Frauen eher in ein Gefängnis aus Stoff zwängen, als männlichen Sexualverbrechern Handschellen anzulegen; Männer, die Frauen als Schlampen bezeichnen, wenn sie ihr Recht auf einen Orgasmus einfordern; Männer, für die Frauen nichts weiter sind als Ware auf dem Markt der Macht.

In Köln ist so ziemlich alles schief gelaufen, was schief laufen kann. Es gab keinen Plan für das mehr als denkbare Szenario einer Rückfälligkeit einiger der vielen Flüchtlinge in Köln. Und was ist das Resultat dieser Unfähigkeit. Fremdenfeindliche Arschlöcher, die Flüchtlinge hassen, weil sie Fremde sind, gewinnen Oberwasser und gehen auf die Straße. Ihnen entgegen stellen sich die Deutschen, die um das „freundliche Gesicht“ Deutschlands besorgt sind. Und plötzlich demonstrieren besorgte Bürger gegen besorgte Bürger. Die Einen sind besorgt, weil Fremde nach Deutschland kommen, die Anderen sind besorgt, weil Fremdenfeindlichkeit dem Image Deutschlands schadet. Alle sind besorgt und denken doch nur an sich. An die Flüchtlinge denkt da kaum wer.

In Deutschland bestimmt das komplizierte Verhältnis der Deutschen zu sich selbst den Umgang mit der Flüchtlingssituation. Man könnte überspitzt sagen: Hitler bestimmt die deutsche Flüchtlingspolitik. Ich sag mal so, es gibt bessere Gründe, um hilfsbereit zu sein.

***

Nachtrag vom 4. März 2017:

Jeder selbstverliebte Wolkenkuckucksprinz, der sich seinen weißen Hermelin nicht schmutzig machen möchte und dennoch sicher in seinem ökologisch artgerechten Garten lustwandeln möchte, bevor er abends bei Bio-Wein und lokalem Walnussbrot darüber philosophiert, was es bedeutet, ein gutes und gerechtes Leben zu führen, muss die schmutzige Arbeit zur Sicherung seines Ökosystems delegieren. In der Türkei hat Deutschland einen willigen Gastarbeiter für das schmutzige Staatsgeschäft der Grenzsicherung gefunden. Der deutsche Prinz sagt: „Es gibt keine Obergrenze in der Flüchtlingsfrage“ und der türkische Gastarbeiter sorgt dafür, dass der deutsche Prinz das weiter glauben kann.

Weiterlesen: „Erdogan ist Angela Merkels Gastarbeiter“

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Es sind nur zwei Hände, aber sie stehen für eine Revolution!

Das letzte Mal, als ich die Klagemauer in Jerusalem besuchte, gab es noch zwei getrennte Bereiche, einen für Männer und einen für Frauen. Ich drehte daher spontan diesen Film:

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Dieses Video existiert nicht

Danach ging ich zur Klagemauer und steckte den Zettel der Frau in die Wand. An der Klagemauer hörte ich jüdische Männer beten und aus der Ferne den Ruf eines männlichen Muezzins.

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Dieses Video existiert nicht

Seit dem Tag habe ich sehr viele Gespräche mit israelischen Politikerinnen und Gelehrten geführt und gefragt, ob es nicht möglich sei, noch einen dritten Teil an der Klagemauer einzurichten, wo Männer und Frauen gemeinsam beten können. So könnten Männer und Frauen weiterhin seperat beten, aber es gäbe noch ein weiteres Angebot. Mir wurde stets gesagt, diese Frage werde bereits seit Jahrzehnten verhandelt, bisher jedoch ohne Ergebnis für einen gemischtgeschlechtlichen Bereich. Bisher!

Die israelische Regierung hat jetzt im südlichen Abschnitt der Klagemauer einen Bereich für Frauen und Männer eingeführt. Das darf durchaus als Revolution bezeichnet werden!

Beim nächsten Israelbesuch kann ich jetzt mit meiner Frau gemeinsam die Klagemauer besuchen. Das ist Israel. Sämtliche anderen Orte des Nahen Ostens versperren mir und meiner Frau in diversen Situationen den Weg, entweder weil wir den falschen Glauben oder aber die falschen Freunde haben. Israel ist der einzige Ort, wo alle Menschen, egal welchen Glaubens, Geschlechts oder Geliebtwerdens die gleichen Rechte vor dem Gesetz besitzen. Frauenrechte werden im ganzen Nahen Osten nur in Israel groß geschrieben. Dort weiß man: „Menschenrechte haben kein Geschlecht!“

Ach, nähmen sich die Länder des Nahes Ostens doch nur ein Beispiel an Israel!

Seit diesem Sommer herrscht an der Klagemauer Wahlfreiheit. Bisher konnte sich niemand aus freien Stücken und mit freiem Willen dazu entscheiden, nicht mit dem anderen Geschlecht zusammen zu beten. Es war eine Pflicht! Diese Zeiten sind vorbei! Jetzt können sich alle Menschen frei dazu entscheiden, ob sie getrennt oder gemischt beten wollen. Das ist Emanzipation! Das ist Israel!

Nur Israel verteidigt diese Rechte. Ich kann die Klagemauer, die Grabeskirche Jesu und den Ort des letzten Abendmahls besuchen, weil mir Israel dies ermöglicht! Ohne Israel herrschte überall in Jerusalem eine sogenannte Fromme Stiftung des Islams. Wie diese Frommen mit „Ungläubigen“ umgehen, kann man täglich am Tempelberg erleben. Der Zugang zum Tempelberg ist nämlich über elf Tore möglich, die von der Frommen Stiftung überwacht werden und nur für Muslime erlaubt sind. Ausländische Muslime müssen ihre Zugehörigkeit zum Islam mit Papieren belegen oder Fachwissen zum Koran beantworten. Andersgläubigen ist der Zutritt zum Tempelberg nur über das Marokkanertor bei der Klagemauer erlaubt und dort auch nur außerhalb der Gebetszeiten und nach scharfen Sicherheitskontrollen. FReitags ist der Tempelberg für Nicht-Muslime verboten! Es ist zudem verboten, Bücher mit auf das Gelände zu nehmen. Auch andere Kultgegenständen sind verboten, sowie das Abhalten von Gebeten anderer Religionen als dem Islam. Juden werden, wenn überhaupt, nur in kleinen Gruppen und oft mit Aufsicht eingelassen. Oft werden Juden belästigt und attackiert, wenn sie sich auf dem Gelände befinden:

Sogar Kinder werden terrorisiert, wenn sie Juden sind:

Der einzige Grund, warum Juden dort nicht gelyncht werden, ist dem Umstand geschuldet, dass die israelischen Sicherheitsbehörden mit der sogenannten Frommen Stiftung zusammenarbeitet, um wenigstens ein Mindeststandard an zivilsatorischem Miteinander zu wahren. Die Fromme Stiftung sollte sich entweder ein Beispiel an Israel nehmen und dem Tempelberg so viel Freiheit gönnen, wie Israel der Klagemauer gönnt oder die Verantwortung ganz an Israel übergeben. Eins kann nämlich nicht geleugnet werden: An der Klagemauer ist es deutlich friedlicher als auf dem Tempelberg!

Weitere Bilder zur Klagemauer finden Sie hier.

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