Mehr Geld für schlechtes Management!

Eine Mehrheit der Deutschen spricht sich für eine Deckelung von Managergehältern aus: 73,3 Prozent!

Eine noch größere Mehrheit ist dagegen, dass der Staat Banken, die sich verspekuliert haben, mit Steuergeldern stützt: 78 Prozent!

Der Kölner Stadt-Anzeiger hat recherchiert, dass sich das Land Nordrhein-Westfalen bei Geschäften mit griechischen Staatsanleihen kräftig verspekuliert und damit allein im Jahr 2012 einen Verlust von 168 Millionen Euro gemacht hat. Die politischen Manager NRWs haben sich somit kräftig verspekuliert. Vielleicht sollten wir mal über ihre Gehälter sprechen?

Nicht wenige Bürgerinnen und Bürger, die nie auf die Idee kämen, einer Bank oder einer Managerin, die sich kräftig verspekuliert hat, noch mehr Geld hinterher zu werfen, haben kein Problem damit, wenn die politischen Manager unseres Landes Steuererhöhungen fordern, nachdem sie hunderte Millionen Euro versenkt haben. Wer schlecht wirtschaftet, bekommt nicht mehr Geld, sondern weniger! Er muss lernen, dass genug da ist. Es ist seine Schuld, wenn das Geld nicht reicht!

Politiker, die Steuererhöhungen in einem Land fordern, das bereits Rekordsteuereinnahmen hat und in dem sich Ministerpräsidentinnen kräftig verspekulieren, stehen in ihrer Dreistigkeit deutlich über Bankenmanager. Bankenmanager können Bürger schließlich nicht zwingen, Geld in ihre Bank einzuzahlen, Politikmanager schon. Sie verlangen Steuern und erhöhen sie jedes Mal, wenn sie schlecht gewirtschaftet haben.

Im 18. Deutschen Bundestag haben es diese Manager jetzt noch leichter, denn dort sitzen nur noch Klientel-Parteien.

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Christlicher Fundamentalismus

Religiöser Fundamentalismus ist einer aktuellen Studie zufolge unter Christen in Westeuropa ein Randphänomen. Dies geht aus einer repräsentativen Befragung in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden, Belgien, Österreich und Schweden hervor, deren Auswertung das Wissenschaftszentrum Berlin für Sozialforschung (WZB) am Montag vorstellte.

Zwanzig Prozent der befragten Christen geben an, „zurück zu den Wurzeln“ zu wollen. Etwas mehr als zehn Prozent erachten religiöse Rechte für bindender als weltliche Gesetze. Zehn Prozent möchten keine homosexuellen Freunde haben und etwas weniger als zehn Prozent geben an, Juden nicht trauen zu können. Über zwanzig Prozent der befragten Christen glauben, Muslime wollten die Welt zerstören.

Man kann die Zahlen als ein Randphänomen bezeichnen, für mich sind sie dennoch zu hoch!

Ich bin in einer Nachbarschaft groß geworden, in der es überwiegend Christen gab. Ich selbst bin christlich groß geworden. Noch heute ist das Christentum die am stärksten vertretende Religion in meinem Bekanntenkreis. Daher erhebe ich immer wieder meine Stimme, wenn ich auf die zehn Prozent Christen stoße, die keine homosexuellen Freunde haben wollen oder einen der knapp zehn Prozent Christen treffe, der keinem Juden trauen kann. Ich knalle gerne jedem Christen seinen Fundamentalismus um die Ohren. Niemals werde ich mich von Spott, Ironie oder Polemik abhalten lassen, schon gar nicht von den zwanzig Prozent Christen, die zurück zu den Wurzeln möchten und sich beleidigt fühlen, wenn jemand Witze über das Christentum macht. Ich nehme es nicht unwidersprochen hin, wenn ein christlicher Freund erklärt, ein Muslim wolle wegen seiner Konfession die Welt zerstören. Ich habe einige muslimische Freunde. Ich weiß, das schwul und muslimisch zusammengehen können.

Allerdings kenne ich weitaus mehr Christen als Muslime, und die Muslime, die ich kenne, habe ich in der Kunst- und Kulturszene kennengelernt. Dort finden sich bekanntlich eher wenige religiöse Fundamentalisten. Ich weiß nicht, wie es in einer mehrheitlich muslimischen Nachbarschaft zugeht.

Daher ist es aufschlussreich, dass die Studie nicht nur Christen befragt hat, sondern auch Muslime. Dabei kam heraus, dass zwei Drittel der befragten Muslime religiöse Gesetze für wichtiger halten als weltliche Gesetze. Über fünfundfünfzig Prozent wollen keine homosexuellen Freunde. Knappe fünfundvierzig Prozent können Juden nicht trauen und über fünfzig Prozent sind der Meinung, der Westen wolle die Welt zerstören. Bei diesen Zahlen ist es alles andere als beruhigend, dass knappe sechzig Prozent der befragten Muslime erklären, „zurück zu den Wurzeln“ zu wollen.

Religiöser Fundamentalismus ist unter Muslimen in Westeuropa folglich kein Randphänomen. Ich treffe diese fundamentalistischen Muslime allerdings nicht oft. Ich kann ihnen ihren Fundamentalismus daher leider nicht oft genug um die Ohren hauen. Aber es gibt immerhin noch ein paar Prozent Muslime, die sagen und zeigen, dass es auch anders geht. Auf diese Muslime baue ich. Sie werde ich unterstützen. Sie werden letztendlich siegen, إن شاء الله

Bis es soweit ist, zitiere ich einfach mal Dieter Nuhr, رضوان الله عليه:

“Die rufen Tod bis … Krieg. Das ist für mich … hat einen Grad von Lächerlichkeit, dem dürfen wir uns nicht anpassen. Und wir passen uns reihenweise da an. Mich macht das wütend. Islam ist ausschließend dann tolerant, wenn er keine Macht hat und da müssen wir unbedingt für sorgen, dass das bei uns so bleibt.”

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Der Koalitionsvertrag und die Appeasement-Politik

Der Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD ist unterschrieben. Er sieht einen flächendeckenden gesetzlichen Mindestlohn von 8,50 Euro, eine Autobahnmaut für Ausländer, die doppelte Staatsbürgerschaft und umfangreiche Veränderungen bei der Rente, aber keine Steuererhöhungen vor. Tapfer im Nirgendwo möchte jedoch auf einen Punkt aufmerksam machen. Im Vertrag steht folgendes:

„Wir bekennen uns zu der besonderen Verantwortung Deutschlands gegenüber Israel als jüdischem und demokratischem Staat und dessen Sicherheit. Das Existenzrecht und die Sicherheit Israels sind für uns nicht verhandelbar.“

Wenn sich eine deutsche Koalition zum Existenzrecht Israels bekennt, dann heißt dies, dass Israel in seiner Existenz bedroht wird! Von einem Bekenntnis zum Existenzrecht von beispielsweise Frankreich oder Venezuela steht dort schließlich nichts. Israel ist das einzige Land auf der Welt, das seit über sechzig Jahren in seiner Existenz bedroht wird. Immer wieder wird die Vernichtung des kleinen, demokratischen Landes angedroht. Die Hamas hat die Forderung der Vernichtung in ihre Charta geschrieben, die Fatah lässt die Vernichtung des jüdischen Volkes gerne von Geistlichen vorbeten und die iranische Führung findet immer wieder blumige Worte für die Vernichtung Israels. Der geistige Führer des Iran, Ali Khamenei, twitterte zum Beispiel mitsamt entsprechendem Bild, dass Israel ein „tollwütiger Hund“ sei. Zwei Tage vor Unterzeichnung der Abmachung in Genf veröffentliche das iranische Press TV auf YouTube sogar eine Simulation, wie iranische Raketen Tel Aviv und Haifa treffen.

Wenn uns die Geschichte etwas gelehrt hat, dann dies: Menschen, die von der Vernichtung des jüdischen Volkes reden, meinen es auch so! 1938 wurde mit einer deutschen Regierung, die von der Vernichtung phantasierte, ein Abkommen geschlossen, in der Hoffnung, damit einen Krieg zu verhindern, das Münchener Abkommen. Das Regime vernichtete dennoch über sechs Millionen Juden.

2013 wurde in Genf wieder ein Abkommen verabschiedet, wieder in der Hoffnung, damit einen Krieg zu verhindern. Das Genfer Abkommen zwischen dem iranischen Regime, den UN-Vetomächten und Deutschland, sichert dem Iran eine erhebliche Lockerung der Sanktionen zu und erlaubt es dem Regime, wichtige Teile seines Atomprogramms zu behalten und fortzuführen. Damit könnte der Iran bald das über acht Millionen Einwohner starke Israel vernichten.

Wie meinen? Warum sollte der Iran Israel vernichten wollen? Das iranische Regime meint das nicht so? Das ist nur Getöse? Ein Übersetzungsfehler?

1938 wurden die Vernichtungsphantasien der Nazis auf die leichte Schulter genommen. Bestimmt glaubten damals auch einige, „Mein Kampf“ sei nur falsch übersetzt worden. 2013 wiederholt sich dieser Leichtsinn. Obwohl im aktuellen Koalitionsvertrag zwischen CDU, CSU und SPD unmissverständlich steht, dass Israel unter einer Vernichtungsdrohung steht, nimmt die deutsche Regierung das Genfer Abkommen in Kauf. Deutschland weiß es somit. Deutschland sieht den Judenhass! Was wird Deutschland nun tun? Schaut Deutschland weg? Lässt Deutschland alles zu? Unterstützt Deutschland gar den Iran, das Land der Arier, was „Iran“ übersetzt bedeutet? Oder nimmt Deutschland die Vernichtungsphantasien ernst und hilft dem jüdischen Volk, sich gegen den erklärten Vernichtungswillen zu verteidigen? Eine Alternative jedenfalls gibt es nicht: Appeasement-Politik!

Wer von der Vernichtung des jüdischen Volkes spricht, egal wie blumig, wird ernst genommen! Es mag ja sein, dass in Deutschland viele Menschen nach zwei verursachten Weltkriegen die Lehre gezogen haben: Nie wieder Krieg! Ich aber, und ich stehe mit dieser Lehre nicht alleine da, habe etwas anderes gelernt: Kein Friede mehr auf Kosten der Leben von Millionen Menschen. Ich habe gelernt: Krieg, wenn jemand den Massenmord erklärt! Krieg ist nämlich schon, wenn Juden ermordet werden, auch wenn sich in Deutschland viele mit dem Gedanken schwer tun.

Wenn Israel sich entscheiden muss zwischen beliebt und vernichtet und gehasst aber lebendig, dann wird sich Israel dafür entscheiden, gehasst zu werden. Israel wird sich dagegen wehren, dass es in Zukunft weitere Dokumentations- und Gedächtnisstätten geben muss, an denen dann kommende Generationen betroffen Kränze vor toten Juden abwerfen können und sich fragen, wie es nur so weit kommen konnte. Es wird nie mehr so weit kommen, denn Israel wird sich wehren! Das Leben ist einfach zu schön, um es gegen Beliebtheit zu tauschen.

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Die Süddeutsche tobt, rast und wütet

Nur ein paar Stunden, nachdem Hamed Abdel-Samad verschwunden war, schrieb die Süddeutsche Zeitung, er habe den Hass provoziert und somit gezielt durch sein eigenes Verhalten hervorgerufen. Als wäre das nicht schon geschmacklos genug, schreibt die Süddeutsche Zeitung nun auch noch dies:

„Abdel-Samad ist der Fall eines Konvertiten, der das, wofür er einst sterben wollte, nun mit demselben heiligen Furor bekämpft.“

Als junger Mann kam Hamed Abdel-Samad nach Deutschland. Damals war er nicht nur streng gläubiger Muslim, er war auch überzeugter Antisemit. Eine Zeit lang wollte er sogar als Märtyrer sterben. In Deutschland studierte er Englisch, Französisch, Japanisch und Politik, nahm die deutsche Staatsbürgerschaft an und rang sich seinen Judenhass und „alles, was mich verseuchte“ ab. Er saß in der Islamkonferenz, lehrte und forschte am Institut für Jüdische Geschichte und Kultur an der Universität München, schrieb Bücher wie „Der Untergang der islamischen Welt“ und war neben Henryk M. Broder Protagonist in der beißend komischen Sendung „Die Deutschland-Safaria“, die den Humor im deutschen Fernsehen revolutionierte.

Wenn Hamed Abdel-Samad heute gefragt wird, was er von Deutschland gelernt hat, sagt er für gewöhnlich dies: „Vor allem das systematische kritische Denken.“ Heute schreibt er so brillante Gedanken wie diesen:

„Ein Muslim glaubt, dass Gott ihn beschützt. Ein Islamist glaubt, er müsse Gott beschützen.“

Für die Süddeutsche Zeitung ist all das genau der „heilige Furor“, den auch Islamisten zeigen. Kritisches Denken, freies Forschen ohne religiöse Zwänge, der Mut sich seines eigenen Verstandes zu bedienen, für mich sind das Grundrechte. Für die Süddeutsche Zeitung jedoch stehen all diese Prinzipien auf einer Stufe mit islamistischen Fundamentalisten und es ist ein „heiliger Furor“, wenn sie verteidigt werden. Grundgesetz und Sharia, für die Süddeutsche Zeitung nichts weiter als die zwei Seiten ein und derselben Medaille. Solche Aussagen erwarte ich eigentlich von tief anti-aufklärerischen Postillen, die mal braun, mal rot, aber immer gegen die Moderne gerichtet sind.

Jetzt finden sich solche Aussagen auch in der Süddeutsche Zeitung, die das volle ihr vom Grundgesetz garantierte Recht hat, solche kruden Behauptungen aufzustellen; allerdings habe auch ich das Recht darauf zu reagieren, und ich mache dies mit einem einzigen langen Satz:

Eine Zeitung, die bereits ein paar Stunden, nachdem ein Schriftsteller, der mit einer Fatwa belegt wurde, die in der arabischen Welt übers Fernsehen und Internet verbreitet wurde, vermisst wird und eine Entführung nicht ausgeschlossen werden kann, statt Empathie zu zeigen, nichts Besseres zu tun hat, als darüber zu fabulieren, dass der Vermisste den Hass gegen sich selbst provoziert und somit gezielt hervorgerufen hat, weil sein Leben im kritischen Denken und seine Verteidigung des Grundgesetzes angeblich nichts weiter seien als ein „heiliger Furor“, wie ihn Islamisten zeigen, wenn eine Zeitung behauptet, ein Dozent der Universität München, der ein Buch schreibt, in dem er den Islamismus kritisiert, rase, tobe und wüte, denn nichts anderes heißt Furor, ebenso wie ein streng gläubiger, antisemitischer Islamist, der Märtyrer werden will, dann ist genau diese Zeitung dem Furor deutlich näher als Hamed Abdel-Samad!

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Das Grundgesetz ist keine Provokation!

Im Jahr 2013 wurde Hamed Abdel-Samad in Kairo verschleppt und zwei Tage an einem unbekannten Ort festgehalten. Er war noch keine 24 Stunden verschwunden, da schrieb die Süddeutsche Zeitung:

„Seiner Ansicht nach hätten die Muslimbrüder den Zeitgeist nicht verstanden. Provokationen wie diese könnten zur Entführung des deutsch-ägyptischen Schriftsteller Hamed Abdel-Samad geführt haben.“

Hamed Abdel-Samad soll mit seinen Äußerungen provoziert haben. Als Provokation bezeichnet man das gezielte Hervorrufen eines Verhaltens oder einer Reaktion bei anderen Personen. Hierbei agiert der Provokateur bewusst oder unbewusst in einer Weise, dass die provozierte Person oder Personengruppe ein tendenziell erwünschtes Verhalten zeigt.

Hamed Abdel-Samad hat nicht provoziert! Er hat hinterfragt, kritisch gedacht, publiziert und brillante Gedanken wie diesen formuliert: „Ein Muslim glaubt, dass Gott ihn beschützt. Ein Islamist glaubt, er müsse Gott beschützen.“

Als junger Mann kam Hamed Abdel-Samad nach Deutschland. Damals war er nicht nur streng gläubiger Muslim, er war auch überzeugter Antisemit. Eine Zeit lang wollte er sogar als Märtyrer sterben. In Deutschland studierte er Englisch, Französisch, Japanisch und Politik. Er nahm die deutsche Staatsbürgerschaft an und rang sich in Deutschland seinen Judenhass und „alles, was mich verseuchte“ ab. Wenn er heute gefragt wird, was er von Deutschland gelernt hat, sagt er für gewöhnlich dies: „Vor allem das systematische kritische Denken.“

Genau dieses kritische Denken erklärt die Süddeutsche Zeitung zu einer Provokation. Dabei hat er nur gemacht, was in einem aufgeklärten Land selbstverständlich ist: freies Denken und Forschen. Hamed Abdel-Samad hinterfragt Fundamentalismen und Fanatismus. In Deutschland ist diese Freiheit durch das Grundgesetz geschützt!

Das Grundgesetz ist keine Provokation!

Wenn ein Autor für sein kritisches Denken in Gefahr gerät, und die Süddeutsche Zeitung nichts besseres zu tun hat, als dieses Denken zur Provokation zu erklären, dann betrifft das auch mich!

Am 7. Juni 2013 rief Assem Abdel-Maged, ein Führer der Gamaa Islamija und Verbündeter von Staatspräsident Mohammed Mursi, im ägyptischen Fernsehen zum Mord an Hamed Abdel-Samad auf, weil dessen Äußerungen Provokationen und Beleidigungen des Propheten sein sollen. Die Süddeutsche Zeitung ist ganz auf Linie mit diesem Führer.

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Einfach alles verbieten!

Am 20. November 2013 präsentierte das Institut für Demoskopie Allensbach das Ergebnis einer repräsentativen Umfrage unter dem Titel „Freiheitsindex Deutschland 2013“. Dabei kam heraus, dass eine überwältigende Mehrheit der Deutschen fordert, ungesunde Lebensmittel, harte Drogen, das Klonen von Menschen und rechtsradikale Parteien per Gesetz zu verbieten. Jeder Zweite spricht sich dafür aus, brutale Filme und Computerspiele zu verbieten. Deutlich weniger wollen linksradikale Parteien verbieten lassen, aber immerhin noch zehn Prozent mehr als jene, die Pornographie verbieten lassen wollen.

Warum sind in Deutschland die Verbote so beliebt?

„In Frankreich ist alles erlaubt, was nicht ausdrücklich verboten ist. In Deutschland ist alles verboten, was nicht ausdrücklich erlaubt ist.“

84 Prozent aller Deutschen wollen, dass harte Drogen verboten werden.

Dann nehmt doch einfach keine harten Drogen!

76 Prozent aller Deutschen wollen, dass das Klonen von Menschen verboten wird.

Die Würde des Menschen ist unantastbar, auch des geklonten Menschen! Wie wird eine Gesellschaft, in der das Klonen von Menschen verboten ist, mit geklonten Menschen umgehen? In einer solchen Welt werden geklonte Menschen das Verbotene sein! Aber kein Mensch ist illegal, egal woher er kommt!

Bei einigen stammt die Angst vor Klons vermutlich daher, das sie nicht wissen, wohin mit der Seele bei einem Klon. Dabei ist es doch ganz einfach: Entweder gibt es einen Gott, dann wird sie gewiss nicht vor der menschlichen Schaffenskraft einknicken und dafür sorgen, dass ein Klon beseelt ist, oder aber es gibt keinen Gott, dann gibt es allerdings auch keine Seelen, weder beim geklonten noch beim nicht geklonten Menschen; mit anderen Worten: Ob nun mit oder ohne Gott, alle Menschen sind und bleiben gleich an Würde, ob geklont oder nicht. Selbst dem desingtesten Menschen wohnt so viel Würde, Selbstbestimmung und Freiheitsdrang inne wie einem auf dem Heuboden gezeugten Menschen. Klons sind eine weitere Bereicherung des Wunders, das wir Leben nennen!

71 Prozent aller Deutschen wollen, dass rechtsradikale Parteien verboten werden.

Wählt sie doch einfach nicht, und sollte eine rechte Partei gegen die Menschlichkeit verstoßen, dann leistet Widerstand!

64 Prozent aller Deutschen wollen, dass ungesunde Lebensmittel verboten werden.

Esst doch einfach was anderes! Obwohl ich es schon ein wenig schade finde, dass die Ampelkennzeichnung auf Lebensmittel nicht eingeführt wurde. Es wäre alles so viel leichter geworden: Rot bedeutet lecker!

55 Prozent aller Deutschen wollen, dass weiche Drogen verboten werden.

Konsumiert sie doch einfach nicht!

49 Prozent aller Deutschen wollen, dass gewalttätige Filme und Computerspiele verboten werden.

Dann schaut doch einfach Lassie und spielt Schach, oder verstößt Lassie gegen den Tierschutz und ist Schach ein zu brutales Kriegsspiel, weil Bauern geopfert und Damen geschlagen werden?

42 Prozent aller Deutschen wollen, dass linksradikale Parteien verboten werden.

Wählt sie doch einfach nicht, und sollte einmal eine linke Partei gegen die Menschlichkeit verstoßen, dann leistet zivilen Ungehorsam!

37 Prozent aller Deutschen wollen, dass Kredit für bereits Verschuldete verboten werden.

Nehmt doch einfach keine Kredite auf! Geld ist nicht alles!

36 Prozent aller Deutschen wollen, dass hohe Parteispenden verboten werden.

Also, wenn es etwas gibt, das sich verbittet, verboten zu werden, dann das Schenken und Spenden! Wenn Dir jemand Geld schenken will, nimm es an! Es verpflichtet Dich zu nichts und fördert das, was uns alle menschlich macht: die Fähigkeit zu geben.

32 Prozent aller Deutschen wollen, dass Pornographie verboten wird.

Schaut doch einfach keine Pornos! Es gibt halt Leute, die schauen anderen gerne beim Ficken zu, andere wiederum schauen Leute gerne beim Kochen zu. Die letzte Gruppe wird nachmittags auf ZDF bedient, die erste Gruppe geht ins Internet. Pornos sind wie Kochsendungen, man schaut dem Akt zu, mit dem Unterschied, dass ich beim Porno schauen einen Orgasmus bekommen kann, beim Schauen einer Kochsendung nicht satt werde.

26 Prozent aller Deutschen wollen, dass Glücksspiel verboten wird.

Spielt doch einfach nicht! Außerdem, ohne Glücksspiel wäre der Kölner Dom immer noch nicht vollendet. Am 14. Juni 1864 gab der Präsident des Zentralen Dombauvereins die Einführung der „Dombau-Lotterie“ bekannt. Bis 1880 war es dem Verein so möglich, durchschnittlich 76,5 Prozent der Gesamtkosten für die Vollendung der Türme bereitzustellen. Die „Dombau-Lotterie“ wurde zu einer der entscheidenden Finanzierungsquellen der Domvollendung. Auch heute noch hat das Glücksspiel einen großen Anteil an der Finanzierung und Instandhaltung des Kölner Doms. WestLotto zum Beispiel, bekannt für „Spiel 77“, unterstützt seit nunmehr über fünfzig Jahren mit den Geldern aus seinen Glückspielprodukten Kirchen in NRW. Wer Glücksspiel verbieten will, verbietet somit indirekt auch Kirchen.

19 Prozent aller Deutschen wollen, dass hochprozentiger Alkohol verboten wird.

Ich kann ja gut verstehen, dass manch einer hochprozentigen Alkohol verbieten möchte, vor allem am nächsten Tag, wenn der Schädel brummt und die peinlichen Bilder auf Facebook kursieren, aber jetzt mal ehrlich, sauf nicht so viel! Kenn Dein Limit! Ich selbst bin erst vor ein paar Tagen abgestürzt. Mit den Konsequenzen und den Bildern muss ich jetzt einfach leben!

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17 Prozent aller Deutschen wollen weiterhin schneller als 130km/h auf Autobahnen fahren dürfen.

Es ist schon merkwürdig, dass die meisten Deutschen eher Pornos, Alkohol, Computerspiele und Haschisch verbieten wollen als das Rasen. Dabei kann ein Typ, der zu Hause säuft, raucht, wichst und Computerspiele zockt deutlich weniger Schaden anrichten als jemand, der mit 220 Sachen über die Autobahn brettert. Ich jedenfalls kenne deutlich mehr aggressive Autofahrer als Computerspieler!

13 Prozent aller Deutschen wollen, dass Sterbehilfe verboten ist.

Neben dem Schenken ist das Helfen die andere menschliche Fähigkeit, die sich verbittet, verboten zu werden. Ein Mensch, der im Sterben liegt und mich um Hilfe bittet, sein Sterben so kurz und schmerzlos wie möglich zu machen, werde ich nach meinen Fähigkeiten helfen. In diesem äußerst privaten Moment zwischen zwei Menschen kann mir jeder Staat mit seinen Verboten gestohlen bleiben! Außerdem ist Selbstmord nicht verboten. Die Hilfe zu etwas, das nicht verboten ist, kann nicht verboten sein!

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Die UN muss bleiben!

In seiner Streitschrift „Die UN gehört abgeschafft“, die auf Tapfer im Nirgendwo veröffentlicht wurde, plädiert Andreas Schwichtenberg für die Abschaffung der UN und führt acht Gründe an. Ich werde ihm nun antworten und für ein Beibehalten der UN argumentieren; und ich brauche dafür nur einen einzigen Grund!

Zunächst aber dies: Andreas Schwichtenberg hat Recht! Die UN ist eine „Mogelpackung“, der Menschenrechte „am Arsch vorbei geht“. Die UN sichert keinen Frieden, löst keine Konflikte und verteidigt keine Freiheit. In der UN sitzen überwiegend despotische, diktatorische und fanatische Regime, die offen juden-, frauen- und schwulenfeindlich sind. Die Mehrheit der dort vertreten Nationen bekämpfen blutig und grausam jeden aufklärerischen Gedanken der Demokratie. Daher wundert es auch nicht, dass selbst die UN aktiv gegen die aufklärerischen Gedanken von Freiheit und Gerechtigkeit agitiert, in dem es mehr Resolutionen gegen ein Land verfasst hat, in dem Juden sicher und gleichberechtigt mit allen anderen Religionen leben können, Männer und Frauen gleichberechtigt und Homosexuelle staatlich akzeptiert sind, als gegen alle anderen Nationen der Welt zusammen. Gegen Israel hat die UN mehr Resolutionen verfasst als gegen den Iran, Nord-Korea, China, Katar, Saudi-Arabien, die palästinensische Autonomiebehörde zusammen, plus noch alle anderen Länder der Welt.

Entweder ist man bei den Vereinten Nationen fest davon überzeugt, dass Israel schlimmer ist als alle Diktaturen und Unrechtsregime der Welt zusammen, dann herrscht dort offenkundig Antisemitismus, oder man will dort nur gegen Israel agitieren, dann herrscht dort ebenso offenkundig Antisemitismus.

Andreas Schwichtenberg hat Recht, wenn er schreibt, die UN arbeite in etwa so, als würden Polizei, Drogendealer, Vergewaltiger, Mörder, Bankräuber, Parksünder und die Antifa ein Gremium bilden, in dem jede Gruppe eine Stimme hat und dann beschließt, wer Verbrecher ist und wer nicht. In einem aber hat Andreas Schwichtenberg Unrecht, nämlich wenn er sagt, es brauche die UN nicht mehr, ihre historische Rolle sei gespielt.

Es braucht die UN aus einem einzigen Grund!

Die UN ist der Ort, wo Despoten, Diktatoren und die Dummköpfe, die es leider auch in der Demokratie gibt, zusammen kommen, um davon abgehalten zu werden, noch mehr Unheil anzurichten. In der UN können sie ihrem Frauenhass, Fanatismus und Antisemitismus frönen, Resolutionen verabschieden, Stuhlkreise bilden und Büttenreden halten, im Glauben, damit etwas wirkmächtiges zu tun. Die UN ist ein reines Auffangbecken für Störenfriede. Wohin sonst mit all den Arschlöchern? Sollen sie ruhig eine Resolution nach der anderen gegen Israel verabschieden und damit zeigen, wes Geistes Kind sie sind. Sollen sie nur schön ihre Zeit mit der UN vertun. So geht ihnen die Zeit abhanden, noch mehr Schaden anzurichten. Und glauben Sie mir, schlimmer geht immer! Despoten, Diktatoren und Weltverbesserer sind hochmotiviert! Die könnten noch mehr! Aber Despoten, Diktatoren und Weltverbesserer sind auch eitel. Sie lieben die Bühne. Da sind sie angreifbar!

Die UN ist eine theaterpädagogische Beschäftigungsmaßnahme für jene, die zu viel Zeit und Motivation zur Weltveränderung haben. Die Motivation kann man ihnen nicht nehmen, aber die Zeit schon!

Ja, die UN ist ein Ort wo Polizei, Drogendealer, Vergewaltiger, Mörder, Bankräuber, Parksünder und die Antifa ein Gremium bilden, in dem jede Gruppe eine Stimme hat und dann beschließt, wer Verbrecher ist, aber daraus folgt nichts! Die UN ist ein offener Vollzug, in dem die Verbrecher glauben, Macht zu haben, aber in Wirklichkeit nur von schlimmeren Taten abgehalten werden, in dem sie zum Theater spielen angehalten werden und ihnen Souveränität vorgegaukelt wird. Shutter Island lässt grüßen!

Die Veto-Mächte nehmen dabei die Rolle der Therapeutinnen ein, die die Spinner bei ihren Sandkastenspielchen überwachen. Manchmal werden die Therapeutinnen selbst verrückt; das kann schon mal passieren, wenn man zu lange mit Durchgedrehten zusammen ist. Auf eine Therapeutin ist jedoch Verlass: USA. Sie geht regelmäßig zu Supervisionen, ist von starkem, unabhängigem Geist und führt sicherheitshalber immer einen Knüppel mit sich. Wenn mal ein Patient in der UN vollkommen austickt, gibt es einfach auf die Fresse, wobei die USA in so einem Fall mit dem Spinner vor die Tür zu gehen pflegt.

Die USA weiß genau, was sie an der UN hat, nämlich einen schönen Ort zur Abschiebung und Kaltstellung von Problemen. Solange die USA dort noch im Pflegedienst tätig ist, muss die Anstalt nicht geschlossen werden.

Genauso sieht es vermutlich auch Bundeskanzlerin Angela Merkel. Ihre Solidaritätserklärung für Israel ist glaubhaft. Sie sagt, die Sicherheit Israels sei Staatsräson und sie meint es. Es gibt keinen Grund daran zu zweifen. Ich vermute daher, auch die deutsche Bundesregierung weist einfach jeden, der anderer Meinung ist, mit einem Posten versehen in die UN ein. Dort kann er dann zusammen mit Despoten und Diktatoren im Sandkasten spielen. Sie sind die Dummköpfe in der Demokratie, von denen ich eben sprach. Es gibt keinen besseren Ort für sie als die UN. Ohne UN kämen sie noch darauf, ihren dummen Gedanken Taten folgen zu lassen. Das muss verhindert werden. Darum heißt es:

Die UN muss bleiben!

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Die UN gehört abgeschafft!

Eine Streitschrift von Andreas Schwichtenberg.

Die UN hat kein Problem mit folternden und mordenden Diktaturen, aber sehr wohl mit Demokratien die sich verteidigen. Das ist kein Wunder. Welche Staaten haben schließlich die Mehrheit? Demokratie und Rechtsstaat sind international (und historisch) eher ein Ausnahmefall, nicht die Regel. Die Mehrheit der Regierungen müsste sich folglich selber verurteilen und das macht sie nicht.

Auf Landesebene übertragen sähe das so aus: Polizei, Drogendealer, Vergewaltiger, Mörder, Bankräuber, Parksünder und die Antifa bilden ein Gremium in dem jede Gruppe eine Stimme hat. Dieses Gremium beschließt dann, wer Verbrecher ist und wer nicht. So in etwa arbeitet die UN.

Daher präsentierte ich nun acht Gründe für die Abschaffung der UN.

Es braucht sie nicht mehr. Ihre historische Rolle ist gespielt.

Die UN war im Kalten Krieg ein Ersatzschlachtfeld zwischen den Supermächten, ein pompöser Verhandlungspalast mit Völkervertretungsanstrich. Die restliche Welt durfte als Alibi mitspielen. Mehr nicht. Sie mag anders geplant gewesen sein, aber eine Weltgestaltungsrolle hatte sie nie.

Die UN ist eine Mogelpackung.

Die UN war niemals eine Vertretung der Nationen, lediglich ein verlängerter Arm der westlichen Regierungen. Durch die Veto-Rechte im Sicherheitsrat haben einige Staaten zudem festgelegt, dass sie immer Recht haben. China zum Beispiel hat dank des Veto-Rechts nichts zu befürchten. Alles was zwischen den Völkern ausgemacht wurde und wird geht auch ohne UN, oft wohl auch besser. Zu viele Meinungen blockieren!

Die Idee, alle Regierungen mitspielen zu lassen, ist einfach Wahnsinn.

Typen wie Kim Jong Dumm (oder wie auch immer diese Witzfigur aus Nordkorea heißt) gehören als Verbrecher eingesperrt (Idealfall) oder erschossen (Notlösung), aber nicht auf eine internationale Politbühne. In der UN dürfen sich Regierungen ausbreiten, für die eigentlich die Navy Seals zuständig wären. Die westlichen Staaten haben immer weniger Interesse an der UN (allen voran die USA). Statt dessen bietet die UN mehr und mehr Verbrechern die Möglichkeit, ihre Gedanken als „Weltwille“ präsentieren zu können.

Der UN gehen die Menschenrechte sonst wo vorbei.

Warum? Weil die Mehrheit der Staaten nichts von Menschenrechten hält! Im UN-Menschenrechtsrat saßen schon Staaten wie Libyen, Pakistan, Mauretanien, Malaysia, China, Saudi-Arabien, Kuba und Russland. Staaten, die für alles bekannt sind, aber nicht für Menschenrechte. Diese Staaten dürfen dann über rechtsstaatliche Demokratien urteilen. Da darf dann ein Vertreter Mauretaniens die Schweiz auffordern mehr für die Gleichberechtigung der Geschlechter zu tun, während neben ihm eine verschleierte Frau steht. Der pakistanische Vertreter darf Intoleranz diagnostizieren und ein palästinensischer Vertreter Fremdenfeindlichkeit anprangern, nicht die Eigene, sondern die der Schweizer! Eine solche Gelegenheit zum Reinwaschen lassen sich Despoten nicht entgehen. Was davon zu halten ist hat Eugen Sorg bestens formuliert:

„Der 2007 ins Leben gerufene Rat ist eine Missgeburt, die rabenschwarze Parodie auf die Illusion eines gruppentherapeutischen Völkerdialogs.“

Die UN ist antisemitisch.

Einfach deshalb, weil die Mehrheit der Staaten antisemitisch ist. Die Resolutionen sprechen eine klare Sprache: Allein 2007 hat sich der Menschenrechtsrat 120 mal mit dem Nahostkonflikt beschäftigt. Zahlreiche Resolutionen beschäftigten sich mit Israel. Das Verhalten der Hamas wurde jedoch nicht angemahnt. Deutlicher geht es nicht! Die USA haben auch deshalb den Rat 2008 verlassen. Unter Obama sind sie jetzt wieder drin.

Politische Dachverbände neigen grundsätzlich dazu, sich als zu wichtig zu nehmen und letztlich ihre eigene Funktion zu torpedieren.

Extrembeispiel dazu ist momentan die EU, die eifrig gegen die Einigung Europas arbeitet. Die UN arbeitet gegen die Freiheit, die sie mal schützen sollte. Von den kommunistischen Zentralkomitees ganz zu schweigen.

Sie funktionieren alle auf Dauer nicht. Man kann nicht mit politischem Willen zusammenkleben was nicht zusammengewachsen ist. In Jugoslawien sind die ethnischen Grenzen auch in Jahrhunderten nicht verschwunden.

Solange die beteiligten Gruppen sich nicht zusammengehörig fühlen, erhält man ein politisches Gremium, in dem sich einfach die Macht durchsetzt, egal auf wessen Kosten. Sozusagen stimmen dann Füchse und Hasen ab, was es zum Abendessen gibt. Wenn die Hasen überleben wollen, brauchen sie Waffen, mit oder ohne Abstimmung.

Die UN sichert keinen Frieden und keine Freiheit.

Wenn Blauhelmtruppen intervenieren, dann gibt es zwei Möglichkeiten: Entweder halten die Konfliktparteien vor Ehrfurcht erstarrend ein, oder sie machen einfach weiter. Im letzteren Fall ist die UN überfordert und die amerikanische Armee muss ran. Es sind meist die USA, die eingreifen. Die USA haben den Zweiten Weltkrieg beendet, nicht der Völkerbund. Die USA haben den roten Vormarsch gestoppt (Korea), oder es zumindest versucht (Vietnam). Die Freiheit und die Friedensperiode (für Europa) wurde im 20. Jahrhundert von der Armee der Vereinigten Staaten erkämpft und gesichert. Die UN war da bestenfalls schwätzender Beobachter, Legitimationssklave oder Störenfried, je nach Standpunkt. Auch heute haben wir unsere relative Sicherheit nicht der UN zu verdanken und nicht der EU, sondern der US-Armee, die gewisse Typen in Schach hält. Nordkorea wäre sicherlich wesentlich aktiver wenn es die Navy Seals nicht gäbe.

Die UN löst keine Konflikte.

Bereits der Völkerbund nach dem Ersten Weltkrieg war ein Flopp. Damals erschien es als eine gute Idee, sich gemeinsam an einen Tisch zu setzen und die Probleme friedlich zu lösen. Die Konfliktlösungsstrategie fürs Kinderzimmer hat man auf die internationale Politik übertragen.

Heute blicken wir zurück und wissen: Das geht hervorragend bei friedfertigen Gesprächspartnern, aber bei Parteien mit Weltherrschafts-, Vernichtungs-, oder Endzeitfantasien funktioniert dieser Ansatz nicht. Der gruppentherapeutische Ansatz ist an sich eine gute Idee, nur setzt er eine gewisse Reife und Kompromissbereitschaft der Gesprächspartner voraus. Gespräche „auf gleicher Augenhöhe“ gehen nur bei gleicher Charakter-Größe. Wenn Westerwelle mit dem iranischen Botschafter, der Westerwelle für seinen Lebensstil umbringen würde, verhandeln soll, geht das nur von oben nach unten.

So wie es regelmäßig Kriminelle gibt, die Therapeuten an der Nase herumführen, um sich Vorteile zu verschaffen, so führen auch kriminelle Regime die Weltgemeinschaft an der Nase herum, sobald man ihnen die Möglichkeit dazu gibt.

Die UN sollte man nicht mehr ernst nehmen. Es war ein schöner Versuch, der gescheitert ist.

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Die Antwort von Gerd Buurmann finden Sie hier: „Die UN muss bleiben!“

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(TINANS)

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U.N.-Verschämtheit

„Die Wahrheit kommt ans Licht, wenn wir glauben, dass niemand zuhört. Als Reaktion auf neun politisch motivierte Resolutionen der UN-Generalversammlung gegen Israel bei null Resolutionen gegen den Rest der Welt hat eine Dolmetscherin der Vereinten Nationen am 14. November 2013 Worte der Wahrheit gesprochen, nicht wissend, dass das Mikrofon eingeschaltet war. Als sie davon ausging, nur zu Kollegen zu sprechen, sagte sie die folgenden Worte in die Kopfhörer jedes UN-Delegierten und zum Publikum, das die Live-Übertragung weltweit im Internet verfolgen konnte:

»Ich finde, wenn es insgesamt etwa zehn Resolutionen zu Israel und Palästina gibt, da muss es doch, das ist etwas viel, nicht wahr? Ich meine, ich weiß, anderer wirklich schlimmer Mist passiert, aber niemand sagt etwas über diesen anderen Kram.«

Unter den Delegierten gab es Gelächter. »Die Dolmetscherin entschuldigt sich«, sagte die unglückliche Verkünderin der Wahrheit Augenblicke später, gefolgt von einem vernehmlichen Schnaufen. Ich hoffe inständig, dass sie nicht gefeuert wird. Denn wer sich wirklich entschuldigen müsste, das ist die Uno. Gegründet auf noblen Ideen, verwandelt die Weltorganisation den Traum freiheitlicher Internationalisten in einen Albtraum. Wenn ihre jährliche legislative Sitzung im nächsten Monat zu Ende geht, wird sie insgesamt 22 Resolutionen verabschiedet haben, die Israel verurteilen – und nur vier gegen ein anderes Land der Welt. Die Scheinheiligkeit, Selektivität und Politisierung sind atemberaubend.“

Mit diesen Worten beginnt ein wirklich lesenswerter Artikel von Hillel Neuer auf Lizas Welt. Die Scheinheiligkeit, Selektivität und Politisierung entsetzte am 14. November nicht nur die Dolmetscherin auch ich bin immer wieder entsetzt davon! Ein Drittel aller Resolutionen und Entscheidungen, die der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen seit seinem Bestehen verabschiedet hat, richtet sich gegen Israel. Die Vereinten Nationen sind somit manisch fixiert auf nur 0,1089% der gesamten Weltbevölkerung, denn dies ist der prozentuelle Anteil der Israelis. Die anderen 99,9 Prozent sind U.N.Interessant.

Entweder ist man bei den Vereinten Nationen fest davon überzeugt, dass Israel schlimmer ist als alle Diktaturen und Unrechtsregime der Welt zusammen, dann herrscht dort offenkundig Antisemitismus, oder man will dort nur gegen Israel agitieren, dann herrscht dort ebenso offenkundig Antisemitismus. Wie man es auch dreht und wendet, die Vereinten Nationen präsentieren gerade ein Schauerbild und gehören von den Organisationen, die auch in der westlichen Welt operieren, zu den israelfeindlichsten Organisationen, die es momentan gibt, die oft einen Hang ins offen Judenfeindliche bekommen.

Vor ein paar Tagen verglich der syrische Repräsentant, Bashar Jaafari, Israel mit Nazideutschland. Dafür gab es keine Rüge vom Vorsitzenden. Kein anderes Land wurde sonst bei den Vereinten Nationen mit Nazideutschland verglichen, nur das einzige Land, in dem mehrheitlich genau die Menschen leben, die Nazideutschland ausrotten wollte.

Am Ende dieser Sitzung wurden neun Resolutionen gegen Israel verfasst, aber keine Resolution gegen die Minister der Hamas, die Juden vernichten wollen, keine Resolution gegen die palästinensische Autonomiebehörde, die Kindern den Mord an Juden schmackhaft macht, keine Resolution gegen das permanente Bomben auf Israel. Fast einstimmig fiel die Welt über Israel her, auch Deutschland. Das ist Antisemitismus pur!

Eindeutig antisemitisch ist übrigens auch der Glaube, Kritik an Israel sei nicht möglich! Allein die Tatsache, dass die Vereinten Nationen Israel mehr kritisieren als alle andere Nationen zusammen, dass davon in den Medien ausgiebigst berichtet wird und danach die Leserbriefe und Kommentare sich überschlagen vor lauter Israelkritik, beweist, dass Kritik an Israel nicht nur möglich sondern Mainstream ist!

Es ist daher antisemitisch zu glauben, es gäbe eine Verschwörung, eine jüdische gar, die “die Medien” im Griff halte und Kritik an Israel unterbinde. Es ist ein Wahn, dem mit der Vernunft nicht beizukommen ist. Die Menschen, die behaupten, Kritik an Israel sei schwer zu äußern, sehen nicht, dass die eindeutige Mehrheit in Deutschland Israel kritisiert. Wenn auf WDR 5 zum Beispiel beim Tagesgespräch Zuhörerinnen und Zuhörer zum Thema Israel diskutieren, dann gibt es immer einen, der behauptet, nachdem alle vorherigen Anrufer Israel bei gnadenloser Abwesenheit irgendeiner Kritik in Richtung der palästinensischen Organisationen kritisiert haben, Kritik an Israel sei nicht möglich. Er blendet einfach die Realität aus. Er merkt den Widerspruch nicht. Er ist fest davon überzeugt, es gäbe eine Macht, die Kritik an Israel unterbindet. Antisemitismus ist eben eine Wahnvorstellung.

Am 14. November 2013 wurde einer Dolmetscherin der Antisemitismus bei den Vereinten Nationen klar und sie sprach Worte der Aufrichtigkeit, die allerdings nur wegen eines Fehlers der Vereinten Nationen gehört wurden.

Die Vereinten Nationen sind wahrlich am Boden, denn Aufrichtigkeit und Menschlichkeit finden sich dort nur noch, wenn die Vereinten Nationen einen Fehler machen.

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Ein weiterer Artikel zu den Vereinten Nationen:

„Kunst stört die Vereinten Nationen“

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Brutal, aber gut

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Der letzte Vorhang für Shakespeares „Othello“ in einer Inszenierung von Burkhard Schmiester im Metropol-Theater in Köln ist gefallen. Die Kölnische Rundschau schreibt unter anderem: „Brutal, aber gut“.

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Ich gestehe, die Kritikerin war an einem Abend da, an dem der General Othello stark eskalierte und seine Auseinandersetzungen mit Brabantio und Cassio sehr lautstark ausfielen. Jede Aufführung ist anders und stark von dem anwesenden Publikum abhängig. Ich glaube mich erinnern zu können, dass sogar die Begleitung der Kritikerin an dem Abend den Kopf des Othello halten musste. Kann passieren.

Da das Publikum in dieser Inszenierung also von immenser Bedeutung ist, präsentiert Tapfer im Nirgendwo ein paar Meinungen aus dem Publikum.

Gudrun Höpker, Moderatorin beim WDR 2:

„Ich muss gestehen, als Gerd Buurmann mir erzählte, dass er Othello spielt, als 100 minütigen Monolog, da hab ich mich gefragt, geht das? Ich gebe zu, ich war skeptisch. Gestern hab ich mir das Stück angesehen und ich war begeistert. Es ist nicht nur so, dass man Othello nun versteht, man bekommt auch eine Ahnung davon, welche Abgründe Menschen dazu bringen können, andere Menschen, die sie eigentlich lieben, zu töten. Wenn Ihr ein wirklich gutes Stück sehen wollt und dazu noch eine Antwort auf die Frage bekommen möchtet, wie es möglich ist, das Lied „Heute schütte ich mich zu“ in Othello unterzubringen, geht hin.“

David Serebrjanik, Musiker und Pianist:

„Pathetischsein ist in Deutschland nicht wirklich beliebt. Wahrscheinlich zurecht. Jedenfalls fiel es mir zunehmend schwer, meinen mit Muttermilch eingesogenen und eingeübten russischen Pathos mit fortschreitenden Dauer meines Aufenthaltes in Deutschland auszuüben. Ich fühlte mich immer belächelter und nicht verstandener, wenn ich zu großen Lobgesängen für irgendjemanden oder irgendetwas ausholte. Aber jetzt gerade ist es mir egal und ich werde gleich der Überschrift meines Lobgesanges alle Ehre machen. Denn ich habe einen Theaterabend erleben dürfen, den man wahrscheinlich nur ein einziges mal im Leben erleben kann. Zu groß war die Beteiligung des Herrn Zufall an diesem Ereignis. Und zu großartig die schauspielerische Arbeit von Gerd Buurmann. Und zu packend und atemberaubend das Stück, das er aufgeführt hat. Und zu brillant die Bearbeitung und Inszenierung dieses Stückes durch Burkhard Schmiester. Also, bin ich gerade dabei, mich damit abzufinden, dass es ein einmaliges Einmalereignis sondergleichen war, das sich nur einmal einmal ereignen kann.“

Alexej Pavlovic, Medizinstudent und Musiker:

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Gerne veröffentliche ich noch weitere Lobgesänge. Wer „Othello“ gesehen hat, darf gerne dazu einen Kommentar hier posten. Wer „Othello“ noch nicht gesehen hat, kann dies im Dezember in Berlin nachholen!

18. / 19. / 20. Dezember, 20:30h, GRETCHEN-Club, Obentrautstr. 19-21 in Berlin-Kreuzberg. Eintritt: 14 Euro, ermäßigt 10 Euro. Kartenvorbestellung: 030 74 924 329 oder karten-othello@gmx.de

20131117-122225.jpg (Foto: Antonio Ruiz Tamayo)

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