Das israelische „Grundgesetz: Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes“ in deutscher Übersetzung

Heute war wieder ein hysterischer Tag im deutschen Medienwald, denn es ging um das neue in Israel am 19. Juli 2018 verabschiedete „Grundgesetz: Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes“.

In jeder deutschen Nachricht, die ich dazu las und hörte, fand ich eine Menge Meinung und noch mehr Kommentare. Einige Berichterstatter faselten sogar von Apartheid und Rassismus. In keinem deutschen Leitmedium fand ich jedoch eine Übersetzung des Gesetzes. Komisch.

Ich habe das Gesetz daher selbst übersetzt und schon während der Übersetzung wurde mir klar, warum das Gesetz von so vielen deutschen Medien in seinem Wortlaut den Leserinnen und Leser nicht präsentiert wurde. Die Hysterie ist nämlich absolut nicht haltbar, sobald man das Gesetz gelesen hat.

Tapfer im Nirgendwo präsentiert daher nun eine deutsche Übersetzung des vollständigen Gesetzestextes:

Grundgesetz: Israel als Nationalstaat des jüdischen Volkes

1. Grundprinzipien

A. Das Land Israel ist die historische Heimat des jüdischen Volkes, in dem der Staat Israel gegründet wurde.

B. Der Staat Israel ist die nationale Heimat des jüdischen Volkes, in der es sein natürliches, kulturelles, religiöses und historisches Recht auf Selbstbestimmung erfüllt.

C. Das Recht auf nationale Selbstbestimmung im Staat Israel ist einzigartig für das jüdische Volk.

2. Die Symbole des Staates

A. Der Name des Staates ist „Israel“.

B. Die Staatsflagge ist weiß mit zwei blauen Streifen an den Rändern und einem blauen Schild Davids (Davidstern) in der Mitte.

C. Das Staatswappen ist eine siebenarmige Menorah mit Olivenblättern auf beiden Seiten und darunter das Wort „Israel“.

D. Die Nationalhymne ist die „Hatikvah“.

E. Details zu Staatssymbolen werden vom Gesetz festgelegt.

3. Die Hauptstadt des Staates

Jerusalem, vollständig und vereint, ist die Hauptstadt Israels.

4. Sprache

A. Die Sprache des Staates ist Hebräisch.

B. Die arabische Sprache hat einen besonderen Status im Staat; die Regelung des Einsatzes von Arabisch in staatlichen Institutionen oder durch sie wird gesetzlich geregelt.

C. Diese Klausel berührt nicht den Status, der der arabischen Sprache vor Inkrafttreten dieses Gesetzes gegeben wurde.

5. Einsammeln der im Exil Lebenden

Der Staat wird stets offen sein für die jüdische Einwanderung und die Einwanderung von Exilanten.

6. Verbindung zum jüdischen Volk

A. Der Staat wird sich bemühen, die Sicherheit der Mitglieder des jüdischen Volkes, die aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder ihrer Staatsbürgerschaft in Schwierigkeiten oder in Gefangenschaft sind, zu gewährleisten.

B. Der Staat soll innerhalb der Diaspora die Beziehung zwischen dem Staat und den Mitgliedern des jüdischen Volkes stärken.

C. Der Staat soll das kulturelle, historische und religiöse Erbe des jüdischen Volkes unter den Juden in der Diaspora bewahren.

7. Jüdische Besiedlung

Der Staat betrachtet die Entwicklung von jüdischer Besiedlung als einen nationalen Wert und wird ihre Gründung und Konsolidierung bestärken und fördern.

8. Offizieller Kalender

Der hebräische Kalender ist der offizielle Kalender des Staates und daneben wird der Gregorianische Kalender als offizieller Kalender verwendet. Der Gebrauch des hebräischen Kalenders und des Gregorianischen Kalenders wird vom Gesetz bestimmt.

9. Unabhängigkeitstag und Gedenktage

A. Der Unabhängigkeitstag ist der offizielle Nationalfeiertag des Staates.

B. Der Gedenktag für die Gefallenen in Israels Kriegen und der Holocaust- und Helden-Gedenktag sind offizielle Gedenktage des Staates.

10. Tage der Ruhe und Sabbat

Der Sabbat und die Feste Israels sind die etablierten Tage der Ruhe im Staat; Nicht-Juden haben das Recht, an ihren Ruhetagen und Festen zu ruhen; Details zu diesem Thema werden gesetzlich festgelegt.

11. Unveränderlichkeit

Dieses Grundgesetz darf nicht geändert werden, außer durch ein anderes Grundgesetz, das von einer Mehrheit der Knesset-Mitglieder verabschiedet wurde.

Das ist das ganze Gesetz. Um mehr geht es nicht! Was fällt auf? Zum Beispiel dies:

In vielen sogenannten Qualitätsmedien in Deutschland wird insinuiert, der bisherige Status der arabischen Sprache in Israel werde angetastet. Dem ist jedoch eindeutig und nachweislich nicht so. Das Gegenteil ist sogar der Fall. Das Gesetz erklärt ganz deutlich, dass kein Status und keine Privilegien der arabischen Sprache in Israel angetastet werden. Somit bleibt für die arabische Sprache nicht nur alles, wie es war, der Status wird sogar gesetzlich manifestiert und anerkannt und somit geschützt.

Die einzige kleine Änderung, die durch dieses Gesetzt vorgenommen wird, betrifft das Hebräische. Diese Sprache wird durch das neue Gesetz als einzige Sprache mit dem Attribut „Sprache des Staates“ versehen. Damit wird lediglich die besondere Wichtigkeit des Hebräischen hervorgehoben, da es die Sprache ist, in der die Nationalhymne Israels verfasst ist, sowie der Text des Buches auf dem die meisten Feiertage des Landes fußen. Mehr wurde mit dieser Klausel nicht festgelegt. Kein Grund zur Hysterie.

Warum war es nicht möglich, dieses Gesetz den Leserinnen und Lesern deutscher Zeitungen und Magazine zugänglich zu machen? Ich habe eine Vermutung. Die Hysterie war gewollt, denn Nachrichten, die Israel schlecht oder böse erscheinen lassen, verkaufen sich in Deutschland einfach besser.

Wer behaupten will, Israel sei ein Apartheidsstaat, muss den Wortlaut dieses Gesetzes verschweigen, da sonst seine Behauptung als das auffliegen würde, was sie ist: Blödsinn!

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Die Antwort des „militanten Juden“ an Richard C. Schneider

Ein Offener Brief von Attila Teri, freier Autor, Regisseur, Journalist und Sprecher an Richard C. Schneider.

Shalom Herr Schneider,

ich hätte mir nie gedacht, dass wir uns eines Tages auf diesem „lustigen“ Wege „unterhalten“ würden! Aber anscheinend, geht es nicht anders. Vorgestern schickte mir plötzlich ein Facebook-Freund folgende Nachricht:

„Lieber Attila, ich will dir nicht den Abend versauen. Aber Richard C. Schneider bezieht sich scheinbar auf deinen Post. Und das das solltest du wissen. Vielleicht ist dir das auch schon bekannt!? Wie auch immer, dass hätte ich von ihm nicht erwartet.“

Nein, war es mir nicht bekannt! So folgte ich seinem Link und las ihren letzten Eintrag mit dem Titel: „Militante Juden kämpfen gegen die Hamas – in deutschen Kaffeehäusern“

Im ersten Absatz erkannte ich tatsächlich mich. Und das hätte ich auch nicht erwartet Zitat:

„Nichts finde ich lustiger als all die europäischen oder amerikanischen Juden, die in schönem Abstand zum eigentlich Kampfgebiet, also in München oder Berlin oder sonst wo, sitzen und militante Reden schwingen, wie man die Hamas bekämpfen muss, dass man die Hand nicht ausstrecken darf gegenüber: „… Jemandem, dessen einziges Lebensziel ist, mich umzubringen“

Das schrieb auf meiner Timeline bei Facebook ein flüchtiger Bekannter aus München. Und ich scheue mich nicht, ihn zu nennen, denn er hat seine Posts ja öffentlich gemacht. Ich kenne ihn kaum und es geht mir auch nicht um ihn als Person. Weder will ich ihn hier verunglimpfen, noch sonst was. Aber so wie er reagieren viele Juden in Europa (auch oft in Reaktionen zu meinem Blog).

„Sie sind besonders „mutig“ und „kampfeslustig“ in ihren Kaffeehäusern in der Leopoldstraße oder Unter den Linden. Und wissen häufig nicht, was wirklich vor Ort geschieht. Sie behaupten, dass Israel so oft die Hand ausgestreckt habe und sie immer „ausgeschlagen“ wurde, dass also Israel immer „der Gute“ war und die Hamas oder Palästinenser „die Schlechten“. Schwarz-Weiß, also. Wenn es nur so einfach wäre.“

Nein, so einfach ist es sicher nicht. Zumal es wohl ein erheblicher Unterschied zwischen „normalen“ Palästinensern und den Terroristen der Hamas besteht. Aber fangen wir doch lieber von vorne an! Es grüßt „der flüchtige Bekannte“, der es vielleicht nie erfahren hätte, am Pranger zu stehen!

Für alle, die unser „Vorspiel“ nicht kennen: Vor drei Tagen las ich ihre Einlassung unter dem Titel: „Gaza: Und täglich grüßt das Murmeltier“, über den erneuten Ausbruch der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Israel und der Hamas. In Ihrem Beitrag beschrieben Sie überaus zutreffend den katastrophalen Zustand der israelischen Opposition und Linken als auch die teilweise ohnmächtigen Reaktionen Israels auf die immer wiederkehrenden Terrorangriffe aus Gaza. Entgegen meiner sonst üblichen Enthaltsamkeit bei ihren Beiträgen, ließ ich mich zu einer Frage hinreißen.

„Wie schließe ich Frieden mit jemandem, dessen einziges Lebensziel ist, mich umzubringen? Durch kollektiven Selbstmord?“

Wenn, dann sollte man vielleicht auch korrekt zitieren, oder Herr Kollege? Denn das sind wir, ob es Ihnen nun gefällt oder nicht – nicht nur im beruflichen Sinne!

Wir beide sind Kinder von ungarischen Shoa-Überlebenden. Wenn ich richtig informiert bin, wuchsen Sie in Deutschland auf, während ich als 18-jähriger 1977 mit meiner Mutter aus Budapest nach München floh, wo ich auch heute noch lebe. Ich wollte zwar damals sehr gern Alija machen, aber meine Mutter hat es mir verboten und begründete es damit, dass sie es nicht überleben würde, wenn sie ihren einzigen Sohn, der wie jeder junger Mann in die Armee gehen müsste, vielleicht durch einen Krieg in Israel verlieren könnte. Ich habe klein beigegeben. Ob aus Rücksicht auf meine Mutter oder mehr aus Feigheit vor dem Feind, weiß ich heute ehrlich gesagt nicht mehr.

Viele jüdische Freunde von mir aus Deutschland, von denen Sie einige kennen, waren mutiger, gingen diesen harten Weg, setzten oft genug ihr Leben aufs Spiel und überlebten zum Glück. Wie auch alle meine israelischen Freunde, die ausnahmslos in der Armee waren.

Täusche ich mich, oder haben Sie genauso wenig in der IDF gedient, wie ich? Ich habe mein Leben später nur gelegentlich als Journalist riskiert, aber nie als Soldat. Sie? Im Grunde genommen reden wir beide doch nur blöd daher, wenn es darauf ankommt, oder? Mit einem Unterschied: ich musste die krampfhafte, „Pseudoausgewogenheit“, vorgegaukelte Objektivität und Political Correctness der Öffentlich-Rechtlichen nie bedienen, da ich überwiegend für die bösen Privatsender arbeite, die mir tatsächlich freie Hand lassen.

Wir sind seit den 1980er Jahren Journalisten. Was Israel angeht, haben Sie jedoch einige Jahre mir voraus, denn ich begann erst 2002 regelmäßig über „unsere“ verwirrte, schrecklich-schöne „Heimat“ zu berichten. In den letzten 16 Jahren war ich unzählige Male da, beruflich oder privat, habe eine Menge Freunde, war überall, ob im Kernland, Gaza oder Westjordanland, tauchte oft genug auf allen Seiten in den täglichen Wahnsinn ab, auch dort, wo es weht tut und bin so anmaßend zu behaupten, Israel nicht weniger zu kennen als Sie!

Im Gegensatz zu den Menschen, ob Juden oder nicht, die tatsächlich ihre Meinung über Israel an den Stammtischen oder auf der Wohnzimmercoach bilden, noch nie vor Ort waren und mir genauso gehörig auf die Nerven gehen, wie Ihnen! Mich mit denen in einen Topf zu werfen, grenzt wohl oder eher übel an Verunglimpfung, Unterstellung und üble Nachrede. Zumal es Ihnen eigentlich bekannt sein müsste, was und wer ich bin. Auch dann, wenn wir in der Tat nicht einmal „flüchtige Bekannten“ sind, zumal wir uns lediglich ein einziges Mal begegnet sind. Dafür haben wir eine Menge gemeinsame Bekannte und gar einige Freunde, ob in Deutschland oder Israel.

Ich lese sporadisch mit Interesse Ihre Blogeinträge, wie ich auch früher, als Sie noch Korrespondent und Büroleiter der ARD in Israel waren, auch Ihre Berichte mir regelmäßig angesehen habe. Zugegeben, mal mit Zustimmung, mal mit Kopfschütteln, mal mit Unverständnis. Aber sei es darum, ich bin an sich ein überaus toleranter Mensch und ein uneingeschränkter Verfechter der Meinungsfreiheit. So gebietet es mir mein Anstand, andere Ansichten nicht nur zuzulassen, sondern ihnen mit Respekt zu begegnen. Auch dann, wenn ich sie nicht im Geringsten teile. Eigentlich! Und damit komme zu ihren Blogeinträgen zurück.

Denn wenn man anscheinend nicht mal genug Cojones hat, mir persönlich zu antworten, wenn einem schon meine Frage so gegen den Strich geht, sondern mich quasi hinterrücks, ohne mein Wissen verunglimpft dann wird meine Toleranzgrenze überstrapaziert. Ich bin also ein „militanter Jude“, nur weil ich ihrer Meinung bzgl. Hamas nicht teile? Echt witzig! Allerdings ist meine persönliche Befindlichkeit eine Sache, ahnungslose deutsche Leser oder Zuschauer in die Irre zu führen, eine andere! Und das tun Sie gelegentlich. Zumindest nach MEINER, subjektiven Meinung. Wie auch in Ihrem letzten Beitrag. Und das regt mich tatsächlich auf.

Haben wir nicht um uns herum genug Feinde? Muss dann auch noch ein Jude als Nestbeschmutzer den Israelhassern und Antisemiten frei Haus Argumente liefern, die nicht einmal stimmen? Auch dann, wenn Israel sicher einige Fehler gemacht hat, aber eines nicht will: das palästinensische Volk auslöschen! Und das hat nichts damit zu tun, alles toll finden zu müssen, was die israelische Regierung tut oder auch nicht. Aber wenn man kritisiert, dann bitte fair und nicht mit den Methoden der Israel-Basher.

Natürlich redet die israelische Regierung aus diversen, pragmatischen und realpolitischen Gründen mit der Hamas. Es bleibt ihr auch nichts übrig, wenn man nicht vorhat, für einen völligen Zusammenbruch des Gazastreifens zu sorgen und einen noch verheerenderen Krieg vom Zaun zu brechen, als die vorangegangenen. Aber! Es ändert nichts an dem grundlegenden Haupthindernis für einen dauerhaften Frieden. Denn auch, wenn Sie es schönreden, die Hamas beteuert heute noch Tag für Tag, dass sie nur ein einziges Ziel verfolgt, „das zionistische Gebilde“ zu zerstören, die Juden umzubringen oder davonzujagen und ganz „Palästina“ zurückzuerobern. Oder ist mir etwas entgangen Herr Kollege? Wenn ja, bitte ich inständig um Aufklärung!

Ihr Vergleich mit der Geschichte der Beziehungen zu PLO ist ebenfalls mehr als hinkend, um es gelinde auszudrücken. Ja, die PLO hatte Jahrzehnten lang ebenfalls auch nur das Ziel, Israel zu vernichten, hat es aber irgendwann erkannt, dass man als „armes Opfer der Zionisten“, mehr profitiert und wesentlich besser lebt, als eine hirnlose Terrorbande. Nebenbei angemerkt, finanziert sie bis heute immer noch mit einem erheblichen Teil der internationalen Hilfsgelder weiterhin die Renten von Terrorristen und ihren Familien.

Doch der wesentliche Unterschied zwischen der PLO und der Hamas besteht wohl darin, dass Islamisten mehrheitlich dafür leben, für Allah zu sterben, oder ihre verwirrten Jünger in seinem Namen in den Tod schicken, während die Vertreter der PA eher irdischen Gelüsten nachgehen. Aber das wissen Sie genauso gut Herr Kollege, wie ich. Somit frage ich Sie, über welchen dauerhaften Frieden und über welche Lösung redet man mit der Hamas?

Bei unzähligen Diskussionen mit unwissenden deutschen Freunden benutze ich einen simplen Vergleich, um die Lage um Gaza zu erklären: Stellt euch vor, jemand klingelt an eurer Haustür. Ihr öffnet sie, ein Mann steht vor euch, der sagt, das Haus gehöre ihm, weil er von unendlich vielen Seiten die Lüge gehört hat, ihr hättet das Haus gestohlen. Nun steht er vor eurer Tür, völlig aufgehetzt und mit Hass erfüllt und brüllt: „Ich bin gekommen, um deine Familie zu töten und anschließend dein Haus niederzubrennen!“ – Bittet ihr den Mann anschließend für ein Tee herein? Ich nicht. Und Sie Herr Kollege Schneider?

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Die Reaktion von Richard C. Schneider finden Sie hier.

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Raketenalarm in Düsseldorf

Gestern stand ich auf einer Bühne in Düsseldorf und moderierte eine wunderbare Show ab, als plötzlich das Handy in meiner Brusttasche am Hemd vibrierte. Ich hatte das Handy mit auf der Bühne, da ich einen Wettbewerb moderierte und das Handy als Stoppuhr nutzte. Ich war vollkommen überrascht, war ich mir doch sicher, die Anruffunktion abgeschaltet zu haben. Als ich in der Garderobe war, sah ich, was mein Handy zum Vibrieren gebracht hatte.

Seit meiner letzten Reise nach Israel, habe ich eine App auf meinen Handy, die mich über jeden Raketenalarm in Israel informiert. Gestern Abend war es wieder soweit. Israel wurde durch massiven Raketenbeschuss angegriffen.

Mein Handy war auf lautlos gestellt, zum Glück, denn sonst hätte es in dem Theatersaal einen richtigen Raketenalarm gegeben. Dann hätten die Leute in Düsseldorf einmal ansatzweise erlebt, was es bedeutet, so gehasst zu werden, dass immer wieder Raketen abgefeuert werden, in der Absicht so viele Menschen wie möglich zu töten.

Fünfzehn Sekunden haben die Menschen in Israel Zeit, einen sicheren Bunker aufzusuchen, wenn die Alarmsirenen ertönen.

Ich saß in meiner Garderobe und stellte es mir vor: Fünfzehn Sekunden für das ganze Theater, sich in Bunker zu flüchten, für das Publikum und die Künstler, für den Techniker, die Garderobe und die Theke, für hunderte von Menschen, Frauen, Männer und Kinder, nur fünfzehn Sekunden.

Stellen wir uns mal vor, es gäbe regelmäßig einen solchen Raketenalarm in Düsseldorf. Stellen wir uns vor, ein paar Mal im Jahr müssten die Kindergärten in Köln, die Schulen in Aachen und die Krankenhäuser in Bonn evakuiert werden. Stellen wir uns vor, immer wieder flögen Raketen. Das ist es, was in Israel passiert, immer wieder, manchmal täglich.

In den letzten Jahren wurden tausende Raketen und Granaten auf Israel abgefeuert. Israel ist kleiner als Nordrhein-Westfalen. Die Hamas wirft jede einzelne Rakete in die Richtung von Schulen, Hospitälern, Altenheimen, Moscheen, Synagogen und Kirchen ab! Das Ziel jeder Rakete ist es, so viele Israelis wie möglich zu töten, mögen es nun Kinder oder Greise sein. Die Motivation für die Angriffe auf Zivilisten benennt die Hamas in ihrer Charta. Artikel 7 fordert die Vernichtung des gesamten Jüdischen Volkes weltweit! Die Intention jeder Rakete ist Massenmord!

Der Massenmord misslingt der Hamas nur aus einem einzigen Grund: Israel hat ein hervorragendes Abwehrsystem errichtet und schützt die eigene Bevölkerung. Deshalb sind die Opferzahlen in Israel so gering.

Im Gazastreifen jedoch sterben die Menschen, weil die Hamas ihre Bevölkerung missbraucht. Israel nutzt Waffen, um Menschen zu schützen, die Hamas jedoch nutzt Menschen, um Waffen zu schützen, Waffen, die sie für den Massenmord an Juden verwenden.

Die Hamas beschießt israelische Schulen und nutzt gleichzeitig die eigenen Schulen, in denen zudem der Hass auf Juden in Kinderhirne gehämmert wird, als Schutzschild für die Waffen, die auf Israel abfeuert werden, nur um dann umso lauter zu lamentieren, wenn jene Kinder sterben, die sie als Schutzschilde und Kindersoldaten für ihren Judenhass missbraucht haben.

Wer die Bilder dieser Kinderleichen zeigt und nutzt, spielt das Spiel der Kindermörder mit und trägt Verantwortung dafür, wenn noch weitere Kinder im Propagandakrieg gegen Israel sterben.

Keine einzige Rakete Israels wird mit der Absicht abgeschossen, Zivilisten zu töten, sondern nur mit der klaren Ansage, die Hamas mit ihrem Vernichtungswillen zu entmachten. Jede Rakete der Hamas jedoch hat zum Ziel so viele Menschen, auch Kinder, wie möglich zu töten.

Das ist der Unterschied! Deshalb ist die Schwäche der arabischen Seite und deren hohen Opferzahlen keine moralische Überlegenheit. Die Hamas will in Masse morden, sie kann es aber nicht. Israel allerdings könnte in Masse morden, tut es jedoch nicht! Israel liebt das Leben und will es schützen, selbst das Leben der Kinder und der Unschuldigen auf der Seite der Feinde, die in ihren Schulen, Moscheen, Parlamenten und Fernsehsendungen erklären, dass alle Juden vernichtet gehören.

Kein Land der Erde würde so besonnen auf die offizielle Erklärung zum Völkermord handeln wie Israel, schon gar nicht, wenn dieser Vernichtungsabsicht Raketen folgen würden. Die Rücksicht Israels auf das Leben der Feinde ist beispielhaft. Bei all den Kindern, die die Hamas als Schutzschilde missbraucht, bei all den Kindersoldaten, die in arabischen Schulen erzogen werden, bei all den Terrortunneln, die unter Hospitälern gebaut werden und bei all den Raketen, die in der Nähe von Einrichtungen der Vereinten Nationen im Gazastreifen gelagert werden, ist es bemerkenswert, dass die Zahl der Opfer auf arabischer Seite so gering ist.

Hätte die Hamas all das Geld, das die Raketen und Tunnel gekostet haben, genutzt, um Gaza aufzubauen, so stünden in Gaza nicht nur noch alle Hospitäler, Energiewerke, Altenheime und Moscheen, sie wären auch noch perfekt ausgestattet. Bei all dem Geld, das Gaza bekommen hat, müsste Gaza eigentlich zu den reichsten Gebieten des Nahen Ostens gehören! Der Wunsch, Israel zu vernichten und der Hass auf Juden jedoch hat das ganze Geld verschlungen. Nicht Israel und Juden sind eine Gefahr für Palästinenser, sondern der Hass auf Israel und der Hass auf Juden! Hass bringt jedoch keinen Wohlstand!

Israel hätte den Gazastreifen tausend mal lieber zum Geschäftspartner als zum Feind. Es ist ein Fakt: Noch nie in der Geschichte des Landes hat Israel ein Land angegriffen, mit dem es einen Frieden geschlossen hat. Jeder Friedensvertrag wurde von Israel eingehalten! Israel will den Frieden und hat ihn noch immer gehalten. Israel wurde jedoch schon mehrmals angegriffen.

Daher unternimmt Israel in der Gesichte der Kriegsführung einzigartige Vorkehrungen, um die Zivilbevölkerung zu warnen. Die Hamas will Israel vernichten und will dafür das eigene Volk opfern. Aber selbst das gelingt der Hamas nicht, weil Israel so viele tote Zivilisten wie möglich vermeidet und über jedes tote Kind weint. Die ehemalige israelische Premierministerin Golda Meir hat es in wenigen Worten auf den Punkt gebracht:

“Wir können den Araber vergeben, dass sie unsere Kinder töten. Wir können ihnen nicht vergeben, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten. Wir werden erst Frieden mit den Arabern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.”

Die Schwäche der arabischen Seite ist keine moralische Überlegenheit. Es ist gut, wenn Judenhasser zu schwach sind, ihren Judenhass zu exekutieren.

***

Hat die Überschrift in diesem Artikel Sie erschreckt? Dann haben Sie jetzt eine kleine Ahnung davon, wie sich die Menschen in Israel fühlen. So hätte mein Heimweg vom Theater in Israel aussehen können:

Tapfer im Nirgendwo verteilt all die Raketen, die in den letzten dreißig Jahren auf Israel abgefeuert wurden, auf Deutschland:

99 Raketen auf Aachen
17 Raketen auf Alf
3 Raketen auf Altenberge
44 Raketen auf Andernach
87 Raketen auf Augsburg
53 Raketen auf Baden-Baden
46 Raketen auf Bad Honnef
37 Raketen auf Bad Münstereifel
103 Raketen auf Bayreuth
1205 Raketen auf Berlin
97 Raketen auf Bielefeld
43 Raketen auf Bingen
113 Raketen auf Bitburg
101 Raketen auf Bochum
84 Raketen auf Bonn
37 Raketen auf Boppard
26 Raketen auf Braunlage
89 Raketen auf Braunschweig
143 Raketen auf Bremen
61 Raketen auf Brühl
37 Raketen auf Bückeburg
22 Raketen auf Buxtehude
178 Raketen auf Celle
132 Raketen auf Chemnitz
17 Raketen auf Cochem
109 Raketen auf Cottbus
73 Raketen auf Cuxhaven
83 Raketen auf Darmstadt
12 Raketen auf Daun
39 Raketen auf Delmenhorst
34 Raketen auf Detmold
121 Raketen auf Dorsten
432 Raketen auf Dortmund
317 Raketen auf Dresden
376 Raketen auf Duisburg
406 Raketen auf Düsseldorf
22 Raketen auf Eisenhüttenstadt
34 Raketen auf Elmshorn
45 Raketen auf Emden
51 Raketen auf Ennepetal
223 Raketen auf Erfurt
91 Raketen auf Erlangen
382 Raketen auf Essen
97 Raketen auf Flensburg
423 Raketen auf Frankfurt a. Main
55 Raketen auf Frankfurt a. d. Oder
99 Raketen auf Freiburg
61 Raketen auf Friedrichshafen
100 Raketen auf Fulda
42 Raketen auf Füssen
31 Raketen auf Garmisch-Partenkirchen
196 Raketen auf Gera
110 Raketen auf Gießen
36 Raketen auf Görlitz
56 Raketen auf Greifswald
58 Raketen auf Gummersbach
121 Raketen auf Hagen
77 Raketen auf Halle
1306 Raketen auf Hamburg
91 Raketen auf Hameln
84 Raketen auf Hamm
341 Raketen auf Hannover
16 Raketen auf Haren
152 Raketen auf Heidelberg
46 Raketen auf Heilbronn
1 Rakete auf Helgoland
14 Raketen auf Herford
6 Raketen auf Hoyerswerda
44 Raketen auf Höxter
29 Raketen auf Ingolstadt
41 Raketen auf Iserlohn
76 Raketen auf Jena
88 Raketen auf Kaiserslautern
96 Raketen auf Karslruhe
272 Raketen auf Kassel
118 Raketen auf Kiel
52 Raketen auf Kleve
275 Raketen auf Koblenz
1111 Raketen auf Köln
24 Raketen auf Königswinter
83 Raketen auf Konstanz
100 Raketen auf Krefeld
2 Raketen auf Landshut
56 Raketen auf Leer
73 Raketen auf Leverkusen
338 Raketen auf Leipzig
37 Raketen auf Lingen
34 Raketen auf Linz
98 Raketen auf Ludwigsburg
167 Raketen auf Lübeck
33 Raketen auf Lüneburg
273 Raketen auf Magdeburg
138 Raketen auf Mainz
120 Raketen auf Mannheim
117 Raketen auf Marburg
14 Raketen auf Mayen
34 Raketen auf Meppen
40 Raketen auf Minden
52 Raketen auf Mölln
108 Raketen auf Mönchengladbach
1040 Raketen auf München
85 Raketen auf Münster
55 Raketen auf Nettetal
34 Raketen auf Nordhorn
121 Raketen auf Nürnberg
60 Raketen auf Oberhausen
119 Raketen auf Offenbach
27 Raketen auf Oldenburg
107 Raketen auf Osnabrück
92 Raketen auf Paderborn
61 Raketen auf Papenburg
86 Raketen auf Passau
19 Raketen auf Pinneberg
46 Raketen auf Plauen
7 Raketen auf Polch
109 Raketen auf Potsdam
21 Raketen auf Prenzlau
13 Raketen auf Quakenbrück
48 Raketen auf Recklinghausen
51 Raketen auf Regensburg
18 Raketen auf Reutlingen
10 Raketen auf Rheda-Wiedenbrück
55 Raketen auf Rosenheim
108 Raketen auf Rostock
83 Raketen auf Rügen
52 Raketen auf Rüsselsheim
124 Raketen auf Saarbrücken
45 Raketen auf Schweinfurt
97 Raketen auf Schwerin
128 Raketen auf Siegen
13 Raketen auf Sindelfingen
85 Raketen auf Speyer
32 Raketen auf Stade
18 Raketen auf St. Goar
39 Raketen auf St. Peter-Ording
101 Raketen auf Stralsund
534 Raketen auf Stuttgart
78 Raketen auf Sylt
120 Raketen auf Trier
96 Raketen auf Tübingen
321 Raketen auf Ulm
54 Raketen auf Unna
8 Raketen auf Vechta
32 Raketen auf Viersen
60 Raketen auf Wetzlar
272 Raketen auf Wiesbaden
37 Raketen auf Wismar
78 Raketen auf Witten
66 Raketen auf Wolfsburg
91 Raketen auf Worms
113 Raketen auf Würzburg
129 Raketen auf Wuppertal
36 Raketen auf Xanten
2 Raketen auf Yach
112 Raketen auf Zwickau

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„Singt nicht mit Juden!“

Im Jahr 1979 fand der Eurovision Song Contest in Israel statt. Der Austragungsort war Jerusalem. Zwanzig Jahre später, im Jahr 1999, fand der Eurovision Song Contest wieder in Israel statt. Wieder war der Austragungsort Jerusalem. Wieder zwanzig Jahre später wird der Eurovision Song Contest in Israel stattfinden. Wo ist jedoch noch ungewiss.

Was vor zwanzig und vierzig Jahren noch kein Problem war, ist heute ein Problem. Juden dürfen wieder etwas offener diskriminiert werden.

Am 12. Mai 2018 gewann Netta Barzilai mit ihrer Pophymne „Toy“ den Eurovision Song Contest in Lissabon für Israel. Sie konnte zwar nicht die Jury für sich gewinnen, aber das Publikum wählte Netta mit deutlicher Mehrheiten. Die nächste Show wird daher in Israel ausgetragen.

Für manche Gestalten in Europa ist der Gedanke unerträglich, in dem einzigen Land der Welt aufzutreten, in dem Juden in der Mehrheit sind. Sie rufen dazu auf, das Land zu boykottieren.

In vier Ländern wird zur Zeit auf Parteiebenen darüber nachgedacht, den Eurovision Song Contest in Israel zu boykottieren.

Irland: Der irische Politiker und Oberbürgermeister Dublins Mícheál Mac Donncha rief zu einem Boykott des Eurovision Song Contest in Israel auf.

Island: In einer Petition riefen 23.000 Menschen den isländischen Sender RÚV dazu auf, den Wettbewerb in Israel zu boykottieren. Kurz darauf kündigte RÚV an, in einer Sitzung darüber entscheiden zu wollen, ob Island dem Wettbewerb in Israel fernbleiben soll.

Schweden: Die schwedische Linkspartei forderte den Rundfunk SVT auf, den Wettbewerb in Israel zu boykottieren.

Vereinigtes Königreich: Mitglieder der Gruppe We Support Jeremy Corbyn haben einen Boykott ausgerufen. Auch Unterstützer der britischen Liberaldemokraten riefen die britische Regierung und die BBC auf, den Wettbewerb in Israel zu boykottieren.

In Israel leben 1,694,000 Muslime, die friedlich mit Juden zusammenleben. Es ist genau dieses Land, das boykottiert werden soll.

In Israel sind Muslime die Nachbarn von Juden. Sie sind ihre Arbeitskollegen, Lehrerinnen, Anwälte, Richterinnen, Abgeordnete, Polizisten, Feuerwehrmänner, Soldatinnen, Köche, Sexualpartner und vieles, vieles mehr. Sie lachen, leben, essen, weinen und streiten zusammen. Sie leben miteinander und teilen sich die selbe Heimat. Sie sind gemeinsam in Treue verbunden mit den Bäumen, Flüssen, Bergen, Meeren, Seen, Städten, Dörfern und Wüsten ihrer Heimat, die sie oft in ihre Gebete einschließen. Sie sind eine Familie! Manche sind entfernte Verwandte, andere wiederum frisch nah Vertraute. All diese 1,694,000 Muslime, die friedlich mit Juden zusammenleben, werden von diesem Boykott diskriminiert.

Stattdessen werden die Muslime bestärkt, die Juden hassen und in Gebieten leben, wo Juden vertrieben wurden und nicht leben dürfen. Die Gründungscharta der im Gazastreifen herrschenden Hamas zum Beispiel fordert die Vernichtung des ganzen jüdischen Volkes (Artikel 7) und die Zerstörung Israels (Artikel 13). Minister der Hamas rufen zur Vernichtung aller Juden auf, die sie öffentlich, auf Plätzen, in Moscheen und im Fernsehen, als Ungeziefer und Bakterien bezeichnen, deren Kehlen durchgeschnitten und Familien ermordet gehören.

Der Boykott richtet sich gegen das Land, das beschlossen hat, staatliche Krankenhäuser mit Gebetsräumen für alle Religionen ausstatten zu lassen, nachdem ein Muslim erfolgreich beim Obersten Justizgerichtshof des Landes geklagt hatte, weil er vor einer Klinik in Tel Aviv im Freien beten musste. Juden im Gaza-Streifen, in Algerien, Saudi-Arabien, Jordanien und Libyen haben keinen eigenen Gebetsraum in Krankenhäusern, sie haben nicht mal eine Aufenthaltserlaubnis dort. In diesen Regionen ist es verboten, Jude zu sein. Die Länder sind allesamt „judenrein“!

Der Boykott richtet sich gegen das Land, in dem die damals 19-jährige Araberin aus der nördlichen Hafenstadt Akko, Lina Mahul, die israelische Ausgabe von „The Voice“ gewann.

Im israelischen Fernsehen wurde vor einiger Zeit ein Test mit versteckter Kamera unternommen, um zu schauen, wie die Menschen in Israel auf Diskriminierung reagieren. Ein Tankstellenverkäufer, weigerte sich, Araber zu bedienen. Die Gäste reagierten wie folgt:

Gegen diese Menschen richtet sich der Boykott und somit gegen das einzige Land im Nahen Osten, in dem 1,694,000 Muslime sicher in einer Demokratie leben, die es ihnen erlaubt, schwul oder lesbisch zu sein. Sie haben die gleichen Rechte, wie alle anderen Bürgerinnen und Bürger des Landes, unabhängig von ihrem Geschlecht und ihrer Hautfarbe. Jeder fünfte Israeli ist ein Moslem und 77 Prozent dieser Muslime geben laut einer repräsentativen Umfrage der Harvard Kennedy School an, in keinem anderen Land lieber leben zu wollen, als in Israel! Es gibt kaum ein anderes Land auf der Welt, das von Muslimen so geschätzt wird.

Israel ist das einzige Land im ganzen Nahen Osten, in dem das Volk seine Regierung wählen und vor allem abwählen kann. Die israelische Regierung ist somit die einzige auch von Muslimen und Arabern demokratisch gewählte Vertretung eines Landes im Nahes Osten. Mahmud Abbas wurde zwar 2005 Präsident der palästinensischen Autonomiebehörde, aber seine Legislaturperiode endete am 9. Januar 2009. Seitdem hält er sich ohne Legitimation an der Macht.

Der Boykott, der gerade in Irland, Island, Schweden und dem Vereinigten Königreich diskutiert wird, hat eine lange Tradition beim Eurovision Song Contest. Nachdem Israel den Wettbewerb zweimal hintereinander gewonnen hatte, nämlich 1978 und 1979, entschied sich der austragende israelische Sender, ein Jahr zu pausieren. Diese Entscheidung nutze Marokko und bestätigte seine Teilnahme am israelfreien Wettbewerb.

Im Jahr 2015 meldete Marokko aufgrund einer wahrscheinlichen Absage Israels erneut Interesse am Eurovision Song Contest an. Als Israel dann aber doch seine Teilnahme für 2015 bestätigte, sagte Marokko am 31. Oktober 2014 seine Teilnahme ab und blieb dem Wettbewerb fern. Marokko weigert sich, gemeinsam mit Israel an einem Wettbewerb teilnehmen, ganz nach dem Motto: „Singt nicht mit Juden!“

Für die marokkanischen Verantwortlichen ist schon allein die Existenz von israelischen Menschen ein Affront. Im Jahr 1977 zog auch Tunesien aus dem selben Grund seine Teilnahme am Eurovision Song Contest zurück.

Der Libanon meldete sich für den Eurovision Song Contest 2005 an und wählte die Sängerin Aline Lahoud aus, um das Land mit „Quand tout s’enfuit“ zu vertreten. Es kam jedoch zu einer Auseinandersetzung mit der EBU, da der Libanon Ausblendung der verantwortliche libanesische Sender Télé-Liban den israelischen Beitrag ausblenden wollte. Die EBU verlangte jedoch, dass alle Lieder gesendet werden müssten. Dies wollte Télé-Liban nicht garantieren, weshalb der Libanon dem Wettbewerb fern blieb.

Jetzt denken auch Länder wie Irland, Island, Schweden und das Vereinigte Königreich darüber nach, diesem unrühmlichen Beispiel zu folgen und fallen damit der Idee des Eurovision Song Contest in den Rücken, denn der Eurovision Song Contest ist und bleibt eine große, alberne Friedensdemo.

Im Jahr 1955 wurde der Eurovision Song Contest ins Leben gerufen. Es war zehn Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg. In dieser Zeit kamen ein paar Menschen auf die Idee, einen Wettbewerb zu veranstalten, bei dem die Länder, die noch vor kurzem im Krieg miteinander lagen, sich statt Bomben nun Lieder um die Ohren hauen sollten. Länder, die sich einst spinnefeind waren, schoben sich nun Punkte für Lieder zu.

Das ist Idee des Wettbewerbs. Also, lasst uns singen!

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Dear protesters on the streets of London,

You say that Donald Trump has no right to be in your country because sexists, homophobes and fundamentalists have no place in Britain. Fair enough!

But you do realize that Trump is just one of thousands of people who have entered the United Kingdom in recent years, who harbor questionable views on humanity, right? Besides, Trump is someone who’s definitely returning to where he came from.

The fundamentalists who hate gays, women and Jews are already among you! They are your neighbors, old and new, and above all, they’re not American presidents.

All gays, women and Jews persecuted and attacked in your country by haters are backed by an ideology and guess what, that ideology is not based on the Constitution of the United States of America.

In your country pussies are not only grabbed, but are also mutilated. Gays are persecuted in your country. Women are forced into prisons made of cloth. Children are abused. That all happens in the context of a supposed honor, an „honor“ which doesn’t derive itself from the writings of Alexander Hamilton but from phrophets, to be precise one prophet. That „honor“ provides cages for children. And even kills them!

So please save some of your energy and use it to demonstrate against the dangerous hatred already in your neighborhoods that’s there to stay. The orange clown is leaving again and in a few years he’ll be departing the world stage. Yes, I don’t like him either and I’m glad when he’s not in the White House anymore, but nevertheless there’s a hatred that’s already taken root in your country.

There are many reasons to demonstrate against Trump, that’s clear, as clear as the fact that there’s no danger when demonstrating against Trump. On the contrary, you are celebrated by the majority. Furthermore, you shouldn’t forget that you can demonstrate because you are in a free society, and in Europe we are free also because the USA fought for this freedom and still defends it today.

However, there are people and ideologies that oppress and kill people, and spread fear and terror, even in Europe. To demonstrate against that is really dangerours. I have friends living with death threats because they dare to speak, love and laugh. These death threats where not articulted in the mother tongue of Trump.

Do you dare to fight for them? Do you dare to demonstrate against the guys who persecute my friends? Some of them are muslims, muslims who dared to question their religion.

Many Jews, homosexuals and women have been persecuted and murdered in Europe in recent years. The hatred that encourages such violence also carries MAGA hats, but the first A in those hats does not stand for America but for a so-called god.

***
Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

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Ihre Berichterstattung ist einseitig gegen Israel!

Ihre Berichterstattung ist einseitig gegen Israel. Sie machen damit das Leben für Juden in Deutschland gefährlicher!

Israel wurde massiv angegriffen! Es wurden und werden unzählige Raketen auf Israel abgefeuert, Grenzen angegriffen und Brandsätze nach Israel geleitet. Kinder müssen ganze Nächte in Bunkern verbringen. Raketen schlagen in Kindergärten ein.

Israel hat alles Recht, sich zu verteidigen.

Israel greift nicht an.
Israel dreht nicht an der Gewaltspirale.
Israel gießt kein Öl ins Feuer.
Israel provoziert keinen Flächenbrand.
Israel verteidigt sich!

Die Hamas wirft jede einzelne Rakete gegen Israel in die Richtung von Schulen, Hospitälern, Altenheimen, Moscheen, Synagogen und Kirchen ab! Das Ziel jeder Rakete ist es, so viele Israelis wie möglich zu töten, mögen es nun Kinder oder Greise sein. Die Motivation für die Angriffe auf Zivilisten benennt die Hamas in ihrer Charta. Artikel 7 fordert die Vernichtung des gesamten Jüdischen Volkes weltweit! Führende Politiker und Prediger der Hamas erklären Juden zu Bakterien, die vernichtet werden müssen. Sogar Kinder werden mit Kindersendungen dazu erzogen, Juden zu hassen und sie töten zu wollen.

Die Intention jeder Rakete gegen Israel ist Massenmord!

Der Massenmord misslingt der Hamas nur aus einem einzigen Grund: Israel hat ein hervorragendes Abwehrsystem errichtet und schützt die eigene Bevölkerung. In Gaza jedoch sterben die Menschen, weil die Hamas ihre Bevölkerung missbraucht. Israel nutzt Waffen, um Menschen zu schützen. Die Hamas jedoch nutzt Menschen, um Waffen zu schützen, Waffen, die sie für den Massenmord an Juden verwenden.

Die Hamas beschießt israelische Schulen und nutzt gleichzeitig die eigenen Schulen, in denen zudem der Hass auf Juden in Kinderhirne gehämmert wird, als Schutzschild für die Waffen, die auf Israel abfeuert werden, nur um dann umso lauter zu lamentieren, wenn jene Kinder sterben, die sie als Schutzschilde und Kindersoldaten für ihren Judenhass missbraucht haben. Wer die Bilder dieser Kinderleichen zeigt und nutzt, spielt das Spiel der Kindermörder mit und trägt Verantwortung dafür, wenn noch weitere Kinder im Propagandakrieg gegen Israel sterben.

Mit Ihrer Art der Berichterstattung beteiligen Sie sich an dem Krieg gegen Israel und Juden!

Alle Medien, die die Bilder toter Kinder in diesem Krieg zeigen, haben diese Kinder mit auf dem Gewissen, denn es ist der Plan der Hamas, diese Kinderleichen als moralische Schwächung Israels zu „produzieren“ – und das Verb „produzieren“ ist genau das richtige Wort, um die Unmenschlichkeit der Hamas auf den Punkt zu bringen.

Alle Politikerinnen und Politiker, die Israel kritisieren, weil das Land sich verteidigt, die dabei von Unverhältnismäßig faseln und Israel vorwerfen, Zivilisten zu töten, haben diese Zivilisten selbst auf dem Gewissen. Die Hamas verschanzt Ihre Waffen schließlich ganz bewusst hinter unbewaffneten Zivilisten, damit so viele Menschen wie möglich sterben, weil sie wissen, dass das bei den Israelkritikern in Europa so unfassbar gut ankommt, da sie Israel dann noch etwas mehr kritisieren können. Würden in Europa nicht so viele Menschen so geil werden, wenn sie Bilder toter Kinder und Zivilisten sehen, die durch Waffen getötet wurden, die von Juden gehalten wurden, würde die Hamas gewiss nicht so viele tote Zivilisten und Kinder „produzieren“ lassen.

Es herrscht das Prinzip von Angebot und Nachfrage. In Europa gibt es einen Markt für Bilder toter palästinensischer Kinder und die Hamas bedient diese Nachfrage. Die Hamas hat somit Kunden, um nicht zu sagen, willige Vollstrecker. Es sind all die Menschen, die Bilder toter Kinder und Zivilisten, die bewusst „produziert“ werden, um Israel zu schwächen, teilen, veröffentlichen und vervielfältigen.

Sie sind mit Ihrer Berichterstattung verantwortlich für diese Bilder des Grauens!

Ihre Art der Berichterstattung ist ein Krieg gegen Israel. Sie nennen es ein Drehen an der Gewaltspirale, ein Öl ins Feuer gießen, ein Hochschaukeln, wenn Israel sich verteidigt. Sie kritisieren wehrhaften Juden. Ein deutschen Medium kritisiert Juden, weil sie sich nicht abschlachten lassen. Dafür gibt es die rote Karten, denn Juden, die sich wehren, sind nicht das Problem!

Keine einzige Rakete Israels wird mit der Absicht abgeschossen, Zivilisten zu töten, sondern nur mit der klaren Ansage, die Hamas mit ihrem Vernichtungswillen zu entmachten. Jede Rakete der Hamas jedoch hat zum Ziel so viele Menschen, auch Kinder, wie möglich zu töten. Das ist der Unterschied!

Die Schwäche der arabischen Seite ist keine moralische Überlegenheit. Die Hamas will in Masse morden, sie kann es aber nicht. Israel allerdings könnte in Masse morden, tut es jedoch nicht! Israel liebt das Leben und will es schützen, selbst das Leben der Kinder und der Unschuldigen auf der Seite der Feinde, die in ihren Schulen, Moscheen, Parlamenten und Fernsehsendungen erklären, dass alle Juden vernichtet gehören.

Kein Land der Erde würde so besonnen auf die offizielle Erklärung zum Völkermord handeln wie Israel, schon gar nicht, wenn dieser Vernichtungsabsicht Raketen folgen würden. Die Rücksicht Israels auf das Leben der Feinde ist beispielhaft. Bei all den Kindern, die die Hamas als Schutzschilde missbraucht, bei all den Kindersoldaten, die in arabischen Schulen erzogen werden, bei all den Terrortunneln, die unter Hospitälern gebaut werden und bei all den Raketen, die in der Nähe von Einrichtungen der Vereinten Nationen im Gazastreifen gelagert werden, ist es bemerkenswert, dass die Zahl der Opfer auf arabischer Seite so gering ist.

Hätte die Hamas all das Geld, das die Raketen und Tunnel gekostet haben, genutzt, um Gaza aufzubauen, so stünden in Gaza nicht nur noch alle Hospitäler, Energiewerke, Altenheime und Moscheen, sie wären auch noch perfekt ausgestattet. Bei all dem Geld, das Gaza bekommen hat, müsste Gaza eigentlich zu den reichsten Gebieten des Nahen Ostens gehören! Der Wunsch, Israel zu vernichten und der Hass auf Juden, hat jedoch das ganze Geld verschlungen. Nicht Israel und Juden sind eine Gefahr für Palästinenser, sondern der Hass auf Israel und der Hass auf Juden! Hass bringt jedoch keinen Wohlstand!

Israel hätte die arabischen Nachbarn tausend mal lieber als Geschäftspartner denn als Feinde.

Daher unternimmt Israel in der Gesichte der Kriegsführung einzigartige Vorkehrungen, um die Zivilbevölkerung zu warnen. Die Hamas will Israel vernichten und will dafür das eigene Volk opfern. Aber selbst das gelingt der Hamas nicht, weil Israel so viele tote Zivilisten wie möglich vermeidet und über jedes tote Kind weint. Die ehemalige israelische Premierministerin Golda Meir hat es in wenigen Worten auf den Punkt gebracht:

“Wir können den Araber vergeben, dass sie unsere Kinder töten. Wir können ihnen nicht vergeben, dass sie uns zwingen, ihre Kinder zu töten. Wir werden erst Frieden mit den Arabern haben, wenn sie ihre Kinder mehr lieben als sie uns hassen.”

Die Schwäche der arabischen Seite ist keine moralische Überlegenheit.

Es ist gut, wenn Judenhasser zu schwach sind, ihren Judenhass zu exekutieren. Es ist aber widerlich, wenn ein deutscher Sender es kritisiert, wenn Juden sich wehren.

Dafür gibt es die rote Karte!

Ihre Art der Berichterstattung vergiftet das Klima in Deutschland und macht es für Juden gefährlicher, hier zu leben. Wären Sie meine Hauptinformationsquelle, ich würde Israel hassen und Juden mit Skepsis begegnen.

In den letzten Jahren wurden diese Parolen auf deutschen Straßen skandiert:

„Jude, Jude, feiges Schwein, komm heraus und kämpf allein“
„Hamas, Hamas, Juden ins Gas!“
„Kindermörder Israel“

In Deutschland werden Synagogen attackiert, jüdische Kinder angegriffen, Menschen mit Kippa auf dem Kopf geschlagen und Jugendliche verfolgt, wenn sie israelische Muskik hören. Der Hass auf Juden und Israel geht in Deutschland mittlerweile sogar schon gegen Kinder! Sie tragen daran eine Mitverantwortung. Es reicht!

Übrigens, so sieht es in Israel aus, wenn das Land angegriffen wird:

Video 1
Video 2
Video 3
Video 4
Video 5

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Rote Karten für Berichte gegen Israel

Wenn Sie etwas Zeit haben, lesen Sie diesen Artikel und machen Sie mit! Beteiligen Sie sich an dieser Aktion und teilen sie. Wir müssen massenhaft rote Karten vergeben!

Wir müssen rote Karten posten unter allen Nachrichten, die …

… einseitig über den Krieg gegen Israel berichten.

… in der Schlagzeile lediglich Israel als Aggressor erscheinen lassen.

… die Reihenfolge der Geschehnisse umkehren.

… Angriffe der arabischen Seite verharmlosen oder marginalisieren.

… über den mörderischen Hass schweigen, der in der arabischen Welt gegen Israel und Juden propagiert wird.

… Israel dämonisieren, delegitimieren und mit doppelten Standards über und gegen Israel schreiben.

Hier ist die rote Karte:

Nicht alle Kommentarfunktionen lassen es zu, dass Bilder gepostet werden. Für den Fall gibt es diesen Link, den Sie posten können. So wird dann die rote Karte angezeigt. Hier der Link:

https://tapferimnirgendwo.com/2018/07/16/ihre-berichterstattung-ist-einseitig-gegen-israel/

Sollten auch keine Verlinkungen gestattet sein, reicht dieser Text:

„Ihre Berichterstattung ist einseitig gegen Israel. Sie machen damit das Leben für Juden in Deutschland gefährlicher!“

Sollte auch der Text gefiltert werden, dann schreiben Sie einfach selbst etwas kurzes, klares und prägnantes. Die Leute, die voreingenommen, einseitig und gefährlich falsch über und gegen Israel berichten, müssen endlich spüren, was sie da anrichten.

Bitte helfen Sie mit!
Bitte schweigen Sie nicht!
Bitte verteilen Sie rote Karten!

Dort wo bereits rote Karten vergeben wurden, verteilen Sie bitte noch mehr rote Karten. Die roten Karten sollen fliegen!

Es gibt nur 8 Millionen Israelis auf der Welt und nicht mal 15 Millionen Juden weltweit. Die Gruppe der Juden ist klein, sehr klein. Nicht mal 0,2% aller Menschen sind Juden und nur 0,1% sind Israelis. Es gibt aber über 2,2 Milliarden Christen (über 29%) und über 1,6 Milliarden Muslime (über 21%) weltweit. Über 1% aller Menschen sind Deutsche! Wir sollten daher alle der kleinen Gruppe von Israelis und Juden helfen, vor allem wenn sie ungerecht behandelt werden.

Machen Sie mit!
Helfen Sie mit!

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Unter Freunden muss man sich auch mal Stärke geben

Es ist wichtig, für Freunde da zu sein, wenn man gebraucht wird. Tapfer im Nirgendwo motiviert daher hiermit alle Freundinnen und Freunde Israels, die nächsten Tage damit zu verbringen, auf allen Kanälen und Netzwerken ein wenige Unterstützung nach Israel zu senden, um Stärke zu spenden.

An all meine israelischen Freundinnen und Freunde, die gerade in Angst um ihr oder in Angst um das Leben ihrer Familie, Kinder, Freundinnen und Freunde leben, an jene, die in Bunkern sitzen oder Angehörige haben, die das tun, an alle, die behandelt werden, weil eine Rakete in ihrer Nähe eingeschlagen ist und an jene, die damit leben müssen, gehasst zu werden und wissen, dass es da draußen unzählige Menschen gibt, die sie töten wollen, Euch möchte ich sagen, ich weiß nicht, wie es sich anfühlt, das alles ertragen zu müssen, ich weiß nicht, wie es sich in so einem Stress lebt, was es bedeutet, in so einer permanenten Gefahr zu sein, dass andere Menschen einen töten wollen und sogar Synagogen in Deutschland attackieren und jüdische Schüler in deutschen Schulen angreifen; ich weiß nur, dass es unfassbar wenig echte Freunde gibt, die mitfühlend sind und in Anbetracht dieser unfassbaren Brutalität, die Euch entgegenschlägt, sich mit klugen Ratschlägen zurückhalten und stattdessen nur Wärme, Geborgenheit und Rückhalt geben. Aber, seid Euch gewiss: Meine Unterstützung habt Ihr. Ich singe, lache, weine, trinke und lebe mit Euch durch diese Zeit. Es ist nicht Eure Schuld, gehasst zu werden. Ich bin bei Euch.

***

To all my Israeli friends who are living in fear for their or in fear for the lives of their families, children, friends, those in bunkers or who have relatives who have to endure this, to all who are in treatment because a rocket is falling in their vicinity and to those who have to live with being hated and to know that there are countless people out there who want to kill them, I want to tell you, I do not know what it feels like to have to endure all this, I do not know how it feels to live in such stress, what it means to be in such permanent danger that other people want to kill you and even attack synagogues in Germany and Jewish students in German schools; All I know is that there are unbelievably few real friends who are compassionate and, given this incredible brutality that opposes you, hold back with wise advice and instead only give warmth, security and support. But, be sure: you have my support. I sing, laugh, cry, drink and live with you through this time. It’s not your fault to be hated. I am with you.

***

Всем моих израильским друзьям, которые живут и сами в страхе или в страхе за жизнь своей семьи, детей, друзей, тех, кто находится в бункере или имеет родственников, которые находятся там, всем, кому приходится лечиться, потому что ракета попала поблизости, и всем, кто должны жить ненавидимыми, и знать, что есть бесчисленное количество людей, которые хотят их убить, я хочу сказать вам, я не знаю, какое это испытание, что нужно все это вынести, я не знаю, как живут в таком стрессе, что это значит постоянно находиться в такой опасности, зная, что другие люди хотят убить вас и даже атакуют синагоги в Германии и нападают на еврейских школьников в Германии; я знаю только то, что есть невероятно мало настоящих друзей, которые способны сострадать и, учитывая эту невероятную жестокость, которая противостоит вам, воздерживаются от умных советов, а вместо этого посылают только тепло, безопасность и поддержку. Но, будьте уверены: у вас есть моя поддержка. Я пою, смеюсь, плачу, пью, живу с вами в это время. Это не ваша вина, что вас ненавидят. Я с вами.

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Israelischer Professor aus Baltimore erhebt schwere Vorwürfe gegen die Bonner Polizei

Am 11. Juli 2018 ist es in Bonn zu einem judenfeindlichen Übergriff gekommen. Der israelische Professor Yitzhak Melamed aus Baltimore wurde attackiert, weil er eine jüdische Kopfbedeckung, eine Kippa, trug. Danach wurde er von der Polizei geschlagen. Tapfer im Nirgendwo präsentiert nun einen Brief des Professors an einen Freund in deutscher Übersetzung.

Mein guter Freund,

In den letzten zwei Tagen wurde ich von verschiedenen deutschen Medien angesprochen, die um eine Stellungnahme zu dem Vorfall baten, der sich am 11. Juli im Bonner Hofgarten ereignet hat. Ich kann nicht all diese Anfragen beantworten, da ich mich um meine Arbeit und um meine Familie kümmern muss. Daher lass mich hier stattdessen kurz und präzise den Verlauf der Ereignisse an diesem Tag beschreiben.

Lass mich zunächst anmerken, dass mich die Beschreibung des Vorfalls in der Erklärung der Bonner Polizei vom 12. Juli zutiefst beunruhigt. Der Bericht ist voll von glatten und grundlosen Lügen, die sowohl die Brutalität als auch die Ineffizienz der Bonner Polizei am 11. Juli verschleiern sollen. (Ich werde diese schweren Anklagen kurz erläutern.)

Ich war eingeladen, eine Vorlesung an der renommierten Sommerschule der Universität Bonn in klassischer deutscher Philosophie zu halten. Bedauerlicherweise konnte ich aufgrund familiärer Verpflichtungen nur für zweieinhalb Tage kommen und ich sollte am Mittwoch, den 11. Juli um 18 Uhr meinen Vortrag halten. Den Morgen des Tages hatte ich damit verbracht, an meinen Nachforschungen zu arbeiten.

Um 12:30 Uhr traf ich mich mit Dr. Lina Steiner von der Universität Bonn, die eine ehemalige Kollegin und enge Freundin vor mir und meiner Frau ist. Lina zeigte mir das schöne Schloss. Danach wollte sie mir die Stadt zeigen, (denn obwohl ich schon oft deutsche Universitäten besucht habe, war ich vorher noch nie in Bonn gewesen).

Es war kurz nach 14 Uhr, als wir die Straße überquerten und in die Bonner Hofgärten einkehrten. Kurz darauf kam ein etwa 1,60 Meter großer stämmiger Mann auf uns zu und fragte mich „Bist du Jude?“ Er fügte hinzu, dass er Palästinenser sei. Ich begann zu sagen, dass ich Sympathie für die Notlage der Palästinenser hege und den gegenwärtigen bedrückenden Zustand der islamisch-jüdischen Beziehungen zutiefst bedauere, doch da fing die Person schon an, (als er merkte, dass ich ein Fremder war), auf Englisch zu brüllen: „Ich ficke Juden. Ich ficke Juden.“

Dr. Steiner und ich erkannten sofort, wohin die Unterhaltung driftete und gingen daher auf die andere Seite, um uns von der Person zu entfernen, die uns jedoch mit hartnäckigen Flüchen folgte. Dann versuchte er meine Kippa wegzuwerfen und schrie auf deutsch, dass ich in Deutschland keine Kippa tragen dürfe. Ich nahm mein Kippa vom Boden und legte sie wieder auf meinen Kopf. Der Typ wurde wütender: „Nein. Du darfst die Kippa hier nicht haben.“ (Das ist meine Erinnerung an seine Schreie auf Deutsch).

Dann rief er mehrmals: „Keine Juden in Deutschland“ und warf zum zweiten Mal meine Kippa zu Boden. Ich hob sie auf und legte sie auf meinen Kopf. „Du hörst nicht auf mich“, rief er und schlug mir zum dritten Mal meine Kippa vom Kopf. Ich hob sie auf und legte sie auf meinen Kopf. Er schubste mich.

Als all das passierte, bat Lina Passanten, die Polizei zu rufen, und ein paar von ihnen machten den Anruf. (Es waren ziemlich viele Leute da). Der Angreifer ging währenddessen auf den nahegelegenen Rasen und zog Kreise. Nach ungefähr fünf Minuten kam er zu uns zurück. Er schubste mich und dann versuchte ich, ihm in die Leistengegend zu treten, damit er uns verlässt. Ich traf ihn nicht, aber er wurde davon abgeschreckt und ging wieder ins Grüne, um dort seine Kreise zu ziehen.

Ich fragte Lina, wo die Polizei bliebe. Dann kam der Angreifer zum dritten Mal. Er schubste mich erneut, fluchte und ich versuchte (und scheiterte wieder), ihm in die Eier zu treten. Dann hörten wir die Sirene der Polizei. Es waren mindestens zwanzig Minuten vergangen, nachdem wir darum gebeten hatten, die Polizei zu rufen. (Es gab viele Passanten in der Nähe, die das bestätigen können). Der Angreifer bewegte sich langsam fort, aber als das Polizeiauto parkte, rannte er davon.

Die Polizei bewegte sich langsam und der Angreifer war dabei, sich aus meinem Blickfeld zu bewegen. Er war bereits ungefähr vierhundert Meter vor mir entfernt, als ich nach einigem Zögern entschied, ihm hinterher zu laufen, um die Polizei in seine Richtung zu lenken. (Das Gebiet war stark bevölkert und der Angreifer hatte sein Hemd ausgezogen, so dass es für mich klar war, dass er sich aus dem Staub machen wollte.)

Nach dreihundert Metern sah ich ein paar Polizisten aus der entgegengesetzten Richtung rennen, allerdings an dem Angreifer vorbei und auf mich zu. Ich hatte nicht viel Zeit, mich zu wundern, da sich sofort vier oder fünf schwer bewaffnete Polizisten auf mich warfen, (zwei von vorne und zwei oder drei von hinten). Sie drückten meinen Kopf in den Boden und während ich völlig kampfunfähig und kaum in der Lage war zu atmen, (ganz zu schweigen davon, einen Finger bewegen zu können), begannen sie, in mein Gesicht zu schlagen.

Nach ein paar Schlägen fing ich an, auf Englisch zu schreien, dass ich die falsche Person sei. Sie legten mir Handschellen hinter meinen Rücken an und nach ein paar weiteren zusätzlichen Schlägen in mein Gesicht, während ich schrie, dass ich die falsche Person sei, ließen sie sich endlich von mir ab. Ich konnte wieder atmen.

Ich bat die Polizei, meine Tasche zu öffnen und meine Identitätsdokumente zu nehmen. Meine Brille war kaputt. Meine Armbanduhr zerrissen. Nach weiteren fünf oder zehn Minuten wurde ihnen klar, dass sie einen Fehler gemacht hatten. Einer der Polizisten kam, nahm die Handschellen ab und sagte mir, dass sie jemanden gefasst hätten, der uns angegriffen hätte. Dann schrie mich einer der Polizisten in einem didaktischen Ton an (auf Englisch): „Leg Dich nicht mit der deutschen Polizei an!“

Das war mehr als genug. Ich sagte dem Polizisten sarkastisch: „Ich habe keine Angst mehr vor der deutschen Polizei. Die deutsche Polizei hat meinen Großvater ermordet. Sie hat meine Großmutter ermordet. Sie hat meinen Onkel ermordet, und sie hat meine Tante ermordet. Alles an einem Tag im September 1942. Also, leider habe ich keine Angst mehr vor ihnen.“

Der Polizist war verblüfft. Ich fragte ihn nach seinem Namen, aber er weigerte sich, mir zu antworten. Ich fragte noch einmal und bekam wieder keine Antwort. Später konnte ich die Identifikationsnummer auf seiner Polizeiweste aufschreiben, die ich noch bei mir habe.

Die Polizisten baten mich und Dr. Steiner, sie zur Polizeistation zu begleiten, um als Zeugen auszusagen. Als wir in der Station waren, bemerkte ich, dass mein Gesicht blutete. Ich sagte zu Dr. Steiner, dass ich wahrscheinlich sehr komisch aussähe.

In der Polizeistation bat uns die Polizei, auszusagen. Ich fragte, wo ich eine Beschwerde gegen die Polizisten einlegen könnte, die mich geschlagen hatten, aber die Polizisten versuchten dann für die nächsten anderthalb Stunden, uns zu überzeugen, keine Beschwerde einzulegen.

Sie entschuldigten sich und sagten, es sei ein Fehler gewesen. Ich antwortete, dass es tatsächlich nur ein Fehler gewesen sein könne, aber selbst wenn es so sei, Dutzende von Schläge in mein Gesicht – während ich handlungsunfähig war – nichts weiter als reine Brutalität sei. Dann versuchte ein Polizist, mir einzureden, ich hätte „seine Hand berührt“ und die Polizei sei nur in Reaktion darauf auf mich gesprungen. Ich sagte ihm, das sei eine glatte Lüge.

Er versuchte mir einzureden, ein unbewusster Instinkt von mir habe mich vielleicht geleitet, aber ich antwortete, dass auch dies eine billige und glatte Lüge sei, da die vier oder fünf Polizisten, die auf mich gesprungen waren, dies aus zwei Meter Entfernung getan hatten und es daher keinen körperlichen Kontakt zwischen mir und einem der Polizisten gegeben haben konnte, bevor sie mich angegriffen hatten.

Der weitere Verlauf dieses surrealen Gesprächs dauerte sehr lange. Sie versuchten weiterhin, mir einzureden, aufgrund von Reflexen oder Instinkten von mir hätte ich die Hand eines der Polizisten berührt, was dann wohl eine Rechtfertigung dafür sein sollte, mich zu schlagen. Dann insinuierten sie, dass, wenn ich die Presse informieren würde, sie mich beschuldigen würden, ich hätte Widerstand geleistet. Ich sagte nur, dass ich Beschwerde einlegen wolle.

Während des ganzen Gesprächs blutete mein Gesicht. Niemand bot mir Erste Hilfe oder etwas in der Art an. (Sie sagten mir nur, ich könne ja in ein Krankenhaus gehen.)

Schließlich wurde von einer höheren Behörden eine Verfügung erlassen, dass der Fall an einer anderen Stelle verhandelt werden solle, da es sich um ein Hassverbrechen und somit um eine politisch motivierte Tat handele. Wir gingen also zu einer anderen Polizeistation.

Dort war der Befrager viel höflicher. Als er auf mich zukam, fragte er: „Das hat Ihnen dieser Gauner angetan?“ Ich antwortete: „Nein, mein Herr. Ich muss Ihnen die Wahrheit sagen. Das hat mir die deutsche Polizei angetan.“ Er bedeckte sein Gesicht mit der Hand und sagte: „Oh nein.“ Dann ging er zu seinen Vorgesetzten, kehrte zurück und nahm meine Aussage entgegen.

Er fragte mich, ob ich eine Beschwerde gegen die Polizei einreichen wolle. Ich sagte ihm, ich hätte nichts persönliches gegen einen der Polizisten und ich hätte keine Lust an einer zukünftigen Zusammenarbeit mit der Bonner Polizei, aber ich fände, es sei in seinem Interesse als deutscher Staatsbürger, etwas gegen die Polizeibrutalität zu unternehmen, vor allem wenn es wieder Ausländer und Minderheiten beträfe.

Obwohl ich den Text nicht lesen konnte, weil meine Brille verloren gegangen war, füllte der Befrager die Beschwerde in meinem Namen aus und ich unterschrieb sie. Dann brachte er mich zum Hotel. Ich ging schnell in mein Zimmer, wusch mir das Blut aus meinem Gesicht und von meinem Körper und ging dann zu meinem Vortrag, (obwohl ich fünfundvierzig Minuten zu spät kam).

Ich konnte in dieser Nacht nicht richtig schlafen, da mein Körper verwundet war und ich keine Position finden konnte, die nicht schmerzhaft war. Um 8:15 Uhr sollte ich eigentlich den Zug zum Frankfurter Flughafen nehmen, um dann endlich nach Hause zu fliegen. Ich wurde um 6.30 Uhr durch ein Telefonanruf der Bonner Polizei aufgeweckt. Die Polizei sagte mir, die Polizeipräsidentin wolle sich gerne mit mir treffen und fragte, ob sie um 7:15 Uhr ins Hotel kommen dürfe. Ich stimmte zu.

Die Präsidentin kam, um sich zu entschuldigen. Ich sagte ihr, dass Fehler menschlich seien, aber dass das brutale Vorgehen durch die Polizei kein Fehler war, da ich völlig handlungsunfähig war und zu der Zeit kaum atmen konnte. Sie sagte mir, die Polizisten hätten einen fairen Prozess verdient. Ich stimmte dem sofort zu.

Wir verabschiedeten uns als Freunde, so schien es mir damals, doch während ich nach Hause flog, erhielt ich von Freunden die Nachricht über den Polizeibericht zu dem Vorfall (am Morgen des 12. Juli), der in den ersten Berichten zu diesem Vorfall in den deutschen Medien kritiklos zitiert worden war. Sowohl der Polizeibericht als auch die metastatischen Nachrichten erklärten, die Polizeipräsidentin habe sich entschuldigt, (was ich als klaren und unaufrichtigen politischen Schritt interpretierte), dass ich mich einer Verhaftung widersetzt hätte und mich die Polizei daher folglich hätte schlagen „müssen“, so als eine Höflichkeit deutschen Bildungsstils, (siehe zum Beispiel den Bericht in der Deutschen Welle).

Nun, Du kannst jetzt selbst urteilen. Versuche, (wenn Du es kannst), Dir vorzustellen, wie Du Dich einer Verhaftung widersetzt, wenn Du entweder keinen körperlichen Kontakt mit der Polizei hast oder wenn fünf Polizisten auf Deinem Rücken sitzen und Du kaum in der Lage bist, richtig zu atmen. (Wir Philosophen sehen uns ja als Experten in Gedankenexperimenten, aber die Bonner Polizei scheint in der Lage zu sein, den Kreis zu quadrieren.)

Am Ende des Tages, mein Freund, ist es Deine Gesellschaft und Deine Polizei. Wie gesagt, ich habe keine Lust auf weitere Begegnungen mit der Bonner Polizei. Polizeibrutalität ist eine der schlimmsten Aspekte der gegenwärtigen amerikanischen Gesellschaft. Es ist rassistisch und es ist gemein. Du magst denken, dass die Dinge in Deutschland anders sind, aber ich bezweifle das sehr.

Der einzige Grund, warum die Präsidentin der Bonner Polizei bei mir um „Entschuldigung“ gebeten hat, ist, dass ich Professor an der Johns Hopkins Universität bin. Wenn ich ein Außenseiter der deutschen Gesellschaft wäre, würde sich niemand darum kümmern (und offensichtlich würde niemand dem Beschwerdeführer glauben).

Wenn die Sonne an diesem Freitag in Baltimore untergeht, möchte ich Dir Shabbat Shalom wünschen, mein Freund. Vergiss bitte nicht, dem modernen „Ausländer, Waise und Witwe [גג, יתםם אאאנננ]“ zuzuhören, auch wenn sie sich beschweren und erklären, von den Behörden missbraucht worden zu sein. Denn sie könnten vielleicht Recht haben.

Dein Yitzhak Yohanan Melamed
Baltimore, 13. Juli 2018

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„Kein Jude in Deutschland!“

Am 11. Juli 2018 ist es in Bonn zu einem judenfeindlichen Übergriff gekommen. Ein Mann wurde attackiert, weil er eine jüdische Kopfbedeckung, eine Kippa, trug. Danach wurde er von der Polizei geschlagen.

Das Klima wird rauher in Deutschland. Seit Monaten werden Schülerinnen und Schüler in Deutschland angegriffen, weil sie Juden sind. Im April 2018 wurde ein junger Mann in Berlin angegriffen, weil er eine Kippa trug. Im Juni 2018 wurden in der selben Stadt ein paar Jugendliche angegriffen, weil sie jüdische Musik hörten. Im März 2018 wiederum wurde bei der Internationalen Tourismusbörse in Berlin der israelische Stand bedrängt.

Jetzt wurde ein israelischer Professor aus den USA bei einem Spaziergang in Bonn angegriffen.

Der Täter, ein junger deutscher Mann mit arabischen Wurzeln, schubste den Professor und schlug ihm seine Kippa vom Kopf. Dabei überzog er sein Opfer mit diversen Beleidigungen. Da der Professor die Kippa wieder aufsetzte, wurde ihm die Kopfbedeckung erneut vom Kopf geschlagen. Dabei schrie der Angreifer: „Kein Jude in Deutschland!“

Eine Begleiterin des Professors rief die Polizei. Als sich die Sirenen des Polizeiautos näherten, rannte der Täter weg. Der Professor verfolgte ihn. Dies führte laut Schilderung der Polizei zu folgendem Missverständnis:

Die zur Hilfe eilende Polizei hielt den Professor für den Täter. Da er der Aufforderung der Polizei, stehen zu bleiben, nicht Folge leistete, überwältige ihn die Polizei, brachte ihn zu Boden und fixierte ihn. Es wurde Gewalt angewandt. Dem Professor wurde unter anderem ins Gesicht geschlagen. Nach Angaben eines Polizeisprechers trug der Professor einige Verletzungen davon.

Die Bonner Polizeipräsidentin, Ursula Brohl-Sowa, erklärt dazu, die ganze Angelegenheit sei „ein schreckliches und bedauerliches Missverständnis“.

Der Antisemitismusbeauftragte der Bundesregierung, Felix Klein, zeigt sich „zutiefst empört“ über den Vorfall und erwartet, „dass gegen den mutmaßlichen palästinensischen Täter nun rasch ein Ermittlungsverfahren eingeleitet wird.“ Er fügt hinzu: „Wir müssen zeigen, dass jede Form von Antisemitismus in Deutschland sofort sanktioniert wird.“

Dass die Tat von einem Deutschen mit arabischen Wurzeln ausgegangen ist, erfülle ihn mit besonderer Sorge: „Wir dürfen bei unseren Anstrengungen in der Integrationsarbeit nicht nachlassen. Ich begrüße es, dass sich die Polizei für die Verwechslung von Opfer und Täter entschuldigt hat.“

Die Zahl der antisemitischen Straftaten in Nordrhein-Westfalen ist laut Verfassungsschutzbericht gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahr verzeichneten die Behörden eine Zunahme um neun Prozent auf 324 Straftaten.

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