„Die Hölle gibt es nicht!“

„Die Hölle gibt es nicht. Es gibt lediglich die Auslöschung sündhafter Seelen.“

Das soll Papst Franziskus laut dem italienischen Publizisten Eugenio Scalfari gesagt haben. Der Vatikan aber dementiert und erklärt, der Papst habe keineswegs die Existenz der Hölle geleugnet, vielmehr sei der Heilige Vater von Scalfari falsch wiedergegeben worden. Im Katechismus der Katholischen Kirche steht: „Die Seelen derer, die im Stand der Todsünde sterben, kommen sogleich nach dem Tod in die Unterwelt, wo sie die Qualen der Hölle erleiden.“

Die Hölle ist für mich eines der grausamsten Aspekte der christlichen Lehre. Ich kann nicht verstehen, wie Menschen an die Existenz eines Himmel glauben können, wenn es auch eine Hölle geben soll. Wie kann ein Christ im Himmel glücklich sein, wenn er weiß, dass in der Hölle Seelen schmoren und leiden? Für mich geht das nicht zusammen. Vor allem kann ich nicht verstehen, wie man einen Gott, der ewig straft, als versöhnlichen Gott bezeichnen kann.

Nicht selten sprechen Christen von dem vergebenden Gott des Evangeliums und erklären ihn zum Gegenstück des strafenden Gotts der Tora. Es stimmt zwar, der Gott der Tora ist manchmal recht hart drauf, aber ein ewiges Höllenfeuer, eine unendliche Bestrafung, eine unendliche Qual hat der Gott der Christen im Sortiment. Ein versöhnlicher Gott sieht anders aus. Der Christengott ist sogar einer der strafendsten Götter unter den Menschengeschlechtern.

Der Gott der Bibel ist eifersüchtig.

Laut תּוֹרָה hatte vor über 5770 Jahren eine Frau mit dem Namen Eva den Mut, sich ihres eigenen Verstandes zu bedienen. Bis dahin hatte Gott in absoluter Selbstgefälligkeit geherrscht. Mit dem Menschen kommunizierte er nur in Form von Befehlen: „Tu’ dies nicht! Tu’ das nicht!“ Adam und Eva hielten sich daran. Zwischen Richtig und Falsch konnten sie somit schon unterscheiden. Die Fähigkeit zur Unterscheidung von Gut und Böse aber lag noch uneingeschränkt in Gottes Hand.

Die Möglichkeit zur Erlangung der Fähigkeit zwischen Gut und Böse zu unterscheiden, hing als Frucht an einem Baum mit den Namen עץ הדעת טוב ורע (Baum der Erkenntnis von Gut und Böse). Von dieser Frucht aß Eva. Seitdem ist Gott nicht mehr Alleinherrscher in Moralfragen und muss im Menschen einen ebenbürtigen Partner in Sachen Moral erkennen. Der Mensch war somit für Gott nicht mehr bloß Befehlsempfänger, sondern wurde zu einem Partner. Zu jeder Partnerschaft gehört auch die Eifersucht.

Gott wurde also eifersüchtig und setzte erstmal Adam und Eva vor die Tür. Sowas kommt in den besten Partnerschaften vor. Adam und Eva verließen das Gefängnis mit dem Namen Eden und betraten das weite Feld der Freiheit.

Der Garten Eden war ein Gefängnis, vielleicht das schönste aller bekannten Gefängnisse, aber nichtsdestotrotz ein Gefängnis.

Für Gott begann von dem Moment, da Eva von der Frucht gegessen hatte seine Eifersucht und seine Strafattacken. Sein größter Ausfall dürfte wohl die große Flut gewesen sein. Die Sintflut war Gottes Plan zur “Endlösung der Menschheitsfrage”. Er ließ Wasser aus den Duschbrausen des Himmels sprudeln, um die ganze Menschheit zu ertränken. Den Tod der Tiere nahm er dabei als Kollateralschaden in Kauf. Allerdings hatte sich Gott in der Zeit der Zwangsehe mit der Menschheit in ein paar Exemplare verliebt. Eben jene lies er am Leben, erzählte ihnen vom Plan der Vernichtung und riet ihnen, eine Arche zu bauen. So überlebte Noah und seine Familie.

Die ganze Sache mit der Vernichtung der Menschheit war Gott im Nachhinein allerdings schon ein bißchen peinlich und er versprach, nie wieder eine solche Vernichtung zu planen. Stattdessen schloss Gott einen ewigen Bund mit dem Menschen Noah und bekundete diesen Bund sogar mit einem Regenbogen am Himmel. Ein bißchen kitschig, ich weiß, aber Gott hatte sich offenkundig ernstlich verliebt, da passiert sowas schon mal.

Seinen nächsten Rückfall hatte Gott mit seinem Blitzkrieg gegen die beiden Städte Sodom und Gomorrah, die er buchstäblich dem Erdboden gleich machte. Spannend an dieser Geschichte ist vor allem die Beziehung zwischen Gott und dem Menschen Abraham. An diesem Punkt der Beziehung wird nämlich zum ersten Mal deutlich, dass der Mensch in der Lage ist, mit Gott zu handeln. Gottes Absicht war es eigentlich, die beiden Städte vollkommen zu vernichten. Doch da kam Abraham und es entwickelte sich folgender Dialog:

Abraham: “Willst du wirklich den Bewährten raffen mit dem Frevler? Vielleicht sind fünfzig Bewährte anwesend drin in der Stadt, willst du die wirklich raffen?”

Gott: “Finde ich in Sodom fünfzig Bewährte, drin in der Stadt, will ichs all dem Ort tragen um ihretwillen.”

Abraham: “Da habe ich mich doch vorgewagt zu meinem Herrn zu reden, und ich bin ja Staub und Asche, vielleicht fehlen an den fünfzig fünf – willst du um die fünf all die Stadt verderben?”

Gott: “Nicht will ich verderben, finde ich dort fünfundvierzig.”

Abraham: “Vielleicht finden sich dort nur vierzig.”

So geht es noch ein bißchen weiter, bis Abraham Gott tatsächlich auf ganze zehn Menschen runtergehandelt hat. Das nenne ich mal eine gewachsene Partnerschaft!

Der Gott der Tora ist somit ein strafender Gott, aber es gibt immer noch die Hoffnung auf einen Regenbogen, auf Versöhnung. Der Gott des Evangeliums aber hat eine Hölle, wo es keinen Regenbogen mehr gibt. Hier gilt die Strafe ewig! Wer dort einzieht, kann alle Hoffnung fahren lassen.

Ich könnte nicht guten Gewissens ewig in einem Paradies leben, wenn ich wüsste, dass in der Hölle Seelen in ewiger Verdammung schmoren. Der Gedanke, einem Gott das Paradies zu verdanken, der gnadenlos und erbarmungslos auf ewig menschliche Seelen quält, würde mich derart schmerzlich plagen, dass das die wahre Hölle für mich wäre!

Das Paradies eines Gotts, der so gnadenlos ist, dass er ewig verdammt, das ist die wahre Hölle für mich! Dennoch sage ich, haben alle Menschen ein Recht auf die Hölle.

Ich kann glauben woran ich will. Wenn jemand glaubt, ich komme dafür in die Hölle, dann habe ich ein Recht auf die Hölle!

Ich darf jeden Propheten beleidigen und allen Göttern spotten. Wenn jemand glaubt, ich komme dafür in die Hölle, dann habe ich ein Recht auf die Hölle!

Ich muss mich nicht verschleiern. Wenn jemand glaubt, ich komme dafür in die Hölle, dann habe ich ein Recht auf die Hölle!

Ich darf schwul und lesbisch sein. Wenn jemand glaubt, ich komme dafür in die Hölle, dann habe ich ein Recht auf die Hölle!

Ich muss nicht beichten und mich taufen lassen. Wenn jemand glaubt, ich komme dafür in die Hölle, dann habe ich ein Recht auf die Hölle!

Mein Körper gehört mir. Ich kann damit machen was ich will. Wenn jemand glaubt, ich komme dafür in die Hölle, dann habe ich ein Recht auf die Hölle!

Das Recht auf die Hölle sollte ein Menschenrecht werden!

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Köln – Ausschreitungen und Schüsse zu Neujahr

Wieder ist es in Köln zum Neujahrsfest zu Ausschreitungen gekommen. Diesmal fielen sogar Schüsse!

Wenn es um Neujahrsfestivitäten geht, hat Köln keine gute Hand. Die Silvesternacht 2015 hat den Ruf Kölns weltweit nachhaltig geschadet. Erzählt man heute einem Menschen in Sydney oder Chicago, dass man aus Köln kommt, ist die erste Reaktion: „Cologne? Where the rapes took place on New Years Eve?“

Nun ist es in Köln wieder zu Ausschreitungen an Neujahr gekommen. Allerdings nicht im Rahmen des christlichen Neujahrsfestes, das am 1. Januar gefeiert wird und an die Beschneidung von Jesus erinnert, sondern im Rahmen des Neujahrsfest Nouruz, das im März begangen wird und den Beginn des Frühlings feiert.

Nouruz wird von mehr als dreihundert Millionen Menschen seit mehr als dreitausend Jahren gefeiert. Seinen Ursprung hat das Fest, das sich über mehrere Tage erstreckt, in der persischen Kultur. Wörtlich übersetzt heißt Nouruz „Neuer Tag“. Zu den großen Traditionen der Feierlichkeit gehören ein Gabenteller (Haft Sin), auf dem sich Äpfel, Gewürze, Hyazinthen, Knoblauch, Getreide, Essig und Münzen befinden, der zusammen mit einem Spiegel, einer Kerze und einem Buch aufgestellt wird, ein sogenanntes „Mittwochsfeuer“ (Tschahar Schanbe Suri), das am Vorabend des letzten Mittwochs der Festes entfacht wird, sowie ein Ausflug an ein Gewässer.

In Köln versammelten sich am 2. April 2018 mehrere tausend Menschen am Decksteiner Weiher, um dort das Neujahrsfest zu begehen. Dabei lief das Fest vollkommen aus dem Ruder. Es kam zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen kleineren Gruppen, bei denen einige Menschen verletzt wurden und sogar Schüsse fielen. Die BILD hat ein Video veröffentlicht, auf dem die Schüsse deutlich zu hören sind, gefolgt von angsterfülltem Schreien. In Folge dieser Ausschreitungen kam es zu einem Großeinsatz der Polizei. Polizeisprecher Lutz Flaßnöcker erklärte später: „Die Gründe für den Streit sind jeweils nicht ganz klar, liegen aber im privaten Bereich.“

Leider zeigt die Stadt Köln auch in diesem Fall wieder einmal ihre Schwerfälligkeit im Erkennen von gefährlichen Situationen. So wie die Polizei der Stadt Köln sogar noch Tage nach den massiven Ausschreitungen während der Silvesternacht 2015 vor dem Kölner Hauptbahnhof von einem ruhigen Jahreswechsel sprach und zunächst nicht wahrhaben wollte, dass es zu grauenhaften Ausschreitungen und massenhaften Anschlägen auf Frauen gekommen war, ist sie auch in diesem Falle wieder blind gegenüber den besorgniserregenden Entwicklungen beim persischen Neujahr.

Dabei ist die Situation schon seit Jahren besorgniserregend. Das Restaurant „Haus am See“ zum Beispiel macht während Nouruz schon gar nicht mehr auf. Die Chefin des Restaurants, Caren Beck, erklärt, die Ausmaße des Festes hätten sie dazu veranlasst, aus Sicherheitsgründen ihr Restaurant an dem Tag geschlossen zu halten. Sie fügt hinzu: „Es kommen auch immer Scharen von Menschen, um unsere Toiletten zu benutzen, da der Veranstalten keine Toilettenwagen aufgestellt hat.“

Seit Jahren schon, bleiben nach Nouruz Massen von Müll und Fäkalien am Decksteiner Weiher zurück. Auch diese Verwahrlosung hat in Köln eine traurige Tradition. Viel zu lange hatte die Stadt Köln bei der Verrohung des Kölner Karneval tatenlos zugeschaut. Zum Auftakt des Kölner Karnevals im November 2017 kam es dann zur Eskalation. Fünfzig Verhaftungen wurden vorgenommen und dutzende Anzeigen wegen sexueller, Übergriffe, Taschendiebstählen und Körperverletzungen wurden eingereicht. Der Kölner Stadt-Anzeiger zitierte damals einen nicht namentlich genannten Stadt-Mitarbeiter mit den Worten „Das ist der schlimmste Elften im Elften, den ich je erlebt habe.“

Der Sänger Alexander Barth wird mit den Worten zitiert: „Sodom und Gomorrha. Unsere Wege zu den Veranstaltungen in der Innenstadt waren ein echter Spießrutenlauf vorbei an besoffenen Kindern und krakeelenden Erwachsenen, durch Pisse, kaputte Flaschen und dergleichen.“

Der Präsident im Festkomitee Kölner Karneval, Christoph Kuckelkorn, erklärte damals: „Diese Zustände sind so nicht mehr hinnehmbar. Alle Beteiligten sind in der Pflicht: die Stadt, aber auch alle, die in Köln feiern wollen.“

Diese Pflicht muss auch für jene Feste gelten, die erst seit einigen Jahren in Köln gefeiert werden, vor allem, wenn es bei diesen Festen zum Einsatz von Schusswaffen kommt.

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Bilder vom Decksteiner Weiher:

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Eine Stellungnahme der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte

Eine Stellungnahme von Majorin Keren Hajioff von den Israelischen Verteidigungsstreitkräften.

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte haben Ende März 2018 das gemacht, was wir jeden Tag machen: Die Grenzen schützen und uns gegen Terroristen verteidigen, die unseren Bürgerinnen und Bürgern Schaden zufügen wollen.

Hamas ist eine terroristische Vereinigung, die Gaza mit eiserner Faust kontrolliert. Am 30. März 2018 schickte die Hamas 30.000 Palästinenser an die Grenze, um dort gewaltsame Aufstände zu veranstalten. Sie zündeten Reifen an, warfen Brandsätze und versuchten Israels Sicherheitsvorkehrungen zu zerstören. Unsere Soldatinnen und Soldaten haben präzise nur auf jene Terroristen abgezielt, die versuchten, terroristische Handlungen auszuführen. Darunter waren Terroristen, die unseren Sicherheitsdiensten bereits bekannt waren.

Traurigerweise hat sich die Hamas dazu entschieden, weiterhin ihrer Tradition treu zu bleiben, unschuldige Zivilisten als Mittel zum Terror zu missbrauchen. Darunter sind auch Frauen und Kinder. Sogar ein sieben-jähriges Mädchen wurde gezwungen, die Grenze nach Israel zu übertreten. Dank der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte konnte dieses Mädchen identifiziert und sicher an ihre Eltern in Gaza übergeben werden.

Es ist die Pflicht der Israelischen Verteidigungskräfte, ihre Bürgerinnen und Bürger zu schützen. Das ist genau, was wir am 30. März 2018 getan haben.

Lassen Sie sich nicht von der Propaganda der Hamas blenden. Die Ausbeutung des eigenen Volkes durch die Hamas bringt alle unschuldigen Zivilisten in Gefahr und versucht, die Aufmerksamkeit wegzulenken von dem Elend, das die Hamas in eigener Verantwortung über das eigene Volk gebracht hat.

Dieser Aufstand ist ein weiterer Versuch der brutalen Diktatur der Terrororganisation Hamas, das eigene Volk in Gaza und die ganze Welt zu blenden, um von den Problemen abzulenken, die die Hamas selbst zu verantworten hat und worunter das eigene Volk leidet.

Das Geld, das die Hamas investiert hat, um die Aufstände zu finanzieren, wären besser genutzt worden, um das Leben der Menschen in Gaza zu verbessern. Das Geld hätte in Schulen, Krankenhäuser und dem Schaffen von Arbeitsplätzen investiert werden können, um den unschuldigen Zivilisten Lebensmöglichkeiten zu schaffen.

Was am 30. März 2018 geschah, war weit entfernt von friedlichen Demonstrationen. Es waren gewaltsame Aufstände, die die Hamas als friedfertig tarnte.

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte werden weiterhin alle nötigen Anstrengungen unternehmen, um diese gewaltsamen Aufstände einzudämmen. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte werden weiterhin handeln gegen jeden Angriff auf die israelische Souveränität und gegen jeden Versuch, unseren Bürgerinnen und Bürgern Schaden zuzufügen.

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Der Goldene Orwell

In den letzten Jahren vergab Tapfer im Nirgendwo in unregelmäßigen Abständen den Goldenen Orwell. Der Preis wurde an sogenannte Qualitätsmedien für „israelkritische“ Berichte verliehen, die dem Parteislogan aus George Orwells Roman „1984“ alle Ehre machten: „Krieg ist Frieden!“ Unbedingte Voraussetzung für den Goldenen Orwell war die ideologische Verdrehung einer Nachricht in ihr genaues Gegenteil, zum Wohle des besseren Einfügens in das gefestigte „israelkritische“ Weltbild.

Tapfer im Nirgendwo präsentiert hier die bisherigen Preisträger:

Spiegel online erhielt den Goldenen Orwell fünf Mal. Das ist sehr bemerkenswert und macht aus Spiegel online Deutschlands israelfeindlichstes, ich meine, israelkritischstes Medium.

ERSTER GOLDENER ORWELL FÜR SPIEGEL ONLINE:

Mitte April 2011 gestanden zwei junge von der israelischen Polizei verhaftete palästinensische Männer im Alter von achtzehn und neunzehn Jahren den brutalen Mord vom 11. März 2011 an der fünfköpfige Familie Fogel. Die jüngsten Opfer der Mörder waren drei Kinder, zwei im Alter von elf und vier Jahren, sowie ein gerade mal drei Monate alter Säugling. Alle fünf Familienmitglieder wurden von den beiden jungen Männern brutal mit Messern gemeuchelt. Spiegel online verdreht die Nachricht so, dass Israel als aktiver Täter und die palästinensische Seite als passives Opfer dargestellt wurde:

„Israel macht Teenager für Mord an Siedlern verantwortlich.“

Das Geständnis zweier Mörder drehte Spiegel online so, dass nicht die Mörder für den Mord verantwortlich waren, sondern Israel, weil die Behörden die „Teenager“ dafür verantwortlich machen. Ein besonderes Lob muss Spiegel online für die Bezeichnung der beiden jungen Mörder als Teenager ausgesprochen werden. Auf diese Weise schaffte es Spiegel online, den fünffachen Mord als Streich dummer Jungen wirken zu lassen, für den die beiden Teenager auf vollkommen überzogene Art und Weise von Israel zur Verantwortung gezogen wurden. Brillant!

ZWEITER GOLDENER ORWELL FÜR SPIEGEL ONLINE:

Im November 2012 vereinbarte Israel mit der Hamas eine Waffenruhe. Im Frühjahr 2013 jedoch wurde eine Rakete von der Hamas auf Israel abgefeuert. Daraufhin flog Israel einen Luftangriff auf den Gaza-Streifen. Die Hamas brach somit die Waffenruhe. Spiegel online aber sieht das anders und berichtet:

„Israel und Hamas brechen Waffenruhe“

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Der Artikel begann mit folgenden Worten: „Israel hat nach Angaben der radikal-islamischen Hamas erstmals seit einer im November vereinbarten Waffenruhe wieder einen Luftangriff auf den Gaza-Streifen geflogen. Flugzeuge hätten ein Gebiet im Norden des Küstenstreifens bombardiert, teilte das Innenministerium der Palästinenser-Organisation am Dienstag mit. Eine israelische Militärsprecherin bestätigte die Einschläge im Gaza-Streifen, nannte aber keine Details. Nach Angaben der Palästinenser trafen die drei Raketen unbewohntes Gebiet, niemand sei verletzt worden.“

Es vergingen mehr als sechzig Worte, bevor der Angriff der Hamas überhaupt erwähnt wurde. Über sechzig Worte lang wurde erst über den Luftangriff Israels berichtet bevor folgende Information erwähnt wurde: „Zuvor war erneut eine Rakete im Süden Israels eingeschlagen, die aus dem von der radikalislamischen Palästinenserorganisation Hamas regierten Gaza-Streifen abgefeuerte worden war.“

Die Hamas hatte somit die Waffenruhe gebrochen! Die Hamas hatte sogar schon im Februar die Waffenruhe gebrochen! Von einem Bruch der Waffenruhe sprach Spiegel online jedoch erst, als Israel sich wehrte.

DRITTER GOLDENER ORWELL FÜR SPIEGEL ONLINE:

Im Mai 2015 titelte Spiegel online:

„Israel zwang Steinmeier zu langem Umweg“

In dem Artikel wurde behauptet: „Bei seiner Nahostreise Mitte Mai ist Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) nach Informationen des SPIEGEL in schwieriges diplomatisches Gelände geraten: Da Israel bei seiner Nahost-Reise nicht auf seinem Besuchsplan stand, reagierte Jerusalem verärgert und zwang ihn zu einem Umweg.“

Auf Nachfrage des Journalisten Ulrich Sahm erklärte jedoch ein Sprecher des Auswärtigen Amtes in Berlin, dass Israel aus Sicherheitsgründen grundsätzlich keine direkten Flugbewegungen aus dem libanesischen in den israelischen Luftraum erlaube und es daher einen „unfreundlichen Akt“ Israels nicht gegeben habe: „Israel hat dem Sonderflugzeug von Außenminister Steinmeier auf dem Weg von Beirut nach Amman den Überflug über den israelischen Luftraum nicht verweigert.“

Spiegel Online hatte den „unfreundlichen Akt“ Israels somit frei erfunden. Prompt wurde die Lüge auf allen einschlägigen Seiten des Judenhasses als Beweis für Israels Rachsucht und Boshaftigkeit geteilt.

VIERTER UND FÜNFTER GOLDENER ORWELL FÜR SPIEGEL ONLINE:

Den vierten Goldenen Orwell erhielt Spiegel online kommentarlos. Die Dreistigkeit der Schlagzeile war einfach zu krass:

„Palästinenser sterben bei Messerattacken auf Israelis“

Auch der fünfte Goldene Orwell wurde kommentarlos vergeben:

GOLDENER ORWELL FÜR DIE BERLINER ZEITUNG:

Am 13. November 2013 wurde der 18-jähriger Israeli Eden Atias, der in einem Bus schlief, von einem arabischen Jugendlichen mit mehreren Stichen in den Hals erstochen. Eden Atias trug eine Soldatenuniform, da er sich in der Grundausbildung seines Wehrdienstes befand. Er war das, was man in Deutschland einen Wehrpflichtleistenden nennt. Sein Mörder beendete in vollem Bewusstsein das kurze Leben des jungen Mannes, über den er nichts wusste, den er nicht kannte, der ihm keinen Schaden zugefügt hatte, den er zufällig neben sich in einem Bus sah. Er mordete ihn als er schlief. Der Mörder war so von Hass erfüllt, dass er einen schlafenden jungen Mann meuchelte, der fast noch ein Kind war.

Die deutschen Medien schwiegen größtenteils über diesen Mord. Wenn man damals bei Google News den Namen „Eden Atias“ suchte, kamen viele ausländische Medien. Die erste Nachricht aus Deutschland war ein Artikel der der Berliner Zeitung. Dort aber wurde getitelt:

Israelische Siedler verüben Brandanschlag“

In dem Artikel stand: „Israelische Siedler im Westjordanland haben einen Brandanschlag auf das Haus einer palästinensischen Familie verübt – offenbar als Rache für den Tod eines 16-jährigen (sic!) israelischen Soldaten, der am Vortag in einem Bus erstochen worden war – Fünf palästinensische Kleinkinder haben bei einem mutmaßlichen Brandanschlag extremistischer Siedler auf das Haus ihrer Familie im Westjordanland eine Rauchvergiftung erlitten.“

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Der Mord an Eden Atias war für die Berliner Zeitung somit nur ein Nebensatz in der eigentlichen Nachricht, dass immer nur Palästinenser Opfer sind.

GOLDENER ORWELL FÜR DEN DEUTSCHLANDFUNK:

Am 19. August 2014 wurde eine Waffenruhe mit Israel gebrochen, die die arabische Seite mit der israelischen Seite beschlossen hatte. Binnen weniger Stunden wurden über hundert Raketen auf Israel abgefeuert. Als die ersten Raketen auf Israel niedergingen, verließen die israelischen Vertreter den Verhandlungstisch. Deutschlandfunk titelte daraufhin folgende Schlagzeile:

„Israel bricht Friedensgespräche ab“

Das Friedensgespräch wurde somit laut der Schlagzeile des Deutschlandfunks nicht durch den Beschuss auf Israel abgebrochen, sondern erst durch das darauf folgende Verlassen der Friedensverhandlung durch Israel.

GOLDENER ORWELL FÜR CNN:

Am 18. November 2014 richteten zwei Araber in einer Jerusalemer Synagoge ein Blutbad an. Sie massakrierten mit einer Pistole und einem Beil bewaffnet vier betende Juden. Sieben weitere Menschen wurden verletzt. Zudem wurde ein Polizist angeschossen. Er erlag später seinen Verletzungen. Reuters schrieb “Palästinenser töten 4 in Anschlag auf Jerusalemer Synagoge”. CNN machte daraus folgende BREAKING NEWS:

„Israelisches Regierungsradio: Polizei schoss, 2 Palästinenser getötet“

Und aus der Synagoge macht CNN eine Moschee:

GOLDENER ORWELL FÜR DIE SÜDDEUTSCHE ZEITUNG:

Im Mai 2015 wollte das israelische Verteidigungsministerium unter Mosche Jaalon für eine Testphase von drei Monaten zwei Sicherheitsmaßnahmen für Araber einführen, die keine israelische Staatsbürgerschaft, wohl aber eine Arbeitserlaubnis für Israel besitzen. Die erste Sicherheitsmaßnahme sah vor, dass ausländische Araber, die aus Gebieten kommen, die sich mit Israel im Krieg befinden und die Vernichtung Israels fordern, nur durch bestimmte Übergänge ins Land einreisen dürfen und die zweite Sicherheitsmaßnahme sah vor, dass sie dafür nicht mehr mit israelischen Linienbussen aus Judäa und Samaria nutzen sollten, sondern lokale Busse der sogenannten „palästinensischen Autonomiebehörde“. Die Süddeutsche Zeitung titele daraufhin:

„Apartheid-Methoden“

In Israel leben über 1,6 Millionen Araber und über 6 Millionen Juden. Es wurde nicht darüber nachgedacht, diese Araber und Juden in verschiedenen Bussen zu befördern. Allen palästinensischen Israelis standen und stehen alle öffentlichen Verkehrsmittel zur Verfügung. Israel ist eine Demokratie mit gleichen Rechten für alle Bürgerinnen und Bürger! Es ging um Ausländer verfeindeter Regionen.

Am 20. Mai 2015 stoppte Israels Regierungschef Benjamin Netanjahu die Anweisung des Verteidigungsministers Mosche Jaalon. Israel entschied sich somit dagegen, Araber, die aus Gebieten kommen, die von Regierungen beherrscht werden, die erklären, Israel und alle Juden vernichten zu wollen, in separaten Bussen zu befördern. Die Süddeutsche Zeitung aber titelte, in israelischen Bussen sei Apartheid ausgebrochen und schwieg zu der Tatsache, dass Juden außer in Israel überall im Nahen Osten diskriminiert und verfolgt werden und dass es Orte gibt, wo Juden gar keine Busse fahren dürfen. Artikel 7 der Gründungscharta der Hamas fordert die Vernichtung aller Juden weltweit. Das hätte die Süddeutsche Zeitung durchaus erwähnen dürfen in einem Artikel mit dem Wort „Apartheid“ in der Überschrift.

Die Süddeutsche Zeitung attestierte Stunden nachdem sich Israel dazu entschieden hatte, sogar Ausländer aus verfeindeten Gebieten mit israelischen Bussen zu befördern, selbst wenn sie aus einem Gebiet kommen, dessen Regierungen offen feindselig gegen Juden agitieren, Israel nutze „Apartheid-Methoden“.

GOLDENER ORWELL FÜR ZEIT ONLINE:

Im September 2015 wurden diverse Raketen aus Gaza auf Schulen, Hospitäler, Altenheime und Synagogen abgefeuert. Die Intention jeder Rakete war Massenmord, inspiriert von der Charta der Hamas, in der erklärt wird, alle Juden müssten weltweit vernichtet werden. Der Massenmord der Raketen misslang jedoch, weil Israel sich verteidigte. Zeit online schrieb über diese Verteidigung:

„Israel fliegt Luftangriffe auf Hamas. Israels Luftwaffe hat zwei Ausbildungslager der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen bombardiert. Zuvor hatten Extremisten israelisches Gebiet mit Raketen beschossen.“

Folgendes war geschehen: Angriff auf Israel. Extremisten aus dem Gazastreifen beschießen Israel mit Raketen. Israels Luftwaffe bombardiert daraufhin zwei Ausbildungslager der radikalislamischen Hamas im Gazastreifen. Zeit online aber verschleiert bewusst die Chronologie.

ZWEI GOLDENE ORWELLS FÜR FOCUS ONLINE:

Die beiden größten Goldene Orwell aber gingen an Focus Online. Die Schlagzeilen bedurften keiner weiteren Kommentare. Sie standen für sich:

„Israel droht mit Selbstverteidigung“

„Weitere Raketen auf Israel – aber Waffenruhe hält bislang“

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The murderers are among us!

Mireille Knoll, who was born on December 28, 1932 and survived the Holocaust as a Jew, was brutally slaughtered and burned in Paris on March 23, 2018. She was stabbed eleven times before her apartment was set on fire. Several times, she had reported a Muslim neighbor to the police, who threatened to have her „incinerated“. The word „holocaust“ comes from ancient Greek (ὁλόκαυστος / holókaustos) and means „completely burned“. Mireille Knoll survived the Holocaust, but she was burned in 2018 because she was Jewish.

On the night of April 4, 2017 also in Paris, 66-year-old Jewish Sarah Lucy Halimi was murdered while asleep in her bed by a 27-year-old man. She was repeatedly stabbed and then, as the killer shouted, „Allahu Akbar“, tossed from her apartment balcony on the third floor onto the street. During his interrogation, the perpetrator explained that the orders to kill came from the Koran.

During the attack on Charlie Hebdo in January 2015 -also in Paris – one of the terrorists took hostages at a Jewish supermarket and killed four people. He called the French broadcaster BFMTV to make his demands public. The station asked, „Why did you choose that particular store?“ The answer came promptly: „Because they’re Jews!“

On May 24, 2014, an Israeli couple and a French visitor were shot dead at the Jewish Museum in Brussels. The killer carried out the act in the name of Allah. On the same day, two Jews from a synagogue were brutally beaten up in France. The thugs did that to please the Prophet.

On March 19, 2012, four people were shot down in front of a Jewish school in Toulouse by a man who saw himself as an Islamic warrior. Three of the victims were children.

On January 21, 2006, Ilan Halimi was abducted in France by a group of Muslim immigrants and tortured for three weeks for simply being a Jew. He was stripped naked, tied up and stabbed. Cigarettes were put out on his face and body, and he was sprayed with flammable liquids and lit on fire. He had his ear and toe cut off. On February 13, 2006, Halimi was found near railroad tracks in a suburb of Paris. He was naked and handcuffed to a tree. Eighty percent of his skin was destroyed. Holocaust means „completely burned“.

On the way to the hospital, Halimi succumbed to his massive injuries. Ilan Halimi was tortured for three weeks. Neighbors, friends and acquaintances of the kidnappers knew about the barbarism. Some even came by, watched or participated in the torture. None of them informed the authorities. When Jews were being exterminated in Germany, the neighbours knew. They kept silent. Some even took part. Only a few Germans opposed Nazi hatred. The Scholl siblings did it. In their third flyer they wrote:

”But our present State is a dictatorship of Evil. “We’ve known that for a long time,” I can hear you say, “and it is not necessary for you to remind us of it once again.” So I ask you: If you are aware of this, why aren’t you uneased? (…) Has your spirit been so devastated by rape that you forget that it is not only your right, but your moral duty to put an end to this system?

If a person cannot even summon the strength to defend his rights, then there is nothing left for him but destruction. Then we will deserve to be scattered to all corners of the globe, as dust before the wind, if we do not pull ourselves together in this eleventh hour and finally summon the courage that we have been lacking till now. Do not hide your cowardice under a veil of cleverness! Because each day you delay, each day you do not resist this spawn of hell, your guilt increases exponentially.“

Hatred of Jews is everywhere. In the 20th century, however, this hatred was particularly evident among the Germans. Today, Islam has a problem with Jews. Just as many Germans under the Nazis believed that it was their duty as decent Germans to free the world from Judaism, almost all anti-Jewish murders of the 21st century in Europe were committed by people who carried out their deeds in the belief that they were acting on behalf of Islam as good Muslims. Of course, not all Germans at the time were evil. Even if the majority were good, they were silent in any case. That’s how it is today. The majority remains silent. And the murderers are among us.

Almost a year ago, a demonstration with the motto „Not with us! Muslims and friends against violence and terror“ was announced. More than 10,000 people were expected, but only a few hundred came. And not all of those were even Muslims.

The initiator, Lamya Kaddor, had planned the demonstration well in advance. There was widespread publicity through the major media. Yet hardly anyone showed up. Lamya Kaddor explained the lack of interest correctly: „Of course, terrorism, or Islamism, has something to do with Islam. That distinction must be emphasized even more.“

Unfortunately, on that day hardly a Muslim was interested in making any distinctions.

Among the few Muslims present in Cologne that day, the clear majority, namely over fifty percent, were supposed Muslims. I write „supposed“ because most Muslims worldwide do not recognize the Ahmadiyya as legitimate Muslims. On the other hand, the participant Ahmadiyya did make a distinction, but according to sex. That was indeed a distinction, but probably not in such a way as Lamya Kaddor had hoped for.

Because the silence is so deafening, I would like to address my Muslim neighbors:

Dear Muslims,

I apologize for addressing you collectively as members of a religious community. Reducing an individual to his faith is otherwise not to my taste. I don’t really care what people believe in. But I have a reason to address you as Muslims. I have a question for you: How can you tolerate what’s happening in the name of Islam? Albert Einstein once said:

„The world is not threatened by the people who are evil, but by those who allow evil.“

Muslims in Europe who murder, claim their actions are legitimized by the Koran. For those who believe Islam means peace, Muslims who hate and murder in the name of the Koran must be worse than those who burn the Koran. In 2011, when an American preacher used a copy of the Koran to ignite a fire, there were violent protests worldwide. Now, the Koran is being used to fuel violence and war! Where is the outrage when self-proclaimed Muslims burn Jews?

Every time someone somewhere in the world criticizes Islam, parodies Mohammed or makes a silly film about Muslims, the outcry in the Muslim world is usually immense. But where is the outrage when Islamists misuse Islam to justify their evil deeds? Why are you silent when fundamentalists preach hate in the name of your religion and the Koran?

It’s simply not enough to say that all those crimes have nothing to do with Islam. Of course they do! How can I ignore the fact that the killers call themselves Muslims; even true Muslims, who feel entitled to murder for an Islamic state. They cut off heads, stone women, hang homosexuals and burn Jews.

One may say that those Muslims are a minority. But even if they are, the majority of peace-loving Muslims make themselves irrelevant if they remain silent and let the dangerous minority have their say! A hundred years ago it was the Christian church that described Jews as well poisoners and child murderers. Thus, the way was paved for the Holocaust. The Christian majority was irrelevant. Today hatred of Jews is preached in the same words in mosques, but in a different language.

Dear Muslims,

Please don’t tell me what Islam means. And don’t waste your time explaining Islam to those who mourn the victims of Islamic terrorists. It’s not their job to defend or explain the virtues of the Islamic religion. Go to those Muslims who use religion to oppose enlightened and liberal values. Don’t force me or the victims of terrorism to attend courses on Islam. I just want to be left alone. I want to live in a world where it doesn’t matter what I think of the Koran.

So don’t talk to me! Talk to those who hate me in the name of the Koran, for today it is your faith, the Muslim faith, that is being used to sow hatred. Your problems are not the people who criticize Islam. Your problem is everyone who calls himself a Muslim and commits violence in the name of Islam. Just as the Nazis were once a German problem, today Islamists are Islam’s problem! The first flyer of the Scholl siblings says:

“Do not forget that every people deserves the government it is willing to endure!”

Dear Muslims,

Don’t tolerate the hatred preached in your religion’s name. Don’t tolerate the violence committed in the name of your faith. Please do something about it. Do not delay, because each day you do not resist this spawn of hell, your guilt increases exponentially.

***
Translation: William Wires
http://www.williamwires.com
http://www.facebook.com/William.Wires.Fine.Art

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Tom Buhrow: „Der Artikel hätte in dieser Form nicht veröffentlicht werden dürfen.“

Im März 2018 veröffentlichte der WDR einen Artikel, in dem Israel zum Maßstab des Bösen erklärt wurde. Der Artikel war so einseitig und hasserfüllt, dass der WDR ihn von der Seite entfernte, nachdem Tapfer im Nirgendwo darüber berichtet und Malca Goldstein-Wolf den Intendanten des Westdeutschen Rundfunks, Tom Buhrow, angeschrieben hatte. Sie bat Tom Buhrow um eine Stellungnahme. Tapfer im Nirgendwo präsentiert nun diese Stellungnahme:

„Liebe Frau Goldstein-Wolf,

Danke für Ihre direkte und ehrliche Reaktion auf den Artikel „Wenn das Kurdenproblem langsam aber sicher ‚palästinisiert‘ wird“ von Mustafa Alp Dağıstanlı.

Der Beitrag hatte bereits im Vorfeld innerhalb der WDR-Redaktion zu kontroversen Diskussionen geführt, da er gravierende Schwächen aufweist. Der Artikel des freien Journalisten ist zwar in der Ich-Form geschrieben, war aber formal leider nicht eindeutig als Kommentar gekennzeichnet und ist zudem in der Sache mehr als undifferenziert. Hinzu kommt, dass die Übersetzung aus dem Türkischen ins Deutsche gravierende Diskrepanzen zum Original aufzeigt. Die verantwortliche Redaktionsleitung hat die Veröffentlichung daher umgehend zurückgezogen und dies auch transparent gemacht. Der Artikel hätte allerdings in dieser Form erst gar nicht veröffentlicht werden dürfen.

Dafür möchte ich mich bei Ihnen ausdrücklich entschuldigen.

Mit freundlichen Grüßen
Tom Buhrow“

Malca Goldstein-Wolf antwortete umgehend:

„Lieber Herr Buhrow,

mit Ihrer klaren Sprache, Ihrem unmissverständlichen Handeln und Ihrer empathischen Art, haben Sie mich von sich eingenommen. Es ist wunderbar zu sehen, dass es durchaus auch erfolgreiche Menschen gibt, die Werte leben und es zeugt von Größe, Fehler unumwunden zuzugeben. Es sind Menschen wie Sie, die mir Mut machen, weiterzukämpfen und daran zu glauben, dass auch ein Einzelner Dinge bewegen kann.

Ich danke Ihnen von Herzen, besonders für den Mut, den auch Sie haben müssen, um sich gegen all diejenigen durchzusetzen, denen es nicht gefällt, wenn Sie sich für Juden und gegen Antisemitismus positionieren. Aus Erfahrung weiß ich, dass man sich eine ganze Menge Feinde macht.

Sie haben mit Ihrer Entscheidung, den Antisemiten Roger Waters nicht zu subventionieren, eine Lawine losgetreten und als Vorreiter andere Intendanten inspiriert. Eine mutige Entscheidung kann die Welt verändern. Sie haben gezeigt, wie es geht!

Lieber Herr Buhrow,

bleiben Sie wie Sie sind und lesen Sie weiterhin meine Beschwerdemails, ich werde bestimmt nicht aufhören können, Sie zu nerven.

Lieben Gruß von Ihrem Fan,
Malca Goldstein-Wolf“

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Frohe Festtage

Ein Tag vor seinem Tod feierte Jesus mit seinen Freunden Pessach. Christen ist dieser Sederabend als letztes Abendmahl bekannt. Ich war an dem Ort, an dem Jesus dieses Fest gefeiert haben soll. Hier ein paar Bilder von diesem Ort in Jerusalem.

Ich wünschen allen Christen frohe Ostern, allen Juden ein frohes Pessachfest und generell allen Menschen Glück, Freiheit und ein Leben voller Hoffnung. Ich werde die nächsten Tage im Geiste der drei Sätze verbringen, auf die sich die Haggada zusammenfassen lässt, also die Erzählung, an sich die Jesus am Abend vor seinem Tod erinnert hat:

Sie haben versucht uns zu töten, aber wir haben überlebt.
Wir sind frei.
Lasst und essen und trinken.

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Eine Frage des Respekts

An Karfreitag erinnern Christen der abschließenden Menschwerdung ihres Gottes, denn zum Mensch sein gehört die Sterblichkeit. Christen glauben, dass Gott Mensch wurde. Er litt, starb und im Sterben zweifelte er sogar an Gott, also an sich selbst. In den Evangelien des Markus und Matthäus finden sich folgende letzte Worte von Jesus: „Mein Gott, mein Gott, warum hast Du mich verlassen.“ Der Zweifel macht den Menschen aus. Jesus hadert mit Gott. Gott zweifelt an Gott. Da muss man erst einmal drauf kommen!

An Karfreitag hören Christen keine Musik, tanzen nicht und die Kirchenglocken schweigen. Karfreitag ist für Christen ein besonderer Tag. All das gilt es zu respektieren. Religion ist Privatsache. Wenn aber von Nicht-Christen erwartet wird, sich an religiöse Gesetze zu halten, dann ist es eine Respektlosigkeit.

Ein Kölner Wirt wollte seine Gaststätte am Karfreitag für die Feierlichkeit eines Brauchs vermieten, der sowohl im Islam als auch im Judentum von elementarer Bedeutung ist. Die Kölner Stadtverwaltung untersagte die Feierlichkeit jedoch mit Hinweis auf das Feiertagsgesetz.

Das Land Nordrhein-Westfalen untersagt es allen Bürgerinnen und Bürgern, mögen sie nun christlich sein oder nicht, an Karfreitag Theater zu spielen oder öffentliche Tanzveranstaltung zu besuchen. Von Mitternacht bis zum Samstag um 6 Uhr morgens, also ganze 30 Stunden, untersagt das Land NRW folgende Aktivitäten: Märkte, gewerbliche Ausstellungen, Sportveranstaltungen einschließlich Pferderennen, Zirkus, Volksfeste, Freizeitanlagen, soweit dort tänzerische und artistische Darbietungen erfolgen, alle Unterhaltungsveranstaltungen einschließlich sämtlicher, auch klassischer, Theater- und Musikaufführungen wie Opern, Operetten, Musicals, Puppenspiele und Ballett, Spielhallen, Wettannahme, musikalische sowie sonstige unterhaltende Darbietungen in Gaststätten sowie alle anderen der Unterhaltung dienenden öffentlichen Veranstaltungen einschließlich Tanz. Mit anderen Worten: Karfreitag ist NRW ein Gottesstaat und das Ordnungsamt sind Sittenwächter, die darauf achten, dass die religiöse Sitte eingehalten wird!

An Karfreitag nutzt der Staat seine Gewalt, um eine religiöse Sitte zu erzwingen. Das ist respektlos.

Das Feiertagsgesetz ist Ländersache. Es gibt Bundesländer, in denen das Verbot herrscht und andere, die dieses Verbot nicht kennen. Da stellt sich mir die Frage, wenn ich nun an der Grenze zweier Bundesländer, auf der Seite spiele und tanze, wo das Spielen und Tanzen an Karfreitag erlaubt ist, mein Publikum aber ganz ruhig und still auf der Seite sitzt, wo es verboten ist, macht sich dann wer strafbar?

Vom Verbot nicht betroffen sind Kino, Radio und Fernsehen. Die dürfen senden, was sie wollen. Soviel zum Thema Gleichheitsgrundsatz! Vom Verbot ebenfalls nicht betroffen, sind ein paar religiöse Stücke. Heinrich Heine ist verboten! Hedwig Dohm, Kurt Tucholsky und Neil Simon auch. Felix Mendelssohn Bartholdy sowieso. Nicht verboten ist jedoch die Oper „Parsifal“ von Richard Wagner! Im Jahr 2013 wurde das Werk in der Oper Köln gegeben, während allen anderen Theatern in Köln das Spielen unter Androhung empfindlicher Geldstrafen verboten wurde.

Wenn die Politik entscheidet, welche Stücke gespielt werden dürfen und welche nicht, so ist das Zensur!

Im “Parsifal” gibt es eine Figur, die Kundry heißt. Sie ist von Richard Wagner als eine Art “ewige Jüdin” angelegt. Kundry ist eine Frau, die Jesus auf seinem Weg zur Kreuzigung verspottet und ausgelacht hatte und daher dazu verflucht wurde, in ständiger Wiederkehr durch die Welt zu wandern. Erlöst wird sie erst im dritten Akt an Karfreitag. Es ist der Tag, an dem sie Jesus erkennt und schließlich getauft wird. Mit der Taufe endet der Fluch und Kundry findet ihren Frieden. Es ist bezeichnend, dass ausgerechnet diese Oper zu den wenigen Stücken gehört, die an Karfreitag in NRW gezeigt werden dürfen. In der Geschichte des Christentums hatten es Juden nämlich besonders an Karfreitag schwer, da sie jahrhundertelang für den Tod von Jesus verantwortlich gemacht wurden.

Nirgends wurde dieser christliche Vorwurf an Juden deutlicher propagiert, als während der Karfreitagsfürbitte für Juden, den die römischen Katholiken, Altkatholiken und manche Anglikaner über Jahrhunderte verwendeten und teilweise immer noch verwenden. Im 6. Jahrhundert tauchen die ersten Karfreitagsfürbitten auf, in denen Gott darum gebeten wird, Juden den „Schleier von ihren Herzen“ wegzunehmen, ihnen die christliche Erkenntnis zu schenken und so der „Verblendung ihres Volkes“ und „Finsternis“ zu entreißen. Ab 750 wurden Juden in den Karfreitagsfürbitten perfidis („treulos“) genannt und ihr Glauben als iudaica perfidia („jüdische Treulosigkeit“) bezeichnet. Eine zaghafte Kritik an der traditionellen Judenfürbitte wurde erst nach der Shoa formuliert, aber 2008 erlaubte Papst Benedikt XVI. eine abgeschaffte Karfreitagsfürbitte für die alte lateinische Messe schon wieder. Der Wortlaut lautet: “Lasst uns auch beten für die Juden, auf dass Gott unser Herr ihre Herzen erleuchte, damit sie Jesus Christus als den Retter aller Menschen erkennen.”

Im “Parsifal” erkennt Kundry Jesus als Retter und wird getauft. “Parsifal” darf an Karfreitag in NRW gespielt werden.

Wenn es für einen vor zweitausend Jahren durch Römern ermordeten Juden ein Tanzverbot gibt, aber für 6 Millionen von Deutschen vor 70 Jahren ermordeten Juden nicht, dann bist Du in Deutschland.

Als Hauptgrund für die Entscheidung der Landesregierung Nordrhein-Westfalen, an dem Feiertagsgesetz festzuhalten, wird immer wieder der Ruf nach Respekt angeführt. An einem Tag im Jahr, so heißt es, dürfe der christliche Teil der Gesellschaft durchaus mal Respekt für seinen Glauben verlangen. Ein einziger Freitag im Jahr ohne Kunstfreiheit, Tanzen und dem Recht auf freie Entfaltung könne schließlich nicht so schlimm sein.

Für mich haben Kunst, Kultur, Aufklärung und Liberalismus den gleichen Stellenwert wie für andere Menschen ein religiöser Glaube. Theater ist für mich Menschendienst, wie die Kirche für Christen Gottesdienst ist. Wie würden Christen reagieren, lebten sie in einem Land, in dem ihnen die Heilige Messe oder der Gottesdienst für nur einen einzigen Sonntag im Jahr untersagt wäre, mit der Begründung, einmal im Jahr dürfe die Religion durchaus mal ruhen, es sei schließlich nur ein Tag im Jahr!

Respekt kann nicht erzwungen werden. Respekt ist eine Form der Wertschätzung, ein Geschenk der Aufmerksamkeit und der Ehrerbietung. Respekt ist nur da möglich, wo sich ein Mensch frei dazu entscheidet, seine Wertschätzung und seine Aufmerksamkeit zu schenken. Alles andere ist Zwang. Es ist wie ein Kind, das von der Mutter gezwungen wird, Danke zu sagen. Ein erzwungenes Danke ist kein Dank und erzwungener Respekt ist kein Respekt!

Das Karfreitagsgesetz ist zudem eine staatlich vorgeschriebene Gotteslästerung! Es ist nämlich gotteslästerlich zu glauben, der allmächtige Gott brauche menschliche Institutionen und Regierungen, um seine Macht zu bezeugen. Ein Staat, der sich so etwas anmaßt, reduziert den Allmächtigen zu einem Wesen, so schwach, so mickrig und so unbedeutend, dass er sogar der Hilfe der Landesregierung NRW bedarf. Respekt und Ehrfurcht vor Gott sehen anders aus!

Ein Glaube, der es nicht schafft, die Herzen seiner Anhänger ohne staatlichen Zwang zu erreichen, ein Glaube, der nicht stark genug ist, dass er sich auch unter Nachbarn mit fremden Sitten und Gebräuchen entfalten kann, ein Glaube, der nur leben kann, wenn er anderen Menschen Fesseln anlegt, ist ein schwacher Glaube. Ein Gott, der auf Staatsdiener angewiesen ist, um seinem Wort Nachdruck zu verleihen, ist ein armseliger Gott!

Warum müssen die Christen in NRW alle Menschen an Karfreitag zwingen, sich an ihre Gesetze zu halten? Warum fühlen sich diese Christen von Theaterstücken, Konzerten oder Tanzveranstaltungen gestört, obwohl sie in separaten Räumen stattfinden und sie nichts davon mitkriegen, wenn sie zu Hause oder in der Kirche ihren Karfreitag begehen?

Es gibt Christen, die mir sagen, ich solle dankbar sein, dass mir ein stiller Tag geschenkt wird. Für mich ist Karfreitag aber kein stiller Tag, im Gegenteil: So wie der Karfreitag zur Zeit abläuft, ist er für mich purer Stress. Den ganzen Tag lang muss ich aufpassen, nicht ich selbst zu sein, weil ich mich sonst strafbar mache. Ruhe sieht anders aus!

Ich wünsche mir mehr Gelassenheit. Glaube, woran Du willst, ich hindere Dich nicht daran. Du kannst still sein, Deinen Laden zu lassen und beten. Aber bitte zwinge mich nicht dazu, mitzumachen! Ich respektiere Dich. Bitte respektiere Du auch mich!

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Moses liest Tapfer im Nirgendwo

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Die Mörder sind unter uns!

Mireille Knoll, die am 28. Dezember 1932 geboren wurde und als Jüdin den Holocaust überlebt hatte, wurde am 23. März 2018 in Paris brutal abgeschlachtet und verbrannt. Mit elf Messerstichen wurde sie malträtiert, bevor ihre Wohnung in Brand gesetzt wurde. Vor ihrer Ermordung hatte sie mehrfach bei der Polizei vorgesprochen und dabei von Morddrohungen eines muslimischen Mannes aus ihrer Straße berichtet, der angekündigt habe, sie „zu verbrennen“. Das Wort „Holocaust“ kommt aus dem Altgriechischen (ὁλόκαυστος / holókaustos) und bedeutet: „Vollständig verbrannt“. Mireille Knoll überlebte zwar den Holocaust, aber im Jahr 2018 wurde sie verbrannt, weil sie Jüdin war.

In der Nacht zum 4. April 2017 wurde ebenfalls in Paris die 66-jährige Jüdin Sarah Lucy Halimi von einem 27-jährigen Mann schlafend in ihrem Bett mit diversen Messerstichen gemeuchelt und dann vom Balkon ihrer Wohnung im 3. Stock auf die Straße geworfen. Der Täter schrie während der Tat „Allahu Akbar!“ Im späteren Verhör erklärte der Täter, der Koran habe ihm den Auftrag gegeben und er habe ganz bewusst die Frau getötet.

Nachdem einer der Terroristen rund um den Anschlag auf Charlie Hebdo im Januar 2015 in einem jüdischen Supermarkt in Paris Geiseln genommen und vier Menschen getötet hatte, rief er den französischen Sender BFMTV an, um seine Forderungen zu verbreiten. Der Sender fragte: “Haben Sie das Geschäft aus einem bestimmten Grund ausgesucht?” Die Antwort kam prompt: “Ja. Die Juden!”

Am 24. Mai 2014 wurde ein israelisches Paar und eine französische Besucherin im Jüdischen Museum in Brüssel erschossen. Der Mörder glaubte, es im Namen Allahs zu tun. Am selben Tag wurden in Frankreich zwei Juden, die aus einer Synagoge kamen, brutal zusammengeschlagen. Die Täter glaubten, damit dem Propheten zu gefallen.

Am 19. März 2012 wurden vier Menschen vor einer jüdischen Schule in Toulouse von einem Mann niedergeschossen, der sich als Kämpfer des Islams verstand. Drei der Opfer waren Kinder.

Am 21. Januar 2006 wurde in Frankreich Ilan Halimi von einer Gruppe muslimischer Einwanderer entführt und über einen Zeitraum von drei Wochen gefoltert, weil er Jude war. Er wurde nackt auszogen, gefesselt und mit Messerstichen verletzt. Auf seinem Gesicht und an seinem Körper wurden Zigaretten ausgedrückt und er wurde mit brennbaren Flüssigkeiten übergossen und angezündet. Ihm wurde ein Ohr und ein Zeh abgetrennt. Am 13. Februar 2006 wurde Halimi in der Nähe einer Eisenbahnstrecke in einem Pariser Vorort gefunden. Er war nackt und mit Handschellen an einen Baum gefesselt. Seine Haut war zu achtzig Prozent mit Säure verätzt. Holocaust bedeutet „vollständig verbrannt“.

Auf dem Weg zum Krankenhaus erlag Halimi seinen schweren Verletzungen. Über drei Wochen wurde Ilan Halimi gefoltert. Nachbarn, Freunde und Bekannte der Entführer wussten von der Barbarei. Einige kamen sogar vorbei, sahen den Folterungen zu oder beteiligten sich daran. Niemand von ihnen informierte die Behörden.

Als in Deutschland Juden vernichtet wurden, wussten auch alle Nachbarn bescheid. Sie schwiegen. Einige beteiligten sich sogar daran. Heute ist der Judenhass ein besonderes Problem des Islams. So wie unter den Nazis viele Deutsche glaubten, es wäre ihre Aufgabe als anständige Deutsche, die Welt vom Judentum zu befreien, so wurden nahezu alle judenfeindlichen Morde des 21. Jahrhunderts in Europa von Menschen begangen, die ihre Taten in dem Glauben ausführten, im Auftrag des Islams als gute Muslime zu handeln. Natürlich waren damals nicht alle Deutsche böse, vielleicht war sogar die Mehrheit gut, aber sie schwieg. So ist es heute auch wieder. Der Mehrheit schweigt. Dabei sind die Mörder mitten unter uns.

Am 17. Juni 2017 fand auf dem Kölner Heumarkt eine Demonstration unter dem Titel „Nicht mit uns! Muslime und Freunde gegen Gewalt und Terror“ statt. Über 10.000 Menschen wurden erwartet. Es kamen nur ein paar hundert. Nicht alle von ihnen waren Muslime.

Die Initiatorin Lamya Kaddor hatte im Vorfeld gut für die Demonstration getrommelt und sämtliche großen Medien hatten im Vorfeld darüber berichtet. Es kam dennoch kaum jemand. Dabei hatte Lamya Kaddor vollkommen richtigerweise erklärt:

„Der Terrorismus hat oder der Islamismus hat natürlich etwas mit dem Islam zu tun, in so fern ist es quasi auch mal an der Zeit, das vielleicht nochmal deutlicher, die Abgrenzung noch schärfer vorzunehmen.“

Leider grenzte sich an dem Tag kaum ein Muslim scharf ab.

Unter den wenigen Muslimen, die an dem Tag in Köln anwesend waren, stellte die deutliche Mehrheit, nämlich über fünfzig Prozent aller anwesenden vermeintlichen Muslime die Ahmadiyya. Ich schreibe „vermeintlich“, weil die meisten Muslime weltweit die Ahmadiyya nicht als muslimische Gemeinschaft anerkennen. Dafür demonstrierten die Ahmadiyya auf dem Heumarkt nach Geschlechtern getrennt, was auch wieder eine deutliche Abgrenzung darstellte, jedoch vermutlich nicht dergestalt, wie es sich Lamya Kaddor erhofft hatte.

Weil das Schweigen zu ohrenbetäubend ist, möchte ich jetzt ein paar Worte an meine muslimischen Nachbarn richten:

Liebe Muslime,

entschuldigt, dass ich Euch als Mitglieder einer Religionsgemeinschaft anspreche. Eine Reduzierung des Individuums auf seinen Glauben ist sonst gar nicht nach meinem Geschmack. Eigentlich ist es mir egal, woran die Menschen glauben. Ich habe aber einen Grund, Euch als Moslems anzusprechen. Ich habe nämlich eine Frage an Euch: Warum regt Ihr Euch nicht, warum duldet Ihr? Albert Einstein soll einmal gesagt haben:

„Die Welt wird nicht bedroht von den Menschen, die böse sind, sondern von denen, die das Böse zulassen.“

Die Muslime, die in Europa morden, erklären, die Anweisungen zu ihren Taten kämen direkt aus dem Koran. Wenn Ihr wirklich glaubt, dass Islam Frieden bedeutet, dann müssen alle Muslime, die im Namen des Korans hassen und morden, schlimmer sein als alle, die den Koran verbrennen. Als in Amerika im Jahr 2011 ein Koran von einem Prediger als Brennstoff für Feuer benutzt wurde, gab es weltweite Proteste. Wo sind die Proteste, wenn der Koran als Brennstoff für Gewalt und Kriege benutzt wird? Wo ist der Protest, wenn Juden von Selbsterkenntnis gläubigen Muslimen verbrannt werden?

Jedes Mal, wenn irgendwo auf der Welt irgendjemand den Islam kritisiert, Mohammed verballhornt oder einen albernen Film über Muslime dreht, ist der Aufschrei in der islamischen Welt groß und Muslime gehen auf die Barrikaden. Wenn Islamisten die Menschlichkeit mit ihren Taten schänden und sich dabei auf Allah berufen, muss der Aufschrei um das Vielfache lauter sein! Warum schweigt Ihr zu den Fundamentalisten, die im Namen Eures Glaubens und Eures Koran den Hass predigen?

Es reicht nicht, einfach zu behaupten, all die Verbrechen hätten nichts mit dem Islam zu tun. Natürlich haben sie das! Ich kann nicht ignorieren, dass die Mörder sich selber als Muslime bezeichnen; sogar als wahre Muslime, berechtigt, für einen Islamischen Staat zu morden. Sie schneiden Köpfe ab, steinigen Frauen, hängen Homosexuelle und verbrennen Juden.

Ihr mögt jetzt sagen, diese Muslime seien eine Minderheit, aber selbst wenn es so ist, dann ist die Mehrheit der friedliebenden Muslime irrelevant, wenn sie schweigt und die gefährliche Minderheit machen lässt! Vor hundert Jahren war es die christliche Kirche, die Juden als Brunnenvergifter und Kindermörder bezeichnete. Sie ebnete so den Weg in den Holocaust. Die Mehrheit der Christen war irrelevant. Heute sind es Moscheen, in denen der Hass auf Juden gepredigt wird und zwar mit den gleichen Worten, nur in einer anderen Sprache.

Liebe Muslime,

erklärt nicht mir, was der Islam bedeutet. Vergeudet Eure Zeit nicht damit, Menschen, die um die Opfer von muslimischen Terroristen trauern, den Islam zu erklären. Sie müssen sich nicht um das Image des Islams sorgen und schon gar nicht ist es ihre Aufgabe, dafür zu sorgen, dass der Islam in einem guten Licht dasteht. Geht zu den Muslimen, die den Islam nutzen, um gegen die aufgeklärten und liberalen Werte zu hetzen. Zwingt weder mich noch die Opfer der Terroristen zum Islamunterricht. Ich will einfach nur in Ruhe gelassen werden. Ich möchte in einer Welt leben, in der es egal ist, was ich vom Koran halte.

Redet daher nicht mit mir! Redet mit jenen, die mich im Namen des Korans hassen, denn heute ist es Euer Glaube, der muslimische Glaube, der benutzt wird, um Hass zu säen. Eure Probleme sind nicht die Menschen, die den Islam kritisieren. Euer Problem ist jeder Mensch, der sich Muslim nennt und im Namen seines Gottes Gewalt ausübt. So wie die Nazis einst das Problem der Deutschen waren, so sind Islamisten heute das Problem des Islams!

Liebe Muslime,

ertragt den Hass nicht mehr, der in Eurem Namen gepredigt wird. Ertragt die Gewalt nicht mehr, die im Namen Eures Glaubens begangen wird. Es ist Eure Pflicht, etwas dagegen zu unternehmen. Mit jedem Tag, da Ihr noch zögert, da Ihr dieser Ausgeburt der Hölle nicht widersteht, wächst Eure Schuld gleich einer parabolischen Kurve höher und immer höher.

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